„Didelis dėkui“ ir „dėkui labai“ dabartinėje lietuvių (rašto) kalboje
Full text
LORETA VAIČIULYTĖ-SEMĖNIENĖ
Institut für Litauische Sprache
VIELEN DANK UND DANKE SEHR
IN DER GEGENWÄRTIGEN LITAUISCHEN SCHRIFTSPRACHE
SCHLÜSSELWÖRTER: Dankeskonstruktion, Interjektion, Inversion, aktuelle Satzgliederung, interlinguale Kommunikation.
ABSTRACT
Gegenstand dieses Artikels sind die Dankeskonstruktionen dėkui, ačiū labai und didelis dėkui, ačiū. Ziel ist es, auf der Grundlage des Materials aus dem Korpus der Texte des Gegenwärtigen Litauischen (DLKT) das Verhältnis der untersuchten Dankesformen zu labai dėkui (ačiū), labai dėkoju, esu labai dėkingas, didelė padėka und dėkoju labai, labai esu dėkingas und ähnlichen Formen zu klären sowie den Einfluss der Wortstellung anderer Sprachen auf inverse Dankesformen im Litauischen zu untersuchen. Die Dankeskonstruktionen werden unter syntaktisch-semantischem Aspekt sowie im Hinblick auf die aktuelle Satzgliederung untersucht. Die Studie zeigte, dass der Sprecher die inverse Form dėkui labai wählt, wenn er das Dankeswort selbst dėkui oder dessen Modifikator labai hervorheben möchte, ähnlich wie im Fall von dėkoju labai, dėkingas esu labai. Aus den Beispielen des DLKT ging hervor, dass didelis, nuoširdus dėkui tendenziell dann verwendet wird, wenn der Adressat dėkui als Substantiv auffasst; im (in)transitiven Satz steht didelis, nuoširdus dėkui analog zu didelė, nuoširdi padėka in der Argumentposition des Prädikats (Ich spreche Ihnen meinen aufrichtigen Dank aus (aufrichtiges dėkui), Ihnen gebührt aufrichtiger Dank (aufrichtiges dėkui)).
1. EINLEITUNG. THEORETISCHE GRUNDLAGEN
Im Hinblick auf die Sprachnorm werden die litauischen Dankeskonstruktionen1 dėkui (ačiū)2 labai und didelis dėkui (ačiū)3 unterschiedlich bewertet. So etwa Antanė Kučinskaitė (1985: 29, siehe auch 1990: 32ff;
1 Dankeskonstruktionen sind nach der Pragmatiktheorie Performative; in diesem Artikel wird der Begriff, in Anlehnung an Egidijus Zaikauskas (2002), im weiteren Sinne verstanden. Näheres zum Performativitätsbegriff als synthetischem Phänomen mit grammatischen, lexikalisch-semantischen und pragmatischen Merkmalen siehe Zaikauskas 2000, 2002 und die dort zitierte Literatur.
2 Vgl. DLKŽe: dėkui – ein beim Danken gesprochenes Wort, ačiū – ein Höflichkeitswort, das als Ausdruck des Dankes gesagt wird: dėkui.
BLKŽ: dėkui – ein beim Danken gesprochenes Wort; ačiū – wird beim Danken gesagt.
3 Im Folgenden sind mit Konstruktionen wie labai dėkui, dėkui labai, didelis dėkui auch entsprechende Konstruktionen mit ačiū gemeint und umgekehrt.
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2007: 496) teigia, kad vietoj iš rusų kalbos nekūrybingai išverstų didelis ačiū „lietuviškiau būtų sakyti labai ačiū“. Danguolė Mikulėnienė, sudariusi knygelę Kaip nereikia kalbėti (KNK 1991: 9, 26), mano, kad tiek ačiū labai, tiek nuoširdus ačiū yra nevartotini vertiniai, kuriuos derą keisti į labai ačiū, nuoširdžiai ačiū, dėkui, labai nuoširdžiai dėkoju. Tokios pat nuomonės laikosi ir Jonas Šukys (2003: 293; 2006: 304): iš rusų kalbos nusižiūrėtas didelis dėkui turįs būti taisomas ir pirmiausia anglų kalbos pavyzdžiu plintančiuose dėkui labai „prieveiksmis labai į galą nekeltinas“. Padėkos ačiū labai siūloma vengti4 Valstybinės lietuvių kalbos komisijos apsvarstytuose ir Ritos Miliūnaitės sudarytuose Kalbos patarimuose (KP2 (S3) 2009: 43). Tapati nuomonė, kuria įprasta remtis5, teikiama ir Valstybinės lietuvių kalbos komisijos (VLKKe) konsultacijų banke6: pagal neutralią pažyminio ir pažymimojo žodžio tvarką junginyje (saulėta diena, labai gražus) vengtinus dėkui labai patariama keisti į labai dėkui ir (ar) labai dėkoju, o konstrukcija didelis dėkui taisytina. VLKKe konsultacijų banke matyti ir kitokia – profesoriaus Albino Drukteinio nuomonė. Jo manymu, ačiū labai nėra verstinė ir vengtina konstrukcija, nes tai tipiška inversija, kai svarbesnis žodis keliamas į priekį. Taip pat ir Aleksas Girdenis (1996: 302) yra atkreipęs dėmesį, kad daugelio peikiama dėkui labai žemaičiuose esanti nereta ir ausies jiems nerėžia. Tokių ir panašių pavyzdžių yra ir dabartinėje lietuvių rašto kalboje (žr. 1–2 sakinius), kurios pagrindu aiškinamasi jų vartosenos priežastys ir (ne)tinkamumas vartoti.
1) – Vielleicht geben Sie es mir wirklich, ich trage ein Stück. – Danke, ačiū širdingai. Ich sage, wir Landarbeiter sind daran gewöhnt. Und Sie, merke ich, sind kein Erdarbeiter. – Woran merken Sie das? – An der Stimme. Woran denn sonst? 2) Gesondert danke ich der Leiterin des Lehrstuhls für Erziehungswissenschaften, Prof. habil. Dr. M. B.7, die nicht müde wurde, mich bei der Erstellung des methodischen Handbuchs zu ermutigen und anzuspornen. Allen nuoširdus ačiū. Für die geäußerten Anmerkungen und Vorschläge werde ich dankbar sein.
Giedrė Čepaitienė, die in ihrer Monografie die Semantik und Pragmatik der litauischen Höflichkeitsformeln ausführlich untersucht hat (2007, siehe auch 2014), beurteilt Beispiele mit inverser Wortstellung nicht …
4 Zu vermeiden – „zeigt an, dass das bewertete Phänomen nicht als Norm der Standardsprache anerkannt ist; es ist zu vermeiden, weil es bereits nicht normgerecht ist und keine Zukunft hat oder noch nicht normgerecht und unzureichend untersucht ist usw.“ (KP2 (S3) 2009: 9).
5 Siehe zum Beispiel: https://www.kretinga.lt/node/10056 (abgerufen am 20.10.2018); http://www.santaka.info/?sidxx=44556 (abgerufen am 20.10.2018).
6 Siehe http://www.vlkk.lt/konsultacijos/98-didelis-aciu-didelis-dekui (abgerufen am 20.10.2018). Vgl. ferner: http://www.vlkk.lt/naujienos/pakomisiu-naujienos/kp3-sintakse-iii-dalis-apsvarstyta-antra-karta
„Es wurde beschlossen, die Äußerungen ačiū labai oder dėkui labai nicht als Fehler anzusehen. Natürlich sind labai ačiū (dėkui) vorzuziehen; die Wortstellung im Litauischen ist jedoch recht frei, und Adverbialbestimmungen stehen sowohl vor als auch nach dem Bezugswort, z. B. labai žavუosi ir žavუosi labai, labai dėkoju ir dėkoju labai.“
7 Werden Personen in den Beispielen zur Veranschaulichung mit Vor- und Nachnamen bezeichnet, wurden nur ihre Initialen beibehalten.
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stützt sich auf (z. B.: Ich danke ihnen von ganzem Herzen8; Sehr geehrte Dame! Ich danke Ihnen herzlich, dass Sie mich aufgenommen haben Bit 4779; Ich danke dir ganz fürchterlich, ich weiß nicht, wo ich ohne dich geblieben wäre GyvK10 (Čepaitienė 2007: 184, 187; siehe auch ebd.: 188)), aber vielen Dank bleibt unkommentiert. Dieser Artikel geht von der Annahme aus, dass sowohl ich danke von ganzem Herzen / herzlich oder Ähnliches als auch das im ersten Satz verwendete herzlichen Dank motivierte Konstruktionen sind, die aus ähnlichen Gründen gewählt werden. Ausgehend von grammatischen Kriterien werden pragmatische Kriterien untersucht; dabei wird betrachtet, was die Wahl der Formulierungen vielen Dank und/oder großen, aufrichtigen Dank. beeinflusst.
Somit ist Gegenstand dieses Artikels die Ausdrucksformen des Dankes Dankeschön sehr, großes Dankeschön. Ziel der Untersuchung ist es, den Gebrauch der Konstruktionen Dankeschön sehr, großes Dankeschön sowie ihr Verhältnis zu sehr viel Dank; ich danke sehr, ich danke vielmals; ich bin dankbar, dankbar bin ich; großer Dank und Ähnlichem zu erörtern. Folgende Aufgaben werden gestellt: Auf der Grundlage des Korpus der litauischen Gegenwartssprache (DLKT11) sind Dankesausdrücke mit invertierter Wortstellung in der heutigen litauischen Schriftsprache zu untersuchen; sie sind mit Beispielen neutraler Wortstellung zu vergleichen; die Korrelationen der Wortstellung in den erörterten Konstruktionen in Übersetzungen sind zu besprechen; die Gründe für den Gebrauch von großes Dankeschön und Ähnlichem sind zu klären. Es handelt sich um eine auf Korpus- und Übersetzungsdaten gestützte Untersuchung.
Das Untersuchungsmaterial umfasst 800 litauische Sätze aus dem DLKT, das am Zentrum für Computerlinguistik der Vytautas-Magnus-Universität zusammengestellt wurde. Für die Untersuchung wurden Beispiele mit ich danke, dankbar, -e, Dank, -es, danke, vielen Dank gesammelt. Nach Eingabe eines der genannten Wörter in das Feld für die erweiterte Suche wurden nacheinander diejenigen Beispiele ausgewählt, in denen diese Wörter durch adjektivische, adverbiale oder präpositionale Modifikatoren (Attribute, Modalangaben) ergänzt werden, beispielsweise großer Dank, sehr dankbar, ich danke von ganzem Herzen, vielen Dank und Ähnliches. Für die Untersuchung wurden nacheinander 120 Sätze ausgewählt, in denen das performative Verb ich danke präpositionale oder postpositionale Modalmodifikatoren hat (vgl. Sätze 3–4), 270 Sätze mit vielen Dank, danke, 280 mit dankbar, -e und 130 Sätze mit Dank, -es, wenn sie mit präpositionalen oder postpositionalen Modifikatoren verwendet werden (vgl. Sätze 5–9, siehe auch Sätze 1–2).
3) Liebe Tante Džordža, ich danke dir unendlich für den bezaubernden Lesestoff.
4) Die Zeit ist mir sehr günstig. Ich danke euch allen von ganzem Herzen.
5) – Also, wenn man ein Jahr lang Abonnent bleibt, gibt es Rabatte, weißt du. – Mhm... – Es gibt entweder mehr Minuten oder Essensgutscheine, na ja... – Na, danke, vielen Dank!
8 T entspricht der in diesem Artikel verwendeten Abkürzung DLKT.
9 Bit – Bitė-Petkevičaitė G. Raštai 6. Vilnius: Vaga, 1968.
10 GyvK – gesprochene Sprache.
11 Online verfügbar unter: http://tekstynas.vdu.lt. Den größten Teil des DLKT bilden publizistische Texte (63,8 Prozent); ein Teil der Texte wurde aus anderen Sprachen übersetzt. Die Beispiele aus dem DLKT für diesen Artikel wurden im September 2018 zusammengestellt.
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6) Buddha ließ ihn zu sich rufen und sagte: „Cunda, in meinem Leben habe ich nur zwei Gerichte gekostet, für die ich mich außerordentlich dankbar fühle. Das erste Mal geschah dies in Sudschata und verhalf mir zur Erleuchtung, das zweite Mal – in diesem Haus.“
7) Nachdem er die Tür zugeschlagen hatte, kehrte er in sein Büro zurück. Roger nahm die Schlüssel. – Ich bin Ihnen sehr dankbar für das, was Sie mir gesagt haben, Herr Bittner. Bedanken Sie sich bei den Mitgliedern dieses Ausschusses. Aber mir... mir... mir ist es unangenehm, wenn ich Geschenke annehmen muss.
8) Ich bin den Helfern dankbar, die zu verschiedenen Zeiten als meine Assistenten tätig waren: Herrn P. P., V. Š., Dozent J. Ž. Mein herzlicher Dank gilt den Mitarbeitern der Zeitungen „Tėviškės žinios“ und „Kauno apskritis“, die die Seiten ihrer Publikationen meinen Vorschlägen und Überlegungen geöffnet haben.
9) Für die Gestaltung des Buches waren die Künstlerin R. P. und die Textgestalterin S. V. verantwortlich. Dafür spreche ich ihnen meinen herzlichen Dank aus.
Um herauszufinden, ob und welchen Einfluss die Wortstellung anderer Sprachen auf Dankeskonstruktionen hat, stützt sich der Artikel auf das Material des Online-Übersetzungswörterbuchs LINGUEE12, das über eine Suchfunktion verfügt. Die Übersetzungen eines ausgewählten Wortes (einer Wortverbindung) in LINGUEE werden für ein ausgewähltes Sprachenpaar angegeben, zum Beispiel Litauisch–Englisch. Hier lassen sich Wörter in minimalem Kontext finden, die in verschiedenen Texten parallel übersetzt wurden (in juristischen und politischen Texten der Institutionen der Europäischen Union, in Patentdokumenten sowie auf den Websites von Unternehmen, Organisationen und Universitäten). Die Beispiele wurden anhand folgender Sprachübersetzungspaare gesucht: Englisch→Litauisch, Deutsch→Litauisch und umgekehrt13, indem beispielsweise die Wörter Dankeschön, padėka, dėkui oder die Konstruktion thank you so much, danke schön, labai dėkoju, labai ačiū und Ähnliches in das Suchfeld eingegeben wurden. Die gefundenen Übersetzungen mit den erörterten Dankeskonstruktionen stammen von folgenden Websites: eur-lex.europa.eu, europa.eu, europarl.europa.eu. Im Folgenden wird auf 128 Dankesäußerungen Bezug genommen, bei denen das zentrale Element der Dankeskonstruktion in beiden oder in einer der Übersetzungssprachen einen (modalen oder attributiven) Modifikator aufweist. Konkret handelt es sich bei 36 der 128 Beispiele um Fälle, in denen derselbe litauische Satz sowohl ins Englische als auch ins Deutsche übersetzt wurde (d. h. 18 Litauisch→Englisch und 18 Litauisch→Deutsch) (vgl. Sätze 10–11), bei 20 um Fälle, in denen derselbe litauische Satz mit unterschiedlichen Übersetzungsrichtungen verbunden ist: 10 litauische Sätze wurden aus dem Englischen übersetzt (Englisch→Litauisch), und dieselben 10 wurden aus dem Litauischen ins Deutsche übersetzt (Litauisch→Deutsch) (d. h. Englisch→Litauisch→Deutsch) (vgl. Sätze 12–13). Darüber hinaus gibt es 14 englische Sätze, die ins Litauische übersetzt wurden (Englisch→Litauisch), und 10 in umgekehrter Richtung (Litauisch→Englisch) (vgl. Sätze 14–15); 15 deutsche Sätze, die ins Litauische übersetzt wurden (Deutsch→Litauisch), und 33 aus dem Litauischen ins Deutsche (Litauisch→Deutsch) (vgl. Sätze 16–17
12 Online verfügbar https://lt.linguee.com/.
13 Im LINGUEE-Übersetzungswörterbuch gibt es keine Übersetzungen zwischen Litauisch und Russisch sowie zwischen Russisch und Litauisch.
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Sätze). Somit liegen 15 deutsch→litauische und 61 litauisch→deutsche sowie 24 englisch→litauische und 28 litauisch→englische Beispiele für Dankesäußerungen vor.
10) Ich bin mit Ihrer präzisen und konkreten Antwort sehr zufrieden, daher vielen Dank.
Ich bin mit Ihrer sehr präzisen und konkreten Antwort sehr zufrieden, daher vielen Dank in der Tat.
11) Ich bin mit Ihrer präzisen und konkreten Antwort sehr zufrieden, daher vielen Dank.
Ich bin mit Ihrer sehr präzisen und konkreten Antwort sehr zufrieden, haben Sie vielen Dank dafür.
12) Herr Präsident, vielen Dank für diese beiden Berichte – die wir als für das neue Parlament und wahrscheinlich noch für die derzeitige Kommission sowie für die neue Kommission bestimmt bewerten können...
Herr Präsident, ich danke Ihnen sehr für diese beiden Berichte – die wir als für das neue Parlament und vielleicht noch für die derzeitige Kommission sowie für die neue Kommission bestimmt bewerten können...
13) Herr Präsident, ich danke Ihnen sehr für diese beiden Berichte – die wir als für das neue Parlament und vielleicht noch für die derzeitige Kommission sowie für die neue Kommission bestimmt bewerten können...
Herr Präsident, ich möchte mich sehr für diese zwei Berichte bedanken, die dem neuen Parlament und wahrscheinlich noch der derzeitigen und der neuen Kommission zur Evaluierung vorgelegt werden...
14) Vielen herzlichen Dank, dass Sie bei uns sind.
Vielen Dank, dass Sie bei uns waren.
15) Und ich danke ihm aufrichtig für seine Fürsorge.
Ich danke ihm aufrichtig für seine Fürsorge.
16) Zunächst auch von meiner Seite ein ganz herzliches Dankeschön an den Berichterstatter, Klaus-Heiner Lehne, der hervorragende Arbeit geleistet hat...
Zunächst danke ich herzlich dem Berichterstatter K. H. Lehnius für die hervorragende Arbeit.
17) Vielen Dank, Herr Präsident.
Vielen herzlichen Dank, Herr Präsident.
Straipsnyje remiamasi Elizavetos Kotorovos (2013a, 2013) ir jos bei Wolfgango Gladrowo (2015, 2017) požiūriu į pagrindinį komunikacijos vienetą – šnekos aktą, kurį jie apibrėžia kaip unifikuotą šnekos elgesio modelį (ŠEM) (rus. модель речевого поведения (МПП), vok. Sprachhandlungsmuster, angl. speech behavior pattern). Tai struktūruotas tą patį komunikacinį
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tikslą turinčių pasakymų rinkinys. Annos Wierzbickos (1972, 1985, 1987; 1991) semantinės metakalbos ir semantinių primityvų teorijos14 pagrindu autoriai teigia, kad ilokucinis ŠEM turinys ir sandara yra universalūs. Raiška atskirose kalbose (gali skirtis) skiriasi, (gali būti) lemiama skirtingų kultūrų15. Į vieną ar kitą ŠEM įeinantys tarpusavyje susiję pasakymai sudaro sistemą – komunikacinį-pragmatinį lauką16, kurio dominantė – adresanto komunikacinis tikslas, būdingas visiems to lauko elementams17. Raiškos požiūriu lauko struktūra yra graduota: ji sudaro prototipines (centro) ir (labiau) periferines raiškos priemones. Pavyzdžiui, komunikacinių-pragmatinių pasisveikinimo ir padėkos laukų raiškos prototipai rusų ir vokiečių kalbose skiriasi (Здравствуйте! resp. Guten Tag! Hallo!; Спасибо resp. danke)18. Kiekvienoje bendravimo situacijoje adresantas, atsižvelgęs į komunikacinį ŠEM tikslą, komunikacinius-pragmatinius veiksnius ir struktūrą19, iš komunikacinio-pragmatinio lauko vieną ar kitą kalbą pasirenka labiausiai (ati)tinkantį pasakymą. Tokia ŠEM kaip šnekos akto samprata pasirodė paranki kalbėti apie galimas (LINGUEE pagrindu) lietuvių, anglų, vokiečių kalbų padėkos raiškų ir žodžių tvarkos jose koreliacijas ir (arba) skirtumus.
Die Haltung des Adressanten, sein Verhältnis zum Inhalt der Mitteilung und zu deren Adressaten zeigt sich in der geschriebenen Sprache in der Thema-Rhema-Gliederung des Satzes20 – der Einteilung der Satzglieder nach ihrer Informationslast. In verschiedenen Sprachen können die Ausdrucksmittel der Thema-Rhema-Gliederung identisch und/oder unterschiedlich sein (z. B.: Lambrecht 1994; Holvoet 2003: 91f.; Griškevičienė 2008; Vaskelienė 2015 und die dort zitierte Literatur). Jolanta Vaskelienės (2015) zufolge sind die wichtigsten
14 Pagal semantinių primityvų teoriją, Anna Wierzbicka (1987: 214) padėkos šnekos aktą apibrėžia taip: „I know that you have done something that is good for me. I say: I feel something good towards you because of that. I say this because I want to cause you to know what I feel towards you. I assume that you would want to hear me say this to you“. Plg.: „I know: you did something good for me; I feel something good towards you because of this; I say this because I want you to feel something good“ (Wierzbicka 1991: 157)
15 Einen umfassenderen Überblick über den Einfluss unterschiedlicher Kulturen auf die Strategien bei Bitten im Litauischen und Englischen bieten Hilbig (2009); zu russischen und deutschen Dankesstrategien siehe Kotorova (2013); zu schwedischen und polnischen sowie deutschen Dankesstrategien siehe Zborowski (2005) und die dort ausführlich zitierte Literatur.
16 „Unter dem Begriff ‚kommunikativ-pragmatisches Feld‘ wird entsprechend der Zusammenhang sprachlicher Äußerungsmodelle im Rahmen ein und derselben Strategie kommunikativen Handelns verstanden“ (Kotorova 2013a: 60).
17 „Kommunikativ-pragmatische Felder umfassen ein Inventar vielfältiger grammatischer, lexikalischer, wortbildender, topologischer und prosodischer Mittel, die dem Ausdruck eines bestimmten illokutionären Ziels dienen“ (Gladrow, Kotorova 2015: 32).
18 „Ein und dasselbe illokutionäre Ziel kann in verschiedenen Sprachen und Kulturen mit unterschiedlichen Mitteln ausgedrückt werden; auch die Verteilung der Mittel innerhalb des Feldes kann von Sprache und Kultur abhängen. In diesem Sinne ist das Feldmodell ein nützliches Instrument für die kontrastive Analyse und kann anschauliche Ergebnisse liefern“ (Kotorova 2013a: 64; dazu siehe auch Kotorova 2013).
19 „In der Regel lassen sich in der vollständigen performativen Formel vier Bestandteile unterscheiden: die Handlungskomponente, die Sprecherkomponente, die Adressatenkomponente und die Anlasskomponente (für die Ausführung des Sprechakts). <…> Jeder der Bestandteile der performativen Formel kann in der grammatischen Ausgestaltung in jeder der verglichenen Sprachen Gemeinsamkeiten und Unterschiede aufweisen“ (Gladrow, Kotorova 2015: 31f.).
20 Teorinių darbų apie aktualiąją sakinio skaidą apžvalgą žr. Vaskelienė (2015) ir ten cituojamą literatūrą.
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Die Indikatoren der aktuellen Gliederung litauischer Sätze sind die neutrale und die inverse Wortstellung sowie der logische Akzent. Axel Holvoet (2003: 91) nennt drei Ausdrucksmittel der aktuellen Gliederung: Intonation, segmentale Indikatoren (tai) und Wortstellung. Letztere verwendet der Autor als Hauptindikator, räumt jedoch ein, dass „nur ein Teil der Wortstellungsphänomene Unterschiede in der aktuellen Gliederung widerspiegelt“ (Holvoet 2003: 98). Neben diesen Ausdrucksmitteln der aktuellen Gliederung spricht Knud Lambrecht (1994: 6ff.) auch von Kriterien wie der Satzstruktur (Aktiv vs. Passiv), den funktionalen Satztypen (Aussagesätze resp. Fragesätze resp. Ausrufesätze), der Auswahl lexikalischer Einheiten und ihrem Status im Satz (vgl. mein Auto ist kaputt; mir ist das Auto kaputtgegangen).
Vytautas Ambrazas Dabartinės lietuvių kalbos gramatikoje (DLKG 1996: 645) teigia, kad „[l]ietuvių kalbos žodžių tvarka daugiausia priklauso nuo jų sintaksinių ryšių bei prasminių santykių sakinyje ir nuo aktualiosios sakinio skaidos, nuo bendraujant kylančių poreikių išryškinti bei pabrėžti tam tikras sakinio dalis“. DLKG skiriami neutralūs ir inversiniai laisvos žodžių tvarkos modeliai. Neutraliose laisvos žodžių tvarkos modeliuose „žodžiai išdėstomi pagal įprastinius jų vartojimo polinkius ir adresatas į tokią tvarką neverčiamas kreipti dėmesio“ (DLKG 1996: 646). Tokie žodžių tvarkos modeliai yra stilistiškai nežymėti. Pavyzdžiui, „[n]etiesioginis papildinys dažniausiai eina prieš tiesioginį“, o būdo prieveiksmių ir atitinkamos reikšmės linksnių formų bei prielinksninių konstrukcijų „neutrali ir vyraujanti vieta – prieš veiksmažodį“ (DLKG 1996: 651, 653; Ambrazas 1982: 107) (žr. 18–19 sakinius; plg. 3 sakinį).
18) Er vergibt seiner Schwiegertochter alle bisher zugefügten Unannehmlichkeiten. (zitiert nach DLKG 1996: 651)
19) [Ich] danke dem Direktor dieses Gymnasiums, G. V., herzlich für die Einladung. DLKT
Inverse, d. h. stilistisch markierte Modelle werden durch den Kontext und die Sprachsituation bedingt. Invers ist die Stellung einer Adverbialbestimmung der Art und Weise nach dem Verb (ich weiß gut, sagte deutlich)21 oder die Stellung eines kongruierenden Attributs nach dem Substantiv (Heimat, du teure, Heim, vergessenes)22 (Ambrazas 1982: 108; DLKG 1996: 653ff.; Pikčilingis 2010: 192ff.). „Syntaktisch zusammengehörige Wortgruppen werden meist dann voneinander getrennt, wenn man bestimmte ihrer Wörter hervorheben und ihnen größeres Gewicht verleihen möchte“
21 Vgl.: „Wieder ein anderer, der irgendwo gehört hat, dass Adverbien am Satzende in unserer Sprache nicht passen, wirbelt die Adverbien immer, ob nötig oder nicht, vor das Verb, obwohl das Adverb manchmal aufgrund des Satzbaus selbst und besonders wegen des logischen Akzents gerade am Ende stehen muss. Auf diese Weise kann manchmal, selbst bei guten Absichten, die Vielfalt und Flexibilität der Sprache eingeebnet werden“ (Žirgulys 1962: 10).
22 „Auch in zusammengesetzten Sätzen scheute Jablonskis nicht davor zurück, die Stellung des Attributs und des Bezugsworts zu vertauschen, wenn es nötig war. <...> Das Sprechen vermischte sich mit dem Klirren von Flaschen, Bechern und Gläsern. <...> Gelegentlich begegnet auch eine nicht ganz übliche Wortstellung. <...> Dann begann für die alten Bewohner Europas ein neues Leben. <...> Wüsste man nicht, dass diese Sätze von J. Jablonskis stammen, würde wohl mancher versuchen, sie zu verbessern, insbesondere diese „misslungene“ Wortstellung zu korrigieren“ (Žirgulys 1962: 13f.).
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Bedeutungsgewicht, und deshalb werden sie an den Satzanfang vorangestellt oder ans Ende verschoben“ (DLKG 1996: 646; siehe auch ebd.: 653; Ambrazas 1982: 107f.; Pikčilingis 2010: 19123; Žirgulys 1962: 14) (siehe die Sätze 20–21, vgl. Sätze 7 und 4).
20) Ein Meister bin ich keineswegs. (zitiert nach DLKG 1996: 646)
21) Wir leben gut. (zitiert nach DLKG 1996: 653)
Die Wahl des einen oder anderen (neutralen oder inversen) Wortstellungsmodells hängt stark von der aktuellen Gliederung des Satzes ab – von Thema und Rhema. „Aus kommunikativer Sicht ist das Rhema der wichtigste Teil einer Äußerung. <...> Meist steht das Thema vor dem Rhema24. Ein Rhema, das früher, am Satzanfang, ausgedrückt werden soll, wird durch eine bestimmte Intonation oder inverse Wortstellung hervorgehoben“ (DLKG 1996: 646f.; siehe auch Ambrazas 1982; Vaskelienė 2015).25
Remiantis A. Holvoetu (2009: 23), manytina, kad „iš dviejų situacijos dalyvių – gyvo, asmeninio agento ir jo veiksmą patiriančio negyvo paciento (Jonas varto laikraštį) – kalbėtojas universaliai bus linkęs tema pasirinkti agentą (kad ir dėl empatijos principo) (šis polinkis yra žinomas kaip topicworthiness – inherentinis temiškumas)“. Taigi pagal neutralios žodžių tvarkos ir aktualiosios sakinio skaid os koreliaciją lietuvių kalbos sakiniuose galima teigti, kad „subjektas yra nežymėtos temos sugramatinimo rezultatas, o nežymėta tema, savo ruožtu, remiasi su agentyvumu ir gyvumu susijusiu inherentiniu temiškumu“ (Holvoet 2009: 25), ir kelti prielaidą, kad pagal 21-ą sakinį (Mes gyvenam gerai) galima pagrįsti padėkos raiškas (=4) dėkoju iš visos širdies, (=1) ačiū širdingai, o (ne)tinkamai vartojamas (=2) nuoširdus ačiū, matyt, susijęs su daiktavardine (=8) nuoširdi padėka (žr. toliau).
Der Beitrag vertritt die Auffassung, dass die schriftlich gewählte Ausdrucksweise des Dankes als pragmatisch motiviert erklärt werden kann (Lambrechт 1994: 11f., 29, 41); dabei wird von der Struktur zur Pragmatik übergegangen. Der Adressant schafft, um seine kommunikativen Intentionen zu verbalisieren, keine neuen Strukturen, sondern nutzt kreativ und kompetent die in der jeweiligen Sprache vorhandenen (vgl. Lambrecht 1994: 26ff., 31).
In der Untersuchung werden deskriptive, vergleichende und syntaktisch-semantische Analysemethoden angewandt.
23 „[J]eder Satzteil hat so oder so eine ihm eigene, übliche Stellung; wird diese verändert, erhält das Wort einen bestimmten Akzent – der ganze Satz verändert sich intonatorisch. Und das lässt sich leicht erklären: Unser Blick fällt stets auf das Wort, das gleichsam nicht an seinem Platz steht. Was also beim Sprechen durch eine Anhebung der Stimme, durch Intonation ausgedrückt wird, wird in der Schriftsprache durch die Veränderung der üblichen Wortstellung, also durch Inversion, hervorgehoben“ (Pikčilingis 2010: 191).
24 Tai parodė ir J. Vaskelienės (2015) pristatytas empirinis tyrimas, kur remiamasi 35 valandų trukmės įvairių tekstų įrašų medžiaga, tema eina prieš remą 77 proc. visų išanalizuotų sakinių.
25 „Die Untersuchung von 26066 Sätzen aus Texten verschiedener Stilrichtungen ergab, dass <...> in 10 Prozent der Fälle das Rhema vor dem Thema steht; 13 Prozent der Sätze, in denen ausschließlich neue Information vermittelt wird, sind als Rhema einzustufen“ (Vaskelienė 2015: 90). „Sätze des letztgenannten Modells sind in Texten der literarischen und umgangssprachlichen Stile sowie in dialogischer Sprache häufiger“ (ebd.: 97).
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2. DIE SEMANTIK DES DANKENS
Unter kommunikativen Gesichtspunkten sind Dankkonstruktionen Äußerungen, in denen Dank als Modell (Strategie) höflichen Verhaltens zwischen den Kommunikationspartnern (Sprecher und Adressat) gekennzeichnet wird. Wie G. Čepaitienė (2007: 180) unter Zitierung anderer Autoren schreibt, „hat der Dank ein klares illokutionäres Ziel: Mit der Äußerung soll erreicht werden, dass der Adressat erkennt, dass der Sprecher das schätzt, was der Adressat zuvor getan hat“ oder noch zu tun verspricht, „und für diese Handlungen des Adressaten <...> Dankbarkeit empfindet“. Dank ist somit die Reaktion des Sprechers auf eine vergangene oder zukünftige Handlung des Adressaten (vgl. Wunderlich 1976: 77, 83). Um dem Adressaten sein Gefühl der Dankbarkeit auszudrücken – seinen Dank26 –, muss der Sprecher diesen so gestalten, dass das „Aussprechen des Dankes die Absicht des Sprechers unter den gegebenen Umständen erkennbar macht“ (Zaikauskas 2000: 157)27. Dank schafft eine besondere Atmosphäre des kommunikativen Akts, die „nicht nur durch Höflichkeit, sondern auch durch Freundlichkeit, Wohlwollen und Aufrichtigkeit gekennzeichnet ist. <...> In allen Fällen, in denen Dank ausgedrückt wird, nimmt der Sprecher eine hierarchisch niedrigere oder nur dem [Adressaten] gleichgestellte Position ein“ (Čepaitienė 2007: 180 ff.; vgl. Czachur 2006: 20 ff.; Jakaitienė 2010: 158).
Aptardama padėkos raišką G. Čepaitienė (2007: 182) atkreipia dėmesį į padėkos esminių žodžių žodynines apibrėžtis: Dabartinės lietuvių kalbos žodynas (DLKŽe) neatspindi visos performatyviojo dėkoti semantinės struktūros. Veiksmažodžio dėkoti ir daiktavardžio padėka apibrėžtyse, skirtingai nei priešdėlinio padėkoti „pareikšti padėką, pasakyti dėkui“, nėra minima kalbėjimo sema, kuri rodo, kad dėkingumo jausmas (iš)reiškiamas kalba.
Hier wird auch das Adjektiv dėkingas, -a relevant, das in Wörterbüchern (DLKŽe, Bendrinės lietuvių kalbos žodyne (BLKŽe), Lietuvių kalbos žodyne (LKŽe)) mit der Bedeutung „Dank ausdrückend oder empfindend“ angegeben wird, zum Beispiel: Jis dėkingas man už pagalbą; Iki šiol jaučiuosi jam dėkinga už patarimą (siehe auch Sätze 6–7). Das hier behandelte Adjektiv umfasst neben der genannten Sprechsemantik auch das Sem „positive Empfindung“. Der Sprecher hat Grund (typischerweise ein positives Motiv), sich dem Adressaten als Auslöser seines positiven Zustands dankbar zu fühlen bzw. zu sein (vgl. Kotorova 2013: 417).28
Piotras Zborowskis (2004: 159t, 2005: 53tt; plg. Kotorova 2013: 417), atsižvelgdamas į tai, kad kalbose dėkojimą reiškiantys veiksmažodžiai etimologiškai yra artimai susiję su galvojimą, mintį reiškiančiais daiktavardžiais (plg.: vok. danken ir Gedanke, angl. thank ir think, švedų tacka ir tack), teigia, jog semantinėje tokių veiksmažodžių struktūroje glūdi pozityvios
26 Vgl. LKŽe: padėka – das Zeigen eines Dankbarkeitsgefühls für etwas Gutes, das getan wurde; Danksagung. Vgl. DLKŽe: padėka – Ausdruck von Dankbarkeit; Danksagung.
27 Vgl.: „[T]he speaker influences the hearer’s mental representation of the world“ (Lambrecht 1994: 43).
28 Vgl. DLKŽe: jausti – 1. ein Gefühl empfinden. BLKŽe: jausti – 1. irgendein Gefühl oder eine Empfindung wahrnehmen. Zur Valenz des Verbs jausti siehe Sližienė (1994: 324).
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Sem des Gedankens: „jemandem danken – jemanden mit [guten] Gedanken beschenken, einfacher gesagt: gute Gedanken schenken“29. Der Autor (Zborowski 2004: 157) weist unter Rückgriff auf die Arbeiten von Kazimierz Ożóg (1982: 259, 1992: 51 ff.) auch darauf hin, dass der Dank und sein Ausdruck die Semantik des Verbs norėti30 implizieren. Gemäß den sprachlichen Umgangsformen impliziert der Sprecher, indem er dem Adressaten sein Dankbarkeitsgefühl explizit ausdrückt, etwa mit dem performativen dėkoju, zugleich: „Ich möchte, dass du weißt, dass ich dir danke.“ Das Sem des Wunsches kann explizit ausgedrückt werden: Dann wird neben dem verbalen Performativ das Modalverb norėti (noriu / norėčiau / norisi Jums padėkoti; plg. trokštu nuoširdžiai padėkoti) verwendet, das dessen illokutionäre Kraft abschwächt. Analog zum Wunsch ist auch das im semantischen Feld des Dankens liegende Sem der Pflicht zu nennen, verstanden als eine auf moralischen Gesetzen beruhende Notwendigkeit bzw. Erforderlichkeit (turiu / privalau / reikia Jums padėkoti; turiu / turėčiau būti Jums labai dėkingas; jaučiu pareigą padėkoti31 usw.) (z. B.: Čepaitienė 2014: 6; Kotorova 2013: 418 ff.; Zborowski 2005: 17 ff., 85 ff., 91 ff., 133 ff., 156 ff.).
Ausgehend von den kurz dargestellten Überlegungen ist Dank als Sprechakt also ein positiver Zustand des Sprechers, der in eine positive (gebende) Handlung übergeht (oder übergehen kann32). In einer bestimmten Situation empfindet der Sprecher zunächst aus einem bestimmten positiven Grund Dankbarkeit gegenüber dem Adressaten. Damit der Adressat dies (mit)weiß, verwandelt der Sprecher das Dankbarkeitsgefühl – unter Berücksichtigung dessen, was in der Danksituation am relevantesten erscheint – (im Herzen33) so genau wie möglich in einen positiven Gedanken34 und schenkt seinen Dank in einer bestimmten sprachlichen Form als Gegenleistung35 für das Gute, das der Adressat getan hat (d. h. er vollzieht einen Sprechakt) (esu labai dėkingas; nuoširdžiai dėkoju; dėkui usw.) (vgl. inter alia Czachur 2006: 20 ff.; Huber
29 „Jemandem danken – ‘jemanden mit [guten] Gedanken beschenken’, oder noch einfacher: ‘jemandem [gute] Gedanken geben’“ (Zborowski 2004: 159).
Vgl. die Bildung des russischen Verbs благодарить „danken“: дарить + благо, d. h. Gutes schenken.
30 Veiksmažodžio norėti junglumą žr. Šlizienė (1998: 20).
31 Vgl. Sätze aus DLKT: Jaučiu malonią pareigą padėkoti A. M., der die Buchübersetzung durchgesehen und autorisiert hat.
Den Herausgebern des Bandes bleibt die angenehme Pflicht, den Teilnehmern der Seminare der Abteilung Grammatik – Vortragenden und Zuhörern – für die anregenden Diskussionen zu danken.
32 Vgl. Sätze aus DLKT: Und dann wurde mir so deutlich bewusst, dass mein Leben in jener fernen Nacht von diesem armseligen, buckligen Mann abhing, dem ich niemals den Mut haben werde zu danken, denn ich werde mich nicht trauen, auf ihn zuzugehen und ihn anzusprechen... Ich blieb allein.
Frodo nahm die Phiole, und als ihr Inhalt herausspritzte, sah er Galadriel wieder in königlicher Pracht, doch nicht mehr bedrohlich. Der Hobbit verbeugte sich, ohne Worte zu finden, um zu danken.
Bis heute finde ich nicht die richtigen Worte, obwohl ich den Ärzten aus Pasvalys, die mich betreut haben, besonders dem Chefarzt, sehr danken möchte.
33 Vgl. Sätze aus DLKT:
Meine Kindheit bei meinen Eltern war glücklich, wenn auch kurz. Im Herzen bin ich meinen Eltern sehr dankbar. Sie lehrten mich ohne Gürtel und Rute Arbeit, Ehrlichkeit und Liebe zu unserem Land, das uns ernährte.
Er sprach sehr ruhig, und ich fühlte mich von ganzem Herzen dankbar, dass er mich wie eine Erwachsene behandelte, ohne väterliche Predigten.
34 Vgl. den Satz aus DLKT: Gut, dass man nicht nur essen und satt werden, sondern auch genießen, würdigen und in Gedanken danken denen, die uns das alltägliche Wunder anbieten, das uns gefällt.
35 Vgl. die Sätze aus DLKT: Warum denn, undankbarer Mensch?!, rief die alte Frau. – Ich schenke dir so etwas, und du bist nicht einmal dankbar! Was möchtest du denn, dass ich dir gebe? Ich kann einen deiner Wünsche erfüllen.
Als Hirte der Weltkirche komme ich, begleitet von Ihren Gebeten, um meinen Dank und meine Bitten in die mütterlichen Hände Mariens zu legen.
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2005: 8; Kotorova 2013: 417t; Searle 1976: 107; Zborowski 2004: 161tt, 2005: 52tt36). Beispielsweise entspricht im Satz mit neutraler Wortstellung Ich danke A. J. sehr für den Aufsatz über die Tätigkeit von M. K. (DLKT) das typische Subjekt (das implizite Personalpronomen im Singular ich) einer zweischichtigen Funktion – als Handelnder (Agens [A]) und als Träger eines psychischen Zustands (Perzipient [Pcp])37. Der Sprecher wählt unter Berücksichtigung dessen, was in der Danksagungssituation relevant ist und auf welche Weise, aus dem kommunikativ-pragmatischen Feld einen Ausdruck des Dankes und aktualisiert damit den Zustand der Dankbarkeit beziehungsweise die Handlung, vgl.: Ich [Pcp] fühle mich38 dankbar; Ich [Pcp] möchte danken; Ich [PcpA] bin dankbar39; Ich [Acp] danke Ihnen; Ich [A] spreche40 Ihnen meinen Dank aus. In den Fällen, in denen es dem Sprecher beim Danken wichtig ist, sowohl seinen Zustand als auch seine Handlung hervorzuheben, verwendet er beispielsweise die Formulierung Ich danke Ihnen herzlich (DLKT); umgekehrt verwendet er, wenn dies nicht wichtig ist, das grammatisch unpersönliche Danke41. Wie Waldemaras Czachuras schreibt (2006: 20; vgl. Kotorova 2013: 417), gilt: Je mehr der Sprecher vom Adressaten erhält, desto stärker muss er mit einem Dank reagieren, d. h. der Sprecher muss besonders ausdrucksvoll höflich sein42. Grammatisch gesprochen, bildet und verwendet der Sprecher in solchen Fällen stärker markierte Dankesformeln – mit Modifikatoren und/oder inverser Wortstellung (ich danke / danke beziehungsweise ich danke sehr / danke sehr; ich danke / danke sehr) (siehe unten).
36 Plg. semantinius padėkos šnekos akto komponentus pagal Piotrą Zborowskį (2005: 59): „1. Ich weiß, dass du etwas Gutes für mich getan hast, oder: dass du mir etwas Gutes gegeben hast. 2. Ich sage: ich fühle deswegen etwas Gutes dir gegenüber/habe gute Gedanken über dich; 3. Ich will dir das zu verstehen geben: (A) Ich will, dass du weißt, was ich dir gegenüber fühle/was ich von dir denke, oder: (B) Ich will dir meine guten Gefühle/Gedanken geben, 4. Ich setze voraus, (A) dass du davon wissen willst. (B) dass du meine guten Gefühle/Gedanken annimmst/empfängst.“ Dar plg. 14 išnašą.
37 Zum hier zugrunde gelegten Verständnis semantischer Funktionen als zweischichtige Einheiten siehe ausführlicher Drukteinis (2009). Vgl. Sližienė (1994: 173).
38 Veiksmažodžio jaustis valentингumą žr. Sližienė (1994: 324).
39 G. Čepaitienė (2014: 2) teigia, kad „čia aktualizuojama netiesioginė reikšmė, t. y. pasakymas esu (būsiu) dėkingas vartojamas vietoj performatyvinio pasakymo dėkoju ir yra jam lygiavertis. Konstrukcija esu (būsiu; būčiau) dėkingas (–a) gali pakeisti veiksmažodį dėkoju visose pozicijose“.
40 Veiksmažodžio tarti valentингumą žr. Sližienė (2004: 302).
41 Plg. Vito Labučio (1998: 137) vadinamojo benario sakinio (kaip kvazisakinio) sampratą.
42 „Je gewichtiger die Gabe war, desto stärker soll der Höflichkeitsgehalt der anerkennenden Reaktion qua Dank sein. Je nach Einschätzungen der Gewichtigkeit des Dankesobjekts kann demnach auch der Dankesakt als eine mehr oder weniger aufwendige „Arbeit“ auf der Handlungs- und der Ausdrucksebene angesehen werden. Zumal Danken jedoch von einem reaktiven Charakter geprägt ist, erfolgt diese Arbeit unmittelbar nach dem Gebenstransfer, welches ein reales Geschehen darstellt“ (Czachur 2006: 20).
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3. DANKESÄUSSERUNGEN NACH WORTART
3.1. Nach ihrer Ausdrucksform unterteilt Egidijus Zaikauskas (2002: 80) die litauischen Performative, die einen Kern und eine Peripherie aufweisen, in A) reine (klassische), B) gemischte, C) substantivische, D) konventionelle (performative Formeln) und E) dialogische. Jede dieser Gruppen umfasse mehrere Arten. Auf der Grundlage der Klassifikation von E. Zaikauskas entsprächen die in diesem Artikel im Folgenden untersuchten Dankesäußerungen den persönlichen Verbformen des Typs A) (ich danke), den Verbindungen aus Verben und Substantiven des Typs B) (ich spreche meinen Dank aus), dem einzelnen Substantiv des Typs C) (Dank) und den Interjektionen mit etikettierender Funktion des Typs D) (danke, vielen Dank⁴³). Der Autor erwähnt keine adjektivischen Performative (ich bin dankbar), die sich analog zu ich spreche meinen Dank aus offenbar der Gruppe der gemischten Formen zuordnen ließen. G. Čepaitienė (2007: 182ff.) behandelt Dankesäußerungen danach, ob sie durch Formen des performativen Verbs danken, durch Interjektionen oder ohne performatives Verb gekennzeichnet sind, also durch Konstruktionen mit einem Substantiv (Dank) oder einem Adjektiv (dankbar).
In diesem Artikel werden Dankeskonstruktionen nach der Wortart des Schlüsselworts⁴⁴ behandelt. Zunächst geht es um solche, deren prädikativen Satzkern eine Form des Verbs danken in der ersten Person Singular Präsens bildet⁴⁵, anschließend um prädikative Verwendungen des Adjektivs dankbar mit Verbformen der ersten Person Singular Präsens (ich bin dankbar). Danach wird der mit dem Substantiv Dank und Modifikatoren ausgedrückte Dank behandelt (aufrichtiger Dank; ich spreche aufrichtigen Dank aus). Schließlich werden Dankesäußerungen mit danke behandelt.
Hinsichtlich ihrer Valenz sind die zentralen Dankeswörter dreiwertig, d. h. aufgrund ihrer Bedeutung eröffnen sie drei freie Stellen, die im Satz neben dem Nominativ oder Genitiv des Subjekts (ich bin dankbar; mein aufrichtiger Dank) durch den Dativ des Benefizienten (Adressaten) und eine Präpositionalgruppe mit für plus Akkusativ oder einen Nebensatz für das Motiv (als Grundlage oder Grund einer Handlung oder eines Zustands) besetzt werden (Sližienė 1994: 173). Im Kommunikationsprozess wählt der Sprecher den Ausdruck des Dankes als eine bestimmte
43 Die Zuordnung der Wörter ačiū, dėkui zu den Wortarten ist unterschiedlich. Juozas Pikčilingis betrachtet die unveränderlichen Wörter ačiū, dėkui in litauischen Grammatiken als Interjektionen, die „syntaktisch meist nicht als das eine oder andere Satzglied, sondern nur als dessen (oder des ganzen Satzes) Ersatz behandelt werden“ (LKG 1971: 728f., DLKG 1996: 464). Adelė Valeckienė vertritt in ihrer Funktionalen Grammatik des Litauischen. Ačiū, dėkui dieselbe Auffassung. Als Interjektionen werden sie auch im DLKŽₑ und BLKŽₑ aufgeführt. Im LKŽₑ sind die betreffenden Wörter mit der Kennzeichnung interj. versehen, die sowohl Interjektionen als auch lautmalende Wörter umfasst. E. Zaikauskas (2002) bezeichnet ačiū, dėkui als lautmalende Wörter. Juozas Pabrėža (2017: 99) hingegen ordnet die žemaitischen ačiū, dėkui den Adverbien zu (vgl. Ulvydas 1955: 28, 1957: 135f.; zitiert nach Ulvydas 2000: 176f., 223).
44 Vgl.: „Im Litauischen bilden das Verb dėkoti sowie die daraus abgeleiteten Adjektive, Substantive und Interjektionen dėkui, ačiū die Grundlage für Dankesäußerungen“ (Jakaitienė 2010: 159).
45 „Das bequemste Mittel, die illokutionäre Kraft explizit auszudrücken und so eine falsche Interpretation der illokutionären Absicht einer Äußerung zu vermeiden, ist eine Äußerung mit einem performativen Verb in einer bestimmten grammatischen Form – das sogenannte „explizite Performativ“.“ (Zaikauskas 2000: 158). Vgl. ferner: „Das Präsens bezeichnet, dass die Handlung ausschließlich im Moment des Sprechens stattfindet und ihrer Dauer nach weder in die Vergangenheit noch in die Zukunft reicht. <...> Die Handlung wird durch das Aussprechen oder Niederschreiben des Verbs selbst vollzogen. <...> Diese Bedeutungen sind besonders für die Formen der ersten Person charakteristisch“ (DLKG 1996: 295f.).
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wählt eine Strategie, die ihm eine erfolgreiche Illokution – den Sprechakt des Dankens – gewährleistet46. Je nach der vom Sprecher gewählten Strategie variiert der Ausdruck des Dankes zur Erreichung des illokutionären Ziels von maximal (mit explizit ausgedrückten sämtlichen syntaktischen Aktanten des zentralen Wortes) bis minimal (oder maximal reduziert, wobei freie Valenzstellen der Aktanten aus dem Kontext gefüllt werden)47 (vgl. Sätze 22–31).
22) A. T. Ich danke den Abgeordneten für die schwierige und wahrscheinlich langweilige Arbeit, wie der Abgeordnete V. P. sagte.
23) Als das Vaterland sie rief, kehrten sie aus jenen gemütlichen, ihnen bereits ans Herz gewachsenen Nestern zurück, um ihre Erfahrung und Liebe einzubringen. Ich danke Gott für das Glück, einen von ihnen kennengelernt zu haben.
24) Č. J. Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, ich danke Ihnen. Ich möchte auf die neue Publikation des Seimas, „Seimo kronika“, aufmerksam machen.
25) – O ehrenwertes Volk! Damit hatte ich nicht einmal zu hoffen gewagt, – freute sich Frodo, während Sam vor Glück ganz sprachlos war. – Ich danke dir, o Gildor Inglorion! – sagte Frodo und verbeugte sich.
26) Planen Sie irgendwelche Reformen, und wie wollen Sie Stadt und Land wiederbeleben? Danke. L. M. S. Ich danke für die Frage, aber meines Erachtens ist dies ein Problem der gesamten Regierung und nicht nur unseres Ministeriums.
27) „Es tut mir leid, dass ich so spät anrufe, ich habe dich wohl geweckt?“ Eva springt von einem Gedanken zum nächsten. „Nein, du hast mich nicht geweckt“, versucht Nora sie zu beruhigen. „– Danke für Ihr Vertrauen, danke, dass Sie mich eingeladen haben, aber … Aber ich werde nicht arbeiten. Verzeihen Sie, ich kann nicht.“ „Wegen Laimas Brief?“ „Nein. Nicht nur deswegen …“
30) Auf diese Weise wird die Angelegenheit einfacher, und meiner Meinung nach müsste man sie hier nicht mehr als unvereinbar zur Sprache bringen. DER VORSITZENDE. Ich danke. Herr G. B. präzisiert noch, dann schließen wir.
31) Er warf einen Blick auf Dwalins grünen Kapuzenmantel, der dort hing. Seinen roten hängte er daneben, legte die Hand aufs Herz und sagte: „Balin, zu euren Diensten!“ – Danke (vgl. „Dank“)! – antwortete der völlig verblüffte Bilbo.
Hier sind, wie erwähnt, nicht so sehr die Valenzaktanten von Bedeutung, sondern vielmehr die sogenannten freien Satzglieder – Modifikatoren als Intensivierer des Dankes (vgl. Sätze 1–17, 19). Je nach dem Modifikator
46 Apie padėkos raiškas ir adresanto strategijas plačiau žr. Ozóg (1982, 1992).
47 G. Čepaitienė (2007: 182tt), skirtingai nei šio straipsnio autorė, atskaitos tašku ima komunikacinį padėkos pasakymų aspektą ir padėkos pasakymus aptaria pradedama nuo maksimaliai redukuotų (dėkoju, ačiū ir pan.).
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Die Daten des DLKT zur kategorischen Ausprägung und zur Stellung gegenüber dem zentralen Dankeswort sind in Tabelle 1 zusammengestellt. Aus der Tabelle geht hervor, dass die inverse Wortstellung in Dankeskonstruktionen (ich danke aufrichtig; ich bin aufrichtig dankbar; vielen Dank) nur einen kleinen Teil aller verfügbaren Beispiele ausmacht (6,6 Prozent bzw. 53 von 800 Fällen); noch seltener ist der Gebrauch von aufrichtig, großer Dank (3,8 Prozent bzw. 30 Sätze von 800)48.
TABELLE 1. Ausdrucksform und Stellung des Modifikators neben dem zentralen Dankeswort (ZW)
Kategorische Ausdrucksform des Modifikators und Stellung in Bezug auf das ZW | Zentrales Dankeswort | Verb: ich danke | Adjektiv: dankbar | Substantiv: Dank | Interjektion: danke, vielen Dank | Insgesamt | aufrichtig ZW | 112 (93,3 Prozent) | 246 (87,9 Prozent) | – | 229 (84,8 Prozent) | 587 (73,4 Prozent) | ZW aufrichtig | 8 (6,7 Prozent) | 3449 (12,1 Prozent) | – | 11 (4,1 Prozent) | 53 (6,6 Prozent) | aufrichtig ZW | – | – | – | 30 (11,1 Prozent) | 30 (3,8 Prozent) | aufrichtig ZW | – | – | 130 (100 Prozent) | – | 130 (16,2 Prozent) | Insgesamt: | 120 (100 Prozent) | 280 (100 Prozent) | 130 (100 Prozent) | 270 (100 Prozent) | 800 (100 Prozent)
3.2. In den Sätzen 32–33 steht der Modifikator der Art und Weise an neutraler Stelle – zwischen Subjekt und Prädikat. Die Form der ersten Person Singular im Präsens (ich danke) zeigt, dass die Danksagung im Moment des Sprechens erfolgt. Hinsichtlich der Wortstellung ist Satz 34 ähnlich. Hier deutet jedoch das segmentale Element das darauf hin, dass das Subjekt (ich) nicht Thema, sondern kontrastives Rhema ist, ähnlich wie etwa im Satz Ihnen danke ich sehr (und nicht jemand anderem) (ausführlicher siehe Holvoet 2003: 91f.; siehe auch unten). Die Sätze 35–38 haben ein unausgedrücktes Subjekt der ersten Person Singular (ich). Die an seiner Stelle auftretenden Modifikatoren werden hervorgehoben (sehr, sehr oder sehr, sehr): Sie werden verwendet, damit der Adressat seine Aufmerksamkeit nicht auf den Adressanten selbst (ich) oder den Akt des Dankens (ich danke), sondern auf Letzteren richtet
48 Remiantis P. Zborowski (2005: 75tt) lenkų, švedų kalbų padėkos pasakymų tyrimu, teigtina, kad tai, jog adresantas vienaip ar kitaip žymėtą padėkos strategiją renkasi retai, yra (proto)tipiška. Dar žr. 25 išnašą.
49 Hier werden Fälle der Inversion eines adjektivischen Prädikativs angeführt: ich bin aufrichtig dankbar.
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Qualitäts- und Quantitäts50intensität (vgl. sehr51großer52Dank). Das wird in Satz 37 deutlich, wo zwischen den intonatorisch eine Einheit bildenden Modifikatoren der Art und Weise (des Ausmaßes) (sehr, sehr) und das Prädikat ein inversiver Dativ des Nutznießers tritt (Ihnen53). Satz 38 könnte ähnlich interpretiert werden: Der am Satzanfang verwendete Modifikator aufrichtig hebt die Art und das Ausmaß des Dankens hervor (ich spreche noch einen weiteren Dank aus), das durch die Konjunktion und (ich danke auch dafür) ausgedrückt wird. Die Art des Dankens kann ebenfalls betont werden, indem der Modifikator hinter das Prädikat oder noch weiter, ans Satzende, gestellt wird. Das ist in den Sätzen 39–42 zu sehen (siehe auch Satz 4). Außerdem lässt sich der Dank in den Sätzen 41–42 auch anders interpretieren: Der Adressant hebt nicht den durch von Herzen ausgedrückten Intensifikator des Dankes hervor, sondern den Akt selbst – ich danke (vgl. genau dafür danke ich von Herzen).
32) J. Š. Verehrte Abgeordnete, ich danke sehr dem Abgeordneten A. T., der auf den von unserer Fraktion ausgearbeiteten Beschlussentwurf reagiert hat. Allerdings stimmen einige Bestimmungen nicht vollständig überein.
33) H. K. Herr Vorsitzender und verehrte Abgeordnete, ich danke sehr für das erteilte Wort. Ich möchte zwei Dinge erläutern.
34) Wir könnten alle Tätigkeitsbereiche rasch durchgehen, denn jedes dieser Worte betrifft Hunderte von Menschen und ganze Tätigkeitsbereiche und Branchen. Also danke ich sehr, wenn wir... könnten. Wenn Sie einfach fragen könnten, ob es Anmerkungen zu diesem Unterpunkt gibt, wäre ich sehr dankbar.
35) – Wirklich? – Ich garantiere es! Das Gesicht der Köchin hellte sich auf; es war interessant zu beobachten, wie sich der Kummer in große Freude verwandelte. – Vielen, vielen Dank! – sie reichte Hela den Helm und den Schlüssel. – Sie sind mein Engel, sagte sie, dachte dann aber kurz nach. – Können Sie damit überhaupt umgehen? – So etwas habe ich zu Hause!
36) „Wie kannst du dich nicht schämen, es tut ihm doch weh, er weint“ (das Kind bekommt Mitleid mit dem Ungeheuer), und sie putzte dem Krokodil die Zähne. Das Krokodil bedankte sich: „Vielen, vielen Dank dir.“ Beim Anschauen des Films erfährt das Kind etwas über die Merkmale und Eigenschaften bestimmter Tiere (die Pfoten des Krokodils sind zu kurz, als dass es sich selbst die Zähne putzen könnte).
37) Könnten Sie mich gehen lassen? – Was? Jetzt? Während der Arbeitszeit? Was denken Sie sich? Das verbiete ich strengstens! – Wie nett. Ich danke Ihnen sehr, sehr.
50 Vergleiche auch den DLKT-Satz: – Liudmila, das, was du gerade gesagt hast, ist ein sehr wertvolles Detail für meine Forschung. Tausendmal danke ich dir. Bist du wirklich sicher, dass der Mann keinen Scherz gemacht hat? – Zu hundert Prozent nicht!
51 Vgl.: DLKŽ: labai – 1. außerordentlich, besonders; 2. sehr, stark; viel; 3. wirklich, völlig.
52 Vgl.: DLKŽ: didelis – 1. beträchtlich hinsichtlich Umfang und Größe; 3. reichlich, üppig; 4. heftig, stark.
53 Vgl.: „Allgemein betrachtet werden diejenigen Satzglieder, ebenso wie adverbiale Bestimmungen, stärker hervorgehoben, die an den Satzanfang gerückt oder umgekehrt ans Satzende gestellt werden. Zum Beispiel: Die Sonne vermisse ich. <...> Das betonte Wort Sonne ist das Objekt“ (Pikčilingis 2010: 195).
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38) Sprendžiant iš aukso svorio, akivaizdu, kad jūs gerokai patuštinote savo kišenes. Nuoširdžiai jums dėkoju ir už tai. Dabar darysime štai ką. Išsinuomosime laivą, nuplauksime į Šiaurę, surasime vaikus ir juos išvaduosime54.
39) Meine Eltern, die mich sehr frei und liebevoll erzogen haben (wofür ich ihnen von ganzem Herzen danke), waren völlig entsetzt, als ich ihnen nach meinem Abschluss der neunjährigen Schule und gerade einmal achtzehnjährig unerwartet mitteilte, dass ich eine Stelle bekommen hatte.
40) Sein eiserner Geist und sein granitener Wille sind heute zu seinem Körper und zum Symbol an der Mauer dieser Kriegsschule geworden. Ich spüre Ihre Liebe und danke im Namen der Familie aufrichtig, noreikisch „vetrišk“ (vgl. Ich spüre Ihre Liebe und danke im Namen der Familie aufrichtig).
41) Wahrscheinlich überlegen Sie gerade, wie Sie sich leise zur Fähre schleichen können, nicht wahr? – Ja, überlege ich, gestand Frodo, obwohl es nichts zu überlegen gibt – man muss einfach gehen, und fertig. Ich danke Ihnen herzlich für Ihre Gastfreundschaft! Sie werden es nicht glauben, Herr Kurmraus, aber ich hatte dreißig Jahre lang Angst vor Ihnen und Ihren Hunden. Natürlich ganz grundlos.
42) – Warum kann ich mir das nicht vorstellen? Ich kann mir alles bestens vorstellen, gnädige Frau, mm... – Meilė, stellte sich die Frau vor. – Und danke von ganzem Herzen. Glauben Sie mir, Meilė! – Warum „Glauben Sie mir“? wunderte sich die Frau. – Ich habe doch ganz ausdrücklich gesagt, dass ich Ihnen glaube.
Analog dazu wählt der Absender die Inversion, wenn er die Aufmerksamkeit des Adressaten auf die Intensität seines Dankbarkeitsgefühls lenken möchte und sich mit Konstruktionen aus einem adjektivischen Prädikativ und bin bedankt. Wie aus den Sätzen 43–47 ersichtlich ist, stehen die Modalitätsmodifikatoren dann – anders als bei der neutralen Wortstellung in den Sätzen 48–50 – vor der Prädikatskopula, also an der Stelle des Subjekts (ich).
43) „Von ganzem Herzen bin ich Gott dankbar, dessen Wille es war, dass ich mein ganzes Leben lang ein Mensch voller Streben bin.“
44) – Für wen haben Sie so schöne Treppengeländer angefertigt? – Für den Apotheker. Und auch ihm bin ich sehr dankbar. Es entstand eine solche Freundschaft, dass er sogar vorschlug, ich solle ein Kunstunternehmen gründen. Seinen Nachnamen kann ich nicht nennen.
45) Algi, ich bin dir aufrichtig dankbar dafür, dass du mich im Krankenhaus besucht hast, als meine Stimmung wirklich am Boden war. Besonders dankbar bin ich dir für das zurückgelassene Buch „Brot und Wolken“.
54 Vgl. den Satz aus DLKT: Zum Schluss, lieber Herr Ž., danke ich Ihnen noch einmal von ganzem Herzen für die Worte des Trostes und der Hoffnung in Ihrem Brief.
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46) Schon bin ich nicht mehr nur zum Spaß dankbar jenem Sicherheitsmann, der mir zeigte, dass man einen Buchstaben und ein Wort auch anders lesen kann. Das gilt auch für Gottes Schrift.
47) Als ich klein war, kannte ich so eine alte Frau. Ich bin ihr sehr dankbar. Sie hieß Anelė, und man rief sie „Mein Engel“, und vielleicht war sie tatsächlich ein verbannter Engel, in einen Getränkeladen.
48) Von den Anfängen zu erzählen fällt mir nicht schwer – sie haben sich ins Leben eingeprägt. Ich bin meinen Eltern unendlich dankbar. Ich bin ihnen dankbar für alle Lebenslektionen, die ich bis zu meinem 20. Geburtstag gelernt habe.
49) – Ich bin Ihnen sehr dankbar, gnädige Frau. Wir steigen noch immer. Ich glaube, wir müssen noch eine Weile weiter aufsteigen.
50) Ich bin von ganzem Herzen dankbar für all meine Armseligkeit und Krankheit, für alles Unvollkommene in mir, weil mir das Hunderte von Schlupflöchern lässt, durch die ich fliehen kann.
Die Intensität der Dankbarkeit des Sprechers wird in den Ausrufen 51–54 noch stärker hervorgehoben: Am Satzanfang wird dabei das Modaladverb wie oder das Fragewort was für ein, -e verwendet (vgl. auch Satz 55).
51) Ja, Jesus... als es Zeit war, über die Früchte zu sprechen, verstummtest Du... Wie dankbar ich Dir bin dafür (vgl. O wie dankbar ich Dir bin!)! Denn wirklich – alles, was ich tun kann, ist, Dich Dein Wort in mir bewahren zu lassen55.
52) Ich glaube an keine Götter. Ich glaube an die Welt. Also, liebe Welt, wie dankbar ich Dir bin, dass ich da bin. Dass ich mich an den Farben des Regenbogens meiner Kindheit erfreuen durfte.
53) – Du meinst Jasper? – begriff Jolanta. – Malina, er ist un-glaub-lich! Wenn ich daran denke, dass ich Viktor hätte heiraten können... Wie dankbar ich dir bin (vgl. Ich bin dir so dankbar!)! Erst jetzt habe ich erfahren, was wahres Leben ist. Ich spüre einfach... –... eine Frühlingsbrise, nicht wahr? – beendeten Eva und ich gemeinsam den Satz.
54) – Sie können sich gar nicht vorstellen, wie dankbar ich Ihnen bin. – Nicht der Rede wert. Ich finde es unglaublich schön, dass Ihnen jeder Tag anders vorkommt; für mich sind sie alle völlig gleich.
55 Vgl. auch den Satz aus DLKT: Wir alle liebten die kleinen Werke von Petro Cvirka, Salomėja Nėris und anderen Schriftstellern für Kinder besonders. Am meisten bin ich meiner Lehrerin dankbar für die mir eingeflößte Liebe zum Buch (vgl. „Am meisten bin ich meiner Lehrerin dankbar für die mir eingeflößte Liebe zum Buch!“). Diese Liebe, die bis heute nicht verblasst ist, war in meinem weiteren Leben besonders wichtig, denn aus Büchern musste ich lernen, was ich nicht zu hören bekam.
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55) – Diana, hör auf, sprich nicht so, ich liebe dich, du bist mir die Liebste, ich bin dem Schicksal so dankbar (vgl. ich bin dem Schicksal so dankbar), dass ich dich getroffen habe... – Zuzana brach in Tränen aus, als sie diese Worte sagte.
Die Dauer des Dankbarkeitszustands des Sprechers wird in Satz 56 durch temporale Modifikatoren (bis ans Ende meiner Tage) hervorgehoben, die am Satzende stehen; damit wird die temporale Angabe aus ihrer üblichen Position am Satzanfang herausgestellt. In den Sätzen 57–58 werden dagegen typische Modifikatoren mit temporaler Bedeutung verwendet (ein Leben lang, für immer56), die als Modalangaben interpretiert werden können (vgl. unendlich57 dankbar). In Anbetracht dessen ist es durchaus möglich, dass Dankesintensivierer, die mit einem adjektivischen Prädikativ verwendet werden, nicht nur analog zu den Sätzen 43–47 (unendlich, immer dankbar bin ich), sondern auch wie in Satz 56 formuliert werden können, zum Beispiel: Ich bin dir unendlich, immer dankbar, wobei die Modifikatoren unendlich, immer eine synkretische Bedeutung haben könnten: eine temporale („fortwährend“) sowie eine modale und quantitative („wirklich“, „sehr“⁵⁸) Bedeutung (vgl. auch Satz 59). Die synkretische Bedeutung ist blockiert, wenn der temporale Modifikator im Satz ausgedrückt wird (siehe Sätze 60–61).
56) Der Kreis meines Lebens hat sich geschlossen. Dies ist die schönste Seite meines Buches – deiner künftigen Monografie... Ich liebe dich. Ich bin dir bis ans Ende meiner Tage dankbar (vgl. ich bin und bleibe dir immer / mein Leben lang dankbar) und werde noch viele, viele Male in dir und mit dir sterben... Du bist meine Nora. Du bist meine Hedda, meine Barbora, meine Madame Bovary...
57) – „Dafür war und werde ich ihr mein Leben lang dankbar sein (vgl. ich war [bin] und werde ihr unendlich dankbar sein)“, erklärt Julija.
58) So brachte mir dieses Mädchen das Lesen bei. Ihr Name war Uršulė Bakšinskaitė. Ich bin ihr für immer dankbar (vgl. ich bin ihr sehr / unendlich dankbar); oft bete ich für sie.
56 Vgl. LKŽė.: amžinas – 2. ohne aufzuhören zu existieren. 3. vollständig, wahrhaftig, groß: Er erkrankte amžinai („sehr schwer“). Ps.
57 Vgl. LKŽė.: galas – 5. ein kleines Stück von etwas: Wir gaben auch ihm ein Stückchen Land, um Kartoffeln anzupflanzen Ėr. Rauch sie nicht ganz auf, lass mir den Rest [Zigarette]! Dbk. 8. Ende: Man muss von Anfang bis Ende zuhören Gmž. ^ Das Ende wird niemals kommen Upn. FŽė: be galo – 1. sehr: Unendlich groß rš. Er will sehr reich werden Gs. Die Pintardos sind so bunt gesprenkelt, dass sie sehr viele legen Krž. (vgl. viele). 2. lange: Es scheint, als könnte ich so endlos weitergehen Varn.
58 Vgl. LKŽė.: labai – 1. außerordentlich, besonders: Er ist sehr gut zu mir J. Jabl. 2. heftig; viel: Gestern habe ich mich sehr angestrengt J. Jabl.
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59) Ich möchte, dass diesem Brief nichts im Wege steht, Sie zu erreichen. Ich werde unendlich (vgl. immer; sehr) und von Herzen (vgl. aufrichtig) dankbar dafür, dass Sie mir weiterhin litauische philosophische Publikationen besorgen, denn sie zu erhalten ist inzwischen sehr schwierig geworden. Alle guten Wünsche für Sie und Ihre Frau59.
60) Wie auch immer es ausgehen mag, ob es mir gelingt, Europa zu verlassen, oder nicht: Ihnen immer werde ich unendlich dankbar für die bereits unternommenen Schritte in meinen Angelegenheiten sein. Verzeihen Sie, dass auch ich zu denen gehöre, die Ihnen mit ihren Bitten auf die Nerven gehen, aber die Lage ist nun einmal so.
61) Manchmal erschüttert mich ein solches Gespräch bis zu Tränen. Manchmal fühle ich mich meinem Gesprächspartner unendlich dankbar und noch mehr verpflichtet, denn ich habe ein unschätzbares Geschenk der Offenheit erhalten.
Wenn der Absender beim Danken den Zustand des Dankbarseins selbst hervorhebt, wird das adjektivische Prädikativ (dankbar) inversiv, d. h. vor der Kopula, ausgedrückt (siehe Sätze 62–63; vgl. Sätze 43–47). Wird der inversiv ausgedrückte Zustand des Dankbarseins besonders hervorgehoben, so geschieht dies, wie in den Sätzen 64–66 zu sehen ist: Die Modifikatoren der Art und Weise stehen vor oder nach dem adjektivischen Prädikativ (vgl. Satz 42).
62) Wir unterhalten uns nett über Streiche aus der Kindheit und das gegenwärtig schwierige Leben als Rentner. Dankbar bin ich auch meiner Frau Elena und der Familie meines Sohnes Gintautas.
63) Diese Operation wird wohl eine andere Generation durchführen, die selbst nicht in die Kompromissspiele jener historischen Zeit verstrickt war. Dankbar bin ich Ihnen für die Rezension – für das Lob, das das Buch vielleicht gar nicht verdient hat, und besonders für die Kritik aus der Perspektive der westlichen Kultur.
64) Am dankbarsten bin ich Trainer Z. V. und meinem Vater, die mich dazu gebracht haben, diesen Sport nicht aufzugeben und beharrlich weiterzutrainieren.
65) Schließlich konnte ich nicht lesen, was an der Tafel stand, und die Farben auf der Landkarte nicht unterscheiden. Einige Lehrer halfen mir. Besonders dankbar bin ich meiner Geschichtslehrerin A. V.
66) – Lieber Doktor, – sagte die Ärztin, – zwischen uns gibt es viel weniger Widersprüche, als Sie meinen. Schließlich liebe auch ich ihn. Schließlich tut er mir genauso leid wie Ihnen. Und ihm bin ich dankbarer als Sie (vgl. Und ich bin ihm sehr dankbar; dankbarer, als Sie meinen). Ohne ihn hätte ich hier keine so gute Stelle.
59Vgl. auch einen Satz aus DLKT mit ich danke, in dem sein an neutraler Stelle stehender Modifikator hervorgehoben wird: Den letzten Unsinn, ich glaubte, ich würde mich noch erholen. Erst als der Priester mir die letzte Ölung gab, begriff ich, dass nun alles vorbei war. Da blieb mir noch eine Woche. Und unendlich (vgl. ständig; besonders; viel) danke ich Gott dafür, dass er mir die Augen verbunden hatte und mir half, bis zum Ende durchzuhalten... Unendlicher Dank gilt Schwester Nijole, die täglich kam, um Nijoles Wunde zu verbinden.
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Wie erwähnt, wird Dank auch mit dem deverbalen Substantiv padėka und Modifikatoren ausgedrückt, die in den verfügbaren DLKT-Belegen typischerweise präpositiv verwendet werden (nuoširdi padėka). Aus den Sätzen 67–74 geht hervor, dass padėka als Valenzaktant des ausgesprochenen oder implizierten Verbs der 1. Person Singular Präsens fungiert – als Subjekt oder direktes Objekt, das in den Sätzen 67–71, anders als in den Sätzen 72–74, inversiv ausgedrückt ist.
67) Unter den gegenwärtigen Bedingungen ist sie eine der wichtigsten Trägerinnen und Pflegerinnen der ruhmreichen Erinnerung. Ihr gebührt60 größter Dank dafür, dass im alten litauischen Land eine wie auch immer geartete Perspektive auf das Konzept „Juden Litauens“ erhalten geblieben ist.
68) Nicht nur der selige O. Š. rettete jüdische Leben, sondern auch andere Litauer; nicht nur mich, sondern noch mehr Menschen. Ihnen allen gebührt mein aufrichtigster Dank (vgl. mein aufrichtigster Dank gebührt Ihnen allen61).
69) Die Tschechen, die Veranstalter des Wettbewerbs, die als Einzige die Kaunasser vom obligatorischen Mitgliedsbeitrag für den Musikwettbewerb befreiten. Ihnen allen – herzlichster Dank!
70) – Wie geht’s dir? – Ganz gut, antwortete Geralt in neutralem Ton. – Ich habe es sogar geschafft, anderthalb Angelegenheiten zu erledigen. – Für das Kind – besonderer Dank (vgl. für das Kind gebührt / fällt besonderer Dank an; besonderer Dank [gebührt] für das Kind), nickte Vesemir.
71) Dem Prorektor der Universität, Prof. P. Z., der mit wohlwollenden Ratschlägen aufrichtig bei der Verbesserung des Manuskripts der Monografie geholfen hat. Mein besonderer Dank gilt denjenigen, die bei der technischen Vorbereitung dieses Buches geholfen haben (vgl. ich spreche denjenigen besonderen Dank aus, die geholfen haben).
72) – Damit das Zentrum funktionieren kann, reichen gute Absichten und Enthusiasmus allein nicht aus. Unsere Initiativen und Programme könnten ohne Förderer nicht umgesetzt werden. Unser aufrichtigster Dank gilt ihnen allen. – Erzählt die Zentrumsleiterin K. O. P. (vgl. auch Satz 8)
73) Vor drei Jahren wurde ich in den Kliniken der Medizinischen Universität Kaunas wegen einer ischämischen Erkrankung behandelt. Ich empfinde tiefe Dankbarkeit gegenüber dem Herzchirurgen A. S., der mir damals half, eine schwere thrombotische Erkrankung der Herzkranzgefäße zu überwinden.
74) Ich spreche (vgl. ich äußere, sage) allen meinen Freunden und Kollegen meinen aufrichtigen Dank für ihre Offenheit, Aufrichtigkeit, die geäußerten Ideen und ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit.
60 Vgl.: LKŽ.: tikti – 9. pasitaikyti, būti.
61 Vgl. einen DLKT-Satz mit neutraler Wortstellung: Im Allgemeinen allen, die moralische Unterstützung geleistet und auf andere Weise geholfen haben, diese „Akte“ zu veröffentlichen. Gesonderter Dank gebührt meiner Frau Birutė und meinen Kindern Aistė, Monika und Donatas, die verständnisvoll hinnahmen, dass ich an den Wochenenden in der Bibliothek saß oder ihnen keine Aufmerksamkeit schenkte.
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Eine seltene Ausnahme ist Satz 75, in dem der Modifikator des nichtkongruierenden Substantivs padėka (padėką širdžių) inversiv verwendet wird und auch durch ein kongruierendes Adjektiv ausgedrückt werden könnte (priimki padėką širdingą / nuoširdžią).
75) Herr, nimm den Dank unserer Herzen an (vgl. nimm den Dank unserer Herzen an; nimm unseren herzlichen Dank an)! Welch ehrenvolle Berufung, anderen Licht und Liebe zu bringen, das Wort des Herrn zu verkünden und mit Ihm und in Ihm zu leben.
Die Dankesformeln dėkui, ačiū „benennen die illokutionäre Kraft nicht“, zeigen aber noch deutlicher als dėkoju „die illokutionäre Kraft an“ (Zaikauskas 2002: 91; vgl. Čepaitienė 2007: 191). Aus den Sätzen 76–87 wird deutlich, dass die mit dem performativen Verb und/oder dem prädikativ verwendeten dėkingas, –a verwandten ačiū, dėkui analog zu den zuvor besprochenen Sätzen verwendet werden. Ein Modifikator, der seine übliche Position verlassen hat, oder eine Dankesformel wird hervorgehoben (siehe Sätze 83–86). So hebt beispielsweise im Satz 85 der inversiv verwendete Modifikator (širdingai) die Intensität des mit der Dankesformel ačiū ausgedrückten Dankes hervor (d. h. ačiū (nicht irgendwie, sondern) širdingai); der Modifikator (labai) im Satz 86 steht nach der Dankesformel (dėkui), weil diese hervorgehoben wird, während der Modifikator labai in Satz 87 oder in den Sätzen 78–82 und Ähnlichem an neutraler Stelle steht. Schließlich zeigt Satz 88 sowohl präpositive (labai) als auch postpositive (aus visos širdies) Modifikatoren der Dankesformel ačiū. Da sie unterschiedliche Intensitäten des Dankes ausdrücken, werden sie hervorgehoben; die neutrale Wortstellung (labai ačiū) ist also markiert.
76) Mit einem Ruck riss er das Schloss des Käfigs ab, öffnete die kleine Tür und hob das Männchen heraus. – Tausend Dank (vgl. ich danke Ihnen demütigst)! – sagte der Kleine und verbeugte sich vor dem Jungen. – Könnten Sie mich bis zum Schloss hochheben?
77) Ich kann sagen, dass sich mein Familienleben geordnet hat. Ich hatte mich viele Jahre auf diesen Schritt vorbereitet, aber irgendwann musste ich ihn wagen. Deshalb vielen herzlichen Dank (vgl. ich danke Ihnen sehr herzlich) (vgl. Satz 59).
78) Beck fuhr. – Ich hatte das Gefühl, dass es besser wäre, zu Hause zu bleiben. – Also vielen Dank dir für deine Fürsorge (vgl. also ich danke dir sehr / bin dankbar für deine Fürsorge), sagte Chris und tat beleidigt. – Ich wage kaum daran zu denken, was geschehen wäre, wenn ich allein gewesen wäre.
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79) – Wie gut, dass Sie geantwortet haben, lächelt Vaira unter Tränen. – Ich hätte mich sonst nicht mehr beherrschen können, sie beschimpft und alles verdorben. Danke Ihnen, Klaus, ganz, ganz Ihnen danke. Klaus nickt nur und geht62.
80) Doch als Großmutter Gison nun vor ihn trat und mit ihrer gewohnten Würde sagte: „Von Herzen danke für die schöne Messe (vgl. von Herzen danke ich Ihnen für die schöne Messe), Herr Pfarrer!“, senkte er sein Köpfchen noch tiefer auf die Schulter und breitete nur die Arme aus.
81) Da neužmiršęs... Meliuoracija? Taip nieka i nier, nie kuokiuos gimines? – Ten nèra. Yra brolis, bet jis kitur gyvena... Jau jums taip dėkui (plg. jau jums taip (labai) dėkoju; taip (labai) dėkingas), kad nežinau. Tikrai, stebuklas, pats Dievas jus atsiuntė. Kaip dabar aš jums atsilyginsiu? – Martyno ranka jau kilo prie švarko kišenės, bet staiga.
82) O šauksmo to turinys taigi toks: – Mat kaip Tu, Dieve, viską matai, kaip Tu viską matai ir kaip supranti. Kaip dėkui, kaip ačiū (plg. Kaip / taip (koks / toks) dėkingas, kaip / taip (koks / toks labai) dėkingas!)! Matei Tu tą mano apuoką. Taigi tikrai, tai tikrai iš tikrųjų nei jis ten sekmadieniais dirbdavo, nei ką.
83) Kalendori umi, ir „M – vieno“ rašiklis, ir „M – vieno“ lipdukų kolekcija. – Valio valio! – Valio valio valio! Noriu palinkėt tau geros gražios dienos. – Dėkui labai jums. – Ačiū ir tau. Tuo tarpu Deimante? – Taip. – Jeigu pasigarsinsi radiją, tai žinok, kad daina, kuri dabar skambės m vienne – yra skiriama būtent tau. – Gerai. Dėkui labai. – Ačiū tau. Iki.
84) Šiuo atveju vėl Agnė užsidirba tašką. Yra du – nulis, ir Agnė tau, kaip jau esu minėjęs, atitenka Lumene produktų rinkinys. – Dėkui labai. – Dėkui ir tau. Geros, gražios dienos. Tuo tarpu Svetlana? – Taip. – Jeigu pasigarsinsi radiją, tai daina skambės būtent tau, gerai? – Dėkui.
85) – Gal iš tikro duokit, panėšesiu kiek. – Ačiū, ačiū širdingai. Sakau, kad mes, launininkai, įpratę. O tamsta, jaučiu, ne žemės knisėjas. – Iš ko jaučiat? – Iš balso. Iš ko gi daugiau?
86) Ministrę ir svarstyti toliau biudžeto projektą, suteikti žodį Biudžeto komisijos pirmininkui, frakcijoms, komisijoms ir taip toliau. Sutinkate? Tai63 dėkui labai (plg. tai dėkoju labai). E. K. Ačiū jums. PIRMININKAS. Prašau į tribūną gerbiamąjį Biudžeto komisijos pirmininką A. R.64.
62 Siehe auch, wie ähnlich „labai“ im DLKT-Satz hervorgehoben wird: Die Gastgeberin öffnete wieder zaghaft die Tür und stellte dampfendes Essen auf den Tisch. – Danke, vielen Dank. Ich wollte eigentlich noch gar nicht, sagt der Lehrer mit den Augen eines Kindes, das etwas versucht hat.
63 Vgl. LKŽ: tai – 1. zur Hervorhebung eines Wortes, einer Wortverbindung oder eines Satzes: Kisielius kochte das nämlich im Kessel LKT340(Krd). 2. zur Hervorhebung der Intensität einer Eigenschaft eines Gegenstands oder einer Handlung: Das ist ja gründlich misslungen – wie einem Hund die Peitsche! Plm.
64 Vgl. auch die Sätze im DLKT, in denen dies durch dėkui, dėkoju hervorgehoben wird: – Et, deswegen wird es keine Probleme geben! – der Chef schien erleichtert aufzuatmen. – Nur mit Karidze müssen wir noch die Zeit abstimmen, aber das ist eine Kleinigkeit … – Dann danke. Kann ich gehen? – Benas stand langsam auf. – Los, wir reden in der Mittagspause …
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87) Und auch wir hoffen, dass Sie bei jeder Gelegenheit zeigen werden, dass die Sicherheitsbehörden „Naujoji romuva“ keineswegs ersticken wollen. – Wenn dem so ist, dann vielen Dank! Ich bin natürlich sehr daran interessiert, dass die Zahl der Abonnenten von „Naujoji romuva“ steigt. Und ich freue mich, dass Sie sie alle abonniert haben65.
88) Schließlich verebbt der Applaus allmählich, die Menschen setzen sich auf ihre Plätze, und der tschechische Wissenschaftler sagt mit zitternder Stimme: – Vielen Dank, meine Freunde, ich danke Ihnen von ganzem Herzen. Er verbeugt sich und geht zu seinem Stuhl.
Die untersuchten DLKT-Materialien lassen vermuten, dass die Interjektionen vielen Dank, danke (möglicherweise) dann, wenn sie dinglich interpretiert werden, den Konstruktionen mit dem Substantiv Dank und einem kongruierenden Modifikator nahekommen66. So ähnelt beispielsweise das vielen Dank im Satz 89 den in den Sätzen 69–70 verwendeten Dankesbekundungen, die durch eine Nominalkonstruktion ausgedrückt werden (besonderer / herzlichster Dank), während dasjenige in den Sätzen 90–92 dem in den Sätzen 74–75 als Prädikatsobjekt fungierenden Dank mit Modifikator ähnelt. Dies legt die Gründe für die Verwendung von herzlichem Dank in den Sätzen 93–96 offen: Das substantivisch aufgefasste dėkui steht bei einem Adjektiv, das mit ihm in einem nicht markierten Genus kongruiert. Vor diesem Hintergrund lassen sich auch weitere vom Sprecher gewählte Ausdrücke wie herzlichen Dank, vielen Dank oder ähnliche Formulierungen erklären, etwa in den Sätzen 97–99.
89) Alle Angehörigen und Freunde sind in Litauen geblieben. Natürlich findet man mit der Zeit auch hier Bekannte und Freunde. Unbekannte Menschen haben sehr viel geholfen. Dafür ihnen – vielen Dank! Im Moment sind sie für mich wie eine zweite Familie.
90) Väterchen erschien. Mit seinem großen, schön ergrauenden Patriarchenbart und seinem kräftigen, gebräunten Körper wirkte er unsterblich. Er selbst führte die Führung. „…Ich sage meinem neuen Vater ein großes Dankeschön (vgl. ich spreche meinem neuen Vater großen Dank aus). Ich hatte nie das Gefühl, dass er kein echter Vater ist“, sagte Tochter Jolanta zwanzig Jahre später.
91) – Also muss ich Ihnen dankbar sein, dass ich mich in diesem gottverlassenen Winkel herumtreiben muss! – fluchte sie. – Na, dann sage ich vielen Dank. Herzlichen Dank. – Uns? – fragte Sierakailė nach.
VORSITZENDER. Ich möchte dennoch darauf hinweisen, dass Sie nicht dem Berichterstatter Fragen stellen, nicht wahr? V. B. Wir beraten, ja. VORSITZENDER. Dann danke ich dem ehrenwerten N. R. Er hat recht, wenn er sagt, dass er nach der ersten Beratung keine Änderungsvorschläge erhalten hat.
65 Siehe auch den Satz im DLKT, in dem der Modifikator labai labai hervorgehoben wird: Höflich entschuldigte er sich, kein Geld zu haben, und der Fahrer sagte noch höflicher, dass er auch kein Geld brauche, da er ohnehin allein und mit leerem Wagen fahren werde. – Dann vielen, vielen Dank, antwortete das Kind, und diesmal kam es nicht ganz so spät nach Hause.
66 Vgl. die Meinung von J. Pikčilingis in Fußnote 43.
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92) Der Autor wäre Ihnen als Schauspieler dankbar, sagte ich so ruhig ich nur konnte. „Was habe ich von diesem Dank? Tragen Sie den Dank zu Vaitiekus67... (vgl. tragen Sie den Dank zu Vaitiekus). Ich möchte, dass Sie Lubis schreiben.“
93) Lietuvių kalbą iki šiol iš pagrindų ugdė lietuviai kalbininkai, ir jiems už tai priklauso mūsų visų nuoširdus ačiū (plg. priklauso mūsų visų nuoširdi padėka). Jų dalyvavimas vystant kalbą bus ne mažiau svarbus ir ateityje. Būtų nesusipratimas, jeigu jie šiuo darbu mažiau domėtųsi ar net visai jį apleistų.
94) Veržiasi tuoktis net kitų miestų gyventojai, meilę bei ištikimybę Baltajai gulbei neseniai iš naujo prisiekė ir kauniečiai (už tai jiems – nuoširdus dėkui) bei miesto meras, sukritikavę valdžios kuluaruose pasigirdusius ketinimus Civilinės metrikacijos biurą iškelti į kitą miesto vietą“.
95) Dabar – taip tragiškai – Leonidas. Jūsų žodžius perskaičiau pavėluotai. Pavėluotas ir mano nuoširdus ačiū (plg. pavėluota ir mano nuoširdi padėka).
96) Tad mielajam V. A. D. mano nuoširdus dėkui (plg. V. A. D. [tenka / yra (skirta)] mano nuoširdi padėka; mielajam V. A. D. skiriu nuoširdžią padėką68). Tai talentingo žmogaus rašinys. Norėčiau daugiau apie jį žinoti.
97) Užmokyklinę veiklą parėmia dori verslininkai, tačiau kuris gi nori tai daryti, jei iš to jokios reklamos, tik nuoširdus ačiū (plg. iš to nėra jokios reklamos, tik [yra] nuoširdi padėka)?.. Ne, dar yra entuziastų, kurie, nekreipdami dėmesio į nepriteklius, organizuoja, vertina, siūlo...
98) Meiner Tochter Laurena spreche ich ganz besonders aufrichtigen Dank aus, die an eine Wand meines Büros geschrieben hat: „Papa, bitte beeil dich, das Buch fertig zu schreiben! Beeil dich!!!“
99) Prieš keletą savaičių buvo čia pas mane į Grūtą kolūkiečiai suvažiavę, padovanojo šautuvą ir pasakė didelį ačiū. – Už ką?
67 Vgl. ferner einen DLKT-Satz mit substantivisch verwendetem dėkui: Auf Schwedisch sagte er, dass es in meinem Kopf nicht so gut steht. Was soll man machen! Take! Etwas ganz Ähnliches wie dėkui.
68 Vgl. ferner DLKT-Sätze: An die Redakteurin G. G., die das Manuskript nicht nur fachkundig redigierte und ordnete, sondern auch großes Engagement für die Veröffentlichung des Buches zeigte. Meinen Dank spreche ich aus meiner Frau Mania, die mich stets seelisch unterstützte und geduldig viele Male die Manuskriptfassungen von Hand abschrieb, meinem Sohn Mark, besonders meiner Tochter. Mein letztes Wort des Dankes gilt meinen beiden Töchtern, die einen Teil des Weges meine Weggefährtinnen waren, und meiner Frau Susan – ihre Liebe zum Leben und zur Literatur machte die Reise lohnenswert.
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Natürlich gibt es im DLKT auch Fälle wie die Sätze 100–102, in denen die Konstruktion aufrichtiger / großer Dank durch eine verbale Form wie ich danke aufrichtig / sehr ersetzt werden könnte. Die Wahl des Sprechers ist jedoch offenbar nicht zufällig.
100) Den Studierenden gab das Wohltätigkeitskonzert des vom V. A. geleiteten Gesangs- und Tanzensembles der Universität Vilnius seelische Kraft. Noch einmal aufrichtigen Dank (vgl. aufrichtiger Dank vs. ich danke aufrichtig / danke) Ihnen, liebe Freunde. Viele Dankesworte verdiente das Team der UAB „INMEDA“, das bei den Veranstaltungen in Vilnius mitgeholfen hat.
101) Ich habe Deinen lieben Brief erhalten, und nun möchte ich Dir endlich, nachdem ich die Bücher und sonstigen Papiere beiseitegeschoben habe, wenigstens ein paar Zeilen schreiben. Zunächst ein großes Dankeschön (vgl. großer Dank vs. ich danke sehr / dankbar / danke) für den schönen und lieben Brief. Ich freue mich, dass es Dir bei Deiner Mutter gut geht, dass sie Dich verwöhnt und dass Du Dich erholst.
102) Doch seit ich Dich persönlich kennengelernt habe, sehe ich klar, dass Du ein aufrichtiger und ehrenhafter Mensch bist und, wenn Du etwas sagst, auch daran glaubst; dafür also vielen Dank. Möge Gott geben, dass wir uns noch einmal begegnen, vielleicht sogar bei uns, im Land des bitteren Meerrettichs?
3.3. Nimmt man die Dankesformeln im Litauischen als Vergleichspunkt, so zeigt sich, dass in den wenigen Übersetzungen aus dem Litauischen bei LINGUEE die Formen ich danke sehr, sehr dankbar, vielen Dank verwendet werden; nur eine davon ist, wie Satz 103 zeigt, inversiv. Die hier untersuchte Konstruktion ačiū labai wird mit der englischen Konstruktion thank you very much und der substantivischen deutschen Konstruktion vielen Dank übersetzt. Dankesformeln mit dem Verb dėkoti und einem vorangestellten Modifikator (labai dėkoju, noriu labai padėkoti) werden durch englische Dankesformeln wiedergegeben, die mit einem Verb, Adjektiv oder einer Interjektion ausgedrückt werden (I sincerely thank; I am appreciative; thank you very much) (siehe Sätze 104–106), sowie durch deutsche verbale (ich danke sehr), adjektivische (sehr dankbar) und substantivische (vielen / herzlichen Dank) Konstruktionen (siehe Sätze 107–109)⁶⁹. Das litauische didelė padėka wird durch substantivische Konstruktionen im Englischen und Deutschen übersetzt (eins großes Dankeschön; a big „thank you“), während labai ačiū mit englischen Formen wie thank you very much, many thanks oder deutschen Formen wie ich bedanke, möchte herzlich danken; vielen / herzlichen Dank oder Ähnlichem wiedergegeben wird. Umgekehrt zeigen die wenigen LINGUEE-Belege, dass eine englische verbale Dankesformel (I thank you very much) mit dem litauischen performativen dėkoju übersetzt wird (siehe Satz 110), thank you very much mit den synonymen litauischen Formen labai dėkoju, labai ačiū; die deutsche verbale Konstruktion ich danke schön entspricht dem litauischen labai dėkoju, während der substantivisch ausgedrückte Dank (ein
69 Aufgrund der geringen Zahl von LINGUEE-Belegen wird die Anzahl der Sätze, in denen die eine oder andere Dankesformel verwendet wird, nicht näher aufgeschlüsselt.
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herzliches Dankeschön) – entspricht der litauischen substantivischen (didelė padėka) oder verbalen Form (nuoširdžiai dėkoju); danke sehr wird mit labai dėkoju / dėkingas / ačiū übersetzt. Die wenigen verfügbaren Übersetzungsbelege erlauben somit, von einer typischen wechselseitigen Entsprechung von Dankesformen mit Verb, Substantiv und Interjektion in den einzelnen Sprachen zu sprechen (d. h. labai dėkoju ↔ I thank you very much; ich danke sehr; didelė padėka ↔ a big „thank you“; vielen herzlichen Dank; labai ačiū ↔ thank you very much; danke sehr) und/oder von weiteren möglichen Korrelationen zwischen den Formen (vgl. auch Sätze 11–17), bestätigen jedoch nicht, dass die Wortstellung der untersuchten Sprachen die inverse Dankesform im Litauischen beeinflusst.
103) Wir können nicht zulassen, dass die staatliche Regulierungsbehörde nach einem so langwierigen Prüfverfahren zu Artikel 7 sagen kann: „Vielen Dank für Ihre Ansicht, aber ich bleibe bei meiner Methode“, und einfach so tun kann, als wäre nichts geschehen.
... wir können nicht hinnehmen, dass die notifizierende nationale Regulierungsbehörde nach dem sehr langwierigen Prüfverfahren gemäß Artikel 7 sagen kann: „vielen Dank für Ihre Sichtweise, aber ich bleibe bei meinem Ansatz“, und sich dann einfach so verhalten, als wäre nichts geschehen.
... es kann nicht angehen, dass die notifzierende nationale Regulierungsbehörde nach einem sehr langwierigen Überprüfungsverfahren nach Artikel 7 einfach sagen kann: „Vielen Dank für Ihren Standpunkt, aber ich bevorzuge meinen eigenen Ansatz“.
104) [Die Verpflichtung] wurde heute erneut von Kommissar K. De Gucht bekräftigt, und ich danke ihm aufrichtig für seine Bemühungen.
... was heute von Kommissar De Gucht erneut bekräftigt wurde, und ich danke ihm aufrichtig für seine Fürsorge.
106) Dafür danke ich herzlich.
… und dafür bin ich von ganzem Herzen dankbar.
106) Vielen Dank, Frau Präsidentin, und vielen Dank an alle Mitglieder, die sich an dieser Aussprache beteiligt haben.
Vielen Dank, Frau Präsidentin, und vielen Dank an alle Mitglieder, die sich während dieser Aussprache zu Wort gemeldet haben.
107) Vielen Dank an alle für ihre Unterstützung. Ich möchte mich Renate Weber und den anderen Schattenberichterstattern anschließen und dem Sekretariat des Ausschusses für bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres und allen Beratern danken.
Ich danke Ihnen sehr für all Ihre Unterstützung und möchte mich dem Dank von Renate Weber und den anderen Schattenberichterstattern anschließen, den diese dem
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Sekretariat des Ausschusses für bürgerliche Freiheiten und allen Beratern ausgesprochen haben.
108) Natürlich, vielen Dank dem Parlament für die heutigen Diskussionen.
Ich bin dem Parlament natürlich sehr dankbar, dass wir heute diese Aussprache geführt haben.
109) Erstens, vielen Dank unseren beiden Kollegen aus dem Haushaltsausschuss des Parlaments. Zunächst herzlichen Dank an unsere beiden Kollegen aus dem Haushaltsausschuss.
110) Ich danke Ihnen sehr für Ihre ganze Unterstützung.
Vielen Dank an alle für die Unterstützung.
ZUSAMMENFASSUNG UND SCHLUSSFOLGERUNGEN
Die Untersuchung von 800 Belegen aus dem DLKT, in denen dėkoju, dėkingas, -a, padėka, -ą, dėkui, ačiū mit prä- und postpositiven Modifikatoren verwendet werden, zeigt, dass im heutigen Litauischen dėkui labai analog zu dėkoju labai, labai esu dėkingas gebraucht wird, d. h. durch eine kreative und kompetente Wahl einer markierten Dankesstrategie. Somit ist die invertierte Wortstellung dėkui labai ebenso angemessen wie andere stilistisch markierte Ausdrucksweisen. Die invertierte Wortstellung in Dankeskonstruktionen wählen Sprecher selten (in 6,6% aller Fälle, also in 53 von 800 Belegen).
Unter dem Gesichtspunkt der Wortstellung und der aktuellen Satzgliederung erlaubt das untersuchte Material, folgende Korrelationen beim Ausdruck von Dank herauszuarbeiten. In Sätzen mit neutraler Wortstellung (in)transitiver Verben entspricht das typische, im Nominativ markierte Subjekt (Aš) einem unmarkierten Thema, das mit den Prinzipien der sogenannten inhärenten Topikalität zusammenhängt: verschiedenen Werten hinsichtlich Belebtheit, Agenshaftigkeit, Definitheit, Topikalität usw. (Aš nuoširdžiai dėkoju Jums / esu nuoširdžiai dėkingas už pagalbą; Aš tariu Jums nuoširdžią padėką). Gemäß der inhärenten Topikalität beansprucht das indirekte Dativobjekt (Jums) – nach dem Subjekt im Nominativ an zweiter Stelle – den Status des Satzthemas. Dann wird das Rhema des Satzes durch ein untypisches Subjekt ausgedrückt, ein Substantiv, das einen abstrakten Gegenstand bezeichnet ((=67) Jai tenka nuoširdžiausia padėka; vgl. Jums patinka klasikinė muzika). Das zentrale Wort des Dankes oder sein Modifikator kann durch die Wahl von Konstruktionen im Aktiv resp. Passiv rhematisiert werden (Aš skiriu Jums nuoširdžią padėką resp. Jums skirta mano nuoširdi padėka), durch Ausrufesätze ((=39) Dėkoju širdingai jums už svetingumą! (=53) Kokia aš tau dėkinga! (=82) Kaip dėkui, kaip ačiū!). Bei der Verwendung von Dankeskonstruktionen mit invertierter Wortstellung hebt der Sprecher das zentrale Wort des Dankes selbst hervor (Dėkoju labai), dessen Valenzaktant (Jums (und niemand anderem) labai dėkoju) oder
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den Modifikator (Jums dėkoju (nicht irgendwie, sondern) aufrichtig). Bei neutraler Wortstellung wird ein kontrastives Rhema durch tai (Tai labai, labai dėkui) angezeigt.
Die wenig zahlreichen LINGUEE-Übersetzungen bestätigten keinen Einfluss der unmarkierten englischen und deutschen Wortstellung auf den markierten Gebrauch von dėkui labai im Litauischen.
Betrachtet man den aktuellen Gebrauch des heutigen Litauischen und die unterschiedlichen Strategien des Dankaussdrucks zur (Nicht-)Aktualisierung des Zustands der Dankbarkeit resp. der Handlung (esu labai dėkingas resp. labai dėkoju resp. labai dėkui), lässt sich vermuten, dass der Sprecher didelis / nuoširdus dėkui verwendet, um den Dank als konkreten Gegenstand zu aktualisieren (vgl. (=92) Dėkui nešk Vaitiekui). Ein solches ökonomisches Interjektionswort ačiū, dėkui, das in die Argumentstelle eines nominal ausgedrückten Prädikats „hineinrutscht“, wird nach dem Muster des Substantivs padėka markiert: Der adjektivische Modifikator kongruiert mit ačiū, dėkui, d. h. es wird ein unmarkiertes (maskulines) Adjektiv gewählt (didelė padėka resp. didelis dėkui). Natürlich gibt es Kontexte, in denen die Konstruktion didelis / nuoširdus dėkui auch mit labai / nuoširdžiai dėkoju parallelisiert werden kann. Dennoch ist anzunehmen, dass in den Fällen, in denen ačiū, dėkui aus Gründen der Sprachökonomie, aufgrund von Unterschieden in der Aktualisierung des Dankaussdrucks und/oder aus anderen Gründen im Satz die Position des performativen dėkoju oder des prädikativ verwendeten dėkingas, -a einnimmt, die Modifikatoren des Interjektionswortes nach diesen gewählt werden (würden) (labai / nuoširdžiai dėkoju, labai / nuoširdžiai dėkingas resp. labai / nuoširdžiai ačiū, dėkui)70.
70 Vgl.: „Dankesinterjektionen vollziehen stets einen Dankesakt; sie konkurrieren mit dem performativen Verb dėkoju und können einander in jeder Situation ersetzen, sowohl im umgangssprachlichen Stil als auch im offiziellen Umfeld“ (Čepaitienė 2014: 2).
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Gauta 2019 02 11
Priimta 2019 11 14
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DIDELIS DĖKUI AND DĖKUI LABAI
IN THE MODERN LITHUANIAN (WRITTEN) LANGUAGE
S u m m a r y
The article deals with the question whether the thank-you constructions dėkui (ačiū) labai, nuoširdžiai (thank you very much, with all my heart) and didelis, nuoširdus dėkui (ačiū) (many, sincere thanks) are fit to use in the modern Lithuanian language. The thank-you constructions are addressed in a syntactic-semantic and thematic-rhematic structure aspect. The study relies on material gathered in the Corpus of the Modern Lithuanian Language (CMLL) by the Centre of Computational Linguistics of Vytautas Magnus University and the online translations dictionary LINGUEE.
Analysis of CMLL cases where the Lithuanian words for thanks, dėkoju, dėkingas, -a, padėka, -ą, dėkui, ačiū, are used with prepositional and postpositional modifiers has shown that in the modern Lithuanian language, dėkui labai is used by the analogy of dėkoju labai, labai esu dėkingas (I am very grateful), which is to say by choosing a marked strategy of expression of thanks in a creative and competent way. The inverse dėkui labai is just as appropriate to use as other stylistically marked cases of expression. The addresser tends to choose an inverse order of words in a thank-you construction rarely (6.6proc. of all cases, or 53 cases out of 800).
In terms of word order and thematic-rhematic structure, the subject material allows mapping the following correlations of thank-you expressions. In (in)transitive sentences with neutral word order, the typical subject (I) that is marked by the nominative mirrors an unmarked topic, or theme, that is related to the principles of topicworthiness: different values of animacy, agency, definiteness, and so on (Aš nuoširdžiai dėkoju Jums / esu nuoširdžiai dėkingas už pagalbą (I thank you with all my heart / I sincerely thank you for your help); Aš tariu Jums nuoširdžią padėką (I am extending my sincere thanks to you)). When it comes to topicworthiness, the indirect object of the dative (to you) ranks second after the subject nominative to become the topic of the sentence. Then, the rheme of the sentence is expressed with a non-typical subject: a noun denoting an abstract thing (Jai tenka nuoširdžiausia padėka (Sincerest thanks go to her); cf., Jums patinka klasikinė muzika (You love classical music)). The keyword or modifier of gratitude can be turned into a rheme by choosing to use active resp. passive constructions (Aš skiriu Jums nuoširdžią padėką (I give you my sincere gratitude) resp. Jums skirta mano nuoširdi padėka (You have my sincere gratitude)), exclamatory sentences (Dėkoju širdingai jums už svetingumą! (I sincerely thank you for your hospitality!) Kokia aš tau dėkinga! (How grateful I am to you!) Kaip dėkui, kaip ačiū! (Thanks so much!)). By using inversely worded thank-you
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constructions, the addresser accentuates the keyword of gratitude (Dėkoju labai (Thank you very much)), its valence actant (Jums (o ne kam kitam) labai dėkoju (Thank you (and not someone else very much)) or modifier (Jums dėkoju (ne bet kaip, bet) nuoširdžiai (I thank you (not just in any way, but sincerely)), much like in cases when the constructions dėkoju labai (thank you very much)), dėkingas esu labai (I am very grateful), and so on. If the word order is neutral, the contrasting rheme is evidenced by the word tai (so) (Tai labai, labai dėkui (So thanks a lot)).
The limited number of LINGUEE translations have failed to confirm any influence an unmarked word order in the English or German language may have on the marked usage of dėkui labai (thank you very much) in the Lithuanian language.
Considering the actual usage of the modern Lithuanian language and the different strategies of expression of gratitude chosen to (non-)actualise the state resp. act of gratitude (esu labai dėkingas (I am very grateful) resp. labai dėkoju (thank you very much) resp. labai dėkui (many thanks)), the CMLL cases have revealed that the addresser uses didelis / nuoširdus dėkui (ačiū) (many/sincere thanks) to actualise gratitude perceived as a thing (cf. Dėkui nešk Vaitiekui (Give my thanks to Vaitiekus)). In an (in)transitive sentence, the economy-sized interjection ačiū, dėkui (thank you, thanks) that is trying to wiggle its way to replace a predicate argument expressed as a noun is marked after the example of the noun padėka (gratitude) with an agreement modifier: the adjectival modifier with ačiū, dėkui is agreed by choosing an adjective of an unmarked gender (masculine) (nuoširdi / didelė padėka (sincere/big gratitude) resp. nuoširdus / didelis dėkui (sincere/big thanks)). In some contexts, the construction didelis / nuoširdus dėkui (big/sincere thanks) can be contrasted with labai / nuoširdžiai dėkoju (thank you very much/sincerely). Still, one should believe that in cases when, owing to the economy of language, differences in the actualisation of the expression of gratitude, and/or other reasons, ačiū, dėkui in a sentence takes the position of the performative dėkoju or predicatively used dėkingas, -a, interjection modifiers are chosen on the basis of the latter (labai / nuoširdžiai dėkoju (thank you very much/sincerely), labai / nuoširdžiai dėkingas (I am very/sincerely grateful) resp. labai / nuoširdžiai ačiū, dėkui (thanks a lot/sincere thanks)).
KEYWORDS: thank-you construction, interjection, inverse order of words, thematic-rhematic structure, interlanguage communication.
LORETA VAIČIULYTĖ-SEMĖNIENĖ
Lietuvių kalbos institutas
Petro Vileišio g. 5, LT-10308 Vilnius
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BENDRINĖ KALBA 92 (2019)
www.bendrinekalba.lt
ISSN 2351-7204