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Risiko und Resilienz. Proceedings zum 11. FaRis & DAV Symposium am 9. Dezember 2016 in Köln

Goecke, Oskar,Fekete, Alexander

Abstract

Resilienz bezeichnet die Fähigkeit eines Systems nach einem exogenen Schock wieder in den Normalzustand zurück zu kehren. Wenn beispielsweise durch eine Katastrophe die Wasserversorgung der Bevölkerung nicht mehr gewährleistet ist, so geht es nicht um die Frage, was die Wiederherstellung der Versorgung kostet, sondern mit welchen Maßnahmen die Wiederherstellung überhaupt möglich ist. Eine Versorgungsstruktur ist also so zu gestalten, dass im Vorfeld schon klar ist, wie sie im Katastrophenfall wieder hergestellt werden kann. Bezogen auf ein Wirtschaftsunternehmen ist die Frage nach der Resilienz eine Erweiterung des klassischen Risikomanagements. Das 11. FaRis & DAV-Symposium bot einen Einblick in die Resilienzanalyse beim Katastrophenschutz, zeigte wie ein Resilienz-Management für ein Wirtschaftsunternehmen aussehen kann und schließlich wurde das Resilienz-Konzept auf Fragen der Versicherungsaufsicht übertragen.

Full text

Fo schung am i wKöln Band 6/2017 Risiko und Resilienz. P oceedings zum 11. FaRis & DAV Symposium am 9. Dezembe 2016 in Köln Oska Goecke (H sg.) Fo schung am i wKöln, Band 6/2017 Oska Goecke (H sg.) Fo schungss elle FaRis Risiko und Resilienz. P oceedings zum 11. FaRis & DAV Symposium am 9. Dezembe 2016 in Köln Zusammen assung Resilienz bezeichne die Fähigkei eines Sys ems nach einem exogenen Schock wiede in den No malzus and zu ück zu keh en. Wenn beispielsweise du ch eine Ka as ophe die Wasse e so gung de Be ölke ung nich meh gewäh leis e is , so geh es nich um die F age, was die Wiede he s ellung de Ve so gung kos e , sonde n mi welchen Maßnahmen die Wiede he s ellung übe haup möglich is . Eine Ve so gungss uk u is also so zu ges al en, dass im Vo eld schon kla is , wie sie im Ka as ophen all wiede he ges ell we den kann. Bezogen au ein Wi scha sun e nehmen is die F age nach de Resilienz eine E wei e ung des klassischen Risikomanagemen s. Das 11. FaRis & DAV-Symposium bo einen Einblick in die Resilienzanalyse beim Ka as ophenschu z, zeig e wie ein Resilienz-Managemen ü ein Wi scha sun e nehmen aussehen kann und schließlich wu de das Resilienz-Konzep au F agen de Ve siche ungsau sich übe agen. Abs ac Resilience is he abili y o a sys em o e u n o no mal a e a se e e exogenous shock. I o example a e a ca as ophe he wa e supply is dis up ed, he i s ques ion is no “How much does he epai cos ?” bu “Wha measu es ha e o be aken o es o e wa e supply?” Supply s uc u es mus be designed in such a way ha in case o a ca as ophic e en people know be o ehand how o eac and wha o do . Wi h espec o a business en e p ise, he concep o esilience can be ega ded as an ex ension o adi ional isk managemen . The 11 h FaRis & DAV symposium ga e insigh in o he analysis o esilience o ci il disas e p o ec ion and showed an example o esilience managemen o p i a e companies. One o he con ibu ions explo ed how he concep o esilience could be ap plied o insu ance egula ion. - 1 - Au o en e zeichnis 1. Resilienz in de Risikoanalyse Alexande Feke e TH Köln 2. Die Anwendung des Resilienzkonzep s im Ve siche ungswesen Oska Goecke TH Köln - 2 - Inhal s e zeichnis 1 RESILIENZ IN DER RISIKOANALYSE .......................................................................... 4 1.1 HINTERGRUND ............................................................................................................ 4 1.2 RESILIENZ UND RISIKOMANAGEMENT ........................................................................... 5 1.3 KOMPONENTEN DER RESILIENZ .................................................................................... 6 1.4 VERBINDUNG ZUR VERSICHERUNGSWIRTSCHAFT............................................................ 7 1.5 AUSBLICK UND FORSCHUNGSBEDARF ............................................................................ 7 1.6 LITERATUR ................................................................................................................. 8 2 DIE ANWENDUNG DES RESILIENZKONZEPTS IM VERSICHERUNGSWESEN ............ 9 2.1 VERSICHERUNG UND RESILIENZ .................................................................................... 9 2.2 ALTERSSICHERUNG UND RESILIENZ .............................................................................14 2.3 RESILIENZ VERSUS SOLVABILITÄT ...............................................................................22 2.4 LITERATUR ................................................................................................................23 - 3 - Abbildungs e zeichnis Abbildung 1: Die InsuResilience- Ini ia i e im Übe blick, Quelle: [BMZ 2016] .............................11 Abbildung 2: Koope a ion Deu sche We e diens und Gesam e band de deu schen Ve siche ungswi scha ü das P ojek Risikoka e ü S a k egen. ..............................................12 Abbildung 3: Umlage e ah en und Kapi aldeckungs e ah en ....................................................16 Abbildung 4: Indi iduelles Spa en (Fondsspa plan) ....................................................................20 Abbildung 5: Kollek i es Spa en mi Siche hei spu e ................................................................20 Abbildung 6: Ve gleich de Umlau endi en Deu schland – Japan aus de Pe spek i e des Jah es 2008. .............................................................................................................................................22 - 4 - 1 Resilienz in de Risikoanalyse P o esso D . Alexande Feke e (TH Köln) 1.1 Hin e g und Risikoanalysen inne halb de Na u ge ah en-Fo schung haben eine spezielle Ausp ägung, was die Ve wendung on Beg i en, Fo meln und Anwendungsgebie angeh . Bei de Un e suchung on Hochwasse ha be ei s 1945 Gilbe Whi e in den USA in seine Disse a ion e kann , dass o z zunehmende Maßnahmen gegen Hochwasse , wie zum Beispiel dem Bau on Deichen die Hochwasse schäden dennoch wei e zunahmen. E bezeichne dies als den so genann en Deiche ek (le ee e ec ). Diese besch eib das Phänomen, dass nach dem Bau eines Flussdeichs in einem S ad gebie imme meh Menschen hin e diesem Deich ansiedeln und sich siche ühlen. De Fluss und das Hochwasse sind ü diese Neuansiedle nich meh so deu lich sich ba und we den auch nich meh als mögliches Risiko wah genommen. Komm es nun jedoch zu einem Hochwasse und i das Wasse übe das Deichu e , we den sie da on übe asch . In den Jah en nach Whi e ha sich seine G uppe insbesonde e dami beschä ig , wie menschliche und na ü liche Fak o en das Gesam isiko e geben. In den 1990e Jah en haben einige p ominen e Wissenscha le wie zum Beispiel Kenne h Hewi (1983) eine K i ik an de bis da o o he schenden Wissenscha smeinung o mulie . Sie haben den Beg i Ve wundba kei in diesem Zusammenhang gep äg , mi den E ah ungen aus zum Beispiel Hochwasse schäden in Indus ielände n, abe auch du ch E ah ungen on Kollegen in Lände n in A ika im Umgang mi Dü en und ande en so genann en Na u ka as ophen (Blaikie e al. 1994). Zunehmend wu de de Beg i Na u ge ah ode Na u ka as ophe in age ges ell . Denn e be on den An eil de Na u an de Ge ah am einge e enen Schaden, wohingegen es imme ein Zusammenspiel zwischen na ü lichen und menschlichen Fak o en is , das schließlich zu einem Risiko und einem Schaden ü die Menschen üh . Auch die Ve ein en Na ionen haben in de so genann en Dekade zu Reduzie ung on Na u ka as ophen in den 1990e Jah en e kann und publik gemach , dass ein Pa adigmenwechsel s a inden muss (UNISDR 2017). Die bis dahin o he schende Be ach ung de Ge ah ensei e, ih e U sachen und En s ehung und Messung is zwa wei e hin ele an , wu de jedoch lange Zei übe be on . De Beda wuchs, e s ä k auch die menschliche Sei e zu be ach en, ode die Auswi kungssei e on Ge ah en, welche man auch Ve wundba kei bezeichne . Risiken we den nich meh nu als P oduk aus de Ein i swah scheinlichkei und dem Schadensausmaß be ach e und be echne , sonde n als Kombina ion aus Ge ah und Ve wundba kei . Die Ve wundba kei selbs wi d meis in d ei gene elle Komponen en un e eil , • die Exposi ion gegenübe eine Ge ah , • die An älligkei • und die Bewäl igung ode Anpassungs ähigkei en im Umgang mi diesen Ge ah en und e bundenen Risiken (Adge 2006). Im P inzip wi d de Ve wundba kei sbeg i sowohl au menschliche Handlungen und Eigenscha en bezogen, einige Wissenscha le meinen soga , es sei nu au menschliche Eigenscha en zu beziehen. Ande e Wissenscha le aus ande en Disziplinen benu zen jedoch - 5 - den Beg i Ve wundba kei auch zu Un e suchung on Exposi ionen, An älligkei und Wide s ands ähigkei en on echnischen Sys emen ode auch on O ganisa ionen. 1.2 Resilienz und Risikomanagemen Pa allel zu Ve wundba kei s o schung ha sich auch Fo schung zum so genann en Beg i Resilienz in diesem Kon ex e ablie . In de Ökosys em o schung ha insbesonde e de Au sa z on Buzz Holling (1973) das konzep ionelle Ve s ändnis on Resilienz s a k gep äg . De Beg i Resilienz wu de on Holling und Kollegen imme s ä ke e wei e und benu z iele Beg i e und Konzep e aus de Komplexi ä Fo schung und Sys em heo ie (Gunde son & Holling 2002). Es gib auch ande e He kun sbe eiche des Resilienzbeg i s, zum Beispiel aus de Psychologie, Medizin usw. Da id Alexande ha einen seh gu en Au sa z übe die E ymologie des Beg i s gesch ieben (2013). Resilienz wi d als Beg i seh un e schiedlich au ge ass . Zum einen als Obe beg i und zum ande en als Teil eines Risikos ode Gegenpa s zu Ve wundba kei . Meh e e Kollegen aus de Ökosys em- und Nachhal igkei s o schung haben beispielsweise in einem wei e en iel beach e en Papie ein heo e isches Rahmenwe k ü Nachhal igkei e s ell , in dem Resilienz die Eigenscha en on Bewäl igung und Anpassungs ähigkei um ass . In jünge e Zei ha sich jedoch de Beg i Resilienz imme s ä ke wei e en wickel und eine g öße e Ve b ei ung (auch im Ve gleich zu Ve wundba kei ) ge unden, ge ade in S a egiedokumen en de Ve ein e Na ionen im Umgang mi Na u Risiken und Ka as ophen (Uni ed Na ions 2015). Un e suchungen haben e geben, dass zunehmend Ve wundba kei o allem im Zusammenhang mi Analyse e ah en inne halb de Risiko o schung benu z wi d, wohingegen Resilienz als Obe beg i häu ige Ve wendung inde (Feke e & Hu schmid 2014). So and z.B. in den USA nach Hu icane Ka ina 2005 ein Umdenken s a , das auch eine Umbenennung iele e ablie e Konzep e des Ka as ophen Risiko-Managemen in Resilienzmanagemen zu Folge ha e. G und wa , dass zu o nach den Eind ücken des 11 Sep embe s 2001 ein e s ä k es Maß an Au me ksamkei de Bekämp ung de Bed ohungen ( h ea s) s a and und Ka ina zeig e, dass jedoch auch die Ve wundba kei und Resilienz eine gewich ige Rolle spiel en, was die Be o enhei on ä me em Be ölke ungsg uppen anging, und dass auch eine hochen wickel e Indus ieland wie die USA nich Ge ah en e hinde n kann und da au allein den Fokus legen soll e. Am Beg i Resilienz und seine s a ken Ve b ei ung ha sich jedoch auch asch K i ik en zünde . Zum einen da an, das imme meh Be eiche mi Resilienz bezeichne we den, wohingegen jedoch eine einhei liche Beg i se klä ungen ode ga Fes legung au De ini ionen ehlen. Manche Wissenscha le monie en, dass be ei s Ve wundba kei als Beg i noch nich genügend es geleg sei und man nun schon mi den nächs en Modebeg i han ie e. Auch gab es ge ade im deu schsp achigen Raum länge en Wide s and gegen die Ein üh ung des Beg i s beziehungsweise eine spü ba e Zei e zöge ung (Feke e, No , G inda 2016). Wäh end Resilienz be ei s ab 2005 in englischsp achigen Lände n s a ken Einzug e hiel , wa en G ünde de Zu ückhal ung in Deu schland lau Un e suchungen im Be eich Be ölke ungsschu z da in beg ünde , dass de Beg i sich nich leich ins Deu sche übe se zen läss . Viel ach wi d Resilienz dahe auch mi Synonymen wie Wide s ands ähigkei e klä ode ga gleichgese z . Zu Beg i sde ini ionen on Resilienz gib es zahl eiche - 6 - Diskussionen die zum einen a gumen ie en, dass Resilienz wei aus meh sei als die di ek e Übe se zung La einischen e klä en lasse („zu ücksp ingen“). Und eine wünschenswe e Handlungsweise on Menschen im Umgang mi Na u ge ah en soll e nich nu einen Rückkeh zum S a us Quo bedeu en. Zum Beispiel soll en bei Hochwasse schäden Häuse nich wiede im Übe lu ungsgebie au gebau we den. S a dessen soll e übe e nün ige Anpassungs- ode ga Ve ände ungsmaßnahmen nachgedach we den. Dahe wi d Resilienz im Kon ex de Na u ka as ophen o schung ode de Anpassung an den Klimawandel und benachba en Disziplinen häu ig als iel äl ige Beg i be ach e de sowohl Konzep e und Maßnahmen zu Wide s ands ähigkei und Wiede he s ellung abe auch zu Ve ände ungs ähigkei ode T ans o ma ion beinhal e . 1.3 Komponen en de Resilienz Aus Sich eines Risikoanalys en kann jedoch de Umgang ode die Anwendung des Resilienz- Beg i s ein ache e olgen, wenn es nich als Übe beg i sonde n als konk e e Komponen e genu z wi d; beispielsweise kann die E holungs ähigkei eines echnischen Sys ems du ch die E assung on Redundanzen analysie we den. Bei einem Hochwasse we den Siedlungen und In as uk u elemen e wie zum Beispiel Elemen e de S om e so gung übe lu e . Sind dies sel ene ode ga einziga ige Elemen e, so is das Risiko seh hoch, dass die gesam e Ve so gung in einem Gebie (zum Beispiel eine S ad ) zusammenb ich . Sind jedoch iele Elemen e dezen al im S ad gebie und da übe hinaus e eil , so e inge sich nich nu das Risiko des Gesam - ode Teilaus alls. Auch die E holungs ähigkei des gesam en Sys ems wi d ges ä k wenn es sich nich um einzelne Schwachpunk e mi s a kem Schadensausmaßpo enzial handel . Un e dem Obe beg i Resilienz lassen sich in eine Risikoanalyse noch iele wei e e Komponen en un e suchen, zum Beispiel die Fähigkei en de Be ölke ung ode die Fähigkei en de S om e so ge ode on Feue weh en und Re ungsdiens en, ü so einen S omaus all o zuso gen sich o zube ei en, da au eagie en zu können und sich da on zu e holen. Im G unde e mischen sich bei solchen Un e suchungen seh häu ig die G enzen zwischen dem, was un e Ge ah en Risiko ode Resilienz e s anden wi d. Diese Unschä e ein wei e e K i ikpunk im Umgang mi Resilienz. Wenn man also insgesam eine S ad ode Region, ein echnisches Sys em ode eine menschliche Gemeinscha gegenübe bes imm en Risiken op imie en möch e, is es inzwischen Konsens dass man ganzhei liche ode in eg a i e an das Thema he an e en muss. Denn einzelne Maßnahmen wie bspw. ein Deichbau an einem O schü zen zwa punk uell, üh en abe auch zu einem Risiko ans e an wei e lussabwä s gelegene Un e liege . Und eine s a ke E höhung de Siche hei gegenübe eine bes imm en Ge ah du ch Abweh maßnahmen kann sowohl zu eine e s ä k en Passi i ä au Sei en de po en iell Be o enen üh en Als auch zu eine Ve nachlässigung ande e Risiken. Neben Passi i ä und Igno anz e en jedoch auch noch Nebenwi kungen in Fo m on Sekundä ge ah en au . So kann ein Dammbau auch dazu üh en, dass Rücks au au de Rücksei e des Dammes beim Hochwasse zum Beispiel du ch Ein i on G undwasse zu neuen P oblemen üh , die man ohne den Damm nich gehab hä e. Es is ane kann , dass man ein ganzhei liche es Denken benö ig , abe ob de Obe beg i da ü nun Resilienz, Risiko ode Nachhal igkei am bes en ausd ück , schein ehe beliebig zu sein. Bei eine Um age un e Fo sche n und P ak ike n im Be eich Be ölke ungsschu z e gaben sich die G ünde zu Wahl des Beg i s Resilienz gegenübe ühe en Beg i en (Feke e, Hu schmid , K use 2014). - 7 - So wähl en iele Teilnehme den Beg i Resilienz, da es ein T end is , man Fö de gelde da ü e hal en kann und auch eilweise, da es Neue ungen in de En wicklung on Konzep en und Me hoden e sp ich . 1.4 Ve bindung zu Ve siche ungswi scha Es haben sich einige p agma ische Umgangsweisen in diese Rich ung de Fo schung e geben. Zum einen ein übe wiegende Konsens de Beg i lichkei und De ini ion au ane kann en Pla o men de Ve ein en Na ionen (UNISDR; unisd .o g/we/in o m/ e minology). Das ak uelle Rahmendokumen ü den wel wei en Umgang mi Na u ge ah en und -Risiken, das Sendai Rahmenp og amm, nenn sowohl Beg i e als auch p io i ä e Handlungs ich ungen ü die Zukun (Uni ed Na ions 2015). Als Handlungsbeda wi d neben wei e em Wissen um Risiken und Risikoanalysen auch eine s ä ke e Be eiligung wei e e Ak eu e als bislang genann ; aus de Gesellscha , Wi scha und Poli ik. Explizi wi d auch die Ve siche ungswi scha genann , die du ch ih e Kompe enzen und Expe ise noch s ä ke als bishe eingebunden we den soll. Zwa sind bislang die g oßen Rück e siche e in diesem Be eich schon lange ä ig, jedoch p äg sich das egional und na ional seh s a k un e schiedlich aus. So we den im englischsp achigen Be eich schon lange Konzep e und Po olios auch mi dem Beg i Resilienz beleg , im deu schsp achigen Raum nennen häu ig e s jüngs e Publika ionen den Beg i Resilienz, o auch gleich mi Hinweis au die Beg i sdeba e (Munich RE 2017). 1.5 Ausblick und Fo schungsbeda Resilienz bie e iele Möglichkei en zu besse en Zusammena bei zwischen den Disziplinen und mi de P axis. Ein Hinde ungsg und is häu ig noch ein ehlendes Ve s ändnis des Beg i s ode , wie man so e was in eine Analyse angehen könn e. Fü den Be eich Be ölke ungsschu z wu de eine e s e Übe blicksa bei übe bes ehende S udien e s ell , die ü Na u ge ah en abe auch menschlich ode echnische Ge ah en und Risiken mi den Beg i en Ve wundba kei und ode Resilienz a bei en (A las de Ve wundba kei und Resilienz, Feke e & Hu schmid 2016). Dabei ha sich he ausges ell dass es auch häu ig ein ach eine F age des Wissensmanagemen s und de Ve ügba kei on Beispielss udien is , an de Mangel he sch , ge ade auch au deu sche Sp ache. Eine e s ä k e Zusammena bei zum Beispiel des Ve siche ungs- und Ak ua swesens mi de Siche hei s- und Risiko o schung wü de iele Syne gien e geben. Zum einen ein Aus ausch übe Me hoden de Risikoanalyse und zum ande en übe um assende konzep ionelle Ansä ze im Managemen . Ve siche ungen sind nich nu eine wich ige Komponen e de Bewäl igungs ähigkei en on Gesellscha en nach e olg en Schadense eignissen ode K isen, auch das Wissen das inne halb des Ve siche ungswesens en s anden is , wie man Risiken be echne ode welche E ek e bei einem Risiko ans e e olgen, be gen iele konzep ionelle An eize auch ü die Na u isiko- ode Siche hei s o schung im Umgang mi Risiken wie A bei sun ällen, Te o ang i en ode Na u ka as ophen. - 14 - Ge ade bei den seh pe sönlichen Lebens isiken ag man sich na ü lich, ob hie Ve siche ungen übe haup hel en können. Ein Beispiel aus Kanada soll jedoch zeigen, dass Ve siche ungsschu z seh wei gehen kann. Im Rahmen eine G uppenlebens e siche ung bie e das kanadische Lebens e siche ungsun e nehmen Manuli e den Mi gliede n de No a Sco ia Leh e e einigung ein um assendes Resilienz-P og amm an. Resilience® (Employee and Family Assis ance P og am) In addi ion o NSTU Counselling Se ices, Resilience® is an Employee and Family Assis ance P og am a ailable o all pe manen , p oba iona y o e m con ac eache s.Counselling Se ices can be p o ided in-pe son, by phone o h ough a secu e online se ice ha can deal wi h such hings as s ess, psychological diso de s, alcohol and d ug abuse, ange managemen and con lic esolu ion. The e a e also plan sma and ca ee sma se ices gi ing a membe suppo in such hings as childca e, elde ca e, legal, inancial, nu i ional suppo and 12 weeks o wellness. I is a ailable 24 hou s/7 days a week, 365 days a yea o bo h counselling se ices and plan sma and ca ee sma se ices. Membe s also can access an online esou ce o heal hca e ela ed ma e ial h ough Heal h eLinks. I allows you o ake pa in an in e ac i e heal h isk assessmen and comp ehensi e lib a y o medical in o ma ion. The oll- ee numbe is 1-877-955-NSTU (6788) o in F ench 1-514-875-0720. 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Man wi d nich plö zlich al , ielmeh is die Al e ssiche ung ein planba e P ozess. Dies gil im Üb igen auch ü das sogenann e „Langlebigkei s isiko“, das ja aus Sich des Einzelnen das Risiko besch eib , dass das Ve so gungskapi al ü das Al e noch zu Lebzei en au gezeh is . Die indi iduelle kapi algedeck e Al e ssiche ung is ein dynamische P ozess, denn de Ve so gungsbeda eine sei s und die Fähigkei o zuso gen ande e sei s ände n sich im Lau e des Lebens. Die allgemeinen wi scha lichen Rahmenbedingungen, wie z.B. In la ionse wa ung und Zinse wa ung haben eben alls e heblichen Ein luss au den P ozess. Bei de Beu eilung de Resilienz eines Al e ssiche ungssys ems muss s e s be ücksich ig we den, dass Al e ssiche ungssys eme imme Teil de Ökonomie sind. De deu sche Sozialwissenscha le Ge ha d Macken o h12 ha bei einem Vo ag des Ve eins ü Socialpoli ik im Jah e 1952 die nach ihm benann e Macken o hsche These o mulie : „Nun gil de ein ache und kla e Sa z, dass alle Sozialau wand imme aus dem Volkseinkommen de lau enden Pe iode gedeck we den muss. Es gib keine ande e Quelle und ha nie eine ande e Quelle gegeben, aus de de Sozialau wand ließen könn e, es gib keine Ansammlung on Fonds, keine Übe agung on Einkommens eilen on Pe iode zu Pe iode, kein Spa en im p i a wi scha lichen Sinne, es gib ein ach ga nich s ande es als das lau ende Volkseinkommen als Quelle ü den Sozialau wand“13 Auch wenn die Macken o hsche These ge ne als Kamp hese gegen die kapi algedeck e Al e ssiche ung e wende wi d, beinhal e sie jedoch die ( i iale) Aussage, dass die Ve so gung de kün igen Ren ne gene a ionen aus dem dann zu Ve ügung s ehenden Sozialp oduk bes i en we den. Inso e n is die en scheidende De e minan e de Al e ssiche ung das ü die kün igen Ren ne gene a ionen e ügba e Sozialp oduk . Die beiden Finanzie ungs e ah en, Umlage inanzie ung und Kapi aldeckung, un e scheiden sich haup sächlich da in, wie das kün ige Sozialp oduk e eil wi d. Da Kapi alanlage in e na ional e olgen können, is man bei de Kapi aldeckung nich olls ändig om heimischen Sozialp oduk abhängig. 12 1903-1955 13 [Macken o h 1952], gl. auch [Schmähl 1981]. - 16 - Abbildung 3: Umlage e ah en und Kapi aldeckungs e ah en Wenn wi die Umlage inanzie ung und das Kapi aldeckungs e ah en un e dem Gesich spunk de Resilienz beu eilen wollen, so müssen wi un e suchen, wie diese Sys eme au Schocks eagie en und inwiewei sie le n ähig sind. Ein konjunk u elle Einb uch e bunden mi hohe A bei slosigkei , s agnie enden ode sinkenden Löhnen wi d unmi elba o allem ein umlage inanzie es Sys em e en, denn bei eine Kopplung on Ren enleis ungen an das Bei agsau kommen aus Löhnen und Gehäl e n müssen en wede die Ren en gekü z ode die Umlage e höh we den. Ein Zuschuss aus S eue mi eln (wie z.B. de Bundeszuschuss zu Gese zlichen Ren en e siche ung) bedeu e le z lich eine indi ek e E höhung de Umlage, wobei alle dings bei einem p og essi en S eue a i die Belas ungswi kung ande s is . Ein konjunk u elle Einb uch wi d mi elba auch die kapi algedeck e Al e ssiche ung e en, beispielsweise du ch eine e höh e S eue belas ung zu S ü zung de Umlage inanzie ung. Kapi algedeck e Sys eme sind di ek be o en on S ö ungen au dem Kapi alma k , z.B. ein Bö senc ash, das Pla zen eine Immobilienblase, Maßnahmen de Zen albank zu Beein lussung des Zinsni eaus usw. Ökonomische Schocks wi ken empo ä und soll en ideale weise keinen nach eiligen E ek au die Al e ssiche ung haben. An g undlegende s uk u elle Ve ände ungen de ökonomischen Rahmenbedingungen muss sich abe ein esilien es Sys em anpassen können. Umlage inanzie ung Die sogenann e Ren en o mel des § 68 SGB VI is das E gebnis eine in ensi en Diskussion zu S abilisie ung de gese zlichen Ren en e siche ung, die dem Ren en e o mgese z 2001 o ausging.14 Die Ren en o mel wu de dabei so ges al e , dass sich die Ren enhöhe au oma isch an e ände e Rahmenbedingungen anpass . 14 Die Ren en o mel nach § 68 SGB VI wu de du ch das Al e s e mögense gänzungsgese z om 21.3.2001 (BGBl. I 2001, S. 403) neu ge ass . - 17 - Die Regel zu Fo sch eibung des ak uellen Ren enwe es lau e : 11 1 1 22 2 96 1 0,25 1 96 BE RVB RQ AR AR BE RVB RQ −− − − −− −   − = ⋅ ⋅ ⋅− ⋅ −    −  . Man kann d ei Anpassungs ak o en iden i izie en: • De Fak o 1 2 BE BE − − (Ve häl nis de B u olöhne und –gehäl e de e gangenen und des o e gangenen Jah es) siche eine Be eiligung de Ren ne an de allgemeinen Lohnen wicklung. • De Fak o 1 2 96 96 RVB RVB − − − − be ücksich ig die Belas ung de A bei nehme du ch den 4%- Al e s o so gean eil und die Ve ände ung des Bei agssa zes zu allgemeinen Ren en e siche ung. S eig de Ren en e siche ungsbei ag (au g und de Vo sch i en de §§ 157 SGB VI), so is diese Fak o kleine als eins und üh somi zu eine Minde ung des Ren enans iegs au g und des e s en Fak o s. • De Fak o 1 2 1 0,25 1 RQ RQ − −   −⋅ −      , auch als Nachhal igkei s ak o bezeichne , bewi k eine Minde ung des Ren enans iegs, wenn sich de Ren enquo ien e höh . De Bundeszuschuss zu gese zlichen Ren en e siche ung in Höhe 64,5 M d.€ 15 is eine wei e e wich ige Komponen e zu S abilisie ung de gese zlichen Ren e. Kapi algedeck en Al e ssiche ung Die Risiken de kapi algedeck en Al e ssiche ung sind u.a. : • In la ion • Zinsen wicklung/ Kapi ale äge • Lebense wa ung (idiosyk a isch/ sys ema isch) • Kos en des Anbie e s • Missmanagemen sei ens des Anbie e s • ech liche Rahmenbedingungen (z.B. s eue liche Behandlung) Die klassische Ren en e siche ung is nu beding anpassungs ähig bzw. esilien in Bezug au die oben genann en Fak o en. Bei diese Fo m de Al e ssiche ung wi d nach dem p ospek i en Ve ah en au de G undlage eine Zinsannahme und eine S e be a el bei gegebenem Bei ag eine Mindes en e ga an ie . En wickeln sich die a sächlichen 15 Vo läu ige We ü 2016 nach Angaben de Deu schen Ren en e siche ung (Quelle: h p://www.deu sche- en en e siche ung.de). - 18 - Ve häl nisse hinsich lich Zins und S e blichkei besse als e wa e , so ha de Ve siche e Ansp uch au eine Übe schussbe eiligung. Da sich die Ren enga an ie au einen Nominalwe bezieh , ga an ie sie nich no wendige weise einen In la ionsschu z. Die ehlende Anpassungsmöglichkei nach un en kann zu eine asymme ischen Las en e eilung zwischen Ve siche ungsbes änden mi hohen Ga an ien (z.B. 4 % ü die Ta i gene a ionen ab 1.7.1994 bis 30.6.2000) und solchen mi nied igen Ga an ien (0,9% ab 1.1.2017) üh en. Im Sys em de klassischen Lebens e siche ung p o i ie en die neuen Ve äge mi den nied igen Zinsga an ien zwa on den Kapi alanlagen de al en Ve äge mi hohen Zinsga an ien, abe kün ige Kapi ale äge ließen o angig in die al en Ve äge. De o liegende En wu zum Be iebs en ens ä kungsgese z16 sieh eine neue Fo m de be ieblichen Al e s e so gung o , nämlich die eine Bei agszusage. Bei de einen Bei agszusage e p lich e sich de A bei gebe lediglich einen Bei ag zu Finanzie ung on Leis ungen de be ieblichen Al e s e so gung zu zahlen; die Eins andsp lich nach § 1 Abs. 1 Sa z 3 Be AVG soll ü diese Zusage o m en allen. Hie mi e bunden is ein Ga an ie e bo de du ch üh enden Ein ich ung (Pensions onds, Pensionskasse ode Di ek e siche ung). De Ve zich au eine (Mindes -) Ren enga an ie e o de einen e ospek i en Ansa z bei de Fes legung de Ren e. Dies üh dazu, dass das gesam e Ve so gungs e mögen s e s mi de Gesam deckungs ücks ellung übe eins imm . Dies bedeu e , dass die Ve so gungsein ich ung selbs inanzie end is , dass kein Ex e ne am Ve so gungs e mögen pa izipie und auch keine ex e ne Ga an iegebe ü Ve lus e bei den Kapi alanlagen ein i . Dies komm im § 22 Be AVG-E17 zum Ausd uck: § 22 A bei nehme und Ve so gungsein ich ung (1) Bei eine einen Bei agszusage ha de Pensions onds, die Pensionskasse ode die Di ek e siche ung dem Ve so gungsemp änge au de G undlage des planmäßig zuzu echnenden Ve so gungskapi als lau ende Leis ungen de be ieblichen Al e s e so gung zu e b ingen. (2) Die au den gezahl en Bei ägen be uhende Anwa scha au Al e s en e is so o un e allba . Die E äge de Ve so gungsein ich ung müssen auch dem ausgeschiedenen A bei nehme zugu ekommen. In den e gänzenden Bes immungen des Ve siche ungsau sich sgese zes (VAG) is zudem ausd ücklich ge egel , dass im Rahmen de einen Bei agszusage die Ve so gungsein ich ungen (Pensions onds, Pensionskassen und Lebens e siche e im Rahmen de Di ek e siche ung) „… keine Ve p lich ungen eingehen (dü en), die ga an ie e Leis ungen o sehen.“18 16 [BMAS 2016]; mi le weile lieg ein geände e Gese zen wu de Bundes egie ung o - gl. BT-D s. 18/11286. 17 Die olgenden Zi a e aus dem En wu des Be iebs en ens ä kungsgese z wu den dem Gese zen wu de Bundes egie ung (BT-D s. 18/11286) en nommen. 18 § 244b Absa z 1 Zi e 1 VAG-E (BT-D s. 18/11286). - 19 - De Vo eil diese Kons uk ion is , dass keine Ga an iekos en an allen, wede di ek e Ga an iekos en in Ges al on Di idenden an den Kapi algebe noch indi ek e Ga an iekos en du ch Einsch änkungen bei de Kapi alanlage. S a eine Ga an ie en e sieh die eine Bei agszusage eine Ziel en e o . Die Ziel en e e gib sich hie bei als eine nach e nün igen Annahmen e eichba e Ren e. Bei de e ospek i en Bewe ung de Ve so gungsansp üche bes eh also de ini ionsgemäß zu jedem Zei punk eine Iden i ä zwischen dem Ve mögen und de Deckungs ücks ellung: § 35 Deckungs ücks ellung (1) In de Anspa phase is die Deckungs ücks ellung das planmäßig zuzu echnende Ve so gungskapi al au de G undlage de gezahl en Bei äge und de da aus e ziel en E äge. (2) In de Ren enbezugszei is die Deckungs ücks ellung nach de e ospek i en Me hode zu bilden, wobei die Deckungs ücks ellung bei Ren enbeginn dem o handenen Ve so gungskapi al des Ve so gungsanwä e s en sp ich .19 In einem geschlossenen Sys em, in dem die Ve so gungsansp üche s e s deckungsgleich mi dem o handenen Ve mögen is , kann es keine Ga an ien ü alle geben, sonde n allen alls Ga an ien ü Teilg uppen, denn es muss imme jemanden geben, de ü die Ga an ien au komm . Will man beispielsweise bei einem selbs inanzie enden Pensions onds ga an ie en, dass die Ren enleis ungen niemals gekü z we den dü en, so müssen die Anwä e im Zwei els alle da ü au kommen. In einem S essszena io (massi e We e lus , s a ke Ans ieg de Lebense wa ung) wi d dies zu eine un ai en Las en e eilung zwischen den Ren ne und Anwä e n üh en. In einem Sys em mi Neuzugang können Ga an ien auch dazu üh en, dass die Las en au kün ige Gene a ionen, die dem Sys em e s in Zukun bei e en, abgewälz we den. Im E gebnis is es zuhal en, dass (s a e) Ga an ien imme dann zu eine un ai en Las en e eilung (in de Regel zu Las en de Jungen) üh en. Die Gene a ion de Jungen, die dann ü die Ga an ien de Al en au komm , wi d somi nich meh die gleichen Ga an ien e hal en wie bishe . Un e dem Gesich spunk de Resilienz is also es zuhal en, dass Ga an ien die Resilienz schwächen ode soga e hinde n. Im Folgenden soll skizzie we den, wie ein selbs inanzie ende Pensions onds au Basis eines e ospek i en Ansa zes esilien ges al e we den kann. Wi be ach en zunächs nu die Anwa scha sphase und besch änken uns au ein eines Anspa modell ohne die Absiche ung biome ische Risiken. 19 § 35 PFAV-E (BT-D s. 18/11286). - 20 - Das ein achs e Modell mi e ospek i e Fo sch eibung de Ansp üche en sp ich einem Fondspa plan. Abbildung 4: Indi iduelles Spa en (Fondsspa plan) Beim Fondsspa en is das gesam e Ve mögen (P ) zu jedem Zei punk olls ändig au die Spa e e eil (Abb. 4). De An eil des einzelnen Spa e s wi d en sp echend den eigenen Bei ägen und de We en wicklung des Fonds o gesch ieben. De We zuwachs des Fonds, abe auch die We e lus wi ken unmi elba au die Höhe de Einzelgu haben. Das indi iduelle Spa modell is ai , da de Einzelne unmi elba an de We en wicklung pa izipie . Das Sys em is esilien , denn S ö ungen on außen üh en nich zu Ungleichgewich en. Das Be iebs en ens ä kungsgese z läss abe auch ein kollek i es Spa modell zu. Hie bei wi d de Pensions onds mi einem Siche hei spu e ausges a e .20 De Siche hei spu e kann nun e wende we den, um die We schwankungen au de Kapi alanlagesei e auszugleichen – gl. Abb. 5. Die Funk ionsweise des Siche hei spu e s gleich de eine Talspe e: In Zei en mi s a ken Niede schlägen s eig de Pegel de Talspe e und in Dü ephase wi d de Talspe e Wasse zu Ve so gung de Be ölke ung en nommen. De Siche hei spu e wi d imme dann au ges ock , wenn die We zuwächse des Ve so gungs e mögens übe du chschni lich sind. Komm es zu Ve lus im Ve so gungs e mögen, so können du ch En nahmen aus dem Siche hei spu e We e lus bei den Spa kon en (indi iduelles Spa kapi al) e hinde we den. Abbildung 5: Kollek i es Spa en mi Siche hei spu e 20 § 23 Be AVG-E sieh einen Siche hei sbei ag des A bei gebe s o ; de Siche hei sbei ag soll aus A bei nehme sich die o allenden A bei gebe ha ung kompensie en. - 21 - In de Ren enphase is neben dem Kapi alanlage isiko auch das S e blichkei s isiko ele an . Zum Ve s ändnis de e ospek i en Fo sch eibung bei einem Ren ne bes and beda es eine o malen Da s ellung. Wi wollen un e s ellen, dass zu einem Zei punk de Ba we alle Ren en genau dem Po oliowe en sp ich , also , : () ( ,) j j j Ren ne P V R ax = = ∑ . Hie bei is ä(x, ) de bes es ima e Ba we de Ren e ü eine zum Zei punk x-jäh ige Pe son und Rj, die zum Zei punk ällige Ren e ü den Ren ne j. Bezeichne nun P +1 das zum Zei punk + 1 o handene Ve mögen un e Be ücksich igung de Einmalzahlungen de Neu en ne und de ausgezahl en Ren en Rj, , so is die Ren enanpassung so es zulegen, dass 1 1 ,1 , : ( 1) : ( 1) ( , 1) (1 ) ( 1, 1) j j j j Neu en ne j Ren ne P V R az R ax ++ + ++ = = +++ + + ∑∑   . Hie bei is zu beach en, dass die Ren en ü die Neu en ne in +1 so es geleg we den, dass ,1 : ( 1) : ( 1) ( , 1) j j j Neu en ne j Neu en ne Einmalp ämie R a z + ++ = + ∑∑  . Die obige Bes immungsgleichung ü die Ren enanpassung s ell siche , dass de Ba we de Ren en jeweils genau dem Ve mögen en sp ich . Hie bei is zu beach en, dass bei einem echnungsmäßigen Ve lau (Po olio e zinsung = Rechnungszins und e wa e e S e blichkei = beobach e e S e blichkei ) sich = 0 e gib . Is die beobach e e S e blichkei und/ ode die Po olio e zinsung höhe als e wa e , so können die Ren en en sp echend s ä ke angepass we den. Bei nied ige e S e blichkei und Po olio e zinsung komm es zwangsläu ig zu eine Ren enkü zung. Um Ren enkü zungen zu e meiden, sieh das Be iebs en ens ä kungsgese z o , dass die an änglichen Ren en mi einem nied ige em Rechnungszins kalkulie we den. Au diese Weise en s eh ein implizi e Siche hei spu e , so dass die Ren enanpassung nich unmi elba on de S e blichkei sen wicklung und de Kapi alanlage-Pe o mance abhäng . Bei de S eue ung des kollek i e Spa modells und de Ren enanpassung mi implizi em Siche hei spu e s ell sich g undsä zlich die F age nach de Gene a ionenge ech igkei : “As a gene al p inciple, IORPs shall, whe e ele an , ha e ega d o he aim o ha ing an equi able sp ead o isks and bene i s be ween gene a ions in hei ac i i ies.” IORP II Di ec i e, A ikel 7 Absa z 321 Die Regeln zu S eue ung müssen so ges al e sein, dass ku z is ige S ö ungen abge ede wa den können und dass lang is ige T ends und S uk u b üche zu eine Anpassung des Sys ems üh en. 21 [EU 2016], IORP = Ins i u ions o Occupa ional Re i emen P o ision. - 22 - 2.3 Resilienz e sus Sol abili ä Blick man au die Zei unmi elba o Ein i de Finanzk ise, wo wa damals schon absehba , dass das deu sche Sys em de kapi algedeck en Al e ssiche ung mi Zinsga an ien nich esilien is . Es zeig e sich, dass die S essszena ien nich ansa zweise das a sächliche Zins isiko abgebilde haben. Die Quan i a i e Impac S udy 4 (QIS4) sah S essszena ien o , die aus heu ige Sich ge adezu nai wi ken – gl. Abb. 6. Abbildung 6: Ve gleich de Umlau endi en Deu schland – Japan aus de Pe spek i e des Jah es 2008.22 Dies o enba ein Ke np oblem des Sol abili ä skonzep s, nämlich die Annahme, man könn e Ve so gungs e p lich ungen, die e s in Jah zehn en ällig we den ma k konsis en bewe en. Un e ande em wi d hie zu eine Zinss uk u ku e e wende , mi de en Hil e Ve p lich ungen, die in 100 Jah en ällig we den, bewe e we den sollen.23 Ebenso unmöglich is eine ma k konsis en e Bewe ung des Langlebigkei s isikos. Das Ke np oblem sind alle dings die lang is igen Ga an ien de Lebens e siche e insbesonde e in Deu schland. Diese Ga an ien können nu dann auch e üll we den, wenn die ökonomischen und sons igen Rahmenbedingungen dies zulassen. Wenn abe die ökonomischen Rahmenbedingungen nich meh den E wa ungen en sp echen, so we den Ga an ien zu Las . In Japan ge ie en iele Lebens e siche e au g und ih e übe höh en Zinsga an ien in eine Schie lage, so dass schließlich de Gese zgebe in die Ga an ie e sp echen eing ei en muss e. Fü die Beu eilung on lang is igen Ga an ie (insb. Zinsga an ien und Ren enga an ien) is das Sol abili ä skonzep ungeeigne , da es ausschließlich um die inanzielle Bewe ung de Risiken geh . Ein „Resilienzkonzep “ zu Beu eilung de S abili ä eines Ve siche e s wü de 22 [Goecke 2008] 23 Die on EIOPA e ö en lich e Zinss uk u ku e e ass Lau zei en bis 150 Jah en. - 23 - übe die inanzielle Bewe ung on Risiken hinausgehen und zusä zlich un e suchen, wie de Ve siche e (im Sinne de Resilienz) ex e ne Schocks abso bie en kann und sich au s uk u elle Ände ungen eins ellen kann. 2.4 Li e a u [BMAS 2016] Bundesminis e ium ü A bei und Soziales: En wu eines Gese zes zu S ä kung de be ieblichen Al e s e so gung und zu Ände ung ande e Gese ze, S and 4.11.2016, h p://www.bmas.de/Sha edDocs/Downloads/DE/Thema-Ren e/en wu -gese z- s ae kunng-be iebliche-al e s e so gung.pd . [BMZ 2016] Bundesminis e ium ü Wi scha liche Zusammena bei und En wicklung; h p://www.bmz.de/de/ hemen/klimaschu z/Klima isikomanagemen /g7_ini ia i e_ klima isiko e siche ung/index.h ml. [Cla ke/ Hill 2013] Cla ke, Daniel J.; Hill, Ru h Va gas: Cos -Bene i Analysis o he A ican Risk Capaci y Facili y, In e na ional Food Policy Resea ch Ins i u e (IFPRI) Discussion Pape 01292, Sep embe 2013. Online copy a aible ia Google Books (h ps://books.google.de/) [EU 2016] Rich linie (EU) 2016/2341 des eu opäischen Pa lamen s und Ra es om 14. Dezembe 2016, A ikel 7. [GDV 2016] Gesam e band de deu schen Ve siche ungswi scha (H sg.): Na u ge ah en epo 2016, S. 21. h p://www.gd .de/wp-con en /uploads/2016/10/Na u ge ah en epo -2016.pd . [Goecke 2008] Goecke, Oska : Ro e Ka e ü die R B du ch Sol ency II ?, Vo ag gehal en am 14.11.2008 anlässlich des 13. Kölne Ve siche ungs-Symposium des Ins i u s ü Ve siche ungswesen de TH Köln. [Manuli e 2016a] In o ma ionen zu Resilience ® (Employee and Family Assis ance P og am) h p://www.ns u.ca/ns u-membe s/g oup-insu ance/p og ams/ esilience-employee-and- amily-assis ance-p og am/ [Manuli e 2016b] We beb oschü e zu Resilience® h p://g oupbene i s.manuli e.com/canada/gb_ 2.ns /LookupFiles/DownloadableFileGC2256 E-Resilienceexpands/$File/GC2256E_ esilience_expands.pd [Macken o h 1952] Macken o h, Ge ha d: Die Re o m de Sozialpoli ik du ch einen deu schen Sozialplan, Vo ag gehal en am 19.4.1952 in Be lin o Mi gliede n des Ve eins ü Socialpoli ik, in: Sch i en des Ve eins ü Socialpoli ik, N.F., Band 4, Be lin 1952, S. 39- 76. [Schmähl 1981] Schmähl, Win ied: Übe den Sa z „Alle Sozialau wand muß imme aus dem Volkseinkommen de lau enden Pe iode gedeck we den“, Hambu ge Jah buch ü Wi scha s- und Gesellscha spoli ik 26 (1981), S. 160-163. Ebenso e schienen in: Schmähl, Win ied: Soziale Siche ung: Ökonomische Analysen, VS Ve lag ü Sozialwissenscha en, Wiesbaden 2009, e ügba un e :