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Städtebauförderung: Ein Instrument zur Finanzierung gesundheitsfördernder Stadtentwicklung?

Böhme, Christa,Spies, Gabriele,Weber, Dieter

Abstract

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Full text

Böhme, Ch is a; Spies, Gab iele; Webe , Die e Book Pa S äd ebau ö de ung: Ein Ins umen zu Finanzie ung gesundhei s ö de nde S ad en wicklung? P o ided in Coope a ion wi h: ARL – Akademie ü Raumen wicklung in de Leibniz-Gemeinscha Sugges ed Ci a ion: Böhme, Ch is a; Spies, Gab iele; Webe , Die e (2018) : S äd ebau ö de ung: Ein Ins umen zu Finanzie ung gesundhei s ö de nde S ad en wicklung?, In: Baumga , Sabine Köckle , Heike Ri zinge , Anne Rüdige , And ea (Ed.): Planung ü gesundhei s ö de nde S äd e, ISBN 978-3-88838-085-3, Ve lag de ARL - Akademie ü Raum o schung und Landesplanung, Hanno e , pp. 215-234, h ps://nbn- esol ing.de/u n:nbn:de:0156-0853160 This Ve sion is a ailable a : h ps://hdl.handle.ne /10419/180801 S anda d-Nu zungsbedingungen: Die Dokumen e au EconS o dü en zu eigenen wissenscha lichen Zwecken und zum P i a geb auch gespeiche und kopie we den. Sie dü en die Dokumen e nich ü ö en liche ode komme zielle Zwecke e iel äl igen, ö en lich auss ellen, ö en lich zugänglich machen, e eiben ode ande wei ig nu zen. So e n die Ve asse die Dokumen e un e Open-Con en -Lizenzen (insbesonde e CC-Lizenzen) zu Ve ügung ges ell haben soll en, gel en abweichend on diesen Nu zungsbedingungen die in de do genann en Lizenz gewäh en Nu zungs ech e. Te ms o use: Documen s in EconS o may be sa ed and copied o you pe sonal and schola ly pu poses. You a e no o copy documen s o public o comme cial pu poses, o exhibi he documen s publicly, o make hem publicly a ailable on he in e ne , o o dis ibu e o o he wise use he documen s in public. I he documen s ha e been made a ailable unde an Open Con en Licence (especially C ea i e Commons Licences), you may exe cise u he usage igh s as speci ied in he indica ed licence. h p://c ea i ecommons.o g/licenses/by-nd/3.0/de/ Die ARL is Mi glied de Leibniz-Gemeinscha    Böhme,Ch is a;Spies,Gab iele;Webe ,Die e   S äd ebau ö de ung:EinIns umen zu Finanzie ung gesundhei s ö de nde S ad en wicklung?  URN:u n:nbn:de:0156‐0853160    CC‐Lizenz:BY‐ND3.0Deu schland  S.215bis234      Aus:  Baumga ,Sabine;Köckle ,Heike;Ri zinge ,Anne;Rüdige ,And ea(H sg.): Planung ü gesundhei s ö de ndeS äd e  Hanno e 2018  Fo schungsbe ich ede ARL08 215STÄDTEBAUFÖRDERUNG Ch is a Böhme, Gab iele Spies, Die e Webe STÄDTEBAUFÖRDERUNG: EIN INSTRUMENT ZUR FINANZIERUNG GESUNDHEITSFÖRDERNDER STADTENTWICKLUNG? Gliede ung 1 Einlei ung 2 G undlagen und Rahmenbedingungen de S äd ebau ö de ung 3 Po enziale de S äd ebau ö de ung ü eine gesundhei s ö de nde S ad en wicklung 4 Blick in die kommunale P axis 5 Fazi und Emp ehlungen Li e a u Ku z assung Gesundhei s ö de nde S ad en wicklung is zu g oßen Teilen eine eiwillige Au gabe de Kommunen. Die Spiel äume ü solche Au gaben sind in den S äd en und Gemein- den ge ing. G oße Bedeu ung komm deshalb Fö de p og ammen und hie insbeson- de e de S äd ebau ö de ung zu. Sie bie e mi ih en e schiedenen Teilp og ammen (u.  a. Soziale S ad , S ad umbau) iel äl ige Po enziale zu Finanzie ung on Maßnah- men gesundhei s ö de nde S ad en wicklung. P og ammübe g ei end bes ehen Po- enziale o allem in den Be eichen Klimaschu z und Klimaanpassung, Bewegungs- und Mobili ä s ö de ung im S ad qua ie , Scha ung on G ün- und F ei äumen und Un- e s ü zung pa izipa i e P ozesse. Je Teilp og amm gib es da übe hinaus spezi i- sche Po enziale. Um die Po enziale de S äd ebau ö de ung ü eine gesundhei s ö - de nde S äd ebaupoli ik nachhal ig nu zen zu können, beda es eine aus eichenden und daue ha en inanziellen Auss a ung de S äd ebau ö de p og amme und genü- gend inanzielle Spiel äume de Kommunen, um den e o de lichen Eigenan eil ü die Fö de ung au zub ingen. Da de Einsa z on S äd ebau ö de mi eln au in es i e Maßnahmen besch änk is , sind zudem zu Finanzie ung sozial-in eg a i e Maßnah- men en wede e gänzende Pa ne p og amme ode abe die Wei e en wicklung de S äd ebau ö de ung – insbesonde e des P og amms Soziale S ad – zu einem in eg- ie en P og amm e o de lich, mi dem alle Maßnahmen ü eine gesundhei s ö - de nde S ad en wicklung aus einem Top inanzie we den können. Schlüsselwö e S äd ebau ö de ung – Soziale S ad – S ad umbau – S ad - und O s eilzen en – S äd e und Gemeinden – Finanzie ung – Fö de p og amm 216 08 _ PLANUNG FÜR GESUNDHEITSFÖRDERNDE STÄDTE U ban de elopmen unding – An ins umen o inancing heal h-p omo ing u ban de elopmen ? Abs ac Heal h-p omo ing u ban de elopmen is a la gely olun a y ask o any communal adminis a ion. Financial scope o such asks is limi ed in bo h ci ies and municipali- ies. Hence unding is o pi o al impo ance, in pa icula subsidised u ban de elop- men , which has a ious subp og ammes (Soziale S ad , S ad umbau) wi h mani old po en ial o inancing heal h-p omo ing measu es. Ac oss p og ammes, po en ial exis s especially in he ields o clima e p o ec ion and adjus men o clima e change, p omo ion o physical ac i i y and mobili y in ci y qua e s, c ea ion o g een and open spaces, and p omo ion o pa icipa o y p ocesses. Depending on he indi idual subp og ammes he e may be u he po en ial. Sus ainable use o u ban de elop- men unding can ony be made wi h adequa e and long- e m inancial esou ces o co esponding p og ammes and su icien inancial leeway o communi ies o und he equi ed co-paymen s. Since u ban de elopmen subsidies a e con ined o in es - men , bo h social and in eg a i e measu es mus be implemen ed ei he h ough complemen a y pa ne p og ammes o by ans o ming subsidised u ban de elop- men p ojec s in o in eg a ed p og ammes comp ising all measu es ela ed o heal h- p omo ing u ban de elopmen and inanced om one single und. Keywo ds U ban de elopmen unding – Soziale S ad (Social Ci y) – S ad umbau (U ban Rede- elopmen ) – u ban and dis ic cen es – municipali ies– inancing – unding p o- g ammes 1 Einlei ung Als gene elle Rahmenbedingung gesundhei s ö de nde S ad en wicklung is zu be- ücksich igen, dass iele kommunale Haushal e s uk u ell un e inanzie sind und die Haushal e un e zum Teil seh s engen Au lagen de Kommunalau sich ge üh we den müssen. Die Spiel äume ü eiwillige, d.  h. gese zlich nich e p lich ende Ausgaben, als die sich die Ausgaben ü gesundhei s ö de nde S ad en wicklung g öß- en eils da s ellen, sind in diesen Gemeinden seh ge ing. G oße Bedeu ung komm deshalb Fö de p og ammen des Bundes, de Lände und de Eu opäischen Union zu. Fö de p og amme sollen An eize ü ein den Zielen des Fö de gebe s en sp echendes Handeln ande e Ak eu e geben. Sie können ü jedes in de Zus ändigkei des Fö de gebe s liegende Handlungs eld eingese z we den und dabei die un e schiedlichs en Ziele e olgen. Dies gil auch ü die S äd ebau ö de- ung des Bundes und de Lände , die de Finanzie ung on besonde en s äd ebauli- chen Au gaben dien . Die S äd ebau ö de ung blick mi le weile au eine 45-jäh ige Geschich e zu ück und ha sei ih e Ein üh ung im Jah 1971 eine g oße Bedeu ung ü die S ad en wicklung und die Lebensbedingungen in unse en S äd en. Die S äd ebau ö de ung e s eh sich als ein le nendes P og amm. Wich ige Impulse ü die Wei e en wicklung de 217STÄDTEBAUFÖRDERUNG S äd ebau ö de ung gingen un e ande em on de En al ung des Denkmalschu z- und S ad e hal ungsgedankens Mi e de 1970e Jah e, dem Mode nisie ungs- und Ins andse zungss au in den neuen Lände n nach de Wiede e einigung, de zuneh- menden En s ehung benach eilig e S ad qua ie e ab den 1990e Jah en und de Leipzig-Cha a zu nachhal igen eu opäischen S ad im Jah 2007 aus (BMVBS 2011: 7 .). Nach §  164 Baugese zbuch (BauGB) e olg die S äd ebau ö de ung heu e olgende Ziele: > S ä kung on Innens äd en und O szen en in ih e s äd ebaulichen Funk ion, > He s ellung nachhal ige s äd ebauliche S uk u en in on e heblichen Funk i- ons e lus en be o enen Gebie en; Kennzeichen ü solche Funk ions e lus e is insbesonde e ein daue ha es Übe angebo an baulichen Anlagen (z.  B. Woh- nungslee s and, inne s äd ische B ach lächen), > s äd ebauliche Maßnahmen zu Behebung soziale Misss ände. Zu Umse zung diese Fö de ziele haben Bund und Lände e schiedene Teilp og am- me de S äd ebau ö de ung au geleg – Soziale S ad , S ad umbau Os und Wes , S äd ebauliche Denkmalschu z, Ak i e S ad - und O s eilzen en, Kleine e S äd e und Gemeinden –, die eils auch gebündel eingese z we den können. Vo diesem Hin e g und s ell sich die F age, ob und inwiewei die Mi el de S äd e- bau ö de ung auch ü Maßnahmen zu Ve besse ung de gesundhei s ele an en Le- bensbedingungen in den S äd en nu zba gemach we den können. Um diese F age zu bean wo en, we den im Bei ag zunächs die G undlagen und Rahmenbedingungen de S äd ebau ö de ung da ges ell und da au au bauend die Po enziale de S äd e- bau ö de ung mi Blick au die Finanzie ung gesundhei s ö de nde S ad en wicklung au gezeig . P axisbeispiele aus den S äd en Duisbu g und München illus ie en diese Po enziale, zeigen abe auch P obleme und G enzen de S äd ebau ö de ung in de kommunalen P axis au . Abschließend we den die wesen lichen E gebnisse zusam- menge ass und Emp ehlungen gegeben, wie die Po enziale de S äd ebau ö de ung ü die En wicklung gesundhei s ö de nde S äd e op imie und besse e schlossen we den können. De Bei ag ich e sich sowohl an die in e s e Linie ü die Umse - zung de S äd ebau ö de ungsp og amme zus ändige Zun de S ad planung als auch an Ak eu e des Gesundhei sbe eiches, die S ad en wicklung ak i und gesund- hei s ö de lich mi ges al en wollen. 218 08 _ PLANUNG FÜR GESUNDHEITSFÖRDERNDE STÄDTE 2 G undlagen und Rahmenbedingungen de S äd ebau ö de ung G undlage de S äd ebau ö de ung is eine jäh lich neu au geleg e Ve wal ungs e - einba ung zwischen Bund und Lände n (§  164b Abs. 1 Sa z 2 BauGB).1 In de Ve wal- ungs e einba ung we den die Fö de quo en, de Schlüssel zu Ve eilung au die ein- zelnen Lände sowie die ö de ähigen Maßnahmen es geleg . De Bund be eilig sich an de Finanzie ung de Maßnahmen g undsä zlich mi 33 1/3 .  H. de ö de ähigen Kos en bei in de Regel gleich hohem Fö de an eil de Lände . Die es lichen Kos en agen die Kommunen als Eigenan eil. Im Jah 2015 s anden insgesam 650 Millionen Eu o Bundesmi el (2014: 650 Millio- nen Eu o, 2013: 455 Millionen Eu o) ü die e schiedenen Teilp og amme de S äd e- bau ö de ung zu Ve ügung (Ve wal ungs e einba ung S äd ebau ö de ung 2015: A . 1 Abs. 2): > „Soziale S ad “ zu S abilisie ung und Au we ung on benach eilig en Qua ie en (150 Millionen Eu o), > „S ad umbau“ ü die Anpassung an den demog a ischen und s uk u ellen Wan- del in Os (105 Millionen Eu o) und Wes (105 Millionen Eu o), > „S äd ebauliche Denkmalschu z“ ü den E hal his o ische S ad ke ne und S ad qua ie e in Os (70 Millionen Eu o) und Wes (40 Millionen Eu o), > „Ak i e S ad - und O s eilzen en“ ü die Innenen wicklung (110 Millionen Eu o), > „Kleine e S äd e und Gemeinden“ zu Siche ung de Daseins o so ge in ländlichen ode dünn besiedel en Räumen (70 Millionen Eu o). Die Umse zung de Fö de ung – einschließlich de Auswahl de zu ö de nden s äd e- baulichen Maßnahmen – e olg du ch die Lände (d.  h. du ch die zus ändigen Landes- minis e ien bzw. Regie ungsp äsidien) und zwa au Basis jeweils landesspezi ische Fö de ich linien. Bei den Lände n können S äd e und Gemeinden auch den An ag au Fö de ung s ellen. Die Bean agung bezieh sich imme au ein jeweils au Basis um assende Vo un e suchungen genau beg enz es Fö de gebie . Kommunen legen so Gebie e es , die lang is ig und o angig en wickel we den sollen. In de du ch die Gebie sabg enzung de inie en s äd ebaulichen Gesam maßnahme s eh jedes Einzelp ojek im Bezug zu den En wicklungszielen ü das gesam e Fö de gebie (BMUB 2015: 26). Fö de o ausse zung is bei allen P og ammen de S äd ebau ö de ung ein un e Be- eiligung de Bü ge innen und Bü ge e s ell es in eg ie es s äd ebauliches En wick- lungskonzep . Bezugs aum des Konzep s und seine Ziele und Maßnahmen is das on de Kommune jeweils äumlich abgeg enz e Fö de gebie (BMUB: 27 .). So e n die- ses En wicklungskonzep gesam s äd ische Belange nich beinhal e , is es in ein gege- 1 Dem o liegenden Bei ag liegen die Inhal e de Ve wal ungs e einba ung aus dem Jah 2015 zug unde (Ve wal ungs e einba ung S äd ebau ö de ung 2015). 219STÄDTEBAUFÖRDERUNG benen alls be ei s o handenes gesam s äd isches Konzep einzube en bzw. da on abzulei en (Gegens omp inzip). Die Ak uali ä des En wicklungskonzep s is siche - zus ellen (Ve wal ungs e einba ung S äd ebau ö de ung 2015); die Konzep e sind dahe egelmäßig o zusch eiben. Die S äd ebau ö de ung un e lieg A ikel 104b G undgese z, wonach „de Bund den Lände n Finanzhil en ü besonde s bedeu same In es i ionen“ au Landes- und Ge- meindeebene gewäh en kann. Bei de S äd ebau ö de ung und ih en Teilp og ammen handel es sich dahe um In es i ionsp og amme. Die Mi el können g undsä zlich nu ü In es i ionen im baulichen bzw. s äd ebaulichen Be eich sowie ü in es i ions o - be ei ende und -beglei ende Maßnahmen (u.  a. Maßnahmen zu Be eiligung, Ö en - lichkei sa bei ) eingese z we den. Wei e heiß es in A ikel 104b G undgese z un e ande em: „Die Mi el sind be is e zu gewäh en und hinsich lich ih e Ve wendung in egelmäßigen Zei abs änden zu übe p ü en. Die Finanzhil en sind im Zei ablau mi allenden Jah esbe ägen zu ge- s al en“. Fö de gebie e können dahe die Fö de ung aus Bundes- und Landesmi eln nu ü einen beg enz en Zei aum e hal en; zudem sind die Mi el deg essi angeleg . 3 Po enziale de S äd ebau ö de ung ü eine gesundhei s ö de nde S ad en wicklung P og ammübe g ei ende Po enziale In de P äambel zu Ve wal ungs e einba ung S äd ebau ö de ung 2015 haben Bund und Lände unabhängig on den einzelnen Teilp og ammen übe g ei ende Ziele de S äd ebau ö de ung e einba . Mi Blick au eine gesundhei s ö de nde S ad en - wicklung sind insbesonde e die un e Punk III de P äambel o mulie en Ziele on Bedeu ung: „Bund und Lände s immen übe ein, dass die S äd ebau ö de ung einen wesen lichen Bei ag zu Umse zung de Leipzig Cha a und de Ziele de Na ionalen S ad en wick- lungspoli ik leis e . Die S ad qua ie e sollen un e Be ücksich igung des Klimaschu - zes und de Klimaände ung an die Bedü nisse de Bü ge innen und Bü ge angepass we den, insbesonde e de Familien bzw. de Haushal e mi Kinde n und de äl e en Menschen. Das um ass auch die Auss a ung mi Gemeinbeda sein ich ungen, Spiel- plä zen und Spo s ä en im Rahmen de in eg ie en S ad en wicklung. Bund und Lände un e s eichen dabei die Bedeu ung on G ün- und F ei äumen in den S äd en und Gemeinden ü den Umwel -, Klima- und Ressou censchu z, die bio- logische Viel al , die Gesundhei und den sozialen Zusammenhal in S ad qua ie en. Sie bek ä igen das Ziel de ene ge ischen E neue ung in den Qua ie en sowie die besonde en Möglichkei en de S äd ebau ö de ung, ö en liche Räume und Gebäude sowie das Wohnum eld ba ie e ei bzw. ba ie ea m zu ges al en und dami die S äd- e und Gemeinden ü alle Be ölke ungsg uppen lebenswe und nu zba zu e hal en“ (Ve wal ungs e einba ung S äd ebau ö de ung 2015: P äambel, III). 220 08 _ PLANUNG FÜR GESUNDHEITSFÖRDERNDE STÄDTE Bund und Lände ücken dami wesen liche Be eiche gesundhei s ö de nde S ad - en wicklung in den Mi elpunk de S äd ebau ö de ung: > Klimaschu z und Klimaanpassung, insbesonde e mi Blick au ulne able Be ölke- ungsg uppen wie Kinde und al e Menschen (in Bezug au Klimawandel olgen sie- he Bei ag on Rüdige ), > Bewegungs- und Mobili ä s ö de ung im S ad qua ie (E ich ung on Spielplä - zen und Spo s ä en, ba ie e eie/ba ie ea me Ges al ung), > die Scha ung on G ün- und F ei äumen mi Fokussie ung au de en posi i en Ein luss au die menschliche Gesundhei . Die Umse zung on G ün- und F ei äumen sowie Maßnahmen de Ba ie ea mu bzw. - eihei wu den zudem mi de Fö de ung 2015 in allen Teilp og ammen de S äd e- bau ö de ung explizi als Fö de a bes and benann . Bund und Lände eagie en da- mi au zwei auch ü eine gesundhei s ö de nde S ad en wicklung ele an e ak uelle He aus o de ungen de S äd ebaupoli ik: die Ve besse ung de s äd ischen Lebens- quali ä und die Bewäl igung de Folgen des demog a ischen Wandels (BMUB 2015: 4). Ein besonde es Augenme k leg die S äd ebau ö de ung zudem au die Be eiligung und Mi wi kung de Bü ge innen und Bü ge . Maßnahmen, die diesem Ziel dienen, sind eben alls in allen Teilp og ammen ö de ähig. Zudem kann die Kommune zu s ä ke en Be eiligung und Mi wi kung on Be o enen einen Ve ügungs onds ein- ich en, übe dessen Mi el e wendung ein lokales G emium en scheide . Mi de Un- e s ü zung pa izipa i e P ozesse bie e die S äd ebau ö de ung die Chance, einen ü gesundhei s ö de nde S ad en wicklung als zen al angesehenen E olgs ak o zu s ä ken (zu Pa izipa ion siehe Bei ag on Köckle /Quilling in diesem Band). P og ammspezi ische Po enziale Jedes Teilp og amm de S äd ebau ö de ung e olg neben den gene ellen Zielse - zungen de S äd ebau ö de ung spezi ische Zielse zungen, aus denen sich – abgese- hen om P og amm „S äd ebauliche Denkmalschu z“ – wei e e spezi ische Po enzia- le de S äd ebau ö de ung ü die gesundhei s ö de nde S ad en wicklung e geben. P og amm Soziale S ad Das P og amm Soziale S ad wi d ü In es i ionen in s äd ebauliche Maßnahmen zu S abilisie ung und Au we ung on S ad - und O s eilen mi besonde em En wick- lungsbeda eingese z , die au g und de Zusammense zung und wi scha lichen Si- ua ion de da in lebenden und a bei enden Menschen e heblich benach eilig sind ( gl. §  171e BauGB). Anknüp ungspunk des P og amms sind dami soziale K i e ien wie ein übe du chschni lich hohe An eil on Langzei a bei slosen, SBG-II-Emp än- ge innen und -Emp änge n ode Kinde a mu im Fö de gebie . Ein besonde e En - wicklungsbeda , de Vo ausse zung de Gebie s es legung is , lieg insbesonde e o , wenn es sich um benach eilig e inne s äd ische ode innens ad nah gelegene Gebie e ode e dich e e Wohn- und Mischgebie e handel , in denen es eine au einande ab- ges imm en Bündelung on in es i en und sons igen Maßnahmen beda ( gl. §  171e 221STÄDTEBAUFÖRDERUNG Abs. 2 BauGB). Sei dem S a des P og amms Soziale S ad im Jah 1999 sind bis Ende 2015 insgesam 716 Fö de gebie e in 419 S äd en und Gemeinden in das P og amm au genommen wo den (G a 2015: 7). Maßnahmen des P og amms Soziale S ad e olgen einen in eg a i en Ansa z und nehmen komplexe, mi einande zusammenhängende P oblemlagen in den Blick. Ne- ben s äd ebaulichen, nachba scha lichen und Imagep oblemen, De izi en im Be eich in as uk u elle Auss a ung und lokale Ökonomie gehö en hie zu auch Umwel p o- bleme sowie gesundhei liche Beein äch igungen im Kon ex sozioökonomische P o- blemlagen. Mi dem P og amm Soziale S ad soll ein Bei ag zu E höhung de Wohn- quali ä und Nu zungs iel al , zu Ve besse ung de Gene a ionenge ech igkei de Qua ie e und zu In eg a ion alle Be ölke ungsg uppen geleis e we den (Ve wal- ungs e einba ung S äd ebau ö de ung 2015: A . 4 Abs. 1). Die Fö de mi el können u.  a. insbesonde e eingese z we den zu > Ve besse ung de Wohn e häl nisse, des Wohnum eldes und des ö en lichen Raumes, um das Gebie s äd ebaulich au zuwe en, die Wohn- und Lebensquali ä ü die Bewohne innen und Bewohne zu s eige n, die Bildungschancen und die Wi scha sk a im Qua ie zu e besse n und die Siche hei und Umwel eund- lichkei zu e höhen, > Ve besse ung kinde -, amilien- und al enge ech e sowie wei e e soziale In a- s uk u en, um die Nu zungs iel al im S ad eil zu e höhen und den Zusammen- hal zu s ä ken, > Ve besse ung de In eg a ion benach eilig e Be ölke ungsg uppen und on Men- schen mi Mig a ionshin e g und, > Umse zung on G ün- und F ei äumen sowie on Maßnahmen de Ba ie e eihei beziehungsweise - eduzie ung, > Be eiligung und Mi wi kung de Bü ge innen und Bü ge sowie zu Mobilisie ung eh enam lichen Engagemen s (VV-S äd ebau ö de ung 2015: A . 4 Abs. 5). Dami kann das P og amm – auch wenn das Thema Gesundhei im Fö de ka alog nich explizi benann wi d – au iel äl ige Weise zu Ve besse ung de gesundhei s ele an- en Lebens- und Umwel bedingungen bei agen, und zwa in solchen Qua ie en, de- en Be ölke ung meh hei lich du ch soziale Benach eiligung und dami du ch eine besonde s hohe Vulne abili ä (ARL 2014: 7) gekennzeichne is . Zudem spielen Ak i- ie ung, Be eiligung und indi iduelle Be ähigung – und dami „ein wesen liche Fak o , um die Vulne abili ä de Menschen (…) zu eduzie en“ (Bunge 2012: 183) – im Kon- ex de Sozialen S ad eine zen ale Rolle (zum Aspek de Vulne abili ä siehe Bei ag on Bol e in diesem Band). Ak i ie ung und Be eiligung in de Sozialen S ad sollen dazu bei agen, die Gebie sbewohne scha in wei s ä ke em Maße in En scheidungs- und Umse zungsp ozesse o O einzubeziehen, als dies bei ö mlichen Be eiligungs- e ah en nach Baugese zbuch de Fall wa bzw. is . Sie sollen (wiede ) in die Lage e se z we den, sich s ä ke ü ih e Nachba scha zu engagie en und sich an En - wicklungs- bzw. Ve ände ungsp ozessen o O zu be eiligen. 228 08 _ PLANUNG FÜR GESUNDHEITSFÖRDERNDE STÄDTE des Gesundhei sam es an de Planung ha bislang die pe sonellen Ressou cen dieses Am es übe o de . T o zdem is eine möglichs enge Beglei ung du ch das Gesund- hei sam bei de Planung in eg ie e Handlungskonzep e – z.  B. beim no d hein-wes - älischen P ojek au u „S a ke Qua ie e – S a ke Menschen“ – ü die Ve besse ung de ö en lichen Gesundhei sinn oll und zwingend e o de lich. Das in eg ie e Hand- lungskonzep wi d in diesem Rahmen um s äd ebauliche Maßnahmen aus dem Eu o- päischen S uk u onds (EFRE) und um a bei sma k bezogene Maßnahmen insbe- sonde e mi dem Ziel de A mu sbekämp ung und P ä en ion e gänz . P oblema isch is o dem Hin e g und eine Scha ung gesundhei s ö de liche Le- bens e häl nisse die no wendige Anpassung de in eg ie en Handlungskonzep e an die iel achen Vo gaben de P ojek ö de e . Eine deu lich besse e inanzielle Auss a - ung de Kommune wü de de En wicklung eine bü ge nähe en Ges al ung zukün i- ge in eg ie e Handlungskonzep e dienen, da diese dann s ä ke on den Bü ge in- nen und Bü ge n des S ad eils und wenige on den Vo gaben de P ojek ö de e ges eue wü den. E gänz we den müssen die Maßnahmen de S äd ebau ö de ung ge ade auch in S ad eilen wie Ma xloh zudem du ch eine noch wei e gehende Fö de ung sozial-in e- g a i e Maßnahmen, wie de Ein ich ung on Be a ungs-und Fö de angebo en sowie auch medizinische Behandlungsmöglichkei en. Um aus gesundhei liche Sich gleiche Lebens e häl nisse zu scha en, müss e beispielweise nich nu die Ein ich ung on Ambulanzen ode P axen, sonde n auch de en pe sonelle Auss a ung in diesen Qua - ie en ge ö de we den. Die lau enden S äd ebau ö de p og amme, die o allem die Ve besse ung de In as uk u inanzie en, g ei en in diesen S ad eilen zu ku z und lassen die Kommunen mi unlösba en gesundhei lichen und sozialen P oblemen zu- ück. Analog den Ko-P og ammen des Bundes zu Sozialen S ad , wie BIWAQ und JUSTIQ, und dem A mu sbekämp ungsp og amm EHAP könn e de Be eich „Gesundhei “ du ch ein spezielles Ko-P og amm des Bundes au gewe e we den. Eine wei aus g öße e Hil e ü Kommunen mi mul iplen P oblemlagen wä e alle dings ein in eg- ie e , au den Sozial aum bezogene Fö de op zu Lösung de ö lichen P obleme – ans elle on sek o alen Einzelp og ammen, die ge ade auch die pe sonell s a k be- g enz en No haushal skommunen wie Duisbu g o e hebliche bü ok a ische He aus o de ungen s ellen. München: Gesundhei in de Sozialen S ad Die Landeshaup s ad München be eilig sich sei 1999 am S äd ebau ö de p o- g amm Soziale S ad und o ganisie die Umse zung in ausgewähl en Qua ie en. Die S a egie zu En wicklung und Fö de ung de Gebie e is e anke in de PERSPEK- TIVE MÜNCHEN – Lei linien und Lei p ojek e (Landeshaup s ad München, Re e a ü S ad planung und Bauo dnung 2017). Zu Umse zung de Ziele und Maßnahmen wu de sowohl inne halb de Ve wal ung als auch in den P og ammgebie en o O olgende O ganisa ionss uk u au gebau : > Die P ojek s eue ung wi d on de e e a sübe g ei enden Lenkungsg uppe mi einem s ändigen Teilnehme k eis (Sozial e e a , Re e a ü A bei und Wi - 229STÄDTEBAUFÖRDERUNG scha , Re e a ü Gesundhei und Umwel , Kul u e e a , Re e a ü Bildung und Spo , Bau e e a und Re e a ü S ad planung und Bauo dnung) übe nommen. > In den Qua ie en so gen Koo dinie ungsg uppen un e Be eiligung de Bezi ks- ausschüsse, de Ne zwe ke de Ak eu e, de Bewohne innen und Bewohne und de Ve wal ung in egelmäßigen T e en ü die ö liche Umse zung des P o- g amms. Bei de Umse zung des P og amms Soziale S ad konn e in München au E ah ungen mi de S ad sanie ung in Qua ie en au gebau we den, die be ei s on eine in ensi- en esso übe g ei enden Zusammena bei zwischen Planungs e e a und Sozial e- e a gep äg wa . Dies gil auch ü den Be eich de Gesundhei . Konzep e und Maß- nahmen, Gesundhei o O in den S ad eilen zu ö de n, gib es in München be ei s sei den 1990e Jah en (u.  a. Ka hausen-Bee mann/Son heim 2006). Mi dem S äd e- bau ö de p og amm Soziale S ad und dem da in en hal enen Au ag eine engen Zusammena bei zwischen Ve wal ung, T äge n de sozialen und gesundhei s ö de - lichen Ein ich ungen sowie Bü ge innen und Bü ge innen ha die Münchne Gesund- hei s ö de ung in S ad eilen mi besonde em En wicklungsbeda jedoch neue wich- ige Impulse e hal en. Daneben lie e e die 2009 du ch den S ad a ü die Landeshaup s ad München e - abschiede e Lei linie Gesundhei (Landeshaup s ad München, Re e a ü Gesund- hei und Umwel 2010) den konzep ionellen Rahmen ü eine in eg ie e Gesam s a- egie, die Gesundhei als Que schni sau gabe alle Ve wal ungs- und Poli ikbe eiche e s eh . Übe geo dne es Themen eld de Lei linie is die „Gesundhei liche Chancen- gleichhei “. Wei e e inhal liche Themen elde sind „P ä en ion und Gesundhei s ö - de ung“, „Gesundhei s ö de liche Umwel “ und „Gesundhei liche Ve so gung“. Alle diese Themen elde weisen enge inhal liche Bezüge zu Themen elde n und Zielg up- pen de Sozialen S ad au . Das Re e a ü Gesundhei und Umwel engagie sich ak i in den G emien de Sozi- alen S ad : als Mi glied in de e e a sübe g ei enden Lenkungsg uppe sowie in den Koo dinie ungsg uppen und egelmäßigen Jou s Fixes in den Qua ie en o O . Die- se egelmäßige Zusammena bei e möglich ein e ne z es und in eg ie es Handeln de e schiedenen Ak eu innen und Ak eu e. Du ch Fö de mi el aus dem P og amm Soziale S ad können so P ojek e zu Gesundhei s ö de ung e möglich we den, die sons nich ealisie ba wä en. Das P ojek „Gesundhei in den Qua ie en de Sozialen S ad “, in dem sich sowohl die konk e en Ak i i ä en o O als auch das in eg ie e Handeln wiede inden, konn e als Lei p ojek in die Lei linie Gesundhei in eg ie we den (Landeshaup s ad Mün- chen, Re e a ü Gesundhei und Umwel 2010: 38). Es ha zum Ziel, e gänzend zu den s äd ebaulichen Maßnahmen das Thema Gesundhei als Que schni sau gabe zu e - anke n und konk e e P ojek e zu Gesundhei s ö de ung o O umzuse zen. Das Lei p ojek bilde das konzep ionelle Dach ü alle Maßnahmen, die in den P og amm- gebie en de Sozialen S ad im Be eich Gesundhei du chge üh we den. Das Thema Gesundhei soll so zu einem Bes and eil des in eg ie en und esso übe g ei enden Handlungsansa zes im S äd ebau ö de p og amm we den, mi dem Ziel, gesundhei - 230 08 _ PLANUNG FÜR GESUNDHEITSFÖRDERNDE STÄDTE liche Chancengleichhei ü die Bewohne innen und Bewohne zu scha en und die Schwe punk e de Lei linie in die P axis umzuse zen. De Pa izipa ion de Bü ge in- nen und Bü ge sowie de Ve ne zung und Koope a ion alle Ak eu e o O komm dabei eine besonde e Bedeu ung zu. Beispiele ü konk e e P ojek e in Qua ie en de Sozialen S ad sind: >Gesunde E näh ung im Qua ie : Das Thema E näh ung, insbesonde e an Schu- len, bie e Ansa zpunk e ü eine Gesundhei s ö de ung, die übe die Familien- s uk u en einen b ei en Pe sonenk eis e eichen kann und du ch e mi el es Wissen wei übe die P ojek zei hinaus wi k . Konk e e Maßnahmen wa en bis- lang „Gesundes F ühs ück“ an Schulen, Kinde kochku se, Mi ags ische ü Be- wohne innen und Bewohne in Nachba scha s e s, Schulung on Eh enam li- chen, In o ma ions e ans al ungen sowie Fachgesp äche (Landeshaup s ad München, Re e a ü Gesundhei und Umwel 2012: 9). >Be a ung im Wohnbe eich: Mi de „Be a ung im Wohnbe eich“, die Themen wie Schimmelpilzbe all, Wohngi e, Folgen on Passi auchen und Ene giespa mög- lichkei en um ass e, wu de da au eagie , dass Bewohne innen und Bewohne in Sanie ungsgebie en übe du chschni lich hohen Belas ungen in ih em p i a en Wohnbe eich ausgese z sind. Dieses Teilp ojek konn e mi Mi eln des baye i- schen Modell o habens „Koope a ionen – Pilo p ojek e ü die S ad gesellscha “ im Rahmen de Sozialen S ad inanzie we den. De Schwe punk lag in de wohno nahen Au klä ung und Ve b ei ung on In o ma ionen. Da ü wu den o - handene In o ma ionsma e ialien gebündel und in ele an e Sp achen übe se z , Mul iplika o innen und Mul iplika o en in sozialen Ein ich ungen geschul und In- o ma ions e ans al ungen du chge üh (ebenda). Neben dem Lei p ojek „Gesundhei in Qua ie en de Sozialen S ad “ wi k das Re e- a ü Gesundhei und Umwel bei de Auswahl neue Gebie e de Sozialen S ad in de e e a sübe g ei enden Lenkungsg uppe mi . So sind gemäß de Lei linie Gesund- hei ü die Auswahl geeigne e Gebie e neben dem klein äumigen Sozialmoni o ing auch z.  B. die Lä mbelas ung, die Lu e schmu zung, die Ve so gung mi G ün lächen u.  a.  m. on Bedeu ung. Gelei e wi d diese Auswahl nich zule z du ch das Ziel eine e besse en Umwel ge ech igkei , ausgehend on de Ta sache, dass es eine hohe Ko ela ion zwischen soziale , gesundhei liche und umwel beding e Benach eiligung gib . Resümee Die In eg a ion des Themas Gesundhei in das P og amm Soziale S ad e möglich es – neben de Fö de ung kleine e Maßnahmen im Be eich Gesundhei – die Ve anke- ung des Themas als Que schni sau gabe de gesam en Ve wal ung zu s ä ken und um assende Ve häl nisp ä en ion im Wohnum eld de Bü ge innen und Bü ge mi de en ak i e Be eiligung o anzub ingen. Da un e äll auch das wich ige Ziel, Chan- cengleichhei in den Be eichen Gesundhei und Umwel (im Sinne on Umwel ge ech- igkei ) zu e höhen. 231STÄDTEBAUFÖRDERUNG Wünschenswe wä e jedoch eine e besse e inanzielle Auss a ung des P og amms explizi ü Maßnahmen in diesen Be eichen. Die bishe in München eingese z en Mi - el s ammen zum g oßen Teil aus Fö de mi eln des Re e a es ü Gesundhei und Umwel , so z.  B. ü den gemeinnü zigen Ve ein Münchne Ak ionswe ks a Gesundhei (MAGs) als mobile Gesundhei sbe a ung o O . Kleine e P ojek e we - den mi Mi eln des sog. Ve ügungs onds de Sozialen S ad (bis 2.600 €) ge ö de . Ein Teilp ojek konn e aus Mi eln des baye ischen Modell o habens „Koope a ionen – Pilo p ojek e ü die S ad gesellscha “ im Rahmen de Sozialen S ad inanzie we - den. 5 Fazi und Emp ehlungen Die S äd ebau ö de ung mi ih en e schiedenen Teilp og ammen bie e iel äl ige Po enziale zu Finanzie ung on Maßnahmen gesundhei s ö de nde S ad en wick- lung. P og ammübe g ei end sind Maßnahmen in den Be eichen Klimaschu z und Kli- maanpassung, Bewegungs- und Mobili ä s ö de ung im S ad qua ie , zu Scha ung on G ün- und F ei äumen sowie zu Un e s ü zung pa izipa i e P ozesse ö de ähig. Da übe hinaus weisen die Teilp og amme spezi ische Po enziale au : > Soziale S ad : Ve besse ung de gesundhei s ele an en Lebens- und Umwel be- dingungen in sozial benach eilig en und dami ulne ablen Qua ie en, > S ad umbau Os und Wes : gesundhei s ö de nde Au we ung on S ad umbau- qua ie en, > Ak i e S ad eil- und O s eilzen en: gesundhei s ö de nde Au we ung on Zen- en, > Kleine e S äd e und Gemeinden: S ä kung gesundhei s ö de nde Daseins o so - ge in sch ump enden ländlichen Regionen. Die Themen elde Gesundhei und Umwel sind jedoch bislang in de Ve wal ungs e - einba ung S äd ebau ö de ung explizi kaum ode ga nich e anke . Eine explizi e Benennung de Be eiche Gesundhei und Umwel in de Ve wal ungs e einba ung bei den Zielen und/ode bei den möglichen Fö de gegens änden des jeweiligen P og am- mes wü de deu lich machen, dass ausd ücklich auch baulich-in es i e Maßnahmen zu Ve besse ung de Gesundhei und de Umwel (u.  a. Ve keh sbe uhigung, Einsa z on Flüs e asphal , Scha ung neue Rad- und Fußwege zu Fö de ung de Nahmobili- ä und de Bewegung) ö de ähig sind. Dies könn e mögliche weise zu eine besse- en Nu zung de Po enziale de S äd ebau ö de ung ü die Ve besse ung de gesund- hei s ele an en Lebens- und Umwel bedingungen üh en. Die in 2016 neu e olg e Ve anke ung on Umwel ge ech igkei in den Fö de bes immungen de Ve wal ungs- e einba ung S äd ebau ö de ung zum P og amm Soziale S ad is ein Sch i in diese Rich ung. Zudem s ell de Einsa z de S äd ebau ö de mi el allein ü in es i e Maßnahmen eine Res ik ion mi Blick au gesundhei s ö de nde S ad en wicklung da . Fü sozial- 232 08 _ PLANUNG FÜR GESUNDHEITSFÖRDERNDE STÄDTE in eg a i e Maßnahmen zu gesundhei s ö de nden S ad en wicklung sind wei e e Fö de p og amme e o de lich. Insbesonde e mi Blick au das P og amm Soziale S ad e schein es nö ig, zu Finanzie ung sozial-in eg a i e Maßnahmen in g öße em Um ang als bishe komplemen ä e Bundes- und Landesp og amme auch ande e Res- so s – insbesonde e de Be eiche, Gesundhei , Umwel , Soziales, Jugend – au zule- gen ode abe die Soziale S ad zu einem in eg ie en P og amm wei e zuen wickeln, mi dem alle ü eine gesundhei s ö de nde S ad en wicklung e o de lichen Maßnah- men – egal ob baulich-in es i ode sozial-in eg a i – aus einem Top inanzie we - den können. Da übe hinaus sind sowohl au den Ebenen on Bund und Lände n als auch in ielen Kommunen das Gesundhei s- und das Umwel esso noch nich ode zu wenig in die Umse zung de S äd ebau ö de p og amme einbezogen. Fü eine S ä kung de Be ei- che Gesundhei und Umwel in de P og ammumse zung schein eine in ensi e e Zu- sammena bei de P og amm e an wo lichen mi dem Gesundhei s- und mi dem Umwel esso e o de lich. E olg e sp echend wä e hie z.  B. die Ein ich ung eine in e minis e iellen A bei sg uppe au Bundes- und au Lände ebene bzw. – wie un e ande en die E ah ungen aus de S ad München zeigen – eine äm e übe g ei enden A bei sg uppe au kommunale Ebene (ARL 2014: 9 .). Fü eine solche esso übe g ei ende Zusammena bei wä e es hil eich, wenn das Gesundhei s- und das Umwel esso sich s ä ke als bishe gebie sbezogen bzw. sozi- al äumlich au s ellen. Im Umwel schu z sind sozial äumliche Ansä ze nich ech lich e anke und auch in de P axis bislang nich zu inden. Im Gesundhei sbe eich wi d dagegen be ei s häu ig in den Lebenswel en de Zielg uppen (Kinde , äl e e Men- schen, Such k anke u.  a.) angese z . Diese we den als Se ings bezeichne und können beispielsweise die Schule, de Be ieb abe auch das Wohnum eld/de S ad eil sein. Das Se ing Wohnum eld/S ad eil s eh dem gebie sbezogenen/sozial äumlichen An- sa z de S äd ebau ö de ung am nächs en und be on die Rolle de Ve häl nisp ä en- ion, die Fak o en in de sozialen und gebau en Umwel als zen ale De e minan en on Gesundhei e s eh und dahe an diesen, und nich allein am Ve hal en on Ziel- g uppen, anse z (ARL 2014: 14). Auch wenn die Mi el ü die S äd ebau ö de ung sei dem Fö de jah 2014 deu lich on 455 Millionen Eu o im Jah 2013 au 650 Millionen Eu o jäh lich (S and 2015) au - ges ock wu den, lieg ein wesen liches De izi de S äd ebau ö de ung gene ell und mi Blick au eine gesundhei s ö de nde S ad en wicklung in de Beg enz hei de zu Ve ügung s ehenden Fö de mi el. Um den E olg eine nachhal igen und gesund- hei s ö de nden S äd ebaupoli ik siche zus ellen, beda es o allem eine aus ei- chenden und daue ha en inanziellen Auss a ung de S äd ebau ö de p og amme. Selbs eine e besse e inanzielle Auss a ung de Fö de p og amme komm jedoch nich unbeding bei allen S äd en an. Insbesonde e Kommunen un e Haushal ssiche- ung sind bei de Übe nahme des kommunalen Eigenan eils seh enge G enzen ge- se z . Die P og amme de S äd ebau ö de ung sch eiben zwa in den meis en Fällen keinen es en kommunalen Eigenan eil o , sonde n de inie en in de Regel Mindes an- eile. Zudem kann das Land im Wege de Einzel allen scheidung bei Kommunen in Haushal sno lage zulassen, dass Mi el, die on D i en au geb ach we den, als kom- 233STÄDTEBAUFÖRDERUNG munale Eigenmi el gewe e we den. In de Regel müssen gleichwohl mindes ens zehn P ozen de ö de ähigen Kos en on de Kommune selbs au geb ach we den (BMVBS 2011). Fü Kommunen mi p ekä e Haushal ssi ua ion könn e die An ech- nung on Pe sonal- ode Sachleis ungen ein Weg sein, die Leis ungs ähigkei diese Kommunen zu be ücksich igen und auch ihnen die Teilnahme an den P og ammen de S äd ebau ö de ung zu e möglichen. Ein wei e es P oblem bes eh – ge ade auch ü Kommunen un e Haushal siche ung – da in, dass häu ig wede de Planungs- noch de Gesundhei s- und Umwel be eich übe eine aus eichende pe sonelle Auss a ung e ügen, um die e heblichen An o - de ungen bei de E s ellung on P ojek - und Fö de an ägen aus eichend zu bea bei- en. Eine Ve ein achung de An ags ellungs e ah en wä e dahe wünschenswe . Unabhängig on den da ges ell en Res ik ionen soll en sowohl S ad plane innen und S ad plane als auch Ak eu e des Gesundhei s-, abe auch des Umwel be eichs die Po enziale de S äd ebau ö de ung zu Finanzie ung gesundhei s ö de nde Maßnah- men zukün ig s ä ke in den Blick nehmen und sie explizi ü eine gesundhei s ö - de nde S äd ebaupoli ik nu zba machen. Dies wi d besonde s dann gelingen, wenn die kommunalen Ve wal ungsbe eiche Planung, Gesundhei und Umwel gemeinsam und in eg ie ü eine gesundhei s ö de nde S ad en wicklung handeln. Au o en Ch is a Böhme (*1960), Landscha splane in; sei 1991 Wissenscha liche Mi a bei e- in und P ojek lei e in im Deu schen Ins i u ü U banis ik, Be eich S ad en wicklung, Rech und Soziales. A bei sschwe punk e: In eg ie e und gesundhei s ö de nde S ad ( eil)en wicklung, Umwel ge ech igkei , F ei aumplanung. Mi glied de A bei s- g uppe Gesundhei s ö de nde S ad - und Gemeindeen wicklung (AGGSE), des be a- enden AK des Koope a ions e bundes Gesundhei liche Chancengleichhei und des AK „Planung ü gesundhei s ö de nde S ad egionen“ de ARL. Gab iele Spies (*1954), Diplompsychologin; sei 1996 bei de Landeshaup s ad Mün- chen, Lei e in des Sachgebie s „Gesundhei s- und Umwel be ich e s a ung, Nachhal- ige En wicklung“ im Re e a ü Gesundhei und Umwel . A bei sschwe punk e: In e- g ie e Gesundhei s- und Umwel be ich e s a ung, Umwel ge ech igkei , gesundhei s ö de liche Umwel . Ak i e Mi a bei bei de E s ellung de Lei linie Ge- sundhei und de Übe a bei ung/Wei e en wicklung de PERSPEKTIVE München. Mi - glied des AK „Planung ü gesundhei s ö de nde S ad egionen“ de ARL. D . med. Die e Webe (*1955), In e nis und Facha z ü Lungen- und B onchialheil- kunde; sei 2014 Lei e des Gesundhei sam es de S ad Duisbu g; zu o sei 1988 beim Gesundhei sam de S ad Mülheim an de Ruh ä ig, zunächs als Lei e de Ab eilung Umwel medizin und In ek ionsschu z und ab 2003 als s ell e e ende Am slei e . Mi glied des AK „Planung ü gesundhei s ö de nde S ad egionen“ de ARL. 234 08 _ PLANUNG FÜR GESUNDHEITSFÖRDERNDE STÄDTE Li e a u ARL – Akademie ü Raumo dnung und Landesplanung (H sg.) (2014): Umwel - und Gesundhei sas- pek e im P og amm Soziale S ad : Ein Plädoye ü eine s ä ke e In eg a ion. Hanno e . = Posi ionspa- pie aus de ARL 97. h p://shop.a l-ne .de/media/di ec /pd /pospape _97.pd (29.12.2015). BMUB – Bundesminis e ium ü Umwel , Na u schu z, Bau und Reak o siche hei (H sg.) 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