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Term Formation – Is There a State of the Art?

Johan Myking

Abstract

The article discusses theoretical problems of term formation with respect to the tradition as well as to recent developments of terminology theory. Terminology theory has been challenged, discussed and revised during the last three decades. It is asked whether the subfield of term formation has experienced the same sort of theoretical challenging as have other subfields of terminology and whether a clear state of the art of term formation can be identified. Existing models of term formation are discussed and the main positions of some modern approaches are outlined and discussed with respect to the consequences these approaches might have for theoretical and practical terminology work.The article argues that any attempt at developing a theory of term formation must take into account primary as well as secondary term formation. Functional aspects of terms are interesting to practitioners and hence, relevant to theory. The article agrees that the question of a specific theory of term formation perhaps still is open, but suggests that a more modest approach to ‘theorising’ term formation in all its aspects should be encouraged.

Full text

Johan Myking | Te m o ma ion […] Gib es einen S and de Technik?6 doi.o g/10.35321/ e m27-01 Fo ma ion des Beg i s […] Gib es einen S and de Technik? JOHAN MYKING Uni e si y o Be gen Zusammen assung De A ikel disku ie heo e ische P obleme de Beg i sbildung in Bezug au die T adi ion sowie au die jüngs en En wicklungen de Te minologie-Theo ie. Es wi d heo y has been challenged, discussed and e ised du ing he las h ee decades. ge ag , ob das Un e eld de Beg i sbildung die gleiche heo e ische He aus o de ung e leb ha wie ande e Un e elde de Te minologie und ob ein kla e S and de Kuns de Beg i sbildung iden i izie we den kann. Es we den bes ehende Modelle de Beg i sbildung disku ie und die Haup posi ionen einige mode ne Ansä ze skizzie und in Bezug au die Konsequenzen, die diese Ansä ze ü die heo e ische und p ak ische Te minologiea bei haben könn en, disku ie . De A ikel a gumen ie , dass jede Ve such, eine Theo ie de Beg i sbildung zu en wickeln, sowohl die p imä e als auch die sekundä e Beg i sbildung be ücksich igen muss. Funk ionale Aspek e on Beg i en sind ü P ak ike in e essan und dahe ü die Theo ie ele an . De A ikel s imm zu, dass die F age nach eine spezi ischen Theo ie de Beg i sbildung ielleich noch o en is , schläg abe o , dass ein bescheidene e Ansa z ü heoKEYWORDS: ising’ e m o ma ion in all i s aspec s should be encou aged. Beg i sbildung, Neologie, Te minologie-Theo ie, Sp achplanung, Beg i smo i a ion ANOTACIJA (in anzösische Sp ache) S eipsnyje ap a iamos heo e ischen e minų da ybos p oblemos hinsich lich de T adi ion und de neues en e minologijos heo ijos aidą. Pe pasku iniuosius is dešim mečius e minologijos eo ie wa en ne ka ą ginčijama, ap a iama i pe žiū ima. S aipsnyje klausiama, a e minų da ybos s i is apo okių pačių eo inių diskusijų objek u, kaip i ki os e minologijos mokslo s i ys, i a galima nus a y i aiškią pažangą e minų da ybos s i yje. Ap a iami esami e minų da ybos modeliai, išdės omi i ap a iami pag indiniai šiuolaikinių eo inių p ieigų p incipai a siž elgian į pasekmes, ku ias šios p ieigos gali u ė i eo iniam i p ak iniam e minologiniam da bui. 7Te minologie | 2020 | 27 S aipsnyje eigiama, kad be koks bandymas suku i e minų da ybos eo iją u i a siž elg i į pi minę i an inę e minų da ybą. P ak ikus domina unkciniai e minų aspek ai, aigi jie is wich igūs i eo ijai. S aipsnyje p i a iama nuomonei, kad mögliche weise konk e e e minų da ybos eo ijos klausimas y a is da a i as i siūloma ska in i kuklesnį požiū į į e minų da ybos eo iza imą isais jos aspek ais. ESMINIAI ŽODŽIAI: e minų da yba, neologija, e minologijos eo ija, kalbos plana imas, e minų mo y acija 1. Einlei ung Te minologie is de Ke n jede Sp achen wicklung. Die F age nach ih e heo e ischen G undlage wu de sowohl in de Sp achplanung als auch in de Te minologie behandel . Das Konzep des "Beg i s" wi d in allen wich igen Leh büche n und Te minologiehandbüche n behandel . In ih em bekann en Leh buch weisen He ibe Pich und Jenni e D askau (Pich , D askau 1985: 35) au das Thema de Beg i sbildung als eines de wich igen Teilbe eiche de Te minologie hin, die noch un e such we den soll en. Anscheinend ha de S a us de Beg i sbildung jedoch in den le z en Jah zehn en nich den gleichen G ad an Au me ksamkei on heo e isch gesinn en Te minologen als die Konzep heo ie und ande e wich ige Teilbe eiche de Te minologie e eg . Als die mode ne Te minologie in den 1970e und 80e Jah en zu blühen begann, wu den eine Reihe on wissenscha lichen Inspi a ionen, Theo ien und Me hodiken zu Koexis enz geb ach , um ein neues mul idisziplinä es Fo schungsgebie zu bilden, dessen Haup zweck es wa , die Fachkommunika ion übe sp achliche Ba ie en hinweg zu e besse n. Es bes eh kein Zwei el da an, dass die on Eugen Wüs e es geleg en heo e ischen P inzipien allgemein als die G undp inzipien de Te minologie ane kann wu den, die die Konzep heo ie, die De ini ionen und die Beg i sbildung um assen und gleichzei ig eine kla e G enze zwischen Te minologie und Lexikog aphie ziehen. Dieses mul idisziplinä e Feld wi d o als "Allgemeine Te minologie-Theo ie" ode ein ach GTT bezeichne . In ih em bekann en A ikel aus dem Jah 1993 Ch is e Lau én und H. Pich (Lau én, Pich 1993) wies au die Koexis enz e schiedene "Schulen" inne halb de Te minologie hin. Im wich igen kanadischen (Quebec) Ansa z wu de das Konzep de e minologischen Neologie on Guy Rondeau ([…]néonymie[…], c . Rondeau 1984) einge üh . Die Analyse on Ch. Lau én und H. Pich (Lau én, Pich 1993: 527) kamen zu dem Schluss, dass die Te minologie in Quebec, obwohl die P inzipien de GTT akzep ie wu den, einen g öße en Schwe punk au de Linguis ik leg e. Johan Myking | Fo ma ion Is The e a S a e o he A ?8 Humbley, zwei Haup ansä ze This endency can be gene alised: The e ha e been, acco ding o John zu e minologischen En wicklung und S udie: On peu di ise les app oches héo iques en deux g andes endences: une p emiè e qui place la é lexion e minologique dans lin e discliplina i é, e une seconde qui éclame un anc age exclusi dans la linguis ique [Man kann die heo e ischen Ansä ze in zwei b ei en Tendenzen g uppie en: eine, die die e minologische Re lexion in de In e disziplina i ä pla zie , und eine zwei e, die eine exklusi e Ve anke ung in de Linguis ik o de ] (Humbley 2018a: 46 .) Die s uk u alis ische Konzep heo ie wu de du ch kogni i e Ansä ze e se z und die Wüs e ianische Abg enzung on "Beg i " und "Konzep " wu de in F age ges ell . Eine wich ige Diskussionslinie wa die Beziehung de Te minologie zu Linguis ik - is es eine linguis ische Disziplin ode nich ? Es wu de a gumen ie , dass de Haup zweck de Te minologie empi isch und nich no ma i sein soll e und dass die p äsk ip i e "Vo spannung" übe wunden we den soll e. Die beiden oben besch iebenen Haup ansä ze sind sich einig, dass Beg i e die Haup a de Konzep da s ellung sind. Beg i e sind sp achliche Einhei en, und demen sp echend muss sich jede Ansa z ü das Un e eld de Beg i sbildung au die eine ode ande e Weise mi sp achlichen Aspek en be assen. Die Te minologie is dahe unabhängig on ih e Haup inspi a ion sp achliche Na u . Diese Ta sache üh wei e zu de F age, ob das Teilgebie de Beg i sbildung die gleiche heo e ische He aus o de ung e leb ha und ob nach den le z en zwei Jah zehn en de heo e ischen Diskussion ein kla e S and de Kuns de Beg i sbildung iden i izie we den kann. Dies is de Ausgangspunk dieses A ikels. 2. Das P oblem des S andes de Technik Die F age des S andes de Technik wu de kü zlich on John Humbley in eine g oßen Monog aphie und einem kü ze en A ikel (Humbley 2018a, Humbley 2018b) disku ie . Nachdem e eine Vielzahl on S udien sowie on Beg i sbildungsmodellen übe p ü ha , ag e : […] Die Anzahl de e s ell en Beg i e s eig jedes Jah exponen iell, was ein p ak isches P oblem da s ell , diese neuen Fo men in e minologische Repe oi e, insbesonde e in Beg i sbanken, einzubeziehen. Das P oblem kann auch au heo e ische Ebene ges ell we den: Wie können all diese neuen Beg i e be ücksich ig we den? (Humbley 2018b: 437 ., Be onung Jm.) 9Te minologie | 2020 | 27 Und e äh o : Es gib […] eine Reihe on seh g undlegenden F agen in Bezug au die spezialisie e Neologie […], die jede Re lexion übe die Na u de Te minologie inhä en sind: we den neue Beg i e bewuss gebilde ode nich , ode ielmeh , welche Ka ego ien on Beg i en bewuss gebilde we den und welche nich ; sind die Me hoden de Beg i sbildung, die on einem Fachgebie in ein ande es ode on eine Sp ache in eine ande e übe agba sind, sind Beg i e, die sich on gewöhnlichen lexikalischen Elemen en un e scheiden. D.h. is eine spezi ische Theo ie de Beg i sbildung mi ih en eigenen besonde en K i e ien e o de lich, ans a nu eine de Wo bildung? (Humbley 2018b: 437 ., emph. Jm) Es is ielleich eine i iale und unbes i ene Ta sache, dass sich die Beg i sbildung in e schiedenen Be eichen, Sp achen und T adi ionen un e scheide und dass Beg i e sowohl bewuss als auch spon an gescha en we den. Genaue Besch eibungen on Mus e n und Un e schieden zwischen den Domänen müssen sowohl du ch sp achliche als auch du ch kon ex bezogene Fak o en besch ieben und e klä we den. Da übe hinaus könn en wi uns agen, inwiewei heo e ische E läu e ungen zu F age de Beg i sbildung wi klich eine no wendige Bedingung ü die solide Du ch üh ung de Te minologiea bei sind. Die Meh hei de ausgea bei e en Sp achen ha aus üh liche Besch eibungen ih e Mo phologie und ih es lexikalischen In en a s sowie meh ode wenige o izielle Rich linien ü "gu e" ode "gu gebilde e" neue Wö e e hal en. Eine A angewand e P axis is imme möglich, ohne zu iel Theo ie zu en wickeln, und dies is eine E klä ung, die J. Humbley (Humbley 2018b: 437) ü den Mangel an heo e ische A bei zu Beg i sbildung gib . Da au könn e gean wo e we den, daß jede Be eich de angewand en P axis eine p inzipielle Diskussion seine G undsä ze und Me hoden benö ig und dahe eine heo e ischen Re lexion un e zogen we den soll e. Die oben zi ie en Aussagen aus dem kleine en A ikel on J. Humbley (Humbley 2018b) müssen e gänz we den, indem auch au seine g oße Un e suchung de e minologischen Neologie (Humbley 2018a) e wiesen wi d, die einen um ang eichen empi ischen Beweis aus dem F anzösischen sowie ande en Sp achen lie e und die E ungenscha en eine Vielzahl heo e ische Ansä ze inne halb de Te minologie bewe e . De o liegende A ikel is wei gehend diese A bei zu e danken. 3.DeFInInG "TeRm-Fo ma ie ung" Das Konzep de "Te minbildung" e dien einige Kommen a e, da es e was ande e Bedeu ungen e mi el : […] TF1: Die Beg i sbildung kann als de P ozess de E zeugung neue LSP-Lexeme (ode ielmeh : Bezeichnungen) du ch lexikologische Mechanismen de inie we den. O ensich lich sind die Johan Myking | Beg i sbildung […] Gib es einen S and de Technik?1 0 Nismen; diese De ini ion en sp ich dem Beg i de "Neologie", wie e übliche weise e s anden wi d; […] TF2: Die Beg i sbildung kann auch als Teilbe eich de Te minologie be ach e we den, de sich sowohl mi dem k ea i en Aspek (Beg i sbildung im engen Sinne) als auch mi den no ma i en und unk ionalen Aspek en be ass , die die E izienz de spezialisie en Kommunika ion gewäh leis en ( gl. Lau én, myking, Pich 1998: 212). oben besch iebenen […]linguis ischen[…] Ansä ze eng mi TF1 e bunden, wäh end TF2 o ensich lich einen mul idisziplinä en Ansa z beinhal e . Indem wi zwei e schiedene De ini ionen zulassen, e höhen wi die Schwie igkei , kohä en e Analysek i e ien zu inden. De Beg i de Beg i sbildung im Sinne on TF2 is nich meh iden isch mi dem de Neologie, wäh end TF1 die cisely a de ini ion o neology in he sense o lexical g ow h wi hin special domains. The ad an age o dealing wi h wo de ini ions lies, howe e , in Möglichkei eines um assenden und bedeu ungs ollen Disku ses übe die Beg i sbildung in seine Gesam hei bie e , einschließlich de besch eibenden sowie no ma i en Aspek e, de p imä en und sekundä en Beg i sbildung, de o sä zlichen Beg i sschöp ung usw. 4. Die En i ä des Beg i s in de Te minologie S Lexikog aphie Ein besonde es P oblem, das du ch die obige De ini ion on TF1 e u sach wi d, is de S a us des binä en Ansa zes des linguis ischen Zeichens, wie wi ihn in den Sch i en on Fe dinand de Saussu e sowie im Wüs e ianischen Ansa z inden. Das Konzep des "Te ms" wi d in de Lexikog aphie-Lexikologie und im Wüs e ianischen Ansa z de Te minologie e was ande s behandel : in de Lexikog aphie wi d die Assozia ion on Ausd uck und Inhal als willkü lich, doch solida isch angesehen, und die Lexikog aphie be ass sich olglich mi Lexemen. Im G oßen und Ganzen is die Lexikog aphie semasiologisch, wäh end die Te minologie onomasiologisch is . Das Ziel de Lexikog aphie is die Besch eibung de Sp ache, und demen sp echend e läss jede Analyse die Ausd ucksebene, die "Wö e ", wie sie in de gesp ochenen ode gesch iebenen Sp ache e scheinen. Die Te minologie hingegen be ass sich mi de Beziehung zwischen den d ei Haup elemen en Objek , Konzep und Da s ellung, wie sie in ISO 704 ausged ück wi d: Diese in e na ionale No m besch eib die Ve bindungen zwischen Objek en, Konzep en und ih en e minologischen Da s ellungen. (ISO 704 2002: i. Be onung Jm) 1Te minologie | 2020 | 27 Die Objek e we den in Klassen einge eil , die den Einhei en des Wissens en sp echen, die Konzep e genann we den, denen sp achliche Da s ellungen zugeo dne sind. Die Annähe ung an die Saussu eanische Willkü des ypical Wüs e ian app oach mo e adical han in lexicog aphy, because e ms and concep s a e assumed o ha e some so o exis ence indepen- sp achlichen Zeichens lieg in de Den e des ande en, c . z.B. : Die Wiene Schule i ü eine kla e T ennung zwischen Beg i und Benennung ein; sie sp ich om Reich de Beg i e und dem Reich de benen e m; Es sp ich nungen”. [The ienna school ad oca es a clea di ision be ween concep and on "dem Be eich de Konzep e" und dem "Be eich de Beg i e". (Lau én und Pich , 1993: 530). Diese Posi ion wu de in den Reihen de Te minologie iel disku ie ; Es is nich ohne Nuancen und wu de du ch die jüngs en kogni i is ischen und soziolinguis ischen Ansä ze s a k wide leg ( gl. Abschni 6 un en). Fü die Zwecke diese Diskussion wu de die De ini ion on TF1 aus eichend "lexikog aphisch" gemach , um die Lexikog aphie sowie e schiedene Ansä ze zu Te minologie einzubeziehen. Das Elemen "Beg i " kann als ein ein aches E ike inne halb eines Binä zeichens ode als ein Lexem angesehen we den, das aus de allgemeinen Sp ache übe agen wu de, um als Bezeichnung eines wissenscha lichen Konzep s zu dienen. In beiden Fällen sind die p o ided by he na u al language. Hence: We speak o e m o ma ion Konzep ep äsen a ionen sp achliche Elemen e, die du ch das Repe oi e on Mechanismen gebilde we den, unabhängig da on, ob das E gebnis Lexeme ode bloße sp achliche E ike en sind. Da übe hinaus we den Beg i e (Bezeichnungen) in de Te minologie als e bale Da s ellungen wissenscha liche Konzep e im Gegensa z zu ande en A en on Bezeichnungen wie Eigennamen ode Symbolen angesehen; Sie bes ehen aus Wö e n, und Beg i s o ma ionen können je nach Anzahl de lexikalischen Wu zeln in zwei Teile un e eil we den: Ein Beg i is eine Bezeichnung, die aus einem ode meh e en Wö e n bes eh , die ein allgemeines Konzep in eine speziellen Sp ache in einem bes imm en Fachgebie da s ellen. Ein ein ache Beg i en häl nu eine Wu zel, wäh end ein Beg i , de zwei ode meh Wu zeln en häl , als komplexe Beg i bezeichne wi d (ISO 704 2002: 34) De Beg i de Komplexi ä scha auch meh e e P obleme: • Ein achwu zelme aphe n: Sind sie wi klich ein ach? Die Beziehung zwischen wö lichem und übe agenen Sinn kann als eine A Komplexi ä analysie we den; • Komplexe Beg i e, insbesonde e zusammengese z e Wö e und Ph asen: Sind solche Un e schiede willkü lich ode ypologisch abhängig? Wo ziehen wi die G enze zwischen Wö e n und Ph aseologie? Johan Myking | Te m o ma ion Is The e a S a e o he A ?1 2 Solche P obleme sind nich zule z in de co pusbasie en Te minologie, sonde n auch als Teil eine kohä en en Theo ie de Te m o ma ion zu behandeln. Au g und ih e sp achlichen Na u ziehen Beg i e neben de Te minologie auch die Au me ksamkei on de Lexikog aphie, de Lexikologie und de Wo bildungs heo ie au sich. Sowohl in de Te minologie als auch in de Lexikog aphie gehö en die be e enden En i ä en zu einem besonde en Fachgebie (Domain), und beide Disziplinen in e essie en sich ü die Ve ah en, mi denen die Einhei s ep äsen a ionen gebilde we den. Unabhängig om Haup ansa z bilde das S udium on Beg i en ein gemeinsames In e essengebie zwischen Te minologie und Lexikologie. Um diese Diskussion zusammenzu assen, kann da au hingewiesen we den, dass die au Co pus basie ende Te minologie die Beziehung zwischen Beg i en und Wö e n sei langem als eine F age de G adienz be ach e , die du ch Ka ego ien wie "Te mini ä " ode "Te mini ä " ausged ück wi d, abe wi müssen diese Diskussion hie auslassen. 5. Ansä ze zu Te min o ma ion Die Zahl de um assenden A bei en übe die Beg i sbildung in den wich igs en eu opäischen Sp achen is be äch lich. Die Besch eibung des In en a s und de P inzipien de Beg i sbildung wa ü E. Wüs e in seinen wich igs en We ken (Wüs e 1966, 1985) wich ig. D ozd & Seibicke (1973) besch ieben P inzipien de Beg i sbildung mi Schwe punk au Deu sch. Ih e A bei um ass e sowohl heo e ische als auch no ma i e Aspek e und be on e auch heo e ische Aspek e. De Beg i de Bildung des Englischen wu de in Sage & al. (1980) und spä e on Sage (1990) besch ieben. Das e s e heo e ische Modell de e minologischen Neologie wu de on G. Rondeau (Rondeau 1984) einge üh , und spä e leis e e Ros isla Kocou ek einen wich igen Bei ag bei seine Besch eibung de anzösischen Spezialsp ache (Kocou ek 1991). Was die heo e ischen G undlagen be i , so a bei e en D ozd & Seibicke sowie R. Kocou ek im Rahmen des p agischen s uk u alis ischen Ansa zes und be ass en sich mi wich igen heo e ischen Themen wie Mo i a ion. In den We ken on Sage gib es eine p agma ische Inspi a ion und auch eine Ein üh ung wich ige heo e ische Dicho omien wie P imä - und Sekundä beg i e. Die jüngs e un e den um assenden We ken übe die Te minbildung is . Humbleys A bei zu anzösischen e minologischen Neologie (Humbley 2018a). Diese A bei is beme kenswe in ih e analy ischen Un e suchung de E gebnisse sowie in den heo e ischen Diskussionen om Non-Eu opean languages his book mus be conside ed he mos inne halb de Te minologie in den le z en Jah zehn en. Du ch die Be ücksich igung neue e minologische Be eiche sowie de E gebnisse wu de die A bei zu Beg i sbildung ak ualisie und es wu de de Ausgangspunk ü einen G oß eil de olgenden Diskussion. 3Te minologija | 2020 | 27 basie end au den genann en A bei en wu den inne halb des b ei en Be eichs de LSP, wie sie bis zu Jah ausendwende besch ieben we den könn e, meh e e Modelle und A en on Modellen de Beg i sbildung o geschlagen, die au e schiedenen T adi ionen de Linguis ik basie en. Im G oßen und Ganzen is es möglich, die olgende Typologie on Beg i sbildungsmodellen zu skizzie en: a) Modelle de Neologie: P imä - und Sekundä beg i ebildung (Rondeau) 1984, Sage 1990); b) ink emen elle Modelle: Beg i e we den du ch (s uk u elle) lexikalische Fo ma ionen he ges ell , die au spezielle Zwecke angewende we den (klassische We ke wie D ozd & Seibicke 1973, Sage 1990, Kocou ek 1991; Kageu a 2002, c . Humbley 2018a, Humbley 2018b); c) Mo i a ionsbasie e in eg a i e Modelle (Kocou ek 1991; ink emen ell + Ausleihen + seman isch + nich -mo i a i ); d) Funk ionalis ische (disku sbasie e) Modelle: Beg i e we den im Disku s du ch g amma ikalische Me aphe gebilde (Halliday's sys emische unk ionale Linguis ik, c . Humbley 2018a, Humbley 2018b); e) Kogni i e Modelle, d.h. Me aphe : Die Beg i sbildung is nich nu eine Bezeichnung, sonde n ein Ak des Ve s ändnisses (Temme man 2000). Nach den beiden wich igs en e minologischen Ansä zen sind die G uppen a[…]c inne halb des mul idisziplinä en Ansa zes (GTT, Wüs e ) gu bekann , wäh end d und e kla mi mode nen linguis ischen Theo ien e bunden sind. Die sys emische unk ionelle ode Halliday-T adi ion wu de e s kü zlich du ch die zi ie en We ke on J. Humbley (Humbley 2018a, Humbley 2018b) in die Te minologie einge üh . Die G uppie ung on K. Kageu a (Kageu a 2002) zusammen mi "klassischen" We ken e o de eine b ei e Konzep ion de Ka ego ie "ink emen elle " We ke, wie un en e läu e wi d. Die ün Ka ego ien ep äsen ie en b ei e Tendenzen, obwohl die G enzen nich imme eindeu ig es geleg sind. Die G. Rondeau-Inspi a ion zu Einbeziehung on Anleihen und seman ischen Übe agungen schein allgemein akzep ie wo den zu sein, obwohl sie am häu igs en du ch J. C. Sage s Dicho omie (in englische Sp ache) de "p imä en" gegen "sekundä en" Beg i sbildung ausged ück wi d. Le z e es geschieh , wenn ein Beg i ü ein bes imm es Konzep en wede du ch eine Re ision inne halb de selben Sp ache ode du ch Übe agung in eine ande e Sp ache e se z wi d, wäh end die P imä beg i sbildung s a inde , wenn ein bes imm es Konzep zum e s en Mal benann wi d (u sp ünglich Sage 1990; e wähn on Humbley, z. B. 2018 a: 91 ., Humbley 2018b: 442 .). Ink emen ale Aspek e we den in jede Analyse de Beg i sbildung in eg ie , soga in seman ischen Ve ah en und Übe agungen du ch Ausleihen. Analyse de Johan Myking | Beg i sbildung […] Gib es einen S and de Technik? 1 4 Die mo pho-seman ische S uk u on Beg i en is ü die E o schung des Beg i sbildungspo en ials eine bes imm en Sp ache une lässlich. Au diese Weise hil die Besch eibung, eine An wo au die F age zu geben, "wie" die Beg i sbildung unk ionie , obwohl meh e o de lich is , um die e nachlässig e F age zu bean wo en, "wa um bes imm e Fo men ehe als ande e gewähl we den". Die F age "wie" e häl eine An wo , abe nich die F age "wa um" Humbley 2018b: 442). Alle dings bilden ink emen elle Eigenscha en nich imme die Haup g undlage eines bes imm en Beg i s. Um au die F age "Wa um" ein bes imm es Ve ah en angewende wu de, zu an wo en, is es uch ba , die e schiedenen Mo i a ionen zu be ücksich igen, die einem Beg i zug unde liegen: welche Mo i a ion komm zue s , welche is un e geo dne usw. Sowohl eine Me aphe als auch ein ausgeliehene Beg i können eine mo phologische S uk u haben, obwohl diese S uk u mögliche weise nich das he o agende Me kmal des Beg i s is . Solche Einsich en sind ein es e Bes and eil de klassischen S udien zu Beg i sbildung (D ozd & Seibicke, Kocou ek), abe sie müssen nich zule z inne halb de no ma i en Ak i i ä en de sekundä en Beg i sbildung sowie bei de A bei inne halb de neuen Ansä ze be ücksich ig we den. Wie be ei s a gumen ie , schein die Un e scheidung zwischen p imä e und sekundä e Beg i sbildung als das ele an e Modell ü die Rechnungslegung neue Beg i e ( gl. auch ISO 704 2002: […]neo e ms[…]) au de höchs en Ebene de Ve allgemeine ung allgemein ane kann zu we den, abe es gib keine Übe eins immung in de Te minologie da übe , was als G undlage ü die Theo ie de E ich ung […] p imä e ode sekundä e Beg i sbildung ode beides be on we den soll e. Die P io i ä wi d eilweise du ch die heo e ische Posi ion des Fo sche s selbs en schieden. Es is e ne eine wich ige F age, inwiewei und in welche Hinsich die Un e scheidung zwischen p imä und sekundä on de Dicho omie zwischen besch eibend und p äsk ip i abhäng und mi ih kon e gie . Dass die Bildung on Sekundä beg i en in S anda disie ungskomi ees (inne halb ode zwischen Sp achen) und in e minologischen Sp achplanungsak i i ä en s a inde , is eine i iale Ta sache, dahe wi d de Schluss gezogen, dass die Bildung on Sekundä beg i en in hohem Maße o sä zlich und bewuss is und mi p äsk ip i en Ak i i ä en e bunden is . Die F age de bewuß en Beg i sbildung inne halb de p imä en Beg i sbildung is e was komplexe und wi d nich im De ail e ö e ( gl. Humbley 2018a: 96 . zu E ö e ung). Es gib iele Sä ze on p äsk ip i en und o wide sp üchlichen P inzipien ü die absich liche Beg i sschöp ung in de Sp achplanung, S anda disie ung und Te minologie (haup sächlich, abe nich nu , sekundä ). De aillie e Diskussionen übe diese Sä ze müssen hie beisei e gelassen we den. Die g undlegenden F agen, die bei de En s ehung on Beg i en 1Te minologija | 2020 | 27 als Mi el zu Übe agung on konzep uellen Inhal en du ch Manipula ion on Ausd uckselemen en. Diese beiden Dimensionen sind nich un e einba ( gl. Lau én, myking, Pich , Sigu ðu 2008: 186 .). Du ch die Be onung de Mo i a ion bes eh ein hohe G ad an Kon inui ä mi ühe en A bei en, .a. R. Kocou ek's Typologie de Mo i a ionen, oben. In sho : I does no seem p oduc i e o exclude ques ions o p esc ip- ion and s anda disa ion om he heo e ical s udy o e m o ma ion i bean wo e we den müssen, können in de Ta au d ei F agen eduzie we den: Das Ziel diese S udie is es, eine An wo au die F age "Wa um" zu geben (Humbley 2018b, oben). Die Fo men de Beg i e wählen sich nich selbs aus, und die Auswahl de Beg i e is in g oßem Maße mi den Benu ze n e bunden (Beg i sschöp e und -emp änge ), die in p äsk ip i en Eins ellungen a bei en. Das Gleiche gil ü die Mo i a ion, die nich nu eine Beg i s-in e ne (Zeichen-in e ne) Eigenscha is : Mo i a ions o men müssen auch im Hinblick au Benu ze und Bedü nisse bewe e we den. Die oben e ö e en heo e ischen F agen e weck en in den Jah en nach 2000 ein gewisses In e esse, un e ande em au dem IITF-Kolloquium 2001 "Te minologie an de K euzung" (TSR 2002) und in einem Buch on Ch. Lau én, H. Pich , Johan myking und Jónsson (Lau én, myking, Pich , Jónsson 2008) p äsen ie en den Ansa z "ohne es e G enzen". Zwei de Thesen aus de le z e en Ve ö en lichung lau en wie olg (Lau én, myking, Pich , Jónsson 2008: 45 ., 68 .): - Es gib keine es en G enzen zwischen spezielle Kommunika ion und ande en Kommunika ions o men. - Es gib dahe keine es en G enzen zwischen Beg i en und Vokabula und Ph aseologie im Allgemeinen. Und wei e , indem sie behaup e , dass die Sp ach e wal ung eine legi ime Tä igkei is : - Sowohl de Sp achgeb auch als auch das Sp achsys em un e liegen eine Ve wal ung (op. ci ., 140 .). Zu diesen Thesen könn en wi eine ie e hinzu ügen: - Es gib keine es en G enzen zwischen besch eibenden und p äsk ip i en Implika ionen desselben P inzips. P äz ip i e Maßnahmen spiegeln bis zu einem gewissen G ad empi ische Fak en wide . Das P inzip de Mo i a ion is ein au allendes Beispiel: als G undp inzip de Beg i sbildung e wende , c . R. Kocou ek 1991 (oben), is es als besch eibendes und e klä endes P inzip gedach . Es zeichne jedoch nich die Johan Myking | Beg i sbildung Gib es einen S and de Technik?2 2 P äz ip i p inzip de Mo i a ion im Sinne on T anspa enz, au Deu sch: Du chsich igkei . Es is wah scheinlich ich ig, dass mo phoseman ic Mo i a ion die häu igs e und au älligs e A de Bildung on anspa Ein au allendes en e ms, bu e ms mo i a ed o he wise also dese e o be assigned impo ance wi hin e minology, c . he example qua k, abo e. Beispiel ü diese Spiegelung is das Analogp inzip in de Sekundä beg i sbildung, wie on K. Valeon is und E. Man za i o mulie : Nach de analogen Regel soll e bei de Bildung eines Beg i s in eine Zielsp ache die e s e Wahl des Namensgebe s o de o name a new concep ha has been p ima ily named in he sou ce sein, einen Beg i sbildungsmechanismus anzuwenden, de dem ü den Quellsp achenbeg i e wende wi d. ( aleon is, man za i 2006) In e essan e weise weis ISO 704 auch au ein "Gegen-Analogie"-P inzip hin: Obwohl das Leihen aus ande en Sp achen eine akzep ie e Fo m de Beg i sbildung is , soll en Mu e sp achliche Ausd ücke gegenübe di ek en Leihungen be o zug we den. (ISO 704 2002: 41) Das is eine seh wich ige F age. Wide sp üchliche p äsk ip i e Ziele sind in de Sp ach e wal ung keine Neuigkei . Wich ige is jedoch die Ta sache, daß das Analogp inzip ein besch eibendes Gegens ück in de spon anen Bildung on Leihübe se zungen ode ande en A en on analog mo i ie en Beg i en ha . Ausmaß du ch The o ma ion, dominance o ailu e o e ms can p obably o a la ge kogni i e Mechanismen e klä we den, auch in den Fällen, in denen wede eine Me aphe noch ein komplexe Beg i o he sch . Die Rechnungslegung solche Mechanismen is siche lich eine legi ime Au gabe ü die Beg i sbildung in de TF2-Konzep ion de Beg i sbildung. Ein besonde es Beispiel ü die Bildung on Sekundä beg i en könn e diesen Punk e anschaulichen. Es gib iele Leh büche und anekdo ische Beweise da ü , dass die Bildung on Sekundä beg i en in Sp achen wie Deu sch, Skandina isch ode Islandisch zu mo phologisch anspa en en und als solchen "no malisie en" und nich -analogen Zielbeg i en üh . Im no wegischen Fall de Öl e minologie wu den solche P inzipien ausgedehn . Ein G oß eil de Diskussion übe die Sp achquali ä und die "gu e" Beg i sbildung konzen ie e sich au einige wenige Doppel- und D ei achwö e (Ande sen, myking 2018: 542): kelly d i ø d i e + pipe kelly a hole d i ø shylse d i e + pipe + case o ehull mousehole ø koplingshylse pipe + coupling + case musehull 2Te minologie | 2020 | 27 Die ech e Spal e e anschaulich eine minimale no wegische Anpassung o mell ode seman isch (gemisch e Mo i a ionen), d.h. Sub ypen de in e linguis ischen Mo i a ion, wäh end die mi le e Spal e "o izielle" Beg i e en häl , d.h. Beg i e, die mi den Quali ä sk i e ien im Einklang sind, die au mo phologische T anspa enz in Fo m on Ve bindungen basie en. Wei e e Beweise inden sich in ande en Sp achen, wie z. B. die isländischen Äqui alen e ü das dänische Biog a […]cinema[…]: biog a k ikmyndahús ([…]schnell + Bild + Haus[…]) bíó Au de G undlage diese Beispiele können die olgenden wah scheinlichen E gebnisse de Sekundä beg i sbildung o mulie we den, und sie wu den auch bis zu einem gewissen G ad du ch die Analyse g öße e Co pus alidie ( gl. myking 2008: 13 .): No malisie ung: Beg i e passen sich den häu igen und unma kie en allgemeinen Mus e n de Zielsp ache an; DeMe apho isie ung (als Folge de No malisie ung): zumindes mi Englisch als Quellsp ache und Sp ache de p imä en Beg i sbildung gegenübe eine A syn he ische Zielsp ache und Sp ache de sekundä en Beg i sbildung. Die Zielbeg i e we den dann in zwei G uppen g uppie , de en Me kmale wie olg sind: Clus e 1: me apho isch, analog, besch eibend (Kelly, Musehull, Ro ehull; bíó) Clus e 2: mo phologisch, einheimisch, p äsk ip i (d i ø , -shylse, ø koplingshylse; k ikmyndahús) Wenn die Ziel e minologie a sächlich du ch einen höhe en G ad an mo phologische Mo i a ion gep äg is , ge olg on eine übe mäßigen Länge - eine belieb e, abe noch nich olls ändig bes ä ig e Hypo hese - könn e dies du ch ein kogni i es Ungleichgewich au g und eine asymme ischen Kommunika ionssi ua ion e klä we den. Dann könn en wi es s ellen, Symme ische Kommunika ion (Sende -Emp änge ) > Analogiep inzip > ku ze ode undu chsich ige Beg i e Asymme ische Kommunika ion (Sende -Emp änge ) > na i es P inzip > lange/ anspa en e Beg i e Au diese Weise gelangen wi dazu, unk ionale Eigenscha en on Beg i en du ch p agma ische Fak o en zu e klä en. Diese A on Einsich wa in de A bei on Val e Tauli (Tauli 1968) o handen. Un e den P inzipien on . Tauli sind die olgenden beiden besonde s ele an : E2 De Ausd uck muss so ku z wie möglich sein; E3 The mo e equen he exp ession he sho e i mus be. Johan Myking | Te m Fo ma ion Is The e a S a e o he A ?2 4 Dies is die gleiche A on Einsich , die 1935 du ch das Gese z on Zip zum Ausd uck geb ach wu de und heu e gu in die p agma ische Theo ie in eg ie is (G ice's koope a i es P inzip (G ice 1991) sowie in die au dem Geb auch basie ende Linguis ik ( gl. Tomasello 2003, ü wei e e Ausa bei ung, myking 2008: 248). Obwohl de heo e ische Ansa z on . Tauli zu Sp achplanung bald e gessen wu de, e mi el e Einblicke, die on mode nen Theo ien un e s ü z we den, die nich e nachlässig we den soll en. Obwohl das E gebnis des Sp achmanagemen s nie ga an ie we den kann, is das Sp achmanagemen imme noch eine legi ime Tä igkei (Lau én, myking, Pich , Jónsson 2008: 139 ., 197). Bei Anwendung au einen " olls ändigen Be eich" ( gl. Kageu a 2002) könn en wi ho en, Mus e de Sekundä beg i sbildung zu demons ie en, die du ch P agma ik e klä we den, d.h. die Annahmen ode das Hin e g undwissen de Benu ze g uppe (n). Es muss jedoch gesag we den, dass K. Kageu as K i ik an anekdo ischen Leh buchbeispielen, wenn sie au den " olls ändigen Be eich" de Öl e minologie angewende wi d, e nün ig e schein . Die oben besch iebenen Tendenzen wu den bis zu einem gewissen G ad bes ä ig ( gl. myking 2008), obwohl wei e e Un e suchungen e o de lich sind. Zugegeben, alle diese P inzipien, einschließlich de ISO 704, könn en na ü lich als eine gesunde Sinn ode Rein e p e a ionen des linguis ischen Pu ismus abgelehn we den. Als linguis ische Disziplin muss sich die Te minologie auch mi Elemen en de "Volkslinguis ik" be assen, ielleich o allem in de (absich lichen) Sekundä beg i sbildung, die sich mi "gu en" und "schlech en" Eigenscha en on Beg i en be ass . Solche angeblichen Eigenscha en on Beg i en we den o du ch ein idiosynk a ische Eins ellungen e klä . Dennoch, obwohl sie nich als eine um ang eiche Lis e in e p e ie we den soll en, s ellen die oben o ges ell en heo e ischen Elemen e Einblicke in das e minologische Wachs um da ; Dahe s ellen sie eine Theo ie übe die Beg i sbildung da , die ü S anda disie ungs- und Sp achplanungsmaßnahmen ele an is , abe nich iden isch is . Diese A en on Elemen en e dienen einen Pla z im wissenscha lichen Disku s übe die Beg i sbildung, ge ade weil sie sowohl ü Theo e ike als auch ü P ak ike ele an sind. 8. Te minologie: "Linguis ik" ode "Ak i ismus"? Bei de Theo isie ung de Te minologie is es wich ig, ih e ielsei ige Na u zu be ücksich igen. Eine A on Theo ie, Hypo hese ode Fo schungs age wide sp ich nich unbeding ande en A en. Nach dem "no ixed bounda ies"-Ansa z muss die Te minologie als sp achwissenscha liche, al- 2Te minologija | 2020 | 27 obwohl in einem […]libe alen[…] Sinne Te minologie eine wissenscha liche Ak i i ä is , die sich mi Sp ache be ass (Lau én, myking, Pich 1998: 353). Wenn J. Humbley (Humbley 2018b: 437) ech ha , wenn e behaup e , dass die Beg i sbildung als Thema de heo e ischen Deba e wegen ehlenden p ak ischen Anwendungswe s beisei e geschoben wu de, dann s ell sich die F age, wie sie in die heo e ische En wicklung de Te minologie (wiede ) einbezogen we den kann. Die Bildung on P imä - und Sekundä beg i en übe sch ei e die Un e scheidung zwischen spon ane und o sä zliche Beg i sbildung. Wäh end einige neue Ansä ze da au bes ehen, dass die P imä beg i sbildung Vo ang e hal en und au eine desk ip i en linguis ischen G undlage un e such we den soll e, is die in diesem A ikel ausged ück e Posi ion imme noch, dass die "absich liche" Sekundä beg i sbildung Teil und Pa zelle jede e minologischen En wicklung inne halb eine bes imm en Gesellscha is und dahe o z de Schwie igkei en bei de En wicklung eine konsis en en Theo ie nich ausgeschlossen we den kann. De Au bau eine Theo ie und die Fo mulie ung on Hypo hesen de A , die in Abschni 7 besch ieben we den, sind ü den e minologischen P ak ike unmi elba ele an , da solche Ak i i ä en un e ande em die Beu eilung seine p ak ischen E gebnisse e möglichen und alsche Schluss olge ungen übe indi iduelle Mängel e hinde n können. Man kann sich e neu an V. Tauli e inne n, dessen P inzipien ein nü zliche und heo e isch basie ende Bezugsk eis ü die Sp achplanung sind, obwohl sie keine s engen Vo he sagen zulassen. Dies bedeu e , dass sowohl p äsk ip i e als auch desk ip i e Ansä ze in den Be eich de Te minologie au genommen we den sollen. Ein heo e ische Disku s übe die Beg i sbildung muss eine Vielzahl on Vo ausse zungen e üllen: E kennen Sie, dass die heo e ische Beg i sbildung sowohl die p imä e als auch die sekundä e Beg i sbildung um assen muss, wie be ei s e wähn ; Keines is wenige wich ig. in de Lage sein, sp achübe g ei ende Mus e , Un e schiede und Ähnlichkei en zu be ücksich igen; Be ücksich igung on Va ia ions- und Diach oniep oblemen; Ane kennen, dass kogni i e Analysen (z. B. Analyse me apho ische Mus e , c . Temme man 2000) machba sind und auch au die sekundä e Beg i sbildung zu e en, und umgekeh , dass Beg i sdynamiken, die au mo phologische Komplexi ä basie en, sich bei de sekundä en Beg i sbildung als machba e wiesen haben (z. B. Kageu a 2002), abe auch au die p imä e ausgedehn we den können; Johan Myking | Beg i sbildung […] Gib es einen S and de Technik?2 6 […] E kennen Sie, dass es keine es en G enzen zwischen kogni i en und p agma ischen E klä ungen on Beg i sbildungsmus e n gib und dass die P agma ik dahe ü die Te minologie-Theo ie ele an is ; Und dahe e kennen, dass es keine es en G enzen zwischen heo e ischen Beg i en als solchen und heo e ischen Beg i en inne halb eine A no ma i e Eins ellung gib . Als An wo au J. Humbleys F age, die in de Einlei ung dieses A ikels zi ie wi d, "Is eine spezi ische Theo ie de Beg i sbildung mi ih en eigenen besonde en K i e ien e o de lich, ans a eine de ein achen Wo bildung?" gib es meh e e posi i e An wo en. Als An wo au TF1 muss eine Theo ie de Beg i sbildung Ve bindungen o heo e ical ques ions ha a e no always accoun ed o wi hin heo ies o “wo d o ma ion” in a s ic sense, such as e.g. ph asal e ms in con as be ücksich igen. Es is e ne eine F age de De ini ion und Abg enzung, ob K edi e und Me aphe n en hal en sind ode nich . Dies sind alle Phänomene, die leich du ch die linguis ische Theo ie e klä we den können, also is die F age in diese Hinsich i ial. Wenn Wo bildung als Bezeichnungenbildung de inie wi d, we den alle solche Phänomene ele an , wie die Ve schiebung de Te minologie on Wo zu Bezeichnung signalisie . Die Beg i sbildung kann nich au ink emen elle und disku si e Ve ah en besch änk we den. Aus de Pe spek i e on T2 is die An wo eben alls posi i , obwohl es nich o ensich lich is , dass das E gebnis eine kohä en e Theo ie sein wi d. In diesem A ikel wu de a gumen ie , dass die F age de unk ionalen Eigenscha en on Beg i en nich i ial und wich ig is , insbesonde e im Rahmen de Sekundä e mbildung, die wiede um de Ke n alle A en on no ma i en e minologischen Ak i i ä en is . 9. Zusammenhänge De Ti el dieses A ikels ha zwei Inspi a ionen: ein langjäh iges In e esse an P oblemen de Beg i sbildung im Zusammenhang mi de Sp achplanung und de Te minologie-Theo ie und ein spezi ische Inpu aus dem Lesen de jüngs en We ke on J. Humbley (Humbley 2018a, Humbley 2018b), wie in de Einlei ung in Abschni 1 oben angegeben. Die wich igs en A gumen e basie en au eine Reihe es e Übe zeugungen: 1) die meis en Te minologen mi sp achlichem Hin e g und schä zen heo e ische Ans engungen und be o zugen eine solide heo e ische G undlage ü 7Te minologija | 2020 | 27 ih e Leis ung so gu wie möglich. Die Beu eilung p ak ische A bei en anhand on Mus e n, Hypo hesen ode Theo ien da übe , wie Dinge en s ehen, is nü zlich und no wendig. 2) no e minology ac i i y can a oid he emphasis on seconda y e m o ma ion, a leas no ou side o he English-speaking communi ies. Das is ein ach das, was die Raison d'ê e de heu igen A bei da s ell . Die Theo ie übe die Bildung on Sekundä beg i en muss dahe als eine legi ime Au gabe au Augenhöhe mi de P imä bildung angesehen we den. e m o ma ion. 3) Au allgemeine Ebene soll e da an geach e we den, dass eine A gemeinsame Bezugs ahmen a sächlich eine Bedingung ü die Konsolidie ung eine e minologischen "Disku sgemeinscha " übe sp achliche, kul u elle, o ganisa o ische und wissenscha liche G enzen hinweg is . Wenn die Te minologie als Disziplin in e na ional is , is ein gemeinsame Disku s no wendig, um ih en Zusammenhal zu gewäh leis en. S a eine G enze zwischen Anwendung und wissenscha liche Te minologie zu ziehen, soll e die F age au gewo en we den, wie eine Theo ie en wickel we den kann, die sowohl de Anwendung als auch de Wissenscha neue Einblicke geben kann. Solche In eg a ions e suche sind in de Ta sei Jah zehn en ein Ma kenzeichen de Te minologie und soll en auch im Teilbe eich de e m o ma ion. In Abschni 6 wu de a gumen ie , dass die neuen Ansä ze ü die Te minologie "Fo schungsp og amme" seien, die alle Aspek e de Te minologie beein lussen, einschließlich de Beg i sbildung. Es schein ai zu sein, zu dem Schluss zu kommen, daß diese Diskussion seh wenig a sächliche Rele anz ha und nich iel In e esse weck . Die Deba e selbs ha keine ie en Spu en hin e lassen, abe die Te minologie schein sich in eine A Kuhnische "no male Wissenscha " e lage zu haben, wie eine jüngs e Publika ion ausd ück : Wäh end die Wüs e ianische T adi ion s eng onomasiologisch wa , wa de al e na i e Ansa z semasiologisch und somi in diese Hinsich ehe de adi ionellen Lexikog aphie ähnlich. Wie in den Ve ah en de meis en LSP-P ozesse nach de Jah ausendwende nachgewiesen wi d, e läss sich die semasiologische Te minologie zunehmend au elek onische Ko po en, wobei S a is iken und Token equenz e wende we den. (Simonnæs, Ande sen, Schube ) 2019: 10) Wenn es wah is , dass diese no male Zus and empi ische und co pusbasie e S udien und einen e höh en semasiologischen Schwe punk um ass , is es auch Johan Myking | Te min o ma ion […] Gib es einen S and de Technik?2 8 Es schein ai zu schließen, dass die En s ehung de in Abschni 6 e ö e en al e na i en Ansä ze zu den eibenden K ä en hin e diesem Wandel gehö e. In zukün igen Um agen bes eh die Möglichkei , dass diese "Ände ung" als eine E wei e ung des Beg i sbe eichs angesehen we den kann, ans a einen Ansa z du ch einen ande en zu e se zen. Die Ve wendung on Co po a mach die (p äz ip i e) Te minologieen wicklung nich übe lüssig, sonde n bie e ein ach eine E wei e ung des Te minologie-Toolki s. Te minologie, die als empi ische linguis ische Fo schung du chge üh wi d, hil , das Bewuss sein ü Te minologie zu e höhen und mach onomasiologische Maßnahmen nich als solche übe lüssig. Es is imme noch zu üh, um zu beu eilen, ob sich die Te minologie in Rich ung eines Zus ands koexis ie ende Ansä ze und Me hoden und nich in Rich ung eines dominie enden Pa adigmas beweg ha . Wo bleib dann die F age de Beg i sbildung? Gib es einen S and de Technik ode nich ? J. Humbleys An wo au seine eigene F age, wie in Abschni 1 zi ie , lau e : "Die F age nach eine spezi ischen Theo ie ü die Beg i sbildung ans elle de Wo bildung bleib o en" (Humbley 2018b: 448). Ans a einen angeblich neuen Ansa z zu Beg i sbildung anzubie en, ha J. Humbley selbs einen g oßen Bei ag geleis e , indem e alle bes ehenden Me hodologien und Modelle au de G undlage empi ische Fo schung in de anzösischen e minologischen Neologie bewe e ha . Seine Lösung, dass die F age imme noch o en is , wi d noch o ensich liche , wenn "Beg i sbildung" als Un e eld TF2 e s anden wi d und nich au Neologie im Sinne on TF1 besch änk is . De o liegende A ikel äg nich zu eine Lösung dieses P oblems bei, und die Schluss olge ungen mögen unbe iedigend e scheinen. Das Thema is zu um ang eich, um in einem einzigen A ikel behandel zu we den. Dennoch muss es gehal en we den, dass die En wicklung eine Theo ie dazu bei äg , eine gemeinsame Disku sgemeinscha zu ö de n, dass die Theo ie den P ak ike n hil eich is und olglich, dass jede An wo be ücksich igen muss, dass die Te minologie aus zwei Haup aspek en bes eh : Es is ein Fo schungsgebie und doch en komm sie nie de Funk ion de P axis. Bei äge aus e schiedenen Blickwinkeln und Ansä zen bilden eine nü zliche Mischung; keine einzige Theo ie gib alle An wo en; Nich alle Ansä ze sind un e einba . 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San auka S aipsnyje klausiama, a pe pas a uosius me us e minų da ybos s i yje į yko okie pa ys eo iniai pokyčiai, kaip i ki ose e minologijos mokslo s i yse, i a galima nu- s a y i aiškią pažangą e minų da yboje. S aipsnio išei ies aškas y a du s a būs klausi- mai, ku iuos užda ė John Humbley (Humbley 2018a, b): „P oblemą galima iškel i i eo iniame lygmenyje: kaip bū ų galima paaiškin i isus šiuos naujus e minus?“. Jis oliau klausia: „A eikia konk ečios e minų da ybos eo ijos su konk ečiais k i e ijais a už ek ų i ienos, ku i bū ų iesiog žodžių da ybos eo ija?“ S aipsnyje apib ėžiamos d i „ e minų da ybos“ koncepcijos: pi ma, naujų pa a dinimų (angl. designa ions) kū imo p ocesas naudojan leksikologinius mechanizmus (TF1); an a, e minologijos mokslo s i is, dėmesį k eipian i į kū ybinį aspek ą i į no minius i unkcinius e minų aspek us (TF2). Ap a iami esami e minų da ybos modeliai (TF1), ypa ingą dėmesį k eipian į R. Kocou ek’o (1991) mo y acinę ipolo- giją i ski ingas mo y acijos są okos implikacijas. Apib ėžiamos i ap a iamos kai ku ios pas a ojo me o eo inės p ieigos, susijusios su e minų da yba. K. Kageu a (2002) i R. Temme man (2000) nusipelno ypa ingo dėmesio i y a laikomi s a biomis „ y imo p og amomis“, pab ėžiančiomis pi minės e minų da ybos y imų s a bą i pasisakančiomis už e minologiją kaip desk ip y inę, empi inę i ling is inę discipliną. S aipsnyje paneigiamas šiuose da buose iš eikš as požiū is, kad p esk ip y inių aspek ų eo iniuose s a s ymuose apie e minologiją ne- u ė ų lik i. Požiū is „Jokių g iež ų ibų“ (Lau én e al. 2008) pab ėžia, kad a p e minų i bend inių žodžių nė a jokių aiškių ibų, aigi nė a i g iež ų ibų a p desk ip y inių i p esk ip y inių eo inių p incipų aspek ų. An inės e minų da ybos y imas kaip s a bi e minologijos dalis u i bū i ęsiamas. Funkciniai e minų aspek ai (TF2) y a įdomūs p ak ikams i odėl y a s a būs eo ijai. Gau a 2020[…]06[…]25 Johan myking uni e si y o Be gen Uni e si ä on Be gen, P.O. Box 7805, 5020 Be gen, No wegen [email protected] Ich bin oh, dass Sie mich un e s ü z haben.