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Rolandas Kregždys. „Baltų mitologemų etimologijos žodynas I: Kristburgo sutartis“

Harald Bichlmeier

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207 ecenzijos / e iews ha aLd bichLMeie Ma in-Lu he -uni e si ä halle-Wi enbe g sächsische akademie de Wissenscha en zu Leipzig Mainze akademie de Wissenscha en und de Li e a u Wissenscha liche o schungs ich ungen: indoge manis ik, onomas ik (o s- und gewässe namen), al i anis ik (syn ax). olandas k egždys baL Ų Mi oLogeMŲ e iMoLogijos Žodynas i: k is bu go su a is Mokslo monog a ija Vilnius: Lie u os kul ū os y imų ins i u as, 2012, 624 s. isbn 978-9955-868-50-7 Die o liegende Monog aphie (dass und wa um das buch als žodynas ‘Wö e - buch’ bezeichne wi d, bleib eigen lich unkla , zumal es im un e i el die bezeichnung „mokslo monog a ija“ äg ) bie e dem Lese eine beeind uckende Zusammens ellung de kenn nisse des au o s übe ausschni e aus de My holo- gie de bal en. Ziel des Ve asse s is es, die bal ischen My hologeme e ymologisch zu e schließen. un e My hologemen, einem noch nich sonde lich e b ei e en beg i , e s eh olandas k egždys Wö e , die eine sak ale konno a ion au wei- sen. und als p ak ische bedeu ung seines We ks sieh e die ekons uk ion de bal ischen a chimy hologischen Mo i e und konzep e (s. 14, 507). als basis de un e suchungen dieses e s en bandes, dem siche noch meh als ein wei e e wi d olgen müssen, soll so e was wie eine olls ändige un e suchung des Ma e ials gewäh leis e we den, dienen die diesbezüglichen ak og aphischen in o ma ionen (bes. das namenma e ial im wei e en sinne), das de iedens e ag on ch is - bu g zwischen dem deu schen o den und p (e)ußischen s ämmen om 2.2.1249 bie e . dieses .a. onomas ische Ma e ial wie auch die sich da in wide spiegelnden my hologischen Vo s ellungen de wes bal ischen s ämme we den in einen g öße- en Zusammenhang inne halb des bal ikums ges ell , wei e abe auch mi anga- ben ko elie , die sich e wa in aci usʼ Ge mania, in o osiusʼ His o iae ad e sum paganos ode in spä e en Quellen wie dem Ch onicon e ae P ussiae Pe e on du(i)sbu gs ode noch spä e en We ken, wie e wa denen g unaus, inden. und diese e gebnisse we den in um ängliche und aus üh liche Weise .a. mi en sp e- 208 ha aLd bichLMeie ac a Linguis ica Li huanica LXX chenden e scheinungen bei den ge manen, den i alike n und ande en Völke n (besonde s noch bei den g iechen und den inde n) e glichen. Ziel is dabei imme auch, die sich au die Ve häl nisse bei den (Wes -)bal en on den nach ansich des Ve asse s bei de be ach ung jene e scheinungen imme noch mi - schwingenden, eils he ablassenden Pe spek i e zu be eien. dies geling ihm in jedem alle. e zeig deu lich au , dass es sich bei säm lichen e scheinungen de My hologie le z lich um indoge manisches e be handel , das sich eben auch bei ge manen, i alike n e c. nachweisen läss . das buch un e eil sich nach dem li auischen (s. 9 .) und englischen Vo wo (s. 11 .) und de einlei ung (s. 13–49), die sich dem o schungsgegens and und dem zu seine e o schung anzuwendenden Me hoden sowie de klä ung di e se e mini widme , in seinem haup eil in ie kapi el: kapi el i b ing ein acsimi- le des Ve ags on ch is bu g on 1249, eine umsch i des la einischen ex s und eine li auische Übe se zung (s. 50–72). kapi el ii is de e klä ung des he- onyms Cu che gewidme (s. 73–155). kapi el iii beschä ig sich mi den hie o- nymen Tulissones und Ligaschones (s. 156–229). und kapi el iV is de Wide - spiegelung des sonnen- bzw. Mondkul s in de Volksmy hologie bei bal en, slawen und ande en indoge manischen Völke n gewidme (s. 230–500). allen diesen kapi eln is gemein, dass das im i el genann e hema eigen lich nu de au - hänge ü wesen lich wei e gespann e un e suchungen is . beschlossen wi d das buch mi eine li auischen (s. 500–505) und eine eng- lischen Zusammen assung (s. 506–526), sowie meh e en Vezeichnissen und indi- zes (s. 527–623), on denen das Li e a u e zeichnis (s. 527–579) du ch die da - gebo ene ülle bes ich und deu lich mach , wie um änglich sich de au o ü sein buch in o mie ha . gleichzei ig wi d an diesem Li e a u e zeichnis abe auch deu lich, dass dem au o o ensich lich nich ü alle be eiche gleiche maßen olls ändig die no wendige Li e a u zu Ve ügung s and bzw. bekann wa . an- gesich s de b ei e, in de die un e suchung angeleg is , is abe auch das nich e wunde lich und Volls ändigkei wohl kaum zu e eichen: es geh imme hin um die his o isch- e gleichende sp achwissenscha de bal ischen, slawischen und wei e e indoge manische sp achen, My hologie, Volkskunde, geschich e u.a. besonde s zeig sich das ehlen de neue en Li e a u wie auch eine gewisse un e au hei mi den usancen de Wissenscha au dem gebie des indischen und i anischen: hie ehlen die a bei en jan gondas öllig, die Paul hiemes wu den ebenso wie die Michael Wi zels nu ausnahmsweise ezipie . die a bei en homas obe liesʼ zum Vedischen ehlen ebenso wie die on jean kellens und É ic Pi a zum a es ischen zu gänze, wäh end on Ma in L. Wes nu ein einzige i el e wähn wi d. ungewöhnlich is die Zi a ion on keWa als „eWa i–iii“ und eWa als „eWa ia–iiia“ (s. 529 und passim). insgesam ehl aus dem genann- olandas k egždys Bal ų mi ologemų e imologijos žodynas i: K is bu go su a is 209 ecenzijos / e iews en hemenbe eich ein g oß eil de neue en deu sch-, englisch- und anzösisch- sp achigen Li e a u . dies muss nich no wendig bedeu en, dass sich du ch de en ezep ion auch ande e schluss olge ungen e geben hä en, angesich s des übe 1500 i el an üh enden, sons seh de aillie en Ve zeichnisses, bleib ih ehlen abe ein Manko. Wei e is anzume ken, dass k egždys sich bei de umsch i des al indischen noch des sei jah zehn en unüblichen Zeichens <ç> s a des heu e geb äuchlichen <ś> bedien . die g öß e s ä ke des buchs lieg siche in de analyse de o ge undenen my hologischen Zusammenhänge. diese we den in zahl eichen ech kompak en schaubilde n e anschaulich , die dem Lese bisweilen abe in ih e kompak hei auch einiges an analy ischem au wand ab e langen. in den e schiedenen de e ymologie im enge en sinne gewidme en Passagen is besonde s die ak ibie he o zuheben, mi de k egždys äl e e Vo schläge au - üh und besp ich : diese au a bei ung de jeweiligen Wissenscha sgeschich e is o bildlich. dasselbe gil ebenso ü die auswe ung de Li e a u zu My hologie und Volkskunde (besonde s des bal ischen und slawischen). ein wenig p oblema isch is eilich sein umgang mi den Me hoden de e y- mologie im allgemeinen: da es sich bei den zu un e suchenden Wö e n um solche aus de sphä e des sak alen im wei e en sinne handel , in denen o auch abuis ische en s ellungen on Wo ma e ial beobach e we den können, geh k egždys da on aus, dass e wa Me a hesen ( on Phonemen wie on ganzen sil- ben), (i egulä e) synkopen u.ä. g undsä zlich und on an ang an in die analy- se mi einbezogen we den soll en. Vielmeh soll e es abe doch eigen lich so sein, dass de a ige, du ch die sei de Zei de jungg amma ike in de indoge manis- ik allgemein übliche annahme on Lau gese zen und ih e ausnahmslosigkei nich abgedeck e Lau wandelp ozesse nu das alle le z e Mi el zu e schließung on e ymologien sein soll en. denn sons ge ä man wiede zu ück in die üh- zei diese Wissenscha im 19. jah hunde , als (aus heu ige Pe spek i e) as alles möglich wa . olglich is zunächs eine e ymologisie ung, die ohne de a ige Zusa zannah- men zu einem sinn ollen e gebnis komm , o zuziehen. ge ade abe das Übe - schneidungsgebie on My hologie, Volkskunde und e ymologie schein mi hie ohnehin ein ech ge äh liches e ain zu sein, au dem man auch leich Zi kel- schlüssen un e liegen kann: hie kann es du chaus dazu kommen, dass ein elemen eines b auchs o.ä. dazu üh , dass ein dami zusammenhängende gö e name o.ä. in eine bes imm en Weise e ymologisie wi d, wo aus schließlich wiede ge olge wi d, dass ein en sp echende b auch sich on dem gö e namen he - lei e usw. 210 ha aLd bichLMeie ac a Linguis ica Li huanica LXX im o liegenden buch i solches e wa bei den Ligaschones zu, das au a p euß. *gali-śōnīs ‘P ies e de o en’ zu ückge üh wi d (s. 221 ., 503, 523). das geh eilich nu , wenn man eine an sich unmo i ie e Me a hese des e s glieds und zugleich eine seman ische Ve schiebung desselben annimm , die sons nich g ei ba is : ap euß. akk. gallan, nom. *galis, -as bedeu e nun einmal ebenso wie li . gãlas, le . gals zunächs ‘ende, and’ und e s sekundä ‘ od’, niemals abe ‘ o e ’. hie s öß man schon an gewisse g enzen de Plausibili ä . gleiches gil le z lich auch ü Tulissones < *d/ ulinōsīs ‘he de seelen’ (s. 218 ., 503, 523). ein wei e es beispiel is die e ymologisie ung des heonyms Cu che ( gl. auch Pke޲ 491–493). dieses wi d als /ku kē/ < ap euß. *Ku kis/-īs/-as ‘go des ho n iehs’ in e p e ie und au u bal .(?) *Ku - a-ka- ‘de , dem das ho n ieh gehö ’ zu ückge üh (s. 108 ., 502, 522). die s amm o m *ku - - wi d dabei als dialek ale o m, die gg . du ch eine a eg essi e asimila ion aus eigen lich zu e wa endem *ka - - en s anden sei, e klä . Mi le es *- a- sei geschwunden. hie zu is olgendes anzume ken: ü den schwund des mi le en *- a- b ing k egždys keine wi klichen Pa allelen, da all seine beispiele den schwund in eine ande en Lau umgebung zeigen, als sie hie o lieg . anzunehmen, dass *ku - - (ap euß. cu wis ‘ochse’; gl. auch Pke޲ 497–499) eine (sekundä e) dialek ale ode exp essi e o m sei, is nich zwingend, es kann ebenso wie kym . ca w ‘hi sch’ au u idg. *ḱ h2-uo- ‘gehö n , mi hö ne n e sehen’ zu ückge üh we den (nussbaum 1986, 8). da nun die o.a. synkope de Mi elsilbe nich de ini i e - wiesen we den kann, wä e le z lich auch eine bildung u idg. *ḱ h2-ko- > u bal . *ku ka- ‘gehö n , mi hö ne n e sehen’ als g undlage des heonyms denkba . diese beiden beispiele mögen genügen. Wei e es (besonde s zu einzelnen e y- mologien) ließe sich in einem so um assend angeleg en buch wie dem o liegen- den noch anme ken, wü de abe an de g undlegenden einschä zung nich s ände n: k egždys is ein wi klich g ündliche und g undlegende Übe blick übe die Ma- e ie gelungen. die ülle an beigeb ach en da en aus den e schiedens en Wis- senszweigen beeind uck , äl e e da s ellungen zu hema ik wu den eichlich ausgewe e . die da s ellung is nach ollziehba und gu s uk u ie . bei k egždysʼ e ymologischen e klä ungen wi d ihm siche nich jede (indoge manis ) in allen Punk en olgen wollen, was du ch die on o nhe ein bis zu einem gewissen g a- de auße k a gese z e P ämisse de ausnahmslosigkei de Lau gese ze beding is . angesich s de sons o geleg en gesam leis ung äll dies nich so seh ins gewich , so e n nich dadu ch i gendwo doch ein Zi kelschluss im o.g. sinne en s anden sein soll e. dem Ve asse is iel e olg bei de wei e en a bei an diesem Mammu p ojek zu wünschen, dem Lese die baldige e igs ellung des- selben – und ielleich auch eine a sächlich den cha ak e eines Wö e buchs agende ku zda s ellung dieses e o schungswü digen gesam komplexes. olandas k egždys Bal ų mi ologemų e imologijos žodynas i: K is bu go su a is 211 ecenzijos / e iews LITe ATu eWa – May ho e Man ed. E ymologisches Wö e buch des Al indoa ischen. 3 bde. hei- delbe g: Win e , 1992–2001. keWa – May ho e Man ed. Ku zge aß es e ymologisches Wö e buch des Al indischen. 3 bde. heidelbe g: Win e , 1956–1976. nussbaum alan je ey 1986: Head and ho n in indo-Eu opean. (un e suchungen zu indo- ge manischen sp ach- und kul u wissenscha 2) be lin – new yo k: de g uy e . Pke޲ – Mažiulis Vy au as. P ūsų kalbos e imologijos žodynas. an asis pa aisy as i papil- dy as leidimas. Vilnius: Mokslo i enciklopedijų leidybos cen as, 2013. Į eik a 2014 m. balandžio 5 d. ha aLd bichLMeie Ma in-Lu he -Uni e si ä Halle-Wi enbe g O ien alisches ins i u : Semina ü indoge manis ik und Allgemeine Sp achwissenscha Hein ich-und-Thomas-Mann-S . 26, 06108 Halle (Saale) [email p o ec ed] Sächsische Akademie de Wissenscha en zu Leipzig A bei ss elle Jena: E ymologisches Wö e buch des Al hochdeu schen Zwä zengasse 12, 07743 Jena [email p o ec ed] Mainze Akademie de Wissenscha en und de Li e a u Digi ales Familiennamenbuch Deu schlands Geschwis e -Scholl-S . 2, 55131 Mainz [email p o ec ed]