45
ENTSTEHUNG UND ENTWICKLUNG DER INTERKULTURELLEN
KOMMUNIKATION
Be dimu a o D.U.,
PhD, Ka akalpakische S aa liche Uni e si ä
DOI: h ps://doi.o g/10.5281/zenodo.17712182
Аннотация. В статье рассматривается история становления межкультурной
коммуникации. В разработке теории межкультурной коммуникации, прежде всего внимание
уделяется общей проблематике. Отсюда возникает потребность изучать проблему общения и
взаимопонимания различных народов и культур.
Ключевые слова: Межкультурная коммуникация, взаимопонимание, культурная
трансформация, глобализация.
Abs ac . This a icle examines he his o y o in e cul u al communica ion. The de elopmen o
in e cul u al communica ion heo y ocuses p ima ily on gene al issues. This necessi a es s udying he
p oblem o communica ion and mu ual unde s anding be ween di e en peoples and cul u es.
Key wo ds: In e cul u al communica ion, mu ual unde s anding, cul u al ans o ma ion,
globaliza ion.
Das P oblem de in e kul u ellen Kommunika ion – um assende als die
Globalisie ung im Kul u be eich im Allgemeinen – ha sei den 1990e Jah en die
Au me ksamkei de Kul u wissenscha en au sich gezogen [Yu.N. Ka aulo , 2007, S.
60–61].
In diese Zei wu den e s mals F agen nach de Na u e hnische kul u elle We e
[L.G. Ionin, 2008, S. 28–29], dem Wel kul u aum [O.A. Ko nilo , 2000, S. 22], den
Fo men, Me hoden und E gebnissen kul u elle In e ak ion [O.A. Leon o ich, 2003, S.
18–19], de En wicklungs ich ung kul u elle T ans o ma ionen [V.I. Ka asik, 2004, S.
171] usw. au gewo en.
Gegenwä ig wi d auch on E hnopsychologen ak i eine neue
Fo schungs ich ung en wickel , on denen iele A bei en buchs äblich in den le z en
Jah en e schienen sind [N.V. Koksha o , 2008, S. 24-25].
Bei de En wicklung de Theo ie de in e kul u ellen Kommunika ion lieg de
Schwe punk in e s e Linie au allgemeinen F agen.
Fo sche [V.A. Maslo a, 2001, S. 14–15; E.A. O lo a, 2004, S. 88–89] gehen
on de P ämisse aus, dass de sich de zei en wickelnde P ozess de Globalisie ung
poli ische, ideologische und kul u elle G enzen zwischen Lände n und Kon inen en,
Völke n und e hnischen G uppen au heb . Mode ne Kommunika ionsmi el, das globale
In e ne und Hochgeschwindigkei s eisen haben die Wel so s a k e ne z , dass de
Aus ausch zwischen Völke n und Kul u en un e meidlich gewo den is . Heu e gib es
kaum noch Na ionen und Völke , die nich den poli ischen, sozialen und kul u ellen
46
Ein luss ande e e ah en haben. Diese Ein luss wi d du ch den Aus ausch kul u elle
E ungenscha en, Kon ak e zwischen Regie ungso ganisa ionen, sozialen Bewegungen
sowie du ch wissenscha liche Zusammena bei , Handel, Tou ismus usw. ausgeüb
[E.O. Opa ina, 1999, S. 27–28].
De echnologische P ozess und die En wicklung e schiedene Fo men
in e na ionale Kon ak e sind de zei de En wicklung on Kommunika ions ähigkei en
zwischen Ve e e n un e schiedliche Kul u en und his o isch gewachsene
Kul u modelle o aus.
Es is dahe kein Zu all, dass das Thema Dialog und gegensei iges Ve s ändnis
zwischen den Kul u en sei Mi e de 1970e Jah e zu einem d inglichen Thema
gewo den is . Bei de Un e suchung diese Themen haben F agen nach de
Besonde hei , Einziga igkei und den Un e schieden zwischen den Kul u en
e schiedene Völke zunehmend an Bedeu ung gewonnen.
Ta sache is , dass de P ozess de Globalisie ung, de zu Ve einigung de
Kul u en üh , bei manchen Völke n den Wunsch nach kul u elle Selbs bes ä igung
weck und den Wunsch weck , ih e eigenen kul u ellen We e zu bewah en [D.A.
Salee a, 2004, S. 8].
Aus diesem G und demons ie en zahl eiche S aa en und Völke ih e Ablehnung
des o sch ei enden kul u ellen Wandels. Sie begegnen dem P ozess de Ö nung
kul u elle G enzen und de Auswei ung des kul u ellen Aus auschs mi e schiedenen
Fo men on Ve bo en und Einsch änkungen sowie einem übe iebenen S olz au ih e
na ionale und kul u elle Iden i ä .
Die Bandb ei e de Wide s ands o men gegen den Globalisie ungsp ozess is
ech g oß: on de passi en Ablehnung de E ungenscha en ande e Kul u en [Yu.A.
Sukha e , 2009, S. 28] bis hin zum ak i en Wide s and gegen ih e Ve b ei ung und
E ablie ung. Au g und solche Übe zeugungen komm es zu e hnischen Kon lik en,
na ionalis ische Ge ühle e s ä ken sich und egionale undamen alis ische Bewegungen
we den ak i e .
Dies üh e dazu, dass die Kommunika ion und das gegensei ige Ve s ändnis
zwischen e schiedenen Völke n und Kul u en un e such we den muss en. Als
E gebnis en s and eine neue Wissenscha : die „in e kul u elle Kommunika ion“.
Da aus en s and auch eine gleichnamige akademische Disziplin, de en Ziel die
En wicklung on Kommunika ions ähigkei en und -kompe enzen bei Menschen aus
e schiedenen Kul u en is [H. Ga ing, 2006, S. 324–326].
In den Ve einig en S aa en en s and ein neues wissenscha liches Feld, als die
Ame ikane o de d ingenden No wendigkei s anden, die He aus o de ungen zu
bewäl igen, die sich im Umgang mi Menschen aus ande en Kul u en e gaben.
47
Allmählich wuchs das Bewuss sein da ü , wie wich ig es is , nich nu Sp achen,
sonde n auch die Kul u en ande e Völke , ih e B äuche, T adi ionen und
Ve hal ensno men zu s udie en. Dahe is die Bedeu ung de En wicklung p ak ische
in e kul u elle Kommunika ions ähigkei en o ensich lich.
1946 e abschiede en die Ve einig en S aa en den Fo eign Se ice Ac und
g ünde en das Fo eign Se ice Ins i u e, das neben Linguis en auch An h opologen,
Soziologen, Psychologen und ande e zusammenb ach e. Das Haup e gebnis de
du chge üh en A bei wa die olgende Schluss olge ung: Jede Kul u o mulie ih
eigenes einziga iges Sys em on We en, P io i ä en und Ve hal ensmus e n, und dahe
soll e ih e Besch eibung und Bewe ung om S andpunk des Kul u ela i ismus aus
e olgen.
Edwa d Hall wa ein bedeu ende Theo e ike de in e kul u ellen
Kommunika ion. In seinem Buch „The Silen Language“ (1999) leg e e ein P og amm
ü die um assende Un e suchung de in e kul u ellen Kommunika ion o . E. Hall ha
in seine A bei nich nu den engen Zusammenhang zwischen Kul u und
Kommunika ion übe zeugend au gezeig , sonde n auch die Au me ksamkei de
Wissenscha le au die No wendigkei gelenk , nich so seh ganze Kul u en, sonde n
ielmeh ih e einzelnen Ve hal enssubsys eme zu un e suchen.
E zog eine Analogie zum S udium on F emdsp achen anhand g amma ische
Ka ego ien und kam zu dem Schluss, dass du ch die Ve mi lung p ak ische Kenn nisse
und Fähigkei en auch ein aus eichend ie es S udium emde Kul u en möglich sei.
E. Hall [1999, S. 110] schlug olgendes Ve s ändnis on Kul u und
Kommunika ion o : „Kommunika ion is Kul u , Kul u is Kommunika ion.“
Themen im Zusammenhang mi in e kul u elle Kommunika ion und Sp ache
we den in ame ikanischen Zei sch i en wie „The In e na ional and In e cul u al
Communica ion Animal“ und „In e na ional Jou nal o In e cul u al Rela ions“ ak i
un e such . Neben dem Beg i „in e kul u ell“ sind auch die Beg i e „in e kul u ell“
und „mul ikul u ell“ en s anden. Doch mi le weile ha sich de Beg i „in e kul u ell“
als äuße s e olg eich e wiesen.
E. Hall kam zu dem Schluss, dass es no wendig sei, die Kul u de
Kommunika ion mi ande en Völke n zu leh en. E a gumen ie e: „Wenn eine Kul u
e le n we den kann, dann bedeu e das, dass sie auch geleh we den kann“ [1999, S.
118].
Lau E. Hall bes eh das Haup ziel de Un e suchung des P oblems de
in e kul u ellen Kommunika ion da in, die p ak ischen Bedü nisse on Ve e e n
e schiedene Kul u en ü ih e Kommunika ion un e einande zu un e suchen.
Gleichzei ig wa e de E s e, de Kommunika ion als eine A on Ak i i ä
48
be ach e e, die un e such und analysie we den kann, was ihm die En wicklung
seine Kommunika ions heo ie de „kul u ellen In e ak ionsmus e “ e möglich e
[1999, S. 124–125].
K. Kluckhohn und F. S odbeck (2001) s ellen die Haup un e schiede
zwischen Kul u en in de Eins ellung einzelne Kul u en zu Konzep en wie de
Einschä zung de menschlichen Na u („die menschliche Na u o ien ie ung“) (S.
114–116), de Eins ellung zum Zei konzep („die Zei o ien ie ung“) (S. 148–150)
und de Einschä zung on Ak i i ä /Passi i ä (die Ak i i ä so ien ie ung) (S. 168–
170) es .
L. Samo a und R. Po e (2004) s ü zen ih e Fo schung zu in e kul u ellen
Kommunika ion au F agen de e balen und non e balen Kommunika ion. In
ih em Buch „In e cul u al Communica ion: A Reade “ (2004) widmen sie de
P oblema ik des non e balen Ve hal ens besonde e Au me ksamkei . Da übe
hinaus kann es Fälle geben, in denen non e bale Symbole, die in eine Kul u
posi i bewe e we den, on Ve e e n eine ande en Kul u nega i in e p e ie
we den (S. 144–146).
In le z e Zei wu den die P ozesse de Anpassung an eine emde Umgebung
ak i un e such , wobei die olgenden Zus ände iden i izie wu den: 1)
Bewunde ung ü die neue kul u elle Umgebung, 2) Ablehnung on Un e schieden
in den We en de einheimischen und emden Kul u , 3) Ein auchen in eine neue
kul u elle Umgebung mi Ve au hei mi ih en sozialen und kul u ellen No men.
Die eu opäische Aus ich ung de Theo ie de in e kul u ellen Kommunika ion
wu de mi de G ündung de Eu opäischen Gemeinscha ak i e und wand e sich
den egionalen Aspek en de kul u ellen In e ak ion zu. Lau K. Ro n [2001, S. 14]
„wu de das P oblem de in e kul u ellen Kommunika ion und de kul u ellen
Kon ak e bishe nich di ek angegangen.“ In jünge e Zei wu den jedoch
Leh pläne en wickel , die au ame ikanischen E ah ungen basie en und
Volkskunde, E hnologie und Linguis ik be ücksich igen
Li e a u
1. Караулов Ю.Н. Русский язык и языковая личность.- М.: Изд-во ЖН, 2007.- 264с
2. Ионин Л.Г. Социология культуры.- М.: Библионика, 2008.- 378с
3. Корнилов о.А. Языковые картины мира как отражения национальных менталитетов:
Автореф.дис. … доктора.филол.наук.- М.: МГУ, 2000.- 45с.
4. Леонтович О.А. Россия и США. Введение в межкультурную коммуникацию.- Волгоград.:
Перемена, 2003.- 274с.
5. Карасик В.И. Языковой круг: личность, концепты, дискурс.- Волгоград: Перемена, 2004.-
390с
6. Кокшаров Н.В. Культура в современном обществе.- СПб.: СПбГУ, 2003.- 364с