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Dr. med. dent. Ji-Sun Kim
Dr. med.
Evaluierung von drei neuen HPLC-Methoden zur quantitativen Bestimmung von
Vitamin A und Vitamin E im Serum und Erstellung eines Referenzbereiches unter
besonderer Berücksichtigung des Patientengutes der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie
Geboren am 04.12.1964 in Goheung/Südkorea
Reifeprüfung am 03.05.1985 in Neuss
Studiengang der Fachrichtung Medizin vom SS 1986 bis SS 1996
Physikum am 17.08.1988 an der RWTH Aachen
Klinisches Studium in Heidelberg
Praktisches Jahr in Heidelberg
Staatsexamen am 22.10.1996 in Heidelberg
Promotionsfach: Labormedizin
Doktorvater: Herr Prof. Dr. med. W. Fiehn
Die simultane Bestimmung der als Antioxidantien eingesetzten fettlöslichen Vitamine A und
E in Serum und Plasma hat in den letzten Jahren zunehmend an Relevanz gewonnen. Das
Ziel der vorliegenden Arbeit bestand darin, drei unterschiedliche kommerziell erhältliche
mechanisierte HPLC-Methoden mit UV-Detektion zur quantitativen Bestimmung von
Vitamin A und E (Fa. ChromSystems, Fa. MedChrom und Fa. BioRad) hinsichtlich ihrer
Anwendbarkeit in der klinisch-chemischen Routinediagnostik zu evaluieren.
Im Rahmen von Vorversuchen wurden die folgenden optimierten Randbedingungen zur
Durchführung der HPLC-Analyse ermittelt: Flußrate: 1.5-2 ml/min; Probenvolumina: 20-75
µl; Säulentemperatur: 35 °C; Maximale Peakhöhen für λ=325 (Vitamin A) und λ=295 nm
(Vitamin E).
Die Variationskoeffizienten für die Intraassay-Präzision bewegten sich für Vitamin A [E]
konzentrationsabhängig zwischen 1.96-2.73 % [2.24-3.89 %] (ChromSystems), 2.31-2.41 %
[0.83-1.04 %] (MedChrom) und 2.12-2.76 % [1.69-2.59 %] (BioRad). Die
Variationskoeffizienten für die Präzision von Tag zu Tag variierten für Vitamin A [E]
konzentrationsabhängig im Bereich von 6.02-10.27 % [5.99-7.08 %] (ChromSystems), bzw.
6.49-10.02 % [11.86-14.13 %] (MedChrom) und 6.46-6.67 % [2.83-5.98 %] (BioRad). Die
analytische Wiederfindung für Vitamin A [E] schwankte zwischen 99.3-106.0 % [90.6-103.8
%] (MedChrom), 106.9-107.1 % [98.4-110.9 %] (BioRad) und 89.9-109.3 [89.9-98.0 %]
(ChromSystems).
Der mit dem Passing-Bablok-Verfahren durchgeführte Methodenvergleich zeigte, daß die
Systeme BioRad und MedChrom (Vitamin A: r=0.914; Vitamin E: r=0.823) am besten
korrelierten. Die Korrelation zwischen Chromsystems und MedChrom war deutlich
schwächer (Vitamin A: r=0.516; Vitamin E: r=0.596) konnte jedoch durch die Einführung
eines neuen MedChrom-Standards verbessert werden (Vitamin A: r=0.713; Vitamin E:
r=0.719).
Die beschriebenen HPLC-Methoden können als brauchbare Routineverfahren zur
quantitativen Bestimmung der Vitamine A und E im Serum verwendet werden. Beim
Vergleich von Werten, die mit unterschiedlicher Methodik gemessen wurden, ist jedoch
unbedingt zu beachten, daß die Vitamin-A-Konzentration bei BioRad nur ca. 90 % der
MedChrom-Methode beträgt, während die BioRad-Vitamin-E-Konzentration bei ca. 160 %
des MedChrom-Referenzwertes (bezogen auf den alten Standard) liegt. Bei der Festlegung
eines Referenzbereiches für gesunde Kontrollpersonen ergaben sich für Vitamin A und E
zwischen den 3 Methoden ebenfalls deutliche Unterschiede. Durch Modifikation der
Standards und der Methode seitens der Hersteller konnten diese Differenzen teilweise
reduziert werden.