Zukunftsfähig mit Unternehmen kooperieren – studentische Fallbeispiele
Abstract
Der Beitrag zeigt anhand von Fallbeispielen, wie sich Nachhaltigkeitskompetenzen im Studium realitätsnah erwerben und in Unternehmen nutzbringend anwenden lassen, um zukunftsfähiges Wirtschaften zu ermöglichen.
Full text
5|2025 FÜR ANWENDUNGSBEZOGENE WISSENSCHAFT UND KUNST Impressum HAW als Vorbilder: Nachhaltigkeit in der Praxis leben und lehren Mallok, Jörn; Demele, Uwe: Zukunftsfähig mit Unternehmen kooperieren – studentische Fallbeispiele In: Die Neue Hochschule, 2025-5, S. 8–11. Permalink: https://doi.org/10.5281/zenodo.16942419 Persistent Identifier bei der Deutschen Nationalbibliothek: https://nbn-resolving.org/ urn:nbn:de:101:1-2025021228 Herausgeber: hlb-Bundesvereinigung e. V. Godesberger Allee 64 | 53175 Bonn Telefon: 0228 555 256-0 Chefredakteur: Prof. Dr. Jörg Brake Kirschgartenstraße 19 67146 Deidesheim Telefon: 06326 218 119 3 joerg.brak[email protected] (verantwortlich im Sinne des Presserechts für den redaktionellen Inhalt) Redaktion: Dr. Karla Neschke Telefon: 0228 555 256-0 karla.neschk[email protected] Gestaltung und Satz: Nina Reeber-Laqua, www.reeber-design.de Herstellung: Wienands Print + Medien GmbH Linzer Straße 140 | 53604 Bad Honnef Erscheinung: zweimonatlich Verbandsoffiziell ist die Rubrik „hlb aktuell“. Alle mit Namen der Autorin/des Autors versehenen Beiträge entsprechen nicht unbedingt der Auffassung des hlb sowie der Mitgliedsverbände. ISSN 0340-448 x
8DNH 5 | 2025 HAW ALS VORBILDER: NACHHALTIGKEIT IN DER PRAXIS LEBEN UND LEHREN Permalink: https://doi.org/10.5281/zenodo.16942419 Zukunftsfähig mit Unternehmen kooperieren – studentische Fallbeispiele Der Beitrag zeigt anhand von Fallbeispielen, wie sich Nachhaltigkeitskompetenzen im Studium realitätsnah erwerben und in Unternehmen nutzbringend anwenden lassen, um zukunftsfähiges Wirtschaften zu ermöglichen. Prof. Dr. Jörn Mallok und Prof. Dr. Uwe Demele PROF. DR. JÖRN MALLOK Professur Unternehmensführung & Produktionsmanagement joer[email protected] PROF. DR. UWE DEMELE Professur Responsible Business Management & Ecological Sustainability [email protected] beide: Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde Schicklerstr. 5 16225 Eberswalde www.hnee.de Foto: HNEE | Florian ReischauerFoto: privat Fragt man Erstsemester nach ihren Vorstellungen zum zukunftsfähigen Wirtschaften, so antworten viele aus persönlicher Perspektive: Umwelt-Ticket nutzen, Abfall trennen, Einwegbecher vermeiden, Kleidung aus dem SecondHand-Shop kaufen, auf Flugreisen, Auto und Fleisch verzichten oder später in der Viertagewoche mobil arbeiten. Demgegenüber erwarten Unternehmen mit straff organisiertem Produktionsprogramm und festen Lieferverpflichtungen anwendungsbereite Kenntnisse z. B. zur effizienten Auftragsabwicklung oder im Projektmanagement kombiniert mit passgenauen Ansätzen für nachhaltiges Wirtschaften, um etwa gesetzliche Vorgaben zur Energieeinsparung und Dekarbonisierung zu erfüllen sowie Image und Marktstellung zu verbessern. Der vorliegende Beitrag zeigt, wie sich die studentischen Auffassungen zum Begriff „Nachhaltigkeit“ durch Vermittlung geeigneter Studieninhalte und Praxiserfahrungen an den Anforderungen zukunftsfähiger Unternehmen ausrichten lassen, um Wertschöpfung und Arbeitsplätze zu sichern. Nachhaltigkeitskompetenzen für Unternehmen Als Beispiel dient der umstrukturierte Bachelor-Studiengang „Unternehmensmanagement“, dessen Kernkompetenz der effizienten Auftragsabwicklung auch um die acht Schlüsselkompetenzen der Nachhaltigkeit erweitert wurde. Dazu gehören strategisches, system-, zukunftsund werteorientiertes Denken sowie implementierende, integrative, interund intrapersonelle Kompetenz (Redman/Wiek 2021, Bianchi 2020, UNESCO 2017). Damit verbinden sich vielseitige Qualifikationen wie Abbildung 1: Integratives Nachhaltigkeitsmodell in Anlehnung an Jörissen et al. (1999) Grafik: eigene Darstellung
9 DNH 5 | 2025 HAW ALS VORBILDER: NACHHALTIGKEIT IN DER PRAXIS LEBEN UND LEHREN ganzheitliches, umund weitsichtiges Handeln mit Blick auf die langfristigen Folgen und Wechselwirkungen zwischen Unternehmen und ihrer Umwelt, um Ressourcen für künftige Generationen zu erhalten. Deshalb lernen Studierende zukunftsfähige Szenarien zu entwerfen, Trends zu extrapolieren, Komplexität zu beherrschen sowie Zusammenhänge und Netzwerke sichtbar zu machen (Wiek et al. 2011). Dem integrativen Ansatz in Abbildung 1 folgend, geht es im Kern darum, die ökologische, ökonomische und soziale Dimension von Nachhaltigkeit stets gemeinsam und gleichberechtigt zunächst im Studium, später in betrieblichen Situationen anzuwenden (Jörissen et al. 1999). Fehlt eine Dimension, so fehlt die Nachhaltigkeit. Ebenso ist kritisch zu reflektieren, inwieweit sich betriebliche Aktivitäten an den strategischen Ansätzen von Effizienz, Konsistenz oder Suffizienz orientieren, um eines oder mehrere der 17 Nachhaltigkeitsziele zu erfüllen (UNESCO 2017). Für die operative Umsetzung stehen Unternehmen vielfältige Instrumentarien zur Verfügung, die sich auf den betrieblichen Kontext zuschneiden lassen. Dazu zählen etwa Sharing-Modelle, Co-Working, erneuerbare Energien, energetische Nachbarschaften, Abwärmenutzung, geschlossene Stoffkreisläufe, Emissionsberechnungen nach Skope 1–3 oder R-Prinzipien zur Lebensdauerverlängerung von Produkten und dem technischen Anlagenbestand (Braungart/McDonaugh 2016, Kirchherr et al. 2017, Potting et al. 2017). Beim Umgang mit Personal liegt der Fokus auf der langfristigen Erhaltung von Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Qualifikation der Arbeitskraft sowie auf sozialethischen Werten wie Gleichberechtigung, Mitsprache, Teilhabe, Integration und Inklusion (Van Norren/Beehner 2021). Die folgenden Beispiele zeigen exemplarisch, wie sich die acht Nachhaltigkeitskompetenzen aus dem Fokus von Studierenden und Unternehmen umsetzen lassen. Fokus der Studierenden Spätestens seit der Fridays-for-Future-Bewegung bekennen sich Studierende verstärkt zum zukunftsfähigen Wirtschaften, weil sie sich um das Klima, die Umwelt, endliche Ressourcen, künftige Renten oder die Gesundheit sorgen. Zur Bewältigung dieser Herausforderungen erwarten Studierende interaktive und praxisnahe Lehrveranstaltungen, die passgenaue Kompetenzen und Werkzeuge vermitteln. In diesem Kontext erhalten Studierende beispielsweise die Aufgabe, ihre Vorstellungen zu ihrem künftigen, idealtypischen Arbeitsplatz mit der LEGO® Serious Play®-Methode (Jacobsen 2023) zu modellieren und dabei die ökologische, ökonomische und soziale Dimension von Nachhaltigkeit gemäß integrativem Ansatz gleichermaßen zu berücksichtigen. Anschließend erklärt jeder Studierende sein Modell vor der Gruppe und erhält Feedback, um Plausibilität und Marktchancen des Modells zu verbessern. Daraus entwickeln sich häufig kritische, erkenntnisfördernde Debatten, etwa über die Akzeptanz gefühlt überhöhter, als „ungerecht“ empfundener Management-Gehälter oder die Machbarkeit von alternativen Vergütungssystemen wie gleicher Lohn für gleiche Arbeit oder Einheitslöhnen für die Belegschaft. Abbildung 2: Studentische Modell-Fabrik von Benedikt Frohnert und Friedrich-Georg von Nottbeck Foto: Jörn Mallok „Spätestens seit der Fridays-for-Future-Bewegung bekennen sich Studierende verstärkt zum zukunftsfähigen Wirtschaften, weil sie sich um das Klima, die Umwelt, endliche Ressourcen, künftige Renten oder die Gesundheit sorgen.“
10 DNH 5 | 2025 HAW ALS VORBILDER: NACHHALTIGKEIT IN DER PRAXIS LEBEN UND LEHREN Im Fach Businessplanung entwerfen studentische Teams ihr zu gründendes Unternehmen ebenfalls mit LEGO® Serious Play®, in dem Stoffund Wertefluss sowie Beziehungen der Arbeitsplätze sichtbar werden (siehe Abbildung 2). Im Ergebnis gründete sich z. B. die bundesweit erste studentische Genossenschaft, die in Eberswalde einen Waschsalon mit Internet-Café eröffnete. Ihre Mitglieder bestanden ausschließlich aus Studierenden, die auch sämtliche Positionen in Vorstand und Geschäftsführung ausfüllten. Wesentliche Motive für die Wahl der Rechtsform eingetragene Genossenschaft (eG) lagen in Gleichberechtigung, Teilhabe und Mitsprache der Mitglieder, umgesetzt durch gleiches Stimmrecht pro Person und durch Mitgestaltung von Arbeitszeiten, Vergütung sowie Gewinnverwendung. Die Genossenschaft entwickelte sich zur Musterfirma, da mehrere Studierende im operativen Geschäft mitwirkten und dazu weitsichtige Ideen entwarfen, etwa um Abwärme der Maschinen zu nutzen, gereinigtes Abwasser in den Kreislauf zurückzuführen und den Durchlauf der Wäsche effizient zu gestalten. In monatlichen Feedback-Gesprächen reflektierten die Studierenden kritisch die Auswirkungen ihres Handelns auf Umwelt, Selbstwirksamkeit und Beschäftigungseffekte, im steten Bemühen um wirtschaftliche Auslastung und Rentabilität ihres Geschäftsmodells. Im letzten Semester führen Studierende einen Nachhaltigkeitscheck in Unternehmen durch, um deren Reifegrad zukunftsfähigen Wirtschaftens zu ermitteln. Das dabei verwendete, selbst entwickelte Excel-Tool ermöglicht die zeitsparende Erfassung sowohl quantitativer Angaben wie Energie-, Wasser-, Kraftstoffverbrauch und damit verbundene Emissionen nach Skope 1–3 als auch qualitativer Informationen etwa zu Arbeitsbedingungen und gemeinnützigem Engagement. Zugleich sind die drei Dimensionen und die drei Strategien der Nachhaltigkeit stets mitzudenken und situativ „abzuprüfen“. Die Ergebnisse des Nachhaltigkeitschecks werden mit den Unternehmen ausgewertet und aus den identifizierten Schwachstellen studentische Arbeitspakete definiert. Bei erfolgreichem Bestehen des Nachhaltigkeitschecks dürfen künftig die Studierenden die beim Deutschen Patentund Markenamt registrierte „Ebermarke – Nachhaltige Qualität aus Eberswalde“ als identitätsstiftende und imagebildende Auszeichnung an die Unternehmen verleihen (Mallok 2020). Damit kann der Studiengang zum Ankerpunkt für ein lokales Firmennetzwerk avancieren, dessen Mitglieder zukunftsfähig wirtschaften und als Vorbild dienen. Fokus der Unternehmen Unternehmen erhoffen sich vom Kontakt mit dem Studiengang den Zugang zu akademischem Nachwuchs und studentischer Bearbeitungskapazität. So sind Studierende im Rahmen ihrer Bachelor-Thesis gehalten, mit Unternehmen aus Geschäftsfeldern zu kooperieren, die einen Beitrag zum klimaneutralen Wirtschaften leisten. Dazu eigneten sich in Eberswalde z. B. die Hersteller von Blattund Turmlagern sowie Gondeln für Windkraftwerke. Zudem etablierte sich eine „grüne“ Startup-Szene mit innovativen Lösungen etwa zur Früherkennung von Wald - bränden mit Sensoren, zur Extraktion und Verarbeitung von Kohlenstoff zu Carbon-Bauteilen oder zur Entwicklung grundlastfähiger Winddrachen zur mobilen Stromversorgung. Hinzu kamen Bio-Kaffeeund Bio-Kakao-Röstereien als Mikro-Gründungen. Die hohe Kooperationsbereitschaft der Unternehmen beruhte auf der kostenfreien Teilnahme am Nachhaltigkeitscheck, verbunden mit dem identifizierten Potenzial, CO₂-Emissionen zu reduzieren und dies als Verkaufsargument gegenüber Konkurrenzprodukten zu nutzen. Beispielsweise empfing eine Absolventin als heutige Geschäftsführerin eines Metallbetriebs eine Gruppe Studierender, um das neue Stahlbau-Solarcarport vorzustellen und Einblick in berufliche Erfahrungen zu geben, wie es gelingt, sich als „Frau“ in einer männerdominierten Branche zu behaupten. Die von ihr betreute Bachelorandin unterzog das Unternehmen der doppelten Wesentlichkeitsanalyse und erarbeitete daraus den internen Nachhaltigkeitsbericht. Eine andere Bachelorandin analysierte im Bahn-Instandsetzungswerk, wie sich durch wiederholte Aufarbeitung, Reparatur und Umrüstung die Lebensdauer von Güterwagons und Radsätzen verlängern sowie Kosten und Wartezeiten gegenüber Neuanschaffungen reduzieren lassen. Dazu zerlegte sie Güterwagons gedanklich in ihre Einzelteile und klassifizierte die schadhaften Bauteile nach den R-Prinzipien. Bei einem Hersteller von Filtermedien begleitete ein Absolvent und designierter Unternehmensnachfolger das studentische Team beim Nachhaltigkeitscheck und optimierte unter Anwendung von Effizienz-, Konsistenzund Suffizienz-Strategie den Material-, Energieund Personaleinsatz. Die Effekte waren ein höheres Betriebsergebnis und zusätzliche Arbeitsplätze. In diesem Kontext konnten auch ukrainische Arbeitskräfte gewonnen und sozialverträglich integriert werden. „Im letzten Semester führen Studierende einen Nachhaltigkeitscheck in Unternehmen durch, um deren Reifegrad zukunftsfähigen Wirtschaftens zu ermitteln.“
11 DNH 5 | 2025 HAW ALS VORBILDER: NACHHALTIGKEIT IN DER PRAXIS LEBEN UND LEHREN Bianchi, Guia: Sustainability competences – A systematic literature review. Publications Office of the European Union, Luxembourg, 2020. DOI:10.2760/200956, JRC123624. Braungart, Michael; McDonough, William: Cradle to Cradle. Einfach intelligent produzieren. Piper, 2016. Jacobsen, Björn P.: Ernsthafte Spielerei: Innovationsmanagement mit LEGO® Serious Play®. In: Die Neue Hochschule (DNH), Nr. 6, 2023, S. 8–11. Jörissen, Juliane; Kopfmüller, Jürgen; Brandl, Volker: Ein integratives Konzept nachhaltiger Entwicklung, Forschungszentrum Karlsruhe GmbH, 1999. Kirchherr, Julian; Reike, Denise; Hekkert, Marko: Conceptualizing the circular economy: An analysis of 114 definitions. In: Resources, Conservation and Recycling, Vol. 127, 2017, S. 221–232. Mallok, Jörn: Die Ebermarke der Linoleumfabrik – Vorbild für das neue Gütesiegel aus Eberswalde. In: Eberswalder Jahrbuch 2020, S. 104–126. Mallok, Jörn; Franzke, Christoph; Schelk, Thomas: Industrielle Abwärme für Schwimmbäder. In: EuroHeat & Power, Nr. 4, Jg. 45, 2016, S. 34–37. Potting, José; Hekkert, Marko; Worrell, Ernst; Hanemaaijer, Aldert: Circular Economy: Measuring innovation in the product chain. Hrsg. v. PBL Netherlands Environmental Assessment Agency, 2017. Redman, Aaron; Wiek, Arnim: Competencies for Advancing Transformations Towards Sustainability. In: Frontiers in Education, Vol. 6, 2021, DOI: 10.3389/feduc.2021.785163. UNESCO: Education for Sustainable Development Goals: Learning Objectives. 2017. Van Norren, Dorine; Beehner, Christopher: Sustainability leadership, UNESCO competencies for SDGs, and diverse leadership models. In: International Journal of Development and Sustainability, Vol. 10, No. 1 (2021), S. 24–49. Wiek, Arnim; Withycombe, Lauren; Redman, Charles L.: Key competencies in sustainability: a reference framework for academic program development. In: Sustainability Science, Nr. 6, 2011, S. 203–218. In einem Automotive-Unternehmen führte ein studentisches Team eine vergleichende Wirtschaftlichkeitsrechnung durch, um die Investitionsentscheidung für eine betriebliche Windkraftoder PV-Anlage vorzubereiten. Um energetische Nachbarschaften aufzubauen, kooperierte ein Student mit dem lokalen Energieversorger und einem Unternehmen, das industrielle Abwärme für ein Schwimmbad kostengünstig bereitstellen wollte. Dazu erfolgten rechnerische Variantenvergleiche von Wärmepumpen unterschiedlicher Leistung, um die nutzbare Abwärmemenge zu ermitteln und deren bilanzielle Einspeisung in das Fernwärmenetz des Energieversorgers zu organisieren (Mallok et al. 2016). Aus dem Projekt entwickelte der Student sein Promotionsthema „Industrielle Abwärmenutzung und Reststoffwertung“ und trägt heute als Geschäftsführer Verantwortung für 1.200 Beschäftigte eines Recycling-Unternehmens. Fazit: Zukunftsfähig mit Kooperation Die Fallbeispiele belegen, dass sich die acht Schlüsselkompetenzen der Nachhaltigkeit im Studium und in Unternehmen facettenreich umsetzen lassen, um Verantwortung für zukunftsfähige Wertschöpfung und Arbeitsplätze zu übernehmen. Dabei kommen innovative Lehrformate wie LEGO® Serious Play®, Nachhaltigkeitscheck oder Musterfirmen zum Einsatz, die als Best Practices eine hohe Übertragbarkeit ermöglichen, an der z. B. Transferund Gründerzentren der Hochschulen mitwirken können. Aus Sicht der Lehrenden empfiehlt es sich, Aktivitäten mit Unternehmen curricular zu verankern, um Gestaltungsspielraum zu schaffen und zusätzlichen Zeitaufwand zu vermeiden. Effizient erwies sich hier das stabile Netzwerk von Absolventen und Unternehmen, die Wissen und Erfahrung an Studierende weitergeben, was Ausdruck gelebter Nachhaltigkeit ist. „Die Fallbeispiele belegen, dass sich die acht Schlüsselkompetenzen der Nachhaltigkeit im Studium und in Unternehmen facettenreich umsetzen lassen, um Verantwortung für zukunftsfähige Wertschöpfung und Arbeitsplätze zu übernehmen.“