Norminamasis žodynas ir lingvistinė geografija
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Neben einem vollständigen oder großen Wörterbuch, das alle Wörter der litauischen Sprache enthalten sollte, mit dessen Erstellung und Veröffentlichung er bereits begonnen hatte, wollte K. Būga auch ein einbändiges normatives Wörterbuch der allgemeinen Sprache erstellen. Letzterem halfen A. Vireliūnas, A. Varnas bei der Auswahl der Wörter aus der großen Wörterbuchkartei. Nach dem Tod von K. Buga wurde diese Arbeit eingestellt. Es wurde bereits in der nächsten Ausgabe des Wörterbuchs der litauischen Sprache aktualisiert, mit dessen Erstellung das Bildungsministerium J. Balčikoni 1930 beauftragte. Während die Redaktion weiterhin Daten für das große Wörterbuch der litauischen Sprache sammelte und mit der Erstellung seines ersten Bandes begann, beendete sie bis 1944 fast die Auswahl der Wörter für das einbändige normative Wörterbuch. Hauptsächlich auf der Grundlage dieses ausgewählten Materials wurde das 1954 erschienene "Wörterbuch der modernen litauischen Sprache" (DZ) erstellt. In den letzten Jahrzehnten wurden größere und kleinere Wörterbücher über Rechtschreibung, Aussprache, Begriffe aus verschiedenen Bereichen, zweisprachige Wörterbücher und andere Wörterbücher sowie Werke veröffentlicht, die zum Wortschatz der litauischen Alltagssprache und zur Normung ihres Gebrauchs beigetragen haben oder beitragen. Aber dem „Wörterbuch der modernen litauischen Sprache“, dessen zwei weitere korrigierte und ergänzte Ausgaben (DZ,, DŽ,) 1972 und 1993 erschienen sind, kommt in dieser Hinsicht eine außergewöhnliche, d.h. besonders große Rolle zu. Den größten und wichtigsten Teil des „Wörterbuchs der modernen litauischen Sprache“ (und natürlich auch des allgemeinen Lexikons der litauischen Sprache) bilden Worte, die in ihrer Herkunft alt sind und auch in Dialekten verwendet werden. Eine ziemlich große Anzahl dieser Wörter mit ihren Grundbedeutungen sind typisch für alle litauischen Dialekte, z.B. akis, duona, saulė, žemė; balt) Jas, -a, gėr/Jas, -a, sald/Jūs, -i, vien/Jas, -a, četrt/Jas, -a; du, du, mein; Dusti, schwanger, kaufen. Das ist das Vermögen der gesamten litauischen Nation. Ein anderer Teil der im "Wörterbuch der modernen litauischen Sprache" angegebenen Wörter — sind seit langem nur in einem bestimmten Dialektgebiet (Schnekt) oder in einem bestimmten Dialekt bekannt, z.B. wird das Wort anyta „Männermutter“ heute hauptsächlich von den Kauner (Jrb, Kn, KS, Mrj, Prn, Sk, Vikv), den südlichen Hochländern (Al, Lzd, Šlčn, Trak, Vrn), dem größeren Teil der östlichen Hochländer verwendet? (An, Ign, Kp, Mit, Rk, Sr, Švnč, Ukm, Ut, Zr); krėžis “Flechtwerk mit Bogen, Korb' —nördliche Semiten (Krtn, Mzk, Pln, Skd, TI), einzelne östliche Gold- "Salys A. Schriften 3, Verschiedene Artikel, Rom: Litauische Katholische Akademie der Wissenschaften, 1985, 235-236. * Im selben Gebiet der litauischen Dialekte werden auch einige andere alte Wörter verwendet, die Verwandtschaftsbeziehungen bezeichnen: sésuras ‚Vater des Mannes', moša ‚Schwester des Mannes', dieveris/dieveris „Bruder des Mannes“, vgl. Atlas der litauischen Sprache 1, Lexikon (im Folgenden LKA I), Vilnius: Mokslas, 1977, 195-196, kartėl. Nr. 117, 118. 40
Thailändische Schnecken (Svn, Vžns), auch pgl. Band 79, S. 79. Nr. 28; bandodarZis ‘Tierhütte, Diendarzis’ —viele semititische Schnekten (Als, Kv, Lkv, Sint, Vgr, Vkš, Žd), auch vgl. S. 46, 47, 49. Nr. 10; krbiras | eider “ein Gefäß zum Wasser holen und tragen, Milch usw. eingießen” —West-Semois (Klp, Prk, Šiu), West-Hochland-Semois des Klaipėda-- Kreises (Pgg, Smln, VIkS), neben ihnen Süd-Semois (Trg, Vn), noch vgl. Band 67, S. 100. Nr. 21. Bei diesen und vielen anderen Wörtern gibt es keine Hinweise darauf, zu welchem Dialekt oder welcher Dialektgruppe sie gehören. Einige von ihnen haben in anderen Dialekten auch keine geeigneten Ersatzwörter für die allgemeine Sprache, wie z.B. krbiras (fast im ganzen restlichen Sprachgebiet des Litauischen war die Leihwort aus den slawischen Sprachen vrėdras verbreitet, das in den letzten Jahrzehnten durch den allgemeinen Sprachbegriff küber verdrängt wurde, vgl. LKA I 67). Ein großer Teil der Wörter dieser Gruppe hat in den Dialekten noch weitere Entsprechungen, die im „Wörterbuch der modernen litauischen Sprache“ als Synonyme angegeben sind, z.B. be anyta, dar —dosviene DZ, 890, DZ, 876 (hauptsächlich von den Hochlatinern Panevėžys und Siauliai verwendet; von den Semiten —iošvėnė), uosšvė DŽ, 876, DŽ, 871 (tritt in einzelnen, hauptsächlich von den Hochlatinern, gesprochenen Sprachen auf, vgl. LKA I 195, Karte Nr. 117); be bandodaržis, dar — diéndarzis DZ, 135, DZ, 119, DZ, 121 (verwendet in einigen ryty und vakary Hochdeutschen Sprachgebrauch), laidaras DZ, 401, DZ, 352, DZ, 349 (meist verwendet in der Semitischen Sprache), Zardis DZ, 966, DZ, 957, DZ, 950 (verwendet in der West-Hochdeutschen Sprache Kauniškių und in einigen 2 Semitischen Sprachgebrauch) i u. a.? Häufig wird das Verhältnis der Wörter oder ihrer Bedeutungen aus dem „Wörterbuch der modernen litauischen Sprache“ zu einem bestimmten Dialekt durch Anmerkungen angezeigt: dz. (=Wort oder Bedeutung im Dschukischen Dialekt), ryt. (=Ost-Hochdeutsch), vak. (= Westhochdeutsch), zem. (=Semitisch), z.B.: gyduolė (2) dz. ‚vaistazole‘ DZ, 173, niin, nūnai, prv. dz. heute, jetzt’ DZ, 507, DZ, 446, DZ, 441; vernachlässigt (3?) morgens ‘Vernachlässigung, Unglück’ DZ, 27, DZ, 29, Unglück, Unglücklichkeit' DZ, 28, ziaataro- /| ti, -ja, -jo ryt. i$ lengvo valgyti, kramtytr’ DZ, 971, DZ, 962, PZ, 954; pazygys (3°) vak. “reise, zygis’ DZ, 566, ‘lange Reise, zygis’ DZ, 541, DZ, 533, tirasr//as, -a vak. “dunkli sartas (z. B. über Pferde) DZ, 857, DZ, 851, DZ, 846; kvéz/ti, -ta, -o Zem. ‘schwinden, armen, schwach werden’ DZ, 347, vädin/Jas, -a (3?) žem. ‚vedamas’ DZ, DZ, 923, ‚vesdamasis’ S. 916. Bei einigen Wörtern weisen die Hinweise darauf hin, dass diese Wörter in mehr als einem Dialekt verwendet werden oder in verschiedenen Dialekten unterschiedliche Bedeutungen haben, z.B.: ni0g//ti, -ia, -ė dz, vak. 1. ‚schnell gehen, laufen', 2. ‚schnell gehen, laufen'. “schwer zu tragen, zu ziehen’ DZ, 425; sustug//- ti, sustunga, -o ryt., Zem. ‘zu verhärten, zu erstarren, nicht mehr zu beherrschen sgnariy’ DZ, 782; nasa (4) 1. In: Vakuum. ‘derlius, branda, naSumas’ DZ, 415; geinys (4) 1. dz ‘Seilvorrichtung, um auf einen Baum zu klettern, damit die Bienen kopinéti können’, 2. ryt. “auduklo apdirbti, nuo mestivų nuimti siūlar’, 3. vormittags. „ritmusa“, 4. žem. “aus Holz gebundene Anlegestelle zum Laden von Schiffen' DŽ, 169. * Für die Verbreitung dieser und anderer Wörter mit der Bedeutung 'Bandogarzis, dieendaržis' in den Dialekten siehe auch LKA I 46-47, žemėl. Nr. 10. 41
Iš Gesicht In der dritten Ausgabe des „Wörterbuchs der modernen litauischen Sprache“ mų wird 1446: „žydyta“ gesprochen. — 161, Rhythmus. — 487, Behälter.— 111, Erde. — 687. Be In der letzten Ausgabe des Wörterbuchs wurde daher die Abkürzung „h“ eingeführt. (=aukstaiiy Dialekt Wort oder Bedeutung- ). Sie ist nur bei 8 Wörtern oder deren Bedeutungen vorhanden: apibréks//- ti, -ta, definíško 1. hoch.“ kiek prašvisti' 2. žem. ein wenig verdunkeln'; bréksma (1) 1. Stock. „apyausris“, 2. žem. „prietema- “; Beute (1) 1. Stock 2, Sonata Nr. 2 op. Frau. „Žarna“; išbrė|] |kšti, -kšta, -ško aukšt. 'aufklären, erleuchten'; krušn//ūs, -i (4) hoch. „trapus, dužus“; Ziel (1) 3. Stock. ‚Spinngarn von der Kette bis zur Spule‘; Druckluftbremse (3) Akne. Alle Ausgaben dieses Wörterbuchs verwenden auch den Hinweis farm, um die Verbreitung eines Wortes oder einer Bedeutung nicht zu beschränken. (=Dialektwort oder Dialektbedeutung), z.B.: atšlaimas 9 dialekt. 1. ‚Kieme‘, 2. ‚Kieme‘. “Klojimo asla, grendymas' DZ, 51; Übers. 1. ‚Kieme‘, 2. ‚Kieme‘. “Klojimo asla’ DŽ, 60; bruišė (2) tarm. siehe kuoja DZ, 91; églis (2) tarm. zr. Kadag ys DŽ, 146. In der dritten Ausgabe des Wörterbuchs finden wir diese Bemerkung bei 698 Wörtern oder ihren Bedeutungen. Die Ersteller des Wörterbuchs interpretieren die Bedeutung aller erwähnten Bezeichnungen als * “Stilbeschreibung der Wörter": Bezeichnungen hoch, d., r., vak., zem. “zeigt, dass das Wort, seine Bedeutung oder der Ausdruck nur in diesen Dialekten verwendet wird, aber auch in der Literatur — in den Schriften einzelner Autoren. Wenn es schwierig ist, ein Dialektwort auf einen bestimmten Dialekt zu beziehen, wird es mit der allgemeinen Kennzeichnung farm gekennzeichnet. —tarminis“ (DZ, XIV). Über die Verwendbarkeit der Wörter und ihrer Bedeutungen mit den erwähnten Unterzeichen für die allgemeine Sprache wird nichts weiter gesagt. Es ist richtig, dass nach einem Teil der mit diesen Zeichen gegebenen Wörter noch der Hinweis siehe (=schaue) hinzugefügt wird, der “auf das gewöhnlichere, häufigere Wort" (DŽ, V) hinweist, z.B.: lustas (4) pt, dz žrluitas DŽ, 375; pečiūit/Jas, -a (1) ryt. Zr. Petingas DZ,542, DZ, 534; ropute (2) tarm. siehe Kartoffel DZ, 664. Das heißt, ZodZius mit bestimmte Dialekte kennzeichnenden Zeichen (auch, d.,...) oder mit dem Zeichen farm., aber ohne den Hinweis Zr., können als für die allgemeine Sprache geeignet angesehen werden. Umso mehr, als für einige Begriffe in der allgemeinen Sprache keine anderen Wörter oder Begriffe vorhanden sind, z.B.: himmlisch (4) 3. farm. “Innenoben des Ofens' DŽ, 107, Gaumen (3*) 2. a.m. “Ofen innen oben' DŽ, 182; Schätzung (1) am., d. ‚Schnur oder Schnur zum Binden von Unterlagen bei der Knickbewegung‘ Dž; 673. Zwar wird es in der Regel vermieden, die Bedeutungen anderer Wörter mit Wörtern mit den genannten Anmerkungen zu interpretieren, aber auch in diesen Fällen gibt es keine vollständige Übereinstimmung, vgl.: knytuvis (1) i.V.m. ‚Brotkneter‘ (1) ‚Brotkneter, Kneter‘; /aifas (4) morgens 1. „Splittern, Einschneiden“ und „Verlegen“ (2) ‘Ersticken, Ersticken’, Sohle (2) 4. Morgen „Klojimo molinis grendymas, laitas“. Andererseits ist auch die Bezugnahme auf die Worte nicht sehr konsequent. Die Berechnungen der Wörter und ihrer Bedeutungen mit den Bezeichnungen, die die Dialekte anzeigen, wurden vom Labor für die Automatisierung der wissenschaftlichen Arbeiten des Instituts für Mathematik und Informatik (Leiter V. Černiauskas) am Computer durchgeführt. 42
Be Die bereits oben besprochenen Wörter anyta, krėžis, bandodaržis, kibiras, die für einen anderen Teil des ar litauischen Sprachgebiets charakteristisch sind, haben solche Anzeichen nicht für ir viele einzelne Bedeutungen von Wörtern, die in relativ engen ar Dialekten jų verwendet werden, z.B.: kapoklė (2) 3. ‚vedega‘ DZ, 283 (Mažeikių, Skuodos ir u. a.) Die Umgebung, plg. Die I Landkarte. Nr. 33, LKŽS V 241); skrytis, -iés m. (4) 1. ‚drehbarer Felgenrahmen‘ DZ, (Pagėgių, 708 Silalės, Tauragė Umgebung, aber wahrscheinlich häufigere Form hier skrytas/skrytas, vgl. LKA I 98, Landkarte Nr. 42, LKŽ XII sova 1086-1088); (4) 2. „skląstis, velke“ (Hrsg.): Die 819 Pflanzen, die Pflanzen, die Pflanzen, die Pflanzen. Die I Landkarte. Nr. 6, LKŽ XV 263-264); Schnabelschwanz (1) 2. ‚arklas, žagrė‘ DZ, 964 (Ariogala, Čekiškė, Šaukotas, Šlapaberžė, plg. LKA I 105, Landkarte Nr. 45). Vergleichen Sie alle drei Wenn wir die Ausgaben des „Wörterbuchs der modernen litauischen Sprache“ betrachten, können wir feststellen, dass die Einstellung der Verfasser und Redakteure jeder Ausgabe zur jų Auswahl und Darstellung ir der in den Dialekten verwendetar en Wörter und Bedeutungen oft unterschiedlich ist, vgl. 1 Siehe Tabelle 1. 1 Tabelle 1 Namen der ar Fichte Kiefer Frucht"? Dialekt | West-Süd-Ost-Semitisch DŽ, DŽ, DŽ, Pavaaukštaaukštaidinimas chi chi chi Buchen = + = -= + + (2. Aufl., Bd. 2.dz Mrc) „kan- ‚kankorézis’ korézis“ gurgutis --+ -+ + + (Bd. 1, Bd. 2, Bd. 3, Bd. 4). kan-|l.Zr.- kanIn: rt-online- .de. rt./mj. + + + + „gurgutis“ kirkuzé - - + — e + oi (Alz, Ob, siehe Krebs) Rk, Skp) korékoréžis žis SLKZ -Wörterbuch der litauischen Sprache 1-17, Vilnius, 1956-1996. 6 Zur Verbreitung der Namen von Tannenoder Kiefernfrüchten in Dialekten siehe auch S. 166–167. Nr. 93; LKŽI 1229, III 748, V 216, 840, XII 1125. Abkürzung rt. zeigt, dass der Name im Dialekt seltener verwendet wird, keine größere durchgehende Fläche bildet; nj. —der Name im Dialekt ist neuer. 43
Nadel rt. + + + + (rytiniai) | 2.Zr.kan-| 3.‘kanko- -3. Darm. korėrėžis‘ ‚kankorezis zis‘ Zebelys + -—+ - (An, Ds, zr.kanKp, Ob, koreAus) Zis So können die folgenden Schlussfolgerungen gezogen werden: 1. Anmerkungen zu bestimmten Dialekten — höh., d., r., vak., zem. —die Zweckmäßigkeit der inkonsistenten Verwendung im Normenwörterbuch ist sehr fragwürdig. Um zu zeigen, dass ein Wort (Bedeutung, Aussprachevariante usw.) in der allgemeinen Sprache noch nicht fest verankert ist, würde ein allgemeinerer (neutraler) Hinweis farm den nur an der Sprache interessierten Leser vollkommen zufriedenstellen. Zertifikate d, m, n Der Leser kann den Inhalt nunmehr unterschiedlich verstehen: ab Mitte der sechziger Jahre anstelle von K. Jaunas —A. Die Einteilung der litauischen Dialekte von Salis wurde von A. Girdenis —Z. In der Zinkevičius-Teilung (verbesserte Variante der Teilung von A. Baranauskas) fehlt der Dschukische Dialekt völlig, und die Gebiete der östlichen und westlichen Hochlateinischen Dialekte sind erheblich vergrößert. Die letzten drei Zeugnisse – d., m., v. — zeigt eigentlich mehr die wichtigsten ethnographischen Regionen der Hochländer. 2. Bei der Auswahl von Wörtern aus einem sehr reichen Dialektlexikon für ein relativ begrenztes normatives Wörterbuch müssen die Ersteller entscheiden, welche wesentlichen Merkmale sie bei dieser Auswahl berücksichtigen müssen. Das Auswahlprinzip im „Wörterbuch der modernen litauischen Sprache“ wird wie folgt beschrieben: Es wird versucht, „die neueren, in der Belletristik, insbesondere in den Werken der Klassiker, in der Publizistik, in der Zeitschriftenpresse und anderswo verwendeten Dialektwörter“ vorzustellen (DŽ, VII). Eine weitere wichtige Bedingung, die bei der Verwendung von Dialektwörtern, ihren Formen, Bedeutungen und Aussprachen in der allgemeinen Sprache berücksichtigt werden sollte, wird hier nicht hervorgehoben: die Geographie dieser Tatsachen, d.h. wie weit sie in den Dialekten verwendet werden, wann und welchem Dialektwörterbuch der Vorrang eingeräumt wird. K. Būga, A. Salys, J. Balčikonis, J. Senkus und andere hofften, die Daten der linguistischen Geographie für die allgemeine Sprachpraxis und damit für die Normierung des Wörterbuchs zu nutzen, indem sie Fragebögen und Programme für die systematische Untersuchung der Dialekte der litauischen Sprache erstellten. DZ, (vgl. "Quellen des Wörterbuchs", S. XXI-XXII) wurde die Quelle, die in dieser Hinsicht wichtige Daten liefert, nicht genutzt — die ersten beiden Bände des LKA (der 3. Band des LKA, der der Morphologie gewidmet ist, erreichte den Leser 1994, obwohl sein Erscheinungsjahr 1991 ist), 44
Mas, indem sie Dialektdaten aus verschiedenen Sprachgebieten sammeln. Der Gebrauch und die Verbreitung der für das normative Vokabular notwendigen sprachlichen Fakten in den Dialekten könnten besser durch speziell dafür entwickelte Datenerhebungsrichtlinien erläutert werden. Zusammenfassung Eine wichtige Rolle bei der Standardisierung des Standardlitauischen spielt das „Dabartinės lietuvių kalbos žodynas“ (Wörterbuch der modernen litauischen Sprache) -DŽ, (Vilnius, 1954) und seine beiden geänderten Ausgaben DŽ, (1972), DŽ, (1993). Sein wichtigster Teil besteht aus alten Wörtern, die in ihrer Hauptbedeutung in "allen litauischen Dialekten" verwendet werden, z.B. akis (Auge), baltas (weiß), vienas (einer), nésti (tragen). Die restlichen Wörter im Wörterbuch werden nur in bestimmten Dialekten verwendet. Die Beziehung einiger Wörter, ihre Bedeutung mit dem einen oder anderen Dialekt wird durch spezielle Markierungen (Abkürzungen) angezeigt: aukšt. (= ein Wort oder eine Bedeutung des Aukshtaitish-Dialekts), dz (=Dzukish), ryt. (= Östliche Aukshtaitsch), vak. (Hrsg.): Der Westen. (=Zhemaitish, Samogitian), z.B.: Grab 1. Stock. ‘Sonkaulis’ (eine Rippe), 2. Erde. 1900, S. 190. (deutsch) „Der weiße Hund“. “Reise, Wanderung’ (a trip) DZ, 566, “lange Reise, Zygis’ (a long trip), DZ, 541, DZ, 533. Es gibt 1454 Markierungen wie diese in DZ, The abbreviation farm. (= ein dialektisches Wort oder eine dialektische Bedeutung), das nicht die Geographie eines Wortes oder einer Bedeutung angibt, wird auch verwendet, z.B. €glis tarm. Zr. Wacholder (see Wacholder) DZ, 146. Es gibt 698 Wörter oder ihre Bedeutungen mit dieser Markierung in DZ, Da die Markierungen, die konkrete Dialekte (aukst., dz, ryt. vak., žem.) bezeichnen, eher inkonsistent verwendet werden und manchmal nur bestimmte ethnografische Regionen bezeichnen, werden in der Arbeit folgende Schlussfolgerungen gezogen: 1. Für diejenigen Wörterbuchbenutzer, die sich für Sprache üben interessieren, die neutrale Markierung tarm. Ein einziges Wort (Bedeutung, Betonung etc.) reicht aus, um anzuzeigen, dass es noch nicht im Standardlitauischen Wurzeln geschlagen hat. 2. Ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl dialektaler Wörter, ihrer Formen, Bedeutungen und Betonungsveränderungen für den Standardgebrauch sollte die Geographie dieser Tatsachen sein, d.h. es sollte berücksichtigt werden, wie weit sie verbreitet sind und in welchen Dialekten sie verwendet werden. 45
