EIN GLÜCKSBRINGER AUS DER VILLA RUSTICA VON FLUMENTHAL-ATTISHOLZWALD IM KANTON SOLOTHURN
Abstract
Im Jahr 2019 wurde bei der römischen Villa von Flumenthal-Attisholzwald imKanton Solothurn ein kleiner Goldring mit Gemme aus dem 1./2. Jahrhundertn. Chr. entdeckt. Die Gemme zeigt Bonus Eventus, den Gott des guten Gelingens.Dieses Motiv und der Innendurchmesser von nur 9 × 10,5 mm machen den Ringzum Glücksbringer eines Kleinkindes. Vermutlich wurde der Schmuck, genausowie 49 Münzen des 1.–3. Jahrhunderts n. Chr., als Opfergabe an einem heiligenOrt deponiert. Die Spuren eines kleinen, quadratischen Pfostenbaus, der dem ge-läufigen Bautypus für Kapellen entspricht, untermauert die Deutung des Platzesals Kultstätte.
Full text
IANUA PATET COR MAGIS ANA Z. MASPOLI SANDRA AMMANN HANNES FLÜCK SVEN STRAUMANN (HRSG.) XXXIII Veröffentlichungen der Gesellschaft Pro Vindonissa FESTSCHRIFT FÜR PETER-ANDREW SCHWARZ ZUM 65. GEBURTSTAG
ianua patet cor magis
IANUA PATET COR MAGIS ANA Z. MASPOLI SANDRA AMMANN HANNES FLÜCK SVEN STRAUMANN (HRSG.) XXXIII Veröffentlichungen der Gesellschaft Pro Vindonissa FESTSCHRIFT FÜR PETER-A NDR EW SCHWARZ ZUM 65. GEBURTSTAG
GESELLSCHAFT PRO VINDONISSA © 2025 by Gesellschaft Pro Vindonissa, ch-5200 Brugg Promoted by LIBRUM Publishers & Editors LLC, Basel, Frankfurt a. M. isbn 978-3-907662-14-4 ianua patet cor magis by individual Authors is licensed under a Creative Commons AttributionNonCommercial 4.0 International License. www.creativecommons.org Open Access bei: www.librumopen.com doi 10.19218/3907662144 KORREKTORAT. Stefan Worminghaus, Rudolf Känel KOORDINATION. Hannes Flück, Sandra Ammann, Ana Z. Maspoli, Sven Straumann und Jörg Blum GESTALTUNGSKONZEPT, BILDREDAKTION, UMSCHLAG UND SATZ . Jörg Blum, Zürich BILDBEARBEITUNG. Thomas Humm, humm dtp Matzingen, und Jörg Blum, Zürich DRUCK. Druckhaus Müller, Langenargen (D) klima-druck.de ID-Nr. Druckprodukt CO₂ kompensiert Mehr Informationen zur Berechnungsmethodik, zur Kompensation und dem gewählten GoldstandardKlimaschutzprojekt finden Sie unter klima-druck.de/ID. 24181679 Präsidialdepartement des Kantons Basel-Stad t Archäologische Bodenforschung Abteilung Kultur DIE DRUCKLEGUNG WURDE ERMÖGLICHT MIT FINANZIELLEN BEITRÄGEN VON FOLGENDEN INSTITUTIONEN. Swisslos-Fonds Kanton Aargau Dr. Daniel Schuhmann Fonds Stiftung Pro Augusta Raurica Archäologische Bodenforschung Basel-Stadt Kantonsarchäologie Aargau Kantonsarchäologie Solothurn Kantonsarchäologie Zürich Kantonsarchäologie St.Gallen Kantonsarchäologie Schaffhausen Archäologie, Hauptabteilung Kultur, Glarus Archäologischer Dienst Graubünden Section d’archéologie et paléontologie du Canton de Jura Römerstadt Augst Archäologie Schweiz Arbeitsgemeinschaft für die provinzialrömische Forschung in der Schweiz (ARS) Gesellschaft Pro Vindonissa Basler Zirkel für Urund Frühgeschichte Arbeitsgemeinschaft Prospektion Schweiz Albert-Weitnauer-Stiftung Departement Bildung und Kultur Fachstelle Archäologie TITELBILD. Eingang mit Inschrift und Wappen der Familie von Salis. Palazzo Salis, Bondo. Foto: Andrea Badrutt
ianua patet cor magis ZUM GELEIT . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9 Ana Z. Maspoli TABULA GRATULATORIA . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16 BIBLIOGRAFIE VON PETER-ANDREW SCHWARZ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18 LISTE DER VON PETER-ANDREW SCHWARZ AB 2007 BETREUTEN ABSCHLUSSARBEITEN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19 DIE VINDONISSA-PROFESSUR AN DER UNIVERSITÄT BASEL – EIN INTERKANTONALES ERFOLGSMODELL . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23 Thomas Doppler, Elisabeth Bleuer und Georg Matter 15 JAHRE LEGIONÄRSPFAD VINDONISSA: EINE ERFOLGSGESCHICHTE . . . . . . . . . . . 31 Rahel Göldi (K)EINE ZUKUNFT OHNE HERKUNFT? GEDANKEN ZUM STATUS QUO UND HERAUSFORDERUNGEN DER ARCHÄOLOGIE IN DER SCHWEIZ IM 21. JAHRHUNDERT . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41 Andrea Schaer GÄHNENDE LEERE? VERBREITUNGSKARTEN, IHRE GESCHICHTE UND INTERPRETATION AM BEISPIEL SPÄTREPUBLIKANISCHEN BRONZEGESCHIRRS 49 Holger Baitinger und Gabriele Rasbach ENTRE ARGENTORATE ET VINDONISSA LES CAMPS MILITAIRES JULIO-CLAUDIENS D’OEDENBURG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 61 Michel Reddé CIL III 4441 – EINE INSCHRIFT SUCHT IHREN TEMPEL . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 67 Franziska Beutler, Christian Gugl, Gabrielle Kremer und Mario Wallner DIE JOCHWEIHUNG DES VETERANEN PRIMANIUS INGENU(U)S MIT NENNUNG DER CULTORES UND COLONI AUS KRATZENBURG . . . . . . . . . . . . . . . . 81 Peter Henrich BUILD THAT WALL! ÜBERLEGUNGEN ZUM ARBEITSAUFWAND BEI DER ERRICHTUNG DER GALLIENISCHEN STADTMAUER VON VERONA . . . . . . . . . . . . . . . . . 91 Ulrich Stockinger RETOUR SUR LE BUSTE EN OR D’AVENCHES . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .101 Michel E. Fuchs INHALT
ianua patet cor magis KARNIVORE NEANDERTALER UND RÖMISCHE GERSTENFRESSER: ZUR VERKNÜPFUNG VON TIERISCHEM PROTEIN MIT «URSPRÜNGLICHER MÄNNLICHKEIT» UND MACHT . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .111 Brigitte Röder EQUIDEN ALS SPIEGEL VON MENSCH-TIER-BEZIEHUNGEN IN RÖMISCHER ZEIT . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .121 Claudia Gerling DONNÉES RÉCENTES SUR L’HABITAT GALLO-ROMAIN DE COURROUX (CANTON DU JURA) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .131 Robert Fellner et Céline Robert-Charrue Linder EINE EISENPFEIFE VON DER SPÄTLATÈNEZEITLICHEN HÖHENBEFESTIGUNG MONTCHAIBEUX (JU) – ENDLICH EIN BEWEIS FÜR KELTISCHE PFEIFENRAUCHER? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .141 Raphael Berger, Andreas Heege und Elena Prado EIN GLÜCKSBRINGER AUS DER VILLA RUSTICA VON FLUMENTHALATTISHOLZWALD IM KANTON SOLOTHURN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .155 Mirjam Wullschleger HANDWERK IM BILD – BERUFSDARSTELLUNGEN AUF RÖMISCHEN GEFÄSSEN ALS AUSDRUCK GEMEINSCHAFTLICHER IDENTITÄT: EIN NEUER BLICK AUF EINEN ALTBEKANNTEN FUND AUS STUDEN BE/PETINESCA . . . . . . . . . . . . . . . . .165 Christa Ebnöther und Andrew Lawrence mit Beiträgen von Markus Scholz und Günther E. Thüry SCHON DREIMAL AUSGEGRABEN UND DENNOCH ETWAS GEFUNDEN – DIE RÖMISCHE VILLA AUF DEM LENDENBERG BEI SCHLEITHEIM . . . . . . . . . . . . . . . .179 Valentin Homberger «THE BITE OF A SNAKE» EINE GUSSFORM FÜR SCHLANGEN ARMREIFEN AUS KEMPRATEN . . . . . . . . . . . . . . . .191 Regula Ackermann, Hannes Flück und Markus Helfert AUF DER SUCHE NACH DER PIONIERBESIEDLUNG. ZUR FRÜHZEIT VON AUGUSTA RAURICA . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 203 Sven Straumann, Sandra Ammann und Hans Sütterlin AUGUSTUS IN AUGST: EIN BRONZE NACHGUSS DER STATUE VON PRIMAPORTA IM GARTEN DER VILLA CLAVEL UND DIE ITALIENISCHE KUNSTINDUSTRIE . . . . 221 Martin A. Guggisberg VERFLIXT UND ZUGEMAUERT – NEUES ZUR WESTFRONT DES HAUPTFORUMS VON AUGUSTA RAURICA . . . . . . . . . 233 Juha Fankhauser, Simon Friz, Cédric Grezet und Claude Spiess VOM FEILKLOBEN ZUM SCHRAUBSTOCK – 2000 JAHRE KLEMM VORRICHTUNGEN IM HANDWERK . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 251 Alex R. Furger ERRARE HUMANUM EST: EIN ANTONINIAN FÜR TETRICUS II. MIT FEHLERHAFTER LEGENDE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 267 Markus Peter
ianua patet cor magis SCHÄDEL GEFUNDEN! NEUES ZUM PLATTENGRAB BEIM FELDHOF IN AUGUSTA RAURICA/AUGST . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 271 Michael Baumann EINE SELTENE BEIGABE IN EINEM FRÜHMITTELALTERLICHEN FRAUENGRAB AUS KAISERAUGST . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 277 Simone Mayer ZU ZWEI NEUENTDECKTEN ZIEGELPLATTEN MIT GRAFFITI AUS DEM CASTRUM RAURACENSE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 287 Jakob Baerlocher PRIMI VINDONISSENSES – DIE SPÄTLATÈNEZEITLICHEN BRANDGRÄBER DER GRABUNG WINDISCH-SPILLMANNWIESE V.003.1 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 295 Örni Akeret, Cornelia Alder, Sabine Deschler-Erb und Lara Kurmann ACHILL AUF EINEM GOLDRING MIT GLASKAMEO AUS VINDONISSA . . . . . . . . . . . . . 311 Regine Fellmann Brogli und Stefanie Martin-Kilcher EIN BISSCHEN GLAS MUSS SEIN! ZU EINER GESICHTSPERLE AUS DEM GRÄBERFELD AM REMIGERSTEIG IN VINDONISSA/BRUGG AG . . . . . . . . . 321 Sylvia Fünfschilling EINE TÖNERNE STÜTZFIGUR AUS VINDONISSA . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 327 Rudolf Känel LETZTE RUHE MIT RHEINBLICK. NEUES UND ALTES ZU DEN SPÄTANTIKEN BESTATTUNGEN IN MUMPF . . . . . . . . . . 335 Nathalie Hertig AUF DEM WINDISCHER SPORN – ANMERKUNGEN ZU EINER SPÄTRÖMISCHEN BEFESTIGUNG VON VINDONISSA . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 343 Matthias Flück und Jürgen Trumm MAUERN UND MÜNZEN AUF DER EGG ZWISCHEN MANDACH UND VILLIGEN – EINE ALTE GRABUNG IN NEUEM LICHT . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 361 Valentin Häseli EIN ZERSTÖRTES GRÄBERFELD DER MITTELKAISERZEIT AN DER AESCHENVORSTADT IN BASEL . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 375 Markus Asal EXILE? ON MAIN STREET? DIE SPÄTANTIK-FRÜHMITTELALTERLICHEN BESTATTUNGEN ÖSTLICH DES MÜNSTERHÜGELS (BASEL-ANTIKENMUSEUM) UND IHR KONTEXT . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 387 Martin Allemann und Anna Flückiger WIE KOMMT EINE TÖRICHTE JUNGFRAU VOM MÜNSTER NACH ST. LEONHARD? TRANSFER EINES BASLER STATUEN FRAGMENTES . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 399 Christoph Philipp Matt SECOND LIFE DER DINGE: BASLER SPOLIEN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 409 Hans-Rudolf Meier KOT, KULT UND KÜCHE – TAUBEN IN MARRAKESCH . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 419 Thomas Reitmaier und Raphael Sele ABKÜRZUNGEN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 429
161 ianua patet cor magis EIN GLÜCKSBRINGER AUS DER VILLA RUSTICA ... Mirjam Wullschleger DIE FUNDMÜNZEN Eine 50 × 70 m grosse Fundzone mit 49 römischen Münzen ▶ 10, umgerechnet 1,4 Münzen pro 100 m2, ist beachtlich und liegt über dem durchschnittlichen Fundniederschlag in einer ländlichen Siedlung39. Die Münzen lagen in 10–20 cm Tiefe im Waldboden, beziehungsweise im lehmigen Oberboden. Wegen der Einlagerung im sauren Waldboden sind sie sehr schlecht erhalten; bei über der Hälfte sind die Oberflächen bis zur Unkenntlichkeit korrodiert. Die Bearbeitung der Münzen erfolgte durch den Numismatiker Christian Schinzel ▶ 11; 12. Der Prägeherr war nur bei 17 Münzen (35%) bestimmbar – damit sind fast zwei Drittel der Münzen nur auf das Jahrhundert genau datierbar. Ausserdem war das Nominal lediglich bei 21 Münzen (43%) eindeutig erkennbar. Insgesamt handelt es sich bei über drei Viertel der Stücke um Prägungen des 1./2. Jahrhunderts n. Chr. ▶ 13,1–3. Die älteste bestimmbare Münze ist ein Sesterz aus der Regierungszeit des Traianus (98 –117). Bronzeprägungen des 2. Jahrhunderts wie jene des Marcus Aurelius konnten bis weit ins 3. Jahrhundert in Umlauf sein. Die Münzen hielten sich so lange, weil die unterschiedliche Belieferung der Reichsteile mit Aes-Prägungen in den Nordwestprovinzen zu einem Mangel an Kleingeld geführt hatte40. Für eine lange Umlaufzeit spricht die starke Abnutzung dieser Geldstücke. Die jüngsten Münzen des Ensembles stellen zwei nach 275 n. Chr. geprägte Antoniniane dar. Bei der Nominalverteilung fällt auf, dass nur ein Denar vertreten ist ▶ 13,4. Damit macht das Silbergeld 2% der 32 Bern-Engehalbinsel: Goldring mit Gemme (SeepferdMotiv), gefunden in 28 m Tiefe eines Suchschachtes für Grundwasser (Tschumi 1923, 77–78). 33 Angaben gemäss Hans-Peter Schletter, Museum Burg Linn, Krefeld D. 34 Schweizerisches Landesmuseum Zürich, Depositum der Alice und Louis Koch-Stiftung, DEP-10196 (Chadour-Sampson 1994, 60 Nr. 196). 35 Fischer 2018. 36 Vgl. dazu den Ring in Grossformat bei Riha 1990, 131 Kat. 128. 37 Fischer 2018, 93. 38 The British Museum, Museum Number 1917,0501.255, https://www.britishmuseum.org/collection/object/G_1917-0501-255 (Abruf 25.03.2024). 39 Doswald/ Peter 2014, 360 Abb. 401 m. Anm. 813. 40 Frey-Kupper 2004, 70–71. Münztyp Kaiser Regierungszeit Denar Sesterz Sesterz/ Dupondius Dupondius Dupondius? Dupondius/ As As As? As/Semis Antoninian Aes Total Römische Münze 1./2. Jh. unbestimmt 1 5 1 10 1 4 1 23 Römische Münze 1.–3. Jh. unbestimmt 6 6 Römische Münze 2. Jh. Traianus 98–117 1 1 Römische Münze 2. Jh. Hadrianus 117–138 1 1 2 Römische Münze 2. Jh. Antoninus Pius 138–161 1 1 2 Römische Münze 2. Jh. Marcus Aurelius 161–180 7 3 10 Römische Münze 3. Jh. Septimius Severus 192–211 1 1 Römische Münze 3. Jh. Philippus I. 244–249 1 1 Römische Münze 3. Jh. unbestimmt 1 1 Römische Münze 3. Jh. unbestimmt nach 275 2 2 Total 112 5 4 1 11 1 4 1 3 6 49 12 Flumenthal SO-Attisholzwald: Verteilung der Fundmünzen nach Kaisern bzw. nach Jahrhundert (n=49). 13 Flumenthal SO-Attisholzwald: Auswahl von Fundmünzen aus den Baubegleitungen 2019–2023. 1 Dupondius des Antoninus Pius, geprägt 155–157. 2 Sesterz des Marcus Aurelius für Divus Antoninus, geprägt 161. 3 Dupondius des Marcus Aurelius für Commodus, geprägt 178. 4 Denar des Septimius Severus, geprägt 202–210. Alle M. 1:1. 1 3 4 2
162 ianua patet cor magis EIN GLÜCKSBRINGER AUS DER VILLA RUSTICA ... Mirjam Wullschleger Münzen aus. Im Vergleich dazu kommen bei den übri gen Einzelund Siedlungsfunden aus dem Kanton Solothurn des 1. und 2. Jahrhunderts n. Chr. auf 507 Münzen 47 Denare, was einem Anteil von 9% entspricht. Bei den 21 Bronzeprägungen mit bekanntem Nominal überwiegen die Sesterze mit mindestens zwölf Exemplaren. Dies entspricht einer allgemeinen Tendenz, wonach das Münzspektrum seit dem mittleren 2. Jahrhundert in Folge der Geldentwertung vom grössten Aes-Nominal dominiert wird41. Alles in allem repräsentieren die Münzen die Zeitspanne zwischen dem 1. und dem späteren 3. Jahrhundert n. Chr. IM HEILIGEN BEZIRK DES GUTSHOFES? Es stellt sich die Frage, ob der Goldring und die Münzen als Zufallsfunde in den Boden kamen, oder ob sie willentlich deponiert wurden. Als Siedlungsfunde gelten goldene Schmuckstücke als Rarität. Meist kommen sie an Orten zutage, wo die verlorene Kostbarkeit nur schwer wiederzufinden war, zum Beispiel in Wasserleitungen oder im Strassenkies42. Goldschmuck kann auch als Grabbeigabe auftreten, was in unserem Gebiet allerdings sehr selten ist43. Der Flumenthaler Goldring lag weder an einer Stelle, wo er schwer aufzufinden gewesen wäre, noch gab es beim Fundort Anzeichen auf ein Grab. Häufiger findet sich Schmuck aus Edelmetall als Bestandteil von Depotfunden, fast immer zusammen mit Geld44. Beim Münzensemble von Flumenthal handelt es sich mit Sicherheit um keinen zerstreuten Depotfund. Im Falle einer Sparkasse wäre im Ensemble nämlich mehr «gutes» Geld wie etwa Münzen mit hohem Silbergehalt zu erwarten45. Gegen eine plötzliche Entnahme aus dem Geldumlauf spricht der hohe Anteil von älteren Münzen des 1. und 2. Jahrhunderts n. Chr. Schmuck und Münzen können auch als Votivgaben bei rituellen Handlungen deponiert worden sein. Dass man Goldschmuck den Gottheiten weihte, ist beispielsweise aus dem Heiligtum von Thun BEAllmendingen bekannt: Hier wurden Teile einer wertvollen Halskette mit Perlen aus Goldblech und Glas einer Göttin gestiftet46. Aus dem CigognierTempel von Aventicum ist ein bronzener Ring mit Gemme des Bonus Eventus als mögliche Opfergabe zu nennen47. Im Heiligtum Flühweghalde bei Augusta Raurica wurde ein goldener Fingerring mit Inschrift vermutlich ebenfalls als Geschenk oder Opfer den Gottheiten dargebracht48. Opfermünzen aus Heiligtümern setzen sich hauptsächlich aus Bronzeprägungen zusammen, wobei vor allem kleine Nominale, insbesondere Asse, als Votivmünzen geweiht wurden49. Bei den Flumenthaler Münzen handelt es sich bis auf eine Silbermünze ebenfalls nur um Bronzeprägungen. In der Nominalverteilung zeichnet sich allerdings keine gezielte Auslese von Assen ab. Die Fundzone rund 100 m abseits der Villa spricht gegen einen zufälligen Verlust, wie er an Orten vorkommt, an denen mit Kleingeld hantiert wurde oder die stark frequentiert waren. Dass es sich beim Goldring und zumindest bei einem Teil der Münzen um Weihefunde handeln dürfte, die an einem heiligen Ort den Göttern übergeben wurden, wird durch den Pfostenbau bestärkt. Solche kleinen, einräumigen Gebäude tauchen spätestens seit augusteischer Zeit in der Sakralarchitektur als Kapelle oder als quadratischer Tempel auf. Vergleichbare Ausführungen in der Pfostenbauweise finden sich etwa im frühkaiserzeitlichen Heiligtum von Kempten (D)50, aus dem Schweizer Mittelland sind die jüngeren, gemauerten Kapellen der Villen von Meikirch BE51 und Dällikon ZH52 zu nennen. In Meikirch reihten sich zwei, in Dällikon drei Kapellen aneinander. Einzuwenden ist, dass in Flumenthal keine Hinweise auf die für den Status eines heiligen Bezirks so wichtige räumliche Abgrenzung von der profanen Umgebung vorliegen. Solche Abtrennungen wurden durch Gräben, Palisaden, Mauern oder Wasserläufe gebildet. Auch die heutige Topografie zeigt keine Auffälligkeiten: In der Nähe entspringt weder eine Quelle, noch verläuft ein Gewässer; und eine Anhöhe liegt 120 m nordöstlich der Fundzone. Schliesslich fehlen auch weitere, für Heiligtümer typische Kleinfunde wie Räucherkelche oder andere Votivgaben wie Gewandnadeln53. Trotz dieser Vorbehalte liefert die Kombination aus Pfostenbau, Goldring und Münzen Argumente, die für eine Deutung des Platzes als locus sacer sprechen. Demnach nahm der heilige Ort mit dem Bau einer Kapelle in der frühen Kaiserzeit seinen Anfang. Über das Aussehen des nahen Gutshofes in dieser Zeit ist nichts bekannt, da die ältesten Überreste archäologisch unerforscht sind. Die Kultstätte wurde bis in die zweite Hälfte des 3. Jahrhunderts n. Chr. 41 Ebd. 71 mit Anm. 158. 42 Beispiele aus Augusta Raurica (Riha 1990, 133 Kat. 166, 135 Kat. 224). Fellmann Brogli/Martin-Kilcher in diesem Band S. 311–320. 43 Z. B. Goldring aus einem Frauen(?)- grab aus tiberischer Zeit in Avenches-En Chaplix (Crausaz 2016, 39 Kat. 57). 44 Martin-Kilcher 2008. 45 Im Unterschied zum Hort von Nuglar-St. Pantaleon SO-Allmendhölzli, der um 250 n.Chr. verborgen wurde. Die Hauptmasse des Hortes besteht aus Bronzeprägungen der zweiten Hälfte des 2. Jahrhunderts, die durch neuere Silbermünzen, hauptsächlich Antoniniane, ergänzt wurden (Schinzel 2022, 59–66). 46 Martin-Kilcher/Schatzmann 2009, 108–111, 234. 47 Meylan Krause 2008, 72–73 m. Abb. 42. 48 Koch/Straumann 2023, 198–199. 49 Frey-Kupper 2004, 71; Fankhauser 2022, 52–56 mit Beispielen von Nominalverteilungen aus Heilig tümern. 50 Weber 2000, Abb. 115. 51 Glauser/Bacher 2004, 52–53. 52 Käch 2017. 53 Zu Kleinfunden mit möglichem kultischem Charakter im gallorömischen Tempelbezirk Oedenburg in Biesheim, Kunheim F siehe Schucany/Schwarz 2011.
163 ianua patet cor magis EIN GLÜCKSBRINGER AUS DER VILLA RUSTICA ... Mirjam Wullschleger aufgesucht. Der goldene Kinderring wurde wohl im Rahmen einer Opferzeremonie den Göttern übergeben – vielleicht geschah dies, als das Kind das Erwachsenenalter erreicht hatte. Damit hätte der Ring als Glücksbringer gewirkt – möge er nun auch dem Jubilar Glück bringen. LITERATURVERZEICHNIS Aust 1897: .RE V (1897) 715 s. v. Bonus Eventus (E. Aust). Bader 2020: Ch. Bader, Flumenthal/Attisholzwald. Arch. u. Denkmalpfl. Kt. Solothurn 25, 2020, 73. Bloch 1997:, DNP II (1997) 746 s.v. Bonus Eventus (R. Bloch). Bollacher/ Herrmann 2017: Ch. Bollacher / D. Herrmann, Römer am Kocher: Neue Siedlungsbefunde aus dem Aalener Kastellvicus. Arch. Ausgr. Baden-Württemberg 2017, 179–182. Chadour-Sampson 1994: A. B. Chadour-Sampson, Ringe: Die Alice und Louis Koch Sammlung (Leeds 1994). Crausaz 2016: A. Crausaz, Les bagues, anneaux et intailles d’Avenches. Avec des contributions d’A. Duvauchelle et D. Castella. BPA 57, 2016, 7–82. Degen 1959: R. Degen, Zur römischen Siedlung im Attisholzwald bei Flumenthal SO. Jurabl. 21, 2, 1959, 24–30. Doswald/ Peter 2014: C. Doswald / M. Peter, Münzen. In: C. Schucany/I. Winet, Schmiede – Heiligtum – Wassermühle. Cham-Hagendorn (Kanton Zug) in römischer Zeit. Grabungen 1944/45 und 2003/04. Antiqua 52 (Basel 2014), 360–367. Fankhauser 2022: J. Fankhauser, Der spätlatènezeitlich-römische locus numinosus auf dem Paplemont und der mittelalterliche Halbkeller bei der Kapelle St. Gilles (Cornol/JU). Cahier arch. jurassienne 38 (Porrentruy 2022). Fischer 2018: A. Fischer, Ein geliebtes Kind? Ein goldener Fingerring von Oberwil, Steinacker. Jahresber. Arch. Baselland 2018, 92– 93. Frey-Kupper 2004: S. Frey-Kupper, Fundmünzen aus dem östlichen Tempelchen. In: Suter 2004, 70–72. Furger 1990: A. Furger, Ringgrössen. In: Riha 1990, 49–51. Glauser/Bacher 2004: K. Glauser/R. Bacher, Villa romana: Befunde. In: Suter 2004, 23–56. Harb 2010: P. Harb, Der römische Gutshof im Attisholzwald in Flumenthal – Archäologische Sondierungen 2008. Arch. u. Denkmalpfl. Kt. Solothurn 15, 2010, 11–18. Käch 2017: D. Käch, Dällikon ZH, Meierhofstrasse (Kat.-Nr. 1953). JbAS 100, 2017, 226–227. Koch/Straumann 2023: P. Koch/S. Straumann, Ein Goldring mit Inschrift aus dem römischen Heiligtum auf der Flühweghalde in Kaiseraugst. JbAK 44, 2023, 193–200. Krug 1995: A. Krug, Römische Gemmen im Rheinischen Landesmuseum Trier. Ber. RGK 76, 1995, 159–218. Martin-Kilcher 2008: S. Martin-Kilcher, Schmuckhorte und andere Deponierungen von Wertsachen. In: S. Martin-Kilcher/ H. Amrein/B. Horisberger, Der römische Goldschmuck aus Lunnern (ZH). Ein Hortfund des 3. Jahrhunderts und seine Geschichte. Collect. arch. 6 (Zürich 2008), 121–133. Martin-Kilcher 2020: S. Martin-Kilcher, Der Fund mit römischem Goldschmuck von Zürich-Oetenbach. In: A. Wyss Schildknecht, Die mittelund spätkaiserzeitliche Kleinstadt Zürich/ Turicum. Monogr. Kantonsarch. Zürich 54 (Zürich und Egg 2020), 63–88. Martin-Kilcher / Schatzmann 2009: S. Martin-Kilcher / R. Schatzmann (Hrsg.), Das römische Heiligtum von Thun-Allmendingen, die Regio Lindensis und die Alpen. Schr. Bern. Hist. Mus. 9 (Bern 2009). Meisterhans 1894: K. Meisterhans, 70. Antiquarisches aus dem Kanton Solothurn. ASA 27, 3, 1894, 359–362. Meylan Krause 2008: M.-F. Meylan Krause, Des dieux et des hommes. Cultes et rituels dans les sanctuaires d’Aventicum. In: D. Castella/M.-F. Meylan Krause (Hrsg.), Topographie sacrée et rituels. Le cas d’Aventicum, capitale des Helvètes. Actes du colloque international d’Avenches 2–4 novembre 2006. Antiqua 43 (Basel 2008), 59–78. Parent 1800–1810: A. J. Parent, Mémoire sur les recherches des antiquités de l’Helvétie de 1800 é 1810 (1800–1810). https://doi. org/10.7891/e-manuscripta-124364. Pausch/Langer 2022: M. Pausch/ St. Langer (Hrsg.), Ausgefallen und erlesen. Römische Gemmen der Kastelle Ruffenhofen, Dambach, Gnotzheim und Theilenhofen. Schr. Limeseum Ruffenhofen 5 (Ruffenhofen 2022). Platz-Horster 1987: G. Platz-Horster, Die antiken Gemmen aus Xanten (Köln/Bonn 1987).
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429 ianua patet cor magis ABKÜRZUNGEN Grundsätzlich gelten die Zitier-Richtlinien und Abkürzungen der Römisch-Germanischen Kommission (vgl. Ber. RGK 71, 1990, 973 – 998; 73, 1992, 477 – 540). Zusätzlich werden folgende Abkürzungen für Zeitschriften verwendet: AKB Archäologisches Korrespondenzblatt AFS Archäologischer Führer der Schweiz AS Archäologie der Schweiz ASA Anzeiger für Schweiz. Altertumskunde ASA N.F. Anzeiger für Schweizerische Altertumskunde, Neue Folge ASSPA Annuaire de la Société Suisse de Préhistoire et d’Archéologie Ber. RGK Berichte der Römisch-Germanischen Kommission BPA Bulletin de l’Association Pro Aventico CAR Cahiers d’Archéologie Romande CIL Corpus Inscriptionum Latinarum HA Helvetica Archaeologica JbAK Jahresbericht aus Augst und Kaiseraugst JbAS Jahrbuch Archäologie Schweiz Jber. GPV Jahresbericht der Gesellschaft Pro Vindonissa Jber. SLMZ Jahresbericht des Schweiz. Landesmuseums Zürich JbHVFL Jahrbuch des Histor. Vereins für das Fürstentum Liechtenstein JbRGZM Jahrbuch des Römisch-Germanischen Zentralmuseums Mainz JbSGU Jahrbuch der Schweiz. Gesellschaft für Urgeschichte JbSGUF Jahrbuch der Schweiz. Gesellschaft für Urund Frühgeschichte MAGZ Mitteilungen der Antiquarischen Gesellschaft Zürich RIC The Roman Imperial Coinage SPM Die Schweiz vom Paläolithikum bis zum frühen Mittelalter UFAS Urund frühgeschichtliche Archäologie der Schweiz Veröff. GPV Veröffentlichungen der Gesellschaft Pro Vindonissa ZAK Zeitschrift für Schweiz. Archäologie und Kunstgeschichte Weitere Abkürzungen und Siglen: ADB Archäologischer Dienst Bern AE L’Année Épigraphique AR Augusta Raurica EAD Eidgenössisches Archiv für Denkmalpflege (Grafische Sammlung SNB) EDCS Epigraphik-Datenbank Clauss/Slaby GPV Gesellschaft Pro Vindonissa GS Grafische Sammlung HLS Historisches Lexikon der Schweiz HMB Historisches Museum Basel HRL Hochrhein-Limes IDR Inscriptiones Daciae Romanae ILAlg Inscriptions latines d’Algérie ILJug Inscriptiones Latinae quae in Iugoslavia … repertae et editae sunt KAAG Kantonsarchäologie Aargau KASG Kantonsarchäologie St.Gallen KDM BS Die Kunstdenkmäler des Kantons Basel-Stadt MAGZ Mitteilungen der Antiquarischen Gesellschaft Zürich ÖAI Österreichisches Archäologisches Institut ÖAW Österreichische Akademie der Wissenschaften PIR Prosopographia Imperii Romani PIR² Prosopographia Imperii Romani (2. Auflage) PLRE The Prosopography of the Later Roman Empire RIB The Roman Inscriptions of Britain RIU Die römischen Inschriften Ungarns SMRA Site et Musée romains d’Avenches SNB Schweizerische Nationalbibliothek ThLL Thesaurus Linguae Latinae RPC Münz-Typ nach Burnett u.a. 1992 Allgemeine Abkürzungen: Abb. Abbildung Anm. Anmerkung B. Breite Bd. Band Beg. N. Begrawiyeh Nord bes. besonders Bsp. Beispiel bspw. beispielsweise bzw. beziehungsweise ca. circa cf. vergleiche Dat. Datierung d. h. das heisst Dm. Durchmesser dt. deutsch ebda. ebenda ehem. ehemalig engl. englisch et al. und andere f./ff. folgende fig. figura/figure Fl. Fläche freundl. freundlich Fragm. Fragment frz. französisch Gr. Grab H. Höhe ha Hektare Imit. Imitation indet. unbestimmt insbes. insbesondere it. italienisch Jh. Jahrhundert Kat. Katalog l. links L. Länge lat. lateinisch Lit. Literatur M. Massstab max. maximal mind. mindestens N Norden n. Chr. nach Christus n. l. nach links n. r. nach rechts Nr./no. Nummer Nrn. Nummern O Osten o. ohne o. ä. oder ähnliches Pos. Position
430 ianua patet cor magis r. rechts rät. rätisch resp. respektive röm. römisch S Süden s. siehe S. Seite Sign. Signatur sog. sogenannt s. o. siehe oben St. Stärke s. u. siehe unten s. v. unter dem Stichwort (sub voce) Taf. Tafel u. und u. a. unter anderem v. a. vor allem v. Chr. vor Christus Verf. Verfasser verm. vermutlich Vorb. Vorbereitung W Westen z. B. zum Beispiel z. T. zum Teil
Open Access doi 10.19218/3907662144