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Kapitalanlagestrategien für die bAV – Herausforderungen für das Asset Management durch das Betriebsrentenstärkungsgesetz. Proceedings zum 13. FaRis & DAV Symposium am 8. Dezember 2017 in Köln

Miebs, Felix

Abstract

Das Betriebsrentenstärkungsgesetz stellt eine Novellierung der betrieblichen Altersversorgung (bAV) in Deutschland dar. Mit dem kürzlich verabschiedeten Gesetz wird erstmals die Möglichkeit geschaffen, die reine Beitragszusage (rBZ) ohne Leistungsgarantie auf tarifvertraglichem Weg zu vereinbaren. Die Höhe der späteren Versorgungsleistung der Arbeitnehmer wird somit zum einen durch die entrichteten Beiträge an den Versorgungsträger determiniert. Zum anderen bestimmt der Erfolg der im Kollektiv zu organisierenden Kapitalanlage mit einem ebenfalls gemeinschaftlichen Risikobudget zu einem wesentlichen Teil die spätere Versorgungsleistung. Die Kapitalanlage steht somit stärker denn je im Spannungsfeld zwischen Rendite und Risiko. Konkret ist eine potentiell höhere Zielrente durch eine chancenorientierte Kapitalanlage gegen das Risiko einer nachhaltigen Unterdeckung und einer damit verbundenen Kürzung der Zielrente abzuwägen. Um diese Abwägung bestmöglich zu treffen und die Wahrscheinlichkeit einer nachhaltigen Unterdeckung zu minimieren, müssen die Kapitalanlage effizient gestaltet und Extremrisiken vermieden werden. Im Falle der erfolgreichen Einführung der rBZ ergeben sich zudem Auswirkungen auf die Kapitalanlage für bestehende Systeme. Basierend auf der Entwicklung der bAV-Landschaft in dem Vereinigten Königreich seit der Einführung von DC-Plänen ist anzunehmen, dass auch in Deutschland eine schrittweise Schließung der leistungsgarantierten Systeme erfolgt. Das daraus resultierende, ausbleibende Neugeschäft bei den bestehenden Systemen ist im Rahmen der Kapitalanlage durch eine Verschiebung des Fokus von Rendite und Deckungsgrad hin zu den benötigten Cashflows zur Bedeckung der Rentenzahlung zu adjustieren. Auf dem 13. FaRis & DAV Symposium referierten Altersversorgungs- und Kapitalmarktexperten zu der Ausrichtung und Implementierung der Kapitalanlage für die Zielrente.

Full text

Fo schung am i wKöln Band 6/2018 Kapi alanlages a egien ü die bAV – He aus o de ungen ü das Asse Managemen du ch das Be iebs en ens ä kungsgese z. P oceedings zum 13. FaRis & DAV Symposium am 8. Dezembe 2017 in Köln Felix Miebs Fo schung am i wKöln, Band 6/2018 Felix Miebs Fo schungss elle FaRis Kapi alanlages a egien ü die bAV – He aus o de ungen ü das Asse Managemen du ch das Be iebs en ens ä kungsgese z. P oceedings zum 13. FaRis & DAV Symposium am 8. Dezembe 2017 in Köln Zusammen assung Das Be iebs en ens ä kungsgese z s ell eine No ellie ung de be ieblichen Al e s e so gung (bAV) in Deu schland da . Mi dem kü zlich e abschiede en Gese z wi d e s mals die Möglichkei gescha en, die eine Bei agszusage ( BZ) ohne Leis ungsga an ie au a i e aglichem Weg zu e einba en. Die Höhe de spä e en Ve so gungsleis ung de A bei nehme wi d somi zum einen du ch die en ich e en Bei äge an den Ve so gungs äge de e minie . Zum ande en bes im m de E olg de im Kollek i zu o ganisie enden Kapi alanlage mi einem eben alls gemeinscha lichen Risikobudge zu einem wesen lichen Teil d ie spä e e Ve so gungsleis ung. Die Kapi alanlage s eh somi s ä ke denn je im Spannungs eld zwischen Rendi e und Risiko. Konk e is eine po en iell höhe e Ziel en e du ch eine chanceno ien ie e Kapi alanlage gegen das Risiko eine nachhal igen Un e deckung und eine dami e bundenen Kü zung de Ziel en e abzuwägen. Um diese Abwägung bes möglich zu e en und die Wah scheinlichkei eine nachhal igen Un e deckung zu minimie en, müssen die Kapi alanlage e izien ges al e und E x em isiken e mieden we den. Im Falle de e olg eichen Ein üh ung de BZ e geben sich zudem Auswi kungen au die Kapi alan lage ü bes ehende Sys eme. Basie end au de En wicklung de bAV-Landscha in dem Ve einig en König eich sei de Ein üh ung on DC-Plänen is anzunehmen, dass auch in Deu schland eine sch i weise Schließung de leis ungsga an ie en Sys eme e olg . Das da aus esul ie ende, aus bleibende Neugeschä bei den bes ehenden Sys emen is im Rahmen de Kapi alanlage du ch eine Ve schiebung des Fokus on Rendi e und Deckungsg ad hin zu de n benö ig en Cash lows zu Bedeckung de Ren enzahlung zu adjus ie en. Au dem 13. FaRis & DAV Symposium e e ie en Al e s e so gungs - und Kapi alma k expe en zu de Aus ich ung und Implemen ie ung de Kapi alanlage ü die Ziel en e. Abs ac The Be iebs en ens ä kungsgese z ep esen s an amendmen o co po a e pension schemes in Ge many. The new legisla ion o e s o he i s he oppo uni y o de ined con ibu ion schemes on a con ac ual basis. In his se ing, employee’s ann ui ies du ing he bene i phase depend p ima ily on wo ac o s. Fi s , he mone a y con ibu ions du ing he acc ual phase o a newly o ganized collec i e. Second, he success o he collec i ely o ganized asse and isk managemen du ing he acc ual and he bene i phase. Pension in es men s a e mo e han e e o n be ween isk and e u n. Highe annui ies in he bene i phase equi e an oppo uni y -o ien ed asse alloca ion. This comes a he isk o a pe sis en sho all in co e and a subsequen educ ion o annui ies. To balance he a o emen io ned ade-o , capi al in es men s need o be e icien and ha e o a oid ail isks. A widesp ead accep ance and implemen a ion o he new de ined con ibu ion schemes is likely o a ec he managemen o pension in es men s o de ined bene i schemes i n Ge many. Following he changes o he pension scheme landscape in he UK a e he in oduc ion o de ined con ibu ion plans, he exis ing de ined bene i schemes in Ge many a e also l ikely o exhibi a g adual closing. The esul ing lack o new en an s o he exis ing de ined bene i plans equi es a shi in he asse managemen objec i e away om e u n and su plus o cash low ma ching. Pension and in es men expe s deba ed on he 13 h FaRis & DAV Symposium he design and he implemen a ion o ass e alloca ion s a egies o de ined con ibu ion schemes in Ge many. Schlagwö e Cash low -Ma ching, Fak o in es men s, Kapi alanlage, Risikos eue ung, Ziel en e - 0 - Inhal 1. Rahmenbedingungen ü die Kapi alanlage im BRSG ................................................................. - 1 - 2. Kapi alanlage im Rahmen des BRSG - Siche hei ohne Ga an ie? .............................................. - 4 - 3. Neue Ideen ü die Implemen ie ung de Ak ienquo e .............................................................. - 6 - 4. Wandel de Kapi alanlage bes ehende Sys eme du ch die Ziel en e ........................................ - 9 - - 1 - 1. Rahmenbedingungen ü die Kapi alanlage im BRSG Zusammen assung des Vo ags on P o . D . Felix Miebs (TH Köln) om 8. Dezembe 2017 Felix Miebs (TH Köln) Die eine Bei agszusage ( BZ) und die dami einhe gehende En lassung des A bei gebe s aus de bis- he igen Subsidiä ha ung e ö ne neue F eihei sg ade in de Kapi alanlage. Die No wendigkei , die Kapi alanlagealloka ion konse a i im Hinblick au einzuhal ende Ga an ien auszu ich en, um e waige Ve p lich ungen aus de Eins andsp lich des A bei gebe s zu beg enzen, en äll . Die gewonnenen F eihei sg ade bei de Kapi alanlage ü die BZ soll en dazu genu z we den, chanceno ien ie zu in- es ie en und somi eine möglichs a ak i e Ve so gungsleis ung zu e wi scha en. In diesem Sinne soll die Kapi alanlage ei e olgen. Gese zlich wi d diese Gedanke du ch die Kapi alanlage o sch i en ü die Ziel en e lankie , die sich an jenen ü Pensions onds o ien ie en. Die chanceno ien ie e Kapi alanlage wi d jedoch du ch ein endenziell höhe es Kapi alanlage isiko e kau we den müssen. Dieses Risiko soll ü den indi iduellen Ve so gungsanwä e bzw. -emp änge du ch die Bildung on Kollek i en gemilde we den. Die Kollek i bildung is in de Anwa scha sphase op ional, in de Ve so gungsphase obliga o isch im BRSG e anke . Somi e geben sich in de Anwa - scha sphase die Möglichkei en eines indi iduellen und eines kollek i en Au baus des Ve so gungska- pi als. Bei einem indi iduellen Au bau des Ve so gungskapi als sind alle Ve so gungskapi alien den Anwä - e n einzeln zuzuo dnen, ein kollek i e Risikoaus ausch e olg in diese Va ian e somi nich . Im Ge- gensa z dazu exis ie bei dem kollek i en Au bau neben den indi iduellen Ve so gungskapi alien ein kollek i es Kapi al, das den Anwä e n insgesam zugeo dne is . Dieses kollek i e Kapi al soll dazu dienen, kapi alma k beding e Schwankungen de indi iduellen Ve so gungskapi alien auszugleichen und somi zu eine Ve s e igung des Ve so gungskapi alau baus üh en. Au Basis des obliga o isch zu bildenden Kollek i s de Ve so gungsemp änge e gib sich de Kapi al- deckungsg ad. Diese bemiss die Bedeckung des Ba we s de Leis ungen de Teilnehme des Kollek- i s. De Kapi aldeckungsg ad s ell die zen ale G öße ü das Kollek i de Ve so gungsemp änge da , da in Abhängigkei des Kapi aldeckungsg ades Adjus ie ungen de Ve so gungsleis ungen ü die Teilnehme des Kollek i s zu e olgen haben. Konk e sieh das BRSG o , dass die Ziel en e bei eine Übe - bzw. Un e sch ei ung des Kapi aldeckungsg ads on 125% bzw. 100% obliga o isch nach oben bzw. un en anzupassen is . De Kapi aldeckungsg ad is jedoch nich nu ü das Kollek i de Ve so gungsemp änge , sonde n insbesonde e auch ü das Managemen de Kapi alanlagen on Bedeu ung. In dem Kapi aldeckungs- g ad spiegel sich de im Rahmen des Kapi alanlagemanagemen s o zunehmende T ade-o zwischen Rendi e und Risiko wiede . Aus Rendi epe spek i e is eine S eige ung des Kapi aldeckungsg ads wün- schenswe , da so den Ve so gungsemp änge n eine höhe e Leis ung gewäh we den kann. Aus Risi- kope spek i e is die Un e sch ei ung de gese zlichen Un e g enze des Kapi aldeckungsg ads und so- mi eine Absenkung de Ziel en e möglichs zu e meiden. - 2 - De Kapi aldeckungsg ad wi d im Wesen lichen du ch d ei G ößen de e minie . E s ens beein luss die Biome ie des Kollek i s den Kapi aldeckungsg ad. So üh beispielsweise eine Anhebung de zu e wa enden Lebensdaue ce e is pa ibus zu eine S eige ung des Ba we s de Ve so gungsleis ungen und somi zu eine Absenkung des Kapi aldeckungsg ads. Zwei ens üh en Anpassungen des Rechnungszinssa zes zu Ände ungen des Kapi aldeckungsg ads. So üh beispielsweise eine E höhung des Rechnungszinssa zes ce e is pa ibus zu eine s ä ke en Diskon- ie ung zukün ige Ve p lich ungen und somi zu eine E höhung des Kapi aldeckungsg ads. D i ens üh en Abweichungen de ealisie en E äge on den im Rechnungszinssa z un e s ell en E ägen zu Ände ungen im Kapi aldeckungsg ad. Die zule z genann en Abweichungen spiegeln sich du ch die gese zlich o gesch iebene Zei we bilanzie ung de Kapi alanlagen ohne wesen lichen zei - lichen Abs and in dem Kapi aldeckungsg ad bzw. den indi iduellen Ve so gungskapi alien wide . Dies bedeu e , dass die Höhe de Ve so gungsleis ungen Kapi alma k schwankung ausgese z sind. Zu Be- g enzung diese Auswi kung au die indi iduellen Ve so gungskapi alien sowie die Ve so gungsleis un- gen wi d im BRSG jedoch die Ein ich ung on Kapi alpu e n e möglich . Als Kapi alpu e s ehen Ve so gungsanwä e n, so e n einge ich e , sogenann e Siche ungs- und Glä - ungspu e zu Ve ügung. Übe die Ein ich ung des Siche ungspu e s en schieden die Sozialpa ne im Rahmen de Ta i e handlung, wobei die Mi el ü die Do ie ung des Pu e s on A bei gebe sei e beizus eue n sind. Diese on den A bei gebe n zu leis enden Siche ungsbei äge sind dabei als Gegen- leis ung ü die En ha ung aus de bishe igen Subsidiä ha ung zu in e p e ie en. Die Mi el des Siche- ungspu e s s ehen demgegenübe nich nu den Ve so gungsanwä e n, sonde n auch den Ve so - gungsemp änge n zu Ve ügung. Die Au eilung de Mi el zwischen beiden Pa eien is dabei nich om Gese zgebe es geleg und soll im Rahmen de Ausges al ung de Ziel en e es geleg we den. Die Ein ich ung des Glä ungspu e s häng da on ab, ob ein kollek i es Spa modell in de Anwa - scha sphase o gesehen is . In einem solchen Kollek i wü den dann posi i e Kapi ale äge übe ei- nem zu de inie enden Schwellenwe nich olls ändig den einzelnen Anwä e n, sonde n zumindes eilweise dem Glä ungspu e zuge üh we den. Die da aus esul ie enden, den Ve so gungsanwä - e n zu Ve ügung s ehenden Mi el des Pu e s soll en in Ma k phasen mi nega i en Kapi alzuwäch- sen dazu dienen, Ve lus e auszugleichen und somi den Au bau des Ve so gungskapi als zu e s e i- gen. Fü das Kollek i de Ve so gungsemp änge s ehen neben dem be ei s e wähn en Siche ungspu e keine wei e en explizi en, also mi Kapi al hin e leg en Pu e zu Ve ügung. Fü das Kollek i sind im BRSG jedoch zwei implizi e Pu e ungsmöglichkei en o gesehen, die da au abzielen, eine Glä ung de Ve so gungsleis ung zu bewi ken. Die Maßnahmen bes ehen dabei zum einen in de einge äum en Bandb ei e on 100% bis 125%, inne halb de e de Kapi aldeckungsg ad a iie en da , ohne dass es zu Anpassungen de Ve so gungsleis ung komm . Zum ande en da de ohnehin o sich ig zu wäh- lende Rechnungszins o sich ige gewähl we den, so dass die E eichung des Rechnungszinses du ch die Kapi alanlage ein ache bzw. wah scheinliche wi d. - 3 - Die komplexen Möglichkei en zu Bildung on Kapi alpu e n s ellen einen wesen lichen Ges al ungs- spiel aum de Sozialpa ne im Rahmen de einen Bei agszusage da . Die genaue Ausges al ung die- se Pu e wi d dabei einen wesen lichen Ein luss au die Aus ich ung de Kapi alanlage haben und somi de e minie en, wie seh die F eihei sg ade bei de Anlagealloka ion genu z we den können. - 4 - 2. Kapi alanlage im Rahmen des BRSG - Siche hei ohne Ga an ie? Zusammen assung des Vo ags on D . Sand a Gü h (HSBC) om 8. Dezembe 2017 Felix Miebs (TH Köln) Die Kapi alanlage ü die Ziel en e muss a ak i e Ve so gungsleis ungen e wi scha en und zugleich eine g öß mögliche Planungssiche hei de Leis ungen e möglichen. Die Planungssiche hei de Ve - so gungsleis ungen is du ch ein passgenaues s a egisches Alloka ionsmanagemen und Risikos eue- ungsmodule zu e eichen. Bei de Aus ich ung des Alloka ionsmanagemen s sowie de Risikos eue- ungsmodule gil es, dezidie e En scheidungen hinsich lich de d ei olgenden Dimensionen zu e - en: Anlagezei ho izon , Rendi e und Risiko. Im Hinblick au den Anlagezei ho izon emp iehl sich sowohl eine ku z- als auch eine lang is ige Be- ach ungsweise. Fü die Be ach ung de ku zen F is sp echen die möglichen Auswi kungen ku z is- ige Kapi alma k schwankungen au die Deckungs ücks ellungen. Die lang is ige Pe spek i e is hin- gegen ü die s a egische Aus ich ung de Alloka ion en scheidend. Die Schä zungen e wa e e Ren- di en und Risiken, die ü die Bes immung s a egische Anlagealloka ionen no wendig sind, sind übe einen lang is igen Zei aum e gleichsweise p äzise möglich. Im Gegensa z zu ku z is igen Rendi e- Risiko-Pa ame e n sind lang is ige Schä zungen wei aus wenige on Zu ällen gep äg und können o mals modellges ü z geschä z we den. Die Rendi ean o de ung ü die Anlagealloka ion e gib sich aus de Zielse zung, a ak i e Leis ungen in de einen Bei agszusage zu e wi scha en. Dies gil insbesonde e im Hinblick au die Leis ungen bes ehende Du ch üh ungswege: De Ve zich de Ve so gungsanwä e und -emp änge au Ga an- ien muss du ch eine en sp echend a ak i e e Ve so gungsleis ung kompensie we den. Konk e gil es du ch die Kapi alanlage eine Ve zinsung nach Kos en obe halb de de zei igen Ga an ien de e ab- lie en Zusagea en zu e wi scha en. Eine zu den genann en G ößen passende B u o e zinsung be- weg sich im ak uellen Kapi alma k um eld in de G ößeno dnung on und 3,5%. Aus diese Zielg öße und un e Be ücksich igung lang is ige Rendi e-Risiko-Annahmen e gib sich im Rahmen adi ionel- le Anlageklassen eine Ak ienquo e zwischen 30% und 45%. Die mi diese Ak ienquo e einhe gehende Vola ili ä beda somi auch bei einem lang is igen Anlagezei ho izon einem so g äl igen Risikoma- nagemen . Die Be ach ung des Risikomanagemen s ha in Anlehnung an den Anlagezei ho izon sowohl ku z als auch lang is ige Pe spek i en zu be ücksich igen. In de ku zen F is is siche zus ellen, dass eine Au - zeh ung de Pu e ü das Kollek i de Ve so gungsemp änge und somi eine He abse zung de Ve - so gungsleis ung e mieden wi d. Im Hinblick au die lang is ige Pe spek i e muss eine un e planmä- ßige En wicklung des Ve so gungskapi als in de Anwa scha sphase e hinde we den. Zu Beg en- zung de Risiken s ehen dabei d ei e schiedene Ins umen e zu Ve ügung. E s ens ex-an e-Maßnah- men, die isikobeha e e Posi ionen o dem Ein i on Ve lus en eduzie en. Diese Maßnahmen be- dü en jedoch disk e ionä e En scheidungen sowie eine Kenn nis da übe , ob und wann Ve lus e au - e en. Au g und de zumindes eingesch änk en Validi ä diese Vo ausse zungen sind diese Maßnah- men nu als eingesch änk p ak ikabel anzusehen. - 5 - Zwei ens bie en De i a e, insbesonde e Pu -Op ionen, die Möglichkei , Ve lus e abzusiche n. Die Ab- siche ung eines anlageklassenübe g ei enden Po olios e o de dabei sowohl die Absiche ung de Risiken inne halb de einzelnen Anlageklassen als auch die Absiche ung de Abhängigkei en zwischen den einzelnen Anlageklassen übe Op ionen. Die Absiche ung de le z genann en Risiken is dabei übe bö sengelis e e Op ionen nich möglich, so dass auch diese Absiche ungs a ian e als nu einge- sch änk p ak ikabel anzusehen is . D i ens bie en sich sogenann e S opp-Loss-T ansak ionen zum Risikomanagemen an. Hie bei e olg ein anlassbezogene Abbau on Risikoposi ionen. S opp-Loss-T ansak ionen beg enzen somi be ei s au ge e ene Ve lus e du ch den Abbau isikobeha e e Posi ionen. De Abbau de Posi ionen kann dabei zum einen physisch, also übe den di ek en Ve kau de isikobeha e en Posi ion e olgen. Zum ande en kann bei de Ve ügba kei linea e de i a i e Ins umen e ein syn he ische Abbau de Po- si ionen e olgen. Hie bei wi d das Risiko eine Posi ion übe en sp echende Gegenposi ionen in Fu- u es-Kon ak en eduzie . In de langen F is gil es eine Ve ehlung de B u o e zinsung du ch die Kapi alanlage zu e meiden. Dieses Risiko is jedoch im Rahmen de Kapi alanlage nich s eue ba , so dass hie aus esul ie ende Ren enabsenkungen du ch Kapi alanlages a egien nich e meidba sind. An diese S elle wi d somi de Un e schied zwischen Siche hei und Ga an ie o ensich lich: Bei den bishe igen Zusagea en is du ch die abgegebene Ga an ie keine Absenkung de Ve so gungsleis ung möglich. Im Gegensa z hie zu is bei de BZ eine Absenkung de Ve so gungsleis ung möglich, auch wenn die Aus ich ung de Rahmenbedingungen de BZ da au abzielen we den, dies unlichs zu e hinde n. Eine Ga an ie be- s eh hie ü jedoch nich . Die Wah scheinlichkei ü die Ma e ialisie ung des Risikos wi d dabei zen - al on de Do ie ung und Ausges al ung de Pu e mechanismen abhängen, die on den Sozialpa - ne n o zunehmen is . Neben de Be ücksich igung on Anlageho izon , Rendi e und Risiko ü die Aus ich ung de Alloka ion sind im Rahmen de Kapi alanlage ü die BZ zudem zwei wei e e Aspek e zu be ücksich igen. Zum einen wi d die Kapi alanlages a egie da on abhängen, ob Anlage- und Risikos eue ung ü Ve so - gungsanwä e und -emp änge gemeinscha lich e olgen soll. Hie bei is die mögliche weise un e - schiedliche Pu e auss a ung de beiden G uppen zu be ücksich igen, die eine un e schiedlichen Aus- s a ung mi Risikokapi al und somi eine un e schiedlichen Risiko ag ähigkei gleichkomm . Zum an- de en gil es im Hinblick au die S a phase de Ziel en e, besonde e Risiken zu be ücksich igen. Fü Ve so gungsanwä e bes ehen in de S a phase auße dem Siche ungspu e keine Kapi al ese en, so dass das Ve so gungskapi al e gleichsweise ungeschü z Kapi alma k schwankungen ausgese z is . Fü Ve so gungsemp änge bes eh somi in de An angsphase eine nu eingesch änk e Möglich- kei des Risikoausgleichs, da das Kollek i aus e gleichsweise wenigen Teilnehme n bes ehen wi d. Die Bes immung eine s a egischen Anlagealloka ion, die den zu o genann en An o de ungen und Spezi ika de BZ ge ech wi d, s ell somi eine ansp uchs olle Au gabe da . Wesen liche Ges al ungs- spiel äume ü die Rahmenbedingungen de Kapi alanlage sind on Sei en des Gese zgebe s nich kon- k e isie . Vielmeh wi d den Sozialpa ne n hie ein Ges al ungsspiel aum übe lassen, anhand dessen diese die Aus ich ung de Kapi alanlage maßgeblich beein lussen können. - 6 - 3. Neue Ideen ü die Implemen ie ung de Ak ienquo e Zusammen assung des Vo ags on Roge Be gande (Ban leon AG) om 8. Dezembe 2017 Felix Miebs (TH Köln) Im Rahmen de s a egischen Anlagealloka ion we den In es i ionsquo en ü die zu allokie enden An- lageklassen es geleg . Die Implemen ie ung diese Quo en e olg im Ak ienbe eich adi ionell au Basis eine egionalen S euung des In es men s. Hie du ch soll das mi einem Ak ienin es men ein- he gehende Risiko ges eu , also di e si izie we den. Empi isch zeig sich jedoch, dass die Di e si i- ka ionse ek e de egionalen Au eilung nich pe sis en sind. Insbesonde e im Rahmen de Finanz- k ise im Jah 2008 zeig e sich, dass in einem globalen Abwä ss udel de Mä k e die egionale S eu- ung on Ak ienin es men s eine e gleichsweise ge inge Di e si ika ion e möglich e. Somi e ehl e die egionale Au eilung die E zielung de anges eb en Di e si ika ion genau dann ih Ziel, als sie am meis en geb auch wu de. Au g und des Gleichlau s de in e na ionalen Ak ienmä k e wäh end de Finanzk ise ück en im Nach- gang zu K ise al e na i e Möglichkei en zu Di e si ika ion des Ak ien isikos in den Fokus on In es o- en. Als eine de e s en g oßen in e na ionalen In es o en en schied sich de S aa liche Pensions onds des König eichs No wegen nach eine Au a bei ung de eigenen Pe o mance in de Finanzk ise soge- nann e Ak ienma k -Fak o en o an in Alloka ionsen scheidungen explizi zu be ücksich igen. Das hie du ch geschü e In e esse an Fak o in es men s wu de du ch die Ve leihung des Al ed-Nobel-Ge- däch nisp eises ü Wi scha swissenscha en im Jah 2013 an Eugene F ancis Fama nochmals ges ei- ge . Fama e g ünde e in di e sen A bei en die G undlagen sogenann e Fak o in es men s. Ak ienma k -Fak o en sind Ein luss ak o en, die sowohl die Rendi e als auch das Risiko eine G uppe on Ak ien beein lussen. Ökonomisch gesehen bie en Fak o en somi eine P ämie ü die Übe nahme des sogenann en Fak o isikos. Fak o in es men s zielen du ch die In es i ion in Einzel i el da au ab, ak o spezi isches Risiko zu übe nehmen und im Gegenzug eine adäqua e Risikop ämie zu ma e iali- sie en. Die Selek ion de Einzel i el e olg dabei anhand o de inie e Me iken, die das ele an e Me kmal des Fak o s ep äsen ie en. Die Umse zung on Fak o in es men s e olg au Basis de de i- nie en Me iken egelbasie und ziel au die E wi scha ung eine ak i en Rendi e im Ve gleich zu Benchma k ab. Dami s ehen Fak o in es men s zwischen ak i en S a egien, die im Wesen lichen du ch disk e ionä e En scheidungen ge ieben we den, und passi en S a egien, die au die Replika- ion eine Benchma k abzielen wü den. Die empi ische Kapi alma k o schung ha zahl eiche Ak ien-Fak o en iden i izie , wobei sich sechs diese Fak o en besonde s e ablie haben. Die sechs Fak o en we den als Value-, Size-, Momen um-, Yield-, Quali y- und Vola ili y-Fak o en bezeichne . De Value-Fak o ziel da au ab, Ak ien zu iden i i- zie en, die un e ih em ai en We handeln. Im Allgemeinen i dies au Ak ien zu, die eine e höh e Konjunk u abhängigkei , wenig Wachs umspe spek i e und somi ein höhe es Risiko au weisen. Aus diesen Cha ak e is ika olg , dass de Value-Fak o p ozyklisch is und somi in wi scha lichen Au - schwungsphasen posi i e Risikop ämien e wi scha e . 6/2016 Heep-Al ine , Rohl s, Dağoğlu, Pulido, Ven e : Be ich sp lich en und P ozessan o de ungen nach Sol ency II 5/2016 Goecke: Collec i e De ined Con ibu ion Plans - Back es ing based on Ge man capi al ma ke da a 1955 - 2015 4/2016 Knobloch: Bewe e e inhomogene Ma ko -Ke en - Spezielle un e jäh liche und zei s e ige Modelle 3/2016 Völle (H sg.): Sozialisie du ch Google, Apple, Amazon, Facebook und Co. – Kundene wa ungen und –e ah ungen in de Asseku anz. P oceedings zum 20. Kölne Ve siche ungssymposium am 5. No embe 2015 in Köln 2/2016 Ma e ne (H sg.): Jah esbe ich 2015 des Fo schungsschwe punk s Rück e siche ung 1/2016 Ins i u ü Ve siche ungswesen: Fo schungsbe ich ü das Jah 2015 2015 11/2015 Goecke (H sg.): Kapi alanlage isiken: Economic Scena io Gene a o und Liquidi ä smanagemen . P oceedings zum 8. FaRis & DAV Symposium am 12. Juni 2015 in Köln 10/2015 Heep-Al ine , Rohl s: S anda d o mel und wei e e Anwendungen am Beispiel des du chgängigen Da enmodells de „IVW P i a AG“ – Teil 2 9/2015 Goecke: Asse Liabili y Managemen in einem selbs inanzie enden Pensions onds 8/2015 S obel (H sg.): Managemen des Langlebigkei s isikos. P oceedings zum 7. FaRis & DAV Symposium am 5.12.2014 in Köln 7/2015 Völle , Wunde : En e p ise 2.0: Konzep ion eines Wikis im Sinne des p ozesso ien ie en Wissensmanagemen s 6/2015 Heep-Al ine , Rohl s: S anda d o mel und wei e e Anwendungen am Beispiel des du chgängigen Da enmodells de „IVW P i a AG‘‘ 5/2015 Knobloch: Momen e und cha ak e is ische Funk ion des Ba we s eine bewe e en inhomogenen Ma ko -Ke e. Anwendung bei isikobeha e en Zahlungss ömen 4/2015 Heep-Al ine , Rohl s, Beie : E neue ba e Ene gien und ALM eines Ve siche ungsun e nehmens 3/2015 Dolgo : Calib a ion o Hes on's s ochas ic ola ili y model o an empi ical densi y using a gene ic algo i hm 2/2015 Heep-Al ine , Be g: Mik oökonomisches P oduk ionsmodell ü Ve siche ungen 1/2015 Ins i u ü Ve siche ungswesen: Fo schungsbe ich ü das Jah 2014 2014 10/2014 Mülle -Pe e s, Völle (beide H sg.): Inno a ion in de Ve siche ungswi scha 9/2014 Knobloch: Zahlungss öme mi zinsunabhängigem Ba we 8/2014 Heep-Al ine , Münchow, Scuzza ello: Ausgleichs echnungen mi Gauß Ma kow Modellen am Beispiel eines ik i en S o nobes andes 7/2014 G undhö e , Rö ge , Sche e : Wozu noch Papie ? Eins ellungen on S udie enden zu E-Books 6/2014 Heep-Al ine , Be g (beide H sg.): Ka as ophenmodellie ung - Na u ka as ophen, Man Made Risiken, Epidemien und meh . P oceedings zum 6. FaRis & DAV Symposium am 13.06.2014 in Köln 5/2014 Goecke (H sg.): Modell und Wi klichkei . P oceedings zum 5. FaRis & DAV Symposium am 6. Dezembe 2013 in Köln 4/2014 Heep-Al ine , Hoos, K ah o s : Fai Value Bewe ung on zedie en Rese en 3/2014 Heep-Al ine , Hoos: Ve ein ach e Na Ca Modellie ungsansa z zu Rück e siche ungsop imie ung 2/2014 Zimme mann: F auen im Ve siche ungs e ieb. Was sagen die P i a kunden dazu? 1/2014 Ins i u ü Ve siche ungswesen: Fo schungsbe ich ü das Jah 2013 2013 11/2013 Heep-Al ine : Ve lus abso bie ung du ch la en e S eue n nach Sol ency II in de Schaden e siche ung, N . 11/2013 10/2013 Mülle -Pe e s: Kunden e hal en im Umb uch? Neue In o ma ions- und Abschlusswege in de K z- Ve siche ung, N . 10/2013 9/2013 Knobloch: Risikomanagemen in de be ieblichen Al e s e so gung. P oceedings zum 4. FaRis & DAV-Symposium am 14. Juni 2013 8/2013 S obel (H sg.): Rechnungsg undlagen und P ämien in de Pe sonen- und Schaden e siche ung - Ak uelle Ansä ze, Möglichkei en und G enzen. P oceedings zum 3. FaRis & DAV Symposium am 7. Dezembe 2012 7/2013 Goecke: Spa p ozesse mi kollek i em Risikoausgleich - Back es ing 6/2013 Knobloch: Kons uk ion eine un e jäh lichen Ma ko -Ke e aus eine jäh lichen Ma ko -Ke e 5/2013 Heep-Al ine e al. (H sg.): Value-Based-Managemen in Non-Li e Insu ance 4/2013 Heep-Al ine : Ve ein ach es Fo melwe k ü den MCEV ohne Renewals in de Schaden e siche ung 3/2013 Mülle -Pe e s: De e ne z e Au o ah e – Akzep anz und Akzep anzg enzen on eCall, We ks a e ne zung und Meh we diens en im Au omobilbe eich 2/2013 Maie , Schimikowski (beide H sg.): P oceedings zum 6. Diskussions o um Ve siche ungs ech am 25. Sep embe 2012 an de FH Köln 1/2013 Ins i u ü Ve siche ungswesen (H sg.): Fo schungsbe ich ü das Jah 2012 2012 11/2012 Goecke (H sg.): Al e na i e Zinsga an ien in de Lebens e siche ung. P oceedings zum 2. FaRis & DAV-Symposiums am 1. Juni 2012 10/2012 Kla , Schiegl: Quan i a i e Risikoanalyse und -bewe ung echnische Sys eme am Beispiel eines medizinischen Ge ä es 9/2012 Mülle -Pe e s: Ve gleichspo ale und Ve b auche wünsche 8/2012 Füllg a , Völle : Social Media Rei eg admodell ü die deu sche Ve siche ungswi scha 7/2012 Völle : Die Social Media Ma ix - O ien ie ung ü die Ve siche ungsb anche 6/2012 Knobloch: Bewe ung on isikobeha e en Zahlungss ömen mi hil e on Ma ko -Ke en bei un e jäh liche Zahlweise 5/2012 Goecke: Spa p ozesse mi kollek i em Risikoausgleich - Simula ions echnungen 4/2012 Gün he (H sg.): P i a e sus S aa - Schuss ah zu Zwangs e siche ung? Tagungsband zum 16. Kölne Ve siche ungssymposium am 16. Ok obe 2011 3/2012 Heep-Al ine /K ause: De Embedded Value im Ve gleich zum ökonomischen Kapi al in de Schaden e siche ung 2/2012 Heep-Al ine (H sg.): De MCEV in de Lebens- und Schaden e siche ung - geeigne ü die Un e nehmenss eue ung ode nich ? P oceedings zum 1. FaRis & DAV-Symposium am 02.12.2011 in Köln 1/2012 Ins i u ü Ve siche ungswesen (H sg.): Fo schungsbe ich ü das Jah 2011 2011 5/2011 Reime s-Rawcli e: Eine Da s ellung on Rück e siche ungsp og ammen mi Anwendung au den Komp essionse ek 4/2011 Knobloch: Ein Konzep zu Be echnung on ein achen Ba we en in de be ieblichen Al e s e so gung mi hil e eine Ma ko -Ke e 3/2011 Knobloch: Bewe ung on isikobeha e en Zahlungss ömen mi hil e on Ma ko -Ke en 2/2011 Heep-Al ine : Pe o manceop imie ung des (B u o) Neugeschä s in de Schaden e siche ung 1/2011 Goecke: Spa p ozesse mi kollek i em Risikoausgleich