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Aufbau eines Minimalmetadatensatzes für die Konservierung-Restaurierung

Fischer, Kristina; Lasse Mempel-Länger

Abstract

Präsentation beim SODa-Forum am 16.10.2025 Vorgestellt wurden die bisherigen Arbeitsergebnisse zu Empfehlungen für einen Minimaldatensatz für Konservierungs- und Restaurierungsmaßnahmen. Die Entwicklung erfolgt aktuell in der NFDI4Objects Temporary Working Group Community-Standards für kontrollierte Vokabulare und Austauschformate im Bereich der Erhaltung und Pflege des kulturellen Erbes. Die TWG legt dabei den Fokus auf eine möglichst praxisnahe Umsetzung und orientiert die Empfehlungen an bestehenden Dokumentationspraktiken verschiedener Fachrichtungen und Institutionen. Einheitliche Metadaten und standardisierte Dokumentation sind wichtig für ein nachhaltiges Verständnis der durchgeführten Erhaltungsmaßnahmen. Restaurierte Objekte werden nicht nur in Sammlungen verwahrt, sondern aktiv in Forschung, Lehre und Ausstellungen genutzt. Eine systematische Erschließung der zugehörigen Daten fördert dabei den übergreifenden Austausch und die interdisziplinäre Zusammenarbeit. Durch die Verknüpfung restauratorischer Daten mit Kontexten aus der Archäologie, Kunstgeschichte oder Naturwissenschaft ergeben sich bisher unbekannte Zusammenhänge die neue Forschungsfragen eröffnen. Aktuelle Herausforderungen bei der Entwicklung des Minimaldatensatzes umfassen die Balance zwischen generischer Breite, fachlicher Vollständigkeit und praktischer Umsetzbarkeit. Genau hier ist das Feedback der Fachcommunity essentiell, das im Rahmen dieses Vortrags eingeholt und diskutiert wurde.

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Aufbau eines Minimalmetadatensatzes für die Konservierung-Restaurierung Förderkennzeichen: 501836407 NFDI4Objects ist Teil der Kristina Fischer Lasse Mempel-Länger Leibniz-Zentrum für Archäologie/ NFDI4Objects Restaurierungsdaten als Input für vielfältige Forschungsperspektiven Provenienz & Kunstgeschichte Verborgene Signaturen, Stempel, Aufkleber, Maltechnik und Werkstattpraxis geben Rückschlüsse auf Zuschreibung, Datierung und die Objektbiographie Naturwissenschaftliche Analysen Neu eingebrachte Materialien müssen bekannt sein, um spätere Analysen korrekt zu interpretieren und Verfälschungen auszuschließen. Konservierungswissenschaft Vergleichbarkeit von Zusammenhängen zwischen Schadensbildern und erfolgreich durchgeführten Behandlungen fördern neue Methodiken und fundierte Entscheidungsfindung Sammlungsmanagement Erkannte Klimasensibilität und Schadensursachen ermöglichen präventive Maßnahmen. Neu eingebrachte Materialien haben eigene Anforderungen an Lagerung, Transport und Ausstellungsbedingungen. Heterogene Dokumentation erschwert Austausch und Verständnis •November 2024 Gründung einer Arbeitsgruppe (“TWG”) innerhalb von NFDI4Objects oVergleich bestehender Dokumentationstraditionen oFormulierung eines Entwurfs für einen Dokumentationsstandard oEinbindung der Community zur Weiterentwicklung und Einigung als gemeinsamen “community-driven” Standard Aufgabe: Entwicklung eines Dokumentationsstandards TEMPORARY WORKING GROUP (TWG) Schritt 1: Analyse bestehender Dokumentationsinhalte 96 % Durchgeführte Behandlungsmethode(n) Primärdaten Sekundärdaten Verwendete Materialien und Werkzeuge 92 % Physischer Objektzustand & Schadensphänomene 93 % Zuständige(r) Restaurator*in 85 % Herstellungstechnik 69 % 93 % Objektmaterial(ien) 89 % Objekttitel 88 % Objektyp 85 % Inventarnummer 84 % Datierung Auswahl der Ergebnisse zu bisherigen Dokumentationsinhalten in der restauratorischen Praxis aus einer CommunityUmfrage im Rahmen von NFDI4Objects mit 240 Teilnehmenden (Fischer, 2025) *Die Prozentzahlen berechnen sich auf 183 Teilnehmenden, die bei dieser Umfrage mindestens eine Antwort angaben. •Zusammenstellen der identifizierten Metadatenelemente (Feldbezeichnungen) in einer SKOS angelehnten Tabelle •Formulierung bevorzugter und alternativer Bezeichnungen sowie Definitionen auf Deutsch und Englisch für ein allgemeines Verständnis •Erweiterung der Tabellenspalten um Metadaten-Eigenschaften wie Verpflichtungsgrad, Verwendungshinweis, Feldwert, Wiederholbarkeit und Angabe, ob nachgenutzt oder selbst zu erheben •Abgleich der zusammengetragenen Metadatenelemente mit bestehenden Standards wie den Minimalmetadatenempfehlungen für Museen und Sammlungen sowie Spectrum •Sammlung empfohlener kontrollierter Vokabulare für einzelne Felder Schritt 2: Sammlung der Metadatenelemente •Umwandlung der tabellarischen Daten in SKOS-RDF •Veröffentlichung als SkoHub-Page oÜbersicht über enthaltene Begriffe durch hierarchische Anzeige und Such-Funktion oZuweisung eines eindeutigen Identifikators und einer kontextspezifischen Definition zu jedem Begriff Restaurator A Bezeichnung 1 Bezeichnung 2 Bezeichnung 3 Restauratorin B Bezeichnung 1 Bezeichnung 2 Bezeichnung 3 Schritt 3: Erstellung eines KuR-Metadatenthesaurus Gemeinsames Meta-Vokabular Eigene Bezeichnungen - Restaurator A Eigene Bezeichnungen - Restauratorin B close match related match close match related match broader match broader match Identifikatoren dienen als “Referenzknoten” für sprachliche Vielfalt der menschlichen Ausdrucksweise Schritt 3: Erstellung eines KuR-Metadatenthesaurus https: //conservationdata.github.io/d oc u/#/ https: //conservationdata.github.io/d oc u/#/ Schritt 4: Visualisierung einer simulierten Eingabemaske (MockUp) Ausschnitt aus der Mockup-Page und dem zugehörigen Metadaten-Thesaurus als Beta-Entwurf des Standards