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Digitale Kollaboration in der Hochschullehre: Erfahrungen und Perspektiven

Anwar, Sonya; Piasecki, Stefan; Zadeh, Mohammadreza Dousti

Abstract

Kollaborative Tools verändern die Hochschullehre nachhaltig – eine phänomenologische Studie beleuchtet Chancen, Herausforderungen und institutionelle Bedingungen aus interdisziplinärer Sicht.

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5|2025 FÜR ANWENDUNGSBEZOGENE WISSENSCHAFT UND KUNST Impressum HAW als Vorbilder: Nachhaltigkeit in der Praxis leben und lehren Anwar, Sonya; Piasecki, Stefan; Dousti Zadeh, Mohammadreza: Digitale Kollaboration in der Hochschullehre: Erfahrungen und Perspektiven In: Die Neue Hochschule, 2025-5, S. 34–37. Permalink: https://doi.org/10.5281/zenodo.16942488 Persistent Identifier bei der Deutschen Nationalbibliothek: https://nbn-resolving.org/ urn:nbn:de:101:1-2025021228 Herausgeber: hlb-Bundesvereinigung e. V. Godesberger Allee 64 | 53175 Bonn Telefon: 0228 555 256-0 Chefredakteur: Prof. Dr. Jörg Brake Kirschgartenstraße 19 67146 Deidesheim Telefon: 06326 218 119 3 joerg.brak[email protected] (verantwortlich im Sinne des Presserechts für den redaktionellen Inhalt) Redaktion: Dr. Karla Neschke Telefon: 0228 555 256-0 karla.neschk[email protected] Gestaltung und Satz: Nina Reeber-Laqua, www.reeber-design.de Herstellung: Wienands Print + Medien GmbH Linzer Straße 140 | 53604 Bad Honnef Erscheinung: zweimonatlich Verbandsoffiziell ist die Rubrik „hlb aktuell“. Alle mit Namen der Autorin/des Autors versehenen Beiträge entsprechen nicht unbedingt der Auffassung des hlb sowie der Mitgliedsverbände. ISSN 0340-448 x 34 FACHBEITRÄGE DNH 5 | 2025 Die Integration kollaborativer Tools in die Hochschullehre hat sich als Schlüsselfaktor für die Förderung interaktiver und partizipativer Lernformen etabliert. Diese Studie untersucht die Erfahrungen deutscher Hochschullehrender mit digitalen Kollaborationswerkzeugen und analysiert interdisziplinäre Perspektiven hinsichtlich ihres Nutzens, ihrer Herausforderungen und ihrer Auswirkungen auf die Lehrpraxis. Mittels qualitativer, phänomenologischer Methodik und leitfadengestützter Interviews mit Lehrkräften aus verschiedenen Fachrichtungen werden praxisnahe Erkenntnisse gewonnen. Die Ergebnisse belegen sowohl didaktische Potenziale als auch strukturelle Hindernisse bei der Integration kollaborativer Technologien in den akademischen Alltag. Abschließend werden Empfehlungen für die Curriculumentwicklung sowie institutionelle Unterstützung formuliert. Einleitung In den vergangenen Jahren hat sich der Einsatz digitaler Technologien zu einem zentralen Bestandteil moderner Hochschullehre entwickelt. Insbesondere kollaborative Werkzeuge, die synchrones und asynchrones Arbeiten ermöglichen, gewinnen zunehmend an Bedeutung. Sie tragen maßgeblich zur Förderung interaktiver Lernformate, zur Entwicklung kooperativer Kompetenzen und zur Steigerung der Eigenverantwortung Studierender bei. Die COVID-19-Pandemie fungierte hierbei als Katalysator für eine beschleunigte Digitalisierung der Lehrformate und offenbarte sowohl das transformative Potenzial als auch die strukturellen Schwächen bestehender Bildungssysteme. Vor dem Hintergrund einer sich wandelnden akademischen Landschaft stellt sich die Frage, wie Lehrende digitale kollaborative Tools in der Hochschulpraxis einsetzen, welche Herausforderungen sich dabei ergeben und welche didaktischen Chancen genutzt werden können. Die vorliegende Studie verfolgt das Ziel, die gelebten Erfahrungen von Hochschullehrkräften in Deutschland zu erfassen und zu analysieren, um daraus praxisrelevante Erkenntnisse für die curriculare und strukturelle Weiterentwicklung abzuleiten. Im Fokus steht dabei eine interdisziplinäre Perspektive, die unterschiedliche Fachkulturen und institutionelle Rahmenbedingungen berücksichtigt. Die Integration kollabo - rativer digitaler Werkzeuge hat insbesondere durch die COVID-19-Pandemie erheblich an Bedeutung gewonnen (Neuber, Göbel 2021). Sie ermöglichen vielfältige didaktische Szenarien wie das kollaborative Schreiben, die Organisation von Ideen sowie den synchronen und asynchronen Austausch von Inhalten (Karlhuber et al. 2013). Ihre effektive Nutzung erfordert jedoch die Entwicklung digitaler Kompetenzen und die Auseinandersetzung mit dem Potenzial moderner Medien (Neuber, Göbel 2021). Die Interaktion zwischen Lehrenden und Lernenden bleibt für den Wissenstransfer zentral, wird aber durch bestimmte Lernarrangements erschwert (Helmerich, Scherer 2007). Institutionen reagieren mit dem Einsatz integrierter Cloud-Dienste wie Microsoft 365, um projektbasiertes Lernen nahtlos zu gestalten. Studien belegen, dass solche Tools die Zusammenarbeit fördern und die wahrgenommene Qualität der Lehre verbessern, wenngleich organisatorische Hürden bestehen bleiben (Wiegard et al. 2023). Zudem bieten kollaborative Werkzeuge Chancen, soziale Ungleichheiten in der Bildung zu mindern, indem sie Zugänge erleichtern und Austausch über institutionelle und geografische Grenzen hinweg ermöglichen (Freytag, Jahnke 2015). Sie fördern Chancengleichheit, Internationalisierung und nachhaltige Bildungsentwicklung. Die wachsende Bedeutung dieser Werkzeuge wird durch empirische Erkenntnisse untermauert, die ihren Nutzen für offene Lernumgebungen, interdisziplinäre Kooperation und Co-Kreation hervorheben (Collis, Moonen 2008; Görl-Rottstädt et al. 2021; Amem, Nunes 2006; Heck et al. 2020). Ihre Integration in bestehende Curricula erfordert jedoch nicht nur technische Anpassungen, sondern auch fundierte didaktische Konzepte (Wiegard et al. 2023). Digitale Kollaboration in der Hochschullehre: Erfahrungen und Perspektiven Kollaborative Tools verändern die Hochschullehre nachhaltig – eine phänomenologische Studie beleuchtet Chancen, Herausforderungen und institutionelle Bedingungen aus interdisziplinärer Sicht. Sonya Anwar, M. A., Prof. Dr. Dr. habil. Stefan Piasecki und Dr. Mohammadreza Dousti Zadeh 35 FACHBEITRÄGE DNH 5 | 2025 Permalink: https://doi.org/10.5281/zenodo.16942488 PROF. DR. DR. HABIL. STEFAN PIASECKI Professor an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen (HSPV NRW) [email protected] [email protected] https://orcid.org/0000-00021120 -977X DR. MOHAMMADREZA DOUSTI ZADEH Assistenzprofessor Fakultät für Fremdsprachen und Literatur Universität Teheran [email protected] https://orcid.org/0009-00016298-9008 Foto: privatFoto: privat Methodik Zur Erlangung eines tiefgehenden und umfassenden Verständnisses der zugrunde liegenden Faktoren, die die Wirksamkeit kollaborativer Tools in der Hochschullehre beeinflussen, wurde eine reflexive thematische Analyse angewandt. Diese Methode erlaubt eine interpretative, forschend-subjektive Herangehensweise, bei der Forschende aktiv an der Wissensproduktion beteiligt sind (vgl. Braun, Clarke 2019). Die Kodierung erfolgte induktiv, ohne vorgegebene theoretische Rahmenwerke, und ermöglichte so eine explorative Datenauswertung (vgl. Byrne 2021). Zur Iden - tifikation gemeinsamer Muster und Konzepte wurde ergänzend die thematische Analyse nach Terry et al. (2017) eingesetzt. Diese methodische Kombination unterstützte die Erkundung emergenter Ideen und die Entwicklung eines präzisen Verständnisses des untersuchten Phänomens. Die Auswahl der Teilnehmenden erfolgte gezielt aus einem Kreis von Hochschullehrkräften mit mehrjähriger Lehrerfahrung, nachweislicher Nutzung kollaborativer Tools und Bereitschaft zur Reflexion eigener Praxis. Die Rekrutierung geschah durch gezieltes und Schneeball-Sampling, wobei die konzeptionelle Sättigung nach sechs Interviews erreicht wurde (vgl. Clarke, Braun 2013). Die Interviews wurden zwischen März und Juni 2024 durchgeführt, wobei ethische Standards wie informierte Einwilligung, Anonymität und Vertraulichkeit gewahrt wurden. Die halbstrukturierten Leitfäden beinhalteten offene Fragen zu Erfahrungen, Herausforderungen und curricularen Anpassungen im digitalen Lehrkontext. Vertiefende Nachfragen dienten der Präzisierung und analytischen Durchdringung der Aussagen. Die Datenanalyse folgte dem sechsstufigen Modell von Braun und Clarke (2006) – vom Vertraut - machen mit den Daten bis hin zur Erstellung des Berichts. Zur Unterstützung dieses Prozesses wurde die Software MAXQDA 2022 eingesetzt. Um Verzerrungen zu minimieren, kamen Maßnahmen wie Audit-Trail-Dokumentation, Peer-Review sowie Rückmeldungen der Teilnehmenden (Mitgliedskontrolle) zur Anwendung. Die Validierung stützte sich auf die Gütekriterien nach Lincoln und Guba (1985), insbesondere Glaubwürdigkeit, Übertragbarkeit, Zuverlässigkeit und Bestätigbarkeit. Die Reflexion der Forschenden, die wiederholte Prüfung der Daten sowie die kritische Überprüfung kodierter Kategorien durch externe Expertinnen und Experten (vgl. Du et al. 2024; Sahni et al. 2024; Heck et al. 2020; Bond et al. 2018) trugen zur wissenschaftlichen Robustheit und Relevanz der Ergebnisse bei. Ergebnisse Die Ergebnisse lassen sich in fünf Hauptkategorien unterteilen: (1) Funktionalität und Nutzen der Tools, (2) didaktische Integration, (3) technische sowie soziale Herausforderungen, (4) institutionelle Rahmenbedingungen und (5) Auswirkungen auf Lernprozesse. Besonders hervorgehoben wurden Plattformen wie Moodle, Google Docs, Padlet, Zoom und MS Teams. Diese ermöglichen sowohl synchrone als auch asynchrone Zusammenarbeit, fördern Reflexion und aktives Lernen. Lehrende berichten von gesteigerter Motivation und Selbstorganisation der Studierenden sowie einer verbesser - ten Interaktivität in digitalen und hybriden Lehrformaten. Gleichzeitig wurden technische Barrieren, fehlende Schulung sowie kognitive Belastungen als zentrale Herausforderungen identifiziert. Der Erfolg digitaler Tools hängt maßgeblich von deren didaktischer Einbettung, klaren Zielsetzungen und institutioneller Unterstützung ab. Diskussion und Fazit Die Ergebnisse verdeutlichen, dass kollaborative Werkzeuge in der Hochschullehre über reinen Technologieeinsatz hinausgehen. Sie transformieren Lehr-Lern-Prozesse und ermöglichen neue Formen akademischer Partizipation. Ihre Effektivität ist jedoch an strukturelle Voraussetzungen gebunden: stabile Infrastrukturen, klare didaktische Konzepte und kontinuierliche Fortbildungsstrukturen sind unerlässlich. Der Einsatz digitaler Werkzeuge sollte stets von reflektierten pädagogischen Entscheidungen getragen werden, um Frustration und Rückzugstendenzen bei Lernenden zu vermeiden. Besonders hervorzuheben ist der Wunsch nach kollegialem Austausch, Peer-Coaching und nachhaltigen Lerncommunitys. SONYA ANWAR, M. A. Doktorandin für Deutsch als Fremdsprache und Literatur Universität Teheran [email protected] [email protected] https://orcid.org/0009-00085640-1360 Foto: privat 36 FACHBEITRÄGE DNH 5 | 2025 Übergeordnetes Thema Themen Subthemen Codes Zitate Kollaborative Werkzeuge in der Lehre Lernmanagementund Lehrplattformen Strukturierte Organisation Digitale Lernplattformen zur Kursverwaltung und Bereitstellung von Lehrmaterialien „Moodle ermöglicht eine strukturierte Organisation des Lernprozesses.“ Interaktive und kollaborative Werkzeuge Gemeinsames Bearbeiten und Gruppenarbeit Online-Dokumente für synchrone und asynchrone Zusammenarbeit „Google Docs ermöglicht es den Studierenden, gemeinsam an Dokumenten zu arbeiten.“ Kommunikation und Interaktion Echtzeit-Diskussionen Videokonferenzsysteme für synchrone Kommunikation und Gruppenarbeit „Zoom erlaubt spontane Diskussionen und interaktive Seminare.“ Interaktive Umfragen und Wissenstests Gamifizierte Lernaktivitäten Digitale Umfragetools zur aktiven Einbindung der Studierenden „Mentimeter erlaubt es mir, das Vorwissen der Studierenden abzufragen.“ Webinare und digitale Lernräume Interaktive Webinare Virtuelle Konferenzsoftware für kollaboratives und multimediales Lernen „Mit Adobe Connect kann ich interaktive Webinare durchführen.“ Digitale Whiteboards und Ideensammlungen Kollaboratives Brainstorming Digitale Pinnwände zur Visualisierung und gemeinsamen Ideensammlung „Padlet bietet eine digitale Pinnwand für gemeinsame Projekte.“ Auswirkungen kollaborativer Werkzeuge auf Lehren und Lernen Vorteile kollaborativer Werkzeuge Einfacher Zugang zu Lernmaterialien Ortsund zeitunabhängiger Zugang zu Bildungsinhalten „Studierende können jederzeit auf Lernmaterialien zugreifen, was das Lernen flexibler macht.“ Förderung von Interaktion und Gruppenarbeit Erleichterung des kollaborativen und aktiven Lernens Interaktive Lernprozesse und Förderung sozialer Präsenz „Die Tools fördern die aktive Teilnahme und ermöglichen kooperatives Lernen.“ Flexibilität im Lernen Unterstützung selbstgesteuerter Lernprozesse Anpassungsfähigkeit an individuelle Lernbedürfnisse „Die Flexibilität der OnlineTools unterstützt das selbstgesteuerte Lernen.“ Herausforderungen und Nachteile Schwächen in der sozialen Interaktion Reduzierte soziale Verbundenheit durch fehlenden persönlichen Kontakt Begrenzte nonverbale Kommunikation und soziale Isolation „Der Mangel an persönlichem Kontakt führt oft zu einem Gefühl der Entfremdung.“ Technische und infrastrukturelle Probleme Abhängigkeit von stabiler technischer Infrastruktur Digitale Kluft und technische Zugangshürden „Ein instabiles Netzwerk kann zu Unterbrechungen und Frustration führen.“ Schwierigkeiten in der Nutzung und Verwaltung Notwendigkeit von Einarbeitung und technischen Kompetenzen Lernkurve und administrative Herausforderungen „Es dauert Zeit, um neue Technologien zu erlernen, und die Verwaltung von Online-Klassen erfordert besondere Fähigkeiten.“ Erfahrungen und Herausforderungen bei der Nutzung kollaborativer Werkzeuge im Unterricht Positive Erfahrungen Verbesserung der Kommunikation und Rückmeldung Möglichkeit zur sofortigen und individuellen Rückmeldung „Durch die Tools kann ich sofort Feedback geben, was sehr hilfreich ist.“ Verbesserung der Lernqualität Steigerung der Motivation und des Lernerfolgs durch multimediale Elemente Erhöhte Lernmotivation und kognitive Aktivierung „Die Verwendung neuer Technologien hat die Lernqualität erheblich verbessert.“ Fortbildung und Weiterbildung für Lehrende Bedarf an spezifischen Schulungen Technische und didaktische Weiterbildung Notwendigkeit regelmäßiger Schulungen zur Integration digitaler Werkzeuge „Es sollten Schulungen angeboten werden, die sowohl technische als auch didaktische Inhalte vermitteln.“ Institutionelle Unterstützung Bereitstellung von Tools und Lizenzen Förderung der digitalen Infrastruktur durch Hochschulen „Die Hochschule sollte mehr Unterstützung und datengeschützte Lizenzen für die Tools bereitstellen.“ Tabelle: Auswirkungen und Nutzung kollaborativer und digitaler Tools in der Lehre 37 FACHBEITRÄGE DNH 5 | 2025 Kollaborative digitale Werkzeuge bieten ein erhebliches Potenzial zur Verbesserung der Lehrund Lernprozesse in der Hochschulbildung. Sie fördern Flexibilität, Interaktivität und die aktive Einbindung der Studierenden (Karlhuber et al. 2013; Görl-Rottstädt et al. 2021). Insbesondere ermöglichen sie eine effizientere Organisation des Lehrbetriebs, verbessern die Interaktion zwischen Lehrenden und Studierenden und unterstützen selbstgesteuertes Lernen. Dennoch erfordert eine erfolgreiche Implementierung gezielte Investitionen in technische Infrastruktur, kontinuierliche Weiterbildung der Lehrkräfte und eine didaktisch durchdachte Anpassung der Lehrkonzepte (Wilmers et al. 2020). Obwohl digitale Medien bereits in der beruflichen Kommunikation und Präsentation weit verbreitet sind, bleibt technologiegestütztes Lehren an Hochschulen bislang unterrepräsentiert (vgl. ebd.). Der erfolgreiche Einsatz kollaborativer Werkzeuge hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter persönliche Merkmale der Lehrenden, verfügbare Zeitressourcen und technische Unterstützung (Wilmers et al. 2020). Lehrkräfte benötigen nicht nur technologische Kompetenzen, sondern auch didaktische Strategien für den effektiven Einsatz digitaler Medien (Wilmers et al. 2020; Budka et al. 2011). Langfristige professionelle Entwicklungsprogramme, die sowohl technologische als auch pädagogische Prinzipien umfassen, sind essenziell, um innovative Lehrpraktiken zu fördern. Dabei spielen reflektierte Lehrkonzepte sowie der Austausch mit Kolleginnen und Kollegen eine zentrale Rolle (Wilmers et al. 2020). Lernmanagementsysteme können insbesondere in groß angelegten Lehrveranstaltungen die Interaktion und Interaktivität unterstützen (Budka et al. 2011). Um das volle Potenzial digitaler Technologien auszuschöpfen, sollten Hochschulen gezielte Maßnahmen zur Förderung digitaler Lehrkompetenzen implementieren. Darüber hinaus könnten Anreizsysteme geschaffen werden, die Lehrende ermutigen, innovative digitale Lehrmethoden einzusetzen. Die Kombination aus technologischen Lösungen und einer fundierten didaktischen Planung kann langfristig zur Qualitätssteigerung in der Hochschullehre beitragen. Amem, Bárbara M. V.; Nunes, Luciana C.: Tecnologias de Informação e Comunicação: contribuições para o processo interdisciplinar no ensino superior. In: Zeitschrift, Nr. 30, 2006, S. 171–180. Bond, Melissa; Marín, Victoria I.; Dolch, Carina; Bedenlier, Svenja; Zawacki-Richter, Olaf: Digital transformation in German higher education: Student and teacher perceptions and usage of digital media. In: International Journal of Educational Technology in Higher Education, 15(1), 2018, S. 1–20. https://doi.org/10.1186/s41239-018-0130-1 Braun, Virginia; Clarke, Victoria: Reflecting on reflexive thematic analysis. In: Qualitative Research in Sport, Exercise and Health, 11(4), 2019, S. 589–597. https://doi.org/10.1080/2159676x.2019.1628806 Braun, Virginia; Clarke, Victoria: Successful qualitative research: A practical guide for beginners. 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Freytag, Tim; Jahnke, Holger: Perspektiven für eine konzeptionelle Orientierung der Bildungsgeographie. In: Zeitschrift, Nr. 70, 2015, S. 75–88. Görl-Rottstäd, Doreen; Arnold, Monika; Heinrich-Zehm, Marion; Köhler, Martina; Hähnlein, Veronika: Lernen und Lehren während der CoronaPandemie. Analyse der Nutzung von Werkzeugen zur Unterstützung der virtuellen Zusammenarbeit von Lernenden und Lehrenden. 2021. DOI:10.25368/2022.25. Heck, Tamara; Peters, Isabella et al.: Open science practices in higher education: Discussion of survey results from research and teaching staff in Germany. In: Education for Information, 36, 2020, S. 301–323. https://doi.org/10.3233/EFI-200405 Karlhuber, Sabine; Wageneder, Georg; Freisleben-Teutscher, Christian F.: Einsatz kollaborativer Werkzeuge – Lernen und Lehren mit webbasierten Anwendungen. In: Ebner, Martin (Hrsg.); Schön, Sandra (Hrsg.): L3T. Lehrbuch für Lernen und Lehren mit Technologien. 2. Auflage. 2013, DOI: 10.25656/01:8353 Lincoln, Yvonna S.; Guba, Egon G.; Pilotta, Joseph J.: Naturalistic inquiry. In: International Journal of Intercultural Relations, 9(4), 1985, S. 438–439. https://doi.org/10.1016/0147-1767(85)90062-8 Neuber, Katja; Göbel, Kerstin: Zuhause statt Hörsaal. In: MedienPädagogik: Zeitschrift für Theorie und Praxis der Medienbildung, 2021. Sahni, Shalini; Verma, Shivani; Kaurav, Rajesh P.: Understanding digital transformation challenges for online learning and teaching in higher education institutions: A review and research framework. In: Benchmarking: An International Journal, 2024. https://doi.org/10.1108/BIJ-07-2023-0478 Terry, Gareth; Hayfield, Nikki; Clarke, Victoria; Braun, Virginia: Thematic analysis. In: Willig, Carla; Rogers, Wendy S. 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