scieee Open visual document viewer

Eine mehrsprachige Website zur Grammatik der litauischen Sprache

Daiva Šveikauskienė; Arūnas Ribikauskas; Vytautas Šveikauskas

Full text

144 Ac a Linguis ica Li huanica LXXVII DAIVA ŠVEIKAUSKIENĖ Ins i u ü li auische Sp ache ARŪNAS RIBIKAUSKAS Gediminas echnische Uni e si ä Vilnius VYTAUTAS ŠVEIKAUSKAS Ins i u ü li auische Sp ache Wissenscha liche Fo schungs ich ungen: G amma ik, Compu e linguis ik. EINE MEHRSPRACHIGE WEBSITE ZUR GRAMMATIK DER LITAUISCHEN SPRACHE Daugiakalbė lie u ių kalbos g ama ikos in o macinė sis ema in e ne e ANNOTATION Vo einem Jah begann man am Ins i u ü li auische Sp ache an einem P ojek zu a bei en, das zum Ziel ha , die P äsen a ion aus üh liche Da en zu den g amma ischen Eigenscha en li auische Wö e dem Benu ze ei zugänglich im In e ne zu Ve ü- gung zu s ellen. Im Mä z 2017 wu de eine P obe e sion o be ei e , die nu Wö e mi de Wu zel „bėg“ ( gl. das Ve b „bėg i/lau en“) um ass . Die Da enbank bes eh aus und 25.000 Da ensä zen. Das P ojek is bes eb , die Mängel schon o handene A bei en au dem Gebie de Compu e linguis ik zu e meiden. Das be i den Um ang de Wö e , die Vielsei igkei de g amma ischen Da en, die Kla hei und Ve s ändlichkei de Da - s ellung de Da en u.a. Die g amma ische In o ma ion übe das om Benu z e eingege- bene Wo wi d in d ei Be eichen da ges ell : S uk u des Wo es, mo phologische Da en und mo phemische Da en. Dies is die e s e Websi e in Li auen, au de die In o ma ion übe Typen on Mo phemen dem Benu ze angegeben wi d. Fü jedes in de Da enbank en hal ene Wo kann man eine Flexions abelle bekommen. Fü manche Wö e sind auch Ve wendungsbeispiele angegeben. Die Websi e wi d in sieben Sp achen ge üh : Li auisch, Englisch, Deu sch, F anzösisch, I alienisch, Russisch und Japanisch, dami Auslände , die sich ü die li auische Sp ache in e essie en, sie nu zen können. S aipsniai / A icles 145 Eine meh sp achige Websi e zu G amma ik de li auischen Sp ache SCHLÜSSELWÖRTER: G amma ik, Mo phologie, Mo phemik, In o ma ionssys em, Compu e linguis ik. ANNOTATION The p ojec was s a ed in he Ins i u e o Li huanian language in 2016. I aims a p e- sen ing de ailed da a abou he g amma ical ea u es o Li huanian wo ds. The goal is o make hose da a eely accessible o any use on he In e ne . The p elimina y e sion co e ing he wo ds wi h he oo “bėg/ un” was published in Ma ch 2017. The da abase con ains a ound 25,000 en ies. We a e ying o a oid d awbacks ha a e speci ic o he wo ks done in he ield o compu a ional linguis ics. I includes wo d co e age, g amma i- cal da a comp ehensi eness, cla i y and clea ness o p esen ed in o ma ion e c. G amma i- cal in o ma ion abou he wo d in ques ion is p esen ed om h ee aspec s: wo d s uc u e, mo phological da a, and mo phemic da a. I is he i s websi e in Li huania p o iding mo phemic ypes. One can ge an in lec ion able o each wo d he da abase con ains. Usage examples a e gi en o some wo ds. The in o ma ion on he websi e is a ailable in se en languages – Li huanian, English, Ge man, F ench, I alian, Russian, and Japanese – so o eigne s in e es ed in Li huanian language can use i as well. KEYWORDS: G amma , Mo phology, Mo phemic, In o ma ion sys em, Com- pu a ional linguis ics. 1. EINFÜHRUNG: COMPUTERLINGUISTIK Bis zu Mi e des 20. Jah hunde s wu den alle G amma iken au Papie ge- d uck . Nach dem Au kommen on Compu e n (im Jah e 1942 wu de de e s e Compu e de Wel , MARK I, an de Uni e si ä Ha wa d gebau (Schwanke 1991: 69)) begannen sie in alle Gebie e des Lebens einzud ingen. Sp achen wa- en keine Ausnahme: bald wu de kla , dass Compu e nich nu Zahlen, son- de n auch beliebige Symbole e a bei en können. Folglich können sie auch Sp achen e a bei en. Meh e e Linguis en begannen o male Besch eibungen on Sp achen zu en wickeln, dami die Fähigkei en on Compu e n auch au Sp achen angewende we den konn en (Winog ad 1983: 23). Au dem Feld de küns lichen In elligenz wu de die Sp ach e a bei ung zu einem de wich igs en Anwendungsgebie e (Chab is 1989: 71). Sei 1968 bis 1978 wa die g amma- ische Analyse on Sp achen das wich igs e Thema de E o sche küns liche In elligenz (Nie enbu g 1987: 26). Die Sp achen jedoch, die sich so leich den Menschen ügen, e schienen als ha e Nuss ü die Compu e (Jensen, Heido n, DAIVA ŠVEIKAUSKIENĖ, ARŪNAS RIBIKAUSKAS, VYTAUTAS ŠVEIKAUSKAS 146 Ac a Linguis ica Li huanica LXXVII Richa dson 1993: 2). Deshalb konn en bislang keine gu en E gebnisse au dem Gebie de Sp ach e a bei ung mi Hil e on Compu e n e eich we den. 1.1. STATISTISCHE METHODEN Seh g oße Bedeu ung haben in de Sp ach e a bei ung s a is ische Me ho- den. Die e s en Vo schläge, sie zu benu zen, wa en ku z nach dem Au kom- men on Compu e n o geb ach wo den. Besonde s gil das ü die englische Sp ache. Dawid W. Reed e ö e die quan i a i e linguis ische Analyse (Reed 1949: 236). Wa en Wea e wa de e s e, de den Gedanken äuße e, Compu e ü Übe se zungen zu benu zen. Im Jah e 1949 schlug e o , dazu s a is ische Me hoden zu e wenden. Abe die damaligen Wissenscha le lehn en es nach eine ku zen Weile ab, wah scheinlich wegen des ungenügenden Um angs elek- onisch lesba e Tex e und wegen de nich allzu g oßen Leis ungs ähigkei de damaligen Compu e . Nach ein paa Jah zehn en, als die Tex ko po a gesam- mel wa en, und die Anwendung s a is ische Me hoden in de Sp ache ken- nung gu e Leis ungen he o b ach e, keh e man wiede zu den s a is ischen Me hoden in de Übe se zung zu ück (B own a al. 1990: 79). In Kanada gab es besonde s güns ige Bedingungen da ü , weil do das ganze Ma e ial des Pa lamen s wegen de beiden S aa ssp achen in zwei Sp achen (Englisch und F anzösisch) gespeiche wi d. Deshalb konn e eine genügende Menge an Pa- allel ex en seh schnell gesammel we den (Al-Onaizan, Cu in, Jah 1999: 1). Die S uk u de beiden Sp achen, d.h. de englischen und de anzösischen, sind seh ähnlich: die Wo olge is s eng (an de e s en S elle s eh das Sub- jek , an de zwei en S elle das P ädika ). Die Ähnlichkei en in de S uk u de Sp achen e laub en, gu e Leis ungen bei de Übe se zung mi s a is ischen Me hoden zu e eichen. Abe das is mi de li auischen Sp ache nich de Fall. Die Google-Übe se zungen, die die s a is ische Me hode benu zen, lie e n bis je z keine gu en Übe se zungen in die li auische Sp ache. Lau den Angaben des Jah es 2017 sind die E gebnisse sowohl de Übe se zung Englisch-Li au- isch als auch de Übe se zung Li auisch-Englisch schlech e als diejenigen ü Englisch-Le isch, Le isch-Englisch, Englisch-Es nisch und Es nisch-Eng- lisch (Skadiņš 2017: 22). Die s a is ischen Me hoden d angen auch in ande e Gebie e de Linguis ik ein. Die e s en A bei en be a en die Phone ik (Zip 1929). 1944 wu den s a- is ische Un e suchungen de Li e a u lexik du chge üh , d.h. wie iel Wö e wu den einmal geb auch , wie iel Wö e zweimal, d eimal usw. (Yule 1944: 9). S aipsniai / A icles 147 Eine meh sp achige Websi e zu G amma ik de li auischen Sp ache Sei 1973 wi d die Benennung Dialek ome ie ü die Bezeichnung des Ge- bie es de Linguis ik benu z , das sich mi de quan i a i en E o schung de Sp achen und Munda en be ass (Köhle , Al mann, Pio owski 2005: 498). Ebenso wu den s a is ische Me hoden au dem Gebie de Mo phologie an- gewende . Goldsmi h besch eib den Algo i hmus ü die Fes s ellung de Mo - pheme im Wo so: „algo i hm ha akes as inpu a lis o wo ds and p o ides as ou pu a segmen a ion o he wo ds in o mo phemes“ (Goldsmi h 2010: 365). Ende des o igen Jah hunde s we den Ve suche in de ussischen Li e a u besch ieben, eine au oma ische syn ak ische Analyse on Sä zen mi Hil e s a- is ische Be echnungen du chzu üh en. Die Wissenscha le in Russland ha- ben o geschlagen, die syn ak ische S uk u on Sä zen nich au G und de linguis ischen Analyse zu machen, sonde n eine s a is ische Ve a bei ung de Tex e zu benu zen. Sie behaup e en, dass jede sp achliche Einhei (Wo , syn- ak ische Ka ego ie des Wo es, syn ak ische Kons uk ion) mi eine gewissen Häu igkei im Tex o komm . Z.B. lau den Angaben des englischen F equen- zwö e buchs de Valenz sind 195 e schiedene Mus e de syn ak ischen Be- ziehungen dem Ve b eigen. Doch allein die zehn am häu igs en o kommenden Mus e machen 86% alle in Tex en e wende en Fällen aus. S a is ische Ge- se zmäßigkei en we den auch ü die linea e S uk u des Sa zes benu z . Je- de Wo klasse ha ih e F equenz, mi de sie mi einem gewissen Abs and om Ausgangspunk en e n sein kann. Das Ve b de englischen Sp ache kann mi de Wah scheinlichkei 0,7 in de zwei en bis ün en Posi ion om An ang des Sa zes s ehen. Und mi de Wah scheinlichkei 0,95 komm es an de zwei en bis zehn en Posi ion o (Сердюков 1979: 124). Spä e wu den Da en ü die syn ak ische Analyse aus einem Tex ko pus benu z (Köhle 2012: 31). Doch gu e Resul a e sind o läu ig nu bei de Ve a bei ung de englischen Sp ache e ziel wo den. Vidas Dauda a ičius, de au dem Gebie de Compu- e isie ung de li auischen Syn ax gea bei e ha , behaup e : „Nai u many i, kad me odai, ku ie sėkmingai aikomi anglų kalbai, inka i ki oms kalboms.“1 (Dauda a ičius 2012: 3). Mi Hil e de s a is ischen Me hoden kann man schnell asch a bei ende Sys eme scha en, abe un e eine Bedingung: Man muss eine bes imm e Zahl an Fehle n ole ie en (Link 1). Deshalb wu de am Ins i u ü li auische Sp a- che beschlossen, sich möglichs wenige au S a is ik zu be u en, weil man nach g öß e Genauigkei und Zu e lässigkei de Da en s eb . 1 „Es is nai zu denken, dass die Me hoden, die ü die englische Sp ache e olg eich benu z we den, auch ü die ande en Sp achen ebenso passen.“ DAIVA ŠVEIKAUSKIENĖ, ARŪNAS RIBIKAUSKAS, VYTAUTAS ŠVEIKAUSKAS 148 Ac a Linguis ica Li huanica LXXVII 1.2. DIE LAGE IN LITAUEN Viele A bei en sind au dem Gebie de Compu e isie ung de Li auischen G amma ik be ei s e olg . Die meis en on ihnen sind nu ü Fachleu e de Compu e linguis ik e s ändlich. Einige sind auch ü die b ei e Ö en lich- kei bes imm . Sie wide spiegeln abe nu einzelne Eigenscha en und Me k- male de Wö e und de G amma ik. Z.B. wu de in Kaunas an de Uni e si- ä Vy au as’ des G oßen eine Da enbank de Mo phemik au G undlage eines Tex ko pus e s ell . Do ehlen iele Wo o men und man benu z seh iele Abkü zungen, die nich allen e s ändlich sind. Die Mo pheme we den mi Bindes ich ge enn und keine Da en übe den Typ des Mo phems angegeben. Am Ins i u ü Ma hema ik und In o ma ik in Vilnius wu de eine Da enbank ü De i a ion und Mo phemik gescha en. Do is de Typ des Mo phems an- gegeben sowie die G undwö e und Bes immungswö e (Mu mulai y ė 2012: 96). Leide is die Da enbank nich ei zugänglich. Deshalb wu de beschlossen, ein um assendes In o ma ionssys em zu scha en, das ü die b ei e Ö en lich- kei bes imm sein und dem Benu ze aus üh liche Da en bie en können soll. Man kann zwei Ex eme in de Da s ellung de li auischen g amma ischen In o ma ion im In e ne beobach en. Das sind: das Fehlen soga de geläu igen Wo o men und die Da s ellung übe lüssige , selbs dem Mu e sp achle un- e s ändliche Wö e . Im In o ma ionssys em ü die li auische G amma ik is man bes eb , diesen beiden Ex eme zu en gehen. Alle Wo o men we den au oma isch mi dem Compu e ausgehend om Lemma des Wo es gene ie , so e häl man den ganzen Sa z an Flexions o men. Alle möglichen Ablei ungen und Zusammense zungen we den in die Da enbank einge agen. Also gib es kein Fehlen on Wo o men meh . Dann we den alle om Compu e gebilde- en Wö e und Wo o men on Hand gep ü und nich exis ie enden Va ian- en wegges ichen. So e eich man den Ausschluss übe lüssige Wö e . 2. DIE ARBEITEN ZUR COMPUTERLINGUISTIK IN LITAUEN In Li auen kann man zwei Me hoden de Compu e bea bei ung on Sp ache un e scheiden. In Kaunas we den am Zen um ü Compu e linguis ik die A - bei en au g und eines Tex ko pus du chge üh . In Vilnius, an de Uni e si ä und am Ins i u ü li auische Sp ache, geh man meh on den Eigenscha en de li auischen Sp ache selbs aus. Die beiden Me hoden haben sowohl Vo eile als auch Nach eile. Im Wei e en wi d das an einigen Beispielen gezeig . S aipsniai / A icles 149 Eine meh sp achige Websi e zu G amma ik de li auischen Sp ache 2.1. TEXTKORPUS-BASIERTE ARBEITEN An de Uni e si ä Vy au as’ des G oßen in Kaunas wu de ein Tex ko pus de li auischen Gegenwa ssp ache e s ell . Man benu z es ü e schiedene A en de Sp ach e a bei ung. Au dem Gebie de G amma ik wu de ein Wö - e buch ü Mo phemik (Rimku ė, Kazlauskienė, Raškinis 2011) und nach eini- gen Jah en auch eine Da enbank gescha en. Dem Benu ze we den sowohl die mo phemischen als auch die mo phologischen Da en gebo en. Dies is die e s e ei zugängliche Quelle, in de das Wo in seine Mo pheme ze eil wi d. De Typ des Mo phems wi d leide nich angegeben und manchmal üh das zu eine e wi enden Da s ellung de mo phemischen S uk u des Wo es. Das is de Fall, wenn Wö e mi e schiedene S uk u gleich da ges ell we den. Ein Beispiel da ü wi d in Bild 1 gezeig . Die Wö e „pe -ei- i“ (übe gehen) und „pe -ė- i“ (b ü en) un e scheiden sich äuße lich kaum. Die mo phemi- schen S uk u en de beiden Wö e sehen in de Da enbank ü Mo phemik gleich aus. Im e s en Wo is abe das Mo phem „pe “ das P ä ix und im zwei- en Wo is dasselbe e s e Mo phem „pe “ die Wu zel. BILD 1. Wö e mi e schiedene mo phemische S uk u sind gleich da ges ell (Rimku ė, Kazlauskienė, Raškinis 2011: 8, 35) Als den zwei en Mangel kann man das Fehlen soga geläu ige Wo o men e wähnen. Die Pa izipien haben in de li auischen Sp ache sechs Kasus. In de Tabelle 1 wi d das Vo kommen de Wo o men (Singula , maskulin) des Pa izips „bėgan is / lau ende , ließende “ in de Da enbank ü Mo phemik gezeig . Es zeig sich, dass soga das Lemma (Nomina i , Singula ) dieses Wo s ehl . Auch die ande en ehlenden Fo men, z.B. de Loka i (bėgančiame ande- nyje / im ließenden Wasse ) kann man nich als sel en o kommend ode unge- läu ig be ach en. Also sind nu 2 Wo o men on 6 Kasus o handen. Die Wissenscha le de zwei en bal ischen Sp ache, des Le ischen, sp e- chen auch on eine unzu eichenden Zahl an Wo o men im Tex ko pus (Pai- kens, Ri uma, P e kalniņa 2013: 272). DAIVA ŠVEIKAUSKIENĖ, ARŪNAS RIBIKAUSKAS, VYTAUTAS ŠVEIKAUSKAS 150 Ac a Linguis ica Li huanica LXXVII TABELLE 1. Das Vo kommen in de Da enbank (Link 2) de Wo o men des Pa i- zips bėgan is / lau ende , ließende im Singula , maskulin Kasus Wo Da enbank Nomina i bėgan is ehl Geni i bėgančio o handen Da i bėgančiam ehl Akkusa i bėgan į o handen Ins umen al bėgančiu ehl Loka i bėgančiame ehl Insgesam : 6 2 2.2. AUSGANGSPUNKT – DIE LITAUISCHE SPRACHE An de Uni e si ä Vilnius geh man on den Eigenscha en de li auischen Sp ache aus. Die Websi e Mo ologija.l (Link 3) s ell soga die Flexions abel- len des Wo es da . Leide gib es iele lee e S ellen, manchmal ü das ganze Pa adigma. Unbekann e und ü einen Li aue un e s ändliche Wö e kom- men manchmal auch o , z.B. „susi ikimoji“ (Link 4) und ähnliche. Am Ins i u ü Ma hema ik und In o ma ik in Vilnius wu de eine Da en- bank ü Wo bildung und Mo phemik gescha en (Mu mulai y ė 2012). Da in is seh we olle In o ma ion en hal en (de Typ des Mo phems, G undwo , Bes immungswo u.a.), abe die Da en sind leide nich ei zugänglich. 3. DAS INFORMATIONSSYSTEM FÜR DIE LITAUISCHE GRAMMATIK Die li auische Sp ache gehö zu G uppe de am wenigs en compu e isie - en Sp achen Eu opas (Vaišnienė, Zaba skai ė 2012: 35). Deshalb wu de be- schlossen, ein In o ma ionssys em zu scha en, das aus üh liche Da en übe die g amma ischen Eigenscha en de li auischen Wö e en häl . Die No wendigkei , meh So wa e ü einen b ei en Benu ze k eis zu scha - en, wi d on den Wissenscha le n, die sich mi den bal ischen Sp achen be- assen, o be on . In den Anweisungen de Kon e enz BSNLP (Bal o-Sla ic Na u al Language P ocessing) 2015 sowie 2017 sch eib man: „submissions S aipsniai / A icles 151 Eine meh sp achige Websi e zu G amma ik de li auischen Sp ache desc ibing sys ems, ha a e made a ailable o he wide public would be s ongly encou aged / besonde s ge ö de we den die Ein eichungen, die de b ei en Ö en lichkei zu Ve ügung ges ell e Sys eme besch eiben“ (Link 5). Deswegen kam man au den Gedanken, das In o ma ionssys em ü die li- auische G amma ik ü einen b ei en Benu ze k eis zu konzipie en und die Da en möglichs ein ach und e s ändlich da zus ellen. Demzu olge wu de ein esponsi es Webdesign (RWD) gewähl , um den Be- dü nissen de Benu ze möglichs gu en sp echen zu können. Folglich wi d die g amma ische In o ma ion übe das Wo in die Kacheln (englisch iles) ausgeleg (Link 6). Deshalb kann au die Websi e auch mi dem Mobil ele on zugeg i en we den. 3.1. METHODE DER ERSTELLUNG DER DA- TENBANK Ziel de Compu e isie ung de G amma ik is , die ganze g amma ische In- o ma ion übe jedes Wo und alle seine Fo men in elek onische Fo m zu haben. Es gib zwei Wege, das zu e eichen. De e s e Weg is , eine o male Be- sch eibung de g amma ischen Regeln zu scha en (das wä e eine A Hil smi - el) und danach den Compu e die no wendigen Angaben gene ie en zu lassen. De zwei e Weg is , die ganze g amma ische In o ma ion übe alle Fo men alle Wö e im Compu e zu speiche n und diese bei Beda auszulesen. Da übe , welches Vo gehen meh A bei b auch , is noch zu disku ie en. Am Ins i u ü Ma hema ik und In o ma ik is die So wa e ü eine mo phologische Analyse de li auischen Sp ache (Zinke ičius 2000) en wickel wo den, wozu die e s e Me hode benu z wo den wa . Es gelang abe nich , eine 100%ige Genauigkei zu e eichen: Es gib ehle ha e Angaben, manche li auische Wö e we den nich e kann . Bei de En wicklung des In o ma ionssys ems ü die li auische G amma ik wu de au diesen Weg aus olgendem G und e zich e : Dami de Compu e selbs die Wö e e a bei en kann, muss man ihm seh genau anzeigen, welche Tä igkei en e mi welchem Wo machen soll. Also müssen zue s alle Wö e au solche Weise in G uppen ge eil sein, dass ü alle Mi gliede eine G up- pe dieselben Regelmäßigkei en gel en, d.h. dami dieselbe Me hode de Ve - a bei ung benu z we den kann. Um das Wo in die eine ode ande e G uppe einzu agen, muss man iele Me kmale es s ellen, au g und de en die Wö e g uppie we den sollen. Z.B. benu z man in de syn ak ischen Analyse de li auischen Sp ache das seman ische Me kmal [Zei ] ü die Bes immung de syn ak ischen Funk ion on Akkusa i de Subs an i e. Im Sa z „Visą nak į ji DAIVA ŠVEIKAUSKIENĖ, ARŪNAS RIBIKAUSKAS, VYTAUTAS ŠVEIKAUSKAS 152 Ac a Linguis ica Li huanica LXXVII skai ė šią knygą / Die ganze Nach ha sie dieses Buch gelesen.“ und „Visą kny- gą ji pe skai ė šią nak į / Das ganze Buch ha sie in diese Nach gelesen.“ Die beiden Wö e knygą/Buch und nak į/Nach un e scheiden sich hinsich lich de mo phlogischen Ka ego ien nich – beide sind eminin, Singula , Akkusa i und nu das seman ische Me kmal [Zei ], das das Wo nak is/Nach ha , und das Wo knyga/Buch nich ha , e laub dem Compu e ich ig das Wo nak į/ Nach als Zei bes immung und das Wo knygą/Buch als Objek im Sa z be- ach en. E was Ähnliches muss man auch ü Mo phologie machen. Eine de Fehle in de schon gescha enen So wa e zu mo phologischen Analyse de li auischen Sp ache bes eh da in, dass das Mo phem -ėj- als Su ix bei solchen Wu zeln be ach e wi d, mi denen es nich in eine Ve bindung e en da . Man muss die Me kmale ü Wö e bes immen, die den Compu e en schei- den ließen, mi welchen Wu zeln dieses Su ix -ėj- in Ve bindung e en da . Abe es is seh komplizie das zu un. Welches Me kmal is z.B. den Wö e n ge o ė/Wohlhaben, žino as/Kenne (Expe ) und da žo ė/Obs gemeinsam? Dass sie alle das Su ix -o - haben. Und was un e scheide sie on allen üb igen Wö e n, an de en Wu zel sich dieses Su ix nich ügen kann (man kann nich sagen *kėdo ė – die Ablei ung mi dem Su ix -o - om Wo kėdė/S uhl)? Und welches Me kmal zeig das? Also wu de bei de En wicklung des In o ma ionssys ems ü die li auische G amma ik de zwei e Weg gewähl , d.h. es wu de eine Da enbank o be ei e , die aus üh liche g amma ische In o ma ionen übe alle Fo men alle Wö e de li auischen Sp ache besi z . Hie muss man nich on den g amma ischen Ka ego ien ausgehen (wie es in allen au Papie ged uck en G amma iken de Fall is ), sonde n on dem Wo selbs : ü jedes Wo muss die ganze mi ihm e bundene In o ma ion dem Benu ze be ei ges ell we den. Es wu de beschlossen, als An ang eine Wu zel zu nehmen und eine So - wa e zu en wickeln, die die ganze S uk u de li auischen G amma ik wide - spiegeln soll. Als e s e P obe wu de die Wu zel bėg ( om Ve b bėg i/lau en) ge- wähl . Dann wu den alle möglichen Ablei ungen mi dem Compu e gene ie und spä e alle in de li auischen Sp ache nich exis ie enden Wö e on Hand ges ichen. Insgesam en häl die Da enbank und 25.000 Ein äge. 3.2. BESONDERHEITEN VON „LIGIS“ Das In o ma ionssys em ü die G amma ik de li auischen Sp ache (Lie - u ių kalbos g ama ikos in o macinė sis ema – LIGIS) (Link 7) ha zwei we- sen liche Me kmale. E s ens gib es dem Benu ze meh aus üh liche In o ma- ion übe ein konk e es Wo als die au Papie ged uck en G amma iken. Und S aipsniai / A icles 159 Eine meh sp achige Websi e zu G amma ik de li auischen Sp ache Köhle Reinha d 2012: Quan i a i e Syn ax Analysis. De G uy e Mou on. Köhle Reinha d, Al mann Gab iel, Pio owski Rajmund G. 2005: Quan- i a i e Linguis ik. Be lin / New Yo k: Wal e de G uy e . Linguis Lis 2017: 28.2524, Qs: How do you say he LINGUIST Lis in you lan- guage? 08 Jun 2017. linguis @lis se .linguis lis .o g. Mu mulai y ė Dai a 2012: Lie u ių kalbos mo emikos i žodžių da ybos y imų pe spek y os. – Žmogus i žodis 1(14), 96–102. Ni enbu g Se gei 1987: Machine T ansla ion: Theo e ical and Me hodological Issues. London: Camb idge Uni e si y P ess. Paikens Pē e is, Ri uma Lau a, P e kalniņa Lauma 2013: Mo phological Analysis wi h limi ed esou ces: La ian example. P oceedings o he 19 h No dic Con- e ence o Compu a ional Linguis ics. (NODALIDA 2013); Linköping Elec onic Con e- ence P oceedings #85, 267–277. Reed Da id W. 1949: A S a is ical App oach o Quan i a i e Linguis ic Analysis, WORD, 5:3, 235–247, DOI: 10.1080/00437956.1949.11659355. Rimku ė E ika, Kazlauskienė As a, Raškinis Gailius 2011: Dažninis lie u- ių kalbos žodynas. Kaunas: VDU. Schwanke Ma ina 1991: Maschinelle Übe se zung: Ein Übe blick übe Theo ie und P axis. Be lin: Sp inge -Ve lag. Skadiņš Rai is 2017: Neu al MT and o he Language Technologies a TILDE. h p:// school.g amma ical amewo k.o g/2017/slides/Rai is-Neu al_MT_a _Tilde.pd (zu- geg i en 2017.11.21). Sulge Sebas ian, Bu Mi iam, King T acy Holloway, Meu e Paul 2013: Pa G amBank: The Pa G am Pa allel T eebank. – P oceedings o he 51s Annual Mee ing o he Associa ion o Compu a ional Linguis ics, So ia, Bulga ia, 550–560. h p:// aclweb.o g/an hology/P/P13/P13-1054.pd (zugeg i en 2017.11.21). Š eikauskienė Dai a 2015: Mo phemic s uc u e o he Li huanian p e ixes. – Language: Meaning and Fo m 6. – Language Sys em and Language Use. Rīga: La ijas uni e si ā e, 189–197. Vaišnienė Dai a, Zaba skai ė Jolan a 2012: The Li huanian Language in he Digi al Age. – G. Rehm, H. Uzhko ei Whi e Pape Se ies. Heidelbe g / New Yo k / Do d ech / London: Sp inge . Winog ad Te y 1983: Language as a Cogni i e P ocess 1. Syn ax. London: Addi- son-Wesley Publishing Company. DAIVA ŠVEIKAUSKIENĖ, ARŪNAS RIBIKAUSKAS, VYTAUTAS ŠVEIKAUSKAS 160 Ac a Linguis ica Li huanica LXXVII Yule Geo ge Udny 1944: The S a is ical S udy o Li e a y Vocabula y. Camb idge MA, Camb idge uni e si y p ess. Zinke ičius Vy au as 2000: Lemuoklis – mo ologinei analizei. – Da bai i dienos 24, 245–273. Zip Geo ge Kingsley 1929: Rela i e equency as a De e minan o Phone ic Change. – Ha wa d s udies in classical philology 40, 1–95. Сердюков Пëтр Иванович 1979: Оптимизация алгоритма поиска синтакси- ческих связей. – Международный семинар по машинному переводу. Москва: ВЦП, 123–125. LINKS Link 1: h p://www.digi alg amma s.com/ (Zug i am 21.11. 2017) Link 2: h p:// eks ynas. du.l /page.xh ml?id=mo ema-db (Zug i am 21.11. 2017) Link 3: h p://mo ologija.l / (Zug i am 21.11. 2017) Link 4: h p://mo ologija.l /zodzio- o mos/susi ikimas (Zug i am 21.11. 2017) Link 5: h p://bsnlp-2017.cs.helsinki. i/c p.h ml (Zug i am 21.11. 2017) Link 6: h ps://de.wikipedia.o g/wiki/Mic oso _Windows_8#Obe l.C3.A4che (Zug i am 21.11. 2017) Link 7: h p://ligis.lki.l / (Zug i am 21.11. 2017) Link 8: h p://goldli . u/componen /slog (Zug i am 21.11. 2017) Link 9: h p://www.lkz.l /Visas.asp?zodis (Zug i am 21.11. 2017) Link 10: h p://www.canoo.ne / (Zug i am 21.11. 2017) S aipsniai / A icles 161 Eine meh sp achige Websi e zu G amma ik de li auischen Sp ache ANHANG A. GRAMMATISCHE INFORMATION. Beispiel des g amma isch meh deu igen Wo es nubėg i / hinlau en-hingelau ene. Die g amma ische In o ma ion wi d in de Websei e in Kacheln ausgeleg . Diese Da s ellungsweise is güns ig ü esponsi es Webdesign – RWD. Beme kung: Die Fa ben sind im Bild en e n . DAIVA ŠVEIKAUSKIENĖ, ARŪNAS RIBIKAUSKAS, VYTAUTAS ŠVEIKAUSKAS 162 Ac a Linguis ica Li huanica LXXVII ANHANG B. FORMENTABELLE FÜR DEKLINATION. Als Beispiel wi d die Flexion des Pa izips nubėg as / hingelau ene in allen d ei Gene a und allen Kasus ange üh . S aipsniai / A icles 163 Eine meh sp achige Websi e zu G amma ik de li auischen Sp ache ANHANG C. TOOLTIP FÜR VERWENDUNGSBEISPIELE. Als Beispiel wi d die Schnellin o ü die Akkusa i -Singula -Fo m bėgį des Subs an i s bėgis / Lau , Ge iebe, Eisenbahnschiene ange üh . DAIVA ŠVEIKAUSKIENĖ, ARŪNAS RIBIKAUSKAS, VYTAUTAS ŠVEIKAUSKAS 164 Ac a Linguis ica Li huanica LXXVII ANHANG D. FORMENTABELLE FÜR KONJUGATION. Als Beispiel wi d die Flexion des Ve bs bėg i / lau en in allen Tempus o men und Modi ange üh . S aipsniai / A icles 165 Eine meh sp achige Websi e zu G amma ik de li auischen Sp ache Daugiakalbė lie u ių kalbos g ama ikos in o macinė sis ema in e ne e SANTRAUKA Lie u ių kalbos kompiu e iza imo da buose galima pas ebė i du pag indinius ūku- mus: ūks a ka ais ne i dažnai a ojamų o mų i pa eikiami pe ekliniai, lie u ių kalboje neegzis uojan ys žodžiai. Ku ian Lie u ių kalbos g ama ikos in o macinę sis emą (LIGIS) s engiamasi iš eng i jų abiejų. Visos o mos gene uojamos kompiu e iu au oma- iškai i ėliau gau i ezul a ai pe žiū imi žmogaus, kad bū ų a mes i lie u iui nesup an- ami žodžiai. Lie u ių kalbos g ama ikos in o macinė sis ema apima isus da inius. Šiuo me u duomenų bazę suda o ik šaknies bėg- žodžiai. Jų y a apie 25 000. Palyginimui galima pa eik i okius duomenis: mo emikos duomenų bazę suda o y a apie 75 000 į ašų, be jie su ink i iš isos lie u ių kalbos leksikos. Su šaknimi bėg- en ė a 118 žodžių. Ku ian Lie u ių kalbos g ama ikos in o macinę sis emą pag indinis ikslas bu o pa eik- i išsamią g ama inę in o maciją plačiajai isuomenei. Todėl bu o s engiamasi duomenis a aizduo i kuo aiškiau i sup an amiau. S e ainė p i aiky a naudo is i mobiliuosiuose ele onuose. Va o ojas, pa eikęs žodį, gauna ijų ipų in o maciją apie jį: žodžio s uk ū a (p adi- nė o ma bei pama iniai žodžiai da iniams), mo ologinė in o macija (kalbos dalis bei jos mo ologinės ka ego ijos – linksnis, giminė, skaičius, laikas, laipsnis i . .) i mo emi- niai duomenys – žodis išskaidy as mo emomis, nu odan mo emos ipą bei požymius, jei mo ema jų u i, pa yzdžiui, p iesaga – da ybinė / kai ybinė, galūnė – į a džiuo inė, su- umpėjusi i k . Kiek iena mo ema žymima is ki a spal a. Reikia pab ėž i, kad Lie u ių kalbos g ama ikos in o macinė sis ema y a pi masis inklapis Lie u oje, ku a o ojui pa ei- kiama in o macija apie mo emos ipą. Be o, apdo ojami i žodžiai su su umpėjusiomis galūnėmis, ku ios labai papli usios, ypač šnekamojoje kalboje. Kiek ienam duomenų bazėje esančiam žodžiui a o ojas gali gau i isą kai ybinę len- elę. Kai ku iems žodžiams pa eikiama a ojimo pa yzdžių. Ku ian Lie u ių kalbos g ama ikos in o macinę sis emą siekiama kuo didesnio ikslumo i pa ikimumo. Todėl isos lemos (žodžių p adinės o mos – a dininkas, bend a is) su eda- mos į duomenų bazę ankomis. Kai ybines o mas sugene uo i pa ikė a kompiu e iui, nes šiame jo da be nebu o pas ebė a klaidų. S e ainė pa eikiama sep yniomis kalbomis: lie u ių, anglų, okiečių, p ancūzų, i alų, usų i japonų. A ei yje planuojama Lie u ių kalbos g ama ikos in o macinę sis emą jung i su suskai me- nin ais žodynais i suku i okiečių inklapio CANOONET analogą. DAIVA ŠVEIKAUSKIENĖ, ARŪNAS RIBIKAUSKAS, VYTAUTAS ŠVEIKAUSKAS 166 Ac a Linguis ica Li huanica LXXVII Į eik a 2017 m. ugsėjo 5 d. DAIVA ŠVEIKAUSKIENĖ Pe o Vileišio g. 5, LT-10308 Vilnius, Lie u a dai a. m @gmail.com ARŪNAS RIBIKAUSKAS Saulė ekio al. 11, LT-10221 Vilnius, Lie u a a unas. ibikauskas@ g u.l VYTAUTAS ŠVEIKAUSKAS Pe o Vileišio g. 5, LT-10308 Vilnius, Lie u a code . [email protected]