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Jörn- Carsten Gellrich
Dr. med.
Osteodensitometrische und radiologische Beurteilung zum Einheilverhalten
zementfreier Hüftendoprothesenschäfte ( BiCONTACT )
Geboren am 24.06.19962 in Görlitz
Reifeprüfung am 03.07.1981 in Görlitz
Studiengang der Fachrichtung Medizin vom WS 1983 bis SS 1989
Physikum am 31.08.1985 an der Universität Jena
Klinisches Studium in Jena
Praktisches Jahr in Jena
Staatsexamen am 31.08.1989 an der Universität Jena
Promotionsfach: Orthopädie
Doktorvater: Prof. Dr. med. A. Braun
Mit der Implantation einer Endoprothese verändert sich die Verteilung der Kräfte, welche
zuvor allein auf den Knochen wirkten. Entsprechend seiner funktionellen Beanspruchung
reagiert der Knochen mit Änderungen seiner kortikalen und spongiösen Struktur.
Die DEXA- Osteodensitometrie ist eine quantitative Methode, welche die periprothetische
Knochendichte zuverlässig messen kann.
Nach Implantation einer zementfreien BiCONTACT- Schaftprothese, die entsprechend ihrem
Design ein proximales Verankerungsprinzip besitzt, kam es im ersten postoperativen Jahr zu
einer signifikanten Abnahme der periprothetischen Knochendichte im proximalen,
Plasmapore- beschichteten Prothesenschaftdrittel. Der BMD- Verlust betrug ein halbes Jahr
nach der Operation im Vergleich zur unmittelbar postoperativen Messung ca. 19 %, während
die Knochendichte nach einem Jahr auf dem Niveau der Halbjahresmessung blieb.
Die DEXA- Methode kann jedoch andere wichtige diagnostische Verfahren für die
Beurteilung
von Knochen- und Implantatveränderungen durch Endoprothesenimplantation, wie beispiels-
weise das Röntgen, nicht ersetzen. Anhand standardisierter Röntgenverlaufskontrollen lassen
sich radiologische Merkmale aufzeigen, die auf die knöcherne Integration und Stabilität einer
zementfreien Schaftprothese hinweisen. In dieser Untersuchung zeigten alle BiCONTACT-
Schaftprothesen ein Jahr nach der Implantation radiologisch eine feste knöcherne Integration.