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In e kan onale Hochschule ü Heilpädagogik Zü ich
S udiengang Sonde pädagogik
Mas e a bei
Viel al als Chance
Eine F age de Hal ung?
Einge eich on: Oli ia Calab ia
Beglei ung: Seline Soom
Da um de Abgabe: 11. Mai 2025
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Abs ac
Die Schweiz e p lich e sich zu einem inklusi en Bildungssys em, in dem alle Kinde – unabhängig
on ih en Vo ausse zungen – ih Po enzial en al en können. De gemeinsame Un e ich s ell Schu-
len und Leh pe sonen o neue He aus o de ungen und e o de , Viel al als Chance zu beg ei en.
Diese quali a i e Fo schungsa bei un e such , wie Leh pe sonen Viel al e leben und bewäl igen. Im
Zen um s eh die F age, inwie e n ih e Hal ung das E leben on „Viel al als Chance“ beein luss . Die
Analyse zweie In e iews mi o en einges ell en Leh pe sonen zeig : Hal ung is zen al, jedoch kein
linea e Ausgangspunk , sonde n Teil eines dynamischen, on e schiedenen Bedingungen gep äg en
P ozesses, de wiede um au das zen ale Phänomen „Hal ung“ zu ückwi k – wie es im Rahmen de
G ounded Theo y he ausgea bei e wu de.
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Inhal s e zeichnis
Abs ac ................................................................................................................................ 2
Abbildungs e zeichnis ....................................................................................................... 4
1 Einlei ung ...................................................................................................................... 5
1.1 Ausgangslage und P oblems ellung ....................................................................... 6
1.2 Fo schungslei ende F ages ellung ......................................................................... 7
1.3 Heilpädagogische Rele anz ................................................................................... 7
1.4 Au bau de A bei ................................................................................................... 8
2 Theo e ische Bezugs ahmen ..................................................................................... 8
2.1 Bildungssys em ...................................................................................................... 9
2.1.1 Pädagogik, E ziehungswissenscha und Bildung ............................................... 9
2.1.2 De klassische Bildungsbeg i ..........................................................................10
2.1.3 De k i ische Bildungsbeg i .............................................................................. 11
2.1.4 Die Rückkeh des Beg i s Bildung ....................................................................12
2.1.5 Inklusion als Lei beg i ü die Bildung ..............................................................13
2.1.6 Bezug zum Leh plan 21 ....................................................................................13
2.1.7 Exku s: No mali ä , No ma i i ä ........................................................................14
2.2 Viel al – heo e ische Annähe ung an den Beg i .................................................16
2.2.1 Beg i sde ini ion und Abg enzung zu ande en Beg i en ...................................16
2.2.2 Viel al als Regel und nich als Ausnahme .........................................................19
2.2.3 «Die Viel al leben» - Un e ich , welche die Viel al als Chance begüns ig ......20
2.3 Ge ech igkei .........................................................................................................21
2.3.1 Ge ech igkei skonzep e .....................................................................................21
2.3.2 Die Ane kennungs heo ie ..................................................................................22
2.3.3 Ane kennungs heo ie und Bildungsge ech igkei ...............................................24
2.3.4 We schä zung ..................................................................................................25
2.4 Hal ung – Auseinande se zung mi einem ielsei ig genu z en und doch nich ganz
eindeu igen Beg i ............................................................................................................26
2.4.1 Abg enzung zu den Beg i en Eins ellung und We e .........................................26
2.4.2 Zusammenhang zwischen Hal ung, Eins ellung und We en .............................27
2.4.3 Hal ung .............................................................................................................28
2.4.4 P o essionelle Pädagogische Hal ung ...............................................................28
2.4.5 Wie komm die Hal ung in die Leh pe son? .......................................................31
2.4.6 Die Theo ie de Pe sönlichkei s-Sys em-In e ak ionen ......................................32
2.4.7 Objek i e Selbs kompe enz ...............................................................................35
2.4.8 E s - und Zwei eak ionen .................................................................................37
2.4.9 Mo i a ion und Voli ion ......................................................................................38
2.4.10 Hal ung und Ge ech igkei .............................................................................39
4
2.4.11 De ini ion «p o essionelle pädagogische Hal ung» ........................................40
3 S and de Fo schung ..................................................................................................41
4 P äzisie e F ages ellung ............................................................................................42
5 Fo schungsme hode ...................................................................................................43
5.1 Die G ounded Theo y als Fo schungsziel und Fo schungsme hode .....................43
5.1.1 En s ehungszusammenhang de G ounded Theo y ..........................................43
5.2 A bei ssch i e und We kzeuge de G ounded Theo y ...........................................44
5.2.1 Theo e isches Sampling ....................................................................................44
5.2.2 Theo e ische Sensibili ä ...................................................................................45
5.2.3 Beg i e de G ounded Theo y ...........................................................................45
5.2.4 Theo e isches Kodie en ....................................................................................46
5.2.5 Memos und Diag amme ....................................................................................48
5.2.6 Gü e k i e ien de G ounded Theo y ..................................................................50
6 Dokumen a ion des Fo schungs o gehens ..............................................................51
6.1 Da ene hebung .....................................................................................................51
6.1.1 Theo e isches Sampling ....................................................................................51
6.1.2 Un e ich sbeobach ung ....................................................................................53
6.1.3 In e iew ...........................................................................................................53
6.1.4 Du ch üh ung de In e iews .............................................................................53
6.2 Da enau be ei ung ................................................................................................54
6.2.1 T ansk ip ion de In e iews ..............................................................................54
6.2.2 Beobach ungsp o okoll ......................................................................................54
6.3 Da enanalyse ........................................................................................................55
6.3.1 Eins ieg in den Analysep ozess .........................................................................55
6.3.2 O enes, axiales und selek i es Kodie en ..........................................................55
7 E gebnisda s ellung ....................................................................................................58
7.1 Hal ung als Teil eines Dynamischen P ozesses ....................................................58
8 Diskussion de E gebnisse und Bean wo ung de F ages ellung ..........................71
9 Konsequenzen ü die Heilpädagogische A bei .......................................................72
10 Li e a u e zeichnis ................................................................................................73
Abbildungs e zeichnis
Abbildung 1: Illus a ion on Hans T axle (Klippe , 2010, S. 63) .........................................19
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Abbildung 2: Ge ech igkei skonzep e (eigene Da s ellung in Anlehnung an Ho s e 2011) ...21
Abbildung 3: We ypen höhe e O dnung (Dö ing e al. 2021, Abs. 3) .................................27
Abbildung 4: Kon undie ung des Hal ungsbeg i s (eigene Da s ellung, in Anlehnung an Kuhl
e al., 2014) ..........................................................................................................................31
Abbildung 5: Die ie psychischen Teilsys eme (Angepass e Da s ellung in Anlehnung an
Kuhl e al., 2014) ..................................................................................................................32
Abbildung 6: Selbs kompe enzen (Kuhl, 2021, S. 187) .........................................................35
Abbildung 7: Kodie pa adigma (Co bin & S auss, 1996, modi izie du ch Hube & Lehmann,
2016, S. 253) ........................................................................................................................49
Abbildung 8: Kodie pa adigma Ausschni (eigene Da s ellung in Anlehnung an Schlach e ,
2024 .....................................................................................................................................57
Abbildung 9: Kodie pa adigma (eigene Da s ellung in Anlehnung an Schlach e , 2024 ........58
Tabelle 1: Auszug aus de digi alen Dokumen a ion des Analysep ozesses ..........................56
1 Einlei ung
U sp ünglich woll e ich, im Rahmen meine Mas e a bei , eine En wicklungsa bei sch eiben.
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Da ich in meine Be u s ä igkei o e lebe, dass sich iele Leh pe sonen mi den iel äl igen He aus o -
de ungen imme wiede einmal schwe un, and ich es sinn oll, ein P oduk zu en wickeln, welches sie
in ih e A bei un e s ü z und ihnen hil , «Viel al als Chance» wah nehmen zu können. Beim Eins ieg
in die En wicklungsa bei me k e ich jedoch ech schnell, dass das bes ehende Angebo (Un e ich s-
ideen, Un e ich sma e ialien…) selbs seh iel äl ig is . De G und, wa um Viel al o mals nich als
Chance e leb wi d, is olglich nich de Mangel an solchen P oduk en. Es schien mi dahe beding
sinn oll, ein wei e es P oduk zu en wickeln. S a dessen kam in mi die F age hoch, wo an es liegen
könn e, dass Leh pe sonen ( o z des möglichen Zug i s au Wissen und Ma e ialien zum Umgang mi
Viel al ) Viel al ablehnend gegenübe s ehen und was sie im E leben on und im Umgang mi Viel al
un e s ü zen könn e. Dami ich diese F age au den G und gehen kann, en schied ich mich eine Fo -
schungsa bei zu sch eiben.
1.1 Ausgangslage und P oblems ellung
Die Schweiz ha sich du ch e schiedene Übe einkommen dazu e p lich e , ein inklusi es Bildungs-
sys em zu en wickeln, in welchem alle Kinde und Jugendlichen - unabhängig on ih en Ve anlagun-
gen und Vo ausse zungen - ih Po enzial en al en können. So zum Beispiel mi de in e na ionalen E -
klä ung on Salamanca de UNESCO (1994), de Ra i izie ung de UN-Behinde en ech skon en ion
(2014) und dem Sonde pädagogik-Konko da (2011), welchem 16 Kan one beige e en sind (Aellig,
Al meye & Lan anchi, 2021). Lau einem ein luss eichen Papie de UNESCO (Ka zenbach, 2017)
beansp uch Inklusion «[…] Viel al un e den Le nenden als Chance und nich als Belas ung in den
Blick zu nehmen und dabei möglichs alle He e ogeni ä sdimensionen zu be ücksich igen, die po enzi-
ell zu Bildungsbenach eiligungen üh en können» [He o hebung du ch die Au o in] (ebd., S. 124).
Diese Ansp uch de UNESCO sowie die Vo gabe de UN-Kon en ion, dass alle Kinde und Jugendli-
chen mi P io i ä gemeinsam un e ich e und bei de Un e ich sges al ung die je indi iduellen Vo-
ausse zungen be ücksich ig we den sollen (Bü ne , Wa was & Adl-Amini, 2012) b ing iele neue An-
o de ungen und He aus o de ungen an die Schule und die Leh pe sonen mi sich.
Die no ma i e Vo gabe «Viel al soll als Chance in den Blick genommen we den» s ell die Ausgangs-
lage diese A bei da . Ob Leh pe sonen Viel al a sächlich als Chance sehen, wie Leh pe sonen Viel-
al sowie iel äl ige An o de ungen in ih em Be u sall ag e leben und wie sie dami umgehen is die
o schungslei ende F ages ellung. Die Rekons uk ion on Handlungsen scheidungen und dem E le-
ben (de Wah nehmung und de inne en Rep äsen a ion on Si ua ionen) on Leh pe sonen is das
zen ale Anliegen diese Fo schungsa bei .
In meine Be a ungs ä igkei als Schulische Heilpädagogin sind, in de Zusammena bei mi Leh pe -
sonen, die Themen Inklusion und Viel al – beziehungsweise de Umgang mi iel äl igen Gegebenhei-
en und He aus o de ungen – seh o Gegens and eine Besp echung.
Im Folgenden we den beispielha einige Aussagen on Leh pe sonen au ge üh , welche wäh end
e schiedenen Besp echungen ode wei e en Gesp ächen he o geb ach wu den. Bei den Aussagen
handel es sich nich um wö liche Zi a e, sonde n um sinngemäss zusammenge ass e Äusse ungen.
De Ke n de Aussagen komm abe dennoch seh p ägnan zu Gel ung.
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• «Selbs bes imm es Le nen wü de dem Kind also hel en? Was is abe , wenn es dann die
Le nziele nich e eich ?»
• «Ich habe keine Ahnung, wie ich dieses Kind im Un e ich mi ziehen soll – es wi d kom-
ple übe o de sein!»
• «Ich habe kein P oblem mi diesem Kind, ich wü de es soga seh ge ne in eg ie en, abe
ich inde es nich ich ig, dass man mi nich die nö ige Un e s ü zung bie e und mi Vo -
wü e mach , wenn ich mich weh e.»
• «Ich wü de ge ne meinen Ma heun e ich meh ö nen, abe ich b äuch e jemanden, de
mich dabei anlei e und mi hil , das benö ig e Ma e ial be ei zus ellen.»
• «Das Kind is seh gu in eg ie . Es schein sich in de Klasse wohlzu ühlen und zeig eine
posi i e En wicklung. Wi klich schade, dass die In eg a ion beim Wechsel in die nächs e
Klasse nich wei e ge üh wi d.»
• «Das is doch nich ai , dieses Kind ohne wei e e Un e s ü zung ein ach so in die Klasse
zu we en – wede ü das Kind noch ü sons jemanden – was soll ich als Leh pe son
denn noch alles leis en?»
• «I gendwo ha die In eg a ion auch ih e G enzen. Sons müss en wi dann nu noch so (o -
ene Un e ich s o men) un e ich en.»
Das no ma i e Anliegen bezüglich des Umgangs mi Viel al is kla . Dennoch zeigen sich be ei s in
diesen wenigen Aussagen on Leh pe sonen g osse Un e schiede bezüglich des E lebens on Viel-
al . Aus welchem G und is das so?
«Das is eine Hal ungs age!» is eine An wo da au , welche ich in un e schiedlichen Kon ex en seh
häu ig egis ie habe.
Ha das gelingende Umse zen des Anliegens («Viel al als Chance») a sächlich mi de Hal ung zu
un? Und alls ja, was heiss das genau? Diesen F agen wi d im Folgenden au den G und gegangen.
1.2 Fo schungslei ende F ages ellung
Die ini iale Idee ü mein Fo schungs o haben bes eh da in, den Umgang mi und das E leben on
Viel al sowie iel äl igen An o de ungen zu un e suchen, wobei die Leh pe sonen im Fokus des In e-
essens s ehen. Ich möch e he aus inden, aus welchen G ünden gewisse Leh pe sonen Viel al als
Chance e leben, wäh enddem ande e Leh pe sonen Viel al als P oblem e ach en. Wobei es mich we-
nige in e essie , was die Leh pe sonen di ek zu diesem Thema sagen, sonde n iel meh , was hin e
diesen Aussagen s eck – das, was den Leh pe sonen mögliche weise selbs nich , ode nich in ol-
lem Um ang bewuss is .
1.3 Heilpädagogische Rele anz
Die En wicklung eines inklusi en Un e ich s (im Sinne de Vo gabe de UN-Kon en ion und de UNE-
SCO) o de on eine Leh pe son die En scheidung ü ein gleiches Rech alle Kinde au Teilhabe
im Un e ich (Ca le, 2017). Es soll ü alle Kinde ein Zugang zum gemeinsamen Le ngegens and
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e möglich und die e b ach en Leis ungen alle we geschä z we den (ebd.). Solche no ma i en Se -
zungen e n en lau Ca le (2017) kaum Wide ede. «P obleme e en e s dann au , wenn die o weg-
genommenen ode ealen un e ich lichen An o de ungen mi dem e le n en Repe oi e und o dem
Hin e g und de pe sönlichen Eins ellungen nich meh zu bewäl igen sind» (Ko nmann, 1998, zi ie
nach Ca le, 2017, S. 16). Hie zeig sich, im Rahmen de Be a ungs unk ion de Schulischen Heilpäda-
gogik, die Heilpädagogische Rele anz des Themas. Die Zusammena bei mi und die Be a ung on
Leh pe sonen kann hel en, he aus o de nde Si ua ionen aus e schiedenen Pe spek i en zu be ach-
en und neue Handlungsmöglichkei en zu en decken. Fü eine gu e Be a ungskompe enz im Wi -
kungs eld de Heilpädagogik b auch es jedoch zum einen gu e Kenn nisse de Spannungs elde , in
welchen sich die Leh pe sonen bewegen und zum ande en ein e ie es Ve s ändnis zu den mögli-
chen Hin e g ünden on dem E leben und dem Handeln on Leh pe sonen. Du ch das Au decken und
Re lek ie en on nich di ek e sich lichen He aus o de ungen können neue Handlungsansä ze ge un-
den we den, welche de «Viel al als Chance» und de En wicklung eines inklusi en Un e ich s die-
nen.
1.4 Au bau de A bei
Nach dem Einlei ungs eil wi d im zwei en Teil de A bei de heo e ische Bezugs ahmen des Fo -
schungs o gehens gescha en. Fü ein besse es Ve s ändnis de Rahmenbedingungen, in welchen
die p o essionellen Handlungen on Leh pe sonen s a inden, wi d in einem e s en Sch i das Hand-
lungs eld de Fokusg uppe abges eck . Neben de De ini ion on wich igen Beg i en wie «Bildung»
ich e sich de Blick au die Ve gangenhei und die Gegenwa des ak uellen Bildungssys ems. Mi
diesem Blick au die His o ie und die gegenwä igen Bedingungen we den e schiedene Wi kmäch e,
welche einen Ein luss au die A bei on Leh pe sonen haben, sich ba . Im Anschluss da an wi d de i-
nie , welches Ve s ändnis on «Viel al » diese A bei zug unde lieg und es wi d ku z da au einge-
gangen, welche Fo men de Un e ich sges al ung Theo ie und Fo schung als ö de lich ü die «Viel-
al als Chance» e ach en. Nach dem Bezug zu den e schiedenen Ge ech igkei s o s ellungen, wel-
che sich als ele an e Aspek he ausk is allisie haben, inde schliesslich eine e ie e Auseinande -
se zung mi dem zen alen Kons uk «Hal ung» s a . Die Bezugs heo ie (Theo ie de Pe sönlichkei s-
Sys em-In e ak ionen nach Kuhl) wi d aus üh lich da ges ell und es we den Ve knüp ungen zu den
ande en ele an en Kons uk en und Theo ien aus dem heo e ischen Bezugs ahmen gescha en.
Das d i e Kapi el widme sich schliesslich dem Fo schungs o gehen. Nach de Vo s ellung de
«G ounded Theo y» als gewähl e Fo schungsme hode wi d e such das Fo schungs o gehen und
die Analyse de zwei ge üh en In e iews so zu p äsen ie en, dass es ü die Lese in und den Lese
nach ollziehba is , wie die Fo schungse gebnisse aus de anschliessenden E gebnisda s ellung im
ie en Kapi el zus ande gekommen sind. Zum Schluss we den im ün en Kapi el die E gebnisse de
Fo schung eine k i ischen Diskussion un e zogen. Die F ages ellung wi d du ch die he ausgea bei e e
«G ounded Theo y» bean wo e und es we den Konsequenzen abgelei e .
2 Theo e ische Bezugs ahmen
9
2.1 Bildungssys em
Handlungen on Leh pe sonen sind in einen wei en (his o ischen wie s uk u ellen) Kon ex eingebau
und we den du ch diese kon ex uellen Bedingungen beein luss . Aus diesem G und wi d an diese
S elle zue s das p o essionelle Handlungs eld abges eck , in welchem eine Leh pe son ih em Be u s-
au ag nachkomm . Nach de Au a bei ung on zen alen Beg i en olg eine his o ische He lei ung
des Bildungsbeg i s, um au zuzeigen, welchen Ein luss die geschich lichen Komponen en au unse
heu iges Ve s ändnis on Bildung haben. Im Anschluss da an wi d ein Bezug zu den ak uellen Bedin-
gungen gescha en, welche au unse heu iges Bildungssys em einwi ken und es wi d die Wahl ü
den Beg i «Bildung» beg ünde .
2.1.1 Pädagogik, E ziehungswissenscha und Bildung
Dies sind d ei seh zen ale Beg i e im Rahmen des Bildungssys ems und we den dahe im Folgen-
den genaue un e die Lupe genommen.
Pädagogik
«Pädagogik als Beg i en häl sowohl die Theo ie wie die P axis de E ziehung und Bildung […]: Sie
is au die wissenscha liche wie au die E ah ungsebene, au Theo ie wie P axis gleiche massen be-
zogen […]» (Be nha d, 2021, S.15). Pädagogik bezieh sich also au die Gesam hei on Theo ie und
P axis de E ziehung und Bildung (Be nha d, 2021).
Lau K üge (2010) eichen die An änge de Pädagogik in die Zei de g iechischen und ömischen An-
ike zu ück, wo es e s e sch i liche Zeugnisse übe pädagogische Re lexionen gib . De «Beg i [Pä-
dagogik] lei e sich on dem g iechischen Wo paidagogos (Knaben üh e ) he , wie übe haup die
G undquellen de Pädagogik im an iken g iechischen Denken zu inden sind» (Be nha d, 2021, S. 16,
zi ie nach Lich ens ein, 1970).
Im an iken S ad s aa A hen oblieg ein Teil de E ziehung und Be euung de Kinde aus obe en Gesell-
scha sschich en einem Knaben üh e […]. Diese is in e s e Linie zus ändig ü den Schu z und die Be-
glei ung des Kindes, abe auch ü die Be euung seine Schula bei en. […] Pädagogik [is ] in e s e Linie
eine p ak ische E ziehungskuns , wie ih Beg i andeu e : Knaben- bzw. Kinde üh ungskuns . (Be n-
ha d, 2021, S. 16)
E s am Ende des 18. Jah hunde s beginn die Pädagogik sich als Wissenscha zu e ablie en (Be n-
ha d, 2021). Wi d die Pädagogik zunächs nu als Teilgebie de Theologie ode de Philosophie be ie-
ben, emanzipie sie sich im Ve lau des 19. Jah hunde s als selbs s ändige Disziplin (ebd.). Als Geis-
eswissenscha mach sie sich o wiegend die seelisch-geis igen P ozesse in de E ziehung zu ih em
Thema (ebd.). Mi de In eg a ion de gesellscha lichen Vo ausse zungen on E ziehung und Bildung
in ih en Fo schungsho izon , o dne sich die Pädagogik im le z en D i el des 20. Jah hunde s de So-
zialwissenscha zu (ebd.).
Nachdem Pädagogik wäh end meh als 150 Jah en «die Bezeichnung sowohl ü das pädagogische
Handlungs eld wie ü die wissenscha lichen Theo ien dazu […]» (Vogel, 2019, S. 27) wa , i de
16
No mo ien ie ung gedeu e we den» (I ano a, 2019, S. 37). Auch eine Pädagogik, die sich ü He e o-
geni ä , Ane kennung, sowie den Bildungse olg und die gesellscha liche Teilhabe ü alle einse z ,
e olg kla e Ziele dien kla en pädagogischen No ma i i ä sbes ebungen (I ano a, 2019).
2.2 Viel al – heo e ische Annähe ung an den Beg i
Nach de Bes immung des be u lichen Feldes, in welchem «Viel al als Chance» e leb und geleb
we den soll und dem Exku s zu No mali ä und No ma i i ä , olgen nun Übe legungen dazu, was denn
Viel al genau mein . Welches Ve s ändnis on Viel al diese A bei zug unde lieg .
2.2.1 Beg i sde ini ion und Abg enzung zu ande en Beg i en
Sei de Jah ausendwende inden Beg i e wie Viel al , He e ogeni ä , Di e si ä /Di e si y ode In e -
sek ionali ä ih e Ve b ei ung in de E ziehungswissenscha (Walgenbach, 2021). «Sie scheinen den
Beg i de Di e enz zunehmend abzulösen ode zumindes zu e gänzen […]» (ebd., S. 41). «Im Ge-
gensa z zum Di e enzbeg i haben alle […] [diese] Beg i e das Po enzial, die Komplexi ä soziale
Ungleichhei en bzw. Un e schiede […], in eine mul idimensionalen A chi ek u [abzubilden]» (Walgen-
bach, 2021, S. 54). «He e ogeni ä , Viel al , In e sek ionali ä und Di e si y/Di e si ä haben un e -
schiedliche En s ehungskon ex e, hema ische Schwe punk e und P oblem okussie ungen». (Walgen-
bach, 2021, S. 53). Zudem nehmen sie lau Walgenbach (2021) je un e schiedliche Beobach ungspe -
spek i en au Di e enzen ein.
An diese S elle soll zue s de Di e enzbeg i angeschau we den, be o au die ihn ablösenden ode
e gänzenden Beg i e eingegangen wi d.
Di e enz
«De Beg i de Di e enz is in bildungswissenscha lichen Kon ex en […] als Reak ion au die Wah -
nehmung on Un e schieden als De izi e [en s anden] […] (Biewe , P oye & K emsne , 2019, S. 13).
«Auch wenn Di e enz seman isch nich au Bewe ungen e weis , so zielen die Deba en, mi denen
de Beg i in die bildungswissenscha liche Diskussion ein a , seh wohl au Un e schiede, die mi De-
izi en gegenübe eine No m e bunden wa en» (ebd.).
«[…] [Solche] Konzep e […] sehen sich dem Vo wu ausgese z , du ch die Ane kennung de Di e enz
die binä e Un e scheidung zu bes ä ken und dadu ch nich nu die Viel al […] auszublenden, sonde n
ielmeh selbe no mie end und s igma isie end zu wi ken» (Meche il & Plösse , 2009, S.199).
«De Rückg i au […] S e eo ype e hinde die Auseinande se zung mi den ealen Subjek en, ih en
un e schiedlichen Eingebundenhei en in e schiedene Lebenszusammenhänge und ih en Fähigkei en
und Bedü nissen, sich diese Zusammenhänge anzueignen und sich on diesen abzuse zen» (A ens
& Meche il, 2010). «Es zeig sich […], dass wede die De-Thema isie ung und Ausblendung noch die
es sch eibende (und sich gegensei ig ausschliessende) Ane kennung on Di e enz den ealen Ve -
häl nissen gesellscha liche Plu ali ä ge ech we den» (ebd.).
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Kommen wi dahe nun zu den Beg i en, welche lau Walgenbach (2021) das Po enzial haben, die
Komplexi ä soziale Un e schiede abzubilden.
Viel al
«Viel al is ein Beg i , de nich nu in bildungs- und sozialwissenscha lichen Diskussionszusammen-
hängen […] o handen is , sonde n auch im all äglichen Sp achgeb auch seinen Pla z ha » (Biewe ,
P oye & K emsne , 2019, S. 13). «[…] [Sp achgeschich lich] läss sich de Te minus Viel al bis in das
18. Jah hunde zu ück e olgen und wi d do dem äl e en Beg i Ein al gegenübe ges ell » (Walgen-
bach, 2021, S. 42). «In de E ziehungswissenscha […] [ eich die T adi ion des Beg i s] Viel al als
pädagogisches Konzep bzw. Fo schungspe spek i e […] bis in die 1990e Jah e zu ück […]. In die-
sem Kon ex is insbesonde e au Annedo e P engels We k ‚Pädagogik de Viel al ‘ (1993) zu e wei-
sen […]» (ebd.). Im Rahmen des «Index ü Inklusion» de inie en Boban und Hinz Viel al als «im P in-
zip unbeg enz es Spek um on Ve schiedenhei des Menschen au de Basis on Gleichwe igkei
[…]» (Boban & Hinz, 2003, S. 117). «Als bildungswissenscha liches Konzep is Viel al […] ehe mi
posi i en We ungen e sehen […]» (Biewe , P oye & K emsne , 2019, S. 13).
In Bezug au den Di e enzbeg i heiss «Viel al als G und e assung […] schulische Wi klichkei zu
e s ehen, […] nich , die «Ande en» als on uns un e schieden anzue kennen, sonde n zu beg ei en,
dass wi […] [alle] e schieden sind» (A ens & Meche il, 2010, S. 11). «Jede/ is ande s ande s»
(ebd.). Womi die B ücke zu den Beg i en «Plu ali ä » und «In e sek ionali ä » geschlagen wä e.
Plu ali ä und Radikale Plu ali ä
«Plu ali ä k is allisie e sich in Abse zung on Einhei s-Denken he aus» (P engel, 2019, S. 43). «Die
Plausibili ä on Viel al und die Mängel des Einhei s-Denkens we den e s ändlich in eine Schlüs-
sele ah ung de Plu ali ä » (ebd.): «dass ein und de selbe Sach e hal in eine ande en Sich weise
sich öllig ande s da s ellen kann […]» (ebd.). «Diese Schlüssele ah ung machen, heiss Abschied
nehmen om Glauben an die Möglichkei eine Wel e klä ung in einem Gesam sys em […]» (ebd., S.
44). «[Die] Bewuss hei de Un olls ändigkei und Vo läu igkei , ja Neugie de ü das Unbekann e sind
die bewegenden G ünde ü die P ozessha igkei de Plu ali ä , die um ih e s ändige Ve ände ung
weiss, ohne ein es es Ziel angeben zu wollen» (ebd., S. 45).
Radikale Plu ali ä bilde sich aus de Eigena di e en e Lebensweisen und Denk o men, indem je-
dem diese En wü e das gleiche Rech au Eigena zukomm (P engel, 2019). «Die aus de En al-
ung des Ve schiedenen au de Basis gleiche Rech e […] sich bildende Plu ali ä ealisie au adi-
kale Weise Demok a ie» (ebd., S. 43). «Von de Posi ion adikale Plu ali ä aus, is nich […] alles be-
liebig möglich und gleichgül ig be ach ba […]. All jene Tendenzen, […] [welche] die Gleichbe ech i-
gung de Di e enzen zu ze s ö en ach en, können aus plu ale Sich nu bekämp we den» (ebd.).
In e sek ionali ä
«Un e dem Beg i ‘In e sek ionali ä ’ […] [bes ehen] Konzep e, die den komplexen Wechselwi kungen
zwischen ungleichhei sgene ie enden Di e enzka ego ien ge ech we den wollen» (Meche il & Plös-
se , 2009, S. 201). «Ansä ze de In e sek ionali ä s o schung o de n […] dazu au , Di e enzen in
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ih en jeweiligen Ve knüp ungen mi ande en Ka ego ien soziale Ungleichhei wah zunehmen und die
Bedingungen und E ek e de jeweiligen sozialen Ma kie ungen, […] in ih en Übe lappungen und Ve -
sch änkungen zu un e suchen» (ebd.). «In e sek ionali ä übe winde dami eindimensionale und addi-
i e Pe spek i en au soziale Ungleichhei en und leg einen Fokus au das gleichzei ige Zusammenwi -
ken on Mach e häl nissen bzw. sozialen Posi ionie ungen […]» (Walgenbach, 2021, S. 50). «Es
wi d […] da on ausgegangen, dass Disk iminie ungs o men sich nich e doppeln, sonde n ande e
Fo men de Disk iminie ung he o b ingen. Beispielsweise wi d ein Kind nich als Mädchen plus Tü -
kin disk iminie , sonde n als ü kisches Mädchen» (ebd., S. 51).
«Im Gegensa z zum Konzep Di e si y (siehe un en) inde sich im Pa adigma In e sek ionali ä […]
kein Plädoye ü eine We schä zung on Di e enz» (ebd., S. 52).
Di e si y und Di e si ä
«Di e si y bezieh sich au einen Fachdisku s, de in Wi scha s- und Be iebswissenscha en en wi-
ckel […] wu de» (S u m, 2016, zi ie nach Biewe , P oye & K emsne , 2019, S. 12). «De Di e si y-
Disku s wi d sei den 1990e Jah en insbesonde e in de Sozialen A bei disku ie […] [und] inspi ie e
[…] in den le z en Jah en […] auch […] Teildisziplinen bzw. -be eiche de E ziehungswissenscha
[…]» (Walgenbach, 2021, S. 43). «[…] [Sp achgeschich lich] en lehn sich de Beg i di e s aus dem
la einischen di e sus, de sich wiede um on di e e e ablei e , was so iel heiß wie auseinande ge-
hen ode oneinande abweichen» (Kluge, 2011, zi ie nach Walgenbach, 2021, S. 43).
«De Di e si ybeg i geh meis mi eine no ma i en O ien ie ung einhe : Soziale, kul u elle ode indi-
iduelle Di e enzen we den […] nich allein als soziale Ta sachen ge ass , sonde n posi i konno ie »
(Walgenbach, 2021, S. 45). «[…] Di e si y [wi d also] als posi i e Ressou ce ü Bildungso ganisa io-
nen gesehen […]. Die Di e si ä de O ganisa ionsmi gliede e häl Ane kennung und We schä zung
[…]» (ebd.). Neben dem no ma i en Anliegen, Ve schiedenhei als No mali ä zu akzep ie en, beinhal-
e Di e si y auch eine Ges al ungsau gabe (Walgenbach, 2021), welche zu F age üh , «inwie e n
Bildungsins i u ionen […] de Di e si ä ih e Zielg uppen ge ech we den» (ebd., S. 45).
Zu gu e Le z da de Beg i «He e ogeni ä » nich e gessen gehen, da diese ak uell eben alls seh
o zu Anwendung komm , wenn es da um geh , au die Ve schiedenhei (ode die Viel al ) de Kinde
inne halb eine Klasse hinzuweisen.
He e ogeni ä
«[…] Beg i s heo e isch se z sich de al g iechische Beg i he e ogénēs aus den Bes and eilen
hé e os (ande s/ e schieden) und génos (Klasse/A ) zusammen» (Kluge, 2011, zi ie nach Walgen-
bach, 2021, S. 48). «He e ogeni ä e weis demnach au Ve schiedenhei , Ungleicha igkei ode An-
de sa igkei » (Walgenbach, 2021, S. 48). Lau P engel (2020) e s and A is o eles he e ogénēs «als
e schiedenes, das einande nich un e geo dne is » (ebd., S. 233). Mi diese egali ä en Vo s ellung
on He e ogeni ä «geh ein Ve s ändnis soziale Ve häl nisse einhe , in dem Ve schiedenes als
gleichbe ech ig de inie wi d» (ebd.). «Homogeni ä und He e ogeni ä sind […] dialek isch au einan-
de bezogen und mi einande e bunden, da sich das eine nich ohne das ande e besch eiben läss »
(ebd., zi ie nach P engel, 2009). Bezogen au «Gleichhei » und «Ve schiedenhei » heiss das:
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«Gleichhei is ein Ve häl nis wo in Ve schiedenes zueinande s eh » (Windelband, 1910, zi ie nach
P engel, 2019, S. 22). «Gleichhei bezeichne […] Beziehungen zwischen meh e en Gegens änden
[…]» (P engel, 2019, S. 22). «Die e glichenen Dinge sind in einigen Me kmalen gleich und in ande-
en e schieden» (ebd.). «Gleichhei bezeichne also eine Fo m de Übe eins immung zwischen Ve -
schiedenen» (ebd.). «Auch die Fes s ellung on Ve schiedenhei geschieh in eingeg enz e Hinsich ,
sie un e lieg de Auswahl eines Me kmals und is Folge eines implizi en Vo gangs des Ve gleichens»
(ebd., S. 23). «De Beg i Ve schiedenhei sp ich quali a i e Di e enzen an, e is abzug enzen on
quan i a i en Di e enzen, die mi dem Beg i de Ungleichhei konno ie sind» (ebd.).
«Iden i izie e He e ogeni ä ode auch Homogeni ä bes eh ü einen konk e en Zei punk , da die Un-
e schiede zwischen den Ve gleichsobjek en jede zei e ände ba sind» (S u m, 2016, S. 19). «Fü
(schul-)pädagogisches Handeln bedeu e dies, dass nich länge on eine «i gendwie selbs e s änd-
lich gegebenen Gleichhei » de Ad essa innen und Ad essa en pädagogischen Handelns ausgegan-
gen we den kann. Die Regel is iel meh , dass […] Schüle und Schüle innen in seh e schiedene
Lebenszusammenhänge eingebunden sind, und das auch noch in un e schiedliche Weise» (A ens &
Meche il, 2010, S. 9). Diese Be ach ungsweise on «He e ogeni ä » geh mi dem diese A bei zu-
g unde liegenden Ve s ändnis on «Viel al » übe ein:
Viel al als unbeg enz es Spek um on Ve schiedenhei au de Basis on Gleichwe igkei (Boban &
Hinz, 2003), in welchem wi alle e schieden, ode alle ande s ande s sind» (A ens & Meche il, 2010).
2.2.2 Viel al als Regel und nich als Ausnahme
«Begabungs-, In e essen- und Ve hal ens iel al sind zu gu en Teilen an h opologisch de e minie . Die
G undgese z e de Na u so gen da ü , dass die Menschen un e schiedlich gepol sind. Ve schieden-
hei is die Regel, Auss a ungsgleichhei is die Ausnahme» (Klippe , 2010, S. 62). «Wie sich aus de
[…] Illus a ion on Hans T axle […] [Abb. 1] e sehen läss , is es […] wel emd, zu un e s ellen, dass
allen K ea u en gleiche Fähigkei en und Fe igkei en ab e lang we den können» (ebd.).
Abbildung 1: Illus a ion on Hans T axle (Klippe , 2010, S. 63)
20
2.2.3 «Die Viel al leben» - Un e ich , welche die Viel al als Chance begüns ig
«Viel al zu schä zen und posi i en wickeln zu hel en is e hisch nachge ade gebo en» (ebd., S. 64).
«[…] Jedes Kind und jede Jugendliche [ha ] ein un e zich ba es Rech da au […], in seine Eigenhei
wie in seine Vielschich igkei angenommen und ge ö de zu we den» (ebd.).
Bei de En wicklung eines Un e ich s, welche die «Viel al als Chance» begüns ig , handel es sich
jedoch «um wei aus meh als nu um eine un e ich sme hodische Ums ellung» (Ca le, 2017, S. 15).
Lau Ca le (2017) nehmen «das Klassenklima, die Klassen üh ung, die Zielse zungen, die Mo i ie ung
und Ak i ie ung on e ie en Le np ozessen, die Indi idualisie ung und Beach ung on Le n o aus-
se zungen, die Kla hei und S uk u ie hei , die Konsolidie ung und Ve ne zung des Gele n en, die
achliche Ko ek hei und die Leis ungs o de ung» (S. 17) eine Schlüssel unk ion bei de Ges al ung
on gu em Un e ich ein. Wobei die genann en Me kmale e schiedene Ausp ägungen haben und in
un e schiedlichen Un e ich skonzep en zu inden sind (Ca le, 2017). Fü den inklusi en Un e ich is
da übe hinaus auch noch en scheidend, dass ein Rahmen gescha en wi d, welche demok a ische
Ziele, pa izipa i e S uk u en und Handlungsweisen, die soziale Ge ech igkei und gegensei ige Ane -
kennung e möglich (ebd.). All diese Me kmale sind e ne z zu be ach en, dami sie ü einen gu en
(inklusi en) Un e ich uch ba gemach we den können (ebd.).
«Viel al als Chance» (ode «die Viel al leben») bedeu e , dass eine Klasse so zu un e ich en is , das
die Viel al «zu Ressou ce ü lebendige und gehal olle Le np ozesse alle Kinde wi d» (ebd., S. 22).
Da die Viel al un e den Schüle innen und Schüle n und koope a i es Le nen als seh gu e Vo ausse -
zungen ü ansp uchs olle Le np ozesse angenommen we den, spiel beispielsweise das Un e ich s-
konzep «Koope a i es Le nen», welches du ch eine Ö nung des Un e ich s (wobei nach Ache mann
und Geh ig (2011) in de wei eichends en Ö nung des Un e ich s die Leh pe son den Rahmen o -
gib und die Schüle innen und Schüle selbs ges eue a bei en) seine Anwendungsmöglichkei inde ,
eine wich ige Rolle im inklusi en Un e ich (ebd.).
Lau Wische (o.J.) is die bes ehende Un e ich sp axis me hodisch zwa iel äl ige und abwechs-
lungs eiche gewo den, «die Umse zung on o ganisa o isch komplexe en Elemen en, die eine di e-
enzie e Passung e lauben, schein abe nach wie o sel en zu sein […]» (Abs. 1). P ak ische Emp-
ehlungen ode Handlungsanweisungen sind zwa als Hil es ellung bei de Umse zung de no ma i en
Vo gabe, «Viel al als Chance» zu sehen e üh e isch, weil sie eine eindeu ige O ien ie ung ü das
pädagogische Handeln e sp echen, jedoch in Bezug au die komplexe Thema ik abe nu beding hil -
eich (Wische , o.J.). Zudem bes eh lau Wische (o.J.) ü die F age des Umgangs mi Viel al be ei s
ein g osses Angebo an Emp ehlungen. «We sich au den Weg machen will, de kann au ein kaum
noch übe schauba es, und s ändig wachsendes Angebo an P axishand eichungen und Me hodenbü-
che n zu ückg ei en […]» (ebd., Abs. 1). Dahe wi d an diese S elle de Idee on Bea e Wische bei-
gep lich e , dass au eine Au lis ung on ielen Un e ich sges al ungsmöglichkei en, welche «die Viel-
al als Chance» begüns igen, e zich e we den kann, da das P oblem nich bei den mangelnden Um-
se zungsideen zu e o en zu sein schein . Im olgenden Kapi el de o liegenden A bei inde s a -
dessen die Thema isie ung on Ge ech igkei skonzep en s a , um den heo e ischen Bezugs ahmen
ü die Bea bei ung de F age, inwie e n das E leben on «Viel al als Chance» mi de Hal ung zu-
sammenhäng , zu e gänzen.
21
2.3 Ge ech igkei
2.3.1 Ge ech igkei skonzep e
Lau Ho s e (2011) lassen sich die exis ie enden Ge ech igkei skonzep e g ob in d ei Ka ego ien ein-
o dnen: In eine au Gleichhei , au Menschenwü de und au Ane kennungs e häl nisse basie ende
Ge ech igkei (Abb. 2).
Allen d ei au Gleichhei basie en Ge ech igkei s o men (dis ibu i e Ge ech igkei , ausgleichende Ge-
ech igkei und Leis ungsge ech igkei ) lieg die Idee zug unde, dass alle Menschen gleichbehandel
we den müssen (Ho s e , 2011). Au g und de global s a ken Ungleich e eilung on Gü e n schein
die Umse zung de Fo de ung nach Gü e gleichhei ü alle Menschen illuso isch zu sein und wi d da-
he on ielen Sei en k i isie (ebd.). Eine au Menschenwü de basie ende Ge ech igkei schein ea-
lis ische zu sein (ebd.). «Die Ve e e innen und Ve e e dieses Konzep s sind de Au assung, dass
die Gü e nach P inzipien und Ve ah en zu e eilen seien, die de Wü de des Menschen en sp echen
sollen» (ebd. S. 12). «Eine ge ech e Gesellscha is […] eine Gesellscha , die allen ih en Mi gliede n
ein menschenwü diges Leben e möglich . Niemand soll un e die Schwelle eines ans ändigen Lebens
ged ück we den. Ungleichhei obe halb de Schwelle des Genug e ach e de Humanismus nich pe
se als unge ech » (K ebs, 2005, zi ie nach Ho s e , 2011, S. 12). Fü ein menschenwü diges Leben
müssen alle, Zugang zu Nah ung, Obdach, Siche hei , medizinische G und e so gung, pe sönlichen
Nahbeziehungen, soziale Zugehö igkei , Indi iduali ä sowie p i a e und poli ische Au onomie haben
(Ho s e , 2011). Sowohl das au Gleichhei basie ende als auch das au Menschenwü de basie ende
Ge ech igkei skonzep o ien ie en sich an de Idee de Ve eilung on Gü e n, was Honne h (2021)
auch als «Dis ibu ionspa adigma» bezeichne . Das d i e Ge ech igkei skonzep , welches au wech-
selsei ige Ane kennung basie , bezieh sich jedoch nich au die Ve eilung on Gü e n, sonde n au
soziale Ve häl nisse (Ho s e , 2011).
Abbildung 2: Ge ech igkei skonzep e (eigene Da s ellung in Anlehnung an Ho s e 2011)
22
2.3.2 Die Ane kennungs heo ie
Wie Honne h (2021) in seinem We k «das ich im wi » es häl , bes eh
ein allgemeine Konsens da übe […], dass libe al-demok a ische Gesellscha en au no ma i en G und-
lagen be uhen, die eine ech liche Siche s ellung de indi iduellen Au onomie alle Bü ge innen und Bü -
ge e o de n […] [und] dass solche P inzipien de ech lichen und poli ischen Gleichs ellung ökonomi-
sche Um e eilungen e langen, die es den Schlech e ges ell en e möglichen sollen, on ih en s aa lich
e bü g en Rech en auch a sächlich Geb auch zu machen. (S. 51 .)
Es geh also um die ge ech e Ve eilung on Gü e n, um die indi iduelle Au onomie on allen siche -
s ellen zu können. Lau Honne h (2021) sind diese allgemeinen P inzipien soziale Ge ech igkei je-
doch au eine Ebene o mulie , «die es unmöglich mach , aus ihnen übe haup poli ische Handlungs-
anweisungen ablei en zu können […]» (S. 52). Denn ü die Lösung on komplexen P oblemen g ei en
sie o mals zu ku z. Es müssen zusä zliche No men he angezogen we den, ü «die Aussich au eine
«ge ech e» Lösung» (ebd.). Ans elle on «Gü e n» schläg Honne h (2021) dahe o , on Ane ken-
nungsbeziehungen zu sp echen und s a de «Ve eilung» sollen ande e Mus e de Ge ech igkei
he angezogen we den. Dami e lie die Ve eilungsge ech igkei nich es los an Bedeu ung, (ebd.)
«[…] abe sie ände […] ih e S ellung, indem sie om alles en scheidenden P inzip zu eine abhängi-
gen Va iable im mo alischen Bezugs ahmen de jeweiligen Ane kennungsbeziehungen wi d» (ebd., S.
70). «Das soll so iel heissen wie, dass sich die Masss äbe eine ge ech en Ve eilung de sphä en-
spezi ischen ‘Gü e ’ (im Sinne on e eilba en Ressou cen) aus den no ma i en P inzipien e geben,
die jeweils die A de wechselsei igen Ane kennung in eine sozialen Sphä e bes immen» (ebd.). Um
die Abkeh on dem Beg i «Gü e » besse nach ollziehen zu können, muss zue s geklä we den,
was in diesem Zusammenhang un e «Au onomie» e s anden wi d. Mi Au onomie e s eh Honne h,
in Anlehnung an Kan und Rousseau, «[…] eine bes imm e A de indi iduellen Selbs beziehung, die
es e laub , seinen eigenen Bedü nissen zu e auen, zu den eigenen Übe zeugungen zu s ehen und
die eigenen Fähigkei en als we oll zu emp inden […]» (ebd., S. 60). Nun wi d kla e , dass diese Zu-
s and de «Selbs ach ung» nich bloss du ch die Nu zung on i gendwelchen Gü e n e wo ben we den
kann. Denn « […] was es heiss , inanzielle Ressou cen ode Be u schancen als Möglichkei en on
F eihei wah zunehmen, e schliess sich nich übe die Bedeu ung de a ige Gü e selbs , sonde n nu
aus de jeweiligen Beziehung zu ihnen» (ebd.). Fü die En s ehung de indi iduellen Au onomie
b auch es dahe ielmeh die wechselsei ige Ane kennung zwischen Subjek en (Honne h, 2021). Es
b auch die «[…] Beziehung zu ande en Pe sonen, die uns ebenso be ei sind we zuschä zen, wie wi
sie we schä zen können müssen» (ebd., S. 61.). «Ane kennung gib es au gesellscha liche Ebene
wie im P i a leben nu im wechselsei igen Ve häl nis» (Ho s e , 2011, S. 14).
Solche Beziehungen de Ane kennung sind abe im Un e schied zu Gü e n wede sozial ein ach he s ell-
ba , noch lassen sie sich nach i gendwelchen Regeln beliebig […] e eilen; es handel sich ielmeh um
his o isch gewachsene Gebilde, die die Ges al on ins i u ionell ge onnenen P ak iken angenommen
haben, in die die Subjek e en wede einbezogen sind ode on denen sie ausgeschlossen we den kön-
nen. (Honne h, 2021, S. 71.)
23
Honne h (2021) besch eib dami , dass es wechselsei ig akzep ie e No men, also Rich linien ü das
gemeinsame Zusammenleben, ü die En s ehung on Ane kennungsbeziehungen b auch . Diese
Rich linien sind abe nich ein ach « on oben» du ch i gendwelche Regeln bes immba , sonde n sie
sind geschich lich s e s schon gegeben (ebd.).
Unse e Au onomie (also unse e Selbs beziehung) e danken wi lau Honne h (2021) de Einbindung
in d ei e schiedene Sozialbeziehungen, in welchen je eine eigene No m als Quelle de ezip oken
We schä zung dien :
Im Kon ex on In im- ode P imä beziehungen (Familie, F eunde, Liebesbeziehungen) we den «[…]
die emo ionalen Weichen ü den E we b all dessen geleg , was spä e unse Selbs e auen, unse e
Fähigkei zu Bedü nisa ikula ion ausmachen wi d» (ebd., S.66 .). Es handel sich also um die indi i-
duellen Bedü nisse de Mi gliede , on solchen Beziehungen. Du ch die Ane kennungs o m de
«emo ionalen Zuwendung», welche in den s a ken Ge ühlsbindungen zum Zuge komm , e hal en Indi-
iduen emo ionale Siche hei und «Selbs e auen» (Honne h, 2021).
Im Rahmen de demok a ischen Rech sgemeinscha können wi uns «[…] wechselsei ig als eie und
gleiche S aa sbü ge ane kennen und dadu ch ein Bewuss sein unse e poli ischen Au onomie e lan-
gen […]» (ebd., S. 66). «In de « ech lichen Ane kennung» […] komm zum Ausd uck, dass jedes
menschliche Subjek un e schiedslos als ein «Zweck an sich» gel en muss […]» (Honne h, 2021, S.
180). Du ch die «kogni i e Ach ung» kann lau Honne h (2021) «Selbs ach ung» e wachsen.
In We gemeinscha en e hal en wi soziale Ach ung, was zu «Selbs schä zung» üh (ebd.). Hie kön-
nen wi schliesslich die «[…] Fähigkei e langen, uns in unse en Leis ungen und Kompe enzen als
we oll, als gesellscha lich geb auch zu emp inden» (Honne h, 2021, S. 67). Das heiss , als no ma i-
e Bezugspunk on Ane kennung we den in diese Sozialbeziehung die indi iduellen Leis ungen al-
le Be eilig en he angezogen (Honne h, 2021). In de Ane kennung on indi iduellen Leis ungen s eck
jedoch auch eine Bewe ung in Bezug au de en gesellscha liche Nü zlichkei (Honne h, 2021).
Wie Honne h (2021) es häl , sind die Beziehungskon ex e nich ennscha auseinande zuhal en. Es
komm zu Übe schneidungen de Be eiche (ebd.). Wie abe läss sich in diese Unschä e die Wahl ü
das eine ode das ande e K i e ium beg ünden? Mille geh on eine in ui i en Ge ech igkei s o s el-
lung aus und häl sich «bei de Rekons uk ion […] [des] Ke ns unse e In ui ionen […] an die ganz
klassische Idee, de zu olge «Ge ech igkei » bedeu e , jedem «das Seine» zu geben» (ebd., S. 166).
Nach eine solchen Au assung e dien es jedes Subjek , in eine Weise behandel zu we den, die sei-
nen je indi iduellen Eigenscha en angemessen is ; mi hin e lang die Ge ech igkei on uns, Pe sonen
nich ein ach gleich zu behandeln, sonde n ih e Besonde hei so in Rechnung zu s ellen, dass wi sie
en wede gleich ode ungleich behandeln. (ebd., S. 166 .)
In unse e in ui i en Ge ech igkei s o s ellung nehmen wi olglich «[…] die A en unse e Beziehung
zu ande en Pe sonen zum Masss ab da ü […], welche ih e Eigenscha en jeweils als ge ech igkei s-
ele an gel en können: Je nachdem, wie die Bindungen sind […], ände n sich die Ansp üche, die […]
[Pe sonen] an uns ich en können» (ebd., S. 167). «Jedem «das Seine» zu geben bedeu e demen -
sp echend, ihn gemäss de no ma i en Ve p lich ung zu behandeln, die ü die uns e bindende A
on soziale Beziehung cha ak e is isch sind» (ebd.).
24
Wie können die Ane kennungs e häl nisse de oben besch iebenen Sozialbeziehungen au das A -
bei s eld on Leh pe sonen übe agen we den? «In enge Anlehnung an Honne h en al en Helspe
und Lingkos d ei un e schiedliche Aspek e on «Ane kennung» […] die ü die En wicklung eine an-
e kennenden Schulkul u kons i uie end sind […]» (P is e e , 2019, S. 272):
1. «Emo ionale Zuwendung/Ve auen» (ebd.): Hie s eh lau Helspe und Lingkos (2013) die E mögli-
chung eine posi i en, in e essie en, eundlichen und o enen Hal ung als G undlage de A bei mi
Schüle innen und Schüle n im Mi elpunk , wobei ein gegensei iges Ve auen eine Vo ausse zung is ,
welche in den In e ak ionen e hal en we den muss.
2. «Mo alische Ane kennung/Ge ech igkei » (P is e e , 2019, S. 272): Fü die Schulischen Sozialisa ions-
und Bildungsp ozesse is die Gewäh ung on gleichen Rech en und Möglichkei en en scheidend
(Helspe & Lingkos , 2013). Alle Schüle innen und Schüle sollen am schulischen Geschehen pa izipie-
en, das heiss eilhaben und sich einb ingen können (ebd.).
3. «Indi iduelle Ane kennung/We schä zung» (P is e e , 2019, S. 272): «Übe diese Ane kennungs o m
de konk e en Pe son au g und ih e spezi ischen Leis ungen, Eigenscha en, ih es Lebenss ils und ih e
Selbs da s ellung kons i uie sich die We schä zung de Pe son in den Augen bedeu same ande e und
dami de Selbs we , den Schüle in de Schule he ausbilden können» (Helspe & Lingkos , 2013, S.
136). Lau Helspe und Lingkos (2013) e häl diese We schä zung jedoch nich die Ane kennung des
Einzelnen als geleichbe ech ig es Indi iduum, «sonde n die Ane kennung als on allen Ve schiedenen»
(ebd., S. 136).
2.3.3 Ane kennungs heo ie und Bildungsge ech igkei
«Die F age, welche posi i en O ien ie ungen eine Pädagogik auszeichnen, die ü du ch […] Viel al
gep äg e gesellscha liche Ve häl nisse angemessen is , wi d in den le z en Jah en meh und meh mi
Bezug au den Topos de Ane kennung bean wo e . «Ge ech igkei », so Ane kennungsansä ze, muss
an eine Ach samkei ü Un e schiede geknüp sein» (Meche il & Vo ink, 2017, S. 53). «Ane ken-
nungsansä ze k i isie en Ums ände, in denen Menschen un e schiedliche He kun und Zugehö igkei
sys ema isch on gesellscha liche Teilhabe an o mellen Bildungszusammenhängen ausgeschlossen
we den ode dies e heblich e schwe is » (ebd., S. 53).
«Pädagogische Ins i u ionen haben besch änk e gesellscha liche Ein lussmöglichkei en, […]. Die
Möglichkei , eine eigene Sphä e de Ge ech igkei zu scha en abe lieg in ih e Ve an wo ung. Das
gesellscha lich we olle Gu , das Schulen und ande e pädagogische Ein ich ungen aus eigene
Mach be ugnis und eigene Ressou cen zu e eilen haben, heiss , «in e subjek i e Ane kennung» je-
de einzelnen Pe son in ih e je eigenen Lebenslage» (P engel, 2019, S. 56). «Indem sie Missach ung
im Bildungswesen zu e meiden such , ö de […] [die Pädagogik de in e subjek i en Ane kennung]
pe sönliche Bildungsp ozesse, sowie Quali ika ions- und Sozialisa ionsp ozesse und wi k den schädli-
chen Folgen des im Bildungssys em o he schenden Selek ionsp inzips en gegen» (ebd., S. 57).
Da «Ane kennung» eine inhal liche Nähe zu «We schä zung» zeig (P is e e , 2019) und We schä -
zung ü den heo e ischen Bezugs ahmen de o liegenden Fo schung ele an is , soll im Folgenden
auch noch ku z au diesen Beg i eingegangen we den.
25
2.3.4 We schä zung
Das aus dem ge manischen Sp ach aum s ammende Adjek i «we » bezeichne «besonde e Quali-
ä » und das da aus abgelei e e Ve b «we en» bedeu e so iel wie «einen bes imm en We beimes-
sen» (P is e e , 2019). «Explizi he o gehoben sei in diesem Zusammenhang […] die Ve wand scha
des Beg i s de We schä zung mi dem de «(Hoch-) Ach ung», de «Ane kennung», des «Respek s»
und de «Wü de»» (P is e e , 2019., S. 44).
Neude ini ion: „We schä zung“ im e ziehungswissenscha lichen Kon ex
WERTSCHÄTZUNG is eine posi i e Hal ung on […] [Leh pe sonen], die sich in ane kennenden, e mu-
igenden, ach ungs ollen und gewal eien Handlungen […] zeig . […] We schä zung is ein G undbe-
dü nis, dessen Nich e üllung zu Beein äch igungen de Pe sönlichkei sen wicklung üh en kann. An h-
opologisch wu zel We schä zung in de unan as ba en Wü de des Menschen und is on dahe nich
an bes imm e Bedingungen […] gebunden, sonde n gil uneingesch änk . We schä zung ane kenn die
Viel al de Lebensweisen […]. Eine we schä zende Eins ellung in eg ie und g enz nich aus. […]
We schä zung bezieh sich au das menschliche Mi einande in Schule und Gesellscha , abe auch au
die na ü liche Umwel . Eine we schä zende […] [Leh pe son] p ak izie Ach samkei im Kon ak mi Kin-
de n, Jugendlichen und E wachsenen und üb Gewah sein im Umgang mi sich selbs . Sie nimm An eil
an den E lebniswel en junge Menschen […]. Sie e häl sich […] ein ühlsam und empa hisch, bleib da-
bei abe als Pe son sich ba und au hen isch. Ih e pädagogischen Bemühungen zielen da au hin, die
Au onomie on Kinde n und Jugendlichen zu ö de n und sich gleichzei ig als Teil eine Gemeinscha zu
e leben. Dabei e möglich die Leh pe son ih en Schüle /innen du ch en sp echende Le na angemen s,
einen we schä zenden Umgang mi sich selbs und mi ande en zu p ak izie en. […] Eine we schä -
zende Leh pe son […] scha mi den Kinde n eine liebe olle und wa mhe zige pädagogische A mo-
sphä e. Sie p ak izie einen sozial-in eg a i en E ziehungss il und se z au Ve auen s a au S a e. Im
Klassenzimme ö de sie demok a ische Handlungsweisen und pa izipa i e S uk u en. Bei Kon lik en
und S ei igkei en […] zeig [sie] den Schüle /innen Mi el und Wege au , wie sie selbs zu gewal eien
Lösungen kommen können. Du ch p o essionelle Kompe enz e möglich sie ih en Schüle /innen ein le-
bendiges Le nen aus wei gehend in insische Mo i a ion. […] Sie such sich Un e s ü zung bei Belas un-
gen im Schulall ag und a bei e kons uk i und koope a i in Leh e eams mi ih en Kolleg/innen zusam-
men. Schließlich schä z eine we schä zende […] [Leh pe son] auch sich selbs und e kenn ih e eige-
nen pädagogischen Bemühungen sowie ih e G enzen an. (P is e e , 2019, S. 316 .)
Zwöl Aspek e pädagogische We schä zungskuns
«Um als Leh pe son im Sinne eine «Pädagogik de We schä zung» handeln und wi ksam we den zu
können, beda es nich nu eine we schä zenden G undhal ung, sonde n auch en sp echende iel-
äl ige Kompe enzen» (P is e e , 2019, S. 667). Insgesam e geben sich lau P is e e (2019) «zwöl
zen ale Aspek e, welche de Vielschich igkei des Beg i s de «We schä zung» ge ech we den und
die «Kuns de We schä zung» im pädagogischen Kon ex um eissen» (ebd., S. 671):
Die Kuns des Ve s ehens, de Ein ühlung, de Au hen izi ä , de Ach samkei , des pädagogischen Tak-
es, de dialogischen Begegnung, de e auens ollen Beziehung, de we schä zenden Kommunika-
ion, des An eilnehmens, des Wohlwollens, des Humo s sowie die Kuns de Gelassenhei .
32
«Es eich [ olglich] nich , eine pädagogischen Fachk a posi i e Übe zeugungen und Eins ellungen
kogni i zu «p edigen», zu « e mi eln» ode diese zu o de n. Posi i e Übe zeugungen hel en wenig,
wenn sie nich mi den en sp echenden objek i en Fähigkei en e bunden sind» (ebd., S. 83). «Die
pe sonalen Kompe enzen sind umso no wendige , da pädagogische Fachk ä e imme in einem Feld
agie en, in dem sie sich iel äl igen [und wide sp üchlichen] Ansp üchen gegenübe sehen […]»
(ebd.). Das p o essionelle Selbs muss dahe so kompe en sein, dass es diese un e schiedlichen und
wide sp üchlichen E wa ungen aushal en und dabei das Wohl de Schüle und Schüle innen im Auge
behal en kann (Kuhl e al., 2014). «Wenn Hal ung wi klich «Hal » und S and es igkei im pädagogisch
sinn ollen U eilen, En scheiden und Handeln e mi eln soll, dann muss de Hal ungsbeg i zusä z-
lich zu den ihn kons i uie enden We en und Übe zeugungen auch die ü das Handeln no wendigen
Kompe enzen mi einschliessen» (ebd., S. 83). Aus diesen Be unden läss sich also ablei en, dass de
Umgang mi Viel al nich di ek on eine schwe e ände ba en subjek i en Übe zeugung, sonde n
on Kompe enzen, welche au gebau und en wickel we den können abhäng . Wie kann nun abe die
En wicklung de ele an en pädagogischen Kompe enzen on Leh pe sonen ausgelös we den? (Kuhl
e al., 2014) und «welches sind übe haup die pe sönlichen Kompe enzen, on denen es abhäng , ob
eine Eins ellung, eine We hal ung o.ä. op imal e wi klich wi d?» (ebd., S. 84).
Da die PSI-Theo ie, welche zahl eiche Fo schungse gebnisse aus de expe imen ellen Psychologie
und de Hi n o schung in eg ie (ebd.), solche F agen bean wo en kann, wi d im Folgenden e such ,
die komplexen Inhal e diese Theo ie p ägnan wiede zugeben.
2.4.6 Die Theo ie de Pe sönlichkei s-Sys em-In e ak ionen
«Die PSI-Theo ie un e scheide ie psychische Sys eme, die ü das E leben und Handeln on Be-
deu ung sind» (Kuhl e al., 2014, S. 85): Die In ui i e Ve hal enss eue ung, das In en ionsgedäch nis,
das Ex ensionsgedäch nis sowie die Objek e kennung. Des Wei e en besch eib sie mi ih en zwei
Modula ionsannahmen die In e ak ion zwischen je zwei diese psychischen Sys eme (siehe Abb. 5).
Abbildung 5: Die ie psychischen Teilsys eme (Angepass e Da s ellung in Anlehnung an Kuhl e al., 2014)
33
1. Modula ionsannahme
Die e s e Modula ionsannahme be i die In e ak ion des In ensionsgedäch nisses und de in ui i en
Ve hal enss eue ung. Im Folgenden we den die beiden psychischen Sys eme, de en In e ak ion sowie
die dazugehö ige 1. Modula ionsannahme in Anlehnung an Kuhl e al. (2014) besch ieben.
Die in ui i e Ve hal enss eue ung (IVS):
- e möglich die Aus üh ung eines Ve hal ens.
- a bei e unbewuss .
- e a bei e seh schnell seh iele In o ma ionen aus Kö pe und Umwel simul an.
- e hil zu eine in ui i en, kon ex sensiblen Ve hal ensanpassung.
- wi d ak i ie , wenn auszu üh endes Ve hal en «leich » is (au oma isie e Handlungsabläu e und Ve hal-
ens ou inen – spon anes und in ui i es Handeln).
Die in ui i e Ve hal enss eue ung wi d du ch einen posi i en A ek (A+) in ensi ie , was da an e kenn-
ba is , dass «[…] man sich gu und siche ühl , spon an und in ui i handel , ohne dass iel nachge-
dach und geplan wi d» (ebd., S. 94).
Das In en ionsgedäch nis (IG):
- übe nimm die Rep äsen a ion und die Au ech e hal ung on Absich en.
- a bei e g öss en eils sp achlich, bewuss und sequenziell (Sch i ü Sch i ).
- e möglich analy isches Denken und Planen.
- wi d ak i ie , wenn o de Umse zung eine Absich Schwie igkei en au e en.
Is ein bewuss e Vo sa z ge ass , wi d de oben besch iebene posi i e A ek de in ui i en Ve hal ens-
s eue ung gedämp , was zu eine Hemmung des spon anen Handelns und Ve hal ens üh (Kuhl e
al., 2014). Lau Kuhl e al. (2014) is de Ve lus on posi i em A ek in Planungsphasen und bei ana-
ly ischem Nachdenken jedoch auszuhal en (F us a ions ole anz). Die Ve hal enshemmung, welche
o zu impulsi em Ve hal en schü z , kann abe auch zu Mo i a ionsschwie igkei en üh en, wenn die
Hemmung nich wiede au gehoben we den kann (ebd.). Es komm dann zum Au schieben ode zu
Ve meidung de Bildung on Vo sä zen (ebd.). Die e olg eiche Bildung und Au ech e hal ung eines
Vo sa zes is also noch keine Ga an ie ü seine Umse zung (ebd.).
Denn lau de 1. Modula ionsannahme is es möglich, «[…] dass eine Pe son zwa g osse Ziele […] im
In en ionsgedäch nis […] ep äsen ie , dass ih abe de no wendige posi i e A ek A+ ehl , um die
jeweils ele an e Absich übe die in ui i e Ve hal enss eue ung in Handlungen umzuse zen» (ebd., S.
95). «We sein Absich sgedäch nis mi explizi en («bewuss en») Vo sä zen «belas e », b auch en we-
de E mu igung on aussen, ode die Fähigkei , im ich igen Momen den no wendigen posi i en A ek
selbs zu gene ie en. Diese Selbs kompe enz wi d Selbs mo i ie ung genann » (ebd.).
2. Modula ionsannahme
Die zwei e Modula ionsannahme be i die In e ak ion des Ex ensionsgedäch nisses und dem Ob-
jek e kennungssys em. Auch hie we den im Folgenden die beiden psychischen Sys eme, de en In e -
ak ion sowie die dazugehö ige 2. Modula ionsannahme nach Kuhl e al. (2014) besch ieben.
34
Das Ex ensionsgedäch nis (EG, «Selbs »):
- is zus ändig ü die In eg a ion on E ah ungen.
- a bei e im Hin e g und des Bewuss seins und kann einen seh wei en Be eich de Innen- und de Aus-
senwel e assen.
- e a bei e In o ma ionen (meis unbewuss ) sowohl pa allel als auch ganzhei lich.
- is eng mi dem au onomen Ne ensys em und de Kö pe wah nehmung e bunden.
- kann eigene und emde Emo ionen wah nehmen, in eg ie en und egulie en.
- is mi eine besonde en Fo m de Au me ksamkei e knüp – de Wachsamkei .
- akzen uie jene Inhal e de Aussen- und de Innenwel , die einen Bezug zu eigenen Pe son au weisen
(E ah ungen, Bedü nisse, Emo ionen, We e, Eins ellungen…).
- gewäh den Zugang zu säm lichen Lebense ah ungen eine Pe son.
- is besonde s hil eich in sozialen Kon ex en (z.B. Ve s ehen on ande en Pe sonen und komplexen Zu-
sammenhängen – ein ühliges Handeln).
- is zus ändig ü die Selbs be uhigung und die Selbs mo i ie ung.
«Das Selbs is o zu s a ken emo ionalen Belas ungen geschü z : Es wi d abgeschal e , sobald
S ess ode übe haup nega i e Emo ionen eine k i ische G enze übe sch ei en» (ebd., S. 92). «Wenn
schwie ige E ah ungen i gendwann doch ins Selbs in eg ie we den sollen, um sie nachhal ig zu be-
wäl igen, dann müssen sie nach Möglichkei in eine uhigen S immung […] zugelassen und ange-
schau we den» (ebd.). «Das Objek e kennungssys em is au diese Au gabe spezialisie » (ebd.).
Das Objek e kennungssys em (OES):
- lös Einzelhei en aus dem Kon ex und kann diese spä e auch in ande en Kon ex en wiede e kennen.
- e möglich bewuss e Wah nehmung und Ve a bei ung einzelne Si ua ionsme kmale.
- is au isolie e Aspek e de Innen- und Aussenwel ge ich e (besonde s au Neues, Une wa e es, Feh-
le und Ge ah en).
- is dann ak i , wenn eine ängs liche S immung o he sch .
«Fü die En wicklung eine p o essionellen Hal ung is das Objek e kennungssys em dann on Rele-
anz, wenn es […] neue Le ne ah ungen in das Selbs -Sys em einb ing , die […] zu eine Zunahme
an Lebense ah ung und zum E assen imme komplexe e Zusammenhänge üh » (ebd., S. 93). De
«[…] Wechsel zwischen dem Zulassen nega i e Ge ühle (d.h. das Hinsehen mi de Objek e ken-
nung) und de den Selbs kon ak e möglichenden He ab egulie ung des nega i en E ek s (du ch
Selbs - ode F emdbe uhigung) [e möglich ] die In eg a ion ganz neue , u sp ünglich kaum in eg ie ba
e scheinende E ah ungen» (ebd.).
«Die 2. Modula ionsannahme aus de PSI-Theo ie besag , dass übe mässige nega i e A ek A- die
Ak i i ä des Ex ensionsgedäch nisses (Selbs ) hemm und die de Objek e kennung e s ä k . Das
heiss , dass die isolie e Be ach ung einzelne Me kmale aus eine Si ua ion […] sowie die Fokussie-
ung au Fehle und Uns immigkei en ode leid olle E ah ungen du ch nega i en A ek beglei e und
e s ä k wi d (ebd., S. 95).
Von besonde em In e esse ü das Konzep «Hal ung» is an diese S elle auch, dass eine Hemmung
des Ex ensionsgedäch nisses du ch S ess […] auch dazu üh en kann, dass de Übe blick übe die
35
eigene Pe son, mi ih en Wünschen, We en, Bedü nissen und E ah ungen e lo en geh . Dahe be-
s eh un e S ess die Ge ah , dass eine Pe son Dinge, Ideen ode Handlungen au ged äng we den
können, ohne dass diese Pe son in de Lage is , zu p ü en, ob diese neuen Inhal e mi dem eignen
Selbs übe haup in Übe eins immung zu b ingen sind ode nich . (ebd., S. 96)
Umgekeh kann eine Pe son, welche die Fähigkei zu Selbs be uhigung (zum He un e egulie en ne-
ga i e A ek e) besi z , auch in s essigen Si ua ionen sowohl den Übe blick übe die Gesam si ua ion
als auch den Zugang zu eigenen Pe son mi den eigenen Wünschen, Bedü nissen, E ah ungen und
We o s ellungen bewah en (Kuhl e al., 2014). Dahe is das Ex ensionsgedäch nis on besonde e
Bedeu ung ü die p o essionelle Hal ung (ebd.).
2.4.7 Objek i e Selbs kompe enz
Im Un e schied zu subjek i en Kompe enzen, welche eine Pe son übe sich selbs bilde (Selbs kon-
zep e) handel es sich bei den objek i en Kompe enzen um die a sächlichen Fähigkei en eine Pe son
(Kuhl, 2021). Bei dem Beg i Selbs kompe enzen (welche hie im Sinne de objek i en Selbs kompe-
enzen e wende wi d) s eh an e s e S elle de Wo eil «Selbs » (ebd.). Lau de PSI-Theo ie en -
s eh das «Selbs » (welches im Ex ensionsgedäch nis e o e is – siehe oben) aus einem « iesigen,
übe wiegend unbewuss en («implizi en») Ne zwe k pe sönlich ele an e E ah ungen» (ebd., S. 188)
aus welchen eine «um assende, wei gehend unbewuss e Rep äsen a ion de eigenen Pe son gebilde
[wi d], die wi «das Selbs » nennen» (ebd.). «Das Selbs is an den Kompe enzen be eilig , die das
Ganze de Pe son be e en, nich zule z deshalb, weil es ja eine implizi e Rep äsen a ion de ganzen
Pe son mi all ih en Bedü nissen, Fähigkei en, Handlungsop ionen und sozialen Bezügen leis e »
(ebd.). Die Selbs kompe enzen, welche die ganze Pe son be e en, lassen sich au e schiedenen
Ebenen di e enzie en (Kuhl, 2021) (siehe Abb. 6).
Abbildung 6: Selbs kompe enzen (Kuhl, 2021, S. 187)
36
Als e s e Di e enzie ung kann die Selbs kompe enz in zwei Basiskompe enzen, die Handlungskompe-
enz (Leis ungs ähigkei : en wickel e Fähigkei en können in en sp echendes Handeln umgese z we -
den) und das Selbs wachs um (Fähigkei aus Fehle n und E ah ungen zu le nen), un e eil we den
(Kuhl, 2021). Die Basiskompe enz Selbs wachs um b auch die Pa ne sys eme Ex ensionsgedäch nis
und Objek e kennungssys em (ebd.). «Fü die zwei e Basiskompe enz, die Handlungskompe enz, is
eben alls das Zusammenspiel zweie Mak osys eme e o de lich» (ebd., S. 190), dem Zusammenspiel
des In ensionsgedäch nisses und de in ui i en Ve hal enss eue ung (Kuhl, 2021). Die In e ak ionen
diese Pa ne sys eme wu den im o he igen Kapi el be ei s besch ieben.
Au de nächs en Di e enzie ungsebene, de A ek modula ion (siehe Abb. 6), wi d au gezeig , wa um
die Emo ions egula ion ü die In e ak ion de ie Sys eme und in de wei e en Folge ü die En wick-
lung de Selbs kompe enzen en scheidend is (ebd.). Posi i e A ek A+ (Handlungsbahnende Ene -
gie) egal ob e on aussen (E mu igung) ode aus dem Selbs (Selbs mo i ie ung) komm , is nö ig da-
mi Handlungsabsich en umgese z we den können (ebd.). Handlungskompe enz häng massgeblich
on de Selbs mo i ie ungskompe enz ab (P eil om Selbs zu A+), welche die Hemmung de hand-
lungsbahnenden Ene gie (ges ichel e P eil om IG zum IVS) wiede au heb (ges ichel e P eil on
A+ au den ges ichel en P eil zwischen IG und IVS) (ebd.) ( gl. 1. Modula ionsannahme).
«Emo ions egula ion is auch die G undlage ü diejenigen Sys emin e ak ionen, die ü das Le nen
aus Fehle n und ande en Fo men des Selbs wachs ums wich ig sind, also ü das Zusammenspiel on
Objek e kennung (Fokussie ung au eine neue, ielleich schme zha e Einzele ah ung) und de en
anschliessenden In eg a ion in das ausgedehn e E ah ungsne zwe k des Selbs » (ebd., S. 192).
«Selbs wachs um e o de als e s en Sch i die Fähigkei und Be ei scha , une wa e e ode auch
schme zha e E ah ungen «anzuschauen», s a sie […] [zu] e d ängen […]» (ebd.). Dies se z eine
gewisse Schme z ole anz o aus (Kuhl, 2021). Wen man aus eine solchen E ah ung le nen und an
ih «wachsen» will muss Kon ak mi dem Selbs he ges ell we den (ebd.). «[…] [Hie ü is ] die He -
ab egulie ung des nega i en A ek s e o de lich [P eil on A- au den ges ichel en P eil zwischen OES
und EG], weil de Zugang zum Selbs mi seinem ausgedehn en E ah ungsne zwe k (dem Ex ensi-
onsgedäch nis) du ch übe mässigen nega i en A ek [z.B. übe mässigem S ess] gehemm wi d»
(ebd., S. 192). «Dies bedeu e , dass die Fähigkei zu Selbs be uhigung […] eine wich ige G undlage
ü Selbs wachs um da s ell […]» (ebd.) ( gl. 2. Modula ionsannahme).
Du ch die hie ge ä ig e Auseinande se zung mi de Selbs kompe enz kann au gezeig we den, dass
die Fähigkei , die eigene a ek i e «E s eak ion» au neue Si ua ionen egulie en zu können («Zwei -
eak ion») seh en scheidend is ü das p o essionelle Handeln eine Leh pe son (Kuhl, 2021). Die
Auseinande se zung mi de Selbs kompe enz und das E kennen de Wich igkei on Emo ions egula-
ion lie e n wich ige Hinweise, um die zu Beginn ges ell e F age, welche Konsequenzen ü die P o es-
sionalisie ung und die all äglichen He aus o de ungen eine Leh pe son abgelei e we den können,
bean wo en zu können.
We en wi dahe noch einen genaue en Blick au die E s - und Zwei eak ionen.
37
2.4.8 E s - und Zwei eak ionen
Haup me kmale de emo ionalen und kogni i en E s eak ion (Kuhl, Schwe & Solzbache , 2014):
- Konzep e und Eins ellungen (Meinungen, Glaubenssä ze, Übe zeugungen, A ek e und Emo ionen)
- Pe sonenme kmale («Big Fi e»: O enhei , Gewissenha igkei , Ve äglichkei , Ex a e sion und Neu o i-
zismus -> siehe Kapi el 2.4.9 «Pe sönlichkei sme kmale»)
- in en ionale Zus ände (Mo i e, Wünsche, Ziele, Ho nungen und Absich en)
- Umwel bedingungen
Haup me kmale de Zwei eak ion (des selbs egulie en Umgangs mi den aus de E s eak ion gege-
benen Bedingungen) (ebd.):
- Funk ionen und In e ak ion de ie psychischen Teilsys eme ( gl. Abb. 5)
- (objek i e) Selbs kompe enzen (z.B. Emo ions egula ion, Selbs mo i a ion, Selbs be uhigung), welche
die In e ak ion diese Teilsys eme e möglichen ( gl. Abb. 6)
Menschen kommen im All ag nich ohne «E s eak ionen» aus (Kuhl e al., 2014). «E s eak ionen e-
gulie en unse Ve hal en so, dass wi in jede Si ua ion bei Beda eine «S anda eak ion» zu Ve ü-
gung haben […]» (ebd., S.110 .). «Solche pe sönlichen Disposi ionen sind so cha ak e is isch, dass es
nich e wunde , dass man den Hal ungsbeg i o an den cha ak e is ischen E s eak ionen eine
Pe son es gemach ha » (ebd., S. 111). Eine Pe son, welche die eigene E s eak ion jedoch den Um-
s änden anpassen kann, wenn es die Si ua ion e o de , e üg übe iel meh Möglichkei en im Um-
gang mi Pe sonen und Si ua ionen (Kuhl e al., 2014). De Hal ungsbeg i wi d somi on einigen sei-
ne P obleme be ei , wenn e s ä ke in de Zwei - als in de E s eak ion e anke wi d (ebd.). «Die
kon ex sensible, willen lich s eue ba e Zwei eak ion lie e zusammen mi de E s eak ion die Basis
ü das, was wi mi dem Hal ungsbeg i e binden» (ebd., S. 113). Die Kombina ion aus dem ü eine
Pe son cha ak e is ischen P o il on E s eak ionen […] und de Fähigkei , bei Beda auch das jeweils
en gegengese z e Ve hal en zu zeigen […], e g össe [jedoch] nich nu die Kon ex angemessenhei
des eigenen Ve hal ens, sonde n bilde […] auch den Mo o ü die En wicklung des Selbs und alle
on diesem Sys em abhängigen Selbs kompe enzen. (ebd.). In eine Un e suchung « üh e [beispiels-
weise] e höh e Ängs lichkei (Selbs unsiche hei ) dann, wenn sie übe eine in ak e Zwei eak ion ge-
gen egulie we den konn e («Selbs be uhigung»), soga zu eine gegenübe Nich ängs lichen deu lich
nied ige en Symp oman älligkei » (ebd., S. 112). «Selbs wachs um wi d demnach du ch emo ionale
Dialek ik ge ö de » (ebd., S. 113.) ( gl. 2. Modula ionsannahme). Das bedeu e olglich, dass Pe so-
nenme kmale zwa in e enie ende Bedingungen ü eine Hal ung sind, jedoch keinen di ek en Hin-
weis da au lie e n, zu welche Hal ung sie üh en. In Bezug au die in diesem Kapi el besch iebene
Theo ie bes eh also keine Kausali ä zwischen Pe sonenme kmalen und Hal ung.
«Fü den e wei e en Hal ungsbeg i bedeu en diese E kenn nisse, dass die En wicklung eine [s and-
es en] Hal ung […] du ch diejenigen Selbs kompe enzen ge ö de wi d, die emo ionale und kogni i e
Dialek ik e möglichen» (ebd.). «Eine p o essionelle Hal ung akzep ie die pe sönliche E s eak ion
und e binde sie mi eine gu en wickel en Zwei eak ion» (ebd., S. 109).
Auch wenn die Pe sonenme kmale, welche Me kmale de E s eak ion sind, keinen di ek en Hinweis
au die Hal ung lie e n, sind sie dennoch wich ige in e enie ende Bedingungen, was eine Klä ung des
38
Beg i s «Pe sönlichkei sme kmale» no wendig mach : Lau Pe e mann und Daseking (2015)
«he sch Konsens, dass ün G unddimensionen (= Big Fi e) aus eichen, um Un e schiede in de Pe -
sönlichkei zwischen Menschen zu e end zu besch eiben» (S. 68). «McCa e und Cos a (1990) ka-
men […] zu ün Fak o en, die sich auch in Nach olgeun e suchungen […] bes ä igen: Ex a e sion,
Ve äglichkei , Gewissenha igkei , Neu o izismus […] und O enhei ü E ah ungen […]» (ebd.).
2.4.9 Mo i a ion und Voli ion
Selbs be uhigung und Selbs mo i ie ung sind zwei wich ige Selbs kompe enzen, welche ü die In e -
ak ion de ie psychischen Sys eme zus ändig sind (1. und 2. Modula ionsannahme) und den «Zwei -
eak ionen» zugeo dne we den. Die «Selbs be uhigung» wu de oben im Kapi el 2.4.10 du ch die au -
ge üh en E kenn nisse aus de Un e suchung on Ängs lichkei beispielha un e maue . Du ch den
Bezug zu Mo i a ion und Voli ion soll nun auch ein e ie e es Ve s ändnis de «Selbs mo i a ion» e -
möglich we den.
«Mo i a ion [s ell ] eine psychische Ene gie da , die zu Ini iie ung und Au ech e hal ung zielge ich e-
en Handelns üh […]» (Gaspa d, Hasselho n, Nagengas & T au wein, 2019, S. 119). Menschen gel-
en lau Deci und Ryan (1993) dann als mo i ie , wenn sie du ch ih Ve hal en ein bes imm es Ziel e -
eichen wollen, also eine In en ion haben. Das Ziel kann sich dabei en wede «au eine unmi elba be-
iedigende E ah ung […] ode au ein länge is iges Handlungse gebnis [ ich en]» (ebd.). Fo men
und Kons uk e de Mo i a ion sind:
In insische und Ex insische Mo i a ion: Aus Sich de Selbs bes immungs heo ie «[lassen] sich mo i-
ie e Handlungen nach dem G ad ih e Selbs bes immung bzw. nach dem Ausmaß ih e Kon ollie -
hei un e scheiden […]» (Deci & Ryan, 1993, S. 225). «In insisch mo i ie e Handlungen ep äsen ie-
en den P o o yp selbs bes imm en Ve hal ens» (ebd., S. 226). Wobei «in insisch mo i ie e Ve hal-
ensweisen […] als in e essenbes imm e Handlungen de inie we den [können], de en Au ech e hal-
ung keine […] ex e nen ode in apsychischen Ans öße, Ve sp echungen ode D ohungen [e o de ]
[…]» (ebd.). Bei de in insischen Mo i a ion is die Handlung selbs das Ziel. «Ex insische Mo i a ion
wi d dagegen in Ve hal ensweisen sich ba , die mi ins umen elle Absich du chge üh we den, um
eine on de Handlung sepa ie ba e Konsequenz zu e langen» (ebd.). Die Handlung wi d olglich nich
meh (wie bei de in insischen Mo i a ion) um ih e Selbs willen du chge üh , sonde n sie is das Mi -
el, um ein Ziel zu e eichen. «Nach de Selbs bes immungs heo ie […] is ü die En wicklung de
in insischen Mo i a ion die E üllung de Bedü nisse […] nach Au onomie, Kompe enze leben und
soziale Eingebundenhei zen al» (Gaspa d e al., 2019, S. 7). Das heiss im Umkeh schluss, dass
Au onomie- und Kompe enze leben sowie die soziale Eingebundenhei mo i a ions ö de lich sind.
Selbs wi ksamkei se wa ung: «Eine Reihe ein luss eiche Au o en häl die Fähigkei , ein Handlungs-
e gebnis kon ollie en zu können und die da aus esul ie enden Selbs wi ksamkei se wa ungen ü
eine wich ige mo i a ionale Bedingung […]» (Deci & Ryan, 1993, S. 231). Wobei es sich bei de
Selbs wi ksamkei se wa ung um die subjek i e Übe zeugung eine Pe son handel , dass sie in de
Lage is , eine Handlung auszu üh en, welche zu einem bes imm en Ziel üh (Gaspa d e al., 2019).
39
Mindse : «Die Mindse -Theo ie geh da on aus, dass Pe sonen […] en wede die Übe zeugung ha-
ben, dass ein Me kmal […] s abil (Fixed Mindse ) ode e ände ba (G ow h Mindse ) is » (ebd., S.
25). Pe sonen mi einem G ow h Mindse sind übe zeug , dass sie sich e besse n können und geben
dahe bei Fehle n ode Rückschlägen nich au , sonde n nehmen die He aus o de ung an (Gaspa d e
al., 2019).
Mo i e: «Pe sonen [emp inden] posi i e Emo ionen, wenn ih Mo i be iedig wi d. Un e Mo i wi d
ein zei s abiles Pe sonenme kmal e s anden, das die Neigung da s ell , bes imm e Themen posi i
ode nega i zu bewe en» (ebd., S. 26 .). Das Leis ungsmo i (S olz nach e eich em Leis ungsziel),
das Mach mo i (Bedü nis nach dem Ge ühl Powe zu haben) und das Anschlussmo i (Wunsch nach
Zugehö igkei ) gehö en zu den wich igs en Mo i en menschlichen Handelns (Gaspa d e al., 2019).
«Bei de Umse zung de Mo i a ion in a sächliche Handlungen spiel die Voli ion eine zen ale Rolle»
(ebd., S. 8). «Voli ionale Kon ollmechanismen hel en Pe sonen dabei, ih e Ziele zu e eichen, indem
kogni i e, mo i a ionale und emo ionale P ozesse ziel üh end egulie we den» (ebd.). Die Selbs e-
gula ionskompe enz is das en scheidende Me kmal de Voli ion (Gaspa d e al., 2019).
Alle in diesem Kapi el besch iebenen Fo men und Kons uk e on Mo i a ion sind Elemen e de emo i-
onalen und kogni i en E s eak ion. Die Selbs egula ionskompe enz (als en scheidendes Me kmal de
Voli ion) gehö in den Be eich de Zwei eak ion.
Objek i e Kompe enzen (welche lau Kuhl, Schwe und Solzbache (2014) «das Können des Wollens»
da s ellen) in Ve bindung mi Au onomiee leben (Au onomie als indi iduelle Selbs beziehung: Kapi el
2.3.2 Die Ane kennungs heo ie) haben einen en scheidenden Ein luss au das En s ehen on Selbs -
mo i a ion, welche als handlungsbahnende Ene gie (posi i e A ek ) be ach e we den kann (Kuhl,
2021). Sie agen also massgeblich zu gelingenden Umse zung on Absich en bei und sind somi
seh en scheidend ü das p o essionelle pädagogische Handeln.
2.4.10 Hal ung und Ge ech igkei
Die Ge ech igkei s o s ellung is eine wich ige G undlage ü das Fällen on En scheidungen und ü
das Handeln in pädagogischen All agssi ua ionen (Beh ensen, 2014). Sie is dahe ein zen ale Be-
s and eil de p o essionellen pädagogischen Hal ung on Leh pe sonen (ebd.). «In de […] En schei-
dung, wem eine Leh k a besonde e Au me ksamkei widme , komm das indi iduelle Ve s ändnis on
Ge ech igkei im eigenen Tun […] zum T agen» (ebd., S. 124). «Viel ach sind […] [Leh pe sonen] ge-
zwungen, […] schnell En scheidungen zu ällen. Dies un sie au de Basis ih e zug unde liegenden
Hal ung» (ebd.). Lau Beh ensen (2014) o ien ie en sich Leh pe sonen in ih em Be u sall ag an de
Beda s-, de Leis ungs- ode de Ve eilungsge ech igkei . Leh pe sonen, welche den «Schwächs en»
in ih e Klasse die meis e Au me ksamkei widmen, un dies au g und ih e O ien ie ung am P inzip de
Beda sge ech igkei (ebd.). Bei eine O ien ie ung am P inzip de Leis ungsge ech igkei wi d eine ak-
i e Mi a bei on den Schüle innen und Schüle n e wa e und de en Teilnahme an speziellen Fo de-
ungen wi d on de Leis ungse b ingung abhängig gemach (ebd.). Die Ve eilungsge ech igkei wi d
do wi ksam, wo Leh k ä e sich bemühen, allen Kinde n p inzipiell die gleiche Au me ksamkei
40
zukommen zu lassen (ebd.). Hie lassen sich zwei Typen un e scheiden: Bei dem e s en Typ üh die
in de Hal ung e anke e O ien ie ung zu de Übe zeugung, un e den gegebenen Bedingungen nich
allen ge ech we den zu können und de Ve such, es o zdem zu scha en zu Übe o de ung und eil-
weise auch zu Ve sagensge ühlen (ebd.). Bei dem zwei en Typ s eh die Ve eilungsge ech igkei ehe
als gleichbe ech ig es Ideal neben dem Ideal de Ane kennung de Ve schiedenhei de Le nenden
(ebd.). «Diese Ideale we den nich als Wide sp uch wah genommen, wenn es geling , eine au Eigen-
s ändigkei bauende Un e ich sges al ung zu e ablie en» (ebd., S. 125).
2.4.11 De ini ion «p o essionelle pädagogische Hal ung»
Eine p o essionelle Hal ung is ein hoch indi idualisie es […] Mus e on Eins ellungen, We en [und]
Übe zeugungen, das du ch einen au hen ischen Selbs bezug und objek i e Selbs kompe enzen zu-
s ande komm , die wie ein inne e Kompass die S abili ä , Nachhal igkei und Kon ex sensibili ä des U -
eilens und Handelns e möglich , sodass das En scheiden und Handeln eines Menschen eine sei s eine
hohe si ua ionsübe g ei ende Kohä enz und Nach ollziehba kei und ande e sei s eine hohe si ua ions-
spezi ische Sensibili ä […] au weis . Pädagogisch wi d die Hal ung du ch ih en Gegens andsbezug.
(Kuhl, Schwe & Solzbache , 2014, S. 107)
Hal ung wi d haup sächlich dadu ch bes imm , dass die p imä en Me kmale de Pe sönlichkei wie
Konzep e und Eins ellungen [Kapi el 2.4.1], in en ionale Zus ände [Kapi el 2.4.9] und Pe sonenme k-
male (Big Fi e) («E s eak ion») zusammen mi den Umwel bedingungen [Bildungssys em: Kapi el 2.1]
du ch die objek i en Selbs kompe enzen [Kapi el 2.4.7] so egulie we den («Zwei eak ion»), dass
ein u eilss a kes, kon ex sensibles und si ua ionsübe g ei end zusammenhängendes und nach oll-
ziehba es Handeln e möglich wi d (Kuhl e al., 2014). «Die subjek i en Meinungen, Übe zeugungen
und We o s ellungen [Kapi el 2.4.1] können zusä zlich zu den objek i en Selbs kompe enzen die
Hal ung und das Ve hal en beein lussen, sind abe o auch nu […] subjek i e Rep äsen a ionen sol-
che Kompe enzen, ohne dass sie imme einen kausalen Ein luss au das Ve hal en ausüben müssen
[Kon undie ung des Hal ungsbeg i s: Kapi el 2.4.5]» (ebd., S. 114). «Die S abili ä eine […] Hal ung
be uh […] au eine eno men O enhei ü alles, was […] ele an is . Ge ade diese inne e «F eihei »,
alles anzuschauen und zu be ücksich igen, was ü das En scheiden und Handeln wich ig is , e mög-
lich die S abili ä de En scheidung: De Mensch s eh mi seine «ganzen Pe son» […] hin e seine
En scheidung» (ebd., S. 115).
Nich jede Hal ung is auch eine «p o essionelle pädagogische Hal ung» (Kuhl e al., 2014). De hie
p äsen ie e Hal ungsbeg i is au die pädagogische P o ession [Kapi el 2.4.4] bezogen und weis so-
mi einen Gegens andsbezug au (ebd.). «[…] Die «p o essionelle pädagogische Hal ung» is au e -
was [«Viel al als Chance»] ge ich e » (ebd., S. 114). Wobei die Ge ech igkei s o s ellung ein zen ale
Bes and eil de p o essionellen pädagogischen Hal ung on Leh pe sonen is (Beh ensen, 2014) [Ka-
pi el 2.4.10].
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3 S and de Fo schung
Im Zuge de Reche chea bei zum S and de Fo schung wu den die Fachda enbanken de in e kan o-
nalen Hochschule ü die Suche nach bes ehenden S udien und Fo schungse gebnissen genu z . Um
zu e meiden, dass es bei de Reche che zu eine unübe schauba en Menge an T e e n komm , wel-
che hema isch zu wei on dem eigenen Fo schungs o haben en e n sind, wu den o ab ele an e
Suchbeg i e de inie . Pa allel dazu wu de beim Li e a u s udium mi dem sogenann en «Schneeball-
p inzip» gea bei e . So wu den im Li e a u e zeichnis on A ikeln und Büche n spannende wei e üh-
ende Quellen ma kie und im Anschluss da an geschau , ob und wie de in e essie ende A ikel ode
die in e essie ende S udie e häl lich is . Auch die Anwendung on In e ne suchmaschinen üh e zu
einigen Such e e n. Alle dings wu den bei diese A de Reche che o auch A ikel ge unden, welche
zu wenig gu mi Quellenangaben beleg wa en. Solche A ikel wu den allen alls als An egung ü die
wei e e Reche chea bei genu z . Insgesam wa es ech schwie ig Fo schungen zu inden, welche
dem eigenen Fo schungs o haben aus eichend ähnlich sind.
Folgendes kann au g und de E gebnisse de Reche chea bei zum S and de Fo schung es gehal en
we den: Im Be eich on Viel al (ode Inklusion und He e ogeni ä , welche un e ande em als al e na-
i e Suchbeg i e gewähl wu den, um die T e e quo e zu e höhen) im Zusammenhang mi Schule und
Un e ich , konn en haup sächlich S udien zu «Eins ellung» on Leh k ä en ge unden we den. Meis-
ens handel e es sich bei den Un e such en Pe sonen um Leh am ss udie ende. Zudem konn e eine
S udie ge unden we den, welche E hebungsins umen e zu E assung on Eins ellungen on Leh -
am ss udie enden in Bezug au he e ogene Le ng uppen un e such e (Me k, C ame , Dai, Bohl & Sy-
ing, 2018). Sy ing, Tillmann, Weiss und Kiel (2018) un e such en ausse dem den Zusammenhang
on Pe sonen- und He kun sme kmalen und de Eins ellung zu Inklusion, wobei sie zum E gebnis
kamen, das die die Eins ellung zu Inklusion ela i unabhängig on den e hobenen Me kmalen be-
sch ieben we den können.
Wei e e ge undenen S udien bezogen sich zum Kons uk Eins ellung und/ode Hal ung jeweils au ein
seh spezi isches Gebie des Un e ich shandelns on Leh pe sonen. So wu den beispielsweise in de
Sekundä analyse eine S udie zum Thema «Fö de ung du ch Beziehungso ien ie ung», die Un e -
schiede in den Eins ellungen on sacho ien ie en und beziehungso ien ie en Leh k ä en he ausge-
a bei e und da aus olgend die F age in den Raum ges ell , wie sich Eins ellungen zu Leh e -Schüle -
Beziehung eine Leh pe son au ih pädagogisches Handeln auswi ken (Solzbache , Schwe & Beh-
ensen, 2014). Die im Rahmen de Fo schungss elle Begabungs ö de ung du chge üh e S udie «Po-
si ionen on G undschulleh k ä en zu indi iduelle Fö de ung» konn e he ausge unden we den, dass
Homogenisie ung und Di e enzie ung wich ige Momen e eine Hal ung sind und einen wesen lichen
Ein luss da au haben, wie indi iduelle Fö de ung du ch einzelne Leh pe sonen e s anden und um-
gese z wi d (Schwe & Beh ensen, 2014). Schliesslich blieben in eine S udie zu den Eins ellungen zu
indi iduelle Fö de ung on in eg a i und nich -in eg a i a bei enden E ziehe innen die F agen o en,
inwie e n sich E ah ungen und die o indba en Rahmenbedingungen au Eins ellungen und zu-
g unde liegende Hal ungen auswi k (Beh ensen, Schwe , F iedbe ge & Kiso, 2014).
Schwe und Solzbache (2014) hal en in den Konsequenzen zu ih e heo e ischen und empi ischen
Annähe ung zum Thema Hal ung in Bezug au die P o essionalisie ungsdeba e es , dass « [sich] aus
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wobei geziel Tes s ellen aus den Da en e glichen we den (Schlach e , 2024). «Cha ak e is ische E -
gebnisse de A bei sphase des Axialen Kodie ens sind Diag amme, in denen hypo he ische Modell-
s uk u en isualisie und anspa en gemach we den, sowie […] Memos [siehe un en, Kapi el 5.2.5],
die sich au Kodie -E gebnisse, au heo e ische S uk u übe legungen, au Vo gehensplanung, heo-
e isches Sampling, au Ideen zu Themen okussie ung u.a. beziehen» (B eue e al., 2019, S. 282).
Selek i es Kodie en
«De P ozess des selek i en Kodie ens in eg ie die im Vo eld gewonnenen Ka ego ien zu eine
G ounded Theo y [eine da enbeg ünde en Theo ie als Ziel des Fo schungsp ozesses]» (Hube &
Lehmann, 2016, S. 254). Lau Hube und Lehmann (2016) un e scheide sich diese In eg a ionssch i
inso e n om axialen Kodie en, als das de Fokus des Kodie o gangs nun au eine Ke nka ego ie
lieg und nu noch diejenigen Konzep e und Ka ego ien, welche einen Bezug zu diese Schlüsselka e-
go ie haben, on In e esse sind. Beim selek i en Kodie en geh es da um «das zen ale Phänomen zu
inden und somi die Ke nka ego ie zu bes immen sowie die Zusammenhänge zu den wei e en Ka e-
go ien auszua bei en» (Schlach e , 2024, S. 117). Wie beim axialen Kodie en we den auch in diesem
Kodie sch i die Dimensionen und de en Eigenscha en besch ieben und die Ve bindung zu den an-
de en Ka ego ien (Kodie pa adigma) he ges ell und es wi d nach Mus e n gesuch (Schlach e , 2014).
«Au G undlage des Kodie pa adigmas und de Auswe ungs- und Theo iememos wi d schliesslich
e such , eine wide sp uchs eie, in sich logische Theo ie zu o mulie en» (ebd., S. 118). Hie ü soll
«eine de aillie e und analy ische Geschich e zu de Ke nka ego ie e zähl we den, in de die e schie-
denen Aspek e des Kodie pa adigmas sowie die ge undenen Mus e Pla z inden» (ebd.). «Bei diesem
Vo gang können Lücken in de A gumen a ion au auchen, die en wede du ch wei e e Phasen des
o enen und axialen Kodie ens ode du ch die E hebung on wei e em Ma e ial geschlossen we den
können. Le z endlich läss sich die gene ie e Theo ie ohne A gumen a ionslücken e zählen» (ebd.).
5.2.5 Memos und Diag amme
Wie be ei s wei e oben e wähn wu de, sind Diag amme (als Visualisie ungs o m on hypo he ischen
Modells uk u en) und Memos wich ige We kzeuge und Da s ellungs o men in den e schiedenen Ko-
die phasen (B eue e al., 2019). Im Folgenden wi d dahe noch genaue au die Bedeu ung Memos
sowie au die beiden Handlungsmodelle «Kodie pa adigma» und «Bedingungsma ix» eingegangen.
Memos
«De ganze P ozess des Kodie ens wi d beglei e du ch so genann e Memos» (Hube & Lehmann,
2016, S. 254). «Das Ve assen on Memos hil den Fo schenden Zusammenhänge zu e kennen, in-
dem sie sich […] on den Da en dis anzie en und bewuss eine analy ische Pe spek i e einnehmen»
(ebd.). Es gib lau Schlach e (2024) ie e schiedene Fo men on Memos: Planungsmemos (Doku-
men a ion on geplan en und du chge üh en Fo schungsak i i ä en), Me hodenmemos (E läu e ung
de Auswe ungss a egie und Dokumen a ion on En scheidungen im E hebungs- und Auswe ungs-
e lau ), Auswe ungs- und Theo iememos (Gedanken und Ideen zu Konzep en sowie de en Ve bin-
dung zueinande ) sowie Kodeno izen (Besch eibung on Kodes). «Das Sch eiben de Memos un e -
scheide sich in den e schiedenen Phasen des Kodie ens […]» (Schlach e , 2024, S. 114). Beim
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o enen Kodie en is es wich ig, dass zu allen Kodes Kodeno izen e s ell und Übe legungen (z. B. wie
die Kodes zusammenhängen und welche Eigenscha en ode Dimensionen sie besi zen) es gehal en
we den (Schlach e , 2024). «Das Vo gehen beim axialen Kodie en wi d in Auswe ungs- und Theo ie-
memos dokumen ie , um die In e p e a ionslinien nach ollziehba da legen zu können und den Einbe-
zug on pe sönlichem Vo wissen zu e lek ie en» (ebd., S. 114). Dabei is es üblich, Diag amme, wie
z.B. das Kodie pa adigma, in die Memos zu in eg ie en, um die e mu e en Ve bindungen zu isuali-
sie en (Schlach e , 2024).
Das Kodie pa adigma
Das Kodie pa adigma wi d als S uk u ie ungshil e de en s ehenden Theo ie, speziell im Kon ex des
axialen Kodie ens eingeb ach (B eue e al., 2019). Es is «ein wich iges We kzeug, um Da en sys e-
ma isch mi einande zu e binden» (Schlach e , 2024, S. 112) und «[…] dien dazu, Beziehungen zwi-
schen einem Phänomen, seinen U sachen und Konsequenzen, seinem Kon ex und den […] e wen-
de en S a egien zu e deu lichen (Flick, 2025, S. 394). «Die in de jeweiligen Ka ego ie en hal enen
Konzep e können ü die [eine] Ka ego ie zum Phänomen we den, ü ande e Ka ego ien dagegen
zum Kon ex ode zu Bedingungen, ü wiede ande e zu Konsequenz» (ebd.). Das Kodie pa adigma
benenn mögliche Beziehungen zwischen Phänomenen und Konzep en und hil so eine O dnung zwi-
schen diesen he zus ellen (Flick, 2025).
Neben dem Phänomen, den S a egien und den Konsequenzen we den auch noch die u sächlichen
und die in e enie enden Bedingungen, sowie de Kon ex im Kodie pa adigma da ges ell (Schlach-
e , 2024). «Bei den u sächlichen Bedingungen geh es um die Dinge, die zum Au e en ode de En -
wicklung des Phänomens üh en. Die in e enie enden Bedingungen s ellen den g öße en s uk u el-
len Kon ex da , du ch den die Handlungs- ode In e ak ionss a egien en wede eingesch änk ode
e leich e we den […]» (ebd., S. 112). «Die in e enie enden Bedingungen sind besonde s bedeu -
sam, da sie e klä en, wa um eine Pe son bes imm e E gebnisse e eich ode bes imm e S a egien
wähl , wäh end eine ande e Pe son das nich u […]» (ebd.). «De Kon ex kann im Sinne on S auss
und Co bin […] als Ano dnung on Eigenscha en des Phänomens gesehen we den, die in e schie-
denen Kombina ionen au e en und au diese Weise bes imm e Mus e bilden, welche wiede um mi
bes imm en S a egien zusammenhängen» (ebd.).
Abbildung 7: Kodie pa adigma (Co bin & S auss, 1996, modi izie du ch Hube & Lehmann, 2016, S. 253)
50
«Des Wei e en kann du ch das Kodie pa adigma die P ozessha igkei des Phänomens he ausgea -
bei e we den» (ebd., S. 113). «[…] Fü S auss und Co bin sind P ozesse ein wesen liche Bes and eil
eine G ounded Theo y. E s du ch P ozesse komme Leben in die Da en und aus eine s a ischen
G ounded Theo y wü de eine dynamische» (ebd.). Mi P ozessen sind «Sequenzen on S a egien
[gemein ], bei denen sich du ch die Anwendung eine S a egie die Ausges al ung des Kon ex s ode
de in e enie enden Bedingungen e ände , sodass ande e S a egien möglich ode nö ig we den
und somi auch ande e Konsequenzen olgen» (ebd.).
5.2.6 Gü e k i e ien de G ounded Theo y
«Gü ek i e ien dienen de P ü ung de Quali ä on Fo schungse gebnissen» (S übing, 2021, zi ie
nach Schlach e , 2024, S. 118). Wo in de quan i a i en Fo schung es e Gü ek i e ien o handen sind
(Reliabili ä , Validi ä und Objek i i ä ), wi d ü die quali a i e Fo schung disku ie , inwiewei sich diese
Gü ek i e ien übe agen lassen (Schlach e , 2024). «Sei Mi e de 1980e Jah e lassen sich e -
schieden lich Ve suche es s ellen, al e na i e K i e ien ü die Beu eilung quali a i e Fo schung zu
en wickeln» (Flick, 2025, S. 500).
Fü die G ounded Theo y als quali a i e Fo schungsme hode is bei Flick (2025) olgendes zu inden:
«Zen alen S ellenwe e häl […] die F age, ob die E gebnisse und die Theo ie in den empi ischen
Da en und Zusammenhängen beg ünde sind – ob es sich dami um eine gegens andsbeg ünde e
Theo ie(-bildung) handel ode nich » (S. 503). Zu Bean wo ung de F age nach de empi ischen
G undlage on E gebnissen und Theo ien o mulie en Co bin und S auss olgende K i e ien (Flick,
2025):
1. «We den Beg i e he o geb ach ?
2. Sind die Konzep e sys ema isch au einande bezogen?
3. Gib es beg i liche Ve knüp ungen […]? Haben die Ka ego ien eine konzep uelle Dich e?
4. Is eine g osse Va ia ionsb ei e in de Theo ie en hal en?
5. Sind die wei e en Bedingungen, die das un e such e Phänomen beein lussen, in seine E klä-
ung eingebau ?
6. Wu de <P ozess> be ücksich ig ?
7. E scheinen die heo e ischen E kenn nisse bedeu sam und in welchem Mass?» (Co bin und
S auss, 1990, zi ie nach Flick, 2025, S. 503 .)
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6 Dokumen a ion des Fo schungs o gehens
Nachdem in Kapi el 5 de me hodologische Bezugs ahmen du ch die de aillie e Besch eibung de
G ounded Theo y-Me hode gescha en wu de, wi d in diesem Kapi el nun die konk e e Umse zung
des Fo schungs o gehens im Rahmen diese Fo schungsa bei geschilde . Wie be ei s es gehal en
wu de, pendel man in de gewähl en Fo schungsme hode «zwischen den e schiedenen Ve ah en
hin und he , was es le z lich nich leich mach , den Analysep ozess so zu dokumen ie en, dass e ü
ande e Fo schende nach ollziehba is » (Hube & Lehmann, 2016, S. 251). Diese He aus o de ung
wi d an de S elle angenommen und es wi d e such das Fo schungs o gehen so zu p äsen ie en,
dass es ü die Lese in und den Lese nach ollziehba is , wie die Fo schungse gebnisse aus de an-
schliessenden E gebnisda s ellung in Kapi el 7 zus ande gekommen sind.
6.1 Da ene hebung
«Es gib eine Vielzahl mögliche Va ian en, Da en zu sammeln […]» (B eue e al., 2019, S. 163). Au
jeden Fall muss ein Zugang zum Fo schungs eld gescha en we den. «De on den Feldmi gliede n
be ei s ges al e e und on de […] [ o schenden Pe son] passend zu […] [ih em Anliegen] zu ges al-
ende In e ak ions aum s ell eine Bedingungsg öße ü die in e pe sonale Fo schungsbeziehung da
[…]» (ebd., S. 119). Im Kon ak mi dem Fo schungs eld sind Ve auen und O enhei seh wich ig
(B eue e al., 2019). Solche Beziehungsquali ä en sind nich on o nhe ein gegeben (ebd.). «Fo -
schende müssen [dahe ] soziale Sensibili ä und In e ak ionskompe enzen besi zen, um hemen- und
eldangemessene Zugänge zu en wickeln und Kon ak e zu p legen» (ebd., S. 220). Zudem b auch es
lau B eue e al. (2019) ein Bewuss sein da ü , dass man als o schende Pe son selbs Eigenscha en
mi ins Feld b ing , welche eine Auswi kung au die Beziehung und die Kommunika ionshandlungen
mi den Be o sch en haben und dass man au g und seine «Pe son- und Sozialisa ions-Cha ak e is ik
emp änglich ode unemp änglich ü Bo scha en [is ], die […] in diesem In e ak ions- und Beziehungs-
Raum – e bal und non e bal – e mi el we den» (ebd., S. 220). Als Fo schende Pe son is man P o-
duzen in ode P oduzen « on Lesa en (Au assungsweisen, In e p e a ionen) de […] he o geb ach-
en (Feld-) Da en» (ebd.). Mi dem Bewuss sein des eigenen Ein lusses und de Subjek i i ä de pe -
sönlichen Wah nehmung wu de, au g und de Besch eibung des in e essie enden Un e suchungsbe-
eiches (dem Umgang mi und das E leben on Viel al du ch Leh pe sonen) und des be ei s bes e-
henden heo e ischen Vo wissens, die e s e S ichp obe bes imm .
6.1.1 Theo e isches Sampling
Da «das E leben on und de Umgang mi Viel al » eine Leh pe son nich so ein ach bes immba is ,
wie beispielsweise ih Al e , ih Geschlech ode ih e Be u se ah ung, schien es ü den Eins ig ins
Fo schungs eld sinn oll, Leh pe sonen aus dem pe sönlichen Um eld als Un e suchungspe sonen zu
wählen, da eine e s e (subjek i e) Idee, in Bezug au ih E leben on und ih en Umgang mi Viel al ,
o handen is .
52
Fü die e s e S ichp obe wu de eine Leh pe son gesuch , welche de Viel al posi i und o en gegen-
übe s eh . Es wu den Namen on Leh pe sonen no ie , welche, au g und pe sönliche Beobach un-
gen und Ve mu ungen, diesem K i e ium am meis en en sp echen. Die de ini i e Wahl ü die e s e
Un e suchungspe son iel jedoch ech spon an, als eine de Fo sche in bishe unbekann e Leh pe -
son in einem Gesp äch (sinngemäss) olgende Aussage mach e: «In de heu igen Zei , in de es so
iele Un e ich sma e ialien gib , kann ich die Aussage, dass He e ogeni ä eine Übe o de ung is ,
nich meh e s ehen». Au die An age pe Mail, ob sie sich o s ellen könne, Kandida in ü das ge-
plan e Fo schungsp ojek zu sein sag e sie zu und wa ge ne be ei als «Be o sch e» eine Un e s ü -
zung ü das Fo schungs o haben zu leis en.
Angaben zu Pe son: Die e s e Kandida in is eine weibliche Leh pe son mi le en Al e s, welche übe
einige Be u se ah ung e üg , selbs Mu e is und ak uell in einem Teilpensum eine 6. Klasse in ei-
ne Kleins ad un e ich e . Neben ih e Un e ich s ä igkei übe nimm sie zudem auch die S ü z- und
Fö de lek ionen diese Klasse.
Im Zen um de geplan en Da ene hebung (im Rahmen dieses e s en Feldzugangs) s and das Füh en
eines In e iews mi de Leh pe son. Du ch die E hebung on Beobach ungsda en soll e zudem ein
b ei e e Zugang zum Un e suchungsgegens and gescha en we den. Lau Roos und Leu wyle (2022)
können Da ene hebungs e ah en mi einande kombinie we den (Me hoden iangula ion). Bei de
Me hoden iangula ion wi d das gleiche Phänomen mi un e schiedlichen Me hoden e ass (ebd.). So
sollen die Schwächen de einen Me hode du ch den Einsa z eine ande en, die do besonde e S ä -
ken ha , kompensie we den (ebd.). Das Anwenden diese Me hoden iangula ion schien ü das Fo -
schungs o gehen sinn oll. Im Sinne de T iangula ion wu de in de e s en Phase de Da ene hebung
olglich ein In e iew ge üh und es wu den zwei Te mine ü Feldbeobach ungen abgemach .
Die zwei e S ichp obe wu de nach eine e s en Auswe ungsphase de e hobenen Da en aus dem e s-
en Feldzugang es geleg . Au g und on he ausgea bei e en Pe sönlichkei sme kmalen de e s en
Un e suchungspa ne in wu de (im Sinne eines minimalen Kon as es) als zwei e Un e suchungskan-
dida in eine Leh pe son on de e s ell en Lis e gewähl . Diese Leh pe son is de Fo sche in, du ch
die Ans ellung am gleichen A bei so , be ei s ech gu bekann . Au g und de subjek i en Annahme,
dass diese Leh pe son ähnliche Pe sönlichkei sme kmale au weis und de Viel al eben alls ech o -
en gegenübe s eh , wu de sie als zwei e Kandida in ü das Fo schungs o haben ange ag . Sie
schien sich seh übe die An age zu Fo schungs eilnahme ge eu zu haben und e klä e sich seh
ge ne zu einem In e iew be ei . Zudem äusse e sie sich posi i übe die geplan e o ene Fo m des
In e iews.
Angaben zu Pe son: Die zwei e Kandida in is eben alls eine weibliche Leh pe son mi le en Al e s,
welche übe einige Be u se ah ung e üg . Sie a bei e in einem Vollpensum an eine Sekunda -
schule aus eine ländlichen Gemeinde.
Da au g und eine Hospi a ion be ei s schon dokumen ie e ( eie) Un e ich sbeobach ungen o han-
den wa en, wu de ü den zwei en Feldzugang en schieden, dass mi de zwei en Leh pe son nu ein
In e iewgesp äch du chge üh wi d.
53
6.1.2 Un e ich sbeobach ung
Fü die Un e ich sbeobach ung im Rahmen des e s en Feldzugangs wu de eine o ene, nich -s anda -
disie e und nich - eilnehmende Beobach ungs o m gewähl , wobei das Beobach ungsschema o ene
Ka ego ien ode F agen en hiel , welche Anweisungen gaben, wo au wäh end de Beobach ung zu
ach en is (Roos & Leu wyle , 2022). Die Beobach ungen wu den in einem Fo schungshe no ie .
Wäh end und nach den Beobach ungssequenzen wu den au auchende wei e üh ende Ideen und
Übe legungen neben den en sp echenden Beobach ungsno izen sch i lich es gehal en.
6.1.3 In e iew
Die Wahl de In e iew o m e gib sich lau Wal e -Klose (2015) aus de Fo schungs age, dem ge-
wähl en Fo schungszugang sowie den Besonde hei en de In e iewme hoden.
Nach den Un e ich sbesuchen im e s en Fo schungs eld wu de au g und de No izen und des Fo -
schungsanliegens übe leg , welche In e iew o m am geeigne s en is , um einen möglichs gu en Zu-
gang zu dem in e essie enden Phänomen zu e langen. Nach e s en Übe legungen kamen ein «Fo-
kussie es In e iew», ein «P oblemzen ie es In e iew» sowie ein «Na a i es In e iew» in F age,
da alle diese In e iew o men eine gewisse O enhei ü das Au auchen neue Ideen und Ansä ze bie-
en. Au g und de be ei s es ges ell en Ta sache, dass die Leh pe son seh gu in de Lage is , o en
und aus üh lich zu be ich en und au g und de gewähl en Fo schungsme hode wu de eine o ene bis
eils uk u ie e Fo m des In e iews an isie . Da bei de Analyse de dokumen ie en Beobach ungs-
und Gesp ächssequenzen Phänomene au ge auch sind, welche die Fo sche in genaue au den
G und gehen woll e, iel die En scheidung au eine o ene bis eils uk u ie e Fo m des «Fokussie en
In e iews».
Das okussie e In e iew s ell eine Mischung aus Beobach ung und quali a i em In e iew da und
nu z ein gemeinsames E lebnis als Au ak in das Gesp äch (ebd.). In einem halbs uk u ie en In e -
iew we den Themen no ie , die angesp ochen we den sollen (ebd.). Die genaue Fo mulie ung und
die Reihen olge sind jedoch nich o gegeben (ebd.). So wu den im Vo eld E eignisse aus den Be-
obach ungssequenzen, sowie Themen, welche au g und de bishe igen Auseinande se zung mi de
Theo ie eine Rele anz zu haben scheinen, no ie . Es wu de ein Au ak ins Gesp äch bes imm , je-
doch bewuss keine Reihen olge de möglichen F agen es geleg . Zudem wa die Übe legung, dass
nich alle F agen ges ell we den müssen und somi die F eihei bes eh , den Aussagen de in e iew-
en Pe son Raum zu geben und au diese einzugehen, seh zen al.
Auch bei de zwei en Leh pe son bo sich diese In e iew o m an. Es wu den auch hie gemeinsame
E lebnisse als Au ak in das Gesp äch no ie . Die Lis e de möglichen F agen wu de, au g und de
gewonnenen E kenn nisse aus dem o gesch i enen Li e a u s udium und de bishe igen Da enana-
lyse, jedoch leich angepass .
6.1.4 Du ch üh ung de In e iews
Beide In e iews anden an einem Nachmi ag in den Räumlichkei en des besuch en Schulhauses
s a und daue en e was meh als 50 Minu en. Es wu de da au geach e , dass die
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In e iewgesp äche wei es gehend s ö ungs ei du chge üh we den können. Von den In e iews
wu de eine Audioau nahme gemach . Die in e iew en Leh pe sonen konn en seh o en und ausgie-
big übe ih e E lebnisse, ih e Wah nehmungen und ih e Übe legungen be ich en und übe nahmen so
einen g ossen Teil de Sp echzei . Die In e iewe in übe nahm die Rolle de ak i en Zuhö e in (B eue
e al., 2019). Vo allem beim e s en In e iew beme k e die In e iewe in an einigen S ellen das Au au-
chen on zen alen Phänomenen und konn e du ch spon anes und geziel es Nach agen die en sp e-
chenden Aussagen du ch die in e iew e Leh pe son wei e e ie en und di e enzie en lassen.
Zum Schluss wu de den Gesp ächspa ne innen jeweils die Gelegenhei einge äum , übe Dinge zu
sp echen, die noch nich behandel wu den. Dieses Angebo wu de on de zwei en In e iewpa ne in
genu z , um übe ein Anliegen zu be ich en, welches sie beschä ig ha .
6.2 Da enau be ei ung
Dami die Da en, welche im Fo schungs eld gewonnen wu den, analysie we den können, müssen sie
in eine sch i liche Fo m geb ach we den.
6.2.1 T ansk ip ion de In e iews
«Fü eine sys ema ische Auswe ung de In e iewda en müssen die An wo en e sch i lich we den.
E s du ch diese sogenann e T ansk ip ion, die Übe agung des gesam en In e iews in eine sch i li-
che Fo m, we den die mündlichen Da en ü die sys ema ische Da enanalyse g ei ba » (Roos & Leu -
wyle , 2022, S. 262). «Die Ve sch i lichung des In e iews kann e schiedene Genauigkei sg ade ha-
ben» (ebd.). Wie genau ein In e iew ansk ibie wi d, häng on dem E kenn nisin e esse und den
geplan en Auswe ungsme hoden ab (Roos & Leu wyle , 2022). «Sind Auswe ungs e ah en geplan ,
die s a k in e p e a i e olgen und au S uk u en und Phänomene jensei s des wö lichen Sinngehal s
einzelne Aussagen zielen, müssen wö liche T ansk ip e mi wei e en Angaben e gänz we den»
(ebd., S. 263). Fü die T ansk ip ion de ge üh en In e iews wu de dahe das T ansk ip ionssys em
«TiQ» («Talk in Quali a i e Social Resea ch») gewähl , da es sich lau P zybo ski und Wohl ab-Sah
(2021) ü die meis en E kenn nisin e essen, die mi ekons uk i en Me hoden bedien we den, seh
gu bewäh ha . Da die In e iews au Schweize deu sch ge üh wu den und iele In e iews ellen ge-
ade du ch die Dialek sp ache cha ak e is isch sind, wu de das In e iew im Schweize Dialek
ansk ibie . Dies ha e auch den Vo eil, dass einige «In- i o-Kodes» aus Deu schschweize Schulen
en deck we den konn en.
6.2.2 Beobach ungsp o okoll
Wie be ei s angedeu e , wu den die Beobach ungen wäh end de Beobach ungssequenz in einem
Fo schungshe sch i lich es gehal en und au auchende wei e üh ende Ideen und Übe legungen so-
wie mögliche e s e In e p e a ionen des Beobach e en neben den en sp echenden Beobach ungsno i-
zen au ge üh . Au den Einsa z on Video- und Audioau nahmege ä en wu de e zich e . Im An-
schluss an die Feldbeobach ungen and eine elek onische Au be ei ung de Da en s a .
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6.3 Da enanalyse
Da de gesam e Analysep ozess in Papie o m s a ge unden ha und das Resul a in Fo m eines gu
so ie en Papie s apels mi e schiedens en Dokumen en o lieg (z.B. das a blich bea bei e e T an-
sk ip , die ged uck en Theo iebezüge sowie die Papie blä e mi Kodes, Ka ego ien, Kodeno izen,
Que e weisen und Memos), wu de de Au wand be ieben, die Analysea bei in eine digi ale Fo m zu
b ingen, dami ein besse e Einblick in den Analysep ozess gewäh we den kann. Die digi ale Au be-
ei ung is als Dokumen im Anhang («Digi ale Dokumen a ion des Analysep ozesses») zu inden.
Im Folgenden wi d de P ozess de Da enanalyse wiede gegeben.
6.3.1 Eins ieg in den Analysep ozess
Nachdem das e s e In e iew ge üh und ansk ibie wa , wu de mi dem o enen Kodie en begon-
nen. Fü den Eins ieg in das o ene Kodie en wu de nach eine Tex passage gesuch , in de en wede
das un e such e Phänomen au auch ode eine I i a ion ausgelös wi d, um do mi de Kodie a bei
zu beginnen. Mi einem S i wu de die Tex passage in klein eilige Da ensegmen en e (Sinneinhei en)
un e eil , welche meis nu wenige Wo e ode Sa z eile en hiel en. Die Sa z eile wu den mi Numme n
e sehen und es wu de au einem sepa a en Bla zu jede Numme ein Kode ü den gekennzeichne-
en Tex eil no ie . Nach dem Kodie en diese e s en Tex passage wu de zum An ang des T ansk ip s
gewechsel . In de wei e en Folge wu den im ganzen T ansk ip die Da en au geb ochen, un e such
und mi einem Kode e sehen. Je nach In e essan hei und Rele anz de o liegenden Tex passage
(in Bezug au die F ages ellung) wu de kleinglied ige o gegangen ode sie wu den in g össe en
Sinneinhei en be ach e . Teilweise wu den ganze Tex eile bei de Kodie ung übe gangen, da sie
keine ü das Fo schungsin e esse wich igen E kenn nisse e sp achen. Beim Kodie en wu den Kodes
en wede ei en wickel , «In- i o-Kodes» e geben, ode gebo gene Kodes benu z.
In einem zwei en Analysedu chgang wu den diejenigen Kodes, in welchen das un e such e Phänomen
au auch e ode welche eine I i a ion auslös en, mi einem Leuch s i ma kie . Diese Kodes wu den
in de Folge genaue un e such und es wu den No izen zu dem Un e suchungsp ozess und zu den
Kodes gemach . Zu besse en Vo s ellung sind im Anhang diese A bei de Scan eines A bei sbla es
aus diesem «nich digi alen» A bei ssch i und de Scan eine bea bei e en T ansk ip -Sei e zu inden.
6.3.2 O enes, axiales und selek i es Kodie en
Im Rahmen des axialen Kodie ens wu den die en deck en und ma kie en Phänomene mi hil e des
Kodie pa adigmas genaue un e such . Hie ü wu de die Da s ellung des Kodie pa adigmas on
B eue e al. (2016) (Abb. 7) angewende . Es wu de nach den U sachen des Phänomens ge ag und
es wu de un e such , in welchen Kon ex das Phänomen eingebe e is , welche S a egien im Umgang
mi dem Phänomen zu Anwendung kommen und was die Konsequenzen da on sind (Hube & Leh-
mann, 2016). In de Anwendung de genann en Da s ellung des Kodie pa adigmas konn e imme wie-
de es ges ell we den, dass beispielsweise eine Konsequenz in de wei e en Folge eine u sächliche
Bedingung sein kann ode abe sie schien i gendwie mi dem Phänomen in Wechselwi kung zu s e-
hen. Folgendes Memo wu de in diesem Zusammenhang e s ell :
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«Ich habe mi den le z en d ei Kodes anhand des Kodie pa adigmas e such he auszu inden, was ge-
nau als U sache, als Phänomen, als S a egie und als Konsequenz eingeo dne we den kann (was be-
ding was und wi d wodu ch ausgelös ). Es schein sich um eine Posi i spi ale zu handeln, um eine Dy-
namik, welche sich anhand de linea en U sache – Phänomen – S a egie – Konsequenz – Da s ellung
nich da s ellen läss . Das Kodie pa adigma muss e wei e we den ode es b auch eine ande e Fo m
de Da s ellung».
Au g und dieses «Da s ellungsp oblems» wu de nach eine al e na i en Da s ellungs o m des Kodie -
pa adigmas gesuch . Bei de Reche che wu de die Fo schungsa bei on Schlach e (2024) zum
Thema «Di e enze leben als Balanceak » ge unden, in welche eben alls mi de G ounded Theo y-
Me hode gea bei e wu de. Thema isch wa die Fo schungsa bei zwa unin e essan , abe die on
Sab ina Schlach e e s ell e Da s ellungs o m des Kodie pa adigmas wa eine Inspi a ion ü die Lö-
sung des bes ehenden P oblems. In Anlehnung an die Da s ellung on Schlach e wu de eine eigene
Da s ellungs o m des Kodie pa adigmas ange e ig , mi dessen Hil e en deck e Phänomene nun bes-
se un e such we den konn en.
Im Folgenden wi d die E s ellung des Kodie pa adigmas (Abb. 8) anhand des Kodes «Vo ausschau-
endes Handeln, s a F us beim eak i en Handeln» beispielha au gezeig . De Auszug aus de digi-
alen Dokumen a ion des Analysep ozesses (Tabelle 1)
Tabelle 1: Auszug aus de digi alen Dokumen a ion des Analysep ozesses
Kode 17
Vo ausschauendes Handeln, s a F us beim eak i en Handeln
In e iew-
ausschni
«[…] und dänn leisch ich (.) mega gä n da Meh u wand i dä Vo be ei ig, (1) da ü
isch äs (.) bim Scha ä (.) o al en spann ; (1) ode o o al en spann . (1) well ich
wie o he mi dä U wand gmach han zum äbä […]» (Zeile 76-78)
«[…] ich han ei ach nöd gä n dä S ess dänn wäh end äm Scha ä. (1) also ich wö
nöd e sch wäh end äm Scha ä me kä, (1) @huh Misch @ (1) do (.) isch d ü Vie el
(1) ü d ü Vie el b ing je z das Züg ga nü . […]» (Zeile 84-87)
Kodeno iz
Vo ausschauendes Handeln bedeu e zwa in einem e s en Sch i einen zei lichen
Meh au wand und den Einsa z on Ene gie. Als Resul a dieses Engagemen s kann
da ü seh iel Ene gie eingespa we den (kein E leben on F us und S ess), da
nich au Uns immigkei en eagie we den muss. Du ch die Zu iedenhei und die
F eude bei de E eichung de Ziel o s ellung kann soga wiede Ene gie gene ie
we den (wie sich im In e iew e lau be ei s gezeig ha ).
Die Rechnung (Au wand und E ag des Meh au wandes bei de Vo be ei ung) geh
also au . Die Leh pe son muss keinen Ene gie e lus e buchen. Im bes en Fall e -
ziel sie bei diesem «p o essionellen pädagogischen Handeln» soga einen Ene gie-
gewinn.
Ka ego ie
Kompe enz (-> Selbs bes immung)
Memo
Auch hie schein es sich um einen dynamischen P ozess zu handeln:
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U sache: Kinde können nich am Un e ich pa izipie en – Phänomen: S ess im Un-
e ich , da die Si ua ion nich den Ziel o s ellungen de Leh pe son en sp ich – S a-
egie: Vo ausschauendes Handeln -> Meh au wand bei de Vo be ei ung (was mög-
lich is , du ch das Vo handensein de benö ig en Kompe enzen) – Konsequenz: Ziel-
o s ellung kann e eich we den -> dies ha einen E ek au die gewähl e S a egie
-> S a egie wi d wiede hol
Die so en s ehende E ah ung de Selbs wi ksamkei und de Selbs bes immung (in-
olge des Vo handenseins de benö ig en objek i en Kompe enzen) haben einen Ein-
luss au die Mo i a ion, welche wiede um dazu bei äg , dass de «Meh au wand»
be ieben wi d. Die Kompe enzen können als «in e enie ende Bedingungen» gese-
hen we den.
Die Bezugs heo ien aus Kapi el 2.4.7 (Objek i e Selbs kompe enz) und 2.4.8 (Mo i a-
ion und Voli ion) un e maue n dies.
Die E s ellung des Kodie pa adigmas wu de beglei e du ch das Hinzuziehen und Ve knüp en on Be-
zugs heo ien. Ausse dem wu den du ch das kon inuie liche Ve gleichen mi wei e en in den Da en en -
deck en Phänomenen o lau end Ände ungen o genommen ode E gänzungen gemach , wenn dies
nö ig wa . So wu de das Kodie pa adigma so lange wei e angepass und ausdi e enzie , bis
schliesslich keine Uns immigkei en meh au a en.
Du ch den s ändigen Ve gleich de bes ehenden Da en und dem He anziehen und Gene ie en on
wei e en Da en (Scha ung on Theo iebezügen und In e iew aus dem zwei em Feldzugang) wu den
die bes ehenden ( o läu igen) E kenn nisse und Theo ien du ch die neuen E kenn nisse e gänz , e -
wei e ode ela i ie und es wu den imme wiede neue Ve mu ungen und Thesen au ges ell .
All dies wu de in Fo m on Memos dokumen ie .
Abbildung 8: Kodie pa adigma Ausschni (eigene Da s ellung in Anlehnung an Schlach e , 2024
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Umgang mi Fehle n
«[…] und i=ha=da (.) so s a ch g undä, (.) dass=so än (.) jungä Ma:, (3) jo: (2) das dä da so gsei hä ;
(.) und und mi ech gäh hä ; (1) dänn au @im Nochhinein@ (1) ä:hm (2) jo (.) d um ind=ich ebä das
äs Zeichä o S ä chi °wä=me da cha=so (.) zu sinä (1) zu sinä° (1) aso isch jo nöd än (.) Fehle ; […]»
(Zeile 674-678)
Die Leh pe son ha ih en damaligen Leh e beim Einges ehen seines Fehle s als s a k e leb , was bei
ih ein bewunde ndes Ge ühl hin e lassen ha . Die Bewunde ung on S ä ke beim Einges ehen on
Fehle n ha e einen g ossen Ein luss au die heu ige Hal ung, dass «zu Fehle n s ehen» eine «S ä ke»
is . Ein p ägendes E lebnis in de Biog a ie eine Leh pe son kann als die kün ige Hal ung s a k beein-
lussen.
E kenn nis 7: Selbs wi ksamkei und Selbs bes immung als mo i ie ende E ek
Vo ausschauendes Handeln, s a F us beim eak i en Handeln
«[…] und dänn leisch ich (.) mega gä n da Meh u wand i dä Vo be ei ig, (1) da ü isch äs (.) bim
Scha ä (.) o al en spann ; (1) ode o o al en spann . (1) well ich wie o he mi dä U wand gmach
han zum äbä […]» (Zeile 76-78)
«[…] ich han ei ach nöd gä n dä S ess dänn wäh end äm Scha ä. (1) also ich wö nöd e sch wäh-
end äm Scha ä me kä, (1) @huh Misch @ (1) do (.) isch d ü Vie el (1) ü d ü Vie el b ing je z das
Züg ga nü . […]» (Zeile 84-87)
Vo ausschauendes Handeln bedeu e zwa in einem e s en Sch i einen zei lichen Meh au wand und
den Einsa z on Ene gie. Als Resul a dieses Engagemen s kann da ü seh iel Ene gie eingespa
we den (kein E leben on F us und S ess), da nich au Uns immigkei en eagie we den muss.
Du ch die Zu iedenhei und die F eude bei de E eichung de Ziel o s ellung kann soga wiede
Ene gie gene ie we den (wie sich im In e iew e lau gezeig ha ).
Die Rechnung (Au wand und E ag des Meh au wandes bei de Vo be ei ung) geh also au . Die
Leh pe son muss keinen Ene gie e lus e buchen. Im bes en Fall e ziel sie bei diesem «p o essio-
nellen pädagogischen Handeln» soga einen Ene giegewinn.
Die Auseinande se zung mi diesem Phänomen ha massgeblich zu En wicklung des Kodie pa adig-
mas (Abb. 9) beige agen:
U sache: Kinde können nich am Un e ich pa izipie en – Phänomen: S ess im Un e ich , da die
Si ua ion nich den Ziel o s ellungen de Leh pe son en sp ich – S a egie: Vo ausschauendes Han-
deln -> Meh au wand bei de Vo be ei ung (was möglich is , du ch das Vo handensein de benö ig en
Kompe enzen) – Konsequenz: Ziel o s ellung kann e eich we den -> dies ha einen E ek au die ge-
wähl e S a egie -> S a egie wi d wiede hol
Die so en s ehende E ah ung de Selbs wi ksamkei und de Selbs bes immung (in olge des Vo han-
denseins de benö ig en objek i en Kompe enzen) haben einen Ein luss au die Mo i a ion, welche
wiede um dazu bei äg , dass ein «Meh au wand» be ieben wi d. Die Kompe enzen können als
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«in e enie ende Bedingungen» gesehen we den. Die Bezugs heo ien aus Kapi el 2.4.7 (Objek i e
Selbs kompe enz) und 2.4.8 (Mo i a ion und Voli ion) un e maue n dies.
E kenn nis 8: Eins ellung als wenige s abile Teil de Hal ung
Ode : Wie iel äl ig da die Viel al sein?
Die Viel al da keinen Schaden an ich en
«[…] Viel al isch au (1) hä au äh sini G enzä (.) i däm (.) das wänn (1) wänns Chind hä (.) wo: (1) di
ande ä (1) so esch s ö äd i dä Umgebig; […]» (Zeile 468/469)
Hie wi d die Viel al on Ve hal en angesp ochen. Ve hal en, welches zu s a k on de No m abweich
(Ve hal ensau älligkei en) kann also einen schädlichen Fak o da s ellen, wenn es keinen passenden
Umgang mi diesem no mabweichenden Ve hal en gib . Wenn das Ve hal en nich «händelba » is .
Vo handene Handlungsmöglichkei en
«[…[ Viel al isch dänn läss (.) wänn i:chs (1) chan händlä. (1) das äs allnä (1) gue goh . […]» (Zeile
476-478)
händelba : E was muss so bescha en sein, dass dami umgegangen we den kann. Es muss handge-
ech sein. Das «P oblem» pass zu meinen Fähigkei en. Die Si ua ion (Viel al ) muss also so bescha -
en sein, dass ich mi meinen o handenen Möglichkei en dami umgehen kann.
Die Abweichung on de No m muss händelba bleiben.
Die F age is , wann und wa um is diese G enze e eich ?
Die G enze de Viel al is dann e eich , wenn die G enzen ü die Möglichkei zum Umgang mi diese
e eich is und nich meh gewäh leis e we den kann, dass niemand zu Schaden komm . Sie is also
dann e eich , wenn die Kompe enzen ehlen, um das Ve hal en zu «händeln». Dann esul ie da aus
nämlich das subjek i e Emp inden: «die agba e G enze on Viel al is e eich ».
Inklusion aus P inzip
«[…] Viel al isch nö:d (.) mi nämed ei ach ali (1) und me machäd ei ach (1) e:gal (.) kosch e was äs
wolle ode ; (.) äs goh dänn hal is Thema In eg a ion inä […]» (Zeile 487-489)
Hie kam es bei de Au o in zu eine I i a ion bezüglich de Aussage de Leh pe son.
Die In ensi ä de Ablehnung on Kinde n mi Ve hal ensau älligkei en wa ü mich ech übe a-
schend. Vo allem im Zusammenhang mi dem be ei s Gesag en, abe auch im Zusammenhang mi
den Un e ich sbeobach ungen, welche gemach wu den. Aus diesem G und wu de im In e iew spon-
an nachge ag , wie, bei den du ch sie besch iebenen Kinde n, ih e Meinung nach o gegangen we -
den soll e. Die An wo de Leh pe son lie e e eine wei e e wich ige E kenn nis.
Beziehungsau bau – Ge ühl des Angenommenseins
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«[…] I glaub äs mues wie me kä das me s mega gä n hä ; (2) und du muesch mega Beziehig u -
bauä. […]» (Zeile 501-502)
Das Kind muss sich angenommen ühlen. Es muss me ken, dass es (so wie es is ) ane kann und
we geschä z wi d.
Au das Kind zugehen (das Kind abholen, wo es s eh )
«[…] ich glaub äs ang scho mega üeh a:. (1) du: muesch (.) mega schnell usä indä (.) was das
Chind lässig ind ’. (1) und (.) dänn muesch du: (.) dich (.) dö (.) au (.) wi e bildä. […]» (Zeile 502/503)
Du ch diese beiden Aussagen ela i ie die Leh pe son ih e o he igen Aussagen. Hie kommen wie-
de deu lich die We o s ellung und die Hal ung de Leh pe son zum Vo schein. Es kann dahe da on
ausgegangen we den, dass die o he igen Reak ionen ehe eine wenige ge es ig en Eins ellung und
wenige als Hal ung be ach e we den können. Wü de den Aussagen eine Hal ung zug unde liegen,
wä e es wah scheinliche gewesen, dass sie den Ausschluss de en sp echenden Kinde o geschla-
gen hä e. Diese Vo schlag wide sp ich jedoch ih e Hal ung und ih en We o s ellungen. Dahe
schläg sie in de Folge den Beziehungsau bau o , was (au g und on ielen wei e en Passagen im
T ansk ip ) ih e Hal ung und ih e We o s ellung en sp ich .
Hie zeig sich zudem, dass es nich nu am Kind lieg (den Me kmalen des Kindes), ob es die G enze
on de posi i e leb en Viel al übe sch ei e , sonde n auch in de Ve an wo ung de Leh pe son.
Du ch das E wei e n ih e Kompe enzen (ode das geziel e und übe leg e Einse zen de o handenen
Kompe enzen) is sie in de Lage meh he aus o de nde Si ua ionen zu «händeln» und e wei e so
on ih e Posi ion aus die «G enzen de Viel al » («Viel al » im Sinne on «Viel al leben»).
Dies is eine wich ige E kenn nis im Fo schungsp ozess. Wann und wa um die G enze de als posi i
e leb en Viel al e eich is , kann en wede an den Me kmalen des Kindes ode abe an den eigenen
Fähigkei en es gemach we den. Im e s en Fall is man da au angewiesen, dass sich das Gegenübe
ände (ände n kann). Man is in eine «Ohnmach sposi ion» (e leb sich als F emdbes imm ), in wel-
che nu noch de Ausschluss des Kindes mi de une wünsch en No mabweichung als Handlungsop-
ion zu Regulie ung de S ö ung bes eh . Im zwei en Fall kann ich bei mi selbs anse zen und habe
dadu ch deu lich meh Handlungsmöglichkei en. Ich bleibe handlungs ähige . Dies zeug on deu lich
meh Selbs bes immung. Geling es, du ch die A bei an sich selbs , ein Kind, welches in seinem Ve -
hal en s a k on de No m abweich , in den Un e ich zu in eg ie en, ha dies einen E ek au die Hal-
ung.
E kenn nis 9: Mangelndes Wissen ha einen ungüns igen Ein luss au die Hal ung
Un e s ü zung du ch kompe en e Pe son
«[…] und dänn hal (1) ilich no öpe wo: (1) do besse d us chun , als je z=ei ach mi Leh e […]»
(Zeile 416/417)
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Die Leh pe son ad essie die Gesam hei de Leh pe sonen (den ganzen Be u ss and) als inkompe-
en , in Bezug au den un e ich lichen Umgang mi Viel al . Aus diesem G und beda es eine kompe-
en en Pe son, welche die Leh pe sonen bei de Wei e en wicklung ih e Kompe enzen und de E wei-
e ung ih es Wissens, in Bezug au den Umgang mi Viel al , un e s ü zen kann.
Abkeh on «Viel al als Chance» du ch mangelnde «Anlei ung»
«[…] äs gi im Momen au ga kei Inpu ; ode ; (.) mi sind ehe (.) i dä Gegä:bewegig un e wägs. (.)
Viel al isch s eng; (.) Viel al en sp ich (.) ane ä g ossä (.) aso me mues iel scha ä (2) chom mi
hö äd u: mi Viel al . […]» (Zeile 420-424)
Da Inpu s (Aus- ode Wei e bildung) zum Thema «Umgang mi Viel al » ehlen, haben die Leh pe so-
nen nich das benö ig e «We kzeug» (das benö ig e Wissen und die benö ig en Kompe enzen) da ü
und sind nich (ode nu beding ) in de Lage die no ma i e Vo gabe «Viel al als Chance» zu sehen
ode abe den Au ag einen inklusi en Un e ich anzubie en umzuse zen. Das Schei e n üh zu Ab-
keh on de Idee «Viel al als Chance» (welche ja g undsä zlich gu geheissen wi d).
Bis anhin wu den nu Auszüge aus dem In e iew mi de e s en Leh pe son zu Belegung de E -
kenn nisse he angezogen. Dies zum einen da um, weil bei diesem In e iew die e s e Da enanalyse
gemach wu de und dahe (wie es in de Theo ie emp ohlen wi d) zu Beginn des Analysep ozesses
noch iel kleinsch i ige und genaue o gegangen wu de. Das zwei e In e iew dien e iel meh zu
Übe p ü ung de bes ehenden Theo ien. Zum ande en sind in dem e s en In e iew seh iele Aussa-
gen o handen, welche das jeweilige Phänomen seh kla zu Gel ung b ingen.
Diese 9. E kenn nis is jedoch o allem du ch Aussagen de zwei en Leh pe son en s anden.
wa:=mi u all isch (1) das (1) m:i (3) z’ wenig gschuelä sind ü da. (1) aso üs ähled ganz o (1) äh
(.) Ve s ändnissachä; (.) aso (.) aha: (1) dä: hä da: (.) ode wa isch dänn da genau? (.) aso (.) wie
wü k sich dänn da u::s? (1) und ((hö ba es Eina men)) da ähl üs wie: (Zeile 248-253)
abe dö me k=i (1) da äl üs ( ) (.) ganz o s’ Ve s ändnis ü gwüssi (.) P oblema ikä o Chind,
((hö ba es Eina men)) (Zeile 259/260)
Die Leh pe son zeig im Ve lau des In e iews eine g undsä zliche O enhei gegenübe Viel al . Sie
me k jedoch, dass ih du ch ih ehlendes Wissen eilweise de Umgang mi Kinde n, welche in de
einen ode ande en Weise on de No m abweichen, ech schwe äll . Dies üh zu eine gewissen
Ra losigkei .
abe s’ hä de scho Lückä (.) wo=n=i ei ach dänk (.) hey (1) gop e deckel (2) wieso ogäd ih eu (1)
das=s:o iel jungi Leh e wiede absp ingäd; (.) noch ämä Joh , (1) ode zwei; (1) wänn ih si nöd o -
be ei äd (.) u dä B ue ? (Zeile 861-864)
Es wa de Leh pe son ein g osses Anliegen, im Rahmen des In e iews übe das Thema «Ausbildung
de zukün igen Leh pe sonen zu sp echen. O enba e leb e sie schon ech o (sowohl in de Rolle
als S uden in, als auch in de Rolle als Leh pe son) welche Auswi kungen zu wenig au gebau es
68
Wissen und zu wenig gu ausgebilde e Kompe enzen au die «Be u sneulinge» haben. Dies üh mi -
un e soga zu be u lichen Umo ien ie ung, weil die o ge undenen He aus o de ungen du ch die o -
handenen Kompe enzen nich bewäl ig we den können.
E kenn nis 10: Selbs - und F emdbe uhigung als Ke nphänomen
Selbs be uhigung:
Be ücksich igung de Bedü nisse und Möglichkei en de Schüle innen und Schüle (Passung
des Un e ich s)
«[…] i glaub (.) mi müend wie (1) dö ä en spann e si; und sägä (.) du chasch je z ga nöd scha ä;
(.) also (.) °machäd mi je z öpis ande s° […]» (Zeile 549-551)
«Das G as wächs nich schnelle , wenn man da an zieh ». Wenn man akzep ie en kann, dass jegliche
Fo m de Ene giein es i ion nich s b ing und man höchs ens bei dem Ve such es doch scha en zu
können, in einen E schöp ungszus and ge ä , dann kann man sich du ch die Akzep anz in einen en -
spann e en Zus and e se zen. Akzep anz und En spannung bedeu en jedoch nich , dass man sich
zu ücklehnen und nich s machen soll. Die En spannung soll dazu dienen, besse e Le nzugänge zu
e möglichen, indem man die Bedü nisse de Kinde be ücksich ig .
Die Pe sönlichkei sme kmale («Big Fi e») de Leh pe son: O enhei , Gewissenha igkei , Ex a e -
sion, Ve äglichkei und o allem auch «Ich-S ä ke» (Zu iedenhei , Ruhe, S abili ä und Siche hei )
sind seh begüns igende in e enie ende Bedingungen ü diese Hal ung. Das Umse zen de Au o de-
ung beding jedoch o allem, dass gewisse (Selbs )Kompe enzen – o allem die Fähigkei zu
Selbs be uhigung – o handen sind. Sich en spannen mein «Selbs be uhigung». Al e na i e Le nan-
gebo e machen mein «Kompe enz zu Selbs en wicklung» und «Handlungskompe enz» (Siehe 1. und
2. Modula ionsannahme de PSI-Theo ie und Abb. 6).
Neben den wei e en wich igen in e enie enden Bedingungen «Kompe enz» und «Pe sönlichkei s-
me kmale» zeig sich hie o allem die seh wich ige in e enie ende Bedingung de «Selbs be uhi-
gung». Diese Bedingung wi d aus dem G und ü seh wich ig gehal en, weil sie die Vo ausse zung
da s ell , e was ände n zu können. Wenn die benö ig en objek i en Kompe enzen nich o handen
sind, kann eine Leh pe son o z noch so gu en Vo sä zen ih e Absich en nich umse zen, was in de
Folge zu F us und Ve sagensge ühlen, ode allen alls soga zu Angs e leben üh en kann. Es b auch
die Selbs be uhigung, dami die Si ua ion e lek ie we den kann und die ich igen E kenn nisse da -
aus gezogen we den können.
Kommen wi nun zule z noch zu de F emdbe uhigung als «Ke nphänomen»
F emdbe uhigung:
Leh pe son 1
K i ische Momen bei Ohmach ge ühl
«[…] mi:ch (.) da ne mich dänn (.) wenn Sachä lang gön:d (1) won=ich nöd im G i han (.) zum
si beschlünigä; (1) will hal d’ P ozess (.) ih i (.) Zi b uchäd ode , (.) s’ ganze Rösslispiel s a ä
69
i gendwänn, (.) und du indsch so (.) @oh Go , (.) äs sö schnelle goh@ äs isch ü s Chind nöd (.)
gue ; (1) abe du häschs nöd im G i . […]» (Zeile 265-270)
Hie komm deu lich das «obe s e K edo» - das «Wohl de Kinde » - zum Vo schein. Wie be ei s
schon in ühe en In e iewpassagen beme k , zeig die Leh pe son eine g osse Be ei scha , sich ü
das «Wohl de Kinde » zu engagie en. Sie leis e soga einen Meh au wand, um dieses Ziel zu e ei-
chen. P oblema isch wi d es, wenn es nich in ih e Hand lieg , e was zu ände n. Wenn ih «die Hände
gebunden sind» und sie dahe keine Handlungsmöglichkei en ha , mi welchen sie einen Ein luss au
eine Si ua ion nehmen könn e. Sie is in eine «Ohnmach sposi ion». Es lieg nich an ih , eine Si ua-
ion in O dnung zu b ingen. Dies auszuhal en äll ih schwe und es komm zu einem ü sie k i ischen
Momen .
Hie schein eine seh ele an e S elle in den Da en au ge auch zu sein.
Zum e s en Mal schein die Leh pe son an ih e G enzen zu kommen. Die adminis a i en He aus o -
de ungen we den zwa auch als unangenehm e leb , scheinen abe i gendwie noch händelba zu
sein. Mögliche weise häng dies dami zusammen, dass hie das «Wohl de Kinde », welches ja du ch
die Leh pe son als das obe s e K edo bezeichne wu de, ge äh de is und sich die Leh pe son als
handlungsun ähig e leb . Dies wide sp ich zwei de wich igs en Ziele und Bedü nisse de Leh pe son
(«Wohl des Kindes» und «Handlungs ähigkei »). Diese Momen is dahe seh en scheidend, weil hie
he auskomm , wie die Leh pe son mi emdbes imm en und ungewoll en Si ua ionen umgeh , in wel-
chen ih anscheinend die benö ig en Eigenscha en, (Selbs )Kompe enzen ode ande wei igen Res-
sou cen ehlen…
F emdbe uhigung
«[…] wenns so Si ua ionä gi , besp ich ich da iel mi mim Mami […]» (Zeile 272-273)
«[…] und si hä amigs so wie diä (.) diä Coolness zum sägä hey chum (1) isch gue ; (.) und die
chömäd mega ge n (.) und da isch wie (1) das isch da wo du chasch bü: ä. […]» (Zeile 303-306)
De Beg i «F emdbe uhigung» wu de nach de in ensi en Auseinande se zung mi de Theo ie (siehe
Kapi el Hal ung) gewähl . Es is also ein «geliehene » Kode. De u sp üngliche Kode wa : Aussen e le-
xion bei mangelnden Selbs egula ions- und Selbs e lexionsmöglichkei en.
«[…] si hä so ä gsundi Isch elig (1) zu Sachä wo ich dänn wie scho z’ nö:ch (.) d a bin […]» (Zeile
286/287)
Die Leh pe son ha schon meh ach die E ah ung gemach , dass sich die Eins ellung ih e Mu e po-
si i au ih e Gesundhei (au ih Wohlbe inden) auswi k . Mi diesem Ve auen in das Wi ken ih e
Mu e , wähl sie das Gesp äch mi ih als Möglichkei zu F emdbe uhigung, wenn die Selbs be uhi-
gung nich geling .
Das Phänomen de «F emdbe uhigung» kam auch bei de zwei en Leh pe son seh deu lich zum Vo -
schein.
70
Leh pe son 2
(.) abe (1) und je z die Neu Au o i ä die hä (.) ex e:m min All ag e liech e ä . (.) will ich ei ach
gme k ah (.) ich mus ga nöd imme (.) so o eagie ä. (.) äbä zum Bispiel; (.) ich chan (.) wa ä (1)
ich chan (.) abä ah ä (1) ich chan mi öpis übe legä ((hö ba es Eina men)) ich chans (.) u e -
schiedeni Schul e ä e eilä (.) aso ei ach so (1) mi:s eigene Schuel gäh (.) und mi:s eigene Wesä (.)
däm hä das so en sp ochä, (.) das ich wü klich gme k ha hey nei (1) äs gi no öpis iel Besse s (.) als
da wo=n=ich bis je z imme p obie ha. (1) ode mich z uck z’ hal ä (.) und dö wiede ; (1) da isch wie
nöd (.) da bin nöd ich gsi (1) un=da (.) da en sp ich mi seh , (Zeile 48-55)
Spannend is diese In e iewausschni o allem deshalb, weil (ande s als bei de e s en Leh pe son)
bei de zwei en Le hpe son es ges ell we den kann, dass sie im Rahmen ih e p o essionellen Rolle
als Le hpe on jah elang ein Ve hal en gezeig ha , was sie sich zu de zei zwa «schönge ede » ha ,
wie de nächs e In e iewausschni zeig , abe eigen lich nich wi klich ih en Bedü nissen
en sp ochen ha .
Ähm (2) üehne (1) ganz kla (1) do wä =i (2) zimli schnell (.) lu: wo dä, (1) aso (.) lu: in Fo m o (.)
a äch mini S imm (1) seh seh lu: ; (1) ä:hm (1) ich bin=nie us ällig wo dä; (1) säb nöd, (.) abe ich
han äm Schüele (1) zimli s a ch z’ spü ä geh das je z ei ach ä söll d’ Schno ä °zue ue° (.) aso wü kli
(1) ((zzzp)) (2) u:nd (1) han so chli die Mach (.) eigen lich usgspil wo=n=i gha ha. (1) ode die Mach
gägänübe äm Schüele (.) will i:ch dä E wachsä bin, (.) und ich dö das, (.) und ich dö au hässig si,
(.) aso so wü klich so: (1) wo: (1) jo (1) schlussendli (2) äbä=n=im Nochhinein ga nie wü klich ziel-
üeh end gsi isch; (Zeile 112-119)
Eigen lich müss e diese In e iewausschni de «Selbs be uhigung» zugeo dne we den, da es de
zwei en Leh pe son du ch das Anwenden de Neuen Au o i ä mi le weile ech gu geling , sich ohne
emde Un e s ü zung zu be uhigen. De G und ü dieses «Selbs wachs um» wa alle dings eine
F emdbe uhigung du ch die «ex e ne» Beglei ung beim Eins ieg in die Neue Au o i ä . De E we b on
neuen Kompe enzen (welche du ch die an ängliche F emdbe uhigung möglich wa ) e hal de Leh -
pe son zu e wei e en Handlungsmöglichkei en, welche iel meh «ih em Wesen» en sp echen. Dies
zeig ganz deu lich, dass die Hal ung nich zwingend mi dem p o essionellen Handeln übe eins im-
men. Eine Hal ung üh – wie eingangs dieses Kapi els be ei s es gehal en – nich zwingend zu dem
en sp echenden Handeln. Dies is nu dann de Fall, wenn zu de Hal ung auch die en sp echenden
Kompe enzen o handen sind. F emdbe uhigung kann also hel en, wenn die benö ig en (Selbs )Kom-
pe enzen (noch) nich o handen sind. Denn du ch die F emdbe uhigung is es möglich, sich au eine
als schwie ig und he aus o de nd e leb e Si ua ion gedanklich einlassen zu können und dadu ch nach
und nach bes ehende Kompe enzen zu e wei e n und neue au zubauen. Dies wi k sich nich zule z
auch au die Hal ung aus.
71
8 Diskussion de E gebnisse und Bean wo ung de F a-
ges ellung
Die zehn E kenn nisse aus dem Fo schungsp ozess üh en in Bezug au die «Hal ung», als zen ales
In e esse de Fo schung, au die da enbeg ünde e Theo ie, dass die Hal ung seh zen al ü das E le-
ben on und dem Umgang mi Viel al is , da sie als ela i s abil angesehen we den kann und so auch
bei au e enden Schwie igkei en bes and ha . Die Hal ung kann jedoch nich als linea e Ausgangs-
punk , welche di ek zu einem Ziel üh , be ach e we den. Nu weil man die Hal ung ha , dass Viel-
al e was Posi i es is und beispielsweise die Vo gaben de UN-BRK be ü wo e , heiss das noch
lange nich , dass no ma i e Fo de ungen wie «Viel al soll als Chance gesehen we den» auch umge-
se z we den können. Die Hal ung is iel meh Teil eines dynamischen, on e schiedenen Bedingun-
gen gep äg en P ozesses, de wiede um au das zen ale Phänomen „Hal ung“ zu ückwi k .
Dahe kann die Fo schungs age «Inwie e n ha das E leben on «Viel al als Chance» mi de Hal ung
eine Leh pe son zu un?» olgende massen bean wo e we den:
Die Hal ung als Teil eines dynamischen, on e schiedenen Bedingungen gep äg en P ozesses is
seh zen al ü das E leben on «Viel al als Chance». Sie üh jedoch nich zwingend zu dem ge-
wünsch en Handeln und E leben. Dies is nu dann de Fall, wenn zu de Hal ung auch die en sp e-
chenden objek i en (Selbs )Kompe enzen o handen sind.
Seh en scheidende in e enie ende Bedingung sind dahe die o handenen (objek i en) Selbs kom-
pe enzen. Das Ke nphänomen s ell jedoch die F emdbe uhigung da , denn F emdbe uhigung kann
hel en, wenn die benö ig en (Selbs )Kompe enzen (noch) nich o handen sind. Diese E kenn nisse
we den du ch die beiden Modula ionsannahmen aus de PSI-Theo ie bes ä ig.
Die Fo schungsa bei ha iele in e essan en E kenn nisse he o geb ach , welche du ch die Visuali-
sie ung anhand de Bedingungsma ix und dem heo e ischen Bezugs ahmen ech gu nach ollzieh-
ba sind. Die E kenn nisse können o zdem nu als o läu ige E kenn nisse be ach e we den, da es
in de o liegenden Fo schungsa bei au g und des beg enz en Rahmens nich möglich wa noch wei-
e e E hebungen zu machen. Spannend wä e es zum Beispiel gewesen, eine Leh pe son auszuwäh-
len, welche nich die «gleichen» Pe sönlichkei sme kmale au weis , wie die beiden un e such en Leh -
pe sonen. Beziehungsweise, welche sich in einem bes imm en Pe sönlichkei sme kmal un e scheide .
Hie wä e be ei s schon eine Leh pe son ge unden wo den, welche de Viel al endenziell o en ge-
genübe s eh , jedoch (au g und de Beobach ungen de Au o in) eine deu lich nied ige e Ausp ägung
im Be eich de Ex a e sion zeig . Hie ü müss e dann auch noch eine wei e üh ende heo e ische
Auseinande se zung mi den Pe sönlichkei sme kmalen s a inden. Zudem wä e es au schluss eich
gewesen, Leh pe sonen aus den e schiedenen Zyklen zu wählen, ode abe Leh pe sonen mi deu -
lich wenige Be u se ah ung in die Fo schung mi einzubeziehen. Ausse dem wä e es spannen, im
Be eich des Ke nphänomens «F emdbe uhigung» eine sepa a e Fo schung du chzu üh en. Dies o
allem in Bezug au den Au gabenbe eich de schulischen Heilpädagogik.
72
9 Konsequenzen ü die Heilpädagogische A bei
Solche no ma i en Se zungen wie «die Viel al soll als Chance» gesehen we den, e n en lau Ca le
(2017) kaum Wide ede. «P obleme e en e s dann au , wenn die o weggenommenen ode ealen
un e ich lichen An o de ungen mi dem e le n en Repe oi e und o dem Hin e g und de pe sönli-
chen Eins ellungen nich meh zu bewäl igen sind» (Ko nmann, 1998, zi ie nach Ca le, 2017, S. 16).
Dies bes ä ig e sich auch bei den beiden in e iew en Leh pe sonen. Sie s anden de Hal ung du ch-
wegs ech o en gegenübe . Schwie ig wi d es abe auch ü sie, wenn sie eine Si ua ion nich meh
händeln können. Beide Leh pe sonen konn en übe eine an ängliche F emdbe uhigung imme besse
le nen sich selbs zu be uhigen, was o lau end zu E wei e ung de objek i en (Selbs )Kompe enzen
ge üh ha und in de wei e en Folge eine imme b ei e e Viel al als Chance gesehen we den kann.
«[…[ Viel al isch dänn läss (.) wänn i:chs (1) chan händlä. (1) das äs allnä (1) gue goh . […]» (Zeile
476-478)
Wie iel äl ig da Viel al sein? Dies is eine F age, welche nu jede einzelne Pe son ü sich selbs
subjek i bean wo en kann.
Hie zeig sich, im Rahmen de Be a ungs unk ion de schulischen Heilpädagogik, die Heilpädagogi-
sche Rele anz des Themas, denn die Zusammena bei mi und die Be a ung on Leh pe sonen kann
hel en, he aus o de nde Si ua ionen aus e schiedenen Pe spek i en zu be ach en und neue Hand-
lungsmöglichkei en zu en decken. Wenn Leh pe sonen au g und de ielen, eils wide sp üchlichen
An o de ungen an ih e Belas ungsg enze s ossen, sind sie du ch den Fehle -Zoom des Objek e ken-
nungssys ems (PSI-Theo ie) eilweise nich meh aus eichend gu in de Lage, ih en Au ag «p o essi-
onell» auszu üh en. Das S esse leben und die So ge, ih em Be u sau ag ode den Kinde n nich ge-
ech zu we den üh dazu, dass e meh P obleme (Fehle ) in den Fokus genommen we den. Die
Viel al wi d dadu ch schnell zu iel. Du ch die F emdbe uhigung, im Rahmen eines be a enden Ge-
sp ächs kann die schulische Heilpädagogin ode de schulische Heilpädagoge mi de Leh pe son die
Si ua ion e lek ie en und schauen, wo die He aus o de ung genau s eck und welche Handlungsmög-
lichkei en es gib . Wie sich in den beiden In e iews gezeig ha wä en zudem beide Leh pe sonen
oh, um meh Expe ise in Bezug au den Umgang mi iel äl igen He aus o de ungen. Die kon inuie -
liche be a ende Beglei ung kann ihnen hel en, die benö ig en Kompe enzen und das benö ig e Wissen
imme wei e selbs au zubauen. Dies kann dazu üh en, dass die e wünsch e Viel al imme iel äl i-
ge we den da /kann, weil sie diese «händeln» können.
Die Be a ungs unk ion is be ei s ein Teil de heilpädagogischen A bei . Es wä e jedoch spannend, he -
auszu inden, inwie e n de e höh e Einsa z im Be eich de Be a ung (ans elle de di ek en A bei mi
den Schüle innen und Schüle n) als «F emdbe uhigung» zu Kompe enze wei e ung de Leh pe so-
nen üh en kann und dadu ch einen E ek au das au das E leben on «Viel al als Chance» ha .
73
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2
T ansk ip ions egeln
T ansk ip ions egeln nach TiQ
(.) ku zes Abse zen, nich länge als eine Sekunde
(3) Pause (in Sekunden)
∟ Übe lappung, gleichzei iges Sp echen
abe Be onung
abe Lau s ä ke -> lau
°abe ° Lau s ä ke -> leise
. s a k sinkende In ona ion
; schwach sinkende In ona ion
? deu liche F agein ona ion
, schwach s eigende In ona ion
@genau@ lachend gesp ochenes Wo
@(.)@ ku zes Lachen
@(3)@ länge es Lachen (in Sekunden)
ho en li- Abb uch eines Wo es
oh=nee Wo e schlei ung
nei::n Dehnung on Lau en (Häu igkei on : en sp ich de Länge de Dehnung)
(doch) Unsiche hei bei de T ansk ip ion und schwe e s ändliche Äusse ungen
() un e s ändliche Äusse ung (Länge de Klamme en sp ich e wa de Daue de un e -
s ändlichen Äusse ung)
((hus e )) Kommen a bzw. Anme kungen zu pa asp achlichen, nich e balen ode gesp ächsex-
e nen E eignissen (so wei möglich, en sp ich die Länge de Klamme e wa de
Daue des lau lichen Phänomens)
//mhm// Hö e signal de In e iewe in, wenn das «mhm» nich übe lappend is
3
T ansk ip In e iew 1
Y1: °Gu:e ° (1) äbä m- mi händ jo (.) am A ang mol ele onie und dö han ich di be ei s scho 1
gsei gha also dä G und wieso ich au dich usgwähl han (.) isch so chli d’ Ussag gsi (.) dass 2
äbä i dä hü igä Zi so iel äl igs und ing zuesä zli- äh zuegänglichs Agebo o Un e ich sma-3
e ial gi , (1) dass s’ nöd ode wenig e s oh chasch dass (.) so he e ogeni (.) Le ns änd als 4
P oblem gseh we dä chönd. ((hö ba es Au schnau en de In e iewe in)) chasch du mi (.) no-5
mol gnau säge wieso dass du das so gsehsch? 6
LP: (4) Jo (.) i:ch (.) also mis obe sch e K edo isch jo wiä äs goh allnä gue (.) im Un e ich und 7
äs chömäd ali gä n. //hmh// und das goh eine si s du ä gue s Le nkli:ma, und ande e si s 8
abe au dass (.) d’ Chind a öpisäm chönd scha ä (.) wo: (.) ih em Wüssenss and en sp ich ; 9
also dass sie nöd imme übe o de ä sind ode au nöd imme unde o de ä sind, und do 10
muen ichs ei ach abholä dö wos g ad sind. ((hö ba es Eina men de LP)) u:nd (2) i ha wie s’ 11
G ühl well da min:: wich igsch ä Punk isch, ode üse n (.) ode ein o üse nä wich igsch ä: 12
Pünk sö si:, (1) und ich au wie ächli d’ E wa ig @han@ was ilich au ° alsch isch°, dass das 13
ali Leh e ächli glich sö äd ha, chan ichs wie nöd e s oh dass me (.) nöd u dä Wäg goh 14
also und ich ind äs isch än Wä:g, ode wänn i (1) ich scha je z scho ü zäh Joh mi all da 15
Y1: ∟hmh 16
inge , zum (.) Chind abholä, well i au scho meh gmach han, also ich han au scho meh °E -17
ah igä chönä sammlä°, ich weiss ilich je z au (.) wo das ich d’ Sachä chan holä, (2) jo: (1) 18
und (1) mi- äs s ö mich i gendwie=ei ach dass so wenig gmach wi d; ich han mi dänn au 19
übe lei jo, (1) was gi s ü G ünd zums nöd machä, (.) und (.) dä: e sch i G und isch ilich so, 20
(.) ich me ks ga nö:d, (1) dass gwüssi mega unde ode übe o de ä sind; das ch- chan 21
Y1: ∟hmh 22
scho si, (.) ode ich mein (.) g ad am A ang häsch ilich ande i Sachä z’ ue mi Klassä üeh i:g 23
((hö ba es Au schnau en de LP)) und und und also=s’ b uch au äs bi zli äs Gspü zum wüssä 24
wä chan no iel meh, ode wä chan (.) u: iel wänige (1) also machsch äs d um nöd. (.) 25
ode: , du machsch äs nöd wi:ll (1) da (.) di adminis a i U gob wo imme meh chun wo mi 26
°näbe äm Un e ich ä hän:d° (1) so g oss isch und mich so o de ä , dass ich ga kei Zi han, 27
(1) zu:m no luegä was (.) ü dä A: und dä B: no: möglich wä , (1) u:nd di d i Op ion isch (.) i 28
han zwo Zi , abe ich han °kei Lusch °. und da änd ich dänn ei ach di schwi ig- di (.) also da 29
isch da wo mich am meisch ä s ess (1) so: (1) isch jo eigen lich oke:y, äs lau alles äs isch 30
g ad so ing. (1) und i ind äs b uch au Phasä wos äso lau , ode , (2) du chasch nöd imm:e 31
(.) meh, und imme (.) öpis li e ä (1) //hmh// und da ind ich isch au nöd d’ Idee; ich ind äs sö 32
so punk uell (.) si: i däm Fa:ch ode (1) i dä ä Wuchä machäd mi mol ganz öpis ande s mi 33
zwei d ü:nä, (1) dass da nöd i jedem Fach s a indä , da isch mi öllig °bewuss °. (.) abe i 34
4
glaub äs isch (.) au ä A o We schä zig gegenübe (.) dänä (.) Chind wo öpis Speziells 35
b uchäd, wänn me da woh nimm , (.) und ihnä dänn au öpis gi . (1) //hmh// (2) 36
Y1: I weläm Fall indschs bsunde s wich ig, dass me do wü klich (.) d’ Be ei scha hä (.) äh (.) 37
meh U wand ode (.) ode dä U wand z’ be ibä? 38
LP: I glaub ei ach ü ali Ex e:msi ua ionä. aso (1) i säg imme s’ obe s e Ziel o mi isch wänn ich 39
do anä chum, (.) das eigen lich ali gä n id Schuel chömäd. (2) u:nd ü di ganz Schwachä isch 40
äs mega än Seich zum id’ Schuel cho will si chömäd eigen lich i jedem (.) Fach ode i jedem 41
zwei ä Fach (.) chömäds so dä Hamme schlag übe (.) supe da chan ich nöd (.) da chan ich 42
nöd do b uch i °au wiede Hil ° (1) u:nd (.) das da kei Spass mach i glaub @do sind mi üs ali 43
einig@; (1) und mi dö äd die wie nöd e lü ä u äm Wäg. (1) und (1) die mö=me i gendwie 44
mö=me die chönä packä:; segs mi Sachä ebä (.) wo si au läss indäd () scha sch i dä Ma he 45
zum Bispil (.) mi ämä schwachä Ma heschüele dänn (1) uesch ilich (1) jedi Wuchä i zwei 46
Lek ionä ü das Chind diä U gobä umsch ibä; (.) s’ isch ebä ilich än Fuessballe ; und dänn 47
Y1: ∟mhm 48
LP: ächnisch hal ielich (.) nöd ei ach (.) wie iele Me e mal wie iele Me e , sonde n du seisch 49
ei ach s’ Fuessball eld isch zwanzg Me e lang und so (.) wie iel Me e b ei , (1) chom mi 50
echnäd d’ Flächi o däm us ode ; (.) ei ach (1) das dä au ä Chance hä (.) zweimol i dä 51
Wuchä wenigsch ens i sim Be eich öpis Lässes z’ machä. (1) u:nd (.) ü di ganz Gue ä ind 52
ich gil äbä s’ Gli:ch. (1) wänns ihnä langwilig isch (1) und i ind das isch ächli ä Gende og 53
eilwis au meisch ens s ö ed diä (.) Buebä meh wo (1) @Langwil@ händ als diä Mei li, well diä 54
sich no meh begnüegäd mi ächli Usmölelä, ode chli (1) o au Läse, (1) aso da=sch je z mini 55
Y1: ∟mhm 56
LP: E ah ig; (1) und das me au dänn diä (.) goh go abholä hey, (.) chum (.) so (.) zwei Mol i dä 57
Y1: ∟hmh 58
LP: Wuchä chli meh s udie ä wä au läss; (1) u:nd (1) i ind da wi d mega: (.) gschä z . (2) na ü li 59
o dä Schüele: (1) und i inds abe au cool (1) äh (.) s Feedback o dä El e ä dänn. (.) ind i 60
Y1: ∟hmh 61
LP: au mega läss so woah du häsch gme k und machsch soga öpis (2) °jo da ind i (au).° 62
Y1: ∟°cool° 63
Y1: Jo genau isch ilich g ad scho chli di ande F og, (.) won=ich no spannend ind (1) m: (1) Te-64
le ongsp öch häsch du mi gsei gha, das (1) du als (.) Teilzi a bei endi (1) au: (.) d’ Möglichkei 65
häsch well (.) gwüssi Täg ei häsch, (.) dä Mehu wand z’ leisch ä; (1) ä:hm (1) dass du das 66
abe au (.) willsch und b uchsch. (2) chasch du mi meh d übe e zelä, (.) wieso 67
LP: ∟hmh 68
Y1: dass das so isch? 69
LP: Also ich scha mega gä n; (1) u::nd (1) ich chum o allem dänn gä n go scha ä wänn ali öpis 70
z’ Scha ä händ. //hmh// ich ind da G ü:hl (.) do z’ si und jedä chan i si:m (1) i sinä Möglich-71
kei ä (.) öpis ue, (.) wo ihn ilich soga @wi e b ing @ (.) @.@ (.) @im besch ä Fall 72
Y1: ∟@.@ 73
LP: wi e b ing @ (.) ind ich mega (1) aso be idigänd. (2) i inds mega schö:n, (.) wänn ich chan 74
du älau ä, (.) und (.) ebä (.) äs chömäd imme F ogä, (.) abe (1) du me ksch so (1) hey mega 75
5
cool, (.) äs goh scho bi zli wi: e ; (.) und dänn leisch ich (.) mega gä n da Meh u wand i dä 76
Vo be ei ig, (1) da ü isch äs (.) bim Scha ä (.) o al en spann ; (1) ode o o al en spann . 77
(1) well ich wie o he mi dä U wand gmach han zum äbä (2) i dä Geome ie scho o he (.) 78
Y1: ∟hmh 79
LP: i:z eilä (1) weli d ü: (.) b uch i hü ächli länge (.) zu:m (.) dä Rhombus kons uie ä, (1) weli d ü 80
machäd nöd ämol meh dä Rhombus wells=än eh scho chönd, (1) u:nd (1) mi wellnä: (.) weli 81
schick ich ei ach mol (.) so los und machäds. (.) und da b uch wohl meh Zi o he , (.) wo=d’ 82
ilich no näbe äm: (1) ä:h °mi scha äd mi äm Ma he: (1) zü che Ma heleh mi el°; (.) wo=d 83
ilich näbä däm no im Zahlebuäch gohsch go luegä und öpis usä indsch, (2) abe (1) ebe, ich 84
han ei ach nöd gä n dä S ess dänn wäh end äm Scha ä. (1) also ich wö nöd e sch wäh-85
end äm Scha ä me kä, (1) @huh Misch @ (1) do (.) isch d ü Vie el (1) ü d ü Vie el b ing 86
je z das Züg ga nü . (1) und ich han dänn wäh ed däm so s- (2) jo:, (1) äs äs s ell mich 87
ei ach nöd °z idä°, (1) also (.) mich selbe , (.) und da isch au (1) ebä d um säg i da mues 88
Y1: ∟hmh 89
LP: jedä ü sich (.) au (.) chli selbe uslo ä wa b uch ich zum ge n go go scha ä. (.) bi mi isch äs 90
da:, (1) ich wö ge n das (1) möglichsch o (.) jedä (.) u sim Ni eau cha scha ä. //hmh// das 91
mich z idä mach . 92
Y1: Also wö sch du sägä, (2) d’ Mo i a ion ü dä Mehu wand isch so=chli d’ Belohnig, (1) wäh end 93
äm Un e ich , (.) ode isch so chli gschick i Abwägig o (.) wänn ich do m meh Ressou cä in-94
es ie (1) han ichs insgesam (.) inge ? 95
LP: I glaub isch chli beides; (.) ich inds (.) eine si s (.) äs isch jo ä (.) ä Belohnig (.) well ichs ei ach 96
@mega cool ind@ wänn gscha ä wi d, (1) und s’ ande isch ich glaub scho me mue: (1) 97
Y1: ∟@(3)@ 98
LP: gue abwäge; (1) ebä (.) ich mein (.) wo ich no hunde P ozen gscha e han (1) °gue dö han 99
ich kei Chind gha; (.) dö han i noche au no meh Zi gha° abe (1) ä:hm (2) du chasch nöd 100
Y1: ∟@(.)@ 101
LP: gli:ch i:el (.) mache; (2) will du ei ach iel z’ iel (.) susch (.) hö s nümä u ; (.) und aso (.) ich 102
ind im Fall au i gändwenn isch e ig gscha ä ; ode isch ga nöd so das ich wö 103
Y1: ∟hmh ∟hmh 104
LP: Wuchenändwi:s (.) anähocke wü kli nö- (.) übe haup nöd; (2) °jo:° (2) ich benidä mengmol au 105
Y1: ∟hmh 106
LP: die wo, (1) ((hö ba es Ausschnau en)) @(hä)@ (1) wo z idä sind ei ach (.) so im no malä: (.) 107
Un e ich ali mächäd s’ Glichä. (2) i ind da (.) ind da mängmol no so (1) ((hach)) (1) äs isch 108
scho=no cool, das me dänn glich z idä isch. (1) will so z (.) z idä go scha ä (.) isch scho: (1) 109
isch mi scho mega wich ig. (.) °susch mös i wie öpis ande s machä.° (1) abe da isch, (.) 110
Y1: ∟hmh 111
LP: glaub da au chli Isch elig. (2) i ind alles, (1) ode (.) na ü lich uesch nöd glich ge n s aubsugä 112
wied je z gohsch go Ski ah ä ode (.) abe (1) i ind äso äs gi so die Typä die machäd a ach 113
das gmach isch, (.) abe so zimli ales und ich bi scho ehe ich glaub wenn ichs mach (.) dänn 114
Y1: ∟hmh 115
LP: sölls mich au ech z idä s elä. 116
6
Y1: ∟hmh (2) °dankä schön° 117
Y1: (2) Ä::hm (1) jo, (.) ilich mol no ä ande i F og; (1) was denksch du (1) zum Leh e b ue (1) wa 118
ü Kompe enzä (.) Fähigkei ä ode aso (.) na ü lichi gegähei- Gegebähei ä sind o Vo eil; (1) 119
wänn me s mi b ing (.) ü dä Leh e b ue ? 120
LP: @hm@ (2) ich glaub me mue o allem au en isch si. (2) sich selbe blibä (2) g osszügig si, (1) 121
mi dä: (.) Kollegä und abe au: (1) mi dä Schüele (.) so wie mi sich selbe ; (3) Empa hie 122
schade siche au nö:d, (3) und ich inds mega wich ig das me u gs ell isch. (1) das (.) a ach 123
so (.) än gue ä Humo: (1) ähm (2) ind i u: wich ig; ich (.) ind äs mues scho eimol i dä S und 124
glachä we dä. (1) und nochhe chan me wiede anehockä und wi e scha ä. (.) abe (2) jo: (2) 125
Y1: ∟@(.)@ 126
LP: und ebä, au so zu Fehle chönä s oh, (.) ich mein (1) mi (.) önd jo (.) pe manen Sachä o dä 127
Chind ko igie ä:; (1) und k i isie ä au: (1) und (.) üs passie äd au Fehle abe si me käds nö:d 128
ode me sei s nö:d; (1) und ich han ag angä (.) öpedie wenn mi öpis passie isch z’ säge (.) 129
ich han ebä zum Bispil le sch Wuchä han ich e gessä än d üe Boh e z’ bso gä ü s’ We kä; 130
(1) aso dänn gang ich nöd go: s’ P og amm ende ä dänn (.) sonde n ich säg ei ach (.) hey 131
Y1: ∟@(.)@ 132
LP: s’ ue mi mega leid, ich has oll (.) ich has oll e gessä. //jo// ä:hm (1) ich hil eu dä ü nögsch 133
Wuchä das mi die Zi wiede chönd kompensie ä. (1) und (1) so Ussagä (.) das heiss jo nöd 134
(1) u:i: (1) du häsch nöd gue gscha e und s’ d um e gessä, (.) sonde n (.) äs zeig ihnä au 135
ei ach (.) das=s okey isch wä=me (.) i gend=wenn mol öpis e giss ; (.) und das me das oll 136
(.) gue chan säge. //jo// (2) jo: (3) °i glaub da sind so die wich igä Sachä. (.) jo:° (3) °jo:° (1) 137
°Fachwüssä° (1) aso ei- (.) aso weisch i ind me ed imme so jo:: (1) °Fachwüssä ha° und so; 138
(1) da hil siche , (.) abe du häsch nöd i jedem Be eich (.) wo du un e ich isch (.) gue s Fach-139
wüssä. (2) d um ind i: (1) und dö a- (.) und dö sich au Hil holä, (.) ich ind da isch au öpis 140
Wich igs (.) im Leh e b ue ; (1) hol di Hil ((als s a ke Au o de ung ausgesp ochen)) (.) also 141
me muen jo nü:n imme neu e indä. und (2) wä=me im=nä (.) Team scha (.) °und me händ 142
s’ Glück mi händ äs g osses Team;° (2) do gang ich nöd jedi NMG We ks a (2) go (.) usäm 143
Bodä sch amp ä (.) sonde n do og i z’ e sch (.) hey hä da öpe scho mol gmach ? (.) chan 144
ich mol cho go luegä wa ü Sachä das du häsch. (1) u:nd (1) i glaub (.) da muen me iel me:h 145
Y1: ∟hmh 146
LP: säge; (.) und au: (2) i inds au wich ig das wenn:s eim nöd gue go:h u g und o:: (1) schwi- ä 147
schwi- ämne schwie igä El e ägsp öch ode Schüele wo usä o de nd sind; (1) ind ich (.) unbe-148
ding muen me da meh eilä. //hmh// i ind me muen d übe schwä ze: und i gendöpe hä ä 149
gue i Idee: (1) und da ind ich au wich ig a üsem B ue . (.) aso und da isch au: (.) än Sch- än 150
Selbsch schu z o (.) i ind imme so (.) mi Leh e händ imme s’ G ühl gha, (.) äs isch äs 151
Zeichä o Schwächi zum säge (.) wä=me öpis nöd chönd (.) ode wänn üs öpis schwe all 152
ode üs än Schüele (.) beschä ig . (.) däbi ind ich isch da genau alsch, eigen lich isch=d=s’ 153
Zeichä o S ä chi (1) zum öpis me kä:, (1) unds nochhe au kommunizie ä: (.) und sich zu 154
ech ä Zi °Hil holä.° //hmh// (1) ind da b uch s au me:h. (1) meh d übe sch- (.) aso (2) ü mi 155
isch au än gue ä Leh e einä: (1) wo me k , (2) wo das=s P oblem gi ; (.) und dänn die au apack 156
und °sich Hil hol ° //hmh// (1) i glaub me blib au länge gsund im B ue wä=me das ° üehzi ig 157
7
LP: mach .° 158
Y1: ∟°jo genau° 159
Y1: Je z häsch du g ad äbe d’ Un e s ü zig agsp ochä. (2) wo: (1) wo e ah sch du selbe je z gue i 160
Un e s ü zig (.) i dim B ue sall ag? 161
LP: Ä:hm i ind, mi händ (.) ä:n gue ä Schuellei e , (1) wänn i:ch (1) öpis han: (1) won=i ind ((hach)) 162
das isch je z nöd so supe glo ä, ode so: (.) dänn chan ich eigen lich °ihn ogä,° (2) ode ich 163
eils ihm ei ach mi ; un:d (.) äs gi dänn @au äs gue s Gsp öch@ (1) u::nd mi händ eigen lich 164
Y1: ∟@(2)@ 165
LP: ali Klassä händ äs Pa allelklass; (1) und bi üs (.) dä XY isch min Pa allelklassäleh e , (1) und (.) 166
mi scha äd eigen lich scho zäh Joh pa allel; (.) und=sch mega läss; (.) aso (2) mi uschäd üs 167
m- u iel us. (2) nöd nu übe: (1) übe quasi (2) dä Schuels o , sonde n wü klich au: (2) übe 168
Schüele: , ode:: übe ä ha- (.) He angehenswi:s (1) imnä:: (1) Le n äl:d, (.) ode au: (2) mi gönd 169
zämä is La:ge ; (2) und üsi: SHPs sind au: (1) mega ä g ossi Un e s ü zig. obwohl keini i üse ä 170
Klass scha well mi ei ach z’ wenig °S undä händ im Momen ° (.) ä:hm (2) si hel äd eim 171
Y1: ∟hmh 172
LP: wü klich imme . (1) also segs mi (1) g ad mi U gobä: ( ) lug do hani no öpis zu däm ode so::, 173
s (.) ode au je z bim: Machä o dänä Zügnis (1) ähm woni jo no nie gmach ha. (1) i ind mi 174
Y1: ∟jo 175
LP: händ ä:hm (1) än seh wohlwollendä Us usch °do (.) im Team°. (3) und i ind im Fall au d’ 176
El e ä seh un e s ü zend. (1) aso (2) o al (.) wenn ich (.) wenn ich i gendöpis han (.) und 177
mengmol indsch ei ach so läck (.) ich weiss nümä wi e ((in hohe Tonlage gesp ochen)) (1) 178
Y1: ∟@(2)@ 179
LP: ä:h (1) do: (1) und dänn, ind ich (.) lü ich öpä au hei a und säg hey wie lau s dänn bi eu? wa 180
machäd dänn ih ? (1) händ si mi mo än Tip mi ih nä Chind. ode , (.) und (1) ich ind au da: (1) 181
Y1: ∟@(.)@ @jo@ 182
LP: d’ El e ä sind ä g ossi Un e s ü zig; (.) ode au wänn mi i gendwo anä wönd, (1) ä:hm (1) hä s 183
imme paa: wo (.) eiwillig (.) ohni das muesch d ü Mol ö:gä (1) sägäd au (.) ich chum doch 184
mi , (.) ode ich mach scho s’ Fü: , (.) ode (1) i ind da händ me wü klich sup:e . (1) eigen lich 185
du chs Band. 186
Y1: ∟°schön° 187
LP: ∟hmh 188
Y1: Gi s no än O (.) wo du di abe no meh Un e s ü zig wünschä wü sch (.) i dim B ue ? (5) Un-189
e s ü zig ei ach (.) wo du so nonig häsch, und mängmol me ksch (.) do ühl ich mich ächli älei 190
gloh, (1) und han no F ogezeichä; 191
LP: I ind s’ isch ei ach i:l; (1) aso (.) ich ind je z g ad so: (1) w wo so Mediä und In o ma ik Sachä 192
u chömäd, (1) i bi wohl no: (1) jung, (.) abe ich bin nümä so jung (.) das i mi däm u gwachsä 193
bin ode (1) @u:nd@ (1) mi händ ech wenig Un e s ü zig (2) i däm. (.) ode s gi wie no (2) 194
nöd da:s Leh mi el quasi, ü di ein Lek ion i dä Wuchä, @hä@ (1) ä:hm (1) und dö ä muesch 195
du: (.) mega iel Wi e bildigä mach- aso ich han je z zum Bispil än KI: (1) ä KI Wi e bildig gmach 196
a dä PH: (1) ähm (.) abe das muesch du di ales so selbe go holä:, (2) wänns di @wich ig 197
isch@ @(.)@ //hmh// (2) jo (.) und i ind im Fall au so allgemein (.) so und um: (1) In as uk u 198
8
In o ma ik (.) ind mi mönd (1) obwohl mi: (1) än I-Scou händ wo mega iel scha ä , (1) aso 199
(1) //mhm// (1) l- da langä glich nö:d, und äs mues dänn wiede: (1) öpe: o (.) mi händ so äs 200
In o ma ikzen um: (1) so äs IT Zen um: (1) °dö () eigen lich i dä ganzä VSG°; (1) und die sind 201
o al (1) g o de ä übe o de ä (.) ei ach mi däm: (.) mi dä ä Mängi a F ogä wo do chömäd (.) 202
wo hal nöd unk ionie äd; (.) und dö wü =mi mängmol scho chli meh Un e s ü zig (1) wünschä 203
(.) das nöd imm:e (2) das nöd imme (1) du muesch u die Lü zuego das () ilich soga mol 204
öpe chun und s- (.) sei hey: lug, (.) wie gseh s bi eu us (1) unk ionie äd eu i G ä: ? (1) nei si 205
unk ionie äd nö:d, (.) abe du muesch imme so (.) Ticke s dänn wiede lösä (.) das b uch 206
Y1: ∟hmh 207
LP: so iel Zi:: (1) ä:hm (2) jo: (1) da ind=i isch mängmol so chli (1) a: ; (.) ode au (1) di ganz 208
Adminis a ion; (.) ich mein (.) mi scha äd mi äm Leh e o ice (2) und du machsch so iel (.) 209
aso (.) ich (.) mi ä (.) machäd ela i iel I ä:g (1) au so Jou nali äg (.) das me ei ach (.) wänn 210
me El e ägsp öch händ wiede chö:nd (1) da ie quasi sägä wa wänn gsi isch; (1) und au dö 211
Y1: ∟jo 212
LP: (.) ich ind ich (1) do chasch nöd sägä (.) jo ich b uch scho Un e s ü zig omnä Bü ogummi quasi 213
wo di denn das mach ; (1) abe (2) ich ind äs chun mega iel meh imme ; (.) je z au mi 214
dänä Le ngsp öch; so quasi mi en lasch äd eu: (1) abe äs isch ga kei En lasch ig (.) will d’ 215
Y1: ∟jo 216
LP: Vo be ei ig ü die Le ngsp öch b uchäd (1) iel meh Zi , als wänn ich ä Zeichnigslek ion meh 217
mach, (1) un:d (1) si indäd jo dänn (.) quasi: (1) aso (.) mi machäd ebä: (.) üsi: Le ngsp ö:ch 218
nöd wäh end dä Schuelzi na ü lich; (1) sonde n (1) äs isch jo (.) ä Lek ion me:h (1) wo quasi (.) 219
Y1: ∟hmh 220
LP: eigen lich wä jo: (.) d’ °U sp ungsidee gsi (.) me mach das wenn d’ Schüle nöd do sind° und 221
bs ell dänn zwei Einzelni, well susch händ jo d’ Chind zwänig Schuel; //jo// (1) und das isch jo 222
au nümä (1) dänn (.) mi händ zwo nöd (.) meh Lek ionä, well di ein (.) die isch üs jo gschenk 223
(.) abe d’ Vo be ei ig däzue (.) isch ü mi:ch (.) iel g össe , wänn ich gue i Le ngsp öch wö 224
üeh ä. ich wö jo nöd ei ach ögä (.) hey wie goh s de ? //hmh// (1) sonde n ich wö jo eigen lich 225
mi jedem Chind indi iduell (1) ä gue s Gsp öch ha. (1) und ich ind äs chömäd o obä imme 226
meh Sachä wo me au no sö mächä (.) d IT: (.) je z die Coachings (2) °und und und° (.) abe: 227
(2) äs gi wie nöd ä: (.) än En lasch ig (.) won=ich als En lasch ig (1) e läb. (1) //hmh// (2) jo: (1) 228
abe da chan me hal au wiede so mache °ode ande sch;° @(2)@ 229
Y1: ∟hmh ∟jo 230
Y1: Vilich je z g ad (.) isch (.) isch (.) s’ G ühl (.) usäghö isch ä (.) isch än=Usä o de ig ü dich so 231
chli (.) das imme meh, (.) unds im Allgemeinä (.) wänn so (.) Usä o de igä häsch (.) ode Schwi-232
igkei ä (.) im All ag (2) wo ze sch ei a:ch (2) ilich usch ie end sind (.) ode ä ge lich (.) wie 233
gosch dämi um (.) mi so- (.) mi sone ä Si ua ion? 234
LP: Ich glaub (.) ich lohs (.) ga nöd (1) so wi cho das mich wü: (1) ich ig beschä igä. (.) aso wänn 235
Y1: ∟jo 236
LP: ich me k (.) öpis s ö mich, segs äs Ve hal ä omä Chi:nd (.) ode ebä (2) jo gue (.) chasch jo 237
nöd übe all glich iel machä ode ; @(2)@ mi däm IT do: (2) da b ing je z wenig wenn ich dö 238
Y1: ∟@(1)@ 239
9
LP: alü ; ode abe (.) ich ind wänn so i dä Schuel öpis isch wo mich usch i:e: (2) dänn sp ich 240
Y1: ∟jo 241
LP: ichs mega schnell a:. (.) also ich sp ichs eigen lich (1) gad mi äm Chind a, (.) und mängmol 242
Y1: ∟hmh 243
LP: säg=i=dänn hey: (1) meinsch langä s wänn ich schnell hei alü , und ich das no mi dinä El e ä 244
besp ich, ode söläd mi zämä anähockä. (1) //jo// (3) jo: (.) abe ich bin hal m::e:ga: (1) di ek . 245
(2) aso (3) jo: (.) isch ilich nöd - imme (.) ü alli mega agnehm, (.) abe ich chan nö:d (1) nöd 246
d übe schwä zä: (.) unds dänn ze sch mi hunde ande ä besp- (.) besp echä: (2) da isch oll 247
nöd mini A ; also wenn ich me k öpis isch nöd gue dänn (1) wö ichs g ad mi äm Chind be-248
sp echä, und dänn hockäd mi schnäll anä (1) und dänn bhal ichs am d ü schnell do, zum 249
Y1: ∟hmh 250
LP: Bispil. (1) und dänn besp echäd mi da no schnell. (1) und dänn ischs au wiede gue , (.) und 251
Y1: ∟hmh 252
LP: dänn (.) chan ichs wiede lo:s loh. (1) ich ind bi dä El e ä isch mengmol chli schwie ige , (3) will 253
die häsch nöd so esch , (.) ode , //jo// do=sch (.) do ischs dänn ä Tele o:n, und (.) d’ Si ua ion 254
isch dänn ilich belasch end wenn: (.) d’El e ä: (1) s’Chind wie: (2) am Chind nü zue auäd, 255
und=s’ quasi i dä sechs ä Klass no b ingäd und holä:d, (.) und (.) s’ nöd dö: mi äm Velo: id 256
Badi u ä ah ä:, (.) da sind so die Sachä wo ich me k mann äs isch ü s Chind nöd gue (1) 257
Y1: ∟mhm 258
LP: well äs wi d (.) nöd (.) gnueg (.) selbs bewuss so:, (1) äs wi d äm nün zue au , (1) und das 259
sind Sachä wo mich dänn ehe so usch ie äd; (.) well das chan ich nöd (1) chan ich nöd so 260
di ek und ei ach klä ä; (1) do b uch s dänn (.) d’ SSA: und so (.) und das gi dänn wie g össe i 261
Y1: ∟jo 262
LP: Tisch; (1) ode ilich ä:h soga:: (2) ilich soga:: ä:hm s’ KJPD, (.) ode weisch i gendwie öpis 263
wod=a ach seisch he:y (1) da=sch (.) °nöd gsund° (1) //hmh// (1) und (.) mich s ö dänn das 264
a ach @(.)@ (1) mi:ch (.) da ne mich dänn (.) wenn Sachä lang gön:d (1) won=ich nöd im 265
Y1: ∟jo 266
LP: G i han (.) zum si beschlünigä; (1) will hal d’ P ozess (.) ih i (.) Zi b uchäd ode , (.) s’ ganze 267
Rösslispiel s a ä i gendwänn, (.) und du indsch so (.) @oh Go , (.) äs sö schnelle goh@ äs 268
Y1: ∟@(2)@ 269
LP: isch ü s Chind nöd (.) gue ; (1) abe du häschs nöd im G i . (.) da sind dänn die Sachä wo 270
Y1: ∟jo 271
LP: mich so chli (1) (schnau lau du ch die Nase ein) (1) hmh (2) abe (.) wenn da (.) wenns so 272
Si ua ionä gi , besp ich ich da iel mi mim Mami (.) zum Bispiel. (1) //hmh// (1) jo (2) will dänn 273
isch glich öpe , (.) wo nöd (.) oll (.) i dä Schuel däbi isch, (.) das isch nämlich mängmol no 274
schwie ig, (.) wänns du mi °@Leh e @ besp ichsch° (1) ä:hm (1) jo: (1) und glich au: (.) weiss 275
Y1: ∟@(2)@ 276
LP: so wie d’ Schuel meh ode wenige lau ; ode (.) d um isch dänn au (.) jo do besp ich ich dänn 277
°mi äm Mami und ( )° 278
Y1: ∟und dis Mami hä Iblick id’ Schuel (1) gäll? 279
LP: ∟bi zli 280
10
Y1: ∟jo 281
LP: ∟bi zli 282
Y1 : Ä:hm (1) nu zisch das (1) im Sinn o: (2) dich selbe (.) e lek ie ä und usä indä (.) was chön 283
ich machä weli Handligsmöglichkei ä han=i? (1) ode au so chli: (.) zum dini G ühl egulie ä das 284
du wiede im (1) meh im Einklang bisch; 285
LP: I glaub isch sochli beidäs; (.) ich ind (1) si hä so ä gsundi Isch elig (1) zu Sachä wo ich dänn 286
wie scho z’ nö:ch (.) d a bin (1) ode ilich lug us dä Dis a:nz (1) das Chind läb scho (.) si (1) 287
Y1: ∟hmh 288
LP: zwöl Joh so, (.) äs scha s je z au no: (1) d ü Wuchä meh so quasi, (.) ode (.) u:nd (2) 289
Y1: ∟hmh 290
LP: was=s=mi au imme wiede gsei hä wo ich mi je z au so chli e inne lich han, log äs isch 291
nöd (.) dis (.) Chin:d (1) //hmh// (1) du (.) bisch (.) i dä ä Zi wos do: isch (1) bisch du mega 292
wich ig (1) //jo// (.) und s’ isch u wich ig, das ge n zu di chun , das du chasch ä Inslä si:, (1) wos 293
unk ionie . (1) abe (1) äs=sch (.) du gohsch nöd mi däm hei: (1) //hmh// (.) und mi mönd au 294
wies’ Ve auä ha, (.) das mi s’ Chind do: so s a ch machäd, (.) das äbä das dihei scha , (1) 295
Y1: ∟hmh 296
LP: nöd alles muen me scha ä (.) nöd alsch e s oh; (.) abe ei ach so (1) jo dänn (.) cha=si hal 297
Y1: ∟hmh 298
LP: nöd mi äm Velo; (.) da hä =si je z di le sch ä zäh Joh ä au nöd dö ä. (.) je z (2) packäd mi 299
da: (.) das scha sch °bis zu dä Summe e ie°. (.) abe äs goh hal ; (1) //hmh// (1) un:d (1) jo 300
du chasch nöd (1) d’ Wel e ände ä. (.) du chasch än chlinä Teil e ände ä; und ho ä das 301
Y1: ∟jo 302
LP: nochhe (1) s’ Rädli wi e d üll ode . (1) und si hä amigs so wie diä (.) diä Coolness zum sägä 303
Y1: ∟hmh 304
LP: hey chum (1) isch gue ; (.) und die chömäd mega ge n (.) und da isch wie (1) das isch da wo du 305
chasch bü: ä. (1) //jo// (.) s’ goh wie nochhe (2) °nöd wi e .° 306
Y1: Däm all so chli: (.) zum d’ Sach ela i ie ä; (.) wiede so chli (1) Bodä un e dä Füess übe cho, 307
LP: ∟mhm ∟äs E dä 308
Y1: (.) sich o ien ie ä, (.) ode so i die Rich ig i däm all (1) nu zisch du (1) so Gsp öch. 309
LP: ∟ oll ∟jo ∟jo 310
LP: Lusch ig (2) je äl e ich wi d (.) desch o wenige . (1) //@mhm@// (1) jo wü klich, aso weisch 311
well du häsch wie: (1) iel Sachä jo scho mol e läb . (2) °jo:° (1) und am A ang häsch (.) isch 312
jo alles neu (.) und du indsch alles no iel (.) schlimme (.) und iel (.) agische (.) und du 313
Y1: ∟@(3)@ 314
LP: wö sch no iel meh (.) und me ksch äs goh nöd; (.) und dö han ich da no iel ö e s gmach . 315
(1) obwohl i scho (.) au nümä dihei gwohn ha. (.) also weisch chasch nöd sägä isch (1) da gsi 316
(.) di ü:mlich T enig, (1) °jo° (2) und i=glaub ich bin au en spann e :; wi d ich au en spann e (.) 317
Y1: ∟jo 318
LP: ode (2) s’ Fü i g ad si loh (1) //hmh// (1) ü ali (.) //jo// (1) jo: (5) °jo° (5) //°spannend°// 319
Y1: Jo je z muen ich glad luegä (1) ä:hm (2) wa wü sch du sägä, (.) was isch (1) dini S ä chi als 320
Leh pe son? 321
11
LP: (7) I:: glaub (.) i han ä gue i Klassä üeh ig; (2) aso ich gseh (.) alles wa passie . (.) ode ich 322
gseh iel wo passie , (.) und ich chan (1) schnell eagie ä. (2) ich glaub @ich bin no lusch ig@ 323
LP: @(2)@ nei ich glaub im Fall wü klich; (.) ich (.) ich bin mega in e essie a dä Schüele , (.) 324
Y1: ∟@(2)@ 325
a däm wo si au i ih ä F eizi machäd; (1) ä:hm (1) und ich hans (.) gä n; (1) ich han eigen lich 326
ali gä n; (.) ich han (2) äs b uch u hue ä iel bis i (1) bis=i mi =öpe äm nöd zschlag chum. (.) 327
ich glaub ich bin g osszügig mi dä Schüele . (.) ich glaub ich chan (.) iel Chind (1) so näh wies 328
sind. (1) und o dö p obie ä s’ Besch d us machä, und wänn s’ Besch hal mega (.) wenig 329
Y1: ∟hmh 330
LP: isch (.) i dä (.) i dä Asich o öpe =ande em; (.) und äs isch abe o zdem än Sch i u wä s, (.) 331
dänn (2) esch imie ich das. (1) und dänn indi=da mega läss. (1) jo wü klich, (.) au wänns im 332
Y1: ∟hmh ∟@(.)@ 333
LP: Wi: sp ung nu ein Zen ime e wi e gump als o ämä halbä Joh ; abe äs (1) isch wi e 334
gsp ungä. (2) °jo° (2) und ich glaub ich bin u gsch ell . (1) ich glaub das isch dä Chind au no 335
wich ig. (1) //hmh// (1) so das me gue i Lunä hä , (3) °und ich chan au übe mich selbe lachä.° 336
@ha@ i han hü e lo ä i dä: (.) Plank Challenge a dä Wand @i bi nu öpä di sibä Besch 337
Y1: ∟@(.)@ ∟@(2)@ 338
LP: gsi. (1) oh Go isch da schlimm@ und ich e lü so nöd gä n weisch; (.) o:h da schiss mi so 339
Y1: ∟@hmh@ 340
LP: a:. (.) woah si hän so g i ä . (.) und je z önd mi mini Obe schenkel weh, (.) well i (1) nöd gnueg 341
üeh @u ghö -@ ha: (.) si händ mi oll usglachä . (1) i bi asch schlech e °als ali Buebä° (1) 342
Y1: ∟@(1)@ 343
LP: ((z hhh)) jo gsehsch, je z üeb=i am Wuchenänd. (.) @ha@ @nögsch Wuchä bini besse @. 344
Y1: ∟@(2)@ 345
LP: (1) jo: (1) jo siche (.) jo oll; (.) im Spo . (1) i bin susch niene eh gizig; (1) °nu im Spo .° (1) 346
Y1 : ∟@eh gi:zig@? @(3)@ 347
LP: @susch chan i nün @. (.) @(2)@ //@ouh@// @(1)@ 348
Y1 : ∟@so gue @ 349
Y1 : Jo ilich (1) gad än (.) ä: (.) aschlüssendi F og; (.) wo (.) wo: im Leh e b ue ziehsch du Ch a 350
usä. (1) ode F eud? 351
LP: A dä Chind. (1) i chum wäg dä Chind. (1) ich ind (1) äs isch so cool do (.) ei ach einäzwanzg 352
Y1: ∟hmh 353
LP: e schideni Nasänä ha:, (.) wo jedä än=ande i Idee hä ; (.) ä:hm (1) i ind da au cool a däm 354
Al e ; (.) ich lieb d’ Sechs klässle . (1) i wü : (.) wänn i nöd z’ ul gsi wä , (.) wä =i woh schinli 355
besse Obe s u äleh e in wo dä. ode , (1) abe @i han gnueg Schuel gha@. (.) abe i han 356
Y1: ∟@(.)@ ∟@(1)@ 357
LP: ei ach die Chind (.) i ind die so cool; ich inds so lä:ss wie si mi dänked; (.) wiä si öpis (1) 358
mi b ingäd; (1) und (1) so (.) aläs gäbed zum di g alä (1) //mhm// (1) si (.) si gäbed ales; (1) und 359
(.) ales mue ei ach langä. ode , (.) und i ind da: (.) i inds=so läss, und i ind mi händ (.) so än 360
iel äl igä B ue: (1) machä:d (2) all ü ä ie zg Minu ä öpis ganz ande s, (1) du chasch oll iel 361
mi gsch al ä, (.) aso ich cha: (1) meh ode wenige selbe uswä:hle (.) weli Liede das ich mi 362
18
Y1: ∟@(1)@ ∟@mhm@ 609
LP: @(2)@ (1) si wüssäds (.) i inds imme °mega (1) F au (XY) si üend mich je z siche hei.° (1) 610
LP: jo na ü: li (1) ha (1) und denn nämeds (1) (( ie es Eina men du ch die Nase)) säg i (1) 611
Y1: ∟hmh 612
LP: nögsch ä Rundi (.) chasch du mich wiede hei ue; (1) und dänn i: äds da mega (.) wänns mich 613
°dänn chönd hei ue.° (1) das isch wie bim Si zball; (.) wänns mich chönd abä=schüssä. (.) ich 614
Y1: ∟@hmh (.) jo@ 615
LP: spiel imme mi (.) bim Si zball. (1) ich inds (.) hue ä (.) geil (1) //hmh// (1) da isch mega cool. 616
(.) ich loh mich mega iel abschüssä. (.) aso ich schüss au abä (.) °im Fall° (1) @abe ich loh=mi 617
Y1: ∟@(1)@ 618
LP: au abäschüssä;@ (.) ich glaub °da isch wich ig (.) das me chan dä Leh e abschüssä.° (.) ebä 619
Y1: ∟hmh 620
LP: wie (.) wie bi di ; (.) du häsch doch dä: (1) @ha (.) weisch (.) die F eu:d@ (1) da händ d’ 621
Y1: ∟@jo@ 622
LP: Sechs klässle no; (2) si (.) si schissäd sich asch id Hosä o F eud; (.) wänns (.) chönd im 623
Y1: ∟lusch ig @(1)@ 624
LP: Si zball (1) ie Bäll lügäd u mi:ch. (1) und si indäd woah (1) oll cool (.) sie sind oll o ä 625
(.) ich so (1) und=wie=du; (3) abe da isch doch mega cool; (1) i mein (.) dänn s imm doch au 626
Y1: ∟@(2)@ ∟jo 627
LP: dini Beziehig. (.) //@jo@// 628
Y1: Du he sch au chönä in Kamp go. (1) i mein (.) he i woh schinlich blöd ue (.) dö ä, (1) //hmh// 629
(1) dänn (1) i he wo schinlich än i:esä Kamp gha; i ha g undä (.) okey: (.) abe Jungs (1) dänn 630
Reglä (1) //@hmh@// (1) da=sch (.) da=sch d’ Challenge (1) und dänn isch=äs d’ Challenge; (1) 631
LP: ∟da isch doch coo:l ∟jo: 632
Y1: und dänn hey (.) abe hey (.) hey (.) wi e hinde ä (1) susch bi i jo oll (1) un ähig (.) @(2)@ (1) 633
LP: ∟@susch 634
Y1: jo genau (.) i=mein wenn=i di o nä s and (.) isch jo chum- 635
LP: hä s di du@ (1) °sägs nöd.° ∟jo paa chönd scho ech schüssä 636
(.) gäll; (1) jo dä (XY) cha (.) oll gue schüssä (1) da isch (.) gäg die mach ich au nüm. (1) 637
Y1: ∟ou jo ∟@(2)@ ∟@(.)@ 638
LP: abe d’ Sechs klässle ; (1) die (.) woah (2) die () im all oll (.) i zieh amigs d’ B ilä ab. (1) aso 639
Y1: ∟hmh 640
LP: will wänns di i , (.) dänn (1) ((Kla schge äusch)) (3) Nasäblüe ä @(1)@ abe isch gue . (2) 641
Y1: Gi s i gendwelchi (1) E ah igä (.) ode P ä:gigä (.) im Läbe; ode , (1) ähm (.) E eignis (.) ode 642
Sachä (.) wo du selbe e läb häsch; (.) wo schwie ig sind (1) wo du me ksch (1) im Nochhinein 643
(.) ü: (1) s’ Ve s ändnis o dä Chind; ü din B ue (1) isch das abe (2) wich ig (1) °ode hil ich;° 644
LP: Hey (.) ich bi eigen lich mega än schläch ä Leh e dö du ä. (.) well ich bin: (.) so: (3) o:hni (2) 645
ein S ich z’ machä (.) bis=und=mi Ma u ; @°(1)°@ (.) @id Schuel.@ (2) i (.) i ha wü klich (1) i 646
han=nie (.) i mim ganzä Läbe mösä le nä. (1) und äs (1) aso weisch (.) ich han scho mängmol 647
F anzösischwö li im Semi mösä le nä; abe (.) ich=chan (2) ich ha mega Glück (.) ich chan (.) 648
19
audi i: (1) isuell: (1) ich bin (1) oll (1) ((Klop ge äusch mi den Finge gelenkknochen au das 649
Pul )) (1) jo (1) ich mue wü klich nün ue. (.) d um han ich (1) wenig (2) ich weiss nöd wie sich 650
sich die ühläd; (.) ich chame s nu o s elä. (1) da han=i nö:d. (1) abe (1) i han (1) i dä: (.) ü ä 651
Y1: ∟hmh ∟hmh 652
LP: sechs ä (.) me:ga än coolä Leh e gha, (.) dä=sch isch ab äm Semi, (.) aso (1) mol ich glaub 653
°am Semi gsi° (2) isch abäm Semi cho; (.) än Ma: (1) ähm: (.) da hä abe nü dämi z ue das 654
Y1: ∟@(1)@ 655
LP: (.) nu ä isch än Ma (.) und d um isch ä gue ; (.) °ich han au schlech i Manä gha;° (.) abe (2) 656
dä isch (.) so än Gue ä gsi. (1) und (1) ich weiss no (.) ich bin ehe chli (.) so ä echi Schüele in 657
gsi; (.) und ich han (1) bi se:h (1) ich ha woh schinlich än g ossä G ech igkei ssinn (.) au gha; 658
(.) als Chind; (2) und ich ha=däm (1) gsei: (.) äs seg me:ga (.) aso ä hä mich k i isie (.) am 659
El e ägsp ö:ch, (1) ä:hm (.) ich ägi nümä u hebä. (.) am A ang heg ich imme mega gue mi g-660
mach , (.) und je zä mach ich nüm mi . (1) und ich (1) das hä gsch umm:ä, (1) will ä hä mich 661
(.) nie d agnoh. (1) imä ganzä (.) Joh (.) nie. (1) nie. (1) i han=imme u ghebä ; (1) und ich 662
Y1: ∟hmh 663
LP: ha gsei ; (.) jo abe sie (1) sie nähmed mich (.) n:ie d a; (1) ich bi=no ga =nie d a gno wo dä; 664
(.) sie nämed imm:e , (1) ich han dänn genau u zell (.) weli das=ä imme d a nim ; (2) un=dänn 665
Y1: ∟hmh 666
LP: (.) s’ isch sini Reak ion (.) äbä bahnb echend gsi, (.) und äs hä mich so beid uck ; (.) hä ä 667
gsei ; (1) °ich übe leg mi da:s° (1) //hmh// (1) ich mach o je z a: (.) ä S ichlilisch ä (.) ä ganzi 668
Wuchä lang, (3) und dänn (2) ä - (.) aso quasi (.) dänn schwä ze=me nomol. (1) //hmh// (1) 669
hey (.) und da hä =dä gmach . (1) //hmh// (1) un=da hä mich (.) s:o beid uck . (1) dä hä nöd 670
ei ach gsei (.) so (.) quasi (.) du dumms Chind, (1) ich ha dänn scho ech (.) und da s imm 671
nö:d; (1) sonde n (.) ä hä im Fall w:ü klich, (.) ä hä sich so (1) ich übe leg mi das; (.) jo (1) 672
Y1: ∟hmh 673
LP: //hmh// (1) da=sch gue ; (1) da han=i (.) nei da (.) da chan si; (.) jo:, (1) und i=ha=da (.) so s a ch 674
g undä, (.) dass=so än (.) jungä Ma:, (3) jo: (2) das dä da so gsei hä ; (.) und und mi ech gäh 675
hä ; (1) dänn au @im Nochhinein@ (1) ä:hm (2) jo (.) d um ind=ich ebä das äs Zeichä o S ä chi 676
Y1: ∟hmh 677
LP: °wä=me da cha=so (.) zu sinä (1) zu sinä° (1) aso isch jo nöd än (.) Fehle ; (.) //jo// (1) äs 678
Y1: ∟jo 679
LP: isch a ach=so (.) jo: (2) und i ha im Fall (.) i ind i ha mis Läbe lang wü klich (.) gue i Leh e gha; 680
(1) //hmh// (1) und i (1) i bi (.) ge n id Schuel (.) nöd wäg dä Schuel (.) sonde n wäg minä F ündä; 681
(1) //hmh// (.) un=d um: (1) ind ichs au so wich ig (.) @das me äs gue s Klassäklima hä ; (.) 682
will (1) will hä (.) i ha=nöd s’ G ühl äs chun öpe wäg dä Ma he@ aso (.) @(3)@ (1) @so ischs 683
Y1: ∟jo ∟@(2)@ 684
LP: dänn jo schon nöd.@ (1) jo: (1) nei (.) i glaub im Fall äs isch ei ach so wich ig (.) wie mi s do 685
mi enand händ; (1) ich bi nu d um id Schuel. (1) //hmh// (2) aso d um (.) meh ode wenige ge n 686
id Schuel; (1) //jo// (1) jo: (3) 687
Y1: Vilich zum Schluss no s’ S ichwo (1) G ech igkei ssinn; (.) du häsch gsei (.) du häsch än 688
hochä G ech igkei ssinn; (1) wie isch das hü (.) un:d (1) wie wi k sich dä (1) im B ue sall ag us; 689
20
LP: I säg meisch ens (.) im e sch ä Klassä o (.) mine ä neuä Klass (1) g ech isch ü ali ande sch . 690
(1) //hmh// (1) aso (.) äs isch ge ech (1) o mi (.) wänn i:ch (1) ü ali ande sch bin. (1) will nöd 691
jedä: (1) cha di glichä: (1) Sachä e ülä. (1) und (.) i inds=so wich ig (.) das me da (.) mi dä 692
Schüele besp ich ; (1) isch äs dänn ge ech , (1) wänn: (1) dä Schüele (.) A (.) all zäh Minu ä 693
dö ä Bewegigspausä machä; (1) jo: (.) will ä si b uch ; (1) //hmh// (1) b uchsch dänn du all zäh 694
Minu ä ä Bewegigspausä; (1) un=dänn (.) jo nei; (1) wie o b uchsch si dänn? (1) jah (2) all 695
ie zg Minu ä; (1) dänn mach si dänn; (1) //hmh// (.) ode (.) und (2) i ind (.) me mue abe da 696
besp echä (.) me dö nöd ei ach (.) me hä jo imme Chin:d (1) wo: (.) ä bsunde igi (1) ähm 697
(1) bsunde igi Reglä b uchäd (.) zum unk ionie ä. (1) //hmh// (.) ode au (.) ande i (1) Bedü nis 698
händ. (1) und i ind mega simme (1) mi mönd (.) o ä si; (.) mi mönd da asp echä; (.) un=d’ 699
Chind e s ön=da (.) un=d’ Chind sind dänn (1) i nünänünzg Komma nü P ozen (1) g osszügig; 700
(1) //hmh// (1) abe (.) mi:ch (.) s ö (1) da:s (3) ode mich s ö die Meinig (1) g ech isch (1) 701
we=me mi allnä gli:ch isch. (1) //hmh// (1) da s imm (.) ei ach (.) nöd; (1) i:ch ind (1) ü ali wo 702
än Chaugummi im Mul händ; (1) gi s di glich S o . (1) //hmh// (1) da ind i (1) nöd ü dich gi s 703
keini (.) und ü dä ande gi s mega ä schlimmi; (.) da: schon nöd; (1) äs gi Reglä wo=me 704
mi änand abmachäd. (1) //hmh// (1) abe dänn gi s gwüssi Sachä, (.) won=ich nöd o allnä wö 705
di glichä i o de ä. (1) und ich ind da isch wich ig (.) das me die komunizie . (3) jo: (1) und (.) i 706
Y1: ∟hmh 707
LP: glaub im Fall (.) mi Leh e (3) händ öpädie (.) ä Chind (1) wo mi hä e (1) d a nämed, (1) und 708
mi isch mi u g alä, (.) aso i han mi da: (.) lang übe lei ; (2) ä:hm (2) will mi da: (1) °@bim (XY) 709
((eigene Sohn de LP)) mängmol u all ;@ (1) abe au im T aining;° (1) //hmh// (1) ä:hm (1) d 710
(.) du bisch: (1) mi dä (.) gue ä (1) Chind (1) °aso mi dä gue -° (1) leisch igsmässig je z gue ä 711
Schüele , (1) bisch du (.) ode bin=i:ch (.) o s enge . (1) //hmh// (1) ich o de ä meh i:. (1) und 712
da isch nöd imme ai ; (1) 713
Y1: ∟Fü we ? 714
LP: Fü K- (.) au ü die Gue ä; (1) //hmh// (1) i ind die dö äd (.) äs dö au mol ei ach (.) okey si; 715
(1) du muesch nöd (.) imme (.) supe abli e ä. (1) //hmh// (1) au wenns du chasch; (2) äs gi 716
ilich Täg (.) do chach du nöd supe b ingä; (1) und (.) das me (1) denn s’ Fü i g ad si loh und 717
sei (1) isch ü hü ischs gue ; (.) mo n wö =i=s wiede ande sch (.) gäll; (1) aso weisch (.) das 718
me au dö in Dialog goh ; (.) °mi dä Chind.° (1) //hmh// (1) abe (1) i glaub mi mönd (1) esch 719
esch esch (1) imme wiede: (1) e lek ie ä: (1) und (1) übe (.) üs selbe : (3) übe üs (1) jo: 720
(1) übe üs selbe (.) nodenkä: (1) wiä: (1) s on=i je z g ad (.) zum wäm (2) jo: (.) und au ilich 721
am Schluss om Tag (.) übe legä: (1) hani (1) wa han i hü (.) gue gmach ; (.) und (1) wo bin i 722
Y1: ∟hmh 723
LP: hü abe au nöd mi mi z idä:; (.) und dänn (1) sich das u sch ibä ü di nögsch S und; (.) ode ; 724
Y1: ∟hmh 725
LP: (3) abe i:ch (1) ha do: mini Meinig (.) scho esch gände ä ; (.) aso (1) g ech (1) ich han üehne 726
(.) g ech (.) g undä (.) g ech isch ü ali gli:ch; (.) und ich bin (.) hü än isä °() g ech isch ü ali 727
Y1: ∟hmh 728
LP: ebä° (1) indi iduell (2) so: 729
Y1: ∟Wie ischs zu däm Wechsel cho (1) o de ä Meinig? 730
21
LP: E ah ig (1) //hmh// (2) E ah ig (.) I:sich (3) jo und ebä (.) i:ch (.) bi na ü lich (1) imme (1) gäll 731
i bi imme (.) ha d a gnoh wo dä; (.) i:ch bin mega: (1) spo lich gsi; (.) imme ; (1) aso i:ch (1) 732
°äbe i han lang Nazi A Unihockey gspil ;° (.) i bi dö (.) hue ä: (1) im (1) Züg inä gsi; (1) mi iel 733
Y1: ∟hmh 734
LP: T aining; (1) un=dö mösä ad’ G enzä; (.) und dö d übe u:s; (1) i bi imme ä mega gue i Schüe-735
le in gsi:; (1) abe o mi (.) isch mega iel e wa ä wo dä. (.) i bi di Äl isch o (.) ie , (2) ä:hm 736
(2) nei (.) wän=ich im Fall än Fü e (.) än Fü e hei b och ha (1) hä so s’ Mami g undä (1) 737
du abe ((Name de LP)) (1) du :ulä (.) Sack du. (1) °weisch so (.) @ode @° (1) goh s=äna 738
no (1) häsch du übe haup (.) eimol s’ Buech u gschlagä? (.) °nei logisch nöd ()° (1) und bi minä 739
Y1: ∟@(2)@ 740
LP: B üede ä isch so gsi (1) läck (.) än Vie ähalbe (1) läck (.) du häsch wü klich esch güeb ; (1) 741
g a ulie ä. (1) und da han=ich (1) n:ie ai g undä. (1) //hmh// (1) nei (1) äs isch (.) oll ai gsi; 742
(1) im Nochhinein. (1) //@(1)@// (.) @abe @ (1) i glaub i ha wü klich (1) da ich au ä Ri: i F og; 743
(1) //hmh// (1) abe i ind (.) äs isch (.) mi mi (.) zwänig besp ochä wo dä. (1) //jo// (1) ode mi 744
ü:s üehne (.) als Chind; (.) üehne häsch du so: (2) abuisie ; (1) ales wo speziell isch (.) 745
isch so (1) äs °Tabu hema gsi; (1) und ich ind da=sch ganz schlech .° (2) ich ind (.) jedä hä 746
doch i gend- (1) i gendwie (1) i gendöpis; (2) öb ich je z än (.) ADHSle ode äh (1) än: (1) Au is 747
bin; (1) ode öb ich je z (.) ei ach nöd schnell chan enä:; (1) ode äs Holzbei ha; (.) ode d’ (XY) 748
hä (1) ä:h (1) ein=A m. (1) isch doch egal; (1) mi händ (.) ich glaub mi händ (.) jedä: (1) ich 749
cha kei schöni K eis usschnidä; (.) ode ; (1) nei (1) isch doch okey (1) //hmh// (2) mi sind ali 750
ande sch (.) und (.) ä: (.) b uch je z hal (1) °all zäh Minu ä ä Pausä.° (1) //jo// (1) und ich (1) 751
mue hal dä K eis zäh mol usschnidä; (.) bis ä schön isch. (1) und da hi neh (1) und da 752
Y1: ∟@(1)@ 753
LP: komunizie ä; (.) ° ind ich mega wich ig.° (1) //hmh// (1) °jo:° (2) und i glaub d’ Chind (2) °isch ü 754
die oll okey. (2) jo (3) jo:° (3) 755
Y1: Mues gad (1) nei (.) ich glaub (1) äs isch gue ; (1) @(2)@ (.) ich he (1) wö äd wo schinlich no 756
LP: ∟@(1)@ 757
Y1: ganz iel F ogä u cho, (1) i möch zum Schluss ei ach no F ogä (1) gi s öpis wo: (1) i:ch je z 758
LP: ∟@(.)@ 759
Y1: nonig g ogä ha, (1) wo du no wich ig indsch (1) zum mi eilä; 760
LP: (11) (( ie es Ein- und Ausa men)) (5) nei (1) glaub im Fall nöd; (1) i glaub isch ech 761
Y1: ∟gue 762
LP: @us üe lich gsi@ @(1)@ 763
Y1: ∟@(2)@ 764
Y1: genau (.) äs heiss ei ach (.) me söll am Schluss no d’ Chance geh ü (.) Unausgesp ochenes 765
(.) Unangesp ochenes (.) i han g undä (.) mach ich je z so ich ig (1) o bildlich; (1) abe dänn 766
LP: ∟nei i glaub nöd 767
Y1: isch gue . (1) nei (1) ich ha: (1) mini F ogä chönä s elä (.) @(.)@ (.) und no iel meh e ah ä (1) 768
LP: (.) ode ? ∟@(3)@ 769
Y1: also o däm (1) ü mich (1) °pass das gue .° 770
22
LP: @ich ha=ächli Angsch das du nöd@ (1) das du (1) äso (.) b ei (1) das ga nöd (1) weisch das 771
di ga nöd aso chasch (1) 772
Y1: ∟ich mach mol s opp (.) gäll; (1) 773
LP: Jo mach s opp. 774
T ansk ip In e iew 2
Y: Du dankä iel mol (2) das du mi mi das (1) In e iew üh sch (1) ü dini O ähei ; 1
LP : ∟gä n ∟@(.)@ 2
Y: I dänk mi s a äd (1) posi i is In e iew und ich og dich a ach zum S ichwo (1) da um liebe 3
ich meinen Be u . (1) was sind d’ G ünd (1) us däm du d’ A bä gä n machsch was mo i ie dich 4
was ib dich a: i dim B ue 5
LP: ((hö ba es Eina men)) das (.) ich (.) chan (1) au noch Joh ä je z (.) noch übe zwanzg Joh 6
Schuel geh imme no wiede Neus dö- dö däzue le nä. (.) seg das im Be eich (1) achspezi isch 7
(.) wo=n=ich äh äbä=n=i dä Geog a ie Gschich iel In e essä ha (.) wo=n=ich ei ach au imme 8
wiede ge n mich ilisä; ((hö ba es Eina men)) ode au im Umgang mi Schüele . (.) mi dänä 9
ganzä neuä Sachä; (.) Mediä wo (.) au s ess oll sind übe ha- (.) aso s’ (.) s’ s oh usse F og, 10
(.) abe wo=n=i (.) mega spannend ind; und wo=n=i au mega dankba bin (.) das ich nöd än 11
Job ha wo: (1) wo a ach so (.) °langwilig° isch; (.) ode wo a ach (.) äglich (.) g üss das Mu- 12
Mu mel ie . (.) sonde n wo=n=ich wü kli (1) s’ Läbe lang dö däzue le nä; (.) das mach s ü 13
mi:ch mega spannend; (1) dänn au d’ A bä mi dä Chind; (.) wo=n=i wü kli (1) ex em lohnens-14
we ind=au wenns (1) äbä (.) do s i isch mol; (.) dänn häschs wiede me:ga lusch ig mi änand; 15
(.) abe da: wa am Schluss däbi usä chun (.) ode wo=n=ich au (1) noch Joh ä (.) wen=ich 16
Schüele wiede i (.) ghö ä (2) das mach mich (.) so s olz (.) u da:s wa mi leisch äd. (.) und 17
nöd nu i:ch, (.) sonde n ali bi üs. (.) und und au (.) äbä so (.) die Dankba kei wo du im Noch-18
hinein gpü sch. (.) da wa z uck chun ; (.) das mach min Job (1) ex em schön. (1) 19
Y: ∟hmh 20
Y: Also du seisch (.) au im achlichä Be eich uesch dich ge n (.) wi e en wicklä? 21
LP: ∟hmh 22
LP: Gi äh (.) Sachä wo=n=i (.) ex em gä n mach, (.) also je z g ad Neui Au o i ä isch öpis wo:=n=i 23
ind, (1) aso da hä me:h mi äm Umgang je z au z’ ue, (.) abe ich ind äs isch au (.) achlich 24
(.) öpis Wich igs; (.) ä:hm (1) wo=n=i (.) mega cool ind (.) zum mich do d i gä:h und d i läsä (.) 25
und und au imme wiede Neus e ah ä; (.) abe au (.) je z g ad i dä Geog a ie (1) mi händs 26
äh (.) dä o gha (.) ä:hm (1) ich han äbä gle n (.) das äs ä:h (1) jo (.) O ganisa ionä gi i dä 27
Wel (.) wo öpis bewü käd (.) und das hä mi minä Lieblings äche z ue; (.) und dö wiede öpis 28
Neus z’ machä (.) wo=n=ich ilich o Joh ä nöd gmach ha; (1) das ind=ich u: cool. (.) aso nöd 29
ei ach wiede dä al i T o ü ä neh, (.) sonde n (.) ak uell blibä; (.) ä:h (.) au neui E kenn nis 30
i gendwie d ib ingä; (.) je z g ad mi dä KI: au wo (.) wo ex- (.) eno m hil ich isch (1) zum a ach 31
au mol (.) ghö ä (.) hey wa (.) wa sei dänn dä: däzue? (.) aso (.) @wa hä dänn dä so ü mich@ 32
23
Y: ∟@(1)@ 33
LP: (1) ind=i (.) mega cool. (.) mach=i mega gä n. //hmh// 34
Y: Du häsch Neui Au o i ä e wähn ; (1) ä:hm du bisch au (.) Teil one ä A bä sg uppä (.) Neui 35
LP: ∟hmh 36
Y: Au o i ä ; (1) us weläm G und engagie sch du dich i däm Be eich? 37
LP: ((hö ba es Eina men)) ä:hm (.) ich ha:n (.) übe (.) ähm (1) °dö =i dä Namä sägä?° 38
Y: Ich chan=än usäs ichä 39
LP: Jo (1) ich han (.) °aso dö sch än au d in lo.° (.) ich han übe üsi Schuellei e in (.) d’ XY (1) 40
han=ich ä:h (.) e ah ä (.) aso si hä ze sch mol (.) isch si ächli mi däm cho: (.) wo=si neui 41
Sachä usp obie hä (.) im Umgang mi Schüele . (1) und=äh (.) ich mues eh lich sägä, (.) mich 42
hä das seh agsp ochä, (.) well ich bin=än ex em emo ionalä Mensch, (1) aso ich bin au ei ach 43
z’ läsä ü d’ Schüele , (.) ich bin=abe au (.) seh schnell so chli (1) jo nöd un ai , (.) abe mäng-44
mol un e s ändlich ü d’ Schüele . (.) a däm han=i (.) mega lang au imme gscha ä ; (.) ich bi 45
imme besse wo dä d in; (1) isch=me au nöd imme glück (.) wies hal imme isch 46
Y: ∟@(.)@ 47
LP: (.) abe (1) und je z die Neu Au o i ä die hä (.) ex e:m min All ag e liech e ä . (.) will ich 48
ei ach gme k ah (.) ich mus ga nöd imme (.) so o eagie ä. (.) äbä zum Bispiel; (.) ich chan 49
(.) wa ä (1) ich chan (.) abä ah ä (1) ich chan mi öpis übe legä ((hö ba es Eina men)) ich chans 50
(.) u e schiedeni Schul e ä e eilä (.) aso ei ach so (1) mi:s eigene Schuel gäh (.) und mi:s 51
eigene Wesä (.) däm hä das so en sp ochä, (.) das ich wü klich gme k ha hey nei (1) äs gi no 52
öpis iel Besse s (.) als da wo=n=ich bis je z imme p obie ha. (1) ode mich z uck z’ hal ä (.) 53
Y: ∟hmh 54
LP: und dö wiede ; (1) da isch wie nöd (.) da bin nöd ich gsi (1) un=da (.) da en sp ich mi seh , 55
(.) un=d um han=ich dänn i gändwenn au g undä (.) wo=n=i so=chli d in gsi bin isch dä: (1) 56
ande Schuellei e cho, (.) und hä g undä hey (.) mi he ä än=A bä sg uppä, (.) häsch nö:d 57
In e essä; (.) un=do han=i g undä mol (.) well ich ‘s (1) mega wich ig ind (.) das au ande i (.) o 58
däm ghö äd. (.) ich bi=nö:d dö ä zum (.) ande i z’ übe zügä du musch das machä, (.) abe so: 59
das me cha sägä (.) hey doch (1) losäd doch mol anä. (.) ode p obie äds doch wenigsch äns 60
ei ach mol us. (.) ode gwüssi Sachä dä o. (.) ode zum (.) zum wü klich chönä sägä hey (.) äs 61
(.) isch (.) so: (.) hil i:ch (1) und s’ e liech e ä u: iel (.) °bim Scha ä mi Chind.° 62
Y: ∟hmh 63
Y: Chasch du äs (1) konk e s Bispiel besch ibä (.) wo di di Neu Au o i ä wü klich seh ghol ä hä ? 64
LP: Hmh (1) ich ha:n=ähm (2) us ähm zwa- (.) aso äs isch (.) zwei=in=eim eigen lich. (2) ich ha:n (.) 65
ä Vo gob geh, (.) wie mä (.) söll (.) äh (.) a mich anä=cho: (.) ähm (.) in: Fo m o ä:hm (.) was 66
isch=s gsi? (1) d’ Zimme i eilig om Skilage . (1) die hä=mi Leh pe sonä gmach ; (1) ä:hm (.) 67
mi dä Wünsch o dä Schüele (.) wo mi u gnoh händ, (.) hä=mi ‘s e suech möglichsch allnä 68
ech z’ machä; (.) un=dänn han=i: gsei logäd (.) mi hänkä=die u: (.) ä:h (.) ih chönd (.) noch-69
he , (.) wänn ih ‘s gläse händ, (.) schnell zu mi cho: (.) wän=öpis nöd s imm . (.) ih chönd 70
ei ach (.) ganz äs ändig ogä (.) F au XY chö=mi nomol übe (.) d’ I eilig edä (.) //hmh// (.) u:nd 71
(1) ähm (.) dänn hä =das än Schüele genau=so gmach , (.) und ich han öllig übe eagie ; i 72
däm Momen . (.) i bi wü klich hässig wo dä: und ha g undä (.) wa: je z chunsch du je z sin=doch 73
24
Y: ∟@(1)@ 74
LP: ali so z idä (.) und bi wü klich ächli gemein gsi zu=n=äm, (1) u:nd ä hä =dänn au=no mösä 75
b üelä (.) ä hä abe nöd wäg däm b üelä (.) da händ mi dänn nochhe usäg undä (.) sonde n 76
well ei ach d’ Zimme i eilig @so scheisse gsi isch ü ihn@ (1) u:nd ähm (.) i ha dänn da (1) aso 77
Y: ∟@jo@ 78
LP: i ha=da ga nöd mi übe cho (.) das ä b üelä hä , (.) i han=abe selbe gme k (.) ups (.) je z 79
han=ich wü klich je z han=i (.) do alsch eagie , und ha dänn chönä (.) zu ihm anä (.) und sägä 80
hey (.) chö=me nomol anäs o:h (.) aso ich han ihn wü klich ä- (.) äs S uck spö e chönä neh 81
Y: ∟hmh 82
LP: und sägä hey (.) äs ue mi leid; (.) ich ha mich chönä en schuldigä, (1) wa jo au (.) ä: Fo m o 83
dä (.) aso Neuä Au o i ä isch, (.) das d’ Schüele au me käd hey (.) das=sind au Menschä (1) 84
//hmh// (.) und han (.) ihm (.) ganz kla gsei (.) hey log (.) du häsch ales ich ig gmach . (1) ich 85
han mich je z ei ach e le z g ühl , (.) will du: (.) gsei häsch d’ Zimme i eilig isch doo ; (.) und 86
ä:h (.) han (1) en sp echend eagie ; (.) i han ‘s pe sönlich gno und das he ich nöd dö ä, (.) 87
und das hä ä:h (1) d’ Uswü kig dänn gha; (.) das isch u cool gsi zum gseh (.) das ä gsei hä 88
(1) ou F au XY (.) da ue mi leid ich hans nöd wölä (.) i han nöd wölä si: beleidigä (.) abe i ühl 89
mi i däm @Zimme hal ei ach nöd wohl@ (.) und dänn han i gsei chom (.) je z hockäd mi anä 90
Y: ∟jo 91
LP: (.) und dänn isch da mega cool gsi zum (1) ei ach (1) die Nöchi wiede scha ä=n=ode , (.) aso 92
ich hans chönä uebä loh; (.) ü äh (.) aso damol isch ‘s je z nöd äso lang (.) di Zi zwüschä =inä 93
gsi (.) und han abe dänn au chönä wü klich ihm zeigä hey (1) ich nim dich e nsch . (1) un:d (.) 94
Y: ∟hmh ∟hmh 95
LP: je z chö=mi das au eglä. (1) das isch dänn (1) äh (.) eigen lich d us esul ie (.) dass dänn 96
nomol zwei d ü cho sind; (2) wo: dänn ä:hm: (1) wo=ni dänn wie gme k han (.) je z (.) je z 97
chan=i ‘s nümä älei händle. (1) je z sind mi da wie z’ iel Lü: , (.) wo je z do i gendwie s’ G ühl 98
händ (.) si mösäd nomol mi mi übe die (.) @Zimme i eilig@ edä; (.) und han dänn chönä (1) 99
mini Kolegä holä; (.) und sägä hey (.) chönd ih mi do asch hel ä? (.) ich glaub do mönd mi ali 100
nomol d übe (1) denkä (.) wa chöme machä. (.) aso a ach (1) äbä d’ Ve an wo ig au eilä. (.) 101
Y: ∟hmh 102
LP: i däm Momen ; (1) un=da sind so (2) g ad zwei Bispiel (1) wo je z seh nöch gsi sind, (1) aso 103
(1) ° o Chu zem passie sind,° (1) wo (.) wo=n=i ind (2) üene he =i da ei ach älei du äbox 104
(.) und wä hässig hei. (.) //jo// (.) und je z han=i wü klich gme k (.) hey nei (.) ich cha jo die (.) 105
die händ jo da mi mi gmach , (.) aso (.) chö=mi da mi änand je z (1) aluegä; (.) ode 106
Y: ∟ hmh 107
Y: Vilich (1) s’ S ichwo (2) wänn mich än Schüele (.) ä Schüele in (.) so ::ich ig ne (2) dänn 108
LP: ∟hmh 109
Y: (2) ilich (.) g ad mol (1) was wä üehne gsi (1) was isch hü ? 110
LP: ∟hmh ∟hmh ∟ok 111
LP: Ähm (2) üehne (1) ganz kla (1) do wä =i (2) zimli schnell (.) lu: wo dä, (1) aso (.) lu: in 112
Fo m o (.) a äch mini S imm (1) seh seh lu: ; (1) ä:hm (1) ich bin=nie us ällig wo dä; (1) säb 113
25
nöd, (.) abe ich han äm Schüele (1) zimli s a ch z’ spü ä geh das je z ei ach ä söll d’ 114
Schno ä °zue ue° (.) aso wü kli (1) ((zzzp)) (2) u:nd (1) han so chli die Mach (.) eigen lich 115
Y: ∟hmh 116
LP: usgspil wo=n=i gha ha. (1) ode die Mach gägänübe äm Schüele (.) will i:ch dä E wachsä 117
bin, (.) und ich dö das, (.) und ich dö au hässig si, (.) aso so wü klich so: (1) wo: (1) jo (1) 118
schlussendli (2) äbä=n=im Nochhinein ga nie wü klich ziel üeh end gsi isch; (.) aso dä Schüe-119
le hä dänn hal ei ach schiss gha o mi mengmol, (.) ode dänn händ ‘s äs ex a nomol 120
gmach ; (.) aso weisch i gendwo (.) s’ gsunde Ve häl nis wo dänn wi (1) ga =nöd so gs ummä 121
hä ; (.) wo=n=ich abe imme s’ G ühl gha ha (.) momol (.) aso (.) da=isch je z ich ig so. (1) 122
//hmh// (.) und wo=n=i hü me kä nei (.) wänn ich äm Schüele chan ande sch begegnä und 123
säge (.) hey los zue (.) im Momen (1) m:e k ich g ad (.) ich=cha da mi di je z nöd be-124
sp echä. (.) äs beschä igä mich g ad iel z’ esch . (1) chöm=me da mo n (.) ode übe mo n 125
nomol aluegä; (.) ode chom mi denkäd beidi nomol d übe no. (1) e sch ens (1) d’ 126
Y: ∟hmh 127
LP: Beziehig blib in ak zum Schüele , (.) aso dä Schüele hä au (1) spö e no (1) nochwie o s’ 128
Y: ∟hmh 129
LP: G ühl ä dö zu mi cho; (.) wa=n=ä jo au dö (1) //hmh// (.) un:d (.) ich han abe au d’ Mög-130
lichkei zum chönä (1) d übe no:dänkä (.) hey (.) wa hä mi dänn je z gnä ? (.) aso hä mi 131
je z dä Schüele a ach gne ? (.) ode hä s mi gne (.) will i=s’ scho hunde mol gsei ha, (.) 132
ode will’s (1) will=ich s’ G ühl ga ha (.) äs goh um mi:ch pe sönlich (.) //hmh// ode weisch so 133
(1) ich ha das wie besse chö- (.) aso ich chan das hü (.) will=ich mi die Zi dänn nimä (2) 134
ei ach besse io dnä. (1) //hmh// (1) ode . (.) und und (1) äbä (1) wa: ü mich s’ Wich igsch 135
isch (1) d’ Beziehig zum Schüele blib in ak äso. (1) //jo// (.) ode iel ehne in ak °als üeh-136
ne °. 137
Y: °Dankä di ° (2) ä:hm (2) bi dä Neuä Au o i ä isch jo esch au (.) d’ Ve ne zigsa bä äs Thema, 138
(2) S ichwo Koope a ion (1) wa: b uch s ü dich, (1) das (.) d’ Zämäa bä uch ba isch, (.) 139
ode dass si un e s ü zend isch; (.) ode wie (1) Zämäa bä (1) was heiss das übe haup ü 140
dich? 141
LP: ∟Zämäa bä mi (2) allnä möglichä: 142
Y: ∟was au imme (1) mi allnä wo i gendwie be eilig sind 143
LP: ∟jo 144
LP: Ä:hm (1) d’ (.) ä Gwüsshei das ich ä:h (1) aglosä wi d; (1) das me mich e nsch nim (.) wenn 145
ich äs Aligä han; (2) i wele ä Fo m das au imme dänn passie ; (.) und o allem au (.) s’ Ve -146
auä ha, (.) das mä: (.) mi dänn hil . (1) ode e suech wenigsch äns z’ hel ä. (.) mengmol 147
(1) goh jo au da: wie nöd; (.) und dänn goh ilich no: ei Ve ne zig wi e (.) ode wie au imme 148
(.) //hmh// (2) abe da isch ü mi s’ (.) wü klich s’ Wich igsch ; (.) das ich weiss (1) hey ich dö 149
(.) jede zi (2) zu dä ä dä ä Pe son (2) und mis Aligä mi eilä; (.) und das ich dänn au e nsch 150
gno wi d. (.) //hmh// (.) aso da b uch s (1) da b uch ü mi:ch (1) da isch ü mich s’ Wich-151
igsch °ine ä (1) Koope a ion; (.) ode ebä au (.) im (.) in° (1) Fo m o (.) Zämäscha ä. (1) 152
//hmh// (1) hmh 153
26
Y: So: g undsä zlich (1) je z nöd nu (.) us dine ä Pe spek i ä (1) sonde n g undsä zlich (2) 154
gsehsch du das als (.) s’ Wich igsch e bi dä Zämäa bä ? 155
LP: Jo (.) jo (.) wü =i (1) so sägä. (.) //hmh// (.) jo (.) das me dö sägä (.) ode au dö (2) °jo: wie 156
me s dä Schüele mengmol sei ° (1) di dummä F ogä s elä. (.) //hmh// (.) aso (.) ode (1) wei-157
sch äso (1) ohni das me g ad u: lau (.) i gendwo; (1) das isch so chli ((hö ba es Eina men)) 158
da han=ich lang e läb (1) i e schiedenä Schuelhüse ; (.) das das ebä (.) aso das du so: (1) 159
A änge ogä ga nöd sö sch s elä; (.) well (.) °sö sch äs jo eigen lich wüssä.° (1) //hmh// (.) 160
ode so die An wo . (.) und das hemm ex e:m zum (1) nochhe au äbä die wich igä Sachä 161
ogä. ((hö ba es Eina men)) u:nd (.) das e läb ich do je z abe nö:d, (1) //hmh// (.) ode iel 162
iel wenige ; (.) das do wü klich au: (.) die O ehei bes oh (.) aso mein ich wi d mengmol scho 163
au belächle (.) wen=i wiede so=n=ä Blondinä og mues s elä @ane ä 164
Y: ∟@(.)@ 165
LP: Si zig;@ (1) abe (2) abe weisch äso (.) ich me kä (1) si an wo äd mi . (1) ich=chumä (.) d’ 166
An wo übe (.) und ich wi dä doch e nsch gnoh; (.) au wenn dänn dä ein ode dä ande so 167
chli (1) ((phö)) (1) abe (1) nöd (.) bös gmein ; (.) sonde n ei ach (1) °oh mann XY ((Nachname 168
Y: ∟@(2)@ ∟jo 169
LP: de LP))° (1) @(.)@ (.) ode , (.) wo=n=i dänn ind (.) ok, (1) abe ich chum (1) ich chumä: (1) 170
ich wi d doch e nsch gnoh; (.) und aso me los (.) zue. (1) //hmh// (.) und da ind=i (.) mol (.) 171
da isch ü mi: s’ Wich igsch e (1) °i däm Fall i dä Zämäa bä .° (1) jo 172
Y: Hm: (2) gue ä Un e ich (2) was isch das ü dich? (1) wänn seisch du mol, (1) da:s isch än 173
LP: ∟hmh ∟@(.)@ 174
Y: Un e ich wo=n=ich mich wohl ühl (.) und (1) so isch Un e ich gue ; 175
LP: ∟hmh 176
LP: U (1) ä:hm (2) ha da gi s ganz e schideni Fo mä; (.) glaub=i. (1) aso do gi s ganz 177
Y: ∟@(1)@ 178
LP: e schideni Sachä au (.) wo=n=ich mich wohl ühl dämi ; (1) ich ind äs isch so ä (.) gsundi 179
Mischig us (1) alem. (1) aso us (.) mol on al e zelä; (.) wo au mol dö ä halb S und go; (.) 180
wänns äh (1) wänns öpis Wich igs isch; (.) ode öpis au (.) In e essan s isch; (2) dänn au (1) 181
äbä (1) neui Mediä nu zä; (1) wo: (.) d’ Schüele wü klich au: (1) dä Umgang mönd (.) le nä; 182
(1) aso si chönd än wü klich ei ach nonig; (.) und (1) mönd le nä; (1) dänn au (1) ähm (1) 183
Sachä wo si (.) selbe ak i sind; (.) aso dä Teil söll au (1) g o:ss si; (1) wo si selbe a- (1) seg 184
das mol in Fo m omä A bä sbla ; (1) °da isch (.) ind ich (.) isch au scho ak i .° (1) ode (.) 185
das chan au (.) aso ä Fo m omänä Spiel si dänn; (1) ä:hm (1) äh (.) öpis e indä; (1) öpis 186
bauä; (1) aso (.) das ei ach dä: (.) dä A eil o (1) selbe (.) denkä (1) selbe (.) bewegä, (1) 187
dä söll g o:ss si, (1) dä ind ich isch au: (1) da sind au imme di coolsch ä S undä, (.) wänns 188
dänn öpi- (.) wänn s’ Resul a so (1) e sich lich do=s oh ; (.) woah da hä=me je z basch lä ; 189
(1) da=sch so (.) ei ach bi dä Schüele chun da:s am besch ä a:, (2) ich ind abe au: (1) gad 190
je z S undä: (1) °und do läbäd zum Bispiel mini Geog a ies undä läbäd ex e:m o däm;° (.) i 191
weiss u: iel z’ e zelä; (.) und i weiss u gue (.) wie ich’s dä Schüele chan e zelä (.) das in e-192
essan blib . (1) ((hö ba es Eina men)) und i han Schüele wo wü klich (1) ode (.) ganz iel 193
Schüele wo: u dä P üe ig (.) i han imme so=nä=n=U gob am Schluss (.) °was woll es du 194
27
noch sagen.° (1) //hmh// (1) a ach (1) dö cha=me no (.) ie Zuesa zpünk holä: (.) wänn 195
a ach (1) no öpis (1) hangä blibä=n=isch. (.) und i ha dö (1) s:o iel Schüele (.) wo dö genau 196
so Sachä dänn u sch ibäd, (.) wo=n=ich ei ach mol e zell ha. (2) ode so äs (1) Annek ö li us 197
mine ä Jugend ode so: (.) wo i gendwie: (.) aso w- (1) wo (.) wo imme wiede o chun ; (.) 198
wos dänn ei ach (1) da sch ibäd’s no anä. (1) F au XY ha e zähl das (.) und das ha mi dem 199
Tou ismus zu un; (.) i gendwie so (.) mega cool, (.) wies=äs dänn chönd ablei ä, (1) und das 200
me k=i dänn au; (1) wenn du chasch (1) gue e zelä; (1) ebä (.) dä F on a:lun e ich (1) dä 201
Y: ∟hmh202
203
LP: cha genau so gue si:. (1) //hmh// (.) i ind abe (1) noch wie o (.) aso (.) ü mi:ch mach ’s (1) 204
d’ Mischig us. (1) au übe =ä Wuchä gse:h, (2) bin=ich noch=e ä Wuchä z idä (.) wän=i me k 205
(1) hey (1) ich ha (.) aläs i gendwo abdeck ; (.) jo (1) äs gi mol S undä (.) wo=d usä lau sch 206
(1) °und=dänksch (.) jo:° (1) he sch je z me:h chönä; (1) abe g undsä zlich isch das e üll . (.) 207
wo du gmach häsch:. (.) ode so chli die Minimuma o de ig mengmol; (1) ode dänn gi s au 208
Y: ∟hmh 209
LP: ei ach S undä, (.) jo s’ isch Wuchäpla:n; (3) dänn scha je z dä Schüele hal nun mol 210
ü ä ie z Minu ä=n=a sim Tex (.) wo=n=ä sch i:b ; (.) und isch nöd ak i gsi, (.) i däm Sinn mi 211
Y: ∟hmh 212
LP: u s oh und basch lä, ((hö ba es Eina men)) abe ü ihn ischs ä ganz ä wich igi S und gsi (.) 213
will ä hä chönä zum Bispiel sini Gschich abschlüssä=n=ode . (1) //hmh// (.) wo=n=i: dänn 214
wie ind (1) jo (.) i bin dänn z idä au (.) wän=i me k (1) d’ Schüele hän:d (3) ich säg je z mol 215
(1) ie zg Minu ä ine ä Lek ion chönä (2) p o i ie ä. (1) //jo// (.) mengmol sind ü äd issg Mi-216
nu ä; (1) da isch au ok; (1) mängmol sinds au d issg; (.) bi gwüssnä Schüele ; (1) un=da isch 217
au ok; ((hö ba es Eina men)) dänn mue=me us dänä ü zäh Minu ä nochhe ei ach no öpis 218
machä (.) wo ü dä Schüele sinn oll gnueg isch, (.) das ä nochhe wiede cha wi e 219
scha ä=n=ode so chli (1) jo (2) jo isch no schwi- (.) °ah (.) ich inds no schwie ig zum 220
Y: ∟hmh 221
LP: e klä ä im Fall.° (.) @(2)@ 222
Y: ∟@jo isch gue (1) isch aläs,@ (2) 223
LP: Jo: (.) @(.)@ (.) abe äbä (.) ich bin=eigen lich dänn z idä (1) und da me k ich am 224
meisch ä (.) wenn (1) wen=i me k (1) d’ Schüele lau äd usä (.) und edäd no so chli d übe . 225
(1) //hmh// (1) ode (.) da gling (1) ganz o (1) abe nöd imme . (.) //@(.)@// (1) @(2)@ 226
Y: Und wänn’s nöd glungä isch? 227
LP: Dänn bin=i nöd mol unbeding u: ig; (.) sonde n dänn beschä igä si ilich au gad öpis an-228
de s me:h als (1) mini Ma hes und; (.) wo je z gad du ä=n=isch. @(2)@ jo (.) abe ä:h (.) 229
Y: ∟jo @(1)@ 230
LP: wänn da zu o o chun , (.) da isch me äbä=n=au scho passie ; (.) wo=n=i dänn wü kli 231
gme k han (.) ok (1) je z bisch glaub a ach (2) je z bisch chli esch g ah ä. (.) //hmh// (.) wei-232
sch so chli eigleisig (.) un:d äh (.) s u g adu:s; (2) wo=n=i dänn wie g undä han (.) ok (.) je z 233
muen=i glaub wiede mol öpis u locke ä; (.) °ode mol chli öpis ande s machä.° (.) //hmh// (.) 234
un:d=ä:h (.) do scheu mi dänn abe au nöd dä o ; (.) zum (.) öpis (1) Neus usp obie ä (.) 235
34
Fähle machäd (3) jo (.) °du häsch Fähle gmach ;° (1) und je z lueg wies (.) wi e goh . (1) i 481
häl di n- (.) i=cha di nöd hel ä; (1) //hmh// (1) ode (.) wo=n=i (.) wie ind (.) jo (1) jo wo=mi 482
ilich ande i als (.) unge ech (1) @je z wü äd anäs elä@ (.) wills=äs nöd e s önd; (.) abe 483
Y: ∟hmh 484
LP: (1) nei (1) ich ha: (.) gme k (.) iel Lü händs (1) scheck um was goh ; (.) wo um ich je z au 485
nümä (.) aläs mach; (2) ähm (1) nöd ali (1) abe än (.) g ossä Teil; (.) und da (.) -sch abe au 486
(.) i mim ganzä Läbä so; (1) aso au mi F ündä (1) äh (.) isch da scho imme so gsi; (.) das i: 487
Y: ∟hmh 488
LP: (.) i bi d’ Alau s ell gsi (.) ü ali; (1) aso ich bin Dok o (2) Psycholog (.) weiss ich was (.) gsi; (.) 489
Y: ∟@(.)@ 490
LP: aso (1) ich züch das a: (1) und ich ha mich au de ä mösä a- (.) i gändwänn abg enzä; (.) wel=i 491
mi Lü: nümä kla: cho bi; (.) ode wo Lü: (.) dänn g undä händ (1) jo abe (.) du edsch jo mi 492
däm (.) und mi däm; (1) aso (.) w:ie chasch du dänn da? (1) weisch wänn Pä li usänand gönd 493
Y: ∟hmh ∟hmh 494
LP: zum Bispil. (2) ode ich s ell mich imme u dä S andpunk (1) du ih händ mi beidi (.) nü 495
gmach ; (1) i wü d ge n mi beidä wi e be ündä si; (1) und i übe lohs dänn dänä, (.) öb si: (.) 496
Y: ∟hmh 497
LP: das w- (.) möch äd ode nöd, (.) well wänn dä ein sei (.) du nei (.) ich cha das nö:d, (.) jo 498
dänn (.) bi e; (1) dänn adie, (1) üehne he =i no (.) d um kämp , (1) weisch so noch äm 499
Mo o (.) hey (.) abe mi händs doch gue ä (1) und jo (.) dänn wö =i hal dä ehne (2) si zä lo:h 500
(.) quasi (.) und das mach=i hü nümä; (1) aso wänn öpe wö mi mi be ündä si (.) dänn dö 501
ä das; (1) und wänn nöd (1) dänn (1) bi e gang. (1) //hmh// (.) aso (.) dänn (1) do s=me (.) 502
wie nüm we:h; (1) //hmh// (1) und ä::h (2) jo: (1) abe ich ha mösä (1) aso ich ha mösä (.) °al 503
we dä zum das le nä;° (1) @(3)@ 504
Y: ∟@(2)@ 505
Y: Und wenns (.) dänn (1) so (1) dis Handlä (1) Schüele und Schüele innä gegenübe (1) //hmh// 506
(2) w:as isch (1) ge ech ? 507
LP: (3) Wänn du si e nsch nimsch. (1) wänn du si: (1) als (1) jugendlichs (.) Wesä (.) wo si sind; 508
(.) also (.) i mein si sind imä ganz ande ä Lebäsabschni (.) wi mi ; (1) mi ganz ande sch 509
gwich ä ä P oblem, (.) als mi ; (2) ok nei (.) si händ di gli:chä P oblem; (.) abe ande sch 510
gwich ä ; (.) so: (1) und (1) wänn du si (.) so woh nimmsch (.) und (1) en sp echend au chasch 511
Y: ∟hmh 512
LP: (2) ago:h (2) äbä (1) dänn chun ein mi Liebeschumme i=d’ Schuel; ((Klop en an de Tü )) jo 513
(.) dä: muen=i hü (.) nöd e z (3) °wo sch gschnell Pausä machä (.) ode ?° 514
Y: °Ähm: (1) i lohs wi e lau ä;° (.) und schni:ds usä such ; 515
LP: ∟°jo susch chan=is au wa -° ∟°Pech (.) (je z) bin=i do:° 516
Y: ∟hmh 517
LP: Ähm (2) aso weisch (1) dänn: (.) muen=i nöd (1) dä (.) je z no ex a (.) ü mol d a: ne:h (.) 518
wel=ä eh scho (.) dä los eh nöd ich ig zue; (1) ode (.) und und (1) sonde n (1) dä nim=i i-519
lich ehne (1) weisch (1) wo=n=i dänn me k (.) hey (.) ich nim dä doch mol u (.) d’ Si ä, (1) und 520
og a ach mol; (.) hey (1) isch i gänd öpis? (1) wo sch mi öpis sägä? (2) söll=di ei ach in 521
35
Rueh lo? (1) //hmh// (1) ode ; (1) genau wie=n=i:ch abe (.) das au han. (1) ode (.) ich bin=au 522
än Mensch mi G ühl; (.) wo=n=ich dä Schüele au dö sägä (1) hey (.) hü isch im Fall ei ach, 523
(.) das han=i gha:, (1) o =ämä Zi li, (1) ä:h (1) wos mi wü klich p i a (.) °ganz beschissä 524
gangä isch.° (.) //hmh// (.) und dänn han ich das chönä sägä; (.) und i han gsei (.) hey logäd 525
(.) hü isch im Fall a ach (1) ganz än schläch ä Tag; (.) ich ha wü kli ei ach (.) p i a isch öpis 526
los (.) wo=n=i nöd cha lösä g ad, ((LP s eh au , geh zu de Tü und ö ne diese. Zwei 527
∟ ((Klop en an de Tü )) 528
Mädchen s ehen o de Tü )) 529
M: G üezi 530
LP: Adie 531
M: Äh (1) Chö=mi nu ganz chu z was holä 532
LP: Nei 533
LP: ((LP mach die Tü zu, keh an den Pla z zu ück und se z sich wiede hin)) ähm: (1) wo=n=i 534
ä:h (1) da dä Schüele so ha chönä sägä, (.) ode (.) hey logäd (1) da (.) da=sch wie nöd (.) 535
glö:s ; (1) und ilich bin=i hü ei ach chli abglenk ; (1) //hmh// (1) °und die Schüele die händ 536
(.) s:o Rücksich u mich gno. (1) //hmh// (.) ei ach well ich ihnä das gsei han;° (.) si sind nöd 537
(1) weisch (.) mega (1) l:ieb (.) und °oh F au XY (.) wie goh s ihnä? (.) nei:° ((in hohem Ton die 538
gesp ochen)) (1) sonde n ei ach, (1) si händ supe gscha ä ; (1) //hmh// (.) und händ wü kli 539
e suech (1) hey (.) nöd je z no i gendwie (1) ex a no i gendwie (1) äh (.) än S o esch ä 540
umä üeh ä; (.) ode susch öpis; ((hö ba es Eina men)) und (1) i ind (.) g ad je z dä Schüele 541
gegenübe , (.) isch’s (.) wü klich am (.) ge ech isch ä (.) wänn du: si (2) als (2) dä Jugendlichi 542
(.) aluegsch; (.) wo si sind; (.) dö abholsch (.) wo=n=ä s oh ; (2) äbä, (1) dänn gi s mol ä 543
Y: ∟hmh 544
LP: Miss e s ändnis; (1) jänu, (1) abe dänn goh doch wiede u än zue. (1) //hmh// (.) hol=än dö 545
wiede ab; (.) wo=d=än s oh lo häsch. ((hö ba es Eina men)) ode au (1) ihnä (2) ä:hm (1) e -546
suechä (.) bi:zb ingä (1) äbä (.) hey (1) so lang du (.) du selbe bisch, (2) bisch du genau so: 547
gue (.) wie du bisch. (1) //hmh// (1) ode (.) aso (.) egal wie du bisch, (1) wänn du (2) di:ch sel-548
be bisch, (2) dänn (1) machsch aläs ich ig. (1) //hmh// (1) ode (.) da=sch so chli (1) äh (1) 549
da wo=n=i ind (.) da p obie i:ch (.) mi Schüele . (1) aso si wü kli (.) dö ä (1) abzholä (.) wo si 550
s önd. (1) //hmh// (4) 551
Y: Wa: wö sch sägä (.) sind dini (.) S ä chenä. (1) als Leh pe son? 552
LP: D’ Beziehig zu dä Schüele . (2) ganz kla (.) d’ Beziehig zu dä Schüele . (1) das=i (.) äh (.) ä 553
wahnsinnigs (.) Gspü au ha: dä ü (.) wies ämä Schüele goh , (.) ode das i gendöpis isch (2) 554
wo=n=i: (.) u ä ganz gue i A und Wis (.) mängmol au cha usächü zelä; ((hö ba es Eina men)) 555
ä:hm (.) die Menschäkenn nis (.) wo=n=i (.) da han=i au (.) im P i a lebä (.) wü kli ä w:ahnsin-556
nigi Menschäkenn nis; (.) äbä (.) s’ Gspü ü öpe ; (2) au was (1) dähin e s eck (.) mängmol 557
(.) ode so (1) d’ Fassadä (.) wo jo u bauä wi d; (.) @ganz o @ (1) ähm (1) do bin=i 558
Y: ∟@(1)@ 559
LP: wü kli gue d in, (1) wa=n=i au gue bi (1) isch (.) ähm (1) im (.) ä (1) Imp o isie ä (1) @(2)@ 560
Y: ∟@(2)@ 561
LP: @jo bin=i wü kli; (.) nöd wil=i imme (.) schlech o be ei ä wä @ (.) sonde n ei ach (.) da 562
36
Y: ∟@(1)@ 563
LP: me k=i so (1) ich=cha da. (1) wänn du mi - (.) ü Minu ä o he seisch (1) XY ((Namen de 564
LP)) (1) di nögsch Lek ion (1) chom (1) mach i gendöpis. (1) ich=cha da. (1) und (.) si: isch 565
Y: ∟hmh ∟@(2)@ 566
LP: gue . (1) aso weisch so (1) do bin (.) do bin=i (.) seh selbs bewuss zum anäs oh und sägä (.) 567
mol (.) machä=mi je z=da ((in seh hohem Ton gesp ochen)) (1) come on (1) ä:hm (1) wa=n=i 568
Y: ∟@hmh@ 569
LP: (.) au gue bi (.) isch im Mo i ie ä, (.) ode (.) Mo i a ion gäh; (1) aso weisch so (.) au di ich-570
igä Wo- (1) jo: (.) nöd imme ; (1) abe so chli (.) die Wo indä (.) wo=n=än Schüele au (.) 571
e s oh ; (1) aso (.) äso=chli au mengmol (.) i ih ä Sp o:ch; (1) aso (.) °do scheuh mi au nöd 572
dä o (.) mi übe ie zgi no° (1) geil sägä; (.) ode so: (.) aso weisch (.) äso (.) ei ach Sachä 573
wo: (1) wo=n=i me k (.) hey (1) dä Schüele (.) e s oh mich de ä; (1) aso weisch so die (1) 574
die Nöchi (.) wo dänn en s oh ; (1) ähm: (2) wo=n=i (.) au gue d in bi (1) isch äh (1) ich ha (.) 575
ela i schnell (.) zu alem ä Meinig (1) //hmh// (1) und cha si dänn abe au (.) e e ä. (1) 576
//hmh// (1) aso äs isch dänn nöd so (.) das i mu z uckch äbsä und me kä (1) huajä (1) sonde n 577
Y: ∟@(.)@ 578
LP: (.) aso (.) ich=cha wü kli dän=au (.) dähinde s oh (.) wän=i öpis säg; (3) //°hmh°// (5) 579
Y: So: g undsä zlich (2) i dä hü igä Zi (2) w:a ü Fähigkei ä (.) b uch s als Leh pe son? 580
LP: @Wi zig@ (1) da hä mi g ad le sch i öpe g ogä ; (1) wo s’ Assessmen ü @d’ Sek 1 581
mach @ @(1)@ @ganz gue @ (1) und gan wo ä han=i ähm (.) zu däm s oh=n=i au; 582
Y: ∟@(1)@ 583
LP: (1) aso d’ Fähigkei muesch ha: (1) ä (.) du muesch än b ei ä Ruggä ha. (1) da isch wü kli (.) 584
Y: ∟hmh 585
LP: ü mich s’ Wich igsch e. (1) un=da han=i scho imme (1) gha; (1) d um bin=i e mue li au: (1) 586
so wi: cho scho; (1) ähm (1) du muesch dich selbe gä n ha; (1) aso du muesch selbe (.) 587
wü kli akzep ie ä (.) dä Mensch wo du bisch; (1) und das uss a:hlä. (1) well (1) dänn nämäd di 588
(.) d’ Chind (.) ü oll (1) //hmh// (1) und (3) dänn chasch au du: (1) wü klich (2) o ä mi dä 589
Chind umgoh. (.) aso weisch (.) äso (1) wü kli (.) ä (.) ä Ve häl nis scha ä, (1) wo: (1) wo sich 590
jedä wohl ühl . (1) //hmh// (1) ode (.) und wänn du du selbe bisch, (.) und du dich selbe gä n 591
häsch, (.) und du zu däm s ohsch (.) wa=du bisch (1) wä du bisch; (2) ähm: (2) und das 592
uss a:hlsch, (1) //hmh// (1) dänn (1) isch ei ach (.) scho so iel gwunä. (1) dänn ind=i au: (1) 593
du musch ähm: (2) wi söl=i da sägä? (1) ä g ossäs In e essä ha (1) a (2) dä Jugendlichä sel-594
be ; (1) //hmh// (1) je z i mim Fall (.) sinds Jugendlichi, (1) und abe au: (1) a dä En wicklig. (1) 595
//jo// (1) o däm Ganzä. (1) ode aso (.) d’ En wicklig o (1) si chömäd wü klich no als (.) Chind 596
zu mi ; (1) mi zwöl i, (1) und si gönd als (1) jungi E wachseni bi mi wäg; (1) aso a däm (.) Teil 597
om Läbä (.) muesch du wa:hnsinnig g ossäs In e essä ha (.) au; ((hö ba es Eina men)) dami 598
da unk ionie . (1) //hmh// (.) ode (.) well wänns di ei ach egal isch (.) ode dänn schicksch 599
Lü i=d’ Wel usä (.) wo nöd bes önd; (.) und da wo =i nöd; (1) //hmh// (.) ich wo (.) das ali mini 600
Schüele noch dä: (.) noch dä obliga o ischä Schuelzi (.) do usä gönd; (1) und ih äs Lebä 601
chönd bes i ä. (1) und da:: (1) da muesch wü kli (.) i dä En wicklig muesch dö ä Teil ha; (.) 602
und du bisch än g o:ssä Teil dä o. (1) //hmh// (1) well (.) du bisch dä einzig E wachsä; (.) ode 603
37
dä nögsch E wachsä (.) usse halb o dä Familiä; ((hö ba es Eina men)) ähm: (2) wo si 604
gsehnd; (1) //hmh// (1) wo (.) ü si nöch isch. (1) //hmh// (1) ode (.) well (.) such (.) sind (.) 605
sind Onkel Tan ä G osi Mami (.) weiss=i:ch wä , (1) und du bisch eigen lich dä E wachsä (1) i 606
ih äm Läbä (1) wo: (.) so=chli die Che Funk ion übe nimm , (1) wo=d n- (.) nö:d (.) äbä (.) Fa-607
miliämi glid isch, (1) wo si u äluegäd abe o zdem; (1) //hmh// (1) ode (.) und das isch so (1) 608
mi dä ä Rolä muesch chli kla cho (.) au; (1) ode das äh (1) das du do (2) ähm (1) jo (1) ei-609
gen lich doch (.) än (.) i:siä=n=A eil a ih äm Lebä häsch. (1) //hmh// (3) jo (5) 610
Y: S ichwo El e äna bä 611
LP: Hmh @(2)@ 612
Y: ∟@(2)@ 613
LP: @ä::h da schlo Welä@ (1) da=sch so lusch ig wi=d’ de ä (.) aso i:ch (.) ch=has G ühl (.) ich 614
Y: ∟mhm @(2)@ 615
LP: me k da (.) wahnsinnig (.) gue ; (.) ä:hm (1) diä e schidenä (.) E ziehigs:(1)me hodä; (.) wo=d 616
me ksch; (1) aso weisch (1) me - (.) i:ch (.) bi ela i s eng e zogä wo dä; (.) mi seh gnauä 617
Reglä: (1) und ac (.) und ac, (2) und (.) ali Chind (.) wo: (1) glich al sind wi=n=ich (.) und je z 618
Chind händ; (.) e ziehnd ih i Chind wiede seh ähnlich; (1) und die El e ä han ich je z g ad (.) 619
als El e ä (.) o minä Schüele ; (1) //@(.)@// (1) dänn häsch so chli die laissez ai e (1) wo 620
laissez ai e e zogä wo dä sind; (.) und au die händ jo i gendwänn dänn Chind gha, (.) und au 621
die han=i o =ä paa Joh i mim Schuelzimme gha, (.) bi dä El e ägsp öch; (1) und du me k-622
sch da; (1) aso (.) weisch so (.) i:ch has G ühl (.) di e schidenä E zhiehigs(.)me hodä (.) wos 623
gäh hä (.) i dä le sch ä zwanzg d issg Joh , (1) die me k ich je z wide . (1) //hmh// (1) und d’ 624
El e äa bä isch en sp echend un e schiedlich; (1) //hmh// (1) aso (.) ich wö nöd sägä (.) si 625
isch besse ode schläch e , (1) sonde n ei ach (1) ande sch (1) //hmh// (1) well mi gwüssä 626
El e ä (1) aso g ad mi dänä (.) wo=n=i:ch je z au (.) so=chli (.) e zogä wo dä bi, (.) mi dänä 627
e s oh mi (.) u Ahib @besse ; (.) wil=i me k (.) ah die e s önd (.) wa=n=i::ch will@ (1) und 628
Y: ∟@(2)@ 629
LP: mi ande nä, (.) wo =dänn ehne no (.) so chli muesch anahockä (1) und ämol so chli (.) 630
uspändlä (.) hey (.) wo anä (1) i weli Rich ig (.) goh s. (1) aso (.) bis wo anä (.) chö=mi ; (1) wo 631
indä=mi ilich=au än Komp omiss (1) i üse ä Zämäna bä ? (.) ode (.) well (.) jo (.) °du 632
muesch nöd mi allnä El e ä gliche Meinig si:;° (1) //hmh// (1) wa=n=i me k (.) isch=ä:hm (2) 633
dä Un e schied je z (.) zwüsche G und E. (1) ha joh älang G un e ich ä , (1) wo d’ El e ä: (1) 634
jo aso (3) dö sch äs nöd wö lich benu zä, (1) abe äh (1) du bisch eigen lich (.) quasi (.) di 635
hellsch Che zä (.) i dä- (1) im (.) im (2) Ru:m gsi. (1) //hmh// (1) bi dä El e ägsp öch. (1) ganz 636
o (.) isch das so gsi. (.) ode (.) well (1) jo: (.) da=sch ei ach (1) us (.) us (.) amiliä echnischä 637
G ünd (.) Ve e bigsg ünd (.) weiss au=nöd wa:s (1) ode ganz o au Lü: (.) wo: (.) äh (.) nonig 638
so lang do sind; (1) wo dänn s’ Dü sch nöd=so e s önd, (1) ode üses Schuelsys em (.) aso 639
(.) du bisch eigen lich ei ach imme dä gsi, (1) wo am meisch ä weiss im Ru:m. (1) //hmh// (.) 640
übe d’ Schuel. (2) nöd je z i gendwie (.) susch öpis; (1) sonde n ei ach, (1) übe das G äss (.) 641
Schuel, (.) und Wi e bildig, (.) und Usbildig, (.) und Le:h , (1) bisch du imme dä gsi (.) wo d in 642
hock , (1) und (1) ich ha gwüss (1) i:ch bi die wo cha edä. (1) ich bi die wo d’ In os hä (.) und 643
Y: ∟hmh 644
38
LP: ih sind chli agwisä u mi:ch. (1) da=sch ä ganz ä ande i Zämäna bä je z gsi, (1) m:ega 645
Y: ∟mhm 646
LP: iel cooli Sachä e läb ; (1) mega iel schöni Sachä e läb ; (1) ich han mega iel gle n o El-647
e ä; (1) //°@hmh@°// (1) Wa:hnsinn. (1) wi je z (1) wo=n=i E Le- (.) E Leh e bin. (1) je z 648
han=i (.) ande i El e ä; (1) je z bin=i da: (1) ich ha die Rolä nümä. (1) ich han=nümä di glich 649
(1) ich bin=n:ümä die (.) wo am=meisch ä weiss. (1) säg=i je z mol. (1) //hmh// (.) sonde n (1) 650
aso (.) scho imme no (.) übe das ganze Schuelgähzüg, (1) abe ich han=un e =and em je z 651
au Lü: dinä (1) wo selbe (.) Leh e sind. (1) das han ich no=nie gha (.) o he , (1) ode ; (1) 652
da=sch so ge- (.) so gemein wies je z wü kli ön ; (.) abe (.) ä (.) hm (1) da=sch hal ei ach 653
doch än Un e schied; (.) ode ; ((hö ba es Eina men)) wo=n=i me k (1) hey (.) und die sind au: 654
(1) o dä Fo de igä he (.) ganz ande sch. (2) dö wi d i:ch g o de ä (1) zum ih äs Chind (2) 655
wüssens echnisch (1) wi e b ingä. (1) //hmh// (1) Kan i (1) ä supe (.) gue i Leh s ell, (1) und 656
so wi e ; (.) aso die mönd gue si; (.) die Chind. (1) wo=n=i o he , (1) d’ Fo de igä ehe gha ha 657
(1) ha si (1) ich bi nu scho oh (.) wänn dä am Mo gä @pünk lich chun ;@ (.) @(.)@ ode (.) 658
Y: ∟@(1)@ 659
LP: wo so (1) d’ F- (.) A o de igä (.) so (.) sind wü kli, (.) da-sch da: (.) wo=n=i je z im=Momen 660
g ad am meisch ä (.) wo mi am=meisch ä beschä igä (.) wells g ad ak uell isch; (.) //hmh// (.) 661
logisch; ((hö ba es Eina men)) ä:hm (1) wa=n=i susch ind (1) isch ä:hm (3) d’ El e äna bä 662
isch (1) ei ache wo dä; (1) i dä le sch ä zwanzg Joh ; (.) ü mi:ch; (2) u g und o dä (.) ech-663
nischä En wicklig. (1) //hmh// (1) aso (.) äs E-Mail sch ibä; (1) äs Wha sapp sch ibä; (1) 664
schnell ele onie ä; ((hö ba es Eina men)) ä:hm (1) wo=n=i üehne d u agwisä gsi bi (1) mi 665
chönd (.) chönd si bi e no e bi cho? (1) m-=ich wü no ge n; (.) ode (.) hm: (.) ode (.) wo=d 666
iel meh dä (.) pe sönlichi Kon ak gha häsch; (1) mi s ö s nöd (.) wänn ich nöd so iel pe -667
sönlichä Kon ak ha; (1) wänn=i cha: (.) Sachä am Tele on besp echä, (.) ode ebä=n=au mol 668
äs Wha sapp (.) als In o ma ion schickä; (1) und u G und o däm (.) dänn äs Gsp öch ab-669
machä; (.) wänns no wendig isch; (1) aso i (.) i ha da no gä n so. (2) jo (1) das isch öpis wo 670
Y: ∟hmh 671
LP: mi (.) °d’ El e äna bä e liech e ä hä . (1) jo° 672
Y: Wie egelmässig bisch du mi dä El e ä in Kon ak ? 673
LP: Ganz un e schiedlich; (.) mi einigä (.) eimol im Joh ; (1) übe s Chind (.) wenn=s’ äh (1) 674
El e ä@gsp öch d a isch, (1) ode wenn=s’ Zügnis e ou chun ; (.) ode so;@ (1) mi ande nä: 675
Y: ∟@(1)@ 676
LP: (1) ä:hm (1) jo: (1) mona lich bis wüchen lich, (1) //hmh// (1) au scho han=i (.) äglich Kon ak 677
gha (.) mi dä: (.) El e ä; (1) aso g ad no ((hö ba es Eina men)) ähm (1) aso da=sch no Zi ä 678
om G gsi; (.) je z ä (2) jo: (.) mi Chind wo: (1) wo: (.) Schwie igkei ä gha händ; (1) äh (.) sich 679
z’ o ganisie ä, (2) mi dä Le nagenda, (1) mi dä Husi hei ne:h, (1) mi (.) und so wi e ; (1) da 680
häm=me wü kli (.) äglich (.) üs (.) ä paa Wuchä lang (.) ä:h (.) gschnell (.) gsch ibä; (1) ähm 681
(2) ä isch (.) je z (.) losglo ä, (1) gue (1) ä isch dihei. (.) //hmh// (.) ode so Sachä; (.) ode 682
(1) ich ha: (.) chönä sch ibä (1) ä hä hü (.) das däbi; (1) ä mus=äs un e sch ibä loh. (1) 683
//hmh// (1) aso (.) da si=mi wü kli: (1) da hä=mi Schüele gha: (.) wo mi ex em nöch (.) be-684
glei ä händ; (.) zum ihnä (1) das e lie- (.) ode (1) dä Wäg (1) e liech e ä (1) zum sich chönä 685
39
o ganisie ä, ((hö ba es Eina men)) und=ä:h (1) jo: (1) da hä sich dänn au i gändwänn wiede 686
glei ; (1) dänn isch’s wenige wiede wo dä; (.) abe do: ((hö ba es Eina men)) isch ganz un e -687
schiedlich; (1) aso wü klich (1) je noch P oblema ik (1) ode je noch (.) ä:hm (2) Bedü nis om 688
Schüele (1) bisch do meh ode wenige im Us usch; (1) abe ich wü sägä (.) 689
Y: ∟hmh 690
LP: im Schni (1) °mi allnä El e ä (2) halb (.) bis ie el Jöh lich.° (1) //hmh// (1) °äbä;° (.) meisch-691
äns äs bi z me:h; (1) je noch däm. ((hö ba es Eina men)) jo: (1) mein (.) si meldäd ih i Chind 692
bi mi ab (.) übe s’ Wha sapp; (.) und so wi e ; (.) aso da (1) zel je z ü mich nöd unbeding 693
als El e äkon ak ; (.) aso (1) jo (1) abe susch so: (1) äbä mi Sachä (.) schuelisch 694
Y: ∟jo @(1)@ 695
LP: ode (.) ähm (.) pe sönlichi Sachä (3) ähm (1) jo (2) jo (1) ie eljöh lich. (1) //hmh// (1) jo (.) so 696
im Schni . (3) 697
Y: Gi s öpis i dine ä Biog a ie, (1) äs (.) E läbnis (.) E eignis (1) wo dich (1) p äg hä ? (2) und wo 698
du hü (.) me ksch als Leh e in; (1) äs beglei ä dich imme no; (1) äs hä öpis mi di gmach ; 699
LP: @(.)@ (2) Jo: (1) au wenn=i da ga nöd bewuss (.) so woh gno ha; (1) da=sch mi e sch iel 700
spö e kla wo dä. (1) mini Mue e (1) aso ich bin=äs (.) Scheidigschind, (2) wo=n=ich (1) ie i 701
gsi bi. (2) äbä (.) da=sch ä Zi wo=d (.) scho chli E inne igä häsch, (.) abe nöd so (.) wü kli, 702
((hö ba es Eina men)) und ich ha:n (.) mini Mue e hä (.) zwei Joh spö e (.) wiede ghü o ä, 703
(.) und ich ha:n (.) quasi dänn än S i a e gha. (1) ü mich isch das abe dä einzig Va e blibä, 704
(2) well min ich igä Va e mich: (1) ä:hm (1) jo: (1) ä he s’ (.) Bsuechs ech gha, (1) °ich han 705
dä abe glaub (.) nie meh gseh, (.) nochhe , (1) aso° (1) ich mag mich au nöd e inne ä; (1) ich 706
han abe kei schlech i E inne ig a mini Chindhei ; (.) will min S i a e ei ach so cool gsi isch. 707
(1) //hmh// (1) dä=sch wü klich (.) dä isch ei ach (.) dä isch imme id P eschä gsp ungä. (1) 708
aso wänn (1) °min ich igä Va e ° (.) mich nöd abghol hä , (2) un:d (1) klein XY ((Vo name de 709
LP)) mi äm Kö e li gwa ä hä (.) o dä Hus ü ä, (1) hä ’s äm i gendwenn s’ Hä z b ochä; (.) 710
°und dänn hä =ä zu mine ä Mue e gsei , (.) je z gö=mi mi däm Chind in Wald go b ö lä;° (1) 711
und dänn (.) ich han wi (1) weisch (.) da nie z’ spü ä übe cho; (.) das je z öpis (.) Schlimms 712
passie . (1) aso ich ha au (.) kei (1) äs T auma ode so; (.) dä o, (.) weisch wo=n=ich (1) an-713
de i Chind (.) wo Scheidigschind sind (.) kenä; (1) wo: (.) wü kli (.) ei ach (1) kei schöni: (1) E -714
inne igä händ (.) a die Zi ; (1) °ich ha=da wie nö:d; (1) mi isch=äs (.) s:o: gue gangä;° (.) 715
//hmh// (1) a ach (.) du: (.) ihn; (1) aso (.) ich e dank ihm (1) ex em iel; (.) und ä isch (.) ü 716
mich au (.) dä einzig Va e ; (1) wo=n=ich han (1) //hmh// (1) aso (.) ich ha kein ande ä meh; (1) 717
((hö ba es Eina men)) u:nd (1) da hä mich je z (1) joh ä spö e ; (1) wo=n=ich (.) so=chli (1) 718
äbä (.) scho Schuel geh ha:; (1) und dänn äbä (.) g ad äso (.) Fäll (.) hal dänn (.) äbä (.) du 719
e läbsch als Leh e (1) s:o iel Chind; (1) und so= iel Familiä; (1) Misss änd au; (1) wo=n=ich 720
dänn wie ha mösä sägä (1) ah k ass; (2) ich glaub (.) das hä mich (.) s:o: (.) posi i (1) p ä:g 721
(1) //hmh// (1) das=ich dö nöd i gendwie (1) äbä (.) äs T auma, (1) äs (1) i gendwie e b ochä 722
d a bi; (1) weisch (.) äso (1) nü:: (1) das=ich ei ach (.) s:o schö ha chönä du ch mini Chindhei 723
und Jugend, (2) das äs mi hü so gue goh . (1) //hmh// (1) das=ich dä Job au so gue chan 724
usüebä; (.) ode i gendwo (.) das Gspü übe cho (.) ü Chind, (1) und ä:h (1) au s’ Ve s ändnis 725
Y: ∟hmh 726
40
LP: ha; (.) ü Chind dänn; (.) wo äbä (.) i gend (.) so öpis e lidäd, (.) g ad je z (.) aso (.) ich ha 727
scho (.) zwei d ü Mol chönä p o i ie ä; (.) o däm (.) das=ich äs Scheidigschind bi; (1) und än 728
S i a e han, (1) //hmh// (1) han=ich (1) Zuegang zu Chind übe cho; (1) °wo nieme susch 729
gha hä ;° (1) ei ach (1) obwohl (.) ich mich jo selbe (.) nöd mol d a mag e inne ä; (1) da han=i 730
dänn au imme gsei ; (1) abe eich ach (1) das Chind hä wie gme k (1) °woah (.) ich bin nöd 731
älei mi däm.° (1) //hmh// (1) °d’ F au XY ((Nachname de LP)) hä das au;° (1) ode (.) und so 732
(1) das isch u: cool gsi (.) zum (.) zum so scha ä; (.) aso ich glaub das isch wü kli ((hö ba es 733
Eina men)) ebä (1) nöd bewuss (.) als E lebnis; (1) sonde n ei ach (1) so (.) dä Zi punk wo: 734
(1) wo ei ach än Mensch (.) ü mich do gsi isch, (.) wo mich ga nöd kenn hä ; (1) ode wo 735
mich (1) jo (1) eigen lich (2) ich bi nöd sini Toch e ; (1) //hmh// (1) ä he nöd mösä; (1) //hmh// 736
(1) ä hä abe . (1) und das hä (.) das hä wü kli (.) ganz iel gmach mi mi ; (.) je z ei ach au 737
(.) spö e . (1) ((hö ba es Eina men)) ä:hm (1) lusch ige wis hä=mi abe ga nöd (.) so=n=äs 738
ex e:ms (.) engs (.) Ve häl nis (.) hü ; (1) mi gsehnd üs iel; (.) abe (.) @s’ isch je z nöd 739
Y: ∟@(.)@ 740
LP: i gendwie so (1) das (.) äh (1) innigsch e (.) Va e Toch e Ve häl nis; (1) will mi beidi ex e:mi 741
P agma ike sind.@ @(2)@ (1) jo isch lusch ig; (1) ich ha=da wü kli o ihm; (.) und (1) so 742
Y: ∟@(2)@ 743
LP: gö=mi abe au um (.) mi änand. (1) aso (1) s’ isch ä:h (.) ex em; (1) aso ich chön jede zi 744
Y: ∟@hmh@ 745
LP: alü ä; (.) weisch (1) und ä chäm übe all anä ü mi:ch; (1) abe (1) ((hö ba es Eina men) s’ 746
Y: ∟jo 747
LP: isch je z nöd (1) wänn du üs gsehsch (.) wü sch sägä (.) hm ((p )) (2) @he ig@ (1) abe so: 748
si=mi ; (1) und äs isch gue so (.) °jo° (.) ((hö ba es Eina men)) (1) s’ ande e (.) m:ega E läbnis 749
(1) wo=n=i (.) ä:hm (1) wü kli (.) wich ig ind; (1) isch (.) das=ich (.) ä:hm (1) ha dö ä (.) mi Ju-750
gendlichä (.) usse halb o dä Schuel (.) au scha ä. (1) ich bin joh elang (.) Jugendna i T aine-751
in gsi (.) im (1) S eelda s spilä; (1) //hmh// (1) und han so: (.) ganz iel (.) Sachä au no e läb ; 752
(.) weisch (.) wo Jugendlichi: (3) händ (1) sind (1) ode da s eläd (1) usse halb o dä Schuel; 753
(1) //hmh// (1) ode (.) wo=d susch (1) ich has dä Zuegang susch nöd; (.) ich ha selbe kei 754
Chind, (1) ich ha=nöd äh (1) jo: (1) ich ha Kollegä wo Chind händ; (1) abe da=sch je z i -755
gendwie (.) wie nöd s’ Gli:ch; (2) ä:hm (1) sonde n wü kli ei ach (1) ie bis sechs (.) emdi Ju-756
gendlichi, (.) wo=mich ei ach übe s’ Joh (.) a dä Tou nie kenägle n händ (.) als Na i Coach; 757
(1) ((hö ba es Eina men)) ä:hm (1) gönd mi mi ä Wuchä u ; (1) //hmh// (1) und die El e ä 758
händ mi die Chind (.) mi =gäh. (1) aso (.) zum Teil sinds no mi cho: (.) als Zueschaue ode 759
so; (.) abe g undsä zlich händ die E- (.) händ die mi ih i Chind geh; (1) ode (.) aso (1) sechs 760
emdi Menschä @wo mi chömäd;@ (1) und da isch (.) sind so coo- (1) und mi sind is Us-761
land; (1) aso (1) mi sind i=dä Tü kei gsi:; (1) mi sind ä:h (1) i No wegä gsi:; (1) mi sind in 762
Schwedä gsi:; (1) mi sind in (.) Belgie gsi; (.) aso s’ isch mega cool gsi, (1) ((hö ba es 763
Y: ∟wow 764
LP: Eina men)) (1) u:nd ä:h (1) jo: (1) aso (.) weisch äso (.) a ach (.) zum: (1) dö ä (.) au no: (2) ä 765
ganz ä=n=ande i (1) aso (.) eigen lich (.) isch’s ä ganz ä ähnlichi Rolä (.) wie die Leh pe sonä 766
Rolä; (1) a- (.) un=doch isch si ganz ande sch. (1) aso weisch (.) ei ach (.) dö (.) die E ah ig 767
41
Y: ∟hmh 768
LP: (.) au no sammlä; (.) hey (3) Chind (2) und Jugendlichi, (1) u =än Wä:g b ingä; (1) n:äbsch all 769
däm (.) was (.) m:üend. (1) //hmh// (1) Schuel müends; (1) scha ä müends; (2) Da spilä 770
dö äds; (.) //hmh// (1) und wänn’s dö E olg händ; (.) und wänns cool isch (1) isch doch da so 771
än coolä U:sglich; (1) ode weisch (.) Schüele (.) so (.) aso äbä (.) Jugendlichi (.) so no be-772
glei ä; (1) //hmh// (.) usse halb (.) o däm Feld om (1) ((hach)) (1) °dänn muen=i hal je z no 773
wiede Ma he machä;° (1) @ode so@ (1) ((hö ba es Eina men)) da=sch (.) au (.) mega 774
Y: ∟@(1)@ 775
LP: cool gsi; (.) un=da hä =mi (2) i dänä Joh ä (.) m:ega iel wi e b och ; (.) °au als Leh pe son 776
dänn;° (1) //hmh// (5) 777
Y: Fü mi:ch zum Schluss no, (1) s’ S ichwo (.) Viel al (1) als Chance. (2) wa lös da bi di us? 778
LP: ∟hmh 779
LP: @(.)@ ((hö ba es Eina men)) einiges. (1) @(1)@ i inds (1) ga:nz ga:nz (.) ä b ei s Thema. (1) 780
Y: ∟@(.)@ 781
LP: ode (.) Viel al als Chance (.) chan heissä (1) Viel al (1) o=minä Schüele . (2) was die aläs 782
mi b ingäd; (1) //hmh// (1) ode (.) aso das (.) wän=ich zwanzg Schüele ha (1) keinä o dänä 783
isch gli:ch, (1) jedä o dänä b ing was ande s mi , (1) öb je z posi i (.) ode nega i ; (1) abä 784
wi (.) do si=me wiede bim Rucksäckli. (1) schwä g oss chli:; (1) dick dünn (.) a big bun ; (1) 785
ein a big (1) egal; (1) jedä b ing was mi , (1) un:d (2) das (1) zämä=b ingä (1) ode (1) als 786
Y: ∟hmh 787
LP: Chance. (1) äbä (1) ich p o i ie o di (1) wo: (3) ich säg je z mol; (1) i gendwie scho (.) i d ü: 788
e schiedenä Lände gläb häsch; (.) mi zwöl i; (1) //hmh// (1) ich p o i ie o di ; (1) will du 789
chasch (.) s:o iel e zelä. (1) //hmh// (1) ode ; (1) da ü p o i ie sch du o mi ; (.) du le nsch 790
kenä (.) was Heimä isch; (1) //hmh// (1) ode (.) was Heimä chan bedü ä; (1) ode (.) weisch 791
äso (.) ei ach (1) das onänand p o i ie ä us dä Viel al ; (.) das ind=i u: mega cool; (1) aso da: 792
han=i (.) da=sch öpis (.) wo=n=i gle n ha, (.) ((hö ba es Eina men)) ich bin u gwachsä (1) i=d’ 793
Schuel (2) w:o (.) gad dä Jugoslawiech ieg gsi isch. (1) //hmh// (.) und ich weiss no (1) wo die 794
e sch ä: (1) Mazedo:nie (1) Jugoslawä: (1) bi ü:s (1) i (.) i=d’ Schuel cho sind, (.) ode (.) ku:m 795
Dü sch (2) händ no mösä (.) äbä (.) do: hä s (.) glaub ei ach (.) no: Dü sch (.) gheissä. @(2)@ 796
so: (.) spezial Dü sch; (1) hü heis s DaZ; (1) ((hö ba es Eina men)) ä:hm (1) wo: (1) weisch 797
wänn die Znüni b och händ; (1) wänns Gebu s ag gha händ; (1) da=sch s:o geil gsi (1) will 798
Y: ∟hmh ∟@(2)@ 799
LP: da=sch än Znüni gsi (.) wos=susch (.) nie (.) gäh hä ; (.) ode (.) susch °hä s’ Mami (.) än 800
Chuechä bachä (.) ode hä i gendwie Öp el mi b och ;° ((in auhe S imme gesp ochen)) (1) 801
Y: ∟@(1)@ 802
LP: ode so (.) und die händ i gendwie (1) woah (.) die geilä Sachä usäm Ju- (.) us Jugoslawiä; (1) 803
weisch so (.) wo=d=ei ach als Chind (1) als Chind isch’s ei ach. (1) ode als Chind (.) da isch 804
Y: ∟hmh ∟hmh 805
LP: (.) di gli:ch Sp o:ch; (1) öb du dich e s ohsch ode nöd (.) //hmh// (1) und das=isch so cool gsi 806
(.) die Kul u (1) als Chind kenäzle nä; (1) ich glaub als E wachseni he ’s mi nöd so iel Spass 807
gmach ; (1) will=d ei ach scho iel esch g ah ene bisch. (1) abe als Chind isch=äs s:o ei ach 808
42
Y: ∟hmh ∟jo 809
LP: gsi (.) die Kul u ei ach z’ nä:h. (1) well (1) si isch cool gsi. (1) aso (.) so ande sch (.) als da 810
Y: ∟@(3)@ 811
LP: wo=n=ich kenn; (.) weisch so (1) boa:h; (1) und ä:hm (3) da=sch ü mi:ch (.) da: (.) da=sch ü 812
mich wü klich (.) dä Teil (.) o dä Viel al (.) ode äbä (.) Viel al als Chance; (.) isch genau da:; 813
(1) ich möch eigen lich (1) das jedä: (1) om ande ä (.) i gendöpis cha le nä, (.) ode (.) äm 814
ande ä öpis cha bi:b ingä. (1) //hmh// (.) un=das (1) das sei eigen lich (1) aso jo: (1) meh (mö- 815
schs) eigen lich ga nöd besch ibä; (.) well das chasch (1) u ali Be eich usde:hnä. (1) äbä (1) 816
öb das kul u ellä Hinde g und isch; (1) öb das (1) ähm (1) Fähigkei ä sind (.) wo öpe hä ; (.) 817
ode nöd hä ; (1) ode (.) P oblem wo öpe hä (.) ode nöd hä ; (1) ode (.) well (.) ü jedäs 818
Y: ∟hmh 819
LP: P oblem wo einä hä ; (1) gi ’s ein wo chan hel ä, (1) ode (.) aso (.) i gendwo ei ach, (.) 820
Y: ∟hmh 821
LP: ((hö ba es Eina men)) und (.) da: (1) da so=chli (.) z’ indä und au (.) z’ s ü: ä (.) mängmol; (.) 822
ode (.) di ich igä Lü: (.) ei ach (.) zämä z’ b ingä. (1) ode äbä au (.) nö:d @(1)@ (.) da ind=i 823
Y: ∟@(1)@ 824
LP: ex e:m (.) spannend; (1) kosch iel; (1) aso weisch so (1) ene ge isch (.) muen=i sägä (.) jo: 825
(1) ich bi nöd imme be ei (.) zum das ales (.) händlä (1) //hmh// (1) ich chan=au nöd imme ; 826
(1) weil=d ei ach au no iel al- (.) ande s d i spiel , ((hö ba es Eina men)) (.) abe äs isch (.) 827
ex e:m spannend; (.) und i ind (3) m:ich chönä so (.) z’ bewegä; (2) imänä Um eld (.) wo=n=i 828
wü klich (.) jo (.) ich säg je z mol ganz doo ; (1) all d ü Jo:h ; (1) neui Viel al übe chum (1) 829
//hmh// (.) @(.)@ ind=i (.) mega mega cool; (.) und (2) so wies di Ene gie mängmol aub ; (.) 830
gi ’s de si au. (.) //hmh// (.) aso weisch so: (.) i gwüssä Momen ; (.) je z g ad üsi P ojek wuchä 831
(.) le sch Wuchä; (.) die hä (1) aso (.) ich ha mi si (.) °so langwilig o gs ell ° (.) wil=i g undä 832
Y: ∟@(.)@ 833
LP: ha (.) oh mein Go ; (1) was machäd die a mä Chind ä Wuchä lang bi mi ? (1) ((hö ba es Ein-834
a men)) und ich bi us dä ä Wuchä usä und ha denk (.) boah wi geil (1) weisch so ich ig 835
Y: ∟@(2)@ 836
LP: (1) da=sch so=nä ich ig (.) cooli Wuchä gsi; (1) di Chind sind (.) s:o genial gsi, (1) und ich 837
han=ä G uppä Chind gha, (.) wo=n=i d’ Häl i dä o dänk ha (.) was genau machsch (.) du: (.) 838
bi mi: (1) //@(.)@// und am e sch ä Tag scho gme k ha (.) woah geil (1) //@hmh@// (1) woah 839
(.) mega (1) weisch so (.) wü kli (.) ei ach (.) da=sch so=n=ä cooli Wuchä gsi (.) zum (3) jo: (.) 840
wü kli usä lau ä, (.) und sägä (1) äs hä =mi nü: kosch ; (2) äs hä mi soga gä:h; (1) äs hä 841
mi wü kli ei ach (.) noch äm Skilage (1) wo di so= iel (.) aso (.) ei ach (.) kö pe lich (.) 842
@Ene gie aub @ (1) bisch noch dä ä Wuchä usä (.) und denksch (2) °gei:l° (1) //@hmh@// 843
(1) ich bin e ho- (.) aso weisch so (.) e hol (1) ich bin=ei ach so (.) e eu . (1) //°schön°// (.) jo 844
(.) ich bi wü kli ei ach so e üll gsi; (1) und s:o cooli Wuchä gsi; (.) und (1) da=sch genau da: 845
gsi; (1) ich ha dö ä Viel al a Chind dinä gha; (.) wo=d (.) aso (1) wänn=i si mi he mösä (.) 846
zämäs elä (.) d’ G uppä; (.) ich glaub nöd zwei wä äd glich dinä gsi; (.) wie=n=i gha ha. (2) s:o 847
Y: ∟@(.)@ 848
LP: geil. (2) jo: ((in seh hohe Tonlage gesp ochen)) (1) @(.)@ (3) 849
43
Y: Gi s (1) i gänd=äs Thema (.) wo=n=ich je z nöd agschni ä ha, (.) wo du indsch (.) möch isch 850
du abe no d ib ingä? °ode ° (.) i gendöpis wo du no e zelä möch isch (2) us dim B ue släbä? 851
LP: ∟ (( e neinende Lau )) 852
LP: (( e neinende Lau )) (2) Aso (1) s’ Einzig wa mi: (.) ä:hm (1) jo: (1) hal ei ach u li: , (.) abe 853
das han=i au scho deponie ; (2) isch wü kli (.) ich ha mi : (1) b ue sbeglei dend (.) mini Usbil-854
dig (.) zum: (1) aso (.) min Mas e gmach ; (1) ((hö ba es Eina men)) zum Sekleh e ; (1) und 855
ich han (.) als E wachsäni (.) da dö ä machä; (1) aso als (1) gsch andni Leh e in, (1) mi übe 856
zäh Joh E ah ig; (1) han=ich ag angä; (1) ä:h (1) a dä PH s udie ä; (.) und dä Mas e machä, 857
(1) ((hö ba es Eina men)) und=ich bemänglä de ä scho seh (.) d’ Usbildig wo die machäd; (.) 858
mi dä Jungä; (1) //hmh// (.) än Hu: ä Sachä (.) wo=n=ich ha mösä machä (.) isch öllig ok (.) 859
ü die Jungä; (1) will (.) die händ da no nie gha, (1) die sind nonig Leh e , (1) und (2) ü mi:ch 860
so chli (1) jo jo (1) dänn han=is hal gmach , ((hö ba es Eina men)) abe s’ hä de scho Lückä 861
(.) wo=n=i ei ach dänk (.) hey (1) gop e deckel (2) wieso ogäd ih eu (1) das=s:o iel jungi 862
Leh e wiede absp ingäd; (.) noch ämä Joh , (1) ode zwei; (1) wänn ih si nöd o be ei äd (.) 863
u dä B ue ? (3) weisch (.) und da sind zum Bispiel (2) äs gi äs Modu:l (.) das heiss (1) aus-864
gewähl e Schulschwie igkei en (1) du ghö sch de ä (.) äs halbs Joh lang (.) übe (.) Ri ze , (2) 865
Schuelschwänze , (2) u:nd (3) jo: (.) aso (.) wänns hö:ch chun (.) ilich no (.) i gendeinä wo: 866
(.) ande i e p üglä . (1) das=sind’s; (2) und do muen=i sägä (1) das isch nöd (.) ausgewähl e 867
Schulschwie igkei en; (1) jo sind’s; (1) abe das (1) das begegnä =di (.) i=dä Lau bahn als 868
Leh pe son (.) ilich d ü mol (1) //hmh// (1) i ie zg Joh . (1) ich wö dö liebe (.) All agsp ob-869
leme ghö ä. (1) //hmh// (1) äs Chind wo (.) e weige ä , (1) ei ach (1) wil=ich (1) dä Schlüssel 870
((es is zu hö en wie die LP ene gisch ih en Schlüsselbund au den Tisch leg )) do anä glei 871
ha; (1) äs Chind wo öllig (.) hys e isch eagie , (1) °was mach ich dänn?° (1) //hmh// (1) aso 872
weisch so (.) so Sachä wo =i ghö ä; (1) äs Chind wo (3) jo: (.) us (2) nu scho je z i gendwie 873
(1) us=ämä El e ähu:s chun , (1) wo: (1) Desin essä (.) am Chind hä ; (1) //hmh// (1) wie ang 874
ich so äs Chind u: ? (1) //hmh// (1) aso (.) was mach ich dänn mi däm? (1) äs Chind wo: (1) 875
a ach, (.) s ändig (.) i gendöpis mu (.) kabu machä; (1) //hmh// (1) weisch so (.) da: (.) aso (.) 876
das all ägliche; (1) das (1) das (1) ode (.) °äs Chind wo äch isch,° (1) //hmh// (.) nu scho au 877
da:, (1) wie händl=ich das? (1) weisch äso (.) ei ach, (2) das e miss=i (1) mega (.) a dä PH, 878
(1) das=si: (1) ä:hm (1) diä jungä Menschä d u o be ei äd (1) was eigen lich wü klich (.) im 879
All ag lau . (.) //jo// (1) aso (.) S uden ä (.) wo mi je z do hinä si zä händ; (1) je z g ad au 880
wiede (.) di ak uellä (.) wo mi do: händ; (1) wo=n=i dänn so=chli me k (.) im Gsp öch (.) °jo: 881
((hö ba es Ausa men du ch die Nase)) Leu e (.) abe (.) aso (.) na-a° (1) @ ue mi leid@ abe 882
nei: (1) sonde n (1) hey (2) losäd gnaue anä; (.) weisch (.) si chömäd äso (1) ((hö ba es Aus-883
a men)) °wie söll=i da o mulie ä?° (1) si chömäd äso: (3) °blauäugig. (2) ganz eh lich; (1) aso 884
äs wi d ihnä° (1) weisch (.) muesch jo nöd (1) ali Ho nig g ad neh; (.) am A ang; (.) i=dä PH. 885
(1) da isch mi scho kla: ; (.) abe (.) weisch äso (1) ei ach au: (2) me gi 886
Y: ∟hmh ∟@(1)@ 887
LP: ihnä kei Hil a=d’ Hand. (1) aso (.) me sei ihnä zum Bispil nöd (.) hey (.) wänn das passie 888
(1) go zum Schuellei e . (1) //hmh// (1) das wi d (.) nöd gsei ; (1) sonde n (.) das wi d e us-889
gse z , (.) das än zwanzg jöh igä Mensch, (1) wo=no kein Tag (.) im Schuelzimme 890
50
Kodeno iz
Die Leh pe son mach ih e Fähigkei , die Kinde «abzuholen wo sie sind» on ih e
Be u se ah ung abhängig. Du ch die gemach en E ah ungen konn e sie ih e Fähig-
kei en (Kompe enzen) kon inuie lich wei e en wickeln. Dahe sieh sie ih e Be u se -
ah ung als Vo eil, gegenübe «Be u sneulingen» mi wenig E ah ung.
Ka ego ie
Kompe enz
Kode 5
Feinge ühl als wich iges Pe sonenme kmal
In e iew-
ausschni
«[…] also=s’ b uch au äs bi zli äs Gspü zum wüssä wä chan no iel meh, ode wä
chan (.) u: iel wänige […]» (Zeile 24/25)
Kodeno iz
Die Kinde wah zunehmen und genau e assen zu können, was sie b auchen und
welche ak uellen Fähigkei en sie besi zen is eine wich ige pe sönliche Vo ausse -
zung.
Ka ego ie
Kompe enz
Kode 6
Ve u eilung on en wicklungsge äh dendem Leh pe sonen e hal en
In e iew-
ausschni
«[…] u:nd di d i Op ion isch (.) i han zwo Zi , abe ich han °kei Lusch °. und da änd
ich dänn ei ach di schwi ig- di (.) also da isch da wo mich am meisch ä s ess […]»
(Zeile 28-30)
S essen: au jemanden wi ken; kö pe lich, psychisch übe beansp uchen -> kö pe -
lich und geis ig belas en
Kodeno iz
Die gleichgül ige Eins ellung «s ess » die Leh pe son. Sie üh bei ih zu psychi-
sche Übe beansp uchung und zu Belas ungse ah ung.
Hie zeig die Leh pe son Empö ung ( on s a ken Emo ionen beglei e e En üs ung
als Reak ion au Ve s össe gegen mo alische Kon en ionen) übe die Gleichgül igkei
gegenübe Kinde n mi einem e höh en Un e s ü zungsbeda , welche sie einigen Be-
u skolleginnen und Be u skollegen un e s ell . Solches Ve hal en wi d du ch die
Leh pe son e u eil , da es du ch das Un e lassen on Engagemen zu En wick-
lungsge äh dungen bei diesen Kinde n kommen kann. Das Regis ie en on Kinds-
wohlge äh dung lös au g und ih es s a k ausgep äg en Pe sönlichkei sme kmals
«Ve äglichkei » («Big Fi e») und ih e We o s ellung eine psychische Belas ung
aus und is ü sie dahe schwe auszuhal en.
Ka ego ie
We o s ellung
Kode 7
Balance zwischen Selbs ü so ge und Leis ungse b ingung
In e iew-
ausschni
«[…] und i ind äs b uch au Phasä wos äso lau , ode , (2) du chasch nöd imm:e (.)
meh, und imme (.) öpis li e ä […]» (Zeile 31/32)
Lie e n: e was eine Emp änge in ode einem Emp änge b ingen
Lie e n (Synonym): e b ingen, p oduzie en
Bezogen au die hie ele an e A bei s ä igkei bedeu e «e was lie e n» so iel wie:
eine Leis ung e b ingen.
Kodeno iz
E was «lie e n» im Sinne on «eine Leis ung e b ingen». Die Leh pe son is sich ih e
Möglichkei en und G enzen bewuss und ha nich nu das Wohl de Kinde im Auge,
51
sonde n auch ih eigenes. Dies kann als «Selbs ü so ge» be ach e we den, was
wiede um die benö ig en «Selbs kompe enzen» o ausse z .
Ka ego ie
(Selbs )Kompe enz
Kode 8
We schä zung on Ande sa igkei
In e iew-
ausschni
«[…] i glaub äs isch (.) au ä A o We schä zig gegenübe (.) dänä (.) Chind wo öpis
Speziells b uchäd, wänn me da woh nimm , (.) und ihnä dänn au öpis gi […]» (Zeile,
35/36)
Speziell: on eigene A , besonde s
Kodeno iz
Ich e kenne, dass du einen besonde en Beda has , und b inge di We schä zung
en gegen, indem ich mich um deine Bedü nisse kümme e.
Memo
Die Leh pe son sp ich gegen Ende des In e iews on ih em Ge ech igkei s e -
s ändnis. Dahe and eine heo e ische Au a bei ung des Beg i s «Ge ech igkei »
s a . Du ch diesen Bezug, kann hie «au gegensei ige Ane kennung basie ende Ge-
ech igkei » als Ge ech igkei s o s ellung de Leh pe son es gemach we den.
Mille geh on eine in ui i en Ge ech igkei s o s ellung aus und häl sich «bei de
Rekons uk ion […] [des] Ke ns unse e In ui ionen […] an die ganz klassische Idee,
de zu olge «Ge ech igkei » bedeu e , jedem «das Seine» zu geben» (Honne h,
2021, S. 166).
Nach eine solchen Au assung e dien es jedes Subjek , in eine Weise behandel zu
we den, die seinen je indi iduellen Eigenscha en angemessen is ; mi hin e lang die
Ge ech igkei on uns, Pe sonen nich ein ach gleich zu behandeln, sonde n ih e Be-
sonde hei so in Rechnung zu s ellen, dass wi sie en wede gleich ode ungleich be-
handeln. (ebd., S. 166 .)
In diesem Fall scheinen Kinde , welche in ih em Beda on de No m abweichen
eine Ungleichbehandlung zu b auchen. Kinde , die nich mi dem Gleichsch i des
Leh mi els mi hal en können, b auchen beispielsweise einen angepass en Le nge-
gens and ode abe einen ande en Zugang zum Le ninhal .
Die Leh pe son b ing zum Ausd uck, dass die Ande sa igkei kein P oblem is , son-
de n dass diese Kinde o zdem he zlich willkommen sind, am Un e ich eilhaben
zu können. Dies signalisie sie ihnen, du ch die Passung des Le ngegens andes.
Ka ego ie
Ge ech igkei s e s ändnis -> Hal ung
Memo
Du ch die Ve knüp ung des Kode 8 «We schä zung on Ande sa igkei » mi dem
Kode 2 «Passung des Un e ich s» kann diese Ka ego ie «Ge ech igkei » als Teil de
Ka ego ie «Hal ung» eingeo dne we den. Das Ge ech igkei s e s ändnis is also ein
Teil de Hal ung. Um diese These zu übe p ü en, wu de nach Theo ien gesuch , wel-
che die These s ü zen ode abe ela i ie en. Im Kapi el 2.4.10 (Hal ung und Ge ech-
igkei ) sind die E kenn nisse de Li e a u eche che es gehal en.
Die Theo ie s ü z die Annahme.
In e iew age 2:
Kode 9
No mabweichung e o de e höh es Engagemen
52
In e iew-
ausschni
«[…] I glaub ei ach ü ali Ex e:msi ua ionä […]» (Zeile 39)
Ex em: Bis an die äusse s en G enzen / am wei es en om Du chschni en e n
Kodeno iz
Ex emsi ua ion mein also «Zus ände», welche wei on de No m abweichen. Da
sich die Leh pe son im wei e en Ve lau des In e iews au die ganz schwachen
Schüle innen und Schüle bezieh , kann da on ausgegangen we den, dass sie un e
Ex emsi ua ionen die s a k abweichenden Leis ungsmöglichkei en on einigen Kin-
de n e s eh . In ih em Ge ech igkei s e s ändnis («au Ane kennungs e häl nisse
basie ende Ge ech igkei » ode allen alls handel es sich hie auch um «ausglei-
chende Ge ech igkei » -> Benach eilig e e hal en einen Ausgleich) e o de diese
No mabweichung ein e höh es Engagemen .
Ka ego ie
Ge ech igkei s e s ändnis
Kode 10
Un e ich als gewal same Ve le zung on schwachen Schüle innen und Schü-
le
In e iew-
ausschni
«[…] ü di ganz Schwachä isch äs mega än Seich zum id’ Schuel cho will si chömäd
eigen lich i jedem (.) Fach ode i jedem zwei ä Fach (.) chömäds so dä Hamme -
schlag übe (.) supe da chan ich nöd (.) da chan ich nöd do b uch i °au wiede Hil °
[…]» (Zeile 40-43)
Hamme schlag (de Schlag mi einem Hamme ): Gewal sames Einwi ken –> hin e -
läss Eind ücke (psychische Ve le zungen im Fall des Kindes)
Kodeno iz
Da de Un e ich de a unpassend ü die leis ungsschwachen Schüle und Schüle-
innen is , e ah en diese Kinde imme wiede , dass sie nich genügen. Diese pe ma-
nen en Zumu ungen hin e lassen Eind ücke im Selbs konzep de Kinde . Sie wi ken
e le zend au de en Selbs we . Dies wide sp ich de We o s ellung (Wohlbe inden
de Kinde ) de Leh pe son.
Memo
Auch hie komm e neu das s a k ausgep äg e Pe sönlichkei sme kmal «Ve äglich-
kei » («Big Fi e») zu Gel ung. Es schein einen Ein luss au die We o s ellung de
Leh pe son (Wohlbe inden de Kinde ) zu haben.
Die Leh pe son besch eib zudem, dass de Un e ich nich passend is ü einige
Kinde . Wei e oben wu de die Hal ung «de Un e ich muss passend gemach we -
den und nich das Kind». Die hie he ausgea bei e e «We o s ellung» de Leh pe -
son schein de «Hal ung» de Leh pe son zug unde zu liegen. Dahe kann ange-
nommen we den, dass die We o s ellung ein Teil de Hal ung is .
Die Auseinande se zung mi de Theo ie bes ä ig diese Annahme.
Ka ego ie
We o s ellung
Kode 11
K i ik an de all äglichen Un e ich sp axis
In e iew-
ausschni
«[…] u:nd (.) das da kei Spass mach i glaub @do sind mi üs ali einig@; […]» (Zeile
43/44)
53
Kodeno iz
Die Leh pe son besch eib o diese In e iews elle Si ua ionen, welche massi ne-
ga i e Auswi kungen au leis ungsschwäche e Kinde haben. Es schwing soga das
E leben on (psychischen) Ve le zungen mi .
Das Ve binden on diesen Si ua ionen mi dem Beg i «Spass» pass nich und lös
eine Be emdung aus.
Die Aussage «dass dies keinen Spass mach », läss dahe keinen Wide sp uch zu.
Die Leh pe son bezieh den «Hamme schlag» au all ägliche Un e ich ssi ua ionen,
wie sie bei allen Leh pe sonen (meh ode wenige häu ig) au e en.
Du ch die Be emdung und die ausgeschlossene Möglichkei on Wide sp uch nö ig
diese Aussage zum Übe denken de gängigen ode auch de eigenen Un e ich sp a-
xis. Man könn e sie ein S ück wei de «Sa i e» zuo dnen, du ch die Übe deu liche
Da s ellung mi dem Hamme schlag und die K i ik an den Un e ich szus änden. Das
lachend ausgesp ochene «da sind wi uns alle einig» könn e da au hindeu en, dass
sie da übe lach -> die Si ua ion «läche lich» mach .
Die Leh pe son üb hie also K i ik an den Zus änden de all äglichen Un e ich sp a-
xis aus.
Hie komm seh deu lich die Hal ung als Basis de K i ik zum Ausd uck.
Ka ego ie
Hal ung
Kode 12
Handeln zu An egung de Le n eude und de En wicklung
In- i o-
Kode
Die Kinde im Un e ich nich e lie en
In e iew-
ausschni
«[…] und mi dö äd die wie nöd e lü ä u äm Wäg. (1) und (1) die mö=me i gend-
wie mö=me die chönä packä:; segs mi Sachä ebä (.) wo si au läss indäd […]»
(Zeile 44/45)
Die Leh pe son sp ich on schwachen Kinde n. De Kon ex , in welchem sich die
Schwäche zeig , is de Un e ich . Ein Kind kann in de Schule e lo en gehen.
Ve lie en: E was, was einem gehö , was man auch behal en will (die Leh pe son
äg die Ve an wo ung ü die En wicklung de Kinde in ih em Un e ich ), aus Un-
ach samkei (mangelnde/unpassende Un e ich splanung) ode au g und wid ige
Ums ände (Übe o de ung im Be u sall ag) unwillen lich au geben.
Packen: Jemanden ode e was mi den Händen ode einem We kzeug e g ei en.
Das «We kzeug» is in diesem Fall das Anknüp en an den In e essen de Kinde .
Die Kinde «packen» kann in diesem Zusammenhang also heissen, sie an die Hand
zu nehmen (man bie e ihnen e was, an dem sie sich es hal en wollen und können –
das sie in e essie und ih en Fähigkei en en sp ich ) und mi zunehmen (die Kinde
können und wollen dem Un e ich olgen).
Kodeno iz
Bezogen au die Kinde kann « e lie en» also heissen: Die Kinde können sich im
Rahmen des Un e ich s nich wei e en wickeln und bleiben in ih en Le ns änden zu-
ück. Sie gehen im Un e ich sgeschehen au dem Le nweg e lo en.
Gegen den Ve lus b auch es ein ak i we den de Leh pe son (die Kinde «pa-
cken»), indem sie den Un e ich so ges al e , dass die Le n eude und die En wick-
lung de Kinde ange eg we den.
Ka ego ie
Hal ung
Kode 13
E hal on We schä zung
54
In e iew-
ausschni
«[…] i ind da wi d mega: (.) gschä z . (2) na ü li o dä Schüele: (1) und i inds abe
au cool (1) äh (.) s Feedback o dä El e ä dänn […]» (Zeile 59/60)
Kodeno iz
Die Leh pe son ühl sich in ih em Handeln du ch die El e n und du ch die Schüle in-
nen und Schüle we geschä z . Sie e leb ih Um eld seh posi i .
Ka ego ie
Um eld
Kode 14
E kenn nisse in Handlungen umse zen können (Es gib nich s Gu es, ausse
man u es)
In e iew-
ausschni
«[…] woah du häsch gme k und machsch soga öpis […]» (Zeile 62)
Soga : obend ein, übe dies
De Beg i «soga » implizie , dass die Möglichkei bes eh , dass es bei de Fes s el-
lung eine Si ua ion bleiben kann und nich zwingend eine Handlung olg .
In dem «soga » s eck zudem eine posi i e Übe aschung. Übe das Beme ken de
Si ua ion hinaus olg eine Handlung. Es handel sich also um ein «Übe e en» de
gewohn en P axis.
Kodeno iz
E kenn nisse aus Beobach ungen in Handlungen umse zen können.
Es is noch nich s gewonnen, indem man es nu beme k . Es eich nich , wenn man
beme k , dass «Misss ände» o handen sind. Die Kinde können e s p o i ie en,
wenn die E kenn nisse auch in ziel üh ende Handlungen umgese z we den.
Ka ego ie
Kompe enz
Memo
Das Sp ichwo «Es gib nich s Gu es, ausse man u es» d äng sich mi an die-
se S elle au .
Auch die objek i en Kompe enzen (welche lau Kuhl, Schwe und Solzbache (2014)
«das Können des Wollens» da s ellen) spielen eine wich ige Rolle. Wenn eine Leh -
pe son eine ungüns ige Si ua ion beobach e und ge ne e was un e nehmen möch e
(«Wollen»), abe nich die benö ig en (objek i en) Kompe enzen da ü ha («Kön-
nen»), dann is es ih nich möglich, ih e Ziel o s ellung zu e eichen.
Die in e iew e Leh pe son schein jedoch in Besi z diese benö ig en objek i en
Kompe enzen zu sein.
Memo
Ich habe mi den le z en d ei Kodes anhand des Kodie pa adigmas e such he aus-
zu inden, was genau als U sache, als Phänomen, als S a egie und als Konsequenz
eingeo dne we den kann (was beding was und wi d wodu ch ausgelös ). Die e hal-
ene We schä zung kann sowohl als Konsequenz on e was (Handlung de Leh pe -
son), als auch als U sache ü e was (Mo i a ion die Handlung zu wiede holen) gese-
hen we den. Es schein sich um eine Posi i spi ale zu handeln, um eine Dynamik,
welche sich anhand de linea en U sache – Phänomen – S a egie – Konsequenz –
Da s ellung nich da s ellen läss . Das Kodie pa adigma muss e wei e we den ode
es b auch eine ande e Fo m de Da s ellung.
In e iew age 3
Kode 15
A bei s eude du ch die Le n ä igkei de Schüle innen und Schüle
55
In e iew-
ausschni
«[…] Also ich scha mega gä n; (1) u::nd (1) ich chum o allem dänn gä n go
scha ä wänn ali öpis z’ Scha ä händ. […]» (Zeile 70/71)
Kodeno iz
Wenn alle Kinde einen Le ngegens and haben, mi welchem sie sich p oduk i aus-
einande se zen können, dann ha die Leh pe son ih Ziel «die Kinde abzuholen, wo
sie s ehen», e eich . Es is ih gelungen das «Wohl de Kinde » zu siche n (alle Kin-
de können Le n o sch i e machen). De Anblick on den Kinde n, welche alle eine
p oduk i e Le nzei haben, bes ä ig ih , dass es ih gelungen is , ih «obe s es K edo»
(das Wohl de Kinde ) umzuse zen. Dies e üll sie mi Zu iedenhei bei de A bei .
Da sie den Kinde n auch emo ional seh zugewand is , is es ü sie zudem eine
emo ionale Wohl a (F eude), wenn sie sieh , dass es ih en «Schü zlingen» gu geh
(Pe sönlichkei sme kmal: Ve äglichkei -> Big Fi e).
Un e -ka e-
go ie
Pe sönlichkei sme kmal
Memo
In de Ve knüp ung dieses Kodes mi dem Kode 2 «Passung des Un e ich s» und
dem Kode 8 «We schä zung on Ande sa igkei » kann das Pe sönlichkei sme kmal
«Ve äglichkei » sowohl als Un e ka ego ie de «Hal ung» als auch des «Ge ech ig-
kei s e s ändnisses» gesehen we den. Das Pe sönlichkei sme kmal beein luss die
Hal ung und das Ge ech igkei s e s ändnis (-> in e enie ende Bedingung).
Ka ego ie
Ge ech igkei -> Hal ung
Kode 16
F eude an Le n o sch i en und In e esse de Schüle innen und Schüle
In e iew-
ausschni
«[…] i inds mega schö:n, (.) wänn ich chan du älau ä, (.) und (.) ebä (.) äs chömäd
imme F ogä, (.) abe (1) du me ksch so (1) hey mega cool, (.) äs goh scho bi zli
wi: e ; […]» (Zeile 74-76)
Kodeno iz
Du ch die Passung des Un e ich s, können sich die Kinde aus eichend gu mi den
Le ninhal en auseinande se zen. De Le ns o weck das In e esse de Kinde , was
sich du ch die au gabenbezogenen Rück agen zeig , und e gene ie Le n o -
sch i e. Die Leh pe son ha beim «du älau ä» eine das Le nen beglei ende und un-
e s ü zende Funk ion. Du ch die spon anen Le ngesp äche können En wicklungs o -
sch i e ge es ig und/ode p o ozie und Le nin e esse ausgelös we den. Wie be-
ei s oben es gehal en, üh das E eichen ih e pe sönlichen Ziel o s ellungen
(Wohl de Kinde ) zu A bei szu iedenhei und zu F eude.
Ka ego ie
We o s ellung -> Hal ung
Memo
Hie (und auch in wei e en S ellen des In e iews) zeig es sich seh schön, dass die
Leh pe son ih en Un e ich nich als «Einweg-Si ua ion» e s eh . Un e ich is e -
was In e ak i es. Die Leh pe son be ücksich ig bei de Planung möglichs gu die in-
di iduellen Vo ausse zungen de Kinde , dami möglichs alle Kinde am Un e ich
pa izipie en können.
Da au eagie en die Kinde wiede um du ch eine ie e e Auseinande se zung mi den
Le ninhal en und du ch das Zeigen on In e esse. Zudem kann die Leh pe son in ih-
en Beobach ungen es s ellen, dass die Kinde Fo sch i e machen, was sie in ih em
p oak i en und au die e schiedenen Kinde bezogenen (p o essionellen) Handeln
bes ä ig und sie posi i bes ä k . Es handel sich um eine Dynamik, welche sich ö -
de lich au das Le nen de Kinde auswi k .
56
Beim Hinzuziehen des Kodie pa adigmas zeig es sich, dass die Konsequenz zu-
gleich zu U sache ü den wei e en In e ak ionsp ozess wi d.
U sache: Kinde können nich am Un e ich pa izipie en – Phänomen: dies pass
nich mi de Ziel o s ellung de Leh pe son übe ein – S a egie: die Leh pe son pass
den Un e ich an (sie besi z die da ü benö ig en Kompe enzen) – Konsequenz: die
Kinde können am Un e ich eilhaben und sich wei e en wickeln (=U sache=) die
Ziel o s ellung de Leh pe son is e eich , was zu A bei szu iedenhei üh und sie
in ih em Handeln bes ä ig (=Phänomen) und dazu üh , dass sie ih e S a egie bei-
behäl (=Konsequenz) …
Die En wicklungs- und Le n o sch i e de Kinde , sowie die A bei szu iedenhei de
Leh pe son we den demnach du ch die besch iebene Dynamik begüns ig .
Was die «p o essionelle pädagogische Hal ung» de Leh pe son es ig .
Kode 17
Vo ausschauendes Handeln, s a F us beim eak i en Handeln
In e iew-
ausschni
«[…] und dänn leisch ich (.) mega gä n da Meh u wand i dä Vo be ei ig, (1) da ü
isch äs (.) bim Scha ä (.) o al en spann ; (1) ode o o al en spann . (1) well ich
wie o he mi dä U wand gmach han zum äbä […]» (Zeile 76-78)
«[…] ich han ei ach nöd gä n dä S ess dänn wäh end äm Scha ä. (1) also ich wö
nöd e sch wäh end äm Scha ä me kä, (1) @huh Misch @ (1) do (.) isch d ü Vie el
(1) ü d ü Vie el b ing je z das Züg ga nü . […]» (Zeile 84-87)
Kodeno iz
Vo ausschauendes Handeln bedeu e zwa in einem e s en Sch i einen zei lichen
Meh au wand und den Einsa z on Ene gie. Als Resul a dieses Engagemen s kann
da ü seh iel Ene gie eingespa we den (kein E leben on F us und S ess), da
nich au Uns immigkei en eagie we den muss. Du ch die Zu iedenhei und die
F eude bei de E eichung de Ziel o s ellung kann soga wiede Ene gie gene ie
we den (wie sich im In e iew e lau be ei s gezeig ha ).
Die Rechnung (Au wand und E ag des Meh au wandes bei de Vo be ei ung) geh
also au . Die Leh pe son muss keinen Ene gie e lus e buchen. Im bes en Fall e -
ziel sie bei diesem «p o essionellen pädagogischen Handeln» soga einen Ene gie-
gewinn.
Ka ego ie
Kompe enz (-> Selbs bes immung)
Memo
Auch hie schein es sich um einen dynamischen P ozess zu handeln:
U sache: Kinde können nich am Un e ich pa izipie en – Phänomen: S ess im Un-
e ich , da die Si ua ion nich den Ziel o s ellungen de Leh pe son en sp ich – S a-
egie: Vo ausschauendes Handeln -> Meh au wand bei de Vo be ei ung (was mög-
lich is , du ch das Vo handensein de benö ig en Kompe enzen) – Konsequenz: Ziel-
o s ellung kann e eich we den -> dies ha einen E ek au die gewähl e S a egie -
> S a egie wi d wiede hol
Die so en s ehende E ah ung de Selbs wi ksamkei und de Selbs bes immung (in-
olge des Vo handenseins de benö ig en objek i en Kompe enzen) haben einen Ein-
luss au die Mo i a ion, welche wiede um dazu bei äg , dass de «Meh au wand»
be ieben wi d. Die Kompe enzen können als «in e enie ende Bedingungen» gese-
hen we den.
Die Bezugs heo ien aus Kapi el 2.4.7 (Objek i e Selbs kompe enz) und 2.4.8 (Mo i a-
ion und Voli ion) un e maue n dies.
57
Kode 18
Kennen seine Bedü nisse und Ziel o s ellungen
In e iew-
ausschni
«[…] da mues jedä ü sich (.) au (.) chli selbe uslo ä wa b uch ich zum ge n go go
scha ä. (.) bi mi isch äs da:, (1) ich wö ge n das (1) möglichsch o (.) jedä (.) u
sim Ni eau cha scha ä. //hmh// das mich z idä mach […]» (Zeile 88-92)
Kodeno iz
Die Leh pe son is sich bewuss , was ü sie e üll sein muss, dami die A bei szu ie-
denhei s imm .
Ka ego ie
Kompe enz (-> Selbs bes immung)
Memo
Du ch das Kennen ih e eigenen Bedü nisse kann die Leh pe son ih Handeln au
das E eichen eines bewuss en Ziels hin aus ich en. Du ch diese Fähigkei und in
Ve bindung mi wei e en Kompe enzen is ih Handeln seh selbs bes imm .
In e iew age 4
Kode 19
Ve s eck e K i ik gegenübe Leh pe sonen, welche den Gleichsch i im Un e -
ich ans eben und p ak izie en
In e iew-
ausschni
«[…] ich benidä mengmol au die wo, (1) ((hö ba es Ausschnau en)) @(hä)@ (1) wo
z idä sind ei ach (.) so im no malä: (.) Un e ich ali mächäd s’ Glichä. (2) i ind da (.)
ind da mängmol no so (1) ((hach)) (1) äs isch scho=no cool, das me dänn glich
z idä isch […]» (Zeile 105-109)
Das Wo «glich» bedeu e so iel wie o zdem ode obwohl.
Die «beneide en» Leh pe sonen sind also zu ieden, obwohl ih Un e ich (im Auge
de Leh pe son) nich gu is . Man is zu ieden, obwohl man keine gu e A bei geleis-
e ha . Dies se z eine gewisse Igno anz ode Gleichgül igkei gegenübe dem A -
bei sau ag (de Bildung de Kinde ) o aus.
Kodeno iz
Da Gleichgül igkei und Igno anz in Bezug au das «Wohl de Kinde » de a de Hal-
ung de Leh pe son wide sp ich , kann da on ausgegangen we den, dass sie solche
Be u skollegen und -kolleginnen nich wi klich beneide .
Sie is sich abe bewuss , dass das Umse zen ih e We o s ellungen und das E ei-
chen ih e Ziel o s ellungen, mi einem ech hohen Au wand e bunden sind.
Im Ve gleich zu ande en Leh pe sonen a bei e sie deu lich meh . Mögliche weise
übe leg sie sich manchmal, dass es schön wä e, mi wenige A bei sau wand zu ie-
den zu sein. Dies wü de jedoch bedingen, dass sie ausblenden könn e, wie es den
Kinde n in ih em Un e ich geh . Ausblenden zu können, dass es einigen Kinde n im
und du ch den Un e ich nich gu geh , wü de eine deu lich e minde e Wah neh-
mung des Gegenübe s o ausse zen, was in ih e Wah nehmung au einige im Leh -
be u Tä igen zu i . Hie is eine e s eck e K i ik zu en decken, welche olglich ih e
eigene We o s ellung he o heb .
Ka ego ie
We o s ellung
Kode 20
Unzu iedenhei als Handlungsimpuls, e was zu ände n (Jede is seines Glü-
ckes eigene Schmied)
58
In e iew-
ausschni
«[…] so z (.) z idä go scha ä (.) isch scho: (1) isch mi scho mega wich ig. (.) °susch
mös i wie öpis ande s machä.° […]» (Zeile 109/110)
Kodeno iz
A bei szu iedenhei is die Ziel o s ellung. Wenn die A bei szu iedenhei on de
Ziel o s ellung abweich , e äll die Leh pe son nich in F us , sonde n ühl sich e -
anlass e was zu ände n, dami die A bei szu iedenhei wiede he ges ell is .
Ka ego ie
Kompe enz (-> Selbs bes immung)
Memo
Hie komm mi das Sp ichwo «Jede is seines Glückes eigene Schmied» in den
Sinn. Die Leh pe son sieh sich in diesem Sinne als selbs e an wo lich ü ih e Be-
u szu iedenhei . Sie mach ih e Zu iedenhei also nich on äusse en Ums änden
abhängig, sonde n sie i seh selbs bes imm in E scheinung.
Diese Passage wu de u sp ünglich de Ka ego ie «Selbs bes immung» zugeo dne .
Da jedoch (wie be ei s bei Kode 17 he ausgea bei e wu de) dem selbs bes imm en
Handeln objek i e Kompe enzen zug unde liegen, wi d hie (und im Wei e en) s a
de Ka ego ie «Selbs bes immung» die Ka ego ie «Kompe enz» angewende .
Kode 21
A bei szu iedenhei als An ieb
In e iew-
ausschni
«[…] abe da isch, (.) glaub da au chli Isch elig. […]» (Zeile 110-112)
«[…] äs gi so die Typä die machäd a ach das gmach isch, (.) abe so zimli ales und
ich bi scho ehe ich glaub wenn ichs mach (.) dänn sölls mich au ech z idä s elä
[…]» (Zeile 113-116)
Kodeno iz
Die Leh pe son ha die Eins ellung, dass sie aus eine Leis ungse b ingung auch ei-
nen pe sönlichen Nu zen e zielen möch e.
Das heiss also, dass die Aussich au Leis ungse b ingung die «kogni i e Reak ion»
auslös , dass sie A bei szu iedenhei e eichen möch e und sie dadu ch zum Einsa z
ü diese Ziele eichung an eib .
Ka ego ie
Eins ellung
Memo
Die Leh pe son sp ich übe ih e Eins ellung. Aus diesem G und inde eine genaue e
Auseinande se zung mi dem Beg i «Eins ellung» s a (Be ücksich igung im Theo-
ie eil diese A bei als Gegenübe s ellung zu Hal ung).
In e iew age 5
Kode 22
Au hen izi ä , Selbs eue, G osszügigkei , Empa hie und Humo als wich ige
Pe sönlichkei sme kmale ü den Be u als Leh pe son
In e iew-
ausschni
«[…] ich glaub me mue o allem au en isch si. (2) sich selbe blibä (2) g osszügig
si, (1) mi dä: (.) Kollegä und abe au: (1) mi dä Schüele (.) so wie mi sich selbe ;
(3) Empa hie schade siche au nö:d, (3) und ich inds mega wich ig das me u gs ell
isch. (1) das (.) a ach so (.) än gue ä Humo: (1) ähm (2) ind i u: wich ig; ich (.) ind
äs mues scho eimol i dä S und glachä we dä. (1) und hochhe chan me wiede ane-
hockä und wi e scha ä […]» (Zeile 121-125)
59
Kodeno iz
G osszügigkei : Be ei scha , ande en uneigennü zig aus eiem Willen, mi posi i e
Absich unübliche ma e ielle ode imma e ielle Zuwendungen zu o e ie en (Syno-
nym: Tole anz, Ve s ändnis, Ve gebung)
G oßzügigkei - De ini ion und Besch eibung
Ka ego ie
Pe sönlichkei sme kmal
Memo
«Big Fi e» Pe sönlichkei sme kmale
Kode 23
Humo als posi i e Umgangs o m mi He aus o de ungen
In e iew-
ausschni
« […] än gue ä Humo: (1) ähm (2) ind i u: wich ig; ich (.) ind äs mues scho eimol i
dä S und glachä we dä. (1) und hochhe chan me wiede anehockä und wi e -
scha ä […]» (Zeile 124/125)
Kodeno iz
Humo : Begabung eines Menschen, de Unzulänglichkei de Wel und de Men-
schen, den all äglichen Schwie igkei en und Missgeschicken mi hei e e Gelassen-
hei zu begegnen. Humo en sp ich dem Pe sönlichkei sme kmal «Ex a e sion»
(«Big Fi e»).
Ka ego ie
Pe sönlichkei sme kmal
Kode 24
Ve s eck e Vo wu , dass sich einige Be u skolleginnen und Be u skollegen
nich aus eichend empha isch zeigen
In e iew-
ausschni
«[…] Empa hie schade siche au nö:d, […]» (Zeile 122/123)
Beim Au zählen, de wich igen Eigenscha en, welche eine Leh pe son haben soll e,
we den Au hen izi ä , Selbs eue, G osszügigkei , Empa hie und Humo genann .
Einzig bei Empa hie ha die Leh pe son zusä zlich gesag , dass diese «siche auch
nich schade ». Dies lös eine I i a ion aus, weil Empa hie g undsä zlich ehe posi i
konno ie is und nich (ode siche nich di ek ) mi dem Ve u sachen on Schaden
in Ve bindung geb ach wi d.
Es muss sich dahe eine Si ua ion o ges ell we den, in welche de Sa z eil «scha-
de siche nich » passend is .
Wenn es beispielsweise an einem Tag egnen könn e, «schade es siche nich »,
wenn man einen Regenschi m dabeiha . Hie mein de Sa z eil, dass es nich siche
is , abe dass die Möglichkei bes eh , dass man den Regenschi m b auchen kann.
Selbs wenn die Möglichkei bes eh , dass man den Schi m nich b auch und ihn um-
sons mi ge agen ha (=«Schaden»), is man doch oh, wenn man den Schi m im
Falle des Regengusses bei sich ha .
Bezogen au die Empa hie und den Un e ich kann gesag we den, dass die Fähig-
kei zu Empa hie (Empa hie im Gepäck haben) g undlegend is , um als Leh pe son
e olg eich den Be u sau ag e üllen zu können. Man muss sich in ein Kind ein ühlen
können, um zu e s ehen, was es b auch , um Le n o sch i e ode allgemeine En -
wicklungs o sch i e machen zu können.
Weil die Empa hie also in jedem Fall geb auch wi d, wi k «schade siche auch
nich » hie e was agwü dig. Wenn man nämlich weiss, dass es ganz siche egnen
wi d, üs e man sich aus, um ü das Regenwe e gewappne zu sein. De Regen-
schi m (o.ä.) is no wendig und man is oh, ihn dabei zu haben. Da spiel de Au -
wand des T anspo es (Schaden) eine un e geo dne e ode keine Rolle meh .
Dahe kann da on ausgegangen we den, dass die Leh pe son mi de Aussage «Em-
pa hie schade siche auch nich », gewissen Be u skollegen und Be u skolleginnen
66
die benö ig en Eigenscha en, (Selbs )Kompe enzen ode ande wei igen Ressou cen
ehlen…
Kode 39
F emdbe uhigung
In e iew-
ausschni
«[…] wenns so Si ua ionä gi , besp ich ich da iel mi mim Mami […]» (Zeile 272-273)
«[…] und si hä amigs so wie diä (.) diä Coolness zum sägä hey chum (1) isch gue ;
(.) und die chömäd mega ge n (.) und da isch wie (1) das isch da wo du chasch bü: ä.
[…]» (Zeile 303-306)
Kodeno iz
De Beg i «F emdbe uhigung» wu de nach de in ensi en Auseinande se zung mi
de Theo ie (siehe Kapi el Hal ung) gewähl . De u sp üngliche Kode wa : Aussen e-
lexion bei mangelnden Selbs egula ions- und Selbs e lexionsmöglichkei en.
Ka ego ie
F emdbe uhigung
Kode 40
Selbs gewähl e F emdbe uhigung
In e iew-
ausschni
«[…] si hä so ä gsundi Isch elig (1) zu Sachä wo ich dänn wie scho z’ nö:ch (.) d a
bin […]» (Zeile 286/287)
Gesunde Eis ellung: Bewe ung des Reizes sowie die Meinung (Ge ühle) und Ve hal-
ensideen sind gesund -> ö de lich ü das Wohlbe inden
Eine Eins ellung kann also auch k ank machen -> sich ungüns ig au das Wohlbe in-
den auswi ken
Kodeno iz
Die Leh pe son ha schon meh ach die E ah ung gemach , dass sich die Eins ellung
ih e Mu e posi i au ih e Gesundhei (au ih Wohlbe inden) auswi k . Mi diesem
Ve auen in das Wi ken ih e Mu e , wähl sie das Gesp äch mi ih e Mu e als
Möglichkei zu F emdbe uhigung, wenn die Selbs be uhigung nich geling .
Ka ego ie
F emdbe uhigung
Kode 41
Selbs wachs um
In e iew-
ausschni
«[…] was=s=mi au imme wiede gsei hä wo ich mi je z au so chli e inne lich
han, log äs isch nöd (.) dis (.) Chin:d (1) //hmh// (1) du (.) bisch (.) i dä ä Zi wos do:
isch (1) bisch du mega wich ig (1) //jo// (.) und s’ isch u wich ig, das ge n zu di chun ,
das du chasch ä Inslä si:, (1) wos unk ionnie . (1) abe (1) äs=sch (.) du gohsch nöd
mi däm hei: […]» (Zeile 291-294)
Kodeno iz
Auch de Beg i «Selbs wachs um wu de nach de in ensi en Auseinande se zung
mi de Theo ie (siehe Kapi el Hal ung) gewähl .
Ka ego ie
Selbs wachs um
Memo
Es zeig sich, dass es de Leh pe son du ch «F emdbe uhigung» geling , die Si ua-
ion zu e lek ie en, was in de wei e en Konsequenz zu Selbs wachs um bei ih üh-
en kann.
F emdbe uhigung üh zu Re lexionsmöglichkei , üh zu Selbs wachs um (2. Modu-
la ionsannahme de PSI-Theo ie), üh zu Selbs kompe enze wei e ung und somi
67
zu Wei e en wicklung de «P o essionellen Pädagogischen Hal ung» (siehe Theo ie
zu Hal ung).
Hie könn e ich au ein/das Ke nphänomen ges ossen sein.
Ab diesem Momen wi d dahe übe p ü , inwie e n sich die au auchenden Phäno-
mene, du ch die PSI-Theo ie e klä en lassen. Die PSI-Theo ie wi d zum heo e i-
schen Bezugs ahmen.
Die Fo schungslei ende F ages ellung kann nun p äzisie we den:
Inwie e n ha das E leben on «Viel al als Chance» mi de Hal ung eine Leh pe son
zu un?
Kode 42
Ene gie in das Mögliche in es ie en
In e iew-
ausschni
«[…] du chasch nöd (1) d’ Wel e ände ä. (.) du chasch än chlinä Teil e ände ä
[…]» (Zeile 301)
Kodeno iz
Die Fähigkei besi zen, bes immen zu können, wo die Handlungsmöglichkei en und
wo die Handlungsg enzen sind. Die G enzen akzep ie en können und die Ene gie
do in es ie en, wo e was bewi k we den kann.
Ka ego ie
F emdbe uhigung
Kode 43
Abnahme des Bedü nisses de F emdbe uhigung
In e iew-
ausschni
«[…] Lusch ig (2) je äl e ich wi d (.) desch o wenige . […]» (Zeile 311)
«[…] well du häsch wie: (1) iel Sachä jo scho mol e läb . (2) °jo:° (1) und am A -
ang häsch (.) isch jo alles neu (.) und du indsch alles no iel (.) schlimme (.) und iel
(.) agische […]» (Zeile 312/313)
Kodeno iz
Du ch das «Selbs wachs um» (E wei e ung de Selbs kompe enz) nach de «F emd-
be uhigung» (Gesp äche mi de Mu e ) is es imme besse möglich, dass die Leh -
pe son «Selbs be uhigung» anwenden kann. Auch hie handel es sich um einen dy-
namischen P ozess.
Ka ego ie
Selbs wachs um
In e iew age 11
Kode 44
E ek i es Un e ich smanagemen
In e iew-
ausschni
«[…] ich gseh (.) alles wa passie . (.) ode ich gseh iel wo passie , (.) und ich chan
(1) schnell eagie ä. […]» (Zeile 322/323)
Kodeno iz
[…] Leh e leis en im Un e ich eine ähnlich komplexe Leis ung, wenn sie in ui i e-
gis ie en […] [Selbs kompe enz], was sich in de Klasse u , welche Schüle au me k-
sam sind, wo die Au me ksamkei nachläss , welche S immungen spü ba sind, wo
e s e Anzeichen ü S ö ungen au auchen, ja soga ob und wie iel Ve s ehen die
Mienen de Schüle jeweils ausd ücken […]. Eines de heu e schon «klassischen» E -
gebnisse de Un e ich s o schung zeig , dass diese Fähigkei de Leh k ä e, «alles
68
im Blick zu haben» […] zen ale P ädik o ü e ek i es Un e ich smanagemen is
(Kounin 1976; Seidel 2009). (Kuhl, Schwe & Solzbache , 2014, S. 88)
Die In ui i e Ve hal enss eue ung de PSI-Theo ie spiel hie eine Rolle.
Ka ego ie
Kompe enz
Kode 45
In e esse an den Mi menschen
In e iew-
ausschni
«[…] ich bin mega in e essie a dä Schüele , […]» (Zeile 324)
Kodeno iz
Pe sönlichkei sme kmal «Big Fi e» -> O enhei (In e esse an den Mi menschen)
Ka ego ie
Pe sönlichkei sme kmal
Kode 46
Posi i e emo ionale Beziehung zu den Schüle innen und Schüle n
In e iew-
ausschni
«[…] ich hans (.) gä n; (1) ich han eigen lich ali gä n; […]» (Zeile 326/327)
Das Wo «eigen lich» deu e an, dass es g undsä zlich so is . Es deu e abe auch
ein (kleines) abe an. Zum Beispiel: … abe es gib einzelne Kinde , da äll mi die
Au ech e hal ung de posi i en emo ionalen Zugewand hei schwe e als bei ande-
en. Ode : … abe in jede Beziehung komm auch einmal zu nega i en e leb en Be-
ziehungsmomen en.
Kodeno iz
Ein Kind ge nhaben mein , eine posi i e emo ionale Beziehung zu diesem zu haben.
Ka ego ie
We o s ellung
Kode 47
O enhei , Ve s ändnis und Wohlwollen als Pe sönlichkei sme kmale
In e iew-
ausschni
«[…] äs b uch u hue ä iel bis i (1) bis=i mi =öpe äm nöd zschlag chum. […]» (Zeile
327)
Kodeno iz
Pe sönlichkei sme kmal «Big Fi e» -> Ex a e sion (gesellig, pe soneno ien ie ,
he zlich), O enhei (sich au Neues einlassen) und Ve äglichkei (Ve s ändnis und
Wohlwollen)
Ka ego ie
Pe sönlichkei sme kmal
Kode 48
Umgang mi Viel al -> Passung des Un e ich s / des Le ngegens ands als all-
gemeingül ige No m
In- i o-
Kode
Die Kinde nehmen wie sie sind
In e iew-
ausschni
«[…] ich glaub ich chan (.) iel Chind (1) so näh wies sind. (1) und o dö p obie ä s’
Besch d us machä […]» (Zeile 328/329)
Kodeno iz
Die Leh pe son ha nich das Bedü nis ein Kind zu ände n, dami es eine No m en -
sp ich . Sie ha ein b ei es Repe oi e an Fähigkei en, du ch welche sie lexibel au
iel äl ige Ausgangsbedingungen on Kinde n eingehen kann.
69
Pe sönlichkei sme kmal «Big Fi e» -> Ve äglichkei (G osszügigkei , Ve s ändnis
und Tole anz)
Dimension
Welche ( ü den Umgang mi Viel al ele an en) Fähigkei en sind o handen und wie
gu sind diese be ei s ausgebilde ?
Memo
An diese S elle im T ansk ip zeig sich, dass die Leh pe son ih e no ma i e Vo gabe
on Un e ich sges al ung (de Un e ich muss passend gemach we den und nich
das Kind) du ch ih e Pe sönlichkei sme kmale (in e enie ende Bedingungen -> Ko-
die pa adigma) und du ch ih e o handenen Kompe enzen (in e enie ende Bedin-
gungen, welche eine Einwi kung au die S a egien haben) in de Be u sp axis auch
umse zen kann.
Kode:
Passung des Un e ich s / des Le ngegens ands als allgemeingül ige No m
Kodeno iz:
«die Kinde abholen, wo sie s ehen» (de Un e ich muss passend gemach we den
und nich das Kind). Die Leh pe son is in de Ve an wo ung ü die posi i e En wick-
lung des Kindes.
Phänomen:
«[…] und do muen ichs ei ach abholä dö wos g ad sind […]» (Zeile 10/11)
Nach dem Kodie en, in welchem Phänomene benann und agen an diese ges ell
we den, we den Ka ego ien gebilde (Hube & Lehmann, 2016). Bei de En wicklung
on Ka ego ien geh es da um « heo e ische Konzep e zu bilden, welche das in e es-
sie ende Phänomen zu e klä en e mögen» (ebd., S. 250)
In diesem Zusammenhang kann hie die Ka ego ie «Hal ung» bes imm we den
Im Rahmen des «Axialen Kodie ens» wi d die Ka ego ie du ch das Kodie pa adigma
genaue un e such :
U sache: Viel al / Phänomen: Hal ung / S a egien: de Un e ich wi d passend ge-
mach / Konsequenz: Es kann eine b ei e e Viel al am Un e ich sgeschehen pa izi-
pie en -> In e enie ende Bedingungen: Pe sönlichkei sme kmale und o handene
Kompe enzen
Somi kann o läu ig die gegens ands e anke e Theo ie au ges ell we den, dass die
Hal ung, in Zusammenhang mi den Pe sönlichkei sme kmalen und den zu Ve ü-
gung s ehenden Kompe enzen den Umgang mi Viel al begüns ig .
Es is abe noch nich e klä , ob und wa um die Viel al als «Chance» e leb wi d.
Beziehungsweise, wie diese Hal ung genau en s anden is .
Des Wei e en komm bei mi die Übe legung zum Vo schein, ob die e olg eiche Um-
se zung des de inie en Ziels wiede um einen Ein luss au die Hal ung ha (diese es-
ig ), also als «U sache» de Hal ung gesehen we den kann. Ich komme mi diese li-
nea en Da s ellung nich wei e und muss den dynamischen Aspek genaue bes im-
men und da s ellen können.
Ka ego ie
Hal ung
Kode 49
Unabhängigkei de Meinungsbildung
70
In e iew-
ausschni
«[…] und wänn s’ Besch hal mega (.) wenig isch (.) i dä (.) i dä Asich o öpe =ande-
em; (.) und äs isch abe o zdem än Sch i u wä s, (.) dänn (2) esch imie ich das.
(1) und dänn indi=da mega läss. […]» (Zeile 329-332)
Kodeno iz
Pe sönlichkei sme kmal «Big Fi e» -> O enhei «Pe sonen mi hohem O enhei s-
we en […] sind unabhängig in ih em U eil […]» (Quelle?)
Ka ego ie
Pe sönlichkei sme kmal
Kode 50
Selbs i onie
In e iew-
ausschni
«[…] °und ich chan au übe mich selbe lachä.° […]» (Zeile 336)
Kodeno iz
Selbs i onie: Fähigkei übe sich selbe zu lachen und sich und seine Fehle nich
allzu e ns zu nehmen.
Ka ego ie
Pe sönlichkei sme kmal
Memo
«Happiness is a choise no a esul »
Diese Aussage habe ich de Vo schau eine Fe nsehse ie en nommen. Mi is so o
die das In e iew mi de Leh pe son in den Sinn gekommen. Wa um?
Anscheinend is bei mi imme wiede übe gekommen, dass sie ein öhliche
Mensch mi eine posi i en Hal ung is .
Ausse dem scheinen ih e Handlungen seh selbs bes imm zu sein und es kling bei
mi auch an, dass sie g osse Kon ollübe zeugung ha .
Kann man (die Leh pe son) sich en scheiden glücklich zu sein?
Ich denke ja. Denn mi de Aussage:
«[…] Ich glaub (.) ich lohs (.) ga nöd (1) so wi cho das mich wü: (1) ich ig beschä -
igä. aso wänn ich me k (.) öpis s ö mich […]» (Zeile 235-237)
signalisie sie seh deu lich, dass sie sich bei Unzu iedenhei da ü en scheide zu
handeln, dami sie danach wiede zu ieden (glücklich) is .
An eine ande en S elle sag sie, dass Zu iedenhei wich ig ü sie is :
«[…] z idä go scha ä (.) isch scho: (1) isch mi scho mega wich ig. (.) °susch mös i
wie öpis ande s machä.° […]» (Zeile 109/110)
Und auch hie is die he auszulesen, dass Unzu iedenhei bei ih einen Handlungs-
impuls auslös .
Wi d Unzu iedenhei als Phänomen be ach e , kann die Ände ung de Si ua ion als
S a egie und die Zu iedenhei als Konsequenz gesehen we den.
Die in den Da en hochkommende Kon ollübe zeugung deu e da au hin, dass die
Leh pe son übe die benö ig en Kompe enzen e üg , um e was ände n zu können.
( o handene Kompe enzen = in e enie ende Bedingungen).
An diese S elle kann au die Kausalwi kung de objek i en Kompe enzen und de
«P o essionellen pädagogischen Hal ung» Bezug genommen we den (Theo e ische
Bezugs ahmen)
71
Du ch die in e enie ende Bedingung «Kompe enz» is die Leh pe son olglich de
subjek i en Übe zeugung, die Si ua ion «im G i » zu haben.
In e iew age 12
Kode 51
A bei smo i a ion du ch die (Viel al de ) Kinde
In e iew-
ausschni
«[…] i chum wäg dä Chind. (1) ich ind (1) äs isch so cool do (.) ei ach einäzwanzg
e schideni Nasänä ha:, (.) wo jedä än=ande i Idee hä ; […]» (Zeile 352-354)
Kodeno iz
De posi i e Bezug zu gegebenen Viel al komm seh deu lich zum Vo schein. Die
Leh pe son komm nich nu weil sie die Kinde als Pe sonen an sich seh mag ge ne
zu A bei , sonde n sie ühl sich du ch die Ve schiedenhei (die Viel al ) de Kinde
posi i ange eg (Pe sönlichkei sme kmal «Big Fi e» -> O enhei , Ex a e sion und
Ve ägichkei ).
Ka ego ie
Pe sönlichkei sme kmal
Kode 52
Ane kennung und We schä zung de Kinde
In e iew-
ausschni
«[…] die Chind (.) i ind die so cool; ich inds so lä:ss wie si mi dänked; (.) wiä si öpis
(1) mi b ingäd; (1) und (1) so (.) aläs gäbed zum di g alä (1) //mhm// (1) si (.) si gä-
bed ales; (1) und (.) ales mue ei ach langä. […]» (Zeile 358-360)
Kodeno iz
Im e s en Teil dieses In e iewausschni s, wi d o allem die Leis ung de Kinde an-
e kann . Im le z en Teil «alles muss ein ach eichen» zeig sich, dass sie abe das
Kind als Pe son ane kenn und we schä z .
Ka ego ie
Ge ech igkei s e s ändnis
Memo
Ve knüp ung zu Theo ie Ane kennung und We schä zung.
Kode 53
Übe eins immung de Be u sbedingungen und Pe sönlichkei sme kmale sowie
Bedü nisse de Leh pe son
In e iew-
ausschni
«[…] i inds=so läss, und i ind mi händ (.) so än iel äl igä B ue: (1) machä:d (2) all
ü ä ie zg Minu ä öpis ganz ande s, (1) du chasch oll iel mi gsch al ä, (.) aso ich
cha: (1) meh ode wenige selbe uswä:hle […]» (Zeile 360-362)
«[…] i ind (.) mi händ mega än abwechsligs ichä Job. (.) und mi händs mi so iel
e schiedenä Lü z ue; (.) und da ind i so spannend; (2) aso ich chön mi nü=bes-
se s o s elä. […]» (Zeile 363-365)
Kodeno iz
Die Pe sönlichkei sme kmale de Leh pe son («Big Fi e» -> O enhei und Ex a e -
sion) gehen mi den Bedingungen des Be u es kon o m. Die bes ehende Handlungs-
eihei komm den Bedü nissen de Leh pe son seh en gegen.
Ka ego ie
Pe sönlichkei sme kmal
Kode 54
E hal on We schä zung / Au Gegensei igkei be uhende We schä zung
72
In e iew-
ausschni
«[…] und ich ind au (2) d’ El e ä (.) we schä zäd (.) b u al üsi A bä . (1) und (1) i
ind da (1) u läss; aso du chunsch (1) me:ga iel We schä zig übe . (.) segs o dä
Chind, (.) wo sich imme euäd (.) wänn du do bisch; (1) ode d’ El e ä: (.) wo dank-
ba sind das (1) du au dis Besch e gi:sch; (.) und e auäd d u dass das langä .
[…]» (Zeile 366-369)
Kodeno iz
Die Leh pe son besch eib , wie sie on den El e n und den Kinde n We schä zung
e häl und we schä z diese in ih en In e iewaussagen eben alls (gegensei ige
We schä zung).
Ka ego ie
Ge ech igkei s o s ellung
Memo
De Punk «E hal on We schä zung wu de be ei s an eine ühe en S elle schon
genaue angeschau . Es schein sich um eine wechselsei ige We schä zung zu han-
deln. Um eine wechselsei ige Ane kennung.
Fü die En s ehung de indi iduellen Au onomie b auch es dahe ielmeh die wech-
selsei ige Ane kennung zwischen Subjek en (Honne h, 2021). Es b auch die «[…] Be-
ziehung zu ande en Pe sonen, die uns ebenso be ei sind we zuschä zen, wie wi sie
we schä zen können müssen» (Honne h, 2021, S. 61.).
Kode 55
Viel al als Bedingung on Be u szu iedenhei
In e iew-
ausschni
«[…] und i mag au (1) i mag au die spezielle Chind hal mega °gue °. (.) ich glaub
ich wö mich wie langwilä (2) äs wö mich langwilä wänn ich ei ach aläs äso (2) ne i
(.) as ändigi (.) gscha igi: (.) Chind i dä Schuel he . ich b uch dä wo dä Pingpong Ball
e s eck e wiis om ech än=Eckä hinde ä üh ä zum Pul schüss . und ho min
Chop ilich soga @z’ e ä@ ode ; (.) i b u:ch die. i mag die au. i ind (1) die
machäd üsen B ue jo au lä:ss […]» (Zeile 373-378)
Kodeno iz
Da die s a k ausgep äg en Pe sönlichkei sme kmale de Leh pe son (wie Neugie , In-
e esse ode Wunsch nach Abwechslung) du ch die Viel al bedien we den, is Viel-
al (He e ogeni ä ) on de Leh pe son seh e wünsch . Im Umkeh schluss b ing Ho-
mogeni ä wenig Abwechslung mi sich. Das In e essan e is ech bald «e o sch ».
Da es wenig Neues/Übe aschendes gib , kann die Neugie de nich be iedig we -
den. Das Resul a wä e Langeweile und in de Folge F us a ion im Be u . Aus die-
sem G und kann Viel al als Bedingung on Be u szu iedenhei gesehen we den.
Ka ego ie
Pe sönlichkei sme kmal
In e iew age 13
Kode 56
Viel al als K i e ium ü die Be u swahl
In e iew-
ausschni
In e iew age: Viel al (.) als Chance. (1) wa lös da bi di us?
«[…] Jo::: (.) unbeding (1) oh mein Go hedä mi än langwiligä B ue wänn da
(.) wänns da nöd wö ge:h; (1) dänn wö ich nöd cho go scha ä //@hm@// ich (.) ind
(.) Viel al so: spannend […]» (Zeile 382/383)
73
Kodeno iz
Wenn es keine Viel al gäbe, wü de die A bei in de Schule de Leh pe son nich en -
sp echen. Viel al is also ein wich iges K i e ium, dass sie sich ü diesen Be u en -
schieden ha und ihn auch wei e hin aus üh en möch e.
Ka ego ie
Hal ung
Memo
Da «Viel al als Chance» de Ke n diese A bei is , habe ich bei diese S elle mi dem
Kodie en begonnen.
Ich ha e Schwie igkei en, diese Tex passage einen Kode zuzuo dnen. Ich habe
mich ech lange mi olgende F age auseinande gese z :
Wie sag man, wenn jemand ge ne möglichs iele neue Eind ücke ha und Neues
(kennen)le nen möch e. Diese F age habe ich soga an einige wei e e Pe sonen aus
meinem Um eld wei e gelei e .
Nach meh e en Tagen is mi spon an de (simple) Beg i «Neugie » in den Sinn ge-
kommen.
Wei e üh end habe ich mi die F age ges ell , wa um Neues ode Viel al nich als
Übe o de ung, sonde n als posi i e He aus o de ung e leb .
Ein e s e all ags heo e ische Gedanke is , dass wenn ich mich au e was Neues und
Unbekann es einlassen muss ich mi siche sein, dass ich dami auch umgehen kann
und dass meine eigenen G enzen gewah bleiben.
Was b auch es, dass ich diese Siche hei habe? Posi i e E ah ungen? Wenn ich o
genug e ah en habe, dass ich mi Neuem und Ungewissem umgehen kann, dann
kann ich mich auch o ene und neugie ige au neues einlassen? Ode is es schlich
ein Pe sönlichkei sme kmal (man is neugie ig, ode eben nich )?
Ich no ie e diese F agen in einem Memo und lasse sie an diese S elle abe noch o -
en.
Kode 57
Die Viel al ü den P o i kon ollie en
In e iew-
ausschni
«[…] ich he mega gä n meh Ressou cä zum dä ä Viel al (.) besse chönä en g- (.)
aso nöd en gägezwü kä im Sinn one ä Gegenübe s elig; (.) sonde n (1) zum (.) meh
us dä ä Viel al usäholä […]» (Zeile 384-387)
Fehlleis ung: en gegenwi ken (-> en gegenwi ken: seine Wi kung gegen e was ein-
se zen, gegen e was handeln, e was abweh en, s oppen, hemmen -> die Wi kung
du ch eine en gegengese z e Massnahme kon ollie en)
Viel al soll gebändig we den (de Viel al en gegenwi ken) du ch meh Ressou cen.
Kodeno iz
Viel al kann nu dann einen Gewinn b ingen, wenn sie kon ollie we den kann. Hie -
ü b auch es meh Ressou cen (Pe sonelle, wie sich im in Z 436-458 zeigen wi d)
Ka ego ie
Gesellscha liche No men
Kode 58
Viel al b auch iel äl ige Möglichkei en
In e iew-
ausschni
«[…] mi chönd iel z’ wenig (.) p o i ie ä au als G uppä o dä ä Viel al . (1) will mi (1)
glich (.) i gendwie (.) p obie äd (.) ali i ei Rich ig; (.) ode ; (1) wo mengmol ga nöd
sinn oll isch; ali i ei Rich ig; (.) abe mi : (.) p obie ä:ds; (.) und händ s’ G ühl mi
mönd je z (1) i die Rich ig, […]» (Zeile 387-390)
Kodeno iz
Hie wi d die Eng üh ung des Un e ich s besch ieben. Es gib einen Weg (Le nweg),
de zu einem Ziel (Le nziele eichung) üh . De Un e ich inde im Gleichsch i
74
s a . Alle Kinde (in eine Klasse) machen zu selben Zei das gleiche, ob es nun ih-
en Vo ausse zungen en sp ich , ode nich .
Wenn es iel äl ige Le nwege ode Un e ich ssi ua ionen geben wü de, dann wä e
es möglich, dass du ch die Schüle innen und Schüle neue Denkweisen, Lösungsan-
sä ze und Ideen eingeb ach we den könn en, on welchen mögliche weise auch an-
de e p o i ie en könn en. Dami dieses gegensei ige P o i ie en (Be eiche n) abe
s a inden kann, b auch es eine gewisse O enhei im Un e ich . Eine O enhei , wel-
che Raum ü iel äl ige Möglichkei en (Le nwege…) bie e .
Ka ego ie
Gesellscha liche No men
Memo
Es is mi bewuss , dass hie mein pe sönliches ( heo e isches und p ak isches) Wis-
sen mi ein liess . Diese In e p e a ion de In e iewaussage is dahe du ch den pe -
sönlichen be u lichen Hin e g und (und o allem die eigenen E ah ungen im Um-
gang mi Viel al ) subjek i ge ä b .
Kode 59
Viel al b auch Zei , um geleb zu we den
In- i o-
Kode
Die Viel al leben
In e iew-
ausschni
«[…] i ind da so (.) spannend und=i=glaub mi mös äd (.) iel me:h (1) onänand au;
aso unde dä Schüele ; ode mi mös äd iel me:h (1) Zi ha (.) zum die Viel al au
läbe. […]» (Zeile 390-391)
«Die Viel al leben» ha ähnlich wie «Viel al als Chance» einen no ma i en Cha ak-
e . Viel al soll geleb we den können.
Was mein alle dings «Viel al leben»?
Synonym zu leben: exis ie en
leben – Sch eibung, De ini ion, Bedeu ung, E ymologie, Synonyme, Beispiele |
DWDS (www.dwds.de)
7. ⟨e w. leben⟩
b) eine Anschauung, Idee als Rich schnu seines Lebens nehmen
Beispiele: seine Gedanken, die Tole anz leben
In Bezug au «Viel al leben» heiss das also, dass die Anschauung on Viel al (Viel-
al als Chance, We schä zung on Viel al , … -> siehe Theo e ische Auseinande -
se zung zu diesem Thema) zu Rich schnu seines Lebens wi d.
Ich handle so, dass Viel al ( iel äl ige Ideen, iel äl ige Vo gehensweisen, iel äl ige
Bedü nisse, iel äl ige Vo ausse zungen…) exis ie en, gezeig we den, eingeb ach
we den, wah genommen we den… da .
Im Gegensa z dazu wü de «die Viel al nich leben» bedeu en, dass Bes ebungen im
Gange sind, welche dazu üh en, dass Viel al nich exis en sein da . Was zu seh
on eine No m abweich , muss sich anpassen. Es gib keine P ak iken, welche zu-
lassen wü den, dass Viel al zum Ausd uck kommen da und einen Ein luss nehmen
kann.
Viel al is eine Ta sache. Dadu ch, dass sich iel äl ige Indi iduen beispielsweise in
de gleichen Klasse be inden, is Viel al zwa o handen, abe noch nich «geleb ».
Viel al leben mein : De Viel al den Raum geben, dami sie nich nu o handen is ,
sonde n auch einen Ausd uck inden da und be ücksich ig wi d. In Anlehnung an
die «Ane kennungs heo ie» be uh dies alle dings au Wechselsei igkei .
Kodeno iz
Die Leh pe son äusse , dass es meh Zei b äuch e, um die «Viel al zu leben».
75
Dami mein sie, dass de «al bekann e» Un e ich nich die Möglichkei bie e , die
«Viel al zu leben». Es b äuch e olglich ex a Un e ich seinhei en, welche das «Le-
ben de Viel al » zulassen. Ex a mein zusä zlich ode da übe hinaus, was bedeu e ,
dass es übe den üblichen Un e ich hinaus noch ein zusä zliches Zei ens e
b äuch e, in welchem die «Viel al geleb we den kann».
Ka ego ie
Umwel bedingungen
Memo
Bei de In e ne eche che zu «Viel al leben» wu den ech iele Leh mi el, Li e a u -
bei äge, Blogs sowie (poli ische und ande e) G uppie ungen, welche dieses Lei -
mo o haben, ge unden. Seh o wi d «Viel al leben» mi Di e si y und Inklusion in
Ve bindung geb ach . Es sind iele Ansä ze und Ideen zu inden, wie ein gemeinsa-
mes Ak i -sein (egal ob in de Schule, in de F eizei , in de Gesellscha …) ges al e
we den kann/soll, dami die Viel al geleb we den kann.
Kode 60
Mu und P io i ä ense zung bei de Un e ich splanung
In e iew-
ausschni
«[…] und die häm:e (.) ode die näme=mi =üs ilich au ei ach nöd; (.) ilich he äd
mi si jo; (1) abe i gändwie si=mi =no z’ wenig (.) mue ig, (3) zums ei ach mol so
chli (1) °p obie ä° […]» (Zeile 392/393)
Kodeno iz
Die Leh pe son ela i ie ih e Aussage, indem sie ein äum , dass das «P oblem»
nich bei den (gese zlichen) Vo gaben, sonde n bei de P io i ä ense zung und dem
pe sönlichen Mu bei de Un e ich splanung lieg .
Ka ego ie
Pe sönlichkei sme kmal
Memo
Wenn die ech lichen Vo gaben nich das Hinde nis sind, um «Viel al zu leben»,
wenn man sich nich gegen ech liche Vo gaben au lehnen muss – wa um b auch es
dann «Mu », um die Viel al zu leben?
Hie kann ein heo e ische Bezug zu den «Spannungs elde n» gemach we den, in
welchen sich Leh pe sonen ag äglich bewegen. Die Spannungs elde zeichnen sich
du ch wide sp üchliche (no ma i e) E wa ungen aus. Die Leh pe son soll zwa die
Viel al we schä zen, als Chance sehen und in de Un e ich splanung be ücksich i-
gen – sie soll abe auch da au ach en, dass möglichs alle Kinde möglichs gu die
Le nziele e eichen, dami diese in dem ak uellen Gesellscha smodell (neolibe ales
Gesellscha smodell, in welchem es um das E ingen on Ze i ika en und nich um
die Solida i ä geh ) bes ehen können.
Füh «Viel al als Chance» ode «Viel al leben» nich zu einem P o i , im Sinne on
de Quali ika ion ü den A bei sma k , dann wi d die Leh pe son (gesellscha lichen)
Wide s and gegenübe ih em Un e ich shandeln e ah en.
T o z des Nich -Wissens (des Mangels an E ah ung), ob «Viel al leben» einen ö -
de lichen Ein luss au die Kompe enze we bung, die Le nziele eichung ode abe die
Quali ika ion ha , «Viel al leben» in seine Un e ich sges al ung mi einzubeziehen
b auch olglich Mu . Es bes eh schliesslich die Möglichkei , dass die Kinde zu wenig
om Leben de Viel al p o i ie en (zu wenig messba e Leis ungs o sch i e machen).
Dann wü de eine Leh pe son un e D uck ge a en und müss e ü ih e En scheidung
zu «al e na i en» Un e ich splanung ge ades ehen ode abe die mögliche K i ik
aushal en können.
Kode 61
De Viel al un e einande o en begegnen