1901 m. Petro Kriaušaičio „Lietuviškos kalbos gramatikos“ kalbos mokslo terminai
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DIE TERMINOLOGISCHE GESCHICHTE Stasys KEINYS Institut für Litauische Sprache 1901 SPRACHENWISSENSCHAFTLICHE TERMINE IN DER „GRAMATIK DER LITAUISCHEN SPRACHE“ VON PETRO KRIAUŠAIČIUS In den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts wurden, wie aus der litauischen Bibliographie hervorgeht, 134 litauische Bücher veröffentlicht. Bei einigen Büchern und Broschüren, die am Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts erschienen sind, ist das genaue Erscheinungsjahr nicht bekannt“, so dass zumindest einige von ihnen auf das Jahr 1901 zurückgehen können. Ebenso war ein Drittel der Bücher in jenem Jahr ausschließlich religiösen Themen gewidmet, etwa zehn davon waren populärwissenschaftlich. Von letzteren sind die „Geologie“ von A. Gykis (übersetzt von St. Matulaitis), V. Lunkevičius „Woher kamen unsere Haustiere und Pflanzen“ und „Wie leben Pflanzen“ (beide übersetzt und herausgegeben von J. Adomaitis-Šernas), St. Matulaitis „Wie wurde der menschliche Körper repariert“, J. Nusbaum-Hilorovičius „Biologie, oder die Wissenschaft über lebende Dinge“ (übersetzt von J. Adomaitis-Šernas), Pr. Mašiotas „Gespräche über Himmel und Erde“ und A. Vileišis „Was ist das Ackerland? Wie ist sie entstanden, was sind ihre Abschnitte und wie kann man sie erkennen?“ und „Ein kurzer Bericht über ansteckende Krankheiten und wie man sich vor ihnen schützt?“ Alle diese Bücher, außer den Büchlein von A. Vileišis, wurden in Amerika (A. Vileišis — Tilžė) veröffentlicht. Darüber hinaus erschien in Amerika die von A. Janulaitis gekürzte Übersetzung des Werkes von E. Roemer „Strafe in Litauen“. Die Ernte ist gering. Aber es war immer noch die Zeit des Druckverbots, und außerdem hatte die Zahl der litauischen Bücher, die in letzter Zeit (1891) pro Jahr veröffentlicht wurden, erst hundert überschritten.“ ! Zeitschrift für Geschichte der deutschen Literatur 2 (2), Berlin, 1988, 844. 2 ibid., S. 469–478. 3 Ibid. Siehe auch. : Litauische TSR Bibliographie: Bücher in litauischer Sprache [1547-1861] Wien 1969, S. 550–554. 50
Jedes dieser vor hundert Jahren veröffentlichten Bücher kann auf seine eigene Weise sowohl für unsere Kultur und Wissenschaft als auch für Sprache und Terminologie von Bedeutung und Interesse sein. Dieses Mal interessiert mich jedoch besonders eines der drei Bücher, die in diesem Jahr für Sprachwissenschaften veröffentlicht wurden (übrigens das einzige in litauischer Sprache) — „Grammatik der litauischen Sprache. Ein Lehrbuch für Schriftsteller und Leser. Geschrieben von Peter Kriaušaitis. Zürich 1901. Gedruckt bei Otto v. Mauderode“ (das sind alle Worte auf dem Deckblatt und der Titelseite)*. Denn die Rolle dieses 88 (+4) großen Seiten umfassenden Buches bei der Entstehung der heutigen gemeinsamen Sprache ist so groß, dass es nicht nur in der Geschichte der litauischen Sprachwissenschaft oder Grammatik, sondern auch in der Geschichte der Sprache selbst immer erwähnt werden wird. Im kulturellen Wert ist sie mit der ersten Grammatik der litauischen Sprache vergleichbar —D. Kleins „Grammatica Litvanica“ (Karaliaučius, 1653). Das liegt daran, dass die „Grammatik der litauischen Sprache“ die erste normative litauische Grammatik der heutigen allgemeinen litauischen Sprache ist. Dort wurde endgültig die dialektische Grundlage der allgemeinen Sprache festgelegt („die Sprache dieser Grammatik wird der ‚einfache suwalkische Dialekt‘ sein, nur wird er, wo nötig, durch andere Dialekte verstärkt und gestützt werden“), die für die Erhaltung der Besonderheit der Sprache sehr wichtige Vorrangstellung der gesprochenen Menschensprache hervorgehoben (gleichzeitig wurde festgestellt, dass „zu den Wörtern und Phänomenen [„Wortverbindungen“ —St. K.] wirklich litauisch, die unter den Menschen seit der Antike verwendet werden, gibt es in unserer Umgangssprache viele und Müll. Diesen Müll muss man vom Getreide zu trennen wissen, denn die Grammatik braucht nur das Getreide der menschlichen Sprache zu verbrauchen“), die Schwankungen in der Grammatik rechtfertigt („Unsere Schriftsprache ist noch nicht ausgearbeitet, ihre Schreibweise ist noch nicht einheitlich, es ist sehr schwierig, ihr zwischenzeitlich feste Gesetze zu geben. Es muss immer erwähnt werden, dass auch in den Grammatiken anderer Völker, obwohl ihre Schriftsprache viel mehr entwickelt war, die Litauische Postillenhandschrift aus dem Jahre 1573 (Wortbildung, Witze, Textbeispiele, Wörterbuch). Außerdem gab es in diesem Jahr ein paar Elementare. 1998. [Schwarz J.]. 2. Auflage, Leipzig 1901. * Ibid., 1. Auflage. 51
Es gibt eine ganze Reihe von Schwankungen““"- ). Diese Grammatik war ein äußerst wichtiger und bedeutender Schritt bei der Schaffung einer damals schnell entstehenden, entwickelten und wachsenden gemeinsamen Sprache, sowie ein Beispiel für die Schreibweise. Seine Besonderheiten und Rolle sind mehrmals und nicht nur einmal erforscht oder zumindest überprüft und bewertet worden.“ Der größte Forscher von Jablonski, A. Pirotschkin, hat sie in seinem Buch „Zu den Ursprüngen der allgemeinen Sprache“ sehr ausführlich behandelt. In die Geschichte dieses Werk von J. Jablonski? kam mit dem Adjektiv des Sprachnamens – unsere Sprache wird im Buchtitel als litauische Sprache bezeichnet. Er selbst korrigierte dies später – 1911 wurde „Lietuvjų kalbos syntaksė“ (Syntax der litauischen Sprache) veröffentlicht, 1918 (1919) und 1922 sein wichtigstes Werk auf dem Gebiet der Grammatik heißt „Lietuvių kalbos gramatika“ (Grammatik der litauischen Sprache) – und erklärte, indem er 1912 in der Zeitung „Viltis“ schrieb: „Kaz. Jaunius und nach ihm P. Kriaušaitis schrieben andere litauische Sprachlehren, Grammatiken der litauischen Sprache; Später, nachdem sie die Sprache der Menschen viel besser gelernt hatten, wagten beide auch „Grammatiken der litauischen Sprache“ zu schreiben; Jetzt begannen K. Būga, P. Kriaušaitis, J. Šlapelis, Rygiškių Jonas... alle, „Wörterbücher, Grammatiken, Syntaxen der litauischen Sprache“ zu schreiben. „Litauisches Wörterbuch, litauische Grammatik“ wären nur Lehrbücher, die auf Litauisch geschrieben sind.“ Übrigens wird die Adjektivbezeichnung der Sprache nur im Titel der gesprochenen Grammatik verwendet. Bereits im ersten Satz der Einleitung wird auf diese Bezeichnung der Sprache verzichtet: „Die litauische Grammatik ist die Wissenschaft über die Gesetze und Eigenheiten der litauischen Sprache [Hervorhebung von mir – St. K.]“. Weiterhin verwendet in Litauisch 28, 69, 76", in Russisch 28, 63, auch im Plural "Idem, 2. 8 Zu den bedeutendsten Werken gehören Sie: Palionis J. J. Jablonskis und seine Lehrbücher der litauischen Sprache. - König. : Jablonskis J. Rinktiniai raštai 1, Vilnius, 1957, 17, 23— 32; Piročkinas A. Zu den Ursprüngen der allgemeinen Sprache: Das Leben und die Werke von J. Jablonskis 1860-1904, Vilnius, 1977, 147-175; Sabaliauskas A. Geschichte der Erforschung der litauischen Sprache: Bis 1940, Vilnius, 1979, 193-195. Die von J. Jablonski verwendeten Begriffe wurden von A. Balašaitis in seiner Dissertation „Geschichte der Begriffe der litauischen Sprachwissenschaft“ (Maschinenschrift; Vilnius, 1961) untersucht. ? Zur Rolle von P. Avižonis bei der Erstellung dieser Grammatik siehe die in der vorhergehenden Fußnote erwähnten Werke und die darin zitierte Literatur. 10 Jablonskis raštai 4, Kaunas, 1935, 91. 1. Auflage, Bd. 2 Die Zahlen neben den Beispielen in diesem Artikel verweisen auf die Seiten der „Lietuviškos kalbos gramatikos“ (Tilžė, 1901), aus denen die Beispiele stammen. 52
Namen von Dialekten und ihren sprachlichen Erscheinungen, die aus einem Ursprung bestehen, z.B.: augštaitische Dialekte 477, östliche Dialekte 64, žemaitische Dialekte 36, žemaitisches Verb 30 usw., aber auch litauische Grammatik 1, 69, slawische Sprachen 65, žemaitische Sätze 61. Immerhin scheint die litauische Sprache nur in der Grammatik als Schlacke auf einem sauberen Blatt zu stehen. Daraus ergibt sich, dass es schon damals nur wenig fehlte, damit auch in der Grammatiküberschrift Litauisch und nicht Litauisch zu leuchten begann. Dieser Artikel beschreibt die Grammatik der litauischen Sprache. Insgesamt werden im Buch fast 300 verschiedene sprachwissenschaftliche Begriffe verwendet, ohne die als Nomenklaturbezeichnungen geltenden bestimmten kleinen Geschlechter, die Bezeichnung bestimmter Wortteile, die Bezeichnung einzelner Sprachen und Dialekte usw. zu zählen, z.B.: Endung des oberen Grades 20, Zweizahl-Nutzer 18, Verb der vergangenen Erzählzeit „Teilnehmer der vergangenen Kartenzeit“ 33, erste Zukunftszeit-Eigenschaft „erste Person der Zukunftszeit“ 33, Substantiv der ersten Konjugation 10, Adjektiv der dritten Konjugation 18, litauische Sprache 1, Dialekte der östlichen Oberlitauen 5, russische Sprache 28, Dialekte der südlichen Semiten 26, Dialekte der Semiten 34 usw. 1901, das Jahr der Veröffentlichung der „Grammatik der litauischen Sprache“, war immer noch die Zeit der schnellen Entstehung der heutigen allgemeinen Sprache. Vieles war damals noch ungeklärt, auch die Fristen. Und J. Jablonski selbst, der sich immer mehr in die Spracharbeit einbrachte, reifte schnell als Sprachlieferant heran. Daher sollte man sich nicht wundern, dass etwa die Hälfte der Begriffe der „Grammatik der litauischen Sprache“ nicht in Kraft getreten ist, übrigens sind fast alle dieser nicht in Kraft getretenen Begriffe auch nicht in die späteren Grammatiken von J. Jablonski selbst gekommen. Sofort fällt die für J. Jablonski allgemein charakteristische Litauisierung der verwendeten Begriffe ins Auge. Nur einige wenige international benannte Begriffe wurden hier verwendet — Form 7, Grafik 84, Grammatik 1, Infinitiv 71 (der einzige unveränderliche Satz, der zusammen mit einem überall sonst verwendeten Begriff verwendet wird) und Syntax 69 (Syntax 75), also insgesamt etwa 1,5%. Es gibt fast keine zusammengesetzten Begriffe (nur Wortform 7 beobachtet), in denen Wörter entliehen werden. Die Litauisierung der Terminologie ist ein wesentliches Merkmal von J. Jablonski und seiner Schule, und sie ist schon in seiner ersten Grammatik sehr deutlich. Für den Leser wird es wahrscheinlich eine große Überraschung sein, aber es ist eine Tatsache, dass am Ende des 20. Jahrhunderts ein Wörterbuch mit fast einem halben Tausend Begriffen eines anderen Bereichs rezensiert werden musste, in dem nur etwa 1,5% der Begriffe nicht geliehen wurden. Welch ein Gegensatz in der Einstellung zu den 53
Quellen der Terminologie und des Wörterbuchs im Allgemeinen! Mit der Verwendung internationaler Begriffe kann offensichtlich die häufig in der Grammatik neben dem litauischen Begriff in Klammern geschriebene lateinische Bezeichnung in Verbindung gebracht werden. Lateinische Begriffe sind fast einem Drittel der litauischen Begriffe hinzugefügt worden (meist nur bei der ersten Verwendung des litauischen Begriffs und nur aus Unglück, der so ein oder zwei oder drei Mal an sehr unterschiedlichen Stellen vorkommt) – zu den Teilen der Sprache, den Abschnitten der bedeutenden Pronomen und Verben, den Verwandlungsweisen, den Namen vieler Geschlechter (Silben, Grade, Konjugationen, Zeiten, Arten), Satzteilen, einigen Aussagen usw. Viele dieser lateinischen Begriffe werden auch heute noch in der Sprachwissenschaft, insbesondere in sprachgeschichtlichen Werken, als wahre internationale Begriffe verwendet, ob sie nun vereuropäisiert sind oder nicht. Zum Beispiel: 1) die phonetischen Begriffe Vokale 3, Halbvokale 3, Konsonanten 3, Silben 3 (das lateinische sy!llaba ist eine Entlehnung aus dem griechischen ovAApri); 2) Morphologische Begriffe: Substantiv (Nomen substantivum) 8, Adjektiv (nomen adiectivum) 15, Zahlwort (nomen numerale) 20, Pronomen (pronomen) 22, Verb (verbum) 27, Adverb (adverbium) 55, Präposition (praepositio, postpositio) 58, Konjunktion (coniunctio) 67, Gefühlswort (Interiectio) 69; Eigenpronomen (pronomina personalia) 23, Rückwärtspronomen (pr. reflexivum) 23, Besitzerpronomen (pr. possessiva) 24, Zeigepronomen (pr. demonstrativa) 24, Fragepronomen (pr. interrogativa) 26, Erzählpronomen (pr. relativa) 26, Unbestimmte Pronomen (pr. indefinita) 27; Handlung (actio) 27, Status (status) „Zustand“ 27, Kausalverben (verba causativa) 53, Kausalverben mit unbestimmter Bedeutung (verba passivo-causativa) 53, Kausalverben mit bestimmter Bedeutung (verba activo-causativa) 54, Kondensationsverben (verba freguentati- * In der Grammatik ist die Endung des Nomens des männlichen Geschlechtsplurals -iejei, aber bei vielen Begriffen wird dieser Verbsatz nicht verwendet. Aber auch in diesen Fällen Hier wird der Verb mit der üblichen Endung der Grammatik dargestellt. Die Schreibweise der Begriffe in der Grammatik bleibt unverändert. 54
va) 54; Deklination (declinatio) 8, (Verb-)Konjugation (coniugatio) 28; Fall (casus) 8, Grad (gradus) 20, Zahlen (numeri) 28, Personen (personae) 28, Zeiten (tempora), Geschlechter (genera) 28, Redeweisen oder Sätze (modi) 28 (so wird der Begriff Rede überall dort verwendet, wo es nötig ist); Nominativ (casus nominativus) 8, Vokativ (c. vocativus) 8, Genitiv (c. genitivus) 8, Dativ (c. dativus) 9, Akkusativ (c. accusativus) 9, Instrumental (c. instrumentalis) 9, Lokativ (c. locativus) 9; Unvergleichbarer oder erster Grad (gradus positivus) 20, höherer oder zweiter Grad (gradus comparativus) 20, höchster oder dritter Grad (gradus superlativus) 20; Beweissatz (m[odus] indicativus) 28, Befehlssatz (m. imperativus) 29, Wunschsatz (m. optativus) 29, Erlaubnissatz (m. permissivus) 29, Bedingungssatz (m. conditionalis, potentionalis) 29, Meldungssatz (m. orativus) 29, unbestimmter Beweissatz (m. infinitivus) 29, Strebenssatz (supinum) 29; Übergangszeit (t[empus] praesens) 30, vergangene Erzählzeit (t. praeteritum narrativum, aoristus) „Vergangenheitszeit“ 30, vergangene gewöhnliche Zeit (t. praeteritum frequentativum) „Häufigkeitsvergangenheit“ 30, Zukunft (t. futurum simplex) 30, vergangene Verzögerungszeit (t. perfectum praesens, praesens resultativum) 31 (z.B.: ich bin ein Nest, du bist ein Mates), Vergangenheit (t. praeteritum de conatu) 31 (z.B.: ich war beeings), Vergangenheit (t. plusquamperfectum, praeteritum resultativum) 31 (z.B.: war befohlen), Zukunft (t. futurum exactum, futurum resultativum) 32 (z.B.: ich werde mich hinlegen); Verbum copulativum „Hilfswort“ 29, Partizipia 19, 28, Participia declinabilia 29, Participia activa declinabilia 33, Participia passiva declinabilia 34, Participia passiva 80, Partizipium (partici- „* Ja (deutscher Begriff Plural, lateinischer Singular) ist in der Grammatik enthalten. 55
pium passivum necessitatis, gerundivum) „Teilnehmer der Notwendigkeit“ 34, bei unkonjugierten aktiven Verben (participia activa absoluta), „Teilnehmer® 34, gleichzeitiges Verb (participium contemporanale activum) „Halbteilnehmer“ 33; aktives Geschlecht (genus activum) 35, reflexives Geschlecht (genus reflexivum) 35, passives Geschlecht (genus passivum) 35; bei intransitiven Verben (verba intransitiva) 80; 3) syntaktische Begriffe Subjekt (subiectum) 9, 72, Prädikat (praedicatum) 72, 75, Attribut (attributum) „Bemerkung“ 75, Derivat (obiectum) „Ergänzung“ 35, 71 (mit Synonym „nahes Objekt“), Nähes Objekt (proximum obiectum), Umstand (umstand; circumstantia) „Umstand“ 79, indirekte Sprache (oratio obliqua) „indirekte Sprache“ 77, [Ausdruck] „Nomen mit unbestimmtem Satz“ (nominativus cum infinitivo) 72 und Ausdruck „Nutzer mit unbestimmtem Satz“ (dativus cum infinitivo) 71. Neben den genannten Begriffen lässt sich aus den Beispielen erkennen, dass die Teilnehmer nicht nur als unkonjugierte wirksame Verben (participia activa absoluta) 34, sondern auch als unkonjugierte Verben (participia absoluta) 80 bezeichnet werden, obwohl ansonsten letztere Bezeichnung für die Teilnehmer zusammen mit den Halbteilnehmern passend wäre. In einigen Fällen ist der litauische Begriff nicht angegeben, sondern es gibt nur eine Erklärung mit dem nachfolgenden lateinischen Begriff, z.B.: 1) „Und aus untransitiven Verben werden kausative Wörter gemacht, nur haben sie immer die ursprüngliche Bedeutung (v. inchoativo-- causativa)“ (S. 54). 2) „Verba passivo-causativa werden aus mehreren passiven Wörtern (swerdere, schläferdere) und verschiedenen transitiven Verben (v. transitiva) gebildet“ (S. 53). In diesem Fall fehlt der litauische Begriff nur im vorliegenden Satz, ansonsten wird das entsprechende verb transitiva für transitive Verben in der Grammatik verwendet (S. 28 u. a.). 3) „Wenn die durch das Verb ausgedrückte Abwesenheitshandlung nicht durch den Faktor des Satzes, sondern durch irgendeinen anderen, im Satz eindeutig ausgedrückten Gegenstand ausgeführt wird, so dass der Gegenstand, der die durch das Verb ausgedrückte Abwesenheitshandlung ausführt, im Nutzungsvokal verwendet wird, kann die verbale Abwesenheit selbst nur ein nicht-konjugiertes Verb (Dativ absolutus) sein“ (S. 80). Warum setzte J. Jablonskis so verhältnismäßig oft lateinische Begriffe neben die litauischen? Dabei wird nicht vergessen, dass sich die Begriffe der litauischen Grammatik zu dieser Zeit noch nicht festgesetzt hatten und viele Grammatiker zahlreiche eigene Begriffe verwendeten. Die lateinischen Begriffe stellen hier also eindeutig Erklärungen der Bedeutungen dar, die viele Schüler, 56
Studenten und Intelligenz, die in der Schule Latein gelernt haben, leicht verstanden haben. Obwohl es vielleicht vielen heute, nach hundert Jahren, seltsam erscheinen wird, aber damals waren diese lateinischen Begriffe der Schlüssel zum Verständnis für die Litauer (eigentlich haben sie diese Rolle auch heute noch nicht ganz aufgegeben). Darüber hinaus war Jablonski selbst ein Spezialist für klassische Sprachen, der lange Zeit Latein an Gymnasien unterrichtet hatte, so dass lateinische Begriffe für ihn ganz normal waren. In einigen Fällen werden nicht die lateinischen, sondern die deutschen Entsprechungen am Ende der Grammatik eingefügt, z.B.: 1) „Wenn der Einleitungssatz ein Concessivsatz ist oder die Bedeutung eines Concessivsatzes hat, so hat der eigentliche Satz [,,Grundsatz“ — St. K.], der ihm folgt, oft die Verbindung einst, nur (tikt)“ (S. 68). 2) „Nachahmungswörter, insbesondere Lautwörter, sind in der gesprochenen Sprache sehr häufig“ (S. 69). 3) „Zu einem Verb, das verwendet wird, um einen zusammengesetzten Satz auszudrücken, gehören oft alle Substantive und Adverbien, mit denen wir ganze Sätze einführen, die anstelle von Subjekt und Objektsatzen verwendet werden“ (S. 76). 4) Und schließlich ist bei den Syntaxbeispielen der oben bereits erwähnte einzige Fall, in dem der litauische Begriff „Umstände“ durch die deutschen und lateinischen Entsprechungen erläutert wird — apstova (Umstand; circumstantia) 79. Die Gründe, warum sie in die Grammatik aufgenommen werden, sind zweifellos die gleichen — die Bedeutung des erklärten Begriffs oder Ausdrucks (im dritten Satz). Es ist auffällig, dass es in der „Grammatik der litauischen Sprache“ nur wenige Synonyme für Begriffe gibt. Nacheinander werden sie nur zu den Namen der selbständigen Sprachteile hinzugefügt, z.B.: Substantiv (Subjekt) 8, Adjektiv (Adjektiv) 8, Zahlwort (Zähler, Zählerin) 20, Substantiv (Nomen) 8, Verb (Verb) 8, 19, 27, und andere bilden keine deutlicheren Gruppen, z.B.: Oberster oder dritter Grad 20, Oberster oder zweiter Grad 20, Rückläufiges oder Eigenschaftswort „zurückkehrendes Verb“ 28, Infinitiv oder nicht-ausdrücklicher Satz 71, Nicht-vergleichender oder erster Grad 20, unwirkliche oder adverbiale Präpositionen „neuartige Präpositionen“ 59, unwirkliche oder gemischte Zweistimmige 4, Präposition und Preposition 58, Konjugation oder Bezeichnung „Personalisierung“ 28, Satzformen oder Sätze „Nutzung“ 28 (hier auch nebeneinander und umgekehrt gegeben), Zahlen oder Zahlen 28, 9 (vgl.), konjugiert oder konjugierter Satz „vermutliche Folge“ 57
29, gleichmäßige oder nicht-doppelte Adjektive „gewöhnliche Adjektive“ 15, Lokalität unwirklich oder zweite „vergängliche innere Pronomen“ 9 (S. 61 neben dem zweiten Lokalitätswort in Klammern geschriebene Zielsilbe könnte man wohl nicht als einen weiteren Namen dieses Silbens betrachten – zu sehr unterscheidet sie sich von anderen Grammatikbegriffen dieser Art; Hier gibt es wahrscheinlich eine Erklärung), der eigentliche Stellvertreter oder der erste „bestehende interne Stellvertreter“ 9. In der Grammatik wird von diesen verbundenen Synonymen nur eines verwendet, meist das zuerst geschriebene (außer den genannten Begriffen Infinitiv, Satzform und falscher Pronomen, und dieser falsche Pronomen wird normalerweise nur als Lokalis bezeichnet). Finde das am häufigsten benannte „direkte Komplement“ — die gerade Ableitung 9, die gerade oder nahe Ableitung 28, die nahe Ableitung 28, 75 und schließlich wieder die gerade Ableitung 80. Übrigens, warum diese Sekundärbegriffe der Hauptbegriffe gegeben sind, sollte man absichtlich untersuchen. Jetzt kann man nur annehmen, dass eines dieser Synonyme J. Jablonski aus anderen Quellen bekannt gewesen sein könnte (wie etwa die Eigenwirkung von K. Jaunius), aber aus diesem oder jenem Grund nicht geeignet gewesen wäre, weil es ohnehin keinen Sinn hätte, selbst, wenn auch nur gelegentlich, zwei Begriffe für denselben Zweck zu bilden. Auch diese hinzugefügten Synonyme werden den Lesern der Grammatik, die die verwendeten oder zumindest gesehenen anderen Begriffe verwendet haben, helfen müssen, sich zurechtzufinden. Hinzu kommt, dass es einige in der Grammatik selbst unverbundene Synonyme gibt, wie zum Beispiel: Lautlose Konsonanten 6 und Lautlose Konsonanten „Stumpfe Konsonanten“ 84, Laute Konsonanten 6 und Laute Konsonanten „Laute Konsonanten“ 84, Werkzeug 9“, 18 und Werkzeug 34, 83, Verbindung 8, 67 und Konjunktiv „Konjunktiv“ 29, einheitliches Adjektiv 18 (S. 15 sind verbundene einheitliche und unverbundene Adjektive), vollständiges Adjektiv 16 und wahrscheinlich einfaches Adjektiv 22. Die Zeichenfolgen Weichzeichner 4, Weichzeichner 6 und Weichzeichner 14 sollten eher als Varianten als als Synonyme betrachtet werden (alle drei 15 An dieser Stelle ist der Verriegelungsmechanismus gedruckt, aber dies ist zweifellos ein Korrekturfehler, da der Begriff „Weichzeichner“ weiterhin verwendet wird. 58