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Martina Fox (Schwester M. Christine)
Herzrhythmusstörungen unter Reduktionskost mit und ohne körperliches Trai-
ning
Geboren am 01.08.1963 in Hamburg
Reifeprüfung am 02.06.1983 in Hamburg
Studiengang der Fachrichtung Medizin vom WS 1984 - SS 1986 an der Universität
Hamburg, vom SS 1990 - SS 1994 an der Universität Münster
Physikum am 26.08.1986 an der Universität Hamburg
Klinisches Studium in Münster
Praktisches Jahr in Städtische Kliniken Osnabrück
Staatsexamen am 10.06.1994 an der Universität Münster
Promotionsfach: Innere Medizin
Doktorvater: Prof. Dr. med. A. Wirth
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Frage der Induktion von Herzrhyth-
musstörungen unter Reduktionskost mit und ohne körperliches Training.
60 adipöse Patienten wurden einer vierwöchigen Gewichtsreduktion unterzogen. Sie
wurden in vier Gruppen mit je fünfzehn Probanden eingeteilt. Zwei Gruppen erhiel-
ten eine Formeldiät, zwei Gruppen eine Mischkost, jeweils die Hälfte der Gruppe
führte zusätzlich ein körperliches Training durch. Zu Beginn und am Ende der The-
rapie wurde von allen Patienten ein 24-Stunden EKG aufgezeichnet. Diese wurden
ausgewertet.
Beim Vergleich der 24-Stunden-EKGs am Ende mit den zu Beginn der Therapie
aufgezeichneten, fand sich im Mittel eine signifikante Zunahme der bradykarden
Phasen und eine siginifikante Abnahme der mittleren Herzfrequenz. Die Zahl der
VES nahm bei allen Patienten unter Therapie ebenfalls signifikant ab. Im Vergleich
der beiden Gruppen, die eine Formeldiät erhielten, mit den beiden Gruppen, die eine
Mischkost bekamen, findet man bei den Patienten unter einer Formeldiät siginifikant
länger bradykarde Phasen; sie hatten auch mehr an Gewicht abgenommen.
Die bei allen Patienten gefundene signifikante Zunahme der bradykarden Phasen und
die signifikante Abnahme der mittleren Herzfrequenz waren erwartet und stimmen
mit Ergebnissen früherer Untersuchungen überein. Wir fanden keine Erklärung für
die signifikant längeren bradykarden Phasen bei Patienten mit einer Mischkost im
Vergleich mit Patienten unter einer Formeldiät. Eine mögliche Ursache für die signi-
fikante Abnahme der Zahl der ventrikulären Extrasystolen liegt in der Abnahme der
verschiedenen Dimensionen des linken Ventrikels und einer Verbesserung der links-
ventrikulären Funktion. Möglicherweise war das sowohl in der Mischkost als auch in
der Formeldiät verwandte Eiweiß hochwertig und verhinderte einen deutlichen Pro-
teinkatabolismus auch bei kardialen Strukturen.