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Ac a Linguis ica Li uanica (Li auische Sp ach e zeichnis)
2026, Band 94, S. 1 bis 15
Inhal slink Tu inio nuo oda
ISSN 2669-218X (online elek onisch)
U hebe ech © 2026 on Pa el Sko upa. Ve ö en lich om Ins i u ü die li auische Sp ache. Dies is ein
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Emp angen: Gau a: 2026-05-18./ Akzep ie : P iim a: 2026-06-03. 1
RETHINKING BEZDÓN, DARÌN und ÌLMA:
He aus o de ung de ak uellen
E ymologien, Au deckung kogni i e Mo i a ionen
Naujas ž ilgsnis į ie o a džius Bezdónė, Da nė i Ìlma: esamų e imologijų
k es iona imas, kogni y inių mo y ų a skleidimas
PAVEL SKORUPA (englisch)
Ins i u ü die li auische Sp ache
E-Mail: [E-Mail geschü z ]
ORCID-ID: h ps://o cid.o g/0000-0003-3903-7006 Fo schungsbe eiche:
Toponymie, kogni i e Onomas ik, kogni i e Seman ik.
h ps: doi.o g/10.35321/all94-08
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Zusammen assung
De A ikel e olg die his o ische En wicklung de li auischen Onomas ik und un e s eich die Bedeu ung de
Ausgewogenhei zwischen T adi ion und Inno a ion au diesem Gebie . In Li auen hiel en sich die onomas ischen
S udien adi ionell an den Ansa z, de die e ymologische und abgelei e e Analyse on Eigennamen be on e, de
spä e mi g undlegenden A bei en zu s uk u ell-g amma ischen und seman ischen Klassi izie ung on
Hyd onymen e wei e wu de. De zei e such eine neue Welle on Onomas ike n, on adi ionellen Me hoden
abzuweichen und Toponyme im Rahmen de kogni i en Seman ik zu e o schen. Mi einem Po amonym, einem
Oikonym und einem Limnonym, die de zei o iziell inne halb de G enzen des Bezi ks Vilnius unk ionie en, ziel
dieses Papie mi einem mul idisziplinä en Ansa z, de linguis ische Analyse, his o ische Fo schung und
Kul u s udien in eg ie , da au ab, zu e anschaulichen, wie die Mischung adi ionelle und inno a i e Ansä ze
e ablie e E ymologien klä und die U sp ünge, Mo i a ionen und Bedeu ungen hin e Toponymen e klä .
KEYWORDS: Li auische Onomas ik, Kogni i e Onomas ik, Toponymie des Bezi ks Vilnius,
Toponymie-Seman ik, Oikonym, Po amonym, Limnonym, Bezdónė, Da nė, Ìlma.
ANOTACIJA (in anzösische Sp ache)
S aipsnyje ap a iama is o inė lie u ių onomas ikos aida, pab ėžian T adi ionen und Inno a ionen pusiaus y os
wich ig in diesem Be eich. Lie u oje onomas ika adiciškai laikėsi požiū io, pab ėžiančio ik inių žodžių e imologinę
i da ybinę analizę, ku i ėliau bu o plė ojama undamen iniuose hid onimijai ski uose da buose ku ian jų
s uk ū inę-g ama inę i seman inę klasi ikacijas. Daba inė onomas ų ka a ols a nuo adicinių me odų
y inėdama oponimus kogni y inės seman ikos ėmuose. A ikelname, basie end au Vilniaus apsk i yje diesem
Zei punk o iziiai unkcionuojančiais po amonimo, oikonimo i limnonimo pa yzdžiais, a ps i inį aikan požiū į,
in eg uojan į ling is inę analizę, his o inius y imus i kul ū inius, pa ody i, kaip ie inių i no a o iškų me odų
siekiama de inimasina paaiškinas e imologijas i mo y acija i eikšmę kilžių.
ESMINIAI ŽODŽIAI: lie u ian onomas ika, kogni y inė onomas ika, Vilniaus apsk i ies oponimika,
oponimų seman ika, oikonimas, po amonimas, limnonimas, Bezdónė, Da nė, Ìlma.
2
Einlei ung
Die E ymologien de o iziell e wende en Toponyme im Bezi k Vilnius, wie sie in
wissenscha liche Li e a u und lexikog aphischen Quellen un e such we den, en hal en o
In e p e a ionen, die Skepsis e dienen, insbesonde e im heu igen digi alen Zei al e , in dem de
Zugang zu e schiedenen Da enquellen, Ka en und A chi en e heblich e wei e wu de. Die
ak uelle Fo schung ziel da au ab, zu o akzep ie e E ymologien zu hin e agen, zu
übe a bei en und zu klä en, indem sie ex alinguis ische Beweise (geog aphische und
his o ische Kon ex ) mi eine ie g ei enden linguis ischen Analyse kombinie . Die S udie
un e s eich die sich wei e en wickelnde Na u de Toponomas ike und be on die
No wendigkei eine kon inuie lichen Neubewe ung. Du ch die Ve knüp ung adi ionelle und
mode ne Ansä ze zeig diese mul idisziplinä e Un e suchung ie e e Einblicke in die Mo i a ion
und Seman ik on d ei ausgewähl en Toponymen (ein Po amonym, ein Limnonym und ein Oikonym), de en U sp ung angesich s de neu e ügba en Da en p oblema isch e schein .
Fo schungsme hodik und Quellen. Die Un e suchung s ü z sich au die ak ischen Da en, die aus
meh e en Quellen gesammel wu den (siehe Toponymquellen, lexikog a ische Quellen und
Re e enzen). Diese Ma e ialien bilden die G undlage de Fo schung, e gänzen sich gegensei ig
und hel en bei de En wicklung obus e e ymologische und mo i ie ende In e p e a ionen
on Toponymen. Die e ymologischen, abgelei e en, mo i a ionalen und seman ischen Analysen
on Toponymen basie en au de In eg a ion sowohl adi ionelle als auch kogni i e
heo e ische G undsä ze und Me hodiken, die on Wissenscha le n aus Li auen und dem
Ausland e ablie wu den (siehe Abschni 1). Die e ymologische Analyse basie au den We ken
on Kazimie as Būga (1961), Aleksand as Vanagas (1970; 1981) und ande en. das Wö e buch de
li auischen O snamen (LVŽ); und li auische, weiß ussische, ussische und polnische (e-)
Wö e büche . Die Zusammense zungsanalyse on Toponymen basie au de on A. Vanagas
(1970) o geschlagenen s uk u ell-g amma ischen Klassi izie ung on Hyd onymen, abe nich
da au besch änk . Da die Fo schung sich an die P inzipien de kogni i en Onomas ik häl ,
behaup en wi , dass alle Onymen eine Bedeu ung haben. Wi we den die Vo s ellung wei e
e o schen, dass Toponyme aus sp achlichen Ak i i ä en he o gegangen sind, u sp ünglich
kla e Bedeu ungen ha en und leich mi ih en Wu zellexikalischen Elemen en in Ve bindung
1
geb ach wu den. In diesem A ikel we den die ausgewähl en Toponyme sowohl synch on als auch diach on analysie .
In Übe eins immung mi ühe en li auischen egionalen oponymischen S udien we den in
diesem A ikel Toponyme o ges ell , die den es geleg en K i e ien ü die Da s ellung
oponymische Ma e ialien in de li auischen Onomas ik en sp echen. Jedes Toponym wi d
mi einem Hinweis au seine geog aphische Lage, eine E klä ung seines U sp ungs, einem
o geschlagenen hypo he ischen E ymon und seine Bedeu ung e sehen. Nu die de zei
o iziell unk ionie enden Fo men de un e such en Toponyme we den isuell mi Ku si sch i und Fe d uck he o gehoben.
1. Li auische Onomas ik on de T adi ion zu Mode ni ä : ein ku ze Übe blick
O snamen spielen eine bedeu ende und un e wechselba e Rolle in de Sp ache und e mi eln
In o ma ionen übe Landscha en, Geländeme kmale, Flo a, Fauna, Menschen und meh in einem
bes imm en Gebie . Sie bie en auch Einblicke in his o ische und kul u elle Aspek e, einschließlich
soziale Phänomene. Das S udium de g amma ikalischen Funk ion und de seman ischen
Eigenscha en on Eigennamen is sei de An ike ein Thema wissenscha liche Fo schung,
wobei e schiedene onomas ic Schulen wel wei e schiedene Fo schungs ich ungen e olgen.
T o zdem gib es keine einhei liche Theo ie übe Eigennamen. His o isch gesehen ha sich die
adi ionelle onomas ic Fo schung au die E ymologie, die linguis ischen Elemen e und den
his o ischen Kon ex on Eigennamen konzen ie und gelegen lich ih en Um ang au die
Analyse ih e seman ischen Aspek e e wei e : […]<...> Onomas ik ha sich adi ionell
wei gehend au die E ymologie und Typologie on Namen konzen ie […] (Ainiala, Ös man, eds.,
2017: 3). E s 1990 wu den e hebliche Ans engungen un e nommen, um Eigennamen im
mul idisziplinä en Rahmen de kogni i en Linguis ik zu un e suchen. E ns Hansack (1990) wa
de e s e, de die E gebnisse de kogni i en Wissenscha au Eigennamen in seinem Buch Bedeu ung, Beg i , Name (En: Meaning, Concep , Name) anwende e. Thomas Hobbes' Abhandlung übe Namen (2002 [1655]), in de
1
Eine de aillie e Besch eibung unse e Fo schungsme hodik inden Sie in Pa el Sko upa (2021a: 259[…]260; 2023: 35[…]47).
3
E behaup e , dass Namen als sp achliche Zeichen sowohl beim Sp eche als auch beim
Ad essa en Gedanken he o u en. E gil als Vo läu e des mode nen kogni i en Ansa zes
ü die Un e suchung on Eigennamen. Sei de Pionie a bei on E. Hansack au dem Gebie
de kogni i en Onomas ik wu de de Bedeu ung und Konzep ualisie ung on Eigennamen
e hebliche Au me ksamkei gewidme (siehe Coa es 2006; 2012; 2015; 2016; Langendonck 2007;
Ka penko, Golubenko 2015; Ainiala e al. 2016; usw.). die F agen de Ka ego isie ung und
P o o yping on Namen (siehe Sjöblom 2006; Bölcskei 2014 usw.); das P oblem des U sp ungs,
de Iden i ä und de kul u ell-sozialen Mo i a ion on Namen (siehe B endle 2012; B endle ,
ed., 2016; Slíz 2017; usw.); die F age de konzep uellen Me aphe n und Me onymie in de Onomas ik (siehe Dob ić 2010; Reszegi 2012a);
2022b; ode 2022c; ode 2023; Aunga 2018; usw. ).
In Li auen olg en die onomas ischen S udien adi ionell dem on K. Būga e ablie en Ansa z ü
Eigennamen, insbesonde e de e gleichenden Po amologie-Me hode, die e 1923 ein üh e (Būga
1961: 510) und de e gleichenden Toponymie-Me hode, die als e gleichende S udien on
Landnamen bezeichne wi d und 1924 einge üh wu de (ibid.: 736). Beide Me hoden beinhal en den
Ve gleich on Hyd onymen mi Namen ande e Flüsse und Seen ode ande e Toponyme mi
ähnlichen Namen, ob inne halb ode auße halb de li auischen G enzen. Diese S udien
konzen ie en sich in e s e Linie au die e ymologische und abgelei e e Analyse on
Eigennamen. Eine neue e Ve schiebung in Rich ung de E o schung de Seman ik und Mo i a ion
on Eigennamen en s and mi A. Vanagas' S uc u al-G amma ical Classi ica ion o Hyd onyms
(1970) und de Seman ischen Klassi izie ung on Hyd onymen (1981). Dalia S ide skienė (2006, 2016;
2017; 2019; 2022; 2024) se z e diese Klassi ika ionen in S udien de li auischen egionalen Toponymie
ein und en wickel e ein anspa en es und unkla es Mo i a ionsklassi ika ionsmodell ü lokale
Toponymie. Eine mode ne Pe spek i e au die li auische Onomas ik wu de du ch die A bei en on
D. S ide snienė einge üh , die sich mi de E ymologie und Mo i a ion on Mik o-Toponymen
be assen. Da übe hinaus ma kie en die G ündung de onomas ikischen Schule on P o . G asilda
Blažienė und die Bemühungen ih e S uden en eine Abweichung on adi ionellen Ansä zen. Sie
e o schen Toponyme im Rahmen de kogni i en Seman ik und kombinie en sie mi eine
adi ionellen Pe spek i e au die E ymologie, Mo i a ion und Bedeu ung on Eigennamen.
2
Wissenscha liche Un e suchungen des li auischen Onomas ikons zeigen häu ig Un e schiede
zwischen S udien, die au adi ionellen Me hodologien basie en, und denen, die im Rahmen
mode ne Theo ien de kogni i en Onomas ik du chge üh we den. In olgedessen
e möglich die Anwendung neue Fo schungsp inzipien au die Analyse ühe e A bei en es,
inhä en e Ungenauigkei en in den zu o du chge üh en E ymologien on Toponymen zu beme ken.
2. Die Glaubwü digkei lexikog aphische Quellen in F age s ellen: Die
He kun des Po amonym Bezdónė un e suchen
Bei de E o schung de li auischen Toponymie, insbesonde e bei de Un e suchung de
E ymologie und Mo i a ion on O snamen, s ü z sich die Analyse o nich nu au
zei genössische Au zeichnungen, die in o iziellen Dokumen en und Ka en ge unden we den,
sonde n auch au A chi ma e ial wie das VK […] de Ka alog de li auischen O snamen,
gesch ieben aus de gesp ochenen Sp ache. Da übe hinaus beziehen sich die Fo sche au
wissenscha liche We ke und lexikog a ische Quellen wie das LVŽ. Diejenigen, die mi dem
Wö e buch e au sind, we den es nich übe aschend inden, dass VK die einzige Quelle ü
O snamen is . Abe nich alle Toponyme aus dem VK inden ih en Weg in das LVŽ. Die Beg ündung
3
ü diesen Ausschluss bleib e was undu chsich ig. Zu diesen Toponymen gehö das Po amonym Bezdónė,
2
Fü einen um assende en Übe blick übe die En wicklung de li auischen Onomas ik, on ih e En s ehung bis
zum ak uellen S and de Technik, siehe P. Sko upa (2025).
3
Jede analysie en Po amonym wi d on In o ma ionen übe seinen geog aphischen S ando , de o geschlagenen
E ymologie und eine E klä ung seines U sp ungs und seine Mo i a ion beglei e . Zu Ve ein achung de Re e enz
sind die analysie en Po amonymen ku si gesch ieben und, sowei möglich, mi Be onung gekennzeichne . Bei ih e
e s en E wähnung we den sie zusä zlich e he o gehoben. His o ische Fo men und ande e Toponyme, die zu
e gleichenden ode e läu e nden Zwecken zi ie we den, sind nu ku si angegeben und behal en
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Be onungszeichen, wenn diese in den u sp ünglichen Quellen en hal en sind. In nach olgenden Hinweisen, analywhich
nenn ein De 8,6 km lange Neben luss des Vilnia (Bezdonys eld, V D). De Fluss en sp ing in den sump igen Wiesen
zwischen den Wälde n Paskynai und Rokan iškės und schlängel sich in den sump igen Bezdonys-Fisch eich und
du ch die Bezdonys-Wälde . Es behäl sein u sp üngliches Tal, das olle Schlamm, G äben, ge allene Bäume und
na ü liche Dämme en lang seines Ve lau s is . Meh e e his o ische Fo men dieses Po amonyms sind bekann , .
die VK-Au zeichnungen (im Folgenden we den unse e Übe se zung und E klä ungen on Ein ägen in ande en
Sp achen in Klamme n angegeben): Bezdánka up. į Ne į [Bezdánka-Bäche in die Ne is]; 1965 Bezdanaliésia žečka į
Bezdanką [de Bezdanaliésia-S om in die Bezdanka]. Bezdónė wi d auch in ande en his o ischen Ma e ialien
e wähn , c .: 1604, 1609, 1730, 1782 […] село над р. Безданкою [[…]...> Do am Fluss Bezdanka: над р. Безданкою […] de
Loka i all → de Nomina i all Безданка] (GU 15); 1811 nad zeczką Bezdanką [<...> au dem Bezdanka-S om] (NKPRS
34). Aus diesen Au zeichnungen is o ensich lich, dass die Fo men des Po amonyms slawisch sind. Lau Vykin as
Vai ke ičius hieß de Bach ühe Juodupis: z Bezdan Jodupis, 1784 m., TVD 382 [ on Bezdany [polnische Fo m] de
Juodupis <...>] (Vai ke ičius 2012: 111). Wäh end Jonas Ju kš as (1985: 19) behaup e , dass sowohl das Po amonym
Bezdónė als auch das Oikonym Bezdonys nich au hen isch sind, könn e die ech e Fo m on Bezdonys *Bedugniai
gewesen sein, abgelei e on einem ähnlichen Hyd onym. J. Ju kš as behaup e , dass in de Quelle on 1516 das
Po amonym als Besdenay a, Besdanay a und Besdonay a gesch ieben wi d (ebd.), gib abe in seinem We k keinen
Hinweis au das e wähn e Dokumen . Das Dokumen , genaue gesag eine Kopie des P i ilegs, die 1775 au de
G undlage des O iginals aus dem Jah 1516 e s ell wu de, is in den Fonds de W oblewski-Biblio hek de Li auischen
Akademie de Wissenscha en a chi ie . Das P i ileg wu de on König Sigismund I. dem Al en (Pol K ól Zygmun I.
S a y) im Jah 1516 nach dem Allheiligen es gewäh und besch eib die G enzen des Bezdonys (Pol Bezdany)
Anwesens ( gl. VKF). In diesem Dokumen wi d das Po amonym Bezdanay a meh mals e wähn . An diese S elle is
es no wendig, J. Ju kš as' Lesung dieses Po amonyms zu ko igie en, da es im gesam en Tex konsequen als
Bezdanay a e schein , ans a Va ia ionen wie Besdenay a, Besdanay a ode Besdonay a, die in J. Ju kš as (ibid.)
zi ie we den. Dies is o ensich lich, wenn man die Beispiele im Dokumen e gleich , . (unse e Übe se zung aus
dem Polnischen is in Klamme n angegeben): G anica Dob ze P zeczonych Wsi Bezdan począ ek swói miec ma od
g anic i Rol cz e ech poddanych naszych Łuczniki nazwanych ozciągai p awdziwą g anicę Rzeką Bezdanay a
nazwaną, i yj Rzeki obadwa b zegi g anicom wsi Bezdan p zy ziąc In ko po ąćui. [Die G enzen des Anwesens, das
dem Do Bezdany gewäh wu de, beginnen an den G enzen und P lügen unse e ie Un e anen namens Łuczniki
und e s ecken sich bis zu wah en G enze zum Fluss namens
Bezdanay a und beide U e dieses Flusses we den in die G enzen des Do es
Bezdany eingegliede .]
P zy ącząć akże do ey wsi ziemię i olę, k ó a g aniczy z g un ami wsi Punżam
za ąż Rzeką Bezdanay ą i między ąż wielką Rzeką Wilią leżącą do wsi Bezdan z
dawna p zynależącą. [Wi soll en auch diesem Do das Land und das Acke land
annek ie en, das mi den Lände eien des Do es Punżam übe diesen Fluss
Bezdanay a und zwischen diesem g oßen Fluss Wilia g enz , de in Rich ung Do lieg
Bezdany und ha lange dazu gehö e.]
Pos ępująca wyżey aż Rzeką Bezdanay ą aż do ego mieysca wnią d oga Rzeka T ynkucizka nazwana wpada
[…]... [Au dem Weg en lang dieses Flusses Bezdanay a bis zu diesem O , wo de zwei e Fluss namens
T ynkucizka in […] ließ […]] Sed po amonyms we den wei e hin in Ku si gesch ieben und mi Be onung
ma kie , sind abe nich meh e he o gehoben.
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Daley o se zen G enzen auch Rzeką Bezdanay ą aż do D ogi. K ó a z mias a Użlan [?]
du ch wies Bezdany ku wsi Pundziany idzie <...> [Fo se zung de G enze wei e en lang des
Flusses Bezdanay a bis zu S aße. Die on de S ad Użlan [?] du ch das Do Bezdany bis
zum Do Pundziany <...>] Die in diesem Dokumen ge undenen Po amonym o men zeigen eine
Su -Ay a, die de Li h Su -Ay a ähnel . Au g und diese Ähnlichkei komm J. Ju kš as (1985:
19) zu dem Schluss, dass das Po amonym li auischen U sp ungs is , und ekons uie seine
au hen ische Fo m in *Bedugnai ė, abgelei e om Hyd onym (sei es See ode Sump )
*Bedugnis ode *Bedugnė. Diese E ymologie is mögliche weise mi Li h bedùgnė "g oße
Tie e" (LKŽe) e bunden. Diese Ve sion des U sp ungs des Hyd onyms schein auch im LVŽ
genehmig zu sein, in dem die U sp ünge des e wand en Oikonyms Bezdonys, de die S ad
an de Bezdónė benenn , als Anspielung au die his o ische Toponymie in e p e ie we den
( gl. LVŽ I 466).
Solche In e p e a ionen hinsich lich des U sp ungs sowohl des Po amonyms als auch des dami
e bundenen Oikonyms sind aus meh e en G ünden seh agwü dig. Zunächs weisen die
e ügba en his o ischen Quellen au die slawische Fo m on Bezdónė hin, die au Polnisch und
Russisch als Bezdanka und Bezdanka au gezeichne is (siehe oben), und die äl es e e ügba e
Fo m is Bezdanay a mi o enba eine slawischen Wu zel Bezdan und wah scheinlich Li h Su
-ay a (→ -ai ė). Dahe bleib es äuße s zwei elha , die au hen ische Fo m des Po amonyms zu
*Bedugnai ė ausschließlich au de G undlage des Su ixes wiede he zus ellen. Wi glauben,
dass dieses Su ix lediglich au einen bedeu enden Sp achkon ak hindeu e , was zu eine
hyb iden Fo m des Toponyms üh , die eine slawische Wu zel mi einem li auischen Su ix
in eg ie ( ü wei e e Fälle on hyb iden Toponymen im Bezi k Vilnius siehe Sko upa 2021c).
Zwei ens und am wich igs en is , dass es keine Au zeichnungen übe einen See ode einen Sump
mi den Namen Bedugnis ode Bedugnė in de Nähe on Bezdonys gib , wede his o isch noch
zei genössisch. Solche Namen sind in keine de uns zugänglichen Quellen dokumen ie wo den.
Die einzige Au zeichnung eines Sump gebie s in de Nähe s amm aus dem VK: 1965 Bezdański
ois ais as, miškas, Bezdonys [Bezdański ois [Polnisch] Sump , Wald, Bezdonys]. De genaue
S ando dieses sump igen Waldes is jedoch nich bekann . D i ens deu en die his o ischen Da en übe die S ad Bezdonys (Bezdonys eld, V D) und die his o ischen Fo men dieses Oikonyms da au hin, dass seine U sp ünge, wenn nich
Li auisch, dann slawisie , d.h. wah scheinlich on den Slawen (Polen, Weiß ussen ode Russen)
übe nommen, die in de Siedlung und ih e Umgebung wohn en, c .: 1744 Bezdany (SDV 40); Wi wsi
Bezdanach [im Do Bezdany] (VVDL 1775 35); R1872 Ohne Zu a en; 1784 Bezdany (VS95 44); Bezdany
1795 (VAPRS 27 ); Bezzdany (SŽ 1804 43 ); 1811 Bezdany (VAPRS 246); und 1873 (SVg 35) Bezdanny
(ibid.: 1874 48); 1880 Bezdany (SGKP I 162); und Bezdany (SGKP VIII 410), 1887; 1895 Bezdanny (KKg);
Ohne S . [S a ion], Bezdanci, d. [Do ] (VG 1905: 58); 1917-1918 Bezdany (AO 14); 1932 Bezdany (SAV
476), 1974 Bezdonys (SV 728). E wa Mi glied de Bezdany-G uppe. De Hinweis da au , dass die
Be ölke ung de Umgebung nich imme übe wiegend li auisch wa , wi d du ch eine Beme kung
in einem de VK-Ein äge un e s ü z , die da au hindeu e , dass sich die Li aue ela i
kü zlich in de Gegend niede gelassen haben, c . 1965 Bezdány ms l ~ Bezdónys, Bezdonių, į
Bezdonis (kaip a ia a sikėlę čia gy en i lie u iai) [Bezdonių S ad Bezdonios, Bezdonių ~, į
Bezdonis [die nomina i e, geni i e und accusa i e Fo men]] (wie die Li aue , die hie he zogen,
sagen). Vie ens kann die in den his o ischen Quellen e ass e Fo m des Po amonyms mi dem
im VK au gezeichne en Namen e glichen we den: 1982 Bezdankà, akis miške (gili ie a) Aly aus
aj., Obelnykėlių k. [Bezdankà, Pool im Wald ( ie e O ) Aly us-Bezi k, Do Obelnykėliai]. Das
Su -ka is wah scheinlich slawisch, obwohl das Po amonym am Ende in li auische A und
Weise akzen uie wi d. Dieses S essmus e is in diese Region ypisch, wenn de Akzen
au die le z e Silbe geleg wi d, wodu ch das Po amonym li auisch kling . Im LVŽ (I 466) is diese
Name mi Bel бяздонне Tie e, G ube, Sump , Pol bezdenny e wand .
bo enlos usw.
Angesich s des Obigen is das Po amonym Bezdónė höchs wah scheinlich eine Li h-Flexion -ė,
die on Rus bezdonny ‘bo omless abgelei e is ; äuße s ie ( gl. Russisch: бездна
[…]abyss[…]) (SRYAe) ode polnisch: bezdenny […]bo omless[…], bezdeń […]wi belpool: eine schnell o ie ende Wasse masse in
6
ein Fluss, in den Gegens ände gezogen we den können (PSPR 34). Abe hinsich lich seine
his o ischen Fo men Bezdanka und Bezdanka is es höchs wah scheinlich eine Ablei ung on Bel
бездань, бяздонне […]abyss, ie e O […] (SBG I 180; Ska nik.by). Dahe is es plausibel, zu
e mu en, dass das Po amonym Bezdónė das me onymische Namensmodell DÜPTH FOR RIVER
e anschaulich , bei dem eine eindeu ige Eigenscha des Flussbe s (seine Tie e ode
wah genommene Bodennö e) e wende wi d, um den gesam en Wasse lau zu benennen. In
diesem Fall dien das Konzep eines "Abyss" ode " ie en O es" als bes immendes Me kmal, das
den Hyd onym mo i ie : Bel бяздонне (Tie e, G ube, Sump ) → ein ie e Bach → Bezdónė. Diese
Name kann du ch Assozia ionen mi Tie en ode Abg ünden mo i ie wo den sein, wie on Pol
bezdenny und Bel бяздонне bewiesen wi d. Die äl e en Fo men des Namens spiegeln diese
e ymologische Abs ammung di ek wide und deu en au eine Kon inui ä in de Assozia ion des
Baches mi einem beme kenswe en Me kmal seines Flussbe s hin. De Name des Baches wu de
mögliche weise du ch lokale Übe lie e ungen e s ä k , wo de Bach an bes imm en O en als
"bo omless" besch ieben wi d. Diese Glaube könn e aus seinen ie en, sump igen S ecken
ode seinen dunklen und scheinba undu chd inglichen Gewässe n in sump igen Gebie en
s ammen, da de Lau des Baches on Sümp en, G äben und na ü lichen Dämmen gekennzeichne
is , die alle zu Wah nehmung de Tie e bei agen. Das Fehlen dieses Po amonyms im LVŽ, o z
seine Anwesenhei im VK, kann au edak ionelle En scheidungen ode Auswahlk i e ien
zu ückzu üh en sein, die nich explizi da geleg wu den. Mögliche Fak o en sind die Fo m, in de
de Name au gezeichne wu de, ode das Fehlen de ak uellen o iziellen Ve sion im VK. Ähnliche Disk epanzen zwischen dem VK und dem LVŽ deu en da au hin, dass nich alle dokumen ie en O snamen in das Wö e buch au genommen wu den.
3. E o schung des Une o sch en: Au dem Weg zu den U sp üngen des Oikonyms
Da nė
Eine de ielen Toponyme, de nach unse e Einschä zung nich genügend Au me ksamkei e hiel ,
nich g ündlich e o sch wu de und nich ich ig e ymologisie wu de, is das Oikonym Da nė.
Dieses Oikonym bezeichne zwei ehemalige Siedlungen im Bezi k Š enčionys: Da nė (S eading,
Š enčionys eld) und Da nė (S eading, Pab adė eld). T o zdem we den diese Namen im LVŽ ohne
Un e scheidung da ges ell , obwohl es im VK meh e e Ein äge ü beide Siedlungen gib . Da übe
hinaus we den diese beiden Oikonymen im LVŽ neben ande en Toponymen o ges ell , die eine
gemeinsame Wu zel da - haben. (unse e E klä ungen sind in Klamme n angegeben; Fe d uck und
Ku si sch i s ammen aus de Quelle): Da nė o . [o izielle Name] Da ỹnė k., gegen [Do , S eading]
Š nč; Da niai pl . [Folk] Pb d; Dã iškė k m., p ., sod. [Büsche, Wiese, Land Si z] Jd ; Dã iškės gn.
[Weide] Jd ; Das is schlimm. [Si z im Land] K ; Da -ò-polis d ., gegen.
[E be, S eading] Ldk (LVŽ II 136).
Alle diese O snamen, wie im LVŽ-Ein ag angegeben, sind on unkla em U sp ung und können
on PN Da as, Dã ius abgelei e sein; Bel da ode Pol da Geschenk; Spende[…]; ode es gib
soga die Möglichkei , diese Toponyme wei e mi dem Toponym Dã ai zu assoziie en, das on
Li h da ý i abgelei e is , "zu p oduzie en, zu a bei en (an ode mi einem bes imm en
Objek ) " (LVŽ II 128, 136). Nach unse e Ansich kann keine de in de LVŽ o ges ell en
Ve sionen übe die He kun on Da nė als zu e lässig angesehen we den. Au de G undlage
his o ische , ak uelle linguis ische und ex alinguis ische Da en wide legen wi somi die
in de LVŽ o geschlagene E ymologie des Oikonyms Da nė und ö de n unse e In e p e a ion seines U sp ungs.
Be o wi uns mi de E ymologie dieses Oikonyms be assen, wä e es hil eich, einen
Hin e g und übe die on ihm bezeichne en Siedlungen zu lie e n. Da nė (Š enčionys eld) be and
sich in de Nähe des D a ikščiai-Waldes. Unge äh 0,4 km no dös lich de ehemaligen Siedlung
liegen sump ige Gebie e, wäh end nu 0,5 km nö dlich be inden sich die Seen Be žinis und
Me geže is. Zwischen diesen Seen be inde sich das Do Jau os, das seinen Namen on de
Plu al o m on Li h jáu a […] sump ige O abgelei e ha ; Feuch gebie , was die Nähe de
Siedlung zu eine sump igen, euch en Umgebung anzeig . Au de ande en Sei e be and sich Da nė (Pab adė eld) inmi en on mi le weile melio ie en Felde n im Tal des
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De Fluss Ske dyksna. In de Nähe diese Siedlung be inde sich de Naujašilis-Wald, hin e dem
sich Bal asamanė (Skeimis) pelkė (Sump ) be inde . 1,9 km ös lich. Im Südwes en, e wa 2 km
en e n , lieg Ei ūniškės pelkė am Rande des Baluoša-Waldes, wäh end im No dwes en, am
Rande des Kulniškės-Waldes, ein wei e e unbenann e Sump lieg (siehe Ka en bei GP; UETK).
Die ak uellen Ka en (GP; UETK) zeigen lebha das ausgedehn e Ne zwe k on
Sanie ungskanälen, die diese ehemalige Siedlung umgeben. Im Gegensa z dazu weis die
his o ische Ka e R1872 da au hin, dass die heu igen melio ie en Felde im Ske dyksna-Tal in
de zwei en Häl e des 19. Jah hunde s Sump wälde wa en.
Beide Siedlungen wa en ela i al . Ve schiedene his o ische Fo men diese Oikonymen wu den
dokumen ie (unse e E klä ungen sind in eckigen Klamme n angegeben). Da nė (Š enčionys eld)
is als R1872 Дарибы au gezeichne ; 1932 Da ynia (SAV 506); 1968 Da inė gegen [S eading] […] Lenk.
[Pol] Da ynie zaśc. [S eading] und Da inė k. [Do ] lenk. Da ynie II zaśc. (VK) Ein e wand e
Ein ag s amm aus 1669 sianozęc [Pol, gemäh es Feld] Da ymes, Da ymey (CVIA. SA. 4228b. 3660l.,
366l.). Da nė (Pab adė eld) wi d als 1795 Da ym (ŠPRS 82) egis ie ; R1872 Poda yn; 1880 Da ynie
(2.) [zwei Siedlungen] (SGKP I 907); Da ina (VG 1905: 273); Sie is eine F au. 1932 Da ynia (SAV 510); 1968
Da ỹnė (link. [Pol] Da ynia) (VK). Die äl es e Fo m ü Da nė (Š enčionys eld) is Rus Da iby, die
eine T ansk ip ion on Li h *Da ybos is , e wand mi de li hischen Plu al o m da ybos ←
da ýba, wei e e wand mi Li h dã ymas […] sump , P ü ze[…] (LKŽe), die sich auch in de Fo m
1669 Da ymes wide spiegel (die au hen ische Fo m wa wah scheinlich *Da ymas). Das gleiche
E ymon könn e als G undlage ü das Oikonym Da nė (Pab adė eld) dienen, wenn man seine
äl es e Fo m, 1795 Da ym, be ücksich ig (die au hen ische Fo m wa wah scheinlich *Da ymas).
Die Un e suchung sowohl his o ische als auch zei genössische linguis ische und
ex alinguis ische Da en (einschließlich au gezeichne e Oikonym o men, de Umwel me kmale
de benann en Siedlungen sowie de A en und Namen nahe gelegene Me kmale) zeig , dass das
Oikonym Da nė mi einem hohen G ad an Wah scheinlichkei ein De i a on Li h dã ymas
"Sump , P ü ze" is und zwei ehemalige Siedlungen in ode in de Nähe on Sump gebie en
bezeichne . So kann a gumen ie we den, dass dieses Oikonym wah scheinlich on einem
p ominen en Landscha sme kmal in seine Nähe, nämlich einem Sump ode Sump land,
mo i ie is , das als he aus agendes Me kmal im Namensp ozess dien e. Dies en sp ich dem
me onymischen Namensmodell LANDSCAPE FEATURE (OBJECT) FOR SETTLEMENT. Die Ablei ung
kann als Li h dã ymas (Sump , P ü ze) + Su -inė → eine Siedlung in de Nähe eines Sump es, Sump land → Da nė ekons uie we den.
4. He aus o de ung adi ionelle In e p e a ionen de E ymologie on Ìlma
Du ch eine kogni i e Linse
Ein wei e e Fall, de unse e Meinung nach in Bezug au seine He kun und E ymologie
geklä we den muss, is die oponymische Opposi ion zwischen Ìlma Didžióji (Pab adė eld,
Š čn D) und Ìlma Mažóji (0,06 km ös lich on Ìlma Didžióji). Diese zusammengese z en
Limnonymen können als unkla e U sp ung angesehen we den, was zu eine agen Seman ik
und Mo i a ion üh . Nach Ansich on A. Vanagas (1981: 129) könn e die Komponen e Ìlma mi
dem li auischen Po amonym Elmė ode dem Limnonym Elmis e bunden sein, die beide mi dem
Po amonym Almė e bunden sind, das on Li h alm i, elmė i langsam lecken, op en,
du chsicke n abgelei e is . zu langsam ließen […] (LKŽe). De Geleh e schläg auch o , dass
die Komponen e Ìlma mi dem li auischen Limnonym Ilm das e wand sein kann und e gleich
sie wei e mi den le ischen Po amonymen Ilmade, Ilmāde, Ilmede, Ilma u-s au s, den
Oikonymen Ilma und Ilme e und dem Ag onom Ilmā es, das, genau wie das li auische Ilm das, on
innisch-ug ischem U sp ung sein kann (ibd.). Beme kenswe is , dass LVŽ (IV 34) diese
Ve sion des U sp ungs des Limnonyms nich in F age s ell , einschließlich de on A. Vanagas
o geschlagenen innisch-ug ischen. Dennoch we en die o geschlagenen U sp ünge de
Komponen e Ìlma F agen au . Die Ablei ung dieses Limnonyms on Es ilm ‘we e ; (poe ische)
Wel en ode innische Ilma-Lu ; We e , beide o sch ei ende P o o-Finnische *ilma
(P o o-U alische *ilma), die u sp ünglich die zusä zliche Bedeu ung on Go e mi el e ( gl.
WSD), is zwei elha . Eine solche In e p e a ion wi F agen übe die En s ehung dieses
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Namens au li auischem Gebie , seine seman ische Mo i a ion und die dami e bundenen
Bedeu ungen au . Da übe hinaus bleib die Ch onologie des Limnonyms ungewiss, was es schwie ig mach , es zus ellen, ob es wi klich als Beweis ü ein innisch-ug isches sp achliches Ads a um in de
Li auisches Onomas ikon.
Dami ein Limnonym innisch-ug ischen U sp ungs is , muss die Komponen e Ìlma nich nu die
Bedeu ung e mi eln, sonde n auch du ch die ela i e höh e Posi ion des Sees in de Gegend im
Ve gleich zu ande en nahe gelegenen Objek en mo i ie sein. Eine solche Beobach ung mach e
Maks Vasme (1986: 128) in de E ymologie des Limnonyms Ильмень (Ilmensee, No go od Oblas ,
Russland) und ande e e wand e Seenamen, die in den nö dlichen Regionen Eu opas und
Russlands ge unden we den. M. Vasme lei e diese Namen aus dem innischen Ilma-jä i ab, was
als "See des (schlech en) We e s" ode "himmlische (obe en) See" übe se z wi d. I ma I.
Mullonen (2018: 16[…]17) un e s ü z einen ähnlichen S andpunk und schläg o , dass de
Limnonym Ильмень aus dem wei e b ei e en bal isch- innischen S amm *ylä- […] obe […] in de
Region s amm . De Geleh e behaup e , dass diese Name sowie ähnliche Fo men Va ian en wie
Yläjä i, Ylämä/jä i ("Obe e See") und Ylimäine, Ylimmäinen ("Obe e See") wide spiegeln
können, die in de An ike nebeneinande exis ie en. Die obe e Posi ion im Raum in Bezug au
ande e Objek e is kein cha ak e is isches Me kmal de Seen Ìlma Didžióji und Ìlma Mažóji ode
i gendeines ande en Objek s in de Nähe. Beide Seen be inden sich inne halb eines Be eichs on 1,2
km on e schiedenen Sehenswü digkei en, da un e Baliulių pelkė (Sump ) im No dwes en,
Bal asamanė (Skeimis) pelkė im Süden, Mė ionių pelkė im No den und de See Skeimis im Südos en.
Alle diese Objek e eilen sich eine Höhe on 152 bis 154 Me e n übe dem Mee esspiegel, wie du ch
Messungen bes imm , die mi We kzeugen du chge üh wu den, die au de GP-Websi e
e ügba sind. Diese ma ginale Un e schied in de e ikalen Höhe is jedoch p ak isch
unme klich. Dahe is es unwah scheinlich, dass die Ìlma-Seman ik de Komponen e
innisch-ug ischen U sp ungs is . Da übe hinaus deu en a chäologische Beweise da au hin, dass
ein Sp achkon ak mi den innisch-ug ischen Völke n his o isch unwah scheinlich is , da sie das
Gebie Li auens nich bewohn en. Diese Behaup ung wi d du ch a chäologische Funde ges ü z
( gl. Jo aiša 2012; 2014; 2016; 2020a; 2020b). Folglich is es unwah scheinlich, dass die Bal en ih e
Gewässe in eine emden Sp ache benann en. Die äl es en e ügba en Au zeichnungen dieses
Namens sind 1784 Ilma, ež. [See] ( gl. VS95 52), ode R1872 Rus Ilma elký (Ìlma Didžióji) und Ilma maloy
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(Ìlma Mažóji). Die VK en häl diese Pla e: Didžióji Ìlma, Didžiõsios Ìlmos, Ddžiąją Ìlmą, ež. (p ie pa
Pio kų k.) [Didžióji Ìlma, Didžiõsios Ìlmos, Ddžiąją Ìlmą [die Geni i - und Akkusa i allin lek ionen]
kleine See (in de Nähe des Do es Pio kos)]. Diese bal ische Ve sion des U sp ungs de
Limnonymen Ìlma Didžióji und Ìlma Mažóji wi eine wich ige F age au : Was ha die Benennung
on s ehenden Gewässe n mi einem Wo mo i ie , das die Idee on Wasse bewegung ode
- luss e mi el ? Schließlich is ein Name abgelei e on Li h alm i, elmė i ‘langsam lecken,
op en, du chsicke n; langsam ließen" wä e ü einen g öße en Fluss ode Bach passende .
Angesich s de Umwel bedingungen e hal en die benann en Seen wede Zu lüsse aus Bächen noch
Ab lüsse in ande e Gewässe . Es gib keine Ve bindungskanäle, du ch die Wasse in ode aus
diesen Seen ließen könn e. Da übe hinaus we den in Bezug au sp achliche Übe legungen
hinsich lich de Benennung diese Objek e die an änglichen Vokal e ände ungen kaum e klä
ode e s anden, c . a, e → i: Li h alm i, elmė i → Ìlma. Diese Aspek e üh en uns dazu, an den on A.
Vanagas o geschlagenen Ve sionen des U sp ungs de Limnonymkomponen en Ìlma zu zwei eln.
Angesich s de Limnonym o m, die in R1782 Rus Ilmъ большой, Ильмъ малой gesch ieben is , is
unse e Theo ie, dass die Komponen e Ìlma mi dem Rus Ilm (илим, илем), al ильма ode Bel ильма,
iльмак […] g oße Laubbaum mi we ollem, langlebigem Holz, häu ig in Eu opa […] elm, wych elm
(Ulmus)[…] (DRLKŽ I 791; SBG II 342; SRYAe; TSR I 1191). In e schiedenen Regionen Li auens,
insbesonde e in zen alen Bezi ken wie P ienai, Kaunas, Raseiniai, Kėdainiai, Ši in os und
Kaišiado ys, gedeihen mindes ens d ei Bauma en de Familie de Ulmaceae. Diese Bäume sind
übliche weise in g öße en Fluss äle n, au den Hängen und um bes imm e Seen und in scha igen
Gebie en zu inden (TLE II 16). Das Gebie um diese beiden Seen is bewalde und behe be g
sel ene Bäume de Familie de Ulmaceae. Ein wei e e Hinweis, wenn auch indi ek , au den slawischen U sp ung diese Limnonymen is die Anwesenhei on slawischen U sp üngen
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Im VK bezieh sich dies au Li h eže lis kleine See.
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Oikonyms in de Nähe, wie Pio kos und Vispa ( ü den U sp ung diese Oikonyms, c . Sko upa
2021c). Da übe hinaus e wähnen his o ische Au zeichnungen je z nich exis ie ende
Oikonyms slawischen U sp ungs, wie Rus Moskoвка, Дольники und Сорокполь ( gl. R1872).
Da übe hinaus ha en die Li aue kon inuie liche kul u elle und sp achliche Kon ak e zu
slawischen Völke n, insbesonde e zu Weiß ussen, Polen und Russen ( gl. Būga 1961: 493[…]550;
Ga š a 2019; 2020a; 2020b; Sko upa 2021b; 2021c). Diese Wechselwi kungen könn en eine Rolle bei
de En s ehung des aglichen Namens gespiel haben.
De Un e scheidungsme kmal Didžióji zeig die G öße des Sees im Ve gleich zu seinem
Gegens ück an: c . Ìlma Didžióji ha eine Fläche on 0,061 km2 und Ìlma Mažóji eine Fläche on
0,021 km2. Die e s e Komponen e on Ìlma Mažóji is eine T ansposi ion on Ìlma Didžióji. Die
zwei e Komponen e des Limnonyms is du ch die G öße des Sees mo i ie und dien als
an onymische Hinweis au den g öße en See: Ìlma Mažóji bezeichne den kleine en See in
de Nähe on Ìlma Didžióji. Au de G undlage de be ei ges ell en In o ma ionen is de
wah scheinlichs e U sp ung de Komponen e Ìlma im Limnonym slawisch, wah scheinlich
mo i ie du ch die lokale Anwesenhei on Ulmaceae-Bäumen. Es schein eine
T ansposi ion des Namens de Bauma zu sein: Rus ильм, ильма, Bel ильма → de See im
Wald, wo Bäume de Familie de Ulmaceae wachsen → Ìlma Didžióji. Dies spiegel die
me onymische T ansposi ion de Bauma in den Limnonym un e dem me onymischen
Namensmodell TREE SPECIES FOR LAKE wide . De wenige wah scheinliche U sp ung des
Limnonyms is Li auisch, haup sächlich au g und des Fehlens eine kla en Mo i a ion
hin e dem Namen. Die Ve sion, die einen innisch-ug ischen U sp ung o schläg , wi d abgelehn , weil die seman ische Komponen e des Limnonyms nich mi den innisch-ug ischen Sp achmus e n übe eins imm .
Schluss olge ungen
Die Reise de li auischen Onomas ik on de T adi ion zu Mode ni ä be on die Bedeu ung on
Toponymen bei de Übe agung kul u elle und his o ische In o ma ionen. Wäh end sich
adi ionelle Ansä ze au die E ymologie on Toponymen konzen ie en, haben die jüngs en
T ends in de kogni i en Seman ik den Um ang de onomas ic-S udien e wei e , um Seman ik
und Mo i a ion einzubeziehen, e ablie e E ymologien he auszu o de n und ak uelle Da en zu
in eg ie en. Du ch diesen mul idisziplinä en Ansa z können Ungenauigkei en in ühe en
Toponym-E imologien ko igie we den, was die dynamische Na u de onomas ic-S udien
wide spiegel . Aus de Analyse de empi ischen Da en können die olgenden Schluss olge ungen
gezogen we den: 1. Es gib einige Unsiche hei en in lexikog aphischen Quellen und de
In e p e a ion on Toponymen, wie die Analyse des Po amonyms Bezdónė zeig . T o z seine
his o ischen Fo men, die au einen slawischen U sp ung hindeu en, bleiben Ve suche, diesen
Namen als li auisch zu ekons uie en, ums i en. Dies un e s eich die No wendigkei eine
k i ischen Auswe ung de Quellen in de onomas ikalischen Fo schung. 2. Die Un e suchung des
Oikonyms Da nė en hüll übe sehene Toponyme und s ell o geschlagene E ymologien in F age.
T o z his o ische Fo men, die au e schiedene Objek e hindeu en, we den Toponyme o ohne
Di e enzie ung g uppie . Du ch die Analyse his o ische Au zeichnungen und Umwel me kmale
wu de eine al e na i e In e p e a ion de Mo i a ion und Seman ik dieses Oikonyms
o geschlagen. Diese Fall un e s eich die Bedeu ung eine g ündlichen Fo schung und
k i ische Bewe ung ü das Ve s ändnis unen deck e Toponyme. 3. Die Un e suchung de
Limnonymen Ìlma Didžióji und Ìlma Mažóji s ell adi ionelle E ymologien in F age und bie e neue
Einblicke, die die Bedeu ung eine g ündlichen Analyse und k i ischen Bewe ung beim Ve s ändnis
de He kun on Toponymen he o heben. Wäh end ühe e Theo ien au einen innisch-ug ischen U sp ung hindeu en, deu en die o ges ell en Beweise au einen slawischen U sp ung hin.
Abkü zungen
Weiß ussisch; c . […] e gleichen; D Bezi k; Äl es enam ; Englisch; Es isch […] Es nisch;
weiblich; Finnisch; Finnisch; ibid. in de selben Quelle; Jd Jud ėnai (Klaipėda D); Kilome e ;
K ėda na (Šilalė D); Ldk […] Lyduokiai (Ukme gė D); Li h […]