Antano Klemento žemaičių kalba
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1997: Deutschsprachige Literatur und Sprache: Einführung in die deutsche Literaturgeschichte. Einer der ersten, der uns seine Gedanken über die Normung der allgemeinen Sprache der Semiten hinterließ, war der Dichter und Adelige Antanas Klementas (ca. 1756-4. Juni 1823). Von den erhaltenen litauischen Gedichten Klemens „haben wir 156 größere und kleinere Werke, die 1494 Verse umfassen*- “. Viel mehr schrieb er jedoch auf Polnisch, es sind drei große handschriftliche Gedichtbände von Klemens erhalten, in denen neben den erwähnten litauischen Versen etwa 60.000 Verse enthalten sind. Der von den neuen Winden Europas ausgelöste Wunsch, auch die litauische Sprache zu kennen, zu „entdecken“ und zu schätzen, entstand zuerst in den Köpfen von T. Čacki, K. Bogušas, Z. Niemcevičius. Čackis wollte wissen, was die litauische Sprache ist und in welchem Gebiet sie gesprochen wird. Bogusch hat bereits behauptet, dass diese Sprache unabhängig und nicht weniger reich als andere ist. Klement, der seine Muttersprache seit seiner Kindheit gelernt hatte, war einer der ersten Semiten, die sich um die Frage einer gemeinsamen Sprache kümmerten und als Grundlage den Semitendialekt vorschlugen. Es ist wahr, dass seine Orientierung auf die Region Žemaitija erst in der Dämmerung seines Lebens verstärkt wurde. Obwohl er in Laumių (in der Nähe von Barstyčiai) unter den Landbesitzern der Semiten geboren wurde und in Rietava aufwuchs (man weiß nicht, wie lange), zog er bereits im Alter von etwa dreizehn Jahren ab 1769 mit seinen Eltern aus der semitischen Umgebung nach Vorobin. In Dombrovica besuchte er die Schule und lebte dort bis 1777, also noch etwa acht Jahre, bis er etwa 21 Jahre alt wurde. Danach kehrte er wieder nach Semigalien zurück — im Gebiet des Semigalier-- Schlammdialektes in Raseiniai arbeitete er von 1777 bis 1792, also etwa vierzehn Jahre. Seitdem kehrte er mit ungefähr 36 Jahren wieder in das Gebiet der Seemänner zurück, in Telšiai, wo er 1823 zusammen mit seiner Frau, der Künstlerin V. Antanas Klementas, starb. Klementas, Zemaitiska giesmelé, Vilnius: Vaga, 1972, 12. Biržiška M. Antanas Klementas, Litauischer Schriftsteller am Anfang des 19. Jahrhunderts, Vilnius: M. Kuktos spaustuvė, 1910, 3. Drei Bände der Handschriften von Clemens sind in der LLTIBR —t aufbewahrt. 1: Kindko moie wiasnorgcznie Ein Gedicht, aw maHtey teiltecce Prosa geschrieben y alphabetisch ordnungsgemäß registriert, Dessen Tom Iszy, sign. f. 1-2156 (im Folgenden „KIDI1806“); t. 2: Kindko moje eigenhändig Gedicht, und sehr in Mathe Teilen Prosa geschrieben und alphabetisch geordnet registriert Ktorego Tom 2gi, sign f. 1-2157 (weiter KIDII1808); t. 3: Dzietko moie wiasnorgcznie Wierszem, aw mafey szastce prozą napisane y alfabetnie porzadnie zregestrowane Ktorego Tom 3ci, sign. f. 1-2158 (im Folgenden „KIDI“, im Alter von etwa siebenundsechzig Jahren). Es ist nicht bekannt, wann genau die Kirche erbaut wurde. Vytautas Vanagas versucht vorsichtig, Mykolas Biržiškos Gedanken, dass seine ersten Werke um das Jahr 1792 entstanden sein könnten, zu widerlegen: „Sie könnten auch früher geschrieben worden sein. Das würde seine Erzählung über seine eigene Hochzeit sagen […J, die um 1789 stattfand.” * Wie auch immer, es scheint, dass er bereits nach seiner Rückkehr nach Zemaitija, vielleicht in Raseiniai, oder vielleicht nur in Telšiai, anfing, Gedichte zu schreiben. Vanag fährt fort, dass „es möglich ist, dass ungefähr mit diesen Zeilen die DI [KIDI1806] beginnt, die mit den Werken des späten Jahres 1806 endet“*. Da „die Reihenfolge der Zeilen in den handschriftlichen Bänden mehr oder weniger der 111810). 225
Chronologie des Schaffens ihres Autors zu entsprechen scheint“¢, kann es sein, dass als erste bekannte seltsamische Zeilen Klemens das erste in seine Handschriftenbände eingetragene „Lied“ „Piosenka Zmudzka Czasu Rewolucyi robiona a teraz po wynalezieniu wyciąga si¢“ zu betrachten ist, das zum Kampf während des Aufstandes von Kosciusko im Jahre 1794 aufruft. Schon der Titel sagt, dass es, obwohl es während des Aufstandes geschrieben wurde, später wieder ans Licht gebracht und vielleicht neu geschrieben wurde. Das bedeutet, dass wir Klemens’ Semitische Sprache nur aus der Zeit seines dorischen Lebens in Telšiai nach dem Aufstand kennen. 1.0. SCHREIBEN 1.1. Bis zum Ende des Jahres 1806. Wie aus dem oben erwähnten „Liesenka Zmudzka“ KIDI1806, S. 125 und dem auf einer anderen Seite geschriebenen „Takoż Piosenka Zmudzka Dawniey zrobiona, czyli zPols wyttumaczona“ KIDI1806, S. 126 hervorgeht, waren die Hauptmerkmale der Klemens-- Schrift von Anfang an folgende. Zum Beispiel schrieb man nicht nur y wyrfa wyina 126 —anstelle von ein, wrera 125 —vierą, sondern auch ku 125 —was, wo viele Semiten den nasalen Laut aussprechen. (2) Der Buchstabe y bedeutete gelegentlich das weit verbreitete [e] der Semiten: dydziu 126 ~ didžia, motryszkiela 125 ~ motriškele, padyrbsett 125 —padirbsiat, susytyki 126 ~ susitikę, krepuwkiet 125 ~ stipruokiat, unsytropij 126 —antsitropij[a], usydegin 126 ~ užsidegin[a], wysi 126 ~ visi, obwohl so geschrieben auch die schmale [i] -y 126 ~ į vorkam. (3) Streifen i; Er schrieb: 1) das unverbreitete samogitische [i]: giwa 125 —lebend, ikir 126 ~ aufdringlich[i], kfawsik 125 ~ höre, und 2) das verbreitete [e]: ir126, isz125 —aus, kita 125 ~ andere, /ig 125, umzina 126 —ewig, Zina 126 —du weißt. Daten nach: Biržiška M. Antanas Klementas, Lietuvių rašytojas pradžioj XIX-ojo am Anfang des 19. Jahrhunderts, 5-6; Biržiška V. A/eksandrynas?2, Chicago: JAV LB kultūros fondas, 1963, 225 (verwendet wurde die 1990 fotografierte Ausgabe). 1635: Johann Christian von Kleist, österreichischer Architekt. > Ibid. ® Ibid. 226
Das Gesetz der regressiven Assimilation, das ein Teil der nördlichen Semiten — Telšiai besitzt, gegen die weitere Silbe des schmalen Vokalismus (mit 7 uz) nicht verbreitet [i] auszusprechen. Obwohl er sowohl die Buchstaben y als auch f verwendete, widerspricht der Zina-Vokalismus dem Gesetz der Umzina-Wörter. (sollte y geschrieben su haben). (4) Mit dem Buchstaben u markierte er alle u seiner Dialekte: 1) [u] (dbk u, Z, y) —budas 126 ~ Weg, butum 126 —wärst, ku 125 ~ was, kuna 125 ~ Körper, rustibie 126 ~ Zorn (?), gwyn® 126 ~ geführt[- a]; 2) [9] (dbk u) —abtur126 ~ aptur[i], muna 125 ~ mano, saldziu 126 ~ saldžia sg. i. (5) Mit dem Buchstaben o schrieb man im Semitischen [uo] (dbk 0): motryszkiela 125 ~ motriskele, sodos 125 ~ sodos, zinot 125 ~ žinot. Das Beispiel nog 125 —nuog zeigt eine künstliche Form, die wahrscheinlich entstanden ist, nachdem ein Semantiker das Geschlecht aus der Oberlausitz mit dem Vokalismus uo als Semantiker wahrgenommen und 0 geschrieben hat — den so geschriebenen Laut mussten die Semantiker lesen [uo]. (6) Mit dem Doppelsträngigen uu kennzeichnete Klemens die semitischen Dounisten [ou] (dbk. uo): dutas 126 —gegeben, vgl. auch die aus einem Fremdwort hergestellte Hyperdemut /uusa 125 ~ liuosą “freien’. Ein anderes Wort, in dem dbk uo ist, ist stärkuwkiet 125 ~ stärkuokiat, mit uw geschrieben als brouwerij [ou]. Die ersten Texte geben keine weiteren Angaben über die Schreibweise dieser Position. Wie Alex Girdenis zeigt, wird im Tirkslių-- Dialekt der zweistimmige [ou] doppelt ausgesprochen (seine Beispiele: du-udl || doudi — du gibst, ju-udus || joudus ~ schwarz- ). “Die Assimilation dieser Laute ist nicht ganz konsistent1i”°. Es scheint, dass auch Clement in diesem Gebiet der ungleichmäßigen Aussprache des Diphthongs geboren worden sein könnte", und dass er dazu neigen könnte, aus den beiden verschiedenen Varianten, die er gehört hat, eine zu generieren, indem er [uu] —uu schreibt. Auf der anderen Seite zeigt sich, dass Klement im Allgemeinen der Meinung war, [0] wie auch [u] in seinem Dialekt einfach mit dem Buchstaben u zu bezeichnen (d.h. kein neues Zeichen für den spezifischen samogitischen Laut zu erfinden- ). Da er die selbständigen Diftonge nicht aufgeben wollte, konnte er sich die Logik einer solchen Kennzeichnung so erklären: Wenn [9] und [u] als u geschrieben werden, dann muss der Diftong [ou] als uu geschrieben werden. Dies wird durch die Bezeichnung ur [on] (vielleicht und [un]?), um [om] (vielleicht und [um]?) bestätigt. Es ist also schwer zu unterscheiden, ob Clement versucht hat, die Aussprache [uu] oder [ou] zu markieren, klar ist nur, dass ihm die Entscheidung, uu zu schreiben, sowohl durch die inkonsistente Aussprache von [ou] als auch durch den ihm vertrauten Buchstaben u, der den Laut [0] markiert, geholfen haben könnte. (7) Mit dem zweisträngigen um bezeichnete Klement das selbständige [om] oder [um] (dbk. am): umzina 126 ~ für immer. Wie aus dem Artikel von Girdenis hervorgeht, wirkte sich die regressive Assimilation von Tirkšliai auch auf die zweistimmigen [om], [on], also auf die Positionen vor Silben mit [i], 7 Pgl. 1996: Die Funktion der Vokalharmonie in der deutschen Dialektsprache. —Kalbotyra4, 1962, S. 141-147. 8 Wahrscheinlich sprach Clemens das Präfix su [su], wie man es in Telsche und in der Umgebung, wo er geboren wurde, sagt, vgl. : Zinkevičius Z. Litauische Dialektologie, Vilnius: Mintis, 1966, 63. Ein Teil der Semgallen — die Kretinger (dounininkai) und ein Teil der Varniškiai (dūnininkai) sprechen hier [so], vgl. ibid. 64, so dass Klement in seiner Kindheit in Rietava auch diese Aussprache hören konnte. 144. in: Die Architektur der Architektur, Bd. '0 Ebd., S. 147. 227
[u] sie wurden ausgesprochen [um], [un]". Clement konnte auch eine so unterschiedliche Aussprache dieser Doppelheiten erkennen, wie im Falle von uu [ou]. Hier konnten also sowohl phonetische als auch grafische Gründe für die Entscheidung, um zu schreiben, verantwortlich sein. (8) Mit dem Doppelbuchstaben un wollte Klement das selbständige [on] oder [un] (dbk. an) bezeichnen: untsytropij 126 —antsitropij[a]. Ähnlich wie bei uu und um gibt es dafür mindestens zwei Gründe. Man kann auch erwähnen, dass Clement in etwas späteren, aber ebenfalls vor Ende 1806 geschriebenen Texten neben dem ursprünglich verwendeten und immer noch verwendeten un [on], z.B. weyzunt 229 —veizant, auch on wafondele 522 —valandélé[je] geschrieben hat. (9) Mit dem zweisträngigen yr bezeichnete er den Zweisprachigen [ei] seines Dialekts: anyr 125 —anie, tyisa 126 —wahr, wyina 125, 126 ~ Platz eines, eines, wyita 126 ~. Das traditionelle hochchinesische ze wurde in dieser Position nicht verwendet. Nach /pasitapė ZemaitiSka [ei] geschrieben und 77; lijpsnu 126 ~ Feuer sg. i. Am Anfang des Wortes geschrieben und i iszka 126 ~ sucht. (10) Mit dem Doppelzeichen je bezeichnete man: 1) seine Dialekte [ie] (dbk. €): bregs 125 ~ begs, niera 125 ~ ist nicht, padies 125 ~ padės, spiera 125 ~ spérai (e wurde traditionell nach dem glatten Konsonanten / geschrieben: miletis 126[4x] ~ lieben, miletumi 126 ~ myléetumi); 2) Vokalismus der entlehnten Wurzeln: miestela 125 ~ Stadt, wiera 125 ~ Jungfrau ‘die Wahrheit’. (11) Bei Zweirädern wurde aw üblicherweise als zweistimmiges [au] geschrieben: dawgiaws 125 ~ mehr, fawni 126 ~ jung, jszpazinaw 126 ~ iSpaZinau, kfawsik 125 ~ hör, obwohl es auch 7auns 125 ~ jung gab. (12) Die zweistimmigen ar, ei wurden durch ay, ey gekennzeichnet. kayp 126 —wie, fabay 126 ~ sehr, reyk 125 ~ brauchen, reykafs 126 ~ brauchen, tayp 126 —ja, uzlaykiti 125 ~ aufrechterhalten, waykielis 125 ~ Kind. Aber vielleicht noch häufiger bezeichneten ZemaitiSkus monoftongisierte [a], [€]: kap 126(2x) —kaip, kartas 126 ~ kartais, metela 126 ~ meteliai, nepritela 125 ~ nepriteliai, pikta 126 —piktai, tikta 125 ~ tiktai, umzina 126 —amžinai, waykiela 125 ~ vaikeliai, Zina 126 ~ žinai. (13) Weiche [č'] Zeichen ¢, cz: Baznicius ~ Kirche (?) 125, neiszticziu 126 ~ nicht aus dem Spiel, Ziemaycius 125 ~ Landwirt, [š'] -sz: szirdis 126 —Herz. (14) Priebalsj schrieb inkonsequent, sowohl das Weiche als auch das Harte schrieb er mit Punkt z: koznus 125 ~ kožnas, uz 125 —für, Zinot —wissen, es ohne Punkt z: Jszpazinaw 125 ~ išpažinau, uzem 125 ~ užem[a], uzfaykiti 125 —zurückhalten. (15) Die Weichheit von g, £ vor e wurde traditionell mit dem Buchstaben i gekennzeichnet: waykielis 125 ~ kid, Zmogielis 125 —žmogelis. Das erste Mal wird das Buch in der 125. Aufl. mit der Überschrift „Z.F.M.“ veröffentlicht. (16) Obwohl es in den ersten beiden Texten nicht vorkommt, kann man in etwas späteren Werken, die ebenfalls vor Ende 1806 geschrieben wurden, bereits Beispiele mit dem Diftong yn [en] (dbk. en) finden: pynkta 522 —fünktą, tyn 229 ~ ten. S. 143–144. 228
Zahlreiche Fälle der Klemens-- Schreibweise stimmen mit dem „Zyvato- “2 überein – einem vielfach veröffentlichten Buch aus dem 18. Jahrhundert auf Semgalish – die Buchstaben aw, uw, yi könnten von dort abgeleitet worden sein. Clement hatte also schon etwas zu vergleichen, und er verglich von Anfang an. Danach änderte sich seine Schreibweise bis Ende 1806, über die wir aus KIDI1806 wissen und für deren Rekonstruktion nicht so viele Daten vorliegen, kaum und nur wenig. Von den markanteren Veränderungen ist nur die Einführung der Nasenbuchstaben 4 und sogar ů (sic!) zu erwähnen, z.B. ků 522 ~ ka, ta 522 ~ tą, těch 597 ~ tą (am Anfang schrieb man ohne Nasenbuchstaben —ku 125 —ką). Sowohl in Klemens Geburtsort als auch in Telšiai wird hier [on] ausgesprochen". Da Klement den Laut [9] auch anderswo als uz geschrieben hat, ist anzunehmen, dass auch hier das u [0] bedeutet, und [n] mit dem Zeichen der Nase gekennzeichnet ist (nosing 4 musste nur auf Polnisch [on] gelesen werden, um einen ganz ähnlichen Klang wie im Semitischen zu erhalten- ). So hat Clement wahrscheinlich damit begonnen, die ausgesprochenen Pronomenenden mit Nasen zu schreiben, um die Aussprache seines Dialekts [on] genauer auszudrücken. 1.2. Ende 1806 – Oktober 1808 KIDII1808 umfasst Texte von Ende 1806 bis Oktober 1808. In diesem zweiten, wie auch im ersten Band von „Dzietko“ gibt es nur wenige Gedichte aus der Region Žemaitija. Wichtige Änderungen in der Rechtschreibung sind bis dahin nicht zu sehen, nur einige Schwankungen sind zu spüren. (1) Zum Beispiel, obwohl er bereits versucht hatte, wie erwähnt, vor dem Ende des Jahres 1806 zu schreiben ky ~ ka, #3 ~ tą, nach einem Jahr andere wieder schrieb anu 755 ~ aną, ku 755 ~ co. Die Nasalvokale der Wurzel waren identisch mit den Diftongen, d.h. wie mit un schrieb man muszunti 206 ~ musanti, runka 184 ~ rękę, so auch grunzinu 755 ~ grazinu, uszkunszti 184 —uzkąścić. Eine solche Übereinstimmung gibt es auch im Telšių Dialekt, wo sowohl die Diftonge als auch die Nasallaute [on]* ausgesprochen werden. (6) Das zweireihige uu wurde auch weiterhin üblicherweise für das samogitische [ou] verwendet: duuk 183(2x), 184 —duok, duus 755 —duos, neduusi 183 —neduosi. 1884 wurde die erste 1884er-Serie eingeführt. Wichtig ist jedoch, dass Clement zweimal uu in uo korrigiert hat: fuuda 206 ~ schwarz und duunas 206 —dunas ersetzte jouda und dounas. Dies ist einer der ersten bekannten Versuche, das selbständige [ou] in ou zu schreiben, um die Tradition des “Zyvato” zu präzisieren. Andererseits ist nicht ganz klar, ob Clement nicht etwas später korrigierte, als er das Werk selbst schrieb. (9) Für die Bezeichnung des selbständigen Zweisprachigen [ei] herrschte in der ersten Periode die Schreibweise yi vor, aber nach dem Jahr 1806 begann die Schreibweise yj zu dominieren: dyjna 184 —diena, /inksmintyjs 185 ~ linksminties, pyjna 206 ~ pieno, wyjna 184 ~ viena, wyjsznies 184 ~ viešnios, wyjto 184 ~ vieto[je]. Es gab aber auch eine vor 1806 vorherrschende Variante: Dyrws 755 ~ Gott[a]s, wyina 206 ~ einen. Auch ij po g: gijsme12 Zyvatas Pona yr Diewa musu Jezusa Christusa, Wilniow: Drukarnie J. K.M. yr RP Kollgio Kunigu Pioriu, 1759 und andere Ausgaben. Z. Zinkevičius: Litauische Dialektologie, zem. 50; Lietuviy kalbos atlasas 2, Fonetika, Vilnius: Mokslas, 1982, 63, Zem. 46 (im Folgenden als LCA 2 bezeichnet). 2, S. 61–63. 2. Auflage. 44, 45, 46. 229
Ja 183 ~ giesmelė, gif mie 184 ~ giesmę, pagijdokiet 184 ~ pagiedokiat. Es scheint eine nicht sehr ausgeprägte Tendenz zu geben, den gewöhnlichen zweisilbigen Yi mit dem zweiten Buchstasu ben aufzugeben i. (11) Ebenso ist Clemens' Abkehr von der Tradition des "Zyvat" in den Jahren 1806-1808 durch die zweistimmige [au]-Schreibweise deutlich. Obwohl es noch aw —faw 183 ~ dir vorkam, steht auf den weiteren Seiten dieses Bandes nur noch au: brofau 184 — Bruder, mehrs 184, gausie 755 ~ reichlich, ilgiaus 755, fauk 755 — lauk[ia], piaun 184 ~ schneidet[a], praszau bitte. (13) K1DI1808 wird zum ersten Mal verwend755 — et und das Zeichen $ für weiches (?) [s'] —tu vor 755 ~ mít, es scheint hier noch ganz spontan entstanden zu sein. 1.3 Oktober 1808 bis März 1810 Im ersten und zweiten KID-Band sind die litauischen Texte jedoch noch sehr gering. Wie Vytautas Vanagas behauptet, „schrieb A. Klement die Mehrheit seiner litauischen Gedichte in den Jahren 1808-1810. Bis dahin hatte er ein Agitationsgedicht, ein paar Idyllen, ein paar Epigramme und mehrere Gedächtnisbriefe geschrieben““. Diese im Oktober 1808 — 1810 geschriebenen Texte befinden sich im dritten Band des KIDIII1810. Einer der wichtigsten Orte von Klemens’ Schaffen — die Gedichte, die dem Bischof von Samogitien, Juozapas Arnulfas Giedraitis, am 17. März 1810 gewidmet und geschickt wurden — sind ebenfalls hier, auf den Seiten 534 bis 559, aufgezeichnet. Sie sind wahrscheinlich auf das Jahr 1809 oder Anfang 1810 datiert. Die in früheren Phasen variierenden Merkmale um das Jahr 1809 (also die Merkmale, die sich in KIDIII 1810 auf den Seiten vor den Texten für den Bischof befinden) sahen wie folgt aus: (1) Clement schrieb sowohl mit als auch ohne Nasen, in denselben Positionen, vgl. ku 461 ~ was, tu 19(2x) ~ das, aber auch fy 490(3x) —das. (6) Häufiger schrieb man das unverdoppelte u [ou]: atiduti 19 —abzugeben, /uste/a 20 ~ mit einem Streifen, also auch eine der Varianten, die für “Zyvatas” charakteristisch sind. Es ist möglich, dass Clemens zwei gleichzeitig geschriebene Stimmen manchmal als überflüssig empfand und er eine schrieb. Es ist weniger wahrscheinlich, dass er hier geneigt gewesen wäre, das Geräusch der Sumpfschnecken zu markieren. (9) Es ist möglich, dass Clement [ei] häufiger yj statt yr schrieb, weil die polnische Rechtschreibung versuchte, den Buchstaben j allgemein häufiger zu verwenden, vgl. unten 12. Merkmal. Die Schreibweise von Clemens yj ist hier ebenfalls nicht konsistent (neben den Formen dyjna 490 —den Tag, wyjna 21, 490 —einen, gab es auch Geschlechter mit zi: dijna 21 —den Tag, wijnu 20 ~ einen). (11) Der Doppelvokal [au] wird weiterhin am häufigsten au geschrieben: didiaus 461 —dichter, paraszau 461 — ich schreibe, praszau 461 — bitte, sau 20, 490, sausiay 490 — im Januar, obwohl es auch awfawrnu 461 — junger gibt. | (12) Ganz unerwartet begann Clement neben den üblichen ay, ey (mayszus 461 —Sack, Szateykius 19 —Satte) auch Wörter mit aj, ej zu schreiben: gaj/us 461 —bedauern, kajp 20 ~ wie, fejsybie 21 ~ Wahrheit, wajkiela 20 —Kind. 13. Aufl., S. 15. Anton Klimt. 230
Es ist bekannt, dass sich die Schreibweise dieser Zweistimmigen mit f in der polnischen Orthographie erst in den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts endgültig durchgesetzt hat, d.h. nachdem diese Schreibweise in der 1830 in Warschau erschienenen Veröffentlichung „Rozprawy i wnioski o ortografii polskiej“ von einer speziellen Delegation genehmigt wurde: „Bevor die Delegation die Jota genehmigte, verbreitete sie sich nur in den Regionen, wurde aber nur widerwillig angenommen; Als die Anweisungen der Delegation veröffentlicht wurden, änderte sich die Situation augenblicklich völlig, überall wurde der neue Buchstabe angenommen und im ersten Jahrzehnt nach „Rosprawy...” 1830 Erscheinung; Der Verbrauch näherte sich der Norm und wurde bald erreicht”'®. Am häufigsten kann die Verbreitung des Jots in litauischen Texten mit seiner Verbreitung in der polnischen Schrift verbunden werden. D.h. die litauischen Autoren, die in den polnischen Texten nach der neuen Orthographie die zweistimmigen aj, ej (anstelle der alten ay, ey) zu schreiben begannen, haben sie auch in die litauischen Texte aufgenommen. Clements Versuch, hier zu schreiben, ist jedoch weit früher, von 1809—1810. Es stimmt, wie Bajerowa feststellt, dass „Szylarski und Nowacynski bereits im 18. Jahrhundert Anhänger von Jot waren, aber es waren nur vereinzelte Versuche, die im Wesentlichen ohne Gegenwehr blieben“. Wie man aus den Beispielen der Studie von Jan Loszy erkennen kann, schrieb weder der eine noch der andere mit diesem Jot im 18. Jahrhundert noch keine Diphthonge, nur einige andere Positionen (in der traditionellen polnischen Schrift des 18. und früheren Jahrhunderts gab es überhaupt kein; raidés)'®, Einer der ersten, der öffentlich vorschlug, mit j und polnischen Diphthongen zu schreiben, war der Dichter Alojzy Feliński im Jahr 1816“. Im Allgemeinen „ist es eine unbestreitbare Tatsache, dass sich die Krankheit zuerst in Vilnius ausbreitet“. Es ist jedoch bekannt, dass über die Reform der polnischen Rechtschreibung im Allgemeinen schon früher, 1808, in Vilnius öffentlich geschrieben wurde. Golianski? !, dass eine solche Reform von 1809 bis 1814 von der Warschauer Gesellschaft der Freunde der Wissenschaft diskutiert wurde, dass Joachim Lelewel 1809 einen Artikel über die Notwendigkeit einer Änderung der polnischen Rechtschreibung schrieb. Es ist wahrscheinlich anzunehmen, dass Klement, der viel und oft nach Vilnius gereist ist, die ersten reformistischen Stimmungen der polnischen Rechtschreibung, vielleicht auch die Notwendigkeit, die Schreibweise der Zweistimmigen zu korrigieren, gespürt haben wird, indem er die Neuheit in seinen selämischen Texten episodisch selbst ausprobiert hat. 18Bajerowa I. Polski jezyk ogdlny XIX wieku, Stan i ewolucja 1, Ortografia, fonologia z fonetyką, morfonologia, Katowice: Uniwersytet Śląski, 1986, 39: “Przed aprobatą Deputacji jota szerzyta się tylko regionalnie i zoporami; Nach der Verabschiedung der Vorschriften der Deputation änderte sich die Situation augenblicklich völlig, überall wurde der neue Buchstabe angenommen und im ersten Jahrzehnt nach den Verhandlungen von 1830 war die Sättigung schon nahe dem Zustand der Norm —schnell erreicht worden". 71. Aufl. 36: “Befürworter der Jote waren bereits im 18. Jahrhundert Szylarski und Nowaczynski, es waren jedoch einzelne Versuche, im Prinzip ohne Abzug”. 18% og J. Pisownia Polska w przeszlosci i obecnie, zagadnienia i wnioski, Kraków, 1917, S. 55–57. 19 Bände. 1958, S. 14. Franziska B.: Die deutsche Sprache im 19. Jahrhundert. 38: “Es ist eine unbestreitbare Tatsache, dass sie sich am spätesten in Vilnius verbreitet.” Kau puz A. U3 ucropuu moasckoit oprorpaduu B BurbHe B riepBot Tperu XIX B. —Acta Baltico-Slavica varianto ją 8, 1973, 172. 2, S. 178. 2, S. 170 ff. 231
yj [ei] statt y7 (9 (siehe Abschnitt 4.4). (13) Ir Weiter Clement verwendete die Schrift $: mit einem Faust 490 — Ich werde warten, Farsi 541 — So wie. 1.4. März 1810 Auf der Suche nach einem präziseren grafischen Ausdruck für seine Texte aus der Region Semgallen setzte sich Klement zum Schreiben von Gedichten für Bischof Juozapas Arnulfas Giedraitis zusammen. Dies ist ein verantwortungsvoller Moment in der Biographie des Schöpfers. Der Bischof war schon damals bekannt als der, der sich um die litauischen Angelegenheiten kümmerte und die litauische Sprache entwickeln wollte. Er hatte weit mehr finanzielle und administrative Macht in seinen Händen als jeder andere, um die Entstehung einer gemeinsamen Sprache zu beeinflussen. Clemens musste auch die moralische Autorität des Bischofs spüren. Die von Giedraitis geförderte litauische Evangelien-Ausgabe von 1806, die zum ersten Mal ohne parallele polnische Texte gedruckt wurde, war voller Aufmerksamkeit für die exakte Wortwahl, mit zahlreichen Anmerkungen zu litauischen Synonymen, durchdrungen von der philologischen Einstellung, sich um die litauische Schriftsprache zu kümmern. Clement konnte diese Veröffentlichung nicht ignorieren. Daher die große Verantwortung, seine Meinung in einer ziemlich formellen, schriftlichen Text, Clemens musste deutlich zu spüren sein. Die Zustimmung oder Ablehnung von Giedraitis konnte viel ausmachen. Keine direkte Antwort von Giedraitis ist erhalten geblieben, und nur philologische Studien lassen erahnen, dass seine Meinung nicht zugunsten von Klemens war. Clement konnte schon damals die andere Einstellung von Giedraitis spüren und kennen, deshalb war es noch wichtiger, die Aussagen gut zu begründen. Einige der dem Bischof von Žemaitija gewidmeten Verse wurden von Klemento zunächst in seinem KIDIII1810 (1. Klarschrift) niedergeschrieben und erst danach noch klarer umgeschrieben und an Giedraitis selbst geschickt**. Dank des glücklichen Schicksals haben beide Schreibschriftvarianten unsere Zeit erreicht, und gewisse, wenn auch nicht sehr ausgeprägte Tendenzen zur Korrektur der eigenen Schreibweise sind nicht nur beim Vergleich der ersten Schreibschrift mit früheren Texten, sondern auch mit der vom Autor selbst angefertigten zweiten Schreibschrift zu erkennen. Bestimmte verstärkte oder neu entstandene Tendenzen sind aus dem programmatischen und schlagkräftigsten Werk Klemens zu erkennen, d.h. „Donis padne..." (KIDP1810, S. 3-9), der erste, der unter den Texten für Giedraitis eingetragen wurde. (1) Als Klement Gedichte an Giedraitis schickte, hatte er sich bereits entschieden, den Nasalbuchstaben y konsequent zu verwenden, offenbar um zuerst das ausgesprochene Wortende zu kennzeichnen, das den Nasalklang behalten hat. Zum Beispiel KIDIII1810: ky 534, 535, 539 ~ was, dieser 535, 536, 537, 538(2x), 539 —das. Doch schon in diesem Text schrieb Klemens auch die Formen Gudysi 535 ~ Gudūse, Zremayciųsi 539 ~ Žemaičiūse, und begann nach und nach die Verbreitung der Schreibweise mit dem nosenförmigen ų zu erweitern. Bei der Abschrift der zweiten Version, die an den Bischof geschickt wurde, wurden die Fälle von Nasalbuchstaben häufiger. Zum Beispiel: KIDIII1810 buvę Alsiediusie 534 —Alsėdžiūse, anu 538 ~ any, buwysiu (sic!) 534 ~ buvusių, Zė/sziu 535 ~ Telšių, Klemento KIDP1810 geschrieben bereits Alsiediysi 1, any 8, buwysiy 1, 2% | Antanas Klementas), Donis pridera Dyjno ward=metu Szwisiey-Skayciausiuu Juzapou Kunigaykszciuu Giedrayciuu Wiskupuu Ziemayciu, Kawalieriuu GraZibies Buwysiy Linku Ponistes Metysi 1810 mę morciaus 19 D Ligiay su rasztas eyla sudietas Par tikra, ir wysa ziemiausi Tarna AK Alsiediysi Adtydouta, Handschrift geschützt LNMMB,; Zeichen. PR 1317, 34 S. (im Folgenden: KIDP1810). 232
Telšiuose 4. Tick KIDP1810 im Wort metysi 1 ~ In den Jahren gibt es auch einen Brief ų. So lebendig zu sehen Der Versuch von Klemens, sich zu entscheiden, nach dem selbständigen Dialekt das Nasenzeichen y in die geschriebenen Enden (manchmal auch in die nicht geschriebenen) einzuführen, in die pl. ines. Beim Einführen in die Gliedmaße. Schon aus der ersten KIDIII1810-Variante ist die Schreibweise ku ~ was, fu — das verschwunden. Klemento hat einen ziemlich mutigen neuen Weg eingeschlagen, in diesem Fall hat er seine Innovation bereits ziemlich konsequent befolgt. Der Buchstabe ų wurde in der traditionellen litauischen Schrift überhaupt nicht verwendet. In der Großen In Litauen gegen Klement ją von Alexandria Mikalojus Viele 1599 Jahre "Die Post". Mažojoje In Litauen ų verwendet Daniel Klein in seinen Grammatik1653 ir 1654 en der Jahre, viele andere ir Autoren bis zu — Einschließlich der Grammatik von Kristijonas Gotlybas Milkas aus dem Jahre 1800 (obwohl diese Nase grafisch nicht mit dem heute üblichen Band, sondern mit einem schrägen geraden Strich gekennzeichnet war). Offensichtlich hat Klement diese Schrift aus den Texten von Kleinlitauen übernommen, obwohl er sie in etwas anderen Positionen verwendet hat (Milkaus ų wird nur sg. acc. verwendet, und pl. g. schreibt er 4%). In diesen späteren Texten von Klemens treten die traditionellen polnischen Nasenlaute ą, ę überhaupt nicht mehr auf. Aber zum Beispiel aus Klemens Entscheidung, im Semitischen [on] oder [un], [om] oder [um] ur und um zu schreiben, geht hervor, dass er den in den Semitischen Schriften “Zyvate” verwendeten Buchstaben a[on] nicht einmal benötigte, sondern sich entschieden hatte, den anderen Laut bezeichnenden Buchstaben u zu verwenden. In diesem Fall ist der Mut von Klemens, die Tradition von Großlitauen zu reformieren und die Neuheit von Kleinlitauen auch dem Bischof vorzuschlagen, unbestreitbar. Der Buchstabe y hat Clement hier bereits konsequent eingeführt. Sie ist umso bemerkenswerter, weil es keine anderen Nasalbuchstaben gibt. (6) In der Sau-Schrift KIDIII1810 herrscht immer noch uu vor: Giedrayciuu 534 ~ Giedraičiou=ui,:5Sziuuk 539 ~ i§juok(ia- ), Juzapuu 534 ~ Juozapou=ui, /uusas 534 ~ liuosas, fuumi 539 —tuomi usw. 534 wurde er aber wieder freigelassen. Obwohl uu häufig geschrieben wird und wir KIDP1810 verwenden, gibt es auch einige Versuche, uu zu ou zu ändern. Hier ist das ehemalige isziuuk umgeschrieben in isziouk 8, Juzapuu- >Juzapou 1, luusas>lousas 3, tuumi>toumi 9 (der zweibuchstabige ou der Wörter isziouk und lousas KIDP1810 wurde ursprünglich auch uu geschrieben, aber korrigiert). An einigen Stellen, wo KIDP1810 ou direkt geschrieben wird (įsziougdams 3 ~ verspottet, iszdoutas 5 ~ herausgegeben), wurde uu bereits im früheren KIDIII1810 zu ou korrigiert:; sziougdams 535 und iszdoutas 536. KIDIII1810 war 70g 535 —dass KIDP1810 sogar durch /0ug 4 ersetzt wurde, also durch hypererdisches Geschlecht! Ausgeprägte Bemühungen um bewusste Modifikation. Darüber hinaus wurde an einigen Stellen nur ein für KIDP1810 vorhandenes Wort durch ein doppeltes uu ersetzt: aplinku 536 ~ aplinkou- =ui > aplinkuu 5, Kunigaykszcziu 534 ~ kunigaikščiou=iuo > BMielcke Ch. G. Anfangs- =Gninde einer Littauifchen Sprach= Lehre, worinn war die von dem jiinger. : Ruhig ehemals herausgegebene Grammatik zum Grunde gelegt, aber mit ftarken Zufétzen und neuen Ausarbeitungen verbeffert und vermehrt worden von Chriftian Gotlieb Mielcke, Cantor in Pillckallen, Karaliaučius: Druck und Verlag der Hartungfchen Hofbuchdruckerey, 1800, 12 ir kt. 233
Die Maya-Sprache. Offensichtlich ist ne es eine Die Entscheidung Klemens ist eine gewisse allgemeine Einstellung der Semgallen to dieser Zeit. Die anderen auftretenden Höflichkeiten sind zufällig, z.B. giwendami żyjąc 5 ~ (Gem. wäre * givendamis), wydui 4 — viduj (Gem. Sie sind * verheiratet). 2.3. Landkreis Bruck an der Leitha. Das ir Verhältnis der Geschlechter in der Semitischen Hochlatinisch In den Texten von Klemens wird deutlich, dass er auf dem Žemaitischen schrieb. Die oberlitauischen Geschlechter anstelle der niedersächsischen werden nur in zwei Fällen gewählt (Diphthongs und Afrikata), und das lässt keinesfalls von einer theoretischen Vorstellung sprechen, verschiedene Dialekte zu kombinieren. Ebenso wenig sind diese Hochzeiten allein durch den häufigen Wechsel von Klemens’ Wohnort eingemischt worden, was die Forscher oft, indem sie sich auf Klemens’ eigene Worte berufen, gerne darauf hinweisen, da sie bewusst eingefügt wurden. Theoretisch schlug Klementas Giedraitis KIDP1810 auch vor, den selbständigen Telšiai-Dialekt als allgemeine Sprache zu wählen. Er argumentierte mindestens zweimal. Das erste Argument ist, dass die Telšiai ein Klemens-- Dialekt sind. Man muss jedoch zugeben, dass Clement vielleicht der erste war, der öffentlich zugab, dass für ihn, wie für jeden anderen, die Dialektspezifität sehr wichtig ist: “Tay ira zinio wysims: iog kijk wyjnas sawa ||Gir pusie ty; „Ich will nicht sagen: Telsziy akkuma peykti; ||Ich will noch sztowie anay paderunti teykti“, S. 4. „Ich will nicht sagen: Telsziy araka peykti; ||Ich will noch sztowie anay paderunti teykti“, S. 5. „Ich will nicht sagen: Telsziy araka peykti; ||Ich will noch sztowie anay paderunti teykti“, S. 6. „Ich will nicht sagen: Telsziy araka peykti; ||Ich will noch sztowie anay paderunti teykti“. Doch Giedraitis, dem der Semitische Dialekt wahrscheinlich nicht die Muttersprache war, bot Klement ein anderes Argument an – das geographische – Telšiai in der Nähe von Varniai, das Zentrum der Semiten: “Nu Warniu, Telzia esu netolij padieti,|| Abu wydui Ziemayčiu —/:Jog tayp sznek girdieti:/—- Jszto paskuyto prigut teysibie pažinti:||- Kad arakas musyskie reyk tikroiu wadinti”, S.4. Natürlich hatte Clemens, wenn er überhaupt die Hoffnung hatte, jemanden zu überzeugen, in diesem Fall den Bischof, dann nur mit dem zweiten Argument. Darüber hinaus hätte es Klemens lieber gehabt, wenn auch K. Sirvydas sein Wörterbuch “wahrhaft semitisch” geschrieben hätte: “Kurius/:regiems daktc:/wercie daugiaus Litjuwyszkay || Nekayp prigut musiszkay, tikray Ziemaytyszkay”, S. 6. Solche Argumente zeigen, dass sich Klemens schon theoretisch um eine gemeinsame Sprache, genauer gesagt um eine gemeinsame semititische Sprache, gekümmert hat. 3. Bd. Verbrauchsgebiet. Ein weiterer Schritt wäre der Versuch, festzustellen, ob Klement bereits eine Vision hatte, wer in sematischer Sprache schreiben sollte, d.h. in welchem litauischsprachigen Gebiet die Bewohner diese sematische Schriftsprache verwenden könnten. Natürlich vor allem die Zemaiten. Aber hat er sich vorgestellt, dass auch die Hochländer von Kleinund Großlitauen Leser und Schriftsteller einer solchen Sprache werden? Es fällt auf, dass Klemens, obwohl er den Dialekt von Sirvydas nicht mochte, sein Wörterbuch sehr lobte: “Wyjnok reyk tych kninga poteysiey garbinti,|- |Jog machte uns pradzie [...]||[...] —Tad weltu peykti||Ano darba, jeszcze reyktum sztowie diet Jo weykti —||Asz sam idant Kningeles ano neturiečio, ||Nemasz paraszidinti dabar negalečio"K1DP1810, S. 6. Und im Text von Clement selbst finden sich unbestreitbare Wörter des Sirvydas- -Wörterbuchs, zum Beispiel iszpaustuwes sg. g. 5 —išspaustuvės, als unklares Wort von Klemens auf Polnisch erklärt und in der Fußnote —Drukarnia (vgl. 240
152) und der „Schrift des Lebens“ (153). Absatz 8 — Zuschuss, in der Fußnote —Posifek (Sir. Pošifek jaenny |...) Beilage/Absatz, 428); teysikfu 6 ~ Gesetze, in der Fußnote — Prawidia (Serv. Prawidto|...] Taysikte, 441-442); wilta=wilis 9 ~ viltavilis, i$naSoje Podchlebca, (Sirv. Pochlebca [...| Wiltawilis, 402) u. a. Dieser Lobpreis für Sirvids „Dictionarium“ zeigt, dass Clements jj es als sein eigenes betrachtete. Das Wörterbuch ist jedoch in einem östlichen Hochdeutschen Dialekt geschrieben, der sich deutlich von dem von Klemens vorgeschlagenen Dialekt der Semgallen unterscheidet. In diesem Fall war der Dialekt für Clement also kein großes Hindernis. Dies könnte die ursprüngliche Annahme vermuten lassen, dass der hochgriechische Teil Großlitauens für Klemens ziemlich eigen war, dass die Unterschiede im Dialekt nicht so wichtig waren wie die wichtige kulturelle geopolitische Gemeinschaft. Darüber hinaus beeindruckende Clements Denken über Dig. Ein Beispiel für die sprachliche Integrität Litauens wäre seine Parallele mit der Festigung des Dialekts, der zur Grundlage der gemeinsamen polnischen Sprache wurde. Obwohl Klement sich bescheiden äußerte, dass „Neešmu Lunkitoias swetymu asz szalu,Wos tyjk, ar maž žinoti Linku zieme galu“ KIDP1810, S. 5, wusste er doch, dass es eine gewisse Konkurrenz zwischen dem Großpolenischen und dem Kleinpolenischen gab: „Kur ira tyn dydyi; ir maži wadinti,|| Wyjni nu untru prisz sau katbu neabkinti“, S. 5. Sie hassen sich gegenseitig nicht einmal den Dialekt. Und weiter bemerkte Clement: „Wyinok maži=Linka tur rasztųsi iszgali“, obwohl „Dyješni unt mažuiu, parstou Kalba gali“, S. 5. In den Schriften sind die Kleinen die Ersten, nicht die Großen, obwohl die Großen mehr Macht haben. Wie sehr es den Großpolen auch nicht gefällt, die Bücher, die in dem Kleinpolenischen Dialekt gedruckt werden: „Wysas kningas iszdoutas wyjna jra buda“, und das sind Aussagen, die keine Diskussion hervorrufen, denn „Nichts, wir wissen das; aber auch wysi Guda“, S. 5. Polnische Bk. Clement bezweifelte die Integrität der Konsumtheorie nicht. Diese Beschreibung des Verhältnisses der polnischen Dialekte ist also eine offensichtliche Anspielung Klemens auf die Konkurrenz zwischen den jematischen und den hochlitauischen Dialekten Großlitauens. Ihm ist klar, dass nicht unbedingt ein größerer Dialekt und ein größeres Gebiet die dialektische Grundlage einer sich entwickelnden Allgemeinsprache bestimmen. Klement schlägt vor, dass der zemgaler Dialekt für diese gemeinsame Sprache ganz gut geeignet wäre, obwohl sein Gebiet kleiner ist als das der hochländischen Dialekte. Wenn Clement sieht, dass Dialekte miteinander konkurrieren, dann modelliert er ihre Möglichkeiten für das gleiche Gebiet. Er spricht von dem Gebiet Großlitauens, zumindest dem litauischsprachigen, als von einem zusammenhängenden Gebiet, das auch eine gemeinsame Sprache haben sollte. Und die Eigenart der Schriften von Sirvydas für die Semgallen bestätigt dieses Verständnis der Einheitlichkeit offensichtlich. Und die Bücher, die von den Großpolen gelesen werden und die in dem Dialekt der Kleinpolen geschrieben sind, sind ein guter Hinweis für die Hochländer von Großlitauen, in welchem Dialekt geschriebene Texte sie wählen sollten... Obwohl Klement seine Gedanken nicht genauer entwickelte, ist es klar, dass es für ihn am akzeptabelsten gewesen wäre, ein Buch auf der Grundlage des Dialekts der Semgallen zu lesen. Nicht nur für die Semgallen, sondern auch für die Hochländer von Großlitauen. Ein Gebiet und eine allgemeine samogitische Sprache. In ähnlicher Weise behauptete Zigmas Zinkevičius, dass “Kle34 Zitiert nach der dritten fotografischen Ausgabe (1642): Pirmasis lietuvių kalbos žodynas, Konstantinas Širvydas, Dictionarium trium linguarum, zusammengestellt von Kazys Pakalka Vilnius: Mokslas, 1979. 241
Nach Meinung des Mentors sollte sie [die allgemeine Sprache] auf dem zemaitischen (aukštaičiai nusileisig) telšiškischen Dialekt basieren- "*. Es wäre jedoch kaum möglich, irgendwelche Hinweise zu finden, die es Klemens bžk. Erweiterung der Vision des Gebietes auf Klein-Litauen. Einige Überlegungen lassen vermuten, dass die Tradition der preußischen litauischen Schriften Klemens nicht als wichtiges oder nachzuahmendes Beispiel erschien. Hier beklagte er sich, dass “Tou Größe negat nichts zu tun; Ich habe keine Ahnung, wie ich das machen soll, aber ich weiß, dass ich es tun muss, und ich werde es tun, und ich werde es tun, und ich werde es tun, und ich werde es tun, und ich werde es tun. Klement stellte sich vor, dass die litauische Sprache keine Regeln habe, wahrscheinlich bezeichnete er so den Mangel an gedruckten Grammatiken. Clement könnte den Mangel an Wörterlisten oder sogar Wörterbüchern angeführt haben (in Sirvids Wörterbuch wird der Index an einer Stelle erklärt Rere/tr w ksiegach- /Elenchus, [yllabus, index. Rodiktfe- /rodibu knigi?*)). Doch in Kleinlitauen wurden nicht wenige bedeutende Grammatiken und Wörterbücher der litauischen Sprache herausgegeben, die letzten davon — die beeindruckenden Werke von Kristijonas Gotlybas Milkas im Jahre 1800. Es ist schwer zu glauben, dass Clement von ihnen nicht gehört hat. Als existierend und daher wichtig bezeichnete er nur Sirvydas' "Dictionarium". Offensichtlich haben die Schriften von Kleinlitauen Klemens nicht angezogen, sie funktionierten in einem anderen Gebiet, dessen Bewohner ihre BZK modellierten. Das war nicht nötig. Das Denkmodell, von dem auch das Konzept des Gebietes von Klemens bžk abhängig war, wird deutlicher. Es ist offensichtlich, dass die politische Grenze zwischen den beiden Staaten — Russland und Preußen —, die die beiden litauischsprachigen Gebiete trennte, für Klemens auch zu einer Grenze wurde, die seine Vision einer gemeinsamen semitischen Sprache einschränkte. Im Kopf von Bajor Klemens dominierte zweifellos das geopolitische Modell des litauischen Litauens, das Kleinlitauen traditionell nicht umfasste. Es ist sehr stark, das Sprachmodell kann noch nicht an seine Stelle treten. Clemens hatte sein eigenes altes, aristokratisches Verständnis des Volkes, das die Sprache nicht mit dem Volk in Verbindung brachte. Mehr als ein Jahrzehnt später, um 1823, wird ein sehr ähnliches Muster auch aus den Texten des Barons Dioniz Poška hervorgehen. Jurgis Ambraziejus Pabrėža, Kind eines Bauern, wird noch in fünf Jahren und darüber hinaus versuchen, nicht die politische, sondern die sprachliche Spaltung des litauischsprachigen Gebietes in seinem Bržk zu wählen. Anstatt jedoch zu versuchen, die ethnischen Grenzen zu erweitern, wird er einige Semiten trennen – er wird das ethnische Gebiet auf das subethnische eingrenzen. Und es wird noch ein ganzes Zeitalter vergehen, bis sich das davantische – sprachliche, ethnische – Verständnis eines Volkes durchsetzt. 4. Auflage. Beziehung zur gesprochenen Sprache. Es gibt nur wenige Überlieferungen von Clemens, die darauf hindeuten, dass er auch an die gesprochene Variante der allgemeinen Sprache dachte. Es ist sinnvoll, zum Beispiel Clements Schlussfolgerung zu zitieren, nachdem er sich über das Fehlen von Farsy/en (Grammatiken?) seiner Muttersprache beschwert hatte: “Par to negalem gieray katbieti, rasziti” KIDP1810, S. 7. Atrodytų, kad gramatikos (ir žodynai?) Zinkevičius Z. Lietuvių kalba XVIII-XIX a., 132. 30 Erstes Wörterbuch der litauischen Sprache, 474. 242
Klemens braucht sie nicht nur, um gut zu schreiben, sondern auch, um zu schreiben, so dass es ihm offensichtlich ist, dass man beim Sprechen die normativen Werke berücksichtigen muss und nicht irgendetwas sagen darf. An einer anderen Stelle zeigt sich wieder, dass Clement den Zusammenhang verstanden hat, dass die geschriebene Sprache die gesprochene beeinflusst: “Kiti [...]||[...] Giwendami [.:.] Lijtuwos pakraszti|| Tayp pradieia sznekieti; kayp tyn rada raszti“, p. 5. Eine solche oberflächliche Beschreibung kann jedoch ungenau sein. Das erste Zitat geht weiter: „Ich sage! Ich weiß nicht, was ich sagen soll, aber ich weiß, dass ich es nicht tun werde, und ich weiß, dass ich es nicht tun werde, und ich weiß, dass ich es nicht tun werde. Man sieht, dass das “gut reden” (nach Grammatiken und Wörterbüchern) in erster Linie nicht die Vereinheitlichung des Tarts bedeutete, sondern die Reinigung des Wortschatzes. Die Fortsetzung des zweiten Zitats wäre: “Tay senu=dyjnu sprach Z-iemaytiszka musa,||Jau nupgadynima nepalika luusa”, S. 5. Mit Blick auf die Texte des 18. Jahrhunderts, die offensichtlich in der Makaroni-Sprache geschrieben wurden, beschränkte sich Clement natürlich auch hier auf das Lexikon und nicht auf die Aussprache. Klemens wird vor allem sagen wollen, dass aus den Texten Wörter in die Sprache gelangen, und nicht, dass die Sprache sich an die geschriebenen phonetischen Geschlechter anpasst. Damit hat Clement die Laute nicht deutlich von der Verwendung der Wörter in der Umgangssprache getrennt. Diese erhaltenen Hinweise auf die Verbindung des Sprechens mit den Schriften lassen noch nicht feststellen, dass Clemens sich um die Normierung der allgemeinen gesprochenen Sprache gekümmert hätte. Clement wollte das Wortschatz der gesprochenen Sprache ebenso pflegen wie der geschriebenen, aber er spürte noch nicht die Notwendigkeit, die Aussprache speziell zu vereinheitlichen. Es ist daher sinnvoll, nur über die allgemeine schriftliche Sprache des Klemens zu sprechen (vgl. Die Vision. 5. Auflage. Grundlage: Systematik. Der Gegensatz zwischen Gebrauch und Sprachsystem ist in Klemens’ Denken vielleicht etwas deutlicher zu spüren. Es wird erwähnt, dass es Clemens aufgrund des Mangels an normativen Schriften unmöglich erschien, gut zu sprechen und zu schreiben. Es scheint, dass er sich mehr auf die Grammatik als auf die Verwendung konzentrierte. Dass “Mes cicie katbom tikta iszprigirdieima” KIDP1810, S. 6, ein schlechter Zustand sei, werde nur gut gesprochen, wenn feisyk/as und Pfeile geschaffen würden. Damit wird der Wunsch zum Ausdruck gebracht, sich auf das Sprachsystem zu verlassen. Dann schau doch mal rein. Ein Dialekt wird genommen, aber es sind Regeln erforderlich, um diesen Grund zu schaffen. Zu dieser Ansicht dürfte Clement auch dadurch ermutigt worden sein, daß er sich manchmal unsicher fühlte in seinem Muttersprachlertum — gierig las er Sirvyds Wörterbuch auf der Suche nach Wörtern, gierig hätte er auch die Grammatik gelesen, wenn er eine gehabt hätte. Vielleicht zeigen auch die erwähnten, besonders markanten Versuche, die Weichheit der Konsonanten (¢ r, 7, $) zu bezeichnen, die ihm als eine deutlichere Besonderheit des Systems erscheinen konnten als die Enge oder Breite der Vokale, zum Teil das Streben Clements, sich an den Regeln, am Sprachsystem zu orientieren. Jedenfalls konnte Clement dem entgegengesetzten Prinzip, so zu schreiben, wie es gesprochen wird, nicht zustimmen — „isz girdieima maz weykti galetus“. Mykolas Biržiškis schien einfach zu glauben, dass Klement die Sprache der Scharlatanen verachtete?’. 3Birzi%ka M. Antanas Klementas, litauischer Schriftsteller des frühen 19. Jahrhunderts, 28. 243
6. Klemento Bržk. Quellen und Perspektiven. Ungefähr diese Parameter der notwendig werdenden gemeinsamen Sprache skizzierte Klemens für Bischof Giedraitis. Aber was auch immer er sich davon vorstellte, es war nur ein zögerlicher Wunsch, etwas vorzuschlagen, kein zielstrebiger Wunsch, etwas zu überzeugen. Vorgeschlagen, vereinheitlicht das Gefühl, dass die Entscheidungsgewalt in den Händen des Bischofs. Clements Text klingt wie eine Stimme “für”, aber nicht eine Initiative zur Einführung. Clement entwickelt Ideen, fühlt sich aber nicht in der Lage, sie umzusetzen. Aus dem Text für Giedraitis geht hervor, dass auch Klement etwas über die Gedanken des Adressaten über die Bildung einer gemeinsamen Sprache wissen konnte. Zum Beispiel schrieb Clement, dass “Rasi cie Kunigaykszciu! 1999: „Die Welt ist ein Stück von mir, die Welt ist ein Stück von dir“ 2000: „Die Welt ist ein Stück von mir“ 2001: „Die Welt ist ein Stück von dir“ 2002: „Die Welt ist ein Stück von mir“ Der Dialekt des Fürsten war also wahrscheinlich nicht jemaitisch, er stammte aus den Gebieten des östlichen Aukštaitija! Möglicherweise spürte Giedraitis eine gewisse Abgeschiedenheit von dem samogitischen Dialekt (er sagte, er wisse, dass jeder seine eigene Seite, wo er geboren wurde, lobt), und er sah es als notwendig, die Gemeinsamkeit der Samogiter und der Hochlatiner zu betonen: “Wyjnims, untrusius nereyk par žodzius niekinti, ||Jog wysi mes Z-iemayčia esma, reyk adminti”, S. 7. Wir sind alle gleich, alle brauchen die gleiche Bk. Und bis zu diesem Zeitpunkt, als hochdeutsche Schriften vorherrschten, dachte Klement über Druckereien, die sich in Litauen (Aukštaitija) befanden und dort Elementare für Kinder herausgaben: “Nedydia ira Lustas, tayp mums pasakiti:||’Kad und alementoriaus iem wakus mobkiti,||Pas tokiu žodziu pratin, kayp warstoy Lijtuwa!- ||Weil es gedruckt wurde von tynay arciaus buwa“, S. 4-5. Daher brauchten sie eine Druckerei in Zemaitije, die Bücher in der Semgalenischen Sprache herausgab: “Kad Warnia oder Telszia anus [Schriften] dir besiedest, ||Kayp cie okoliuu kalb; tayp rasziti pradietum“, S. 5. Doch Giedraitis wurde von Klemens' Vorschlag nicht beeinflusst. Sechs Jahre später (1816) veröffentlichte der Bischof das vollständig hochdeutsche „Neue Testament“. Im Jahr 1813 kviedaGiedraitis nicht eingeladen. Die Ergebnisse der Überzeugungsarbeit Clemens finden sich auch in diesem Text nicht. Der Bischof hatte seine eigene Meinung, für ihn war der Dialekt der Hochdeutschen wohl älter und zukunftsfähiger. Clemens gelang es nicht, die Tradition des „Zyvatos“ auch nur modifiziert fortzusetzen. Dennoch sind seine Texte für Giedraitis eine der ersten erhaltenen theoretischen Überlegungen zur Schaffung einer allgemeinen schriftlichen samogitische Sprache. Die Forscher weisen auch auf weitere kulturelle Verbindungen Klemens mit den damaligen Akteuren hin, die sich um das Schicksal oder die Normierung der litauischen Sprache kümmerten. Zum Beispiel war Klement sogar mit Ksawer Bogus bekannt: „Als Pfarrer Bauzas im Jahre 1803 im Namen der Universität Vilnius die Schulen der Semgallen besuchte (wizytator), und du wirst schon Material für dein Buch sammeln, sehnte sich Klement sehr danach, ihn zu treffen, ‚bo jego bytnoszcz ciekawoszcz wzrusza' [...]. Bald darauf half Pfarrer B., der Einfluss auf den Generalgouverneur von Vilnius, Benningsen, hatte und noch bei ihm wohnte, Kl. in seinen persönlichen Angelegenheiten beim Generalgouverneur (der dankbare Kl. küsste beide Hände!) >", 38 Zgl.: Prašmantaitė A. Die römisch-katholische Kirche in Litauen. —Litauische Literatur im 19. Jahrhundert3, Vilnius: Pradai, 1994, 232-234. 39 Biržiška M. Antanas Klementas, litauischer Schriftsteller des frühen 19. Jahrhunderts, 24. 244
Es ar besteht kaum Zweifel, dass Clement wusste über Bogusch sprach Ideen, die Gedanken jo waren ausgesetzt. Es wurde mehrmals bemerkt, dass „er früher selbst makaronische Gedichte K. geschrieben hatte, jetzt aber empört war, dass “mit polnischen Wörtern haben die ir Semiten so schon die wahre Sprache durcheinandergebracht*- *"*, dass “nachdem er anfangs selbst in seinen litauischen Gedichten viele allerlei Fremdwörter verwendet hatte, begann er sie später zu meiden und sogar zu ärgern'**!. Einen direkten Einfluss auf diese Veränderung dürfte sein 1808 erschienenes Werk Bogusch gehabt haben, das auch Clement kennen musste. In den Worten von Biržiška kümmerte sich Klement „nur um die Ehre der Sprache*"**, und Boguš entwickelte das Bedürfnis und das Verständnis für diese Ehre. Klement unterhielt auch Kontakte mit dem zehn Jahre jüngeren Dioniz Poška: „Seit seiner Jugend kannte D. Poška A.Klement sehr gut. Beide gingen mehrere Jahre zusammen in den Gerichtsgebäuden von Raseiniai herum [...]. Sie trafen sich auch später noch, diskutierten nicht nur über „irdische*, sondern auch literarische Themen“*, und es wird vermutet, dass Klemens einen Einfluss auf Poschkas literarische Suche gehabt haben könnte. Es scheint jedoch nicht, dass er einen solchen Einfluss auf die sprachlichen Ansichten Poschkos gehabt hätte. Zwar hat Poška seine theoretische Entscheidung zur Einführung einer allgemeinen Sprache auf der Grundlage des Dünendialekts erst viel später, im Jahre 1823 getroffen, aber man kann darin keine deutlichere direkte Nachfolge von Klemens Bržk finden. Ideen. Der jüngere Poška suchte seinen eigenen Weg. Es scheint, als ob Clements Bržk. Die Idee hatte keine bekannteren Anhänger. Niemand aus seinem literarischen Bekanntenkreis begann, so zu schreiben, wie Clement es vorgeschlagen hatte. In dem Versuch, die Tradition des „Schyvat“ zu vervollkommnen, versuchte er, die eigene Sprache zu artikulieren, indem er sich Bogusch und anderen Literaten zuwendete. Er war kein aktiver Verbreiter der Theorie, er hatte keine Anhänger. Er war der erste Theoretiker der BZK und der letzte Anhänger der „Zyvato- “-Tradition der Douner, bevor die dominante Gruppe der Literaten, die den Douner-- Dialekt unterstützten, aufkam. Er betont, dass er, obwohl er schon damals manuskriptierte Predigten in douninischer Sprache schrieb, seine Ideen erst nach dem Aufstand von 1831 klarer gereift hat, und als das Potenzial der douninischen Kirche wieder abnahm, hat er die douninische Tradition wieder aufgebaut und dann versucht, sie viel aktiver und breiter zu verbreiten als Klemens. 7. Zusammenfassung Antanas Klementas suchte, verbesserte nach und nach, vereinheitlichte die Schreibweise, legte besonderen Wert auf Weichheit, nicht auf Breite oder Schmalheit. Er stützte sich auf den Dialekt der Semgallen, die „Zyvato- “-Tradition, und verbesserte ihn. Er wollte auch bei den Hochlitauern Großlitauens seine eigene bžk. einführen, dachte noch nicht an eine allgemeine Sprechsprache, gab dem Sprachsystem Priorität, 9Maciūnas V., Klementas Antanas. —Deutsche Enzyklopädie 12, Berlin: Deutscher Taschenbuch Verlag, 1957,102. ur alionis J. Geschichte der deutschen Literatur, 159. „Bi irziSka M. Antanas Klementas, litauischer Schriftsteller zu Beginn des 19. Jahrhunderts, 27. Vana gas V. Dionizas Poška, Vilnius: Pradai, 1994, 58, 245
Regeln, nicht Gebrauch. Er überzeugte jedoch den Bischof Giedraitis nicht und erhielt keine Anhänger. Nicht zu sehen Clements Bemühungen, sie zu erziehen. Die samogitischen Texte des Dichters Antanas Klementas (1756-1823) sind nur aus der Zeit von 1794 bis 1810 erhalten geblieben, doch auch diese Texte zeigen eine gewisse Entwicklung der Haltung Klementas gegenüber der geschriebenen Sprache. Im Laufe der Zeit präzisierte Klementas seine samogitische Rechtschreibung. Er unternahm auch spürbare Anstrengungen, die Palatalisierung von Konsonanten auf innovative Weise auszudrücken. Klementas gelang es jedoch nicht, seine Rechtschreibung einheitlich zu gestalten. Klementas versuchte, die Normen der Standard- -Samogitischen Sprache, die er bevorzugte, auf der samogitischen Dounininkai-Tradition von „Zyvatas“ (1759 usw.) zu gründen. Er wollte auch sehen, dass auch die Nutzer des AukBtaitish-Dialekts seine samogitische Version der Standardschriftsprache lernen. Aber Klementas dachte nicht an eine gesprochene Form des Standard- -Samogitischen. Seine Prioritäten lagen eher auf den Regeln (dem System) der Sprache als auf ihrem Gebrauch. Der Bischof von Samogitien, Juozapas Arnulfas Giedraitis, unterstützte Klementas’ Ideen jedoch nicht, und er hatte keine bekannten Anhänger. 246