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Die Konvertibilität der Ostblockwährungen als komplexes Entscheidungsproblem der Wirtschaftspolitik

Schenk, Karl-Ernst

Abstract

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Full text

Schenk, Ka l-E ns A icle Die Kon e ibili ä de Os blockwäh ungen als komplexes En scheidungsp oblem de Wi scha spoli ik Schmolle s Jah buch ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en P o ided in Coope a ion wi h: Duncke & Humblo , Be lin Sugges ed Ci a ion: Schenk, Ka l-E ns (1969) : Die Kon e ibili ä de Os blockwäh ungen als komplexes En scheidungsp oblem de Wi scha spoli ik, Schmolle s Jah buch ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en, ISSN 0036-6234, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 89, Iss. 6, pp. 675-689, h ps://doi.o g/10.3790/schm.89.6.675 This Ve sion is a ailable a : h ps://hdl.handle.ne /10419/291202 S anda d-Nu zungsbedingungen: Die Dokumen e au EconS o dü en zu eigenen wissenscha lichen Zwecken und zum P i a geb auch gespeiche und kopie we den. Sie dü en die Dokumen e nich ü ö en liche ode komme zielle Zwecke e iel äl igen, ö en lich auss ellen, ö en lich zugänglich machen, e eiben ode ande wei ig nu zen. 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Mindes ens ebensolange lau en auch in den Mi gliedslände n des Ra es ü Gegensei ige Wi - scha shil e (RGW) Bemühungen, diesen Sch i im ös lichen Eu opa zu ollziehen1. Dabei geh es zunächs einmal da um, die Wäh ungen un e einande aus auschba zu machen und zwei ens sie in Wäh un- gen des Ha wäh ungsblocks um auschen zu können. Von den hie zu behandelnden Gese zmäßigkei en und S ö ungs- ak o en de Poli ik zu He bei üh ung de eien Wäh ungsaus ausch- ba kei sind die sys embeding en bishe in de Li e a u kaum ange- sp ochen und un e such wo den. Es is nich e wunde lich, daß dahe in wes lichen Beu eilungen des Kon e ibili ä sp oblems e hebliche Unsiche hei en en hal en sind. Aus diesem G unde wi d den Zusam- menhängen zwischen de wäh ungspoli ischen Ak i i ä und dem wi - scha spoli ischen En scheidungsp ozeß in beiden i alisie enden Wi - scha ssys emen besonde e Au me ksamkei gewidme . Die Zusammen- hänge sollen in Fo m on Thesen da geleg und beg ünde we den. * Diese Au sa z is eine e wei e e Fassung des Habili a ions o ags, de om Ve asse am 11. 2. 69 o de Rech s- und S aa swissenscha lichen Fakul ä de Uni e si ä Müns e un e dem Ti el: „Die Kon e ibili ä de Os blockwäh ungen als P oblem de Wi scha spoli ik" gehal en wu de. 1 Vgl. Mojmi K. Bedna ik: The Moscow Bank: The In e na ional Bank o Eco- nomic Coope a ion. In: So ie and Eas e n Eu opean Fo eign T ade, Vol. II (1966), No. 1, S. 4. — Die RGW-Fes si zung aus Anlaß des 20. Jah es ages des RGW am 21.—23. Janua 1969 in Os be lin wu de on E klä ungen o izielle Ve e e de Regie ungen und Pa eien de Mi gliedslände o be ei e und beglei e , in denen die F age de Kon e ibili ä im Mi elpunk s and. Vgl. Bela Csikos-Nagy: Fo in Con e ibili y (ung.). Aus Figyelo om 12. 2. 69 übe se z in: Hunga ian P ess Su ey, Radio F ee Eu ope, No. 1998 om 2. Ap il 1969, S. 1—6. — Radu Neg u: On he P oblem o Bila e alism and Mul ila e alism in In e na ional Economic Links ( um.). Aus: P obleme Economice No. 2 (1969), auszugsw. übe se z in: Ru- manian P ess Su ey, Radio F ee Eu ope, No. 792 om 10. 4. 1969, S. 1—5. — Als Übe blick übe wei e e S ellungnahmen wi d emp ohlen: Hansjakob S ehle: Wo die EWG noch Neid e eg . Die Zei , (14. Feb ua 1969). 43* OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.89.6.675 | Gene a ed on 2023-04-04 11:42:25 676 Ka l-E ns Schenk I. Beziehungen zwischen P eisbildung und Ve echnung Die e s e These lau e : Obwohl im Be eich des RGW An ang 1964 de sogenann e „ ans e able Rubel" eigens zu He bei üh ung de eien Aus auschba kei de Wäh ungen un e einande gescha en wo den is 2, konn e de dami zunächs anges eb e Zus and (die mul- ila e ale Ve echenba kei ) bis heu e nich einmal ü die No enban- ken e wi klich we den. Zunächs e schein eine Beme kung zu dem hie benu z en Beg i am Pla ze. Un e den e schiedenen S u en de Kon e ibili ä , die in de Li e a u un e schieden we den, is die mul ila e ale Ve echen- ba kei zwischen den No enbanken als die am wei es en eingesch änk e Fo m anzusehen. Höhe e Fo men de Kon e ibili ä wü den auße den No enbanken wei e e G uppen on Wi scha ssubjek en um as- sen. Gemäß diese Beg i s e wendung sp ich man on Auslände - kon e ibili ä und Inländ'e kon e ibili ä , um den K eis de am eien Wäh ungsaus ausch Be eilig en nähe zu bezeichnen. Die in de These en hal ene Behaup ung is nun p äzise: Eine No enbank A im RGW-Be eich, die Gu haben bei de No enbank B besi z , kann mi diese Wäh ung nich Wa en jede beliebigen A in dem ande en Lande B kau en. Sie kann dieses Gu haben na ü lich e s ech nich zum Kau in einem d i en Lande C benu zen. Es bes ehen somi e - hebliche Besch änkungen nich nu im mul ila e alen, sonde n soga im bila e alen Geld e keh de No enbanken (Regie ungen) un e - einande 3. Aus de Sich des o nehmlich mi wes lichen Ve häl nissen e - au en Beobach e s handel es sich um unbeg ei lich g a ie ende Be- sch änkungen. Zu Klä ung de G ünde is es e o de lich, au die Handelsp ak iken de be e enden Lände einzugehen, wobei zu- nächs eine modellha e ein ach e Da s ellung de Außenhandels- en scheidungen gegeben we den soll, die spä e s ellenweise zu ko i- gie en sein wi d. 2 Vgl. das Abkommen om 22. 10. 1963 zwischen den Regie ungs- und Pa ei- che s de RGW-Lände (in K a sei Janua 1964, GBl de DDR, I, 1964, S. 3 .). Fe ne die E läu e ungen on E. T. Usenko: Sozialis ische In e na ionale A bei s- eilung und ih e ech liche Regelung. Russ.: Moskau 1965; deu sch: Be lin 1966. S. 314 . Zu Du ch üh ung de Ope a ionen dieses Abkommens wu de die In e - na ionale Bank ü Wi scha liche Zusammena bei (Si z: Moskau) gescha en. 3 Es b auch somi ga nich die wei e gehende F age un e such zu we den, wel- chen Besch änkungen die ande en Ins i u ionen und die Einwohne diese Lände beim Wäh ungs ausch un e liegen. De Besi z on ausländischen Gu haben is in diesen Lände n ohnehin on s aa liche Genehmigung abhängig, die nu in eng beg enz en Fällen e eil wi d. An eine Kon e ibili ä , wie wi sie im Wes en e - wi klich inden, e wa in Fo m de Um auschba kei ü Auslände , is demnach nich zu denken. Fü den Inlände und den Auslände is dahe die be e ende Wäh ung kein beliebig e wendba es Zahlungsmi el. Übe die unga ischen De isen- es ik ionen in o mie Csikos-Nagy: a.a.O., S. 1 . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.89.6.675 | Gene a ed on 2023-04-04 11:42:25 Kon e ibili ä de Os blockwäh ungen als komplexes En sdieidungsp oblem 677 Wi haben im RGW ein Handelssys em mi im P inzip einhei lichen P eisen o uns. Alle dings sind dies nich ei ausgehandel e, sonde n küns liche P eise. Das RGW-P eissys em wi d bekann lich om kapi- alis ischen Wel ma k übe nommen. Ku z is ige Schwankungen de Wel ma k p eise we den eliminie 4. Man könn e nun e mu en, daß dies eine ganz besonde s elegan e Lösung zu E leich e ung des Handelsablau es sei — so wi d es auch hinges ell . Wie sich zeigen wi d, is diese Lösung abe seh p oblema- isch. Denn die Wa en sind bei den gel enden P eisen nich kon e i- bel ode nich ei in beliebige ande e Wa en um auschba . Un e - schiedliche Abweichungen on de Quali ä e gleichba e E zeugnisse des Wel ma k es sind ü diese Wi kung e an wo lich. Dies üh dazu, daß jedes Land e such , die Lie e ung on Wa en mi e - gleichba e hohe Quali ä 5 möglichs einzusch änken und die Lie e- ung on Wa en ge inge e Quali ä auszudehnen. Genaue : Jedes Lie- e land e such , ü seine eigenen Wa en bei o gegebenen P eisen möglichs Wa en mi einem mindes ens gleichen, besse abe noch höhe en Quali ä sindex zu beziehen. Ve ah en alle Lände so, und da ü gib es genügend Anzeichen6, dann kommen sie zu dem o he e wähn en Sys em nich mi einande aus auschba e Wa eng uppen e schiedene Quali ä sindizes ode Hä eg ade, de en Teilbilanzen jeweils ausgeglichen we den7. Diese o iziell unge n gesehenen P ak- iken8 üh en dazu, daß Wäh ungsgu haben in ande en Lände n keine allgemeinen, sonde n nu seh beg enz e wendba e Zahlungsmi el sind. Es lieg im In e esse jede Regie ung, solche Gu haben nu in dem Maße en s ehen zu lassen, in dem quali a i gleichwe ige Gegen- leis ungen des ande en Landes be ei s es zugesag wo den sind9. In einem Außenhandelssys em, das eine sei s mi es o gegebenen Wel - ma k p eisen a bei e , das ande e sei s abe nich in de Lage is , bei eine g oßen G uppe on E zeugnissen Wel ma k quali ä en zu ga an- 4 Zu nähe en In o ma ion siehe Ka l-E ns Schenk: A bei s eilung im Ra ü Gegensei ige Wi scha shil e. Be lin 1964. S. 73 . 5 De Ve gleich bezieh sich imme au Wel ma k quali ä en. 6 In einem o iziellen Dokumen des RGW heiß es: „In diesem Zusammenhang soll e da an e inne we den, daß Zahlungsbilanzausgleich nich Ausgleich de ge- gensei igen Zahlungen ü einzelne G uppen on Gü e n und Wa en bedeu e ". (P a da om 17. Juni 1962 — Übe se zung des Ve asse s.) Siehe Schenk: a.a.O., S. 86, Anm. 3. 7 Es is naheliegend, daß die en sp echende Ein eilung in Wa eng uppen e - schiedene Hä eg ade wei gehend mi de Au eilung de Wa eng uppen au spe- zialisie e Außenhandelsun e nehmen iden isch is . Diese e suchen nach Neg u, ih e Aus auschbilanzen mi jedem Land auszugleichen. (Vgl. Neg u: a.a.O., S. 3.) 8 Vgl. Fußno e 6. 9 Die gleiche Vo ausse zung muß bei de Au nahme on Zahlungsbilanzk edi en e üll sein, dami diese auch zum Bezug d ingend benö ig e Wa en benu z we den dü en. Siehe hie zu Al ed K use: Außenwi scha . Die in e na ionale» Wi scha s- beziehungen. 2. Au l. Be lin 1965. S. 591. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.89.6.675 | Gene a ed on 2023-04-04 11:42:25 678 Ka l-E ns Schenk ie en, p legen Aus auschsalden also ga nich (ode nu du ch Unge- schicklichkei de Außenhandelso gane) zu en s ehen. Solange nich ande e Lösungen ü die P eisbildungsp axis im Außenhandel in Sich sind, is es Zei e geudung, sich übe die mul ila e ale Ve echnung on Aus auschsalden Gedanken zu machen. Die Logik des Zusammen- hangs zwischen Ve echnungsp axis und P eisbildungp axis kann auch du ch o izielle G emien nich auße K a gese z we den, die wiede - hol beschlossen haben, in s ä ke em Maße mul ila e al s a bila e al zu e echnen10. Die E gebnisse sind ein s ändige G und ü Unzu- iedenhei mi dem Ve echnungssys em11. II. Kon e ibili ä als kollek i e Leis ung Die nun au de Hand liegende F age is : Wa um we den diese Re- s ik ionen nich besei ig ? Die An wo wi d in Fo m eine zwei en These gegeben. Sie besag , daß Res ik ionen nich au gehoben und die Wah ungen nich aus auschba gemach we den können ohne in e na- ionale Koope a ion. Jede Koope a ion bedeu e eingesch änk e En - scheidungsau onomie. F eiwillige Koope a ion be uh en sp echend au Selbs besch änkung de En scheidungs eihei . Eine solche Selbs be- sch änkung au dem Wäh ungssek o is on den be eilig en Regie- ungen nu zu e wa en, wenn ihnen da aus Vo eile e wachsen. Um diese These zu beg ünden, kann au die o he gehenden Aus- üh ungen zu ückgeg i en we den. Wü de eine Regie ung au die Idee kommen, die e wähn en Bilanzie ungsan o de ungen on sich aus einsei ig au zuheben, dann wä e das ein Nach eil ü das eigene Land und b äch e lediglich Vo eile ü ande e Lände . In diese Si u- a ion wi d keines de Lände on sich aus ä ig we den. Um die Re- s ik ionen zu übe winden, müssen meh e e Regie ungen im Gleich- sch i handeln, also koope a i . De e s e Sa z de These is dami beg ünde ; de zwei e s eh zu Diskussion. Es is leich einzusehen, daß die Mi a bei in einem koope a i en Mechanismus zunächs einmal mi Kos en in Fo m on Einbußen an En scheidungs eihei und Mach ü die Regie ung e bunden is 12. Daß dies auch au dem Gebie e de Wäh ungspoli ik gil , kann man Neben de Ve einba ung übe die Ein üh ung des „ ans e ablen Rubels" ( gl. Fußno e 2) siehe den Ve ag übe das mul ila e ale Clea ing om Juni 1957. — Alexande Uschakow: De Ra ü gegensei ige Wi scha shil e. Köln 1967. Doku- men en eil, Kommunique de 8. Tagung des RGW, S. 92. — Usenko: a.a.O., S. 312. 11 Vgl. Ko esponden enbe ich e aus Wa schau übe die K i ik des polnischen Minis e p äsiden en om 11. 4. 1969 (F ank u e Allgemeine Zei ung om 12. 4. 69) und aus Moskau om 27. 4. 69 übe die RGW-Tagung (F ank u e Allgemeine Zei ung om 28. 4. 69). — Siehe auch Neg u: a.a.O., S. 2. 12 Vgl. Theodo Pü z: A . Außenhandelspoli ik II. In: HdSw. Bd. 1. S u ga 1956. S. 494, OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.89.6.675 | Gene a ed on 2023-04-04 11:42:25 Kon e ibili ä de Os blockwäh ungen als komplexes En scheidungsp oblem 679 anhand des polnischen Vo schlages e deu lichen, de o einigen Jah- en gemach wu de, um den sogenann en „ ans e ablen Rubel", die Ve echnungseinhei des RGW, zu eine ollkon e iblen Wäh ung zu machen13. Nach den Vo s ellungen de polnischen Ve e e im RGW soll e dies geschehen, indem die na ionalen Einzahlungsquo en an die RGW-Bank ü die Ve echnungseinhei sowie die pe iodischen Zahlun- gen ü den Saldenausgleich in kon e ible Wäh ung ode Gold zu e olgen hä en. Danach wä e es ü jedes Land kein so g oße Nach- eil meh , in eine Gläubige posi ion zu ge a en. Es e hiel e ande wei- ig e wendba e Zahlungsmi el. Ande e sei s wü de nunmeh du ch den Ab luß on kon e iblen Zahlungsmi eln bei den Schuldne län- de n ein s ändige Zwang zum Abbau de Schuldne posi ion ausgeüb . Das Zahlungssys em wü de elas ische . Wie man sieh , handel es sich hie um einen ähnlichen Mechanis- mus, wie e zu o on de Eu opäischen Zahlungsunion (EZU) mi E olg angewand wo den is . Die be eilig en Regie ungen müß en alle dings be ei sein, sich einem ähnlichen Zwangsmechanismus wie in de EZU zu un e we en. Um aussagen zu können, ob dies zu e - wa en is , muß als nächs es die F age bean wo e we den, welche Vo eile den be ei s genann en Kos en gegenübe s ehen. Die Au gabe on En scheidungs eihei wi d du ch eine ganze Reihe on wi scha lichen Vo eilen au gewogen, wenn die in e na ionalen Zahlungs- und Wa ens öme eie und ungehinde e ließen können. Diese Vo eile sind in de Li e a u aus üh lich behandel wo den14. Deshalb soll au sie nich im einzelnen eingegangen we den. Viel in e essan e is die F age, wem die Vo eile eines ielsei ige e - wendba en Zahlungsmi els zugu e kommen, denn sie en häl den Schlüssel zum Ve s ändnis de Schwie igkei en im RGW. Das besonde e Hinde nis ü die Wäh ungskoope a ion im RGW is ku z gesag , daß die Vo eile in übe wiegendem Maße nich an die Regie ung ließen, sonde n genau wie in de üb igen Wel an ande e Ins i u ionen und Pe sonen, die in e s e Linie am Wa enaus ausch mi ande en Lände n in e essie sind15. Mi selbs losem Ve hal en 13 Vgl. H. Ko licki: Gene aldi ek o im polnischen Finanzminis e ium. T ibuna Ludu om 27. Ap il 1965; zi ie nach: E ich Klinkmülle : Das „Mul ila e ale Clea ing" zwischen den RGW-Lände n. Os eu opa Wi scha , 11. Jg. (1966), S. 225 . (Anm. 14). 14 Vgl. Theodo Pü z: A . Bila e alismus. In: HdSw. Bd. 2, S u ga 1959. S. 270. — K use: a.a.O., S. 13 . 15 Die Regie ung muß da übe hinaus Nach eile in Kau nehmen, die sich aus de Au weichung des Außenhandels- und Zahlungsmonopols e geben, sobald Wi - scha sun e nehmen und P i a pe sonen selbs ändig übe die G enzen hinweg han- deln und zahlen können. Zu den Funk ionen des Außenhandelsmonopols in de zen alen Planwi scha siehe K use: a.a.O., S. 548 . und E ik Boe che : A . Au- ßenhandelsmonopole. In: HdSw. Bd. 1. S u ga 1956. S. 477—479. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.89.6.675 | Gene a ed on 2023-04-04 11:42:25 680 Ka l-E ns Schenk de Regie ung im In e esse ande e da abe wohl ebensowenig ge- echne we den wie mi de Au hebung on Besch änkungen zum Vo - eil ande e Lände . Au den e s en Blick bes ehen also wenig Ho - nungen au Ini ia i en de Regie ungen zu Koope a ion. O enba is dieses Dilemma abe im wes lichen Eu opa übe wun- den wo den. Auch do wa de Kon e ibili ä spoli ik die Au gabe ges ell , zu e eichen, daß die Regie ungen Nach eile au sich nehmen, um ande en Vo eile zu e scha en. III. Leis ungszwang in we bewe blich o ganisie en En scheidungssys emen Die nächs e These be aß sich aus üh liche mi de Lösung dieses P oblems in demok a ischen S aa en. Sie lau e : In ma k wi scha - lich und demok a isch o ganisie en Sys emen is ü die Regie ungen ein s a ke ins i u ionelle D uck wi ksam, du ch koope a i e En - scheidungen die Vo eile de eien Aus auschba kei ü die S aa s- bü ge nu zba zu machen und eigene au onome Disposi ions- und En scheidungsbe ugnisse au dem Gebie e de Wäh ung einzusch än- ken. Zu Beg ündung diese These is eine Gegenübe s ellung des wes - lichen und des ös lichen wi scha spoli ischen En scheidungsmedianis- mus und seine Wi kungen au das Wäh ungssys em e o de lich. Die F age lau e p äzise : Wa um un e we en sich demok a ische Regie ungen einem koope a i en Zwang, de ihnen zunächs nu Nach- eile und keine unmi elba en Vo eile b ing ? Ode ande s o mu- lie : Wa um wa in de EZU möglich, was bishe im RGW nich möglich wa ? Zu Bean wo ung diese F age muß e was wei e ausgehol we - den. Wie ein Blick in die Dogmengeschich e leh , ha Adam Smi h eine ähnliche F age ü das zunächs eben alls pa adoxe Tä igwe den des Bäcke s und des B aue s im In e esse on Käu e n ges ell . Be- kann lich ha e nachzuweisen e such , daß die Tä igkei de Bäcke und B aue im Sinne de Kundenwünsche ganz besonde s e izien is , wenn sie als Anbie e einem s a ken We bewe bsd uck ausgese z sind. Sie können ih e eigenen Ziele (Gewinn) un e diesen Ums änden nu e wi klichen, wenn sie ih e Tä igkei zu Gewinne zielung so ein ich en, daß dabei die Wünsche de Ve b auche wei es gehend be- ücksich ig we den. Sie nehmen soga den Nach eil in Kau , de ihnen du ch einen ausgebilde en Kundense ice en s eh , um dem Ve lus des Kunden o zubeugen. Diese Au lösung is spä e on Schumpe e au ein ande es ins i u ionelles Pa adox übe agen wo den, au den Zu- OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.89.6.675 | Gene a ed on 2023-04-04 11:42:25 Kon e ibili ä de Os blockwäh ungen als komplexes En scheidungsp oblem 681 sammenhang zwischen Regie ungs ä igkei und Wähle zielen16. In die- sem Falle wi d' die Tä igkei de Regie ung, om S andpunk de Wähle aus gesehen, e s dann e izien sein, wenn die Regie ung be- ü ch en muß, ih Manda an ande e konku ie ende Pa eien zu e - lie en. Sie un e nimm dann soga besonde e Ans engungen, um den Wähle n jeden e e ba en Se ice zukommen zu lassen. Un e ande- em bes eh eine Diens leis ung de Regie ungen da in, den Wähle n die Vo eile eines möglichs allsei ig e wendba en Zahlungsmi els zu e scha en. In jedem de beiden genann en Fälle läß sich es s ellen, daß es eine ins i u ionelle Regelung gib , un e de es au die speziellen Ziele des ä igwe denden Anbie e s on wi scha lichen Gü e n ode poli ischen Diens leis ungen im G unde nich meh ankomm . Man kann e ein ach sagen, daß sich die Aus üh ung diese Anbie e ä ig- kei en endenziell nach den Zielen de Ve b auche ode im zwei en Fall nach den Zielen de Wähle ich e . Dami is es nun möglich, die Beg ündung de These zu e olls än- digen. In Sys emen, on denen wi wissen, daß sie nach den P inzipien des eien Pa eienwe bewe bes unk ionie en, we den dahe Regie- ungspa eien aus eigenem In e esse be ei sein, sich dem koope a i- en Zwang wäli ungspoli ische Regelungen zu un e we en, wenn dies den Wähle n nü zlich sein soll e17. Beispielsweise bes and die Be- lohnung de Regie ungspa eien ü die Selbs besch änkung ih e En - scheidungsau onomie im EZU-Sys em in de Aussich , ü die nächs e Legisla u pe iode wich ige Äm e im S aa bese z zu hal en. De En - scheidungsp ozeß unk ionie also nach dem P inzip des mi elba en Vo eils, au das Adam Smi h und Schumpe e hingewiesen haben. IV. Leis ungsbe ei scha in monopolisie en En scheidungssys emen Die ie e These soll nun die Koope a ionsbe ei scha de RGW- Regie ungen klä en. Sie lau e : In planwi scha lich o ganisie en und on eine Pa ei behe sch en Sys emen gib es keinen annähe nd wi ksamen D uck au die Regie ungen, um einen solchen koope a i- en Wäh ungsmechanismus in Gang zu se zen. Die Fo men de Wäh- ungskoope a ion sind deshalb ela i locke und gegen S ö ungen leich e an ällig. 16 Vgl. Joseph Schumpe e : Kapi alismus, Sozialismus und Demok a ie. 2. Au l. Be n 1950. Kapi el 22. 17 Dies dü e i. d. R. dann de Fall sein, wenn es sich um ein oll en wickel es Land handel . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.89.6.675 | Gene a ed on 2023-04-04 11:42:25 682 Ka l-E ns Schenk Bekann lich is de Pa eienwe bewe b in den Mi gliedslände n des RGW ausgeschal e . Die Pa eien b audien um ih e Posi ionen nich zu ü ch en. Dahe gib es keinen we bewe blichen Sank ionsmecha- nismus, de poli ische Diens leis ungen e zwing . Die o he sehba en Vo eile des eien Wäh ungsaus ausches ü die S aa sbü ge we den also nich zwangsläu ig in koope a i e wäh ungspoli ische En scheidun- gen de Regie ungen umgese z 18. Diesem Ums and is es zuzusch eiben, daß die Analyse on wi - scha s- und wäh ungspoli ischen En scheidungen in diesem Sys em so ungemein e schwe wi d. T o zdem hal en wi eine solche Analyse ü möglich. Alle dings: Da es keinen We bewe bsmechanismus gib , e en die Mo i e und Ziele de egie enden Pa eien (neben ande en Ein lußg ößen) als S ö ungs ak o en au , wäh end sie im demok a- isch o ganisie en Sys em p ak isch e nachlässig we den können. Da aus olg abe : Die S ö ungs ak o en müssen im einzelnen un e - such we den. Dami is die F age bean wo e , wa um die Hinde - nisse ü die Ve wi klichung höhe e Fo men de Kon e ibili ä im RGW so zählebig sind und wa um die Fo m des bila e alen Na u al- ausches bishe noch nich übe wunden we den konn e: De G und is die mangelnde Koope a ionsbe ei scha de Regie ungen. E is sozu- sagen sys embeding . Nun sollen noch wei e e Maßnahmen auße halb des Gebie es de Wäh ungspoli ik ange üh we den, ohne die die eie Aus auschba kei de Wäh ungen nich he ges ell we den kann. V. Leis ungszwang und Leis ungsbe ei scha bei lankie enden Maßnahmen Die nächs e These lau e : Dami die eie Aus auschba kei on Wäh ungen wi ksam we den kann, müssen (au onome ode koope a- i e) lankie ende wi scha spoli ische Maßnahmen o ausgehen und die wäh ungspoli ische Koope a ion absiche n. Auch bezüglich diese Maßnahmen s ehen die kommunis ischen Regie ungen nich un e Handlungszwang. Ein G und ü den bishe igen Miße olg de Wäh ungspoli ik im RGW-Be eich lieg o allen Dingen da in, daß sich die einzelnen Regie ungen auch zu solchen Maßnahmen bishe nich be ei inden konn en. Wie das Beispiel Wes eu opas in den ün zige Jah en zeig , wu de die koope a i e Wäh ungspoli ik hie on Maßnahmen e - 18 Fü die wenig en wickel en Lände sind die Vo eile übe dies nich in jedem Falle gegeben. Es kann im ganzen o eilha e sein, P io i ä en ü die Ve wen- dung on De isen es zulegen und ih e Einhal ung zu kon ollie en. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.89.6.675 | Gene a ed on 2023-04-04 11:42:25 Kon e ibili ä de Os blockwäh ungen als komplexes En scheidungsp oblem 689 E s ech scheiden solche Lösungen als unwah scheinlich aus, die das En scheidungsmonopol de kommunis ischen Pa eien be üh en und die Regie ungen in de Kon e ibili ä spoli ik (im RGW und nach außen) du ch Pa eienwe bewe b un e Zugzwang se zen. Alle Lösungsmöglichkei en beinhal en poli ische En scheidungen und sind deshalb schwe zu beu eilen. Hie soll e dahe audi nu in e s e Linie gezeig we den, welche poli ischen Implika ionen mi ein- zelnen Lösungen e knüp sind und wie wei sie eichen. Vo allem kam es au die Klä ung de Ta sache an, daß die He bei üh ung de Wäh ungsaus auschba kei im RGW keine En scheidung is , die on den Mi gliede n on heu e au mo gen beschlossen we den kann, son- de n ein komplizie e P ozeß, in dem eine Vielzahl on Ak eu en ak i mi wi ken muß und in dem ak i e Mi wi kung aus eichendes In e esse am E gebnis o ausse z . Summa y Con e ibili y o Eas Bloc Cu encies as a Complex Decision P oblem o Economic Policy The a icle deals wi h he laws and in e e ences o con e ibili y policies in COMECON coun ies, especially wi h he sys em immanen in e e ences which ha e ecei ed li le a en ion ill now. Fi s , he au ho explains why no e en a mul ila e al clea ing sys em among cen al banks has been ealized. COMECON coun ies exchange on he basis o wo ld ma ke p ices; hey do no allow de ici s o su pluses in hei o e all o special balances o di e en g oups o me chandise. So he e is no subs an ial need o clea ing ope a ions. Then, he au ho shows why he exis ing es ic ions on in e na ional ade and in e na ional paymen s could only be abolished by coope a i e ac ion. Bu he ad an ages would be mainly on he side o i ms and ci izens in e es ed in in e - na ional exchange o goods and se ices, disad an ages ( es ic ions o decision powe ) on he side o go e nmen s. This makes go e nmen s unwilling o ende his se ice o hei ci izens, and unde a monopolis ic decision making sys em hey may well con inue o a oid any measu es which would imp o e in e na ional compe i i eness o i ms and consequen ly he con e ibili y o cu encies. O he (sys em independen ) ac o s o in e e ence wi h poli ical decision making a e he di e en s ages o de elopmen o he COMECON coun ies (which make some coun ies aim o a p ice basis independen om wo ld ma ke le els, similia o he So ie Union), he unequal dis ibu ion o impo an esou ces among di - e en membe coun ies and he poli ical mo i a ion o he So ie Union, which esul s in a gene al unin e es edness in he con e ibili y p oblem. Finally, he au ho discusses b ie ly some possibili ies o sol e his di icul decision p oblem. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.89.6.675 | Gene a ed on 2023-04-04 11:42:25