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Justyna B. Walkowiak. Litewskie nazwiska polaków. Słownik etymologiczno-frekwencyjny

Christiane Schiller

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Recenzijos / Re iews 303 CHRISTIANE SCHILLER Humbold -Uni e si ä zu Be lin Technische Uni e si ä Da ms ad ORCID id: o cid.o g/0009-0004-5792-7680 Wissenscha liche Fo schungs ich ungen: bal ische, insbesonde e p eußisch-li auische Onomas ik, deu sch-bal ische Sp ach-, Li e a u - und Kul u beziehungen, Neh ungsku isch. DOI: doi.o g/10.35321/all89-14 Jus yna B. Walkowiak LITEWSKIE NAZWISKA POLAKÓW. SŁOWNIK ETYMOLOGICZNO- FREKWENCYJNY Poznań: Wydział Neo ilologii UAM w Poznaniu, 2019, 401 S. ISBN 978-83-954144-1-1 Das hie zu besp echende, be ei s 2019 e schienene, als Wö e buch ausgewiesene Namenlexikon on Jus yna B. Walkowiak bie e die bishe um assends e Zusammens ellung on Familiennamen (im Wei e en FamN) mi e wiesene ode angenommene li auische P o enienz im heu igen Polen. Ih e A bei knüp an die en sp echenden A bei en on Wojciech Smoczyński (1982, 2002) und an die nu au die unmi elba en li auisch-polnischen Kon ak gebie e in den Regionen um Suwałki und Augus ów sowie die his o ische Woiwodscha Białys ok bezogenen A bei en on Zigmas Zinke ičius (2010, 2011) an, übe i diese abe in ih em Um ang bei Wei em. In den FamN li auische He kun im heu igen Polen, die on de Ve .in in ih em Wö e buch be ücksich ig we den, spiegeln sich die iel äl igen his o ischen Beziehungen und Wechselwi kungen on Polen und Li aue n wide . Zu äl es en Namenschich gehö en die polonisie en Fo men li auische zweis ämmige Ru namen, die du ch die Nachkommen li auische Adels amilien im heu igen Polen wei e b ei e sind (z. B. Radziwił). In diesem Zusammenhang muss auch Jagiełło genann we den, de du ch seinen Namens äge , den CHRISTIANE SCHILLER 304 Ac a Linguis ica Li huanica LXXXIX li auischen G oß ü s en Jagiełło (Jogaila), als König au dem polnischen Th on, auch als Ru name in Polen populä wu de. De da aus en s andene FamN Jagiełła wa his o isch insbesonde e in de Gegend um K akau e b ei e . In Li auen selbs wu den du ch die polnischsp achige Ve wal ung li auische FamN polonisie , spä e polnische FamN li uanisie . T äge on FamN aus beiden Namenschich en sind insbesonde e nach dem 2. Wel k ieg in das Gebie des heu igen Polen gelang . Eine besonde e Konzen a ion on li auischen FamN zeig das Gebie au och hone li auische Siedlung im heu igen Polen in de G enz egion zu Li auen in den Regionen um Suwałki und Augus ów. In den sei dem 2. Wel k ieg zu Polen gehö enden Gebie en des ehemaligen Os p eußens haben sich s a k eingedeu sch e FamN p eußisch-li auische He kun e hal en, die zum Teil polonisie wu den. Dami sind FamN mi li auische E ymologie bzw. in li uanisie e Fo m ganz un e schiedliche Genese in dem Wö e buch zu e wa en. Ohne es alle dings im Ti el zu e wähnen, be ücksich ig die Ve .in in ih em Wö e buch da übe hinaus auch FamN le ische und al p eußische He kun sowie polnische und deu sche FamN, die au Siedlungsnamen li auische ode al p eußische He kun zu ückgehen. Inso e n hä e de Ti el des We kes e ende Bał yckie Nazwiska Polaków bzw. Nazwiska pochodzenia bał yckiego w Polsce lau en müssen. Diese Au zählung de on de Ve .in einbezogenen Schich en on FamN läss ein äuße s he e ogenes onymisches Ma e ial e wa en. Die Da enbasis des Wö e buches bilde die als CD e schienene zwei e Au lage des Słownik nazwisk używanych w Polsce na począ ku XXI wieku on Kazimie z Rymu , die Da en zu Häu igkei de in Polen e b ei e en FamN au geschlüssel nach K eisen au de Basis de Volkszählung on 2002 en häl . Aus diesem iesigen, meh als 13000 Sei en um assenden Ko pus wähl die Ve .in au g und on o malen und seman ischen K i e ien die FamN e mein lich bal ische He kun ü die P äsen a ion in ih em Namenlexikon aus. Ih Vo gehen gleich dem on Zinke ičius (2010, 2011), de sich alle dings au Tele onbuchda en s ü z , mi dem Un e schied, dass Walkowiaks Ko pus ungleich g öße is und die Vo kommen de in F age kommenden FamN geog aphisch nich au die his o ischen li auisch-polnischen Kon ak gebie e in Polen besch änk sind. Diese He angehensweise is o enba al e na i los, wenn die FamN li auische P o enienz in ih e Gesam hei e ass we den sollen und sich nich au FamN mi eindeu igen au das Li auische weisende mo phologischen ode g aphischen Kennzeichen besch änk we den soll. Sie bi g alle dings, wie noch zu zeigen sein wi d, g oße Risiken, bezüglich de bal ischen P o enienz on FamN ehl zu gehen. Die Ve .in bie e , wie de Un e i el es ausweis , ein e ymologisches Wö e buch de en sp echenden FamN, mi de Angabe de Häu igkei ih es Jus yna B. Walkowiak. Li ewskie nazwiska Polaków. Słownik e ymologiczno- ekwencyjny Recenzijos / Re iews 305 Vo kommens im heu igen Polen. Au P inzipien de g aphischen und lau lichen Polonisie ung li auische Eigennamen geh die Ve .in im Vo wo nich ein. Sie we den auch in den jeweiligen A ikeln nich hema isie . Die Nu ze des Wö e buches soll en mi diesen e au sein, wenn sie die on de Ve .in p äsen ie en E ymologien p ü en wollen. Vo anges ell is dem Wö e buch eine Lis e mi li auischen Namengliede n und ih e Bedeu ung. Die FamN we den im Wö e buch als Haup - und Ve weislemma p äsen ie . Die dem e mein lich li auischen FamN nächs s ehende Va ian e ode diese selbs bilden jeweils das Haup lemma, au das die Sch eib a ian en, zuweilen auch mi länge en Ke en, e weisen. Es olgen Angaben zu e mu e en li auischen (bal ischen) Ausgangs o m des FamNs, de dann eine onymische Basis bzw. ein ode meh e e li auische, al p eußische ode le ische E yma zugeo dne we den. Angaben zu Wo bildung (z. B. zu Diminu i bildungen mi -elis/-ėlis ode pa onymischen Bildungen mi -ai is) bleib die Ve asse in häu ig schuldig. Zum Abschluss eines jeden A ikels olg die Angabe de F equenz des FamNs in Polen, sowie die F equenz au geschlüssel nach K eisen, die die Ve .in aus Rymu (2005) übe nommen ha . Hie bedaue siche lich de Nu ze , eine P in e sion o liegen zu haben und die Ve b ei ung de FamN nich ad hoc p ü en zu können. Alle dings is das mi dem au de Sei e Nazwiska polskie. Rozkład wys ępowania nazwisk w powia ach (Zugang: h p://nlp.ac a o e. pl:8080/Nomina/Ndis ?nazwisko=) ange üh en Ka ie ungsp og amm, das eben alls au die Da en de Volkszählung in Polen on 2002 zu ückg ei , p oblemlos möglich. Neben FamN mi kla e li auische (bal ische ) E ymologie und nach ollziehba en Wo bildungs o men wie z. B. Bu ba (S. 72), Gin ow (S. 124) ode Kalwaj ys (S. 159), die in ih e li auischen Fo m auch in Li auen e b ei e sind, gil ein besonde es Bes eben de Ve .in e s eck e, bishe in ande en Namenlexika nich e ass e polnische FamN li auische esp. bal ische P o enienz zu e assen. Zu schnell läss sie sich alle dings au g und de lau lichen Ähnlichkei on FamN zu einem li auischen Appella i um ode einem li auischen Onym dazu e lei en, eine li auische He kun zu e wägen, ohne konsequen zu p ü en, ob de FamN übe haup in Li auen e b ei e is , ob die He lei ung ü einen FamN nach ollziehba is und ob de polnische bzw. polonisie e FamN in Gebie en e b ei e is , in denen li auische au och hone Siedlung nachgewiesen ode Einwande ung wah scheinlich is . Das i u. a. ü die A ikel Bałanda (S. 45), Diews (S. 91), Dulka (S. 100), Naw a (S. 235),1 Wojna (S. 366), um nu einige zu nennen, zu. Genauso wenig soll en FamN mi 1 Ve gl. z. B. die Ve b ei ung on Diews, Dulka und Naw a 1890. Zugang: h ps://n k.genealogy. ne /map/1890:Dulka,1890:Naw a,1890:Diews. CHRISTIANE SCHILLER 306 Ac a Linguis ica Li huanica LXXXIX de Endung -as pauschal als li auisch klassi izie we den (bei de Polonisie ung on li auischen FamN äll diese in de Regel ab), was u. a. ü die FamN Adamas (S. 27), Babilas (S. 40), Kie as (S. 168), Ta nas (S. 327), Wa pas (S. 350) zu i , ü die eben alls eine auße bal ische Deu ung gesuch we den muss. Die Auswahl de FamN e mein lich bal ische He kun nach o malen und seman ischen Me kmalen ha , wie be ei s oben angedeu e , ih e Tücken. Hie gil es insbesonde e au die F equenz de FamN zu schauen. FamN, die mi wenige als 5 Vo kommen im Ko pus e zeichne sind, soll en die Ve .in zu Vo sich mahnen, insbesonde e dann, wenn de FamN nich zu deu en is und e auch sons nich in Li auen o komm . Das i z. B. ü De ai zu, gl. „DETRAIT – po . hipo e yczną o mę *De ai is26, De ei 27. Od zucenie końcówki cha ak e ys yczne dla ML. LPŽ nie odno owuje“ (S. 91). Als Quelle ü die li auische Fo m De ai is wi d eine e mein liche Anne De ai is, die im US-Census ü 1940 angegeben is , wo sich die Namen o m abe leich als e sch ieben aus Pe ai is e klä en läss . Als Quelle ü De ei wi d ein Jacob De ei ange üh , de 1681! in Deu schland geleb haben soll. Ein Blick au die Sei e h ps:// o ebea s.io genüg alle dings, um zu e kennen, dass de FamN De ai seinen U sp ung in F ank eich ode Belgien ha , wo 615 bzw. 171 Vo kommen des FamNs2 nachgewiesen sind. Es handel sich somi o enba um einen anzösischen FamN, dessen Namen äge in o enba e s sei ku zem in Polen leb . Wei e e Beispiele wie Ba ada 3, Ba a 4, Ba ba 5 (S. 48) und ande e ließen sich an üh en. O enba en häl das zug unde geleg e Ko pus auch FamN, die e sch ieben sind und die es so nich gib ( gl. Cigua S. 78 ü Ciguła; Na wo S. 234 ü Naw o , O owski S. 242 ü Os owski u. a.), die die Ve .in o ab hä e ausso ie en müssen. Genauso suspek soll en de Ve .in alle dings auch hoch equen e FamN sein, die wie Wojna (37786, S. 366), Dziewulski (2414, S. 104, zum FamN siehe un en) ode Da ul (957, S. 87, zum FamN siehe un en) in Li auen nich o kommen ode de en Vo kommen in Li auen und Polen in einem deu lichen 2 Quelle: Zugang: h ps:// o ebea s.io/x/de/su names/de ai . Die Zahlenangaben in Fo ebea s s ellen nu Nähe ungswe e da . Sie geben abe e lässlich Auskun , ob und in welche G ößeno dnung ein FamN in einem Land e b ei e is . 3 Ba ada : 1097 Vo kommen in F ank eich (Zugang: h ps:// o ebea s.io/x/de/su names/ba ada ). 4 Ba a : 106.786 Vo kommen in Kasachs an, 24.662 in A ghanis an, 13.066 in Indien, 4.720 in F ank eich und wei e e Vo kommen in ande en Lände n (Zugang: h ps:// o ebea s.io/de/su names/ ba a ). 5 Ba ba : 1330 Vo kommen in F ank eich, 742 in Rumänien (Zugang: h ps:// o ebea s.io/de/ su names/ba ba ). 6 Die Angaben unmi elba nach dem FamN beziehen sich au die F equenz des FamN im Ko pus. Jus yna B. Walkowiak. Li ewskie nazwiska Polaków. Słownik e ymologiczno- ekwencyjny Recenzijos / Re iews 307 Miss e häl nis s ehen. De FamN Wojna is insbesonde e in Südpolen e b ei e ,7 was gegen eine li auische He kun sp ich . Die Ve .in is sich de Bedeu ung de geog aphischen Ve eilung de FamN zu Beu eilung ih e li auischen (bal ischen) He kun eines FamNs du chaus bewuss , wie sie au S. 17 . be on , alle dings ha sie die Ve b ei ung mögliche weise nich konsequen gep ü ode aus de Ve b ei ung (z. B. eine s a ken Konzen a ion in Südpolen, die so du ch Einwande ung niemals en s anden sein kann) nich die no wendigen Schluss olge ungen gezogen. Das Vo handensein li auische Fo men, wie im Fall on Da ul8 s. Da ulis (S. 87), soll en jeden alls nich dazu e lei en auch die polnische ode os slawische Ausgangs o m ( gl. auch Fu sa, S. 110) in das Namenlexikon au zunehmen. Auch wenn Walkowiak ein äum , dass die on ih o geschlagenen E ymologien zuweilen hypo he ischen Cha ak e haben, was angesich s de Anzahl de p äsen ie en FamN meh als e s ändlich is , so hä e doch eine so g äl ige und saube e E ymologisie ung und die Be ücksich igung de Wo bildungsp inzipien des Li auischen manch o ensich liche Fehle e hinde n können. Ein in diese Hinsich besonde s ekla an es Beispiel is de Deu ungs e such des FamNs Bałdyga (S. 45), ü den die polnischen Wö e büche eine übe zeugende polnische Deu ung bie en.9 BAŁDYGA – po . n. z. Bauda (niem. Baude, d. eż Bauda, Bawde) < p us. ap. baudīn un ‘budzić’, li . baub i ‘w zeszczeć, k zyczeć, yczeć’. Po . eż Bełdycki. GG Bałdyga/Buldyga Wąsosz pow. g ajewski 1705, Bałdyga Suwałki 1725, Bełdygowna Mias kowo pow. łomżyński 1743. GenWiki Bauda, Baude, Bawde ( z.). […] Nu linguis ische Laien können al p eußisch baudīn un (das alle dings wede in PKEŽ noch in PJa10 ange üh is und o enba nich bezeug is ) mi li . baũb i in einen Zusammenhang b ingen. Die Ve .in be u sich hie au GenWiki als Quelle, genaue handel es sich um die Sei e h ps://wiki.genealogy.ne /Baude_(Fluss). Do is de (unbehol ene) Deu ungs e such zum Flussnamen Baude ange üh , de au „p ußisch ‘baudin ’ = wecken“ bzw. „p ußisch-nad auisch ‘baub i’ = b üllen“ zu ückge üh wi d. Wede pass die Lage des Flusses Bauda mi de 7 Vgl. Nazwiska polskie Rozkład wys ępowania nazwisk w powia ach h p://nlp.ac a o e.pl:8080/ Nomina/Ndis ?nazwisko=Wojna . 8 Vgl. Nazwiska w Polsce: Da -ul, sk ócenie od s a op. imion dwuczłonowych z -da w d ugiej części, akich jak Boguda , Bożyda , NAp (Zugang: h ps://nazwiska.ijp.pan.pl/haslo/show/id/6826). 9 Nazwiska w Polsce: Bałdyga, od ap. bałdyga ‘duży, niezg abny kij’; p zenośnie ‘niezg abiasz, d ągal’ SGP, SW (Zugang: h ps://nazwiska.ijp.pan.pl/haslo/show/id/1270). 10 Beide S anda dwe ke zum Al p eußischen we den im Li e a u e zeichnis nich ange üh . CHRISTIANE SCHILLER 308 Ac a Linguis ica Li huanica LXXXIX Ve b ei ung des FamN Bałdyga zusammen, noch is die Bedeu ung des Su ixes -(y)ga in diesem Fall geklä . Soll e eine bal ische Deu ung e wogen we den, dann läge eine Anbindung an li . béls i, báldy i ‘klop en, pochen’ iel nähe . Schwie igkei en be ei en de Ve .in auch die Deu ung on FamN p eußisch- li auische He kun , da hie phone ische und g aphische Adap ionen an das Deu sche bei de E ymologisie ung beach e we den müssen. So muss z. B. bei Di schuwei (S. 92) be ücksich ig we den, dass die de deu schen Namen o m zug unde liegende li auische Fo m neben de on ih angegeben Fo m *Di šu ai is auch *Di žu ai is bzw. *Di žiu ai is lau en könn e. Das Deu sche kenn auße in F emdwö e n kein /ʒ/ und subs i uie es du ch /ſ/ und es kenn auch keine pala alen Konsonan en. Inso e n is Di schuwei nich , wie on de Ve .in au mhd. ü s(e) zu ückzu üh en (sie üh da ü Kohlheim/Kohlheim 2005: 192 als Quelle an, obwohl do nu Di sche l und nich das on ih ange üh e Di sch und Di schuwei angegeben is ), sonde n au li . dižius ‘Riemenmache , Rieme ’, eine Ablei ung mi dem Su ix -ius zu Bildung on Be u sbezeichnungen zu li . dižas ‘Gü el, Riemen’.11 An ande e S elle, wie z. B. beim FamN S eguwei (S. 300), e such sie keine E ymologie, obwohl diese be ei s in Ch is iane Schille (2008: 55) angegeben is , die sie zwa in de Li e a u lis e an üh , jedoch o ensich lich nich ausgewe e ha . Übe haup we den Wo bildungs egeln des Li auischen on de Ve .in kaum bei de Deu ung de FamN be ücksich ig . Da z. B. mi de Su ix a ian e -iu ai is gebilde e De i a e eine Fo m au -ius als Ablei ungsbasis o ausse zen, kann ü den FamN Kailowei (S. 157) keine Ablei ung on Keilis, das die Ve .in als Lehnwo aus d . Keil be ach e , e wogen we den, zumal in kalius ein passendes li auisches E ymon o lieg . Inso e n beda es de e s en Deu ung nich . Balanda (S. 42) wi d au li . balandái is ‘junge Taube’ zu ückge üh , obwohl bei den p eußisch-li auischen FamN bei allen FamN au -a(i) (is) om en sp echenden pa onymischen Su ix auszugehen is . Auch wenn die FamN in einem Wö e buch diese A als Einzelnamen p äsen ie we den (das lieg in de Na u de Sache), so müssen die FamN doch in einem sys emischen Zusammenhang be ach e we den. Fü die FamN p eußisch-li auische He kun is das pa onymische Su ix -ai is/-a is cha ak e is isch, d. h. bei den mi den mi diesen Su ixen gebilde en FamN handel es sich gene ell um Pa onyme und nich um Diminu i e. Die Deu ung on FamN al p eußische He kun is angesich s de schlech en Übe lie e ungslage au g und unzu eichende Bezeugung und ehlende Kon inui ä in de Übe lie e ung gene ell mi g oßen Schwie igkei en 11 Schille 2012: 51–52, 55; Schille 2022 (Zugang: h p://www.namen o schung.ne /id/name/ 202942/1). Jus yna B. Walkowiak. Li ewskie nazwiska Polaków. Słownik e ymologiczno- ekwencyjny Recenzijos / Re iews 309 e bunden und in de onomas ischen Li e a u bishe nu lückenha e olg . Zumeis sind die en sp echenden Deu ungen hypo he isch geblieben. Inso e n e wunde es, dass die Ve .in FamN al p eußische He kun in ih e A bei einbezieh , obwohl sie die FamN al p eußische He kun wede im Ti el noch in de Gliede ung e wähn und es deshalb keine No wendigkei da ü gegeben hä e. Alle dings läss das al p eußisch-polnische Kon ak gebie im heu igen Polen do auch FamN al p eußische P o enienz e wa en, sodass de en Be ücksich igung ein wich ige Bei ag ü die Deu ung diese FamN wä e. De on de Ve .in geleis e e Bei ag zu Deu ung on polnischen FamN al p eußische P o enienz is alle dings beg enz . Häu ig is die o geschlagene al p eußische Deu ung wenig wah scheinlich, e wa dann, wenn be ei s die his o ische Ve b ei ung au auße p ußische Gebie e weis , wie bei Alke (S. 31), Maku a (S. 209), Man(n)igel (S. 210), Wysgalla (S. 273)12 u. a. Häu ig is die Deu ung als deu sche FamN naheliegende , z. B. bei Man (S. 209, gl. auch Mann), Meinike (S. 217), Rajnike (S. 268). Bei FamN, ü die eine al p eußische Deu ung e wogen we den kann, sind die Angaben zu E ymologie ungenau, häu ig eih die Ve .in nu Angaben aus de Sekundä li e a u aneinande , wie z. B. beim FamN Ko in h13 (S. 183). KORINTH– po . p us. n. o. Co in h, Ko in, Ko eynen i p us. ap. ku in ‘ ozg zewać się’. Jednak E. B eza wiąże n. aczej z n. m. Ko yn (G ecja). OG Co in h, Ko in h. GenWiki Ko in h (Familienname). B eza 2000a: 220, T au ani LPŽ nie odno owują. Wie be ei s oben beim FamN Bałdyga e wende Walkowiak leide auch hie die Quelle GenWiki, de en on linguis ischen und onomas ischen Laien gemach e Ein äge sie o enba auch hie nich k i isch gep ü ha . Die Ve .in bleib die E klä ung schuldig, in welchem Zusammenhang de ange üh e FamN mi Ko in bzw. Ko eynen (die beiden le z e en sind his o isch als Siedlungsnamen übe lie e ) s eh , noch ha sie auch hie die Exis enz des on ih zi ie en al p eußischen E ymons ku in in den p ußis ischen Nachschlagewe ken gep ü .14 12 Vgl. hie zu die his o ische Ve b ei ung 1890 (Zugang: h ps://n k.genealogy.ne /map/1890: Alke, 1890:Maku a ,1890:Manigel,1890:Mannigel,1890:Wisgalla,1890:Wysgalla). 13 Le z e Deu ungs e such in G asilda Blažienė (2011: 114). 14 Vgl. dazu die Angaben in h ps://wiki.genealogy.ne /Ko in h_%28Familienname%29 „He kun und Bedeu ung: p ußisch “ku in ” = sich e hi zen“ und „Va ian en des Namens: Co in h, Ko in, Ko eynen“. Die Angaben do gehen au den Ein ag „Co in h = O Ko in/Ko eynen, ku in = sich e hi zen“ aus Heinz G. Podehl (1987: 16) zu ück, ein Buch, das ü die Deu ung on FamN al p eußische He kun im Wesen lichen unb auchba is , da de Au o linguis ische Laie is und die wissenscha liche Li e a u zu den al p eußischen Pe sonennamen, wie Reinhold T au mann (1925) nich e wende ha . CHRISTIANE SCHILLER 310 Ac a Linguis ica Li huanica LXXXIX Die zwei e nich be ei s im Ti el genann e Namenschich , die die Ve .in in ih Wö e buch au nimm , s ellen FamN le ische P o enienz da . Sie konzen ie sich hie insbesonde e au die Einwande ung aus Le gallen (d . auch Polnisch-Li land, poln. In lan y), wo es in de Ve gangenhei die in ensi s en polnisch-le ischen Kon ak e gegeben ha . Bei de Iden i izie ung en sp echende FamN s ü z sich die Ve .in o allem au Ilmā s Mežs (2017). Neben le ischen FamN Be zin (S. 53), Jaunzems (S. 150) ode K uminsz (S. 187) we den alle dings auch FamN wie Bokisz (S. 61), Kejs e (S. 165) ode Gejda (S. 115)15 au e mein lich le ische Fo men zu ückge üh , die be ei s his o isch in den heu e zu Polen gehö enden Gebie en e b ei e sind. Auch hie s ü z sich die Ve .in unk i isch au die Quelle (Mežs is His o ike und kein Sp achwissenscha le ), wenn sie Kejs e au li . kes i ‘ände n, e se zen, umwandeln’ zu ück üh , ohne dass das in i gendeine Weise plausibel wä e, da eine solche Bildung au -e nich zu e wa en is . Bei den angebo enen Deu ungs e suchen e mein lich li auische ode bal ische FamN soll en auch imme die Wo bildungsp inzipien polnische FamN be ücksich ig we den. So we den mi dem Su ix -owicz bzw. -ewicz im Polnischen in de Regel Pa onyme zu Ru namen, Übe namen ode Be u sbezeichnungen gebilde , mi dem Su ix -ski He kun snamen zu en sp echenden Siedlungsnamen. Fü den FamN Aza ewicz (S. 40) is es demzu olge nich naheliegend (die Ve .in olg hie Zinke ičius 2010: 12) ihn au Li auisch ẽže as, ãže as ‘See’ zu ückzu üh en. Hie hä e angesich s on wei e en in Os eu opa e b ei e en FamN wie Aza enka, Aza o u. a. deu lich we den müssen, dass es sich bei Aza bzw. Aza ij16 um einen (auße bal ischen) Ru namen handel . Angesich s dessen, dass polnische FamN au -ski in de Regel au Siedlungsnamen zu ückge üh we den können, soll e bei diesen FamN zunächs nach einem en sp echenden Siedlungsnamen gesuch und nich eine appella i ische Deu ung e such we den. So lei e sich de FamN Dziewulski (S. 104) nich on li . diẽ as ‘Go ’ (nach LPŽ I 543, so auch Zinke ičius 2010: 50), sonde n om Siedlungsnamen Dziewule (K eis Siedlce, Woiwodscha Masowien bzw. sel ene K eis Łuków, Woiwodscha Lublin) ab,17 au den auch Dziewulak (S. 104) als Bewohne name zu ückge üh we den kann. Zum Abschluss noch ein Wo zu Zi ie p axis. Das Digi ale Familiennamenwö e buch Deu schlands (DFD) wi d in 37 A ikeln als Quelle 15 Zu his o ischen Ve b ei ung siehe h ps://n k.genealogy.ne /map/1890:Bockisch, 1890:Keis e ,1890:Geida. Bei Bokisz, Kejs e und Gejda handel es sich um die polonisie en Fo men de deu schen FamN Bockisch, Keis e , Geida ( gl. hie zu polnisch Gajda). 16 Unbegaun 1972: 51. 17 Vgl. Ein ag Dziewulski in Nazwiska w Polsce h ps://nazwiska.ijp.pan.pl/haslo/show/id/5372, auch Siwik (2010: 156). Jus yna B. Walkowiak. Li ewskie nazwiska Polaków. Słownik e ymologiczno- ekwencyjny Recenzijos / Re iews 311 genann und die Rezensen in als Au o in de A ikel ange üh .18 Alle dings wa en ü einen G oß eil de FamN, bei denen das DFD als Quelle ange üh wi d, damals (z. B. Di schuwei , Kailowei ) und sind es auch noch heu e (Diews, Dewilei , Di wela u. a.) die Namena ikel noch ga nich e s ell . Es is unkla , welche In o ma ionen die Ve .in, auße dass de en sp echende FamN in Deu schland e b ei e is , aus den Da en des DFD en nommen ha . Ein Wö e buch wie dieses zusammenzus ellen is angesich s de komplexen Sp achkon ak si ua ion und dami de He e ogeni ä des Ma e ials als auch au g und dessen Um angs eine g oße He aus o de ung. Inso e n is die A bei de Ve .in nich hoch genug zu schä zen. Es is ih Ve diens die FamN li auische (bal ische ) P o enienz als Ausd uck de gemeinsamen polnischen und li auischen Geschich e e neu in den wissenscha lichen Disku s geb ach zu haben. Ungeach e de k i ischen Einlassungen ha Jus yna Walkowiak ein um assendes Nachschlagewe k zu den polnischen FamN li auische (bal ische ) P o enienz o geleg und somi einen wich igen Bei ag zu polnischen Onomas ik geleis e . Die zukün ige onomas ische Fo schung, die au wei e e his o ische und genealogische Quellen und Ka ie ungsmöglichkei en on FamN zu ückg ei en kann, wi d siche iele de on de Ve .in gebo enen E ymologien bes ä igen können. LITERATUR Blažienė G asilda 2011: Familiennamen aus dem Al p eußischen im Deu schen. – Familiennamen im Deu schen. E o schung und Nachschlagewe ke. Familiennamen aus emden Sp achen im deu schen Sp ach aum, Bd. 2, h sg. K. Hengs , D. K üge , Leipzig: Leipzige Uni e si ä s e lag, 105–129. LPŽ I – Vanagas Aleksand as, Maciejauskienė Vi alija, Razmukai ė Ma ija. Lie u ių pa a džių žodynas 1 (A–K), wiss. Red. A. Vanagas, Vilnius: Mokslas, 1985. Mežs Ilmā s 2017: La iešu uz ā di a hī u ma e iālos. La gale, Rīga: La iešu alodas aģen ū a. PKEŽ – Mažiulis Vy au as. P ūsų kalbos e imologijos žodynas 1–4, 1-asis leidimas, Vilnius: Mokslas ( . 1, 1988), Mokslo i enciklopedijų leidykla ( . 2–3, 1993–1996), Mokslo i enciklopedijų leidybos ins i u as ( . 4, 1997). Podehl Heinz G. 1987: 4444 os p eußische Namen p ußisch e klä , Lee : Rau enbe g. 18 „DFB (sic!) – Digi ales Familiennamenwö e buch Deu schlands (au o ka objaśnień e ymolo- gicznych nazwisk z ML – Ch is iane Schille ). h p://www.namen o schung.ne /d d/woe e buch/ lis e“ (S. 393).