Fo schung am IVW Köln, 10/2014
Ins i u ü Ve siche ungswesen
Inno a ion in de
Ve siche ungswi scha
Ho s Mülle -Pe e s, Michaele Völle (H sg.)
Fo schung am IVW Köln 10/2014 7/2014
Mülle -Pe e s, Völle (H sg.):
Inno a ion in de Ve siche un
g
swi scha
Zusammen assung
Die o liegende Online-Publika ion ass wesen liche E gebnisse zu dem Thema Inno a ion aus
e schiedenen Ak i i ä en de Kölne Fo schungss elle Ve siche ungsma k zusammen. Neben einem
G undlagenbei ag zu dem Thema Inno a ion in de Ve siche ungsb anche (Teil A) olgen Bei äge aus dem
17. Kölne Ve siche ungssymposium, die eine sei s die Rolle on Rech und Ak ua ia beleuch en (Teil B)
und ande e sei s Inno a ionen inne halb de B anche da s ellen (Teil C). Abschließend we den
exempla isch P ojek e und E gebnisse aus den P ojek a bei en des Bachelo - und Mas e s udiengangs
o ges ell und das inno a i e Leh o ma PAM/PAMA e läu e (Teil D).
Abs ac
T
his pape comp ises esul s on inno a ion as an ou come o se e al ac i i ies o he Resea ch Cen e
Insu ance Ma ke o he Cologne Uni e si y o Applied Sciences. I s a s wi h a basic esea ch a icle on
inno a ion in he insu ance indus y (sec ion A). The ea e , con e ence con ibu ions o he 17 h Cologne
Insu ance Symposium on inno a ion examine he ole o law and ac ua ial se ices on he one hand (sec ion
B) and p esen examples o inno a ion wi hin he insu ance indus y on he o he hand (sec ion C). The inal
sec ion p esen s some examples o he p ojec wo k o he bachelo and mas e cou ses as well as a
desc ip ion o he inno a i e eaching module PAM/PAM (sec ion D).
Schlagwö e :
Business Case Inno a ion, Digi alisie ung, Digi alisie ung in de Ve siche ungswi scha , dis up i e Ve ände ungen,
Fo schungss elle Ve siche ungsma k , Inno a ion, Inno a ion in de Ve siche ungswi scha , Inno a ions ähigkei ,
Inno a ion und Change, T eibe s a Ge iebene
3
Vo wo
Das Thema Inno a ion is eines de zen alen Leh - und Fo schungs hemen de Kölne Fo -
schungss elle Ve siche ungsma k . Ak uelle Ak i i ä en dazu um assen sowohl Kong esse,
Publika ionen als auch Semina e ans al ungen. Beispielha seien genann :
Im He bs 2012 wu de das 17. Kölne Ve siche ungssymposium mi zahl eichen e-
nommie en Redne n aus Hochschule und Ve siche ungswi scha zum Thema In-
no a ion du chge üh .
Die Akzep anz und Umse zung on Inno a ion is eines de wesen lichen Themen
des ak uellen Sammelwe ks unse e Kollegin Gab iele Zimme mann „Change Ma-
nagemen in Ve siche ungsun e nehmen“, das Ende 2014 im Gable Ve lag e -
schein .
In P ojek a bei en, die im Rahmen unse es Bachelo - und Mas e s udiengangs e-
gelmäßig un e Mode a ion de beiden He ausgebe dieses We ks du ch die S udie-
enden des Ins i u s du chge üh we den, we den neben ande en Themen häu ig
Inno a ionen aus de Ve siche ungswi scha en wickel und o en wickel . Die
Themen we den on Un e nehmen anhand konk e e F ages ellungen o gege-
ben. Die E gebnisse inden o unmi elba Eingang in neue P oduk e, P ozesse o-
de Geschä smodelle de Ve siche ungswi scha .
De o liegende Band ass aus den d ei obengenann en Ak i i ä en de Fo schungss elle
wesen liche E gebnisse zum Thema Inno a ion zusammen. Nach einem G undlagenbei-
ag (Teil A) olgen Themen aus dem obengenann en Symposium, die eine sei s die Rolle
on Rech und Ak ua ia beleuch en (Teil B) und ande e sei s Inno a ionen inne halb de
B anche da s ellen (Teil C). Abschließend we den exempla isch P ojek e und E gebnisse
aus den P ojek a bei en des Bachelo - und Mas e s udiengangs o ges ell (Teil D).
P o esso Ho s Mülle -Pe e s P o esso in D . Michaele Völle
4
Inhal
A CHANCE INNOVATION
1. VOM GETRIEBENEN ZUM TREIBER - WIE VIEL NEUERUNG BRAUCHT
DER VERSICHERUNGSMARKT? (Ho s Mülle -Pe e s, Michaele Völle ) 5
B DIE ROLLE VON RECHT UND AKTUARIAT BEI INNOVATIONEN
2. RECHT UND AKTUARIAT - BREMSER ODER IMPULSGEBER
FÜR DEN VERSICHERUNGSMARKT? (Teil 1, Ma ia Heep-Al ine ) 23
3. RECHT UND AKTUARIAT - BREMSER ODER IMPULSGEBER
FÜR DEN VERSICHERUNGSMARKT? (Teil 2, Pe e Schimikowski) 26
4. ZUR ROLLE DES AKTUARIATS IN DER VERSICHERUNGSINNOVATION -
EINE STELLUNGNAHME (De le F ank) 30
C INNOVATION IN DER VERSICHERUNGSWIRTSCHAFT -
BEST PRACTICE UND INNOVATIONSMANAGEMENT
5. KURZBERICHT ZUM 17. KÖLNER VERSICHERUNGSSYMPOSIUM
"INNOVATION IN DER VERSICHERUNGSWIRTSCHAFT"
(Ho s Mülle -Pe e s, Michaele Völle ) 33
6. STRATEGISCHE INNOVATION - DIE KFZ-VERSICHERUNG IM WANDEL
(Klaus-Jü gen Hei mann) 35
7. VERSICHERUNGEN UND INNOVATION (As id S ange) 43
8. MODULARE PRODUKTE IN DER SACHVERSICHERUNG FÜR
PRIVATKUNDEN - KUNDENORIENTERUNG ERLEBBAR MACHEN
(Jens Lison) 50
9. DER IDEENCOSMOS - DER KUNDE ALS ENTWICKLER
(Ma in Schmid -Schön) 51
10. NEUER SERVICE GEWINNT - ERKENNTNISSE AUS DEM SERVICE-
INNOVATIONSPREIS FÜR FINANZDIENSTLEISTER 2012 (Oli e Gaedeke) 60
D INNOVATION - AKTUELLE PROJEKTARBEITEN AM INSTITUT FÜR
VERSICHERUNGSWESEN DER FACHHOCHSCHULE KÖLN
11. SITUATIVE – WHITE-LABELING FÜR (SITUATIVE) VERSICHERUNGEN
(Lenna Wul ) 65
12. MOBILES FACHWISSEN – DIE VERSICHERUNGSLEXIKON-APP DES
IVW KÖLN (Ka s en Ki sch, Ho s Mülle -Pe e s) 71
13. PAM UND PAMA - EIN INNOVATIVES PROJEKTORIENTIERTES
LEHRKONZEPT ZWISCHEN THEORIE UND PRAXIS
(Michaele Völle , Ho s Mülle -Pe e s) 73
ANHANG 79
5
A CHANCE INNOVATION
1. VOM GETRIEBENEN ZUM TREIBER - WIE VIEL NEUERUNG BRAUCHT
DER VERSICHERUNGSMARKT?
P o . Ho s Mülle -Pe e s und P o . D . Michaele Völle , Fo schungss elle Ve siche ungsma k am
IVW Köln
In seinem klassischen We k „Theo ie de wi scha lichen En wicklung“ besch ieb de Öko-
nom Joseph Schumpe e be ei s 1912 Inno a ionen als die eigen liche T ieb ede de wi -
scha lichen En wicklung. Du ch die o lau ende, on Gewinnzielen de Un e nehme ge-
iebene Suche nach Neue ungen en s ehe ein P ozess „schöp e ische Ze s ö ung“, de
die Wi scha unau hö lich on innen e olu ionie e und so zum echnischen und wi -
scha lichen Fo sch i üh e.
Auch hunde Jah e nach Schumpe e gil die Fähigkei zu Inno a ion als ein zen ale
E olgs eibe . Die meis en Manage sehen da in einen wich igen We bewe bs ak o , und
auch s a is ische Auswe ungen zeigen einen deu lichen posi i en Zusammenhang zwi-
schen de Inno a ionsk a und de Umsa zen wicklung on Un e nehmen ( gl. z.B. Feld-
mann e al. 2013, pwc 2013, Wagne , Taylo e al. 2013).
Die Ve siche ungsb anche gil klassische weise nich als Ho de Inno a ions eude. Ände-
ung bedeu e imme auch Risiko, Ve siche n heiß dagegen schü zen und bewah en.
Du chg ei ende Neue ungen sind in de B anche sel en. Eine Meh zahl de P oduk ka ego-
ien gib es sei 50, 100 ode auch 300 Jah en ( gl. Swiss Re 2011), und un e den globalen
Inno a ions üh e n inden sich wede Ve siche e noch ande e Finanzdiens leis e ( gl.
Wagne , Taylo e al. 2013, S. 7). Ma k bewegungen e olgen nich nu im Ve gleich zu
Technologieb anchen, sonde n auch zu Konsumgü e n ode zu ande en Diens leis ungs-
gewe ben meis langsame . Spä es ens sei de Finanzk ise ab 2007 häng dem Beg i „In-
no a ion“ im Finanzsek o zudem ein ehe nega i e Beigeschmack an.
Welche Bedeu ung haben o diesem Hin e g und Inno a ionen ü den E olg einzelne
Ve siche e ? Und wie wich ig is Inno a ionsk a ü die B anche insgesam ? S eh die Ve -
siche ungswi scha angesich s ih e hoch en wickel en Ke nkompe enz in de Risikoiden-
i ika ion, -bewe ung und -übe nahme und de da aus esul ie enden hohen unk ionalen
Bedeu ung ü eine en wickel e Volkswi scha ( gl. z.B. P ognos 2013) als ein „Fels in de
B andung“ übe dem Zwang eine o lau enden E neue ung? Is sie in Ge ah , im Zuge
eines echnologischen ode gesellscha lichen Umb uchs am Ende als „Ze s ö e “ dazu-
s ehen? Ode is sie soga in de Lage, ih e Kompe enzen au wei e e Felde auszudehnen
und so selbs zum „schöp e ischen Ze s ö e “ zu we den?
1.1 A en de Inno a ion: Zwischen E olu ion und Re olu ion
Zue s soll ein Blick da au gewo en we den, was Inno a ion eigen lich is . G undlage is
die Neua igkei , ode genau genommen: Die im jeweiligen Geschä s eld wah genomme-
ne Neua igkei : „An inno a ion is an idea, p ac ice, o objec ha is pe cei ed as new ...“
(Roge s 2005, S. 11). Übliche weise wi d abe eine Neue ung e s dann als Inno a ion be-
6
zeichne , wenn diese auch e olg eich is : E s die Du chse zung am Ma k mach die In en-
ion zu Inno a ion (Schumpe e 1912, 2005).
Zudem is Inno a ion nich gleich Inno a ion. Zu un e scheiden is eine sei s de Gegen-
s and de Neue ung: Diese be i nich nu P oduk e ode einzelne P oduk me kmale (hie :
P oduk e), sonde n ebenso P oduk ionsme hoden beziehungsweise Ände ungen in den
Abläu en des Un e nehmens (P ozesse), die Ein üh ung neue Me hoden in Kundenbe eu-
ung ode Ve ieb (Se ices) ode auch die En wicklung ganzhei lich neue Logiken de
We schöp ung ü Kunde und Un e nehmen (Geschä smodelle).
Gegens and on Inno a ionen
Zudem is nach dem G ad de Neua igkei zu un e scheiden. Ände ungen können „e olu-
ionä “ du ch iele kleine Anpassungen e olgen (ein Beispiel is die o lau ende Fo en -
wicklung des Au omobils), ode abe in g oßen, „ e olu ionä en“ Sp üngen (Beispiele sind
die Ein üh ung des Fließbandes in de P oduk ion ode die Ein üh ung de Sma phones
als neue P oduk ka ego ie). Op ional läss sich auch on sch i weisen e sus ans o mie-
enden Inno a ionen sp echen ( gl. Swiss Re 2011). Robe son (1971, S. 21 ) schlug dage-
gen eine danach häu ig au geg i ene Ein eilung aus Sich des Rezipien en o , also anhand
des G ades, in dem bes ehende Wissens- und Ve hal ensschema a de Ve b auche ange-
pass we den müssen:
Kon inuie liche Inno a ion: Nu ge inge Anpassung bes ehende Wissens- und Ve hal-
ensmus e no wendig.
Dynamisch-kon inuie liche Inno a ion: G öße e Ände ung, abe Rückg i au bekann e
Konsummus e aus ande en Ka ego ien möglich.
Diskon inuie liche Inno a ion: Hohe Anpassung on Wissens- und Ve hal enss uk u en
no wendig.
Im Folgenden sollen die ma k bezogenen Inno a ionen im Vo de g und s ehen – also p i-
mä au die Be eiche „P oduk e“, „Se ice“ sowie in Teilen au „Geschä smodelle“ bezogen,
auch wenn sich iele Aus üh ungen siche lich ebenso au o ganisa ionale Inno a ionen
beziehen lassen.
P oduk e P ozesse Se ices
Geschä smodelle
7
1.2 Mo i e de Inno a ion
Die g undlegende un e nehme ische Mo i a ion ü die Ein üh ung on Neue ungen wu -
de be ei s angesp ochen. Im Vo de g und s eh die E eichung on Gewinnzielen du ch
die Scha ung on neuen ode den Ausbau ode die Ve eidigung on bes ehenden We -
bewe bs o eilen.
Da aus wi d deu lich, dass Inno a ion sowohl ak i als auch eak i ausge ich e sein kann:
Un e nehmen en wickeln sich o , um einen Vo sp ung gegenübe dem We bewe b zu
e langen. Ode sie en wickeln sich, um so au einge e ene Ände ungen im Um eld zu ea-
gie en. Im e s en Fall sind sie selbs T eibe , im zwei en ehe Ge iebene de „schöp e i-
schen Ze s ö ung“.
T eibe heiß dabei, ak i nach neuen Chancen zu suchen: Nach neuen Ideen, nach den
Einsa zmöglichkei en neue Techniken, nach Ände ungen im Kunden e hal en, in den
ech lichen Rahmenbedingungen ode in gesellscha lichen T ends.
Ge ieben heiß dagegen, e s au die No wendigkei du ch geände e Rahmenbedin-
gungen zu eagie en. Auch hie können de ech liche Rahmen ode geände es Kun-
den e hal en, abe auch demog aphische En wicklungen ode Maßnahmen des We -
bewe bs Auslöse sein.
1.3 Inno a ion in de Ve siche ungswi scha
Wie is de S a us Quo in de Ve siche ungswi scha ? Wie be ei s e wähn , wi d die B an-
che ehe mi Bes ändigkei als mi Inno a ionen assoziie . Typische Äuße ungen aus de
B anche, wenn es um die En wicklung und Ein üh ung neue P oduk e geh , sind: „Bei uns
sind die P oduk -En wickle eigen lich P oduk -Ve hinde e “, „Wi schauen, was die Allianz
mach , und übe legen dann, ob wi das auch machen“, „Die Kunden wollen das nich “ ode
„De Ve ieb blockie “. Diese Ech zi a e aus Gesp ächen de Au o en mi Manage n in
Ve siche ungsun e nehmen deu en be ei s eine Vielzahl on un e nehmensin e nen und
ma k beding en Ba ie en ü Inno a ionen im Ve siche ungsbe eich an. Dazu kommen
ech liche und kalkula o ische G enzen und die Lang is igkei des Geschä smodells und
de dami einzugehenden Risiken.
Dennoch bescheinig eine sys ema ische S udie de Swiss Re ü den Non-Li e-Be eich den
deu schen Ve siche ungsun e nehmen, inno a i e als ih Ru zu sein, und da in ande en
B anchen nich g undsä zlich nachzus ehen ( gl. Swiss Re 2011, S. 11 ). Dabei konzen ie-
en sich die in de S udie iden i izie en Inno a ionen (es wu den ausschließlich P oduk-
inno a ionen un e such ) alle dings wei gehend au nu d ei Felde :
1. Anpassung bei den Ve siche ungsbedingungen: Hie bei geh es um die lau ende Anpas-
sung on Deckungsum ang und Ve siche ungsbedingungen. Viel ach handel es sich
auch um – om Kundenbeda ge iebene – maßgeschneide e „Deal-by-Deal-
Anpassungen“ in bes ehenden Kundenbeziehungen.
2. Bündelung / En bündelung on Risikodeckungen: Die Zusammen assung on bes ehen-
den P oduk en zu Bündeln ode die Au spli ung bes ehende Bündel zu „Baukas en-
8
P oduk en“ is o allem im P i a - und Kleingewe begeschä s eine häu ige Maßnah-
me in de P oduk poli ik.
3. Policen au de G undlage on pa ame ischen T igge n: Dabei we den Auszahlungen
en gegen dem klassischen Ve siche ungsp inzip nich als E sa z ü einen einge e e-
nen inanziellen Schaden, sonde n pauschal nach Ein i eines o de inie en E eignis-
ses ausgezahl .
Zudem besch änk en sich die in de S udie e ass en Inno a ionen ganz übe wiegend au
kleine, e olu ionä e Sch i e. In ielen de genann en Fälle ließe sich soga k i isch hin e -
agen, ob alleine „Maßschneide n“, „Bündeln“ ode „En bündeln“ a sächlich schon aus ei-
chend Neuigkei sg ad au weisen, um als ech e Inno a ion zu gel en. Ode sp ich ein Au-
ohe s elle , de eine Anhänge kupplung anbie e („Maßschneide n“), ein Sonde modell
mi Lede si zen und passendem Ko e se auslie e („Bündeln“) ode die zu o se ienmä-
ßige Klimaanlage zum Sonde zubehö mach („En bündeln“) hie schon on eine P oduk -
Inno a ion?
G öße e, „ e olu ionie ende“ ode in de Ka ego ie de S udie als „ ans o mie end“ be-
zeichne e Inno a ionen bleiben dagegen – ungeach e eine Reihe posi i e Ausnahmen –
wei gehend aus (Swiss Re 2011, S. 4, zu den Ausnahmen siehe S. 11). Zudem sind de g öß-
e Teil de au gezeig en Inno a ionen – in unse em obigen Sinne – ehe ge ieben: als Re-
ak ion au ech liche Ände ungen, konk e e Kundenwünsche ode Maßnahmen des We -
bewe bs, abe wenige aus de ak i en Suche nach neuen Chancen im Ma k esul ie end.
Posi i e Ausnahmen eine ak i en En wicklung on Inno a ionen inden sich besonde s
do , wo neue Risiken en s ehen ode wo al e Risiken du ch neue Me hoden einschä zba
und dami auch e siche ba we den – also eng an de adi ionellen Ke nkompe enz de
B anche.
So lis en sowohl die S udie de Swiss Re aus dem Jah 2011 als auch die S udie de P ognos
aus dem Jah 2013 eine Reihe on Beispielen au , in denen neu hinzugekommene ode in
ih e Bedeu ung deu lich gewachsene Risiken e siche ba we den. Dies sind z. B. Risiken
du ch Da enmissb auch, du ch e ne z e Lie e ke en, in de Raum ah , du ch e neue ba-
e Ene giequellen ode du ch Repu a ions e lus e (Swiss Re 2011, S. 11, P ognos 2013, S.
83 ). Ein ak uelles Beispiel eine Inno a ion, die schon „al e“, abe bishe nich e siche -
ba e Risiken au Basis neue So wa elösungen kalkulie ba und dami auch e siche ba
mach , is eine jüngs du ch die Munich Re angekündig e Absiche ung on Baup eiss eige-
ungen (Munich Re, RIB 2014).
Diesen genann en Inno a ionen is gemeinsam, dass sie eine sei s de B anche neue Mä k-
e e schließen, ande e sei s abe zum olkswi scha lichen Nu zen des Ve siche ns bei a-
gen. Du ch die Möglichkei des Risiko ans e s we den In es i ionen in den genann en
Felde ge ö de ode iel ach e s e möglich – ein wesen liche Bei ag zu wi scha li-
chen En wicklung ( gl. z.B. P ognos 2013, S. 64 , Swiss Re 2011, S. 9). Alle dings sind auch
hie G enzen gese z , da nach wie o nich alle Risiken a sächlich einschä zba sind ( gl.
z.B. F omme 2012, P ognos 2013, S. 67 und 87 , Much u.a. 2010). T igge -basie e ode
auch All-Risk-Policen mi eng beg enz em Ha ungsum ang könn en abe beispielsweise
ein Weg sein, einen zumindes pa iellen Risiko ans e auch ü solche „Known Unknowns“
9
(bekann e Risiken mi unbekann e Wah scheinlichkei ) und „Unknown Unknowns“ (bishe
unbekann e Risiken) da zus ellen.
Einige wei e e g undlegende Inno a ionen beziehen sich nich au neue Mä k e, sonde n
au die Ände ung de zug undeliegenden Ve siche ungsp inzipien. Dazu gehö en Scha ia-
kon o me Ve siche ungen, Mik o e siche ungen ode Ve siche ungen, die om Zei -Bezug
au das Nu zungsp inzip schwenken. Ein ak uelles Beispiel zu le z em is die au Telema ik
basie ende Ta i ie ung de K z-Ve siche ung nach Fah leis ung („pay as you d i e“) ode
nach Fah s il („pay how you d i e“). Nachdem diese Ansä ze be ei s im Flo engeschä eine
gewisse Bedeu ung e lang haben, e b ei en sie sich auch im p i a en K z-Geschä zu-
nehmend ( gl. z.B. Epple 2012, S. 734 ). Vo eil is eine sei s eine beda sge ech e e Be-
p eisung des Risikos. Ande e sei s bewi k diese Fo m de „Beglei ung“ des Fah e s e -
mu lich auch einen deu lich isikominde nden E ek , eine sei s du ch Be ugs e meidung,
P ozessop imie ung und besse e We ks a s eue ung ( gl. Epple 2012, S. 734 ), abe auch
du ch die Anpassung de Fah weise an die Beobach ungssi ua ion (Das k i ische Thema
Da enschu z und Anonymi ä sbedü nis sei hie ausgeklamme , gl. dazu Mülle -Pe e s
2013).
Insgesam is abe es zuhal en: Inno a ionen in de Ve siche ungsb anche e olgen übe -
wiegend sch i weise-e olu ionä und o wiegend du ch die Ums ände ge ieben. Nu
ela i wenige Anbie e se zen dagegen au g öße e ode ga „ e olu ionä e“ Sch i e.
1.4 Lohn sich Inno a ion? Die ku z is ige Sich
Lohn es sich nun ü einen Anbie e im Ve siche ungsma k , au meh Inno a ion zu se -
zen? Un e s ellen wi einen Ve siche ungsmanage mi einem Zei ho izon on ün Jah-
en. Vieles sp ich aus dessen Sich dagegen:
1. Fehlende An eize
a) Aus de Konsumgü e b anche is bekann , dass die Meh zahl de ech en Neu-
ein üh ungen be ei s nach ku ze Zei schei e (de „Tod im Regal“), und nu
ci ca 10 P ozen sich lang is ig e ablie en können ( gl. IRI 2004, siehe auch
Gou ille 2006). In de Ve siche ungswi scha liegen uns ähnliche Da en nich
o , die E olgsquo e dü e abe nich g undlegend ande s sein („De Tod im
Ak enko e “, gl. Mülle -Pe e s 1999).
b) An eizsys eme hono ie en in de Regel nich die ich ige En scheidung, sonde n
nu das esul ie ende E gebnis. Ein Manage , de 1 Mio. € in es ie ü ein P o-
jek mi einem E olgspo enzial on 50 Mio. € und eine E olgswah scheinlich-
kei on 10 P ozen , mag aus Sich seines Un e nehmens du chaus a ional han-
deln – imme hin be äg de E wa ungswe des Re u n on In es men 500
P ozen . Aus Sich seine pe sönlichen Ka ie eplanung dü e das Eingehen ei-
ne 90-p ozen igen Wah scheinlichkei des Schei e ns abe wohl kaum a sam
sein.
16
z.B. on AppSiche n) wi klich nu ü Mik o e siche ungen geeigne ode könn e ein ähnli-
che Pull-E ek auch ü g öße es Geschä e zeug we den? Bleiben Ve siche ungen Ve si-
che ungen ode müssen wi auch in de Ve siche ungsb anche s ä ke übe „Bisozia ionen“
nachdenken, das heiß Dinge neua ig e knüp en, die zu o in zwei ge enn en Be eichen
leb en ( gl. Koes le 1964)? Bleiben wi isolie in unse em Ke ngeschä ode können uns
e olg eiche Ve knüp ungen inspi ie en (wie zum Beispiel das Ka eepadsys em Senseo
om Ka ee ös e Douwe Egbe s und dem Ka eemaschinenhe s elle Philips)?
Die e Heuskel wies schon 1999 da au hin, dass Bedü nisse on Konsumen en heu zu a-
ge o zwischen den e ablie en B anchen liegen und dami neue unk ionso ien ie e
Mä k e en s ehen ( gl. Heuskel 1999, S. 3). So ha de Ve siche ungskunde o iginä kein
Bedü nis nach eine K z-Ve siche ung, sonde n das Bedü nis, mobil zu sein und zu blei-
ben. Die Au ohe s elle haben dies schon o ielen Jah en e kann und in e indus ielle
Lösungen mi Baus einen aus de Au omobil-, Bank- und Ve siche ungsb anche en wi-
ckel , seh zum Leidwesen de Ve siche e . Heuskels Beobach ung o de uns abe nich
nu ü K z-Ve siche ungen au , übe die Indus ieg enze de Asseku anz hinaus zu denken,
sonde n auch ü ande e Spa en und Be eiche – und auch dies e o de einen Wechsel
de Pe spek i e.
Eins is kla : Ve ände ungen in de Wah nehmung e o de n in ensi es Nachdenken und
K ea i i ä , die dann nach olgend zu Handlungen und Inno a ionen üh en können. Inno-
a ionen können ebenso wie Fusionen ode s a egische Neuaus ich ungen wiede um
einen Change Managemen P ozess auslösen. Change Managemen e olg ypische weise
in einem bes ehenden Sys em, denn de Beg i s eh ü den P ozess, „ein Un e nehmen
on einem bes imm en Is -Zus and zu einem gewünsch en Soll-Zus and wei e zuen wi-
ckeln und so die E izienz und E ek i i ä alle Un e nehmensak i i ä en nachhal ig zu
s eige n“ ( gl. Vahs und Weiand 2010, S. 7). Die zündende Idee zu Beginn e o de jedoch
den bewuss en Pe spek i enwechsel und den B uch mi al en Denkmus e n.
Es zeig sich: Eine Inno a ion is sowohl die Folge on Change, nämlich eine Ve ände ung
de Wah nehmung (Typ 2), als auch Auslöse on Change, nämlich eine Ve ände ung de
Reali ä (Typ 1): Ein zwei ache Wandel.
1.7 Inno a ion – abe wie?
Nun s ell sich die F age, wie man eine Ve ände ung de Wah nehmung (Typ 2) he bei üh-
en kann. De ypische E wachsene knüp an seine E ah ungen, die e le n en Mus e und
S e eo ype an, um Fehle und Misse olge zu e meiden. Es gil also, die o handenen, e -
le n en Denkmus e zu du chb echen, um die En wicklung on Inno a ionen zu e mögli-
chen.
Es beda eine gewissen K ea i i ä , also eine „Handlung, die zu einem E gebnis üh , das
neua ig, (…)
nü zlich (…) und
17
nach ollziehba “3 (Campbell 1985, S. 19)
is . Hie zu kann man sich de e schiedens en K ea i i ä s echniken bedienen, die an die-
se S elle nich einmal ansa zweise in ih e Fülle da ges ell we den können.
Im Ke n e o de n die meis en on ihnen eine Rückkeh zu Hal ung, die wi zwa als Kinde
besaßen, die abe du ch die E ah ungen und Le np ozesse in unse em Leben beein äch-
ig wu de ode uns soga gänzlich e lo en ging: Kinde haben die Fähigkei , un o einge-
nommen und neugie ig Neues zu be ach en und ih e Gedanken spielen zu lassen. Kinde
sehen in allem, was ( ü sie) neu is , e was Posi i es und In e essan es. Fü E wachsene is
„neu“ au g und ih e Risikoa e sion o pe De ini ion „schlech “. Dies gil insbesonde e ü
die Ve siche ungsb anche, da ih Ke ngeschä aus de Ve meidung und dem Managemen
on Risiken bes eh .
Zudem keh sich hie die S ä ke de Ve siche ungsb anche, nämlich die hohe Fachexpe -
ise und das Expe en um, zu einem Hemmnis ü Inno a ion um. Campbell bezeichne
diese Si ua ion als „O e ce ain y – The Specialis ‘s Disease“, eine on sieben iden i izie en
Inno a ionsblockaden in eine O ganisa ion, die es bewuss abzubauen ode zumindes zu
milde n gil (siehe Abschni 1.8). Das ie e Fachwissen und die e p ob en Ve ah en e -
schwe en es, sich neuen Ideen zu ö nen. Dies e klä , wa um Inno a ionen o auße halb
de Expe eno ganisa ion en s ehen. So wu de das Au o beispielsweise nich on den
T anspo -Expe en ih e Zei , den Eisenbahne n, e unden und Digi aluh en nich on
Uh mache n ( gl. Campbell 1985, S. 94), die Übe se zungspo ale nich on Langenscheid,
PCs nich on DEC (Digi al Equipmen Co po a ion). Die Lis e solche on außen kommen-
den Inno a ionen is lang und zeig seh deu lich, dass die dis up i en Ve ände ungen de
le z en Jah zehn e in de Regel on außen ge ieben wu den.
Wi müssen uns also (meh ode wenige , in de Ve siche ungswel ehe meh ) zwingen,
Posi i es und In e essan es an zunächs emden und unse em Expe enwissen en gegen-
s ehenden Gedanken zu e kennen, dami wi neue Ideen en wickeln können. Ein neue
Gedanke, de uns plö zlich an lieg , de unse e Wah nehmung e ände n und zu eine un-
umkeh ba en Einsich üh en kann, da nich so o aus unse em al en E ah ungsscha z,
unse en al en Gewohnhei en und unse en al en Denkmus e n und S e eo ypen beu eil
we den. Sons is jede Fo m on K ea i i ä schon im Keim e s ick und Inno a ion nich
möglich.
Da id Campbell zi ie hie zu in seinem Buch „Take he oad o c ea i i y and ge o you
dead end“ den PNI-Ansa z seines K ea i i ä s-Leh e s Edwa d de Bono on de Camb idge
Uni e si y, de au das Posi i e, Nega i e und In e essan e eine Idee abziel : “Wenn du au
eine neue Idee i s , (…) s elle di selbs mindes ens d ei F agen: E s ens, was is das
Posi i e an diese Idee? Zwei ens, was is das Nega i e? Und d i ens – und iel wich ige –
was sind die in e essan en Aspek e an diese Idee? Fühle dich nich e p lich e , die neue
Idee zu un e s ü zen ode zu k i isie en – si ze nu da und übe lege … ‚Hm, das is eine
3 Im O iginal: “C ea i i y is an ac ion p oducing a esul ha is: 1. No el (…), 2. Use ul (…), 3.
Unde s andable”
18
in e essan e Idee, übe die ich noch nie zu o nachgedach habe. Was kann ich dami an-
angen?‘ ”4 (Campbell 1985, S. 13 )
Womöglich wä e ein PIN- ans elle eines PNI-Ansa zes (mi denselben F agen, abe in eine
ande en Reihen olge) ü die Ve siche ungsb anche soga noch sinn olle . Das In e essan-
e an eine neuen Idee ha ü die Inno a ionsen wicklung das g öß e Po enzial. Beu eil
man zunächs das Nega i e wie im PNI-Ansa z, so e se z man sich in eine k i ische Hal-
ung, die in de Ve siche ungsb anche mögliche weise sys emimmanen ohnehin o han-
den is und dami e s ä k wi d. Dami is es schwie ige , anschließend die in e essan en
Aspek e zu iden i izie en. Leich e geling dies, wenn man so o nach de Wü digung de
posi i en Aspek e – und somi in eine posi i en G unds immung – das In e essan e such .
Die meis en „in e essan en“ Ideen aus dem K ea i i ä sp ozess we den anschließend im
Bewe ungsp ozess e wo en. De PIN-Ansa z s ell jedoch siche , dass ein in e essan e
Teilaspek e kann und in eine e olg e sp echende Gesam idee in eg ie we den kann.
Auch au dem Weg zu eine Inno a ion läss sich somi e neu ein zweis u ige P ozess e -
kennen. Es geh da um
im e s en Sch i übe K ea i i ä s echniken iele neue Ideen zu en wickeln, ohne sie
so o zu bewe en, um diese dann
im zwei en Sch i zu analysie en und zu bewe en, um sie in eine gu e neue Idee wei-
e zuen wickeln.
Wäh end man im e s en Sch i also om „Gu en Al en“ zum „Neuen“ komm , b ing de
zwei e Sch i die Ve edelung om „Neuen“ zum „Gu en Neuen“. De e s e Sch i okus-
sie au Menge mi els Vo s ellungs e mögen, de zwei e au Quali ä mi els U eils e -
mögen ( gl. de B abande e 2005, S. 84 ).
Es is also nich nu so, dass iele In en ionen und ech e Neuein üh ungen am Ma k schei-
e n (wie in Abschni 1.4 be ei s da ges ell ), auch schon bei de En wicklung eine Inno-
a ion im Un e nehmen „übe leben“ nu wenige Ideen.
Schon de zwei ache Nobelp eis äge Linus Pauling s ell e es , dass de bes e Weg, um
eine gu e Idee zu haben, da in bes eh , iele Ideen zu haben5 ( gl. C ick 1995). Eine einzige
e olg eiche Inno a ion e schling eine g oße Menge on Ideen im Rahmen des Inno a i-
onsp ozesses.
Unse ägliche Kanon soll e also heißen: Manage , hab keine Angs o de Vielzahl an
k ea i en Ideen, sonde n ö de sie! Lös Euch on den bishe igen Denkmus e n und
4 Im O iginal: „When you mee wi h a new idea, (…) ask you sel a leas h ee ques ions:
Fi s , wha a e he posi i es o his idea? Second, wha a e he nega i es? And hi d – and
a mo e impo an – wha a e he in e es ing hings abou his idea? Don’ eel he need
o ei he suppo o c i ize he new idea – jus si he e and ponde … ‘Hmmm … ha ’s
an in e es ing idea ha I ha e ne e hough abou be o e. Wha can I do wi h i ?’ “
5 Im O iginal: "I you wan o ha e good ideas you mus ha e many ideas. Mos o hem will
be w ong, and wha you ha e o lea n is which ones o h ow away."
19
nehm bewuss eine neue Pe spek i e ein! Geb Euch und Eu en Mi a bei e n Raum ü
„Spinne ei“, um PIN zu be lügeln!
1.8 S ä kung de Inno a ions ähigkei eine O ganisa ion
Geling de Wechsel de Pe spek i e, eine Ve ände ung in de Wah nehmung beim Einzel-
nen, so eich dies noch nich ü die En wicklung on Inno a ionen aus. Auch die ypi-
schen Blockaden inne halb eine O ganisa ion, die eils in diesem Bei ag schon angesp o-
chen wu den, müssen ausgeschal e we den. Sons is de Geis beim Einzelnen willig,
doch die O ganisa ion schwach – K ea i i ä und Inno a ion we den du ch o ganisa o i-
sche Hü den un e bunden.
Nach Campbell sind in O ganisa ionen sieben Hinde nisse ü Inno a ion häu ig e e en
( gl. Campbell 1985, S. 87 ). Fü ih e aus üh liche Da s ellung sei au die O iginalquelle
e wiesen, jedoch sollen sie hie ku z um issen we den, um sie ins Bewuss sein zu heben.
Kenn eine O ganisa ion ih e indi iduellen Schwächen, können Mechanismen en wickel
we den, um die on Campbell iden i izie en Blockaden abzumilde n ode gänzlich auszu-
schal en:
1. Ve sagensangs – o ganisa o isch mani es ie du ch alsche An eizsys eme, Zwang zu
schnellen E gebnissen und Ve langen nach o he sagba en Resul a en
2. P lege on O dnung und T adi ion – mi Fokus au P äzision s a Inno a ion
3. Ressou cen-Ku zsich igkei – o ganisa ionsbeding e mangelha e Ausschöp ung de
o handenen Talen e und S ä ken (besonde s e b ei e in Lei ungso ganisa ionen)
4. Spezialis en-K ankhei „O e ce ain y“ – dogma isches Fes hal en an den o mals e -
olg eichen Konzep en (besonde s e b ei e in Expe eno ganisa ionen, siehe Ab-
schni 1.7).
5. Unlus Ein luss auszuüben – häu ig un e en wickel es Mach s eben de inno a i en
Köp e ( üh gepaa mi ehlende Inno a ionsk a de mäch igen Köp e zu Reso-
nanzka as ophe)
6. Wide wille gegenübe Ve spiel hei – ausgep äg e E ns ha igkei und ehlende Raum
ü Gedankenspiele ei (besonde s e b ei e bei o malen O ganisa ionen)
7. Exzessi es Belohnen on E olgen – Hemmung de K ea i i ä du ch Ve lus ängs e bei
hohen E olgsp ämien.
Fü ein Ve siche ungsun e nehmen bes eh die He aus o de ung da in, sich die b anchen-
spezi ischen und un e nehmenseigenen Ba ie en sowohl bewuss zu machen als auch
diese auszuschal en. Inno a ionso ien ie e Un e nehmen äumen ih en Mi a bei e n de-
dizie e Zei ü eie Fo schung ein und scha en „Spielwiesen“, die om ope a i en (ehe
e ns en und ou ine-gep äg en) All ag ge enn sind ( gl. Campbell 1985, S. 97 ). Dami
wi ken sie sowohl de Ressou cen-Ku zsich igkei (Blockade 3) als auch dem Wide willen
gegenübe Ve spiel hei (Blockade 6) en gegen. Google is bekann da ü , dass seine Mi -
20
a bei e 20 P ozen ih e A bei szei mi ei gewähl en P ojek en e b ingen und so iele
neue Ideen en wickeln können. Da auch hie nu einige gu e neue Ideen übe leben (siehe
Abschni 1.7), gehö ein gewisses Maß an Schei e n bei Google zu A bei sweise, und dies
wiede um e inge Ve sagensängs e (Blockade 1). Das Spek um de inno a ions ö -
de nden, ineinande g ei enden Maßnahmen is b ei und e s eck sich übe alle Blocka-
den hinweg.
Die wel wei inno a i s en Un e nehmen g enzen sich lau de ak uellen Inno a ionss u-
die on Wagne , Taylo e al. du ch ün Me kmale kla on den wenige inno a i en ab.
Die Au o en assen die „ ün Quellen ü Inno a ionss ä ke“ de Inno a ions üh e wie olg
zusammen (Wagne , Taylo e al. 2013, S. 11):
1. Ih Top-Managemen ühl sich Inno a ion als We bewe bs o eil e p lich e .
2. Sie se zen ih geis iges Eigen um wi ksam ein.
3. Sie managen ein Po olio on inno a i en Ini ia i en.
4. Sie weisen eine s a ke Kundenzen ie ung au .
5. Sie bes ehen au s a ke P ozesse, was zu s a ke Leis ung üh .
Es is wenig e s aunlich, dass 60 P ozen de 50 inno a i s en Un e nehmen bislang aus
den Indus iezweigen „Technologie und Telekommunika ion“ (z.B. Apple, Samsung und
Google), „Au omobile“ (z.B. Toyo a, Fo d und BMW) und „Konsumgü e und Einzelhandel“
(z.B. Amazon, Coca-Cola und P oc e & Gamble) s ammen, abe kein einziges Un e nehmen
aus dem Finanzdiens leis ungssek o ( gl. Wagne , Taylo e al. 2013, S. 7).
Ve gleich man die deu sche Asseku anz mi diesen Un e nehmen, so bes eh de ini i
noch iel Nachholbeda . Insbesonde e die Kundenzen ie ung is in de Ve siche ungs-
b anche deu lich schwäche ausgebilde als bei den genann en Indus ien. Die Inno a i-
ons üh e s eben ein ie es Ve s ändnis de Kundenbedü nisse an, knüp en dann in ih en
P oduk angebo en an die o iginä en Bedü nisse de Kunden an ( eils in Fo m on Bisozia-
ionen) und binden soga die Kunden in die Ideengene ie ung, -bewe ung und -auswahl
ein. Hie kann die Ve siche ungsb anche on den üh enden Un e nehmen le nen – und
muss dabei ih e bishe igen Denk- und Ve hal ensmus e ze s ö en.
1.9 Ausblick: T eibe s a Ge iebene , Ze s ö e s a Ze s ö e ?
„Unse e B anche b auch Inno a ion und neue Geschä smodelle“: Kaum eine Kong essan-
kündigung, eine Ve ö en lichung ode eine S udie e zich e au den Hinweis, dass das
jeweilige Thema ge ade im jeweiligen Zei ens e eine ganz besonde en Dynamik un e -
lieg . Hin e he zeig sich dann o , dass die E wa ungen deu lich übe ieben wa en –
insbesonde e bezüglich de Geschwindigkei , in de die Ände ungen s a inden.
Dennoch inde Wandel s a , und zwa nich nu kon inuie lich, sonde n in – o mals ech-
nologiege iebenen – Schüben. Einen solchen Schub e leben wi de zei im Kon ex de
Digi alisie ung, die sich in ielen Face en niede schläg . Un e nehmen und Kunden sind
mi eine In o ma ions lu kon on ie , die den „Blick ü s Wesen liche“ e schwe , abe
21
auch die Chance eines ie en Ve s ändnisses bie e . Das Web 2.0 ha den Dialog zwischen
Nu ze n, abe auch zwischen Nu ze n und Un e nehmen e möglich . Die Ve ne zung on
Indi iduen übe soziale Medien e höh die Reichwei e und die Schnelligkei de Ve b ei-
ung on In o ma ionen. Die Digi alisie ung e möglich die Ve besse ung und Beschleuni-
gung on P ozessen. Big Da a und mode ne Da enanalysen in Ech zei können die Tü zu
einem neuen Kunden e s ändnis ö nen und einen neuen Kundenzugang e möglichen.
Die Auswi kungen, Chancen und Risiken de Digi alisie ung könn en noch lange ausge-
üh we den.
Kla is schon je z : Als imma e ielle, da en- und wissensbasie e Disziplin is die Asseku-
anz on de Digi alisie ung ganz besonde s be o en. Mi welchem Ausgang, das dü e
wohl auch on de Inno a ions- und Wandlungs ähigkei ih e Ak eu e abhängen.
Im schlimms en Fall könn e sie das gleiche Schicksal e eilen wie ande e e ablie e Un e -
nehmen bei dis up i en Ma k e ände ungen. Sie e schwinden om Ma k ode e -
kommen zu bloßen P oduk gebe n ohne Kundenzugang. Das Feld übe nimm ein (o
b anchenex e ne ) Inno a o .
In diesem Sinne gil unse Appell: S ä ken Sie Ih e Inno a ionsk a ! We den Sie om Ge-
iebenen zum T eibe , om Ze s ö en zum Ze s ö e ! Gehen Sie den zwei achen Wandel
an!
Li e a u
[1] Adel , P., Mülle , H., S ephan, E. (1994): Typologie p i a e Ve siche ungsnehme . Ins i u e o In e na ional Resea ch,
F ank u am Main
[2] Bea ingPoin (2014): The sma insu e : embedding big da a in co po a e s a egy. Bea ingPoin Ins i u e, London
[3] Binsack, M. (2003): Akzep anz neue P oduk e: Vo wissen als De e minan e des Inno a ionse olgs. Deu sche Uni e si-
ä s e lag, Wiesbaden
[4] Bi nbaum, G. (2003): Top ode Flop bei packaged Goods: De Di usionsp ozess is en scheidend. Vo ag au de G K-
Tagung 2003 in Nü nbe g
[5] de B abande e, L. (2005): The o go en hal o change. Dea bo n T ade Publishing, Chicago
[6] de B abande e, L., Iny, A. (2009): Thinking in New Boxes – How o b ing undamen al change o you business. BCG
Pe spec i es 5/2009, Bos on
[7] Campbell, D. (1985): Take he oad o c ea i i y and ge o you dead end. Cen e o C ea i e Leade ship, G eensbo o
[8] C ick, F. (1995): The Impac o Linus Pauling on Molecula Biology, Opening Session de Kon e enz „The Pauling Sym-
posium” om 28. Feb ua 1995 in Co allis, O egon.
h p://o egons a e.edu/dep /Special_Collec ions/subpages/ahp/1995symposium/c ick.h ml, Zugeg i en: 12.06.2014
[9] Epple, M. (2012): Telema ik-Po olios weisen wenige Schäden au . In: Ve siche ungswi scha , 15. Mai 2012
[10] Fa ny, D. (2011): 50 Jah e En s ehung und Ges al ung deu sche Ve siche ungskonze ne, gemessen an ih en Ma k an-
eilen 1960 und 2010, Mi eilungen, Ins i u ü Ve siche ungswissenscha an de Uni e si ä zu Köln, No embe 3/2011
[11] Feldmann, S., Gacks a e , S., Spiele , A., S ephan, J. (2013): Inno a ion – Deu sche Wege zum E olg, H sg.: pwc
Deu schland
[12] F ank, D. (2014): Anme kungen zum Vo ag on Ma ia Heep-Al ine In: Mülle -Pe e s H., Völle M. (H sg.): Vom Ge ie-
benen zum T eibe ? Inno a ion in de Ve siche ungswi scha . Sch i en eihe Fo schung am IVW Köln 10/2014, No-
embe 2014
[13] F omme, H. (2012): Risikomanagemen – Das unbekann e Unbekann e. Financial Times Deu schland om 20.06.2012
[14] G K-Ve ein (2014): G k T us in P o essions Repo . Nü nbe g
22
[15] Gou ille, J. (2006): Eage Selle s and S ony Buye s: Unde s anding he Psychology o New-P oduc Adop ion. Ha a d
Business Re iew 84, no. 6, June 2006
[16] Heep-Al ine , M. (2014): Rech und Ak ua ia : B emse ode Impulsgebe ü den Ve siche ungsma k ? In: Mülle -Pe e s
H., Völle M. (H sg.): Vom Ge iebenen zum T eibe ? Inno a ion in de Ve siche ungswi scha . Sch i en eihe Fo -
schung am IVW Köln 10/2014, No embe 2014
[17] Hauschild , J., Salomo, S. (2007): Inno a ionsmanagemen , 4. Au l., Vahlen, München
[18] Heuskel, D. (1999): We bewe b jensei s on Indus ieg enzen – Au b uch zu neuen Wachs umss a egien. Campus
Ve lag, F ank u am Main, New Yo k
[19] IRI (2004): S udie zum Ma k e olg neue P oduk e, zi ie nach Con ex 26/2004
[20] Johnson, G., Scholes, K., Whi ing on, R. (2011): S a egisches Managemen – Eine Ein üh ung. 9. Au l., Pea son, Mün-
chen
[21] Kahneman, D. (2011): Schnelles Denken, langsames Denken. Siedle Ve lag, München
[22] Koes le , A. (1964): The Ac o C ea ion. A kana Books, London
[23] Much, M., Deb eban S., S e andis A. (2010): Planen, P ü en, Bagge n, Bauen. Risiko G oßbaup ojek .
h p://www.gd .de/2010/09/ i el-planen-p ue en-bagge n-bauen/. Zugeg i en: 26.5.2014
[24] Mülle -Pe e s, H. (1999): De Tod im Ak enko e . Von de Schwie igkei e olg eiche P oduk inno a ionen. In: Ve siche-
ungswi scha (54), 13/1999, S. 1310-1311
[25] Mülle -Pe e s, H. (2005): Falschgeiz? Wa um wi o an de alschen S elle spa en. In: Ve siche ungswi scha (60),
2/2005, S.98-99
[26] Mülle -Pe e s, H. (2013): De e ne z e Au o ah e – Akzep anz und Akzep anzg enzen on eCall, We ks a e ne zung
und Meh we diens en im Au omobilbe eich. Sch i en eihe Fo schung am IVW Köln, N . 3/2013
[27] Munich Re, RIB (2014): Neue IT-basie e Ve siche ung ü Bau isiken. P essemi eilung om 26. Mai 2014
[28] Mu h, M. (1994): Ve siche ungswi scha im Umb uch – Eine Analyse des eu opäischen We bewe bs. In: Ve siche-
ungswi scha (49), 5/1994, S. 288-298
[29] Neininge , M. (2011): Cen al K anken: Au Billig a i e gese z und – geschei e ? In: Ve siche ungsmagazin, 29.8.2011
[30] P ognos 2013: Die Bedeu ung de Ve siche ungswi scha ü den Wi scha ss ando Deu schland. Auswi kungen au
die ökonomische Ak i i ä eine mode nen Gesellscha . S udie im Au ag des Gesam e band de Deu schen Ve siche-
ungswi scha e.V. GDV, Be lin 2013
[31] pwc 2013: Global Inno a ion Su ey 2013
[32] Robe son, T. S. (1971): Inno a i e beha io and communica ion. Hol , Rineha and Wins on, New Yo k
[33] Roge s, E. (2005): Di usion o Inno a ions, 5. Au l., F ee P ess, New Yo k
[34] Schiemank, C., Röme , S. (2011): Inno a ions ähigkei zum E olgs ak o en wickeln. In: Inno a ions-Con olling, De
Con olling-Be a e Bd. 13
[35] Schumpe e , J. (2005): Kapi alismus, Sozialismus und Demok a ie. 8. Au l. UTB, S u ga
[36] Schumpe e , J. (1912): Theo ie de wi scha lichen En wicklung. Duncke und Humblo , Be lin
[37] Swiss Re (2011): P oduk inno a ion in de Nich leben e siche ung, Sigma N . 4/2011
[38] Vahs, D., Weiand, A. (2010): Wo kbook Change Managemen – Me hoden und Techniken. Schä e -Poeschel, S u ga
[39] Wagne , K., Taylo , A., Zabli , H., Foo, E. (2013): The Mos Inno a i e Companies 2013 – Lessons F om Leade s. BCG
Pe spec i es 9/2013, Bos on
[40] Wa zlawick, P., Weakland, J., Fisch, R. (2011, Rep in ) Change – P inciples o P oblem Fo ma ion and P oblem Resolu-
ion, W W No on & Co, New Yo k
23
B DIE ROLLE VON RECHT UND AKTUARIAT BEI INNOVATIONEN
2. RECHT UND AKTUARIAT - BREMSER ODER IMPULSGEBER FÜR DEN
VERSICHERUNGSMARKT? (TEIL 1)
P o . D . Ma ia Heep-Al ine , Fo schungss elle FaRis am IVW Köln
Rech und Ak ua ia gel en nich unbeding als T eibe on Inno a ionen – zu Rech ode
zu Un ech ? Eine abschließende An wo au diese F age gib es siche nich , wobei sich in
diesem Zusammenhang zunächs einmal die F age s ell , welche „Rollen“ Ve siche ungs-
ma hema ik und Rech bei de P oduk ion on Ve siche ungsschu z übe haup spielen. Im
e s en Teil dieses Abschni es wi d dahe die F age
Ak ua ia e und Inno a ion: Eine Begegnung de d i en A ?
behandel , wobei de Fokus hie wenige au eine s engen wissenscha lichen Behand-
lung des Themas, sonde n ehe au einem pe sönlichen Blickwinkel lieg . Die hie skizzie e
Sich weise wi d dabei nich unbeding on jedem Ak ua ge eil . Sowei dies möglich is ,
soll dahe an diese S elle auch au ande e Sich weisen eingegangen bzw. e läu e we -
den, wa um eine hie ge o enen Aussage in diese Fo m ge ä ig wu de.
Um diesem pe sönlichen Blickwinkel eine gewisse P ägnanz zu e leihen, e olg die Da -
s ellung bewuss in Fo m on ku zen S a emen s, die keine „wissenscha lich beweisba-
en“ Fak en, sonde n ehe eine pe sönliche Meinung da s ellen.
S a emen 1
Ve siche ung ohne p äzise
kalkula o ische Basis
is wie Hausbau ohne S a ik
– es könn e u.U. klappen, muss abe nich .
Ak ua ia e bzw. eine angemessene kalkula o ischen Basis haben ü die P oduk ion on
Ve siche ungsschu z zunächs einmal die Rolle de „S a ik“.
S a emen 2
Ak ua ia e sind im We schöp ungsp ozess ganz kla ein Teil de
P oduk ions-
echnik
.
Im Sinne eine „S a ik“ ü die P oduk ion on Ve siche ung sind Ak ua ia e im We schöp-
ungsp ozess de Ve siche ungsp oduk ion kla dem Be eich de P oduk ions echnik zu-
zuo dnen.
S a emen 3:
Ohne
Inno a ion
will niemand daue ha ein P oduk kau en.
Ohne kla spezi izie e
P oduk ions echnik
will niemand ein P oduk p oduzie en.
24
In welchem Ve häl nis abe s ehen P oduk ions echnik und Inno a ion zueinande , bei-
spielsweise im Hinblick au Angebo und Nach age on Ve siche ungsschu z?
Inno a ion spiegel dabei den Blickwinkel de Nach age und P oduk ions echnik den
Blickwinkel de Anbie e wide . Sind beide Sei en wi klich kla oneinande ge enn ode
gib es einen Komp omiss / Übe schneidungen zwischen beiden Sei en?
S a emen 4:
Das
e o de liche Kapi al
is ü eine Ve siche ung ein genauso zen ale
P oduk ions ak o wie die ich igen Rohs o e zum Bau de Ka osse ie bei einem
Au ohe s elle .
Ve siche ung au de Basis on zu wenig Kapi al is wie eine Ka osse ie aus Pappe!
Losgelös on jede konk e en Ta i kalkula ion (die Ak ua ia e na ü lich auch du ch üh en)
lieg die wi klich zen ale Bedeu ung de Ak ua ia e heu zu age bei de E mi lung des
e o de lichen Kapi als als dem zen alen Fak o ü die P oduk ion on Ve siche ung.
S a emen 5:
Sol ency II
s ell Mindes an o de ungen an das benö ig e Kapi al.
We o ien ie e S eue ungssys eme
s ellen Mindes an o de ungen an den
P eis ü die Be ei s ellung des benö ig en Kapi als.
Ak ua e e mi eln den Kapi albeda als zen alen P oduk ions ak o ü das Be eiben ei-
ne Ve siche ung, wobei sie sich im Kon ex un e schiedliche Regelungssys eme wie e wa
den (zukün igen) Sol enzan o de ungen im Rahmen on Sol ency II ode de we o ien-
ie e S eue ung des Un e nehmens bewegen.
Alle ande en Ak i i ä en – wie e wa Ta i ie ung und Rese ebewe ung – die man mi Ak-
ua ia en klassische weise e binde , k eisen meh ode wenige um dieses zen ale The-
ma. So e gib sich beispielsweise aus dem Kapi albeda in Ve bindung mi den Rendi ean-
sp üchen aus de we o ien ie en S eue ung ein Kapi alkos enbeda , de bei de Ta i ie-
ung zu Beginn be ücksich ig we den muss, um am Ende ein in de we o ien ie en
S eue ung o mulie es Rendi eziel e eichen zu können.
S a emen 6:
Was man zu
Beginn
nich in die P ämie ein echne ,
bekomm man am
Ende
auch nich als E gebnis!
25
So o mulie wi d deu lich: Akua ia e e olgen in e s e Linie di ek ode indi ek die
(Rendi e-)Ziele de Anbie e und e s in zwei e Linie die (P eis-)Ziele de Nach age . Kann
in diese Hinsich also Inno a ion im Hinblick au Nach age bedü nisse auch on de P o-
duk ions echnik aus e olgen ode sind Ak ua e und Inno a ion ehe eine Begegnung de
d i en A ?
An diese S elle gib es mi Siche hei die g öß en Meinungsun e schiede inne halb de
G uppe de Ak ua e, wobei im P inzip die Un e schiede abe ehe da in liegen, wie man
Inno a ion de inie .
Ak ua e op imie en Ta i e, genauso wie Ingenieu e Fließbandabläu e op imie en, und e -
zielen dadu ch Kos en o eile ü das Un e nehmen – da ü sind sie da. Abe is wi klich
jede Feinjus ie ung eine Sch aube schon Inno a ion – selbs wenn ein wi klich beme -
kenswe e Kos en o eil dadu ch e ziel wi d?
De inie man Inno a ion auch als Kos eninno a ion, dann lau e die An wo na ü lich
eindeu ig „ja“. S ell man sich un e Inno a ion abe ehe den Au b uch in neue Mä k e
ode öllig neue P oduk konzep ionen o , dann da man zumindes ins G übeln kom-
men.
Ha es in de Ve gangenhei Fälle gegeben, wo Ma hema ike ode ma hema isch o ien-
ie e Wi scha swissenscha le Impulsgebe ü bedeu ende P oduk inno a ionen wa-
en? Na ü lich. Die alle e s e G ündung eines Ve siche ungsun e nehmens bzw. eines Ve -
siche ungskollek i es kann mi Siche hei als eine wi klich bahnb echende Inno a ion be-
ach e we den.
Die Theo ien on Ma kowi z zu Po olioop imie ung und on Black & Scholes zu Op i-
onsp eisbewe ung wa en eben alls bahnb echende En wicklungen, die ganze P oduk -
konzep ionen ode Mä k e beein luss haben. Da an gib es keinen Zwei el. In diesem Zu-
sammenhang kann man sich abe du chaus die F age s ellen, ob die Op imie ung eines
o handenen Ta i me kmals ode die E mi lung eines neuen signi ikan en Ta i me kmals
wi klich gleichbe ech ig dazu schon eine Inno a ion da s ellen.
Bezeichnend ü die Eins ellung de gesam en Ve siche ungsb anche zum Thema „Inno a-
ion“ is in diesem Zusammenhang ielleich auch die Ta sache, dass bei de Podiumsdis-
kussion die F age ges ell wu de, ob „Google“ in ün Jah en ein Ve siche e sein könn e,
nich abe die F age, ob ein Ve siche e in ün Jah en „Google“ sein könn e.
32
Anme kung:
Dem s eh im Üb igen auch nich en gegen, dass die Rolle on Google und Ve siche e n
nich aus auschba is : Google beschä ig un e seinen und 25.000 Mi a bei e n wel wei
(2010) einen siche lich e heblichen An eil an Na u wissenscha le n, Ingenieu en und auch
Ma hema ike n (wenn le z e e auch nu in Ausnahme ällen Ak ua e sein dü en). Nun e -
ügen Ak ua e im Ve siche ungswesen zwei elsohne übe eine seh solide Ausbildung in
eine und angewand e Ma hema ik, nich sel en e bunden mi undie en Kenn nissen
in In o ma ik, was sie in die Lage e se zen soll e, bei Beda auch gu e Suchmaschinenal-
go i hmen zu en wickeln. Die Ta sache, dass diese Al e na i algo i hmen o aussich lich
nich we bewe bs ähig mi Google sein wü den, ha wenige ma hema ische ode ak ua-
ielle G ünde, sonde n dü e ehe den Ma k mechanismen des In e ne s geschulde sein,
die – und hie schließ sich de K eis – in de Ta de (Ve siche ungs-) Wi scha ein e höh-
es Inno a ions empo ab e langen. Ob umgekeh Google das ak ua ielle Wissen wi d
au bauen können (und wollen), um einen we bewe bs ähigen Ve siche e zu e ablie en,
bleib abzuwa en.
33
C INNOVATION IN DER VERSICHERUNGSWIRTSCHAFT –
BEST PRACTICE UND INNOVATIONSMANAGEMENT
5. KURZBERICHT ZUM 17. KÖLNER VERSICHERUNGSSYMPOSIUM
„INNOVATION IN DER VERSICHERUNGSWIRTSCHAFT“
P o . Ho s Mülle -Pe e s und P o . D . Michaele Völle , Fo schungss elle Ve siche ungsma k am
IVW Köln
Am 9. No embe 2012 and das mi le weile 17. Ve siche ungssymposium de Fachhoch-
schule Köln s a . Das Thema lau e e „Vom Ge iebenen zum T eibe ? Inno a ion in de
Ve siche ungswi scha “. Meh als 450 Teilnehme n olg en den Bei ägen de Inno a i-
onsexpe en aus Wissenscha und P axis.
Nach de Beg üßung du ch Ho s Mülle -Pe e s und Michaele Völle (Fo schungss elle Ve -
siche ungsma k am IVW Köln) s ell en sich diese die F age: „Chance Inno a ion – wie iel
Wandel b auch de Ma k ?“. Nach einem Blick au die be iebswi scha lichen Risiken und
Chancen on Inno a ionen in P oduk , Se ice und Geschä smodellen wa en sie einen
k i ischen Blick au die Inno a ionskul u de B anche, um zugleich abe auch au zahl ei-
che Posi i beispiele hinzuweisen.
Die Rolle des Ad oca us Diaboli übe nahmen Ma ia Heep-Al ine on de Fo schungss elle
FaRis und Pe e Schimikowski, Fo schungss elle Ve siche ungs ech (beide IVW Köln) in
ih em Bei ag „Rech und Ak ua ia : B emse ode Impulsgebe ü den Ve siche ungs-
ma k ?“. Aus de B ille de Ak ua in, die ü die „S a ik“ de P oduk e ge adezus ehen ha ,
und aus de Pe spek i e des g iesg ämigen „ heinischen Ve siche ungsju is en“ zeig en sie
den engen e siche ungs echnischen Rahmen ü Inno a ionen au . Sie wiesen da au hin,
dass manche ak uell im Ma k be indliche Inno a ion diesen Rahmen be ei s übe sch i en
habe – insbesonde e was den ech lichen Rahmen be i .
Klaus-Jü gen Hei mann, Mi glied de Vo s ände de HUK-COBURG, zeig e an seinem The-
ma „S a egische Inno a ion: Die K z-Ve siche ung im Wandel“, wie die Ve siche ungswi -
scha om Ge iebenen selbs zum T eibe we den kann, indem sie nich nu au Maß-
nahmen ande e Anbie e eagie , sonde n ein bes ehendes Geschä smodel nach und
nach e olu ionie . Ein gu es Beispiel wohl ü die „schöp e ische Ze s ö ung“ im Sinne
des Ökonomen und Poli ike s Joseph Schumpe e , de mi seine Theo ie zu wi scha li-
chen En wicklung als Pionie de Inno a ions o schung gil .
Ein Blick übe den Telle and de B anche e laub e Jens Bode, Inno a ionsbe a e und In-
e na ional Fo esigh Manage bei Henkel. Sein lebendige Vo ag „Ach ung Inno a ion!
Ba ie en übe winden, Inspi a ion zulassen“ zeig e, wie Un e nehmen sys ema isch und
un e in ensi em Einbezug de Kunden Inno a ion en wickeln und so ih P oduk po olio
kon inuie lich e neue n können. Ein Vo bild auch ü die Asseku anz?
Da au au bauend zeig e As id S ange, Senio Pa ne und Managing Di ec o , The Bos on
Consul ing G oup, eine empi ische Bes andsau nahme zum Thema „Ve siche ung und In-
no a ion“. Wie inno a i is die B anche (mäßig), wie wi d man inno a i (du ch sys ema i-
34
sches Inno a ionsmanagemen ) und lohn sich Inno a ion (ja, inno a i e Un e nehmen
sind lang is ig deu lich en able )?
Besonde s an egend wa die Podiumsdiskussion mi den Re e en en un e de bekann
lebendigen Mode a ion on He be F omme, Ve siche ungsko esponden de Financial
Times Deu schland. Mi de F age, ob denn die klassische Kapi allebens e siche ung be-
s ehende Anbie e übe haup noch Zukun spo en ial habe, lock e e die Disku an en aus
de Rese e, be o eine wei e e lebha e Diskussion um die No wendigkei on E neue-
ung in de B anche en b ann e.
Ein Bes -P ac ice-Beispiele zu P oduk inno a ionen inne halb de B anche zeig e Jens Li-
son, Vo s and P i a kunden de Allianz Ve siche ungs-AG, am Beispiel neue modula e
P oduk konzep e, die sich konzep ionell am Mass-Cus omiza ion-P inzip aus de Au omo-
bilindus ie anlehnen und bei denen die P oduk komponen en di ek aus dem Kundenbe-
dü nis abgelei e sind.
Bes P ac ice im mul imedialen Kundenkon ak demons ie e Ma in Schmid -Schön, Be-
eichslei e bei CosmosDi ek , zum Thema „Vom IdeenCosmos zu meinCosmosDi ek “,
wobei inno a i e P oduk o men mi inno a i en Kon ak kanälen – z.B. übe Sma phones
und Table Compu e – e bunden we den. Neben ielen ande en Funk ionen gib es da-
bei z.B. einen agesak uellen Kon oab u zu Vo so ge e ägen, wie man ihn bishe wohl
nu aus dem Onlinebanking kenn .
Inno a ion zu ück zum U sp ung des Ve siche ungsgedankens zeig e D . Sebas ian He -
u h, Geschä s üh e de Alec o GmbH ( iendsu ance). Als eine A Wiede gebu de Ve -
siche ung au Gegensei igkei im sozialen Web 2.0 kann iendsu ance nich nu du ch eine
besonde s hohe Inno a ionsk a punk en, sonde n e ziel lau Sebas ian He u h nach
bishe ige E ah ung e hebliche Einspa ungen sowohl au de Ve iebs-, de Be iebs- als
auch au de Schadensei e, und das bei gleichbleibende ode soga noch s eigende Kun-
denbindung. Ein Modell ü die Ve siche ung 2.0?
Abschließend p äsen ie e Oli e Gaedeke, Geschä s üh e de Se iceRa ing GmbH, die
P eis äge des We bewe bs „Se ice-Inno a ionsp eis Finanzdiens leis ung“, ü den un-
se Ins i u die Schi mhe scha übe nommen ha e. Im U eil de sechsköp igen Ju y, un-
e ihnen auch Michaele Völle , Ho s Mülle -Pe e s und de VVB-Vo si zende Die e Bick,
konn en sich du chse zen:
die Deu sche Ve mögensbe a ung AG du ch ih e Kundenbe a ung und -be euung
ohne Medienb üche mi dem iPad,
die CosmosDi ek Ve siche ung mi Flexible Vo so ge In es (Mischung eines Spa -,
Bank- und Al e s o so gep oduk es ü eine seh lexible Nu zung),
die Hanse Me ku K anken e siche ung mi de RechnungsApp – die die Ab ech-
nung on A z echnungen pe Sma phone-Scan ü Kunden und Ve siche e deu -
lich e ein achen kann.
Wei e e Auszeichnungen gingen an HDI, die Hanno e sche und BNP Pa ibas Ca di , sowie
als „Sonde p eis Dialog“ an den Kundenbe ich de E go-G uppe.
35
6. STRATEGISCHE INNOVATION - DIE KFZ-VERSICHERUNG IM WANDEL
Klaus-Jü gen Hei mann, Mi glied de Vo s ände HUK-COBURG
Abs ac zu Un e lage des Vo ags au dem 17. Kölne Ve siche ungssymposium am
9. No embe 2012
Die HUK-COBURG is mi übe neun Millionen Kunden de g öß e Ve siche e on P i a -
ah zeugen im deu schen Ma k . Knapp ün zig P ozen de P ämieneinnahmen s ammen
2011 aus dem K a ah -Be eich. Die esul ie ende Bedeu ung des K a ah -Segmen es
ü die HUK-COBURG e klä die No wendigkei ü den Ve siche e , sich an e ände e
Rahmenbedingungen anzupassen und inno a i neue S a egien zu en wickeln.
Das Spiel eld ü K z-Ve siche e im Allgemeinen ha sich in den le z en Jah en wesen lich
e ände . Die adi ionellen Ke nkompe enzen P oduk en wicklung, - e ieb und Ve wal-
ung eichen nich länge aus, um mi de Inno a ionsgeschwindigkei des Ma k es Sch i
zu hal en. Zudem e en b anchen emde We bewe be , insbesonde e aus dem Au omo-
bilsek o , in den Ma k und kämp en eben alls um den Zugang zum K z-(Ve siche ungs-)
Kunden.
T adi ionell haben die Au omobilhe s elle den Vo eil, am Poin o Sale zu agie en. Sie
können dem Ve b auche ein All-inclusi e-Angebo un e b ei en, welchem die Ve siche-
ungsb anche nu du ch einen güns igen P eis en gegen e en kann. Jah elang sind die
Ve siche e lediglich als Regulie e au ge e en, die eilweise übe zogene Fo de ungen des
Ma k es ohne Rück age beglichen haben. Mi einem ak i en Schadenmanagemen de
Ve siche e ände n sich die Spiel egeln. Du ch Einspa ungen im Schadenau wand au -
g und on Volumen e einba ungen mi We ks ä en kann die HUK-COBURG Kos en o ei-
le an den Kunden wei e geben. Wesen liche Eckp eile de Schadenmanagemen -
S a egie de HUK-COBURG bilde das eigene Pa ne we ks a ne z, welches du ch ein um-
ang eiches Quali ä ssiche ungskonzep alle Ansp üche an eine quali a i hochwe ige
Repa a u e üll .
Vo ausse zung ü die e olg eiche Umse zung eines ak i en Schadenmanagemen s sind
zudem in e ne Change-Managemen -P ozesse, die sowohl echnische, o ganisa o ische als
auch pe sonelle Ve ände ungsbe ei scha e o de n.
Mi und 380.000 ges eue en Schaden ällen und einem Umsa z olumen on 510 Millio-
nen Eu o (b u o) is die HUK-COBURG heu e Ma k üh e beim Schadenmanagemen und
sieh sich ü die zukün igen He aus o de ungen im We bewe b gu ge üs e .
36
37
38
39
40
41
48
Vo ag Symposium - Inno a ion in de Ve siche ungsb anche_9No 12.pp x
Copy igh © 2012 by The Bos on Consul ing G oup, Inc. All igh s ese ed.
0
1
2
3
4
5
6
7
8
P&G
Wie sys ema isch be eiben deu sche Ve siche e Inno a ion?
Unse e Sich – zu Diskussion
Kunden-
analyse und
Ideengene .
Füh ung,
Menschen
und Kul u
O ganis.
und Go e -
nance
Inno a ions-
Agenda
Inno a ions-
Budge und
-Ressou cen
Inno a ions-S a egie
Inno a ions-Enable
Inno a ions-P ozess
Bei ag zu
Un e nehmens-
s a egie
Launch und
Lebens-
zyklusmgm .
Umse zungs-
konzep ion
und P o o yping
Messg ößen
und Incen i ie ung
P&G
Vo ag Symposium - Inno a ion in de Ve siche ungsb anche_9No 12.pp x
Copy igh © 2012 by The Bos on Consul ing G oup, Inc. All igh s ese ed.
0
1
2
3
4
5
6
7
8
Wie sys ema isch be eiben deu sche Ve siche e Inno a ion?
Unse e Sich – zu Diskussion
Deu sche
Ve siche e
Umse zungs-
konzep ion
und P o o yping
Füh ung,
Menschen
und Kul u
O ganis.
und Go e -
nance
Messg ößen
und Incen i ie ung Inno a ions-
Agenda
Inno a ions-
Budge und
-Ressou cen
Inno a ions-S a egie
Inno a ions-Enable
Inno a ions-P ozess
Bei ag zu
Un e nehmens-
s a egie
Kunden-
analyse und
Ideengene .
Launch und
Lebens-
zyklusmgm .
P&G
49
Vo ag Symposium - Inno a ion in de Ve siche ungsb anche_9No 12.pp x
Copy igh © 2012 by The Bos on Consul ing G oup, Inc. All igh s ese ed.
Inno a ion wi d zum Muss ü Ve siche e !
D ama ische Ans ieg de Ve ände ungsdynamik
Ma k
•Lang is ige Nied igzinsphase, daue ha hohe Vola ili ä de Finanzmä k e
•Unsiche hei bzgl. lang is ige wi scha liche En wicklung
•Ge inges Ma k wachs um
•Hyb ides, schwe o he sehba es Kau - und In e ak ions e hal en (insb. Online)
•Besse e In o ma ionszugang und e höh e P eissensi i i ä
•Fo de ung nach ein achen, e s ändlichen P oduk en
Kunden
•Höhe e Kapi al- und T anspa enzan o de ungen (SII, Ve mi le ich linie)
•Imme häu ige e Eing i e des Regula o s
•Absehba e Ve ände ungen de Sozialsiche ungssys eme
Regu-
lie ung
•Beschleunig e Fo sch i bei Kommunika ions echnologien
•Höhe e Au oma isie ung, zunehmende IT- und P ozesskomplexi ä
•Massi e Ans ieg de Da enmengen
Tech-
nologie
•Kundenschni s elle bei B anchen emden (OEMs, Google, Facebook, Check24)
•Zunehmende Konsolidie ung des Ma k es – wei e hin jedoch agmen ie
•Zunehmende Commodi isie ung de P oduk e
We -
bewe b
Vo ag Symposium - Inno a ion in de Ve siche ungsb anche_9No 12.pp x
Copy igh © 2012 by The Bos on Consul ing G oup, Inc. All igh s ese ed.
Und: Inno a ion lohn sich!
Quelle: 2012 BCG Global Inno a o s Su ey
Jäh liche TSR
P ämie in %
15
10
5
0
Asia .-Pazi ische
Inno a o en
6.9
14.0
Eu opäische
Inno a o en
1.3
-4.3
Ame ikanische
Inno a o en
1.1
6.5
Globale
Inno a o en
2.7
5.9
-5
10-Jah es P ämie
3-Jah es-P ämie
3-Jah es- und 10-Jah es-To al Sha eholde Re u n (TSR)
inno a i e Un e nehmen i. V. zu ih en We bewe be n
50
8. MODULARE PRODUKTE IN DER SACHVERSICHERUNG FÜR
PRIVATKUNDEN - KUNDENORIENTERUNG ERLEBBAR MACHEN
Jens Lison, Mi glied des Vo s ands de Allianz Ve siche ungs-AG
Abs ac des Vo ags au dem 17. Kölne Ve siche ungssymposium am 9. No embe 2012
Die Allianz bau konsequen die Sach e siche ungen ü den P i a kunden um und en wi-
ckel de zei ein einhei liches, modula es P oduk -Konzep . Dies ha sich be ei s im Ve kau
de modula en Au o e siche ung bewäh . Auch die P i a -Ha p lich - und Haus a e si-
che ung, die sei F ühjah 2012 am Ma k sind, kommen bei den Kunden gu an. Wei e e
Angebo e sind in Planung.
Das P inzip de Modula i ä is ein ach: Es gib einen Baukas en, in dem sich eine beliebige
Anzahl on P oduk en lexibel zusammens ellen läss . Fü jede Ve siche ung gib es jeweils
einen leis ungss a ken G undschu z und E wei e ungsbaus eine. Auße dem können je
nach indi iduellem Beda e schiedene Zusa zbaus eine hinzu gewähl we den. Die Vo -
eile ü den Kunden liegen au de Hand: E e häl eine Police, gu au einande abge-
s imm e Bedingungen und nu eine Rechnung.
Zu den modula en P oduk en gehö un ennba die um assende Be a ung, du ch die de
Ve e e den Beda des Kunden genau e mi el und das P oduk indi iduell zusammen-
s ell . So zahl de Kunde nu ü die Leis ungen, die e wi klich b auch . Allianz mach au
diese Weise Kundeno ien ie ung e lebba .
Be o ein P oduk in den B ei eneinsa z geh , wi d in de Regel ein Tes e kau on einigen
Wochen in und hunde Agen u en du chge üh . Dabei wi d gep ü , ob beispielsweise
die Ve kau sso wa e s abil genug is und die Leis ungs o eile bei den Kunden auch wi k-
lich ankommen. Diese wich igen Hinweise we den au geg i en und gegebenen alls o
de B ei enein üh ung umgese z .
Fü Kunden, die wei e hin eine Komple -Lösung wünschen, bie e die Allianz diese übe
www.allsecu .de an. Hie können wenige be a ungsin ensi e P oduk e wie die K z-
Ve siche ung schnell und güns ig abgeschlossen we den.
51
9. DER IDEENCOSMOS – DER KUNDE ALS ENTWICKLER
Ma in Schmid -Schön, Lei e „eCosmos“ de CosmosDi ek Gesellscha en
Kommen ie e Un e lage des Vo ags au dem 17. Kölne Ve siche ungssymposium am 9. No embe 2012
mi einem o angehenden Ku zbe ich de He ausgebe P o . D . Michaele Völle und P o . Ho s Mülle -Pe e s
Bes P ac ice im mul imedialen Kundenkon ak demons ie e Ma in Schmid -Schön, Be-
eichslei e bei CosmosDi ek , in seinem Vo ag „Kunden begeis e n übe neue Wege –
Vom IdeenCosmos zu meinCosmosDi ek “ beim 17. Kölne Ve siche ungssymposium. Die
CosmosDi ek e binde inno a i e P oduk o men mi inno a i en Kon ak kanälen – z. B.
übe Sma phones und Table Compu e – und eagie so au Ve ände ungen des Kun-
den e hal ens und de Kundene wa ungen. De mode ne Kunde zeig keine Tole anz ge-
genübe In anspa enz und Unbequemlichkei . En sp echend zeichnen sich die Lösungs-
ansä ze de CosmosDi ek du ch eine hohe T anspa enz und Benu ze eundlichkei , zu-
gleich abe auch du ch eine hohe Flexibili ä und hohe Siche hei aus.
Ma in Schmid -Schön üh e aus, wie Kunden übe den „IdeenCosmos“ in die En wicklung
neue Lösungen eingebunden we den. Neue Kundene wa ungen we den zudem im pe -
sonalisie en Online-Be eich „meinCosmosDi ek “ au geg i en. Neben ielen ande en
Funk ionen gib es hie beispielsweise einen agesak uellen Kon oab u zu Vo so ge e -
ägen und Möglichkei en zu T ansak ionen, wie man sie bishe wohl nu aus dem Online-
Banking kenn . Auch de T end zu Nu zung des mobilen In e ne s wi d bei de CosmosDi-
ek be ei s be ücksich ig , da de Online-Be eich auch in eine mobilen Ve sion e ügba
is .
52
Neue Wege
Neue An wo en ü eine neue Gene a ion on
Kunden
Pe e S ockho s
Vo s ands o si zende
20. Sep embe 2012
Kunden begeis e n übe neue Wege
–
Vom IdeenCosmos zu
meinCosmosDi ek
Ma in Schmid -Schön
Be eichslei e eCosmos
09. No embe 2012
Kunden begeis e n übe neue Wege
Dami e olg CosmosDi ek olgende zen ale Ziele:
• Kunde s eh im Mi elpunk – Aus ich ung alle Ak i i ä en au Kunden begeis e n
und
• Übe neue Wege – Inno a ion on neuen Online-P oduk en / -Se ices, abe auch
Inno a ion in de Kommunika ion und Ve ma k ung
Anhand wenige Folien wi d im Folgenden da ges ell , wie CosmosDi ek den Kunden
ak i in den Ideen- / En wicklungsp ozess einbinde und welche Inno a ionen dabei
en s ehen können:
Vom IdeenCosmos zu
mein
CosmosDi ek …
53
1
Mega end In e ne e ände Kunden e hal en und Kundene wa ungen
–auch bei Ve siche ungen
Zunächs zu Ausgangslage:
Di e se S udien bes ä igen
De Mega end In e ne e ände das Kunden e hal en und die
Kundene wa ungen:
• 60 P ozen de Bundesbü ge shoppen im Ne z
• 34 P ozen e ledigen ih e Bankgeschä e online
• 70 P ozen de Deu schen suchen im In e ne nach In o ma ionen zu Wa en
ode Diens leis ungen
Diese Digi alisie ung wi d du ch die zunehmende Nu zung on Sma phones und Table s
wei e zunehmen.
Das neue Kundene leben e ände auch die Ve siche ungsb anche.
Ein ach und anspa en , always online sowie Flexibili ä sind neue Kundenwünsche.
Abe auch: De Kunde möch e ak i selbs ges al en. Sei es, dass e seine Al e s o so ge
selbs in die Hand nimm ode in de P oduk en wicklung mi ges al e .
54
0
Im IdeenCosmos ges al en Kunden ak i mi –
eine neue Pla o m im Dialog mi dem Kunden
Ideen-We bewe be
Ak i e Ideen-Aus ausch mi Kunden
in e schiedenen Be eichen
In o übe umgese z e Ideen
Diskussion zu ak uellen Themen
und F ages ellungen
De IdeenCosmos – die Ideen-Pla o m
Auch CosmosDi ek -Kunden ges al en ge ne mi . Da ü wu de eine eigene Ideen-Pla o m
en wickel : De IdeenCosmos, mi olgenden Zielse zungen:
• Ak i e Aus ausch mi Kunden zu e schiedenen Be eichen: P oduk e,
Se ices und Kommunika ion, z.B. Ve ma k ungsideen
• Diskussionspla o m zu ak uellen Themen und F ages ellungen unse e
Kunden, z.B. zu Unisex.
Die En wicklung und die Ein üh ung des IdeenCosmos Mi e 2011 wa dabei selbs ein
E gebnis unse es in e nen Inno a ionsmanagemen s.
55
0
Ideen-We bewe be lie e n wich ige Impulse zu ak uellen En wicklungs hemen di ek om Kunden
Beispiele
Ak uelle We bewe b
zu Wei e en wicklung Kundenpo al
mein
CosmosDi ek
Top-Fonds ü neues P oduk
Flexible
Vo so ge
In es
on Kunden o geschlagen und
gewähl
Dabei lie e n Ideen-We bewe be wich ige Impulse di ek om Kunden.
Zu e schiedenen ak uellen En wicklungs hemen und F ages ellungen we den im
IdeenCosmos empo ä e We bewe be ausgesch ieben. CosmosDi ek -Kunden wählen
dann aus den Fa o i en die Gewinne aus. Die bes en Ideen we den ausgezeichne und
ließen in die En wicklung ein.
Beispiele ü We bewe be:
• Mi ges al ung bei de Risiko-Lebens e siche ung, z. B. Gene ie ung on
Ideen ü wei e e Leis ungsbaus eine
• Ve ma k ungsideen ü Flexible Vo so ge und Kinde -Spa Plan
• Ideen zu Kundenemp ehlungsp og ammen
• Ideen zu Ein üh ung eine Schaden-App
Viele An egungen und Ideen be e en das Kundenpo al meinCosmosDi ek , wie auch im
le z en We bewe b. Die bes en Ideen ließen in die Roadmap zu Wei e en wicklung on
meinCosmosDi ek ein.
56
0
Mi
mein
CosmosDi ek neue An wo en au neue Kundene wa ungen –
pe sonalisie e Online-Be eich mi Kunden en wickel …
He Mus e mann
.
He Mus e mann.
Neue T anspa enz
•Pe sönliche
Online-O dne
•Ak uelle We en wicklung
Ein ach & lexibel
•Übe sich liche Online-
Ve ags e wal ung
•Online-Se ices mi nu einem
Klick
mein
CosmosDi ek – neue An wo en au neue Kundene wa ungen
meinCosmosDi ek is das zen ale Kundenpo al on CosmosDi ek . Es wu de zusammen
mi und ü Kunden en wickel und zahl ein au
neue T anspa enz mi pe sönlichem Online-O dne
• alle Ve äge au einen Blick mi Online-Zug i au wich ige
Ve agsun e lagen wie Police und We mi eilung und dami E spa en on
Papie o dne n sowie das Einso ie en und Suchen de Ve agsun e lagen
• ak uelle We en wicklung de Geldanlagen und Al e s o so ge (mona lich,
z.T. auch äglich); Da s ellung de Ablau we e und de Ren en ans a des
Wa ens au die jäh lichen We mi eilungen
Ein achhei und Flexibili ä :
• Ve äge sind anhand des Finanzcockpi s online ein ach zu e wal en
• Angebo e online ode pe Tele on sind e gleichba , neue Be echnungen
können o genommen und An äge können online abgeschlossen we den
meinCosmosDi ek is in de Ve siche ungsb anche einmalig und e mu lich das
meis genu z e Kundenpo al. De Zusp uch is seh hoch, be ei s 160.000 Kunden (S and
Ok obe 2012) sind in meinCosmosDi ek angemelde . Inzwischen wu den 1 Million
Besuche gezähl .
57
0
… mi inno a i en Angebo en – ein ach online…
Auszeichnungen ü Flexible Vo so ge
In es
Geldanlage und
Al e s o so ge selbs
ges al en – so ein ach wie
Online-Banking
Inno a ion
Flexible Vo so ge –
mi anspa en e
Online-Ve wal ung
übe
mein
CosmosDi ek
Ein ache Online-Ve ags e wal ung in
mein
CosmosDi ek mi inno a i en
Angebo en – Die Flexible Vo so ge
Die Flexible Vo so ge is eine sei s ein Spa p oduk mi ga an ie en Zinsen in den e s en 3
Jah en und de Möglichkei , mona lich lexibel ein- und auszuzahlen. Ande e sei s is die
Flexible Vo so ge ein Al e s o so ge-P oduk . De Kunde komm dennoch jede zei an sein
Geld. Dami e üllen wi die wich ige Kundene wa ung in Bezug au Flexibili ä .
Die Flexible Vo so ge gib es auch au Fondsbasis mi eine Auswahl on 5.000 Fonds und
den olgenden Vo eilen:
• jede zei aus- und einzahlba (Ve echnung mi dem Tagesgeld-Kon o)
• ägliche Sich au das Gu haben mi de En wicklung de Fonds. Das gesam e
Fondsmoni o ing und - e wal ung sind in meinCosmosDi ek , in eg ie , analog
Online-Banking
• Das In e essan e: Die Basis de Flexiblen Vo so ge is eine ondsgebundene
Ren en e siche ung.
Fü diese Inno a ion ha CosmosDi ek im ak uellen Se ice a ing die zwei e
Auszeichnung bekommen.
Ein wei e es Highligh in
mein
CosmosDi ek : Das Finanzcockpi …
De Kunde kann ganz ein ach u. a. on seinem Tagesgeldkon o einen Wunschgeldbe ag
in die Flexible Vo so ge ode in die Ren en e siche ung (z.B. Basis en e) umschich en. Alles
mi einem Klick, so ein ach wie Online-Banking.
64
e schon ein S anda d ü as die Häl e de Kunden (YouGo 2012, Kundenmoni o Asse-
ku anz Highligh „Be a ung de Zukun “). Wohlmöglich gehö in Zukun die Kon ak au -
nahme zu (pe sönlich bekann en) Be a e n übe Cha ode Co-B owsing ebenso zum S an-
da d, wie dies be ei s P obanden in einem Zukun swo kshops o mulie haben (YouGo
2010, Se ice-A chi ek u de Zukun ).
Li e a u
P ice, Bill & Ja e, Da id (2008). The bes se ice is no se ice. How o libe a e you cus om-
e s om cus ome se ice, keep hem happy & con ol cos s. Wiley. San F ancisco
Se iceRa ing (2011). Ö en lichkei sbe ich zum Se ice-Inno a ionsp eis Asseku anz
2011. www.se ice a ing.de
Se iceRa ing (2012). Ö en lichkei sbe ich zum Se ice-Inno a ionsp eis Finanzdiens leis-
ung 2012. www.se ice a ing.de/con en .php?baseID=940
YouGo (1996-2012). Kundenmoni o Asseku anz.
www. esea ch.yougo .de/kundenmoni o -asseku anz
YouGo (2010). Se ice-A chi ek u de Zukun . www. esea ch.yougo .de/se ice-
a chi ek u -2015
YouGo (2006-2012). Kundenmoni o Banken.
www. esea ch.yougo .de/se ices/kundenmoni o -banken
65
D INNOVATION - AKTUELLE PROJEKTARBEITEN AM INSTITUT FÜR
VERSICHERUNGSWESEN DER FACHHOCHSCHULE KÖLN
11. SITUATIVE – WHITE-LABELING FÜR (SITUATIVE) VERSICHERUNGEN
Lenna Wul , Geschä s üh e Si ua iVe GmbH, G ünde on AppSiche n
Im Aus ausch mi ielen P oduk e an wo lichen au de Ve siche e - und Ve iebsebene
komm häu ig zum Ausd uck, dass die Nischen hemen e nachlässig we den. O mals
sind de Hin e g und hie zu ehlende beziehungsweise zu eu e P ozesse, um den Ve ieb
o allem im Online-Be eich zu ealisie en. E gebnis is , dass Ve siche e und Makle zwa
online P oduk e anbie en, dann abe in de Regel nu in P oduk be eichen, die schon as
als Commodi y bezeichne we den können, allein ob de Fülle an wei gehend aus ausch-
ba en Angebo en in beiden Wel en, also O line und Online.
Hie bei hil ein Blick aus dem Fens e . Ande e Indus ien zeigen ag äglich, dass die E -
schließung on Nischen aus eichend Po enzial bie e , indem dem Kunden in allen Belan-
gen des All ags Lösungen be ei ges ell we den, diesen besse zu o ganisie en. Im Vo de -
g und s ehen hie in de Regel sowohl ein au die Nische angepass es P oduk ode eine
Diens leis ung, als auch ein echnische P ozess, de die Be ei s ellung und Abwicklung
ebensolche T ansak ionen beglei e . De Ansa z on Si ua iVe is , genau dieses Vo gehen
au die Asseku anz zu übe üh en.
Du ch o angegangene E ah ungen de G ünde on Si ua iVe als Ve siche e , Makle und
Asseku adeu sowie eine aus eichend o handenen Online-Kompe enz wu de schnell
kla , dass es
a) um die Be ei s ellung on P oduk en ü den Mobile-Kanal geh und
b) eine gewisse P oduk inno a ion zu e olgen ha , die eine Anpassung an den anzu-
wendenden Kanal – Mobile – beinhal e .
Im Rahmen de Zusammena bei mi Ve siche e n und ande e P oduk lie e an en be as-
sen wi uns o allem dami , das Thema Time- o-Ma ke zu beschleunigen und die hie häu-
ig o kommenden Hü den zu eduzie en. Neben e aglichen Themen und de en Ab-
s immung als besonde em „Zei esse “ s ehen insbesonde e p ozessuale F ages ellungen
im Vo de g und, die wi in de Regel du ch be ei s gemach e E ah ungen mi Ve siche e n
und kla e Rollen e eilung lösen. Komplex is am An ang siche lich das Umdenken beim
P oduk gebe , weg om Abschluss au Daue hin zum Abschluss ü die spezi ische Risiko-
si ua ion. Als P oo o Concep und E läu e ung dienen uns hie bei die be ei s bes ehen-
den si ua i en Deckungen sowie konk e e P oduk an o de ungen on Kunden und Ve -
iebspa ne n. Im Rahmen de Umse zung hal en wi uns an den Ablau wie olg , mi dem
Ziel, die ün Phasen binnen eines Mona s umzuse zen.
66
Ablau P oduk ein üh ung
In e essensbekundung hinsich lich Be ei s ellung si ua i e
Ve siche ungsp oduk e du ch Ve siche e .
Phase 1
Ablei ung konk e e si ua i e Ve siche ungsp oduk e (1-3 P oduk e als
Ma k es ), die ku z is ig au Basis bes ehende Deckungen (Modi ika ion on
Jah esdeckungen) abgelei e we den können.
Phase 2
Ablei ung on konk e em Um ang & P icing sowie Zielg uppe ü P oduk Phase 3
Au be ei ung on Un e lagen, Hin e legung de P oduk e in Back-End on
Si ua iVe, Au be ei ung Bilde & Tex e inne halb des Back-End
Phase 4
Beginn des P oduk e iebes, gemeinsame P essemi eilung, Ve ma k ung
übe geziel e Special-In e es -G uppen, Koope a ionspa ne & Di ek e ieb
Phase 5
Time- o-Ma ke Op imie ung & P oduk inno a ion s eh im Vo de g und
Sinn und Zweck on Whi e-Labeling im Ve siche ungs e ieb
Im Rahmen des e ieblichen E olgs beim Absa z on Nischenp oduk en bzw. Ven illö-
sungen spiel eine g oße Rolle, dass e schiedene Ansä ze – insbesonde e aus Ma ke ing-
sich – ge es e we den. De e iebliche R&D-Au ag üh zu gewich igen E kenn nissen
beispielsweise hinsich lich de zu e wendenden Kanäle bzw. Pa ne scha en zu Posi io-
nie ung on Nischen hemen gegenübe Kunden. In g oßen Häuse n is – in de Regel his-
o isch beding – aus Ve iebssich seh wenig Raum ü „Expe imen e“. De Ve ieb on
Ve siche ungen in Deu schland ich e sich sei Jah zen en an bewäh en Modellen aus.
Ein g oßes P oblem hie bei s ellen die Themen Ve iebswegekon lik und Kannibalisie-
ung da , zumindes im Rahmen bes ehende P oduk linien.
Einhe gehend is P oduk inno a ion aus de Nische spannend, um
a) neue Maßnahmen und Ve iebswege zu e p oben und
b) P ämie aus wi klichem Neugeschä s a Ve d ängungswe bewe b zu heben.
Man muss nich wei schauen, um E olgsmodelle ü die E p obung neue Wege zu inden.
Insbesonde e E-Comme ce und hie bei o handene Modelle in F equenzmä k en, zum
Beispiel Mode ode Konsumgü e im Speziellen, sp echen Bände hinsich lich des Ve ände-
ungspo enzials in e ablie en Mä k en und de Rolle on E-Comme ce und den dami e -
bundenen P ozessen im Hin e g und.
Um hie nich ins Hin e e en zu ge a en, können Ma k eilnehme de Asseku anz nun-
meh den Weg und die E ah ungen allein bes ei en, mi den en sp echenden Höhen und
Tie en au de E gebnissei e sowie dem en sp echend hohen In es i ions isiko. De Ansa z
on Si ua iVe is es, du ch die Be ei s ellung eines zei gemäßen und skalie ba en Ve siche-
67
ungs-Ma k pla zes mi Mobile-Fokus den P oduk lie e an en die Möglichkei zu geben,
die bishe in Schubladen und O dne n e s aubenden spannenden P oduk ideen ü kon-
k e e Zielg uppen online be ei zus ellen. Sinn und Zweck hie bei is insbesonde e, Kun-
den-Akquisi ionskos en (CAC; Cus ome Acquisi ion Cos ) du ch Angebo e klein eilige Ein-
s iegsp oduk e zu eduzie en bzw. du ch e schiedene Kanäle den op imalen Mix zu E -
eichung de Zielg uppe es zus ellen. Die no wendigen p ozessualen We kzeuge und
Ressou cen s eue Si ua iVe hie bei als Ou sou cing-Pa ne ü den Ve ieb in de Nische
bei.
Ma ke ings a egie
Geziel es P oduk & Ansp ache de passenden Kanäle eduzie CAC*bedeu end
* Cus ome Aqcuisi ion Cos s
s.
De inie e Zielg uppe
Kein We bewe b / Neue Ma k
Hohe F equenz
Unique Con en
P oduk di e enzie ung
Zielg uppen okus
Va iable Kos en
Lau zei in 24 H In e allen
Ve e e Makle
P eis e gleich Di ek e siche e
App Mobile In e ne
Websi e Pa ne ing
Pa ne ing
Social Media
S a ionä /
Poin -o In e es In e mediä e
E-Ma ke ing
G oße Zielg uppe
Hohe We bewe b
Nied ige F equenz
Copy & Pas e Con en
Keine P oduk di e enzie ung
Massen okus
Fixe Kos en
Lau zei min. 1 Jah
Dass Ve ände ungen in de Be ei s ellung on P oduk en und Diens leis ungen dis up i
s a inden können, zeig eine Vielzahl on Analogien im olgenden Schaubild. Die Beispie-
le zeigen Blockbus e -Mä k e au , in denen Ma k eilnehme in seh ku zen Zei phasen
du ch neue Ma k eilnehme au Daue abgelös wu den. Hin e g und ü den dis up i en
E ek wa in de Regel eine Ve ände ung in de Be ei s ellung de Leis ung mi en sp e-
chende p ozessuale E leich e ung ü den Kunden, die on den e ablie en Ma k eil-
nehme n aus T äghei ode aus de Mach posi ion he aus e nachlässig wu de. Die Ve -
ände ungen im Be eich de Finanzdiens leis ungen, insbesonde e au echnologische
Ebene, machen es e o de lich, dass sich auch die Asseku anz mi Modellen beschä ig , in
denen die e schiedenen Pa eien ih e jeweilige S ä ke einb ingen, um e ände em
Ma k e hal en nachzukommen.
68
Fokus au Angebo & Kanal als E olgs ak o
iTunes bzw. App S o es wa en Vo ei e und sind analoge E olgsmodelle
Ges e n Heu e & Mo gen
Ve siche ungen
Analogie: Mediale Inhal e, Diens leis ungen
Ve kau en
S anda dlösungen
Einzel e ieb on
P oduk en
Analoge S uk u en
Kau en
Beda sge ech
Pla o m
Ve ügba kei genau dann,
wenn das Bedü nis bes eh
Online/ O line
Ve lage
Ho elsei en
Wa enhändle
Themenspezi ische Angebo e
Ve siche ungen
Analogie: Mediale Inhal e, Diens leis ungen, Wa en
Im Rahmen eine P ojek a bei on ün Mas e s uden en des Ins i u ü Ve siche ungswe-
sen an de FH Köln im F ühjah 2014 wu de eine Whi e-Labeling S a egie ü die Zusam-
mena bei zwischen e ablie en Ve ieben und Si ua iVe als S a -Up und Be eibe on
AppSiche n als B2C Kanal en wickel . E kenn nis hie bei wa insbesonde e, dass ü Makle
de Ausbau des Angebo es an Ve siche ungslösungen in Nischen – zum Beispiel du ch
Be ei s ellung on si ua i en Ve siche ungen – ein s a kes Ins umen zu Kundenbindung
und zum Ausbau on Expe ise in Nischen hemen sein kann.
Whi e-Labeling Nu zen am Beispiel des Makle s
Im Rahmen des Whi e-Label Ansa zes bes eh hie bei ü den Makle de Nu zen, dass e
ohne g oße In es i ionen ode Au bau eigene Ressou cen im Rahmen seine Ma ke An-
gebo e als Sel -Se ice be ei s ellen kann, die ü o handene ode im Au bau be indliche
Kundeng uppen mi kla abg enzba en Risikop o ilen on hohe Rele anz sind. Du ch die
Be ei s ellung des s a k au die Si ua ion ausge ich e en P oduk s mi Rückkopplung au
die en sp echende Zielg uppe zeichne sich de Makle als P oblemlöse de Zielg uppe
aus, ohne hie bei das Geschä mi den bes ehenden P oduk linien zu ge äh den ode zu
kannibalisie en.
Du ch Be ei s ellung eines übe mobile Endge ä e e ügba en Sel -Se ice-Kanals o en-
ba de Makle wei e gehend sein In e esse und seine Kompe enz, den Kunden auch in
Zei en des In e ne s mi au die Kundensi ua ion angepass en Absiche ungskonzep en zu
e so gen, die ob de Sel enhei (aus Kos eng ünden ode aus Gewohnhei ) auße halb des
du ch den Makle und seine Be a ung gescha enen daue ha en Ve siche ungsschu zes
liegen.
z.B.
iTunes, Google Play,
ai bnb, amazon,
69
Sel -Se ice-P oduk e beziehungsweise de Hinweis hie zu du ch den Makle machen
selbs edend nu dann Sinn, wenn de Ve mi le dabei nich Ge ah läu , den Kunden im
Rahmen de egulä en Deckungen an P eis e gleichspla o men ode ähnlich gea e e
Agg ega o en on Ve siche ungsangebo en zu e lie en.
Die Di e enzie ung beim Whi e-Labeling on Si ua iVe is hie bei de Fokus au bishe
nich digi alisie e Ve siche ungsp oduk e in de Nische, die bishe (aus G ünden de Ve -
ügba kei , des E ages ode echnische Möglichkei en) nich be ei ges ell wu den. Nun
we den sie au g und des e ände en Käu e e hal ens ak i ange ag und können übe
den Ve auenskanal Makle als Sel -Se ice-Angebo e ügba gemach we den.
P oduk konzep
- Un e schiedliche P oduk a ian en: Makle / SH -
Cha ak e is ika
P oduk pale e au Mi gliede k eis des Si ua ions-Holde n (SH) zugeschni en
Si ua i e Ve siche ungen können bes ehenden Jah es e siche ungen
angepass we den
Makle bie e Pla o m als Zusa zlösung an den SH an
SH kann die Pla o m seinen Mi gliede n als Zusa zleis ung anbie en
SH
X
Makle
A
Du ch deu lichen Hinweis au e mi elnden Makle wi d die
ech liche Abg enzung zum Si ua ions-Holde e üll
Zusä zlichen Meh we kann de Makle übe die Be ei s ellung seine eigenen Whi e-Label
P oduk e bzw. zielg uppenspezi ischen P oduk e ü seinen Kundens amm im Lage de
Ve bände, O ganisa ionen e c. (in de Abbildung anbei auch Si ua ions-Holde genann )
scha en, die ih e sei s s e s au de Suche nach nu zenb ingenden Zusa zangebo en ü
ih e Mi gliede ode Kunden sind.
De Makle komm dami in die Posi ion, seinem Kunden du ch die Be ei s ellung eines
sinn ollen Sel -Se ice P oduk es, welches ad-hoc zum Einsa z komm , eine wi kliche In-
no a ion aus dem Be eich de Ve siche ungen anbie en zu können, sam schlankem Ab-
schlusskanal und dem Po enzial, diese Angebo e s e s ausbauen und anpassen zu können.
70
P oduk konzep
- Un e schiedliche P oduk a ian en: Makle -
Cha ak e is ika
B ei e P oduk pale e möglich
Pla o m als Zusa zleis ung des Makle s
Besonde s In e essan , wenn Makle au einen bes imm en Kundenk eis
spezialisie is ode einen speziellen Kundenk eis e schließen will
Makle
A
Beispiel: Kundenk eis ha einen hohen An eil an Ma a hon-Läu e n
Makle posi ionie seine Pla o m als mobile und spon ane Lösung
en sp echende Risiken abzusiche n
Wie is nun die E ah ung aus de Zusammena bei mi den S uden en? Sowohl die S u-
den en als auch die Si ua iVe GmbH konn en e heblich on de gemeinsamen P ojek a -
bei p o i ie en. Die S uden en haben neben de Einübung on Techniken de Ma k analy-
se und des P ojek managemen s einen ie en Einblick in die Felde Whi e Labeling, A ini y
Ma ke ing und Makle koope a ion e hal en. Si ua iVe ha nich nu on eine um assenden
Ma k analyse p o i ie , sonde n zugleich zahl eiche An egungen ü die Umse zung de
eigenen Whi e Label S a egie bekommen. Die F uch ba kei diese inno a i en Fo m de
Leh e zeig auch das Resul a eine G uppe on Ma ke ings uden en, die im o he gehen-
den Semes e eben alls eine P ojek a bei mi de Si ua iVe GmbH du chge üh haben.
Das do en wickel e P oduk konzep – ein si ua i es Ve siche ungsp oduk im Be eich de
Mobili ä – s eh in nu leich modi izie e Fo m de zei ku z o seine Ma k ein üh ung.
71
12. MOBILES FACHWISSEN – DIE VERSICHERUNGSLEXIKON-APP DES
IVW KÖLN
Ka s en Ki sch, Geschä s üh e de di ek g uppe GmbH, P o esso Ho s Mülle -Pe e s, Fo -
schungss elle Ve siche ungsma k am IVW Köln
Ve siche ungsspezi ische Fachbeg i e ein ach un e wegs nachschlagen – die Applika ion
„Ve siche ungslexikon – die App des Ins i u es ü Ve siche ungswesen de FH Köln“ mach
das möglich. Einmal au das And oid-Sma phone ode iPhone geladen, äg man das um-
assende Lexikon imme mi sich. Au dem Weg zum Kunden ode wäh end eines Be a-
ungsgesp ächs kann Fach okabula schnell nachgeschlagen we den. Besonde s p ak isch
ü Auslands eisende ode Be a e in e na ionale Kunden: Zu allen Beg i en im Lexikon
we den zusä zlich die englischen Übe se zungen angegeben. Fü Un e hal ung so g das
Quiz, mi dem In e essie e die Fachbeg i e spiele isch ainie en können.
Gemeinscha sp ojek on di ek g uppe und S udie enden des IVW Köln
Die App is aus eine Zusammena bei de di ek g uppe mi dem Ins i u ü Ve siche-
ungswesen in Köln en s anden. In einem Semina zum Ve siche ungsma ke ing gaben die
Expe en P axis ipps aus den Be eichen Onlinema ke ing und mobile Applika ionen. Mi
Ra und Ta s anden sie zu Sei e, als die S uden en au Basis des neuen Wissens das Kon-
zep zu App en wickel en. Die Tex e des Lexikons – meh als 700 Fachbeg i e aus ün -
zehn Fachgebie en de Ve siche ungswi scha – en s anden in Zusammena bei on
S uden en, Mi a bei e n und P o esso en des Ins i u es. Anschließend übe nahm die di ek
g uppe die Ges al ung und echnische Umse zung de Anwendung.
Die App kann in den bekann en App-S o es kos enlos he un e geladen we den und wi d
am IVW lau end wei e en wickel .
Das IVW Köln ha mi seine App ein um assendes Lexikon zu den wich igs en Beg i en aus
dem Fachbe eich Ve siche ung gescha en. Das Fachlexikon is sowohl ü Laien als auch
ü B anchen ä ige eine p ak ische Hil e, wenn es da um geh , die Bedeu ung on e si-
che ungsspezi ischen Fachbeg i en schnell nachzuschlagen.
Zu allen Beg i en we den auch die englischen Übe se zungen angegeben. Übe die Such-
unk ion im Lexikon is eine Übe se zung e siche ungsspezi ische Fach e mini so schnell
möglich.
Auße dem bie e die App die Möglichkei , die Beg i e mi els eines indi iduell eins ellba-
en Quiz zu ainie en. Dies gib S udie enden und P ak ike n eine spiele ische Ein üh ung
in die un e schiedlichen Fachbe eiche de Ve siche ungswi scha , sowie eine Le nhil e
und Wissenss ande hebung.
Wei e e Funk ionen:
Mensaplan: Als e gänzende Se ice ü die S udie enden en häl die App eine mo-
bile Ansich des ak uellen Mensa-Speiseplans de FH Köln.
Feedback: Die Meinung de Anwende is uns wich ig, dami wi die App und die
Beg i e des Lexikons wei e en wickeln können. Die Nu ze haben die Möglichkei ,
72
ih en Namen, ih e E-Mail-Ad esse und einen en sp echenden Feedback ex und
Ve besse ungs o schläge ( ehlende Fachwö e /Ko ek u en) zu App einzu eichen.
Das Team de App an de Fachhochschule Köln
73
13. PAM UND PAMA - EIN INNOVATIVES PROJEKTORIENTIERTES
LEHRKONZEPT ZWISCHEN THEORIE UND PRAXIS
P o . D . Michaele Völle und P o . Ho s Mülle -Pe e s, Fo schungss elle Ve siche ungsma k am
IVW Köln
Nich nu im Ve siche ungswesen, auch an de Hochschule sind Inno a ionen ge ag . Heu e s eh
die Kompe enz- und nich meh die eine Wissens e mi lung im Vo de g und de akademischen
Ausbildung, so dass die he kömmlichen Vo lesungen und Semina e aus hochschuldidak ische
Sich o nich meh geeigne e scheinen.
Die Module PAM, P ojek A bei Ma ke ing, und PAMA, P ojek A bei MAs e , am Ins i u ü
Ve siche ungswesen sind p ojek basie e Leh o ma e, die nachhal ige e Le ne olge zum Ziel ha-
ben.
Bei PAM und PAMA handel es sich um Ech p ojek e, die im Rahmen eines P lich moduls sowohl
im Mas e s udiengang Ve siche ungswesen im ie en Semes e als auch im Wahlp lich ach Ve si-
che ungsma ke ing des Bachelo s udiengangs Ve siche ungswesen im ün en Semes e bei eine
Ku sg öße on 30-45 S udie enden s a inden.
14.1 Mo i a ion de Module PAM und PAMA
Die s eigende Bedeu ung übe achliche Kompe enzen im Be u sall ag unse e Absol en en s ell e
die Mo i a ion ü die Ein üh ung de Module PAM und PAMA da . Imme häu ige sind in Un e -
nehmen Teams s a Einzelpe sonen e an wo lich ü die Au gabene ledigung und somi auch
ü den E olg. De beschleunig e Umwel wandel wi P obleme und neua ige F ages ellungen
au , ü de en Lösung o P ojek eams eingese z we den.
Fundie es Fachwissen is somi nich alleinige Ga an ü E olg: Fähigkei en in Teama bei , P o-
jek managemen und Lösungs indung sind on wachsende Bedeu ung. En sp echend soll e die
Ve mi lung solche übe achlichen Kompe enzen heu e die Ve mi lung on Fachkompe enzen an
de Hochschule e gänzen.
Das Ins i u ü Ve siche ungswesen de Fachhochschule Köln ha diese No wendigkei schon o
ielen Jah en e kann . So üh en die Au o en be ei s 2004 im damaligen Diploms udiengang Ve -
siche ungswesen Falls udien als Vo o m on PAM im Wahlp lich ach Ve siche ungsma ke ing ein.
Im Mas e s udiengang is die Du ch üh ung eine P ojek a bei sei dem e s en Mas e jah gang ein
P lich modul: Alle Mas e -Absol en en des IVW eignen sich das Rüs zeug ü e olg eiche P ojek -
a bei im Rahmen ih es S udiums an.
Die Module PAM und PAMA e üllen jedoch nich nu die An o de ungen aus de Wi scha , son-
de n haben sich on An ang an als Fo ma ü nachhal iges, mannig al iges und kompe enz-
o ien ie es Le nen bewäh .
14.2 Ablau de Module PAM und PAMA
Die ie - bis sechsköp igen P ojek eams bea bei en bei PAM(A) ak uelle Au gabens ellungen, die
on Un e nehmen aus de Ve siche ungswi scha und e wand en B anchen als „Au aggebe n“
o gegeben we den. Die Themen haben einen deu lichen Bezug zu Ve siche ungsb anche und
e o de n nich nu Analysen, sonde n auch die En wicklung konk e e Konzep e ode Emp ehlun-
gen ü das s a egische ode ope a i e Managemen . Die Bea bei ung de Au äge e olg s e s
e gebniso en.
80
binden sich mi Ve agsabschluss lang is ig an das Un e nehmen. Da übe hinaus leb die
B anche da on, Risiken abzusiche n und nich , diese bewuss einzugehen; das muss man
abe un, wenn man Ve ände ungen e olg eich managen möch e. Dieses Buch e deu -
lich En scheide n und P ak ike n, dass die Ve siche ungsb anche e ände ungs ähige
we den muss, um im globalen We bewe b bes ehen zu können und p äsen ie Beispiele
e olg eiche Ve ände ungsp ojek e aus de B anche. Wich ige Themen sind dabei die En -
deckung des Kunden, de Ve ieb de Zukun , die Ges al ung on Inno a ionen, de Um-
gang mi de Digi alisie ung, das Ak ua ia on mo gen sowie die e o de lichen Fähigkei-
en ü das Managemen in de Ve siche ungsb anche.
De Inhal
Den Wandel e olg eich ges al en – Lösungskonzep e ü die Ve siche ungsb anche
Ve ände ungen du ch People Managemen
Bes P ac ice Beispiele: wie Top Manage aus de Ve siche ungswi scha heu e be ei s
die Weichen ü die Zukun s ellen
De Weg zum agilen Ve siche ungsun e nehmen
Die He ausgebe in
P o esso D . Gab iele Zimme mann is P o esso in am Ins i u ü Ve siche ungswesen de
Fachhochschule Köln und Expe in ü Füh ung und Change Managemen . Sie be ä En -
scheide in F agen de Füh ung und des Wandels.
81
PROGRAMM DES 17. KÖLNER VERSICHERUNGSSYMPOSIUMS
AM 9. NOVEMBER 2012
Imp essum
Diese Ve ö en lichung e schein im Rahmen de Online-Publika ions eihe „Fo schung am IVW Köln“. Alle
Ve ö en lichungen diese Reihe können un e
www.i w-koeln.de ode hie abge u en we den.
Fo schung am IVW Köln,
10/2014
Mülle
-Pe e s, Völle (H sg.): Inno a ion in de Ve siche ungswi scha
Köln,
Dezembe 2014
ISSN (online) 2192
-8479
He ausgebe de Sch i en eihe /
Se ies Edi o ship:
P o . D . Lu z Reime s
-Rawcli e
P o . D . Pe e Schimikowski
P o . D . Jü gen S obel
Ins i u ü Ve siche ungswesen /
Ins i u e o Insu ance S udies
Fakul ä ü Wi scha s
- und Rech swissenscha en /
Facul y o Business, Economics an
d Law
Fachhochschule Köln / Cologne Uni e si y o Applied Sciences
Web
www.i w-koeln.de
Sch i lei ung /
Con ac edi o ’s o ice:
P o . D . Jü gen S obel
Tel. +49 221 8275
-3270
Fax +49 221 8275
-3277
Mail
jue gen.s obel@ h-koeln.de
Ins i u ü Ve siche ungswesen /
Ins i u e o Insu ance S udies
Fakul ä ü Wi scha s
- und Rech swissenscha en /
Facul y o Business, Economics and Law
Fachhochschule Köln / Cologne Uni e si y o Applied Sciences
Gus a Heinemann
-U e 54
50968 Kö
ln
Kon ak Au o / Con ac au ho :
P o . Ho s Mülle
-Pe e s
Ins i u ü Ve siche ungswesen /
Ins i u e o Insu ance S udies
Fakul ä ü Wi scha s
- und Rech swissenscha en /
Facul y o Business, Economics and Law
Fachhochschule Köln /
Cologne Uni e si y o Applied Sciences
Gus a Heinemann
-U e 54
50968 Köln
Tel. +49 221 8275
-3547
Fax +49 221 8275
-3277
Mail
ho s .muelle -pe e s@ h-koeln.de
Kon ak Au o / Con ac au ho :
P o . D . Michaele Völle
Ins i u ü Ve siche ungswesen
/
Ins i u e o Insu ance S udies
Fakul ä ü Wi scha s
- und Rech swissenscha en /
Facul y o Business, Economics and Law
Fachhochschule Köln / Cologne Uni e si y o Applied Sciences
Gus a Heinemann
-U e 54
50968 Köln
Tel. +49 221 8275
-3712
Fax
+49 221 8275-3277
Mail
michaele. oelle @ h-koeln.de