Städtebauförderung: Ein Instrument zur Finanzierung gesundheitsfördernder Stadtentwicklung?
Abstract
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Full text
Böhme, Ch is a; Spies, Gab iele; Webe , Die e
Book Pa
S äd ebau ö de ung: Ein Ins umen zu Finanzie ung
gesundhei s ö de nde S ad en wicklung?
P o ided in Coope a ion wi h:
ARL – Akademie ü Raumen wicklung in de Leibniz-Gemeinscha
Sugges ed Ci a ion: Böhme, Ch is a; Spies, Gab iele; Webe , Die e (2018) : S äd ebau ö de ung:
Ein Ins umen zu Finanzie ung gesundhei s ö de nde S ad en wicklung?, In: Baumga , Sabine
Köckle , Heike Ri zinge , Anne Rüdige , And ea (Ed.): Planung ü gesundhei s ö de nde S äd e,
ISBN 978-3-88838-085-3, Ve lag de ARL - Akademie ü Raum o schung und Landesplanung,
Hanno e , pp. 215-234,
h ps://nbn- esol ing.de/u n:nbn:de:0156-0853160
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Böhme,Ch is a;Spies,Gab iele;Webe ,Die e
S äd ebau ö de ung:EinIns umen zu Finanzie ung
gesundhei s ö de nde S ad en wicklung?
URN:u n:nbn:de:0156‐0853160
CC‐Lizenz:BY‐ND3.0Deu schland
S.215bis234
Aus:
Baumga ,Sabine;Köckle ,Heike;Ri zinge ,Anne;Rüdige ,And ea(H sg.):
Planung ü gesundhei s ö de ndeS äd e
Hanno e 2018
Fo schungsbe ich ede ARL08
215STÄDTEBAUFÖRDERUNG
Ch is a Böhme, Gab iele Spies, Die e Webe
STÄDTEBAUFÖRDERUNG: EIN INSTRUMENT ZUR
FINANZIERUNG GESUNDHEITSFÖRDERNDER
STADTENTWICKLUNG?
Gliede ung
1 Einlei ung
2 G undlagen und Rahmenbedingungen de S äd ebau ö de ung
3 Po enziale de S äd ebau ö de ung ü eine gesundhei s ö de nde
S ad en wicklung
4 Blick in die kommunale P axis
5 Fazi und Emp ehlungen
Li e a u
Ku z assung
Gesundhei s ö de nde S ad en wicklung is zu g oßen Teilen eine eiwillige Au gabe
de Kommunen. Die Spiel äume ü solche Au gaben sind in den S äd en und Gemein-
den ge ing. G oße Bedeu ung komm deshalb Fö de p og ammen und hie insbeson-
de e de S äd ebau ö de ung zu. Sie bie e mi ih en e schiedenen Teilp og ammen
(u.
a. Soziale S ad , S ad umbau) iel äl ige Po enziale zu Finanzie ung on Maßnah-
men gesundhei s ö de nde S ad en wicklung. P og ammübe g ei end bes ehen Po-
enziale o allem in den Be eichen Klimaschu z und Klimaanpassung, Bewegungs- und
Mobili ä s ö de ung im S ad qua ie , Scha ung on G ün- und F ei äumen und Un-
e s ü zung pa izipa i e P ozesse. Je Teilp og amm gib es da übe hinaus spezi i-
sche Po enziale. Um die Po enziale de S äd ebau ö de ung ü eine gesundhei s ö -
de nde S äd ebaupoli ik nachhal ig nu zen zu können, beda es eine aus eichenden
und daue ha en inanziellen Auss a ung de S äd ebau ö de p og amme und genü-
gend inanzielle Spiel äume de Kommunen, um den e o de lichen Eigenan eil ü
die Fö de ung au zub ingen. Da de Einsa z on S äd ebau ö de mi eln au in es i e
Maßnahmen besch änk is , sind zudem zu Finanzie ung sozial-in eg a i e Maßnah-
men en wede e gänzende Pa ne p og amme ode abe die Wei e en wicklung de
S äd ebau ö de ung – insbesonde e des P og amms Soziale S ad – zu einem in eg-
ie en P og amm e o de lich, mi dem alle Maßnahmen ü eine gesundhei s ö -
de nde S ad en wicklung aus einem Top inanzie we den können.
Schlüsselwö e
S äd ebau ö de ung – Soziale S ad – S ad umbau – S ad - und O s eilzen en –
S äd e und Gemeinden – Finanzie ung – Fö de p og amm
216 08 _ PLANUNG FÜR GESUNDHEITSFÖRDERNDE STÄDTE
U ban de elopmen unding – An ins umen o inancing heal h-p omo ing
u ban de elopmen ?
Abs ac
Heal h-p omo ing u ban de elopmen is a la gely olun a y ask o any communal
adminis a ion. Financial scope o such asks is limi ed in bo h ci ies and municipali-
ies. Hence unding is o pi o al impo ance, in pa icula subsidised u ban de elop-
men , which has a ious subp og ammes (Soziale S ad , S ad umbau) wi h mani old
po en ial o inancing heal h-p omo ing measu es. Ac oss p og ammes, po en ial
exis s especially in he ields o clima e p o ec ion and adjus men o clima e change,
p omo ion o physical ac i i y and mobili y in ci y qua e s, c ea ion o g een and
open spaces, and p omo ion o pa icipa o y p ocesses. Depending on he indi idual
subp og ammes he e may be u he po en ial. Sus ainable use o u ban de elop-
men unding can ony be made wi h adequa e and long- e m inancial esou ces o
co esponding p og ammes and su icien inancial leeway o communi ies o und
he equi ed co-paymen s. Since u ban de elopmen subsidies a e con ined o in es -
men , bo h social and in eg a i e measu es mus be implemen ed ei he h ough
complemen a y pa ne p og ammes o by ans o ming subsidised u ban de elop-
men p ojec s in o in eg a ed p og ammes comp ising all measu es ela ed o heal h-
p omo ing u ban de elopmen and inanced om one single und.
Keywo ds
U ban de elopmen unding – Soziale S ad (Social Ci y) – S ad umbau (U ban Rede-
elopmen ) – u ban and dis ic cen es – municipali ies– inancing – unding p o-
g ammes
1 Einlei ung
Als gene elle Rahmenbedingung gesundhei s ö de nde S ad en wicklung is zu be-
ücksich igen, dass iele kommunale Haushal e s uk u ell un e inanzie sind und
die Haushal e un e zum Teil seh s engen Au lagen de Kommunalau sich ge üh
we den müssen. Die Spiel äume ü eiwillige, d.
h. gese zlich nich e p lich ende
Ausgaben, als die sich die Ausgaben ü gesundhei s ö de nde S ad en wicklung g öß-
en eils da s ellen, sind in diesen Gemeinden seh ge ing.
G oße Bedeu ung komm deshalb Fö de p og ammen des Bundes, de Lände und
de Eu opäischen Union zu. Fö de p og amme sollen An eize ü ein den Zielen des
Fö de gebe s en sp echendes Handeln ande e Ak eu e geben. Sie können ü jedes
in de Zus ändigkei des Fö de gebe s liegende Handlungs eld eingese z we den und
dabei die un e schiedlichs en Ziele e olgen. Dies gil auch ü die S äd ebau ö de-
ung des Bundes und de Lände , die de Finanzie ung on besonde en s äd ebauli-
chen Au gaben dien .
Die S äd ebau ö de ung blick mi le weile au eine 45-jäh ige Geschich e zu ück und
ha sei ih e Ein üh ung im Jah 1971 eine g oße Bedeu ung ü die S ad en wicklung
und die Lebensbedingungen in unse en S äd en. Die S äd ebau ö de ung e s eh
sich als ein le nendes P og amm. Wich ige Impulse ü die Wei e en wicklung de
217STÄDTEBAUFÖRDERUNG
S äd ebau ö de ung gingen un e ande em on de En al ung des Denkmalschu z-
und S ad e hal ungsgedankens Mi e de 1970e Jah e, dem Mode nisie ungs- und
Ins andse zungss au in den neuen Lände n nach de Wiede e einigung, de zuneh-
menden En s ehung benach eilig e S ad qua ie e ab den 1990e Jah en und de
Leipzig-Cha a zu nachhal igen eu opäischen S ad im Jah 2007 aus (BMVBS 2011:
7 .).
Nach §
164 Baugese zbuch (BauGB) e olg die S äd ebau ö de ung heu e olgende
Ziele:
> S ä kung on Innens äd en und O szen en in ih e s äd ebaulichen Funk ion,
> He s ellung nachhal ige s äd ebauliche S uk u en in on e heblichen Funk i-
ons e lus en be o enen Gebie en; Kennzeichen ü solche Funk ions e lus e is
insbesonde e ein daue ha es Übe angebo an baulichen Anlagen (z.
B. Woh-
nungslee s and, inne s äd ische B ach lächen),
> s äd ebauliche Maßnahmen zu Behebung soziale Misss ände.
Zu Umse zung diese Fö de ziele haben Bund und Lände e schiedene Teilp og am-
me de S äd ebau ö de ung au geleg – Soziale S ad , S ad umbau Os und Wes ,
S äd ebauliche Denkmalschu z, Ak i e S ad - und O s eilzen en, Kleine e S äd e
und Gemeinden –, die eils auch gebündel eingese z we den können.
Vo diesem Hin e g und s ell sich die F age, ob und inwiewei die Mi el de S äd e-
bau ö de ung auch ü Maßnahmen zu Ve besse ung de gesundhei s ele an en Le-
bensbedingungen in den S äd en nu zba gemach we den können. Um diese F age zu
bean wo en, we den im Bei ag zunächs die G undlagen und Rahmenbedingungen
de S äd ebau ö de ung da ges ell und da au au bauend die Po enziale de S äd e-
bau ö de ung mi Blick au die Finanzie ung gesundhei s ö de nde S ad en wicklung
au gezeig . P axisbeispiele aus den S äd en Duisbu g und München illus ie en diese
Po enziale, zeigen abe auch P obleme und G enzen de S äd ebau ö de ung in de
kommunalen P axis au . Abschließend we den die wesen lichen E gebnisse zusam-
menge ass und Emp ehlungen gegeben, wie die Po enziale de S äd ebau ö de ung
ü die En wicklung gesundhei s ö de nde S äd e op imie und besse e schlossen
we den können. De Bei ag ich e sich sowohl an die in e s e Linie ü die Umse -
zung de S äd ebau ö de ungsp og amme zus ändige Zun de S ad planung als
auch an Ak eu e des Gesundhei sbe eiches, die S ad en wicklung ak i und gesund-
hei s ö de lich mi ges al en wollen.
218 08 _ PLANUNG FÜR GESUNDHEITSFÖRDERNDE STÄDTE
2 G undlagen und Rahmenbedingungen de S äd ebau ö de ung
G undlage de S äd ebau ö de ung is eine jäh lich neu au geleg e Ve wal ungs e -
einba ung zwischen Bund und Lände n (§
164b Abs. 1 Sa z 2 BauGB).1 In de Ve wal-
ungs e einba ung we den die Fö de quo en, de Schlüssel zu Ve eilung au die ein-
zelnen Lände sowie die ö de ähigen Maßnahmen es geleg . De Bund be eilig sich
an de Finanzie ung de Maßnahmen g undsä zlich mi 33 1/3 .
H. de ö de ähigen
Kos en bei in de Regel gleich hohem Fö de an eil de Lände . Die es lichen Kos en
agen die Kommunen als Eigenan eil.
Im Jah 2015 s anden insgesam 650 Millionen Eu o Bundesmi el (2014: 650 Millio-
nen Eu o, 2013: 455 Millionen Eu o) ü die e schiedenen Teilp og amme de S äd e-
bau ö de ung zu Ve ügung (Ve wal ungs e einba ung S äd ebau ö de ung 2015:
A . 1 Abs. 2):
> „Soziale S ad “ zu S abilisie ung und Au we ung on benach eilig en Qua ie en
(150 Millionen Eu o),
> „S ad umbau“ ü die Anpassung an den demog a ischen und s uk u ellen Wan-
del in Os (105 Millionen Eu o) und Wes (105 Millionen Eu o),
> „S äd ebauliche Denkmalschu z“ ü den E hal his o ische S ad ke ne und
S ad qua ie e in Os (70 Millionen Eu o) und Wes (40 Millionen Eu o),
> „Ak i e S ad - und O s eilzen en“ ü die Innenen wicklung (110 Millionen Eu o),
> „Kleine e S äd e und Gemeinden“ zu Siche ung de Daseins o so ge in ländlichen
ode dünn besiedel en Räumen (70 Millionen Eu o).
Die Umse zung de Fö de ung – einschließlich de Auswahl de zu ö de nden s äd e-
baulichen Maßnahmen – e olg du ch die Lände (d.
h. du ch die zus ändigen Landes-
minis e ien bzw. Regie ungsp äsidien) und zwa au Basis jeweils landesspezi ische
Fö de ich linien. Bei den Lände n können S äd e und Gemeinden auch den An ag
au Fö de ung s ellen. Die Bean agung bezieh sich imme au ein jeweils au Basis
um assende Vo un e suchungen genau beg enz es Fö de gebie . Kommunen legen
so Gebie e es , die lang is ig und o angig en wickel we den sollen. In de du ch
die Gebie sabg enzung de inie en s äd ebaulichen Gesam maßnahme s eh jedes
Einzelp ojek im Bezug zu den En wicklungszielen ü das gesam e Fö de gebie
(BMUB 2015: 26).
Fö de o ausse zung is bei allen P og ammen de S äd ebau ö de ung ein un e Be-
eiligung de Bü ge innen und Bü ge e s ell es in eg ie es s äd ebauliches En wick-
lungskonzep . Bezugs aum des Konzep s und seine Ziele und Maßnahmen is das on
de Kommune jeweils äumlich abgeg enz e Fö de gebie (BMUB: 27 .). So e n die-
ses En wicklungskonzep gesam s äd ische Belange nich beinhal e , is es in ein gege-
1 Dem o liegenden Bei ag liegen die Inhal e de Ve wal ungs e einba ung aus dem Jah 2015
zug unde (Ve wal ungs e einba ung S äd ebau ö de ung 2015).
219STÄDTEBAUFÖRDERUNG
benen alls be ei s o handenes gesam s äd isches Konzep einzube en bzw. da on
abzulei en (Gegens omp inzip). Die Ak uali ä des En wicklungskonzep s is siche -
zus ellen (Ve wal ungs e einba ung S äd ebau ö de ung 2015); die Konzep e sind
dahe egelmäßig o zusch eiben.
Die S äd ebau ö de ung un e lieg A ikel 104b G undgese z, wonach „de Bund den
Lände n Finanzhil en ü besonde s bedeu same In es i ionen“ au Landes- und Ge-
meindeebene gewäh en kann. Bei de S äd ebau ö de ung und ih en Teilp og ammen
handel es sich dahe um In es i ionsp og amme. Die Mi el können g undsä zlich nu
ü In es i ionen im baulichen bzw. s äd ebaulichen Be eich sowie ü in es i ions o -
be ei ende und -beglei ende Maßnahmen (u.
a. Maßnahmen zu Be eiligung, Ö en -
lichkei sa bei ) eingese z we den.
Wei e heiß es in A ikel 104b G undgese z un e ande em: „Die Mi el sind be is e
zu gewäh en und hinsich lich ih e Ve wendung in egelmäßigen Zei abs änden zu
übe p ü en. Die Finanzhil en sind im Zei ablau mi allenden Jah esbe ägen zu ge-
s al en“. Fö de gebie e können dahe die Fö de ung aus Bundes- und Landesmi eln
nu ü einen beg enz en Zei aum e hal en; zudem sind die Mi el deg essi angeleg .
3 Po enziale de S äd ebau ö de ung ü eine gesundhei s ö de nde
S ad en wicklung
P og ammübe g ei ende Po enziale
In de P äambel zu Ve wal ungs e einba ung S äd ebau ö de ung 2015 haben Bund
und Lände unabhängig on den einzelnen Teilp og ammen übe g ei ende Ziele de
S äd ebau ö de ung e einba . Mi Blick au eine gesundhei s ö de nde S ad en -
wicklung sind insbesonde e die un e Punk III de P äambel o mulie en Ziele on
Bedeu ung:
„Bund und Lände s immen übe ein, dass die S äd ebau ö de ung einen wesen lichen
Bei ag zu Umse zung de Leipzig Cha a und de Ziele de Na ionalen S ad en wick-
lungspoli ik leis e . Die S ad qua ie e sollen un e Be ücksich igung des Klimaschu -
zes und de Klimaände ung an die Bedü nisse de Bü ge innen und Bü ge angepass
we den, insbesonde e de Familien bzw. de Haushal e mi Kinde n und de äl e en
Menschen. Das um ass auch die Auss a ung mi Gemeinbeda sein ich ungen, Spiel-
plä zen und Spo s ä en im Rahmen de in eg ie en S ad en wicklung.
Bund und Lände un e s eichen dabei die Bedeu ung on G ün- und F ei äumen in
den S äd en und Gemeinden ü den Umwel -, Klima- und Ressou censchu z, die bio-
logische Viel al , die Gesundhei und den sozialen Zusammenhal in S ad qua ie en.
Sie bek ä igen das Ziel de ene ge ischen E neue ung in den Qua ie en sowie die
besonde en Möglichkei en de S äd ebau ö de ung, ö en liche Räume und Gebäude
sowie das Wohnum eld ba ie e ei bzw. ba ie ea m zu ges al en und dami die S äd-
e und Gemeinden ü alle Be ölke ungsg uppen lebenswe und nu zba zu e hal en“
(Ve wal ungs e einba ung S äd ebau ö de ung 2015: P äambel, III).
220 08 _ PLANUNG FÜR GESUNDHEITSFÖRDERNDE STÄDTE
Bund und Lände ücken dami wesen liche Be eiche gesundhei s ö de nde S ad -
en wicklung in den Mi elpunk de S äd ebau ö de ung:
> Klimaschu z und Klimaanpassung, insbesonde e mi Blick au ulne able Be ölke-
ungsg uppen wie Kinde und al e Menschen (in Bezug au Klimawandel olgen sie-
he Bei ag on Rüdige ),
> Bewegungs- und Mobili ä s ö de ung im S ad qua ie (E ich ung on Spielplä -
zen und Spo s ä en, ba ie e eie/ba ie ea me Ges al ung),
> die Scha ung on G ün- und F ei äumen mi Fokussie ung au de en posi i en
Ein luss au die menschliche Gesundhei .
Die Umse zung on G ün- und F ei äumen sowie Maßnahmen de Ba ie ea mu bzw.
- eihei wu den zudem mi de Fö de ung 2015 in allen Teilp og ammen de S äd e-
bau ö de ung explizi als Fö de a bes and benann . Bund und Lände eagie en da-
mi au zwei auch ü eine gesundhei s ö de nde S ad en wicklung ele an e ak uelle
He aus o de ungen de S äd ebaupoli ik: die Ve besse ung de s äd ischen Lebens-
quali ä und die Bewäl igung de Folgen des demog a ischen Wandels (BMUB 2015:
4).
Ein besonde es Augenme k leg die S äd ebau ö de ung zudem au die Be eiligung
und Mi wi kung de Bü ge innen und Bü ge . Maßnahmen, die diesem Ziel dienen,
sind eben alls in allen Teilp og ammen ö de ähig. Zudem kann die Kommune zu
s ä ke en Be eiligung und Mi wi kung on Be o enen einen Ve ügungs onds ein-
ich en, übe dessen Mi el e wendung ein lokales G emium en scheide . Mi de Un-
e s ü zung pa izipa i e P ozesse bie e die S äd ebau ö de ung die Chance, einen
ü gesundhei s ö de nde S ad en wicklung als zen al angesehenen E olgs ak o zu
s ä ken (zu Pa izipa ion siehe Bei ag on Köckle /Quilling in diesem Band).
P og ammspezi ische Po enziale
Jedes Teilp og amm de S äd ebau ö de ung e olg neben den gene ellen Zielse -
zungen de S äd ebau ö de ung spezi ische Zielse zungen, aus denen sich – abgese-
hen om P og amm „S äd ebauliche Denkmalschu z“ – wei e e spezi ische Po enzia-
le de S äd ebau ö de ung ü die gesundhei s ö de nde S ad en wicklung e geben.
P og amm Soziale S ad
Das P og amm Soziale S ad wi d ü In es i ionen in s äd ebauliche Maßnahmen zu
S abilisie ung und Au we ung on S ad - und O s eilen mi besonde em En wick-
lungsbeda eingese z , die au g und de Zusammense zung und wi scha lichen Si-
ua ion de da in lebenden und a bei enden Menschen e heblich benach eilig sind
( gl. §
171e BauGB). Anknüp ungspunk des P og amms sind dami soziale K i e ien
wie ein übe du chschni lich hohe An eil on Langzei a bei slosen, SBG-II-Emp än-
ge innen und -Emp änge n ode Kinde a mu im Fö de gebie . Ein besonde e En -
wicklungsbeda , de Vo ausse zung de Gebie s es legung is , lieg insbesonde e o ,
wenn es sich um benach eilig e inne s äd ische ode innens ad nah gelegene Gebie e
ode e dich e e Wohn- und Mischgebie e handel , in denen es eine au einande ab-
ges imm en Bündelung on in es i en und sons igen Maßnahmen beda ( gl. §
171e
221STÄDTEBAUFÖRDERUNG
Abs. 2 BauGB). Sei dem S a des P og amms Soziale S ad im Jah 1999 sind bis Ende
2015 insgesam 716 Fö de gebie e in 419 S äd en und Gemeinden in das P og amm
au genommen wo den (G a 2015: 7).
Maßnahmen des P og amms Soziale S ad e olgen einen in eg a i en Ansa z und
nehmen komplexe, mi einande zusammenhängende P oblemlagen in den Blick. Ne-
ben s äd ebaulichen, nachba scha lichen und Imagep oblemen, De izi en im Be eich
in as uk u elle Auss a ung und lokale Ökonomie gehö en hie zu auch Umwel p o-
bleme sowie gesundhei liche Beein äch igungen im Kon ex sozioökonomische P o-
blemlagen. Mi dem P og amm Soziale S ad soll ein Bei ag zu E höhung de Wohn-
quali ä und Nu zungs iel al , zu Ve besse ung de Gene a ionenge ech igkei de
Qua ie e und zu In eg a ion alle Be ölke ungsg uppen geleis e we den (Ve wal-
ungs e einba ung S äd ebau ö de ung 2015: A . 4 Abs. 1). Die Fö de mi el können
u.
a. insbesonde e eingese z we den zu
> Ve besse ung de Wohn e häl nisse, des Wohnum eldes und des ö en lichen
Raumes, um das Gebie s äd ebaulich au zuwe en, die Wohn- und Lebensquali ä
ü die Bewohne innen und Bewohne zu s eige n, die Bildungschancen und die
Wi scha sk a im Qua ie zu e besse n und die Siche hei und Umwel eund-
lichkei zu e höhen,
> Ve besse ung kinde -, amilien- und al enge ech e sowie wei e e soziale In a-
s uk u en, um die Nu zungs iel al im S ad eil zu e höhen und den Zusammen-
hal zu s ä ken,
> Ve besse ung de In eg a ion benach eilig e Be ölke ungsg uppen und on Men-
schen mi Mig a ionshin e g und,
> Umse zung on G ün- und F ei äumen sowie on Maßnahmen de Ba ie e eihei
beziehungsweise - eduzie ung,
> Be eiligung und Mi wi kung de Bü ge innen und Bü ge sowie zu Mobilisie ung
eh enam lichen Engagemen s (VV-S äd ebau ö de ung 2015: A . 4 Abs. 5).
Dami kann das P og amm – auch wenn das Thema Gesundhei im Fö de ka alog nich
explizi benann wi d – au iel äl ige Weise zu Ve besse ung de gesundhei s ele an-
en Lebens- und Umwel bedingungen bei agen, und zwa in solchen Qua ie en, de-
en Be ölke ung meh hei lich du ch soziale Benach eiligung und dami du ch eine
besonde s hohe Vulne abili ä (ARL 2014: 7) gekennzeichne is . Zudem spielen Ak i-
ie ung, Be eiligung und indi iduelle Be ähigung – und dami „ein wesen liche Fak o ,
um die Vulne abili ä de Menschen (…) zu eduzie en“ (Bunge 2012: 183) – im Kon-
ex de Sozialen S ad eine zen ale Rolle (zum Aspek de Vulne abili ä siehe Bei ag
on Bol e in diesem Band). Ak i ie ung und Be eiligung in de Sozialen S ad sollen
dazu bei agen, die Gebie sbewohne scha in wei s ä ke em Maße in En scheidungs-
und Umse zungsp ozesse o O einzubeziehen, als dies bei ö mlichen Be eiligungs-
e ah en nach Baugese zbuch de Fall wa bzw. is . Sie sollen (wiede ) in die Lage
e se z we den, sich s ä ke ü ih e Nachba scha zu engagie en und sich an En -
wicklungs- bzw. Ve ände ungsp ozessen o O zu be eiligen.
228 08 _ PLANUNG FÜR GESUNDHEITSFÖRDERNDE STÄDTE
des Gesundhei sam es an de Planung ha bislang die pe sonellen Ressou cen dieses
Am es übe o de . T o zdem is eine möglichs enge Beglei ung du ch das Gesund-
hei sam bei de Planung in eg ie e Handlungskonzep e – z.
B. beim no d hein-wes -
älischen P ojek au u „S a ke Qua ie e – S a ke Menschen“ – ü die Ve besse ung
de ö en lichen Gesundhei sinn oll und zwingend e o de lich. Das in eg ie e Hand-
lungskonzep wi d in diesem Rahmen um s äd ebauliche Maßnahmen aus dem Eu o-
päischen S uk u onds (EFRE) und um a bei sma k bezogene Maßnahmen insbe-
sonde e mi dem Ziel de A mu sbekämp ung und P ä en ion e gänz .
P oblema isch is o dem Hin e g und eine Scha ung gesundhei s ö de liche Le-
bens e häl nisse die no wendige Anpassung de in eg ie en Handlungskonzep e an
die iel achen Vo gaben de P ojek ö de e . Eine deu lich besse e inanzielle Auss a -
ung de Kommune wü de de En wicklung eine bü ge nähe en Ges al ung zukün i-
ge in eg ie e Handlungskonzep e dienen, da diese dann s ä ke on den Bü ge in-
nen und Bü ge n des S ad eils und wenige on den Vo gaben de P ojek ö de e
ges eue wü den.
E gänz we den müssen die Maßnahmen de S äd ebau ö de ung ge ade auch in
S ad eilen wie Ma xloh zudem du ch eine noch wei e gehende Fö de ung sozial-in e-
g a i e Maßnahmen, wie de Ein ich ung on Be a ungs-und Fö de angebo en sowie
auch medizinische Behandlungsmöglichkei en. Um aus gesundhei liche Sich gleiche
Lebens e häl nisse zu scha en, müss e beispielweise nich nu die Ein ich ung on
Ambulanzen ode P axen, sonde n auch de en pe sonelle Auss a ung in diesen Qua -
ie en ge ö de we den. Die lau enden S äd ebau ö de p og amme, die o allem die
Ve besse ung de In as uk u inanzie en, g ei en in diesen S ad eilen zu ku z und
lassen die Kommunen mi unlösba en gesundhei lichen und sozialen P oblemen zu-
ück.
Analog den Ko-P og ammen des Bundes zu Sozialen S ad , wie BIWAQ und JUSTIQ,
und dem A mu sbekämp ungsp og amm EHAP könn e de Be eich „Gesundhei “
du ch ein spezielles Ko-P og amm des Bundes au gewe e we den. Eine wei aus
g öße e Hil e ü Kommunen mi mul iplen P oblemlagen wä e alle dings ein in eg-
ie e , au den Sozial aum bezogene Fö de op zu Lösung de ö lichen P obleme
– ans elle on sek o alen Einzelp og ammen, die ge ade auch die pe sonell s a k be-
g enz en No haushal skommunen wie Duisbu g o e hebliche bü ok a ische
He aus o de ungen s ellen.
München: Gesundhei in de Sozialen S ad
Die Landeshaup s ad München be eilig sich sei 1999 am S äd ebau ö de p o-
g amm Soziale S ad und o ganisie die Umse zung in ausgewähl en Qua ie en. Die
S a egie zu En wicklung und Fö de ung de Gebie e is e anke in de PERSPEK-
TIVE MÜNCHEN – Lei linien und Lei p ojek e (Landeshaup s ad München, Re e a
ü S ad planung und Bauo dnung 2017). Zu Umse zung de Ziele und Maßnahmen
wu de sowohl inne halb de Ve wal ung als auch in den P og ammgebie en o O
olgende O ganisa ionss uk u au gebau :
> Die P ojek s eue ung wi d on de e e a sübe g ei enden Lenkungsg uppe mi
einem s ändigen Teilnehme k eis (Sozial e e a , Re e a ü A bei und Wi -
229STÄDTEBAUFÖRDERUNG
scha , Re e a ü Gesundhei und Umwel , Kul u e e a , Re e a ü Bildung und
Spo , Bau e e a und Re e a ü S ad planung und Bauo dnung) übe nommen.
> In den Qua ie en so gen Koo dinie ungsg uppen un e Be eiligung de Bezi ks-
ausschüsse, de Ne zwe ke de Ak eu e, de Bewohne innen und Bewohne und
de Ve wal ung in egelmäßigen T e en ü die ö liche Umse zung des P o-
g amms.
Bei de Umse zung des P og amms Soziale S ad konn e in München au E ah ungen
mi de S ad sanie ung in Qua ie en au gebau we den, die be ei s on eine in ensi-
en esso übe g ei enden Zusammena bei zwischen Planungs e e a und Sozial e-
e a gep äg wa . Dies gil auch ü den Be eich de Gesundhei . Konzep e und Maß-
nahmen, Gesundhei o O in den S ad eilen zu ö de n, gib es in München be ei s
sei den 1990e Jah en (u.
a. Ka hausen-Bee mann/Son heim 2006). Mi dem S äd e-
bau ö de p og amm Soziale S ad und dem da in en hal enen Au ag eine engen
Zusammena bei zwischen Ve wal ung, T äge n de sozialen und gesundhei s ö de -
lichen Ein ich ungen sowie Bü ge innen und Bü ge innen ha die Münchne Gesund-
hei s ö de ung in S ad eilen mi besonde em En wicklungsbeda jedoch neue wich-
ige Impulse e hal en.
Daneben lie e e die 2009 du ch den S ad a ü die Landeshaup s ad München e -
abschiede e Lei linie Gesundhei (Landeshaup s ad München, Re e a ü Gesund-
hei und Umwel 2010) den konzep ionellen Rahmen ü eine in eg ie e Gesam s a-
egie, die Gesundhei als Que schni sau gabe alle Ve wal ungs- und Poli ikbe eiche
e s eh . Übe geo dne es Themen eld de Lei linie is die „Gesundhei liche Chancen-
gleichhei “. Wei e e inhal liche Themen elde sind „P ä en ion und Gesundhei s ö -
de ung“, „Gesundhei s ö de liche Umwel “ und „Gesundhei liche Ve so gung“. Alle
diese Themen elde weisen enge inhal liche Bezüge zu Themen elde n und Zielg up-
pen de Sozialen S ad au .
Das Re e a ü Gesundhei und Umwel engagie sich ak i in den G emien de Sozi-
alen S ad : als Mi glied in de e e a sübe g ei enden Lenkungsg uppe sowie in den
Koo dinie ungsg uppen und egelmäßigen Jou s Fixes in den Qua ie en o O . Die-
se egelmäßige Zusammena bei e möglich ein e ne z es und in eg ie es Handeln
de e schiedenen Ak eu innen und Ak eu e. Du ch Fö de mi el aus dem P og amm
Soziale S ad können so P ojek e zu Gesundhei s ö de ung e möglich we den, die
sons nich ealisie ba wä en.
Das P ojek „Gesundhei in den Qua ie en de Sozialen S ad “, in dem sich sowohl die
konk e en Ak i i ä en o O als auch das in eg ie e Handeln wiede inden, konn e
als Lei p ojek in die Lei linie Gesundhei in eg ie we den (Landeshaup s ad Mün-
chen, Re e a ü Gesundhei und Umwel 2010: 38). Es ha zum Ziel, e gänzend zu den
s äd ebaulichen Maßnahmen das Thema Gesundhei als Que schni sau gabe zu e -
anke n und konk e e P ojek e zu Gesundhei s ö de ung o O umzuse zen. Das
Lei p ojek bilde das konzep ionelle Dach ü alle Maßnahmen, die in den P og amm-
gebie en de Sozialen S ad im Be eich Gesundhei du chge üh we den. Das Thema
Gesundhei soll so zu einem Bes and eil des in eg ie en und esso übe g ei enden
Handlungsansa zes im S äd ebau ö de p og amm we den, mi dem Ziel, gesundhei -
230 08 _ PLANUNG FÜR GESUNDHEITSFÖRDERNDE STÄDTE
liche Chancengleichhei ü die Bewohne innen und Bewohne zu scha en und die
Schwe punk e de Lei linie in die P axis umzuse zen. De Pa izipa ion de Bü ge in-
nen und Bü ge sowie de Ve ne zung und Koope a ion alle Ak eu e o O komm
dabei eine besonde e Bedeu ung zu.
Beispiele ü konk e e P ojek e in Qua ie en de Sozialen S ad sind:
>Gesunde E näh ung im Qua ie : Das Thema E näh ung, insbesonde e an Schu-
len, bie e Ansa zpunk e ü eine Gesundhei s ö de ung, die übe die Familien-
s uk u en einen b ei en Pe sonenk eis e eichen kann und du ch e mi el es
Wissen wei übe die P ojek zei hinaus wi k . Konk e e Maßnahmen wa en bis-
lang „Gesundes F ühs ück“ an Schulen, Kinde kochku se, Mi ags ische ü Be-
wohne innen und Bewohne in Nachba scha s e s, Schulung on Eh enam li-
chen, In o ma ions e ans al ungen sowie Fachgesp äche (Landeshaup s ad
München, Re e a ü Gesundhei und Umwel 2012: 9).
>Be a ung im Wohnbe eich: Mi de „Be a ung im Wohnbe eich“, die Themen wie
Schimmelpilzbe all, Wohngi e, Folgen on Passi auchen und Ene giespa mög-
lichkei en um ass e, wu de da au eagie , dass Bewohne innen und Bewohne in
Sanie ungsgebie en übe du chschni lich hohen Belas ungen in ih em p i a en
Wohnbe eich ausgese z sind. Dieses Teilp ojek konn e mi Mi eln des baye i-
schen Modell o habens „Koope a ionen – Pilo p ojek e ü die S ad gesellscha “
im Rahmen de Sozialen S ad inanzie we den. De Schwe punk lag in de
wohno nahen Au klä ung und Ve b ei ung on In o ma ionen. Da ü wu den o -
handene In o ma ionsma e ialien gebündel und in ele an e Sp achen übe se z ,
Mul iplika o innen und Mul iplika o en in sozialen Ein ich ungen geschul und In-
o ma ions e ans al ungen du chge üh (ebenda).
Neben dem Lei p ojek „Gesundhei in Qua ie en de Sozialen S ad “ wi k das Re e-
a ü Gesundhei und Umwel bei de Auswahl neue Gebie e de Sozialen S ad in
de e e a sübe g ei enden Lenkungsg uppe mi . So sind gemäß de Lei linie Gesund-
hei ü die Auswahl geeigne e Gebie e neben dem klein äumigen Sozialmoni o ing
auch z.
B. die Lä mbelas ung, die Lu e schmu zung, die Ve so gung mi G ün lächen
u.
a.
m. on Bedeu ung. Gelei e wi d diese Auswahl nich zule z du ch das Ziel eine
e besse en Umwel ge ech igkei , ausgehend on de Ta sache, dass es eine hohe
Ko ela ion zwischen soziale , gesundhei liche und umwel beding e Benach eiligung
gib .
Resümee
Die In eg a ion des Themas Gesundhei in das P og amm Soziale S ad e möglich es
– neben de Fö de ung kleine e Maßnahmen im Be eich Gesundhei – die Ve anke-
ung des Themas als Que schni sau gabe de gesam en Ve wal ung zu s ä ken und
um assende Ve häl nisp ä en ion im Wohnum eld de Bü ge innen und Bü ge mi
de en ak i e Be eiligung o anzub ingen. Da un e äll auch das wich ige Ziel, Chan-
cengleichhei in den Be eichen Gesundhei und Umwel (im Sinne on Umwel ge ech-
igkei ) zu e höhen.
231STÄDTEBAUFÖRDERUNG
Wünschenswe wä e jedoch eine e besse e inanzielle Auss a ung des P og amms
explizi ü Maßnahmen in diesen Be eichen. Die bishe in München eingese z en Mi -
el s ammen zum g oßen Teil aus Fö de mi eln des Re e a es ü Gesundhei und
Umwel , so z.
B. ü den gemeinnü zigen Ve ein Münchne Ak ionswe ks a
Gesundhei (MAGs) als mobile Gesundhei sbe a ung o O . Kleine e P ojek e we -
den mi Mi eln des sog. Ve ügungs onds de Sozialen S ad (bis 2.600 €) ge ö de .
Ein Teilp ojek konn e aus Mi eln des baye ischen Modell o habens „Koope a ionen
– Pilo p ojek e ü die S ad gesellscha “ im Rahmen de Sozialen S ad inanzie we -
den.
5 Fazi und Emp ehlungen
Die S äd ebau ö de ung mi ih en e schiedenen Teilp og ammen bie e iel äl ige
Po enziale zu Finanzie ung on Maßnahmen gesundhei s ö de nde S ad en wick-
lung. P og ammübe g ei end sind Maßnahmen in den Be eichen Klimaschu z und Kli-
maanpassung, Bewegungs- und Mobili ä s ö de ung im S ad qua ie , zu Scha ung
on G ün- und F ei äumen sowie zu Un e s ü zung pa izipa i e P ozesse ö de ähig.
Da übe hinaus weisen die Teilp og amme spezi ische Po enziale au :
> Soziale S ad : Ve besse ung de gesundhei s ele an en Lebens- und Umwel be-
dingungen in sozial benach eilig en und dami ulne ablen Qua ie en,
> S ad umbau Os und Wes : gesundhei s ö de nde Au we ung on S ad umbau-
qua ie en,
> Ak i e S ad eil- und O s eilzen en: gesundhei s ö de nde Au we ung on Zen-
en,
> Kleine e S äd e und Gemeinden: S ä kung gesundhei s ö de nde Daseins o so -
ge in sch ump enden ländlichen Regionen.
Die Themen elde Gesundhei und Umwel sind jedoch bislang in de Ve wal ungs e -
einba ung S äd ebau ö de ung explizi kaum ode ga nich e anke . Eine explizi e
Benennung de Be eiche Gesundhei und Umwel in de Ve wal ungs e einba ung bei
den Zielen und/ode bei den möglichen Fö de gegens änden des jeweiligen P og am-
mes wü de deu lich machen, dass ausd ücklich auch baulich-in es i e Maßnahmen
zu Ve besse ung de Gesundhei und de Umwel (u.
a. Ve keh sbe uhigung, Einsa z
on Flüs e asphal , Scha ung neue Rad- und Fußwege zu Fö de ung de Nahmobili-
ä und de Bewegung) ö de ähig sind. Dies könn e mögliche weise zu eine besse-
en Nu zung de Po enziale de S äd ebau ö de ung ü die Ve besse ung de gesund-
hei s ele an en Lebens- und Umwel bedingungen üh en. Die in 2016 neu e olg e
Ve anke ung on Umwel ge ech igkei in den Fö de bes immungen de Ve wal ungs-
e einba ung S äd ebau ö de ung zum P og amm Soziale S ad is ein Sch i in diese
Rich ung.
Zudem s ell de Einsa z de S äd ebau ö de mi el allein ü in es i e Maßnahmen
eine Res ik ion mi Blick au gesundhei s ö de nde S ad en wicklung da . Fü sozial-
232 08 _ PLANUNG FÜR GESUNDHEITSFÖRDERNDE STÄDTE
in eg a i e Maßnahmen zu gesundhei s ö de nden S ad en wicklung sind wei e e
Fö de p og amme e o de lich. Insbesonde e mi Blick au das P og amm Soziale
S ad e schein es nö ig, zu Finanzie ung sozial-in eg a i e Maßnahmen in g öße em
Um ang als bishe komplemen ä e Bundes- und Landesp og amme auch ande e Res-
so s – insbesonde e de Be eiche, Gesundhei , Umwel , Soziales, Jugend – au zule-
gen ode abe die Soziale S ad zu einem in eg ie en P og amm wei e zuen wickeln,
mi dem alle ü eine gesundhei s ö de nde S ad en wicklung e o de lichen Maßnah-
men – egal ob baulich-in es i ode sozial-in eg a i – aus einem Top inanzie we -
den können.
Da übe hinaus sind sowohl au den Ebenen on Bund und Lände n als auch in ielen
Kommunen das Gesundhei s- und das Umwel esso noch nich ode zu wenig in die
Umse zung de S äd ebau ö de p og amme einbezogen. Fü eine S ä kung de Be ei-
che Gesundhei und Umwel in de P og ammumse zung schein eine in ensi e e Zu-
sammena bei de P og amm e an wo lichen mi dem Gesundhei s- und mi dem
Umwel esso e o de lich. E olg e sp echend wä e hie z.
B. die Ein ich ung eine
in e minis e iellen A bei sg uppe au Bundes- und au Lände ebene bzw. – wie un e
ande en die E ah ungen aus de S ad München zeigen – eine äm e übe g ei enden
A bei sg uppe au kommunale Ebene (ARL 2014: 9 .).
Fü eine solche esso übe g ei ende Zusammena bei wä e es hil eich, wenn das
Gesundhei s- und das Umwel esso sich s ä ke als bishe gebie sbezogen bzw. sozi-
al äumlich au s ellen. Im Umwel schu z sind sozial äumliche Ansä ze nich ech lich
e anke und auch in de P axis bislang nich zu inden. Im Gesundhei sbe eich wi d
dagegen be ei s häu ig in den Lebenswel en de Zielg uppen (Kinde , äl e e Men-
schen, Such k anke u.
a.) angese z . Diese we den als Se ings bezeichne und können
beispielsweise die Schule, de Be ieb abe auch das Wohnum eld/de S ad eil sein.
Das Se ing Wohnum eld/S ad eil s eh dem gebie sbezogenen/sozial äumlichen An-
sa z de S äd ebau ö de ung am nächs en und be on die Rolle de Ve häl nisp ä en-
ion, die Fak o en in de sozialen und gebau en Umwel als zen ale De e minan en
on Gesundhei e s eh und dahe an diesen, und nich allein am Ve hal en on Ziel-
g uppen, anse z (ARL 2014: 14).
Auch wenn die Mi el ü die S äd ebau ö de ung sei dem Fö de jah 2014 deu lich
on 455 Millionen Eu o im Jah 2013 au 650 Millionen Eu o jäh lich (S and 2015) au -
ges ock wu den, lieg ein wesen liches De izi de S äd ebau ö de ung gene ell und
mi Blick au eine gesundhei s ö de nde S ad en wicklung in de Beg enz hei de zu
Ve ügung s ehenden Fö de mi el. Um den E olg eine nachhal igen und gesund-
hei s ö de nden S äd ebaupoli ik siche zus ellen, beda es o allem eine aus ei-
chenden und daue ha en inanziellen Auss a ung de S äd ebau ö de p og amme.
Selbs eine e besse e inanzielle Auss a ung de Fö de p og amme komm jedoch
nich unbeding bei allen S äd en an. Insbesonde e Kommunen un e Haushal ssiche-
ung sind bei de Übe nahme des kommunalen Eigenan eils seh enge G enzen ge-
se z . Die P og amme de S äd ebau ö de ung sch eiben zwa in den meis en Fällen
keinen es en kommunalen Eigenan eil o , sonde n de inie en in de Regel Mindes an-
eile. Zudem kann das Land im Wege de Einzel allen scheidung bei Kommunen in
Haushal sno lage zulassen, dass Mi el, die on D i en au geb ach we den, als kom-
233STÄDTEBAUFÖRDERUNG
munale Eigenmi el gewe e we den. In de Regel müssen gleichwohl mindes ens
zehn P ozen de ö de ähigen Kos en on de Kommune selbs au geb ach we den
(BMVBS 2011). Fü Kommunen mi p ekä e Haushal ssi ua ion könn e die An ech-
nung on Pe sonal- ode Sachleis ungen ein Weg sein, die Leis ungs ähigkei diese
Kommunen zu be ücksich igen und auch ihnen die Teilnahme an den P og ammen de
S äd ebau ö de ung zu e möglichen.
Ein wei e es P oblem bes eh – ge ade auch ü Kommunen un e Haushal siche ung
– da in, dass häu ig wede de Planungs- noch de Gesundhei s- und Umwel be eich
übe eine aus eichende pe sonelle Auss a ung e ügen, um die e heblichen An o -
de ungen bei de E s ellung on P ojek - und Fö de an ägen aus eichend zu bea bei-
en. Eine Ve ein achung de An ags ellungs e ah en wä e dahe wünschenswe .
Unabhängig on den da ges ell en Res ik ionen soll en sowohl S ad plane innen und
S ad plane als auch Ak eu e des Gesundhei s-, abe auch des Umwel be eichs die
Po enziale de S äd ebau ö de ung zu Finanzie ung gesundhei s ö de nde Maßnah-
men zukün ig s ä ke in den Blick nehmen und sie explizi ü eine gesundhei s ö -
de nde S äd ebaupoli ik nu zba machen. Dies wi d besonde s dann gelingen, wenn
die kommunalen Ve wal ungsbe eiche Planung, Gesundhei und Umwel gemeinsam
und in eg ie ü eine gesundhei s ö de nde S ad en wicklung handeln.
Au o en
Ch is a Böhme (*1960), Landscha splane in; sei 1991 Wissenscha liche Mi a bei e-
in und P ojek lei e in im Deu schen Ins i u ü U banis ik, Be eich S ad en wicklung,
Rech und Soziales. A bei sschwe punk e: In eg ie e und gesundhei s ö de nde
S ad ( eil)en wicklung, Umwel ge ech igkei , F ei aumplanung. Mi glied de A bei s-
g uppe Gesundhei s ö de nde S ad - und Gemeindeen wicklung (AGGSE), des be a-
enden AK des Koope a ions e bundes Gesundhei liche Chancengleichhei und des
AK „Planung ü gesundhei s ö de nde S ad egionen“ de ARL.
Gab iele Spies (*1954), Diplompsychologin; sei 1996 bei de Landeshaup s ad Mün-
chen, Lei e in des Sachgebie s „Gesundhei s- und Umwel be ich e s a ung, Nachhal-
ige En wicklung“ im Re e a ü Gesundhei und Umwel . A bei sschwe punk e: In e-
g ie e Gesundhei s- und Umwel be ich e s a ung, Umwel ge ech igkei ,
gesundhei s ö de liche Umwel . Ak i e Mi a bei bei de E s ellung de Lei linie Ge-
sundhei und de Übe a bei ung/Wei e en wicklung de PERSPEKTIVE München. Mi -
glied des AK „Planung ü gesundhei s ö de nde S ad egionen“ de ARL.
D . med. Die e Webe (*1955), In e nis und Facha z ü Lungen- und B onchialheil-
kunde; sei 2014 Lei e des Gesundhei sam es de S ad Duisbu g; zu o sei 1988
beim Gesundhei sam de S ad Mülheim an de Ruh ä ig, zunächs als Lei e de
Ab eilung Umwel medizin und In ek ionsschu z und ab 2003 als s ell e e ende
Am slei e . Mi glied des AK „Planung ü gesundhei s ö de nde S ad egionen“ de
ARL.
234 08 _ PLANUNG FÜR GESUNDHEITSFÖRDERNDE STÄDTE
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