Atvirojo ir uždarojo skiemens balsių trukmė pietinių vakarų aukštaičių tarmėje
Full text
LIETUVIŲ KALBOTYROS KLAUSIMAI XL (1998)
Asta KAZLAUSKIENĖ
Vytautas-Magnus-Universität, Kaunas
DAUER DER VOKALE IN OFFENEN UND GESCHLOSSENEN SILBEN IM SÜDLICHEN WESTAUKŠTAITISCHEN DIALEKT
1. V. Vaitkevičiūtė (1960: 207–208) zufolge sind die Vokale und Diphthonge in geschlossenen Silben kürzer als in offenen, da ein Teil der Energie auch dem Konsonanten zugutekommt; in geschlossenen Endungen seien die Vokale ihrer Ansicht nach länger als in anderen Positionen, aber kürzer als die Vokale offener Endungen. Demnach sind laut V. Vaitkevičiūtė die längsten Vokale im Litauischen der Standardsprache in offenen Endungen zu finden, kürzere in geschlossenen Endungen und die kürzesten im Wortinneren. Neuere Untersuchungen zur Dauer innerer Vokale und von Vokalen in offenen Endungen im südlichen westaukštaitischen Kaunasser Dialekt (im Folgenden PVA) (Kazlauskienė 1998) zeigen jedoch, dass der Dialekt, auf dessen Grundlage die Standardsprache geschaffen wurde, durch eine quantitative Reduktion der Endungsvokale gekennzeichnet ist. Die Vokale in offenen Endungen sind im PVA-Dialekt also keineswegs länger als die inneren Vokale. Nun bleibt zu klären, ob die Dauer der Vokale (insbesondere der Endungsvokale) im PVA-Dialekt von der Silbenstruktur (Offenheit oder Geschlossenheit) abhängt.1
1.1. Die Dauer von Vokalen in geschlossenen und offenen Endungen wurde anhand der Wörter untersucht2: renkà·s „renkąs“ – renkā, „renką“, rankàs „rankas“ – rankà „ranką“, rẽp.kas (gekürzte Präsensform, 3. Person „renkasi“) „renkas“ – rẽj.ka „renka“, lenkẽ·s „lenkiąs“ – lenkẽ. „lenkią“, lẽj.kae.s „lenkės“ – lẽj.kae. (Partizip Perfekt Aktiv, Plural Nominativ) „lenkė“, silkẽ·s „silkes“ – silkè (Singular Instrumental) „silke“, lẽj.kæs (gekürzte Präsensform, 3. Person „lenkiasi“) „lenkias“ – lẽn.kæe „lenkia“, ni.kšti·s „nykštės“ – ni.kšti· „nykštį“, ká.rti.s „kartys“ – ká.rti „kartį“, ru·kštis „rūgštis“ – ru·kšti „rūgštį“, bá·rtis „bartis“ – bá·rti „bartį“, rú·kštu.s
1Diese Arbeit stützt sich ausschließlich auf jene westaukštaitischen Kaunasser, die entgegen der vorherrschenden Auffassung (z. B.: Salys 1946: 51–52; Zinkevičius 1966: 118 und folgende; LKT 1970: 28–29; LKA 2 1982) die Vokale in Endungen nicht kürzen.
2Bei der Transkription der Beispiele wurde davon ausgegangen, dass der vordere tiefe Vokal [e] vor harten Konsonanten, hinteren Vokalen und am Wortende offener artikuliert wird, z. B.: rẽ·sto. „ręsto“, rẽ·sti „ręsti“, rẽtù „retų“, sár.tæ. „sartę“, svíæste (Singular Lokativ) „sviete“. Dies gilt natürlich nicht für alle PVA-Varietäten. Ungefähr östlich von Lekėčiai, Višakio Rūda, Kazlų Rūda und Marijampolė wird zumeist (unabhängig von der Weichheit des folgenden Konsonanten) nur das betonte lange oder halblange [e] im Stamm offener artikuliert. Da nur zwei Sprecherinnen aus diesen Orten stammten, wurde die Variante gewählt, die die Aussprache der Mehrheit der Sprecher wiedergibt. Bei der Angabe der Untersuchungswörter wurde nur die Weichheit der Konsonanten markiert, die vor hinteren Vokalen stehen. Da bereits festgestellt wurde (Kazlauskienė 1998), dass im PVA-Dialekt unbetonte lange Vokale in Endungen und sogar im Stamm gekürzt werden (mit Ausnahme der Vokale vor kurzen Endungen, z. B.: dra·sa „drąsą“, ru·pi „rūpį“, ti·ki „tykį“, tre·ši „trešį“, ke·dæ „kėdę“), werden diese Vokale als halblang gekennzeichnet.
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„rūgštūs“ – rú·kštu... „rūgštu“, ru·kštùs „rūgštus“ – ru·kštù „rūgštu“, bú·stus „būstus“ – bú·stu „būstu“.
Auch die Dauer innerer Vokale in geschlossenen und offenen Silben wurde analysiert. Dafür wurden folgende minimale Wortpaare ausgewählt: sùktas (Singular Nominativ) „suktas“ – sùkas (gekürzte Präsensform, 3. Person „sukasi“) „sukas“, suktàs (Plural Genitiv) „suktas“ – sùkas (Verb „sukasti“, Futur, 3. Person) „sukas“, kã·pta (unpersönliches Geschlecht) „kepta“ – kẽ·pa „kepe“, kepti (Partizip Passiv Präteritum, Plural Nominativ) „kepti“ – kẽpi „kepi“. Für das Experiment wurden Beispiele ausgewählt, in denen die Quantität der Vokale vor einem einzelnen Plosiv und vor einer Kombination aus Frikativ und Plosiv verglichen wurde: suskì „suskiu“ – šùki „Šukiu“, sùskis „suskis“ – sùkis (Verb „suktis“, Imperativ Singular 2. Person) „sukis“. Außerdem sollte die Dauer der Vokale vor einem einzelnen Frikativ und vor einer Kombination aus Frikativ und Plosiv verglichen werden. Dafür wurden die Wörter pẽ·štù „peštu“ – pešù „pešu“, pešti (Infinitiv) „pešti“ – peši (Futur, 2. Person) „peši“ ausgewählt.
1.2. Aus diesen Wörtern wurden kurze Sätze mit klarer Bedeutung und ähnlichem Rhythmus gebildet, in deren Mitte die Untersuchungswörter standen. Die Sätze wurden von acht Vertretern des Kaunasser Dialekts (zwei Frauen und sechs Männer; vier Kapsai und vier Zanavykai) vorgelesen. Ihr Durchschnittsalter betrug 62 Jahre.
1.3. Die Lautdauer wurde auf einem IBM-kompatiblen Personal Computer mit dem an der Universität Vilnius von P. Kasparaitis entwickelten Computerprogramm zur Verarbeitung von Sprachsignalen „KALBAM 43“ gemessen (Programmiersprache TURBO-PASCAL, v. 6.0)3. Die von den Sprechern vorgelesenen Wörter wurden im Computerspeicher aufgezeichnet, und auf dem Bildschirm wurde das vom Programm erstellte Oszillogramm angezeigt. Nach dem Anhören kann es in einzelne Laute unterteilt werden, deren Dauer das Programm selbst misst.
1.4. Die Messergebnisse wurden mit Methoden der mathematischen Statistik ausgewertet: berechnet wurden das arithmetische Mittel (x̄), die Standardabweichung (s), der Variationskoeffizient (v) und das 95%ige Konfidenzintervall (÷). Die Signifikanz der Ergebnisse wurde auch mit dem Student-t-Test geprüft. Die statistische Datenanalyse erfolgte mit dem von A. Girdenis erstellten Programm „STUDENT“ (Programmiersprache TURBO-PASCAL, v. 7.0). Die vom Programm verwendeten Formeln sind aus anderen Arbeiten zur experimentellen Phonetik wohlbekannt4.
2. Die Untersuchungsergebnisse zeigen, dass die Quantitätsverhältnisse der Vokale in offenen und geschlossenen Endungen ungefähr wie folgt sind: [−]/[— #]5: [−]/[— s] = 1: 1,2; [≃]/[— #]: [≃]/[— s] = 1: 1,1; [−]/[— #]: [−]/[— s] = 1: 1,3; [˘]/[— #]: [˘]/[— s] = 1: 1,3. Somit sind Vokale in geschlossenen Endungen im Durchschnitt 1,2-mal länger als Vokale in offenen Endungen. Ein Vergleich dieser Verhältnisse lässt vermuten, dass der Unterschied in der Dauer kurzer Vokale in offenen und geschlossenen Endungen größer ist.
2.1. Die Quantitätsverhältnisse der Endungsvokale mit fallend-steigendem Akzent in den untersuchten Positionen sind wie folgt: [ã·]/[— #]: [ã·]/[— s] = 1: 1,1; [ẽ·]/[— #]: [ẽ·]/[— s] = 1: 1,1; [ĩ·]/[— #]: [ĩ·]/[— s] = 1: 1,2. Vergleicht man die Quantitätsverhältnisse zirkumflektierter und anderer Vokale (siehe Abschnitt 2), zeigt sich, dass hier der geringste Dauernunterschied besteht. Wahrscheinlich waren die untersuchten Beispiele dafür ausschlaggebend (ręnkã·s – ręnkã·, leņkẽ·s – leņkẽ·, ni.kštĩ·s – ni.kštĩ·), denn zwei Paare bestanden aus Partizipien des Präsens Aktiv, die leider immer seltener gebraucht werden, während die offene Endung des dritten Paares
3 Trumpą jos aprašymą žr. (Girdenis ir kt. 1995: 15–21).
4Alle Lautmessungen und statistischen Berechnungen wurden am Lehrstuhl für Allgemeine Sprachwissenschaft der Universität Vilnius durchgeführt.
5Dieses Symbol kennzeichnet die Position des Vokals: [−] – langer unbetonter Vokal, [˘] – kurzer unbetonter Vokal, [≃] – fallend-steigender Akzent, [˘] – kurzer betonter Vokal, [— #] – offene Endung, [— s] – geschlossene Endung, [— C] – Position im Wortinneren.
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sekundär (ni.kšti „nykštý“), ist sie möglicherweise von sich aus länger als die primäre. Andererseits kann die Dauer der Endungsvokale mit Zirkumflexakzent auch weniger stark von der Silbenart abhängen.
T a b e l l e 1
Dauer der Vokale in offenen und geschlossenen Endungen (ms) und ihre statistische Bewertung6
Beispiele | n | x̄ (ms) | s (ms) | v (%) | 95%-Konfidenzintervall (ms) | tₚ > tα [ræŋká:s] | 19 | 161,5 | 36,6 | 22,6 | 143,9÷179,2 | 0,88<t₀,₀₅=2,03 [ræŋká] | 20 | 150,9 | 38,7 | 25,6 | 132,8÷169,0 [leŋkė:s] | 14 | 186,5 | 39,8 | 21,3 | 163,5÷209,5 | 1,03<t₀,₀₅=2,06 [leŋkė] | 14 | 170,8 | 40,7 | 23,8 | 147,3÷194,3 [ni.kšti:s] | 18 | 123,5 | 34,8 | 28,2 | 106,2÷140,8 | 1,52<t₀,₀₅=2,03 [ni.kšti] | 18 | 105,4 | 36,6 | 34,7 | 87,3÷123,6 [≈]/[— s] | 51 | 155,0 | 44,2 | 28,5 | 142,5÷167,4 | 1,62<t₀,₀₅=2,01 [≈]/[— #] | 52 | 140,5 | 46,4 | 33,0 | 127,6÷153,4 [leŋ.kae:s] | 10 | 129,5 | 21,0 | 16,2 | 114,5÷144,5 | 0,78<t₀,₀₅=2,10 [leŋ.kae] | 10 | 121,8 | 23,1 | 18,9 | 105,3÷138,3 [ka:rti:s] | 18 | 83,2 | 15,8 | 19,0 | 75,3÷91,0 | 3,76>t₀,₀₀₁=3,61 [ka:rti] | 17 | 64,2 | 13,9 | 21,7 | 57,1÷71,4 [ru:kštu:s] | 18 | 94,2 | 17,2 | 18,2 | 85,6÷102,7 | 5,70>t₀,₀₀₁=3,60 [ru:kštu] | 18 | 64,7 | 13,6 | 21,1 | 57,8÷71,5 [—]/[— s] | 46 | 97,5 | 24,7 | 25,3 | 90,2÷104,9 | 3,52>t₀,₀₀₁=3,52 [—]/[— #] | 45 | 77,2 | 28,9 | 37,4 | 68,5÷85,9 [raŋkàs] | 23 | 89,9 | 18,3 | 20,3 | 82,0÷97,8 | 2,69>t₀,₀₁=2,69 [raŋkà] | 23 | 73,8 | 22,1 | 29,9 | 64,3÷83,4 [silkès] | 21 | 100,7 | 22,5 | 22,3 | 90,5÷111,0 | 2,40>t₀,₀₅=2,02 [silkė] | 21 | 83,7 | 23,4 | 27,9 | 73,1÷94,4 [ru:kštis] | 22 | 73,6 | 18,6 | 25,3 | 65,3÷81,9 | 4,04>t₀,₀₀₁=3,54 [ru:kšti] | 22 | 54,1 | 12,8 | 23,7 | 48,4÷59,8 [ru:kštùs] | 22 | 78,5 | 16,4 | 20,9 | 71,2÷85,7 | 4,85>t₀,₀₀₁=3,55 [ru:kštù] | 21 | 55,6 | 14,5 | 26,0 | 49,0÷62,2 [ˇ]/[—s] | 88 | 85,6 | 21,4 | 25,0 | 81,0÷90,1 | 5,67>t₀,₀₀₁=3,41 [ˇ]/[— #] | 87 | 66,8 | 22,3 | 33,3 | 62,1÷71,6 [reŋ.kas] | 19 | 78,0 | 19,7 | 25,3 | 68,5÷87,5 | 2,85>t₀,₀₁=2,72 [reŋ.ka] | 19 | 59,9 | 19,4 | 32,3 | 50,6÷69,2 [leŋ.kae:s] | 16 | 91,6 | 23,2 | 25,3 | 79,3÷104,0 | 2,11>t₀,₀₅=2,04 [leŋ.kae] | 16 | 76,3 | 17,5 | 22,9 | 67,0÷85,6
6Bedeutung der in den Tabellen mit statistischen Bewertungen verwendeten Symbole: n – Anzahl der Messungen, x̄ – arithmetischer Mittelwert, s – Standardabweichung, v – Variationskoeffizient, 95%-Konfidenzintervall – 95%-Konfidenzintervall, tₚ – berechneter Wert der Student-t-Statistik, tα – kritischer Wert der Student-t-Statistik, α – Signifikanzniveau der Ergebnisse.
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Beispiele n x̄ (ms) s (ms) v (%) 95%-Konfidenzintervall (ms) tₚ < tₐ [bā́.r̥tis] 19 61,2 9,3 15,2 56,7÷65,7 5,80>t₀,₀₀₁=3,59 [bā́.r̥ti] 18 43,8 8,9 20,3 39,4÷48,3 [búː.stus] 20 61,7 16,5 26,7 54,0÷69,4 4,20>t₀,₀₀₁=3,57 [búː.stu] 20 42,9 11,3 26,3 37,6÷48,2 [—]/[—s] 74 72,2 21,3 29,4 67,3÷77,1 5,13>t₀,₀₀₁=3,43 [—]/[—#] 73 54,9 19,7 35,9 50,3÷59,5
Wie aus den in Tabelle 1 dargestellten Ergebnissen der statistischen Analyse hervorgeht, sind die Unterschiede in der Dauer der tvirtagaliniai-Vokale in offenen und geschlossenen Endungen statistisch nicht signifikant. Dennoch sind die Unterschiede zwischen den verglichenen mittleren Vokaldauern nicht gering ([āː]/[—s] − [āː]/[—#] = 10,6 ms; [ēː]/[—s] − [ēː]/[—#] = 15,7 ms, [īː]/[—s] − [īː]/[—#] = 18,1 ms), und bei einer Erhöhung der Anzahl der Realisierungen würden sie deutlich werden.
2.2. Die Verhältnisse zwischen unbetonten langen⁷ Vokalen in offenen und geschlossenen Endungen sind ungefähr wie folgt: [eː]/[—#]: [eː]/[—s] = 1: 1,1; [iː]/[—#]: [iː]/[—s] = 1: 1,3; [uː]/[—#]: [uː]/[—s] = 1: 1,5. Die statistische Signifikanz dieser Vokale ist etwas anders als die der tvirtagaliniai-Vokale. Die Dauerdifferenzen der hohen Vokale [iː, uː] sind in den untersuchten Positionen statistisch signifikant: Die ermittelten Konfidenzintervalle überschneiden sich nicht einmal, und die berechneten Werte der Student-t-Statistik übersteigen beim Signifikanzniveau 0,001 die höchsten kritischen Werte dieses Kriteriums. Nur der Unterschied in der Dauer des Vokals [eː] ist gering ([eː]/[—s] − [eː]/[—#] = 7,7 ms) und statistisch nicht signifikant.
2.3. Betonte kurze Vokale in offenen Endungen verhalten sich zu den entsprechenden Vokalen in geschlossenen Endungen ungefähr wie folgt: [ă]/[—#]: [ă]/[—s] = 1: 1,2; [ĕ]/[—#]: [ĕ]/[—s] = 1: 1,2; [ĭ]/[—#]: [ĭ]/[—s] = 1: 1,4; [ŭ]/[—#]: [ŭ]/[—s] = 1: 1,4. Die Dauerdifferenzen zwischen allen kurzen betonten Vokalen in offenen und geschlossenen Endungen sind statistisch signifikant, da sich die Konfidenzintervalle der Dauer kaum überschneiden und die berechneten Werte der Student-t-Statistik höher sind als die kritischen Werte dieses Kriteriums.
2.4. Unbetonte kurze Vokale in offenen Endungen sind ebenfalls kürzer als in geschlossenen Endungen. Ihre Verhältnisse sind wie folgt: [a]/[—#]: [a]/[—s] = 1: 1,3; [e]/[—#]: [e]/[—s] = 1: 1,2; [i]/[—#]: [i]/[—s] = 1: 1,4; [u]/[—#]: [u]/[—s] = 1: 1,4. Die Dauerdifferenzen dieser Vokale sind statistisch signifikant: Die Konfidenzintervalle der tiefen Vokale überschneiden sich geringfügig, die der hohen Vokale überhaupt nicht, und die berechneten Werte der Student-t-Statistik überschreiten die kritischen Werte dieses Kriteriums.
7 Wie bereits erwähnt, werden lange Vokale in unbetonten Silben gekürzt; daher wird der Begriff „lang“ hier nur bedingt verwendet.
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3. Obwohl die fallenden und kurzen (sowohl betonten als auch unbetonten) Vokale in geschlossenen Endsilben länger sind als in offenen Endsilben, sind sie kürzer als die entsprechenden Vokale im Wortinneren8 (siehe Tabelle 2).
Tabelle 2
Quantitätsverhältnisse einiger Vokale im Wortinneren sowie in offenen und geschlossenen Endsilben9
Vokale | Position und Quantitätsverhältnisse | P: U Offene Endsilbe | Geschlossene Endsilbe | Vorletzte Silbe [āˑ] | 1 | 1,1 | 1,3 | 1,3 [ēˑ] | 1 | 1,1 | 1,2 | 1,1 [īˑ] | 1 | 1,2 | 1,5 | 1,3 [≈] | 1 | 1,1 | 1,3 | 1,2 [à] | 1 | 1,2 | 1,4 | 1,2 [è] | 1 | 1,2 | 1,5 | 1,2 [ì] | 1 | 1,4 | 1,8 | 1,3 [ù] | 1 | 1,4 | 1,5 | 1,1 [ˋ] | 1 | 1,3 | 1,5 | 1,2 [a] | 1 | 1,3 | 1,5 | 1,2 [e] | 1 | 1,2 | 1,2 | 1 [ɪ] | 1 | 1,4 | 1,7 | 1,2 [u] | 1 | 1,4 | 1,8 | 1,2 [ˈ] | 1 | 1,3 | 1,5 | 1,2
Aus Tabelle 2 geht hervor, dass die Quantitätsverhältnisse der hohen Vokale in den Vergleichspositionen größer sind als die der tiefen (vgl. [Vʲi]/[— #]: [Vʲi]/[— s]: [Vʲi]/[— C—] = 1: 1,3: 1,5 und [Vʲe]/[— #]: [Vʲe]/[— s]: [Vʲe]/[— C] = 1: 1,1: 1,2). Die Länge der hohen Vokale hängt folglich stärker von der Position ab. Dies ist kein unerwartetes Ergebnis, denn wie A. Pakeris Untersuchung zur Wahrnehmung der Vokale der Standardsprache zeigt (1982: 96–102), ist für die Unterscheidung der Opposition zwischen hohen langen und kurzen Vokalen die Qualität wichtiger, bei Vokalen mit tiefer Zungenhebung hingegen die Dauer. Daher
8Die Dauer der Vokale im Wortinneren wurde in den Wörtern gemessen: mā:sto „mąsto“ ([āˑ] – 201,4 ms), grã:štu „gręžtų“ ([æˑ] – 208,7 ms), grì:štu „grįžtų“ ([īˑ] – 154,0 ms); pė.gręž.tù „pergręžtų“ ([æ] – 92,0 ms), pė.rgri.stu „pergrįstu“ ([ì] – 88,1 ms), pãr.pu.stu „perpūstų“ ([ù] – 80,8 ms); rãsti (Standardsprache) „rasti“ ([à] – 103,0 ms), rùsti „rusti“ ([ù] – 83,2 ms), trešti „trešti“ ([æ] – 123,1 ms), rišti (Standardsprache) „rišti“ ([ì] – 98,4 ms); ratù „ratu“ ([a] – 91,8 ms), krutù „krutu“ ([u] – 76,4 ms), retù „retu“ ([e] – 93,3 ms), ritù „ritu“ ([ɪ] – 73,8 ms). Sprecher, Aufzeichnung und Methodik der Dauermessung waren dieselben (siehe Abschnitte 1.2 und 1.3). In Klammern ist die mittlere Vokaldauer angegeben.
9 P: U – Verhältnis der Dauer der Vokale in der vorletzten Silbe und in der geschlossenen Endsilbe.
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Die Quantität der hohen Vokale kann stärker von der Position abhängen als die der tiefen Vokale.
Sehr interessant sind die Ergebnisse des Vergleichs der Dauer langer unbetonter Stammvokale mit derjenigen der Vokale in offenen und geschlossenen Endsilben. Nur der hohe Stammvokal [i·] ist länger als die Vokale des Typs [i·] in offenen und geschlossenen Endsilben (ihre Quantitätsverhältnisse sind ungefähr folgende: [i·]/[— #]: [i·]/[— s]: [i·]/[— C] = 1: 1,3: 1,4). Der hohe Stammvokal [u·] ist länger als der Vokal [u·] in offener Endsilbe, aber kürzer als derjenige in geschlossener Endsilbe [u·] ([u·]/[— #]: [u·]/[— C]: [u·]/[— s] = 1: 1,2: 1,5). Der tiefe Vokal [e·] in der vorletzten Silbe nach dem Akzent ist kürzer als die Vokale sowohl in geschlossener als auch in offener Endsilbe [e·] ([e·]/[— C]: [e·]/[— #]: [e·]/[— s] = 1: 1,3: 1,4). Dies zeigt, dass nachakzentuelle tiefe Vokale im PVA-Dialekt stark gekürzt werden.
4.0. Es wäre nützlich, die Dauer von Endungs- und Binnenvokalen in offenen und geschlossenen Silben zu vergleichen. Genau dies ist jedoch schwierig, da sich passende Paare nur schwer finden lassen. Außerdem verringert sich die Zahl der geschlossenen Binnensilben, wenn die Silbengrenzen anhand des phonologischen Silbenmodells (STR)10 bestimmt werden. Denn geschlossene Endsilben gibt es nur mit dem Konsonanten [s], und dieser Konsonant schließt sich im Wortinneren an die folgende Silbe an.
Für das Experiment zu Binnenvokalen wurden drei Beispielgruppen ausgewählt: In der ersten wurden Vokale verglichen, die vor einem (V-TV) und vor zwei Plosivkonsonanten (VT-TV) stehen, in der zweiten solche vor einem Frikativ und einem Plosiv (V-STV) und vor einem Plosivkonsonanten (V-TV), in der dritten solche vor einem Frikativ und einem Plosiv (V-STV) und vor einem Frikativkonsonanten (V-SV).
4.1. Die Ergebnisse der Dauermessung und ihrer statistischen Auswertung für die Beispiele der ersten Gruppe (der untersuchte Vokal steht vor einem bzw. vor zwei Plosivkonsonanten) zeigen, dass der Silbentyp (offen oder geschlossen) möglicherweise keinen großen Einfluss auf die Dauer der nicht zu Diphthongen gehörenden Binnenvokale hat (siehe Tabelle 3).
Nur in den Wörtern kã̄pta und kã̄pa ist der Unterschied in der Länge der Binnenvokale statistisch signifikant: Die Konfidenzintervalle überschneiden sich nur geringfügig, und der berechnete Wert des Student-t-Kriteriums übersteigt beim Signifikanzniveau von 0,05 den kritischen Wert leicht. Die Mittelwerte der Binnenvokaldauer der drei anderen Paare (sùktas – sùkas, suktȧs – sukàs, keptì – kepì) sind sehr ähnlich, und ihre Unterschiede sind statistisch nicht signifikant. Offenbar sollten Binnenvokale in offenen Silben länger sein als in geschlossenen. Dies lässt sich jedoch nur bei suktàs – sukàs erkennen11.
10 Dazu siehe (Girdenis 1985: 5–11; 1995: 115–121; Pakerys 1995: 286–288).
11 Übrigens fällt im Wort sukàs die Silbengrenze mit den Morphemgrenzen zusammen (dem Präfix su- und der Grenze zwischen dem Wortstamm kąsti und dem Futurstamm kas des Verbs).
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Tabelle 3
Dauer der Vokale in offenen und geschlossenen inneren Silben (ms) und ihre statistische Bewertung
Beispiele | n | x̄ (ms) | s (ms) | v (%) | 95% Konfidenzintervall (ms) | tₚ > tₐ [sùktas] | 15 | 65,9 | 12,8 | 19,4 | 58,8 ÷ 73,0 | 0,02 < t₀,₀₅ = 2,05 [sùkas] | 15 | 65,7 | 16,8 | 25,5 | 56,4 ÷ 75,0 [suktás] | 15 | 51,6 | 9,3 | 17,9 | 46,5 ÷ 56,7 | 1,73 < t₀,₀₅ = 2,05 [sukás] | 15 | 58,5 | 12,3 | 21,0 | 51,7 ÷ 65,3 [kǽ:pta] | 12 | 159,8 | 17,1 | 10,7 | 149,0 ÷ 170,7 | 2,26 > t₀,₀₅ = 2,07 [kǽ:pa] | 12 | 177,1 | 20,1 | 11,4 | 164,3 ÷ 189,9 [kepˈti] | 15 | 72,3 | 25,9 | 35,9 | 57,9 ÷ 86,6 | 0,18 < t₀,₀₅ = 2,05 [kepˈi] | 15 | 74,1 | 28,2 | 38,0 | 58,5 ÷ 89,7 [sùskis] | 12 | 83,8 | 9,9 | 11,8 | 77,6 ÷ 90,1 | 3,32 > t₀,₀₀₅ = 3,19 [sùkis] | 12 | 68,4 | 12,7 | 18,6 | 60,3 ÷ 76,5 [suškù] | 6 | 72,8 | 5,4 | 7,4 | 67,2 ÷ 78,5 | 3,93 > t₀,₀₀₅ = 3,58 [šukù] | 6 | 61,8 | 4,3 | 6,9 | 57,4 ÷ 66,3 [pẽšti] | 12 | 102,7 | 11,3 | 11,0 | 95,5 ÷ 109,8 | 1,49 < t₀,₀₅ = 2,07 [pẽši] | 12 | 95,8 | 11,5 | 12,0 | 88,4 ÷ 103,1 [pešti] | 9 | 79,4 | 11,1 | 13,9 | 70,9 ÷ 88,0 | 0,95 < t₀,₀₅ = 2,11 [peši] | 9 | 74,4 | 11,3 | 15,1 | 65,8 ÷ 83,1
Diese widersprüchlichen Ergebnisse (ein Dauernunterschied ist statistisch signifikant, drei sind nicht signifikant, wobei sich allenfalls eine Tendenz zu längeren Vokalen in offenen Silben erkennen lässt) lassen sich meines Erachtens nur dadurch erklären, dass möglicherweise betonte lange Vokale in offenen Silben länger sind als in geschlossenen, während die Silbenart keinen Einfluss auf die Quantität kurzer Vokale hat¹². Andererseits ist dem Litauischen in der Standardsprache (also vermutlich auch dem PVA) nach A. Girdenis (DLKG 1994: 36–37) eine Tendenz zu offenen Silben eigen; deshalb können geschlossene Silben im zusammenhängenden Text zu offenen werden. Die Untersuchung der Dauer dieser Beispiele lässt vermuten, dass wir es hier entweder mit phonetisch offenen Silben zu tun haben oder dass die Silbenart keinen Einfluss auf die Quantität kurzer Vokale hat.
4.2. Die statistische Analyse der Unterschiede in ihrer Länge zeigt, dass sich die Dauer der inneren Vokale vor einem Frikativ und einem Plosiv (V-STV) sowie vor einem einzelnen Plosivkonsonanten (V-TV) etwas stärker unterscheidet.
12Das Wort kǽpta wird, wie einige Sprecher selbst angeben, sehr selten oder überhaupt nicht verwendet. Daher könnte der darin enthaltene Vokal kürzer ausgesprochen worden sein als in dieser Position üblich. Vielleicht hatte das sehr häufige Wort keptà, „gebackene“, Einfluss darauf.
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In den Beispielen suškù – šukù, suškis – šukis sind die Dauerunterschiede der inneren Vokale statistisch signifikant: Die ermittelten Konfidenzintervalle überschneiden sich nicht, und die berechneten Werte des Student-t-Kriteriums überschreiten auf dem Niveau 0,005 die kritischen Werte. Länger sind in diesen Beispielen die Vokale vor einem Frikativ und einem Plosiv (V-STV).
Wenn sich die Dauer der Vokale in offenen und geschlossenen inneren Silben (vor einem beziehungsweise vor zwei Plosivkonsonanten) unterschiede, könnte man behaupten, dass in Wörtern vom Typ suškù die Silbengrenze zwischen dem Frikativ und dem Plosivkonsonanten verläuft. Dann wären offene innere Silben kürzer, geschlossene dagegen länger (wie auch Endsilben). Die Dauer der Vokale in offenen und geschlossenen inneren Silben unterscheidet sich jedoch nicht. Daher müssen hier andere Ursachen dafür gesucht werden, dass der Vokal vor einem Frikativ und einem Plosiv (V-STV) länger ist als vor einem einzelnen Plosiv (V-TV). Wahrscheinlich wurde die größere Vokaldauer in diesem Fall durch den nachfolgenden Frikativ beeinflusst, denn wie die Untersuchungsergebnisse zeigen, sind Vokale in dieser Position länger. Bei der Artikulation eines Frikativs entsteht in der Mundhöhle eine Enge, bei der eines Plosivs dagegen ein Verschluss (LKG 1965: 68–88; Mikalauskaitė 1975: 38–50; Pakerys 1995: 88). Um diesen Verschluss zu überwinden, ist mehr Energie erforderlich als zur Überwindung der Enge – deshalb können benachbarte Vokale kürzer sein13.
4.3. In den Beispielen pešti – peši, pešti – peši sind die Unterschiede in der Vokaldauer gering, und es gibt keine statistische Grundlage für die Behauptung, dass sich die Quantität dieser Vokale unterscheidet. Es lässt sich jedoch die Tendenz feststellen, dass Vokale vor einem Frikativ und einem Plosiv länger sind als vor einem einzelnen Frikativ. Wie die vorherige Untersuchung zeigt, sind Vokale in offenen Silben (V-TV) etwas länger als in geschlossenen Silben (VT-TV). Deshalb kann in den Beispielen pešti, pešti die Silbengrenze nicht zwischen dem Frikativ und dem Plosivkonsonanten liegen, denn dann wäre der Vokal der geschlossenen Silbe hier länger, was den Ergebnissen der Untersuchung zur Dauer offener und geschlossener Silben widerspräche, deren Grenzen zweifelsfrei feststehen. Daraus lässt sich schließen, dass diese Wörter nur offene innere Silben aufweisen und die Silbengrenzen wie folgt verlaufen: pe-šti, pe-ši, pe-šti, pe-ši. Das Experiment stützt somit tatsächlich die Aussagen der phonologischen Theorie (Girdenis 1995: 115–121), wonach die Gruppe ST keine Silbe schließt.
4.4. Solche statistisch nicht signifikanten Unterschiede in der Vokaldauer offener und geschlossener Stammsilben würden darauf hindeuten, dass A. Girdenis (1985: 6; 1995: 115–16) und A. Pakerys (1995: 282–283) wahrscheinlich recht hatten, als sie behaupteten, dass es keine phonetischen Merkmale gibt, die den Anfang und das Ende einer Silbe signalisieren14. Dies wurde auch bestätigt durch
13 Andererseits zeigt ein Vergleich der untersuchten Wörter, dass suškù „suskù“ und suškis „suskis“ keineswegs so neutral sind. Obwohl beim Aufnehmen der Texte verlangt wurde, möglichst neutral zu sprechen, könnten sie dennoch ausdrucksvoller ausgesprochen worden sein als die zum Vergleich herangezogenen Wörter šukù „šuku“ und šukis „sukis“.
14Vermutlich ist aus demselben Grund die Silbengrenze im Litauischen nicht experimentell untersucht worden. Es gibt zwar Versuche, sie zu erörtern (LKG 1965: 122–126; Mikalauskaitė 1975: 71–75; Pakerys 1995: 281–288), doch zwang die Besonderheit der Arbeiten dazu. Ausführlicher untersucht wurden nur die Standardsprache (Strimaitienė, Girdenis 1978: 61–68) und die nordžemaitische Mundart (Kliukienė 1983: 50–60; 1992: 38–51)
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Untersuchung der Quantität der Vokale in offenen und geschlossenen Binnensilben im Dialekt PVA. Daher ist ihrer Auffassung nach (DLKG 1994: 36–37; Pakerys 1995: 282–283) die Unterscheidung zwischen offenen und geschlossenen Silben im litauischen Standard nicht zweckmäßig.
5.1. Zusammenfassend lassen sich folgende Schlussfolgerungen ziehen.
1. Im Dialekt PVA sind die Vokale in geschlossenen Endsilben länger als die Vokale in offenen Endsilben. Möglicherweise schützt der Schlusskonsonant der geschlossenen Endsilbe den Silbenvokal vor Kürzung. Andererseits kann der Längeneffekt der Vokale in offenen Endsilben auch durch den fließenderen Übergang vom Vokal zur Pause entstehen.
2. Die Dauer der hohen Vokale hängt stärker von der Position ab.
3. Die Tatsache, dass Endsilbenvokale im Dialekt PVA gekürzt werden, bestätigt sich erneut. In fast allen Fällen sind die Vokale in Endsilben (sowohl in offenen als auch sogar in geschlossenen) kürzer als die entsprechenden Binnenvokale.
4. Die Geschlossenheit der Silbe hat keinen größeren Einfluss auf die Dauer von Binnenvokalen, die nicht zu Diphthongen gehören. In offenen Silben (V-TV) sind die Vokale nur geringfügig länger als in geschlossenen Silben (VT-TV).
5. Binnenvokale vor einem Frikativ und einem Plosiv (V-STV) sind länger als vor einem einzelnen Plosiv (V-TV). Da sich die Dauer der Vokale in zweifelsfrei geschlossenen (VT-TV) und offenen (V-TV) Silben kaum unterscheidet, ist die etwas längere Dauer des Binnenvokals vor einem Frikativ und einem Plosiv in diesem Fall allein auf den Einfluss des Frikativs zurückzuführen.
6. Die Dauer der Binnenvokale vor einem Frikativ und einem Plosiv (V-STV) und vor einem einzelnen Frikativ (V-SV) unterscheidet sich nur geringfügig. Daher lässt sich behaupten, dass die Konsonantengruppe ST die Silbe nicht schließt15.
Eingegangen am 18.05.1998
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vidinės atvirosios sandūros. Matyt, skiemens ribas galima nustatyti tik remiantis fonologine analize. Šiuo aspektu lietuvių kalbos skiemenys išsamiai aprašyti (Girdenis 1995: 113–120; dar plg. Girdenis 1985: 5–11).
15 Baigdama noriu nuoširdžiai padėkoti prof. habil dr. A. Girdeniui už vertingus patarimus ir skatinimą atlikti šį tyrimą.
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Kliukienė R. 1983: Atviroji sandūra ir jos fonetinė realizacija šiaurės žemaičių tarmėje. – Kalbotyra 34 (1), 50–60.
LKA 2 – Lietuvių kalbos atlasas 2, Fonetika, Vilnius: Mokslas, 1982.
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Zinkevičius Z. 1966: Lietuvių dialektologija, Vilnius: Mintis.
THE LENGTH OF THE OPEN AND CLOSED VOWELS IN THE SOUTH-WESTERN AUKŠTAITIAN DIALECT
Summary
The results of the experiment show, that the vowels of the closed word-endings are longer than those of the open word-endings in the south-western Aukštaitian dialect. Both closed and open vowels in the word-endings, however, are shorter than the vowels in the word-middle. The final consonants in the closed word-endings of the dialect investigated might be preserving the stem vowel from the latter being shortened. On the other hand, the effect of the length of vowels in the open word-endings might happen due to a more smooth vowelpause shift.
The influence of the closed syllable on the length of word-middle vowels (those not constituting diphthongs) is the least. The word-middle vowels are longer in the position preceding both blown and explosive consonants (V-STV) than in the position preceding one explosive consonant alone (V-TV). However, in this case, the greater length of the word-middle vowel followed by both blown and explosive consonants is explained by the influence of the blown consonant only, because the cases with vowels followed by both blown and explosive consonants or blown consonant alone hasn’t shown big difference in vowel lengths and accordingly this is statistically insignificant. So, in the south-western Aukštaitian dialect the consonant ST group doesn’t close the stem.
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