Zur Geschichte professioneller Chöre in der Schweiz: Der Schweizer Kammerchor 1997 bis 2011
Abstract
Der vorliegende Beitrag soll einen Blick auf den 1997 gegründeten Schweizer Kammerchor werfen, der das Ziel verfolgte, den Schweizer Berufsorchestern ein Ensemble an die Seite zu stellen, das anspruchsvolles vokal-instrumentales Repertoire zu bewältigen vermag. Dabei soll an erster Stelle der historischen Entwicklung nachgespürt sowie anhand von Dokumenten und Interviews die Gründung und spätere Auflösung des Schweizer Kammerchores dokumentiert und thematisiert werden.
Full text
Lukas Näf Zur Geschichte professioneller Chöre in der Schweiz: der Schweizer Kammerchor 1997 bis 2011 In Schweizer Chorleben seit 1800 – Musik, Praxis und Kontexte = Vie chorale en Suisse depuis 1800 – Musiques, pratiques et contextes, herausgegeben von Caiti Hauck und Cristina Urchueguía, 395–439. Bern: Bern Open Publishing, 2024. DOI: 10.36950/edv-chm-2024.14 Diese Publikation steht unter der Creative-Lizenz CC BY-NC-SA 4.0. Nicht unter diese Lizenz fallen die Abbildungen. Copyright © der Abbildungen bei den FotografInnen und Archiven.
Zur Geschichte professioneller Chöre in der Schweiz 395 LUKASNÄF Zur Geschichte professioneller Chöre in der Schweiz: der Schweizer Kammerchor 1997 bis 2011 ImJahre1973bezeichnetederZürcherJournalistFritzMugglerdie Schweiz in einem Artikel in der Schweizerischen Musikzeitung als «klassisches Land des Chorwesens»1,fügteabereinschränkendhinzu, dass dies nur für die «Liebhaber-Chorvereine»2 gelte. Diese Beurteilung erfolgte vor dem Hintergrund der durch Geldmangel bedingten Auflösung zweier radioeigener professioneller Chöre, nämlich des Zürcher Radiochores und des Kammerchores des Studios Bern, auf Ende1972.3 Mugglerbemerktelakonisch,dassdieSchweizeinLand sei,«indemesschwerhält,offizielleMusikinstitutionenzugründen und am Leben zu halten.»4Zudemstellteerfest,dassdieGründungen von Institutionen «immer den aufopfernden Bemühungen besonders initiativer Persönlichkeiten»5 zu verdanken seien. Im Bereich von ChörenmitprofessionellausgebildetenSängerinnenundSängern,derenTätigkeitbezahltwird,scheintsichinderSchweiz(mitAusnahme des Coro della Radiotelevisione svizzera) diese These zu bestätigenundsicheinMusterzuwiederholen:EineinitiativePersönlichkeit gründeteinenprofessionellenChor,dersodannnachdemRücktritt dieses Leiters und nach mehr oder weniger erfolgreichen Jahren des WirkensmeistangeblichausfinanziellenGründenwiederaufgelöst wird.ÄhnlichverliefdasEndedesChœurdelaRadioSuisseRomandeindenJahren1986/87,derzwarnochvomlangjährigenDirigenten AndréCharletweitergeleitet,abernachdemRückzugdesRadiosin 1Muggler,«Interpreten»,353. 2Ebd.,353. 3Kelterborn,«AuflösungderRadiochöre»,112. 4Muggler,«Interpreten»,352. 5Ebd.
396 Lukas Näf eineneueRechtsformüberführtundinChœurdeChambreRomand umbenannt wurde.6 Der vorliegende Beitrag soll einen Blick auf den 1997 gegründeten SchweizerKammerchorwerfen,derdasZielverfolgte,denSchweizer BerufsorchesterneinEnsembleandieSeitezustellen,dasanspruchsvolles vokal-instrumentales Repertoire zu bewältigen vermag. Dabei soll an erster Stelle der historischen Entwicklung nachgespürt sowie anhand von Dokumenten und Interviews die Gründung und spätere AuflösungdesSchweizerKammerchoresdokumentiertundthematisiertwerden.Ziel derDarstellungistes, organisatorischenGründen nachzugehen, warum es in der Schweiz schwierig ist, einen professionellen Chor zu gründen und besonders zu erhalten. Der Schweizer KammerchorstandinengerBeziehungzurTonhalle-GesellschaftZürichunddeshalbmussauchderenGeschichteindiefolgendenAusführungen einbezogen werden. Gerade im Zusammenhang mit der GründungderTonhalle-GesellschaftimJahre1868istdiebesondere Rolle von drei Zürcher Laienchören (den sogenannten «Gründerchören»)hervorzuheben,demGemischtenChorZürich,demSängerverein «Harmonie Zürich» und dem Männerchor Zürich. Schlaglichtartig soll dasVerhältnisdieserChörezurTonhalle-Gesellschaftzwischen1868 und1997beleuchtetwerden.DieseAusgangsituationführtzugrundlegendenFragen,welchevorallemdasEndedergenanntenPeriodeund dieZeitdanachbetreffen:WieverändertesichdasVerhältnisdieser traditionsreichen Zürcher Chöre zur Tonhalle-Gesellschaft unter der LeitungvonTrygveNordwall(ab1.August1994)7 und David Zinman (ab Herbst 1995)?8Wie lässt sichdie Gründung des Schweizer KammerchoresaufdieSaison1997/98indiesesSpannungsfeldeinordnen? WelchealternativenOptionenstandenzurDiskussion,umdiekünstlerischenPlänevonNordwallundZinman,nämlichchorsinfonische WerkeaufprofessionellemNiveauzuproduzieren,umzusetzen?WelcheReaktionenlöstederersteAuftrittdesSchweizerKammerchores aus und wie wurde versucht, diese neue Organisation künstlerisch, institutionellundfinanziell zustabilisieren?WelcheEntwicklungen leitetendasEndedieserFormationimJahre2011ein? 6Jean-FrançoisCosandier,Le Chœur de la Radio Suisse Romande: notes historiques,2007,<https:// biblio.hemu-cl.ch/fonds_speciaux/choeur_radio_suisse_romande/>,konsultiertam1.Juli2024. 7Hagmann,«EinZeichenderHoffnung». 8Ebd.
Zur Geschichte professioneller Chöre in der Schweiz 397 Die Rolle der Gründerchöre der Tonhalle-Gesellschaft Zürich von 1868 bis 1991 DieTonhalle-GesellschaftZürichentstandnachdemerfolgreichen, vonFriedrichHegar(1841-1927)geleitetenSchweizerischenMusikfestvon1867.9AnlässlichdiesesFesteswurdedasalteKornhausauf dem heutigen Sechseläutenplatz zur (alten) Tonhalle umgebaut.10 Aus der Lektüre des ersten Jahresberichtes der Tonhalle-Gesellschaftvon1868/69wirdklar,dassdieseGründungvonvielenOrganisationen beziehungsweise dahinterstehenden Personen getragen wordenwar: UnmittelbarnachdemeidgenössischenMusikfeste,zuderZeit, alsdieErinnerungandieerhabenenKunstgenüsse,welchedasselbegebotenhatte,inAllerHerzennochfrischunderwärmend fortlebte, und da der Wunsch, die Tonhalle zum bleibenden Kunsttempelzuerheben,immergrößernAnklangfand,–bildete sicheinprovisorischesKomite[…]zudemZwecke,denvollständigenAusbauderTonhalleanzubahnenundeinProgrammfür diekünftigeBenutzungderselbenzuentwerfen.Nachdemdiese IdeeineinerKonferenzvonAbgeordnetenderMusikgesellschaft, des damals noch bestehenden Orchestervereins, des gemischtenChors,derHarmonie,desjetztmitdemMännerchorZürich verschmolzenen Sängervereins der Stadt Zürich und des damals nochvonletzteremgetrenntenMännerchorsZürich,unterBeiseinvonRepräsentantendesStadtrathes,einstimmigeBilligung gefunden hatte, veranstaltete das provisorische Komite behufs BesprechungdesProjektesam18.August1867aufdemMusiksaal einegrößereVersammlung,welchedasProgrammdesUnternehmensfeststellteundzurAnhandnahmederAusführungeinGründungskomiteniedersetzte,bestehendausdenHerrenRegierungsrathHagenbuch,ProfessorK.Keller,Dr.Mousson,Bezirksrichter M.vonWyß,Diggelmann-Eßlinger,HauptmannBinschädler,Otto 9Vgl.zurGeschichtederTonhalle-GesellschaftZürich:Schoch,Hundert Jahre;Karlen,Honegger undZelger-Vogt,«Ein Saal, in dem es herrlich klingt»: Hundert Jahre Tonhalle ZürichsowieKarlen, Untersuchungen zur Programmpolitik der Tonhalle-Gesellschaft Zürich. 10Schoch,Hundert Jahre,43.
398 Lukas Näf Wesendonk,Heß-Füßli,DirektorIsler,OberstPestalozziundSekundarlehrer Eberhard.11 Das im Jahresbericht erwähnte Gründungskomitee zur Errichtung der TonhalleumfasstewichtigePersonenderZürcherPolitik,etwaRegierungsrat Franz Hagenbuch12(1819-1888),welcherauchPräsidentder Allgemeinen Musikgesellschaft und des Zürcher Konservatoriums war. Erwähnung fand auch Rechtsanwalt Dr. Georg Mousson13(18331905),derdieStadtZürichinrechtlichenFragenberiet.DochmitProfessor Karl Keller14 (1814-1878), Sekundarlehrer Gerold Eberhard15 (1824-1880) sowie Oberrichter Moritz von Wyss16 (1827-1903) waren auchwichtigeVertreterderZürcherChöreTeildiesesGründungskomitees.KelleramtetealsPräsidentdesMännerchoresZürichvon1865bis 186717unddesGemischtenChoresvon1864bis186818; Gerold Eberhard wirktealsseinNachfolgerbeimGemischtenChorvon1868bis1880.19 Moritz von Wyss verfasste die erste Festschrift des Gemischten Chores undwarMitglieddesVorstandes.20AllegenanntenPersonengehörten sodann dem ersten Verwaltungsrat der Tonhalle-Gesellschaft an.21 DieseGründerchörehattenab1868eingroßesInteresseanderMitwirkungindenKonzertendesOrchesters,kamdochdieeineHälfte derEinnahmenjeweilsderTonhalle-Gesellschaft,dieandereHälfte demjeweiligenChorzuGute.22WiedemJahresberichtvon1868/69zu entnehmenist,wurdedafüreinentsprechenderVertragmitdemGe11ErsterBerichtdesVorstandesderTonhalle-GesellschaftZürichüberdasGeschäftsjahr1868/69, S.3,CH-Zsta,VII.151.2.1. 12MarkusBürgi,«Hagenbuch,Franz»,inHistorisches Lexikon der Schweiz(2006),<https://hls-dhsdss.ch/de/articles/013479/2006-08-10>,konsultiertam1.Juli2024. 13ZumAndenkenandensel.HerrnDr.GeorgMousson,altRechtskonsulentderStadtZürich,geborenden10.Dezember1833,gestorbenden13.Februar1905,Nekrolog. 14ProfessorKarlKeller,geb.24.Mai1814,gest.6.Juli1878,Nekrolog. 15MartinaSpäni,«Eberhard,Gerold»,inHistorisches Lexikon der Schweiz(2004),<https://hls-dhsdss.ch/de/articles/008204/2004-07-23>,konsultiertam1.Juli2024.Vgl.zuEberhardauchZimmermann,Brahms in der Schweiz,10–13. 16Schläpfer,Festschrift,8. 17Plattner,175 Jahre Männerchor Zürich,71. 18Schläpfer,Festschrift,9. 19Ebd. 20Ebd.,8. 21ErsterBerichtdesVorstandesderTonhalle-GesellschaftZürichüberdasGeschäftsjahr1868/69, S.4,CH-Zsta,VII.151.2.1. 22Schoch,Hundert Jahre,96.
Zur Geschichte professioneller Chöre in der Schweiz 399 mischtenChorZürichausgehandelt:«MitdemgemischtenChortrafen wirhinsichtlichdervonihmgegebenenKonzerteeinfürbeideTheile billigesAbkommen,wonachderNettoertragderselbenzwischenihm und der Tonhalle-Gesellschaft zu gleichen Hälften vertheilt wurde.»23 Erstab1887vermietetedieTonhalle-GesellschaftdasOrchesterden Vereinen zum Selbstkostenpreis,24wasderfreundschaftlichenVerbundenheit der Gründerchöre mit der Tonhalle-Gesellschaft keinen Abbruchtat.BesondersderGemischteChorZürich,derzwischen1938 und1968runddreißigKonzertemitdemTonhalle-Orchesterbestritt, hatteeineprivilegierteStellunginne,warendochbis1957dieLeiter des Tonhalle-Orchesters (Friedrich Hegar, Volkmar Andreae, Erich Schmid) gleichzeitig auch die Dirigenten des Gemischten Chores.25 Dass dieseNähezumGemischtenChorbesondersbeimSängerverein«HarmonieZürich»auchNeidprovozierte,illustriertdieMotiondesSängervereinsandenZürcherStadtratvom8.April1936.Darinkamdie RolledesGemischtenChoresfürdieTonhalleunddieKonsequenzen fürandereStadtzürcherChörezurSprache: II.DieVerbindungderDirektionderTonhallemitderDirektiondes GemischtenChoresZürichinderPersonal-UnionvonDr.Andreae bewirkte eine immer zunehmende Verdrängung der ‹Harmonie› ausdenoffiziellenAnlässenderTonhalle.UnterdemfrühernLeiterDr.HegarwarendieVerhältnisseindieserBeziehunggünstiger.SeitJahrzehntenkonntedie‹Harmonien›ankeinemoffiziellen AnlassederTonhalle-Gesellschaft,etwaimAbonnementskonzerte, mitwirken,währenddiesbeimGemischtenChorZürichregelmässigderFallist.DasBild,dassichdemPublikumdarbietet,ist:ein offiziellerChorderTonhalle,nämlichderGemischteChorZürich unddanebeneinaufdieSeitegestellterChor,die‹Harmonie›.26 UmklareVerhältnissezuschaffen,wurden1947dieRechteundPflichten der Tonhalle-Gesellschaft gegenüber den Gesangvereinen der Stadt 23ErsterBerichtdesVorstandesderTonhalle-GesellschaftZürichüberdasGeschäftsjahr1868/69, S.14–15,CH-Zsta,VII.151.2.1. 24Schoch,Hundert Jahre,95. 25Ebd.,96. 26BriefdesVorstandesdesSängervereins«HarmonieZürich»andenStadtratvonZürich,8.April 1936,CH-Zsta,VII.151.9.16.
400 Lukas Näf ZürichineinemSubventionsvertraggeregelt,der1988erneuertund modifiziertwurde.DabeisindzweiFormenderKooperationzuunterscheiden:dieVermietungdesTonhalle-OrchestersandieVereine außerhalbdereigenenKonzertplanungundumgekehrtdieMitwirkungderGesangvereineindenrenommiertenAbonnementskonzertenderTonhalle: Tabelle 1 Gegenüberstellung der Verträge zwischen der Stadt Zürich und der TonhalleGesellschaft von 1947 und 1988 Vertrag zwischen der Stadt Zürich und der Tonhallegesellschaft Zürich vom 12. November 1947 Vertrag zwischen der Stadt Zürich und der Tonhalle-Gesellschaft vom 2. März 1988 Art. 3. Die Tonhallegesellschaft verpflichtetsich,dasOrchesteroderTeile desselben den in der Stadt Zürich bestehenden Gesangvereinen, die Gewähr für künstlerisch vollwertige Chorleistungen bieten, gegen angemessene EntschädigungfürdieAbhaltungvon ChorkonzertenzurVerfügungzustellen,soweitsichdiesmitderDurchführung des eigenen Konzertplanes der Gesellschaft und ihren VerpflichtungengegenüberderTheater-A.-G.(Art. 1,Absatz2)vereinbarenläßt.27 Art. 7 Die Tonhalle-Gesellschaft verpflichtetsich,dasOrchesteroderTeile desselben den in der Stadt Zürich bestehenden Chorvereinigungen gegen eine angemessene Entschädigung für ChorkonzertezurVerfügungzustellen,soweit sich dies mit der Durchführung des eigenen Konzertplanes der Tonhalle-Gesellschaft vereinbaren lässt undsoferndiekünstlerischenVoraussetzungen erfüllt sind.28 Art. 4. […] Soweit im Rahmen von Abonnementskonzerten Chorwerke zurAufführunggelangen,verpflichtet sich die Tonhallegesellschaft, die in der Stadt bestehenden Gesangvereine beizuziehen,sofernhinsichtlichihrer Leistungsfähigkeit die oben genannten Voraussetzungenerfülltsind.29 [nichtvorhanden] 27VertragzwischenderStadtZürichundderTonhallegesellschaftZürichvom12.November1947, S.2,CH-Zsta,VII.151.5.3.2.KursivierungenvomAutor. 28VertragzwischenderStadtZürichundderTonhalle-Gesellschaftvom2.März1988,CH-Zsta, VII.151.5.3.2. 29VertragzwischenderStadtZürichundderTonhallegesellschaftZürichvom12.November1947, S.2,CH-Zsta,VII.151.5.3.2.
Zur Geschichte professioneller Chöre in der Schweiz 401 DieGegenüberstellungderVerträgevon1947und1988(sieheTabelle 1)offenbartvieleoffeneFormulierungen.ZentralistbeiderVermietungetwa,dassdasOrchesternichtmehrnur andie Gründerchöre vermietetwurde,sonderntheoretischanalle«inderStadtZürichbestehendenGesangvereine».DerVertragvon1947sahnoch–beiangemessenerLeistung–eineMitwirkungindenKonzertenderTonhalleGesellschaftvor.ImSubventionsvertragvon1988istdavonkeineRede mehr,sondernmanhieltesoffenbarfürundenkbar,dassein«inder StadtZürichbestehenderGesangverein»beieinemAbonnementskonzert mitwirkte. Beurteilung der neuen Situation 1991/92 InderSaison1991/92befandsichdieTonhalle-Gesellschaftaneinem Wendepunkt. Besucherschwund und tiefrote Finanzen drängten zu einer Änderung der Strukturen und Personen. 1992 übernahm Dr. PeterStüber(*1939)dasPräsidiumderGesellschaftvonHansJ.Bär (1987-2011).30NachfastzweiJahrzehntentrenntesichdieTonhallezudemvomlangjährigen,verdienstvollenDirektorRichardBächi(19332018).31DerStellenantrittTrygveNordwalls(*1947)32 als geschäftsführender Direktor wurde in der Neuen Zürcher Zeitung als «Zeichen der Hoffnung»33 gedeutet. Besonders im Hinblick auf die Jubiläumssaison 1995/96,inderdas100-jährigeBestehenderneuenTonhallegefeiert wurde,solltesichdieTonhallewiedergrößererBeliebtheiterfreuen. InderPressewarvoneiner«vermehrtenQualitätspflege»34 und von einer«AusrichtungaufdieAnforderungendes internationalenKonzertbetriebs»35dieRede.BereitsimDezember1994wurdeklar,dass dies für die Zusammenarbeit mit den Gründerchören nichts Gutes bedeutensollte: 30Hagmann,«ImZeichendesÜbergangs». 31Hagmann,«MusikalischesManagementimWandelderZeit»undTodesanzeigeTages-Anzeiger (24.August2018). 32Hagmann,«EinZeichenderHoffnung». 33Ebd. 34Allioth,«AufgeschreckteZürcherChöre». 35Ebd.
402 Lukas Näf DieDurchführungderJubiläumssaison1995/1996wardabeieiner dererstenAufgaben,andiesichNordwallbeiseinemStellenantritt in diesem Herbst zu machen hatte. Dabei hat der Direktor erstmals ingewachseneStrukturendesZürcherMusiklebenseingegriffen. Gleich in zwei Fällen hat sich die Tonhalle-Gesellschaft von bereits eingegangenen Verpflichtungen mit zwei Gründerchören wieder befreit.AufGrundderfürEndeJanuarbisAnfangFebruar1996 geplantenTourneemitGeorgSoltiundderdadurchbedingtenVorverlegung der Orchesterferien wurden die mit dem Sängerverein Harmonie vereinbarten Termine abgesagt. Schon zehn Tage vorher hatteeinandenDirigentendesGemischtenChores,RätoTschupp, gerichteterBriefdasKlimagetrübt.DarinnimmtNordwallaufeinenProbenbesuchbeimGemischtenChorBezug,beidemerzur Erkenntnisgekommensei,dassderChordenQualitätsanforderungen für die geplante Zusammenarbeit mit Wolfgang Sawallisch und vier internationalen Solisten im April 1996 nicht gewachsen sei. AuchwennihmdieserEntscheidschwerfalle,könnederGemischteChorfürdieseAufführungendeshalbnichtherangezogenwerden.BegreiflicherweisehatdiesesVerhaltendiebetroffenenChöre verärgert.DerPräsidentdesGemischtenChores,RicoWohlwend, äussertesichimMomentzwarnochzurückhaltend,gababerdoch zubedenken,dasshier‹ausUnkenntnisüberUsanzen›einigerGesprächsstoffentstandensei.36 Die erwähnten Gastauftritte von Wolfgang Sawallisch fanden am 2. und3.April199637statt,aufdemProgrammstandAntonínDvořáks Requiemop.89(1890)mitdenSolistenĽubaOrgonášová(Sopran),MarianneRørholm(Alt),BenHeppner(Tenor)undJan-HendrikRootering (Bass).AnstelledesGemischtenChoresengagiertedieTonhalle-GesellschaftdenprofessionellenPragerPhilharmonischenChor.Aufgrund des Subventionsvertrags von 1988 war Trygve Nordwall nicht verpflichtet,denGemischtenChoroderirgendeineZürcherChorvereinigungfürKonzertederTonhalle-Gesellschaftanzufragen.Hieltsichder PräsidentdesGemischenChoreswohlinKenntnisdieserrechtlichen Situationeherzurück,sofieldieReaktioninKreisendesSängervereins 36Ebd. 37Ringger,«Persönlichkeiten:DvoraksRequieminderTonhalleZürich».
Zur Geschichte professioneller Chöre in der Schweiz 409 In solchen Momenten zeigte der Chor sein Gesicht. Das war wohl das Bemerkenswerteste an dieser Premiere: dass dieser Klangkörper bereits zusammengewachsen ist und auch in einem Werk individuellwirkenkann,dasinjederbeliebigenAusrichtungauf CDzumVergleichvorliegt.Mankanngespanntsein,wiederChor unterChristopherHogwoodklingenwird–undhoffen,dassFritz NäfsWunschnachAufträgenauchfürzeitgenössische,rarereWerke sich für die nächste Saison erfüllt.53 PeterHagmannäußertesichdetailliertzumKlangundzurstimmlichenDurchsetzungsfähigkeitdesSchweizerKammerchors: Siebzig Sänger hat Fritz Näf zusammengerufen, und sie haben, wasdietechnischeBasis,aberauchwasdasAusdrucksvermögen betrifft,eineQualitäterreicht,diekeinerleiVergleichzuscheuen braucht.ÜberauskompaktundpräsentderGesamtklang,derim Leisen sehr ausdifferenziert und, wo es gefordert ist, zu einem schlagkräftigen,strahlendenFortegesteigertwerdenkann.Enorm gepflegtauchdieDiktion–wassichgleichamAnfangmanifestiert hat,wodieTotenmithörbarstimmhaftemsseliggepriesenworden sind.UndlebendigdieArtikulation,diesichimBrahms-Requiem natürlichvorabimBereichdesLegato-Singensbewegt,diesaber ausgeprägtgetanhat.NichtganzkontrolliertdagegendasVerhältniszwischen Männer-undFrauenstimmen.Andersalsbei manchem Bürgerchor haben die Männer den besseren Eindruck hinterlassenalsdieFrauen–zumalalsderSopran,derdieSpitzentöne leichtverkrampftnahmundgernetwastiefintonierte.Magsein, dassdasunschönePortamento,dasandiesenStellendurchschlug undeineverbreiteteUnsittedesChorgesangsanklingenliess,darauf zurückzuführen ist.54 SelbstnochimJahre2001,indererwähntenWeisungzwecksAusrichtung von Subventionen an den Schweizer Kammerchor, wurde versucht,dieFolgendieserChorgründungfürdasZürcherLaienchorwesenabzuschätzenundVorteilefürdieseszufinden.Esbedurftealso 53Kübler,«DerKammerchorzeigtseinGesicht». 54Hagmann,«AbschiedvomBürgerchor».
410 Lukas Näf handfesterArgumentefürdieAusrichtungvonSubventionenzugunstendesSchweizerKammerchors: DieGründungdesSchweizerKammerchorsstellteinenentscheidenden und musikgeschichtlich höchst bedeutsamen Schritt im schweizerischen Chorwesen dar. Er erlaubt den Berufsorchestern undKonzertveranstalterninderSchweiz,dasChorrepertoireauf professionellemNiveauzupflegen,ohnedassausländischeChöre mithohenReisespesenverpflichtetwerdenmüssen.Obwohlder Schweizer Kammerchor die Laienchöre in der Zusammenarbeit mitdenbestenBerufsorchesternderSchweizweitgehendersetzt, verdrängtersienichteinfach,sondernhatauchVorbildcharakter fürsie.Seit1997attestierendieMusikkritikerwiedasPublikum demSchweizerKammerchorhöchsteQualitätundbestätigen,dass erseineninternationalenVorbilderndurchausebenbürtigist.55 Das Profil des Schweizer Kammerchores und dessen Stabilisierung durch städtische Subventionen 2002 bis 2008 I GründerundBehördenlegtendasProfildesSchweizerKammerchores genau fest und grenzten es von dem der Basler Madrigalisten deutlich ab:DerneueChorsollteWerkeinterpretieren,dieeinEnsemblevon24 bisüber100professionellausgebildetenSänger*innen56 erforderten. ImZentrumstanddieorchesterbegleiteteVokalmusikdes18.bis20. Jahrhunderts.DennochbestandzusätzlichderAuftrag,denChorauch 55WeisungdesStadtratesvonZürichandenGemeinderat,GRNr.2001/569,14.November2001, <https://www.gemeinderat-zuerich.ch/dokumente/3ce30bcaf1a944b1909c5620f21b4917-332?filename=2001_0569.pdf>,konsultiertam1.Juli2024. 56FritzNäfpräzisierteseineVorstellungvoneinemprofessionellenChorwiefolgt:«Wichtigistzu bemerken,dassesnichteinvollprofessionellerChorist,sonderneinChorausprofessionellen Sänger*innen.EinprofessionellerChoristeinOpernchormitfestenAnstellungenundfesten Verpflichtungen. Aber ein Chor aus professionellen Sänger*innen besteht aus ausgebildeten Sänger*innen,dieaberkeinefestenVerpflichtungenhaben.»,InterviewzwischenLukasNäf undFritzNäf,16.Juni2021.
Zur Geschichte professioneller Chöre in der Schweiz 411 inA-cappella-FormationenoderzusammenmitkleinenInstrumentalensemblesoderKlavierbegleitungauftretenzulassen.57 Die OrganisatorendesSchweizerKammerchorsgriffenaufeinenPoolvon(jenach Quelle)zwischen25058und45059ausgebildetenMusiker*innenzurück, ausdenenjenachBedarfBesetzungenvonbiszu100Personenzusammengestelltwerdenkonnten.DieSänger*innenmussteneinVorsingen absolvieren,wonachsieinverschiedeneKategorienundNiveauseingeteiltwurden.GewisseSänger*innenkonntenauchfürsolistischeAufgabeneingesetztwerden.DieMitgliederstammtenzujeeinemFünftel ausZürichundBasel,zudreißigProzentausderZentralschweiz/Bern/ WestschweizundzudreißigProzentausdemAusland,besondersSüddeutschland.60 Abgesehen von der Interpretation des chorsinfonischen Repertoires in der Tonhalle Zürich setzte sich der Chor vier zentrale künstlerische Ziele:ErsollteerstensauchaußerhalbderTonhalle,dasheißtmitanderenschweizerischenOrchestern,zusammenarbeitenundoratorische wiechorsinfonischeWerkeaufhohemNiveaupräsentieren.Zwischen dem29.Oktober1997unddem29.Juni2011wirktederSchweizerKammerchorin136Produktionen61(sieheAnhang)mit,vondenenabernur ca.dreißigProzentnichtinZürichstattfanden(sieheTabelle2). 57WeisungdesStadtratesvonZürichandenGemeinderat,GRNr.2001/569,14.November2001, <https://www.gemeinderat-zuerich.ch/dokumente/3ce30bcaf1a944b1909c5620f21b4917-332?filename=2001_0569.pdf>,konsultiertam1.Juli2024.DieBasler Madrigalisten wurden nicht als Chor,sondernklaralssolistischbesetztesVokalensemblebezeichnet.AlleSänger*innender Basler MadrigalistenkonntenalsosolistischeAufgabenwahrnehmen.DieBasler Madrigalisten interpretiertenEnsemble-undChorwerkedes15.bis18.Jahrhundertssowiezeitgenössische Werke. 58InterviewzwischenMarioGerteisundFritzNäf:NäfundGerteis,«‹Wirmöchtengleichwertige Partnersein›». 59WeisungdesStadtratesvonZürichandenGemeinderat,GRNr.2001/569,14.November2001, <https://www.gemeinderat-zuerich.ch/dokumente/3ce30bcaf1a944b1909c5620f21b4917-332?filename=2001_0569.pdf>,konsultiertam1.Juli2024. 60Ebd. 61DieimAnhangzusammengestellteListederProduktionendesSchweizerKammerchoresberuht aufdengedrucktenKonzertprogrammensowieJahresberichtenderJahre1997bis2011,diesich imPrivatarchivvonFritzNäfbefinden.
412 Lukas Näf Tabelle 2 Produktionen des Schweizer Kammerchores außerhalb Zürichs Veranstalter Produktionsnummer Anzahl Lucerne Festival 16,25,36,37,47,48,49,58, 66,74,92,97,99,101,111, 112,119,124,125 19 Musikkollegium Winterthur 13,72,103,115,126 5 Orchestre de la Suisse Romande 75,106,131,132 4 Berner Symphonie-Orchester 6,17,39 3 AllgemeineMusikgesellschaftBasel 15,38,91 3 Opernhaus Zürich 29,45,81 3 L’OrchestrePhilharmoniquedeMonte-Carlo 31 1 Gstaad Festival 83 1 Murten Classics 96 1 Total 40 ZweitenssolltederSchweizerKammerchoreinzuverlässigerund professioneller Partner bei CD-Produktionen sein. So dokumentieren sechsEinspielungenmitdemTonhalle-OrchesterZürich(Nrn.10,35, 73,80,82,109)WerkevonBeethovenundMahler.Drittens sollte er als BotschafterwirkenundSchweizerVokalmusikaufKonzerttourneen verbreiten, was im Rahmen von vier Konzertreisen in die Ukraine (2002),nachSüdamerika(2004),Serbien(2007)undMexiko(2010)verwirklichtwurde(Nrn.51,67,93,129).UmdenChorklangauchohneOrchesterzuschulen,wurdenviertensinTonhalle-Konzerten(Nrn.9,27, 32,71,86)oderaufKonzerttourneenauchzeitgenössischeKompositionenfürChoracappellamithöchstenAnsprüchenvonThüringBräm, LarsEdlund,RudolfKelterborn,GyörgyKurtág,HansUlrichLehmann, GyörgyLigeti,FrankMartin,OlivierMessiaen,MaxReger,Sven-David Sandström,AlfredSchnittke,ArnoldSchönberg,RichardStraussund Julien-FrançoisZbindenaufgeführt(sieheTabelle3).
Zur Geschichte professioneller Chöre in der Schweiz 413 Tabelle 3 Auswahl von Werken für Chor a cappella, die vom Schweizer Kammerchor aufgeführt wurden Werk Produktionsnummer Edlund,Lars:Elegi(1971-72) 9 Kelterborn,Rudolf:Trescantionessacrae(1967) 86 Kurtág,György:OmaggioaLuigiNonoop.16(1979,rev. 1981) 123 Lehmann,HansUlrich:«derratderrose–hommageà KurtMarti»(UA) 71 Ligeti,György:DreiPhantasiennachFriedrichHölderlin (1982-83) 32 Ligeti,György:Éjszaka–Reggel(1955) 9,32 Ligeti,György:MagyarEtüdök(1983) 32 Martin,Frank:5GesängedesAriel(1950) 71 Messiaen,Olivier:Osacrumconvivium(1937) 86 Schnittke,Alfred:KonzertfürChor(1984/85) 120 Schönberg,Arnold:FriedeaufErdenop.13(1907) 9 Strauss,Richard:DeutscheMotetteop.62(1913) 27 Zbinden,Julien-François:Lord(1999) 85 Obwohl das Kernrepertoire des Schweizer Kammerchores von Anfanganklardefiniertwar,botschondieersteSaison1997/98Anlass zurKritik,weilWerkewieMessiahvonHändel,Ein deutsches Requiem von Brahms oder EliasvonMendelssohnaufgeführtwurden,dieauch von Laienchören hätten realisiert werden können. Verantwortlich fürdieseProgrammwahlwarenwederderChornochdessenLeitung, sondern vielmehr die Orchester als Hauptveranstalter. Die BefürchtungenderLaienchöre,derSchweizerKammerchorwürdeihreeigenenBemühungenkonkurrenzieren,bewahrheitetensichnicht.Der Tabelle4,dieeineAuswahlwichtigerProduktionendesSchweizer Kammerchores präsentiert, kann entnommen werden, dass gerade MendelssohnsOratorien,speziellElias,indenKonzerteneineuntergeordnete Rolle einnahmen. Brahms’ Ein deutsches Requiem wurde nachdemAuftaktam29.Oktober1997erstwiedergegenEndeder TätigkeitdesKammerchoresaufgeführt.Messiah von Händel erfreute
414 Lukas Näf sichdagegengrößererBeliebtheit:DiefünfProduktionenimRahmen derTonhalle-GesellschaftfolgteneinemoffenkundigenKonzept:Unter der Leitung von ästhetisch möglichst gegensätzlichen Dirigenten wieKurtSanderling,TonKoopman,TõnuKaljuste,IvorBoltonund Helmuth Rilling sollte dem Publikum zum Weihnachtsfest (und außerhalbderAbonnementskonzerte)diesespopuläreOratoriumpräsentiert werden. Ein klar historisch informierter InterpretationsansatzwiederjenigevonTonKoopmanverlangtenacheinemEnsemble, dasflexibelaufdifferenzierteKonzepteimBereichArtikulationund Tempo reagieren konnte und auch in kleiner Besetzung genug stimmlichesDurchsetzungsvermögenhatte,umdenTonhallesaalzufüllen. EinähnlichesPrinzipunterlagdenverschiedenartigenAufführungen des Weihnachts-Oratoriums von Johann Sebastian Bach in den Jahren2004/05,2005/06und2006/07. FritzNäfhatteimOktober1997,alsozumStartdesneuenKlangkörpersgehofft,dassderSchweizerKammerchorauchfürRepertoire, das aus stimmund kompositionstechnischen Gründen nicht von Laienchörenbewältigtwerdenkonnte,angefragtwerdenwürde.62 Wie Tabelle4zeigt,erfülltesichdieseHoffnungdurchaus.InneunProduktionen gelangte Beethovens Sinfonie Nr. 9zurAufführung.Dieses WerkkannzwarvonLaienchöreninterpretiertwerden,dochzeigen sichdieVorteile professioneller Stimmen(geradeauch fürCD-Produktionen) deutlich in der angemessenen Bewältigung der technisch anspruchsvollen Doppelfuge des Schlusssatzes und der langen Passagen in hoher Lage. Im Rahmen zahlreicher Produktionen übernahm derSchweizerKammerchordenChorpartinGustavMahlersSinfonien,wobeidieSinfonie Nr. 3,die(nebeneinemKnabenchor)nureinenFrauenchorerfordert,sechsmalundsomitvonallenamhäufigstenaufgeführtwurde.AllerdingserklangdasWerknichtnurinder TonhalleZürich,sonderndreimalauchinKonzertendesLucerneFestivals.DieandenFrauenchorgestelltenAnforderungenwieflexible Klanglichkeitundleichte,schwebendeHöhewürdenbeiungeübten StimmeneinelangeProbezeitverlangen,wiesieimprofessionellen Orchesterbetriebundenkbarwäre.HoheAnforderungenandieSängerinnen und Sänger betreffend Intonation und Leichtigkeit stellt auchderA-cappella-ChordesSchlusssatzes(misterioso) der Sinfonie 62NäfundGerteis,«‹WirmöchtengleichwertigePartnersein›».
Zur Geschichte professioneller Chöre in der Schweiz 415 Nr. 2.Demgegenübererfordernder«Aufersteh’n»-Schlusschorderselben Sinfonie und insgesamt die Sinfonie Nr. 8 vor allem stimmliche Durchsetzungsfähigkeit. Allen diesen gegensätzlichen Erfordernissen wusste der Schweizer Kammerchor mit seinen professionellen Sänger*innen durchaus nachzukommen. InderRückschauaufdievierzehnSpielzeitendesSchweizerKammerchoreserweistsichdieInterpretationfranzösischerMusikdes19.und frühen 20. Jahrhunderts geradezu als künstlerischer Schwerpunkt. In acht Produktionen gelangte das ganze Spektrum geistlicher und weltlicherVokalmusikvonHectorBerlioz’zurAufführung:dasRequiem (Grande Messe des morts) und das Oratorium L’Enfance du Christ sowie die dramatische Legende La Damnation de Faust. Diese Werke verlangenvomChordieFähigkeit,ohneforcierteStimmgebungeinengroßenundhomogenenKlangzuerzeugen,umsomitdemOrchesterin Balance zu bleiben. In der dramatischen Symphonie Roméo et Juliette stellt Berlioz sowohl an den gemischten Chor wie auch an das kleine EnsemblehöchsteAnforderungenanIntonationundFlexibilität.Neben diesenWerkenaus den1830er- bis 1850er-Jahreninterpretierte derSchweizerKammerchorinsgesamtfünfmalRavelsBallettDaphnis et Chloé(unterderLeitungvonPierreBoulez,ArminJordan,Andrew Litton,SimonRattle,DavidZinman).DiesesWerkistwegenseinerAcappella-Passage (Vokalise) punkto Intonation besonders anspruchsvoll.DazukamenWerkeausderZeitderJahrhundertwende,etwaDebussys Nocturnes für Frauenchor oder dessen fünfaktiges Mysterium Le Martyre de Saint Sébastien. In erstem Werk besteht die HauptaufgabeinderErzeugungvonKlangfarben,daauchhiernurtextloseVokalisen zu singen sind. Zu einem französischen Schwerpunkt gehörten auch Faurés Requiem,FrancksPoème symphoniquePsyché für dreistimmigen Chor oder – wenn man den Rahmen noch erweitern will – AufführungenvonStrawinskysKompositionenLes Noces (in einer ProduktiondesOpernhausesZürich),Oedipus Rex (nur mit Männerchor) oder von dessen Messe.VonderBreitedesRepertoiresdesSchweizer KammerchoreszeugensodannSchönbergsA Survivor from Warsaw, Ligetis Requiem,dastechnischhöchsteAnforderungenstellt,Janáčeks Glagolitische MessesowieWerkevonErnestBloch,BenjaminBritten, Ferruccio Busoni, Rolf Liebermann, Alexander Skrjabin sowie Kurt Weill (siehe Tabelle 4).
416 Lukas Näf Tabelle 4 Auswahl von Werken für Chor und Orchester, die vom Schweizer Kammerchor aufgeführt wurden Werk Produktionsnummer Anzahl Bach,JohannSebastian:Weihnachts-Oratorium BWV248(1734) 69/70,76/78,87/88, 130 4 Beethoven,Ludwigvan:SinfonieNr.9d-Mollop. 125(1817-24) 10,66,77,83,95, 103,111,112,136 9 Berlioz,Hector:GrandeMessedesMortsop.5H.75 (1837) 99,106 2 Berlioz,Hector:L’EnfanceduChristop.25H.130 (1850-54) 100,115 2 Berlioz,Hector:LaDamnationdeFaustop.24H. 111(1845-46) 29,60 2 Berlioz,Hector:RoméoetJulietteop.17H.79(1839) 47,121 2 Bloch,Ernest:AvodathHakodesh.Kantate(1930-33) 39 1 Brahms,Johannes:EindeutschesRequiemop.45 (1868) 1,23,128,134 4 Britten,Benjamin:PeterGrimesop.33(1945) 7 1 Busoni,Ferruccio:KonzertC-Durop.39BV247 (1902-4) 104 1 Debussy,Claude:LeMartyredeSaintSébastien (1911) 58,101,105 3 Debussy,Claude:Nocturnes(1897-1901) 12,62,75,91,97 5 Fauré,Gabriel:Requiemop.48(1886/87) 44 1 Franck,César:Psyché(1887/88) 24 1 Händel,GeorgFriedrich:MessiahHWV56(1741-42) 2,30,42,56,61 5 Haydn,Joseph:DieJahreszeitenHob.XXI:3(17991801) 96,114 2 Haydn,Joseph:DieSchöpfungHob.XXI:2(1796-98) 11,116 2 Holst,Gustav:ThePlanetsop.32(1914-16) 84 1 Huber,Klaus:BeatipauperesII(1979) 55 1 Janáček,Leoš:GlagolitischeMesse(1926) 64 1 Janáček,Leoš:DasewigeEvangelium(1914) 43 1
Zur Geschichte professioneller Chöre in der Schweiz 417 Liebermann,Rolf:Medea-Monolog(1989) 26 1 Ligeti,György:Requiem(1963-65) 33 1 Liszt,Franz:EineFaust-SinfonieR425,S108(185480) 102 1 Mahler,Gustav:SinfonieNr.2c-Moll(1888-94,rev. 1903) 16,80 2 Mahler,Gustav:SinfonieNr.3d-Moll(1893-96,rev. 1906) 31,37,49,82,124, 131 6 Mahler,Gustav:SinfonieNr.8Es-Dur(1906-07) 109 1 MendelssohnBartholdy,Felix:Elias,op.70(184446) 5,113 2 Mozart,WolfgangAmadeus:Messec-MollKV427 (1782-83) 79,117,20 3 Mozart,WolfgangAmadeus:LaclemenzadiTitoKV 621(1791) 38 1 Mozart,WolfgangAmadeus:Requiemd-MollKV 626(1791) 52,135 2 Ravel,Maurice:DaphnisetChloé(1909-12) 12,25,48,62,74 5 Saariaho,Kaija:OltraMar(1998-99) 91 1 Schönberg,Arnold:ASurvivorfromWarsawop.46 (1947) 14,39 2 Schostakowitsch,Dmitrij:SinfonieNr.2H-Durop. 14(1927) 46 1 Skrjabin,Alexander:SymphonieNr.1E-Durop.26 (1899/1900) 17 1 Strawinsky,Igor:LesNoces(1914/23) 81 1 Strawinsky,Igor:Messe(1948) 20 1 Strawinsky,Igor:OedipusRex(1926-27) 132,133 2 Strawinsky,Igor:LeRoidesétoiles(1911/12) 12 1 Tschaikowsky,PjotrI.:Jolantheop.69(1891) 6 1 Wagner,Richard:TristanundIsoldeWWV90(185759) 125 1 Weill,Kurt:DasBerlinerRequiem(1928) 128 1
418 Lukas Näf II ImJahre2004gründetendieBernischeMusikgesellschaft,dieTonhalle-Gesellschaft Zürich unddie Stiftung LucerneFestivaloffiziell die Stiftungarsvocalis,welchesichzumZielsetzte,denSchweizerKammerchorimHinblickaufseinenationaleundinternationaleAusstrahlungfinanziellzufördern.63WelcheKonsequenzendiesenationaleSituierungfürdieFinanzierungdesSchweizerKammerchoreshatte,soll weiteruntendargestelltwerden.SeitseinerGründungimJahr1997 warderSchweizerKammerchorjuristischeinTeildesVereinsBasler Madrigalisten.64 Obwohl der Schweizer Kammerchor und die Basler Madrigalisten organisatorisch und personell eng miteinander verknüpftwaren,wurdenbereitsimJahre2000FinanzaufwandundErtragderbeidenFormationengetrenntausgewiesen.Dieswurdenötig, weil damals Subventionen der Stadt Zürich zu Gunsten des Schweizer KammerchoresinAussichtstanden.DieseSubventionenwurdenerstmalsfürdieJahre2002bis2004vergebenundbeliefensichaufjährlich 100’000Franken.InderbereitserwähntenWeisungdesZürcherStadtratesandenGemeinderatvon2001wurdedienationaleAusrichtung alsHauptargumentangeführt,warumderSchweizerKammerchorgefördertwerdensollte: DieGründungeinerTrägerschaftsstiftung[damitistdieStiftungars vocalisgemeint;2004 offiziell gegründet] durch die Tonhalle-GesellschaftZürich,dieAllgemeineMusikgesellschaftBasel[sic!]und dasBernerSinfonieorchesterzeigt,dassessichumeinAnliegen vonnationalerBedeutunghandelt.AuchwenndieSubventionierung einer gesamtschweizerisch orientierten Institution durch einzelneStädteundKantonekulturpolitischungewöhnlichist,isteine Unterstützung durch die Stadt Zürich höchst sinnvoll. Sie ermög63«ImHinblickaufdienationaleundinternationaleAusstrahlungdieserVokalensemblesistdie StiftungindergesamtenSchweizund,soweiterforderlich,auchimAuslandtätig.»,Statutder Stiftungarsvocalis,21.Dezember2004,PrivatarchivFritzNäf. 64NäfundGerteis,«‹WirmöchtengleichwertigePartnersein›».Vgl.zurFinanzierungdesSchweizer Kammerchores auchdie Studie: Anita Jehli, Alissa Nembrini und Nathalie Padlina, Vergleichsstudie über die Drittmittelbeschaffung professioneller Chöre mit Schwerpunkt Alte Musik, MasterarbeitUniversitätBasel,2007.DieBaslerMadrigalistenwurdenseit1978vonFritzNäf geleitet,vgl.Näf,Ars vocalis. 25 Jahre Basler Madrigalisten.
Zur Geschichte professioneller Chöre in der Schweiz 425 geläufige sinfonische Werke mit Chor von Ernest Bloch, Benjamin Britten, Gustav Holst, Klaus Huber, Leoš Janáček, Rolf Liebermann, GyörgyLigeti,FranzLiszt,KaijaSaariaho,ArnoldSchönberg,Dmitrij Schostakowitsch,AlexanderSkrjabin,PjotrI.Tschaikowsky,Richard WagnerundKurtWeillerklangen(Nrn.6,7,14,17,26,33,39,43,46,55, 64,84,91,102,125und128).ObwohlderSchweizerKammerchorein breitesunddifferenziertesRepertoirepflegte,hättemandiesesselbstverständlichum weitereWerkefürChorundOrchesterdes19.und besonders20.Jahrhundertsergänzenkönnen,etwaumBrittensWar Requiem,SchönbergsGurre-Lieder oder der 3. Sinfonie und 13. Sinfonie von Schostakowitsch. Ob dies jedoch der Publikumserwartung entsprochenhätte,istvonheuteauskaumklarzubeantworten. III AlsdritterGrund,jenseitsvonstaatlicherFinanzierungundWertschätzung des Chorsingens, soll weiteren Ursachen nachgegangen werden,warumesnichtgelang,denSchweizerKammerchorzuerhalten. Diese liegen möglicherweise im Wesen von Institutionen und Organisationen überhaupt. So scheintes –wohlwissend, dassein solcher Vergleich methodisch problematisch sein kann – sinnvoll, zudiesemZwecknochmalsaufdieArtundWeisederGründungdes SchweizerKammerchoreszurückzukommen.Vergleichtmandiese mitderjenigenderTonhalle-GesellschaftZürichselbst,zeigensich prinzipielle Unterschiede. AuszugehenistdabeivonAusführungenderKunsthistorikerinBirgit Jooss,diesichmitderGründungvonKunstinstitutionenallgemeinbeschäftigthat: Allgemein betrachtet dient eine Institution der Festschreibung von Handlungs- und Beziehungsmustern, der Aufstellung und KontrollevonRegelnsowiederQualitätssicherung.DasiegemeinhindieLebensspanneihrerMitgliederübertrifft,stehtsie–positiv formuliert – für die generationsübergreifende Dauerhaftigkeit undVerlässlichkeitihrerRegeln,imnegativenSinnedagegenfür Starrheit und Reformresistenz. Bestimmend sind stets Individuen undInstitutionengleichermaßen,dieinengerBeziehungzuein-
426 Lukas Näf anderstehenundimIdealfalldiefachlicheKompetenzalsLeitungsinstanz anerkennen.80 Eine charakteristische Eigenschaft einer Institution scheint zu sein, dasssiedieLebensspanneihrerGründerübertrifft,wasaufdieTonhalle-GesellschaftZürichbezogenzutrifft:rundzehnJahrenachder Tonhalle-Gründung verstarben die Gründerpersönlichkeiten Karl Keller(1814-1878)undGeroldEberhard(1824-1880).Dennochbestand die Gesellschaft danach selbstverständlich weiter. Interessant an Jooss’ AusführungenistauchdieFeststellung,dassoftIndividuenundInstitutionen gemeinsam für die Gründung einer neuen Institution bestimmendsind,was1868fürdieTonhalle-Gründungebenfallszutraf.Nicht zuletztwarenfürdieInstitutionendes19.Jahrhundertsrepräsentative,demInstitutangemesseneGebäudebesonderswichtig: Institutionen sind immer auch verbunden mit bestimmten Orten. GeradeimKunstkontextwurdenLeitideenwieQualitätundKontinuitätim19.Jh.gernedurchdasErscheinungsbildderGebäude repräsentiert: Architektur, Fassadengestaltung und Bauschmuck machtendieeinschlägigenLeitgedankennachaußenhinsichtbar, im Inneren sorgten Bildprogramme mit Fresken oder Skulpturen fürihreVeranschaulichung.DashattezurFolge,dassdieBauten in permanentem Konflikt zwischen Historisierung und aktueller Funktionsbestimmung standen.81 AusdemJahresberichtderTonhalle-Gesellschaftvon1868/69istklar herauszulesen,dassnebenderGründungeinesOrchestersbeziehungsweiseeinerGesellschaftauchdieErrichtungeinesOrtes,einesKunsttempels,einegrundlegendeundvonvielenPersonen(ausPolitikund Wirtschaft)undOrganisationen(Gesangvereine)getrageneIdeewar: UnmittelbarnachdemeidgenössischenMusikfeste,zuderZeit,als dieErinnerungandieerhabenenKunstgenüsse,welchedasselbe gebotenhatte,inAllerHerzennochfrischunderwärmendfortlebte,unddaderWunsch,dieTonhallezumbleibendenKunsttempel 80Jooss,«Kunstinstitutionen»,188. 81Ebd.
Zur Geschichte professioneller Chöre in der Schweiz 427 zuerheben,immergrößernAnklangfand,–bildetesicheinprovisorischesKomite[…]zudemZwecke,denvollständigenAusbau der Tonhalle anzubahnen und ein Programm für die künftige Benutzung derselben zu entwerfen.82 UnterdiesenVoraussetzungenkonntesichdieTonhallealsInstitution inZürichbehaupten,unddurchVerträgemitderStadtwurdedieFinanzierung der Institution über Jahre hinaus gesichert. Schlägt man den Bogen nun zurück zum Schweizer Kammerchor wird deutlich, dassgut130JahrespäterzahlreicheVoraussetzungenfüreinenFortbestanddieserOrganisation–dieebennichtdieAnsprücheeinerInstitutionerfüllenkonnte–fehlten.WederfußtedieIdeeaufdenBedürfnissen unterschiedlicher Akteure, wie Personen und Institutionen, nochstandeinOrtimZentrumderIdeedesSchweizerKammerchores. VielmehrentsprangderWunschzurEtablierungeinesprofessionellen ChoresderausschließlichkünstlerischenVision,ChormusikaufhöchstemkünstlerischemNiveauzubetreiben.FritzMugglerbemerkte1973, dassdieSchweizeinLandsei,«indemesschwerhält,offizielleMusikinstitutionen zu gründen und am Leben zu halten.»83 Leider behielt er Recht,dennnurdieBemühungenwenigerinitiativerPersönlichkeiten alleingenügtennicht,denSchweizerKammerchoralsdauerhafteInstitution zu festigen. 82ErsterBerichtdesVorstandesderTonhalle-GesellschaftZürichüberdasGeschäftsjahr1868/69, S.3,CH-Zsta,VII.151.2.1. 83Muggler,«Interpreten»,352.
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430 Lukas Näf 10. Dienstag,8.Dezember1998,Zürich,Tonhalle,GroßerSaal;Beethoven, Ludwig van: Sinfonie Nr. 9 d-Moll op. 125 (1817-24);Tonhalle-Orchester;SchweizerKammerchor;Zinman,David(L);Näf,Fritz(E);weitereDaten:9.Dezember1998;10. Dezember1998;12./14.Dezember1998(CD-Produktion) 11. Dienstag,19.Januar1999,Zürich,Tonhalle,GroßerSaal;Haydn, Joseph: Die Schöpfung Hob. XXI:2 (1796-98);Tonhalle-Orchester;SchweizerKammerchor; Brüggen,Frans(L);Näf,Fritz(E);weitereDaten:20.Januar1999;21.Januar1999 12. Mittwoch,3.Februar1999,Zürich,Tonhalle,GroßerSaal;Debussy, Claude: Nocturnes (1897-1901); Ravel, Maurice: Daphnis et Chloé (1909-12); Strawinsky, Igor: Le Roi des étoiles (1911/12);Tonhalle-Orchester;SchweizerKammerchor; Zinman,David(L);Näf,Fritz(E);weitereDaten:4.Februar1999;5.Februar1999 13. Mittwoch,14.April1999,Winterthur,Stadthaus;Janáček, Leoš: Tagebuch eines Verschollenen (1917-19); Stadtorchester Winterthur; Schweizer Kammerchor; Leeuw,Reinbertde(L);Näf,Fritz(E) 14. Freitag, 7. Mai 1999, Zürich, Tonhalle, Großer Saal; Schönberg, Arnold: A Survivor from Warsaw op. 46 (1947);Tonhalle-Orchester;SchweizerKammerchor; Brüggen,Frans(L);Näf,Fritz(E) 15. Mittwoch,26.Mai1999,Basel,Stadtcasino,GroßerMusiksaal;Mozart, Wolfgang Amadeus: Idomeneo KV 366 (1780/81);SinfonieorchesterBasel;SchweizerKammerchor;BaslerMadrigalisten;Venzago,Mario(L);Näf,Fritz(E);weitereDaten: 27.Mai1999 16. Samstag, 11. September 1999, Luzern, KKL, Konzertsaal; Mahler, Gustav: Sinfonie Nr. 2 c-Moll (1888-94, rev. 1903); Wiener Philharmoniker; Schweizer Kammerchor;Rattle,Simon(L);Näf,Fritz(E) 17. Donnerstag,21.Oktober1999,Bern,KonzerthausCasino,GroßerSaal;Skrjabin, Alexander: Symphonie Nr. 1 E-Dur op. 26 (1899/1900); Berner Symphonie-Orchester;SchweizerKammerchor;Kitajenko,Dmitrij(L);Näf,Fritz(E);weitereDaten: 22.Oktober1999 18. Mittwoch,22.Dezember1999,Zürich,Tonhalle,GroßerSaal;Bach, Johann Sebastian: Kantate «Sehet, welch eine Liebe hat uns der Vater erzeiget» BWV 64 (1723); Honegger, Arthur: Une Cantate de Noël H. 212 (1953); Tonhalle-Orchester; SchweizerKammerchor;Jordan,Armin(L);Näf,Fritz(E) 19. Freitag,31.Dezember1999,Zürich,Tonhalle,GroßerSaal;Opernszenen von Wolfgang Amadeus Mozart, Ludwig van Beethoven, Richard Wagner und Giuseppe Verdi;Tonhalle-Orchester;SchweizerKammerchor;Zinman,David(L);Näf,Fritz (E) 20. Mittwoch,24.Mai2000,Zürich,Tonhalle,GroßerSaal;Strawinsky, Igor: Messe (1948); Mozart, Wolfgang Amadeus: Messe c-Moll KV 427 (417a) (1783); TonhalleOrchester;SchweizerKammerchor;Brüggen,Frans(L);Näf,Fritz(E);weitere Daten:25.Mai2000;26.Mai2000 21. Sonntag,25.Juni2000,Zürich,Fraumünster;Bach, Johann Sebastian: Motette «Komm, Jesu, komm» BWV 229; Bach, Johann Sebastian: Motette «Der Geist hilft unser Schwachheit auf» BWV 226; Bach, Johann Sebastian: Motette «Jesu, meine Freude» BWV 227;Barock-Orchester«L’arpafestante»;SchweizerKammerchor; Näf,Fritz(L) 22. Samstag,1.Juli2000,Zürich,Tonhalle,GroßerSaal;Bach, Johann Sebastian: Kantate «Tönet ihr Pauken! Erschallet, Trompeten» BWV 214 (1733); TonhalleOrchester;SchweizerKammerchor;Goebel,Reinhard(L);Näf,Fritz(E);weitere Daten:2.Juli2000
Zur Geschichte professioneller Chöre in der Schweiz 431 23. Samstag,15.Juli2000,Zürich,Tonhalle,GrosserSaal;Bach, Johann Sebastian/ Strawinsky, Igor: Choral-Variationen über das Weihnachtslied «Vom Himmel hoch» (bearb. 1956); Brahms, Johannes: Ein deutsches Requiem op. 45 (1868); Tonhalle-Orchester;SchweizerKammerchor;Sawallisch,Wolfgang(L);Näf,Fritz (E);weitereDaten:16.Juli2000 24. Donnerstag,31.August2000,Bonn,Beethovenhalle,GroßerSaal;Franck, César: Psyché (1887/88); London Philharmonic Orchestra; Schweizer Kammerchor; Masur,Kurt(L);Näf,Fritz(E);weitereDaten:6.September2000(Luzern,KKL, Konzertsaal) 25. Samstag,9.September2000,Luzern,KKL,Konzertsaal;Ravel, Maurice: Daphnis et Chloé (1909-12);DallasSymphonyOrchestra;SchweizerKammerchor;Litton, Andrew(L);Näf,Fritz(E);Davidson,David(E) 26. Donnerstag,14.September2000,Zürich,Tonhalle,GrosserSaal;Liebermann, Rolf: Medea-Monolog (1989);Tonhalle-Orchester;SchweizerKammerchor;Bertini, Gary(L);Pfaff,Werner(E) 27. Mittwoch,1.November2000,Zürich,Tonhalle,GrosserSaal;Brahms, Johannes: Festund Gedenksprüche op. 109 (1888-89); Reger, Max: Drei Chöre op. 6 (1892); Strauss, Richard: Deutsche Motette op. 62 (1913); Mozart, Wolfgang Amadeus: Vesperae solennes de Confessore KV 339 (1779); Tonhalle-Orchester; Schweizer Kammerchor;Solomon,Peter(Klav);Ericson,Eric(L);Näf,Fritz(E);weitereDaten: 2.November2000 28. Dienstag,7.November2000,Zürich,Tonhalle,GroßerSaal;Honegger, Arthur: Sémiramis H. 85 (1933-34); Tonhalle-Orchester; Schweizer Kammerchor; Roshdestwenskij,Gennadij(L);Näf,Fritz(E);weitereDaten:8.November2000;9. November2000 29. Sonntag,10.Dezember2000,Zürich,Opernhaus;Berlioz, Hector: La Damnation de Faust op. 24 H. 111 (1845-46); Orchester des Opernhauses Zürich; Schweizer Kammerchor;Dohnányi,Christophvon(L),Näf,Fritz(E);weitereDaten:12.Dezember2000bis18.März2001 30. Donnerstag,21.Dezember2000,Zürich,Tonhalle,GrosserSaal;Händel, Georg Friedrich: Messiah HWV 56 (1741-42);Tonhalle-Orchester;SchweizerKammerchor;Kopman,Ton(L);Näf,Fritz(E);weitereDaten:22.Dezember2000 31. Sonntag,7.Januar2001,Monte-Carlo,GrimaldiForum,SalledesPrinces;Mahler, Gustav: Sinfonie Nr. 3 d-Moll (1893-96, rev. 1906);L’OrchestrePhilharmoniquede Monte-Carlo;SchweizerKammerchor;Janowski,Marek(L);Näf,Fritz(E) 32. Dienstag,23.Januar2001,Zürich,Tonhalle,GroßerSaal;Ligeti, György: Éjszaka – Reggel (1955); Ligeti, György: Magyar Etüdök (1983); Ligeti, György: Drei Phantasien nach Friedrich Hölderlin (1982-83); Brahms, Johannes: Schicksalslied op. 54 (1871) (Klavierfassung);SchweizerKammerchor;Solomon,Peter(Klav); Näf,Fritz(L);weitereDaten:24.Januar2001;25.Januar2001 33. Mittwoch, 31. Januar 2001, Zürich, Tonhalle, Großer Saal; Ligeti, György: Requiem (1963-65); Tonhalle-Orchester; Schweizer Kammerchor; Chöre und Vokal-EnsemblesderMusikhochschuleWinterthur-Zürich;Zinman,David(L); Näf,Fritz(E);Pfaff,Werner(E);Scheuber,Karl(E);Schäfer,Beat(E);weitereDaten: 1.Februar2001;2.Februar2001 34. Mittwoch,28.März2001,Zürich,Tonhalle,GroßerSaal;Bach, Johann Sebastian: Johannes-Passion BWV 245 (1724);Tonhalle-Orchester;SchweizerKammerchor; Brüggen,Frans(L);Näf,Fritz(E);weitereDaten:29.März2001;30.März2001 35. Mittwoch,2.Mai2001,Zürich,Tonhalle,GroßerSaal;Beethoven, Ludwig van: Missa solemnis D-Dur op. 123 (1818/19-1823);Tonhalle-Orchester;SchweizerKam-
432 Lukas Näf merchor;Zinman,David(L);Näf,Fritz(E);weitereDaten:3.Mai2001;4.Mai2001; 7.-9.Mai2001(CD-Produktion) 36. Donnerstag,23.August2001,Luzern,KKL,Konzertsaal;Poulenc, Francis: Stabat Mater (1950); Fauré, Gabriel: Requiem c-Moll op. 48 (1886/87);NHKSymphony OrchestraTokyo;SchweizerKammerchor;Dutoit,Charles(L);Näf,Fritz(E) 37. Dienstag,28.August2001,Luzern,KKL,Konzertsaal;Mahler, Gustav: Sinfonie Nr. 3 d-Moll (1893-96, rev. 1906); Oslo Philharmonic Orchestra; Damen des SchweizerKammerchores;KnabenkantoreiBasel;Jansons,Mariss(L);Näf,Fritz(E) 38. Mittwoch,19.September2001,Basel,Stadtcasino,GroßerMusiksaal;Mozart, Wolfgang Amadeus: La clemenza di Tito KV 621 (1791); Sinfonieorchester Basel; Schweizer Kammerchor; Venzago, Mario (L); Näf, Fritz (E); weitere Daten: 20.September2001 39. Mittwoch,17.Oktober2001,Bern,KonzerthausCasino,GroßerSaal;Bloch, Ernest: Avodath Hakodesh. Kantate (1930-33); Schönberg, Arnold: A Survivor from Warsaw op. 46 (1947); Bernstein, Leonard: Chichester Psalms (1965); Berner Symphonie-Orchester;SchweizerKammerchor;Kofman,Roman(L);Näf,Fritz(E); weitereDaten:18.Oktober2001 40. Dienstag,30.Oktober2001,Zürich,Tonhalle,GroßerSaal;Schubert, Franz: Ausschnitte aus Rosamunde, Fürstin von Zypern D 797 (1823); Tonhalle-Orchester; SchweizerKammerchor;Holliger,Heinz(L);Näf,Fritz(E);weitereDaten:31.Oktober2001;1.November2001 41. Mittwoch,7.November2001,Zürich,Tonhalle,GroßerSaal;Brahms, Johannes: Rinaldo op. 50 (1863/68);Tonhalle-Orchester;SchweizerKammerchor;Roshdestwenskij,Gennadij(L);Näf,Fritz(E);weitereDaten:8.November2001;9.November 2001 42. Donnerstag,20.Dezember2001,Zürich,Tonhalle,GroßerSaal;Händel, Georg Friedrich: Messiah HWV 56 (1741-42);Tonhalle-Orchester;SchweizerKammerchor;Kaljuste,Tõnu(L);Näf,Fritz(E);weitereDaten:21.Dezember2001 43. Mittwoch,16.Januar2002,Zürich,Tonhalle,GroßerSaal;Janáček, Leoš: Das ewige Evangelium (1914); Bruckner, Anton: Messe Nr. 3 f-Moll WAB 28 (1867/68); Tonhalle-Orchester;SchweizerKammerchor;Blomstedt,Herbert(L);Näf,Fritz (E);weitereDaten:17.Januar2002;18.Januar2002 44. Dienstag, 26. Februar 2002, Zürich, Tonhalle, Großer Saal; Fauré, Gabriel: Requiem op. 48 (1886/87);Tonhalle-Orchester;SchweizerKammerchor;Jordan, Armin(L);Näf,Fritz(E);weitereDaten:27.Februar2002;28.Februar2002 45. Montag,20.Mai2002,Zürich,Opernhaus;Wagner, Richard: Götterdämmerung WWV 86D (1848-74);ChorundOrchesterderOperZürich;SchweizerKammerchor; Welser-Möst,Franz(L);Näf,Fritz(E);weitereDaten:23.Mai2002;26.Mai2002; 29.Mai2002;9.Juni2002;16.Juni2002 46. Freitag,21.Juni2002,Zürich,Tonhalle,GroßerSaal;Schostakowitsch, Dmitrij: Sinfonie Nr. 2 H-Dur op. 14 (1927);Tonhalle-Orchester;SchweizerKammerchor; Roshdestwenskij,Gennadij(L);Näf,Fritz(E) 47. Mittwoch,28.August2002,Luzern,KKL,Konzertsaal;Berlioz, Hector: Roméo et Juliette op. 17 H. 79 (1839); Mariinsky Orchestra St. Petersburg; Schweizer Kammerchor;BaslerMadrigalisten;Gergiev,Valery(L);Näf,Fritz(E) 48. Samstag,31.August2002,Luzern,KKL,Konzertsaal;Bartók, Béla: Der wunderbare Mandarin Sz 73 (1918/19; 1924, rev. 1926-31); Ravel, Maurice: Daphnis et Chloé (1909-12);BerlinerPhilharmoniker;SchweizerKammerchor;Boulez,Pierre(L); Näf,Fritz(E)
Zur Geschichte professioneller Chöre in der Schweiz 433 49. Donnerstag,5.September2002,Luzern,KKL,Konzertsaal;Mahler, Gustav: Sinfonie Nr. 3 d-Moll (1893-96, rev. 1906);KoninklijkConcertgebouworkestAmsterdam; Damen des Schweizer Kammerchores; Knabenkantorei Basel; Chailly, Riccardo(L);Näf,Fritz(E) 50. Freitag,27.September2002,Bern,KonzerthausCasino,GroßerSaal;Honegger, Arthur: Prolog aus Jeannne d’Arc au bûcher H. 99 (1935/1944); Orff, Carl: Auszüge aus Carmina Burana (1934-36); Schnyder, Daniel: Hymn for a New Generation (2001/02); Basel Sinfonietta; Schweizer Kammerchor; Basler Madrigalisten; Bamert,Matthias(L);Näf,Fritz(E);weitereDaten:28.September2002;29.September2002;30.September2002 51. Mittwoch,9.Oktober2002,Ukraine,Kiew,Philharmonie;Ukraine-Tournee; Vokalmusik von Friedrich Theodor Fröhlich, Thüring Bräm, Volodymyr Runchak, Julien-François Zbinden, Arnold Schönberg, Johannes Brahms, Franz Schubert, Gioacchino Rossini, Johann Strauß;SchweizerKammerchor;Näf,Fritz(L);weitereDaten:13.Oktober2002(Ukraine,Czernowitz,Philharmonie);16.Oktober2002 (Ukraine,Lemberg,Philharmonie) 52. Donnerstag,10.Oktober2002,Ukraine,Kiew,Philharmonie;Ukraine-Tournee; Mozart, Wolfgang Amadeus: Requiem d-Moll KV 626 (1791);Kammerorchester Kiew;SchweizerKammerchor;Näf,Fritz(L);weitereDaten:Montag,14.Oktober 2002(Ukraine,Czernowitz,Philharmonie) 53. Dienstag,29.Oktober2002,Zürich,Tonhalle,GroßerSaal;Beethoven, Ludwig van: Messe C-Dur op. 86 (1807);Tonhalle-Orchester;SchweizerKammerchor; Zinman,David(L);Näf,Fritz(E);weitereDaten:31.Oktober2002 54. Mittwoch,27.November2002,Zürich,Tonhalle,GroßerSaal;Dvořák, Antonín: Stabat Mater op. 58 B 71 (1876-77);Tonhalle-Orchester;SchweizerKammerchor; Flor,ClausPeter(L);Näf,Fritz(E);weitereDaten:28.November2002;29.November 2002 55. Freitag,6.Dezember2002,Zürich,Tonhalle,GroßerSaal;Huber, Klaus: Beati pauperes II (1979);Tonhalle-Orchester;MitgliederdesSchweizerKammerchores undderBaslerMadrigalisten;Zinman,David(L);Näf,Fritz(E) 56. Donnerstag,19.Dezember2002,Zürich,Tonhalle,GroßerSaal;Händel, Georg Friedrich: Messiah HWV 56 (1741-42);Tonhalle-Orchester;SchweizerKammerchor;Bolton,Ivor(L);Näf,Fritz(E);weitereDaten:20.Dezember2002 57. Dienstag,25.März2003,Zürich,Tonhalle,GroßerSaal;Schubert, Franz: Messe Nr. 5 As-Dur D 678 (1819-25); Tonhalle-Orchester; Schweizer Kammerchor; Roshdestwenskij, Gennadij (L); Näf, Fritz (E); weitere Daten: 26. März 2003; 27.März2003 58. Donnerstag,14.August2003,Luzern,KKL,Konzertsaal;Debussy, Claude: Le Martyre de Saint Sébastien (1911);LucerneFestivalOrchestra;SchweizerKammerchor;Abbado,Claudio(L);Näf,Fritz(E);weitereDaten:14.August2003(DVDProduktion) 59. Montag,6.Oktober2003,Lausanne,Métropole;Haydn, Michael: Requiem c-Moll (1771);OrchestredeChambredeLausanne;SchweizerKammerchor;Zacharias, Christian(L);Näf,Fritz(E);weitereDaten:7.Oktober2003;8.Oktober2003(Frankreich,Paris,ThéâtredesChamps-Elysées);12.Oktober2003(Deutschland,Frankfurta.M.,AlteOper);6./7.Oktober2003(CD-Produktion) 60. Donnerstag,11.Dezember2003,Zürich,Tonhalle,GroßerSaal;Berlioz, Hector: La Damnation de Faust op. 24 H. 111 (1845-46); Tonhalle-Orchester; Schweizer Kammerchor;Dutoit,Charles(L);Näf,Fritz(E);weitereDaten:13.Dezember2003; 14.Dezember2003
434 Lukas Näf 61. Samstag,20.Dezember2003,Zürich,Tonhalle,GroßerSaal;Händel, Georg Friedrich: Der Messias HWV 56 (1741-42) in der Bearbeitung von Wolfgang Amadeus Mozart KV 572 (1789);Tonhalle-Orchester;SchweizerKammerchor; Rilling,Helmuth(L);Näf,Fritz(E);weitereDaten:21.Dezember2003 62. Mittwoch,25.Februar2004,Zürich,Tonhalle,GroßerSaal;Debussy, Claude: Nocturnes (1897-1901); Ravel, Maurice: Daphnis et Chloé (1909-12); TonhalleOrchester;SchweizerKammerchor;Jordan,Armin(L);Näf,Fritz(E);weitere Daten:26.Februar2004;27.Februar2004 63. Dienstag,25.Mai2004,Zürich,Tonhalle,GroßerSaal;Bach, Johann Sebastian: Messe h-Moll BWV 232 (1724, 1733, 1740-50);Tonhalle-Orchester;SchweizerKammerchor;Brüggen,Frans(L);Näf,Fritz(E);weitereDaten:26.Mai2004;27.Mai 2004;29.Mai2004(Luzern,KKL,Konzertsaal) 64. Freitag,25.Juni2004,Zürich,Tonhalle,GroßerSaal;Janáček, Leoš: Glagolitische Messe (1926);Tonhalle-Orchester;SchweizerKammerchor;Janowski,Marek(L); Näf,Fritz(E);weitereDaten:26.Juni2004 65. Sonntag,27.Juni2004,Zürich,Tonhalle,GroßerSaal;Janáček, Leoš: Tagebuch eines Verschollenen (1917-19);Fink,Bernarda(A);Daszak,John(T);Vignoles,Roger (Klav);SängerinnendesSchweizerKammerchores 66. Donnerstag,2.September2004,Luzern,KKL,Konzertsaal;Beethoven, Ludwig van: Sinfonie Nr. 9 d-Moll op. 125 (1817-24); Berliner Philharmoniker; Schweizer Kammerchor;Rattle,Simon(L);Näf,Fritz(E) 67. 13.Oktober2004bis21.Oktober2004;Südamerika-Tournee;Vokalmusik von Gregor Meyer, Johann Sebastian Bach, Daniel Glaus, Sven-David Sandström, Frank Martin, Johannes Brahms, Franz Schubert, Robert Schumann, Gioacchino Rossini, Johann Strauß;SchweizerKammerchor;Suits,Paul(Klav);Näf,Fritz(L); weitereDaten:10.Oktober2004(Zürich,Musikhochschule,GrosserSaal) 68. Mittwoch,3.November2004,Zürich,Tonhalle,GroßerSaal;Brahms, Johannes: Nänie op. 82 (1880-81); Brahms, Johannes: Gesang der Parzen op. 89 (1882); Brahms, Johannes: Schicksalslied op. 54 (1868-71);Tonhalle-Orchester;SchweizerKammerchor;Flor,ClausPeter(L);Näf,Fritz(E);weitereDaten:4.November2004 69. Samstag, 18. Dezember 2004, Zürich, Tonhalle, Großer Saal; Bach, Johann Sebastian: Weihnachts-Oratorium BWV 248 (1734), I-III; Tonhalle-Orchester; SchweizerKammerchor;Koopman,Ton(L);Näf,Fritz(E);weitereDaten:19.Dezember 2004 70. Samstag,8.Januar2005,Zürich,Tonhalle,GroßerSaal;Bach, Johann Sebastian: Weihnachts-Oratorium BWV 248 (1734), IV-VI; Tonhalle-Orchester; Schweizer Kammerchor;Koopman,Ton(L);Näf,Fritz(E);weitereDaten:9.Januar2005 71. Freitag,11.März2005,Zürich,Tonhalle,GroßerSaal;Lehmann, Hans Ulrich: «der rat der rose – hommage à Kurt Marti» (UA); Martin, Frank: 5 Gesänge des Ariel (1950);SchweizerKammerchor;Näf,Fritz(L) 72. Samstag,19.März2005,Winterthur,Stadthaus;Strawinsky, Igor: The Rake’s Progress (1948-50);OrchesterMusikkollegiumWinterthur;SchweizerKammerchor;Steen,Jacvan(L);Näf,Fritz(E) 73. Mittwoch,27.April2005,Zürich,Tonhalle,GroßerSaal;Beethoven, Ludwig van: Meeresstille und glückliche Fahrt op. 112 (1814-15); Beethoven, Ludwig van: Fantasie c-Moll op. 80 (1808);Tonhalle-Orchester;SchweizerKammerchor;Zinman,David(L);Näf,Fritz(E);weitereDaten:29.April2005;28.April2005(Luzern, KKL,Konzertsaal);2.-3.Mai2005(CD-Produktion)