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Waldabenteuer: Entdecke die Natur mit allen Sinnen: Projektbericht

Baumann, Manuel; Koitzsch, Fabio; Martinelli, Luca

Abstract

Das Projekt «Waldabenteuer: Entdecke die Natur mit allen Sinnen» wurde im Rahmen des Moduls Praxisprojekt der Hochschule Luzern - Soziale Arbeit umgesetzt. Mit dem Ziel, Kindern im Alter zwischen acht und zwölf Jahren eine erlebnispädagogische Ferienpasswoche im Wald zu ermöglichen, welche Selbstwirksamkeit, soziale Kompetenzen und Umweltbewusstsein stärkt. Der Ausgangspunkt des Projekts war die zunehmende Nachfrage an Outdoor-Ferienangeboten für Kinder und Jugendliche im Rahmen des Ferienpasses sowie die zunehmend selten werdenden Naturerfahrungen. Das Projektteam entwickelte basierend auf theoretischen Modellen, insbesondere der psychosozialen Entwicklung nach Eriksson sowie der Erlebnispädagogik, ein strukturiertes Waldwochenprogramm. Dieses vereinte ritualisierte Tagesstrukturen, wie dem gemeinsamen Essen am Feuer, mit flexiblen Sequenzen, wie dem freien Spielen im Wald. Die Evaluation zeigte, dass die Kinder den Wald als vielseitigen Lern- und Erlebnisraum während der Woche erlebten. Dabei konnten soziale Kompetenzen sowie das Bewusstsein für den Lebensraum Wald gefördert werden. Herausforderungen wie wechselnde Wetterbedingungen oder kleinere organisatorische Einschränkungen konnten durch Flexibilität bewältigt werden. Insgesamt veranschaulicht dieses Projekt, wie wertvoll niederschwellige Naturangebote in der Sozialen Arbeit sind. Die Waldwoche bot den Teilnehmenden einen Raum für Entwicklungs- und Gemeinschaftserfahrungen.

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Projektbericht M101 Manuel Baumann, Luca Martinelli, Fabio Koitzsch Projektbericht Waldabenteuer: Entdecke die Natur mit allen Sinnen Modul 101 Projektbericht Projektbegleitung: Christian Ruosch Verfasser: Luca Martinelli, Fabio Koitzsch, Manuel Baumann Waldabenteuer: Entdecke die Natur mit allen Sinnen Luzerner Ferienpass Projektzeitraum von Juni 2025 bis September 2025 Luca Martinelli Fabio Koitzsch Manuel Baumann Hochschule Luzern – Soziale Arbeit Studienrichtung Sozialarbeit Begleitperson: Christian Ruosch Eingereicht am: 7. September 2025 Diese Arbeit wurde am 7. September 2025 an der Hochschule Luzern – Soziale Arbeit eingereicht. Für die inhaltliche Richtigkeit und Vollständigkeit wird durch die Hochschule Luzern keine Haftung übernommen. Studierende räumen der Hochschule Luzern Verwendungsund Verwertungsrechte an ihren im Rahmen des Studiums verfassten Arbeiten ein. Das Verwendungsund Verwertungsrecht der Studierenden an ihren Arbeiten bleibt gewahrt (Art. 34 der Studienordnung). Studentische Arbeiten der Hochschule Luzern – Soziale Arbeit werden unter einer Creative Commons Lizenz im Repositorium veröffentlicht und sind frei zugänglich. 09-2022 Originaldokument gespeichert auf LARA – Lucerne Open Access Repository and Archive der Zentralund Hochschulbibliothek Luzern Urheberrechtlicher Hinweis: Dieses Werk ist unter einem Creative Commons Namensnennung-Keine kommerzielle NutzungKeine Bearbeitung 3.0 Schweiz (CC BY-NC-ND 3.0 CH) Lizenzvertrag lizenziert. Um die Lizenz anzuschauen, gehen Sie bitte zu https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/ch Sie dürfen: Teilen — das Material in jedwedem Format oder Medium vervielfältigen und weiterverbreiten. Zu den folgenden Bedingungen: Namensnennung — Sie müssen angemessene Urheberund Rechteangaben machen, einen Link zur Lizenz beifügen und angeben, ob Änderungen vorgenommen wurden. Diese Angaben dürfen in jeder angemessenen Art und Weise gemacht werden, allerdings nicht so, dass der Eindruck entsteht, der Lizenzgeber unterstütze gerade Sie oder Ihre Nutzung besonders. Nicht kommerziell — Sie dürfen das Material nicht für kommerzielle Zwecke nutzen. Keine Bearbeitungen — Wenn Sie das Material remixen, verändern oder darauf anderweitig direkt aufbauen dürfen Sie die bearbeitete Fassung des Materials nicht verbreiten. Keine weiteren Einschränkungen — Sie dürfen keine zusätzlichen Klauseln oder technische Verfahren einsetzen, die anderen rechtlich irgendetwas untersagen, was die Lizenz erlaubt. Jede der vorgenannten Bedingungen kann aufgehoben werden, sofern Sie die Einwilligung des Rechteinhabers dazu erhalten. Diese Lizenz lässt die Urheberpersönlichkeitsrechte nach Schweizer Recht unberührt. Eine ausführliche Fassung des Lizenzvertrags befindet sich unter https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/ch/legalcode.de Die Hochschule Luzern – Soziale Arbeit empfiehlt diesen Projektbericht besonders zur Lektüre! Projektbericht M101 Manuel Baumann, Luca Martinelli, Fabio Koitzsch Abstract Das Projekt «Waldabenteuer: Entdecke die Natur mit allen Sinnen» wurde im Rahmen des Moduls Praxisprojekt der Hochschule Luzern - Soziale Arbeit umgesetzt. Mit dem Ziel, Kindern im Alter zwischen acht und zwölf Jahren eine erlebnispädagogische Ferienpasswoche im Wald zu ermöglichen, welche Selbstwirksamkeit, soziale Kompetenzen und Umweltbewusstsein stärkt. Der Ausgangspunkt des Projekts war die zunehmende Nachfrage an Outdoor-Ferienangeboten für Kinder und Jugendliche im Rahmen des Ferienpasses sowie die zunehmend selten werdenden Naturerfahrungen. Das Projektteam entwickelte basierend auf theoretischen Modellen, insbesondere der psychosozialen Entwicklung nach Eriksson sowie der Erlebnispädagogik, ein strukturiertes Waldwochenprogramm. Dieses vereinte ritualisierte Tagesstrukturen, wie dem gemeinsamen Essen am Feuer, mit flexiblen Sequenzen, wie dem freien Spielen im Wald. Die Evaluation zeigte, dass die Kinder den Wald als vielseitigen Lernund Erlebnisraum während der Woche erlebten. Dabei konnten soziale Kompetenzen sowie das Bewusstsein für den Lebensraum Wald gefördert werden. Herausforderungen wie wechselnde Wetterbedingungen oder kleinere organisatorische Einschränkungen konnten durch Flexibilität bewältigt werden. Insgesamt veranschaulicht dieses Projekt, wie wertvoll niederschwellige Naturangebote in der Sozialen Arbeit sind. Die Waldwoche bot den Teilnehmenden einen Raum für Entwicklungsund Gemeinschaftserfahrungen. Projektbericht M101 Manuel Baumann, Luca Martinelli, Fabio Koitzsch Inhaltsverzeichnis Einleitung ................................................................................................................................................. 1 1.1 Allgemeine Informationen .......................................................................................................... 1 1.2 Ausgangslage und aktuelle Situation .......................................................................................... 2 1.3 Problemstellung ......................................................................................................................... 2 1.4 Projektmotivation und Begründung ........................................................................................... 3 1.5 Aufbau des Projektberichts ........................................................................................................ 4 2 Hauptteil ........................................................................................................................................... 4 2.1 Analyse der Situation – Theoretischer Bezugsrahmen ............................................................... 5 2.1.1 Theorie der psychosozialen Entwicklung nach Erik H. Erikson .......................................... 5 2.1.2 Erlebnispädagogik mit Kindern von 6 bis 12 Jahren .......................................................... 6 2.2 Begründung des Handlungsbedarfs aus Sicht der Sozialen Arbeit ............................................. 7 2.3 Projektmethodische Fundierung ................................................................................................ 7 2.3.1 Zielgruppe .......................................................................................................................... 7 2.3.2 Projektziele ........................................................................................................................ 7 2.3.3 Projektaufbau .................................................................................................................... 8 2.3.4 Projektablauf ..................................................................................................................... 8 2.4 Methodisches Vorgehen ............................................................................................................. 9 2.4.1 Literaturrecherche und theoretische Fundierung ............................................................. 9 2.4.2 Vorbereitung und Planung ............................................................................................... 10 2.4.3 Pädagogische Leitlinien ................................................................................................... 10 2.4.4 Gestaltung der Tagesstruktur .......................................................................................... 11 2.4.5 Reflexion und Evaluation während der Woche ................................................................ 12 2.4.6 Nachbereitung ................................................................................................................. 12 3 Evaluation ....................................................................................................................................... 12 3.1 Teilziele ..................................................................................................................................... 12 3.1.1 Wissensaneignung ........................................................................................................... 12 3.1.2 Vorbereitung .................................................................................................................... 13 3.1.3 Durchführung ................................................................................................................... 14 3.1.4 Stärkung einzelner Kompetenzen .................................................................................... 15 3.1.5 Multidimensionale Evaluation ......................................................................................... 16 3.2 Allgemeine Beschreibung und Interpretation der Ergebnisse.................................................. 16 4 Schlussteil ....................................................................................................................................... 17 4.1 Sicherung der Nachhaltigkeit ................................................................................................... 17 Projektbericht M101 Manuel Baumann, Luca Martinelli, Fabio Koitzsch 4.2 Schlussfolgerungen und Perspektiven ...................................................................................... 19 5 Quellenverzeichnis ......................................................................................................................... 21 6 Anhang ........................................................................................................................................... 22 6.1 Projektskizze ............................................................................................................................. 23 6.2 Grobkonzept: «Waldabenteuer: Entdecke die Natur mit allen Sinnen» .................................. 43 Tabellenverzeichnis Tabelle 1: Allgemeine Informationen zum Projekt (eigene Darstellung)………………………………………………………….1 Abbildungsverzeichnis Abbildung 1 + 2: Eigene Aufnahme während Durchführung……………………………………………………………..20 Projektbericht MlOl Manuel Baumann, Luca Martinelli, Fabio Koitzsch Einleitung 1.1 Allgemeine Informationen Titel des Projekts Projektklassifikation Projektklassifikation Projektleitung Auftraggebende Organisation Projektbegleitung Projektdauer "Waldabenteuer: Entdecke die Natur mit allen Sinnenn Interventionsprojekt Praxisprojekt im Rahmen des Studiums der Sozialen Arbeit (Bachelor HSLU). Manuel Baumann 12 ECTS, Social Lab Stadt Luzern, Kinder Jugend Familie, Kasernenplatz 3, 6003 Luzern 041 208 87 04, [email protected]https://www.freizeit-luzern.ch Kontaktpersonen: Marielena Pisaniello (Organisation Freizeitangebote) & Rahel Fässler (Leiterin Freizeitangebote) Christian Ruosch Externe Projektbegleitperson 1080 Stunden Tabelle 2: Al/gemeine Informationen zum Projekt ( eigene D ar s te ll ung ) 1 Projektbericht M101 Manuel Baumann, Luca Martinelli, Fabio Koitzsch 2 1.2 Ausgangslage und aktuelle Situation In den letzten Jahren wurde zunehmend deutlich, dass viele Kinder und in ihrem Alltag nur wenig direkten Bezug zur Natur haben. Sowohl durch Rückmeldungen von Eltern, Fachpersonen in unseren Praktika oder Mitarbeitenden vom Ferienpass zeigten, dass Kindern heute häufig die Räume fehlen, in denen sie sich frei, kreativ und körperlich in der Natur bewegen können. In einem oft durchstrukturierten Alltag der Kinder mit einer hohen Bildschirmzeit und langen Unterrichtstagen kommt das spielerische Erleben in natürlichen Umgebungen zunehmend zu kurz. Wobei gerade diese Erfahrungen in der Natur draussen, essenziell für die kindliche Entwicklung und das soziale Lernen sind. Die Natur bietet Kindern nicht nur einen Ausgleich zu ihrem Schulalltag, sondern stellt auch einen einzigartigen Erfahrungsraum dar, in dem sie sich selbstwirksam, kompetent und verbunden erleben können. Forschungsergebnisse aus der Entwicklungspsychologie wie auch aus naturund erlebnispädagogischen Ansätzen zeigen deutlich auf, dass Naturerfahrungen die psychosoziale Gesundheit von Kindern stärken, ihre Resilienz fördern und soziale Kompetenzen weiter ausbauen können. Auch diese Erkenntnisse zeigen auf, wie wichtig es ist, Kindern entsprechende Erfahrungsräume zur Verfügung zu stellen. Vor diesem Hintergrund wurde die Nachfrage nach Ferienangeboten in der Natur immer grösser. Der Ferienpass Luzern meldete auf unsere Projektanfrage zurück, dass sich viele Eltern und Kinder explizit Programme in der Natur wünschen. Besonders gefragt dabei waren laut Angaben des Ferienpass, Angebote, die sowohl Abenteuer als auch persönliche Erfahrungen mit der Natur ermöglichen. Gleichzeitig äusserten Kinder in vergangenen Angeboten den Wunsch nach mehr Zeit im Freien zu verbringen, sich zu bewegen oder Spiele draussen zu spielen. Bedürfnisse, die in den städtischen Lebensräumen oftmals zu kurz kommen. Als Projektgruppe sahen wir in dieser Projektarbeit die Chance, ein Angebot zu schaffen, das genau diesen Bedarf abdeckt: eine erlebnispädagogische Waldwoche für Kinder zwischen acht und zwölf Jahren, welche die Natur als Erfahrungsraum nutzt, um Selbstwirksamkeit, Entwicklung, soziale Kompetenzen und das Umweltbewusstsein zu fördern. 1.3 Problemstellung Aktuelle Entwicklungen und Rückmeldungen zeigen, dass Kindern zunehmend Zugänge zu natürlichen Erfahrungsräumen fehlen. Und dies teilweise mit Folgen für ihre emotionale, soziale und körperliche Entwicklung. Gleichzeitig bestehen in der Sozialen Arbeit bewährte Ansätze und Methoden, um solchen Projektbericht M101 Manuel Baumann, Luca Martinelli, Fabio Koitzsch 9 Standorte für die Durchfürhung des Projekts verglichen, welche vor der Durchführung des Projekts mehrmals besucht wurden. Es wurde eine umfangreiche Materialliste erstellt und eine Einteilung gemacht, wer für die Beschaffung von welchen Materialien zuständig war und zu welchem Zeitpunkt die Materialien an welchem Standort sein mussten. Die nächste Phase war die Durchführungsphase, welche fünf Tage andauerte und die wir mit den Kindern im Wald verbrachten. Diese Phase war sehr intensiv und es war grosse Umsicht und Verantwortungsbewusstsein von Seiten der Projektleitung notwendig. Ebenfalls wurde in dieser Phase die mündliche Evaluation mit den Kindern und Eltern durchgeführt. In der nachfolgenden Evaluationsphase wurden die Rückmeldungen besprochen, welche sehr positiv ausfielen. In der Abschlussphase unseres Projekts führten wir die Abschlussveranstaltung durch, bei welcher der Ferienpass durch Marilena Pisaniello und die HSLU durch Christian Ruosch vertreten waren. Das Verfassen des Projektberichts ist ebenfalls Teil der Abschlussphase. 2.4 Methodisches Vorgehen Das methodische Vorgehen der Waldwoche orientierte sich an den Projektzielen, den teilnehmenden Kindern zwischen acht und zwölf Jahren vielfältige Naturerfahrungen zu ermöglichen, ihre Resilienz und Selbstwirksamkeit zu fördern sowie soziale Kompetenzen im Gruppenkontext zu stärken. Grundlage bildeten dabei erlebnispädagogische und naturpädagogische Ansätze, die Lernen durch Handeln, die Aktivierung aller Sinne sowie das bewusste und reflektierte Erleben von Natur betonen. 2.4.1 Literaturrecherche und theoretische Fundierung Das methodische Vorgehen der Waldwoche wurde auf einer theoretischen und empirischen Basis entwickelt. Zu Beginn führten die Projektleitenden eine gezielte Literaturrecherche durch, um den Stand des Fachwissens zu relevanten Themenfeldern zusammenzutragen. Dabei wurden insbesondere Arbeiten aus den Bereichen Erlebnispädagogik, Naturpädagogik und Resilienzforschung berücksichtigt. Grundlage bildeten unter anderem die Stufen der psychosozialen Entwicklung nach Erikson (1993), welche die Bedeutung von Selbstwirksamkeitserfahrungen im Kindesalter betonen. Ergänzend wurde die Biophilie-Hypothese nach Wilson (1984) herangezogen, die von einer angeborenen Tendenz des Menschen ausgeht, eine positive Beziehung zur Natur aufzubauen. Darüber hinaus wurden aktuelle Studien zur Resilienzförderung und Naturpädagogik ausgewertet. Immes, Reh und Basten (2023) zeigen, dass Naturkontakte einen wirksamen Gegenpol zur digitalen Freizeitgestaltung darstellen können. Renz-Polster und Hüther (2013) argumentieren, dass Naturerfahrungen zentrale Entwicklungsprozesse im Kindesalter fördern, indem sie Selbstwirksamkeitserfahrungen, emotionale Regulation und soziale Kompetenzen unterstützen. Die Auswertung der Literatur verdeutlichte, dass naturnahe Aktivitäten nicht nur das Wohlbefinden von Kindern steigern, sondern auch einen präventiven Einfluss auf die psychische Gesundheit und die Resilienzentwicklung haben. Insbesondere die Kombination aus Bewegung, sozialer Interaktion und Projektbericht M101 Manuel Baumann, Luca Martinelli, Fabio Koitzsch 10 Naturerleben gilt als zentraler Wirkfaktor. Diese Erkenntnisse bildeten die wissenschaftliche Grundlage für die konkrete Planung und Durchführung der Waldwoche. 2.4.2 Vorbereitung und Planung Die konkrete Vorbereitung der Waldwoche setzte mehrere Monate vor der Durchführung ein. In einem ersten Schritt wählte das Projektteam einen geeigneten Standort aus, der sowohl naturräumlich attraktiv als auch für Kindergruppen sicher zugänglich war. Kriterien wie die Nähe zur Stadt Luzern, vorhandene Infrastruktur (Feuerstellen, Sitzmöglichkeiten) sowie die Vielfalt an Spielund Entdeckungsmöglichkeiten spielten dabei eine zentrale Rolle. Um die Planung praxisnah abzusichern, führte ein Mitglied der Projektleitung im Vorfeld ein leitfadengestütztes Interview mit einem erfahrenen Erlebnispädagogen durch. Ziel war es, dessen Expertise in Bezug auf die Gestaltung und Leitung von Kindergruppen im Outdoor-Kontext in die Projektarbeit einzubringen und konkrete Werkzeuge der Erlebnispädagogik kennenzulernen. Aus dem Gespräch konnten insbesondere Erkenntnisse über die Bedeutung klarer Rituale, die Rolle von gruppendynamischen Prozessen sowie die Notwendigkeit altersgerechter und adaptiver Aufgabenstellungen gewonnen werden. Zudem wurde auf mögliche Herausforderungen wie Überforderung einzelner Kinder und den Umgang mit Sicherheitsrisiken eingegangen. Diese Impulse wurden systematisch in die Programmgestaltung integriert. Auf dieser Grundlage entwickelte das Projektteam ein Wochenprogramm mit thematischen Schwerpunkten für jeden Tag (z. B. Orientierung im Wald, Wahrnehmung mit allen Sinnen, Kreatives Spielen mit Naturmaterialien, Kooperation und Gemeinschaft). Dabei wurde bewusst eine Balance zwischen angeleiteten Aktivitäten und offenen Freiräumen geschaffen, um sowohl Struktur als auch Eigeninitiative zu fördern. Allgemein wurde lieber zu viel des Tages geplant, sodass im Wald selbst planlose Zeit vermieden werden konne. Die Projektleitenden waren sich trotzdem aber bewusst, dass die Arbeit mit Kindern eine gewisse Flexibilität im Programm voraussetzt. Parallel dazu erarbeitete das Team ein Sicherheitsund Notfallkonzept. Dieses umfasste unter anderem die Bereitstellung eines Erste-Hilfe-Sets, die Definition von Evakuationswegen, die Vorbereitung eines Schlechtwetterprogramms sowie die klare Rollenund Aufgabenverteilung innerhalb der Projektleitung. 2.4.3 Pädagogische Leitlinien Die methodische Umsetzung folgte den Grundprinzipien der Erlebnispädagogik und Naturpädagogik, welche einerseits durch das geführte Interview, andererseits durch die Literaturrecherche hervorgingen: Projektbericht M101 Manuel Baumann, Luca Martinelli, Fabio Koitzsch 11 • Partizipation: Kinder wurden aktiv in Entscheidungen einbezogen, konnten Regeln mitgestalten und übernahmen Verantwortung für kleinere Aufgaben (z. B. Sammeln von Feuerholz, Mithilfe beim Kochen). • Handlungsorientiertes Lernen (Learning by Doing): Erfahrungen wurden nicht kognitiv-abstrakt vermittelt, sondern durch praktisches Tun erfahrbar gemacht. • Ganzheitliches Lernen: Aktivitäten richteten sich an Kopf, Herz und Hand und boten den Kindern multisensorische Erfahrungen. • Selbstwirksamkeit: Aufgaben wie das Entfachen eines Feuers oder das Bauen einer Hütte boten Gelegenheiten, eigene Kompetenzen zu erleben und Vertrauen in die eigene Handlungskraft zu entwickeln. • Soziale Kohäsion: Kooperative Spiele und Gruppenaufgaben stärkten die soziale Verbundenheit und förderten die Auseinandersetzung mit Regeln, Konflikten und gegenseitiger Unterstützung. Es wurden gezielt Aktivitätet zur Förderung der Sozialkompetenzen eingebaut. 2.4.4 Gestaltung der Tagesstruktur In der Recherche stellte sich heraus, dass zwei Punkte in der Tagesplanung besonders wichtig sind: Einerseits brauchen Kinder gewohnte Strukturen, an welchen sie sich gewöhnen und orientieren können. Andererseits bedingt die Arbeit mit Kindern eine starke Flexibilität in der Tagesstruktur, sodass auf die individuellen Bedürfnisse aber auch Ideen (im Sinn des partizipativen Unterrichtes) eingegangen werden kann. Somit folgte jeder Projekttag einem wiederkehrenden Ablauf, der den Kindern Orientierung bot und gleichzeitig flexibel anpassbar blieb: 1. Begrüssung und Ritual: gemeinsames Ankommen, kurzes Bewegungsspiel oder „Waldritual“ sowie Vorstellung des Tagesprogramms. 2. Vormittagsprogramm: thematisch orientierte Hauptaktivität (z. B. Wald-Rallye, Sinnesparcours, kreatives Gestalten mit Naturmaterialien). 3. Mittagspause: gemeinsames Kochen oder Picknick am Feuer, verbunden mit Verantwortungsübernahme durch die Kinder. 4. Nachmittagsprogramm: Gruppenaufgaben oder bewegungsorientierte Spiele, ergänzt durch kreative Freiräume. 5. Reflexion und Tagesabschluss: kurze kindgerechte Reflexionsrunde (z. B. Blitzlicht, Bodenbilder, 5-Finger-Methode). Die aufeinander abgestimmten Tagesmotive ermöglichten ein Lernen in Progression: von ersten Orientierungserfahrungen im Wald bis hin zu komplexeren Kooperationsaufgaben im Verlauf der Woche. Projektbericht M101 Manuel Baumann, Luca Martinelli, Fabio Koitzsch 12 2.4.5 Reflexion und Evaluation während der Woche Die Reflexion erfolgte mehrdimensional: • Mit den Kindern: Tägliche Kurzreflexionen und eine umfangreichere Abschlussreflexion am Ende der Woche machten die subjektiven Erfahrungen sichtbar. Hierbei wurden altersgerechte Methoden wie Symbole, Seilskalen oder offene Gesprächsrunden eingesetzt. Es war den Projektleitenden dabei wichtig, die Reflexion mit den Kindern möglichst niederschwellig in Form eines Spieles durchzuführen. • Im Team: Das Leitungsteam nutzte täglich die Fünf-Finger-Methode zur Selbstevaluation, um positive Aspekte, Verbesserungspotenziale und Belastungsfaktoren zu erfassen. • Mit den Eltern: Am letzten Tag suchten die Projektleitenden gezielt auch die Konversation mit den Eltern, welche die Kinder abholten. Diese ermöglichte einen informellen Austausch mit den Eltern, in welchem wertvolle Rückmeldungen gesammelt werden konnten. Interessant an der mehrdimensionalen Reflexion ist die Bandbreite an Resultaten, welche dabei herauskamen. Während die Projektleitenden gewisse Aspekte betrachteten, brachten die Kinder immer wieder überraschende Inputs. Auch die Evaluation mit den Eltern fiel sehr vielseitig aus. 2.4.6 Nachbereitung Nach der Durchführung wurden die Ergebnisse aus den Reflexionen systematisch ausgewertet und dokumentiert. Neben den inhaltlichen Erfahrungen stand auch die interne Teamzusammenarbeit im Fokus der Nachbereitung. Die Resultate wurden mit den Rückmeldungen der Auftrag gebenden Organisation abgeglichen und bilden die Grundlage für eine mögliche Weiterentwicklung des Konzepts. 3 Evaluation 3.1 Teilziele Zu Beginn des Projektes definierten wir in der Projektskizze Teilziele und Indikatoren, welche das Evaluieren des Projektes ermöglichen sollen. Somit wird die Evaluation in einem ersten Schritt über diese bereits formulierten Ziele stattfinden. 3.1.1 Wissensaneignung Dieses Teilziel bezieht sich auf die erste Vorbereitung unserer Waldwoche. Es soll sicherstellen, dass die leitenden Personen auf dem gleichen Wissensstand sind und somit eine kongruente Erlebniswoche, in welchem ein klarer roter Faden bemerkbar ist, planen können. Projektbericht M101 Manuel Baumann, Luca Martinelli, Fabio Koitzsch 13 Als Indikatoren zu diesem Teilziel benannten wir einerseits die Möglichkeit, unsere Aktivitätsplanung mittels Fachwissens begründen zu können, andererseits aber auch die Einigkeit unter den Projektleitenden, welche Methoden zweckbringend sind und welche weniger. Bereits beim Verfassen der Projektskizze eigneten sich die Mitglieder der Projektleitung über verschiedene Fachliteratur ein möglichst grosses Spektrum an Fachwissen zu Thema Erlebnispädagogik an. Dabei achteten wir darauf, dass jede Person sich ein anderes Fachgebiet sucht und die anderen Projektleitenden dann in dieses Einführt. So konnten wir sichergehen, dass wir ein grosses Spektrum an Wissen hatten, gleichzeitig aber auch alle Projektleitenden Bescheid wussten. So konnten wir dann auch die Detailplanung unserer Waldwoche sinnvoll aufteilen. Nachdem wir die Detailplanung fertiggestellt hatten, haben wir sie zuerst unserer Projektbegleitung (Christian Ruosch) mit allen fachlichen Begründungen vorgestellt. Dabei ist herausgekommen, dass die Planung bereits sehr detailliert ist und wir darauf achten müssen, dass wir genug flexibel im Programm bleiben. Nachdem die Detailplanung mit unserer Projektbegleitung besprochen wurde, haben wir diese dann auch noch mit der auftraggebenden Institution durchgesprochen, welche auch noch einige spannende Inputs einbringen konnte. 3.1.2 Vorbereitung Dieses Teilziel bezieht sich auf die konkrete Planung der Waldwoche. Es besagt, dass die Waldwoche strukturiert geplant wurde. Uns war dabei vor allem wichtig, dass wir ein sinnvolles Tagesprogramm vorbereiten, was uns in möglichst allen Situationen Sicherheit geben kann. Dabei wollten wir nach folgendem Motto planen: Lieber zu viele Aktivitäten einplanen als zu wenige, da es einfacher ist, Aktivitäten zu überspringen als spontan neue zu erfinden. Wir haben für dieses Teilziel folgende Indikatoren definiert: •Das Wochenprogramm ist definiert und in einem Konzept festgehalten. •Die Planung wurde dokumentiert, Verantwortlichkeiten verteilt und externe Angebote gebucht. •Ein Schlechtwetterprogramm stand zur Verfügung. Wie bereits beim 1. Teilziel erwähnt, haben wir unsere Wochenplanung in Form einer Detailplanung festgehalten, welche mehrmals durchgedacht und überarbeitet wurde. In diesem Planungs-Dokument wurden auch die Verantwortungen zugeteilt. Anfangs gab es in der Projektleitung einige Kommunikationsschwierigkeiten bezüglich Verantwortlichkeiten. Vor allem erschwerte uns die Kommunikation, dass wir die Projektskizze mit vier Personen in der Projektleitung abgeschlossen haben. Sobald aber die Projektskizze fertig war, verliess eine Person die Projektleitung, da sie anschliessend das Social-Lab besuchte. Somit mussten einige Verantwortlichkeiten neu aufgeteilt werden. Projektbericht M101 Manuel Baumann, Luca Martinelli, Fabio Koitzsch 14 Ausserdem wollten wir mindestens ein externes Angebot buchen, bei welchem wir eine lokale Fachperson in den Wald einladen, welche den Kindern etwas präsentieren konnte. Da das Projekt in der Sommerferienzeit stattfand, war es uns nicht möglich eine solche Person zu finden, welche dies durchführen konnte. Diese Aktivität haben wir dann jedoch selbst durchgeführt, was bei den Kindern auch gut ankam. Das Verfassen eines Schlechtwetterprogramms fiel uns sehr schwer. Einzuschätzen, wie viel Schlechtwetterprogramm genug ist, war für uns eine grosse Herausforderung, weswegen wir diesen Punkt genauer mit unserer Projektbegleitung anschauten, welche uns ermutigte, nicht zu viel Zeit in einen «Plan B» zu investieren, sondern nur einige Alternativen vorzubereiten. 3.1.3 Durchführung Dieses Teilziel besteht darin, die von uns geplante Waldwoche entsprechend der Planung auszuführen. Als Indikatoren haben wir folgende Punkte definiert: • Mindestens acht Kinder nehmen am Angebot teil. • Die geplanten Inhalte (Aktivitäten im Wald) sowie, wenn nötig, wurde das Alternativprogramm (Schlechtwetterprogramm) umgesetzt. Grundsätzlich haben wir diese Ziele erreicht. Die Erlebniswoche im Wald wurde erfolgreich durchgeführt. Jedoch wurde der von uns gesetzte Indikator von mindestens acht Kindern nicht erreicht. Dies stellte sich aber nicht als Problem dar, sondern viel mehr als Vorteil für die teilnehmenden Kinder. Da weniger Kinder am Angebot teilgenommen haben, konnten die Leitenden mehr individuelle Zeit mit den Kindern verbringen. Das im Vorhinein geplante Konzept für die Waldwoche wurde grundsätzlich auch erfolgreich umgesetzt. Wobei zu erwähnen ist, dass einige unserer geplanten Aktivitäten nicht durchgeführt wurden. Dies hat zwei Gründe: 1. Das Wetter liess es nicht immer zu, im freien Wald Aktivitäten durchzuführen. 2. Einige Aktivitäten wurden ausgelassen, um den Kindern mehr freie Zeit zu gewähren. Dies haben die Projektleitenden entschieden, um den Gruppenprozess in der sich anfangs noch fremden Gruppe zu stärken. Bemerkten die Projektleitenden, dass es für die Gruppendynamik fördernd wäre, die Freizeit zu verlängern, so besprachen wir es zusammen und kommunizierten dies dann schlussendlich der Gruppe. Auf das Alternativbzw. Schlechtwetterprogramm mussten wir auch an einem Tag zurückgreifen, da es eines Nachmittags stark gewittern sollte. Um planen zu können, besprachen die Projektleitenden jeweils am Nachmittag die Wetterprognose für den nächsten Tag. Bei angesagtem Gewitter kommunizierten wir den Eltern beim Abholen, dass wir am nächsten Tag einen Nachmittag in der Turnhalle verbringen werden, damit sie den Kindern dementsprechende Ausrüstung einpacken Projektbericht M101 Manuel Baumann, Luca Martinelli, Fabio Koitzsch 15 konnten. Das Schlechtwetterprogramm (ein Nachmittag in der Turnhalle) wurde von einigen Kindern sogar als Wochen-Highlight benannt. Somit wurde auch ein Teil des Schlechtwetterprogramms erfolgreich durchgeführt. 3.1.4 Stärkung einzelner Kompetenzen Dieses Ziel befasst sich mit der Entwicklung von nachhaltigem Bewusstsein für den Lebensraum Wald und der Stärkung der Resilienzfaktoren, der Selbstwirksamkeit und den Sozialkompetenzen. Somit befasst sich dieses Teilziel mit dem fachlichen Hintergrund unserer Planung. Als Indikatoren definierten wir dazu die Durchführung einer möglichst zielgruppengerechten Evaluation am Ende des Tages mit den Kindern sowie das gezielte Beobachten der Kinder bezogen auf die im Ziel definierten Kompetenzen und Punkte. Diese Beobachtungen gilt es auch zu dokumentieren. Da dieses Teilziel auf subjektiver Wahrnehmung basiert, können in dieser Evaluation nur die Wahrnehmung der Projektleitenden widerspiegelt werden. Ausserdem werden die Aussagen der Kinder miteinbezogen. Anhand der allgemeinen Gruppendynamik lässt sich bei den Kindern eine deutliche Stärkung der Sozialkompetenzen wahrnehmen. Während es am ersten Tag kaum möglich war, selbstständig mit der ganzen Gruppe ein Spiel durchzuführen, hat die gesamte Gruppe am letzten Tag selbstständig fast einen Halbtag miteinander gespielt. Konflikte waren anfangs herausfordernd zu lösen. Gegen Ende der Waldwoche gelang es der Gruppe, miteinander Konflikte zu lösen, indem einzelne Kinder selbstständig Kompromisse vorschlugen. Das nachhaltige Bewusstsein für den Lebensraum Wald wurde von den Projektleitenden bewusst gesteigert, indem ein starker Schwerpunkt auf das Aufräumen unseres Platzes zusammen mit den Kindern gelegt wurde. Dabei wurde mit der Gruppe mehrmals besprochen, wieso dies so wichtig ist, und was passieren würde, wenn wir dies nicht so konsequent machen würden. Auch dabei ist ein klarer Fortschritt sichtbar: Während die Projektleitenden anfangs die Kinder dazu animieren mussten, unseren Aufenthaltsort wieder so zu verlassen, wie wir ihn vorgefunden haben, fingen die Kinder bereits am zweiten Tag selbstständig an, unseren Platz wieder herzurichten. Zu den Resilienzfaktoren fällt es den Projektleitenden schwer, ein abschliessendes Fazit zu ziehen. Dadurch, dass Konflikte gegen Ende der Waldwoche nicht mehr in Streitigkeiten endeten, schliessen wir jedoch darauf, dass auch die Resilienzfaktoren der Kinder gestärkt wurden. Auch, wenn einzelne Kinder manchmal mit Provokationen Streitigkeiten auslösen wollten, gelang es den meisten Kindern, diese zu ignorieren und so einem Konflikt aus dem Weg zu gehen. Dies ist ein Indiz dafür, dass die Kinder in ihren Resilienzfaktoren gestärkt wurden. Projektbericht M101 Manuel Baumann, Luca Martinelli, Fabio Koitzsch 16 3.1.5 Multidimensionale Evaluation Am Ende des Projektes setzten wir uns als Ziel, die durchgeführte Waldwoche auf mehreren Ebenen zu evaluieren: Grundsätzlich wollten wir möglichst viel Feedback von den teilnehmenden Kindern bekommen, da sie unsere primäre Zielgruppe darstellen. Zusätzlich wollten wir auch in unserer sekundären Zielgruppe, in unserem Fall die Eltern der teilnehmenden Kinder, zu der Durchführung befragen. Zuletzt war es uns auch wichtig, auf organisatorischer Ebene, sprich von der auftraggebenden Institution, dem Ferienpass Luzern, ein Feedback einholen. Aus den in der Evaluation gewonnenen Daten wollten wir schliesslich ein Konzept für eine allfällige weitere Durchführung an den Ferienpass abgeben. Dies soll die Nachhaltigkeit des durchgeführten Projektes sichern. Als Indikatoren dazu definierten wir die Durchführung einer Auswertung, sowie die Abgabe eines Konzeptes, welches Handlungsund Optimierungsvorschläge beinhaltet an den Ferienpass Luzern. 3.2 Allgemeine Beschreibung und Interpretation der Ergebnisse Die Durchführung der Waldwoche kann insgesamt als erfolgreich bewertet werden. Trotz einzelner Herausforderungen gelang es uns, die Projektziele weitgehend zu erreichen und den teilnehmenden Kindern eine Woche mit intensiven Naturund Gemeinschaftserlebnissen zu ermöglichen. Bereits in der Planungsphase zeigte sich, dass die sorgfältige Vorbereitung und die Orientierung an fachlichen Grundlagen eine tragfähige Basis für die Umsetzung bildeten. Besonders die Verknüpfung von erlebnispädagogischen Methoden mit naturpädagogischen Zugängen erwies sich als zielführend, um sowohl individuelle Lernerfahrungen als auch gruppendynamische Prozesse anzuregen. Als zentrale Stärke der Projektumsetzung ist die hohe Flexibilität der Projektleitung hervorzuheben. So konnte auf wechselnde Wetterbedingungen, auf die Gruppendynamik sowie auf individuelle Bedürfnisse der Kinder situativ eingegangen werden. Dieser adaptive Umgang mit der Planung machte es möglich, den Kindern ausreichend freie Spielund Entdeckungsräume zu gewähren, ohne die inhaltliche Kohärenz der Woche zu gefährden. Auch die wiederkehrende Tagesstruktur wirkte stabilisierend, da sie Orientierung und Sicherheit vermittelte. In Bezug auf die Zielgruppe zeigten sich deutliche Wirkungen auf mehreren Ebenen. Die Kinder erlebten den Wald als vielfältigen Lernund Erlebnisraum und entwickelten ein stärkeres Bewusstsein für Natur und Umwelt. Besonders sichtbar war dies im achtsamen Umgang mit dem Waldplatz, den die Kinder gegen Ende der Woche zunehmend eigenständig pflegten. Darüber hinaus konnte eine Förderung sozialer Kompetenzen beobachtet werden: Während zu Beginn noch Unsicherheiten und Konflikte dominierten, gelang es der Gruppe im Verlauf der Woche, selbstständig Lösungen auszuhandeln und gemeinsame Aktivitäten durchzuführen. Dies lässt sich als Hinweis auf gestärkte Resilienzund Selbstwirksamkeitserfahrungen deuten. Projektbericht M101 Manuel Baumann, Luca Martinelli, Fabio Koitzsch 17 Herausfordernd gestaltete sich hingegen die Umsetzung einzelner Teilziele. So war es beispielsweise nicht möglich, externe Fachpersonen für ein Zusatzangebot zu gewinnen, und die ursprünglich angestrebte Gruppengrösse wurde nicht erreicht. Beide Punkte hatten jedoch keinen negativen Einfluss auf die Qualität des Projektes, im Gegenteil: Die kleinere Gruppengrösse erwies sich sogar als förderlich, da sie intensivere Betreuung und individuellere Förderung erlaubte. Auch das notwendige Zurückgreifen auf das Schlechtwetterprogramm stellte sich nicht als Einschränkung, sondern vielmehr als Bereicherung heraus. Für die Projektleitenden war die Waldwoche nicht nur eine Gelegenheit, projektmethodische Kompetenzen zu erproben, sondern auch eine wertvolle Lernerfahrung im Hinblick auf Teamarbeit, Leitung einer Kindergruppe und den Umgang mit unvorhergesehenen Situationen. Die Verbindung von theoretischem Wissen (z. B. Resilienzförderung, Biophilie-Hypothese, Entwicklungspsychologie nach Erikson) mit der praktischen Umsetzung im Feld erwies sich dabei als besonders lehrreich. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Waldwoche sowohl aus Sicht der Kinder als auch aus Sicht der Projektleitung einen nachhaltigen Mehrwert geschaffen hat. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Naturerfahrungen in Kombination mit erlebnispädagogischen Methoden einen wirksamen Beitrag zur Förderung von Resilienz, Selbstwirksamkeit und sozialer Kompetenz leisten können. Darüber hinaus wurde ein praxisnahes Konzept entwickelt, das auch für zukünftige Durchführungen adaptiert und weiterentwickelt werden kann. Unsere Ergebnisse aus der Evaluation bildeten die Basis für die nachfolgenden Schlussfolgerungen im Schlussteil. Einerseits beziehen sich diese auf die Nachhaltigkeit des Projekts, andererseits auf die gewonnen Lernerfahrungen sowie Perspektiven für weitere Projekte. 4 Schlussteil 4.1 Sicherung der Nachhaltigkeit Ein zentrales Anliegen im Rahmen der Waldwoche war die Frage nach der Nachhaltigkeit des Projektes. Unter Nachhaltigkeit verstehen wir sowohl die Wirkung auf die teilnehmenden Kinder als auch die Möglichkeit, das Angebot im Rahmen des Ferienpasses langfristig zu verankern. Die nachhaltige Wirkung auf die Kinder ist nur bedingt messbar. Da es sich um subjektive Prozesse handelt, können die gewonnenen Erfahrungen, Erkenntnisse und Veränderungen im Verhalten der Kinder nur in Ansätzen sichtbar gemacht werden. Zwar konnten wir während der Woche beobachten, dass die Kinder zunehmend selbstständiger wurden, Konflikte besser lösen konnten und ein grösseres Bewusstsein für den Wald entwickelten. Ob und inwiefern diese Lernerfahrungen jedoch langfristig im Alltag der Kinder bestehen, bleiben, entzieht sich unserer unmittelbaren Kontrolle. Diese Schwierigkeit ist auch in der Fachliteratur bekannt: Nachhaltigkeit erlebnispädagogischer Angebote kann nicht allein Projektbericht M101 Manuel Baumann, Luca Martinelli, Fabio Koitzsch 18 über punktuelle Beobachtungen erfasst werden, sondern ist stark abhängig von der individuellen Biografie, den sozialen Kontexten und den Transfermöglichkeiten der Kinder (Becker, 2015). Um dennoch eine gewisse Nachhaltigkeit zu sichern, legten wir bewusst Wert auf Transfermomente. Am Ende der Woche reflektierten die Kinder gemeinsam, welche Erfahrungen sie aus dem Wald in ihren Alltag mitnehmen möchten, beispielsweise achtsamer mit der Natur umzugehen, Konflikte konstruktiver zu lösen oder Neues mutiger auszuprobieren. Solche Reflexionsprozesse gelten in der Erlebnispädagogik als zentrale Voraussetzung dafür, dass das Erlebte über die konkrete Situation hinaus Wirkung entfaltet (Gilsdorf, 2017). Hinsichtlich der organisatorischen Nachhaltigkeit ist die Weiterführung der Waldwoche aktuell unklar. Die Entscheidung darüber liegt bei der auftraggebenden Institution (Ferienpass Luzern) und hängt von Ressourcen, Nachfrage und strategischen Prioritäten ab. Um eine mögliche Wiederholung oder Verstetigung zu unterstützen, haben wir ein Konzept mit Handlungsempfehlungen erarbeitet. Dieses beinhaltet unter anderem: •eine klare Tagesstruktur mit flexibel einsetzbaren Aktivitäten •die Wichtigkeit von Schlechtwetteralternativen •die Empfehlung, Gruppengrössen eher klein zu halten, um intensives Lernen und Betreuen zu ermöglichen •sowie die Anregung, externe Fachpersonen punktuell einzubinden, sofern es zeitlich und organisatorisch realisierbar ist Auch wenn nicht sichergestellt werden kann, ob die Waldwoche in identischer Form weitergeführt wird, stellen diese Empfehlungen eine Grundlage dar, auf die zukünftige Projektgruppen oder die Organisation zurückgreifen können. Sie tragen somit dazu bei, dass die im Rahmen dieses Projektes entwickelten Erfahrungen und Erkenntnisse nicht verloren gehen, sondern als Ressource für zukünftige erlebnispädagogische Angebote im Ferienpass genutzt werden können. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Sicherung der Nachhaltigkeit im Projekt zweigleisig erfolgte: Einerseits durch die Förderung subjektiver Lernerfahrungen bei den Kindern, die sich nur eingeschränkt objektiv überprüfen lassen, andererseits durch die Dokumentation und Weitergabe praxisorientierter Handlungsempfehlungen an die auftraggebende Institution. Auf diese Weise besteht die Chance, dass die Ergebnisse über die Projektwoche hinaus Wirkung entfalten. Auch bei den Projektleitenden hat dieses Projekt zu einem nachhaltigen Lerneffekt geführt. Wir lernten das Planen aber auch das Durchführen einer Waldwoche mit Kindern. Dabei konnten während und auch nach der Woche Verknüpfungen mit bereits gelernten Theorien und Denkansätzen gemacht werden. Besonders zu Gruppendynamik konnten die Projektleitenden besonders viele praktische Erfahrungen sammeln, welche uns im zukünftigen Berufsalltag hilfreich sein können. Projektbericht M101 Manuel Baumann, Luca Martinelli, Fabio Koitzsch 25 Trägerschaft/ Auftraggeber*in Der Ferienpass Stadt Luzern wird vom ,,Zentrum Kinder Jugend Familie (KJF) ’’ getragen. Das KJF ist eine zentrale Anlaufstelle für Familienfragen und ein wichtiger Meilenstein in der Familienpolitik. Es geht um eine aktive und bedarfsgerechte Kinder-, Jugendund Familienförderung. Eine Hauptaufgabe ist die Freizeitgestaltung (Stadt Luzern, 2025c). Die Bereiche von KJF sind: •Frühkindliche Förderung: Dieser Bereich fördert die frühkindliche Entwicklung und unterstützt Eltern in ihrer Erziehungsaufgabe. Dazu gehören Angebote wie frühe Sprachförderung, Aufsicht und Bewilligungen von familienergänzender Kinderbetreuung, Vernetzung und Projekte sowie Betreuungsgutscheine und Spielgruppenfinanzierung (Stadt Luzern, 2025a). •Kinderund Jugendsiedlung Utenberg (KJU): Die KJU bietet stationäre und teilstationäre sozialpädagogische Angebote für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die vorübergehend nicht in ihrem familiären Umfeld leben können (Stadt Luzern, 2025b). •Kinderund Jugendhilfe Dieser Fachbereich bietet Unterstützung und Beratung für Kinder, Jugendliche und Familien in schwierigen Lebenssituationen (Stadt Luzern, 2025e). •Kinderund Jugendförderung Hier werden Freizeitangebote, offene Jugendarbeit in verschiedenen Stadtteilen, das Jugendkulturhaus Treibhaus sowie der Förderpool für Kinderund Jugendfreizeit koordiniert und unterstützt (Stadt Luzern, 2025d). Unter dem Bereich Kinderund Jugendförderung wird jedes Jahr im Sommer der Ferienpass organisiert. Die Freizeitangebote sind Teil der Umsetzung der städtischen Kinder-, Jugendund Familienpolitik. Ein Ziel ist zum Beispiel, dass es attraktive Angebote an Ferienund Freizeitaktivitäten gibt. Kinder und Jugendliche sollen zu Bewegung und Kreativität animiert werden und eine abwechslungsreiche Freizeitgestaltung haben (Stadt Luzern, KJF, Ressort Freizeitangebote, 2025a). Der Luzerner Ferienpass zielt darauf ab, Kindern und Jugendlichen während der Sommerferien ein abwechslungsreiches Freizeitprogramm zu bieten. Die Hauptbestandteile des Angebots sind: •Grundangebot: Freie Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln im Ferienpassgebiet sowie kostenlose Eintritte in Schwimmbäder, Museen und verschiedene Freizeitinstitutionen. Zusätzlich erhält man Zugang zu verschiedenen Besichtigungen und Ateliers. •Spezialangebote: Diese umfassen kostenpflichtige Tagesund Wochenangebote wie kreative Bastelkurse, Theaterworkshops, polysportive Feriencamps und Aktivitäten in der Natur. Die Anmeldung für die Spezialangebote startet am 10. Juni 2025. Ein zentrales Element des Ferienpasses ist das Ferienpasszentrum, das während der Ferien als Treffpunkt dient und eine offene Spiellandschaft sowie ein Café bietet. Es ist auch der Ausgangspunkt für Besichtigungen und Ateliers (Stadt Luzern, KJF, Ressort Freizeitangebote, 2025b). Projektbericht M101 Manuel Baumann, Luca Martinelli, Fabio Koitzsch 26 Ausgangslage Bei den Besuchenden des Ferienpasses Luzern besteht laut eigenen Angaben ein grosses Interesse an Angeboten im Freien und in der Natur. Der Ferienpass kann dieses Bedürfnis jedoch derzeit nicht befriedigen. In den vergangenen Jahren gab es ein Spezialangebot im Rahmen des Ferienpasses, das jedoch von der Partnerorganisation eingestellt wurde. Seitens der Teilnehmenden blieb die Nachfrage nach einem solchen Angebot jedoch stets hoch, und viele Kinder würden gerne wieder eine solche Waldwoche besuchen (Team KJF Freizeit, E-Mail, 2025, 10. März). Wir beschreiben das Problem auf verschiedenen Ebenen wie folgt. Auf der Individuumsebene der Kinder und Jugendlichen ist feststellbar, dass diese aufgrund digitaler Freizeitgestaltung weniger direkten Bezug zur Natur aufweisen und eine immer grösser werdende Entfremdung von der Natur entsteht (Immes et al., 2023). Fehlende Herausforderungen können in natürlichen Umgebungen dazu führen, dass junge Menschen weniger Selbstwirksamkeit erleben. Trotz dieser Entwicklung besteht ein grosses Bedürfnis an Naturerfahrungen im Freien von Kindern und Jugendlichen. Auf Organisationsebene des Ferienpasses Luzern wird das Bedürfnis nach Naturangeboten bei der Klientel (den Kindern) erkannt, jedoch kann dieses aktuell nicht ausreichend abgedeckt werden. Dem Ferienpass Luzern fehlen Strukturen, finanzielle Mittel und Partnerschaften, um Naturerlebnisse gezielt in das bestehende Programm zu integrieren. Eine stärkere Kooperation mit Umweltund OutdoorOrganisationen, sowie auch Projektgruppen der HSLU könnte helfen, diese Lücke zu schliessen. Auf Gesellschaftsebene führt die zunehmende Digitalisierung der Freizeit dazu, dass Kinder seltener draussen spielen oder Naturerfahrungen sammeln (Immes et al., 2023). Das Fehlen von Naturerfahrungen kann langfristig dazu führen, dass Jugendliche weniger Problemlösungskompetenzen und Stressbewältigungsstrategien entwickeln. Zudem könnte das Wissen um den „Erholungsraum“ und „Lernraum“ Wald durch die fortschreitende Digitalisierung verloren gehen. Ebenfalls bringt der gesellschaftliche Wandel hin zu einer „Indoor-Generation“ gesundheitliche Risiken mit sich, wie beispielsweise die Folgen von Bewegungsmangel und psychischer Belastung. Nun möchten wir auf die Thematik eingehen, wie sich das Problem auf die beteiligten und betroffenen Personen, Gruppen und Organisationen auswirkt. Kinder und Jugendliche haben aufgrund der oben beschriebenen Punkte weniger Möglichkeiten, die Natur spielerisch zu erleben, was langfristig negative Auswirkungen auf ihre Entwicklung haben kann. Zudem können fehlende Naturkontakte die emotionale Regulation, die Stressbewältigung und das soziale Miteinander beeinträchtigen. Des Weiteren kann es passieren, dass Jugendliche, welche bereits wenig soziale Kontakte haben, sich noch weiter in die digitale Welt zurückziehen. Die Organisation Ferienpass Luzern kann kein komplettes Angebot entsprechend den Bedürfnissen der Klientel anbieten und kann sich deswegen nicht optimal und attraktiv positionieren. Auf räumlicher Ebene betrifft das Problem die Stadt Luzern sowie die Partnergemeinden des Ferienpasses, da sich das aktuelle Angebot vor allem auf städtische Freizeitaktivitäten konzentriert. Projektbericht M101 Manuel Baumann, Luca Martinelli, Fabio Koitzsch 27 Analyse der Situation Auf einer Ebene kann die geschilderte Ausgangslage schlicht mit dem Mangel an Ressourcen auf Seite des Ferienpasses Luzern erklärt werden. Der Ferienpass Luzern stellt fest, dass eine grosse Nachfrage an Outdoor-Angeboten besteht, welcher sie aus Ressourcengründen nur teilweise nachgehen können (Team KJF Freizeit, E-Mail, 2025, 10. März). Folglich werden wir uns in diesem Teil vertieft mit der Frage beschäftigen, welche Thematiken diesem ausgeprägten Bedürfnis nach einer Abenteuerwoche im Wald zugrunde liegen könnten. Die erste Theorie, welche wir zur Erläuterung dieser Frage zuziehen, ist das Stufenmodell der psychosozialen Entwicklung nach Erik Erikson. Im Stadium 4 beschreibt Erikson das Spannungsfeld zwischen Werksinn und Minderwertigkeitsgefühl. Zeitlich ordnet Erikson dieses Stadium vom 6. Lebensjahr bis zur Pubertät ein. Dies stimmt gut überein mit dem Alter der Kinder, welche bei der Waldwoche teilnehmen werden. In diesem Alter ist ein wesentliches Prinzip: „Ich bin, was ich lerne.“ (Erikson, 1993). Kinder im Grundschulalter befinden sich laut Erikson im Stadium des Werksinns. Sie entwickeln Selbstwirksamkeit durch aktives Tun und soziale Anerkennung. Beides wird durch Naturerlebnisse besonders angesprochen (Erikson, 1993). Die zweite Theorie, welche wir zur Begründung der Frage, welche Thematiken dem ausgeprägten Bedürfnis einer Abenteuerwoche im Wald zugrunde liegen, zuziehen, ist die Biophilie-Hypothese von Edward O. Wilson (Wilson, 1984). Diese Hypothese geht davon aus, dass Menschen eine tiefe angeborene Tendenz haben, sich für lebendige Systeme (Natur) zu interessieren (Wilson, 1984, S. 1). Ebenfalls betont Wilson, dass der Kontakt zur Natur Stress reduziert und das Wohlbefinden sowie die kognitive Entwicklung, besonders bei Kindern, positiv beeinflusst (Wilson, 1984). Diese Theorie begründet folglich, warum das Bedürfnis nach Naturerfahrungen bei Kindern so ausgeprägt ist. Projektbericht M101 Manuel Baumann, Luca Martinelli, Fabio Koitzsch 28 Bestimmung Handlungsbedarf Da wir nun auf die Frage, weshalb das Bedürfnis nach Naturerfahrungen bei Kindern so ausgeprägt ist, eingegangen sind, können wir uns nun dem konkreten Handlungsbedarf zuwenden. Aus Sicht der Sozialen Arbeit wird es als problematisch gesehen, wenn das intrinsische Bedürfnis nach Naturerfahrungen von Kindern und Jugendlichen nicht ausreichend befriedigt wird. In diesem Teil wollen wir auf die Gründe eingehen, warum das nicht Erfüllen dieses Bedürfnisses problematisch ist und daraus den Handlungsbedarf ableiten. Renz-Polster (2023) argumentiert, dass Naturerfahrungen nachweislich die Resilienz von Kindern fördern. Somit ergeben sich bei einer Nichterfüllung aus Perspektive der Resilienzförderung mehrere Herausforderungen. Die erste Herausforderung ist, dass ein Mangel an Naturerfahrungen einen Risikofaktor für die psychische Gesundheit darstellt. Der zunehmende Medienkonsum führt dazu, dass Kinder und Jugendliche weniger Zeit in der Natur verbringen (Immes et al., 2013). Eine weitere Herausforderung ist die erhöhte Stressbelastung und Angststörungen. Naturerfahrungen wirken sich nachweislich positiv auf die Stressbewältigung aus, da sie emotionale Regulation und Achtsamkeit fördern. Zu den ethischen und rechtlichen Grundlagen, welche für uns relevant sind, gehören zum einen die UN-Kinderrechtskonvention (KRK), Art. 31: Kinder haben das Recht auf Freizeit, Erholung und kulturelle Teilhabe. Des Weiteren ist für uns das ethische Prinzip der Sozialen Arbeit der Gerechtigkeit und Empowerment relevant: Kinder und Jugendliche sollen gleichberechtigten Zugang zu förderlichen Umweltund Freizeiterfahrungen haben (UN-KRK, 1989). Auf Individuumsebene (Kinder und Jugendliche) ist die Schaffung von Naturerfahrungen als resilienzfördernde Aktivitäten relevant. Dies beinhaltet gezielte Programme, welche die Naturaufenthalte mit Selbstwirksamkeitserfahrungen kombinieren, wie beispielsweise OutdoorTeamaufgaben. Denn die Möglichkeit, sich mit Gleichaltrigen in der Natur zu bewegen und gemeinsame Erlebnisse zu teilen, trägt wesentlich zur sozialen und emotionalen Entwicklung bei. Auf Organisationsebene (Ferienpass Luzern) sehen wir den Handlungsbedarf in der Erweiterung des Ferienpass-Angebots. Zu solchen Angeboten könnten beispielsweise Survival-Camps, Orientierungsläufe oder Naturerfahrungsworkshops gehören. Des Weiteren wäre eine Zusammenarbeit mit Naturund Umweltorganisationen wie Forstämtern, Umweltverbänden, OutdoorPädagogen und Sozialarbeitenden denkbar. Einen weiteren Handlungsbedarf sehen wir in der Sensibilisierung für die Bedeutung der Natur. Auf gesellschaftlicher Ebene (Politik und soziale Strukturen) ist der Handlungsbedarf in der Förderung der Naturund Umweltbildung. So sollte es politische Unterstützung für niederschwellige Naturangebote im Rahmen von Kinderund Jugendarbeit geben. Ein Nichthandeln der Sozialen Arbeit würde mit einer erhöhten psychischen Belastung der Kinder und Jugendlichen einhergehen. Eine weitere Folge ist die Verschärfung der sozialen Ungleichheit. Kinder aus ressourcenstarken Familien haben eher Zugang zu Naturerfahrungen, wie beispielsweise durch Ferienlager oder Familienausflüge, während benachteiligte Kinder zurückbleiben. Die letzte Folge ist der weitere Rückzug in digitale Welten. Projektbericht M101 Manuel Baumann, Luca Martinelli, Fabio Koitzsch 29 Um die Resilienzförderung in der Sozialen Arbeit gezielt zu stärken, sollten Naturerfahrungen als zentraler Bestandteil in das Angebot des Ferienpass Luzern integriert werden. Die Soziale Arbeit kann hier gezielt ansetzen, indem sie die strukturellen Hürden für Naturerlebnisse abbaut und niederschwellige, betreute Outdoor-Angebote schafft. Zielgruppe, Ziele und intendierende Wirkung Die umgesetzte Projektwoche Waldabenteuer richtet sich an Kinder im Alter zwischen acht und zwölf Jahren, welche in einer der am Ferienpass teilnehmenden Gemeinden wohnhaft sind. Wir entschieden uns bewusst für diese Altersbegrenzung, da Kinder je nach Entwicklungsstand unterschiedliche Bedürfnisse und Fähigkeiten mitbringen. So können wir das angebotene Programm gezielt auf die entsprechende Altersgruppe ausrichten. Dabei berücksichtigen wir die Altersspanne, verschiedene Interessen und das unterschiedliche Mass an Selbständigkeit und sozialer Kompetenzen. Während der gesamten Woche befinden wir uns als Gruppe im Wald, was bis zu einem bestimmten Grad ein selbstständiges Verhalten der Teilnehmer*innen erdordert. Die von uns geplante und umgesetzte Projektwoche Waldabenteuer grenzt sich klar von einem Lager, einer Betreuungsstelle oder einem Survivalcamp ab. Die Waldwoche findet in der KW 30 jeweils an fünf Tagen (Montag bis Freitag) zwischen 8.00 bis 17.00 Uhr statt. Vorkenntnisse müssen die Kinder keine mitbringen, sie sollten sich aber idealerweise für den Lebensraum Wald interessieren. Im Mittelpunkt soll die Freude an verschiedenen Spielen, dem Entdecken, dem Forschen und dem gemeinsamen Erleben der Natur des Waldes stehen. Wir möchten den Kindern eine Woche mit vielen Naturerlebnissen bieten, diese idealerweise auch in ihrer sozialen Entwicklung, ihrer Resilienz und ihrem Umweltbewusstsein stärken. Die Kinder sollen durch sinnstiftende Tätigkeiten wie gemeinsames Kochen am Feuer, kreativen Aufgaben mit Naturmaterialien und kooperative Gruppenspiele zentrale Schutzfaktoren erleben und festigen. Projektbericht M101 Manuel Baumann, Luca Martinelli, Fabio Koitzsch 30 Tabelle 4: Zielbaum Projektbericht M101 Manuel Baumann, Luca Martinelli, Fabio Koitzsch 31 Projektaufbauorganisation Abbildung 1: Organigramm (eigene Darstellung) Strategische Ebene Die strategische Ebene besteht aus der auftraggebenden Institution. In unserem Fall ist dies der Ferienpass Luzern, geleitet von Rahel Fässler. Zusammen mit Marilena Pisianello ist sie die Ansprechperson für die Projektleitenden. Der Ferienpass Luzern unterstützt die Projektleitenden einerseits mit bereits gesammelten Erfahrungen, andererseits aber auch, indem der Ferienpass die Öffentlichkeitsarbeit, sowie die Teilnehmendenverwaltung übernimmt, sowie die finanziellen Mittel zur Verfügung stellen. Die Projektleitenden stehen im Austausch mit den Kontaktpersonen und liefern die nötigen Informationen. Operative Ebene Das Projektleitungs-Team setzt sich aus drei Studierenden der HSLU zusammen: Luca Martinelli, Manuel Baumann und Fabio Koitzsch. Zusammen mit der auftraggebenden Institution bilden sie die Steuergruppe. Tabea Ammann ist nur bei der Projektplanung dabei, da sie nachher das Social-Lab besucht. Die Projektleitung ist in regelmässigem Austausch mit der auftraggebenden Institution und bereitet die Durchführung sowie die Evaluation der Waldwoche vor. Projektbericht M101 Manuel Baumann, Luca Martinelli, Fabio Koitzsch 32 Projektbegleitung Die Projektbegleitung wurde von der HSLU zugeteilt. In unserem Projekt ist dies Christian Ruosch. Die Projektleitung ist in regelmässigem Austausch mit Christian Ruosch. Die Projektbegleitung wird über Meilensteine informiert und kann auch in schwierigen Situationen oder Entscheidungen mit einbezogen werden. Werte der Zusammenarbeit Für eine gelingende Umsetzung der Waldwoche legen wir grossen Wert auf eine verlässliche und respektvolle Zusammenarbeit im Team. Selbstständiges Arbeiten bildet die Basis: Jedes Teammitglied übernimmt Verantwortung für seine Aufgaben und bringt sich aktiv ein. Offenheit und offene Kommunikation fördern Vertrauen, Flexibilität und einen konstruktiven Umgang mit neuen Ideen oder Herausforderungen. Spass ist uns wichtig als Quelle für Motivation, Kreativität und eine positive Teamatmosphäre. Durch das Einhalten des Zeitplans und einen regelmässigen Informationsaustausch stellen wir sicher, dass alle Beteiligten gut abgestimmt zusammenarbeiten können. Diese Werte machen die Waldwoche auch im Team zu einem bereichernden Erlebnis. Projektablauforganisation Grobplanung Abbildung 2: Grobplanung in Phasen (eigene Darstellung) Projektbericht M101 Manuel Baumann, Luca Martinelli, Fabio Koitzsch 33 Methodenwahl der Evaluation Im Projekt der Waldwoche sind Evaluationen auf mehreren Ebenen vorgesehen: - Projektleitung Die Projektleitung reflektiert einerseits bereits ab der Vorbereitungsphase die Zusammenarbeit. Während der Durchführung der Waldwoche trifft sich die Projektleitung jeweils nach den durchgeführten Tagen und reflektiert den Tag. Dies wird in einem Reflexionstagebuch festgehalten. - Teilnehmende Auch mit den Teilnehmenden der Waldwoche wird eine Evaluation durchgeführt. Einerseits gibt es am Ende eines Tages jeweils eine kurze Reflexion zusammen mit den Kursleitenden. Diese Reflexionen werden stichwortartig im Reflexionstagebuch der Projektleitung festgehalten. Andererseits wird am Ende der Woche eine Evaluation durchgeführt, in welcher möglichst spielerisch der Erfolg der Woche evaluiert wird. Das Ergebnis dieser Evaluation wird von der Projektleitung festgehalten. - Eltern der Teilnehmenden Die Eltern der Teilnehmenden werden am letzten Tag der Waldwoche ihre Kinder (wenn möglich) im Wald abholen. Um mit den Eltern in einen Austausch zu gelangen, werden die Teilnehmenden eine Art Ausstellung erstellen, welche sie danach ihren Eltern präsentieren. Die Projektleitung erhofft sich damit, in einen informellen Austausch mit den Eltern zu gelangen. - Steuergruppe Nach der Durchführung der Waldwoche wird sich die Projektleitung mit der auftraggebenden Institution treffen und sich über die Durchführung auszutauschen. Projektbericht M101 Manuel Baumann, Luca Martinelli, Fabio Koitzsch 34 Projektmatrix Abbildung 3: Projektablaufmatrix (eigene Darstellung) Projektbericht M101 Manuel Baumann, Luca Martinelli, Fabio Koitzsch 41 Literaturverzeichnis Benno van Aerssen. (2025, Mai 13). Die 6 Hüte Methode. Atelier für Ideen. https://www.ideenfindung.de/6-H%C3%BCte-Methode-6-Thinking-HatsKreativit%C3%A4tstechnik-Brainstorming-Ideenfindung.html Erikson, E. (1993). Stufenmodell der psychosozialen Entwicklung https://s85f2af4011a9934c.jimcontent.com/download/version/1402675284/module/973684 7322/name/StufenmodellPsychosozEntw.pdf Immes, S., Reh, A., Basten, M. (2023). Von der Videophilie zurück zur Biophilie. Beweggründe zum Einsatz einer digitalen Selbstlernumgebung zur Förderung von Naturverbundenheit. Kuster et al. (2022). Handbuch Projektmanagement (5.Auflage). Springer Gabler. Merchel, Joachim. Evaluation der Sozialen Arbeit: Eine praxisorientierte Einführung. 3. Aufl. Weinheim & Basel: Beltz Juventa, 2020. Projekte leicht gemacht (2021). Gefunden unter: https://projekte-leicht-gemacht.de/b log/pm-metho den-erklaert/nicht-nur-fuer-strategen-die-swot-analyse/ Renz-Polster, H., Hüther, G. (2013). Wie Kinder heute wachsen: Natur als Entwicklungsraum – ein neuer Blick auf das kindliche Lernen, Denken und Fühlen. Weinheim: Beltz. Stadt Luzern. (2025a, Mai 13). Frühkindliche Bildung & Betreuung. https://www.stadtluzern.ch/dienstleistungeninformation/79 Stadt Luzern. (2025b, Mai 13). Kinder- & Jugendsiedlung Utenberg (KJU). https://www.stadtluzern.ch/dienstleistungeninformation/86 Stadt Luzern. (2025c, Mai 13). Kinder Jugend Familie. https://www.stadtluzern.ch/dienstleistungeninformation/3553 Stadt Luzern. (2025d, Mai 13). Kinder-& Jugendförderung. https://www.stadtluzern.ch/dienstleistungeninformation/6469 Stadt Luzern. (2025e, Mai 13). Kinderund Jugendhilfe. https://www.stadtluzern.ch/dienstleistungeninformation/86 Stadt Luzern, KJF, Ressort Freizeitangebote. (2025a, Mai 13). Freizeitangebote Luzern. https://www.freizeit-luzern.ch/ueber-uns/was-wir-tun Projektbericht M101 Manuel Baumann, Luca Martinelli, Fabio Koitzsch 42 Stadt Luzern, KJF, Ressort Freizeitangebote. (2025b, Mai 13). Luzerner Ferienpass. https://www.freizeit-luzern.ch/ferienpass/infos https://www.pedocs.de/volltexte/2023/26322/pdf/Immes et al 2023 Von der Videophilie. pdf?utm UN-KRK. (1989). Übereinkommen über die Rechte des Kindes. United Nations. https://www.ohchr.org/de/instruments-mechanisms/instruments/convention-rights-child Wilson, E. O. (1984). Biophilia. Harvard University Press. Abbildungsverzeichnis Abbildung 1: Organigramm (eigene Darstellung) ................................................................................. 31 Abbildung 2: Grobplanung in Phasen (eigene Darstellung) ................................................................. 32 Abbildung 3: Projektablaufmatrix (eigene Darstellung) ....................................................................... 34 Abbildung 4: Budgetberechnung Waldwoche (eigene Darstellung) .................................................... 37 Tabellenverzeichnis Tabelle 1: Allgemeine Infos zum Projekt .................................................................................................1 Tabelle 2: Zielbaum ............................................................................................................................. 30 Tabelle 3: SWOT-Analyse ..................................................................................................................... 35 Tabelle 4: Risikomanagement .............................................................................................................. 36 Projektbericht M101 Manuel Baumann, Luca Martinelli, Fabio Koitzsch 43 6.2 Grobkonzept: «Waldabenteuer: Entdecke die Natur mit allen Sinnen» Grobkonzept: «Waldabenteuer: Entdecke die Natur mit allen Sinnen» ............................................... 43 Montag ............................................................................................................................................... 44 Dienstag ............................................................................................................................................. 46 Mittwoch ............................................................................................................................................ 48 Donnerstag ......................................................................................................................................... 51 Freitag ................................................................................................................................................ 54 Schlechtwetter-Programm ................................................................................................................. 56 Montag ........................................................................................................................................... 56 Dienstag .......................................................................................................................................... 56 Mittwoch ........................................................................................................................................ 57 Donnerstag ..................................................................................................................................... 58 Freitag ............................................................................................................................................ 60 Materialliste .................................................................................... Fehler! Textmarke nicht definiert. Projektbericht M101 Manuel Baumann, Luca Martinelli, Fabio Koitzsch 45 12:00 – 13:00 Mittagspause Selbst mitgebrachte Lebensmittel (Feuer wird gemacht zum Bräteln) Notvorrat für Verpflegung bereithalten 13:00 – 13:30 Freizeit in der Gruppe Bälle, Spiele 13:30 – 15:00 Naturdetektive Karte mit markierten Orten mit Naturphänomenen/ Tieren/ Pflanzen Kinder gehen in kleinen Gruppen durch den Wald, ausgestattet mit „Naturdetektiv-Karten“, auf denen verschiedene Pflanzen und Tiere zu finden sind. (5 orte, welche vom lager erreichbar sind filmen und schriftlich festhalten, wie man dorthin kommt. (Pfeifen für notfall organisieren) 15:00 – 15:45 Spiele 15:45 – 16:15 Aufräumen und Reflexion 16:15 – 17:00 Rückreise Projektbericht M101 Manuel Baumann, Luca Martinelli, Fabio Koitzsch 47 Treffpunkt in der Stadt Luzern. Jedes der Kinder verabschiedet sich bei einem der Kursleitenden (führen eine Anwesenheitsliste) und darf anschliessend gehen. Projektbericht M101 Manuel Baumann, Luca Martinelli, Fabio Koitzsch 49 den Poste sind so gestaltet, dass alle mitmachen können. Die Waldolympiade fördert die Bewegung, die sozialen Kompetenzen und das Erleben von Selbstwirksamkeit. Durch die gemeinsame Herausforderung und den spielerischen Wettbewerb entsteht ein starkes Gruppengefühl in und mit der Natur. 10:35 –10:45 Pause Toilettenartikel, Wasser, Eigenverpflegung der Teilnehmer Es gibt eine 10-minütige Pause, in welcher die Kinder sich kurz verpflegen und auf die Toilette gehen können. 10:45 – 11:45 Waldolympiade (verschiedene Posten) Messband, Klebeband, Ball, “Siehe oben: Waldolympiade” 11:45 – 12:00 Aufräumen - Die Kinder und Kursleiter retablieren die verschiedenen Posten der Waldolympiade und treffen sich danach beim vereinbarten Treffpunkt. 12:00 – 13:00 Pizza über dem Feuer Teig, Tomatensauce, Pilze, Mozzarella, Mais, Schinken, Alufolie, Italienische-Kräuter, Wasser, Beim Pizza-Backen über dem Feuer gestalten die Kinder ihre eigene Pizza mit Zutaten nach Wahl über der vorbereiteten Feuerstelle. Den Teig erhalte sie von den Kursleitenden, die Zubereitung übernehmen sie selbstständig. Gebacken wird auf einem Feuerrost oder mit Alufolie in der Glut. Dabei erleben die Kinder Selbstverantwortung, Kreativität beim Kochen und Gemeinschaft. 13:00 – 14:00 Freizeit in der Gruppe Bälle, Spiele, Seile, Die Kinder dürfen ihre Freizeit selbst gestalten, halten sich aber an die Abmachungen mit der Kursleitung. Das Areal, wo die Kinder sich während der Freizeit aufhalten dürfen, wird von der Kursleitung vorgegeben. Nach 60 Minuten treffen sich alle am abgemachten Treffpunkt. Projektbericht M101 Manuel Baumann, Luca Martinelli, Fabio Koitzsch 50 14:00 – 14:15 Einführung Schnitzeljagd Flipchart, Stifte, Pfeife, Karte vom Waldstück, Couverts Die Kinder werden durch die Kursleitenden in den Programmpunkt Schnitzeljagd eingeführt. Dabei werden die Rahmenbedingungen und die Regeln erklärt. 14:15 – 15:30 Schnitzeljagt Karte vom Waldstück, Stifte, Klemmbretter, Schnur, Umschläge, Erste-Hilfe-Set, geladene Handys, Schatz, Pfeife Die Schnitzeljagd führt die Kinder durch den Wald auf eine spannende Entdeckungstour voller Rätsel, Teamaufgaben und kleineren Herausforderungen. An verschiedenen Posten lösen sie gemeinsam Hinweise, um den nächsten Posten zu finden. Dabei sind Geschick, Beobachtungsgabe und Zusammenarbeit zwischen den Kindern gefragt. Am Ende der Schnitzeljagd wartet ein kleiner Schatz als Belohnung für die Teilnehmer. Die Schnitzeljagd fördert Teamgeist, Bewegung in der Natur und spielerisches Lernen. 15:30 – 15:45 Aufräumen der Schnitzeljagt - Die Schnitzeljagt wird retabliert und alle Posten wieder eingesammelt. 15:45 – 16:00 Gemeinsame Reflexion und Abschluss im Kreis Flipchart, Stifte, Seil Am Ende des Kurstages kommen wir im Kreis zusammen und reflektieren gemeinsam: Was habt ihr erlebt? Was hat euch gefallen? Was nehmt ihr mit? Zusätzlich gibt es einen kurzen Ausblick auf den nächsten Kurstag. Alle Kinder haben die Möglichkeit, ihre Stimme einzubringen. 16:00 – 16:30 Rückreise nach Luzern - Die Gruppe reisst zusammen zurück zum Treffpunkt in der Stadt Luzern. Jedes der Kinder verabschiedet sich bei einem der Kursleitenden (führen eine Anwesenheitsliste) und darf anschliessend gehen. Projektbericht M101 Manuel Baumann, Luca Martinelli, Fabio Koitzsch 59 08:1508:30 Besammlung am Treffpunkt Seeli Flipchart, Stifte, Teilnehmerliste, Notfallkontaktliste Die Kursleitung nimmt die Kinder in Empfang und streicht sie in der Teilnehmerliste ab. Bis alle Teilnehmenden eingetroffen sind, dürfen sich die Kinder auf dem vorgegebenen Areal selbstbeschäftigen. 08:30 – 08:45 Gemeinsamer Einstieg Flipchart, Stifte, Die Kinder und die Kursleitung (KL) treffen sich in einem Kreis. Im Kreis werden kurze Aktivierungsspiele (Mary goes round, Fröbelturm, etc.) gespielt, um die Teilnehmenden zu aktivieren. Zudem erhalten die Kinder einen Einblick über da Tagesprogramm und können gegebenenfalls Fragen an die Kl stellen. 08:45 – 9:00 Einführung in den Programmpunkt: Postenlauf Wald Flipchart, Stifte, 09:00 – 10:00 Postenlauf Wald Posten, Klebeband, Couverts, Stifte, Papier, Stempel, Die Kinder teilen sich in Kleingruppen auf (3-4 Kinder pro Gruppe) und absolvieren der Reihe nach verschiedene Posten zum Thema Wald. Die Gruppe ist fertig, wenn sie alle Posten erfolgreich durchlaufen hat und von jedem Posten einen Stempel hat. 10:00 – 10:30 Pause Mitgebrachte Verpflegung, Tee & Wasser, Becher Es gibt eine 30-minütige Pause, in welcher die Kinder sich kurz verpflegen und auf die Toilette gehen können. Zudem erhalten sie Zeit, sich auf dem Areal selbst zu beschäftigen. 10:30 – 11:15 Postenlauf Wald Die Kinder teilen sich in Kleingruppen auf (3-4 Kinder pro Gruppe) und absolvieren der Reihe nach verschiedene Posten zum Thema Wald. Die Gruppe ist fertig, wenn sie alle Posten erfolgreich durchlaufen hat und von jedem Posten einen Stempel hat.