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Relevanz und Bedeutung der Nachhaltigkeit – Green IT/IS als Nischenthema in KMU der DACH-Region

Alsdorf, Helge,Kosmol, Linda,Rivera Fernandez, Zaira

Abstract

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Full text

Alsdo , Helge; Kosmol, Linda; Ri e a Fe nandez, Zai a A icle — Published Ve sion Rele anz und Bedeu ung de Nachhal igkei – G een IT/IS als Nischen hema in KMU de DACH-Region HMD P axis de Wi scha sin o ma ik P o ided in Coope a ion wi h: Sp inge Na u e Sugges ed Ci a ion: Alsdo , Helge; Kosmol, Linda; Ri e a Fe nandez, Zai a (2022) : Rele anz und Bedeu ung de Nachhal igkei – G een IT/IS als Nischen hema in KMU de DACH-Region, HMD P axis de Wi scha sin o ma ik, ISSN 2198-2775, Sp inge Fachmedien Wiesbaden GmbH, Wiesbaden, Vol. 60, Iss. 1, pp. 162-172, h ps://doi.o g/10.1365/s40702-022-00863-y This Ve sion is a ailable a : h ps://hdl.handle.ne /10419/306315 S anda d-Nu zungsbedingungen: Die Dokumen e au EconS o dü en zu eigenen wissenscha lichen Zwecken und zum P i a geb auch gespeiche und kopie we den. Sie dü en die Dokumen e nich ü ö en liche ode komme zielle Zwecke e iel äl igen, ö en lich auss ellen, ö en lich zugänglich machen, e eiben ode ande wei ig nu zen. So e n die Ve asse die Dokumen e un e Open-Con en -Lizenzen (insbesonde e CC-Lizenzen) zu Ve ügung ges ell haben soll en, gel en abweichend on diesen Nu zungsbedingungen die in de do genann en Lizenz gewäh en Nu zungs ech e. Te ms o use: Documen s in EconS o may be sa ed and copied o you pe sonal and schola ly pu poses. You a e no o copy documen s o public o comme cial pu poses, o exhibi he documen s publicly, o make hem publicly a ailable on he in e ne , o o dis ibu e o o he wise use he documen s in public. I he documen s ha e been made a ailable unde an Open Con en Licence (especially C ea i e Commons Licences), you may exe cise u he usage igh s as speci ied in he indica ed licence. h ps://c ea i ecommons.o g/licenses/by/4.0/ SPEKTRUM h ps://doi.o g/10.1365/s40702-022-00863-y HMD (2023) 60:162–172 Rele anz und Bedeu ung de Nachhal igkei – G een IT/IS als Nischen hema in KMU de DACH-Region Helge Alsdo · Linda Kosmol · Zai a Ri e a Fe nandez Eingegangen: 19. Ok obe 2021 / Angenommen: 1. Mä z 2022 / Online publizie : 11. Ap il 2022 © De /die Au o (en) 2022 Zusammen assung Sei länge em sind G een IT/IS ein Diskussions hema und we - den ü Un e nehmen zu eine zunehmend wich igen Komponen e au dem Weg zu ökologische Nachhal igkei . Unkla is jedoch, wie e b ei e nachhal ige IT- und IS-Maßnahmen in de P axis sind, mi welchem Ziel sie eingese z we den und wie ih e Wi kung gemessen wi d. Um diese F agen zu ad essie en, haben wi eine Um- ages udie mi KMU in de deu schsp achigen DACH-Region du chge üh . Diese Bei ag gib einen Einblick in die An wo en on 1535 Un e nehmen und zeig , dass die Meh hei die ökologische Nachhal igkei zwa als ele an be ach e (70,8%), abe nu wenige (23,7%) Kennzahlen zu Un e suchung de Nachhal igkei ih es Un e nehmens einge üh haben. Ein noch ge inge e Teil ha G een IT- (11,2%) ode G een IS-P ak iken (9,4%) einge üh . Dies deu e au Fo schungsbeda zu e olg eichen Ein üh ung und Nu zung on G een IT/IS in Un e nehmen und ih em posi i en Bei ag ü das Un e nehmen und die Umwel hin. Schlüsselwö e G een IS · G een IT · KMU · Nachhal igkei · In e na ionale Um ages udie Helge Alsdo () Leh s uhl ü Wi scha sin o ma ik und S a egisches IT-Managemen (SITM), Uni e si ä Duisbu g-Essen, Essen, Deu schland E-Mail: helge.alsdo @uni-due.de Linda Kosmol Leh s uhl ü Wi scha sin o ma ik, insb. Sys emen wicklung, Technische Uni e si ä D esden, D esden, Deu schland E-Mail: linda.kosmol@ u-d esden.de Zai a Ri e a Fe nandez School o Business, Maynoo h Uni e si y, Maynoo h, I land E-Mail: zai a. i e a e [email protected] K Rele anz und Bedeu ung de Nachhal igkei – G een IT/IS als Nischen hema in KMU de ... 163 Rele ance and Signi icance o Sus ainabili y – G een IT/IS as a Niche TopicinSMEsin heDACHRegion Abs ac G een IT/IS ha e been a opic o discussion o some ime and a e becom- ing an inc easingly impo an componen o companies on he pa h o en i onmen al sus ainabili y. Howe e , i is unclea how widesp ead sus ainable IT and IS measu es a e in p ac ice, wi h wha goal hey a e used and how hei impac is measu ed. To add ess hese ques ions, we conduc ed a su ey s udy wi h SMEs in he Ge man- speaking DACH egion. This pape p o ides insigh in o he esponses o 1535 companies showing ha al hough mos conside en i onmen al sus ainabili y ele- an (70.8%), only ew (23.7%) implemen ed me ics o examine he sus ainabili y o hei business. An e en smalle p opo ion adop ed G een IT (11.2%) o G een IS p ac ices (9.4%). This indica es a need o esea ch on he success ul adop ion and use o G een IT/IS in companies and i s con ibu ion o he company and he en i onmen . Keywo ds G een IS · G een IT · SME · Sus ainabili y · In e na ional su ey 1 Einlei ung und G undlagen Den globalen ökologischen He aus o de ungen lang is ig zu begegnen, schein die zen ale Au gabe ü die Wel gemeinscha zu sein. Fo schung und Wissenscha schenken diesem Thema zusehends g öße e Au me ksamkei (Enge e al. 2016) und auch eine zunehmende Anzahl an Un e nehmen en deck , dass ein umwel - eundliches Ve hal en (Wa son e al. 2010) lohnenswe is . So sind imme meh Un e nehmen bes eb – auch du ch den Einsa z on In o ma ions echnologien (IT) und -sys emen (IS) (Gonse kewi z e al. 2021) – umwel schädliche Ein lüsse zu eduzie en (Bohas and Poussing 2016). G een IT und G een IS sind Konzep e, die mi de ökologisch nachhal igen En - wicklung e bunden sind. G een IT okussie die nachhal ige Ges al ung on IT- Ge ä en und ih em Lebenszyklus (Loese 2013). G een IS hingegen be ach e die IT, abe auch IS, als Lösungsansa z zu E höhung de Nachhal igkei on ganzen O ga- nisa ionen. Dabei sollen nich nu nega i e Auswi kungen de IT-Nu zung eduzie we den (z.B. e höh e Ressou cene izienz) (Gonse kewi z e al. 2021), sonde n o - ganisa o ische P ozesse (neu) ges al e und übe wach we den, um Schäden ü das gesellscha liche und ökologische Um eld zu e meiden (B ockhaus e al. 2017). T o z diese E kenn nisse is wei e hin unkla , wie e b ei e G een IT/IS in de P a- xis sind und mi welchem Ziel sie eingese z we den. Diese Einblicke sind jedoch wich ig um e ek i e IT/IS-Maßnahmen abzulei en, diese zu messen und zu s eue n. Die G een IS/IT-Fo schung wi d on konzep ionellen Bei ägen dominie (Ha - nischmache e al. 2020). So gib es di e se A bei en die die Konzep e G een IT/IS (z.B. Loese 2013;Wa sone al.2010), den P ozess ih e Adop ion (z.B. Mol- la 2008; Schme mbeck 2019) sowie de en Nu zung in O ganisa ionen (z.B. Hu e al. 2016;Luna die al.2013) un e suchen. Wei e e G een IT/IS-S udien schlagen Rich linien ih e Anwendung o . Luna di e al. (2015) pos ulie en beispielweise die K 164 H. Alsdo e al. E s ellung on O ganisa ions ich linien, Bescha ung und Übe wachung als zen ale Maßnahmen zu Ein üh ung on G een IT. Hu e al. (2016) zeigen au , welche Fak o- en die G een-IT-P ak iken eines Un e nehmens bes immen, konzen ie en sich abe in e s e Linie au ex e ne Fak o en (z.B. s aa liche Vo sch i en, Indus ieno men) und schließen in e ne Fak o en und P ozesse aus. Sie iden i izie en keine konk e en G een IT-Maßnahmen, sonde n s ü zen ih e E kenn nisse au „Bemühungen, öko- logische P inzipien und ene giee izien e Abläu e in den Technologie-Lebenszyklus zu in eg ie en“ (S. 1150). Empi ische G een IT/IS S udien un e suchen p imä spezi ische Un e nehmens- g uppen, Regionen ode eine ech kleine Anzahl an Un e nehmen. B eza šˇ cek e al. (2019) un e such en beispielsweise 156 slowenische kleine und mi le e Un e neh- men (KMU) und kamen zu dem Schluss, dass die Ein üh ung on G een IS zu eine e besse en ökologischen und sozialen Leis ung üh en kann. Bohas and Poussing (2016) un e such en 815 luxembu gische Un e nehmen. Sie iden i izie - en e schiedene Typen on G een IT-Adop ionen, de en T eibe wi scha liche (z.B. Kos ensenkungen) und soziale Fak o en (z.B. g ünes Un e nehmensimage) sind. Die E kenn nisse diese S udien sind in e essan und ele an ü die G een IT/IS-Fo schung, alle dings du ch die Konzen a ion au ein Land beg enz . Le z lich ehl ein um assende Einblick wie wei G een IT/IS übe einzelne Re- gionen ode Indus iezweige hinaus e b ei e sind und angewende we den. S udien diese A e g ünden den G ad de Ve b ei ung on diesen Technologien. Zeig sich, dass G een IT/IS nich ele an ode e b ei e is , soll e sich die Fo schung da au konzen ie en G undlagena bei zu leis en um die Sinnha igkei und die Vo ge- hensweisen ü die Adop ion au zuzeigen (z.B. Gonse kewi z e al. 2021). Deu e sich eine b ei e Ve b ei ung ab, soll e sich die Fo schung da au konzen ie en Bes P ac ices und Ve besse ungspo enziale abzulei en (z.B. Bohas and Poussing 2016). Um einen Teil diese De izi e zu ad essie en, üh en wi eine mul ina ionale empi ische S udie du ch, welche den S a us quo, sowie die in e nen und ex e nen Fak o en beleuch e , die zu Ein üh ung und Nu zung on G een IT/IS in O ganisa- ionen üh en. Folgende Fo schungs age ass den Fokus de S udie zusammen: RQ: Welche Rele anz ha die ökologische Nachhal igkei sowie de Einsa z on G een IT/IS ü Un e nehmen und wie wi d de en Einsa z und Umse zung ges eue ? Um diese F age zu bean wo en, üh en wi eine quan i a i e Um ages udie du ch, die da au abziel i) mi welchen Zielen Un e nehmen eine explizi e Nachhal igkei ss a egie e ol- gen, ii) ob (G een) IT/IS Teil diese S a egie sind, und iii) welche G een IT/IS-P ak iken die Un e nehmen einge üh haben. Wi haben uns au KMU in Deu schland, Ös e eich, und de Schweiz konzen- ie , da eine zunehmende Anzahl diese Un e nehmen Nachhal igkei als einen wich igen Di e enzie ungs- und We bewe bs ak o be ach e (Hammann e al. 2009). Auße dem sind sie ein Eckp eile de Volkswi scha en diese Lände und machen meh als 60% de indus iellen Ve schmu zung in Eu opa aus. Zudem haben K Rele anz und Bedeu ung de Nachhal igkei – G een IT/IS als Nischen hema in KMU de ... 165 diese Lände sowohl Gemeinsamkei en (z.B. Sp ache, O ganisa ionskul u ) als auch Un e schiede (z.B. Gese zgebung, Inno a ionsaspek e), die eine spä e e Analyse de Rahmenbedingungen in e essan machen. Im Folgenden s ellen wi zunächs ele an e heo e ische Konzep e da . Anschlie- ßend olg ein Übe blick übe unse e Fo schungsme hode und ein Einblick in die E gebnisse unse e Um age. Zule z disku ie en wi die E gebnisse und schließen den A ikel mi einem Fazi und Ausblick ab. 2 Theo e ische Eino dnung Die meis en wissenscha lichen Publika ionen zu G een IT/IS bauen au zwei zen- alen IS-Theo ien au : Die Di usion o Inno a ion (DOI)-Theo ie (Roge s 2003) und de Resou ce Based View (RBV) (We ne el 1984). Das In eg a i e G een IT/IS Adop ion F amewo k (Schme mbeck 2019) olg diesen Theo ien und illus- ie unse Ve s ändnis de G een IT/IS Adop ion und Nu zung. Das F amewo k un e scheide ie Dimensionen on Ein luss ak o en: Fak o en de i) na ü lichen Umwel , ii) de Gesellscha , iii) de adop ie enden O ganisa ion selbs , sowie i ) de Pe sonen inne halb des Un e nehmens. Wie in de DOI un e scheide es meh e e Phasen: Die i) P e-Adop ion, ii) Adop ion und iii) Pos -Adop ion. Einge ass we - den diese Phasen de Adop ion on eine Ausgangs- (Ou se ) und Abschlussphase (Ou come), welche als spezielle Momen au nahmen e s anden we den können. In diesen wi d das spezi ische (posi i e ode nega i e) Ve hal en des Un e nehmens es ges ell . Somi e möglich das F amewo k auch den G ad de Ziele eichung bzw. einen Vo he /Nachhe -Zus and zu e assen. 3 Fo schungsme hode Wie skizzie , gib es nu wenige empi ische und nahezu keine mul ina ionalen S udien zu Ein üh ung und Nu zung on G een IT/IS. Das Thema Nachhal igkei in Ve bindung mi IT/IS schein zwa häu ig disku ie (Luna di e al. 2015), abe noch nich so ge ag zu sein (Enge e al. 2016) als dass es einen T eibe ü die un e nehme eiche P axis da s ell (B ockhaus e al. 2017). Dahe haben wi uns en schieden, einen g undlegenden Übe blick übe Ve b ei ung und Rele anz on G een IT/IS zu e s ellen und ein quan i a i es Vo gehen gewähl . 3.1 Design des F agebogens Die Ges al ung des F agebogens e olg e in zwei Phasen: i) eine Phase de kon- zep uellen Fundie ung und Li e a u a bei sowie ii) de F agebogene s ellung. Dabei wa unse übe geo dne es Ziel einen F agebogen zu e s ellen, de hema isch okus- sie , abe auch aus eichend ku z is , um eine aussage ähige Menge an An wo en zu e hal en. Wi sich e en zunächs Li e a u , die sich mi quan i a i e G een IT/IS-Fo schung be ass . Das Fundamen da ü wa unse G een IT/IS-Ve s ändnis und die dami e - K 166 H. Alsdo e al. bundenen P ak iken (Loese 2013). Die Suchbeg i e G een IT, G een IS wu den mi quan i a i kombinie , um die p imä englischsp achige Li e a u zu suchen. Um p imä ü die Wi scha sin o ma ik ele an e Li e a u zu e wenden, nu z en wi AISeL und Scopus als Suchmaschinen. 2007 – das Jah , in dem G een IT e s malig gep äg wu de (Ha nischmache e al. 2020) – wu de als Basisjah es geleg und wi e hiel en 326 T e e . Nach Sich ung de Ti el, Schlagwö e und Abs ac s e blie- ben 31 ele an e Bei äge. Anschließend sich e en wi die e wende en Kons uk e (z.B. socioen i onmen al awa eness) und I ems (z.B. „The company has well de i- ned en i onmen al policies and s a egies“) und eduzie en so die S ichp obe au ie A ikel (Molla e al. 2009; Sayeed and Gill 2009; Luna di e al. 2013; La án Jo ge e al. 2016). Aus den iden i izie en I ems e s ell en wi einen F agebogen, dessen inale Ve sion 16 F agen um ass e und desk ip i e In o ma ionen (z.B. „In welchem Bundesland be inde sich de Haup si z Ih es Un e nehmens?“), abs ak e (z.B. „Wie ele an is ökologische Nachhal igkei ü Ih Un e nehmen?“) und spe- zi ische F agen zu Nachhal igkei sowie zu G een IT/IS-Rele anz (z.B. „In welchen de olgenden IT/IS-Be eiche we den ökologisch nachhal ige K i e ien be ücksich- ig ?“) abge ag e. Die F agen wu den in ie Themenblöcke g uppie : Demog a ische In o ma ionen (z.B. Anzahl de Mi a bei e ) Nachhal igkei so ien ie ung (z.B. Rele anz de Nachhal igkei ) Messung und Be ich e s a ung zu Nachhal igkei (z.B. De ini ion on Zielen und KPIs) G een IT/IS-P ak iken (z.B. nachhal ige Bescha ung on IT) Um siche zus ellen, dass die Be ag en nu die ü sie ele an en F agen be- an wo e en, wu de p o Block je eine Fil e age o mulie . Wu de Fil e age 1 („Ha Ih Un e nehmen konk e e messba e Ziele ü ökologische Nachhal igkei de- inie ?“) ode Fil e age 2 („Beinhal en die KPIs den Einsa z ode die Nu zung on IT/IS-Nu zung?“) posi i bean wo e , wu den die Teilnehmenden zum nächs- en F ageblock wei e gelei e . Ande n alls wu de den Be ag en gedank und die Um age beende . En sp echend haben wi abweichend on de G undgesam hei (N0) die Gesam menge de An wo en au die F agen nach Fil e age 1 und 2 als N1bzw. N2gekennzeichne . 3.2 Du ch üh ung de Um age Wi konzen ie en uns nich au bes imm e B anchen, sonde n ach e en lediglich da au , dass das Geschä smodell ode de Be ieb de KMU au IT/IS-Nu zung angewiesen sind. Zu Auswahl de KMU nu z en wi die Amadeus-Da enbank1und il e en nach Un e nehmen mi Haup si z in Deu schland (DE), Ös e eich (AT) ode de Schweiz (CH). Dies e gab einen S ichp oben ahmen on 126.961 Un e nehmen (AT: 12.588 (9,9%); CH: 14.428 (11,4%); DE: 99.945 (78,7%)). Die po enziell Teilnehmenden wu den im He bs 2020 pe E-Mail kon ak ie und en hiel en eine Besch eibung des Fo schungsziels mi dem Link zu Um age. Wi e hiel en 1684 olls ändig ausge üll e An wo en (Rücklau quo e: 1,3%), on denen 1h ps://www.b din o.com. K Rele anz und Bedeu ung de Nachhal igkei – G een IT/IS als Nischen hema in KMU de ... 167 149 Fälle ausgeschlossen wu den (wenn z.B. bei allen F agen die gleiche An wo gegeben wu de). Dies e gab 1535 (N0) gül ige An wo en (AT: 8,0%; CH: 9,6%; DE: 82,4%). Von den Teilnehmenden s amm en 60,7% aus dem hohen, 26,0% aus dem mi le en und 9,3% aus dem un e en Managemen (4,0% keine Angabe). 1,5% de eilnehmenden KMU wu den o 1850 und 78,6% nach 1950 geg ünde . Meh als die Häl e de Be ag en (57,9%) a bei e en in KMU mi wenige als 50 Mi a bei e n (AT: 59,1%; CH 59,9%; DE: 54,8%). 4 E gebnisse Unse e E hebung zeig , dass im Schni nu 7,8% alle eilnehmenden KMU Nach- hal igkei als i ele an be ach en (70,8% als ele an ). Es is au ällig, dass dies in Ös e eichischen und Schweize KMU höhe is als in den Deu schen (s. Tab. 1). Imme hin 60,0% alle be ag en Pe sonen gaben an, dass ih Un e nehmen eine explizi e Umwel s a egie e olg (15,6% be ei s sei meh als 7 Jah en). Wei e e 12,2% planen, Nachhal igkei demnächs in ih e Un e nehmenss a egie zu in eg ie- en. Dies zeig , dass Nachhal igkei ein wich iges und wachsendes Thema ü KMU zu sein schein . Au ällig is jedoch, dass nu 23,7% KPIs es geleg ha en. Dies s ü z die E kenn nis, dass zwa ein g oße Teil de Un e nehmen Nachhal igkei als wich ig, jedoch en wede als nich hin eichend no wendig e ach e , um sich ü die- se einzuse zen (B ockhaus e al. 2017) ode ihnen das Knowhow bzw. Ressou cen ehlen um ein en sp echendes KPI-Sys em au zubauen (Gonse kewi z e al. 2021). 51,0% de eilnehmenden KMU gaben an, IT/IS als ele an ü die Nachhal igkei zu e ach en. Dies is beme kenswe , da lediglich 25,9% de Un e nehmen aus de IT-, de Diens leis ungs- ode de Kommunika ionsb anche s amm en. Die Disk e- panz deu e da au hin, dass auch nich eng on IT/IS abhängige Un e nehmen um den Nachhal igkei sein luss diese Technologien zu wissen scheinen. Von allen KMU, die angaben, Nachhal igkei zu messen (N1= 364), e wende- en 50,8% sowohl quan i a i e als auch quali a i e KPI; ge olg on 33,2% welche nu quan i a i e KPI anwand en. Die meis en Un e nehmen e hoben die Da en au jäh liche Basis (61,3%). Dies kann on In e esse sein, da insbesonde e de e - Tab. 1 Rele anz on Nachhal igkei , KPIs und G een IT/IS Be ag e, die angaben, dass in ih em KMU AT n= 122 [%] CH n= 148 [%] DE n= 1264 [%] To al N0= 1535 [%] Nachhal igkei als ele an e ach e wi d 73,8 76,4 69,9 70,8 Nachhal igkei konk e in die Un e nehmens- s a egie implemen ie is 68,0 63,5 58,8 60,0 Nachhal igkei anhand on Zielen/KIPs gemessen und kon ollie wi d 22,1 26,4 23,3 23,7 IT/IS als ele an e Komponen en ü die Nachhal igkei e ach e we den 53,3 50,0 50,9 51,0 De Bei ag on G een IT/IS-Maßnahmen anhand on KPI gemessen und kon ollie wi d 10,7 12,8 12,2 12,1 K 168 H. Alsdo e al. s ä k e G een IS-Einsa z – z.B. zu Neuges al ung on P ozessen (B ockhaus e al. 2017) – die Möglichkei e ö ne , Ve ände ungen kon inuie lich zu messen (Enge e al. 2016). In Bezug au die In en ion, wa um Nachhal igkei gemessen wi d, ag en wi , ob die Un e nehmen da au abzielen, bes imm e Aspek e ode We e zu e inge n ode zu e höhen. In Bezug au die Ve inge ung s ell en wi es , dass die Meh hei de KMU den Ve b auch on Ene gie (81,3%) und (Roh-)Ma e ialien (80,2%) sowie die Kos en ü den Ene gie e b auch (78,0%) gemessen ha . Dies wa zu e wa en, da diese Da en mi ge ingem Au wand gemessen und z.B. aus Bescha ungs- ode Rechnungsda en abgelei e we den können. Obwohl T eibhausgasemissionen in de Li e a u ein häu ig genann e Nachhal- igkei sindika o sind, wu den diese on nu 53,8% alle KMU gemessen. Dies lieg e mu lich da an, dass Emissionen schwie ig und o nu indi ek mess- bzw. be- echenba sind (Gonse kewi z e al. 2021). Hinsich lich de anges eb en Gewinne, die aus de E hebung on Nachhal igkei s-KPIs esul ie en, schein die Einhal ung on Gese zen und Vo sch i en ü KMU en scheidend zu sein (65,8%), ge olg on dem Wunsch, das ökologische Bewuss sein de Mi a bei e zu e besse n (60,4%). Nennenswe is , dass wi Un e schiede in den Zielen de Un e nehmen de ein- zelnen Lände es s ellen konn en: Schweize KMU scheinen p imä in e essie , die Menge an ecycel en Ma e ialien zu e höhen (CH: 92,3%; DE: 77,8%; AT: 69,8%). Fü ös e eichische KMU zeig e sich eine s a ke Tendenz, den S om e b auch e- duzie en zu wollen (AT: 85,2%; DE: 81,2%; CH: 79,5%), o gesch iebene Gese ze und Vo sch i en einzuhal en (AT: 70,4%; DE: 66,5%; CH: 57,7%) sowie eine hö- he e ökologische T anspa enz he zus ellen (AT: 59,3%; CH: 56,4%; DE: 46,6%). Deu sche KMU se z en hingegen meh au die Sensibilisie ung de Mi a bei e (DE: 61,1%; CH: 59,0%; AT: 55,6%). Diese Zielse zungen könn en au un e schiedliche poli ische ode soziale Rahmenbedingungen zu ückzu üh en sein, de en Gegenübe - s ellung in wei e e Fo schung au schluss eich sein könn e. Auch könn e un e such we den, ob die Sensibilisie ung lediglich als Ziel ode auch als Mi el zu meh Nachhal igkei e s anden wi d. Tab. 2 G een IT/IS KPIs Be ag e, die angaben, ökologisch nachhal ige K i e i- en zu be ücksich igen bei AT n=13 [%] CH n=19 [%] DE n= 154 [%] To al N2= 186 [%] G een IT IT-Bescha ung 76,9 68,4 64,9 66,1 IT-Be ieb 76,9 73,7 71,4 72,0 IT-En so gung 84,6 94,7 64,9 69,4 G een IS IT/IS-Go e nance inne halb de IT-Ab eilung 46,2 42,1 33,1 35,0 Nachhal ige (Neu-)Ges al ung on P ozessen inne halb de O ganisa ion 69,2 78,9 63,0 65,1 En wicklung und Ve ieb on nachhal igen IT-P oduk en und IS-Se ices 15,4 52,6 24,7 26,9 K Rele anz und Bedeu ung de Nachhal igkei – G een IT/IS als Nischen hema in KMU de ... 169 Aus den An wo en de jenigen Teilnehmenden, die angaben, (G een) IT/IS in ih- e Nachhal igkei s-KPIs einzubeziehen (N2= 186), zeig en sich Di e enzen bei de Umse zung de einzelnen G een IT- und G een IS-Maßnahmen (siehe Tab. 2). De am häu igs en e wende e KPI is die nachhal ige En so gung on IT-Ge ä en; mu - maßlich weil e am ein achs en zu e heben und zu messen is (Gonse kewi z e al. 2021). Vo allem ü Schweize KMU (94,7%) is dies ele an (im Du chschni abe nu ü 69,4%). Insgesam konn en wi beobach en, dass G een IT-Maßnahmen und -Kennzahlen iel häu ige eingese z we den als G een IS-Maßnahmen/-Kennzahlen. Au allend is , dass IT/IS-Go e nance-P ak iken – d.h. geeigne e Managemen s uk- u en ü einzelne IT/IS-Ressou cen und P ozesse – deu lich un e ep äsen ie sind (Ø= 35%); insbesonde e im Ve gleich zu nachhal igen Ges al ung on Geschä s- ode P oduk ionsp ozessen (Ø= 65,1%). Dies wa nich zu e wa en, da die Neuge- s al ung on Go e nance-P ak iken de Schlüssel zu E ablie ung on G een IT/IS is (Molla e al. 2009). En sp echend in e essan wä e he auszu inden, wie die KMU ih e Geschä sp ozesse umges al e haben, ohne die zug unde liegenden Go e n- ance-S uk u en zu e ände n, und wie e ek i diese sind. Au ällig is auch, dass Schweize Un e nehmen bei de Nu zung on G een IS wei o aus zu sein schei- nen, und nich nu ih e Geschä sp ozesse neu de inie en, sonde n sie auch in die En wicklung und den Ve ieb nachhal ige IT-P oduk e und IS-Diens leis ungen einzubeziehen. 5 Diskussion, Limi a ionen und Ausblick Diese Bei ag gib einen Übe blick übe die Rele anz de ökologischen Nachhal ig- kei und de Adop ion on G een IT/IS-Inno a ionen in KMU de DACH-Region. Speziell beleuch e wu de i) mi welchen Zielen Un e nehmen eine explizi e Nach- hal igkei ss a egie e olgen, ii) ob (G een) IT/IS Teil diese S a egie sind, und iii) welche G een IT/IS-P ak iken einge üh wu den. Wi dokumen ie en iel äl ige G ünde und Ziele da ü , dass sich KMU mess- ba nachhal ige e hal en. P imä sollen de Einsa z, Ve b auch und Auss oß on S o en (z.B. Roh- und Be iebss o e, Ene gie) gesenk we den, wäh end die Op- imie ung on P ozessen (z.B. A bei skos en, Du chlau zei en) eine un e geo dne e Rolle zu spielen schein . Dies mag dami zusammenhängen, dass de Ve b auch physische S o e ech ein ach messba is und – wie om RBV illus ie – de We bei ag explizi be echne we den kann. Dass iele KMU eine höhe e Com- pliance mi Gese z en und Vo sch i en (Ø= 74%; N1), eine höhe e ökologische T anspa enz (Ø= 68,5%; N1), sowie eine besse e P ognose des Ene gie e b auchs (Ø= 57,1%; N1) ans eben, häng siche auch dami zusammen, dass diese wiede um Vo ausse zung ü die Senkung on Ressou ceneinsa z und - e b auchs sind. Wei e hin wollen sich iele KMU in meh e en nich di ek messba en Ka ego ien nachhal ige e hal en. Du chschni lich 70,3% alle KMU (N1) gaben an, das öko- logische Bewuss sein de Mi a bei enden e besse n zu wollen. 61% (N1) wollen ebenso die soziale Akzep anz des KMU e höhen. Die Mo i e ü dieses Ve hal en scheinen nich mi adi ionellen A gumen en e klä ba – es lieg z.B. kein ökono- K