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Povilo Matulionio „Žolyne“ pateiktų augalų genčių vardų autoriniai šaltiniai

Albina Auksoriūtė

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ALBINA AUKSORIŪTĖ Institut für Litauische Sprache AUTORENQUELLEN DER IM ŽOLYNAS VON POVILAS MATULIONIS ANGEFÜHRTEN PFLANZENGATTUNGSNAMEN SCHLÜSSELWÖRTER: Pflanzen-Gattungsname, Autorenquelle, botanisches Wörterbuch, Pflanzenverzeichnis, Žolynas von Povilas Matulionis, botanische Nomenklatur. ZUSAMMENFASSUNG Der Artikel untersucht die litauischen Pflanzengattungsnamen, die im ersten in Litauen gedruckten Wörterbuch botanischer Termini – im von Povilas Matulionis zusammengestellten Pflanzenverzeichnis Žolynas. Dalys II. Lietuvos augalų žodynas ir augalų taislas (1906) – enthalten sind, ermittelt ihre Autorenquellen und die ursprünglichen Formen der von Jurgis Ambraziejus Pabrėža und Laurynas Ivinskis verwendeten Pflanzengattungsnamen, die im Verzeichnis aufgeführt sind. Die in dem untersuchten Verzeichnis verwendeten, von J. A. Pabrėža vorgeschlagenen Pflanzengattungsnamen werden mit den in seinem Manuskript Taislius augyminis und in dem 1900 in Amerika gedruckten Wörterbuch von J. A. Pabrėža Botanika arba Taislius augyminis angegebenen Pflanzengattungsnamen verglichen. Die in Žolyne angeführten Pflanzengattungsnamen von L. Ivinskis werden mit den in zwei Manuskripten von L. Ivinskis (Scaurus Agaricus rufo divaceus und Prigimtūmenėje) verwendeten Pflanzengattungsnamen verglichen. Kurz erörtert werden auch die von Povilas Matulionis, dem Verfasser des Žolynas selbst, sowie von anderen Autoren geschaffenen Pflanzengattungsnamen. EINLEITUNG Die ersten litauischen Wörterbücher und Verzeichnisse botanischer Termini wurden bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts zusammengestellt: Der samogitische Priester Jurgis Ambraziejus Pabrėža (1771–1849), der mit der systematischen Ordnung naturwissenschaftlicher Termini und nomenklatorischer Bezeichnungen begann, war der erste Verfasser solcher Wörterbücher. 1821 verfasste er das zweisprachige Wörterbuch Dictionarium Botanicum Latino Samogiticum BENDRINĖ KALBA 92 (2019) www.bendrinekalba.lt ISSN 2351-7204 ALBINA AUKSORIŪTĖ. Povilo Matulionio Žolyne pateiktų augalų genčių vardų autoriniai šaltiniai | 2 doi.org/10.35321/bkalba.2019.92.11 (ein botanisches Wörterbuch der litauisch-samogitischen Sprachen) und führte darin 860 Pflanzennamen auf. 1834 stellte J. A. Pabrėža die Arbeit mit 505 Seiten fertig Sryje Balsenyvyny, ebenfalls eine zweisprachige alphabetische Liste von Begriffen der Pflanzenmorphologie in lateinischer und litauischer Sprache. 1843 vollendete er sein wichtigstes wissenschaftliches Werk Taislius augyminis (Tayslós augumyynis) und beschrieb darin ausführlich die gesamte Pflanzenwelt Samogitiens: Er erörterte den Aufbau der Pflanzen, erklärte die Begriffe der Pflanzenmorphologie und beschrieb 643 Gattungen von Blütenpflanzen sowie 150 Gattungen von Sporenpflanzen und Pilzen¹. J. A. Pabrėža gelang es nicht, die genannten Werke selbst drucken zu lassen. Sein Manuskript wurde vor einigen Jahren am Institut für Litauische Sprache veröffentlicht: 2009 erschien der erste Teil des Manuskripts, 2014 der zweite Teil, und 2015 wurde die Veröffentlichung des restlichen Manuskriptteils abgeschlossen (siehe TA I, TA II, TA III)². Für die botanische Terminologie sind auch die Arbeiten eines weiteren Samogitierers, des Lehrers Laurynas Ivinskis (1810–1881), von Bedeutung, insbesondere sein unveröffentlichtes Manuskript Prigimtùmėnė, turentė sawiejė dalijkus žemiės, žoliun ir gwiunun su parodimu anun wartojimo (im Folgenden Prigimtùmenė), das um 1870 verfasst wurde. Im zweiten Teil dieses Manuskripts, Žolėmina, legte der Autor ein systematisches Verzeichnis der Pilz- und Pflanzennamen vor, das die litauischen Namen von 218 Familien und mehr als 2520 Gattungen umfasst (ausführlicher siehe Jankevičius, Jankevičienė 1962: 151–163; Auksoriūtė 2000; 2004). Auf Initiative des Priesters Antanas Milukas, des Herausgebers der in Amerika auf Litauisch erscheinenden Zeitung Dirva, wurde 1900 ein Teil des Manuskripts von J. A. Pabrėža Taisliaus augyminio gedruckt, betitelt Botanika arba Taislius auguminis. Dies ist das erste gedruckte litauische botanische Terminologiewörterbuch, das auch ein Pflanzenverzeichnis enthält; gedruckt wurde es allerdings in Amerika. Als zweites gedrucktes litauisches botanisches Terminologiewörterbuch gilt die 1902 in Irbit, Russland, erschienene hektografierte Publikation Lietuviški augalų vardai. Lietuvių–lotynų kalbų botanikos terminų žodynėlis, die Kazimieras Drąsutavičius zusammengestellt hatte. Das 42 Seiten umfassende Wörterbuch wurde unter dem Pseudonym Bugienis gezeichnet (ausführlicher siehe Kruopas 1998 (1975): 266–267; Klimavičiūtė 2005: 26; LKTŽ 2008: 13). Das erste in Litauen gedruckte botanische Wörterbuch ist das 19063 erschienene Werk von Povilas Matulionis, Žolynas. Dalys II. Lietuvos augalų žodynas ir augalų taislas (im Folgenden Žolynas), obwohl es chronologisch das dritte gedruckte Wörterbuch dieses Fachgebiets ist (siehe Abb. 1). Es ist ein Pflanzenverzeichnis, in dem sich auch einige botanische Fachbegriffe finden. 1 Apie J. A. Pabrėžos kalbą ir rašybą plačiau žr. Subačius (1996: 10–113; 2009: 9–28). 2 Das Manuskript Taislius augyminis wurde von Dr. Rita Šepetytė für den Druck vorbereitet; ich danke ihr für ihre Beratung. 3 Auf dem ersten Buchblatt ist 1906 angegeben, weil das Buch in jenem Jahr erscheinen sollte. Die Druckerei verzögerte jedoch den Druck, weshalb auf dem Umschlag 1907 angegeben ist. BENDRINĖ KALBA 92 (2019) www.bendrinekalba.lt ISSN 2351-7204 ALBINA AUKSORIŪTĖ. Povilo Matulionio Žolyne pateiktų augalų genčių vardų autoriniai šaltiniai | 3 doi.org/10.35321/bkalba.2019.92.11 P. Matulionis (1860–1932) – įžymus lietuvių miškininkas, mokslininkas ir pedagogas. „Daugeliui P. Matulionio darbų tenka vartoti pažyminį pirmasis: jis pirmasis paskelbė kraštotyrinį straipsnį lietuvių kalba (1891), pirmasis lietuviškai aprašė gintarą (1922) ir pripažintas pirmuoju kraštotyrininku; jis pirmasis lietuvis, nustatęs lietuvių paplitimo ribas Vilniaus gubernijoje (1901) ir rengęs etnografinį žemėlapį; jis – pirmosios Lietuvos žuvininkystės ir vandens ūkio plėtros programos (1903) <...> bendraautoris; jis parengė ir išleido pirmąjį lietuvišką augalų pavadinimų žodyną (1906), žinomą Žolyno pavadinimu, pirmąjį Lietuvos geografinį žemėlapį (1923), pirmąjį reljefinį žemėlapį Lietuvių ir latvių žemė (1921); jis vadovavo Aukštųjų mokslų draugijai, dalyvavo steigiant Aukštuosius kursus <...>“ (Deltuvas 2014: 12–13). ABB. 1. Umschlag von Žolyno BENDRINĖ KALBA 92 (2019) www.bendrinekalba.lt ISSN 2351-7204 ALBINA AUKSORIŪTĖ. Povilo Matulionio Žolyne pateiktų augalų genčių vardų autoriniai šaltiniai | 4 doi.org/10.35321/bkalba.2019.92.11 Als P. Matulionis mit der Zusammenstellung eines Pflanzenverzeichnisses begann, hatte er als Forstmann in Litauen bereits zahlreiche litauische Pflanzennamen gesammelt. Gegenüber seinen Vorgängern und Zeitgenossen hatte er einen unbestreitbaren Vorteil, denn er hatte am Forstinstitut in Sankt Petersburg Botanik studiert und wissenschaftliche Grundlagen der Pflanzensystematik erworben (Deltuvas 2014: 312). P. Matulionis plante ein zweibändiges Werk: Im ersten Teil sollten die Pflanzenmorphologie beschrieben und Abbildungen vorgelegt werden; der zweite Teil sollte ein Wörterbuch der litauischen Pflanzen und ein Pflanzensystem enthalten. Der erste Teil blieb unveröffentlicht. Wie Jonas Dagys schreibt: „Das Haupthindernis war die Versetzung seines Dienstortes von Litauen nach Smolensk. Weit von Vilnius entfernt, konnte er die engen Beziehungen zu den Verlagen in Vilnius nicht mehr aufrechterhalten; vielleicht nahm auch seine Verwaltungsarbeit zu und ließ dem Autor keine Zeit mehr, sich der reinen wissenschaftlichen Arbeit zu widmen“ (Dagys 1957: 33). In der Vorrede zu Žolyno nennt P. Matulionis seine Ziele bei der Zusammenstellung des Verzeichnisses: „1. die in unserer Heimat festgestellte Zahl der Pflanzen anzugeben, 2. die überall verstreuten Kenntnisse zusammenzuführen, 3. sie zu ordnen und abzustimmen und ebenso die verstreuten Pflanzennamen sowohl in der Volkssprache als auch in Schriften zu ordnen, wodurch sich die Vielzahl der Widersprüche verringern würde“ (Ž 3). Er hob hervor, dass in der lebendigen Volkssprache, noch häufiger aber in schriftlichen Quellen, mit einem Wort zwei oder drei verschiedene Pflanzen bezeichnet werden und umgekehrt eine Pflanze mehrere Namen trägt. Der Autor erläuterte auch, nach welchen Grundsätzen er diese Fälle im Verzeichnis behandelte: „In solchen Fällen führte ich nur jene Namen an, die entweder gebräuchlicher sind oder die Merkmale der Pflanze zutreffender ausdrücken, älteren Ursprungs sind oder durch die Sprachen unserer Nachbarvölker – der Letten, Polen und Russen – deutlicher bestätigt werden“ (Ž 3). Nach P. Matulionis wurden für das Verzeichnis etwa 3000 litauische Pflanzennamen aus 5000 gehörten oder gelesenen Wörtern ausgewählt. Einige Namen verwarf der Autor als falsch, denn nicht alle Sammler von Wörtern verstanden sich auf Botanik oder Litauisch, und auch die Informanten, die Pflanzennamen nannten, kannten die Pflanzen nicht immer und gaben daher unzutreffende Namen an. In Žolyną wurden nur Namen von in Litauen wachsenden Pflanzen aufgenommen; Namen von Topf- und eingeführten Pflanzen führte P. Matulionis nicht auf (Ž 4). In Žolyne finden sich Namen von 716 Pflanzengattungen und etwa 2000 Arten. Bemerkenswert ist, dass im Verzeichnis nicht zwischen Pflanzen- und Pilznamen unterschieden wird, sondern beide gemeinsam aufgeführt sind. Damals wurden Pilze den Pflanzen zugerechnet und noch nicht als eigenes Reich abgegrenzt; deshalb werden auch in diesem Artikel Pilze als Teil der Pflanzenwelt behandelt. P. Matulionis’ Žolyną besteht aus drei Teilen: 1. Rodikle sulyg lotiniško abecyno; 2. Rodikle sulyg lietuviško abecyno; 3. Augalų taislas sulyg istoriškai-gamtiškosios tvarkos. Im ersten Teil sind die Pflanzennamen nach dem lateinischen Alphabet aufgeführt; zuerst steht der lateinische Name, danach der litauische. BENDRINĖ KALBA 92 (2019) www.bendrinekalba.lt ISSN 2351-7204 ALBINA AUKSORIŪTĖ. Povilo Matulionio Žolyne pateiktų augalų genčių vardų autoriniai šaltiniai | 5 doi.org/10.35321/bkalba.2019.92.11 der Name mit dem Verweis auf den Autor, der ihn erwähnt hat, sowie Entsprechungen in russischer und polnischer Sprache. Zuerst wird der Gattungsname angegeben, danach werden die Namen der Arten aufgelistet, z. B.: Asperugo. L. – Šiurkštelė. P. (Ašryna) – Острщца – Lepczyca A. procumbens. L. – Š. mėlinoji. – О. Лежачая – L. Leżąca (Ž 10). Selten wird nur der Gattungsname angegeben, zum Beispiel Ligustrum. – Lubistras, Mln. – Ligustr. (Ž 37); meist werden auch die Artnamen angegeben, und ihre Zahl variiert. Bei einigen Pflanzen sind mehr als zehn Artnamen aufgeführt, beispielsweise werden für plūdės 15 Artnamen angegeben (siehe Abb. 2). ABB. 2. Žolyno, Seite 48 Bei einigen litauischen Gattungs- und Artnamen werden auch Synonyme angegeben, die daneben in Klammern stehen, z. B.: Althaea – Ybiškė. P. (Rožė) (Ž 7); Lactarius trivialis F. – Pienius Paalksne Iv. BENDRINĖ KALBA 92 (2019) www.bendrinekalba.lt ISSN 2351-7204 ALBINA AUKSORIŪTĖ. Povilo Matulionio Žolyne pateiktų augalų genčių vardų autoriniai šaltiniai | 6 doi.org/10.35321/bkalba.2019.92.11 (Kiaulgribas) (Ž 35). An anderer Stelle werden Synonyme ohne Klammern geschrieben, z. B.: Convallaria, Lin. – Gludišius. Pakalnutis (Ž 21); Cornus mas – Sedula tikroji P., Smiltre Iv. (Ž 21). Es kommt vor, dass als Synonym zu einem litauischen Gattungsnamen ein Artname angegeben wird, z. B.: Lamium L. – Notruolė (Dilgele kurčioji) (Ž 35). Beachtenswert ist, dass nicht bei allen Gattungs- und Artnamen russische und polnische Entsprechungen angegeben sind, z. B.: Ptilidium – Kerpunele – Orlica P. ciliare Ness. – K. Pintinele Mln. Brzęsniak (Ž 49) Sphaerella Wittr – Apivale P. S. aquilina Auers – A. areline (Ž 56). Im zweiten Teil des Žolyno sind die litauischen Pflanzengattungs- und Artnamen nach dem litauischen Alphabet aufgeführt; daneben stehen ihre lateinischen Entsprechungen (siehe Abb. 3). ALBINA AUKSORIŪTĖ. Povilo Matulionio Žolyne pateiktų augalų genčių vardų autoriniai šaltiniai | 7 doi.org/10.35321/bkalba.2019.92.11 Im dritten Teil des Žolynas stellt P. Matulionis ein Pflanzensystem vor, das auf den in dem Werk Ökologische Pflanzengeographie (Oekologische Pflanzengeographie, 1896) des dänischen Botanikers Johan Eugenius Warming (Johan Eugenius Warming, 1841–1924) dargelegten Prinzipien beruht (Deltuvas 2014: 315). Seine Darstellung ist in Abb. 4 zu sehen. Wie Jonas Dagys hervorhebt: „[W]enn wir dieses System von P. Matulionis mit dem gegenwärtigen phylogenetischen Pflanzensystem vergleichen, werden wir feststellen, dass heute nur die Abteilung der Blütenlosen Pflanzen anders klassifiziert wird: Was Matulionis als Klassen betrachtete, gilt heute als eigenständige Typen. Im System der Blütenpflanzen hingegen gab es keine wesentlichen Veränderungen“ (Dagys 1957: 33). ABB. 4. Beginn des III. Teils des Žolynas, Seite 97 BENDRINĖ KALBA 92 (2019) www.bendrinekalba.lt ISSN 2351-7204 ALBINA AUKSORIŪTĖ. Povilo Matulionio Žolyne pateiktų augalų genčių vardų autoriniai šaltiniai | 8 doi.org/10.35321/bkalba.2019.92.11 Über die Arbeiten von P. Matulionis und seinen Žolynas schrieben vor allem Naturwissenschaftler: 1957 erschien der Sammelband Ein berühmter litauischer Forstwissenschaftler – Prof. Povilas Matulionis, 2014 die Monografie von Romualdas Deltuvas Povilas Matulionis: Der Anfang der Zukunft – das sind wir. Ziel dieses Artikels ist es, mithilfe der beschreibend-vergleichenden Methode die Quellen der von P. Matulionis im Žolynas angegebenen Pflanzengattungsnamen sowie die ursprünglichen Formen der im Namensverzeichnis aufgeführten Pflanzengattungsnamen zu ermitteln. Grundlage des Vergleichs sind die in den Handschriften von J. A. Pabrėža und L. Ivinskis verzeichneten Namen. Gegenstand des Artikels sind 716 litauische Pflanzengattungsnamen, die im ersten Teil des Žolynas aufgeführt sind, Synonyme nicht mitgerechnet. URSPRÜNGLICHE QUELLEN DER PFLANZENGATTUNGSNAMEN IM ŽOLYNAS Im Vorwort zum Žolynas legte P. Matulionis eine Liste der verwendeten Quellen vor; als letzte Quelle nannte er die von ihm selbst über 15 Jahre in verschiedenen Gegenden Litauens gesammelten Pflanzennamen. Neben dem litauischen Pflanzennamen gab er meist eine Abkürzung des Nachnamens des Forschers an, der den Namen der Pflanze aufgezeichnet oder vorgeschlagen hatte, und fügte die Liste der Abkürzungen ans Ende des Buches (siehe Abb. 5). Die Liste enthält 17 Abkürzungen; bei der Durchsicht der Abkürzungen neben den im ersten Teil aufgeführten litauischen Gattungsnamen fanden sich jedoch einige weitere, nicht in der Liste enthaltene, zum Beispiel: Ficus – Stega Al., Melilotus – Barkūnas Al., Platanus – Jievaras All.; Actaea – Kiauleogė Hag., Chaerophyllum – Gurgždis Hag., Cardamine – Kresa H.; Ceramium – Ragmaurė I.; Elaphomyces – Riešutys Sember.; Lupinus – Lubinas Staug., Viburnum – Putinas Staug., Castanea – Kaštanas St.; Conferva – Maurena Z.; Oenanthe – Išnė Ž. Wie aus dem Litauischen botanischen Wörterbuch (im Folgenden LBŽ) hervorgeht, stehen dort bei den Namen Stega (LBŽ 142) und Barkūnas (LBŽ 218) die Abkürzungen Alk und Mln, bei Jievaras (LBŽ 266) hingegen Alk. Letztere Abkürzung steht für den Nachnamen von Jonas Aleksa; Jonas Staugaitis verwendete dessen in Suvalkija gesammelte Pflanzennamenliste (LBŽ XXIX), und Mln ist die Abkürzung für den Nachnamen von P. Matulionis. P. Matulionis kürzte J. Aleksas Nachnamen demnach offenbar als Al. ab; lediglich bei Jievaras schlich sich ein Korrekturfehler ein. Auch die Abweichungen zwischen den Abkürzungen Hag. und H. sowie Staug. und St. lassen sich als solche Fehler betrachten. Die ersteren sind Abkürzungen des Nachnamens von K. G. Hagen, obwohl P. Matulionis ihn in der Abkürzungsliste als Hg. abkürzte; die letzteren stehen für den Nachnamen von J. Staugaitis. Dies bestätigen die Angaben im LBŽ. Was die Abkürzungen I., Sember., Z. und Ž. bedeuten, lässt sich schwer sagen BENDRINĖ KALBA 92 (2019) www.bendrinekalba.lt ISSN 2351-7204 ALBINA AUKSORIŪTĖ. Povilo Matulionio Žolyne pateiktų augalų genčių vardų autoriniai šaltiniai | 9 doi.org/10.35321/bkalba.2019.92.11 da im LBŽ angegeben ist, dass Ragmaurė ein von J. A. Pabrėža verwendeter Name ist, während Išnė von L. Ivinskis stammt (siehe LBŽ 79 und 237). ABB. 5. Liste der Abkürzungen der Pflanzennamen, Seite 110 1. Vergleich der Pflanzengattungsnamen in Žolynas und in den Schriften von J. A. Pabrėža Žolynas enthält überwiegend von J. A. Pabrėža vorgeschlagene Pflanzengattungsnamen – es sind 303. Wie P. Matulionis im Vorwort angibt, benutzte er das Wörterbuch von J. A. Pabrėža Botanika arba Taislius auguminis (im Folgenden – BT), das 1900 in Amerika veröffentlicht wurde (Ž 3). In diesem Wörterbuch ist ein kleiner Teil des Manuskripts von J. A. Pabrėža aus dem Jahr 1843, Taislius augyminis (im Folgenden – TA), abgedruckt – die Einleitung und eine Pflanzenliste, über die es im Vorwort von BT heißt: „Das Wichtigste in diesem Werk ist ein alphabetisches Verzeichnis der Pflanzen, die im westlichen Teil Litauens vorkommen, mit der Angabe des lateinischen Namens zu jeder einzelnen“ (BT 8). Die Herausgeber von BT gaben an, dass das Werk von J. A. Pabrėža auf Samogitisch verfasst wurde und beim Druck lediglich die Rechtschreibung geändert worden sei: „Im Übrigen drucken wir alles, was wir haben, Wort für Wort, und ändern nur die Rechtschreibung“ (BT 8). BENDRINĖ KALBA 92 (2019) www.bendrinekalba.lt ISSN 2351-7204 ALBINA AUKSORIŪTĖ. Povilo Matulionio Žolyne pateiktų augalų genčių vardų autoriniai šaltiniai | 10 doi.org/10.35321/bkalba.2019.92.11 Ein Vergleich der in Žolynas aufgeführten Pflanzengattungsnamen, denen die Abkürzung des Nachnamens von J. A. Pabrėža beigefügt ist, mit den in BT enthaltenen Pflanzengattungsnamen zeigt, dass es Unterschiede gibt. Zwar stimmen 153 Pflanzengattungsnamen – das sind 50,5 Prozent der in Žolynas angegebenen Namen von J. A. Pabrėža – in beiden Namensverzeichnissen vollständig überein, zum Beispiel: paršė (Achyrophorus), ajaras (Acorus), aldrunė (Aldrovanda), gašiokė (Amaryllis), niukštarutė (Andropogon), vyrskaida (Androsace), katpėdė (Antennaria), uolunė (Azalea), šiušelė (Erigeron), šluotytis (Himantia), platužė (Sticta), bokštytė (Turritis)4. Es sei darauf hingewiesen, dass die Endung -ė in Žolynas auf zwei Arten geschrieben wird: wie heute üblich, also mit einem Punkt, andernorts jedoch ohne Punkt – als -e, beispielsweise soroke (Milium). In BT wird diese Endung mit einem Strich gekennzeichnet, also als –ē geschrieben, beispielsweise sorokē BT 152; bei der Schreibung der Endung gibt es somit keine Unterschiede zwischen BT. Bei einigen Namen, die in beiden Verzeichnissen aufgeführt sind, besteht der Unterschied lediglich in der Länge des Endungsvokals eines Wortes desselben grammatischen Geschlechts: In Žolynas stehen Namen mit der Endung -is, in BT dagegen mit der Endung -ys, z. B.: kibis (Aretium) Ž, kibys BT, vgl. kybis (~kibis) TA II 394; kietis (Artemisia) Ž, kietys BT, vgl. kyitis (~kietis) TA II 410; jautšonis (Bupleurum) Ž, jautšonys BT, vgl. jautšonis (~jautšonis) TA I 327; driekis (Isaria) Ž, driekys BT, vgl. dryikis (~driekis) TA III 134; blusganis (Physarum) Ž, bluzganys BT, vgl. blóōzganis (~bluzganis) TA III 1295. Insgesamt wurden 15 solcher abweichenden Namen gefunden; bei einem davon verhält es sich umgekehrt: In Žolynas (žvaginys) (Melampyrum) steht eine lange Endung, in BT jedoch eine kurze (~žvaginis), vgl. žvagyynis (~žvaginis) TA II 255. Abweichungen bei der Länge des besprochenen Vokals kommen auch im Wortstamm vor: skidunė (Parmelia) Ž, skydunė BT, vgl. skidauny (~skydūnė) TA III 48; dobilas (Trifolium) Ž, dobylas BT, vgl. dobyts (~dobilas) TA II 335. Diese Unterschiede betreffen die Schreibweise. Wie bereits erwähnt, wurde die Rechtschreibung des Manuskripts von J. A. Pabrėža in BT geändert. Die Hälfte der in Žolynas aufgeführten Namen unterscheidet sich mehr oder weniger von den in BT angegebenen Namen (150 Pflanzengattungsnamen). Vergleicht man die abweichenden Pflanzengattungsnamen mit den in TA von J. A. Pabrėža aufgeführten Namen (im 2015 abgeschlossenen Teil der Manuskriptveröffentlichung ist auch die in BT abgedruckte Pflanzenliste enthalten), zeigt sich, dass die Unterschiede zwischen den meisten abweichenden Namen in Žolynas und Taislius augyminis gering sind. Einige Pflanzengattungsnamen unterscheiden sich im grammatischen Geschlecht, z. B.: ramunis (Anthemis) Ž, ramunė BT, vgl. ramóóny (~ramunė) TA II 429; uolobelis (Cotoneaster) Ž, uolobelė BT, vgl. 4 In Klammern steht der lateinische Pflanzengattungsname, der in Žolynas angegeben ist. 5 In Klammern steht der in die Gemeinsprache übertragene Pflanzengattungsname. Angegeben sind der von J. A. Pabrėža im beschreibenden Hauptteil über Pflanzen in TA aufgeführte Name sowie folglich Bandnummer und Seitenzahl des gedruckten Bandes, nicht des Manuskripts. BENDRINĖ KALBA 92 (2019) www.bendrinekalba.lt ISSN 2351-7204 ALBINA AUKSORIŪTĖ. Povilo Matulionio Žolyne pateiktų augalų genčių vardų autoriniai šaltiniai | 11 doi.org/10.35321/bkalba.2019.92.11 óulobely (~uolobelė) TA II 156; Huflattich (Tussilago) Ž, šalpusnė BT, vgl. szalpósny (~šalpusnė) TA II 406; činčiberas (Verbena) Ž, činčibėrė BT, vgl. čžínčýbeery (~činčiberė) TA II 251. In Žolynas wurde in diesen Fällen das Genus geändert und männliche Pflanzennamen wurden angesetzt. Bei einer weiteren kleinen Gruppe von Namen (20 Namen) ist das Genus gleich, nur die Endung unterscheidet sich, z. B.: dirsa (Bromus) Ž, dirsė BT; kaukis (Caucalis) Ž, kaukas BT, vgl. kauks (~kaukas) TA I 335; pentinius (Delphinium) Ž, pentinas BT, vgl. pęntyns (~pentinas) TA II 196; salotis (Lactuca) Ž, salotas BT, vgl. saloots (~salotas) TA II 445; raukšlė (Marrubium) Ž, raukšla BT, vgl. raukszla (~raukšla) TA II 250; biretune (Nicandra) Ž, biretuna BT, vgl. byretuna (~biretūna) TA I 303; šiurkštė (Stereocaulon) Ž, šiurkšta BT, vgl. śziórkszta (~šiurkšta) TA III 47. Wie die Beispiele zeigen, wurde die Endung in Žolynas geändert, da BT Namen mit der Endung angibt, die im Original von TA vorkam. Einige in Žolynas angeführte Namen unterscheiden sich von den bei BT angegebenen Namen nur durch ein Glied der Zusammensetzung oder ein Suffix, z. B.: liutonasris (Antirrhinum) Ž, liaunasrė BT, vgl. launasry (~liaunasrė) TA II 259; plikaplaiskis (Gymnostomum) Ž, plikžiopla BT, vgl. plykžiopla (~plikžiopla) TA II 561; ankstyve (Draba) Ž, anksta BT, vgl. anksta (~anksta) TA II 277; sausmedis (Lonicera) Ž, sauskune BT, vgl. sauskuuny (~sauskunė) TA I 310; erškėtys (Rosa) Ž, erškrozė BT, vgl. erszkroožy (~erškrožė) TA II 174; šepe (Leskea) Ž, kopturšepše BT, vgl. kopturšzeepšzy (~kopturšepšė) TA II 576. P. Matulionis führte in Žolynas zur Benennung einiger Pflanzengattungen von J. A. Pabrėža in TA angegebene Synonyme oder Artnamen an, von denen die meisten der Umgangssprache entnommen sind, z. B.: epejeida (Hedera Helix) Ž, slanka BT, vgl. jonoosžós slaŋka (~jonošius slanka), syn. pruus. epėjęydós (~epejeidos) TA I 321; uožekšnis (Evonimus) Ž, atkašnys BT, vgl. aatkašznis (~atkašnis), syn. pruus. ožeksznis TA I 312; kularda (Chenopodium) Ž, balanda BT, vgl. baląada (~balanda) TA I 349, baląada kuularda (~balanda kūliarda) (Chenopodium Ambrosioides) TA I 351; kenis (Abies) Ž, eglė (Abies Picea) BT, vgl. egly (~eglė), egly kienys (~eglė kėnis) (Abies Picea) TA II 517; žliūgis (Stellaria) Ž, žvaizdininkė BT (žliūgis – Stellaria media BT), vgl. žwayzdynyky (~žvaizdininkė), žwayzdynyky žliūgis (~žvaizdininkė žliūgis) (Stellaria media) TA II 125. Gesondert zu behandeln sind die 11 Pflanzengattungsnamen im Žolynas, die mit der Abkürzung des Nachnamens J. A. Pabrėžas angegeben sind und sich vollständig von den in BT aufgeführten Namen unterscheiden, z. B.: plukė (Anemone) Ž, balas BT, vgl. baals (~balas) TA II 212; šilinykas (Alisma) Ž, igautrama BT, vgl. igautrama (~igautrama) TA II 83; kartuolė (Aristolochia) Ž, numgina BT, vgl. nómgyna (~numgina) TA II 466; šiurkštelė (Asperugo) Ž, ašruna BT, vgl. aszruną (~ašrūna) TA I 285; žande (Eryngium) Ž, zunda BT, vgl. BENDRINĖ KALBA 92 (2019) www.bendrinekalba.lt ISSN 2351-7204 ALBINA AUKSORIŪTĖ. Povilo Matulionio Žolyne pateiktų augalų genčių vardų autoriniai šaltiniai | 12 doi.org/10.35321/bkalba.2019.92.11 zuunda (~zunda) TA I 326; glimždis (Exosporium) Ž, glimširtys BT, vgl. glymšzyyrtis (~glimširtis) TA III 138; rukštelis (Oxalis) Ž, uksunė BT, vgl. óksuuny (~uksinė) TA II 136; anomadonė (Anomodon) Ž, tarpdantblakštenė BT, vgl. tarpdątbtakstieny (~tarpdantblakštenė) TA II 575; kardylas (Gladiolius) Ž, měčalis BT, vgl. miečzáalis (~miečalis) TA I 177; indega (Indigefera) Ž, anglija BT, vgl. ąglyje (~anglija) TA II 359; peple (Populus) Ž, tapalis BT, vgl. tapalis (~tapalis) TA II 97. Wie die Beispiele zeigen, wurden die in BT aufgenommenen Pflanzengattungsnamen aus J. A. Pabrėžas TA übernommen, während P. Matulionis in Žolyne andere Namen als in diesen Werken angab. Bei der Durchsicht der besprochenen Pflanzengattungsnamen und Synonyme im LBT fiel auf, dass bei keinem von ihnen die Abkürzung des Nachnamens von J. A. Pabrėža steht; am häufigsten ist die Abkürzung des Nachnamens von P. Matulionis angegeben. Daher kann man mit gutem Grund bezweifeln, dass diese Pflanzengattungsnamen aus den Schriften von J. A. Pabrėža stammen. Offenbar litauisierte P. Matulionis einige der in BT aufgeführten Lehnwörter (uksūnė > rukštelis, mėčalis > kardylas), ersetzte einen ihm kompliziert gebildet erscheinenden Namen durch ein Lehnwort aus dem Lateinischen (tarpdantblakštenė > anomadonė) oder passte ihn an den lateinischen Namen an, indem er die Länderbezeichnung wegließ (anglija > indega). Ein Vergleich der in BT und TA angegebenen Namen zeigt deutlich, dass BT Pflanzengattungsnamen aus dem Manuskript von J. A. Pabrėža enthält, wobei lediglich die Schreibweise einiger Namen in BT geändert wurde. P. Matulionis schrieb nicht alle von J. A. Pabrėža in BT angeführten Namen genau ab; solche ungenau abgeschriebenen Namen machen mehr als 49,5 Prozent aller in Žolyne als Pflanzennamen von J. A. Pabrėža gekennzeichneten Namen aus. 2. Vergleichende Pflanzengattungsnamen in Žolynas und den Schriften von L. Ivinskis Die zweitgrößte Gruppe von Pflanzengattungsnamen umfasst 144 Namen, die aus den Schriften von L. Ivinskis übernommen wurden. P. Matulionis gab an, dass eine seiner Quellen für die Namen die Zeichnungen von L. Ivinskis zu „botanischen Pilzen und Farnen“ waren, die ihm von Mečislovas Davainis Silvestravičius überlassen worden waren (Ž 3). Es ist bekannt, dass L. Ivinskis 1873 einen Pilzatlas (im Folgenden GA) erstellte, in dem er wissenschaftliche Beschreibungen von Pilzen und zahlreiche Zeichnungen davon vorlegte. Dieser Atlas wurde auf einer in Warschau abgehaltenen Botanikertagung ausgewählt und an die Weltausstellung geschickt, die 1873 in Wien stattfand. Nachdem der Pilzatlas in Wien verloren gegangen war, arbeitete der Autor ihn später erneut aus (ausführlicher siehe Petkevičiūtė 1988: 93–94). Zeichnungen der von L. Ivinskis besprochenen Pilze sind erhalten geblieben und werden im Handschriftenarchiv der Bibliothek des Litauischen Instituts für Literatur und Folklore aufbewahrt. Dort befinden sich zwei Manuskripte – Agaricus aeruginosus IV Pratella (F1-660) und Scaurus Agaricus rufo divaceus (F1-661) –, insgesamt 226 Seiten mit Pilzzeichnungen von L. Ivinskis selbst; die Zahl der Zeichnungen beträgt 769. Die Pilze wurden in den Jahren 1868–1874 und 1876 beschrieben. BENDRINĖ KALBA 92 (2019) www.bendrinekalba.lt ISSN 2351-7204 ALBINA AUKSORIŪTĖ. Povilo Matulionio Žolyne pateiktų augalų genčių vardų autoriniai šaltiniai | 13 doi.org/10.35321/bkalba.2019.92.11 In diesen Pilzbeschreibungen führte L. Ivinskis 73 litauische Bezeichnungen für Pilzarten an (ausführlicher siehe Auksoriūtė 2012: 217–243 sowie die CD Lauryno Ivinskio grybų atlaso rankraštis). Möglicherweise hatte P. Matulionis einige dieser Manuskripte von L. Ivinskis zur Verfügung. Ein Vergleich der litauischen Pilznamen in den erhaltenen GA-Manuskripten von L. Ivinskis mit den in Žolyne angegebenen Namen zeigt, dass sich acht Pilzgattungsnamen in beiden Werken entsprechen: šukėnis (Clavaria) Ž, vgl. szukėnis GA; gniaužtenis (Helvella) Ž, vgl. gniaužtėnis GA; ausunis (Peziza) Ž, vgl. àusūnis, bòbausis GA; rudetras (Erineum) Ž, vgl. rudiētras GA; lapelaizis (Merulius) Ž, vgl. lapièlājizis GA; bei drei davon unterscheiden sich die Endungen: skilemynas (Boletus) Ž, vgl. skiliėmina GA; vinguris (Daedalea) Ž, vgl. wìngurīs GA; dygminas (Hydnum) Ž, vgl. dīgminīs GA. Wie bereits erwähnt, ist Prigimtūmenė das größte naturwissenschaftliche Werk von L. Ivinskis. P. Matulionis führte dieses Manuskript nicht in seinem Quellenverzeichnis an. Ein Vergleich der in Žolyne mit der Abkürzung des Nachnamens von L. Ivinskis versehenen Namen mit den Namen in Prigimtūmenės ergab jedoch nur wenige übereinstimmende Pflanzengattungsnamen – lediglich 22, was etwa 15 Prozent aller in Žolyne mit der Abkürzung des Nachnamens von L. Ivinskis versehenen Pflanzengattungsnamen entspricht. Bemerkenswert ist, dass die meisten dieser Namen aus der damaligen Umgangssprache stammen, da eine der von L. Ivinskis angewandten Methoden der Terminologiebildung darin bestand, Wörter der Umgangssprache zu terminologisieren (ausführlicher siehe Auksoriūtė 2000: 57–68). Folgende Namen stimmen überein: katpėde (Gnaphalium) Ž, vgl. katpiedė (~katpede) Pr 255; linas (Linum) Ž, vgl. linas (~linas) Pr 167; lapelaizis (Merulius) Ž, vgl. gaidkojis, lapièlājizis (~gaidkojis, lapelaizis) Pr 66; briedgaure (Nardus) Ž, vgl. bridgaūris (~briedgauris) Pr 127; pušis (Pinus) Ž, vgl. pušzis, kwājé (~pušis, kvajė) Pr 143; aviete (Rubus) Ž, vgl. awiètė (~avietė) Pr 203; ruta (Ruta) Ž, vgl. rūta (~rūta) Pr 165. Nur einer der genannten Namen unterscheidet sich in der Endung: In Žolyne steht briedgaurė, in Prigimtūmenėje hingegen briedgauris. Bei der Überprüfung von J. A. Pabrėžas BT und TA fand sich derselbe Pflanzenname – briedgaurys BT, brydgauris (~briedgauris) TA I 184. Die betreffende Pflanzengattung wurde also sowohl von J. A. Pabrėža als auch von L. Ivinskis benannt, was bestätigt, dass der Name aus der Umgangssprache stammt. Unklar bleibt nur, warum P. Matulionis diesen in BT vorkommenden Namen in Žolyne nicht mit der Abkürzung des Nachnamens von J. A. Pabrėža versehen hat. Bemerkenswert ist, dass die Pflanze der Gattung Nardus im žemaitischen Dialekt sowohl mit einem femininen als auch mit einem maskulinen Namen bezeichnet wird. Den Angaben des Wörterbuchs der litauischen Sprache (im Folgenden LKŽe) zufolge wird die Form briedgaurė nur in Šilalė verwendet, während briedgauris wesentlich weiter verbreitet ist: in Kvėdarna, Šaukėnai, Šatės, Gargždai, Šilalė und anderswo (siehe LKŽe). BENDRINĖ KALBA 92 (2019) www.bendrinekalba.lt ISSN 2351-7204 ALBINA AUKSORIŪTĖ. Povilo Matulionio Žolyne pateiktų augalų genčių vardų autoriniai šaltiniai | 14 doi.org/10.35321/bkalba.2019.92.11 Unter den in Žolyne und Prigimtūmenėje für dieselben Pflanzengattungen angegebenen Namen finden sich auch Lehnwörter, z. B.: blodustas (Allium) Ž, vgl. blodūstas, bładūstas, czesnākas (~blodūstas, bladūstas, česnakas) Pr 132, śzesznaks (~česnakas) TA II 55; cinamonas (Cinnamomum) Ž, vgl. cināmonas, cinēmonas (~cinamonas, cinemonas) Pr 155; gvazdikas (Eugenia) Ž, vgl. gwajzdikas (~gvaizdikas) Pr 201. Einige Lehnwörter könnte L. Ivinskis auch aus der damaligen Umgangssprache übernommen oder in älteren Schriften gefunden haben (ausführlicher siehe Auksoriūtė 2000: 121–126). Zu beachten ist, dass J. A. Pabrėžas Taislius augyminis eine Pflanze wie den Zimt nicht aufführt, während mit gvazdikas eine andere Pflanze bezeichnet wird – gwazdyks (~gvazdikas) (Tagetes) TA II 425. In der besprochenen Gruppe gibt es auch Pflanzengattungsnamen, die L. Ivinskis tatsächlich selbst gebildet hat, z. B.: paskinis (Epipogum) Ž, vgl. paskinis (~paskinis) Pr 140, qntbaarzdy (~antbarzdė) TA II 462; rudetras (Erineum) Ž, vgl. rudietras (~rūdėtras) Pr 48, ruudyniiks (~rūdin ykas) TA III 136; gniaužtenis (Helvella) Ž, vgl. gniaužtenis (~gniaužtenis) Pr 65, alwiity (~alvytė) TA III 119; begalis (Laserpitium) Ž, vgl. begālis, begalinis (~begalis, begalinis) Pr 194, dydžiōly (~didžiulė) TA I 348; garduoklis (Myrrhis) Ž, vgl. gardōklis (~garduoklis) Pr 195, perlieweens (~perlėvenas) TA I 337; liesmuo (Onosma) Ž, vgl. lièsmuō (~liesmuo) Pr 233, looty (~lutė) TA I 278; linovietis (Thesium) Ž, vgl. linōvietis (~linovietis) Pr 153, lynołapis (~linolapis) TA I 321. Der Vergleich zeigt, dass J. A. Pabrėža in seiner Arbeit andere, höchstwahrscheinlich selbst gebildete Namen für die besprochenen Pflanzengattungen verwendete. Einige der in Žolyne mit der Abkürzung des Nachnamens L. Ivinskis versehenen Pflanzengattungsnamen lassen sich nennen; sie unterscheiden sich von den in Prigimtūmenėje angegebenen Namen durch ein Suffix oder ein Glied der Zusammensetzung, z. B.: medumele (Melittis) Ž, vgl. mĕdūnis (~medūnis) Pr 231; laiškenis (Mercurialis) Ž, vgl. laiškėtis (~laišketis) Pr 150; vaškenis (Myrica) Ž, vgl. waszkuonė (~vaškuonė) Pr 145; pludmene (Salvinia) Ž, vgl. plūdūris (~plūdūris) Pr 117; garstinykas (Sisymbrium) Ž, garstītininkas (~garstytininkas) Pr 179; siaurenis (Sparganium) Ž, vgl. siaurōnis (~siauronis) Pr 120; sausaziedis (Carlina) Ž, vgl. sausūnis (~sausūnis) Pr 254. Ein Vergleich der in Žolyne als von L. Ivinskis angegebene Pflanzengattungsnamen mit den Namen in Prigimtūmenės zeigt deutlich, dass es nur wenige Übereinstimmungen gibt und die meisten Namen in den beiden Werken voneinander abweichen, z. B.: nuokana (Cicuta) Ž, vgl. siùtminīs (~siutminys) Pr 191; šunažolė (Dactylis) Ž, vgl. piewēnis (~pievenis) Pr 125; nerve (Fontinalis) Ž, vgl. pasrowēnis (~pasrovenis) Pr 111; galvenis (Geoglossum) Ž, vgl. kùltuwēnis (~kultuvenis) Pr 63; plauretis (Gymnadenia) Ž, vgl. plìntis BENDRINĖ KALBA 92 (2019) www.bendrinekalba.lt ISSN 2351-7204 ALBINA AUKSORIŪTĖ. Povilo Matulionio Žolyne pateiktų augalų genčių vardų autoriniai šaltiniai | 15 doi.org/10.35321/bkalba.2019.92.11 (~plintis) Pr 140; saulenis (Helianthemum) Ž, vgl. švitrūnis (~švitrūnis) Pr 181; skleist(e)nis (Herniaria) Ž, liekandris (~liekandris) Pr 184; driguonė (Listera) Ž, vgl. bražis (~brašis) Pr 141; pienraudis (Lycogala) Ž, vgl. raudmenė (~raudmenė) Pr 59; menuva (Montia) Ž, vgl. šaltrenė (~šaltrenė) Pr 184; prožiklė (Neslia) Ž, vgl. grudėnė (~grūdenė) Pr 176; klastotras (Osmunda) Ž, vgl. roglenis (~roglenis) Pr 115; bervidis (Scrophularia) Ž, vgl. ropeinis (~ropeinis) Pr 222; dygunė (Torillis) Ž, vgl. šajtl(i)etis (~saitlietis) Pr 195. Somit ist offensichtlich, dass P. Matulionis die von L. Ivinskis geschaffenen Pflanzengattungsnamen nicht aus Žolynas in den Prigimtūmenė aufgenommen hat. Offenbar verwendete er andere Manuskripte des Autors oder sekundäre Quellen; möglicherweise entnahm er einige Namen den in Metskaitliuose veröffentlichten Beiträgen L. Ivinskis’. 3. Von P. Matulionis und anderen Autoren geschaffene Pflanzengattungsnamen Die drittgrößte Gruppe von Pflanzengattungsnamen, bei denen eine Nachnamensabkürzung angegeben ist, umfasst 63 Namen mit der Abkürzung Mln.; dies bedeutet, dass P. Matulionis selbst diese Namen aufgezeichnet, gesammelt oder gebildet hat. Einen Teil der Namen übernahm er aus der Umgangssprache, denn im Vorwort nennt er selbst unter den Quellen: „Meine eigenen, über 15 Jahre in allen möglichen Winkeln unserer Heimat gesammelten Erfahrungen“ (Ž 4). Die von P. Matulionis aus der lebendigen Sprache gesammelten Namen machen etwa 46 Prozent der in Žolyne angegebenen Namen aus. Dazu zählen etwa kraujažolė (Achillea), lakišius (Bidens), kukurdvelkis (Bovista), žirnmedis (Caragana), vijoklis (Convolvulus), ąžuolas (Quercus), žalčialankis (Daphne), švylis (Eriophorum), drignė (Hyoscyamus), pienius (Lactarius), peliožirnis (Lathyrus), pupalaiškis (Menyanthes), umedė (Russula), vingerykštė (Spiraea). Mehr als die Hälfte (etwa 54 Prozent) der Pflanzengattungsnamen dürfte P. Matulionis selbst gebildet haben; die Hälfte davon sind Ableitungen mit Suffixen, z. B.: dirvuolė (Agrimonia), smilguolė (Agrostis), purvuolis (Liparis), žirnuolis (Orobus), driekana (Lycopodium), plūdena (Lemna), godulis (Anchusa), gleivikas (Arcyria), papartikštis (Ceterach), stepukas (Apocynum), svogūnelis (Colchicum), smilgaitė (Deschampsia), gleivetis (Nostok). Acht sind Zusammensetzungen: auselgribis (Auricularia), pašepžioplė (Barbula), slepišere (Isoetes), smiltagraibė (Moehringia), trukažolė (Pirola), uolaskelė (Sacsifraga), kulkšnegalvis (Hippocrepis), šilkam(e)dis (Morus). Zwei sind Präfixableitungen: posmilgė (Apera), pojudra (Capsella). Drei weitere Namen entlehnte P. Matulionis aus dem Lateinischen: eliodė (Elodea), levanda (Lavandula), mnija (Mnium). Der Verfasser des Žolynas sammelte also nicht nur Pflanzengattungsnamen, sondern schuf sie auch selbst. BENDRINĖ KALBA 92 (2019) www.bendrinekalba.lt ISSN 2351-7204 ALBINA AUKSORIŪTĖ. Povilo Matulionio Žolyne pateiktų augalų genčių vardų autoriniai šaltiniai | 16 doi.org/10.35321/bkalba.2019.92.11 Etwas weniger Pflanzengattungsnamen sind im Žolyne mit der Abkürzung des Namens Friedrich Kurschats angegeben – 33: laišis (Eruum), kemeras (Eupatorium), brantimedis (Guajacum), žibutė (Helichrysum), dedėsva (Malva), kaukis (Mandragora), šaukštis (Petasites), raktažolė (Primula), putelis (Tragopogon), dagišis (Xanthium) und weitere. P. Matulionis nannte auch die von Konstantinas Sirvydas, Friedrich Kurschat, Mykolas Miežinis und anderen Autoren erstellten Wörterbücher als Quellen (Ž 3). Von einigen Autoren (Bakutis, Adalbert Bezzenberger, Gabrielė Petkevičaitė-Bitė, Kazys Grinius, Petras Matulaitis, Georg Heinrich Ferdinand Nesselmann, Konstantinas Sirvydas u. a.) sind jeweils nur wenige Namen aufgeführt; daher werden sie hier nicht näher erörtert. Es sei lediglich erwähnt, dass die Gesamtzahl solcher Namen 71 beträgt. Dazu gehören Namen wie papartys Širv. (Aspidium), varnalėša Širv. (Lappa), balkuote Grn. (Briza), barškuti Grn. (Rhinanthus), bitkriesle Ness. (Calaminta), kriaušė Ness. (Pirus), bežis Bezz. (Typha), gurgždis Hag. (Chaerophyllum), kresa Hg. (Cardamine), smidras Gabr. (Asparagus), jurginas Gabr. (Dahlia), durnažolė Jac. (Atropa), sniegulis Jac. (Galanthus), delgutis Mlt. (Erodium), snaudalė Mlt. (Leontodon), putinas Staug. (Viburnum), iev(a)ras All. (Platanus). Der Beitrag sowohl dieser als auch der bereits erörterten Autoren zur Pflanzengattungsterminologie des Žolynas, als prozentualer Anteil ausgedrückt, ist in Abb. 6 dargestellt. ABB. 6. Quellen der im Žolyne aufgeführten Pflanzennamen nach Autoren, in Prozent. BENDRINĖ KALBA 92 (2019) www.bendrinekalba.lt ISSN 2351-7204 ALBINA AUKSORIŪTĖ. Povilo Matulionio Žolyne pateiktų augalų genčių vardų autoriniai šaltiniai | 17 doi.org/10.35321/bkalba.2019.92.11 Im Žolyne finden sich auch 102 Pflanzengattungsnamen ohne jegliche Abkürzung, zum Beispiel: kaštanas (Aesculus), alksnis (Alnus), pašiaušėlis (Alopecurus), krapas (Anethum), arnica (Arnica), smilgaveisė (Corynephorus), narstiklis (Diatoma), banguolis (Furcellaria), širdažolė (Gentiana), dumblunė (Limosella), kietžirnis (Ononis), spalgena (Oxycoccus), sidobražolė (Potentilla), kerpunelė (Ptilidium), skutuolė (Rhytizma), tvane (Scheuchzeria), antplysė (Schizophyllum), nasturte (Tropaeolum), dilgyne (Urtica), vandsarge (Zanichellia). SCHLUSSFOLGERUNGEN 1. P. Matulionis’ Žolynas ist das erste in Litauen gedruckte Pflanzenverzeichnis, das aus der gesprochenen Alltagssprache sowie aus verschiedenen Schriften und Handschriften zusammengetragene Namen der in Litauen wachsenden Pflanzen und Pilze enthält. Die Abkürzungen der Nachnamen der Autoren, die die aus Schriften und Handschriften übernommenen Namen aufgezeichnet oder geprägt haben, zeigen, dass für etwa 86 Prozent aller im Žolyne aufgeführten Pflanzen- und Pilzgattungsnamen eine Autorquelle angegeben ist. P. Matulionis führte eine Liste mit Abkürzungen von 17 Nachnamen an; im Verzeichnis erscheinen jedoch weitere Nachnamensabkürzungen, aus denen sich zwei zusätzliche Namen erschließen lassen: J. Aleksa und J. Staugaitis. 2. Den größten Anteil der im Žolyne angegebenen Pflanzengattungsnamen (42 Prozent aller Gattungsnamen) bilden Namen aus dem 1900 in Amerika erschienenen Wörterbuch von J. A. Pabrėža Botanika arba Taislius auguminis (BT), in dem ein kleiner Teil von J. A. Pabrėžas Handschrift aus dem Jahr 1843, Taislius augyminis, gedruckt wurde. Allerdings ist nur etwas mehr als die Hälfte der im Žolyne J. A. Pabrėža zugeschriebenen Pflanzengattungsnamen dort in der Form aufgeführt, in der sie im BT stehen; der etwas kleinere übrige Teil weist Unterschiede zwischen den Verzeichnissen auf. Die Schreibweise der Pflanzengattungsnamen im BT wurde gegenüber J. A. Pabrėžas Handschrift geändert, und bei einigen Namen wurden auch die Formen verändert. P. Matulionis änderte bei der Übernahme der Namen aus dem BT ebenfalls einige davon. Ganze 11 Pflanzengattungsnamen, die im Žolyne mit der Abkürzung des Nachnamens von J. A. Pabrėža aufgeführt sind, finden sich weder in J. A. Pabrėžas Handschrift noch im BT; sie stammen daher wahrscheinlich nicht aus den Schriften dieses Autors. 3. In das Žolynas wurden halb so viele Pflanzengattungsnamen mit der Abkürzung des Nachnamens von L. Ivinskis aufgenommen wie Namen mit der Abkürzung des Nachnamens von J. A. Pabrėža. P. Matulionis nannte als Quelle die Pilzzeichnungen von L. Ivinskis; beim Vergleich der in das Žolynas aufgenommenen Pilzgattungsnamen mit den erhaltenen Handschriften des von L. Ivinskis erstellten Pilzatlasses wurde jedoch festgestellt, dass nur acht Pilzgattungsnamen daraus stammen können. BENDRINĖ KALBA 92 (2019) www.bendrinekalba.lt ISSN 2351-7204 ALBINA AUKSORIŪTĖ. Povilo Matulionio Žolyne pateiktų augalų genčių vardų autoriniai šaltiniai | 18 doi.org/10.35321/bkalba.2019.92.11 Vergleicht man die in Žolyne angegebenen Pflanzengattungsnamen mit den Namen in einem anderen Manuskript von L. Ivinskis – Prigimtūmenė –, so wird deutlich, dass die im Namensverzeichnis verwendeten Pflanzengattungsnamen nicht aus diesem Manuskript von L. Ivinskis stammen. Wahrscheinlich stützte sich P. Matulionis auf andere Manuskripte von L. Ivinskis oder auf Sekundärquellen. 4. In Žolyne finden sich etwa 9 Prozent der von P. Matulionis, dem Verfasser des Namensverzeichnisses, angegebenen Pflanzengattungsnamen. Einen Teil dieser Pflanzengattungsnamen entnahm der Autor der gesprochenen Sprache, mehr als die Hälfte hat er wahrscheinlich selbst gebildet. Unter den von P. Matulionis gebildeten Pflanzengattungsnamen überwiegen Ableitungen mit Suffixen. 5. Von anderen Autoren (F. Kuršaitis, K. Sirvydas, M. Miežinis, F. Nesselman, K. Grinius u. a.) geschaffene oder aufgezeichnete Pflanzengattungsnamen sind nur vereinzelt vertreten; sie machen etwa 10 Prozent aller Pflanzengattungsnamen in Žolynas aus. ŠALTINIAI BT – Pabrėža A. 1900: Botanika arba Taislius Auguminis, Shenandoah, Pa. GA – Ivinskis L. Scaurus Agaricus rufo divaceus, rankraštis saugomas Lietuvių literatūros ir tautosakos instituto bibliotekos Rankraštyne, F1-661. Pr – Ivinskis L. Prigimtūmenė (Prigimtūmenė turentė sawieje dalijkus žemies, žoliun ir giwunun su parodimu annun vartojimo), rankraštis saugomas Lenkijos mokslų akademijos bibliotekoje Krokuvoje, 1 d. katalogo nr. 1801; 2 d. katalogo nr. 2824. LBŽ – Lietuviškas botanikos žodynas, red. J. Dagys. Kaunas, 1938. LKŽe – Lietuvių kalbos žodynas (t. 1–20, 1941–2002): elektroninis variantas, vyr. red. G. Naktinienė Vilnius: Lietuvių kalbos institutas, 2005 (atnaujinta versija, 2008). Prieiga internete www.lkz.lt. TA I – Pabrėža J. A. Taislius augyminis. I–223. Parengė O. Kažukauskaitė, R. Šepetytė. Vilnius: Lietuvių kalbos institutas, 2009. TA II – Pabrėža J. A. Taislius augyminis. 224–776. Parengė R. Šepetytė. Vilnius: Lietuvių kalbos institutas, 2014. TA III – Pabrėža J. A. Taislius augyminis. 777–980. Parengė R. Šepetytė. Vilnius: Lietuvių kalbos institutas, 2015. BENDRINĖ KALBA 92 (2019) www.bendrinekalba.lt ISSN 2351-7204 ALBINA AUKSORIŪTĖ. Povilo Matulionio Žolyne pateiktų augalų genčių vardų autoriniai šaltiniai | 19 doi.org/10.35321/bkalba.2019.92.11 Ž – Matulionis P. Žolynas. Dalys II. Lietuvos augalų žodynas ir augalų taislas, Vilnius: M. Kutkos spaustuvė, 1906. 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Povilo Matulionio Žolyne pateiktų augalų genčių vardų autoriniai šaltiniai | 20 doi.org/10.35321/bkalba.2019.92.11 AUTHORIAL SOURCES OF PLANT GENERA NAMES OF POVILAS MATULIONIS’ ŽOLYNAS Summary The article analyses 716 Lithuanian plant genera names used in Povilas Matulionis’ glossary Žolynas. Dalys II. Lietuvos augalų žodynas ir augalų taislas (1906). Matulionis’ Žolynas is the first plant glossary published in Lithuania. Žolynas contains the names of the plants collected from writings and manuscripts with the abbreviation of the name of the author who wrote or created the name of a plant displayed next to. About 86 percent of names of all the genera of plants and mushrooms presented in Žolynas have such abbreviations. Most of the names included in the glossary are the plant names given by Jurgis Ambraziejus Pabrėža and Laurynas Ivinskis. Most of the plant genera names in Žolynas (42 percent of all genera names) are those of Pabrėža taken from his dictionary Botanika arba Taislius auguminis (BT) published in the USA in 1900, which contains a small part of his manuscript Taislius augyminis of 1843. Slightly more than half of Pabrėža’s plant genera names given in Žolynas are identical to the ones in BT, and the rest part of the names given in the dictionaries under analysis have differences. The analysis has shown that over 10 plant genera names presented in Žolynas with the abbreviation of Pabrėža were not included in any of his works under analysis, thus, these names are probably not taken from the writings of the said author. The number of plant genera names by Ivinskis included in Žolynas is twice less than the number of names by Pabrėža. Matulionis referred to Ivinski’s drawings of mushrooms as a source. However, the analysis shows that only eight mushroom genera names were taken from Ivinski’s surviving manuscripts of mushroom atlas Scaurus Agaricus rufo divaceus and included in Žolynas. Comparing the plant genera names given in Žolynas with the names presented in another Ivinski’s manuscript Prigimtūmenė, it is clear that Ivinski’s plant genera names used in the glossary were taken not from the mentioned manuscript. Most likely, Matulionis used other Ivinski’s manuscripts or secondary sources. BENDRINĖ KALBA 92 (2019) www.bendrinekalba.lt ISSN 2351-7204 ALBINA AUKSORIŪTĖ. Povilo Matulionio Žolyne pateiktų augalų genčių vardų autoriniai šaltiniai | 21 doi.org/10.35321/bkalba.2019.92.11 About 9 percent of plant genera names found in Žolynas were given by Matulionis himself who took part of these plant genera names from colloquial language and, most probably, composed more than a half of them himself. Other authors (F. Kuršaitis, K. Sirvydas, M. Mieżinis, F. Nesselman, K. Grinius, etc.) have only a few plant names that make up about 10 percent of all plant genera names of the glossary. KEYWORDS: plant genus name, authorial source, a dictionary of botany, plant glossary, Povilas Matulionis’ Žolynas, nomenclature of botany. ALBINA AUKSORIŪTĖ Lietuvių kalbos institutas Petro Vileišio g. 5, LT-10308 Vilnius [email protected] BENDRINĖ KALBA 92 (2019) www.bendrinekalba.lt ISSN 2351-7204