scieee AI-readable full text Open interactive document viewer

IN-FDM-BB Report: 3.1.1 Betriebs- und Kostenmodelle

Straka, Janine; Büttner, Maria; Jacob, Boris

Abstract

Die acht staatlichen, forschenden Hochschulen in Brandenburg arbeiten zusammen in der Landesinitiative Forschungsdatenmanagement in Brandenburg (FDM-BB) und etablierten im Rahmen des vom Bundesministerium für Forschung, Technik und Raumfahrt (BMFTR) und dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur Brandenburg (MWFK) geförderten Projekts „IN-FDM-BB: Institutionalisiertes und nachhaltiges Forschungsdatenmanagement in Brandenburg“ an ihren Institutionen und brandenburgweit ein institutionelles Forschungsdatenmanagement (FDM). Dies beinhaltet unter anderem auch den kooperativen Aufbau zweier technisch-wissenschaftlicher Dienste zur Verwaltung, Publikation und Archivierung von Forschungsdaten, wodurch die Umsetzung der Leitlinien zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt wird: RDMO-BB wird als brandenburgweiter Dienst zur Unterstützung digitaler Forschungsprozesse und zum Erstellen und Bearbeiten von Datenmanagementplänen aufgesetzt sowie RADAR-BB wird als brandenburgweites Repositorium für Forschungsdaten entwickelt, für die keine derzeit geeigneten, fachspezifischen Repositorien existieren. Die Systeme RDMO (Research Data Management Organiser) und RADAR (Research Data Repository) sind deutschlandweit bereits im Einsatz, haben etablierte Communities und wurden – wie in der Forschungsdatenstrategie für das Land Brandenburg festgelegt – für die gemeinsame Nutzung in Brandenburg weiterentwickelt. Die Landesinitiative FDM-BB, getragen von den acht Hochschulen, spricht sich dafür aus, die Dienste RDMO und RADAR als gemeinsame, landesweite Dienste im Sinne der vom Zentrum der Brandenburgischen Hochschulen für Digitale Transformation (ZDT) geplanten, zentral finanzierten „Shared Services“ bereitzustellen. Diese gemeinsamen Dienste, gestaltet im Design der Landesinitiative und genannt RDMO-BB und RADAR-BB, tragen dazu bei, die Anschluss- und Wettbewerbsfähigkeit der Forschung in Brandenburg zu fördern und nachhaltig zu sichern. Dafür wurden im Projekt IN-FDM-BB geeignete Organisations-, Betriebs- und Kostenmodelle entwickelt. Diese werden im vorliegenden Report erläutert.

Full text

Gefördert mit 30.09.2025 IN-FDM-BB Report R 3.1.1 Betriebsund Kostenmodelle FDM-Dienste in Brandenburg IN-FDM-BB 2/27 IN-FDM-BB Institutionalisiertes und nachhaltiges Forschungsdatenmanagement in Brandenburg R 3.1.1 Betriebsund Kostenmodelle FDM-Dienste in Brandenburg Berichtsbezeichnung: Verbreitung: Abgabetermin: Status: Autor*innen: Weitere Beteiligte: R 3.1.1 Öffentlich 30.09.2025 Finale Version Janine Straka (UP) Maria Büttner (UP) Boris Jacob (UP) Janna Kienbaum (UP) Anita Szczukowski (ehem. UP) Christine Burkart (FHP) IN-FDM-BB 3/27 Empfohlene Zitierweise: Janine Straka, Maria Büttner, Boris Jacob. „R 3.1.1 Betriebsund Kostenmodelle FDM-Dienste in Brandenburg“. FDM-BB, 30.09.2025. https://doi.org/10.5281/zenodo.17289362. Dieses Werk ist unter einer Creative Commons Lizenz vom Typ Namensnennung 4.0 International zugänglich. Um eine Kopie dieser Lizenz einzusehen, konsultieren Sie http://creativecommons.org/licenses/by/4.0. IN-FDM-BB 4/27 Inhaltsverzeichnis 1. Einleitung: Gemeinsame Forschungsdaten-Dienste in Brandenburg ............................... 6 2. Vorgehensweise.................................................................................................................. 7 3. RDMO als brandenburgweites Datenmanagement-Tool ................................................... 7 3.1 Über die Software „Research Data Management Organiser“ (RDMO) .................. 7 3.2 Bedarfsanalyse, Kriterien und Ist-Stand ................................................................ 8 3.3 Rahmenbedingungen: Voraussetzungen zum Betreiben einer RDMO-Instanz .. 10 3.3.1 Technische Voraussetzungen ........................................................................................... 10 3.3.2 Organisatorische Voraussetzungen .................................................................................. 11 3.3.3 Rechtliche Voraussetzungen ............................................................................................ 11 3.4 Betriebsmodelle von RDMO .................................................................................. 11 3.5 Rahmenbedingungen: Kosten der Betriebsmodelle von RDMO .......................... 11 3.5.1 Personalressourcen .......................................................................................................... 11 3.5.2 Sachkosten ....................................................................................................................... 12 4. RADAR als brandenburgweiter Publikationsund Archivierungsdienst ......................... 13 4.1 Über den Dienst RADAR ........................................................................................ 13 4.2 Bedarfsanalyse, Kriterien und Ist-Stand .............................................................. 13 4.3 Rahmenbedingungen: Voraussetzungen zum Betrieb von RADAR ..................... 14 4.3.1 Technische Voraussetzungen ........................................................................................... 14 4.3.2 Organisatorische Voraussetzungen .................................................................................. 15 4.3.3 Rechtliche Voraussetzungen ............................................................................................ 15 4.4 Betriebsvarianten von RADAR .............................................................................. 15 4.5 Rahmenbedingungen: Kosten der Betriebsmodelle von RADAR ........................ 17 4.5.1 Personalkosten ................................................................................................................. 17 4.5.2 Sachkosten ....................................................................................................................... 17 5. Helpdesk ........................................................................................................................... 19 6. Diskussion und Umsetzung .............................................................................................. 19 6.1 Technisch-organisatorische Matrix ...................................................................... 19 6.2 RDMO – Umsetzung in Brandenburg .................................................................... 20 6.3 RADAR ................................................................................................................... 21 6.3.1 Gewählte Betriebsvariante und Speicherplatz ................................................................. 21 6.3.2 Organisatorische Umsetzung – Design, Betreuung, Kooperationsvereinbarung ............. 22 6.3.3 Betriebsszenarien für die Umsetzung .............................................................................. 22 IN-FDM-BB 5/27 6.4 Helpdesk ............................................................................................................... 24 6.5 Finanzierung .......................................................................................................... 24 7. Ausblick ............................................................................................................................. 24 Literaturverzeichnis ................................................................................................................. 26 Tabellenverzeichnis ................................................................................................................. 27 IN-FDM-BB 6/27 1. Einleitung: Gemeinsame Forschungsdaten-Dienste in Brandenburg Die acht staatlichen, forschenden Hochschulen in Brandenburg arbeiten zusammen in der Landesinitiative Forschungsdatenmanagement in Brandenburg (FDM-BB) und etablierten im Rahmen des vom Bundesministerium für Forschung, Technik und Raumfahrt (BMFTR)1 und dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur Brandenburg (MWFK) geförderten Projekts „IN-FDM-BB: Institutionalisiertes und nachhaltiges Forschungsdatenmanagement in Brandenburg“ an ihren Institutionen und brandenburgweit ein institutionelles Forschungsdatenmanagement (FDM). Dies beinhaltet unter anderem auch den kooperativen Aufbau zweier technisch-wissenschaftlicher Dienste zur Verwaltung, Publikation und Archivierung von Forschungsdaten, wodurch die Umsetzung der Leitlinien zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt wird2: RDMO-BB wird als brandenburgweiter Dienst zur Unterstützung digitaler Forschungsprozesse und zum Erstellen und Bearbeiten von Datenmanagementplänen aufgesetzt sowie RADAR-BB wird als brandenburgweites Repositorium für Forschungsdaten entwickelt, für die keine derzeit geeigneten, fachspezifischen Repositorien existieren. Die Systeme RDMO (Research Data Management Organiser)3 und RADAR (Research Data Repository)4 sind deutschlandweit bereits im Einsatz, haben etablierte Communities und wurden – wie in der Forschungsdatenstrategie für das Land Brandenburg festgelegt – für die gemeinsame Nutzung in Brandenburg weiterentwickelt.5 FDM-Landesinitiativen6 und regionale Verbünde wie FDM-BB bilden ein wichtiges Element in der sich entwickelnden Forschungsdatenlandschaft, die überregional und auf europäischer Ebene durch die Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI e.V.7) und der European Open Science Cloud (EOSC8) geprägt werden. Die Landesinitiative FDM-BB, getragen von den acht Hochschulen, spricht sich dafür aus, die Dienste RDMO und RADAR als gemeinsame, landesweite Dienste im Sinne der vom Zentrum der Brandenburgischen Hochschulen für Digitale Transformation (ZDT) geplanten, zentral finanzierten „Shared Services“ bereitzustellen. Diese gemeinsamen Dienste, gestaltet im Design der Landesinitiative und genannt RDMO-BB und RADAR-BB, tragen dazu bei, die Anschlussund Wettbewerbsfähigkeit der Forschung in Brandenburg zu fördern und nachhaltig zu sichern.9 Dafür wurden im Projekt IN-FDM-BB geeignete Organisations-, Betriebsund Kostenmodelle entwickelt. 1 https://www.bmftr.bund.de/. Bis Mai 2025: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). 2 Deutsche Forschungsgemeinschaft, Guidelines for Safeguarding Good Research Practice. Code of Conduct, Deutsche Forschungsgemeinschaft, 27. Januar 2025, https://doi.org/10.5281/ZENODO.14281892. 3 https://rdmorganiser.github.io/. 4 https://radar.products.fiz-karlsruhe.de/. 5 Falk-Florian Hoene u. a., „Forschungsdatenstrategie für das Land Brandenburg“, hg. von Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur und des Landes Brandenburg (MWFK), Juli 2022, https://mwfk.brandenburg.de/sixcms/media.php/9/MWFK_Forschungsdatenstrategie_Barrierefrei.pdf. 6 Weitere Beispiele sind die Landesinitiativen HefDI in Hessen (https://www.uni-marburg.de/en/hefdi) und SaxFDM in Sachsen (https://saxfdm.de/). 7 https://www.nfdi.de/. 8 https://open-science-cloud.ec.europa.eu/. 9 Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg (MWFK), Hrsg., „Gemeinsame Digitalisierungsagenda des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg und der brandenburgischen Hochschulen“, Mai 2021, 7 ("Handlungsfeld Forschung"), https://mwfk.brandenburg.de/sixcms/media.php/9/MWFK_Digitalisierungsagenda_21-05-17_BARRIEREFREI.pdf. IN-FDM-BB 7/27 2. Vorgehensweise Vor Projektbeginn wurden von der Landesinitiative Forschungsdatenmanagement in Brandenburg (FDM-BB) verschiedene Optionen für mögliche technische Dienste geprüft und abgewogen. Nach der Festlegung wurde im Förderantrag für IN-FDM-BB die Weiterentwicklung von RDMO und RADAR von der lokalen (Universität Potsdam) zur landesweiten Nutzung festgehalten.10 Dabei wurden auch die verschiedenen, im Nachfolgenden dargelegten Nutzungsund Betriebsszenarien erstmalig entworfen, um in der Projektlaufzeit analysiert und umgesetzt zu werden. Die Weiterentwicklung von RADAR erfolgt in enger Zusammenarbeit mit FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur, die die Repositoriums-Software im Rahmen eines DFG-Projektes ursprünglich entwickelt hatten.11 Ebenfalls festgelegt wurde der Aufbau eines Helpdesks mit Unterstützungsleistungen, Beratungsangeboten, Anleitungen und Informationen für den lokalen Kompetenzaufbau bei der Nutzung der Dienste. Neben dem Aufbau von RDMO und RADAR sind im Förderantrag folgende Aufgaben festgelegt:12 Hochschulübergreifende Organisationsund Managementstruktur für FDM-Dienste in Brandenburg, Implementierung eines Helpdesks zu den Diensten, Durchführung von Beratungen und Trainings, Betriebsund Kostenmodelle für FDM-Dienste in Brandenburg sowie Dokumentationen und Anleitungen für FDM-Dienste in Brandenburg (Darstellung in Report R 3.1.2)13. Ziel ist also die Entwicklung geeigneter Betriebsund Kostenmodelle sowie eines Helpdesks für die beiden Dienste RDMO-BB und RADAR-BB, um eine langfristige, überregionale Bereitstellung beider technisch-wissenschaftlichen FDM-Dienste für die Forschenden in Brandenburg zu gewährleisten. Für die Entwicklung und Umsetzung geeigneter Betriebsund Kostenmodelle wurden zunächst die Bedarfe, Kriterien und Rahmenbedingungen für beide Dienste zusammengestellt. Die potentiell in Frage kommenden Betriebsmodelle je Dienst wurden analysiert und anhand ihrer Umsetzbarkeit, Ressourcen und Kosten beurteilt. Schließlich werden die für geeignet bewerteten Modelle implementiert. 3. RDMO als brandenburgweites Datenmanagement-Tool 3.1 Über die Software „Research Data Management Organiser“ (RDMO) Die Software „Research Data Management Organiser“ (RDMO) wurde in zwei DFG-Projekten zwischen 2015 und 2020 mit dem Ziel entwickelt14, kollaborativ Datenmanagementpläne zu erstellen und aktuell zu halten, um somit ein aktives Datenmanagement15 betreiben zu können. 10 IN-FDM-BB/FHP und IN-FDM-BB/UP, IN-FDM-BB Förderantrag: Institutionalisiertes und nachhaltiges Forschungsdatenmanagement in Brandenburg, 30. März 2023, 9, https://doi.org/10.5281/ZENODO.7737223. 11 https://www.fiz-karlsruhe.de/de/produkte-und-dienstleistungen/radar 12 IN-FDM-BB/FHP und IN-FDM-BB/UP, IN-FDM-BB Förderantrag, 10. 13 Janine Straka, Maria Büttner, und Boris Jacob, IN-FDM-BB Report: R 3.1.2 Dokumentation und Anleitung für FDM-Dienste in Brandenburg (FDM-BB, 2025), https://doi.org/10.5281/zenodo.17289398. 14 Vgl. https://rdmorganiser.github.io/Historie/, sowie https://www.forschungsdaten.org/index.php/RDMO 15 Vgl. Heike Neuroth u. a., „Aktives Forschungsdatenmanagement“, ABI Technik 38, Nr. 1 (April 2018): 55–64, https://doi.org/10.1515/abitech-2018-0008. IN-FDM-BB 8/27 Als Werkzeug ermöglicht RDMO gegenüber einmalig erstellten, abgeschlossenen Datenmanagementplänen (DMPs) eine dynamische, flexible Anpassbarkeit von Eingaben und Informationen.16 Es gibt bereits eine Vielzahl an ähnlichen Tools, die jedoch häufig spezialisiert sind, z. B. auf die Förderstruktur in den USA (DMPTool17) oder Großbritannien (DMPOnline18) oder auf einzelne Disziplinen (z. B. DataWiz für die Psychologie19). Die generische und anpassbare RDMO-Software wird im Gegensatz zu den meisten anderen Tools nicht zentral angeboten, sondern muss lokal an der eigenen Institution installiert und betreut werden. RDMO kann dabei als Server-Instanz einer Institution eingerichtet werden und von anderen Institutionen in Form eines Mandanten genutzt werden. Die Vorteile liegen in der Umsetzbarkeit individueller Designs und eigener Inhalte, diese geht jedoch mit einem höheren Aufwand für die Verantwortlichen einher. RDMO hat sich in seinem Entstehungsland Deutschland stark verbreitet20 und wird von einer aktiven Community, der RDMO-Arbeitsgemeinschaft21, stets weiterentwickelt. Am 19.11.2024 wurde der Verein „RDMO. Research Data Management Organiser e.V.“ gegründet. Der Verein widmet sich der Förderung des Managements von Forschungsdaten und Forschungsprozessen im Allgemeinen und der gleichnamigen offenen und freien Software RDMO im Besonderen.22 Die Software ist von Beginn an als Open Source Software mit einer Apache-2.0 Lizenz auf GitHub veröffentlicht.23 Somit fallen für dieses Tool keine Lizenz-Gebühren an, sie kann stetig weiterentwickelt werden und den Bedürfnissen der eigenen Institution angepasst werden. Es werden zudem über GitHub auch Fragenkataloge und Ansichten geteilt.24 Es gibt nicht nur Fragenkataloge für klassische Datenmanagementpläne für Forschungsdaten, sondern z. B. auch für Forschungssoftware25 sowie einen Policy-Generator26. 3.2 Bedarfsanalyse, Kriterien und Ist-Stand In der dem Projekt vorausgegangene Initiative „Forschungsdatenmanagement in Brandenburg“ (FDM-BB) mit dem Teilprojekt: „Technologien, Kompetenzen, Rahmenbedingungen – Teilprojekt: Koordination, Netzwerk und Qualifizierung“ (FDM-BB) wurde bei der „Umfeldanalyse zum Aufbau einer neuen Datenkultur“27 herausgearbeitet, dass der Einsatz von Online-Tools für das FDM zunehmend wichtiger ist. Hintergrund sind u. a. die gestiegenen Anforderungen der Forschungsförderer. Die Förderer bieten zum Teil Vorlagen für Datenmanagementpläne und Online-Tools an, die mittels Hilfetexten, Antwortvorschlägen oder Möglichkeiten zum kollaborativen Arbeiten unterstützen. In der „Anforderungserhebung 16 Vgl. Neuroth u. a., „Aktives Forschungsdatenmanagement”, 57ff. 17 https://dmptool.org/. 18 https://dmponline.dcc.ac.uk/. 19 https://datawiz.leibniz-psychology.org/DataWiz/. 20 Vgl. Karte unter: RDMO, Kooperationsnetzwerk, zugegriffen 24. September 2025, https://rdmorganiser.github.io/. 21 Vgl. RDMO, Research Data Management Organiser e.V., 24. September 2025, https://rdmorganiser.github.io/Community/. 22 forschungsdaten.org, Gründungsversammlung des RDMO-Vereins, 24. September 2025, https://www.forschungsdaten.org/index.php/Gr%C3%BCndungsversammlung_des_RDMO-Vereins. 23 https://github.com/rdmorganiser/rdmo. 24 Vgl. https://github.com/rdmorganiser/rdmo-catalog. 25 Vgl. https://github.com/rdmorganiser/rdmo-catalog/blob/master/rdmorganiser/questions/SMP-Questions.xml 26 Vgl. https://github.com/rdmorganiser/rdmo-catalog/tree/master/shared/FDNext 27 Vgl. Ulrike Wuttke u. a., Umfeldanalyse zum Aufbau einer neuen Datenkultur in Brandenburg (Potsdam, 2021), https://doi.org/10.25932/publishup-48090. IN-FDM-BB 9/27 bei den brandenburgischen Hochschulen“28 wurde erläutert, dass die hessische FDMLandesinitiative HeFDI bereits das Tool RDMO einsetzt und für das ganze Bundesland Hessen anbieten will.29 Dies ist ein Beispiel für ein Kooperationsmodell, welches Ressourcen und Personal schont, da auf diese Art nur eine mandantenfähige Instanz betrieben und gepflegt werden muss. Mit Blick auf den Fachkräftemangel und der steigenden Kosten, erscheint eine gemeinsame Lösung erfolgversprechender, als einzelne RDMO-Instanzen für jede Hochschule im Bundesland zu betreiben. Im Rahmen der Vorgängerprojekte „FDM-BB“ wurden zur Evaluierung des FDM-Ist-Standes zwei strukturierte Befragungen an den brandenburgischen Hochschulen durchgeführt: ein FDM-Factsheet30 und eine FDM-Palette31. Dabei wurden unter anderem nach bereits vorhandenen IT-Diensten für FDM gefragt sowie nach dem Bedarf und deren perspektivisch brandenburgweiten Bereitstellung. Zum Zeitpunkt der Erhebung (Herbst 2020) plante die Hälfte der brandenburgischen Hochschulen ein Tool für die Erstellung von Datenmanagementplänen anzubieten und zwei Hochschulen hatten bereits RDMO im Einsatz (Universität Potsdam und Fachhochschule Potsdam). Die Fachhochschule Potsdam war bei der Entwicklung von RDMO maßgeblich beteiligt und konnte somit die vorhandene Kompetenz nutzen. Ein Ergebnis der Befragung war, dass es den meisten Hochschulen an ausreichenden Ressourcen und Kapazitäten für die eigene Bereitstellung technischer Infrastruktur und FDMDienste fehlt und daher eine bundeslandweite, zentrale Bereitstellung bevorzugt werde. Da die meisten Hochschulen noch keine eigenen technischen FDM-Dienste aufgebaut hatten, ist das Aufsetzen gemeinsamer bzw. das Öffnen bereits vorhandener Dienste für andere Hochschulen eine ressourcensparende Lösung.32 Bei der Priorisierung der anstehenden FDM-Aktivitäten war die Einrichtung eines DMP-Tools wie RDMO auf Platz vier von 28 Themen platziert worden.33 Dieses Ranking zusammen mit der bereits vorhandenen Kompetenz und Erfahrung mit dem Tool RDMO bildete die Basis für das Arbeitsprogramm im aktuellen Projekt „Institutionalisiertes und nachhaltiges Forschungsdatenmanagement (IN-FDM-BB)“. Im Arbeitspaket 3 wurde RDMO zunächst als brandenburgweite Instanz34 im Betabetrieb und schließlich im Produktivbetrieb implementiert. Letztere ist eine brandenburgweite RDMO-Instanz mit einheitlichem Design und Inhalten aus allen brandenburgischen Hochschulen. In Arbeitspaket 3 war zudem vorgesehen in einem letzten Arbeitsschritt mehrere Mandanten mit hochschulspezifischen Anpassungen zu betreiben. Erfahrungen der Implementation von RDMO wurden bislang insbesondere in Potsdam gesammelt: Die Universität Potsdam entschied sich bereits 2019 dafür, eine Testinstanz von RDMO auf einem ihrer Server zu installieren und für Testund Schulungszwecke zu verwenden. Sie kam damit insbesondere den Forderungen zweier DFG geförderter Sonderforschungsbereiche der Universität Potsdam (SFB 1287 Grenzen der Variabilität in der 28 Ina Radtke u. a., Anforderungserhebung bei den brandenburgischen Hochschulen (Potsdam, 2020), 59, https://doi.org/10.25932/publishup-48091. 29 Radtke u. a., 41. 30 Heike Neuroth u. a., Handlungsund Implementierungsempfehlungen zum Forschungsdatenmanagement in Brandenburg (Potsdam, 2021), 17, 21ff, https://publishup.uni-potsdam.de/frontdoor/index/index/docId/50511. 31 Ebd., 17ff, 31ff. 32 Ebd., 34. 33 Ebd., 37, 45. 34 Im Antrag wurde diese als „Cloudinstanz“ bezeichnet, da der Begriff jedoch ein anderes technisches System bezeichnet, wird er nicht weiter benutzt. IN-FDM-BB 16/27 von FIZ Karlsruhe entwickelten Konzepten mit wenig individuellen Einflussmöglichkeit. Die Domain liegt ebenfalls in Karlsruhe.56 Es gibt eine Preisbindung an FIZ Karlsruhe, inkl. Speicherkosten. Sollten technische Probleme auftauchen, gibt es von Seiten der Universität Potsdam bzw. des Landesverbunds keine Eingriffsmöglichkeit. Der Aufwand bei Verlassen der Softwarelösung wäre sehr hoch, aufgrund der Datenspeicherung außerhalb der eigenen Speicherinfrastruktur und der damit verbundenen Datenmigration. Und nicht zuletzt müsste jede Hochschule individuell mit FIZ einen Vertrag abschließen und dadurch den finanziellen Gesamtaufwand erhöhen (vgl. 4.5 Rahmenbedingungen: Kosten der Betriebsmodelle von RADAR). Zu 2) RADAR Hybrid: Bei RADAR Hybrid werden die Verantwortlichkeiten zwischen FIZ Karlsruhe und der Institution geteilt. Das Hosting und die Betreuung der Software liegt bei FIZ Karlsruhe. Die Speicherverantwortlichkeit wird jedoch geteilt. Sowohl temporäre wie auch permanente Speicher können über FIZ verwaltet werden bzw. auf dessen Speicher-Infrastruktur liegen oder bei der jeweiligen Institution, die Speicher können auch geteilt benutzt werden. In dieser Flexibilität liegen zugleich Vorund Nachteile des Modells. Verteilte Speicherinfrastruktur erhöht die Sicherheit im Fall eines Datenverlustes an einer der beteiligten Institutionen. Neben erhöhtem Organisationsaufwand auf beiden Seiten ist es jedoch vor allem die schwer vorausplanbare Kostengestaltung, die das Modell für die Anwendung in Brandenburg und im Verbund unattraktiv gemacht hat. Da keine festen Aussagen über erwartbare Datenmengen machbar sind, können keine Aussagen dazu getroffen werden, wie viel jährlich an FIZ zu zahlen wäre. Nicht zuletzt ist Hybrid nicht als Verbundlösung geeignet und würde durch notwendige Einzelverträge die Kosten zusätzlich erhöhen. Wie auch bei Cloud bestünden bei Hybrid keine Eingriffsmöglichkeiten im Fall technischer Probleme und auch ein Exit aus dem Vertrag wäre kompliziert, aufgrund der Datenspeicherung außerhalb der eigenen Speicherinfrastruktur und der damit verbundenen Notwendigkeit der Datenmigration. Zu 3) RADAR Local: Bei RADAR Local sind die gesamte IT-Infrastruktur und die notwendigen Speichersysteme in der Institution angesiedelt. FIZ Karlsruhe übernimmt den Betrieb und die Pflege der Repositoriums-Software in der Ablaufumgebung der Institution. Die sich daraus ergebenden Nachteile betreffen vor allem zwei Punkte: 1. im erhöhten Organisationsaufwand und 2. der Bereitstellung technischer Ressourcen (Virtuelle Maschinen für das Aufsetzen der Software, passend dimensionierte Server, redundanter Speicherplatz). Aufgrund der Software-Pflege durch FIZ Karlsruhe besteht zudem auch bei diesem Modell keine Möglichkeit des direkten Eingriffs im Fall technischer Probleme. Die Vorteile, die das System mit sich bringt, decken jedoch einige der wichtigsten Bedarfe des Brandenburger Verbundes ab: 1. Speichern der Daten auf institutionseigener Infrastruktur, wodurch die Kontrolle der Datensätze möglich wird, 2. unabhängige Gestaltung des Archivierungsund Publikationsprozesses, 3. erhöhte Sichtbarkeit der Institution durch eigene Domain / URL und nicht zuletzt 4. vereinfachte ExitStrategie, da keine Datenmigration erforderlich werden würde. Der entscheidende Nachteil besteht jedoch weiterhin in der Notwendigkeit für jede Institution eigene Verträge mit FIZ Karlsruhe zu schließen. Der Verbund als solcher wäre nicht repräsentiert und die daraus erwachsenden Vorteile gingen verloren: ressourcenschonende Finanzierung, weniger Personalaufwand und geteilte Expertise bei gleichzeitiger Bereitstellung des Dienstes für alle beteiligten Hochschulen. Daher wurde in Zusammenarbeit 56 Beispiel: NFDI4Culture https://radar4culture.radar-service.eu/radar/de/home. IN-FDM-BB 17/27 mit FIZ Karlsruhe die Idee des „Shared Service“ für den Verbund ausgearbeitet, bei dem ein bestehender RADAR-Local-Vertrag erweitert werden kann: RADAR-BB. Zu 4) Shared Service RADAR-BB: Der „Shared Service“57 beruht auf der Betriebsvariante RADAR Local, bei dem die ITInfrastruktur und die Speichersysteme der Institution verwendet werden. FIZ Karlsruhe übernimmt den Betrieb und die Pflege der Repositoriums-Software in der Ablaufumgebung der Institution. Die Universität Potsdam verfügte bereits über eine RADAR Local Instanz. In einem Addendum zu diesem bestehenden Vertrag wurden die Bedingungen festgehalten. Die Universität Potsdam ist Hauptvertragspartner*in und wird darüber hinaus dazu befähigt, die eigene RADAR Local Instanz weiteren Hochschulen in Brandenburg auf der Grundlage von Unterverträgen zur Verfügung zu stellen. Dafür werden jährliche Lizenzgebühren, je nach Anzahl der Unterverträge (gruppiert: 1-5 Hochschulen, 6-10 Hochschulen), festgelegt. Die Vertragslaufzeit ist an die der RADAR Local Instanz der Universität Potsdam gebunden. Die Gestaltung der Unterverträge übernimmt die Universität Potsdam. Die Nachteile des Systems sind die gleichen wie bei einer RADAR Local Instanz, jedoch kommen zu den dort genannten Vorteilen noch folgende hinzu: 1. Mengenrabatt sowie finanzielle und personelle Synergien durch gemeinsame Nutzung, außerdem 2. die Verbundnutzung. Nur eine Hochschule ist verantwortlich für die Kommunikation mit FIZ Karlsruhe sowie die Unterverträgen mit den anderen Hochschulen. 4.5 Rahmenbedingungen: Kosten der Betriebsmodelle von RADAR 4.5.1 Personalkosten Es fallen folgende Personalaufwände an: 1. Schulungsangebote und Beratungen für Wissenschaftler, Forschende, Studierende, Erweiterung eigener Kompetenzen bzw. Weiterbildung, Pflege und Kuration der Website der eigenen Institution bzw. Zuarbeit FDMBB-Website sowie ggf. Verwaltungsaufwände (Haushaltsplanung, Verträge etc.). In der Variante 4 „Shared Service“ würden die FDM-Mitarbeitenden sich gegenseitig unterstützen. Beispielsweise würden nur einmal Anleitungen erstellt oder Schulungen konzipiert, die von allen gemeinsam über den Helpdesk auf der FDM-BB-Website nutzbar gemacht werden. Zudem übernimmt auch eine gemeinsame Kompetenzstelle FDM des Landesinitiative für die FDM-Dienste einige der Aufgaben für den gesamten Verbund. Bei einer eigenen RADAR Local Instanz je Hochschule sind mehr Personalstunden anzusetzen, da hier jede Hochschule sämtliche Aufgaben für die eigene Instanz zu erfüllen hat. Die Betreuung einer eigenen RADAR Local Instanz benötigt auch jeweils eine/-n zuständigen IT-Techniker*in, diese/-r ist im „Shared Service“ nur einmal für alle Hochschulen notwendig. Die Konzipierung beider FDM-Dienste als „Shared Services“ erlaubt es die technische Betreuung beider zu bündeln. Die Finanzierung der IT-Stelle für die Betreuung des Dienstes als „Shared Service“ sollte zentral finanziert werden. 4.5.2 Sachkosten In der nachfolgenden Tabelle 1 Aufstellung Sachkosten RADAR sind die anfallenden Sachkosten für die oben vorgestellten Betriebsvarianten 1 (RADAR Cloud), 3 (RADAR Local) 57 Es gibt Verbünde, die mit RADAR Cloud (z. B. NFDI Konsortien wie RADAR4Chem), oder Einzelinstitutionen, die mit RADAR Local (z. B. KonData an der Universität Konstanz) arbeiten. Der Ausbau einer lokalen Instanz zu einer regionalen Cloud wird hier erstmals erprobt und ausgeführt, soll zukünftig aber auch an anderen Institutionen zum Einsatz kommen. IN-FDM-BB 18/27 und 4 („Shared Service“ RADAR-BB) aufgelistet. Da für Betriebsvariante 2 RADAR Hybrid die Kosten zu wenig vorhersagbar sind, ist das Betriebsmodell nicht in die Kostenkalkulation aufgenommen. Die Kostenkalkulation für RADAR Cloud (Variante 1) und RADAR Local (Variante 3) beziehen sich auf die Angaben auf der Website von FIZ Karlsruhe.58 Bei der Einzelnutzung jeder Hochschule von RADAR Cloud sind eine jährliche Grundgebühr von 11.900,00 € (10.000€ + 19% MwSt.) sowie Speicherkosten zu zahlen. Letztere setzen sich aus drei nutzungsabhängigen Komponenten zusammen: 1. Entgelt für die Datenarchivierung (Garantierte Bitstream-Speicherung für 10 Jahre: 115.000,00 €), 2. Entgelt für die Datenpublikation (einmalig, garantierte Bitstream-Speicherung für mind. 25 Jahre: 306.000,00 €) sowie 3. Entgelt für den temporären Speicher (in diesem sind 200 GB im Grundpreis enthalten). Bei RADAR Local werden eine einmalige Ersteinrichtungsund eine jährliche Pauschalgebühr von je 5.950,00 € (5.000,00 € + 19% MwSt.) fällig sowie Kosten für ein Testsystem (wiederum einmalige Einrichtung und jährliche Pauschale von je 2.957,00 € (2.500,00 € + 19% MwSt.)). Das Speichervolumen fällt intern an der Universität Potsdam an und muss nicht mit FIZ Karlsruhe abgerechnet werden. Für die neue Betriebsvariante 4 RADAR-BB als „Shared Service“ wurden die Lizenzkosten mit FIZ Karlsruhe neu ausgehandelt und vertraglich festgelegt. Der Grundpreis ist der gleiche wie bei RADAR Local. Die Kosten für Speicherinfrastruktur für alle acht Hochschulen wird bei dieser Variante zentral finanziert und bedarfsgerecht an der Universität Potsdam mit dem Rechenzentrum abgerechnet. Tabelle 1: Aufstellung Sachkosten RADAR Zu 1) RADAR Cloud für jede Institution separat Zu 3) RADAR Local für jede Institution separat Zu 4) RADAR-BB als „Shared Service“ für alle 8 Hochschulen Sachkosten 1. jährl. Grundbetrag: (10.000€ + 19% MwSt.) = 11.900,00 € 2. Speicherkosten59 (50 TB/10 Jahre bzw. 25 Jahre): Archivierte Daten: 115.000,00 € (10 Jahre) Publizierte Daten: 306.000,00 € (einmalig für mind. 25 Jahre) Temporärer Speicher: abhängig von der Nutzung, die ersten 200 GB sind frei 1.1 Einmalige Ersteinrichtungsgebühr: (5.000,00 € + 19% MwSt.) = 5.950,00 € 1.2 jährl. Pauschalgebühr: (5.000,00 € + 19% MwSt.) = 5.950,00 € 2.1. Einmalige Ersteinrichtungsgebü hr Testsystem: (2.500,00 € + 19% MwSt.) = 2.957,00 € 2.2 jährl. Pauschalgebühr für Testsystem: (2.500,00 € + 19% MwSt.) = 2.957,00 € 1. jährl. Grundbetrag: (5.000,00€ + 19% MwSt.) = 5.950,00 € 2. jährl. Grundbetrag für Testsystem: (2.500,00€ + 19% MwSt.) = 2.957,00 € = 8.925,00 € keine zusätzlichen Kosten für Ersteinrichtung, da Ausweitung RADAR Local Instanz der UP 3. Lizenzkosten für Unterverträge: 58 Siehe https://radar.products.fiz-karlsruhe.de/de/radaragreementsprices/vertraege-preise#preise. 59 Die hier festgehaltenen Preise entsprechen dem Rabattpreis, vgl. https://radar.products.fizkarlsruhe.de/de/radaragreementsprices/vertraege-preise#preise. IN-FDM-BB 19/27 Einmalig = 8.925,00 € + Jährlich = 8.925,00 € 3. Speicherkosten je HS individuell verschieden (10.000€ + 19% MwSt.) = 11.900,00 € 3. Speicherkosten: Interne Zahlen, Größenordnung liegt signifikant unter den Preisen für externe Speicherung Verhältnis Sachkosten für 8 HS mittel hoch relativ am niedrigsten 5. Helpdesk Für den Helpdesk kommen verschiedene Umsetzungsvarianten auf verschiedenen Ebenen in Frage. Auf der höchsten Ebene gibt es Variante 1 integriert auf der Webseite der Landesinitiative FDM-BB oder Variante 2 nicht integriert auf der Webseite der Landesinitiative FDM-BB. Auf einer zweiten Ebene wurden folgende Varianten identifiziert: 1.1 gemeinsame Unterseite für einen gemeinsamen Helpdesk beider FDM-Dienste oder 1.2 getrennte Unterseiten für je einen separaten Helpdesk der FDM-Dienste bzw. 2.1 separate Webseiten für die Helpdesks der FDM-Dienste mit Verlinkung auf die FDM-Dienste oder 2.2 Integration des Helpdesk auf der Webseite des jeweiligen Dienstes. Auf dem Helpdesk selbst sollen weiterführende Informationen, Anleitungen sowie Kontaktpunkte zu Ansprechpartnern an den Hochschulen platziert werden. 6. Diskussion und Umsetzung 6.1 Technisch-organisatorische Matrix Tabelle 2: Technisch-organisatorische Matrix RDMO-BB RADAR-BB Brandenburg - Techn. Knoten & Kompetenzstelle Techn. Personal für Betrieb Schulungen, Informationsmaterial etc. Weiterentwicklung Techn. Personal für Betrieb zentrale Speicher-infrastruktur Schulungen, Informationsmaterial etc. Weiterentwicklung Universität Potsdam - Technisch hostet RDMO-BB auf eigenem Server ist verantwortlich für Updates & Branding der Landesinitiative sichert Forschungsdaten zentral im Speicher der UP agiert als technischer 1st-LevelSupport Universität Potsdam - Organisatorisch ist Anbieter und agiert als 2ndLevel-Support ist Anbieter rechnet Nutzung ab IN-FDM-BB 20/27 FIZ Karlsruhe - Technisch – betreibt RADARSoftware lokal auf UP-IT ist verantwortlich für Updates & Umsetzung des Branding der Landesinitiative agiert als technischer 2nd-LevelSupport Hochschulen - Organisatorisch benennen lokale RDMOManager*in agieren als 1st-Level-Support pflegen ggf. eigene Fragenkataloge benennen lokale Administrator*in betreuen lokal Datengeber*in implementieren bedarfsgerecht eigene Workflows für Datenpublikation und -archivierung 6.2 RDMO – Umsetzung in Brandenburg Die Kooperation der Hochschulen wird in Zukunft in einer zentralen gemeinsamen Vereinbarung über die Brandenburgische IT-Services (BITS) festgehalten. Diese legt das gemeinsame Commitment der Hochschulen in der Landesinitiative für den FDM-Dienst RDMO-BB fest. Auf dem RDMO-Server der Universität Potsdam ist die brandenburgweite RDMO-Instanz unter dem Namen RDMO-BB60 aufgesetzt. Zusätzlich gibt es eine Testinstanz auf der SystemUpdates und neue Features getestet werden. Die Domain wird an der Universität Potsdam gehostet und betreut. Anleitungen und technischer Support werden von der Universität Potsdam verantwortet, ebenso die inhaltliche Betreuung der Materialien des Helpdesk, der sich auf der FDM-BB-Seite befindet.61 Das RDMO-BB-Design ist an das der Landesinitiative FDM-BB angepasst (Farbschema, Logo). Die aktuelle Version der RDMO an der Universität Potsdam ist RDMO 2.3.2. (Release: Juli 2025).62 Für den dauerhaften Betrieb der brandenburgweiten FDM-Dienste wird am ZIM der Universität Potsdam eine gemeinsame IT-Stelle für den Verbund der Landesinitiative Brandenburg im Rahmen des Konzeptes „technischer Knoten“ vorgesehen: Der Betrieb der gemeinsamen IT-Dienste soll von initial zwei Hochschulrechenzentren im Land übernommen werden, die als technische Knoten fungieren und entsprechend ausgebaut werden. Durch die Zentralisierung der Hardware und die Professionalisierung des IT-Betriebs können Dienste stabiler, sicherer, nutzerfreundlicher und in höherer Qualität als bisher erbracht werden.63 Das Design ist auf einem GitHub-Repositorium mit eingeschränktem Zugriff dokumentiert. Zukünftig wäre es möglich neu entwickelte Fragenkataloge über das GitHub-Repositorium der RDMO-Community zugänglich zu machen. In welchem Umfang dies geschehen soll, muss jede Hochschule für die jeweils eigenständig entwickelten Kataloge selbst entscheidet. Von der Implementierung einzelner Mandanteninstanzen für jede Hochschule wird momentan 60 https://rdmo.fdm-bb.de 61 https://fdm-bb.de/fdm-dienste/rdmo-bb/. 62 Vgl. https://github.com/rdmorganiser/rdmo/releases. 63 Brandenburgische Landeskonferenz der Hochschulpräsidentinnen und -präsidenten (BLHP), Hrsg., „Kooperation der Brandenburgischen Hochschulen bei der Digitalisierung stärken. Strategische Eckpunkte 20252029“, Dezember 2023, 2, https://zdt-brandenburg.de/wp-content/uploads/2024/02/BLHP-Position_ZDTStrategische-Eckpunkte-2025-2029.pdf. IN-FDM-BB 21/27 abgesehen. Der zu erwartende Betreuungsaufwands je Hochschule ist zu hoch. Stattdessen wird die gemeinsame Instanz an der Universität Potsdam technisch betreut und gepflegt, inklusive Update-Management sowie Design. Hochschuleigene Mandanten können bei entsprechender personeller Kapazität zu einem späteren Zeitpunkt umgesetzt werden. 6.3 RADAR 6.3.1 Gewählte Betriebsvariante und Speicherplatz Von den vorgestellten Betriebsvarianten wurde sich in der Landesinitiative auf die Variante „RADAR-BB“ geeinigt, da es die ressourcenund kostengünstigste Option ist. Dafür wurde anhand der im Projektantrag vorformulierten und im Laufe des Projekts ausgearbeiteten Anforderungen die RADAR Local Version vom FIZ weiterentwickelt. Die Absichtserklärung zur Entwicklung des „Shared Service“ RADAR-BB wurde am 28. Oktober 2021 in einem Letter of Intent zur Unterstützung des Projektes IN-FDM-BB in ausgesprochen. Das Addendum zum RADAR Local Vertrag der Universität Potsdam zur Erweiterung des Dienstes wurde am 10.04.2024 unterschrieben. Mit dem Research Data Repository Brandenburg (RADAR-BB) ist ein disziplinübergreifendes Repositorium entstanden, dass im Verbund betrieben werden kann. Es dient der Archivierung und Publikation von Forschungsdaten des sogenannten „Long Tails”, also aus den Fachrichtungen, die mit kleineren Datenmengen oder kreativem Output umgehen und meist noch keine eigene Infrastruktur64 vorhalten (z.B. Architektur, Design etc.). Zudem können hier DFGund DSGVO-konform Forschungs(roh)daten für 10 Jahre archiviert werden. Damit wird der Forderung der DFG an die Hochschulen begegnet und sichergestellt, „dass die erforderliche Infrastruktur vorhanden ist, die die Archivierung ermöglicht”65, ohne dass jede einzelne Hochschule eigene Strukturen aufbauen und den damit verbundenen Wartungsund Pflegeaufwand erbringen muss. Die Größe des zukünftig benötigten Speichers für alle acht Hochschulen lässt sich nur schwer schätzen. Zunächst werden voraussichtlich ca. 250 TB eingekauft, die dann entsprechend dem Bedarf eine jährliche Aufstockung erfahren.66 Die aktuelle Version der Betriebsvariante der Testversion von RADAR Local an der Universität Potsdam ist: v 1.23.1 (f) / 1.16.2 (b) / 1.23.0 (i). Updates werden zuerst im Testsystem von RADAR installiert und getestet, bevor sie in das Produktivsystem aufgespielt und für den Shared Service RADAR-BB dem Verbund zur Verfügung steht (zur Erläuterung siehe 4.4 Betriebsvarianten von RADAR).67 Der 1st-Level-Support für ganz Brandenburg erfolgt durch die/den RADAR-Verantwortliche*n der Universität Potsdam. Dafür wurde eine übergeordnete Administrationsebene eingerichtet, die Zugriff auf alle Hochschulinstanzen hat: die/der RADAR-BB-Administrator*in. Der/die RADAR-BB-Administratorin wird nur aktiv, wenn es Fragen von Seiten der RADARVerantwortlichen an den beteiligten Hochschulen gibt, die einen externen Einblick benötigen. Für weiteren, tiefgreifenderen technischen Support ist FIZ Karlsruhe zuständig, die ebenfalls in berechtigten Ausnahmefällen auf die Umgebungen der Hochschulen (RADAR-Verträge) zugreifen können. Innerhalb der Hochschulen gibt es jeweils einen oder mehrere 64 Siehe z. B. Registry of Research Data Repositories (re3data). https://www.re3data.org/. 65 Deutsche Forschungsgemeinschaft, Guidelines for Safeguarding Good Research Practice. Code of Conduct, Leitlinie 17, 22. 66 Dokumentation in einem internen Dokument. 67 Informationen zu Updates von RADAR sind im regelmäßig erscheinenden Newsletter nachzulesen unter: https://radar.products.fiz-karlsruhe.de/de/radarsupport/support#newsletter IN-FDM-BB 22/27 Administrator*innen, die für Service, Beratung, Einrichtung der Arbeitsumgebung sowie als Multiplikator*innen an ihrer Institution tätig werden.68 Für den dauerhaften Betrieb der brandenburgweiten FDM-Dienste wird am ZIM der Universität Potsdam eine gemeinsame IT-Stelle für den Verbund der Landesinitiative Brandenburg im Rahmen des Konzeptes „technischer Knoten“ vorgesehen: Der Betrieb der gemeinsamen IT-Dienste soll von initial zwei Hochschulrechenzentren im Land übernommen werden, die als technische Knoten fungieren und entsprechend ausgebaut werden. Durch die Zentralisierung der Hardware und die Professionalisierung des IT-Betriebs können Dienste stabiler, sicherer, nutzerfreundlicher und in höherer Qualität als bisher erbracht werden.69 6.3.2 Organisatorische Umsetzung – Design, Betreuung, Kooperationsvereinbarung Durch die Entscheidung für eine Verbundlösung wurde seitens der FDM-Verantwortlichen im Projekt IN-FDM-BB gemeinsam die Umsetzung des Designs der Landesinitiative auch für RADAR-BB beschlossen (Farbschema, Logo). Die Domain wird an der Universität Potsdam gehostet und betreut. Anleitungen und technischer 1st-Level-Support werden von der Universität Potsdam verantwortet, ebenso die inhaltliche Betreuung der Materialien des Helpdesks, der sich auf der FDM-BB-Seite befindet.70 Der technische 2nd-Level-Support befindet sich in der Verantwortung von FIZ Karlsruhe. Die Kooperation der Hochschulen wird in Zukunft in einer zentralen gemeinsamen Vereinbarung über die Brandenburgische IT-Services (BITS) festgehalten. Diese legt das gemeinsame Commitment der Hochschulen in der Landesinitiative für den FDM-Dienst RADAR-BB fest. 6.3.3 Betriebsszenarien für die Umsetzung Im täglichen Betrieb von RADAR-BB an den einzelnen Hochschulen wurden drei unterschiedliche Betriebsszenarien identifiziert, in denen die unterschiedlichen Rollen in RADAR bei den verschiedenen Prozessen zusammenarbeiten. Alle drei Betriebsszenarien können gleichzeitig durchgeführt werden, abhängig von der jeweiligen Personalsituation an den einzelnen Institutionen. Aus diesen Betriebsszenarien ergeben sich wiederum eigene Workflows, die diese je nach vorhandenen Personalund Zeitressourcen der jeweiligen Hochschule oder der Forschenden einsetzbar sind.71 Beim RADAR-BB Szenario "Librarian" (volle FDM-Unterstützung) werden alle Prozesse ‚zentral‘ durch forschungsunterstützendes Personal an der Hochschule in Absprache mit den datengebenden Wissenschaftler*innen durchgeführt. Hierbei übernimmt Hochschul-Personal die Rolle „RADAR Kurator“ („RADAR Subkurator*in“ wird nicht benötigt; vgl. Tabelle 3 RADARBB Szenario "Librarian") Beim RADAR-BB Szenario "Scientist" (geleitete FDM-Unterstützung) übernimmt der/die Wissenschaftler*in die Rolle „RADAR Subkurator*in“ und arbeitet mit Hochschul-Personal 68 (In Druck): Maria Büttner u. a., „Kooperation zwischen Universität und Informationsinfrastruktur – das Forschungsdatenrepositorium RADAR für Brandenburg“, E-Science-Tage 2025, Heidelberg, März 2025. 69 Brandenburgische Landeskonferenz der Hochschulpräsidentinnen und -präsidenten (BLHP), „Kooperation der Brandenburgischen Hochschulen bei der Digitalisierung stärken. Strategische Eckpunkte 2025-2029“, 2. 70 Vgl. https://fdm-bb.de/fdm-dienste/radar-bb/. 71 Büttner u. a., „Kooperation zwischen Universität und Informationsinfrastruktur – das Forschungsdatenrepositorium RADAR für Brandenburg“. IN-FDM-BB 23/27 zusammen, welches die Rolle „RADAR Kurator*in“ übernimmt (Vgl. Tabelle 4 RADAR-BB Szenario "Scientist").72 Beim RADAR-BB Szenario "Data Steward" (beratende FDM-Unterstützung) werden beide Rollen – „RADAR Subkurator*in“ und „RADAR Kurator*in“ – vom jeweiligen Forschungsbereich übernommen. Dies setzt voraus, dass dort eine Person angestellt ist, die sich dezidiert um Aufgaben des Forschungsdatenmanagements kümmert, bspw. ein*e Data Steward (Vgl. Tabelle 5 RADAR-BB Szenario "Data Steward").73 Tabelle 3: RADAR-BB Szenario "Librarian" RADAR-BB Szenario „Librarian“ – volle FDM-Unterstützung Alle Prozesse werden ‚zentral‘ durch forschungsunterstützendes Personal an der Hochschule in Absprache mit den datengebenden Wissenschaftler*innen durchgeführt. Hierbei übernimmt Hochschul-Personal die Rolle „RADAR Kurator“ („RADAR Subkurator*in“ wird nicht benötigt). RADAR Subkurator*in Wird nicht benötigt RADAR Kurator RADAR-Verantwortliche*r der HS (z.B. FDM-Personal / Bibliothek / Technisches Personal) RADAR Admin RADAR-Verantwortliche*r der HS (z.B. FDM-Personal / Bibliothek / Technisches Personal) Tabelle 4: RADAR-BB Szenario "Scientist" RADAR-BB Szenario „Scientist“ – geleitete FDM-Unterstützung Der/die Wissenschaftler*in übernimmt die Rolle „RADAR Subkurator*in“ und arbeitet mit Hochschul-Personal zusammen, welches die Rolle „RADAR Kurator*in“ übernimmt. RADAR Subkurator*in Datengebende mit beschränkten Rechten (Wissenschaft) RADAR Kurator RADAR-Verantwortliche*r der HS (z.B. FDM-Personal / Bibliothek / Technisches Personal) RADAR Admin RADAR-Verantwortliche*r der HS (z.B. FDM-Personal / Bibliothek / Technisches Personal) Tabelle 5: RADAR-BB Szenario "Data Steward" RADAR-BB Szenario „Data Steward“ – beratende FDM-Unterstützung 72 Beschrieben als Workflow „Scientist“ in: Büttner u. a., „Kooperation zwischen Universität und Informationsinfrastruktur – das Forschungsdatenrepositorium RADAR für Brandenburg“. 73 Ebd. beschrieben als Workflow „Data Steward“. IN-FDM-BB 24/27 Beide Rollen – „RADAR Subkurator*in“ und „RADAR Kurator*in“ – werden vom jeweiligen Forschungsbereich übernommen. Dies setzt voraus, dass dort eine Person angestellt ist, die sich dezidiert um Aufgaben des Forschungsdatenmanagements kümmert, bspw. ein*e Data Steward. RADAR Subkurator*in Datengebende mit beschränkten Rechten (Wissenschaft) RADAR Kurator Datengebende mit vollen Rechten (Wissenschaft) RADAR Admin RADAR-Verantwortliche*r der HS (z.B. FDM-Personal / Bibliothek / Technisches Personal) 6.4 Helpdesk Für den Helpdesk wurden zunächst verschiedene Nutzendengruppen identifiziert: 1. Anwender*innen (Endnutzer*innen und Datengebende) sowie 2. Betreiber*innen und FDMVerantwortlichen. Für die erste Gruppe wurde von den oben vorgestellten Varianten die Variante 1.2 Helpdesk auf der Webseite der Landesinitiative FDM-BB ausgewählt. Eine zentrale Überblicksseite für beide FDM-Dienste74 sowie Unterseiten mit Informationen, FAQs, Kontakten und Nutzungsbedingungen sowie weiteren formalen Dokumenten für RDMO-BB75 und RADAR-BB76. Mit einem zentralen Zugriffspunkt über die Webseite der Landesinitiative sind sowohl die Nutzerfreundlichkeit gewahrt als auch der Wartungsaufwand minimiert. Für die zweite Gruppe wurde ein interner Bereich in einem separaten System, zunächst XWiki, eingerichtet mit weiterführendem Informationsmaterial sowie einem aktiv nutzbaren FAQBereich. 6.5 Finanzierung Die langfristige Finanzierung für Bereitstellung, Betreuung und Pflege der FDM-Dienste RDMO-BB und RADAR-BB wird über das Zentrum für Digitale Transformation Brandenburg (ZDT) gesichert. Die laufenden Sachkosten (Lizenzgebühren, Speicher, Vereinsmitgliedschaft) und Personalkosten (Kompetenzstelle FDM (TV-L 13), IT-Stelle (TV-L 13)) werden darüber zentral abgedeckt. 7. Ausblick Es wurden ressourcenschonende und tragfähige Betriebsvarianten gewählt, um einen dauerhaften Betrieb zu gewährleisten. Beide Dienste, sowohl RDMO als auch RADAR, befinden sich in stetiger Weiterentwicklung und es werden regelmäßig neue Releases veröffentlicht. Auch wenn die Installation der Grundversionen stabil und nachhaltig funktioniert, wird geraten die Software auf dem neusten Stand zu halten, einerseits aus Gründen der ITSicherheit und andererseits um den Endnutzer*innen Verbesserungen nicht vorzuenthalten. Dafür benötigt es dauerhaft RDMOund RADAR-Verantwortliche. Diese müssen sich jedoch nicht nur um den Betrieb der Dienste selbst kümmern, sondern auch um deren Service. Dazu gehören Werbung, Schulungen und Beratung sowie Aktualisierungen von Dokumentationen und Anleitungen. Ein positives Nutzererlebnis bei den Diensten kann es nur geben, wenn diese 74 https://fdm-bb.de/fdm-dienste/. 75 https://fdm-bb.de/fdm-dienste/rdmo-bb/. 76 https://fdm-bb.de/fdm-dienste/radar-bb/. IN-FDM-BB 25/27 Dienste fehlerfrei laufen, aktuell sind und der Service dazu vorhanden ist. Dies wiederum ist die Grundvoraussetzung für eine breite Nutzerakzeptanz. Beide Dienste unterstützen die Forschenden bei der Einhaltung der guten wissenschaftlichen Praxis und in einem professionellen Umgang mit ihren digitalen Forschungsdaten. Für den dauerhaften technischen Support beider Dienste wird an der Universität Potsdam eine IT-Stelle eingerichtet (TV-L 13). Der Service, inklusive aktueller Anleitungen, Schulungen und Betreuung des Helpdesk dauerhaft zu garantieren, wird von den FDM-Verantwortlichen der Universität Potsdam übernommen. Bereits während der Projektlaufzeit wurden die Mitarbeitenden der Hochschulen im Verbund so geschult, dass sie problemlos Ansprechpartner*innen für Ihre Hochschulen sein und Manager*innen-Rollen für RDMO-BB bzw. Administrator*innen-Rollen für RADAR-BB übernehmen können. Um die Kommunikation und Koordination zwischen den Hochschulen, gerade auch in Bezug auf die FDM-Dienste, langfristig aufrecht zu erhalten, wurde an der Universität Potsdam eine Kompetenzstelle FDM eingerichtet (TV-L 13). Beide Stellen werden zentral aus Mitteln des Zentrums für Digitale Transformation Brandenburg (ZDT) finanziert.