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Lietuvių vardyno rinkimas ir tyrinėjimas

K. Morkūnas

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Einen beträchtlichen Teil des Wortschatzes jeder Sprache bilden die eigentlichen Wörter oder das Wortschatz: Personennamen (Anthroponyme), Ortsnamen (Toponyme), Wassernamen (Hydronyme), Namen von Völkern und Stämmen (Ethnonyme) usw. In der litauischen Sprache gibt es Hunderttausende solcher Namen. In der literarischen Sprache sind sie nicht alle gleich häufig, und einige sind überhaupt nicht vorhanden. Viele von ihnen, zum Beispiel die Namen von kleinen Orten oder anderen kleinen Objekten (Mikrotoponyme), einige Spitznamen von Personen, die von Menschen, die in sehr kleinen Gebieten (in mehreren Dörfern, oft auch in einem Dorf) leben, bekannt und verwendet werden, gehören nur zum Wortschatz der Sprachgebrauche, die für diese Gebiete charakteristisch sind. Die echten Wörter sind zu verschiedenen Zeiten entstanden. Das Alter einiger von ihnen ist mehr oder weniger klar, bestätigt durch historische Ereignisse oder Quellen. Die sogenannten christlichen Personennamen kamen mit der Einführung des Christentums in die litauische Sprache (Ende des 14. – Anfang des 15. Jahrhunderts). Etwas später, hauptsächlich im 16. und 17. Jahrhundert, bildeten sich die litauischen Familiennamen. Neue Namen für Menschen, wie auch andere echte Wörter, werden auch heute noch geschaffen. Zusammen gibt es viele echte Wörter, die in der ältesten Antike entstanden sind, deren Alter nur ungefähr, bedingt, bestimmt werden kann. Zum Beispiel tauchen zahlreiche Namen von Wohnorten (oikonimų) und Wassernamen, die im heutigen Litauen verwendet werden, bereits im 13. Jahrhundert und in früheren historischen Quellen auf. Der berühmte litauische Linguist Kazimieras Būga hat in mehreren seiner Arbeiten betont, dass viele Namen von Flüssen, Seen und größeren Siedlungen in der Sprache der Menschen oft nicht nur Hunderte, sondern auch Tausende von Jahren unverändert bleiben. Daher liefert die Untersuchung der echten Wörter viele wertvolle Daten für die Sprachwissenschaft, hilft, die Seiten der Geschichte sehr ferner Völker zu enthüllen. Das Interesse an echten litauischen Wörtern hat eine lange Tradition. Die ersten Arbeiten auf diesem Gebiet waren Versuche, Listen von echten Wörtern zu erstellen. Die ältesten bekannten Listen von Ortsnamen in Litauen. Vom Ende des 18. Jahrhunderts (1784) ist im Zentralen Historischen Staatsarchiv der Litauischen SSR eine ziemlich große handschriftliche Sammlung von Ortsnamen der zwölf Dekanate des Bistums Vilnius erhalten geblieben. Für die Sprachwissenschaft liefern auch einige andere für praktische kirchliche Angelegenheiten erstellte Veröffentlichungen, in denen viele litauische Wohnorte und ihre Namen angegeben sind, beträchtliche Daten! Viele litauische Ortsnamen wurden in das mehrbändige „Geographische Wörterbuch des polnischen Königreichs und anderer slawischer Länder“* aufgenommen. Noch bedeutender sind die Sammlungen litauischer Ortsnamen, die Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts herausgegeben wurden: J. Sprūdžio apie 10000 vietovardžių apimantis! Synodus Dioecesana Vilnensis, Wilnae 1744; Executorium decretum de limitibus dioecesis Vilnensis, Vilnae, 1854; Executorium decretum de limitibus dioecesis Telsensis seu Samogitiensis, Vilnae, 1854; und andere. 209 „Geographisches Wörterbuch des 16. Jahrhunderts des alten Samogitianischen Landes“, E. Voltaires „Listen der Wohnorte des Gouvernements Suwalki“*, J. Tumo-Vaižganto litauische Ortsnamen (,,Sanraszas geografizkuju Lietuvos vardu“*), V. Kalvaitis aus dem Gebiet von Klaipėda sowie aus Ostpreußen gesammelte Personenund Ortsnamen? usw. Fast alle erwähnten Sammlungen von Ortsund Personennamen wurden von Nicht-Linguisten zusammengestellt, einige von ihnen wurden außerhalb der litauischen Sprache veröffentlicht und entsprechen in vielerlei Hinsicht nicht mehr den Anforderungen der heutigen Wissenschaft. Der Pionier der systematischen Sammlung und wissenschaftlichen Erforschung des litauischen Namensbuchs war K. Būga. In verhältnismäßig kurzer Zeit sammelte er eine ziemlich umfangreiche Wörterkartei (ca. 47000 Namen) und verwendete oder fasste das gesammelte Material in solchen für die Sprachwissenschaft und Geschichte wichtigen Werken zusammen, wie „Über die litauischen Personennamen“,,,Kann man Keltenspuren auf baltischem Gebiet nachweisen?“,,,Studien über die Namen des Flusses und die estnische und slawische Altertumsgeschichte- “,,,Die Vergangenheit der Ortsnamen von Aistė in Sviesoje*? usw. Die meisten dieser Arbeiten haben ihre Bedeutung sowohl aus wissenschaftlicher als auch aus methodischer Sicht bis heute nicht verloren. Einige der von K. Buga aufgeworfenen Gedanken (z.B. die Behauptung, dass in prähistorischen Zeiten das Gebiet der Balten im Osten und Süden weit über ihre heutige ethnographische Grenze hinaus reichte) werden im Wesentlichen auch durch die Untersuchungen der Ortsnamen vieler sowjetischer und ausländischer Linguisten, sowie durch die Arbeiten von Archäologen und Historikern bestätigt. Mit seinen veröffentlichten Arbeiten legte K. Būga den Grundstein für die litauische Onomastik — den Zweig der Sprachwissenschaft (genauer gesagt, der Lexikologie- ), der sich mit den tatsächlichen Wörtern beschäftigt. Indem er der Sammlung der tatsächlichen Wörter und deren Untersuchung eine wichtige Bedeutung beimisste und den enormen Umfang dieser Arbeit verstand, wandte sich K. Būga mehrmals an die litauische Gesellschaft: „Wenn wir wirklich die ungeschriebene Vergangenheit unseres Volkes kennenlernen wollen, dann müssen wir unbedingt alle Ortsnamen sammeln und sie in einem alphabetisch aufgeschriebenen Wörterbuch veröffentlichen“. Auf der Grundlage eines solchen Wörterbuchs „kann uns ein Sprachwissenschaftler oder Historiker erzählen, welche Nation oder Nationen in Litauen vor der Einbeziehung der Litauer in dieses Land gelebt haben“. Diese Aufforderung von K. Būga wurde erst nach seinem Tod umgesetzt, als 1933 die Kommission für Familiennamen und Ortsnamen gegründet und die „Instruktion zur Aufzeichnung des litauischen Landnamensbuchs“ (1934) herausgegeben wurde. Bis 1940 haben nach dieser Anweisung hauptsächlich Grundschullehrer, Forstarbeiter, Vermesser- -Landplaner, Studenten und andere Liebhaber der Landschaftsgeschichte aus der einheimischen Bevölkerung einen großen Teil des Namensbuchs erfasst, das heute in der Litauischen Nationalbibliothek aufbewahrt wird. Institut für Litauische Sprache und Literatur der Akademie der Wissenschaften der UdSSR. Die Sprachwissenschaftler J. Balčikonis, A. Salys, J. Senkus und andere haben in dieser Zeit eine beträchtliche Arbeit geleistet, indem sie die Sammlung der Personennamen und Ortsnamen geleitet, sie selbst gesammelt und die Namensbücher verwaltet haben. Der Zweite Weltkrieg unterbrach dieses unvollendete Werk für mehrere Jahre. Nach K. Būga wurde in Litauen lange Zeit auch die systematische Untersuchung der echten Wörter unterbrochen. Einzelne Daten aus dem Verzeichnis wurden mehr oder weniger mit * MH bearbeitet. 1980: „Die 1000 Jahre der röm.-kat1888. holischen Kirche in Bayern“ (Hrsg.), 3. Aufl., Bd. Boas rep, Cnuckn HacejieHHhix mect Cysaakckoi ryGepuuu, C. IlerepGypr, 1901. 5 Boden — Handbuch, 1904, I (Nr. X), II (Nr. XI). * W. Kalwaitis, Die Gruft der litauischen Wards, Tilžė, 1910. * K. Būga, Ausgewählte Schriften, Bd. I—III, Vilnius, 1958—1961. Wie häufig K. Būga bei der Lösung verschiedener litauistischer, baltischer oder indoeuropäischer Fragen tatsächliche Wörter benutzte, zeigt auch der Index seiner „Ausgewählten Schriften“. 8 K. Būga, Rinktiniai raštai, Band III, S. 642–643. 210 Nur in anderen Bereichen der Sprachwissenschaft. Zum Beispiel erklärt die bekannte Studie von P. Skards, die sich hauptsächlich der allgemeinen Wortbildung® widmet, mehr als das! 1500 Wörter – Personennamen, Ortsnamen – Bildung. Andere wichtige Arbeiten der Litauistik, der Mangel an Fachleuten und andere Gründe erlaubten es nicht, eine Zeit lang eine breitere Untersuchung der Onomastik auch nach dem Zweiten Weltkrieg zu beginnen. Die ersten Nachkriegsarbeiten auf diesem Gebiet wurden hauptsächlich populär geschrieben und richteten sich an die breite Öffentlichkeit?? Die Arbeit der Onomastik in Litauen intensivierte sich in den späten 1950er Jahren. Die immer größer werdende Begeisterung nicht nur der Baltisten, sondern auch der Indoeuropäer für das litauische Vokabular sowie die praktischen Bedürfnisse der Literatursprache stellten die litauischen Linguisten vor wichtige und dringende Aufgaben: a) die unvollständige Sammlung von 'echten' Wörtern, insbesondere Ortsnamen, aufzufrischen, b) die angesammelte Sammlung zu systematisieren! c) wissenschaftliche Untersuchungen des Verzeichnisses einzuleiten. Zu diesem Zweck wurde 1959 im Institut für litauische Sprache und Literatur die Gruppe für Ortsnamen gegründet, die zum Kern der gesamten onomastischen Arbeit in der Republik wurde. Bereits im folgenden Jahr wurde eine neue „Instruktion für Ortsnamenswähler“ erstellt und veröffentlicht, in der die Bedeutung dieser Namen für die Wissenschaft beschrieben und einheitliche Prinzipien für ihre Schreibweise angegeben wurden. Gemäß dieser Anweisung müssen folgende Angaben gemacht werden: literarische, sowie alle dialektischen und bekannten antiken Formen der Ortsnamen, Charakteristik der Objekte, Lokalisierung, volkstümliche Interpretationen der Herkunft der Namen, mit dem Ortsnamen und dem Ort verbundene Volkssagen, historisch-archäologische und andere Kenntnisse. Es wurde begonnen, jedes Jahr toponymische Expeditionen zu den Orten zu organisieren, von denen die Ortsnamen noch nicht oder nur sehr wenig gesammelt worden waren – hauptsächlich in die Gegend von Klaipėda und die östlichen Orte der Litauischen SSR: Drūskininkų, Dūkšto, Ignalinos, Maisiagalos, Pabradės, Švenčionių, Varėnos und andere Umgebungen. Gleichzeitig wird das zuvor gesammelte Material überprüft und ergänzt, da ein Teil davon überstürzt, ungenau, viele Ortsnamen unübersetzt und die dialektale Form der Ortsnamen nicht dargestellt wurde. Die lokalen Lehrer leisten bei dieser Arbeit große Unterstützung, indem sie die von der Ortsnamengruppe versandten Fragebögen mit Listen der zu korrigierenden Ortsnamen ausfüllen. Die Sammlung von toponymischem Material ist eine der dringlichsten und dringlichsten Aufgaben. Wegen Litauens in den letzten Jahrzehnten! auf dem Lande große Veränderungen (die Aufteilung der Dörfer in Einzelhöfe in den Jahren der bürgerlichen Ordnung, die Kollektivierung der Landwirtschaft und die Neugründung von 'Siedlungen' in den Jahren der Sowjetmacht, die immer umfangreicheren Bodensanierungen, Wasserkraftwerke! Bau, neueStraße! Bau und so weiter) viele Namen,besonders Mikrotoponyme, verschwinden schnell von den Menschen! Speicher. Aus diesem Grund werden auch andere Litauer in die Ortsnamensammlung einbezogen: Dialektologen, die die Dialekte für den Atlas der litauischen Sprache erforschen, Lehrer, Studenten. 1960 in der republikanischen Zeitung und anderen Publikationen! * wurde der Appell der berühmten Wissenschaftler und Kulturschaffenden Akademiker J. Balčikonis, K. Bieliuka, K. Korsakas und anderer an die breite Öffentlichkeit „Wählen wir Ortsnamen“ veröffentlicht. In dieser Ansprache wurde die Aufforderung ausgedrückt * P. Skardžius, Lietuvių kalbos žodžių daryba, Vilnius,! 1943. 10 Litauisches Rechtschreibwörterbuch, Vilnius, 1948 (in einem separaten Abschnitt wird der Ursprung und die Entstehung litauischer Personennamen und Ortsnamen beschrieben); S. Tarvydas, "Litauische Ortsnamen", Vilnius, 1958; und andere. 11 Über die Sammlung und Erforschung von toponymischem Material in Litauen? bis zum sechzigen“ Anfang der 1960er Jahre schrieben E. Grinaveckienė und J. Senkus, siehe Bonpockhi ssbiko3nanus, Mocksa, 1961, Nr. 6, S. 130—131; Literatūra ir kalba, Band VI, Vilnius, 1962, S. 459—465. 12 Geografinis metraštis, Band 3, Vilnius, 1960, S. 437—439; „Literatur und Kunst“, 1960.VII.2; „Sowjetischer Lehrer“, VII.3. 1960. 211 Die Aufgabe, alle Ortsnamen der Litauischen SSR zu sammeln und, laut K. Būga, die „Zemés-- Sprache“ unserer Republik aufzuschreiben, ist immer noch sehr aktuell und ständig in Erinnerung. Neben Ortsnamen werden auch Personennamen gesammelt. Der Großteil der litauischen Namen wurde noch vor dem Zweiten Weltkrieg aus der lebenden Sprache geschrieben. In den letzten Jahren wurden mehr Anthroponyme aus alten (16. – 18. Jh.) historischen, staatlichen Dokumenten, handschriftlichen Metriken, verschiedenen anderen Schriften und Archivquellen gesammelt. Dies ist ein wertvolles Material für die Erforschung der Entstehung und Entwicklung der litauischen Familiennamen. So hat das Institut für Litauische Sprache und Literatur bereits einen riesigen Fundus an onomastischem Material angesammelt, der jedes Jahr um 7-8 Tausend neu eingeschriebene Einheiten ergänzt wird. Derzeit sind etwa 300.000 Ortsnamen und mehr als 400.000 Personennamen in den Fonds gesammelt. Die handschriftliche Ortsnamenkarte besteht aus etwa 30000 Namen von Siedlungsorten, etwa 11000 Namen von Flüssen und Seen, und der größte Teil — Ortsnamen: Felder, Kiesgruben, Hügel, Täler, Schluchten, Wiesen, Weiden, Sümpfe, Torfmoore, Schluchten, Wälder, Abholzungen, Büsche, Straßen, Weiden und andere Namen. Einen beträchtlichen Teil der Namen von unbewohnten Orten bilden auch historische Ortsnamen: Burghügel, Grabhügel, Riesengräber, Gräber verschiedener Kriege, Alken, Steine und andere. Aus der Personennamen-Datenbank, die Vor-, Nachnamen und Spitznamen von Personen enthält, geht hervor, dass es in Litauen mehr als 50.000 verschiedene Namen gibt. Diese Funde sind eine unerschöpfliche Quelle von sehr wichtigem Material nicht nur für die Wissenschaft und Praxis der litauischen Sprache, sondern auch für die Forscher der Geschichte des litauischen Volkes im Allgemeinen, sowie seiner Nachbarn — der Letten, Russen, Weißrussen, Polen und anderer Völker. Sie enthalten wertvolle Daten für die Erforschung der territorialen Verbreitung und der sprachlichen Besonderheiten der baltischen Stämme, die längst ausgestorben sind und keine schriftlichen Denkmäler hinterlassen haben — der Jotvingen, Kurier, Sälen, Zimgalen. Daher ist es die Aufgabe der litauischen Linguisten, dieses Manuskriptmaterial zu systematisieren und so schnell wie möglich zu veröffentlichen. Zu den bedeutendsten Arbeiten auf diesem Gebiet gehört das von einer Gruppe von Linguisten erstellte „Namenbuch der Flüsse und Seen der Litauischen SSR“**, das die erste, sozusagen vollständige Sammlung litauischer Hydronyme* darstellt, in der zusammen mit wiederkehrenden Namen und Varianten etwa 8000 Flüsse und etwa 3000 Seen genannt werden. Die im Glossar vorgestellten Hydronyme sind konjugiert (sie haben auch markierte Ausspracheparadigmen), ihre Lokalisierung ist angegeben. Es wurde versucht, alle vorhandenen Formen von Hydronymen anzugeben und gleichzeitig „aus ihnen die genauesten und am weitesten verbreiteten auszuwählen und sie für den Gebrauch der litauischen Literatursprache als normative Formen zur Verfügung zu stellen“! *, Die Vollständigkeit und Genauigkeit des Materials erhöht natürlich auch den wissenschaftlichen Wert dieses Verzeichnisses – denn die Namen vieler kleinerer Objekte (Flüsse und Seen) waren der Wissenschaft bis dahin überhaupt nicht bekannt, und einige Hydronyme waren in der linguistischen und anderen Literatur in verschiedenen verzerrten, ungenauen Formen verbreitet. Das Wörterbuch erhielt eine lebhafte Resonanz und positive Rückmeldungen sowohl in der Republik als auch außerhalb ihrer Grenzen- **. 13 Flussund Seenamenbuch der Litauischen SSR, zusammengestellt von B. Savukynas, A. Vanagas, V. Vitkauskas, K. Vosylytė und I. Ermanytė, herausgegeben von E. Grinaveckienė (Hrsg.) und J. Senkus. Institut für Litauische Sprache und Literatur der Litauischen Akademie der Wissenschaften, Vilnius, 1963. 14 Die bis dahin vollständigste Liste der Flussnamen wurde in der Veröffentlichung „Kataster der Flüsse der Litauischen SSR“ (Vilnius, 1959) vorgelegt. : A. Basalykas, Lietuvos upės, Vilnius, 1956; K. Bieliukas, Lietuvos ežerai, Vilnius, 1956. Alle diese Publikationen richten sich jedoch nicht an Sprachwissenschaftler, sondern an Fachleute aus anderen Bereichen. 15 Lietuvos TSR upių ir ežerų vardynas, S. VI. '6 Plg, Rezensionen: J. Balčikonis, Lietuvos TSR upių ir ežerų vardynas, „Lietuvos TSR aukštųjų mokyklų Mokslo darbai, Kalbotyra“, Band 10, Vilnius, 1964, S. 281—283; V. Mažiulis, Lietuvos TSR upių ir ežerų vardynas, S. VI. '6 Plg, Rezensionen: J. Balčikonis, Lietuvos TSR upių ir ežerų vardynas, „Lietuvos TSR aukštųjų mokyklų Mokslo darbai, Kalbotyra“, Band 10, Vilnius, 1964, S. 281—283; V. Mažiulis, 212 In den letzten Jahren neu entwickelt ,,Lietuvos TSR administracinis-territorialinis suskirstymas“, die die Namen aller heutigen Wohnorte Litauens umfasst und vor allem praktischen (administrativen) Zwecken dient. Veröffentlichungen dieser Art mit den Namen der litauischen Wohnorte sind auch in den vergangenen Jahren erschienen! ", Sie trugen wesentlich zur Normierung der litauischen Oikonymie bei, aber alle diese Veröffentlichungen hatten aus linguistischer Sicht auch viele Mängel: Sie enthielten nur die Silbenformen der Oikonymie-Nomen (von denen der Nomen nicht immer klar ist), viele von ihnen waren ungenau. In der neuesten Ausgabe, die vom Präsidium des Obersten Rates der Litauischen SSR in Zusammenarbeit mit den Linguisten der Ortsnamensgruppe des Instituts für litauische Sprache und Literatur vorbereitet wurde, werden die Verbformen des Substantivs und in notwendigen Fällen auch der Ursprung (wenn er aus der Form des Substantivs nicht klar ist) angegeben. Die Formen der Namen sind authentisch: sie sind mit den Daten aus den Namensbüchern des Instituts für Litauische Sprache und Literatur und, soweit möglich, mit den Daten der heutigen lebenden Sprache abgestimmt. Darüber hinaus werden hier die Namen der Wohnorte (es gibt etwa 25.000) ausgesprochen. In dieser Hinsicht ist es die erste solche Veröffentlichung, die alle litauischen Wohnnamen umfasst!?. Deshalb wird es nicht nur zur weiteren Normierung dieser Namen beitragen, sondern auch eine zuverlässige Materialquelle für wissenschaftliche Angelegenheiten und Studien der litauischen Ortsnamen sein. Auf der Grundlage der genannten Handschriftenbestände werden weitere Namenbücher erstellt. Unter Berücksichtigung der wichtigsten Bedürfnisse der litauischen Sprachpraxis und Wissenschaft wurde zunächst mit der Erstellung eines vollständigen Namensbuchs begonnen. Über die Schreibweise von Pronomen und Personennamen, die Aussprache und andere Fragen der Normung wird in der republikanischen Zeitschriftenpresse immer mehr geschrieben. Besonders viele Artikel zu diesem Zweck, oft mit ganzen Listen der zu korrigierenden Wörter, werden in der Zeitschrift des Instituts für Litauische Sprache und Literatur,,- Sprachkultur“ veröffentlicht (seit 1961 erscheinen jährlich zwei Hefte). Solche Artikel haben in dieser Zeitschrift veröffentlicht: V. Grinaveckis, A. Jonaitytė, J. Lipskienė, V. Maciejauskienė, K. Pakalka, Z. Rabačiauskaitė, A. Rosinas. B. Savukynas, V. Vaitkevičiūtė, A. Vanagas, A. Vidugiris, V. Vitkauskas, K. Vosylytė, Z. Zinkevičius und andere. Ausgesprochene korrekte Wörter werden manchmal auch in verschiedenen anderen, nicht speziell auf Onomastik bezogenen linguistischen Werken vorgestellt!®. | Die reichen Handschriftenbestände und die zunehmende Zahl der veröffentlichten Quellen fördern die Intensivierung der Untersuchungen der litauischen Onomastik. In diesem Bereich wurde bereits einige Arbeit geleistet. Zunächst werden hier größere Arbeiten erwähnt, die der Erforschung von Hydronymen gewidmet sind: A. Vanago „Lietuvos TSR hydronimų daryba“ (Vilnius, 1970) und B. Savukyno "Einige Namen". A. Monographien von Vanga (geschrieben von 1966 m. Verteidigte Kandidaten-- Dissertationen „Lietuvos Die Namensgebung der Flüsse in ir der Tschechoslowakei (auf der Grundlage der Namensgebung der Seen) besteht aus: iš In: Die Zeit, 19.03.1963. K. Morkūnas, Wichtiges Buch für die Wissenscir haft und Praxis der litauischen 1964, Sprache, „Pergalė“, Nr. 4, p. 164—166; K. Papečkys, 7000 Flüsse, 3000 Seen,,,Kauno tiesa“, 1963.X.9; S. Tarvydas, „Der sowjetische Lehrer“, 24.10.1963; M. In: Sprache. Posnaniensis“, t. 11, Poznan 1966, p. 159—160. '" Unterkünfte in Litauen, Kaunas, 1925; Litauen Verwaltungsgliederung der Tschechoslowakischen Sozialistischen Republik, Vilnius, Litauen 1949; Verwaltungsgliederung der Tschechoslowakei 1959. '* Unvollständig, nur die größeren Aussprache der Namen von Wohnorten in Litauen (zusammen su mit anderen realen Wörtern) Liste wurde in der bereits erwähnten Wörterbuch der deutschen Sprache. '* Zum Beispiel: akademisch Erläuterungen der Abkürzungen des „Wörterbuchs der litauischen Sprache“; Z. Litauische Dialektologie, Vilnius, 1966; ir kt 14. Lexikalische Untersuchungen 213 Die zwei wichtigsten Teile. Im ersten Teil werden allgemeinere theoretische Fragen erläutert, die mit der Untersuchung der su litauischen Hydronymie verbunden sind, und es wird ein kritischer Überblick über frühere Untersuchungen dieses Problems gegeben. Der zweite Teil der Monographie, basierend auf einem reichhaltigen spezifischen toponymischen Material, untersucht detailliert alle Die Namen ir der Flüsse und Seen in Litauen. Die funktionalen Typen von Hydronymen werden hier nach den Prinzipien der strukturell-grammatischen Klassifikation unterschieden, die der Autor bereits in einem früher veröffentlichten Artikel angegeben hat „Für die Erarbeitung von Hydronymen*®. Die Monographie, die zum ersten Mal die Entstehung des gesamten litauischen Hydronymsystems hervorgehoben hat, wird es ermöglichen, andere aktuelle ir toponomastische Fragen erfolgreicher und schneller zu lösen: die Herkunft der Namen einzelner Flussseen zu erklären, ir vergleichende hydronymologische Untersuchungen durchzuführen usw. ir Die Monografie wird ergänzt durch ir ja Benutzerfreundliche Karten 35 (Sie zeigen die Verbreitung der wichtigsten litauischen mų Hydronide) Index aller untersuchten ir Hydronyme. B. Die Arbeit der Sammlung ist für Bei der Erklärung der Herkunft dieser Namen vergleicht der Autor sie zunächst mit anderen Ortsnamen und Personennamen, sucht nach Entsprechungen im litauischen, lettischen und preußischen Onomastikmaterial und verknüpft die etymologisierten su Namen mit den entsprechenden ir Wörtern der baltischen Sprachen. ir o su In vielen Fällen greift er auf das Vokabular anderer indoeuropäischer Sprachen zurück, um die primäre Semantik der Seennamen besser ir hervorzuheben. Ein Teil dieser etymologischen Forschung (Namen der Seen , beginnend mit A— G Buchstaben) wird veröffentlicht Literaturwissenschaftliches ir Institut der Universität Wien !, Schade nur, dass der Autor fast die Hälfte der notwendigen Arbeit in den šį letzten Jahren aufgehört hat ir zu schreiben, zu veröffentlichen. ir Einige der größeren Forschungsarbeiten wurden in der Anthroponymie durchgeführt. ir Zunächst einmal ist hier die breite J. Monographien ,,Antike Eigennamen in der litauischen Sprache“, sowie J. Die Arbeit des Jurkens ,,Alte Doppelstamm-- Personennamen Litauen Das Großherzogtum Luxemburg. Es handelt sich um Kandidaten-Dissertationen, von denen bisher nur einzelne Kapitel als Autorenreferate®® veröffentlicht ir wurden, nämlich: J. Duméiaus ,,Antike Namen in der litauischen Volkssprache“ ir ,,Antike echte Namen in litauischen Schriften“*- *, Jurkénas J. „Mopdojornueckue THIbi JPEBHHX JMTOBCKHX CJIOXKHbIX HMėK“,,,Hekoropbie KOMNOOHEHTbI JIATOBCKHX JIPEBHHX CJIOXKHbIX JIHUHbIX HMÄH“,,,O TMOSBJIEHHHCOueTaHH1 al BMecTO 100 mg/mL qu B JMTOBCKHX APEBHHX JIHYHBIX HMeHAX“***, die Be bereits durchgeführten ar und noch laufenden größeren Forschungsund Synthesearbeiten, Litauen TSR Akademie der ir Wissenschaften der DDR „Baltistica“ (erscheint seit 1999), 1965 sowie in anderen Publikationen erscheinen jedes Jahr zahlreiche Artikel, in denen verschiedene Fragen der litauischen Onomastik behandelt werden**. 20 Morphologische Struktur der ir litauischen Sprache und ihre Entwicklung (Litauische Sprache) (im Folgenden: — LKK), t. 7), Vilnius 1964, p. 207—220. un Zr LKK: t. 3, 1960, p. 289—300; t. 4, 1961, p. 219—226; t. 5, 1962, p. 191—198; t. 8 Entwicklung des Wortschatzes der litauischen Sprache p. 183— 194. 22 4. Einfügen, AHTHUHBIE HMEHa COGCTBEHHBIE B JIHTOBCKOM S13biKe, Buabnioc, 1958; IO, IOpkenac, ĮlpeBune CJAOKHbE HMEHa B NHCbMeHHbIX NameTHHKax Beaukoro Kusukecrsa Jlutosckoro, Buasnioc, 1966. 2 Vilnius Staatliche V. Universität Kapsabet Wissenschaftliche Arbeiten, Geschichts-philologische Reihe, t. 3, Vilnius 1957, p. 171—185; t. 4, 1958, p. 81—108. 24 Litauen Hochschulen der UdSSR Wissenschaftliche Arbeiten, Linguistik, t. 13, Vilnius 1965, p. 57—65;5 t. 15, 1967, S. 43—56. g Siehe bibliografische Pfeile: 23 Sprachwissenschaft 1944—1960, Vilnius, 1963; Litauische Republik i. 1961—1964, Vilnius, 1965; Litauische Sprachwissenschaft 1965—1968, Wien 1971 (Sektion) ,,Onomas214 Einzelne Die Toponymie und Hydronymie der litauischen Regionen wird untersucht J. Im Artikel von Senkau „Šešupės ir Die Zuflüsse des K. Jiesios“? *, Vosylytės,,- Namen der Wohnorte in der Umgebung von Vabalninkas“?" ir kt Hier sind auch erwähnt Litauen TSR Veröffentlichungir en der Denkmalschutz-Gesellschaft: ,,Zervynos“ (Vilnius, 1964), „Ignalinas kraštas“ (Vilnius,.,Dieveniskýs* 1966), (Vilnius, 1968), ,,Gaidés ir Die Umgebung von Rimšė (Vilnius,,,- 1969), Merkiné* (Vilnius,,,D1970), ubingiai“ (Beispielswe1971), ise in der be Beschreibung der in der Nähe ir gelegenen Ortschaften.) (K.) Eigminas, I. Ermanytė, S. Karaliūnas ir u.a.), Iš bedeutender veröffentlichte Artikel, in denen die Ortsnamen einzelner Arbeitsgruppen untersucht werden, sind: B. Savukyno „,Kilmininkiniai lietuvių vietovardZiai“s, J. Senkaus ,,Litauische Kleinbuchstaben-Hydronyme"? *, A. Vanadium „Akmenė, Lašmud und andere ir Flussnamen ähnlicher Herkunft“,,,Litauische Präpositions-Hydronyme, abgeleitet von anderen iš Hydronymen“,,,- Namen von litauischen Siedlungsorten, hervorgegangen aus dem Einzahl-Personeiš nnamen“®, Rabačiauskaitės „Präpositionale Z. Ortsnamen“® usw. ir Auf der Grundlage des toponymischen Materials werden die Substratelemente der litauischen Sprache untersucht. Beispielsweise sind den Spuren des jotvingischen Substrats in der litauischen Ortsnamenkunde folgende Artikel gewidmet: B. Savukyno ,,K npoG/ieMe 3anajiuoGajiruūckoro cy6erpata t0ro3ariaHoH B JIntBe*®2, K. Kusawinium ,,Gafbus — jotvingiškas žodis“**, Su Substrat einzelner baltischer Stämme, möglicher Gegenstand, bezieht sich auf Formanten, die in der litauischen Hydronymie vorkommen -aja, -ajai, -ajas, -ajė, -ajis, -ajys; -asas, -esa, -esas Teil iš -ykščia, -ykštis, -ėta, -ėtas, -ėtis (hauptsächlich im Nordosten) Litauen, vermutlich im Saatgebiet), -alė, -alis (West Litauen, vermutlich im Gebiet der Kurier), auch Hydronyme mit einem ausgeprägten su Endstück -ūs (Mittag) Litauen, auf dem Gebiet von Jotvingiai). Zu dieser Schlussfolgerung kommt A. Vanag im Artikel ,,K Bonpocy o JinajiekTHON AuddepeHimanuu GajiTOB, OOHTABINHX Ha TeppHTOpHH JIHTBEkI (NO JiaHHbIM THApOHHMHKAH)“ 34, Viele Artikel sind der ir Erklärung des Ursprungs ar einzelner Eigennamen gewidmet, das sind: J. Balchikonio ,,Sirvydas ar Sirvydas“ ?**, V. Grinaweckium ,,Dél Ursprung einiger Ortsnamen*- “** (Erklärung der Namen Dievytis ir Keklis UrsprunV. g), Mažiulio „Bezüglich Der Name der A. Neringa*, Vanago "Über den Namen des Flusses Dane (Dänemark, Dangé)“ss, „Über den Ortsnamen Labguva darbybos ir kilmės“*?, , Dél Liste der Flüsse in Litauen Dunojus ir Dniepras kilmés*“ ir 4 kt. į * LKK, t: 6, 1963, p. 213—234, ?*7 Litauen TSR Deutsche Akademie der A Wissenschaften t. 1(14), Vilnius 1963, p. 229—237. 28 LKK, t. 6, p. 235—246. ** Litauen TSR Deutsche Akademie der A Wissenschaften t. 2(15), 1963, p. 249—260. % LKK, t. 4, 1961, p. 227—232; Grammatik der litauischen Sprache (LKK, t. 9), 1967, p. 231—238; Baltistica, t. III(1), Vilnius, Litauen 1967, p. 111—116. *! Grammatik der litauischen Sprache (LKK, t. 11), 1969, p. 243-255. ** Baltistica, t. I(2), 1966, p. 165—176. ** Ib., IV(1), t. 1968, p. 65—67. Siehe auch: A. Vana gas, Panemunės dzūkų toponimijos svarbesnieji bruožai,,,Panemuniy dzūkai“, Vilnius, S. 33—42, Litauen 1970, ** TSR Deutsche Akademie der A Wissenschaften t. 1(26), 1968, p. 143—155. ** Litauen Hochschulen der UdSSR Wissenschaftliche Arbeiten, Linguistik, t. 11, Vilnius 1965, p. 143— 144, ¥ LKK, t. 3, 1960, p. 321-324. 37 Im selben, p. 301-316. % Im selben, p. 317-320. ** Baltistica, t. 1(2), p. 185—189. ** Die Entwicklung des Wortschatzes der litauischen Sprache (LKK, t. 8), 1966, p. 173—182. 14* 25 Auf onomastischen Daten beruhen auch die neuen Interpretationen des Ursprungs einiger baltischer Ethnonyme: die von K. Kuzavinis veröffentlichten Etymologien von estnischen, Nadravas (Nadruvos), Skalvas, J. sėlių**, — Kazlausko V. kursiy*®, — Grinaveckio ir semitischen- ** und anderen Namen. Besondere Aufmerksamkeit wurde K. Vorlage von Herrn Kuzavini Etymologie des Namens Litauen iš Flussname Litauisc- (> her Dialekt. Hibr. Regenbutter) ,,Der rechte Nebenfluss des Neries“ Čiobiškis, Kernavė*!. Ein weiteres Werk litauischer Linguisten zur Onomastik wurde auch außerhalb der Republik veröffentlicht: J. Balchikoni- -Artikel ,,Has3BaHHsi JIHTOBCKHX Das war vor 20 Jahren. MYHKTOB, 06pa30BaHHbIe OT Ha3BaHHH pek H o3ep““**, Vortrag von A. Vanago und dem weißrussischen Sprecher M. Birila auf dem VI. Internationalen Slawistenkongress (Prag) über die litauischen Elemente in der weißrussischen Onomastik, der als eigenständiges Buch* veröffentlicht wurde“. Natürlich kann man nicht mit allen Gedanken der Autoren, die in den hier erwähnten und anderen Werken der Onomastik aufgeworfen werden, übereinstimmen, einige ihrer Aussagen bedürfen noch weiterer Untersuchungen, ausführlicherer Beweise, größerer Begründung mit zuverlässigerem tatsächlichem Material. Kritische Bemerkungen zu diesen Arbeiten finden sich in verschiedenen Rezensionen, ir obwohl die Arbeiten litauischer Linguisten auf diesem Gebiet im Allgemeinen noch zu wenig rezensiert werden. Einige allgemeinere Aspekte der Sammlung und Veröffentlichung der litauischen ir Onomastik sowie mo andere Fragen der Entstehung und Entwicklung einzelner Namen werden häufig auf republikanischen ir dialektologischen und toponymischen Tagungen diskutiert, die vom Institut für litauische Sprache und Literatur der MA der Litauischen SSR organisiert werden, sowie auf wissenschaftlichen Konferenzen von Dozenten und Studenten der Universität Vilnius, der Pädagogischen Institute Vilnius und Šiauliai. Zu verschiedenen Fragen der Onomastik halten litauische Linguisten Vorträge in anderen Republiken, auf Unionsund internationalen Konferenzen*". * „In letzter Zeit hat die Erforschung der baltischen Onomastik, insbesondere der Ortsnamen, im internationalen Maßstab eine besondere Aktualität erlangt““**. Deshalb tragen auch Sprachwissenschaftler und Historiker anderer Nationen zur Lösung der Probleme der ir litauischen Onomastik bei. Besonders viel 41 Baltistica, t. I(2), p. 177 Ta-Tä. 42 Ib., IV(1), t. 1968, p. 59—63. 43 Litauen Hochschulen der UdSSR Wissenschaftliche Arbeiten, Linguistik, t. 19, 1968, p. 45—50. 4 Litauen Hochschulen der UdSSR Wissenschaftliche Arbeiten, Linguistik, t. 10, 1964, p. 5—18; plg. noch den to gleichen Autor Artikel ,,Litauische Flussnamen lie-(/ei-)“ (Ibid., t. 17, 1967, p. 135—137). 45 Sprache Posnaniensis, t. 7, Poznan 1959, p. 240—252 46 M, B. Bipwaa, II. A. Banarac, Jlirojekis saeMmenthl y GeJiapyckalt aHamacThillbl, Minucx, 1968. 47 Siehe: Beecolozsas KoHgepennusi no TOnoHHMHKe CCCP (Tesnckbi JIOK/1a/IJOB Hallo. cooGluuienui), Jlenurpan, III 1965; pecny6nikaucbka OHOMacTHuHa (RigponiMiuKa) KOHËepexnis (Tesu), Kuis, Kondepeniums 1965; no TOonoknuMuKe cesepo-sananuoi 30KbI CCCP (Teanch OK J1ajIOB H. C006nLeunit), Pura, IlpoOjieMbi 1966; cJiaBsHCKHX STHMOJIOTHUECKHX HCCJIe/IOBaHHIŪ B CBA3M ¢ OOmnel Ich habe es geschafft. MeikuayKapojiubii cumnosuym (Einleitung). TesuChi AOKJIa/OB), MockBa, 1966; Ilepmurasi Genapyckas aka MacTbiuKHafi KaHOepaHUbISi TanaHiMis (T33icht paKJianav), Mineck, 1967; Opounmuka, Mocksa, 1969; IV 2. Auflage, 1969, S. 199. (englisch) PecnyGaikancbka OHOMaCTHYHa koudepenuis (Teun), Kuis, 1969; Congressus tertius internationalis fennougristarum (Tesncbi, I), Tallinn, 1970. 48 K. Korsak, Die baltischen Herausforderir ungen in Perspektive,,,- 1970, Pergalé”, Nr. 1. 10, p. 177. 216 Der polnische Sprachwissenschaftler J. Otrembskis widmete sich der litauischen Onomastik, vgl. die Artikel:,,La formation des noms physiographigues en lithuanien- ®,..La formation des noms de lieux en lithuanien- *“*?,,,O badaniach nad nazwami wodnymi i miejscowymi na obszarze Litwy““*?- ,,.Slawizacja litewskich nazw wodnych i miejscowych*“?! usw. Die Bildung und den Ursprung vieler echten Wörter erklärt er auch in seinem größten Werk „Grammatik der litauischen Sprache“ *?. Einige Fragen der litauischen Onomastik werden in den letzten Jahren in Artikeln von L. Gumeckaja (vgl. Fußnote 53 und 54), V. Rūkė-Dravinia (,,Diminutive bei Familiennamen im Lettischen und Litauischen“**), T. Buch (,,Litewskie nazwy miejscowe w powiatach Sejny i Suwalki*3,- ,,Litewskie nazewnistwo osobowe w powiatach Sejny i Suwatki“*- *,, Nazwy toni rybackich jeziora Galadus*?- ®), K. -O. Falkas (,, Ze studiéw nad slawizacja litewskich miejscowych i osobowych nazw*“®, | O metodach slawizacji litewskich miejscowych i osobowych nazw; o genezie i rozpowszechnieniu nazw na-ance“*- *), A. Obrembska-Jablonska (,,Elementy litewskie w mikrotoponimii wschodniej Bialostoczyzny*®) und andere. Minétinas Jungtinėse Amerikos Valstijose gyvenančio lietuvių kalbininko P. Joniko darbas,,Misy pavardės ir ju atsiradimas®“®, Lietuviškų tikrinių žodžių tyrinėjimo sėkmė glaudžiausiai siejasi su kitų baltų kalbų šios srities laimėjimais. Die lettische Sprachwissenschaft hat bereits bedeutende Arbeiten zur Onomastik erhalten. Einer der ersten lettischen Ortsnamen wurde von A. Bylenšteins gesammelt. Die Ortsnamen aus Kurland und Vidzeme, die er Ende des 19. Jahrhunderts schrieb, sind jedoch größtenteils in Handschriften geblieben. Diese Arbeit setzte der berühmte Linguist Janis Endzelynas erfolgreich fort. Vor allem unter seiner Sorge wurden Anfang der 20er Jahre des 20. Jahrhunderts eine ganze Reihe lettischer Ortsnamen gesammelt, die in zwei Büchern® veröffentlicht wurden. ** Lingua Posnaniensis, Band 1, 1949, S. 199–243; Band 2, 1950, S. 4–43. 5* I. Internationale slawistische Onomastikkonferenz, Breslau — Warschau — Krakau 1961, p. 49—58. 51 Z polskich studiów slawistycznych, Serie 2, Sprachwissenschaft, Warschau, 1963, S. 267—287. ** J. Otrębski, Grammatik der litauischen Sprache, Band II, Wissenschaft über den Aufbau von 1965. Ausdrücken, Warschau, Taip pat plg. 106 Fußnote. 52 Bonpocki TeopHH H HCTOpHH s3bIKa (COOpHHK B uecTb npod. B. A. Jlapana), Jlenunrpan, 1963, p. 84—87. 54 ĮlocnijpkenHa i MarepiaJiu 3 yKpaikncbkoi Mos, Band 6, Kuis, 1964, S. 121–132. Scando-- Slavica, Band 2, Kopenhagen, 1956, S. 41 —47. ** Onomastica, Band 7, Breslau-- Warschau-Krakau, 1961, S. 221—229. 57 Im selben, t. 9, 1964, p. 312—320. 58 Im selben, t. 12, 1967, p. 109—123. Scando-Slavica, t. 9, 1963, p. 87—103. ** Sprachliche Beiträge, t. 4, Nr. 19, Lund 1964, p. 1—16. Auch plg. 83 Fußnote. 8 Studien der z polnischen Philologie i Stowianskiej, t. 8, Warschau, Polen 1969. p. 261 — 270. ** Chronik der Literatur, t. 2, Chicago, USA 1954, p. 111—146. ** Ortsnamen in Lettland d. I, Vidzemes vardi, mit der Teilnahme A. Abzlei J. un P. Smith, von un seinem Vater herausgegeben J. Endzelins, Riga, 1922; Ortsnamen in Lettland, d. II, Kurzemes un Latgales vardi, mit der Teilnahme A. Abel, Graud, Z. Hauzenberg, E. Jakobson, F. Paule, Plaks, L. Spouls, J. Turkupil, B. Savicis, J. redigiert und herausgegeben un J. Endzelins, Riga, Auf 1925. der Grundlage der in I diesem Teil der Publikation veröffentlichten In seiner Arbeit über die K. Ortsnamen in Vidzeme schrieb Būga eine umfangreiche Studie, in der wir neue interessante Schlussfolgerungen über die Namen finnischen Ursprungs in den heute von Lettland-Litauen besiedelten ir Gebieten, über die territoriale Verteilung einiger baltischer Stämme, über einzelne baltische Sprachen und ihre Entstehungschronologie usw. finden, siehe jų ir jo Ausgewählte t. Schriften, III, p. 612—648. 217