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Was man aus Dialekt-Sprachführern für die Laiendialektologie und Laienlinguistik lernen kann

Klaus Geyer

Abstract

    Phrase books for travellers or merchants have been typically oriented towards standard varieties and good language use. Dialectal phrase books are a relatively young phenomenon, at least as far as German is concerned. They seem to fulfil a different purpose than regular phrase books do: They are not made (and bought) for easing communication with people, whose language one does not master sufficiently, but merely for entertainment. This article examines, how dialectal phrase books on a macro scale as well as in detail make use of folk linguistic attitudes and believes to fulfil this function.

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248 Ac a Linguis ica Li huanica LXXXIII KLAUS GEYER Süddänische Uni e si ä in Odense Fo schungsschwe punk e: Sp ach a ia ion, Subs anda d a ie ä en, Digi ale P agma ik, Medienlinguis ik, Gende linguis ik, Deu sch als F emdsp ache, Fachkommunika ion, audio- isuelle T ansla ion. DOI: doi.o g/10.35321/all83-12 WAS MAN AUS DIALEKT- SPRACHFÜHRERN FÜR DIE LAIENDIALEKTOLOGIE UND LAIENLINGUISTIK LERNEN KANN Ko galima išmok i iš a miškų pasikalbėjimų žinynų, p iski iamų nemokslinei dialek ologijai i kalbo y ai ANNOTATION Ph ase books o a elle s o me chan s ha e been ypically o ien ed owa ds s anda d a ie ies and good language use. Dialec al ph ase books a e a ela i ely young phenomenon, a leas as a as Ge man is conce ned. They seem o ul il a di e en pu pose han egula ph ase books do: They a e no made (and bough ) o easing communica ion wi h people, whose language one does no mas e su icien ly, bu me ely o en e ainmen . This a icle examines, how dialec al ph ase books on a mac o scale as well as in de ail make use o olk linguis ic a i udes and belie es o ul il his unc ion. KEYWORDS: ph ase books, dialec al ph ase books, olk dialec ology, olk linguis ics, Ge man dialec s. ANOTACIJA Pasikalbėjimų žodynėliai keliau ojams a p ekei iams pap as ai būda o pa ašy i ben- d ine i aisyklinga kalba. Ta miškų pasikalbėjimų žinynai y a gana naujas eiškinys, ypač okiečių kalboje. A ody ų, kad i jų ikslas bū ų kiek ki oks nei įp as ų pasikalbėjimų knygelių, nes pi mieji nė a leidžiami (i pa duodami) am, kad paleng in ų bend a imą su S aipsniai / A icles 249 Was man aus Dialek -Sp ach üh e n ü die Laiendialek ologie und Laienlinguis ik le nen kann žmonėmis, ku ie nepakankamai ge ai į aldę kalbą, jie labiau o ien uo i į eigiamą skai y ojo emocinę būseną. Šiame s aipsnyje analizuojama, kaip mak oling is iniu aspek u a miškų pasikalbėjimų žinynuose išsamiai pasinaudo a liaudies kalbinėmis nuos a omis, ikin is, kad jos a liks minė ą unkciją. ESMINIAI ŽODŽIAI: pasikalbėjimų žodynėliai, a miškų pasikalbėjimų žinynai, liaudies (nemokslinė) dialek ologija, liaudies ling is ika, okiečių kalbos a mės. 1. EINLEITUNG Sp ach üh e ü Reisende und Kau leu e gib es schon sei ielen Hunde Jah- en, abe e s mi dem Au kommen und de En wicklung des Bildungs- und F ei- zei ou ismus haben sie sich zu eine s abilen Tex so e en wickel – de en G und- s uk u en und Themenges al ung sich jedoch on heu e bis zu den ühe( e)n Vo bilde n zu ück e olgen lassen. Mode ne Sp ach üh e o ien ie en sich in alle Regel an S anda d a ie ä en. Umgangssp ache ode Slang wi d nu ausnahms- weise au genommen. Eine besonde e G uppe on Sp ach üh e n sind Dialek - Sp ach üh e , die on einigen wenigen Ve lagen sei ein paa Jah en au den Ma k geb ach we den. Die Dialek -Sp ach üh e scheinen au den e s en Blick den be- kann en S anda d a ie ä en-Sp ach üh e n seh ähnlich zu sein, alle dings k is- allisie sich bei nähe e Un e suchung ein wesen liche Funk ionsun e schied he aus: Wäh end S anda d-Sp ach üh e in e s e Linie als Ve s ändigungshil en dienen, scheinen Dialek -Sp ach üh e o allem zu un e hal en. Es läss sich eine ganze Reihe on Aspek en iden i izie en, weshalb die Tex so e Dialek -Sp ach- üh e als ein lohnende Un e suchungsgegens and laien- bzw. wah nehmungs- dialek ologische bzw. insgesam laienlinguis ische Fo schung e schein . Diesem Bei ag lieg ein b ei es Ve s ändnis on Laienlinguis ik zu G un- de.1 Laien und Laiinnen sind dem Konzep on Folk Linguis ics on Niedzielski, P es on (2000: iii) zu olge zu e s ehen als „ hose who a e no ained p o es- sionals in he a ea unde in es iga ion“ – ü die Sp ache als Gegens and heiß das: die übe wiegende Meh hei eine Sp achgemeinscha . Dabei is Sp ache in besonde em Maße zu Beschä igung du ch Lai:innen p ädes inie , denn sie is unmi elba und ohne Spezialaus üs ung ode Spezialkenn nisse ech gu zugänglich und quasi allgegenwä ig. Die Mi gliede on Sp achgemeinscha en haben ih e eigenen Ideen und Meinungen zu Sp ache und Sp achen, mögen diese auch manche o en du ch s a ke, schulisch e mi el e No m- und Ko - ek hei s o s ellungen gep äg sein. Dessen ungeach e s ellen die Konzep ionen 1 Aus üh liche hie zu Geye 2021. KLAUS GEYER 250 Ac a Linguis ica Li huanica LXXXIII on Lai:innen zum Gegens and Sp ache einen äuße s ele an en Fo schungs- be eich ü die Linguis ik da . Laienlinguis ik im hie e wende en Sinne um ass zweie lei: Eine sei s is dies die bzgl. Da en, Me hoden, Hypo hesen, Analysen und In e p e a ionen nich den gel enden sp achwissenscha lichen S anda ds genügende, o meh on eine Bewe ungs- als on eine E kenn nisabsich ge agene Sp achbe- ach ung du ch Laiinnen und Laien – und in de Regel ü Laiinnen und Laien. Ande e sei s um ass die Laienlinguis ik abe auch die E o schung diese Sp achbe ach ung du ch die (wissenscha liche) Linguis ik. Das Konzep de Volkse ymologie beispielsweise, wo in „die his o ische Sp achwissenscha mi einem Quän chen Übe heblichkei […] das laienha e alsche E ymologisie en im Gegensa z zu wissenscha lichen E ymologie ausd ück “ (Augs 2002: 144), is somi als ein genuin laienlinguis isches zu e s ehen.2 Zu nennen sind auch die zahl eichen Namenbüche , die El e n bei de Wahl eines passend e schei- nenden Vo namens – o au de Basis de „eigen lichen“, also his o ischen, Bedeu ung – ü ih Kind un e s ü zen sollen (z. B. Wei e shaus 2004). De wohl p ominen es e laienlinguis ische Themenbe eich ü das Deu sche sind abe Aspek e on Sp achkon ak , Sp ach a ia ion und Sp achwandel und ih e Bewe ung. Dazu gehö en beispielsweise die Diskussionen zu Anglizismen, e - was zu ückliegend zu Re o m de Rech sch eibung, und, ak uell, zum sp ach- lichen Gende n. Ve ände ungen we den dabei in de Regel nega i bewe e . Neben iel äl igen Kommunika ions- und S il a gebe n3 spielen Anlei ungen zu Sp ach ich igkei und ih en G enzen, zu e mein liche Sp ach„logik“ ode zu populä en Sp ach„i üme n“ eine g oße Rolle in de Laienlinguis ik. Au de Sei e de E o schung de Sp achbe ach ung du ch Lai:innen sind neben de ü das Deu sche g undlegenden Un e suchung on An os (1996) o allem die A bei en on P es on (sei 1982) zu Laien- ode Wah nehmungsdialek ologie zu nennen, da un e insbesonde e die beiden wegweisenden Bände des Hand- book o Pe cep ual Dialec ology (P es on 1999 und Long, P es on 2002). Zum Deu schen ha Hund (1992) schon üh einen inspi ie enden Bei ag geleis- e . Die Laiendialek ologie ha mi le weile auch kleine e Sp achgemeinscha - en e eich , gl. zum Beispiel Aliūkai ė e al. (2017) ü das Li auische. Die Laiendialek ologie s ell somi einen zen alen Be eich de Laienlinguis ik da .4 2 Dass die sogenann e Volkse ymologie linguis isch du chaus au schluss eich is und ih en S ellen- we im Rahmen eine „synch onen E ymologie“ ha , disku ie Augs (1975, 2002). 3 Vgl. auch die Un e suchung on S auss (2018) zu Rhe o ik-Ra gebe n. 4 In den le z en Jah en sind wei e e sp achwissenscha liche Disziplinen au ih e laienlinguis ischen Konzep e hin un e such wo den, gl. Albu y (2014) zu Sp achplanung und Sp achenpoli ik, die Bei äge in Ha dy, He ling & Pa zel (2015) zu laienlinguis ischen Disku sen übe Sp ache im S aipsniai / A icles 251 Was man aus Dialek -Sp ach üh e n ü die Laiendialek ologie und Laienlinguis ik le nen kann Dialek -Sp ach üh e scheinen alle dings bislang noch nich aus laienlinguis i- sche Pe spek i e un e such wo den zu sein, obwohl dies, wie im Folgenden gezeig wi d, ein du chaus lohnendes Un e angen da s ell . De A ikel is olgende maßen s uk u ie : Im olgenden Abschni 2 wi d die Tex so e Sp ach üh e beleuch e . Abschni 3 wende sich den Kaude - welsch-Dialek üh e n des Reise Know-How-Ve lages zu, die die Da enbasis de Analyse bilden. Sie we den aus laiendialek ologische Pe spek i e un e such (Abschni 4). Eine exempla ische Mik oanalyse eines ausgewähl en Dialek - üh e s („F änkisch – Das Deu sch de F anken“) e olg in Abschni 5. Ab- schni 6 schließlich esümie die E gebnisse und un e nimm einen Ausblick. 2. DIE TEXTSORTE SPRACHFÜHRER Sp ach üh e sind als eine ela i junge Tex so e zu be ach en, die sich e s in Ve bindung mi Reis üh e n (z. B. Baedeke ) wäh end des au kommenden Tou ismus Mi e des 19. Jah hunde s zu e ablie en beginn – und als eine, die du ch Übe se zungs-Apps und ähnliche Hil smi el, wie Nadobnik (2019: 415) mu maß , ielleich bald schon wiede übe lüssig we den könn e. Ein ku ze Blick au his o ische Vo läu e o enba eine e s aunliche s uk- u elle Kon inui ä . Die Dunhuang-Manusk ip e aus dem spä en 10. Jah hun- de unse e Zei echnung en hal en nach Shaik (2014) eine Kon e sa ionshil- es ellung ü Reisende au de Seidens aße und ü (buddhis ische) Pilge mi den Sp achen Chinesisch, Sansk i und Sakisch (eine os i anische Sp ache). Soga noch ein wenig äl e sind die Kassele Glossen om An ang des 9. Jah - hunde s mi dem Sp achenpaa La ein und Al hochdeu sch im bai ischen Dia- lek . Sie en hal en beispielsweise die olgende, aus heu ige Sich landeskund- liche, Passage (Glück 2002: 68): S ul i sun omani sapien i sun paio i modica es sapien i in omana plus haben s ul i ia quam sapien ia ole sin uualha spahe sin peig ia luzic is spahe in uualhum ma e hapen ola- hei i denne spahi ‘Dumm sind die Welschen, klug die Baye n. Klein is die Klughei bei den Welschen, sie haben meh Dummhei als Klughei ’ ( ankophonen) In e ne ode C uz-Fe ei a (2011) bzw. Pasquale (2011) und Pasquale & P es on (2013) zu laienlinguis ischen Vo s ellungen zum E s - bzw. F emdsp achenle nen und -leh en. KLAUS GEYER 252 Ac a Linguis ica Li huanica LXXXIII Vom Ende des 9. Jah hunde s wiede um s ammen die Al deu schen Gesp ä- che, „eine A Gesp ächsbüchlein, das deu sche Wi shausdialoge mi Übe se - zungen ins La einische en häl “ (Glück 2002: 68). Eine zen ale Rolle ü die En wicklung de Tex so e Sp ach üh e spiel das imme wiede genann e (z. B. Hend icks 2014: 29; Ge nen z e al. 1988: 21–23) i alienisch-deu sche Sp achbuch Libe in olga o on Geo g on Nü n- be g, de dami auch de e s e namen lich bekann e DaF-Leh e is , wie Ede (2010: 57) be on . Gesch ieben ü i alienische Kau leu e im Kon ak mi dem Hochdeu schen, bes eh es aus d ei Teilen: Am An ang s ehen nach Sachgebie- en geo dne e Wö e und Wendungen, ge olg on eine Lis e on Ve ben mi bes imm en Flexions o men und zule z zwei „Handelsdialoge“ (Pausch 1972: 37). Spä e e, be ei s ged uck e We ke zum E le nen des Deu schen o ien ie- en sich du chaus an de S uk u on Geo g on Nü nbe gs Sp ach üh e ( gl. Glück 2002: 419 .). In mode nen Zei en s eh de Name Baedecke ab dem 19. Jah hunde s ell- e e end ü eine beginnende Demok a isie ung des Reisens. Sie scha einen ganz neuen Beda an Reise üh e n, wodu ch auch Hil en zu sp achlichen Ve - s ändigung an Bedeu ung gewinnen. Im Baedeke -Ve lag wi d 1836 e s mals The T a elle ’s 2019 Manual o Con e sa ion in English, Ge man, F ench and I ali- an e ö en lich , 1864 olgen Ausgaben ü Deu sch- und F anzösischsp achige sowie 1883 ein Ku ze Lei aden de ussischen Sp ache nebs Gesp ächssammlung und Vocabula ( z. Ausgabe Manuel de langue usse 1893, engl. Manual o he Russian Language 1914) ( gl. Hin ichsen 1983, 1991). Es bleib eine Beson- de hei des Baedeke Reise üh e s Schweden und No wegen nebs den wich igs- en Reise ou en du ch Dänema k; Handbuch ü Reisende on 1879, on An ang an einen Abschni „Zu dänisch-no wegischen und schwedischen Sp achleh e: G amma ik, Redewendungen, Wo e zeichnis zum Reisegeb auch“ zu en hal- en, so wie dies bei mode nen Reise üh e n bis heu e zumeis de Fall is . Spezialisie e Sp ach üh e sind jedoch nich nu eine ela i junge Tex so - e, sie sind bislang auch kaum e o sch , zumindes aus linguis ische Pe spek i- e. Eine Ausnahme bilde die jüngs e schienene A bei on Nadobnik (2019), die zwa einen Ve gleich deu sche und polnische Sp ach üh e im Fokus ha , dessen ungeach e abe auch eine ganze Reihe wesen liche Beobach ungen zu Tex so e allgemein ans ell . Un e Einbeziehung digi ale echnische Möglichkei en de inie Nadob- nik den Sp ach üh e übe g ei end als ein haup sächlich ü die Reise (ode zu ande en Kommunika ionszielen, auch zum au onomen Le nen) geeig- ne es Nachschlagewe k (am häu igs en als Taschenbuch, abe auch in Fo m on Da en- und / ode Ton äge n wie e wa eine iPhone-App ode eine S aipsniai / A icles 253 Was man aus Dialek -Sp ach üh e n ü die Laiendialek ologie und Laienlinguis ik le nen kann MP3-Da ei) mi Mus e n ü das sp achliche Handeln in ypischen All ags- si ua ionen (nebs ande en Angaben u. a. zu Aussp ache, G amma ik, Lan- deskunde, auch mi Wo lis en bzw. einem Wö e buch e sehen) ü alle, die übe keine ode ge inge F emdsp achenkenn nisse e ügen (Nadobnik 2019: 141). Unabhängig on de medialen Ma e iali ä können, in Anlehnung an Na- dobnik (2019: 135), die olgenden als kons i u i e Elemen e eines Sp ach üh- e s gel en: 1) ein einlei ende Teil mi Einlei ung und Inhal s e zeichnis, sowie 2) Mus e kommunika i e Handlungen (Mus e sä ze, Dialogsequenzen, Dialoge) als Ke nelemen . Als wei e e zen ale Elemen e sind zu be ach en 3) ein Wö e e zeichnis in Fo m on Wo lis en ode kleinen Wö e bü- che n (in Sch i und gg . auch in Bild), sowie 4) eine ku zge ass e G amma ik und 5) Angaben zu Aussp ache, die a) als Umsch eibung de Lau ung mi els T ansli e a ion ode du ch phone ische T ansk ip ion e mi el und / ode b) mi els Ton äge n wie Audio-Kasse en, CDs, MP3-Da eien de- mons ie we den. Hinzu kommen 6) g aphische Elemen e wie beispielsweise Landka en, Abbildungen, Fo os, Tabellen und Bild a eln zum Zeigen eine sei s, und 7) sons ige Elemen e wie z. B. Mus e ex e ü B ie e ode landes- und kul- u kundliche In o ma ionen ande e sei s. Im olgenden Abschni we den nun die Kaude welsch Sp ach- und Dialek - üh e p äsen ie . 3. KAUDERWELSCH SPRACH- UND DIALEKT FÜHRER 3.1. Kaude welsch Sp ach üh e Die Kaude welsch Sp ach üh e des Reise Know-How Ve lages sind im Kon- ex des au kommenden indi iduellen Rucksack-Tou ismus de 70e Jah e zu sehen, als Reisende mi kleinem Budge , abe g oßem In e esse ü die Men- schen und die All agskul u – und eben nich p imä ü die hochkul u el- len Sehenswü digkei en – de be eis en, e mein lich exo ischen Lände die Unb auchba kei he kömmliche Reise- und Sp ach üh e es s ellen muss en. KLAUS GEYER 254 Ac a Linguis ica Li huanica LXXXIII Nach einigen Vo läu e n in de Au o eng uppe „Globe o e sch eiben ü Glo- be o e “ wi d 1981 de e s en Reise üh e und wenig spä e ab 1983 auch mi dem Band „Indonesisch (Bahasa Indonesia)“ de e s e Kaude welsch Sp ach- üh e au den Ma k geb ach . Die Wahl de Bezeichnung Kaude welsch ü die Reihe mag dabei zunächs übe aschen, geben doch beispielsweise das Digi ale Wö e buch de deu schen Sp ache (dwds.de) als Bedeu ung on Kaude welsch ‘wi e und un e s ändliche, ehle ha e Sp ache’ und das Duden Online-Wö - e buch (duden.de) ‘aus meh e en Sp achen gemisch e, un e s ändliche Sp a- che, Sp echweise’ an; die nega i e De- und Konno a ion (dwds.de: „abwe - end“) wi d in de Ve lags eihe jedoch ins Posi i e gewende im Sinne on: ‘Das sp achliche E gebnis des Ve suchs, sich mi Pe sonen zu e s ändigen, de en Sp ache man nich kann’.5 Ak uell (Juli 2020) um ass die Reihe de Sp ach üh e 248 Bände, die als Taschenbüche im A6-Fo ma mi einem Um ang on 120-160 Sei en zu P ei- sen on meis un e 10 Eu o angebo en we den. Die Sp ach üh e sind auch elek onisch im Pd -Fo ma e häl lich und we den g oßen eils du ch Audio- Beglei ma e ial, bes ehend aus Tonda eien de sch i lich gegebenen Beispiel- wö e und -sä ze, e gänz . Nach Ve lagsangaben um ass die Reihe 137 „Am s- sp achen“ (s. kaude welsch sp ach üh e ), wobei ü plu izen ische Sp achen mi g oßen Sp achgemeinscha en ein s a k di e si izie es Angebo bes eh : 18 Ti el ü Spanisch, 14 ü Englisch, 12 ü A abisch, 7 ü F anzösisch; e häl lich sind e ne 18 Sp ach üh e ü Deu sch als F emdsp ache, 11 Slang-Sp ach- üh e , einige kulina ische Sp ach üh e und eben auch die Reihe Dialek – ü Dialek e des Deu schen. Die Kaude welsch Sp ach üh e e s ehen sich, wie de Einlei ung zu den Bänden zu en nehmen is (hie als Beispiel Bd. 54 Li auisch on 1999), als „Sp ech üh e “, mi de en Hil e man „wi klich“ die Sp ache de „Leu e au de S aße sp echen und e s ehen“ le nen kann (Jähne 1999: 6). Be on wi d, dass wenig We au die Ve mi lung bzw. Fo mulie ung g amma ische Regeln geleg wi d. G amma ische Phänomene we den mi els de aus de deu schen G undschuldidak ik bekann en, eingedeu sch en Te mini benann : 1., 2. usw. Fall ( ü Nomina i , Geni i usw.), Vo - und Nachsilben (wo P ä- und Su ixe gemein sind), Ve häl niswö e ( ü P äposi ionen), Mi elwö e ( ü Pa izipien) 5 Die E ymologie on Kaude welsch is nich eindeu ig geklä : Das zwei e Komposi ionsglied -welsch ü ‘ omanisch’ is dabei unp oblema isch, im Gegensa z zu kaude -. Als mögliche Bedeu- ungen hie ü we den das Rä o omanische de Be ölke ung on Chu (obe deu sch Kaue ), die ü ih e Tä igkei als ah ende Händle und Hausie e bekann gewesen sei, ode abe kaude n in eine Bedeu ung ‘undeu lich sp echen, kolle n (wie ein T u hahn)’, angebo en ( gl. Kluge 1989; Duden 2014). S aipsniai / A icles 255 Was man aus Dialek -Sp ach üh e n ü die Laiendialek ologie und Laienlinguis ik le nen kann usw., eine P axis, die nu o de g ündig die Gegens ände ein ache zugänglich mach . Die Ve meidung e mein lich schwie ige F emdwö e wi d e kau mi konzep ionellen Ve wi ungen wie beispielsweise on Tempus und Zei ode Genus und Geschlech usw. Eine beme kenswe e linguis ische Besonde hei de Sp ach üh e s ellen die Wo - ü -Wo -Übe se zungen de gegebenen Bei- spielph asen und -sä ze da : Die Ausgangssp ache wi d in Halb e d uck ohne Segmen ie ung on Einhei en un e halb de Wo g enze da ges ell , da un e olg eine Zeile mi lexikalischen und g amma ischen Glossie ungen de Wö e und zule z eine Zeile mi eine idioma ischen Übe se zung ins Deu sche, gl. das olgende Beispiel aus Jähne (1999: 74):6 A  gãlima ūký i? FW möglich auchen? Da ich auchen? Diese Ve deu lichung on sp achlichen S uk u en ohne explizi e me a- sp achliche In o ma ion z. B. in Fo m g amma ische Regeln soll es den Benu - ze :innen de Sp ach üh e e möglichen, selbs ändig mi Hil e des Wö e e - zeichnisses neue Sä ze nach bes ehenden Mus e n zu bilden. 3.2. Kaude welsch Dialek üh e Fü die Reihe de Kaude welsch Dialek üh e 7 gel en im G unde dieselben S uk u - und Ges al ungsp inzipien wie ü die Sp ach üh e ; lediglich au die Glossie ung wi d e zich e , wohl weil sie nich ü e o de lich gehal en wi d. Als Zielg uppe we den „Zuge eis e“ genann , denen „ emda ig klin- gende Lau e und Ausd ücke“ de Dialek e e schlossen we den sollen. Dass es wenige um ein Hil smi el bei de Kommunika ion mi den Al eingesessenen geh als ielmeh um ein Medium mi Un e hal ungs unk ion, wi d o allem du ch die meh malige Re e enz au die Beg i e „Humo “, „sp achliche Le- cke bissen“ und „bilde eiche Sp ache“ / „Sp ache als Wel sich “ deu lich, gl. 6 FW in de Glosse s eh ü ‘F agewo ’ (F agepa ikel); die Diak i ika  und ´ we den no male - weise nich gesch ieben; sie zeigen den O und die A des Wo akzen es an. 7 Ausd ücklich sei da au hingewiesen, dass auch ande e Ve lage ähnliche P oduk e anbie en gl. z. B. die Reihen „Langenscheid humo olle Sp ach üh e : [X] ü An änge “ (mi [X] = Bai isch, Schwäbisch, Ruh po , Sächsisch, F änkisch, Kölsch, Badisch); „Meine e s en 270 Wö e au [X]“ (mi [X] = Saa ländisch, Bai isch, Hessisch, Schwäbisch, F änkisch, Schweize deu sch, Kölsch, T ie isch) aus dem Anaconda-Ve lag Köln; „Polyglo Dialek üh e : [X]“ (mi [X] = Bai isch, Schwäbisch) aus dem Ve lag G ä e und Unze , München. KLAUS GEYER 256 Ac a Linguis ica Li huanica LXXXIII die laiendia lek ologisch au schluss eiche Besch eibung de Reihe (exempla isch on kaude welsch bai isch, de In e ne in o ma ion zu Kölbl 2009): Kaude welsch Dialek s ell deu sche Dialek e und Munda en o . Die o igi- nellen Wö e , Redensa en, Wo spiele und Sp üche, die es in jede Mund- a gib , de speziellen Humo de Menschen und ih e A zu eden – all das mach eine Region bun und in e essan . Dank de ein achen Lau sch i kann man auch als Ungeüb e as jeden Dialek e le nen. Ein Dialek is alle dings nie nu eine ande e A zu sp echen, sonde n e spie- gel auch eine ande e A zu denken, zu ühlen und zu leben. Deshalb kon- zen ie en sich Kaude welsch Dialek üh e nach eine ku zen Ein üh ung in lau liche und g amma ikalische Besonde hei en di ek au egional ypi- sche Floskeln und Redewendungen. Die locke en Sp üche und sp achlichen Lecke bissen zeigen den Cha me diese meis bild eichen Umgangssp ache. Die Reihe Kaude welsch Dialek um ass de zei 13 Bände (S and Juli 2020). Diese decken g oße Teile des deu schen Sp achgebie s ab. Sie e wenden im Ti el eils die in de Dialek ologie geläu igen (z. B. Sächsisch, Bai isch), eils laienlinguis ische Bezeichnungen (z. B. Ruh deu sch), le z e es insbesonde e dann, wenn au eine Dialek egion übe die Bezeichnung des u banen Zen- ums Bezug genommen wi d (z. B. Kölsch, Be line isch); die G enzen zum U banolek sind dabei alle dings nich imme eindeu ig. Dabei komm es – aus dialek ologische Pe spek i e – as zwangsläu ig zu Ungenauigkei en: So be- schä ig sich de Band 106 „Bai isch“ lediglich mi dem Bai ischen in Baye n, nich mi dem Bai ischen im dialek ologischen Sinne, das im Os en und Sü- den wei übe Baye n hinaus eich ; Wiene isch (Bd. 78) zähl ebenso zum bai- ischen Dialek aum wie das Ti ole ische (Bd. 236). Band 186 „F änkisch“ ha das Os änkische, also den Dialek in de als F anken bekann en Region im No den Baye ns zum Inhal , jedoch kein Rhein- ode Mosel änkisch, Mi el- änkisch, Niede änkisch. Band 116 nenn Elsässisch das „Deu sch de Ale- mannen“, wobei auch die Bände 71 „Schwiize üü sch“ und 127 „Schwäbisch“ alemannische Dialek egionen zum Inhal haben. Dennoch sind die Bezeich- nungen ü die Dialek e als laienlinguis isch salien zu e s ehen, wie im ol- genden Abschni 4 disku ie wi d. Die Bezeichnung Kölsch läss sich ü die meis en Sp eche :innen des Deu schen siche lich besse lokalisie en und mi eine Vo s ellung e binden als dies ü die ( ach)dialek ologische Bezeichnung Ripua isch möglich wä e. Aus de Rezep ionspe spek i e in e essan is , welche Dialek e als e s e in de Reihe e schienen und welche spä e hinzugekommen sind. Dies mag si- che lich auch mi Zu ällen wie de Ve ügba kei geeigne e Au o :innen in S aipsniai / A icles 263 Was man aus Dialek -Sp ach üh e n ü die Laiendialek ologie und Laienlinguis ik le nen kann (R3) AK1 18. Juni 2014 Ein wenig Kaude welsch … ... in F anken schade nie. Üb igens, F anken das is das ande e Baye n – die Region, die sich imme m. E. g undlos benach eilig ühl ! Das Büchlein soll mich den „Obe baye n“ au änkische Augenhöhe b ingen. Allmächd na! ;-) (R4) D17. Janua 2014 Bin selbs F anke und es b ach e mich zum Lachen -ein supe Geschenk - olle aus lüge in die ielen egionen ankens -das „ ängisch“ is zum T änenlachen - as alles is genau so wie im Buch besch ieben!!! (R5) M 27. Augus 2013 gu eche chie , im kleinen Fo ma und ein olles Geschenk Das Büchlein, es ha nämlich ein kleines Taschen o ma , is gu au gebau und häl wi klich iele F änkische Redensa en be ei und dü e ü iel Schmunzeln so gen. Ich wa wi klich übe asch wie iele bekann e Redensa en ich da in ge unden habe. Da übe hinaus beinhal e das Buch in e essan e In o ma ionen übe F anken und häl soga Liedgu pa a . Besonde s F eunde aus ande en Regionen we den mi dem Buch iel Spaß haben ode es als eine un e zich ba e Hil e ansehen;) De P eis is wi klich ai und das gu eche chie e Büchlein is jeden Cen we . Es is ein olles Geschenk ü übe egionale F eund ode Ve wand scha en. (R6) TS 13. No embe 2012 Tolles Geschenk ü Nich -F anken Ich habe das Buch als „Gag“ ü meine neuen Bekann en gekau . Sie kommen aus dem No den und ich aus Obe anken, das gib es hie und da noch ein paa „Ve s ändigungsschwie igkei en“ :), kam supe an als Geschenk! (R7) A19. Sep embe 2011 „gu e Geschenkidee ü Zuge eis e“ „wi “ = meine Kollegen und ich haben dieses Büchlein eine kü zlich nach Nü nbe g gezogenen, neuen Kollegin, aus Do mund zum Gebu s ag geschenk ! Sie ha sich ie isch ge eu und auch schon ei ig da in gelesen! Abe auch ü einen F anken is es eine seh amüsan e Lek ü e:-) (R8) SW 18. Janua 2007 Fün S e ne Plus + Hä e nich gedach , dass man so un e hal sam übe unse e änkische Munda in o mie we den kann ! De Au o e s eh es, die F anken und ih en Dialek mi de op imalen Po ion Sa i e o zus ellen !! Dahe : Fün S e ne Plus + KLAUS GEYER 264 Ac a Linguis ica Li huanica LXXXIII D ei Beobach ungen allen bei de Auswe ung besonde s au : Die eigen - liche Funk ion eines Sp ach üh e s, d. h. die Hil es ellung bei de Kommuni- ka ion, wi d nu in R6 („Ve s ändigungsschwie igkei en“ mi „neuen Bekann- en“ – alle dings i oinisie ,wie das Simley :) anzeig ) und R7 („kü zlich nach Nü nbe g gezogene[…], neue[…] Kollegin, aus Do mund“) hema isie sowie in R2 („He aus o de ung ü Nich -F anken“) und R5 („F eunde aus ande en Regionen“) am Rande e wähn . Im Vo de g und s eh o enkundig de humo- is ische Gehal , gl. R2 „lus ige Lek ü e“, R4 „zum T änenlachen“, R5 „ iel schmunzeln“, R6 „‘Gag’“, R7 „seh amüsan “, R8 „Po ion Sa i e“; auch die Ve wendung des (s e eo) ypischen änkischen Dialek ausd ucks „Allmächd na!“ (‘Ach du liebe Zei ’, R3) geschieh in humo is ische Weise, wie das Zwinke s- miley ;-) e deu lich . Da übe hinaus wi d de Dialek üh e o enba wenige zu eigenen Lek ü e, sonde n als Geschenk e wende (R4, R5, R6, R7) und dabei in diese Eigenscha seh posi i e aluie , gl. „supe “ (R4, R5), „ oll“ (R5). De Dialek -Sp ach üh e e schein somi als eine hyb ide Tex so e, bei de die Un e hal ungs unk ion im Mi elpunk s eh , e gänz um kul u elle und sp achliche In o ma ionen. Dies en sp ich wei gehend de Selbs besch eibung au dem Klappen ex (He o hebung im O iginal): F änkisch is meh als eine Sp ache – iel meh ! T o z alle egionale Un e - schiede in de Sp ache haben die F anken eine Eigenhei gemeinsam: Sie b ingen imme di ek zum Ausd uck, was sie wollen und meinen – und das o ehe de ig und di ek . Fe nab on Klischees un e nimm hie ein wasch- ech e F anke einen S ei zug du chs Land de Bocksbeu el, das sich auch „Baye ns besse e Häl e“ nenn . Übe 1000 Wö e und Redewendungen aus dem änkischen All agswo scha z, p axisnah geo dne und anschaulich e - läu e , lassen Ve s ändnisp obleme schwinden und bie en einen amüsan en Einblick. (Sobisch 2007, Klappen ex ) De „amüsan e Einblick“ wi d im Wesen lichen du ch eine S a egie ode besse , da dies nich unbeding bewuss e olg , du ch P ak iken kons i uie , die als Alienie ung ( gl. Maas 1989; Geye 2013) bzw. Exo isie ung bezeichne we den können und die un e ande em au de Ebene de G aphie wi ksam sind. Wie es ü Dialek e des Deu schen die Regel is , exis ie ü das F änkische (Os änkische) keine e ablie e ode ga no mie e G aphie. Dialek au o :in- nen, Kolumnensch eibe :innen, Liede mache :innen und ande e In e essie e müssen deshalb ih e eigenen G aphien ü den jeweiligen Dialek en wickeln. Da es o allem da um geh , die phone ischen Besonde hei en zu poin ie en, i man in de Regel au sogenann e lache, d. h. s a k an de Lau ung o ien- ie e G aphien ( gl. Sei a 2006). Sobisch e wende in seinem Dialek üh e S aipsniai / A icles 265 Was man aus Dialek -Sp ach üh e n ü die Laiendialek ologie und Laienlinguis ik le nen kann F änkisch als Zeichenin en a das des S anda ddeu schen, lediglich e wei e um das Zeichen <å>, das einen Ka dinal okal 6 /ɔ/ ep äsen ie . Das p ominen es e lau liche Kennzeichen des Os änkischen is die Abwe- senhei on Fo is-Plosi en, mi Ausnahme on /k/ im Wo anlau o Vokal (z. B. Ke wa ‘Ki chweih’). Es inden sich also wei es gehend nu Lenis- bzw. lenisie e Plosi e, gesch ieben als <b, d, g>, ge n in – aus s anda ddeu sche Pe spek i e – ungewohn e Häu ung. Die Kü ze eines Vokals wi d dabei wie im S and addeu schen du ch (mindes ens) zwei olgende Konsonan enzeichen, da un e auch Gemina en, in de Silbenkoda angezeig , und zwa gelegen lich, alle dings nich du chgehend auch in Lehnwö e n, die im S anda ddeu schen nich diesem Mus e olgen, gl. Babb iga ‘Pap ika’. Die Lenissch eibung wi d ge ade auch im Silbenkop nach <s> /ʃ/ ange- wand . Dies beinhal e im Ve gleich zum S anda ddeu schen keine zusä zliche ode abweichende Lau in o ma ion, da auch do kein Fo isplosi o komm , bewi k abe – insbesonde e in Kombina ion mi dem T ig aphen <sch> ü /ʃ/ – eine g aphema ische Ve emdung: Schde n ‘S e n’, schbilld ‘spiel ’. Mag also das g aphema ische Zeichenin en a auch wei gehend mi dem S an- da ddeu schen übe eins immen, die Zeichenkombina o ik u dies nich und auch die Phonem-G aphem-Zuo dnung weich imme wiede ab. Dies wi d ins- besonde e bei Assimila ionen und Elisionen deu lich, die gleichsam ausbuchs a- bie we den – e neu ein Hinweis au eine lache G aphie; gl. z. B. Sem ‘Sen ’, schd iggn ‘s icken’ (alle dings nich schd iggng mi ela em Plosi <ng>) ode g alln ‘ge allen’; ande s dagegen Jamme labbn (und nich Jamme labbm ‘Jamme - lappen’) ohne assimilie em bilabialen Plosi <m> im Auslau (103). /ŋ/ wi d in zumeis und insbesonde e auch im Kon ak mi ela en Obs u- en en mi dem Dig aphen <ng> wiede gegeben, z. B. lachng ‘lachen’, d inggng /ŋgŋ/ ‘ inken’ (hie mi o ensich liche Fehlsch eibung <nngng>, 22). Ein wei e es Beispiel ü alienie ende Sch eibung sind Abkü zungen mi aus- buchs abie en silbischen Buchs abennamen wie z. B. Be-Dse ‘PC’; hie wä e Peh-Zeh s anda ddeu sch eben alls me kwü dig. Zu e wähnen is schließlich die wede lau -, noch no mge ech e Sch eibung <äöü> ü den Diph hong <eu> in Wö e n wie Lüchebäöüdl ‘Lügenbeu el’ ode Schbo ds äöünd ‘Spo s eund’. Neben de g aphema ischen soll als eine wei e e Fo m die ehe s ilis isch ba- sie e Alienie ung E wähnung inden. Sie bes eh da in, eine dialek ale Wen- dung in de Übe se zungszeile in einem gehobenen S il wiede zugeben. Du ch die s ilis ische Disk epanz wi d eine Vo s ellung ( e mein liche ) Umgangs- sp achlichkei ode besonde e De bhei des Dialek s e zeug . Das olgende Bei- spiel illus ie s ell e e end ü eine ganze Reihe ähnliche Wendungen das Phänomen; eine adäqua e Übe se zung wä e beispielsweise ‘Wenn de T ompe- e spiel , meins du, es jaul ein Hund.’: KLAUS GEYER 266 Ac a Linguis ica Li huanica LXXXIII Wenn de Blechschbodse schbilld, maansd es jauld a Hund. Die Kuns dieses T ompe e s e inne an einen jaulenden Hund. Au de inhal lichen Ebene äll die s a ke S e eo ypisie ung in Rich ung eine Folklo isie ung au , die de beispielsweise im Klappen ex angesp oche- nen Humo isie ung dien . Ge ade bei den hema ischen Kapi eln inde sich eine übe p opo ionale Aus ich ung au die Themen ode Si ua ionen Wi s- haus und Ka enspiel sowie Schimp wö e und Flüche. Die Mak os uk u des Dialek üh e s olg insgesam jedoch dem kon en ionellen Mus e de Tex so - e und weis bei den hema ischen Kapi eln im G unde soga eine beach liche Übe schneidung mi denen im e s en Teil on Geo g on Nü nbe gs Sp ach- üh e on 1424 au . De Band beginn mi eine Einlei ung übe die Sp ache bzw. den Dialek mi In o ma ionen da übe , wo und on wie ielen Pe sonen de Dialek gesp ochen wi d und wie es sich mi de Binnengliede ung e häl . Da an schließ ein Kapi el zu Sch i bzw. Sch eibung und zu Aussp ache an, ge olg on einem Übe blick übe die G amma ik, e s anden als Mo phosyn- ax. Alle diese Kapi el agen Übe sch i en im Dialek (z. B. Kadde o F angn ‘Ka e on F anken’, Wie me ’s schb ichd ‘Wie man’s sp ich ’). Den Haup eil machen hema ische Kapi el wie zu Beg üßung und Ve abschiedung, zu Fami- lie und Ve wand scha , zu Zahlen und Wochen agen, zu den Themen A bei , Un e wegssein, De Kö pe , Einkau en, Essen und T inken, We e usw. aus. Diese hema ischen Kapi el sind eben alls mi Übe sch i en im Dialek e - sehen (z. B. Sä us! Un Adele ‘Se us! Und Ade’ ü Beg üßung und Ve ab- schiedung, Di buggliche Bagaasch ‘Die bucklige Bagage’, ü Ve wand scha ). Sie en hal en jeweils ku ze dialogische F age-An wo -Sequenzen und kleine Wo lis en; hinzu kommen o humo ige (in e -)kul u elle In o ma ionen und Be ach ungen. Am Ende des Büchleins inden sich zwei Wo egis e (einmal Dialek – S anda ddeu sch und einmal S anda ddeu sch – Dialek ), Li e a u - hinweise ü die wei e üh ende Lek ü e und eine Au o in o ma ion (De , wo’s gsch iem håd ‘De , wo es gesch ieben ha ’). Dass de Band eine Reihe on Inkonsis enzen, Wide sp üchen und Fehle n au weis , die seine laienlinguis ische P o inienz un e s eich , sei hie nu am Rande e wähn (genaue dazu Geye 2021). Zu Illus a ion mag die e wi end inkonsis en e Sch eibung on ‘Wi ’ als Wed (24), Wädd (50) und schließlich Wä d (53) dienen. S aipsniai / A icles 267 Was man aus Dialek -Sp ach üh e n ü die Laiendialek ologie und Laienlinguis ik le nen kann 6. ERGEBNISSE UND AUSBLICK Du ch die o liegende Un e suchung de Kaude welsch Dialek -Sp ach üh e gene ell sowie exempla isch des Dialek üh e s „F änkisch“ haben sich Dialek - Sp ach üh e au meh e en Ebenen als ein ele an es S udienobjek ü eine laienlinguis ische Be ach ung e wiesen: Übe geo dne zeig sich, dass die Aus- wahl sowohl de Dialek e als auch insbesonde e de Dialek bezeichnungen ü die Kaude welsch Dialek -Sp ach üh e deu liche Pa allelen mi den In en a en e schiedene wah nehmungsdialek ologische S udien zu men alen S uk u- ie ung des dialek alen Raumes du ch Mi gliede de deu schen Sp achgemein- scha au weis . Es we den also laienlinguis isch salien e Dialek e und Dialek - bezeichnungen angesp ochen. Bei de exempla ischen Analyse äll inhal lich eine humo ige S e eo ypisie ung bzw. Folklo isie ung des Dialek s au . Da ü- be hinaus is o allem die Sch eibung des Dialek es als einem nich -no mie - en Be eich du ch P ak iken de Alienie ung bzw. Exo isie ung gekennzeichne . Au de me asp achlichen Ebene wi d die Fe ne zu disziplinä en Fachlich- kei bei gleichzei igem All ags-Expe en um explizi be on . Dies alles üh zu eine seh posi i en Bewe ung des Dialek -Sp ach üh e s als einem Un e - hal ungsmedium aus de Pe spek i e de Käu e :innen bzw. Rezipien :innen, wobei du chaus o handene achlinguis ische Unzulänglichkei en de Dialek - p äsen a ion wie Inkonsis enzen, Wide sp üche und Fehle in de Da s ellung in den Hin e g und e en. In diesem Bei ag konn e nu ein Dialek üh e in einigen De ails analysie we den. Wünschenswe wä e zwei elsohne eine Ve b ei e ung de empi ischen Basis beispielsweise im Sinne eine Auswei ung au wei e e Dialek e, au ähn- liche P oduk e ande e Ve lage und du chaus auch au ande e Medien. Neben dem Audioma e ial zu Dialek -Sp ach üh e n bie en sich hie z. B. Laien ideos au YouTube an, um ein um assende es Ve s ändnis de Wechselwi kung on Laiendialek ologie bzw. Laienlinguis ik und Dialek -Sp ach üh e n zu e hal en. 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Pasikalbėjimų žodynėliuose adi- ciškai laikomasi no minės kalbos s anda ų, o a miškų pasikalbėjimų žinynai y a gana nau- jas eiškinys, ben jau okiečių kalboje. No s galimai isi okiečių a mių a s o ai sup an a okiečių bend inės kalbos no mas i isomis išgalėmis s engiasi kalbė i bend ine kalba su asmenimis, ku iems am ik as dialek as y a s e imas, ačiau neaišku, a jų komunikacinė paski is, kaip i ki ų pasikalbėjimų žodynėlių, y a okia pa i, . y. a jie paleng ina keliau- ojų bend a imą su am ik os kalbos (a a mės) a s o ais. Dažniausiai nek ali ikuo ų spe- cialis ų pa eng i a miškų pasikalbėjimų žinynai, ku iuose pa eikiamos linksmos, nuo aikin- gos is o ijos i (a ba) olklo o elemen ai, labiau o ien uo i į uos skai y ojus, ku ie šią a mę a oja a ba ją ben šiek iek išmano. Ši p ielaida s aipsnyje i ap a iama plačiau, analizės pama u pasi inkus a mių cha ak e is ikas, bend ąsias i speci ines eks o s uk ū as, kalbi- nius aspek us, a mių pa eikimo būdą, galiausiai kul ū inius elemen us, būdingus a i inka- mos a mės plo ui. Taip galima su ok i iš liaudies ling is ikos pe spek y os analizuojamos a mės koncepciją i idėjas, ku ios pe eikiamos a miškų pasikalbėjimų žinynuose. Į eik a 2020 m. ugpjūčio 17 d. KLAUS GEYER Ins i u ü Sp ache und Kommunika ion Süddänische Uni e si ä Campus ej 55 DK-5230 Odense M klg[email p o ec ed]