Forschungsbericht 2024. Berichtszeitraum Juli 2023 - Juni 2024
Abstract
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Full text
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH (Ed.) Report Forschungsbericht 2024. Berichtszeitraum Juli 2023 - Juni 2024 Provided in Cooperation with: FOM Hochschule für Oekonomie & Management gGmbH Suggested Citation: FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH (Ed.) (2024) : Forschungsbericht 2024. Berichtszeitraum Juli 2023 - Juni 2024, ISBN 978-3-89275-385-8, MA Akademie Verlagsund Druck-Gesellschaft mbH, Essen This Version is available at: https://hdl.handle.net/10419/316992 Standard-Nutzungsbedingungen: Die Dokumente auf EconStor dürfen zu eigenen wissenschaftlichen Zwecken und zum Privatgebrauch gespeichert und kopiert werden. Sie dürfen die Dokumente nicht für öffentliche oder kommerzielle Zwecke vervielfältigen, öffentlich ausstellen, öffentlich zugänglich machen, vertreiben oder anderweitig nutzen. Sofern die Verfasser die Dokumente unter Open-Content-Lizenzen (insbesondere CC-Lizenzen) zur Verfügung gestellt haben sollten, gelten abweichend von diesen Nutzungsbedingungen die in der dort genannten Lizenz gewährten Nutzungsrechte. Terms of use: Documents in EconStor may be saved and copied for your personal and scholarly purposes. You are not to copy documents for public or commercial purposes, to exhibit the documents publicly, to make them publicly available on the internet, or to distribute or otherwise use the documents in public. If the documents have been made available under an Open Content Licence (especially Creative Commons Licences), you may exercise further usage rights as specified in the indicated licence. https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/legalcode.de
Hochschule FORSCHUNGSBERICHT 2023 2024 2025 Forschung für Studium & Lehre Forschungskonzept & Forschungseinrichtungen Transfer & Third Mission
Forschungsbericht 2024 Berichtszeitraum Juli 2023 – Juni 2024 der FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH Essen
Impressum Herausgeber FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH Verantwortlich Prof. Dr. Thomas Heupel, Prorektor Forschung Dipl.-Ing. (FH) Christoph Hohoff, Vize-Kanzler Forschungsorganisation Redaktion Julia Linne M.A. / Dipl.-Jur. Kai Enno Stumpp Redaktionsanschrift FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH Leimkugelstraße 6, 45141 Essen [email protected] www.fom-forschung.de Layout und Satz MA Akademie Verlagsund Druck-Gesellschaft mbH Leimkugelstraße 6, 45141 Essen [email protected] Printed in Germany ISSN 2191-1045 (Print) ISSN 2626-661X (eBook) ISBN 978-3-89275-384-1 (Print) ISBN 978-3-89275-385-8 (eBook) Essen, November 2024 Bildnachweise Cover: Linkes Bild – FOM: Burcunur Czyz; rechtes Bild – FOM: Burcunur Czyz; unteres Bild – Georg Lukas Seite 10/11: Sashkin / Adobe Stock (48702545) Seite 16/17: weerayut / Adobe Stock (160705028) Seite 28/29: Chinnapong / Adobe Stock (280340767) Seite 32/33: Anastasiia / Adobe Stock (767715849) Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet dieses Werk in der Deutschen Nationalbibliographie; detaillierte bibliographische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar. Dieses Werk ist lizenziert unter CC BY 4.0: Creative Commons Namensnennung 4.0 International. Diese Lizenz erlaubt unter den Voraussetzungen der Lizenzbedingungen, u. A. der Namensnennung der Urheberin oder des Urhebers, der Angabe der CC-Lizenz (inkl. Link) und der ggf. vorgenommenen Änderungen die Bearbeitung, Vervielfältigung und Verbreitung des Materials in jedem Format oder Medium für beliebige Zwecke. Die Rechte und Pflichten in Zusammenhang mit der Lizenz ergeben sich ausschließlich aus dem Lizenzinhalt: CC BY 4.0 Deed | Namensnennung 4.0 International | Creative Commons. Die Bedingungen der Creative-Commons-Lizenz gelten nur für Originalmaterial. Die Wiederverwendung von Material aus anderen Quellen (gekennzeichnet mit Quellenangabe) wie z. B. von Schaubildern, Abbildungen, Fotos und Textauszügen erfordert ggf. weitere Nutzungsgenehmigungen durch den jeweiligen Rechteinhaber.
Inhalt Geleitwort 6 Zahlen, Daten, Fakten 8 Forschung, Partnerschaft & Dialog – Transfer & Third Mission 10 1 Forschungskonzept 16 2 Forschung für Studium & Lehre 22 3 Förderung wissenschaftlichen Nachwuchses 28 4 Internationalisierung der Forschung 32 5 Forschungseinrichtungen 38 5.1 Hochschulbereich Wirtschaft & Management 42 5.1.1 iap Institut für Arbeit & Personal 44 5.1.2 ifpm Institut für Public Management 49 5.1.3 ipo Institut für Personal- & Organisationsforschung 55 5.1.4 isf Institute for Strategic Finance 58 5.1.5 mile Institute of Mobility, Infrastructure, Logistics & Energy 64 5.1.6 CIBE Center for Innovation, Business Development & Entrepreneurship 67 5.1.7 KCMS KompetenzCentrum für Marketing & Sales Management 70 5.1.8 Einzelforschungsprojekt 73 5.2 Hochschulbereich Wirtschaft & Psychologie 74 iwp Institut für Wirtschaftspsychologie 76 5.3 Hochschulbereich Wirtschaft & Recht 84 5.3.1 KCAT KompetenzCentrum für Accounting & Taxation 86 5.3.2 KCW KompetenzCentrum für Wirtschaftsrecht 88 5.4 Hochschulbereich IT Management 94 ifid Institut für IT-Management & Digitalisierung 96 5.5 Hochschulbereich Ingenieurwesen 102 5.5.1 iaim Institute of Automation & Industrial Management 104 5.5.2 KCT KompetenzCentrum für Technologie- & Innovationsmanagement 112 5.6 Hochschulbereich Gesundheit & Soziales 114 5.6.1 ifgs Institut für Gesundheit & Soziales 116 5.6.2 KCM KompetenzCentrum für Medizinoekonomie 124 5.7 Forschungseinrichtungen mit interdisziplinärer Ausrichtung 128 5.7.1 ifes Institut für Empirie & Statistik 130 5.7.2 KCBT German-Sino Competence Center of Business & Technology 134 5.7.3 KCC KompetenzCentrum für Corporate Social Responsibility 138 5.7.4 KCD KompetenzCentrum für Didaktik in der Hochschullehre für Berufstätige 141 5.7.5 KCE KompetenzCentrum für Entrepreneurship & Mittelstand 145 5.7.6 KCN KompetenzCentrum für nachhaltige Entwicklung 148 5.7.7 KCQF KompetenzCentrum für qualitative Forschung 152 5.7.8 KCV KompetenzCentrum für angewandte Volkswirtschaftslehre 155 Anlage: Der guten wissenschaftlichen Praxis verpflichtet 160
Hochschulen stehen in allen Leistungsbereichen vor vielfältigen Zukunftsentwicklungen. Anhand ausgewählter Herausforderungen soll hier aufgezeigt werden, wie sich die FOM Hochschule insgesamt und speziell im Bereich der Forschung problemzentriert und innovativ ausrichtet: · Demografie und Studierneigung: Die demografische Entwicklung verschärft den Fachkräftemangel. Langfristige Prognosen gehen von einem Rückgang der Studierendenzahlen in den kommenden Jahren aus. Es wird jedoch erwartet, dass der Anteil internationaler Studierender in Deutschland weiter steigen könnte, was die Gesamtzahl der Studierenden stabil halten oder sogar erhöhen könnte. · Digitale Infrastruktur: Der Ausbau und die Modernisierung digitaler Lehrund Lernplattformen sind unerlässlich. Die Hochschulen müssen in die Weiterbildung investieren und deutlich stärker digitale Kompetenzen in die Curricula integrieren. Die Investitionen in digitale Technologien sind von erheblichem Ausmaß und haben eine kurze technologische Halbwertzeit. Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Lehrund Prüfungsbereich steht im Raum, wird aber von juristischen Fragestellungen zu den Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes begleitet. Die FOM Hochschule begegnet diesen Herausforderungen aktiv. Ein entscheidender Schritt ist die Entwicklung des Digitalen Live-Studiums (DLS) – einer flexiblen und modernen Studienform, die insbesondere für Berufstätige und Personen mit besonderen Anforderungen an die Flexibilität des Studiums konzipiert ist. Das digitale Campusstudium ist ein innovatives Studienkonzept, das den Studierenden ein hohes Maß an Flexibilität und Ortsunabhängigkeit ermöglicht. Es kombiniert digitale Lehrformate wie Online-Vorlesungen, interaktive Webinare, virtuelle Seminare und Online-Lernplattformen. Dies ermöglicht den Studierenden, von überall aus auf Lernmaterialien zuzugreifen und an Vorlesungen teilzunehmen. Studierende können ihre Lernzeiten flexibel gestalten und sind nicht an feste Vorlesungszeiten oder Orte gebunden. Dies ist besonders vorteilhaft für Berufstätige, die Studium und Arbeit besser miteinander vereinbaren möchten. Auch Prüfungen können in verschiedenen Formaten abgelegt werden, je nach Studiengang und Modul, u. a. bietet die Hochschule durch die Möglichkeit zu Online-Prüfungen eine große Flexibilität. Gleichzeitig erhalten Studierende des DLS Zugang zu den physischen Campus-Einrichtungen der FOM. · Die FOM Hochschule schärft das Forschungsprofil: In den zurückliegenden rund 15 Jahren sind mit den Instituten und KompetenzCentren zahlreiche Forschungseinrichtungen entstanden, die sich inhaltlich und personell stetig weiterentwickeln. Heute arbeiten die Einrichtungen interund transdisziplinär zusammen und bilden in der gemeinsamen Antragsstellung auch Forschungscluster. Bei einigen Forschergruppen ist mit der Staffelstabübergabe in der Institutsleitung auch eine thematische Neuausrichtung mit der Nachfolge einhergegangen. Diesem muss Rechnung getragen werden und so hat der Dialog zur thematischen Neuausrichtung einiger Forschungseinrichtungen konstruktiv begonnen. Durch die Schärfung des Forschungsprofils und die Zusammenführung von Forschungsclustern kann die Schlagkraft und Interdisziplinarität der aktiv Forschenden im Wettbewerb um Drittmittel gesteigert werden. Neben öffentlich geförderten Forschungsprojekten spielen zukünftig auch das Einwerben von Industriemitteln und die weitere Beteiligung an hoch gerankten Publikationen eine wichtige Rolle. Für den wissenschaftlichen Nachwuchs werden Qualifizierungsprogramme für die Research Fellows der Forschungseinrichtungen nach der Pilotphase nun weiter ausgebaut. Fellows und auch Mitarbeitende der FOM Hochschule erhalten hier die Möglichkeit, in internationalen Kooperationen mit ausländischen Universitäten zu promovieren. · Internationalisierung und globaler Wettbewerb: Deutsche Hochschulen müssen sich im globalen Wettbewerb behaupten. Dies erfordert international anerkannte Forschungsergebnisse, attraktive Studienangebote und Kooperationen mit internationalen Partnern. Neben der Anziehung internationaler Studierender müssen Hochschulen auch Strategien entwickeln, um diese erfolgreich zu integrieren und zu unterstützen, insbesondere in Bezug auf Spracherwerb und kulturelle Integration. Die FOM Hochschule befindet sich auf deutlichem Internationalisierungskurs: In der Lehre konnten weitere Kooperationen im Ausland erfolgreich abgeschlossen werden. In der Forschung trägt man der Internationalisierungsstrategie durch die Einrichtung eines Scientific Boards Rechnung. Internationale Persönlichkeiten, mit denen die FOM Hochschule im Forschungskontext seit vielen Jahren vertrauensvoll zusammenarbeitet, begleiten die Internationalisierungsstrategie der Forschung. Das Scientific Board bildet einen fachlich interdisziplinären Rahmen, um die Breite der HochschulbereiGeleitwort 6 | 7
Prof. Dr. Burghard Hermeier (Foto: FOM) Prof. Dr. Thomas Heupel (Foto: FOM) che abzubilden. Die Mitglieder dieses Boards werden fallbezogen zu Themenfeldern angesprochen, in denen diese jeweils einschlägig bewandert sind. Die Besetzung des Boards ist nach außen und innen sichtbar. · Nachhaltigkeitsstrategien: Hochschulen sind gefordert, nachhaltige Strategien zu entwickeln, um ihren ökologischen Fußabdruck zu reduzieren. Dies betrifft sowohl die Forschung als auch den Campusbetrieb und die Lehre. Die Bildung für nachhaltige Entwicklung erfordert die Integration von Nachhaltigkeitsthemen in die Curricula und Forschungsschwerpunkte, um Studierende und Forschende auf die Herausforderungen des Klimawandels und die Implikationen einer Agenda 2030 oder die Sustainable Development Goals (SDGs) vorzubereiten. Das Thema Nachhaltigkeit ist bereits seit vielen Jahren integratives Querschnittsthema zwischen Forschung und Lehre! In den Aktivitäten fokussiert sich die FOM auf Forschung, Partnerschaft und Dialog. Sie ist Fellow an der European School of Sustainability Science and Research (ESSSR), einem interuniversitären Konsortium, das sich aus Mitgliedern zusammensetzt, die ein gemeinsames Interesse an den Nachhaltigkeitswissenschaften und an Fragen im Zusammenhang mit der nachhaltigen Entwicklung haben. Gemeinsam mit Prof. Dr. Magdalène Lévy-Tödter sowie Prof. Dr. Klaus Fischer und Prof. Dr. Nicolai Scherle hat Prof. Dr. Estelle Herlyn den Sammelband „Multi-Akteurs-Netzwerke: Kooperation als Chance für die Umsetzung der Agenda 2030“ herausgegeben. Zentrales Anliegen des Buches ist eine systematische, konzeptionelle Auseinandersetzung mit Netzwerken und Partnerschaften. In ihren Geleitworten zum Sammelband betonen sowohl der Generaldirektor der United Nations Industrial Development Organization (UNIDO), Dr. Gerd Müller, als auch der Ehrenpräsident des Club of Rome, Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker, die Wichtigkeit der Auseinandersetzung mit dem Thema zur Erreichung der Ziele der UN und loben die Arbeit der FOM Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Die Inhalte des vorliegenden Forschungsberichts wären ohne die individuelle Leistung von Forschenden sowie die interund intradisziplinäre Gesamtleistung von Forschergruppen nicht möglich. Wir möchten uns bei allen beteiligten Kolleginnen und Kollegen für ihren engagierten Einsatz bedanken und freuen uns darauf, mit Ihnen zusammen an der gemeinsamen Zukunft einer forschungsstarken Hochschule arbeiten zu können. Essen, im November 2024 Prof. Dr. Thomas Heupel Prorektor Forschung Prof. Dr. Burghard Hermeier Rektor FOM Forschung 6 | 7 Geleitwort
> 80 hochgerankte Zeitschriftenbeiträge im Peer-Review-Verfahren 70.000 € Publikationsprämien für Publikationen der Lehrenden 10 15 13 250 150 Institute wissenschaftliche Mitarbeitende KompetenzCentren kooptierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Research Fellows FORSCHUNGSEINRICHTUNGEN Zahlen, Daten, Fakten 90GESAMT Titel Titel NEU7 FOM-Edition Springer Gabler > 320GESAMT Titel Titel NEU 21 Wissenschaftliche Schriftenreihen MA Verlag PUBLIKATIONEN Internationalisierung Die FOM unterhält u. a. Forschungskooperationen mit Partnern aus Bulgarien, China, den Niederlanden, Österreich, Polen, Spanien, Tschechien und Ungarn. Seit 2010 beteiligt sie sich an europäischen Kooperationspartnerschaften z. B. im Rahmen des Programms Erasmus+ und seiner Vorläuferprogramme.
Bergund Kurvenfahrten sowie die besondere Rolle von Wettereinflüssen und Verkehrsknotenpunkten herausgearbeitet werden. Im Sinne der Third Mission beschäftigte sich das Projekt CIRCADIA mit der für alle Menschen relevanten Fragestellung, wie circadiane Rhythmen, d. h. die von „inneren Uhren“ gesteuerten Tagesrhythmen des Menschen, durch neue und vielfältig kombinierbare Technologien im Alltag beeinflusst werden. Der soziotechnische Wandel hin zur Durchdringung der Lebenswelt mit immer mehr – insbesondere digitalen – Geräten verläuft schleichend. Er führt zu einer stetigen Entstrukturierung des Alltags, mit der Konsequenz einer Entrhythmisierung von Biologie und Psychologie vieler Menschen. Durch eine systematische Bestandsaufnahme und Vorausschau wurde ein kurzfristiger (5 Jahre) und ein langfristiger Blick (10 Jahre und mehr) auf potenzielle Auswirkungen einer verstärkten Nutzung digitaler, häufig lichtemittierender Geräte und die damit einhergehenden Chancen sowie Risiken geworfen, z. B. für die Gesundheit des Menschen. Auf Basis der Ergebnisse wurden sowohl Präventionsals auch Lösungsstrategien für existierende Probleme sowie neue Gestaltungsspielräume erarbeitet. Netzwerke & Fachkräftenachwuchs Mit der Landesinitiative „Europa-Schecks“ unterstützt die Landesregierung Nordrhein-Westfalen herausragende Projekte europäischen Engagements, die sich in vielfältiger Weise für die europäischen Werte in NRW einsetzen, den Europagedanken in der Zivilgesellschaft und kommunalen Familie stärken und Bürgerinnen und Bürgern die unterschiedlichen Facetten einer lebendigen Demokratie näherbringen. Das Projekt „MINT-Fachkräftegewinnung und Sicherung in regionalen Netzwerken (Green.MINTNet)“ des Institute of Automation & Industrial Management, das im Rahmen der Landesinitiative gefördert wird, soll den Europagedanken in Nordrhein-Westfalen verankern und die grenzüber-schreitende Verständigung zwischen Akteurinnen und Akteuren in NRW und Bulgarien fördern. Dazu sollen grenzüberschreitende Begegnungen mit dem neuen Kooperationspartner „Deutsch-Bulgarische Begegnungsstätte – Plovdiv“ im Rahmen eines Symposiums organisiert und umgesetzt werden. Das Symposium verfolgt das Ziel, Impulse und Beispiele guter Praxis für eine Fachkräfteentwicklung und gewinnung im Netzwerk zu leisten und wird von der Gemeinschaftsoffensive zur Förderung des MINT-Nachwuchses in NRW (zdi), der Technischen Universität Sofia sowie der Deutsch-Bulgarische Industrieund Handelskammer unterstützt. So sollen aktuelle Erkenntnisse im Sinne des Transfergedankens regional, national wie international zielgerichtet Verbreitung finden. MINT-Nachwuchskräfteförderung, hier beim zdi-Roboterwettbewerb in Essen (Foto: FOM/ Tim Stender) Digitale Geräte: Smartphone, Smartwatch, Tablet und kabellose Kopfhörer (Foto: FOM/Yasmin Lindner) FOM Forschung 14 | 15 Forschung, Partnerschaft & Dialog – Transfer & Third Mission
Forschungskonzept
1 Forschungskonzept Das Forschungskonzept beschreibt das Selbstverständnis der FOM als forschende Einrichtung und dokumentiert die auf Dauer angelegte und systematische Verankerung der Forschung an der Hochschule. Es formuliert die strukturellen Rahmenbedingungen der Forschungsorganisation vor dem Hintergrund des institutionellen Anspruchs der FOM sowie der spezifischen Fächerkulturen der verschiedenen Hochschulbereiche und definiert qualitätsgesicherte Prozesse als Basis für das Forschungsund Qualitätsmanagement. Das Forschungskonzept wird parallel zur Weiterentwicklung des Leitbilds, der Strategie der Hochschule und unter Berücksichtigung aktueller Rahmenbedingungen, z. B. der öffentlichen Forschungsförderung, fortgeschrieben. Von großer Bedeutung für die Weiterentwicklung des Forschungskonzeptes sind auch die Dialoge im Rektorat, in der Delegiertenversammlung der Hochschulangehörigen sowie im Dekanat. Weitere wichtige Stakeholder im Prozess der Fortschreibung des Konzeptes sind die Direktorinnen und Direktoren der Forschungsinstitute, die Leiterinnen und Leiter der KompetenzCentren sowie die an den Hochschulzentren vor Ort tätigen wissenschaftlichen Studienleiterinnen und -leiter in den Hochschulregionen der FOM. Die FOM fokussiert folgende Ausprägungen von Forschungsleistungen: (a) durch Rankings evaluierte Publikationen, die den im jeweiligen Fachgebiet anerkannten Formen und Organen entsprechen; (b) Höhe und Qualität der Drittmittel; (c) Verbundfähigkeit und Kooperationen in Forschung, Entwicklung und Transfer; (d) Preise und Ehrungen für Forschung; (e) Ausrichtung von und aktive Teilnahme an wissenschaftlichen Tagungen; (f) Funktionen in wissenschaftlichen Fachgesellschaften; (g) Mitwirkung in Editorial Boards sowie Herausgeberschaften in wissenschaftlichen Publikationsorganen. Internationalisierung Die Internationalisierung der Forschungsaktivitäten verfolgt das Ziel, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der FOM zu fördern. Die Forschungsaktivitäten der Hochschule tragen dabei der internationalen Zusammenarbeit und der Vernetzung von Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen Rechnung (vgl. Kapitel 4). Forschungseinrichtungen Um institutionell den durch den Wissenschaftsrat formulierten Anforderungen des Master-Sektors zu entsprechen, wurden die Forschungsaktivitäten und der Wissenstransfer in den entsprechenden wissenschaftlichen Fachgebieten vorangetrieben und die etablierten internen Förderund Unterstützungsstrukturen ausdifferenziert. Die FOM verfügt im Berichtszeitraum in allen Hochschulbereichen in thematischer Anlehnung an die etablierten Master-Angebote über Forschungseinrichtungen. Damit wurde die Basis für eine „Forschende Lehre“ sowie den Rückfluss der Forschung in die Lehre und deren Wahrnehmung an den Hochschulzentren gelegt. Die Mitwirkung an der Forschungsprofilierung der Institute und KompetenzCentren steht allen Hochschulangehörigen in allen Hochschulregionen und an allen Hochschulzentren der FOM offen. Die wissenschaftlichen Direktorien bzw. Leitungen stehen im Dialog mit allen Angehörigen ihrer Forschungseinrichtungen (assoziierten Professorinnen und Professoren, wissenschaftlich Mitarbeitenden, nebenberuflich Lehrenden sowie Research Fellows). Insbesondere vor dem Hintergrund der dezentralen Ausrichtung der Lehrangebote der FOM ist eine Konturierung der jeweiligen regionalen Verankerungen der Forschungseinrichtungen unabdingbar. Mittels der regional an den Forschungseinrichtungen assoziierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler können mit Blick auf das bundesweite Bachelorund Master-Studienangebot deutliche Akzente in der „Forschenden Lehre“ gesetzt werden. Im Berichtszeitraum wurde die etablierte Struktur der Forschungseinrichtungen einer turnusmäßigen Prüfung hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit und ihrer fachlichen Passung zu den Hochschulbereichen bzw. den dort verankerten Studienangeboten unterzogen (vgl. Kapitel 5). Förderund Unterstützungsstrukturen Die FOM verfügt über eine der größten, in weiten Teilen betriebswirtschaftlich ausgerichteten Fakultäten im Bundesgebiet. Dieser ausgewiesene Personenkreis wird in Forschungseinrichtungen der Hochschule fachlich zusammengeführt. Die Forschungseinrichtungen der FOM sind über ihre Forschenden aktiv in regionale, nationale und zunehmend auch internationale Forschungsnetzwerke und -verbünde einbezogen. Fachlich ausgewiesene Lehrende der Hochschule halten Vorträge auf internationalen Konferenzen und publizieren nach anerkannten Rankings auf hohem Niveau. Um diesem Personenkreis gute Arbeitsbedingungen zu gewährleisten, setzt die Hochschule auf differenzierte Förderund Unterstützungsstrukturen wie z. B. Publikations18 | 19
prämien, forschungsbezogene Reduzierungen des Lehrdeputats oder die Übernahme von Kosten für Konferenzteilnahmen, deren Finanzierung auf Dauer angelegt ist und die durch das Ressort Forschungsmanagement umgesetzt und kontinuierlich angepasst werden. Publikationsstrukturen Die FOM offeriert ihren Lehrenden den Zugang zu exklusiven Publikationsreihen, die in Kooperation mit Fachverlagen unterschiedlicher Zielgruppenfokussierung durch die Hochschule verlegt werden. Fachund Lehrbücher können beispielsweise in der FOM-Edition bei Springer Gabler veröffentlicht werden. Die Hochschule initiiert in dieser Reihe regelmäßig Herausgeberwerke zu großen gesellschaftlichen Fragestellungen und leistet Beiträge zu thematisch einschlägigen Wissenschaftsjahren des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Die Besonderheit der Titel in der Rubrik Lehrbuch besteht darin, den Studierenden Lehrinhalte in einer speziell für das berufsbegleitende Studium aufbereiteten Didaktik zu vermitteln. Seit Begründung der FOM-Edition im Jahre 2012 wurden knapp 100 Bände publiziert, die mit mehr als 13 Mio. Kapiteldownloads eine breite Wahrnehmung finden. Die Reihe wird stetig um Formate ergänzt, wie z. B. „RESEARCH“ zur Veröffentlichung von Dissertationen aus kooperativen Promotionsprogrammen oder „Kompakt“ als spezifiziertes Springer Essential, eine Reihe für komprimierte und kurzfristig erscheinende Inhalte. In allen Publikationsreihen der FOM unterstützt das Teilressort Publikationen im Forschungsmanagement der Hochschule die Autorinnen und Autoren umfassend bei der Umsetzung der typischen formalen und operativen Anforderungen des Publikationsprozesses und wickelt das Herausgebermanagement mit den Verlagen ab. Open-Access-Strategie und Digitale Bibliothek Forschungsergebnisse und wichtige Diskursbeiträge der FOM sollen einer breiten Öffentlichkeit in Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft zugänglich gemacht werden. Die FOM befürwortet daher die weltweite Open-AccessInitiative, die in der Berliner Erklärung über offenen Zugang zu wissenschaftlichen Erkenntnissen und der Gemeinsamen Erklärung der Wissenschaftsorganisationen zu Open Access (OA) und Urheberrecht beschrieben ist. Die FOM unterstützt ihr wissenschaftliches Personal bei der Umsetzung von OA-Veröffentlichungen nach Möglichkeit. Im Berichtszeitraum stehen den Hochschulangehörigen FOM Forschung 18 | 19 1 Forschungskonzept
beispielsweise über den Hochschulverlag mehr als 20 themendifferenzierte OA-Schriftenreihen als Publikationsplattform ohne Kostenbeteiligung zur Verfügung. Die dort unter Creative-Commons-Lizenz (CC-BY) entstehenden Veröffentlichungen unterliegen keinen Zugriffsbeschränkungen und werden über einschlägige Repositorien einer breiten Öffentlichkeit aktiv angeboten. Durch die Teilnahme an der DEAL-Vereinbarung bietet die FOM den Hochschulangehörigen zudem Möglichkeiten, in Zeitschriften der Verlage Springer Nature, Wiley, Elsevier und Hogrefe OA zu publizieren (Publishing) sowie auf diese elektronisch zugreifen zu können (Reading). Die Volltexte sind über die Digitale Bibliothek der Hochschule abrufbar, die darüber hinaus einen umfassenden Zugriff auf Publikationen und Datenbanken über den Online Campus der Hochschule bietet. Organisatorisch sind die Themenkomplexe wissenschaftliches Publizieren sowie Digitale Bibliothek über das Teilressort Publikationen dem Forschungsmanagement der FOM angegliedert. Wechselwirkungen zwischen Forschung und Lehre Das Studium an der FOM umfasst eine strukturierte und systematische Einbindung der Studierenden in die Forschung. Darüber hinaus bieten die Forschungseinrichtungen Angebote der wissenschaftlichen Mitarbeit sowie individuelle Zugänge zum Forschungsgeschehen. Die an den Forschungseinrichtungen assoziierten Lehrenden machen die Forschung in der Lehre erlebbar. Ergebnisse der Forschung werden didaktisch und medial aufbereitet und finden direkt Anwendung in der Lehre. Darüberhinausgehende Formate des Rückflusses von Forschung in die Lehre wurden in den letzten Jahren entwickelt und implementiert, im nachfolgenden Kapitel 2 werden diese ausführlich beschrieben. Leitlinien guter wissenschaftlicher Praxis und Ethikkommission Die FOM ist der guten wissenschaftlichen Praxis verpflichtet. In Übereinstimmung mit den Beschlüssen der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) sowie der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) formuliert die FOM die wesentlichen Bestandteile der Praxis in Leitlinien und Regeln, denen alle Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Hochschule verpflichtet sind. Die Leitlinien guter wissenschaftlicher Praxis sowie die Leitlinien zum Forschungsdatenmanagement wurden auf Basis des Kodex „Wissenschaftliche Integrität“ der DFG überarbeitet, durch die Delegiertenversammlung beschlossen und der DFG sowie der Hochschulöffentlichkeit im Berichtszeitraum zur Kenntnis gebracht. Als Ansprechpersonen zur Beratung bei Fragen der guten wissenschaftlichen Praxis und bei Verdacht auf wissenschaftliches Fehlverhalten wurden an der FOM zwei Ombudspersonen eingesetzt. Eine Kontaktaufnahme ist sowohl persönlich als auch auf anonymem Wege möglich. Die Ethikkommission der FOM stellt sicher, dass bei Forschungsvorhaben an der Hochschule, die Untersuchungen am Menschen vorsehen, die Würde und Integrität dieser Personen nicht beeinträchtigt werden. Sie stellt sicher, dass die Forschenden geeignete Maßnahmen treffen, Sicherheit und Wohl der teilnehmenden Personen zu gewährleisten und Risiken auszuschalten. Die Verantwortung der Forschenden für ihre Forschungsvorhaben bleibt hiervon unberührt. Im Berichtszeitraum hat die Ethikkommission das Papier „Ethische Leitplanken in der Forschung“ erarbeitet. Angelehnt an die Charta „Partnerschaft für Lehre und Lernen“ der FOM werden dort ethische Rahmenbedingungen für Forschende, Studierende und Forschungsteilnehmende formuliert. Das Papier wurde in der Delegiertenversammlung, dem Rektorat, dem Dekanat und im Rahmen eines Webinars für die bundesweit tätigen Geschäftsund Studienleitungen präsentiert und diskutiert. Third Mission Als wirtschaftsnahe, gemeinnützige Hochschule ist sich die FOM der Verflechtung mit ihrer Umwelt, insbesondere der Wirtschaft und der Gesellschaft, bewusst. Sie beachtet in ihren Aktivitäten gesellschaftliche Trends und Bedürfnisse sowie gesellschaftliche wie ökonomische Herausforderungen wie z. B. den demografischen Wandel, nachhaltige Entwicklung, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz oder Fachkräftemangel. Neben den beiden Kernaufgaben Lehre und Forschung fühlt sich die FOM daher einem dritten Aufgabenbereich, der sogenannten „Third Mission“, verpflichtet, die sich mit dem Transfer zu außerakademischen Partnern in Wirtschaft und Gesellschaft befasst. Scientific Board Im Kontext der in den letzten Jahren vollzogenen Hochschulentwicklung und in Anbetracht der Herausforderun20 | 21
gen, mit denen sich die FOM zukünftig auseinandersetzen muss, werden die Aufgabenfelder für externe Sachverständige und Expertinnen und Experten thematisch und inhaltlich breiter. Bedingt durch einen deutlichen, fachlichen und thematischen Ausbau der Hochschulbereiche und die zunehmende Internationalisierung der Hochschule wurde das Gremium breiter aufgestellt und international besetzt. Die flexibel gutachterlichen und beratend tätigen Persönlichkeiten sind mit den Spezifika der FOM vertraut und können die Weiterentwicklung der Hochschule nachvollziehen. Das Scientific Board bildet einen Rahmen, um die fachliche Breite der Hochschule abzubilden und eine schnelle Mandatierung zu ermöglichen. Die Mitglieder dieses Boards werden fallbezogen zu allen Themenfeldern angesprochen, in denen diese jeweils einschlägig bewandert sind. Die Besetzung des Boards wurde nach Außen und Innen sichtbar gemacht, die Mitwirkenden werden aktiv vernetzt. Forschungskommunikation Die am Prorektorat Forschung und dem Ressort Forschungsmanagement angesiedelte Forschungskommunikation ist die zentrale Stelle für die Verbreitung der Forschungsinhalte, -ergebnisse und -aktivitäten der FOM Hochschule. In Zusammenarbeit mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern werden Forschungsund Transferprojekte, Publikationen, Netzwerkaktivitäten sowie wissenschaftliche Tagungen insbesondere online sichtbar gemacht und über passende Kanäle kommuniziert. Darüber hinaus informiert das Referat übergreifend über das Forschungsleben an der Hochschule. Neben der Veröffentlichung wissenschaftlicher Ergebnisse innerhalb der Scientific Community – etwa in Publikationen und Vorträgen – legt die Hochschule besonderen Wert auf die Ansprache von Anwenderinnen und Anwendern. Forschungsund Wissenschaftskommunikation haben daher einen hohen Stellenwert: Sie fördern die Vernetzung mit der Wirtschaft und stellen sicher, dass wissenschaftliche Erkenntnisse auch in der Praxis genutzt werden – sei es in Unternehmen, in der Verwaltung oder durch andere gesellschaftliche Akteurinnen und Akteure. Im Rahmen von Drittmittelprojekten ist die öffentliche Verbreitung von Ergebnissen oft ein zentraler Förderbestandteil. Die Forschungskommunikation unterstützt hierbei, indem sie Forschende bei der Umsetzung förderrechtlicher Vorgaben entlastet. Dies ermöglicht den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, sich auf ihre fachlichen Aufgaben zu konzentrieren. Da die gesellschaftliche Verantwortung der Wissenschaft, die Third Mission, an der FOM aktiv gelebt wird, flankiert die Forschungskommunikation die Aktivitäten dieser Dritten Mission, die aus der Forschung initiiert werden, etwa in den Bereichen Nachhaltigkeit, Diversity Management, Gender Mainstreaming oder dem Kampf gegen den Fachkräftemangel. Zentrale Kanäle für die Forschungskommunikation sind die Forschungs-Websites der Hochschule, der Wissenschaftsblog „FOM forscht“ sowie Social Media, insbesondere LinkedIn. Auf den Forschungsseiten der Website werden die Strukturen und Projekte der Hochschule dargestellt, ergänzt durch aktuelle News-Meldungen. Der Wissenschaftsblog bietet darüber hinaus dynamische Inhalte zu aktuellen Themen, häufig in Form von Interviews, gelegentlich auch im Rahmen von Videos. Die Beiträge sind thematisch nach Hochschulbereichen, Regionen oder gesetzten Schlagworten filterbar, um spezifische Interessen der Leserinnen und Leser zu bedienen. Beiträge dieser Kategorien können darüber hinaus auch abonniert werden. Die Expo „FOM forscht“, eine virtuelle Ausstellung von Audiound Video-Exponaten, in denen Forschende in maximal drei Minuten ihre Projekte, Publikationen und Tagungen vorstellen, ergänzt die Verbreitung von Forschungsinhalten ebenso wie klassische Kommunikationsformen wie Presseverteiler. Der Wissenschaftsblog und die Expo geben der FOM unter dem Label „FOM forscht“ Sichtbarkeit für die starke Forschungstätigkeit der Hochschule. Insbesondere mittels des sozialen Mediums LinkedIn erreichen die Forschungsbeiträge Praktikerinnen und Praktiker, die an anwendungsorientierter Wissenschaft interessiert sind, wodurch die Verbreitung von Forschungserkenntnissen in berufliche Netzwerke gestärkt wird. Mit der Suche unter dem Hashtag FOMforscht – #FOMforscht – findet man dort und in weiteren sozialen Medien entsprechende Beiträge. Die im Rahmen von Social-Media-Postings implizierte und vielgenutzte Einladung zur Interaktion fördert die Stärkung themenbezogener Netzwerke aus Wirtschaft und Wissenschaft. Über die Vorteile und Möglichkeiten sozialer Netzwerke für Forschende im digitalen Zeitalter mittels Wissenschaftskommunikation und -PR haben die Referentin für Forschungskommunikation, der Vize-Kanzler für Forschungsorganisation und die Fachkoordinatorin Publikationen der FOM Hochschule gemeinsam ein Buchkapitel verfasst. Dieses wurde im Tagungsband „Werbung und PR im digitalen Zeitalter. Grenzen, Übergänge und neue Formate“ veröffentlicht. Durch diese vielfältigen Maßnahmen erhöht die FOM Hochschule die Sichtbarkeit ihrer Forschung und fördert den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Praxis. FOM Forschung 20 | 21 1 Forschungskonzept
Forschung für Studium & Lehre
2 Forschung für Studium & Lehre Das Studium an der FOM umfasst, insbesondere im Segment der Master-Angebote, auf curricularer Ebene eine strukturierte Einbindung der Studierenden in die Forschung. Module zu qualitativen und quantitativen Forschungsmethoden sowie Forschungsund Projektmodule entsprechen den u. a. vom Wissenschaftsrat geforderten Formaten, in denen mit dem erworbenen Wissen Reflexion geübt und verfeinert sowie intellektuelle Eigenständigkeit und methodische Handlungsfähigkeit erlangt werden können. Formate, in denen Wissen erworben und reproduziert wird, werden mit Ergebnissen angewandter Forschung angereichert, um den berufsbegleitend Studierenden die Verbindung von Wissenschaft und Praxis zu verdeutlichen. Dies betrifft insbesondere die konsekutiven Master-Angebote, deren didaktisches Konzeptmerkmal u. a. die Forschungsund Transferorientierung ist. Der forschungsorientierte Charakter wird im Rahmen der „Master-Journey“ systematisch durch die Einbindung von Methoden-Modulen in den Studienverlauf sowie eine systematische Heranführung an eine forschungsorientierte Master-Thesis adressiert. Diese systematische Heranführung beginnt mit dem „Exposé-Modul zur Master-Thesis“ im 4. Semester und beinhaltet verschiedene Orientierungsangebote aus den FOM Forschungseinrichtungen (u. a. Impulsvorträge aus den FOM Forschungsinstituten, die Möglichkeit der Teilnahme am Digitalen Master-Forschungsforum der FOM sowie das Ablegen der Master-Arbeit im Paper Style). Eine forschungspraktische Perspektive eröffnen weiterhin die in die Modullehre integrierten virtuellen Leuchtturmvorträge. Dabei stellen Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Berufspraxis (z. B. der Forschungseinrichtungen) für den Fachbereich gängige Forschungsdesigns und Arbeitsmethoden vor. So wird den Studierenden die wissenschaftlich fundierte berufspraktische Arbeit, die die Tätigkeit als angehende Spezialistin oder als Spezialist erfordert, nähergebracht. Digitales Master-Forschungsforum Die Master-Thesis stellt eine anspruchsvolle wissenschaftliche Herausforderung dar. Im Rahmen des Digitalen MasterForschungsforums bietet die FOM ihren Studierenden, aber auch Lehrenden und Mitarbeitenden, einen breit gefächerten wissenschaftlichen fachund methodenspezifischen Austausch mit ausgewiesenen Expertinnen und Experten der Forschungseinrichtungen, deren Forschungspartnerinnen und -partnern, Expertinnen und Experten der Wirtschaft sowie erfolgreichen Alumni. Ausgehend von einer langjährigen formalen Genese von zentral – und kurzzeitig auch dezentral – ausgerichteten mehrtägigen Präsenzveranstaltungen erfolgte im Jahr 2020 eine Transformation des Master-Forschungsforums in den virtuellen Raum. Angelehnt an die Organisation einer wissenschaftlichen Tagung setzt sich das einwöchige Format aus zentralen Foren sowie von Chairs geleiteten fachund methodenspezifischen Tracks zusammen, die sich wiederum aus verschiedenen Sessions speisen. Jeder Track setzt sich mit einem aktuellen Thema auseinander, das aus verschiedenen fachwissenschaftlichen Perspektiven und methodischen Ansätzen betrachtet wird. Dabei werden Impulse für thematische Ansätze und mögliche methodische Vorgehensweisen im Rahmen der Vorbereitung einer Thesis gegeben. Die bundesweit ansässigen Studierenden können sich darüber hinaus untereinander und mit den ebenfalls bundesweit ansässigen Forschenden vernetzen, erhalten Einblicke in die Aktivitäten der Forschungseinrichtungen und lernen von der guten Praxis erfolgreicher Alumni und Fellows. Ein weiteres Ziel des Digitalen Master-Forschungsforums besteht in der Integration und Sozialisation der Studierenden in die akademische Bildungswelt und in die anwendungsbezogene Forschung der FOM. Die Interaktionserfahrungen mit den verschiedenen Gruppen im Rahmen der Foren sollen positive Impulse für die Lernund Studienerfahrungen sowie die Persönlichkeitsentwicklung der Studierenden setzen. Die Foren bieten Räume für Interaktion, kooperative Vernetzung und für das Erleben von akademischer Diskussion und Gemeinschaft, die weit über die Möglichkeiten einzelner Hochschulzentren hinausgehen. Im Berichtszeitraum wurden die Erfahrungen mit dem Format unter dem Titel „Finde deine Forschungsfrage – Virtuelles Austauschforum für die Master-Thesis“ publiziert. Der entsprechende Artikel erschien in der Ausgabe 4/24 der Zeitschrift „Die Neue Hochschule“ (DNH) des Hochschullehrerbund – Bundesvereinigung e. V. 7. Digitales Master-Forschungsforum der FOM (Fotos: FOM/Tim Stender; Collage: FOM/Joanna Waldmann) 24 | 25
3 Förderung wissenschaftlichen Nachwuchses der themenübergreifenden Reihe „Arbeitspapiere der FOM“ zu publizieren. Mit der Stiftung eines institutionellen Publikationsrahmens würdigt die Hochschule sehr gute berufsbegleitend erbrachte Studienleistungen und dokumentiert die wissenschaftliche Befähigung ihrer Absolventinnen und Absolventen. Bis zum Ende des Berichtszeitraums sind mehr als 120 Abschlussarbeiten in verschiedenen Reihen veröffentlicht worden, die den Hochschulangehörigen der FOM als Volltexte im Rahmen der Online-Literaturversorgung zur Verfügung stehen. Wissenschaftliches Qualifizierungsprogramm Für exzellente Absolventinnen und Absolventen sowie für interessierte wissenschaftliche Mitarbeitende werden durch gezielte wissenschaftliche Qualifizierung notwendige Rahmenbedingungen für die persönliche und berufliche Weiterentwicklung in Richtung Promotion geschaffen. Im Wissenschaftlichen Qualifizierungsprogramm frischen die Teilnehmenden im Rahmen von sechs Workshops unter der Anleitung von forschungsstarken Professorinnen und Professoren über mehrere Monate hinweg wissenschaftliche Methoden und Forschungsdesigns für eine Dissertation auf und erstellen ein erstes wissenschaftliches Exposé, mit dem sie sich bei einer promotionsberechtigten Universität bewerben können. Im Einzelnen umfassen die Inhalte des Wissenschaftlichen Qualifizierungsprogramms u. a. die kritische Reflexion eines Promotionsvorhabens, eine realistische Einschätzung der Arbeitslast einer Promotion und die Erstellung eines individuellen Arbeitsplanes. Darüber hinaus werden in einzelnen Workshops wissenschaftliche Methoden, Forschungsdesigns sowie wissenschaftliches Schreiben und Präsentieren behandelt. Die Teilnehmenden werden über das gesamte Programm durchgehend von forschungsstarken wissenschaftlichen Mentorinnen und Mentoren der Hochschule begleitet. Bisher sind zwei Durchgänge des Wissenschaftlichen Qualifizierungsprogramms erfolgreich durchgeführt worden. Kooperative Promotionen Als Fachhochschule mit Sitz in Nordrhein-Westfalen verfügt die FOM aktuell über kein eigenes Promotionsrecht. Für die FOM besteht als private, nicht staatlich refinanzierte Hochschule absehbar nicht die Möglichkeit, Mitgliedshochschule im Promotionskolleg für angewandte Forschung der Fachhochschulen in Nordrhein-Westfalen zu werden, obwohl viele ihrer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die persönlichen Voraussetzungen für die Betreuung von Promotionen erfüllen. Ungeachtet dieser Entwicklung in NordrheinWestfalen möchte die FOM als bundesweit tätige Hochschule den leistungsfähigsten Studierenden, Research Fellows und Mitarbeitenden weitere Wege zur Promotion aufzeigen. Dazu hat die Hochschule mehrere Kooperationsprogramme mit ausländischen Universitäten aufgelegt. In diesen Kooperationen haben fachlich ausgewiesene und forschungsstarke Professorinnen und Professoren der FOM jeweils die Möglichkeit, den Promotionsprozess als Co-Supervisor zu begleiten. Im Einzelnen bestehen folgende Kooperationen: · Die FOM bietet unter Federführung der renommierten spanischen Universidad Católica San Antonio de Murcia (UCAM) seit über 12 Jahren ein berufsbegleitendes Promotionsprogramm an, das die besonderen Bedürfnisse berufstätiger Promovenden berücksichtigt. Die Promotion erfolgt in englischer Sprache; 60 Teilnehmende haben auf diesem Weg bereits die Doktorwürde erhalten. · Eine jüngere Kooperation besteht mit der Universität Sopron in Ungarn. Das Programm berücksichtigt ebenfalls die besonderen Bedürfnisse von berufstätigen Promotionsstudierenden. Es beinhaltet u. a. Seminare zur Wissenschaftstheorie, zu quantitativen Forschungsmethoden und zu den grundlegenden Anforderungen an Aufbau und Methodik wirtschaftswissenschaftlicher Dissertationen. Sowohl die Kooperation mit der UCAM als auch die mit der Universität Sopron werden vom International Office der FOM unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Dr. habil. Clemens Jäger betreut. · Zusätzlich kooperiert die FOM mit mehreren europäischen Universitäten, die individuelle Promotionsmöglichkeiten für Research Fellows und FOM Absolventinnen und Absolventen bereitstellen. Die Promovierenden werden von einem Betreuerteam einschließlich eines Co-Supervisors der FOM individuell begleitet. Zu den kooperierenden Partner-Universitäten zählt die niederländische Radboud University (Nimwegen), die den Schwerpunkt auf wirtschaftswissenschaftliche Promotionsthemen legt. Auch an der TU Sofia in Bulgaren sind in Zusammenarbeit mit der vom DAAD geförderten Fakultät für deutsche Ingenieurund Betriebswirtschaftsausbildung FDIBA kooperative Promotionen möglich. · Dank der Initiative verschiedener Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Hochschule werden weitere individuelle Promotionen an der FOM kooperativ betreut, die an unterschiedlichen Institutionen im Inund Ausland stattfinden. Als Beispiel sei hier eine Kooperation des iwp Institut für Wirtschaftspsychologie mit Univ.-Prof. Dr. Christine Sutter von der Deutschen Hochschule der Polizei (DHPol), Fachgebiet II.4 Verkehrswissenschaft & Verkehrspsychologie, genannt (Einzelheiten dazu im Kapitel 5.2). Diese Kooperation hilft, den wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern und gibt exzellenten Absolventinnen und Absolventen der FOM Hochschule die Möglichkeit, ihre individuellen Promotionsvorhaben zu verwirklichen. FOM Forschung 30 | 31
Internationalisierung der Forschung
4 Internationalisierung der Forschung Die Forschungsaktivitäten der Hochschule tragen der internationalen Zusammenarbeit und der Vernetzung von Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen Rechnung. Die Internationalisierungsstrategie in der Forschung ist von der Überzeugung getragen, dass die großen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen der Gegenwart nur gemeinsam zu lösen sind und die FOM ihre Potenziale und Kompetenzen in Wissenschaft und Innovation einbringen möchte. Durch die Zusammenarbeit von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Hochschule mit internationalen Kolleginnen und Kollegen erhalten ihre Forschungsaktivitäten eine zusätzliche Qualität. Durch den Ausbau und die Vertiefung der Zusammenarbeit wird dabei auch der zunehmenden europäischen bzw. internationalen Ausrichtung von Förderprogrammen entsprochen. Im Bereich der Drittmittelprojekte erfolgt hierbei einerseits eine Ausrichtung an Ausschreibungen deutscher Fördermittelgeber mit internationalem Bezug. Hier sind insbesondere international ausgerichtete Förderinitiativen des BMBF sowie des DAAD zu nennen. Darüber hinaus beteiligt sich die FOM an nationalen Strukturfondsprogrammen wie z. B. dem Europäischen Sozialfonds, die einen Schwerpunkt für transnationale Aktivitäten eingerichtet haben. Die genannten Programme ermöglichen einen Austausch von Erfahrungen und Fachwissen zwischen einer Vielzahl von Akteuren wie staatlichen Stellen, Bildungsorganisationen, Organisationen der Zivilgesellschaft und anderen Initiativen und Netzwerken. Die FOM beteiligt sich regelmäßig erfolgreich an Ausschreibungen europäischer Fördermittelprogramme wie z. B. Erasmus+. Hier konnte die Hochschule in den letzten Jahren insbesondere in den Bereichen Gesundheitsund Pflegemanagement durch gemeinsame Projekte erfolgreich ein europäisches Netzwerk mit Partnern in Polen, Österreich und Spanien etablieren. Die FOM verfügt, neben strukturierten kooperativen Promotionsprogrammen mit der Universidad Católica San Antonio de Murcia in Spanien und der University of Sopron in Ungarn, über eine wachsende Anzahl an internationalen Partneruniversitäten, die wissenschaftlich Mitarbeitenden und Research Fellows individuelle kooperative Promotionen ermöglichen. Die englischsprachige International Series und die Schriftenreihe Research, die in der FOM-Edition bei Springer Gabler erscheinen, flankieren die Internationalisierungsstrategie und die oben beschriebenen Aktivitäten. Die FOM konnte in den letzten Jahren immer wieder erfolgreich als Gastgeberin internationaler Workshops und Tagungen auftreten. Im Ressort Forschungsmanagement verankert sind der EUReferent der Hochschule sowie die Gesamtkoordinatorin für Europäische Projekte. Diese arbeiten eng mit dem International Office, der FOM German-Sino School of Business & Technology und den Forschungseinrichtungen der Hochschule zusammen. Die FOM unterstützt ihre Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zudem bei der Teilnahme an internationalen Konferenzen und bietet im Bereich der Publikationen besondere Anreize und Unterstützungsleistungen für Veröffentlichungen ihrer Forschenden in internationalen Zeitschriften. Die Forschungseinrichtungen nehmen auch bei der Internationalisierung der Forschung eine besondere Stellung ein. Folgende ausgewählte Beispiele und Drittmittelprojekte dokumentieren die zunehmende Internationalisierung der Forschung an der FOM. Förderungen deutscher Fördermittelgeber mit internationalem Bezug (Auszug) Die Fakultät für deutsche Ingenieurund Betriebswirtschaftsausbildung (FDIBA) wurde 1990 durch einen Beschluss des Akademischen Rates der Technischen Universität Sofia und im Rahmen einer Vereinbarung zwischen den Regierungen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Bulgarien eingerichtet und wird vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) gefördert. Die Studierenden an der FDIBA werden nach den Studienplänen der deutschen Partnereinrichtungen Karlsruher Institut für Technologie, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Technische Universität Braunschweig und FOM ausgebildet. Lehrveranstaltungen werden in deutscher Sprache durchgeführt und die Studierenden erhalten nach Absolvierung einen Doppelabschluss. Dieses deutsch-bulgarische Projekt ist das größte und älteste deutsche Ausbildungsprojekt in Osteuropa und wird jährlich von über 500 Studierenden durchlaufen. Die FOM wird im Projekt FDIBA aus Mitteln des Auswärtigen Amtes gefördert. FOM Professorinnen und Professoren setzen sich vor Ort für eine Sicherung der bisherigen Lehrqualität unter Einbezug von deutschen und internationalen Qualitätsstandards an der bulgarischen Fakultät ein, indem sie Lehre in Flying-FacultyModellen durchführen. Daneben finden regelmäßig Forschungsworkshops in Sofia und Essen zur Abstimmung gemeinsamer Forschungsthemen und zum Erfahrungsaustausch in der Forschungsorganisation statt. Darüber hinaus ist es für Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler der FOM möglich, eine kooperative Promotion an der FDIBA durchzuführen. Die intensive Zusammenarbeit spiegelt sich in der Forschungsleistung: FOM und FDIBA haben in den letzten Jahren mehrere gemeinsame Förderanträge gestellt und waren in verschiedenen transnationalen und europäischen Drittmittelprojekten erfolgreich gemeinsam tätig, aus denen wiederum gemeinsame Publikationen entstanden sind. 34 | 35
4 Internationalisierung der Forschung Mit dem Programm „Internationalisierung der Hochschulen für angewandte Wissenschaften und Fachhochschulen“ (HAW.International) unterstützt der DAAD die strategische Verankerung des Internationalisierungsprozesses auf allen Hochschulebenen und über alle Personengruppen, von Studierenden über die Lehrenden und Forschenden bis hin zum Verwaltungspersonal. Nachdem die FOM bereits in der ersten Programmrunde erfolgreich war, wurden 2023 im Projekt „International Readiness in Lifelong Learning (IRLL)“ neue Lernkonzepte auf der Ebene von digitalen Microlearning-Angeboten für die berufsbegleitend Studierenden an der FOM konzipiert, um deren individuelle „International Readiness“ analysierbar zu machen. Dazu wurden ein KI-gestützter AuslandsChatbot sowie ein adaptives Lerntool als Prototypen für digitale Anwendungen zur bedarfsorientierten Förderung internationaler und studienübergreifender Lernerfahrungen entwickelt und von Studierenden der FOM systematisch auf ihre praktische Anwendbarkeit und Eignung getestet. Zusätzlich waren in kleinerem Umfang auch Studierende der Projektpartnerin FDIBA aus Bulgarien in den Test eingebunden, sodass ein hochschulund länderübergreifender Abgleich der Ergebnisse vorgenommen werden konnte. Durch die Ermittlung gemeinsamer Bedarfe konnten erste Abstimmungen zu hochschulübergreifenden Projekten zur Vermittlung studienübergreifender Kompetenzen angestoßen werden. Das Programm HAW.International fördert neben den genannten Projekten auch die aktive Teilnahme von Angehörigen deutscher Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAWs) und Fachhochschulen (FHs) an internationalen wissenschaftlichen Kongressen im Ausland, sowohl in Präsenz als auch online. Die FOM unterstützt diese Fördermöglichkeit bei Lehrenden, Mitarbeitenden und Studierenden durch Beratungsangebote und die Unterstützung bei Antragstellungen. Im Berichtszeitraum konnten sowohl Professorinnen und Professoren als auch wissenschaftliche Mitarbeitende hier erfolgreich Stipendien einwerben. Des Weiteren wurde im Berichtszeitraum unter der Federführung von Prof. Dr. Mühlbradt (iaim) der Antrag „Resilientes Transformationsmanagement zur Kreislaufwirtschaft in der Textilindustrie (ReTraKT)“ im BMBFProgramm „Zukunft der Wertschöpfung – Gestaltung der Arbeit in europäischen Kollaborationsnetzwerken (EuKoNet)“ eingereicht und für eine Förderung ausgewählt. Als deutsche Forschungspartner sind der Lehrstuhl für Textilmaschinenbau und das Institut für Textiltechnik der RWTH Aachen sowie das Center for Circular Economy der RWTH Aachen beteiligt. Mit der Landesinitiative „Europa-Schecks“ unterstützt die Landesregierung Nordrhein-Westfalen herausragende Projekte europäischen Engagements, die sich in vielfältiger Weise für die europäischen Werte in NRW einsetzen, den Europagedanken in der Zivilgesellschaft und der kommunalen Familie stärken und den Menschen die unterschiedlichen Facetten einer lebendigen Demokratie näherbringen. Im Berichtszeitraum wurde das Vorhaben „MINT-Fachkräftegewinnung und Sicherung in regionalen Netzwerken (Green.MINTNet)“ für eine Förderung aus Mitteln der Landesinitiative ausgewählt. Gemeinsam werden sich die deutsch-bulgarische Begegnungsstätte in Plovdiv, die deutsch-bulgarische Handelskammer, die FDIBA, die Gemeinschaftsoffensive Zukunft durch Innovation (zdi) des Landes NRW und das iaim Institute of Automation & Industrial Management der FOM im Rahmen eines transnationalen Symposiums mit dem Thema der Fachkräfteentwicklung befassen. Internationale Aktivitäten (Auszug) Die FOM verfügt über eine langjährige Kooperationserfahrung mit ausgewählten chinesischen Hochschulen und ermöglicht chinesischen Studierenden ein Studium in Deutschland. Das Studienangebot der FOM zählt europaweit zu den größten Austauschprogrammen mit Hochschulen in China. Seit 2013 bündelt die FOM dieses Angebot und ihre gesammelten Kompetenzen der hochschulischen Ausbildung junger Chinesinnen und Chinesen in der FOM German-Sino School of Business & Technology. Im Herbst 2017 erfolgte die Gründung des KCBT German-Sino Competence Center of Business & Technology unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Andreas Oberheitmann und Prof. Dr. Axel Müller. Das KCBT bündelt die Forschungsaktivitäten der FOM German-Sino School of Business & Technology mit der Zielsetzung, allgemeine globale Entwicklungen in ihren internationalen Ursachen, Wirkungen und Verflechtungen darzustellen. Vor dem Hintergrund der aktuellen China-Strategie der Bundesregierung und der daran angelehnten geänderten Ausrichtung der Forschungsförderung ist es aktuell für das KCBT herausfordernd, gemeinsame Drittmittelprojekte mit den langjährigen chinesischen Partnern durchzuführen. Das KCBT bringt seine China-Kompetenz als assoziierter Partner in das BMBF-geförderte Projekt „China-Kompetenznetzwerk für den Wissenschaftsstandort Niederrhein/Ruhr (C-NET RNR)“ in der Förderlinie „Regio-China/Förderung des regionalen Ausbaus der China-Kompetenz in der Wissenschaft“ ein. Eine detaillierte Beschreibung der Aktivitäten des KCBT findet sich in Kapitel 5.7.2. Europäische Förderprogramme Im Rahmen der Leitaktion 2 im Programm Erasmus+ beteiligt sich die FOM regelmäßig an europäischen VerbundproFOM Forschung 34 | 35
jekten. Im Berichtszeitraum wurden zwei Projekte aus dem Förderbereich „Cooperation Partnerships“ umgesetzt. Unter der Federführung des Instituts EDU Research Polska Sp. z o. o. wird im Zeitraum vom 01.04.2022 bis 31.10.2024 das aus Mitteln des Programms Erasmus+ geförderte Projekt „Family Health Advisor (FHA)“ umgesetzt. Neben der FOM sind die Széchenyi István University in Ungarn, die Cardinal Stefan Wyszyński University in Polen und das internationale Privatinstitut für Forschung und Netzwerkarbeit in Bildung, Beratung und Management in soziokulturellen Bereichen (IFN) als Partner beteiligt. Die wissenschaftliche Leitung an der FOM liegt bei Prof. Dr. habil. Manfred Cassens am ifgs Institut für Gesundheit & Soziales. Eine detaillierte Beschreibung des Projektes findet sich in Kapitel 5.6.1. Ebenfalls am ifgs startete im Berichtszeitraum das Erasmus+- geförderte Projekt „Knowledg3xchange: Improvement of Nursing Dialogue between Practice, Education and Science“ unter der Leitung von Yvonne Behrens M.A. Zum Themenfeld „Sprache und Diversität im Pflegesektor“ werden im Projekt kreative und innovative Perspektiven diskutiert und erweitert; langfristig kann das Projekt zu einem erfolgreichen Wissensaustausch zwischen Pflegepraxis, -forschung, -lehre und -ausbildung beitragen. Projektpartner sind die FH Joanneum in Österreich, die Schlesische Medizinische Universität in Polen sowie Praxispartner in drei Ländern. Mitarbeitende der FOM werden regelmäßig für eine Teilnahme an Training and Cooperation Activities (TCA) im Rahmen von Erasmus+ ausgewählt. Yvonne Behrens M.A, wissenschaftliche Mitarbeiterin am ifgs, nahm im September 2023 am TCA „A New Vision for European Cooperation“ an der Universität Regensburg teil. Im März 2024 nahm Dipl.-Ing. (FH) Christoph Hohoff, Vizekanzler für Forschungsorganisation, am TCA „Green Practices for Increasing Environmental Sustainability“ in Riga teil. Europäische Netzwerke Die Lehrenden und Mitarbeitenden der FOM engagieren sich in verschieden europäischen Netzwerken (Auszug): · Education for Climate Coalition: Die von der Europäischen Kommission entwickelte Initiative hat sich zum Ziel gesetzt, eine partizipative Bildungsgemeinschaft zu schaffen, um die für eine klimaneutrale Gesellschaft notwendigen Veränderungen zu unterstützen. · European School of Sustainability Science and Research (ESSSR): Bündelung des umfassenden Wissens und der Ressourcen, die den europäischen Hochschulen derzeit zur Verfügung stehen, um ihr Profil, ihre Aktivitäten sowie ihre wissenschaftlichen Leistungen zu stärken. FOM-Edition bei Springer Gabler Ein großer Teil der in der International Series erschienenen Publikationen wie z. B. „Transdisciplinary Perspectives on Public Health in Europe“, „Occupational Health and Rehabilitation“ oder „German and Chinese Contributions to Digitalization“ sind Ergebnisse internationaler Drittmittelprojekte. Die Schriftenreihe FOM-Edition Research bildet den Rahmen, um exzellente Dissertationen der interessierten Fachöffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Reihe ermöglicht, dass die empirischen Ergebnisse, innovativen Konzepte und fundierten Analysen aus dem Bereich der Wirtschaftswissenschaften eine breite Anerkennung finden und den wissenschaftlichen Diskurs bereichern. Ausrichtung internationaler Tagungen Workshop-Teilnehmende des Projekts „Knowledg3xchange“ (Foto: FOM/Tim Stender) Teilnehmende der ICSB-Tagung in Berlin (Foto: Timo Calla) 36 | 37
4 Internationalisierung der Forschung Die FOM Hochschule hat gemeinsam mit der Hochschule Magdeburg-Stendal und der Akademie für den Mittelstand die Tagung des weltweit größten Mittelstandsverbandes erstmals nach Deutschland geholt. Es handelt sich um den in Washington D.C. (USA) ansässigen International Council for Small Business (ICSB) sowie den in Berlin durchgeführten ICSB World Congress. Dieser fand 02.– 05.07.2024 im Ludwig-Erhard-Haus der IHK und am FOM Hochschulzentrum Berlin statt. Rund 200 Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik sowie 50 Studierende aus aller Welt widmeten sich dem Thema „Empowering Entrepreneurship for a Better Future“. Federführende Wissenschaftler auf Seiten der FOM waren Prof. Dr. Thomas Heupel und Dr. HartmutHeinrich Meyer (KCE), unterstützt wurden sie u. a. von Prof. Dr. Holger Wassermann (ebenfalls KCE) sowie von Prof. Dr. Michael Friebe (CIBE). Die Angebote der FOM im Rahmen der ICSB-Tagung wurden von den Initiativen „Education for Climate Coalition“ und „Climate Pact“ der Europäischen Kommission unterstützt. Internationale Publikationen und Konferenzbeiträge (Auswahl) Auch in den Publikationen und Konferenzbeiträgen ihrer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler spiegelt sich die zunehmend internationale Ausrichtung der FOM. Forschende publizieren in internationalen Journals und präsentieren ihre Forschungsergebnisse auf internationalen Fachkonferenzen. Im Berichtszeitraum sind u. a. folgende Beiträge erschienen: · Eilers, L., Baltin, C. T., Kron, F. et al. (2024): Cost Comparison of Treatment Alternatives for Pleural Effusion and Ascites from a Payer Perspective: Are There Cost Savings from Indwelling Catheters?, in: Journal of Palliative Medicine, Jg. 26, Nr. 11. · Kantermann, T. et al. (2024): Altered Coordination between Sleep Timing and Cortisol Profiles in Night Working Female Hospital Employees, in: Psychoneuroendocrinology, Jg. 166, 107066. · Klinkhammer, D., Rüther, J., Schemmann, M. (2024): Exploring the Association Between Adult Education, Personality Traits, and Civic Participation: An Analysis of National Education Panel Study Data, in: Adult Education Quarterly. · Voit, A. K., Rhoden, I. (2024): Environmental Externalities in the Tourism Sector through COVID-19, in: European Journal of Tourism Research, Jg. 36, 3601. · Buchkremer, R. et. al. (2023): A Biological Sequence Comparison Algorithm Using Quantum Computers, in: Scientific Reports, Jg. 13, 14552. · Essler, S. et al. (2023): The Cultural Basis of Cultural Evolution: Longitudinal Evidence that Infant Imitation Develops by Being Imitated, in: Current Biology, Jg. 33, Nr. 21, S. 4674–4678. · Friebe, M. et al. (2023): Novel and Inexpensive Gamma Radiation Sensor: Initial Concept and Design, in: International Journal of Computer Assisted Radiology and Surgery, Jg. 18, Nr. 11, S. 1987–1990. · Gräsner, T., Vogt, R. (2023): Integrated Acceptance Model for On-demand Car Functions: Exploring Determinants of Drivers‘ Acceptance, in: Entrepreneurship and Sustainability Issues, Jg. 11, Jg. 1, S. 132–163. · Hirsch, O. et. A. (2023): Efficacy of a Computer Based Discontinuation Strategy to Reduce PPI Prescriptions: a Multicenter Cluster-randomized Controlled Trial, in: Scientific Reports, Jg. 13, 21633. · Konrad, M. et. al. (2023): Is There an Association between Post-Traumatic Stress Disorder and the Incidence of Chronic Low Back Pain?, in: Journal of Clinical Medicine, Jg. 12, Nr. 17, 5753. · Scherle, N. et al. (2023): No Limits Forever! Understanding the Lifecycle of Trend and Adventure Sports in the Context of Individualization, Eventization and Mediatization, in: Managing Sport and Leisure. · Schmidt, C. V. H., Manske, J., Flatten, T. C. (2023): Experience Matters: The Mediating Role of Gameful Experience in the Relationship between Gamified Competition and Perceived Innovation Culture, in: Creativity and Innovation Management, Jg. 32, Nr. 4, S. 551–567. · Schorlemmer, J. et al. (2023): Falling Incidence of Parkinson‘s Disease in Germany, in: European Journal of Neurology. · Steffens, K., Sutter, C., Sülzenbrück, S. (2023): The Concept of “Work-Life-Blending”: a Systematic Review, in: Frontiers in Psychology, Jg. 14, 1150707. · Thielscher, C. et. al. (2023): Current Status and Future Directions: The Application of Artificial Intelligence/ Machine Learning for Precision Medicine, in: Clinical Pharmacology & Therapeutics, Jg. 15, Nr. 4. FOM Forschung 36 | 37
Hochschulbereich Wirtschaft & Management Hochschulbereich Wirtschaft & Psychologie Hochschulbereich Wirtschaft & Recht Hochschulbereich IT Management Hochschulbereich Ingenieurwesen Hochschulbereich Gesundheit & Soziales Forschungseinrichtungen mit interdisziplinärer Ausrichtung
Forschungseinrichtungen
5 Forschungseinrichtungen Institute und KompetenzCentren sind Forschungseinrichtungen der FOM, die in die wissenschaftliche Organisation der Hochschule integriert und organisatorisch sowie rechtlich unselbstständig sind. Sie bündeln die Kompetenzen und die individuellen Forschungsund Lehrschwerpunkte von Hochschullehrenden und steuern sich in Abstimmung mit der Hochschulleitung durch interne Vernetzungsund Abstimmungsprozesse selbst. Strukturgebend für die fachliche Orientierung der Forschungseinrichtungen sind die Hochschulbereiche der FOM sowie die Ausrichtung an den dort angebotenen Studienprogrammen, insbesondere im Master-Segment. Die Institute und KompetenzCentren der FOM nehmen Aufgaben in der angewandten Forschung und Entwicklung, dem Wissenstransfer sowie der Innovationsförderung wahr. Vor diesem Hintergrund verfolgen sie folgende Ziele: · Identifikation und Bearbeitung von anwendungsorientierten Forschungsfragen · Entwicklung und Durchführung von Forschungsund Transferprojekten · Weiterentwicklung der Lehre durch eigene Forschungsergebnisse · Transfer von Forschungsergebnissen in Unternehmenspraxis und Wissenschaft · Beteiligung der Studierenden an Forschungsvorhaben · Qualifizierung des wissenschaftlichen Nachwuchses (vgl. Kapitel 3) Die Arbeitsschwerpunkte der Institute werden durch die Gründungsmitglieder im Einvernehmen mit der Hochschulleitung definiert und in der Instituts-Satzung festgeschrieben. Dazu gehören insbesondere: (1) das Aufgreifen neuer Entwicklungen aus Wissenschaft und Forschung und deren Verdichtung zu anwendungsbezogenen Ergebnissen, (2) der Wissensaustausch und Know-how-Transfer zwischen den Forscherinnen und Forschern an den bundesweiten Hochschulzentren der FOM, externen Forschungspartnerinnen und -partnern, Verbänden, Unternehmen und Institutionen, insbesondere im Rahmen der Verbundforschung, (3) die Ideengenerierung, Antragstellung und Einwerbung von Drittund Forschungsmitteln, (4) die Einbindung von Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistung, (5) die Planung, Organisation und Durchführung von wissenschaftlichen Veranstaltungen, (6) die Veröffentlichung von Studien und Arbeitsergebnissen in Fachzeitschriften, Fachbüchern sowie in den hochschuleigenen Schriftenreihen. Darüber hinaus bilden die Forschungseinrichtungen eine wichtige Schnittstelle zwischen Forschung, Studium und Lehre. Sie verantworten die fachliche Gestaltung der semesterweise durchgeführten Digitalen Master-Forschungsforen und bieten thematische und methodische Impulse für mögliche Abschlussarbeiten sowohl im Rahmen des Forums als auch auf ihren jeweiligen Webseiten. Sie ermöglichen studentische Publikationen in ihren Schriftenreihen, betreuen Research Fellows, setzen das Konzept der Abschlussarbeiten im „Paper Style“ um und sichern dessen Qualität in der Umsetzung. Darüber hinaus sind die Forschungseinrichtungen bei der Umsetzung von kooperativen Promotionsvorhaben eng eingebunden. Kooptierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Forschungseinrichtungen können grundsätzlich alle hauptberuflich Lehrenden der FOM werden. Zu diesem Personenkreis gehören insbesondere die für die Schwerpunkte der jeweiligen Einrichtung und artverwandte Bereiche berufenen Professorinnen und Professoren. Voraussetzung für die Zugehörigkeit ist der Nachweis aktueller Forschungsaktivitäten in den Schwerpunkten der Einrichtung und den artverwandten Gebieten. Weiterhin kommen für die Angehörigkeit wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Betracht, die den Projekten der Einrichtung zugeordnet sind. Neben dem oben genannten Personenkreis können sich auch Research Fellows und externe Expertinnen und Experten in Beiratsfunktion oder nebenberuflich Lehrende den Forschungseinrichtungen anschließen. Von den Angehörigen wird eine regelmäßige Beteiligung an den Aufgaben der Einrichtung erwartet. Hierzu gehören insbesondere entsprechende Forschungsbeiträge, ein dauerhaftes Engagement und das Einbringen wissenschaftlicher Kompetenzen und Netzwerke. Die Angehörigen einer Forschungseinrichtung verfolgen ihre Projekte jeweils in eigener Verantwortung. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind grundsätzlich bei der Wahl ihrer Forschungsthemen und bei der methodischen und inhaltlichen Ausgestaltung ihrer Forschungsaktivitäten im Rahmen der fachlichen Ausrichtung der Einrichtung frei. Diese Freiheit verbindet sich mit einer Verantwortung für die Angemessenheit und Qualität der Forschung, die an den Grundsätzen guter wissenschaftlicher Praxis der FOM Hochschule zu orientieren ist. 40 | 41
einen zentralen Stellenwert ein. Dazu sollten im Rahmen des Projekts digitale Microlearningund Beratungsangebote konzipiert werden. Im Projekt wurde ein Proof of Concept (PoC) für einen KIgestützten Auslands-Chatbot in Auftrag gegeben und prototypisch getestet. 396 Studierende der FOM testeten den Prototyp und gaben über den Evaluationsbogen Rückmeldung sowie Verbesserungsvorschläge. Im Jahr 2023 nahmen insgesamt 567 Studierende an den FOM Auslandsangeboten teil. Damit ist ein Anstieg im Vergleich zu 2022 (414 Teilnehmende) sowie 2019 (Vor-Pandemiejahr, 438 Teilnehmende) um mehr als 25 Prozent zu verzeichnen, ein deutliches Zeichen für die Relevanz gut aufbereiteter und zugänglicher Informationen. Eine internationale Forschungsaktivität stellte die Implementierung und der Test eines adaptiven Lerntools dar. 30 Studierende der FOM sowie drei Studierende der TU Sofia nahmen teil (Stand: 18.12.2023). Die Projektergebnisse werden 2024 als Kapitel im Sammelband „Kompetenzen für die Arbeitswelten der Zukunft“ in der Reihe FOM-Edition bei Springer Gabler veröffentlicht und werden damit allen Hochschulangehörigen zugänglich. Dies ermöglicht es Hochschulbeschäftigten, die spezifischen Bedarfe FOM Studierender in Lehre sowie Studienberatung und -entwicklung zu berücksichtigen. Im Kapitel wird die Relevanz einer Förderung von Kompetenzen betont, die eine Bereitschaft zur Teilnahme an Auslandsangeboten erhöhen können. Da die konkreten Tools zum Projektende nicht zur Nutzung durch die Studierenden freigegeben sind, kann das Projektziel nicht als vollständig erreicht gewertet werden. Das Projekt IRLL (Projekt-ID: 57603897) wurde gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Durchführende Förderorganisation war der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD). HAW.International Modul A 2022-2023 Wissenschaftliche Publikationen Das iap dokumentiert seine Forschungsarbeit durch vielschichtige Publikationen. Es unterhält zudem eine eigene Schriftenreihe an der FOM. Zu den wichtigsten Publikationen im Berichtszeitraum gehören: · Burek, K., Rabstein, S., Kantermann, T., Vetter, C., WangSattler, R., Lehnert, M., Pallapies, D., Jöckel, K.-H., Brüning, T., Behrens, T. (2024): Altered Coordination between Sleep Timing and Cortisol Profiles in Night Working Female Hospital Employees, in: Psychoneuroendocrinology, Nr. 166, 107066. · Cuhls, K., Kantermann, T. et al. (2024): Auf dem Weg in eine chronobiologisch aufgeklärte Gesellschaft. Policy Brief Nr. 3, in: Fraunhofer ISI, FOM Hochschule (Hrsg.). · Hellert, U. (2024): Arbeitszeitmanagement als Schlüsselfaktor für Unternehmen und Beschäftigte, in: Haufe (Hrsg.), Haufe Personal Office Gold. · Hellert, U. (2024): Flexible Arbeitszeiten modern und menschengerecht gestalten, in: Mudra, P., Sellinger, M., Völke, R. (Hrsg.), New Work. Stuttgart: Kohlhammer, S. 19–28. · Cuhls, K., Kantermann, T. et al. (2023): Der circadiane Rhythmus im Alltag. Biologie im Konflikt mit Techniknutzung. Policy Brief Nr. 2, in: Fraunhofer ISI, FOM Hochschule (Hrsg.). Wissenschaftliche Veranstaltungen Das iap beteiligt sich regelmäßig an wissenschaftlichen Veranstaltungen oder richtet diese aus. Zu den wichtigsten im Berichtszeitraum gehören: · „Extracurricular Learning Experiences in Part-Time Studies. Demands and Potentials for a Digital Advancement of ‚Learning Readiness‘“, Pietsch, S., Waldmann, J. (als Vertretung des Projektteams), Vortrag, FDIBA-Konferenz 2023 „Wissenschaft und Innovation für nachhaltige Entwicklung“, Sofia, Bulgarien, 30.11.2023. · „Förderung von ,Learning Readiness‘ bei berufsbegleitend Studierenden der FOM Hochschule durch zielgruppenspezifische Vermittlung studienübergreifender Lernerfahrungen“, Pietsch, S., Waldmann, J. (als Vertretung des Projektteams), Vortrag, „Kreidezeit?! Kompetenzentwicklung an Hochschulen im 21. Jahrhundert“, Kaiserslautern, 16.11.2023. Hochschulbereich Wirtschaft & Management 46 | 47 5.1.1 iap Institut für Arbeit & Personal
Betreuung kooperativer Promotionen Das iap unterstützt ebenso die Betreuung kooperativer Promotionsverfahren. Zu den im Berichtszeitraum stattfindenden kooperativen Promotionsverfahren gehört eine kooperative Promotion an der UCAM Universidad Católica San Antonio de Murcia, Betreuung durch Prof. Maria Pilar Flores Asenjo an der Facultad de Ciencias Jurídicas y de la Empresa und Prof. Dr. Frank Müller am iap Institut für Arbeit & Personal; Doktorandin: Genschick, F. (2020): Career as Motivation in an Agile Work Environment. Weitere Aktivitäten des iap Prof. Dr. habil. Thomas Kantermann ist Gründungsmitglied der Daylight Academy (Velux Stiftung, Schweiz) und hat dort mit Katharina Wulff (Universität Umeå, Schweden) den gemeinsamen Lead für einen Educational Package Massive Open Online Course (MOOC) zum Thema Tageslicht übernommen. Der MOOC wird auf der Plattform Coursera erscheinen. Die Veröffentlichung ist für Ende 2024 geplant. Prof. Kantermann ist Mitglied der Kompetenzeinheit 24h-LZ-EKG/Schlaf der NAKO-Gesundheitsstudie mit Anbindung an das Institut für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (IMIBE) des Universitätsklinikums Essen. Des Weiteren ist er externer Sachverständiger im Sachgebiet Beleuchtung des Fachbereichs Verwaltung der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV). 48 | 49
5.1.2 ifpm Institut für Public Management In Zeiten von dynamischen Entwicklungen in der Legislative, Digitalisierung, demografischem Wandel sowie Krisenund Gefahrensituationen steht der öffentliche Sektor vor großen Herausforderungen. Gesetzliche Rahmenbedingungen und technische Entwicklungen fordern ebenso wie sich kurzfristig verändernde Umweltbedingungen, Bedürfnisse von KundinProf. Dr. Gottfried Richenhagen † (Foto: FOM) Prof. Dr. Anja Seng (Foto: FOM) Das Team des ifpm Wissenschaftliches Direktorium Prof. Dr. Gottfried Richenhagen (bis 08/2023) Prof. Dr. Anja Seng Kooptierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Prof. Dr. Julia Schorlemmer Prof. Dr. Jan Tietmeyer Wissenschaftliche Mitarbeitende Mareen Busskamp B.Sc. (bis 07/2023) Corinna Höffner M.A. (bis 05/2024) Joanna Waldmann B.A. (seit 02/2024) Marc Wiesener M.A. (seit 01/2024) Weitere Projektmitarbeit Tim Stender (seit 05/2024) Senior Research Fellow Prof. Dr. Stefan Heinemann Research Fellow Rouven Lippmann M.Sc. Forschungsgruppe Gefahrenabwehr Wissenschaftliche Leitung Prof. Dr. Henning Goersch Assoziierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Prof. Dr. Thomas Hanke Prof. Dr. habil. Thomas Kantermann Prof. Dr.-Ing. Herbert Köchner Prof. Dr. Anna Kolmykova Prof. Dr. David Matusiewicz Prof. Dr. Thomas Mühlbradt Prof. Dr. Axel Müller Prof. Dr.-Ing. Thomas Russack Prof. Dr. Arnd Schaff Fachbeirat Sabine Funk Frank Dalock Oliver Grow Petra Weber Thomas Lindemann Günther Pinkenburg Achim Hackstein Dr. Hans-Walter Borries Tjorven Harmsen Nils Ellebrecht Senior Research Fellows Albrecht Broemme Wolfgang Schäuble Thomas Lembeck Jörg Sauermann Prof. Dr. Ortwin Renn Kontakt und weitere Informationen www.fom-ifpm.de Hochschulbereich Wirtschaft & Management 48 | 49 5.1.2 ifpm Institut für Public Management
nen und Kunden bzw. Bürgerinnen und Bürgern sowie Diskussionen um digitale Transformation, Agilität und Ambidextrie neue Ansätze in Verwaltungsführung und -kultur im Sinne eines agilen und resilienten Public Managements. Hier setzt das ifpm Institut für Public Management der FOM Hochschule an: Es will Veränderungsprozesse im öffentlichen Sektor identifizieren und anstoßen sowie die Planung von Ressourcen und zukunftsorientierten Verwaltungsstrukturen auf Grundlage angewandter Forschung unterstützen. Zielsetzung des ifpm ist somit, den Wissensaustausch zwischen den verschiedenen Akteurinnen und Akteuren, Verbänden, Organisationen und Institutionen sowie FOM Hochschulzentren insbesondere im Rahmen der Verbundforschung zu stärken. Darüber hinaus gewährleistet das Institut Unterstützung in der wissenschaftlich gestützten Weiterentwicklung der Lehre. Lange Jahre stand das ifpm unter der Leitung von Prof. Dr. Gottfried Richenhagen. Mit seinem Übertritt in den Ruhestand im August 2023 übernahm seine bisherige Stellvertreterin Prof. Dr. Anja Seng die Leitung des Instituts. Im Januar 2024 verstarb Prof. Richenhagen nach kurzer, schwerer Krankheit. Die FOM Hochschule und das ifpm trauern um einen engagierten und langjährigen Weggefährten, der sich mit viel Herzblut für Forschung und Lehre stark machte. Das ifpm erarbeitet praxisorientierte wissenschaftliche Impulse. Im Mittelpunkt stehen dabei folgende Fragestellungen: · Wie verändert die Digitalisierung den öffentlichen Sektor? Welche Auswirkungen ergeben sich insbesondere für Organisation, Führung und Entscheidungsprozesse unter Berücksichtigung politischer und gesetzlicher Restriktionen? · Wie kann insbesondere die Sozialverwaltung die Umsetzung der nachhaltigen Gesetzesanpassungen erfolgreich umsetzen und welche sinnvollen Steuerungsmöglichkeiten gibt es? · Wie verändern Krisenund Gefahrenlagen das Verwaltungshandeln, wie lässt sich die Resilienz des öffentlichen Sektors stärken? · Welchen Beitrag können Erkenntnisse der klassischen Betriebswirtschaftslehre für den öffentlichen Bereich leisten und die Wirkungsorientierung der Verwaltungsführung verbessern? Übergeordnete Schwerpunkte des ifpm Unter Berücksichtigung der vielfältigen Betrachtungsmöglichkeiten des öffentlichen Sektors werden im ifpm unterschiedliche Schwerpunktsetzungen durch praxisorientierte Forschung gewählt: · Führung in öffentlicher Verwaltung und in Organisationen des Gemeinwesens in Zeiten von Digitalisierung · Förderung und Implementierung agiler Arbeitsweisen · Umgang mit Vielfalt in (öffentlichen) Organisationen · Management der Gefahrenabwehr (Forschungsgruppe „Gefahrenabwehr“ seit September 2023) Grundlegend für sämtliche Projekte ist das Forschungsparadigma der Aktionsund Handlungsforschung, das ermöglicht, theoretische Konstrukte praxistauglich anzuwenden und entsprechend der jeweiligen Rahmenbedingungen zu adaptieren. Drittmittelprojekte des ifpm Im Projektzeitraum befand sich folgendes Forschungsprojekt in der Durchführung: Reallabor Agiles Arbeiten (Prof. Dr. Gottfried Richenhagen, Prof. Dr. Anja Seng; Projektbeteiligter: Prof. Dr. Jan Tietmeyer; Projektkoordinatorin & wissenschaftliche Mitarbeiterin: Corinna Höffner M.A.; wissenschaftliche Mitarbeiterin: Mareen Busskamp B.Sc.; Trainee: Amelie Klein; Laufzeit: 01.03.2022–31.07.2023) Vor dem Hintergrund einer dynamischen und mitunter unvorhersehbaren Entwicklung des Umfeldes (z. B. durch neue Gesetze wie das Onlinezugangsgesetz oder durch vielfältige Krisen – seien es die Covid-19-Pandemie, die Hochwasserkatastrophe im Sommer 2021 oder der Krieg in der Ukraine seit Februar 2022 mit den sich daraus entwickelnden Fluchtbewegungen und Energiekrisen) entsteht im Verwaltungsalltag ein Spannungsfeld zwischen dem Aufrechterhalten bestehender Strukturen und dem schnellen, flexiblen Handeln. Die Ansätze agiler Arbeitsweisen – und zwar Agilität in Haltung und Methoden – bieten einen guten Rahmen, um sich auf neue Herausforderungen einzustellen. Ziel des Forschungsprojekts war es, im Rahmen von Feldforschung in zwei Landesministerien (Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen sowie Ministerium für Kinder, Jugend, 50 | 51
Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen) agile Arbeitsweisen zu erproben und einzuführen. Dadurch sollte ermöglicht werden, bei kurzfristig und unerwartet auftretenden Änderungen schneller und flexibler agieren zu können. Auf Basis der experimentell zu erlangenden Forschungsergebnisse wurden allgemeine Empfehlungen für die Einführung agiler Arbeitsweisen in der Verwaltung abgeleitet. Das methodische Vorgehen orientierte sich am Ansatz der Aktionsund Handlungsforschung. Der Fokus lag also auf der Kombination von Verwaltungspraxis und wissenschaftlicher Analyse zur (Weiter-)Entwicklung von Theorien. In einem praxisnahen Setting wurden gemeinsam mit Beschäftigten der betrachteten Organisationen in konkreten Situationen Bedarfe erfasst, geeignete Interventionen identifiziert, iterativ umgesetzt und evaluiert. Daraus wurden weitere Entwicklungsmöglichkeiten abgeleitet, eingeführt und erneut kritisch hinterfragt. Das Ziel bestand darin, die Wirksamkeit verschiedener Ansätze im konkreten Handlungsfeld zu bewerten, Anpassungen vorzunehmen und agile Arbeitsweisen kontinuierlich zu etablieren. Parallel wurden die gewonnenen Erkenntnisse während des Forschungsprozesses fortlaufend in das agile Feld – sowohl mit Blick auf Praxisorganisationen als auch in die forschende Community – transferiert, um schlussendlich einen nächsten Schritt in der Veränderungsdynamik vorzubereiten. Insgesamt wurden über 60 Interventionen durchgeführt, analysiert und in konkrete Handlungsempfehlungen überführt. Darüber hinaus konnten übergreifende Fragestellungen identifiziert werden, die in einem weiteren Prozess die Etablierung agiler Arbeitsweisen in der öffentlichen Verwaltung unterstützen (können). Die zentralen Ergebnisse des Forschungsprojekts wurden zum Ende der Projektlaufzeit für Interessierte im fünften Band der ifpm Schriftenreihe zusammengefasst, aufbereitet und öffentlich zugänglich gemacht. Beratung zur Umsetzung eines Schulungskonzepts im Themenbereich Digitalisierung basierend auf wissenschaftlich begründeter Herleitung sowie dessen Umsetzung beim Gesundheitsamt der Stadt Essen (DigiSkills) (Prof. Dr. Anja Seng, Prof. Dr. Jan Tietmeyer, weitere Projektbeteiligte: Prof. Dr. Esther Bollhöfer; wissenschaftliche Mitarbeitende: Corinna Höffner M.A. (bis 05/2024), Joanna Waldmann B.A., Marc Wiesener M.A.; weitere Projektmitarbeit: Tim Stender; Laufzeit: 26.09.2023–31.08.2024) Das Gesundheitsamt der Stadt Essen beschäftigt an drei Standorten im Raum Essen derzeit etwa 220 Mitarbeitende. Die Aufgabenstellungen des Gesundheitsamts Essen sind vielfältig und mit einem hohen Informationsbedarf für Bürgerinnen, Bürger und andere Interessengruppen verbunden. Die erforderliche Bürgernähe bedarf für die Erbringung der Dienstleistungen in den einzelnen Bereichen einer sehr heterogenen Belegschaft. Entsprechend bestehen unterschiedliche Blickwinkel und Umsetzungspotenziale bezogen auf moderne digitale Technologien. Im Rahmen des Förderaufrufs Digitales Gesundheitsamt 2025 durch den Bund hat sich das Gesundheitsamt Essen zum Ziel gesetzt, die gesamte Belegschaft ihren jeweiligen Voraussetzungen entsprechend mit digitalen Grundkenntnissen vertraut zu machen und in einem weiteren wesentlichen Schritt das digitale Prozessdenken in den Arbeitsmittelpunkt zu rücken. Entsprechend sollte mit dem vorliegenden Projekt ein wissenschaftlich begründetes Schulungskonzept entwickelt werden. Übergreifende Zielsetzung war es, die Beschäftigten für die Notwendigkeit der Digitalisierung ihres Arbeitsumfelds zu sensibilisieren, sie dabei einzubinden und ihre digitalen Kompetenzen zu fördern. Das methodische Vorgehen orientierte sich am Ansatz der Aktionsund Handlungsforschung nach Richenhagen & Dick (2019). Ihr Fokus lag auf der Kombination von Verwaltungspraxis und wissenschaftlicher Analyse, d. h. es wurden in einem praxisnahen Setting gemeinsam mit den betroffenen Personen in der jeweiligen konkreten Situation die Bedarfe erfasst, Optimierungsansätze identifiziert, iterativ umgesetzt und evaluiert. Daraus wurden weitere Interventionen abgeleitet, eingeführt und erneut kritisch hinterfragt. Besonderer Fokus lag dabei auf dem experimentellen Charakter des Vorgehens. Im Berichtszeitraum fanden sämtliche Interventionen statt, aus denen unter Berücksichtigung der Diversität der Beschäftigten grundlegende Anforderungen an das künftige Schulungskonzept ermittelt sowie weitere Anforderungen an die Organisation in Bezug auf die Umsetzung der Digitalisierung abgeleitet wurden. Sie wurden in einen Prototyp überführt und für die definierte Themenstellung angewendet. Hochschulbereich Wirtschaft & Management 50 | 51 5.1.2 ifpm Institut für Public Management
Transferprojekt: Hitzeaktionsplanung für die Emscherregion (HAP.regio) (Ansprechpersonen seitens der FOM: Prof. Dr. Anja Seng, Dipl.-Ing. (FH) Christoph Hohoff; Laufzeit: Seit 18.04.2024) Drückende Hitze kommt als Folge des Klimawandels auch in Deutschland im Sommer immer häufiger vor und gefährdet das Wohl der Menschen. Die Hitzewellen nehmen seit Jahren zu, besonders in den Ruhrgebietsstädten waren die Sommer 2018, 2019 und 2022 teilweise bis zu 40 Grad Celsius heiß. Expertinnen und Experten erwarten häufiger und intensiver werdende Wetterextreme. Urbane Ballungsräume sind besonders betroffen. Zur Gewährleistung von Schutz, Information und langfristiger Abkühlung arbeiten Städte der Emscherregion mit der Emscher Genossenschaft unter dem Dach der Zukunftsinitiative Klima.Werk an einer gemeinsamen Hitzeaktionsplanung. Das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen (MWIKE) unterstützt das Projekt „Hitzeaktionsplanung für die Emscherregion (HAP.regio)“ mit 1,4 Millionen Euro. Das Ministerium setzt dafür Fördergelder aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE/Regio.NRW – Transformation) ein. Ziel ist ein abgestimmtes Vorgehen bei Hitzewarnungen, um Tipps und Verhaltensempfehlungen breit zu streuen, Schaden von den Bürgerinnen und Bürgern abzuwenden und langfristig die Hitze zu reduzieren. Dies soll beispielsweise durch zentrale Koordinierungsstellen, Meldeketten (Kommunikationskaskade) und die Einbindung vieler Akteurinnen und Akteure aus den Bereichen Gesundheit, Klima, Umwelt und Soziales geschehen. Ergebnisse können von allen beteiligten Kommunen übernommen und auf weitere Städte übertragen werden. Partnerinnen und Partner im Projekt sind Bundesund Landesorganisationen wie der Deutsche Wetterdienst (DWD), das Landeszentrum Gesundheit NRW (LZG.NRW), das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) und der Regionalverband Ruhr (RVR), der Betriebskassen Landesverband Nordwest (BKK), das Deutsche Institut für Normung (DIN) sowie aus der Wissenschaft die Hochschule für Gesundheit Bochum sowie die FOM Hochschule. Das Projekt HAP.regio wird aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE/Regio.NRW – Transformation) im EFRE/JTF-Programm NRW 2021–2027 gefördert. Forschungsgruppe Gefahrenabwehr (Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. Henning Goersch) Die Forschungsgruppe Gefahrenabwehr hat zwei Gremien etabliert. Der Fachbeirat ist ein Beratungsund Entwicklungsgremium. Es stellt sicher, dass im Bachelor-Studiengang „Management in der Gefahrenabwehr“ reale Bedarfe der Gefahrenabwehr adressiert und gelehrt werden. Das Gremium setzt sich einerseits zusammen aus Vertreterinnen und Vertretern von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (so genannte BOS), andererseits aus Unternehmen, die bestimmte Dienstleistungen (meist Beratung) für die Gefahrenabwehr erbringen. Im gemeinsamen Austausch werden damit relevante Themen aus unterschiedlichen Blickwinkeln diskutiert. Die Senior Research Fellows stellen eine besondere Gruppe dar, da sie aus externen Wissenschaftlern der Risikound Katastrophenforschung sowie aus aktiven und ehemaligen Leitern von Gefahrenabwehrund Bevölkerungsschutzbehörden besteht. Der Fachbeirat und die Senior Research Fellows bringen ihre Expertise auch bei der Entwicklung eines möglichen Master-Angebots gleichermaßen unter praxisorientierten wie auch wissenschaftlichen Kriterien ein. Als eigenständiges Forschungsprojekt wird eine OnlineBefragungsplattform vorbereitet, die sich aktuell im PretestStadium befindet. Diese Plattform soll wie die aus der Medizin bekannten CIRS-Meldesysteme dazu dienen, Systemmängel aber auch Best-Practice-Beispiele aus der Gefahrenabwehr systematisch zu sammeln und aufzubereiten. Wissenschaftliche Publikationen Das ifpm dokumentiert seine Forschungsarbeit durch vielschichtige Publikationen. Es unterhält zudem eine eigene Schriftenreihe an der FOM. Im Berichtszeitraum sind die folgenden Bände erschienen: · Breuer, S., Tietmeyer, J. (2024): Berufseinstieg im Jugendamt – empirische Befunde zu Herausforderungen und Lösungsansätzen, in: Seng, A. (Hrsg.), ifpm Schriftenreihe, Band 6. Essen: MA Verlag. · Seng, A., Tietmeyer, J., Höffner, C. (2024): Agilität im Public Management: Experimente mit agilen Settings in obersten Landesbehörden im Kontext des Projekts Reallabor Agiles Arbeiten, in: Seng, A. (Hrsg.), ifpm Schriftenreihe, Band 5. Essen: MA Verlag. Weitere relevante Publikationen sind im Folgenden aufgelistet. Eine vollständige Liste ist auf der Institutswebseite zu finden. 52 | 53
· Goersch, H. (2024): Soziale Grundformen des Warnens und deren Übertragung auf die gesellschaftliche Makroebene, in: Jank-Humann, A., Popp, R. (Hrsg.), Kultur, Psyche und Desaster. Beiträge aus Europäischer Ethnologie, Psychotherapiewissenschaft, Katastrophenforschung und Frisistik. Münster: Waxmann, S. 566–574. · Goersch, H., Kling, A. (2024, Hrsg.): Einführung in den Bevölkerungsschutz. Regensburg: Walhalla Verlag. · Seng, A., Tietmeyer, J. (2024): Change Management in der öffentlichen Verwaltung: empirische Befunde aus einem Reallabor zu agilen Arbeitsweisen, in: Verwaltung & Management: Zeitschrift für moderne Verwaltung, Jg. 30, Nr. 2, S. 76–84. · Seng, A., Tietmeyer, J. (2024): Wie Landesbehörden von Design Thinking profitieren, in: Innovative Verwaltung, Jg. 46, Nr. 4, S. 16–19. · Tietmeyer, J., Seng, A., Höffner, C. (2024): IT-Tools als Legitimation für neue Arbeitsweisen in der öffentlichen Verwaltung am Beispiel Kanban in obersten Landesbehörden, in: Gesellschaft für Arbeitswissenschaften (Hrsg.), Tagungsband Frühjahrskongress. Stuttgart: GfA Press, S. 1–5. · Dittmer, C., Lorenz, D., Goersch, H., Cremer, M., Siehoff, S. (2023): Warnung und Vorsorge in der StädteRegion Aachen: Erste Ergebnisse eines wissenschaftlichen Begleitprojekts, in: Notfallvorsorge, Jg. 2023, Nr. 3, S. 21–31. · Goersch, H. (2023): Unvorbereitet, ungewarnt, altruistisch: Menschen in Deutschland in Katastrophen, in: Tiebel, C. (Hrsg.), 3. Fachkonferenz des Rettungshundewesens im Katastrophenschutz und in der Vermisstensuche 2022. Künzelsau: Swiridoff Verlag, S. 109–114. · Jung, B., Schorlemmer, J., Zeller, C. (2023): Selbstwirksam werden. Methode Working Out Loud, in: Die Schwester Der Pfleger, Jg. 61, Nr. 9, S. 22–24. · Nienaber, A.-M., Woodcock, A., Soares, A. E., Searle, R., Tietmeyer, J. (2023): The Role of Women as Change Agents in a Male-dominated Context: Empirical Findings from the Transport and Mobility Industry, in: Work: A Journal of Prevention, Assessment & Rehabilitation, Jg. 76, Nr. 2, S. 853–865. · Tietmeyer, J., Sniegon, J. (2023): Individuelle Fürsorge – Erfolgsfaktoren für die Führung von Freiwilligen, in: ZFO, Jg. 92, Nr. 6, S. 343–347. · Tietmeyer, J., Walgenbach, L. (2024): Pflegekinder mit FASD-Diagnose – Erkenntnisse zur Gestaltung des Zusammenlebens aus Sicht von Pflegeeltern, in: socialnet.de. Wissenschaftliche Veranstaltungen Das ifpm beteiligt sich regelmäßig an wissenschaftlichen Veranstaltungen oder richtet diese aus. Zu den wichtigsten im Berichtszeitraum gehören: · „IT-Tools als Legitimation für neue Arbeitsweisen in der öffentlichen Verwaltung am Beispiel Kanban in obersten Landesbehörden“, Seng, A., Tietmeyer, J., Höffner, C., Vortrag, 70. GfA-Frühjahrskongress, Stuttgart, 08.03.2024. Betreuung kooperativer Promotionen Prof. Dr. Jan Tietmeyer war im Rahmen des Tribunals für die Promotion „The Functionality of Major-donor Fundraising for German Hospitals – an Empirical Analysis from the Viewpoint of Hospital Executive Personnel and (Ultra-)High Net Worth Individuals“ von Dr. Axel Rupp an der UCAM Universidad Católica San Antonio de Murcia beteiligt. Weitere Aktivitäten des ifpm Zur Sicherstellung eines kontinuierlichen Transfers zwischen Forschung und Lehre wurde das Format der ifpm Forschungseinblicke entwickelt, in dem regelmäßig und übersichtlich aktuelle Forschungsaktivitäten praxisnah präsentiert und der Öffentlichkeit über die Institutswebseite zur Verfügung gestellt werden. Im Berichtszeitraum sind Band 11 und Band 12 erschienen. Inhaltlich steht jeweils der Theorie-Praxisund Forschung-Lehre-Transfer im Fokus. Für den Transfer in die Verwaltungspraxis erscheint quartalsweise die Forschungskolumne Gefahrenabwehr im Behörden Spiegel. Er ist ein Leitmedium der öffentlichen Verwaltung und besitzt einen eigenen Fachteil für Sicherheit und Gefahrenabwehr. In dieser berichtet Prof. Dr. Henning Goersch als Vertreter des ifpm Institut für Public Management und als Studienleiter „Management in der Gefahrenabwehr“ über Forschungsergebnisse, die eigens für die Kolumne durch das Institut Forsa Sozialforschung repräsentativ erhoben werden. Finanziert werden die Erhebungen durch die FOM Hochschule. Zum kontinuierlichen Forschungs-Lehreebenso wie Theorie-Praxis-Transfer bestehen verschiedene Mitgliedschaften in Organisationen, die den jeweiligen Transfer im Fokus haben. Prof. Dr. Anja Seng ist Mitglied bei der Deutschen Gesellschaft für Personalführung (DGFP), Mitglied im Beirat des Netzwerks Frauenund Geschlechterforschung NRW (FGF NRW) und Präsidentin der Initiative Frauen in die Aufsichtsräte (FidAR e. V.). Prof. Dr. Jan Tietmeyer ist Mitglied Hochschulbereich Wirtschaft & Management 52 | 53 5.1.2 ifpm Institut für Public Management
bei Excellence – Münsters Management Netzwerk für Organisation, Personal und Innovation, der Deutschen Gesellschaft für Evaluation (DeGEval) und der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit (DGSA). Im Trendreport 2024 „Digitaler Staat“, veröffentlicht vom Behörden Spiegel und prognos, wurde Prof. Dr. Anja Seng als Expertin zitiert. Das ifpm hat im Berichtszeitraum verschiedene Forschungsanträge eingereicht bzw. ein Feedback auf Begutachtungen erhalten. Die Projektskizze „MINT-StudyLAB“ im Rahmen des Aufrufs „MissionMINT – Frauen gestalten Zukunft“ vom Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft (BMBF) wurde im Dezember 2023 eingereicht. Für das von Dr. Beate von Miquel vom Marie Jahoda Center for International Gender Studies der Ruhr-Universität Bochum initiierte Projekt „Kompetenzzentrum für Gründungen von Akademikerinnen“ im Rahmen der Ausschreibung „Start-up Center.NRW“ des Ministeriums für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes NordrheinWestfalen wurde ein Letter of Intent (LOI) eingereicht. Aktuell in der Entwicklung befindet sich der Antrag „Ehrenamtliches Engagement im Kontext der Kinderund Jugendhilfe“ im Rahmen des Förderaufrufs „Engagement im Wandel“, ausgeschrieben von der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt. Seitens der Forschungsgruppe Gefahrenabwehr wurden verschiedene Anträge für Forschungsprojekte gestellt, u. a. wurde beim BMBF gemeinsam mit dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) eine Verbundskizze zur Förderrichtlinie „Anwender – Innovativ: Forschung für die zivile Sicherheit II“ unter dem Titel „VORsorge und KommunikationsManagement im Bevölkerungsschutz durch ANwendungsorientierte DATenerhebung“ (VORMANDAT) eingereicht. Zielsetzung war es, erstmals in Deutschland ein Erhebungsinstrument zu entwickeln, mit dem das Vorsorgeniveau der Menschen regelmäßig und bundesweit erfasst werden könnte. Die erhobenen Daten des Deutscher Notfallvorsorge Index (DNI) sollten es ermöglichen zu evaluieren, welche Fördermaßnahmen z. B. der Gemeinden, der Feuerwehren oder des Bundes für die Vorsorge wahrgenommen und herangezogen werden. Der Antrag wurde abgelehnt, doch wird für eine mögliche anderweitige Förderung des Themas die Förderlandschaft weiter im Blick behalten. Weiterhin wurde beim Bundesinstitut für Berufliche Bildung (BiBB) ein Angebot zur Entwicklung eines Moduls „Pflegehandeln in Krisen und Katastrophen – Disaster Nursing“ inklusive Planspiel eingereicht. Der Antrag befindet sich in Prüfung. 54 | 55
5.1.3 ipo Institut für Personal- & Organisationsforschung Das ipo Institut für Personal- & Organisationsforschung beschäftigt sich als In-Institut der FOM mit Fragen der Personalund Organisationsforschung sowie der Bildungsforschung. Zu den primären Zielen des Instituts zählen anwendungsorientierte Forschung sowie die Förderung des Dialogs zwischen Forschung und Praxis. Die FOM bündelt unter wissenschaftlicher Leitung von Prof. Dr. Marco Zimmer und Prof. Dr. Christian Rüttgers Kompetenzen in der Personalund Organisationsforschung. Mit den Forschungsergebnissen möchte das Institut Impulse für innovative Ideen für die Unternehmensführung und Organisationsgestaltung geben. Das Institut bezieht Studierende in Praxisund Forschungsprojekte ein und transferiert gewonnene Erkenntnisse in die aktuelle Lehre. Im Rahmen der Erarbeitung von Problemlösungen greift das ipo auf ein umfassendes Netzwerk von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Praktikerinnen und Praktikern zurück. Übergeordnete Schwerpunkte des ipo Die inhaltlichen Schwerpunkte des Instituts sind personalwirtschaftliche und organisationstheoretische Fragestellungen sowie ihre Wechselwirkungen, unter anderem: · die Wirkung und Gestaltung von Anreizsystemen · Wissensmanagement · die Gestaltung und Optimierung personalwirtschaftlicher Prozesse (Best Practice) · Bildungsforschung und Bildungsmanagement · die Wechselwirkungen zwischen Unternehmensstrategien, Personalstrategien und Organisation Drittmittelprojekt des ipo Im Berichtszeitraum befand sich folgendes Forschungsprojekt in der Durchführung: Studienintegrierende Ausbildung in NordrheinWestfalen (SiA-NRW) (Prof. Dr. Christian Rüttgers; Förderkennzeichen: 25IV025B; Laufzeit: 01.01.2022-30.09.2024) SiA-NRW ist ein Konzept der beruflichen Bildung, das die drei Lernorte Betrieb, Berufskolleg und Hochschule und damit berufliche und akademische Bildung eng miteinander verzahnt. Um den Ansatz der studienintegrierenden Ausbildung zu etablieren (siehe KCD), arbeiten die Verbundpartner in Essen projektbezogen zusammen: Das Heinz-NixdorfBerufskolleg und das Hochschulzentrum Essen der FOM Hochschule kooperieren in den Bereichen Fachinformatik (Fachrichtung Anwendungsentwicklung oder SystemintegDas Team des ipo Wissenschaftliches Direktorium Prof. Dr. Marco Zimmer Prof. Dr. Christian Rüttgers (Stellv.) Kooptierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Prof. Dr. Bernd Ahrendt Prof. Dr. Ralf Keim Prof. Dr. Karin Marchand Prof. Dr. Manuel Pietzonka Prof. Dr. Rüdiger Piorr Prof. Dr. Nadine Pratt Prof. Dr.-Ing. Thomas Russack Research Fellows Dr. Romina Caltagirone-Torke Gesine Hahn M.A. Dr. Leonie Otto Kontakt und weitere Informationen www.fom-ipo.de Einige Mitglieder des ipo Institut für Personal- & Organisationsforschung: Prof. Dr. Rüdiger Piorr, Prof. Dr. Christian Rüttgers, Prof. Dr. Karin Marchand, Prof. Dr. Marco Zimmer, Prof. Dr. Nadine Pratt und Prof. Dr. Thomas Russack (v. l. n. r.; Foto: FOM/Tim Stender) Hochschulbereich Wirtschaft & Management 54 | 55 5.1.3 ipo Institut für Personal- & Organisationsforschung
ration) sowie Kaufleute für IT-Systemoder Digitalisierungsmanagement miteinander. Diese Ausbildungsgänge werden mit den Studiengängen Wirtschaftsinformatik oder Informatik an der FOM Hochschule verknüpft. Das Konzept der „Studienintegrierenden Ausbildung“ wurde von Prof. Dr. Dieter Euler und Prof. Dr. Eckart Severing entwickelt. Der innovative Ansatz bietet unentschlossenen jungen Menschen die Möglichkeit, sich auf Basis ihrer Erfahrung für einen von drei möglichen Wegen in das Berufsleben zu entscheiden. Durch sorgfältig aufeinander abgestimmte Curricula sind die Lernpotenziale von Betrieb, Berufskolleg und Hochschule optimal miteinander verzahnt. Die studienintegrierende Ausbildung bietet jungen Menschen die Möglichkeit, einen Berufsund einen Studienabschluss parallel zu erwerben. Lernprozesse im Betrieb, im Berufskolleg und an der Hochschule werden dabei in neuer Form miteinander verknüpft und Leistungen gegenseitig anerkannt. Erst im späteren Verlauf entscheiden die Auszubildenden auf Basis ihrer bisherigen Erfahrungen, ob sie den Doppelabschluss anstreben oder ausschließlich die Berufsausbildung beenden möchten. Bis dahin unterstützt sie ein individuelles Coaching dabei, ihr Potenzial bestmöglich zu entwickeln. SiA-NRW wird von Prof. Dr. Nicole Naeve-Stoß und Prof. em. Dr. Dieter Euler wissenschaftlich begleitet. Die Professoren für Wirtschaftspädagogik untersuchen die Entwicklungsprozesse im Projekt im Rahmen einer gestaltungsorientierten Forschung. Dabei analysieren sie die zentralen Entwicklungsschritte, geben den Akteurinnen und Akteuren in der Praxis konstruktive Rückmeldungen und entwickeln ggf. alternative Konzepte zur Optimierung und Weiterentwicklung. Ihr Ziel ist die Unterstützung einer erfolgreichen Entwicklung und Erprobung der studienintegrierenden Ausbildung und die Ableitung von Handlungsempfehlungen für den Breitentransfer in Nordrhein-Westfalen. In den Berichtszeitraum fallen der Start des zweiten SiAJahrgangs in Essen im Herbst 2023 sowie vorbereitende Maßnahmen für die Ausweitung des Bildungskonzeptes zum Ausbildungsstart im Herbst 2024 in Zusammenarbeit mit dem Erich-Brost-Berufskolleg. Wissenschaftliche Publikationen Das ipo dokumentiert seine Forschungsarbeit durch vielschichtige Publikationen sowie Vorträge. Es unterhält zudem eine eigene Schriftenreihe an der FOM. Zu den wichtigsten Publikationen im Berichtszeitraum gehören: · Ahrendt, B. (2024): New Work: How Important Is the Orientation of Meaning? Reflections on the Basis of Frankl‘s Dimensional Ontology, in: McLafferty, C. L., Levinson, J. (Hrsg.), Logotherapy and Existential Analysis: Proceedings of the Viktor Frankl Institute Vienna, Volume 2. Cham: Springer, S. 305–312. · Ahrendt, B., Bürklin, N., Ostberg, P. M. (2024): Wege agiler Führung – mit Sinn: Praktische Grundlagen für lebendige Organisationen. Berlin/Heidelberg: Springer. · Geyer, H., Ahrendt, B. (2024): Crashkurs BWL, 8. Aufl. Freiburg: Haufe. · Pietzonka, M. (2024): Schafft Arbeit Sinn? Perspektiven und Gegenstände der arbeitspsychologischen Sinnund Identitätsforschung, in: Report Psychologie – Zeitschrift des Berufsverbandes Deutscher Psychologinnen und Psychologen, Jg. 2024, Nr. 3, S. 2–7. · Pietzonka, M., Kolb, C. (2024): Adaptation and Validation of the Rating Scale DWD-S to Measure Diversity Acceptance of Adolescents in Schools, in: Testing, Psychometrics, Methodology in Applied Psychology, Jg. 31, Nr. 1, S. 105 –120. · Pratt, N., Suntrup-Andresen, E., Dirksmeier, M., Westphahlen, J. (2024): Paradoxical Tensions in Business Models for Sustainability, in: New Business Models Conference Proceedings 2024. Mondragon University Press. · Ahrendt, B. (2023): Lebenssinn und Psychotherapie: Viktor E. Frankl und die Logotherapie, in: Jüttemann, G. (Hrsg.), Wie der Mensch sich selbst entdeckte: Zur Psychologie des Erkennens von Sinn. Gießen: Psychosozial-Verlag, S. 167–175. · Ahrendt, B., Nikolaus, R. S., Zilinski, J. (2023): Das organisationale Ikigai: Theoretische Grundlagen für die Transformation zu einer purpose-driven Organisation. Berlin/Heidelberg: Springer. 56 | 57
Wissenschaftliche Veranstaltungen Das isf beteiligt sich regelmäßig an wissenschaftlichen Veranstaltungen oder richtet diese aus. Zu den wichtigsten im Berichtszeitraum gehören: · „Forecasting Solar Power Generation: A Comparative Analysis of Machine Learning Models“, Zureck, A., Gottwald, D., Parmar, M., Vortrag, 2nd International Conference on Renewable Energies and Smart Technologies, Pristina, Kosovo, 27.06.2024. · „Typische Anlegerfehler und wie man es besser macht: Vermögensaufbau für junge Erwachsene“, Rojahn, J., Vortrag, Essener Wissenschaftssommer, Essen, 13.06.2024. · „Die Rolle von KI in der Prävention von Überschuldung: Digitale Helfer oder Risikofaktor?“, Zureck, A., Krehl, S., Rocha, J., Vortrag, 19. Internationale Konferenz zu Finanzdienstleistungen, Hamburg, 17.05.2024. · „Social Trader Analysis 2020: Top Countries, Sectors, and Trade Volume Insights“, Zureck, A., Tretinjak, Z., International Conference on Applied Economics and Finance (ICOAEF-XI’24), Thessaloniki, Griechenland, 17.05.2024. · „Attention in Digital Training Events: A Conceptual Approach to Increase and Sustain Attention“, Zureck, A., Arenja, K., Krahnhof, P., Vortrag, 9th IAFOR International Conference on Education in Hawaii (IICE2024), Honululu, USA, 06.01.2024. · „Corporate Debt Ratios and Managerial Personality Traits – A Content Analysis of CEO Speeches at Annual General Meetings”, Lübke, K., Rojahn, J., Sülzenbrück, S., Vortrag, AG DANK Herbsttagung 2023, Frankfurt a. M., 04.11.2023. · „Künstliche Intelligenz in der Finanzbranche – Der außergewöhnliche, dynamische und komfortable Freund und Feind“, Zureck, A., Vortrag, bwf and ICMA Capital Markets Conference, Frankfurt a. M., 11.09.2023. Betreuung kooperativer Promotionen Ein Großteil der Promotionsstudierenden, welche auch am isf als Research Fellows tätig sind, promovierte an der Masaryk Universität in Brünn. Prof. Dr. Dr. habil. Eric Frère und Prof. Dr. Alexander Zureck stellten hierbei eine enge fachliche und methodische Begleitung sicher. Weitere kooperative Promotionen mit der renommierten spanischen Universidad Católica San Antonio de Murcia (UCAM), die von unseren Mitgliedern betreut werden, sind im Folgenden aufgelistet: · Gehrke, M. / Hövel, E.: „Sentiment and Return Distributions. An Empirical Analysis on the Basis of the German Stock Market” · Gehrke, M. / Winteroth, J.: „Portfolio Management in a Low Yield Environment” · Heidemann, J. / Round, J.: „Moving the Three Lines of Defense from the Back Room to Boardroom: The Past Experience and Future Potential Improvements of the Three Lines of Defense in the Spotlight of the European Banking Supervision” · Rojahn, J. / Tahvildari, M.: „An Analysis and Improvement of Robo-Advisory” · Zureck, A. / Marotta, G.: „Financial Literacy in Germany: A Refined Analysis of Financial Literacy in the Context of Real Estate Investments and Higher Education Institutions” Folgende Promotionen wurden in dem Berichtszeitraum abgeschlossen: · Frère, E. / Harder, D.: „Behavioral Study of Attitudes towards Money Including Frugalism“ · Frère, E. / Klingenberger, L.: „Analysis of the Impact of Sustainable Investments on Companies with Special Consideration of Financial Management“ · Gehrke, M. / Schober, M.: „Investigating Excess Returns in Emerging Market Exchange Rates” · Reuse, S. / Müller A.: „Impact of Brexit on the European Insurance Market and Consequences for Pan-European Insurance Supervision under Solvency II” · Razik, S. / Mock, M.: „Corporate Rating-related Implications through the Holistic Implementation of Integrated Reporting Concept Design – Empirical Research – Derivation of Strategic Recommendations” · Rojahn, J. / Erdem, D.: „Variable Importance of Financial Resilience in Europe during the COVID-19 Crisis: The Role of Financial Literacy” · Zureck, A. / Hammer, T.: „Implications of Financial Literacy on Entrepreneurship in Germany” Hochschulbereich Wirtschaft & Management 62 | 63 5.1.4 isf Institute for Strategic Finance
5.1.5 mile Institute of Mobility, Infrastructure, Logistics & Energy Werden wir uns in 10 bis 20 Jahren mit dem gleichen Mobilitätsmix fortbewegen wie heute? Wie können Fortbewegung und Transportwesen klimaneutral gestaltet werden? Was kommt zuerst, Fahrzeuge oder Infrastruktur? Wie wird die Energie hierfür bereitgestellt? Wissenschaft und Wirtschaft arbeiten daran, den Verkehr zu Lande, zu Wasser und in der Luft zu entzerren, zu automatisieren, umweltfreundlicher und sicherer zu gestalten. Neue Antriebskonzepte, autonomes Fahren sowie intelligentes Verkehrsund Liefermanagement sind nur einige Schlagworte der aktuellen Diskussion. Für die private wie berufliche Future Mobility gilt: Vernetzte Mobilitätsformen und -budgets entwickeln sich zunehmend zu Alternativen zum klassischen (Firmen-)Fahrzeug. Diese Entwicklungen und Veränderungen führen dazu, dass sich viele traditionelle Geschäftsmodelle in der Mobilitätswirtschaft verändern müssen und neue entstehen. Die komplexe, globale Welt der Logistik und des SupplyChain-Managements sorgt für neue Anforderungen. Technologien wie RFID, Peer-to-Peer-Transport, neue Antriebstechniken und der Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) in Beschaffung, Produktion und Distribution sowie Cyber-Physical Production Systems (CPS) oder Additive Fertigung verändern Logistikprozesse in Unternehmen nachhaltig. Neben Mobilität und Logistik sind auch die Bereiche Energie und Infrastruktur von den disruptiven Veränderungen betroffen. Neue Fahrwege in Luft, Wasser, auf der Schiene und der Straße werden genauso diskutiert wie der Wechsel des Netzes von Gas zu H2. KI-basierte Systeme werden zukünftig in der Mobilität wie auch der gesamten Logistik helfen, Lieferschwankungen zu antizipieren und Supply Chains resilienter zu gestalten. Die kritische Infrastruktur notwendiger Energie wird zunehmend durch die Anwendungsmöglichkeiten von KI-Lösungen weiterentwickelt. Aber auch die vorstehenden Aspekte und Themenfelder sind nur Streiflichter eines komplexen Themenfelds. Das Team des mile Wissenschaftliches Direktorium Prof. Dr. Thomas Hanke Prof. Dr. Roland Vogt Kooptierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Prof. Dr.-Ing. Joachim Berlak Prof. Dr. Christian Chlupsa Prof. Dr. Tilko Dietert Prof. Dr. Volker Engels Prof. Dr. Anna Kolmykova Prof. Dr. Hans Kraus Prof. Dr. Adina Silvia Kuhlmann Prof. Dr. Dr. Peter Kürble Prof. Dr. Patrick Lückmann Prof. Dr. Torsten Marner Prof. Dr. Josef Mendler Prof. Dr. Klaus Middeldorf Prof. Dr. Thomas Obermeier Prof. Dr. Kemal Orak Prof. Dr. René Peisert (bis 02/2024) Prof. Dr. Ulf Pillkahn Prof. Dr.-Ing. Thomas Russack Prof. Dr. Soumit Sain Prof. Dr. Klemens Waldhör Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen Dipl.-Kffr. (FH) Stefanie Jäger (ild, bis 12/2023) Maria Keil M.Sc. (ild, bis 12/2023) Research Fellows Dr. Hella Abidi Dipl.-Betriebsw. (FH) Heiko Flori André Gronau M.Sc. Simon Hauser B.Sc. Alina Müller M.Sc. Phillipp Noll M.Sc. Tim Schmacke M.A. Ferhat Tasli M.Sc. Kontakt und weitere Informationen www.fom.de/mile Die Mitglieder des mile um die wiss. Direktoren Prof. Dr. Thomas Hanke (vorne, m.) und Prof. Dr. Roland Vogt (l.) sowie den Prorektor Forschung Prof. Dr. Thomas Heupel (hinten, m.) und Vizekanzler Christoph Hohoff (dritter v. l.; Foto: FOM/Tim Stender) 64 | 65
Die Mitglieder des mile Institute of Mobility, Infrastructure, Logistics & Energy untersuchen innovative und nachhaltige Mobilitäts-, Logistik-, Infrastrukturund Energiekonzepte. Ziel des mile ist darüber hinaus die Förderung des Austausches und Transfers zwischen wissenschaftlich fundierter Forschung und Betriebspraxis. Das mile beruht auf der Zusammenführung des ild Institut für Logistik- & Dienstleistungsmanagement mit dem KCFM KompetenzCentrum für Future Mobility der FOM zu Beginn des Jahres 2024. Damit wurde eine gemeinsame, vernetzte Forschungseinrichtung zu Infrastrukturund Logistikthemen geschaffen. Übergeordnete Schwerpunkte des mile · Herausforderungen in der Mobilität und Infrastruktur, z. B. in Hinblick auf digital-gestützte Sharing-Konzepte · Herausforderungen in der Logistikund Energiebranche, z. B. in Hinblick auf KI-gestützte Lieferkonzepte · Entwicklungen und Lösungsansätze bei verschiedenen Energieformen unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeit, Infrastruktur und Technologie · Automobilindustrie im Blickwinkel der Technologieentwicklung unter Berücksichtigung gesellschaftlicher, technologischer und wirtschaftlicher Veränderungen Drittmittelprojekt des mile (vor der Zusammenlegung der Forschungseinrichtungen durchgeführt durch das ild) Künstliche Intelligenz für gesunde Arbeit in Transport-Fahrberufen: Arbeitsbelastung und Sicherheit in Verkehr und Transport (KARAT) (Prof. Dr. Thomas Hanke, wissenschaftliche Mitarbeiterin: Maria Keil M.Sc., Projektassistenz: Dipl.-Kffr. (FH) Stefanie Jäger; Förderkennzeichen: EXP.01.00020.20; Durchführungszeitraum 01.01.2021–31.12.2023) Sie sind auf Straßen, Schienen und dem Wasser unterwegs: Rund 1,5 Millionen Beschäftigte arbeiten in Deutschland in Fahrberufen. Das Ziel des Projektes „Künstliche Intelligenz für gesunde Arbeit in Fahrberufen: Arbeitsbelastung und Sicherheit in Verkehr und Transport (KARAT)“ war es, ihnen mit einer mitarbeiterorientierten KI-Anwendung zu helfen. Sie sollte individuelle Daten, physiologische Reaktionen und Fahrtdaten sowie öffentlich verfügbare Daten wie Wetter, Veranstaltungsdaten und Verkehrslagen nutzen. So entstand eine automatisierte Analyse zur Arbeitsbelastung auf der Basis von Maschinellem Lernen. Eine daraus folgende Ableitung von Maßnahmen zur Stressreduktion nützte allen Beteiligten: den Mitarbeitenden wie auch den Unternehmen. Bei KARAT waren somit größere und kleinere Organisationen mit signifikanten Beschäftigtenzahlen in Fahrberufen vertreten. Darüber hinaus unterstützten zwölf assoziierte Projektpartnerinnen und -partner sowie weitere Beiratsmitglieder die Forschungsarbeiten in Richtung einer weitreichenden Transferwirkung zum Beispiel in dem Bereich der Fahrtätigkeiten des kommunalen ÖPNV. Das Projekt konnte über die Fahrberufe hinaus Beispiel und Motivation für andere Einsatzfelder zur Unterstützung gesunder Arbeit sein. KARAT entwickelte KI für unterwegs. Beschäftigte in Fahrberufen sind häufig durch Stress und externe Einflüsse besonderen Belastungen ausgesetzt. Bei KARAT entstand eine KI, die persönliche Belastungen analysiert und Verbesserungsvorschläge identifizieren hilft. Das Projekt wurde im Rahmen der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA), Bundesprogramm „Zukunftsfähige Unternehmen und Verwaltungen im digitalen Wandel – EXP, Handlungsschwerpunkt Künstliche Intelligenz (KI)“ vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) gefördert. Fachlich begleitet wurde das Projekt von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA). Weiteres Forschungsprojekt des mile Studie „JobMobility“ Prof. Dr. Roland Vogt führt seit 2018 eine Datenerhebung am FOM Hochschulzentrum München durch, bei der Berufstätige im Raum München zu folgenden zentralen Fragen ihrer beruflichen Mobilität befragt werden: · Wie kommen die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu ihren Arbeitsplätzen? · Welche Unterstützungsleistungen erhalten sie von deren Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern? · Welche Unterstützungsleistungen würden sie sich wünschen? Wie würden sie bei Erfüllung der Wünsche den Arbeitsweg gestalten? Die Befragungen finden zweimal jährlich – im März/April sowie im Oktober/November – statt. Die Studie dient auch als Praxiselement des Moduls „Wissenschaftliches Arbeiten“ in verschiedenen Bachelor-Studiengängen. Auch im Wintersemester 2023/24 wurde die Studie JobMobility durchgeführt. 5.1.5 mile Institute of Mobility, Infrastructure, Logistics & Energy Hochschulbereich Wirtschaft & Management 64 | 65
Wissenschaftliche Publikationen Das mile dokumentiert seine Forschungsarbeit durch vielschichtige Publikationen sowie Vorträge. Im Berichtszeitraum sind folgende Veröffentlichungen erschienen: · Berlak, J. et al. (2024): Vernetzte Produktion im 3D-Druck, in: wt Werkstattstechnik online, Jg. 114, Nr. 3, S. 34–39. · Vogt, R., Gräsner, T. (2023): Integrated Acceptance Model for On-demand Car Functions: Exploring Determinants of Drivers’ Acceptance, in: Entrepreneurship and Sustainability Issues, Jg. 11, Nr. 1, S. 132–163. · Vogt, R., Schmacke, T. (2023): Trends of Current and Future Retail Formats Based on Customer Personas. Implications on the Example of the Premium Automotive Retail, in: Scientia Moralitas International Journal of Multidisciplinary Research, Jg. 8, Nr. 2, S. 191–219. · Waldhör, K., Kocagöz, O. (2023): Bedeutung und Einsatz von Open Data bei der Digitalisierung von Kommunen, in: Fesidis, B., Röß, S. A., Rummel, S. (Hrsg.), Mit Digitalisierung und Nachhaltigkeit zum klimaneutralen Unternehmen. Wiesbaden: Springer Gabler, S. 349–363. Wissenschaftliche Veranstaltungen Das mile beteiligt sich regelmäßig an wissenschaftlichen Veranstaltungen oder richtet diese aus. Zu den wichtigsten Aktivitäten im Berichtszeitraum gehören: · „On Demand Car Functions – Die Faktoren der Akzeptanz“, Gräsner, T., Vogt, R., Vortrag, 16. Wissenschaftsforum Mobilität, New Players in Mobility, Track 5: Service Management von Mobilitätsanbietern, Universität Duisburg-Essen, Duisburg, 13.06.2024. · „Zukunftsmobilität & Mobilitätsdienstleister: Eine qualitative Untersuchung urbaner Geschäftsmodelle im Mobilitätssektor“, Noll, P., Vogt, R., Vortrag, 16. Wissenschaftsforum Mobilität, New Players in Mobility, Track 1: Innovationsfähigkeit künftiger Mobilitätsanbieter und -angebote, Universität Duisburg-Essen, Duisburg, 13.06.2024. · „KI für gesunde Arbeit in Transport-Fahrberufen“, Hanke, T., Vortrag, KI & Arbeitswelt – Wie KI die Arbeitswelt verändert, DIALOGistik, Duisburg, 23.05.2024. · „Effizienz in der Intralogistik: vom Wirkungsgrad zum Wertbeitrag“, Hanke, T., Vortrag, IFOY Test Camp Intralogistics, Messe Dortmund, 10.04.2024. · „Autonomes Fahren und Nachhaltigkeit“, Vogt, R. Noll, P., Vortrag, eMonday, Expertenveranstaltung, csi Entwicklungstechnik, München, 18.03.2024. · „Stadt im Wandel: Einblicke in die Zukunft der nachhaltigen urbanen Mobilität“, Hanke, T., Vortrag, Wissenschaft trifft … Mobilität! Wie sieht die Mobilität der Zukunft aus?, Wissenschaftsstadt Essen, Essen, 06.02.2024. · „Elektromobilität bei Firmenfahrzeugen“, Vogt, R., Key Note, Fach-Informationsveranstaltung bei mer Solutions, München, 26.10.2023. · „Sustainable and Innovative Disaster Logistics and Supply Chain Management“, Hanke, T., Key Note, 21st International Logistics and Supply Chain Congress, Hasan Kalyoncu University, Gaziantep, Türkei, 19.10.2023. · „Mobilität, Infrastruktur, Logistik & Energie: Wie sieht der Verkehr der Zukunft aus?“, Vogt, R., Hanke, T., Podiumsdiskussion, 7. Digitales Master-Forschungsforum, Essen/virtuell, 28.08.2023. Betreuung kooperativer Promotionen Im Berichtsjahr konnte das kooperative Promotionsvorhaben des Research Fellows Tim Schmacke der FOM Hochschule in Kooperation mit der Universidad Católica San Antonio de Murcia (UCAM) fortgeführt werden. Unter dem Arbeitstitel „How to Map Automotive Retail Customer Segments to Today‘s and Future Retail Formats?“ wird die Zukunft nachhaltiger Einzelhandels-Formate im Bereich der Automobilindustrie erforscht. Die Betreuung seitens der FOM wird von Prof. Dr. Roland Vogt durchgeführt. Zudem wurde, ebenfalls unter der Betreuung von Prof. Vogt, das kooperative Promotionsvorhaben von Tom Gräsner, Head of Product Aftersales bei Mercedes-Benz, fortgeführt. Herr Gräsner forscht an der FOM Hochschule in Kooperation mit der Universidad Católica San Antonio de Murcia (UCAM) an folgendem Thema: „An Explorative Study of Acceptance and Usage of On-demand Car Functions Technology“. Des Weiteren ist unter der Betreuung von Prof. Vogt ein weiteres PhD-Projekt gestartet. Phillipp Noll, Research Fellow des mile, begann sein Promotionsprogramm bei der FOM Hochschule in Kooperation mit der University of Sopron mit folgendem Thema: „Autonomous Driving – How New Technologies Influence Consumer Preferences and Affect Business Models for Private Car Sales“. Weitere Aktivitäten des mile Prof. Dr. Thomas Hanke ist im Vorstand der DIALOGistik Duisburg aktiv. 66 | 67
5.1.6 CIBE Center for Innovation, Business Development & Entrepreneurship Die Arbeitswelt befindet sich im Wandel. Rasante Entwicklungen der Informationsund Kommunikationstechnologien, demografisch bedingte Umbrüche und weitere gesellschaftliche Entwicklungen verändern Alltag und Arbeitsleben mit hoher Geschwindigkeit. Die Arbeitswelt kennzeichnen aktuell technologische, wirtschaftliche und organisatorische Veränderungsprozesse von enormer Tragweite. Die Folge sind beschleunigte Innovationsund Produktionszyklen. ChatGPT, Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen sind nur einige Beispiele. Diese stellen neue Anforderungen an die akademische Ausbildung. Weitsicht, Mut und Kreativität müssen neben Fachund Technikkenntnissen in der Lehre verankert werden und gewährleisten perspektivisch die notwendige Vermittlung zukunftsorientierter Fähigkeiten für den sich wandelnden Arbeitsmarkt. Das CIBE Center for Innovation, Business Development & Entrepreneurship ist im Oktober 2022 unter der Leitung von Prof. Dr. Michael Friebe gegründet worden. Es befasst sich mit Innovationen und den daraus resultierenden Disruptionen in Wirtschaft und Gesellschaft sowie der sich daraus ergebenden Notwendigkeit der Entwicklung bzw. Anpassung von Bildungsangeboten. Für zukunftsweisende Innovationen – und ein entsprechendes Innovationsdesign – sind neue Denkund Arbeitsweisen notwendig. Das CIBE ist der Auffassung, dass damit einhergehend auch eine grundsätzliche Anpassung von Bildung im Allgemeinen und akademischer Lehre im Speziellen notwendig ist. Das Team des CIBE Gründungsdirektor Prof. Dr. Dipl.-Ing. Michael Friebe Gesamtkoordination Dipl.-Ing. (FH) Christoph Hohoff Wissenschaftliche Mitarbeiterin Dipl.-Betriebsw. (FH) Inga Hennrich (bis 06/2024) Vorsitzender Beirat und Board Prof. Dr. David Matusiewicz Innovationsbeirat Inga Bergen Dr. Henri Michael von Blanquet Prof. Dr. Jörg Debatin Prof. Julia Finkeissen Prof. Dr. Michael Forsting Tobias Frick Prof. Sultan Haider Dr. Thorsten Hagemann Jörg Holstein Prof. Dr. Dietmar Hutmacher Prof. Dr. Gabriele A. Krombach Thi Hien Nguyen Daniel Nierhauve Dr. Francisco Palao Dr. Jörg Traub Academic Board Prof. Dr. Rüdiger Buchkremer Prof. Dr. Dr. habil. Eric Frère Prof. Dr. Dr. habil. Clemens Jäger Prof. Dr. habil. Thomas Kantermann Prof. Dr. Oliver Koch Prof. Dr. Benjamin Niestroj Prof. Dr. Nadine Pratt Prof. Dr. Dirk Stein Prof. Dr. Carolin Tewes Prof. Dr. Stefan Tewes Senior Research Fellows Beatrice Barbazzeni Paul Epping Niki Faldemolaei Henk Hadders Dr. Julia Hitzbleck Dr. Alfredo Illanes Oliver Morbach Gerard Scheenstra Dr. Dietmar Wiedemann Kontakt und weitere Informationen www.fom-cibe.de Der Gründungsdirektor des CIBE Prof. Dr. Michael Friebe (Foto: FOM) Hochschulbereich Wirtschaft & Management 66 | 67 5.1.6 CIBE Center for Innovation, Business Development & Entrepreneurship
Hier setzt das CIBE an: Es will Innovationsprozesse anstoßen und einen Beitrag zur Innovationsfähigkeit leisten. Der Weg dahin führt über das Unternehmerund Unternehmerinnentum als Wirtschaftsmotor und wichtiger Bestandteil des regionalen Ökosystems sowie über ein zweckorientiertes Innovationszentrum, das mit dem CIBE implementiert werden soll. Übergeordnete Schwerpunkte des CIBE · Welche Rolle können Innovationen bei der Bewältigung der großen globalen Herausforderungen spielen? · Welchen Einfluss können Innovationen und Unternehmertum auf zukunftsorientierte Wertangebote und Werte haben? · Welche Fähigkeiten werden benötigt, um unter den o. g. Bedingungen auch zukünftig handlungsfähig und erfolgreich zu sein? · Welche Geschäftsmodelle werden nach Marktumbrüchen relevant sein? Wie kann man darauf hinarbeiten und dabei eine positive Wirkung auf die Gesellschaft berücksichtigen? · Wie können wir Studierende, Wirtschaft und Gesellschaft vorbereiten? · Wie kann Bildung eine entsprechende, zukunftsorientierte Denkweise berücksichtigen? · Welche Strukturen geografischer, inhaltlicher, interdisziplinärer, multidisziplinärer und demografischer Art werden für den Erfolg benötigt? Forschungsund Transferaktivitäten des CIBE Die Innovation Design Challenges des CIBE haben einen bedarfsorientierten, branchenunabhängigen Ansatz. Sie haben das Ziel, innovative Lösungen für spezifische Herausforderungen zu entwickeln, die als potenzielle Geschäftsideen einen Nutzen für die Gesellschaft erbringen. Die Challenges bieten den geeigneten Rahmen, um offene und innovationsfreudige Menschen zusammenzubringen und auf Basis einer modernen Innovationsmethodik, die von Prof. Dr. Michael Friebe mitentwickelt wurde, Ideen und Lösungen zu generieren. Folgende Challenges wurden durchgeführt: · 07.11.2023: „Innovative Ideen für die zukünftige Sicherung guter Pflege“. Über 40 Visionärinnen und Visionäre für das Gesundheitswesen kamen am Hochschulzentrum Essen der FOM zusammen. Die Challenge fand in Kooperation mit der Universitätsmedizin Essen und unterstützt von der BARMER Krankenkasse, Smart Health Hub Ruhr GmbH und Xponential Ecosystem statt. · 02.07.2024: „Empowering Entrepreneurship for a Better Future“. Im Rahmen des ICSB World Congress fand eine Innovation Design Challenge, unterstützt durch Education for Climate Coalition und den Climate Pact der Europäischen Kommission, in Berlin statt. Wissenschaftliche Publikationen Das CIBE dokumentiert seine Forschungsarbeit durch vielschichtige Publikationen. Zu den wichtigsten Publikationen im Berichtszeitraum gehören: · Friebe, M. et al. (2024): The Underuse of AI in the Health Sector: Opportunity Costs, Success Stories, Risks and Recommendations, in: Health and Technology, Jg. 14, Nr. 1, S. 1–4. · Stein, D. (2024): Organisation der Nachhaltigkeit von Geschäftsmodellen aus Digitalisierungssicht, in: Fesidis, B., Röß, S. A., Rummel, S. (Hrsg.), Mit Digitalisierung und Nachhaltigkeit zum klimaneutralen Unternehmen. Wiesbaden: Springer Gabler, S. 115–133. · Friebe, M. et al. (2023): Contact Endoscopy – Narrow Band Imaging (CE-NBI) Data Set for Laryngeal Lesion Assessment, in: Scientific Data, Jg. 10, 733. · Friebe, M. et al. (2023): Surgical Audio Guidance: Enhancing Surgery and Surgical Data Exploitation Through Proximal Vibro-acoustic Sensing of Tool-Tissue Interactions, in: 2023 IEEE EMBS Special Topic Conference on Data Science and Engineering in Healthcare, Medicine and Biology, Malta, S. 179–180. Prof. Dr. Michael Friebe (zweiter v. l.) und Teilnehmende der Innovation Design Challenge in Berlin 68 | 69
· Friebe, M., Illanes, A. (2023): Advancements in Medical Imaging and Image-Guided Procedures: A Potential – Or Rather Likely – Paradigm Shift in Diagnosis and Therapy: Understand Disruption and Take Advantage of It!, in: Applied Sciences, Jg. 13, Nr. 16, 9218. · Friebe, M., Illanes, A. et al. (2023): Towards AI-driven Minimally Invasive Needle Interventions, in: Current Directions in Biomedical Engineering, Jg. 9, Nr. 1, S. 559–562. · Friebe, M., Krombach, G. et al. (2023): Novel and Inexpensive Gamma Radiation Sensor: Initial Concept and Design, in: International Journal of Computer Assisted Radiology and Surgery, Jg. 18, S. 1987–1990. Wissenschaftliche Veranstaltungen Das CIBE beteiligt sich regelmäßig an wissenschaftlichen Veranstaltungen oder richtet diese aus. Es beteiligte sich u. a. am 26.02.2024 mit dem Track „Innovationsmethodik in Zeiten exponentieller Technologien – eine Einführung für die Zukunft“ an dem Format Digitales Master-Forschungsforum der FOM. Des Weiteren fanden im Berichtszeitraum folgende Veranstaltungen statt (Auswahl): · „Mit exponentiellen Technologien (+ neuen Innovationsansätzen) zur Disruption, (+ Transformation) der Gesundheitswirtschaft (und mehr)?“, Friebe, M., Vortrag, Wissenschaftsabend „Zukunft der Arbeit“, Essener Wissenschaftssommer 2024, Universität Duisburg-Essen, Essen, 07.06.2024. · „Syntropic Enterprise Design“, Friebe, M., Keynote Lecture mit Expertenreferentin Christine McDougal, FOM Hochschulzentrum, Düsseldorf, 31.05.2024. · „Masterclass Big Bang Health“, Friebe, M., Masterclass/ Workshop, Big Bang Health Festival, Colosseum Theater, Essen, 07.09.2023. Weitere Aktivitäten des CIBE Prof. Dr. Michael Friebe war im Berichtszeitraum Ansprechpartner und Mentor für Start-ups von Studierenden der FOM und führte direkte Beratungsgespräche mit an Gründungsvorhaben interessierten Studierenden. Das CIBE engagiert sich zudem am Innovationssemester 2023/24 der Wissensregion Düsseldorf e. V. Im Rahmen des Innovationssemesters kooperieren Universität und Hochschulen in Düsseldorf und Region mit Unternehmen, Kammern und Städten, um junge Menschen in interdisziplinären Teams gemeinsam an Herausforderungen unserer Gesellschaft und Wirtschaft arbeiten zu lassen. Dazu wurde der Kurs „Bedarfsorientierte Innovationsgenerierung und Konzeption eines Start-ups“ konzipiert, der im Oktober und November 2023 an der FOM Hochschule in Düsseldorf durchgeführt wurde. Prof. Friebe ist Mitglied der Expertengremien zur Gründungsoffensive Biotechnologie (GO-Bio) des BMBF sowie zur Förderlinie „Life Science – Medizintechnik“ am Forum MedTech Pharma e. V., gefördert vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie. Prof. Dr. Nadine Pratt ist am Netzwerk „Women Entrepreneurs in Science“ (WES) beteiligt. Das Netzwerk hat zum Ziel, den Anteil der (Aus-)gründungen durch Frauen bis 2025 zu steigern. Das Projekt wird gefördert durch das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen. Um gründungsinteressierte Frauen auf ihrem Weg sowie bei ihren ersten Schritten in die Selbstständigkeit zu begleiten, hat sich die FOM diesem Netzwerk-Projekt gemeinsam mit über 20 Hochschulen und Universitäten angeschlossen. In diesem Vorhaben werden für Gründerinnen und gründungsinteressierte Frauen ein positives, unterstützendes Umfeld geschaffen sowie Angebote und Möglichkeiten, von denen gründungsinteressierte Frauen vor, während und nach der Gründung profitieren können. Prof. Dr. Michael Friebe während seines Vortrags beim Essener Wissenschaftssommer 2024 (Foto: Privat) Hochschulbereich Wirtschaft & Management 68 | 69 5.1.6 CIBE Center for Innovation, Business Development & Entrepreneurship
5.1.7 KCMS KompetenzCentrum für Marketing & Sales Management Im Januar 2019 wurde das KCMS KompetenzCentrum für Marketing & Sales Management, kurz KCMS, der FOM Hochschule gegründet. Hervorgegangen ist es aus dem ehemaligen KCM KompetenzCentrum für Marketing & Medienwirtschaft und dem KCV KompetenzCentrum für Vertriebsmanagement. Wissenschaftlich geleitet wurde es zunächst gemeinschaftlich durch Prof. Dr. Julia Naskrent, Prof. Dr. Marcus Stumpf und Prof. Dr. Jörg Westphal. Seit Juni 2024 führt Prof. Stumpf die Leitung mit Prof. Dr. WolfDieter Hiemeyer fort. Prof. Naskrent bleibt dem KompetenzCentrum als kooptierte Wissenschaftlerin verbunden. Das KCMS ist ein international ausgerichtetes wissenschaftliches KompetenzCentrum für Marketing, Vertrieb und verwandte Forschungsbereiche. Es nimmt im Dialog mit Marketing-, Vertriebsexpertinnen und -experten und Führungskräften aus der Wirtschaft die Zukunft der marktorientierten Unternehmensführung sowie Vertriebsstrategien aus der wirtschaftswissenschaftlichen Perspektive in den Fokus. Der Ausgangspunkt der Aktivitäten liegt in den interdisziplinären Wurzeln der beiden Forschungsfelder, die sich neben der Wirtschaftswissenschaft u.a. in der Psychologie und der Informationstechnologie verorten lassen. Als wissenschaftlicher Forschungsbereich der FOM Hochschule versteht sich das KCMS aber nicht als Vermittler operativer Fähigkeiten, sondern beleuchtet den Sektor aus der Perspektive des Managements, also aus der strategisch-konzeptionellen Position. Im Forschungsfokus: Zunehmend austauschbare Produkte und Leistungen sowie immer anspruchsvollere Kundinnen und Kunden stellen viele Unternehmen vor neue Herausforderungen. Plötzlich reicht es nicht mehr, mit einer guten Produktargumentation und einem vermeintlich wettbewerbsfähigen Preis die Kundschaft zu überzeugen. Vielmehr sind heute exzellente analytische Fähigkeiten gefragt, um Kundinnen und Kunden wirklich zu verstehen und kundenorientierte Nutzenstrategien zu entwickeln. Aus der vormals operativen Funktion ist nun eine strategische Wertschöpfungsfunktion geworden, die für eine der beiden Komponenten der unternehmerischen Gewinngleichung und damit signifikant für den Unternehmenserfolg verantwortlich ist. Übergeordnete Schwerpunkte des KCMS Das KCMS betreibt anwendungsorientierte Forschung, um innovative und effiziente Lösungsansätze für aktuelle und praxisrelevante Marketingund Vertriebsfragen zu entwickeln. Mit dem Anspruch des „Scientific Sales ManageDie Mitglieder des KCMS KompetenzCentrum für Marketing & Sales Management um die wiss. Leitung, Prof. Dr. Wolf-Dieter Hiemeyer (r.) und Prof. Dr. Marcus Stumpf (dritter v. r.), sowie den bisherigen wiss. Leiter Prof. Dr. Jörg Westphal (vierter v. l.; Foto: FOM/Tim Stender) Das Team des KCMS Wissenschaftliche Leitung Prof. Dr. Wolf-Dieter Hiemeyer (seit 06/2024) Prof. Dr. Julia Naskrent (bis 02/2024) Prof. Dr. Marcus Stumpf Prof. Dr. Jörg Westphal (bis 02/2024) Kooptierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Prof. Dr. Mahmut Arica Prof. Dr. Silvia Boßow-Thies Prof. Dr. Christian Chlupsa Prof. Dr. Dr. Volker Eickenberg Prof. Dr. Klaus Friedrich Prof. Dr. Oliver Gansser Prof. Dr. Hendrik Godbersen Prof. Dr. Daniel Heinrich Prof. Dr. Wolf-Dieter Hiemeyer Prof. Dr. Julia Naskrent Prof. Dr. Kai-Marcus Thäsler Prof. Dr. Frank Tubbesing Research Fellows Viviane Dreide Franziska Hüls B.Sc. Fabian Lauzi M.A. Prof. Dr. Lena Katharina Rothe Kontakt und weitere Informationen www.fom-kcms.de 70 | 71
ment“ und des „Scientific Customer Insight“ soll die Kundenorientierung auf eine wissenschaftlich fundierte Plattform gestellt werden. Wissenschaftliche Publikationen Das KCMS dokumentiert seine Forschungsarbeit durch vielschichtige wissenschaftliche Publikationen. Insbesondere gibt das KCMS in der FOM-Edition bei Springer Gabler die Publikationsreihe „Marketing & Innovation“ heraus. Ziel der Publikationen ist es, die Relevanz der Funktionen Marketing und Vertrieb in der Forschung und Unternehmenspraxis zu stärken sowie insbesondere allen Professorinnen und Professorien sowie Dozierenden der FOM eine Plattform zur Veröffentlichung ihrer Forschungsergebnisse zu bieten. Im Berichtszeitraum ist der zweite Band in Herausgeberschaft von Prof. Dr. Lena Katharina Rothe, Prof. Dr. Julia Naskrent, Prof. Dr. Marcus Stumpf sowie Prof. Dr. Jörg Westphal erschienen. Er legte den Fokus mit dem Untertitel „Future Shopping – der Handel in der (Nach-)Coronazeit“ auf die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie sowie neuer Technologien auf den Einzelhandel. · Rothe, L., Naskrent, J., Stumpf, M., Westphal, J. (Hrsg.; 2023): Marketing & Innovation 2023. Wiesbaden: Springer Gabler. Das Kaufverhalten verändert sich: „Cross-Border OnlineShopping“, also der Interneteinkauf über Ländergrenzen hinweg hat einen Aufwärtstrend erfahren. Aber OnlineShopping ersetzt und befriedigt nicht das vorhandene und ausgeprägte Bedürfnis nach stationären Shoppingerlebnissen, weder der Generation Z noch der Golden Ager. Lokale und regionale Produkte boomen. Das sind nur ein paar der Studienergebnisse, die im Buch „Marketing & Innovation 2023“ veröffentlicht wurden. Der nächste Band der Reihe, unter der Herausgeberschaft von Prof. Dr. Mahmut Arica, Prof. Dr. Wolf-Dieter Hiemeyer, Prof. Dr. Klaus Friedrich und Prof. Dr. Marcus Stumpf, ist bereits in Planung. Des Weiteren ist der Sammelband „Diversity in der Wirtschaftskommunikation“ erschienen. Diversität bzw. Diversity bedeutet Vielfalt oder Verschiedenheit. Bezogen auf sozialpolitische Felder bezieht Diversity sich zumeist auf den Schutz der Dimensionen geschlechtliche Identität, sexuelle Orientierung, Religion und Weltanschauung, ethnische Herkunft bzw. Nationalität, Alter sowie körperliche und geistige Verfassung. In Bezug auf diese Anwendungsfelder lässt sich ein konstanter Wandel in der Gesellschaft feststellen. Welche Konsequenzen diese Veränderungen auf die Wirtschaftskommunikation haben und wie Unternehmensbzw. Marketingkommunikation mit Diversität umgehen, untersuchen die Autorinnen und Autoren der neuesten Publikation des KCMS. Es handelt sich dabei um den Sammelband zur Tagung „Europäische Kulturen in der Wirtschaftskommunikation (EUKO)“, die 2022 am FOM Hochschulzentrum Hamburg durchgeführt wurde. Der im Springer VS Verlag veröffentlichte Band behandelt die Diversität in der Wirtschaftskommunikation, im Marketing, der Unternehmenskommunikation und Werbung. Der Bestseller „Marketing-Management“ von Philip Kotler ist das weltweit erfolgreichste Standardwerk im Marketing. So ist es auch als „Bibel des Marketing“ weithin bekannt. Zur neuesten Auflage lieferte Prof. Dr. Marcus Stumpf von der FOM Hochschule als Co-Autor gleich zwei Fallstudien. · Stumpf, M. et al. (2023): Aufbau starker Marken und Kategorien in einem gesättigten, wettbewerbsintensiven Marktumfeld. Neuprodukteinführung „Ariel 3in1 PODS“ in Deutschland, in: Kotler, P. et al. (Hrsg.), MarketingBuch „Marketing & Innovation 2023. Future Shopping – der Handel in der (Nach-)Coronazeit“ (Foto: FOM/Yasmin Lindner) Die neueste Publikation aus dem KCMS KompetenzCentrum für Marketing & Sales Management der FOM: der Sammelband „Diversity in der Wirtschaftskommunikation“ (Foto: FOM/Yasmin Lindner) Hochschulbereich Wirtschaft & Management 70 | 71 5.1.7 KCMS KompetenzCentrum für Marketing & Sales Management
Management. Konzepte – Instrumente – Unternehmensfallstudien, 16. Aufl., München: Pearson, S. 306–309. · Rummel, C., Stumpf, M. (2023): Re-Positionierung der Marke Deutsche Bank nach der globalen Finanzund Reputationskrise, in: Kotler, P. et al. (Hrsg.): MarketingManagement. Konzepte – Instrumente – Unternehmensfallstudien, 16. Aufl., München: Pearson, S. 219–226. Philip Kotler, Professor für Marketing an der Northwestern University, gilt als Begründer der modernen Marketinglehre. Bereits im Jahr 1967 veröffentlichte er mit seinem Buch „Marketing-Management“ ein Standardwerk, das sich unter Studierenden und Interessierten aus der Praxis weltweit zum Klassiker entwickeln sollte. Mit der 16. Auflage wurde Kotlers Standardwerk nun für den deutschen Markt neu bearbeitet und u. a. mit aktuellen Fallstudien ergänzt. „Am Ende eines jeden Kapitels erläutern diese Fallstudien praxisnah und anschaulich an bekannten und erfolgreichen Marken Herausforderungen des Marketings, die als Diskussionsgrundlage und Anwendungsbeispiele in Vorlesungen verwendet werden können“, beschreibt Prof. Marcus Stumpf die Funktion dieser Praxisbeispiele. Das KCMS unterhält zudem eine eigene Schriftenreihe an der FOM. Zusätzlich sind im Berichtszeitraum u. a. folgende Publikationen erschienen: · Arica, M., Wolf, A. (Hrsg.; 2024): Künstliche Intelligenz (KI) im Marketing, in: PraxisWISSEN – German Journal of Marketing, Jg. 2024, Nr. 1. · Boßow-Thies, S. (2024): Fashion-For-Future: Sind geschlechtsspezifische Kommunikationsmaßnahmen für kollaborative Sharing-Ansätze wie Online-Modeverleihabos notwendig?, in: Stumpf, M. (Hrsg.), Diversity in der Wirtschaftskommunikation. Wiesbaden: Springer, S. 117–148. · Godbersen, H., Dudek, B., Ruiz Fernández, S. (2024): The Relationship Between Organizational Commitment, Commitment to Supervisor and Servant Leadership, in: Frontiers in Organizational Psychology, Jg. 2. · Preuß, A., Thäsler, K.-M. (2024): Wirkung und Auswirkung. Wie Werbekmpagnen durch Out of Home „grüner“ werden, in: transfer – Zeitschrift für Kommunikation und Markenmanagement, Jg. 70, Nr. 1, S. 17–25. · Gansser, O., Reich, C., Oberheitmann, A. (2023): Einflussfaktoren auf die Nutzungsabsicht von Produkten mit KI in China, in: Seidel, M., Macht, J. (Hrsg.), China & Innovation. Wiesbaden: Springer Gabler, S. 124–147. · Godbersen, H., Szabo, T., Ruiz Fernández, S. (2023): Customer Expectations and Their Fulfilment in the German Food Retail Market Before and During the Covid-19 Pandemic – A Longitudinal Study with the Means-End Theory of Complex Cognitive Structures, in: Rothe, L., Naskrent, J., Stumpf, M., Westphal, J. (Hrsg.), Marketing & Innovation 2023. Wiesbaden: Springer Gabler, S. 173–198. · Naskrent, J., Dormann, S. (2023): Förderung der Customer Experience im stationären Bekleidungseinzelhandel trotz Hygieneauflagen, in: Rothe, L., Naskrent, J., Stumpf, M., Westphal, J. (Hrsg.), Marketing & Innovation 2023. Wiesbaden: Springer Gabler, S. 245–278. Wissenschaftliche Veranstaltungen Das KCMS beteiligt sich regelmäßig an wissenschaftlichen Veranstaltungen oder richtet diese aus. Zu den wichtigsten im Berichtszeitraum gehören: · „Like The Way I Do – Personal Branding auf LinkedIn“, Chlupsa, C., Vortrag, Alumniveranstaltung der FOM, Stuttgart/virtuell, 16.04.2024. · „Motive der Entscheidungsfindung – Wie implizite Codes unsere Entscheidungen steuern“, Chlupsa, C., Vortrag, Institut für Tourismus und Freizeit, Chur, Schweiz, 29.11.2023. · „Like The Way I Do – Personal Branding auf LinkedIn“, Chlupsa, C., Vortrag, Alumniveranstaltung der FOM, München/virtuell, 05.07.2023. Betreuung kooperativer Promotionen Prof. Dr. Jörg Westphal betreut Herrn Fabian Lauzi M.A. im Rahmen des kooperativen Promotionsprogramms an der UCAM Universidad Católica San Antonio de Murcia im Themenbereich „Contingency-based Sales Enablement“. Weitere Aktivitäten des KCMS Mitglieder des KCMS brachten sich im Zuge der Überarbeitung der Master-Studiengänge der FOM mit ein. So war Prof. Dr. Marcus Stumpf in der Studiengangsfachgruppe für den Master-Studiengang „Marketing- & Brand Management“ aktiv, die von Prof. Dr. Oliver Gansser geleitet wurde, und Prof. Dr. Wolf-Dieter Hiemeyer beteiligte sich an der Studiengangsfachgruppe für „Sales Management“, die unter der Leitung von Prof. Dr. Jörg Westphal stand. Die beiden Studiengänge wurden aktualisiert beziehungsweise neu erarbeitet. 72 | 73
Forschungsprojekt in Planung Prof. Dr. habil. Yvonne Ferreira hat 2024 einen DFGDrittmittelantrag mit dem Titel „Grenzwerte und Superpositionen psychischer Belastung in der Gefährdungsbeurteilung“ in Kooperation mit der Forschungsgruppe Arbeitsund Ingenieurpsychologie FAI der TU Darmstadt eingereicht. Funktionen in wissenschaftlichen Fachgesellschaften Prof. Dr. Britta Rüschoff ist seit 2020 für die OECD Beraterin und Expertin im Projekt „Artificial Intelligence and the Future of Skills“ (AIFS). In diesem Rahmen war sie an Publikationen und Konferenzbeiträgen beteiligt; außerdem nahm sie 2023 und 2024 an Gremiumsveranstaltungen im Expertengremium im OECD-Headquarter in Paris teil. Prof. Dr. habil. Yvonne Ferreira ist nach wie vor Redaktionsleiterin der Zeitschrift für Arbeitswissenschaft sowie Ehrenmitglied der Gesellschaft für Arbeitswissenschaft. Prof. Dr. KurzenhäuserCarstens und Prof. Dr. Mandy Nuszbaum sind seit 2024 Mitherausgeberinnen der Zeitschrift Wirtschaftspsychologie (PabstVerlag). Prof. Dr. Saskia Pilger ist Mitglied im Editorial Board der Faculty of Business and Economic Sciences der Nelson Mandela University in Gqeberha, Südafrika. Wissenschaftliche Publikationen Das iwp dokumentiert seine Forschungsarbeit durch vielschichtige Publikationen sowie Vorträge. Es unterhält zudem eine eigene Schriftenreihe an der FOM. Im Berichtszeitraum ist Band 18 erschienen: · Tigcheloven, C. (2023): Umwelteinstellungen, umweltbewusster Konsum und Umweltmotivation – eine Moderatoranalyse, in: Möltner, H., Sülzenbrück, S., Pietzonka, M. (Hrsg.), iwp Schriftenreihe, Band 18. Essen: MA Verlag. Des Weiteren sind im Berichtszeitraum folgende Publikationen erschienen: · Bährens, S., Fauth-Bühler, M. (2024): „Gefühlskompass“: Wie Intuition zu klugen Entscheidungen führt, in: The Inquisitive Mind, Jg. 2024, Nr. 3. · Fauth-Bühler, M., Neubronner, P. (2024): Bindungsstile, Computerspielen und die vermittelnde Rolle der Emotionsdysregulation, in: Sucht, Jg. 70, Nr. 1, S. 9–21. · Ferreira, Y. (2024): Wirkungszusammenhang zwischen Arbeitszufriedenheit und Selbstregulation, in: Gesellschaft für Arbeitswissenschaft (Hrsg.), 70. Kongress der Gesellschaft für Arbeitswissenschaft. Sankt Augustin: GfA-Press, S. 253–257. · Heiss, S., Hudecek, M., Lermer, E. et al. (2024): Fine for Others but not for Me: The Role of Perspective in Patients’ Perception of Artificial Intelligence in Online Medical Platforms, in: Computers in Human Behavior: Artificial Humans, Jg. 2, Nr. 1, 100046. · Hirsch, O. et al. (2024): Wearing Face Masks as a Potential Source for Inhalation and Oral Uptake of Inanimate Toxins – A Scoping Review, in: Ecotoxicology and Environmental Safety, Jg. 275, 115858. · Holtwiesche, M., Fauth-Bühler, M. (2024): Selbstfürsorge im digitalen Zeitalter: Wie wir gesund mit sozialen Medien umgehen können, in: The Inquisitive Mind, Jg. 2024, Nr. 3. · Junger, N., Hirsch, O. (2024): Ethics of Nudging in the COVID-19 Crisis and the Necessary Return to the Principles of Shared Decision Making: A Critical Review, in: Cureus, Jg. 16, Nr. 4, e57960. · Klim, P., Möltner, H., Overbeck-Gurt, J., Weigelt, O., Hällfritzsch, M. (2024): Vom „ad hoc Homeoffice“ zum hybriden Arbeitsmodell – Gestaltungsoptionen und gesundheitliche Chancen und Risiken, in: Dettmers, J., Tisch, A., Trimpop, R. (Hrsg.), Tagungsband zum 23. Workshop Prof. Dr. Saskia Pilger (Foto: FOM/Tom Schulte) Prof. Dr. habil. Yvonne Ferreira (Foto: Privat/ Yvonne Ferreira) Hochschulbereich Wirtschaft & Psychologie 78 | 79 iwp Institut für Wirtschaftspsychologie
Psychologie der Arbeitssicherheit und Gesundheit. Kröning: Asanger, S. 217–220. · Kohler S. A., Fauth-Bühler M. (2024): Das Smartphone als ständiger Begleiter: Die Rolle von Maximierungstendenz und Belohnungsaufschub, in: Sucht, Jg. 70, Nr. 3. · Kolb, C. J., Pietzonka, M. (2024): Adaptation and Validation of the Rating Scale DWD-S to Measure Diversity Acceptance of Adolescents in Schools, in: Testing, Psychometrics, Methodology in Applied Psychology, Jg. 31, Nr. 1, S. 105–120. · Monath, V., Sachse, K. (2024): Sportliche Freizeitaktivität und Erholung bei Berufstätigen – differentielle Effekte verschiedener Sportarten, in: Koester, D. et al. (Hrsg.), Methodenvielfalt: Lebendigkeit in Theorie und Praxis. Abstractband zur 56. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft für Sportpsychologie. Berlin: Hochschule für Management und Recht, S. 57. · Möltner, H., Overbeck-Gurt, J. et al. (2024): New Normal im Human Resource Management – Trends, Chancen und Herausforderungen, in: Dettmers, J., Tisch, A., Trimpop, R. (Hrsg.), Psychologie der Arbeitssicherheit und Gesundheit. Tagungsband zum 23. Workshop. Kröning: Asanger, S. 217–220. · Overbeck-Gurt, J., Möltner, H. et al. P. (2024): Covid-19 und die Bedeutung von Gesundheit und Gesundheitsschutz in Organisationen – War’s das … oder bleibt was?, in: Dettmers, J., Tisch, A., Trimpop, R. (Hrsg.), Psychologie der Arbeitssicherheit und Gesundheit. Tagungsband zum 23. Workshop. Kröning: Asanger, S. 225–228. · Pietzonka, M. (2024): Schafft Arbeit Sinn? Perspektiven und Gegenstände der arbeitspsychologischen Sinnund Identitätsforschung, in: Report Psychologie – Zeitschrift des Berufsverbandes Deutscher Psychologinnen und Psychologen, Jg. 2024, Nr. 3, S. 2–7. · Sachse, K., Kurzenhäuser-Carstens, S. (Hrsg.; 2024): Aktuelle Beiträge der Wirtschaftspsychologie in Zeiten von Krisen und Veränderungen – Sonderheft zur 26. GWPsFachtagung 2023 in Essen, in: Wirtschaftspsychologie, Jg. 24, Nr. 4. · Sachse, K., Schmidt, R. (2024): Hilft Musizieren bei der Erholung von der Arbeit?, in: Thiemann, D. (Hrsg.), Auf dem Weg ins „New Normal“ – Wirtschaftspsychologische Gestaltungsansätze für eine moderne Arbeitswelt. Abstracts zur 27. Fachtagung der Gesellschaft für angewandte Wirtschaftspsychologie (GWPs). Lengerich: Pabst, S. 53. · Sülzenbrück, S., Thiemann, M., Mbaye, L., Sutter, C. (2024): Wirksamkeit von Achtsamkeitstrainings und Erfolgsfaktoren für deren Implementierung im beruflichen Kontext von Ersthelfenden, in: Die Polizei, Jg. 115, Nr. 5, S. 161–165. · Tigcheloven, C., Möltner, H. (2024): Umwelteinstellungen, umweltbewusster Konsum und Umweltmotivation – eine Moderatoranalyse, in: Thiemann, D. (Hrsg.), Auf dem Weg ins „New Normal“ – Wirtschaftspsychologische Gestaltungsansätze für eine moderne Arbeitswelt. Abstracts zur 27. Fachtagung der Gesellschaft für angewandte Wirtschaftspsychologie (GWPs). Lengerich: Pabst, S. 59. · Weber, D., Nuszbaum, M., Carrillo González, C. (2024): Differences in Attitude and Purchase Intention for Multisensory Stimuli in Online Stores with Decreasing Product Congruence in Terms of Super Additivity and Cross-modal Correspondence, in: International Journal of Electronic Marketing and Retailing, Jg. 15, Nr. 1, S. 89–106. · Arconada, D., Pietzonka, M. (2023): Mehr Umsatz und höhere Mandantenzufriedenheit durch den BenjaminFranklin-Effekt, in: Honorargestaltung für Steuerberater, Nr. 9, S. 6–8. · Essler, S. et al. (2023): The Cultural Basis of Cultural Evolution: Longitudinal Evidence that Infant Imitation Develops by Being Imitated, in: Current Biology, Jg. 33, Nr. 21, S. 4674–4678. · Hirsch, O. et al. (2023): Efficacy of a Computer Based Discontinuation Strategy to Reduce PPI Prescriptions: a Multicenter Cluster-randomized Controlled Trial, in: Scientific Reports, Jg. 13, Nr. 21633. · Hirsch, O. et al. (2023): Endoscopic Measurement of Hiatal Hernias: Is It Reliable and Does It Have a Clinical Impact? Results from a Large Prospective Database, in: Postgraduate Medicine, Jg. 135, Nr. 6, S. 615–622. · Hoffmann, A., Pilger, S., Olbrecht, T., Claassen, K. (2023): Positiv-psychologische Interventionen als Chance für Pflegekräfte, in: Meyer, G., Friesacher, H., Lange, R. (Hrsg.), Handbuch der Intensivpflege: Ein Lehrund Arbeitsbuch für Mitarbeiter auf Intensivstationen, 85. Aufl. Landsberg: Ecomed Medizin, S. 1–12. · Nuszbaum, M., Kampfer, K. (2023): Beraten erlaubt, Berühren verboten – experimentelle Untersuchung des veränderten Konsumierendenverhaltens durch die Coronapandemie, in: Rothe, L., Naskrent, J., Stumpf, M., Westphal, J. (Hrsg.), Marketing & Innovation 2023. Wiesbaden: Springer Gabler, S. 199–211. 80 | 81
· Overbeck-Gurt, J., Möltner, H. et al. (2023): Folgen der Covid-19 Pandemie für die Ausgestaltung von Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz, in: baua: Fokus. · Pietzonka, M. (2023): Sinn in der Arbeit, sinnvolle Arbeit und berufliche Identität, in: Jüttemann, G. (Hrsg.), Wie der Mensch sich selbst entdeckte: Zur Psychologie des Erkennens von Sinn. Gießen: Psychosozial-Verlag, S. 155–166. · Rüschoff, B. (2023): Die Bedeutung Künstlicher Intelligenz (KI) und Robotik für die Berufsausbildung, in: Laske, S., Orthey, A., Schmid, M. (Hrsg.), PersonalAusbilden: Das aktuelle Nachschlagewerk für Praktiker – Aktualisierungslieferung 192. Hürth: Wolters Kluwer. · Rüschoff, B. (2023): HRund People Analytics: Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten von datengetriebenen analytischen Verfahren in der Personalentwicklung, in: Laske, S., Orthey, A., Schmid, M. (Hrsg.), PersonalEntwickeln – 295 Ergänzungslieferung. Hürth: Wolters Kluwer, S. 95–114. · Sachse, K., Schanz, D. (2023): Gesundheitsorientierte Führung – Aktuelle Studienergebnisse und Tipps für die Umsetzung, in: zfo Zeitschrift Führung + Organisation, Jg. 2023, Nr. 4, S. 213–218. · Staneva, M., Rüschoff, B., Ackermann, P. (2023): Occupational Tests, in: OECD (Hrsg.), AI and the Future of Skills, Volume 2: Method for Evaluating AI Capabilities. Paris: OECD Publishing, S. 50–60. · Sülzenbrück, S., Lukenda, K., Sutter, C. (2023): Expressive Writing as a Practice against Work Stress: A Literature Review, in: Journal of Workplace Behavioral Health, Jg. 39, Nr. 1, S. 106–137. · Sülzenbrück, S., Steffens, K., Sutter, C. (2023): The Concept of „Work-Life-Blending“: a Systematic Review, in: Frontiers in Psychology, Jg. 14. Wissenschaftliche Veranstaltungen Das iwp beteiligt sich regelmäßig an wissenschaftlichen Veranstaltungen oder richtet diese aus. Zu den wichtigsten Beiträgen im Berichtszeitraum gehören: · „A Semi-supervised Model for Automated Classification of AI-related Job Tasks using Bloom’s Taxonomy“, Mbounang Fongang, C., Vogelsang, M., Eichenberg, T., Rüschoff, B., Stockem-Novo, A., Posterpräsentation, IEEE Conference on Artificial Intelligence, Singapur, 27.06.2024. · „Increasing Normal Approximation in Psychometric Health Care Data Analyses Using a Compositional Data Approach“, Lehmann, R., Vogt, B., Vortrag, 57th Hawaii International Conference on System Sciences (HICSS), Manoa, USA, 03.01.2024. · „Shifting Psychometric Bipolar Scales Data Towards the Normal Distribution“, Lehmann, R., Vogt, B., 57th Hawaii International Conference on System Sciences (HICSS), Manoa, USA, 03.01.2024. · „Conceptualization and Evaluation of a Positive-Psychological Intervention for Students to Reduce Test Anxiety”, Bitzen, L., Hahn, S., Pilger. S., Posterpräsentation, World Congress on Positive Psychology, Vancouver, Kanada, 20.–23.07.2023. · „Evaluation of a Positive-Psychological Intervention to Increase Vitality, Optimism, and Satisfaction among Nurses”, Thönißen, E., Huegel., S., Gehring, F., Pilger, S., Posterpräsentation, World Congress on Positive Psychology, Vancouver, Kanada, 20.–23.07.2023. · „Evaluation of an App-based Meditation Intervention for Working Students with Regard to Health and Performance-related Aspects”, Petri, R., Klein, E., Pilger, S., Posterpräsentation, World Congress on Positive Psychology, Vancouver, Kanada, 20.–23.07.2023. · „Goal Clarity, Self-efficacy, and Stress – Evaluation of a Positive-Psychological Intervention for Nursing Professionals”, Hügel, S., Thönißen, E., Gehring, F., Pilger, S., Posterpräsentation, World Congress on Positive Psychology, Vancouver, Kanada, 20.–23.07.2023. · „PERMAnent Satisfied Team – A Qualitative Evaluation of a Positive Feedback Intervention”, Rieckmann, K., Kanlioglu, T., Winkler, S., Kuisseau, G., Pilger, S., Posterpräsentation, World Congress on Positive Psychology, Vancouver, Kanada, 20.–23.07.2023. · „Qualitative Evaluation of a Mindfulness-based Digital Detox Intervention in Germany”, Fillsack, F., Göritz, J., Mikoleiczik, C., Pilger, S., Posterpräsentation, World Congress on Positive Psychology, Vancouver, Kanada, 20.–23.07.2023. · „The Influence of Job Hopping Tendency on Life Satisfaction and Subjective Well-being”, Dymale, M., Keller, K., Pilger, S., Posterpräsentation, World Congress on Positive Psychology, Vancouver, Kanada, 20.–23.07.2023. Hochschulbereich Wirtschaft & Psychologie 80 | 81 iwp Institut für Wirtschaftspsychologie
Betreuung kooperativer Promotionen Zurzeit arbeiten folgende sieben Research Fellows unter der Leitung von Prof. Dr. habil. Sandra Sülzenbrück und Univ.-Prof. Dr. Christine Sutter an ihrer Promotion im kooperativen Promotionsprogramm mit der Deutschen Hochschule der Polizei. · Vera Göllner: „Systemische Führung in Organisationen – Klärung des Konstruktes und Entwicklung eines mehrdimensionalen Messinstrumentes“ · Jaqueline Vieregge: „Hochsensibilität im Organisationskontext“ · Markus Thiemann: „Achtsamkeit in Organisationen“ · Dennis Meinbreckse: „Persuasion durch moralisch-emotionale Sprache in Inhalten digitaler Medien“ · Katharina Steffens: „Work-Life-Blending – Klärung des Konstruktes und Entwicklung eines Messinstrumentes“ · Kimberly Lukenda: „Expressive Narration zur Linderung beruflicher Belastung: Entwicklung einer präventiven Intervention“ · Laura Waldkirch: „Selbstgefährdendes Verhalten im Kontext mobil-flexibler Arbeit“ Daneben gibt es das langjährige kooperative Promotionsprogramm der FOM mit der Universidad Católica de Murcia (UCAM), in dem aktuell Prof. Dr. Mandy Nuszbaum sowie Prof. Dr. Stephanie Kurzenhäuser-Carstens die Fellows des iwp betreuen. Folgende Research Fellows arbeiten an ihren Dissertationen: · Neele Inken Abend: „Purchase Ratings as a Part of Modern Consumer Behavior – An Analysis of the Two Perspectives of Provider and Receiver of Digital Postpurchase Ratings” (Prof. Dr. Mandy Nuszbaum) · Myriam Huhn: „The Impact of Leadership Style and Recovery Behavior on Work Performance, Self-Endangering Work Behavior and Mental Health of Employees” (Prof. Dr. Stephanie Kurzenhäuser-Carstens) Prof. Dr. habil. Sandra Sülzenbrück betreut als Zweitgutachterin die Dissertation von Almut Lahn an der TU Dortmund: · Almut Lahn: „Fostering Self-Organization in the Context of Implementing and Applying Agile Methods – A Comparative Qualitative Study in Private and Public Organizations“ Preisverleihungen Prof. Dr. Fauth-Bühler gewann 2024 den Forschungspreis der FOM Hochschule. Ihre Forschungsinteressen liegen in den Bereichen Neuroökonomie, Gesundheitspsychologie und Hirnforschung, mit dem Schwerpunkt auf Verhaltenssüchten und Gewohnheiten wie „Smartphone-Sucht“, „Arbeitssucht“, „soziale Medienabhängigkeit“, „Glücksspielsucht“ und „Onlinespielsucht“. Für ihre Arbeiten auf dem Gebiet der Suchtforschung wurde Prof. Dr. Fauth-Bühler bereits mehrfach ausgezeichnet und hat insbesondere den Wolfram-Keup-Förderpreis und den DG-Suchtforschungspreis erhalten. In zahlreichen nationalen und internationalen Forschungsprojekten arbeitete sie u. a. bereits mit der University of Cambridge, dem King‘s College London, dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, der Charité in Berlin sowie dem Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, Mannheim, zusammen. Prof. Dr. Mira Fauth-Bühler und Prof. Dr. Thomas Mühlbradt erhalten die Forschungspreise der FOM 2024 (v. l. n. r.: Dr. Harald Beschorner, Prof. Dr. Katrin Keller, Prof. Dr. Thomas Heupel, Prof. Dr. Mira Fauth-Bühler, Prof. Dr. Thomas Mühlbradt, Prof. Dr. Burghard Hermeier und Dipl.-Ing. (FH) Christoph Hohoff; Foto: FOM/Tim Stender) 82 | 83
Allwöchentlicher Science Lunch Besondere Kennzeichen des iwp sind die Vernetzung ihrer Mitglieder und ein großes Commitment zum Austausch. In diesem Zusammenhang sind die allwöchentlichen Science Lunches zu nennen, die das Direktorium des iwp plant, organisiert und moderiert. Bei diesen Veranstaltungen können Mitglieder, aber auch Gäste, einmal pro Woche zur Mittagszeit über ausgewählte wirtschaftspsychologische Themen diskutieren. Das können spannende eigene Forschungsergebnisse der Mitglieder oder Fellows sein, ein Erfahrungsaustausch zu einem relevanten Thema oder forschungsmethodische Weiterbildungen. Exemplarisch werden ausgewählte Themen des Science Lunch aus dem Sommersemester 2024 erwähnt: · Mediatorvs. Moderatoranalysen und diesbezügliche Ansprüche an Abschlussarbeiten · Das Modell States vs. Traits und Merkmale dazwischen · KI als Herausforderung und Potenzial für Forschung und Lehre in der Wirtschaftspsychologie · Resilienz – ein Konzept kritisch betrachtet · Paradigmen in der Psychologie am Beispiel der Psychoanalyse und der Umgang mit ihr · Ansprüche an Abschlussarbeiten: Empirische Daten ja oder nein? Wie viel „statistische Vielfalt“ erwarten wir? · Zusammenhänge vs. Einflussfaktoren: Die Tücken der Kausalität · Die Erfassung von Geschlecht in Umfragen · Interaktionsund Haupteffekte in der Wirtschaftspsychologie · Das Konstrukt Vertrauen · Erfahrungen zu Masterarbeiten im Paper Style · Neurodiversität · Gender: Sprache, Psychologie und Diskriminierung · Der Elefant im Raum: KI-Einsatz und Massenarbeitslosigkeit – Lesson Learned from History · Agilität und Persönlichkeit Hochschulbereich Wirtschaft & Psychologie 82 | 83 iwp Institut für Wirtschaftspsychologie
KCW KompetenzCentrum für Wirtschaftsrecht der FOM Hochschule für Oekonomie & Management
Hochschulbereich Wirtschaft & Recht
5.3.1 KCAT KompetenzCentrum für Accounting & Taxation Das KCAT KompetenzCentrum für Accounting & Taxation versteht sich als Plattform für alle Forschenden und an der Forschung interessierten Kolleginnen und Kollegen der FOM Hochschule, die sich den Themen Accounting und Taxation verbunden fühlen. Die Forschungsaktivitäten dieser Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden hier gebündelt und es wird ein entsprechender Beitrag zur Entwicklung der Forschungslandschaft an der FOM geleistet. Das KCAT dient dabei als Basis für den wechselseitigen Austausch. Die Forschungsschwerpunkte werden über das gesamte Bundesgebiet verteilt – derzeit an den Hochschulzentren Berlin, Duisburg, Hamburg, Leipzig und Mannheim – gemeinsam bearbeitet. Auf Grundlage dieser Arbeit trägt das KCAT mit Sorge dafür, dass der aktuelle Forschungsstand an der FOM Hochschule direkt Einzug in die Lehre findet. Die Themenschwerpunkte sind: · Steuerplanung und Steuergestaltung · Steuerbilanzpolitik · Internationales Steuerrecht · Controlling mit Kennzahlen aus der Finanzberichterstattung · Accounting nach HGB und IFRS · Bilanzanalyse unter sich ändernden Rechnungslegungsstandards · Vergleichende Analysen deutscher und chinesischer Rechnungslegung · Nachhaltigkeit im Steuerrecht · Nachhaltigkeitsberichte · ESG und Steuern Das Team des KCAT Wissenschaftliche Leitung Prof. Dr. Bernd Neitz Prof. Dr. Claudia Rademacher-Gottwald Kooptierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Prof. Dr. Martin Dombrowski Prof. Dr. Michael Drabek Prof. Dr. Michael Drewes Prof. Dr. Hans-Jörg Fischer Prof. Dr. Ingo Fross Prof. Dr. Christian Hanke Prof. Dr. Sonja Harms (bis 08/2023) Prof. Dr. Andreas Lühn Prof. Dr. Bernd Sagemann Research Fellow Okan Bülbül LL.M. Kontakt und weitere Informationen www.fom-kcat.de Die Mitglieder des KCAT KompetenzCentrum für Accounting & Taxation um die wiss. Leitung Prof. Dr. Bernd Neitz (zweiter v. r.) und Prof. Dr. Claudia RademacherGottwald (Mitte; Foto: FOM/Tom Schulte) 86 | 87
Übergeordnete Schwerpunkte des KCAT · Aktuelle Fragen der nationalen und internationalen Steuergestaltung von Unternehmen und Privatpersonen · Einfluss der Besteuerung auf unternehmerische Entscheidungen · Tax Accounting · Rechtskritische Analysen der bestehenden Gesetze, der Verwaltungsvorschriften und der Rechtsprechung · Jahresabschlussanalyse und -politik, Prüfung von Geschäftsberichten sowie Verhaltensforschung im Rechnungswesen Forschungsaktivitäten des KCAT Das KCAT dokumentiert seine Forschungsarbeit durch vielschichtige wissenschaftliche Publikationen. Es unterhält eine eigene Schriftenreihe an der FOM. Im Berichtszeitraum ist folgender Band erschienen: · Thomas, O. (2024): Betriebswirtschaftliche und rechtskritische Analyse der Goodwillbilanzierung in Konzernabschlüssen von Unternehmen des SDAX, in: Neitz, B., Rademacher-Gottwald, C. (Hrsg.), KCAT Schriftenreihe, Band 3. Essen: MA Verlag. Des Weiteren sind im Berichtszeitraum folgende Publikationen erschienen: · Hanke, C. (2024): Der Referentenentwurf des CSRDUmsG, in: BBK – Buchführung Bilanzierung Kostenrechnung, Jg. 2024, Nr. 8, S. 368–377. · Hanke, C. (2024): Die Prüfung von Nachhaltigkeitsberichten – Auswirkungen des CSRD-UmsG auf Wirtschaftsprüfer, in: WP Praxis, Jg. 2024, Nr. 6, S. 152–157. · Hanke, C. (2024): ESRS – Die Details der neuen Nachhaltigkeitsberichterstattung, in: BBK – Buchführung Bilanzierung Kostenrechnung, Jg. 2024, Nr. 9, S. 414–424. · Lühn, A. (2023): Körperschaftssteuerrecht, in: Jesgarzewski, T., Schmittmann, J. M. (Hrsg.), Steuerrecht: Grundlagen und Anwendungsfälle aus der Wirtschaft. Wiesbaden: Springer Gabler, S. 83–115. · Rademacher-Gottwald, C. (2023): Internationales Steuerrecht, in: Jesgarzewski, T., Schmittmann, J. M. (Hrsg.), Steuerrecht: Grundlagen und Anwendungsfälle aus der Wirtschaft. Wiesbaden: Springer Gabler, S. 561–594. Wissenschaftliche Veranstaltungen Das KCAT beteiligt sich regelmäßig an wissenschaftlichen Veranstaltungen oder richtet diese aus. Zu den wichtigsten im Berichtszeitraum gehören: · „Update Steuerbilanz und steuerliche Gewinnermittlung“, Rademacher-Gottwald, C., Vortrag, Berlin-Brandenburger Verband der Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und vereidigten Buchprüfer e. V., Berlin, 07.11.2023. · „Influencer im Ertragund Umsatzsteuerrecht“, Rademacher-Gottwald, C., Vortrag, Berlin-Brandenburger Verband der Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und vereidigten Buchprüfer e. V., Berlin, 04.07.2023. Hochschulbereich Wirtschaft & Recht 86 | 87 5.3.1 KCAT KompetenzCentrum für Accounting & Taxation
5.3.2 KCW KompetenzCentrum für Wirtschaftsrecht Das KCW KompetenzCentrum für Wirtschaftsrecht forscht in für Wirtschaftsunternehmen relevanten Rechtsbereichen. Der Fokus liegt auf Fragestellungen, die sich aus Unternehmenssicht in der wirtschaftsrechtlichen Praxis ergeben. Die im Rahmen von Forschungsprojekten aufzuwerfenden Fragestellungen weisen daher stets einen größtmöglichen Praxisbezug auf. Neben der Forschungsarbeit legt das KCW großen Wert auf den Wissenstransfer. Es werden daher regelmäßig Fortbildungen und Schulungen für Unternehmen und Verbände angeboten. Zudem fließen die aktuellen Forschungsergebnisse in die Lehre der FOM Hochschule ein. Übergeordnete Schwerpunkte des KCW · Forschung zum Wirtschaftsrecht · Forschung zum Steuerrecht · Wissenstransfer · Grundlagenforschung · Geförderte Drittmittelforschung Wissenschaftliche Publikationen Das KCW dokumentiert seine Forschungsarbeit durch vielschichtige wissenschaftliche Publikationen und unterhält u. a. eine Schriftenreihe mit dem dfv Deutscher Fachverlag GmbH, Frankfurt a. M., einem renommierten wissenschaftlichen juristischen Verlag. Band 2 zum Thema „Digital Assets und Recht“ ist im Berichtszeitraum in Herausgeberschaft von Prof. Dr. Hans-Jörg Fischer und Prof. Dr. Esther Bollhöfer erschienen. Das Team des KCW Wissenschaftliche Leitung Prof. Dr. Hans-Jörg Fischer Kooptierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Prof. Dr. Sönke Ahrens Prof. Dr. habil. Mathias Amort Prof. Dr. Stephan Bernd Arens Prof. Dr. Sebastian Baldringer Prof. Dr. Esther Bollhöfer Prof. Dr. Jan-Friedrich Bruckermann Prof. Dr. Per Christiansen Prof. Dr. Clemens Engelhardt Prof. Dr. Martin Fielenbach Prof. Dr. Franz-Alois Fischer Prof. Dr. Philip Haellmigk LL.M. Prof. Dr. jur. Marcus Helfrich Prof. Dr. Tim Jesgarzewski Prof. Dr. Harald Kollrus Prof. Dr. Olaf Müller-Michaels Prof. Dr. jur. Marion Müller-Siegel Prof. Dr. Jürgen Neuberger Prof. Dr. Stephan Pennartz Prof. Dr. Bernd Sagemann Prof. Dr. Arnd Schaff Prof. Dr. jur. Jens M. Schmittmann Prof. Dr. Michael Schörnig Prof. Dr. Nico Raphael Skusa Prof. Dr. Fabian Sosa Prof. Dr. Matthias Wenn Prof. Dr. Wolfram Heinrich Wirbelauer Prof. Dr. Jens Wuttke Senior Research Fellows Dr. jur. Kurt Kreizberg Prof. Dr. Martin Müller Research Fellow Marcel Supernok-Kolbe LL.M. Kontakt und weitere Informationen www.fom-kcw.de Mitglieder des KCW um den wiss. Leiter Prof. Dr. Hans-Jörg Fischer (fünfter v. r.; Foto: FOM/Thomas Heupel) 88 | 89
Hochschulbereich IT Management
ifid Institut für IT-Management & Digitalisierung Das Team des ifid Wissenschaftliches Direktorium Prof. Dr. Rüdiger Buchkremer Prof. Dr. Oliver Koch Prof. Dr. Andreas Lischka Kooptierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Prof. Dr. rer. pol. Adem Alparslan Prof. Dr. Mahmut Arica Prof. Dr. Michael Colombo Prof. Dr. Markus H. Dahm Prof. Dr. Hans-Hermann Dirksen Prof. Dr. Markus D. Ebner Prof. Dr. Volker Engels Prof. Dr. Helge Fischer Prof. Dr. Michael Frie Prof. Dr. Anja Hanisch-Blicharski Prof. Dr. Jeffrey Heidemann Prof. Dr. Alexander Holland Prof. Dr. Jannik Hüls Prof. Dr. Gregor Hülsken Prof. Dr. Stephan Kluth Prof. Dr. Tobias Knuth (bis 02/2024) Prof. Dr. Oliver Linssen Prof. Dr. Jörg Muschiol Prof. Dr. Martin Rupp Prof. Dr. Thomas Russack Prof. Dr. Gerhard Scheitler Prof. Dr. Claudius Stern Prof. Dr. Bernd Ulmann Prof. Dr. Klemens Waldhör Prof. Dr. Ronny Ronghu Wang Prof. Dr. Wolfram Heinrich Wirbelauer Forschungsgruppe „Unconventional Computing“ Karl-Heinz Dahlmann (wiss. Mitarbeiter bis 09/2023) Prof. Dr. Gerhard Scheitler Wolfgang Stefani M.Sc. (wiss. Mitarbeiter bis 09/2023) Prof. Dr. Bernd Ulmann Senior Research Fellow Dr. Volker Glaeser Research Fellows Dr. Michael Becker Florian Bosten M.Sc. Luca Braun B.A. Hannes Breitfeld M.Sc. Sascha Brüggen M.Sc. Claudia Delle M.Sc. Manuel Di Stefano M.Sc. Pierre Marcel Diegmann M.Sc. Dr. Stefan Ebener Michel Sebastian Erhardt M.Sc. Christian Erler B.Sc. Dominik Esteves de Andrade M.Sc. Mirco Fischer M.Sc. Rico Fotis MBA Christine Freye M.A. M.Sc. Dr. Fabian Gampfer Dr. Kevin Hamacher Jan Ole Hansen B.Sc. Maren Hartmann M.Sc. Alexander Heinke M.Sc. Nils Horn B.Sc. Martin Huge B.Sc. Dr. Daniel Hüsson Florian Jörgens M.Sc. Andreas Jürgens M.Sc. Enes Kanmaz B.Sc. Andreas Kernke M.Sc. Tim Kranz B.Eng. Johannes Kurik B.A. Alexei Laukart Richard Malcharek B.Eng. Stefan Melcher M.A. MBA Oliver Meschkat MBA Martin Möhwald M.Sc. Dominik Rode MBA Jasmin Schmank M.Sc. Benedikt Schulz M.Sc. Benjamin Schumacher M.Sc. Markus Spiekermann M.Sc. Markus Thissen M.Sc. Thien-An, Tran B.Sc. Michael Wahlers M.Sc. Dipl.-Betriebsw. (FH) Carsten Weber Dr. Thorsten Weber Markus Wiepke M.Sc. Katrin Wilson M.Sc. Eddy Zhang B.Sc. Kontakt und weitere Informationen www.fom-ifid.de 96 | 97
Das ifid Institut für IT-Management & Digitalisierung der FOM Hochschule dient als zentraler Expertise-Hub für Künstliche Intelligenz (KI), IT-Management und digitale Transformation. Es übernimmt die Schlüsselaufgaben Forschung und Entwicklung, Wissenstransfer sowie Innovationsförderung an der Schnittstelle von Wissenschaft und Praxis. Der Transfer von Forschungsergebnissen in die Lehre spielt dabei eine zentrale Rolle, sodass Studierende von den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen profitieren. In seiner jetzigen Form beruht das ifid auf einer Zusammenführung mit dem mis Institute of Management & Information Systems der FOM im September 2023, wodurch eine gemeinsame, vernetzte Forschungseinrichtung zu Digitalisierungsund Wirtschaftsinformatikthemen entstand. Das ifid vereint eine starke Forschungsgruppe, die aus 26 Professorinnen und Professoren sowie 48 Research Fellows besteht. Die Gruppe setzt modernste Big-DataArchitekturen und KI-Analysesysteme ein, um zukunftsweisende Lösungen zu entwickeln. Ein weiterer Fokus liegt auf dem Einsatz von Blockchain-Technologie, zum Beispiel in der Anwendung von Smart Contracts zur Optimierung und Koordination von Geschäftsabläufen zwischen Unternehmen. Ein herausragendes Merkmal des Instituts ist die enge Zusammenarbeit mit der Wirtschaft. Viele der Research Fellows sind in Führungspositionen großer Technologieunternehmen und außeruniversitärer Forschungseinrichtungen tätig, was den Wissenstransfer zwischen Praxis und Wissenschaft erheblich fördert. Diese Verbindungen ermöglichen praxisorientierte Forschung, die gezielt auf die Anforderungen moderner Unternehmen eingeht. Darüber hinaus arbeitet das Institut mit führenden Technologieunternehmen und renommierten wissenschaftlichen Einrichtungen zusammen, um international anerkannte Forschung auf höchstem Niveau zu betreiben. Durch seine breit gefächerte Expertise treibt das ifid Innovationen voran und gestaltet die digitale Zukunft aktiv mit. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beschäftigen sich insbesondere mit folgenden Feldern: · Künstliche Intelligenz/Machine Learning/Sprachmodelle wie ChatGPT · Data Science/Big Data · Natural Language Processing (NLP) · Natural Language Generation (NLG) · Transformer-Technologien/LLMs · Virtuelle Realität · Enterprise-Architekturen · Einsatz von Blockchain-Technologien · Digitalisierung von (Geschäfts-)Prozessen/RPA · Quantum Computing/Verknüpfung mit KI · Systemmedizin · Integration der Forschung in die Lehre Des Weiteren besteht die Forschungsgruppe „Unconventional Computing“, in der das Drittmittelprojekt „Nichtklonbare Analoge Schaltungen (Analoge PUFs)“ unter der Leitung von Prof. Dr. Bernd Ulmann und Prof. Dr. Gerhard Scheitler sowie der wissenschaftlichen Mitarbeit von KarlHeinz Dahlmann und Wolfgang Stefani M.Sc. angesiedelt war (siehe Drittmittelprojekte des ifid). Die Mitglieder des ifid Institut für IT-Management & Digitalisierung um die wissenschaftlichen Direktoren Prof. Dr. Rüdiger Buchkremer (vierter v. r.) und Prof. Dr. Andreas Lischka (siebter v. r.) sowie FOM Rektor Prof. Dr. Burghard Hermeier (r.), den Prorektor Forschung Prof. Dr. Thomas Heupel (zweiter v. r.) und Vizekanzler Christoph Hohoff (dritter v. r.; Foto: FOM/Tim Stender) Hochschulbereich IT Management 96 | 97 ifid Institut für IT-Management & Digitalisierung
Übergeordnete Schwerpunkte des ifid Besondere Schwerpunkte des ifid liegen auf der Integration von Forschung in die Lehre und der Einführung von CloudSystemen (AWS Cloud Education, Google Cloud Education etc.) in Studium, Forschung und Lehre. Mehr als die Hälfte der Fellows nimmt Lehraufträge an der FOM Hochschule wahr; dies betrifft insbesondere den Hochschulbereich IT Management und den dort angebotenen Studiengang Big Data & Business Analytics mit dem Abschluss Master of Science (M.Sc.), sowie den Studiengang Business Consulting & Digital Management (M.Sc.) aus dem Hochschulbereich Wirtschaft & Management. Das ifid verfügt über eine Big-Databzw. KI-Infrastruktur mit vielen gängigen Tools (z. B. RapidMiner, SAS, AWS, Google Cloud, TensorFlow etc.) und entwickelt selbst Programme und Algorithmen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Weiterentwicklung von Forschungskooperationen mit anderen Instituten der FOM Hochschule. Drittmittelprojekte des ifid Nichtklonbare analoge Schaltungen (Analoge PUFs) (Prof. Dr. Bernd Ulmann, Prof. Dr. Gerhard Scheitler; wissenschaftliche Mitarbeitende: Karl-Heinz Dahlmann, Wolfgang Stefani M.Sc.; Laufzeit: 01.10.2021–30.09.2023) Das Forschungsprojekt „Nichtklonbare analoge Schaltungen“ beschäftigte sich unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Bernd Ulmann und Prof. Dr. Gerhard Scheitler mit analogen PUFs. Unter einem PUF (engl. „physically unclonable function“) wird die Implementation einer einzigartigen Funktion verstanden, die nicht dupliziert werden kann. Auf Basis solcher PUFs lassen sich beispielsweise Hardwaretoken – d. h. dedizierte Hardwarekomponenten, beispielsweise in Form einer Chipkarte – bauen, die eine eindeutige Identifikation von Waren ermöglichen. Im Zusammenhang mit Personen können diese beispielsweise im Rahmen einer Zwei-Faktor-Authentisierung genutzt werden, um Personen Zugriff auf Rechnersysteme etc. zu gewähren. Im Rahmen dieses Forschungsprojektes wurden (unter anderem) analogelektronische Implementationen chaotischer Attraktoren auf ihre Eignung als Grundlage für PUFs untersucht und ein Prototyp entwickelt. Die untenstehende Abbildung zeigt exemplarisch ein solches chaotisches System, einen Aizawa-Attraktor, das auf seine Eignung als Grundlage für derartige PUFs untersucht wird. Das Projekt wird auf der Webseite der FOM vorgestellt. Gefördert wurde das Projekt durch die Forschungsförderung Cybersicherheit Hessen bzw. das hessische Ministerium des Innern und für Sport. Ein Fortsetzungsprojekt mit einem KMU ist für 2025 geplant. 98 | 99
International Readiness in Lifelong Learning (IRLL) (Prof. Dr. Thomas Kantermann – iap; Projektbeteiligter des ifid (zuvor mis): Prof. Dr. Oliver Koch; wissenschaftliche Mitarbeiterinnen: Stephanie Pietsch M.A., Joanna Waldmann B.A.; Förderkennzeichen: 57603897; Laufzeit 01.01.2022–31.12.2023) Das Projekt IRLL wurde gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Durchführende Förderorganisation war der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD). HAW.International Modul A 2022-2023. Das ifid (zuvor mis) unterstützte das Vorhaben im Bereich der Wirtschaftsinformatik, z. B. bei Themen wie KI-gesteuerter Chatbot-Lösungen und dem IT-Projektmanagement. Kooperationsprojekte Systemmedizin – KI in Gesundheit und Medizin – Zusammenarbeit mit der Charité, der Universitätsklinik RWTH Aachen, der Ruhr-Universität Bochum und der Patientenvereinigung MCAS Hope e. V. Seit 2020 widmet sich das ifid in Kooperation mit Patientinnen und Patienten der Vereinigung MCAS HOPE e. V. der Erforschung einer systemischen Infektionskrankheit, des Mastzellaktivierungssyndroms, mithilfe von Künstlicher Intelligenz. Diese Krankheit betrifft mehrere Organe und es gibt derzeit keine bekannte Heilungsmethode. Im Rahmen der Studie wurde eine Befragung mit rund 1.000 teilnehmenden Patientinnen und Patienten durchgeführt, an der verschiedene Kliniken, einschließlich der Charité-Universitätsklinik, beteiligt waren. Prof. Buchkremer betreut zwei Dissertationen an der Charité, und begleitet diese von Beginn an durch wöchentliche virtuelle Arbeitstreffen. Außerdem besteht eine Kooperation zur Erfassung von medizinischen Studien zu der Erkrankung „Urticaria“. Aktuell sind zwei Publikationen in Bearbeitung, die noch in 2024 bei hochkarätigen Fachzeitschriften eingereicht werden. KI in Gesundheit und Medizin – Zusammenarbeit mit der Universitätsklinik Düsseldorf Seit Januar 2024 soll in diesem auf fünf Jahre angelegten Projekt elaboriert werden, inwieweit trainierte Sprachmodelle Erkenntnisse aus Patientenakten erfassen können (Fachgebiet: Rheumatologie). Sprachmodelle könnten die Ärztinnen und Ärzte auf wichtige Befunde hinweisen, die Akte mit aktuellen Veröffentlichungen verknüpfen oder bei der Auswertung von Befunden helfen. Das ifid kooperiert in diesem Zusammenhang mit Prof. Dr. Dr. Christian Thielscher vom KCM KompetenzCentrum für Medizinoekonomie, der ebenfalls in dieses Projekt involviert ist. KI im Bobsport – Zusammenarbeit mit dem KIT und dem Fraunhofer-Institut für Tribologie in Karlsruhe In Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Matthias Scherge vom Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM, dem Fraunhofer-Institut für Tribologie in Karlsruhe und dem Karlsruhe-Institut of Technology arbeiten Mitglieder des ifid seit 2021 daran, Verbesserungen im Bobsport mithilfe von Künstlicher Intelligenz zu erzielen. Hierfür wurde eine umfangreiche Studie durchgeführt, an der etwa 40 Studierende aus dem Studiengang Big Data & Business Analytics der FOM beteiligt waren. Es ist geplant, noch in 2024 ein Buch zu der Studie in der ifid Schriftenreihe zu veröffentlichen. Hochschulbereich IT Management 98 | 99 ifid Institut für IT-Management & Digitalisierung
Wissenschaftliche Publikationen Das ifid dokumentiert seine Forschungsarbeit durch vielschichtige Publikationen. Es unterhält zudem eine eigene Schriftenreihe an der FOM Hochschule. Die wichtigsten Publikationen sind hier zusammengefasst. Die vollständige und aktualisierte Liste ist über die Webseite der FOM verfügbar. · Buchkremer, R. (2024): Künstliche Intelligenz trifft Marketing: Ein generativer Review-Ansatz zur Analyse aktueller Forschungstrends, in: Arica, M., Wolf, A. (Hrsg.), Künstliche Intelligenz (KI) im Marketing. Arbeitsgemeinschaft für Marketing, S. 6–33. · Dahm, M. (2024): Digitale Lösungen für eine nachhaltige Zukunft – Wie Digitalisierung bei der Erreichung der SDGs helfen kann. Wiesbaden: Springer Fachmedien. · Dahm, M., Heydenreich, J. (2024): Co-Creation in der Creator Economy – So können Content Creators ihre Community an ihre Inhalte binden. Wiesbaden: Springer Fachmedien. · Dahm, M., Wielki, T. (2024): Erfolgreich mit Professional Services Firms – Eckpfeiler für zukunftsfähige Dienstleistungsunternehmen. Wiesbaden: Springer Fachmedien. · Freye, C., Russ, A., Arica, M., (2024): Supply Chains im Check-up: Erkenntnisse aus einer empirischen Untersuchung des Process Mining im Supply Chain Management am Fallbeispiel eines Süßwarenherstellers, in: Bode, W., Mardorf, L., Seifert, M. (Hrsg.), Digitalisierung und KI in der Logistik: Neue Konzepte, Erfolgsfaktoren und Best Practice. Osnabrück, S. 117–135. · Wang, R., Contino, G. (2024): A New VUCA Appropriate Framework for the New Work in the IT-Industry and Education, in: INTED2024 Proceedings, S. 217–231. · Wang, R., Mertn, C. (2024): An Innovative Framework for Digitalization in Public Administration in Germany, in: INTED2024 Proceedings, S. 211–216. · Dahm, M., Twesten, N. (2023): Der Artificial Intelligence Act als neuer Maßstab für Künstliche Intelligenz – Das Spannungsfeld zwischen Regulatorik und Unternehmen. Wiesbaden: Springer Fachmedien. · Dahm, M., Winter, A. (2023): Die Rolle des CDO in der digitalen Transformation – Potenziale und Herausforderungen für Unternehmen. Wiesbaden: Springer Gabler. · Dahm, M., Zehnder, V. (2023): Moderne Personalführung mit Künstlicher Intelligenz – Chancen und Risiken. Wiesbaden: Springer Fachmedien. · Estevez de Andrade, D., Buchkremer, R. (2023): Enhancing Human-Machine Interaction: Real-Time Emotion Recognition through Speech Analysis, in: Journal of Computer Science Research, Jg. 5, Nr. 3, S. 22–45. · Horn, N., Buchkremer, R. et al. (2023): From Data to Human-Readable Requirements: Advancing Requirements Elicitation through Language-Transformer-Enhanced Opportunity Mining, in: Algorithms, Jg. 16, Nr. 9, 403. · Killat, D., Ulmann, B., Köppel, S. (2023): Hybrid Integrators with Predictive Overload Estimation for Analog Computers and Continuous-Time Δ Modulators, in: Advances in Radio Science, Jg. 21, S. 89–100. · Kösoglu-Kind, B., Buchkremer, R. et al. (2023): A Biological Sequence Comparison Algorithm Using Quantum Computers, in: Nature – Scientific Reports, Jg. 13, Nr. 14552. · Ulmann, B. (2023): Beyond Zeros and Ones – Analog Computing in the Twenty-first Century, in: International Journal of Parallel, Emergent and Distributed Systems, Jg. 2023, S. 139–151. · Waldhör, K., Kocagöz, O. (2023): Bedeutung und Einsatz von Open Data bei der Digitalisierung von Kommunen, in: Fesidis, B., Röß, S. A., Rummel, S. (Hrsg.), Mit Digitalisierung und Nachhaltigkeit zum klimaneutralen Unternehmen. Wiesbaden: Springer Gabler, S. 349–363. 100 | 101
Wissenschaftliche Veranstaltungen Das ifid beteiligt sich regelmäßig an wissenschaftlichen Veranstaltungen oder richtet diese aus. Zu den wichtigsten im Berichtszeitraum gehören: · „Analog and Hybrid Computing for the 21st Century“, Ulmann, B., Seminarvortrag, Institut für Mikroelektronik, Universität Ulm, Ulm, 18.06.2024. · „Digital is Dead, Long Live Analog“, Ulmann, B., Vortrag, APL-Tagung, Universität Mainz, Mainz, 30.04.2024. · „Digital is Dead, Long Live Analog“, Ulmann, B., Keynote, Zukunftsforum 2024, MINT-EC, virtuell, 14.03.2024. · „Analog Computing for the 21st Century – Back to the Future“, Ulmann, B., Vortrag, makelab Frankfurt, Frankfurt, 17.10.2023. · „Analog Computing for the 21st Century“, Ulmann, B., Vortrag, O-Phasen-Vortrag zur Semestereröffnung, TU Darmstadt, Darmstadt, 09.10.2023. · „Analog Computing for the 21st Century“, Ulmann, B., Vortrag, 46. Tag der EEI, FAU Erlangen-Nürnberg, Erlangen, 14.07.2023. Betreuung kooperativer Promotionen Angehörige des ifid betreuen aktuell Promotionsprojekte in verschiedenen kooperativen Promotionsprogrammen. So betreut u. a. Prof. Dr. Rüdiger Buchkremer die Promotionen von Jasmin Schmank und Nils Horn, die an der UCAM Universidad Católica San Antionio de Murcia promovieren, sowie von Olga Boichak, deren Promotionsprojekt an der Berliner Charité angesiedelt ist. Im Berichtszeitraum konnte Dr. Kevin Hamacher, ebenfalls betreut von Prof. Buchkremer, seine Promotion an der UCAM erfolgreich abschließen. Weitere Aktivitäten des ifid Unter Betreuung von Prof. Dr. Mahmut Arica erreichte Research Fellow Christine Freye den ersten Platz beim 5. Osnabrücker Logistik-Forum für herausragende wissenschaftliche Arbeiten. Der Nachwuchspreis, der mit 500€ dotiert ist, wird von der Hochschule Osnabrück, der Wirtschaftsförderung Osnabrück und dem VDI OsnabrückEmsland vergeben. Die Auszeichnung erfolgte am 09.11.2023. Prof. Arica hat die Leitung der neuen Forschungsgruppe „Digital Consulting“ übernommen. Aktuell entsteht hierzu gemeinsam mit Doktorandin und Research Fellow Christine Freye ein Herausgeberwerk unter dem Titel „Digital Consulting“ beim Springer Verlag. Prof. Dr. Markus D. Ebner forscht an den Themen PostQuantum-Kryptographie, Predictive Damage Models sowie an der Optimierung von Marketingstrategien durch KI. Prof. Dr. Ronny Ronghu Wang ist Experte im BayerischSchwäbischen KI-Produktionsnetzwerk zur Gestaltung innovativer KI-Projekte. Hochschulbereich IT Management 100 | 101 ifid Institut für IT-Management & Digitalisierung
KCT KompetenzCentrum für Technologie- & Innovationsmanagement der FOM Hochschule für Oekonomie & Management i i aim aim Institute of Automation & Industrial Management FOM University of Applied Sciences
Hochschulbereich Ingenieurwesen
5.5.1 iaim Institute of Automation & Industrial Management Das Institut für anwendungsorientierte Ingenieurwissenschaften Das iaim wurde Anfang 2019 gegründet und ist in den Bereichen Technologie, Ingenieurwissenschaften sowie Industrieund Produktionsmanagement tätig. Gemeinsam mit Partnerinnen und Partnern erarbeitet es wissenschaftlich fundierte sowie anwendungsbezogene, innovative Lösungen. Das iaim verbindet die anwendungsorientierte Forschung, die wissenschaftlich flankierte Umsetzung bei Anwendungspartnerinnen und -partnern und die praxisorientierte Hochschulausbildung. Dabei werden alle ingenieurwissenschaftlichen Fachrichtungen sowie weitere Themenfelder (z. B. Informatik und Data Science) einbezogen. Durch Konferenzbeiträge, Publikationen, Forschungsvorhaben und Verbundprojekte unterstützt das iaim die Integration technologiegetriebener Neuerungen in der unternehmerischen Praxis sowie der Bildung. Gefördert wird auch die wissenschaftliche Weiterentwicklung von Hochschulangehörigen und Kooperationspartnerinnen und -partnern. Die Mitglieder des iaim Institute of Automation & Industrial Management um den wiss. Direktor Prof. Dr.-Ing. Thomas Russack (zweiter v. r.; Foto: FOM/Tom Schulte) Das Team des iaim Wissenschaftliches Direktorium Prof. Dr.-Ing. Thomas Russack Kooptierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Prof. Dr.-Ing. Joachim Berlak Prof. Dr.-Ing. Jörg Bockhold Prof. Dr. Esther Bollhöfer Prof. Dr. Andrea Dederichs-Koch Prof. Dr. Tilko Dietert Prof. Dr. Stefan Dietz Prof. Dr. Peter Hoffmann (bis 03/2024) Prof. Dr.-Ing. Herbert Köchner Prof. Dr. Anna Kolmykova Prof. Dr. Josef Mendler Prof. Dr. Thomas Mühlbradt Prof. Bernd Platzek, PhD (University of Pretoria) Prof. Dr.-Ing. Michael Schaffner Prof. Dr. Gerhard Scheitler Prof. Dr.-Ing. Lorenz Schneider Prof. Dr. Bernd Ulmann Wissenschaftliche Koordination Dipl.-Ing. (FH) Christoph Hohoff Wissenschaftliche Mitarbeitende Dipl.-Soz.Wiss. Anja Krumme Dr. rer. nat. Helga Unger Marc Wiesener M.A. Thomas Chrobok M.A. Research Fellows Nina Nourafrouz MBA Dr.-Ing. Tommy Schafran Dr. Thorsten Weber Beirat Prof. Dr.-Ing. Rudolf Jerrentrup (Vorsitzender) Dr. Jens Mathiak Dr.-Ing. Patrick Piastowski Dipl.-Ing. Ulf Reinicke Dipl.-Ing. Andreas Schuchardt Prof. Dr.-Ing. Marcel Walkowiak Kontakt und weitere Informationen www.fom-iaim.de 104 | 105
Betreuung kooperativer Promotionen Prof. Dr.-Ing. Rudolf Jerrentrup betreut im Rahmen des kooperativen Promotionsprogramms (UCAM Universidad Católica San Antonio de Murcia) eine Doktorarbeit im Themengebiet „Reliability Engineering“. Prof. Dr.-Ing. Thomas Russack betreut eine kooperative Promotion (ebenfalls an der UCAM) zum Thema „Strategic Alignment“. Weiterhin begleitet er eine Promotion in Zusammenarbeit mit der Humboldt-Universität zu Berlin zum Thema „Data Mining im Kontext der Nachhaltigkeit von Unternehmen“. Prof. Dr. Tilko Dietert betreut eine kooperative Promotion an der Universität Sopron zum Thema „Kritische Betrachtung der Transformation zu Industrie 5.0 in KMU“. Hochschulbereich Ingenieurwesen 110 | 111 5.5.1 iaim Institute of Automation & Industrial Management
5.5.2 KCT KompetenzCentrum für Technologie- & Innovationsmanagement Das KCT ist ein international ausgerichtetes wissenschaftliches KompetenzCentrum für Technologie- & Innovationsmanagement und angrenzende Forschungsbereiche. Es stellt ein Bindeglied zwischen Forschung, Lehre und Wirtschaft dar. Die Zielsetzung des KCT ist die bundesweite Bündelung der Kompetenzen und die Entwicklung anwendungsorientierter sowie fachübergreifender Forschungsergebnisse in den Innovationsthemen: · Management und Leadership · Wertschöpfung und Nachhaltigkeit · Life Science-Technologien & Transformation Hierfür arbeitet das KCT intensiv mit einem Netzwerk aus Unternehmen, Fachverbänden und wissenschaftlichen Forschungseinrichtungen zusammen. Über die Einbindung von Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Fachbereichen und gesellschaftlichen Gruppen werden aktuelle Herausforderungen einer kritischen Analyse und Bewertung unterzogen, um Antworten auf zentrale Fragestellungen zu entwickeln. So überträgt das KompetenzCentrum wissenschaftliche Erkenntnisse aus der anwendungsorientierten Forschung in die Studienangebote der Hochschule, beispielsweise in Form eines Master-Studiengangs Technologieund Innovationsmanagement mit dem Hochschulabschluss Master of Science (M.Sc.). Der intensive Theorie-Praxis-Dialog wird unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Esther Bollhöfer sowie Prof. Dr.-Ing. Michael Schaffner durch ein bundesweites Team aus erfahrenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Praktikerinnen und Praktikern unterstützt. Außerdem finden in regelmäßigen Abständen Veranstaltungen zum intensiven Austausch zwischen Wissenschaft und Unternehmenspraxis statt. Neben den wissenschaftlichen Veranstaltungen und Fachforen verfolgt die KCT Schriftenreihe das Ziel, Forschungsergebnisse des KCT einer breiteren Öffentlichkeit verfügbar zu machen. Das Team des KCT Wissenschaftliche Leitung Prof. Dr. Esther Bollhöfer Prof. Dr.-Ing. Michael Schaffner Kooptierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Prof. Dr.-Ing. Thomas Abele Prof. Dr. Roland Eckert Prof. Dr. Bita Fesidis Prof. Dr. Joachim Hafkesbrink Prof. Dr.-Ing. Markus Wolfgang Hesse Prof. Dr. Rudolf Jerrentrup Prof. Dr. Andreas Lischka Prof. Dr. Friederike Müller-Friemauth Prof. Dr. Arnd Schaff Prof. Dr. Horst Tisson Research Fellows Dipl.-Psych./Dipl.-Kffr. (FH) Kornelia Ahrens Thomas Barsch M.Sc. Prof. Dr. Claus W. Gerberich Justus Groth M.Sc. Dr. Robert Poschacher Stephan Andreas Röß M.Sc. Dr. Silvia Rummel Veit Schlaus M.Sc. Daniela Schwarz M.A. Dipl.-Betriebsw. (FH) Carsten Weber Dipl.-Ing. (FH) Steffen Weimann Kontakt und weitere Informationen www.fom-kct.de Die wissenschaftliche Leitung des KCT: Prof. Dr. Esther Bollhöfer (Foto: The Barfly, barfly-foto.de) und Prof. Dr.-Ing. Michael Schaffner (Foto: FOM) 112 | 113
Wissenschaftliche Publikationen Das KCT dokumentiert seine Forschungsarbeit durch vielschichtige Publikationen. Seine Mitglieder haben zudem bereits acht Monografien bzw. Sammelbände in der FOMEdition bei Springer Gabler herausgegeben. So ist im Berichtszeitraum der folgende Sammelband erschienen: · Fesidis, B., Röß, S. A., Rummel, S. (Hrsg.; 2023): Mit Digitalisierung und Nachhaltigkeit zum klimaneutralen Unternehmen. Wiesbaden: Springer Gabler. Es unterhält zudem eine eigene Schriftenreihe an der FOM. Des Weiteren sind im Berichtszeitraum folgende Publikationen erschienen: · Barbian, D., Röß, S. A., Rummel, S. (2024): Digitale Technologien und deren Auswirkungen auf die Nachhaltigkeit, in: Fesidis, B., Röß, S. A., Rummel, S. (Hrsg.), Mit Digitalisierung und Nachhaltigkeit zum klimaneutralen Unternehmen. Wiesbaden: Springer Gabler, S. 3–14. · Bollhöfer, E., Leger, J. (2024): Innovationsfähigkeit der Finanzbranche. Wiesbaden: Springer Gabler. · Schaffner, M. (2024): Arbeiten in digitalen Zeiten – Akzeptanzförderung mithilfe der „Matrix Digital Change“, in: Rösener, C. et al. (Hrsg.), Übersetzen im Wandel. Wiesbaden: Springer Vieweg, S. 39–79. · Bollhöfer, E., Lang, V. (2023): Management von Produktinnovationen in der deutschen Industrie vor einer erwarteten Rezession, in: Ideenund Innovationsmanagement, Jg. 93, Nr. 4, S. 112–118. · Fesidis, B., Brennecke, V. (2023): Circular Economy in der Kunststoffindustrie – Dialog und Kollaboration als Lösungsansatz, in: Fesidis, B., Röß, S. A., Rummel, S. (Hrsg.), Mit Digitalisierung und Nachhaltigkeit zum klimaneutralen Unternehmen. Wiesbaden: Springer Gabler, S. 209–226. · Schaffner, M., Stetsyun, I. (2023): Der Wert von Corporate Language, in: technische kommunikation, Jg. 45, Nr. 6, S. 26–31. Wissenschaftliche Veranstaltungen Das KCT beteiligt sich regelmäßig an wissenschaftlichen Veranstaltungen oder richtet diese aus. Zu den wichtigsten im Berichtszeitraum gehört: · „Künstliche Intelligenz & die Zukunft der Arbeit“, Bollhöfer, E. u. A., Podiumsdiskussion, 8. Digitales Master-Forschungsforum der FOM, virtuell, 23.02.2024. Betreuung kooperativer Promotionen Im September 2023 startete ein Promotionsvorhaben unter der Betreuung von Prof. Dr.-Ing. Michael Schaffner. Promovend ist Mohammad Reza Robatian (M.Sc.), der seine Doktorarbeit an der Universität Sopron (Ungarn) zum Thema „Skalierbare Geschäftsmodellierung in der diskreten Fertigungsindustrie“ schreibt. Prof. Dr. Joachim Hafkesbrink betreut zwei Promotionsvorhaben, jeweils eines im Rahmen der Partnerschaft mit der Universität Sopron (Ungarn) und mit der UCAM (Spanien). Promovend in Sopron ist Mike Weiss (M.Sc.), der zum Thema „Proactive Balancing Strategies of Organizational Culture and Structure to Increase Corporate Performance within the Threats and Potentials of a VUCA-Environment Using the Example of Do-It-Yourself Resellers“ forscht. Promovend bei der UCAM ist Veit Schlaus (M.Sc.), der sich mit dem Thema „Artificial Intelligence in Human-Machine Interaction: Holistic User Acceptance Model of Chatbots“ beschäftigt. 5.5.2 KCT KompetenzCentrum für Technologie- & Innovationsmanagement Hochschulbereich Ingenieurwesen 112 | 113
Hochschulbereich Gesundheit & Soziales
5.6.1 ifgs Institut für Gesundheit & Soziales Das ifgs nimmt Aufgaben der Forschung und Entwicklung sowie des Wissenstransfers und der Innovationsförderung im Bereich des Gesundheitsund Sozialmanagements an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Praxis wahr. Schwerpunkte liegen dabei in folgenden Forschungsgruppen (FG): · Betriebliches Gesundheitsmanagement (FG 1) · Managementund Entscheidungsmodelle im Gesundheitswesen (FG 2) · Public Health/Gesundheitswissenschaften (FG 3) · Gesundheitsökonomie und Gesundheitspolitik (FG 4) · Digitale Gesundheit (FG 5) · Pflegewissenschaft und Pflegemanagement (FG 6) · Ethik der digitalen Gesundheitswirtschaft & Medizin (FG 7) · Soziale Arbeit (FG 8) Das Team des ifgs Wissenschaftliches Direktorium Prof. Dr. habil. Manfred Cassens Prof. Dr. David Matusiewicz Kooptierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Prof. Dr. Stefan Beyer Prof. Dr. Kathrin Bieler Prof. Dr. Wilfried Boroch Prof. Dr. Thomas Breisach Prof. Dr. Matthias Buntrock Prof. Dr. Christian Chlupsa Prof. Dr. rer. medic. Anga Engelke-Herrmannsfeldt Prof. Dr. Janina Evers Prof. Dr. Rüdiger Hein Prof. Dr. Stefan Heinemann Prof. Dr. Marcus Helfrich Prof. Dr. Dr. Christoph Hiendl Prof. Dr. Klaus Juffernbruch Prof. Dr. habil. Thomas Kantermann Prof. Dr. Claudia Kardys Prof. Dr. Katrin Keller Prof. Dr. Birgitt Killersreiter Prof. Dr. Tanja Kistler Prof. Dr. Marcel Konrad Prof. Dr. Sinisa Kusic Prof. Dr. Jörg Lehmann Prof. Dr. Gerald Lux Prof. Dr. Roman Mennicken Prof. Dr. Claudia Meßtorff Prof. Dr. Anna Mratschkowski Prof. Dr. Marion Müller Prof. Dr. Thomas Olbrecht Prof. Dr. Beate Pogge Prof. Dr. Natalie Pomorin Prof. Dr. Jörg Pscherer Nadja Puschke-Kubica M.A. Prof. Dr. Hartmut Reinke Prof. Dr. Mustapha Sayed Prof. Dr. Arnd Schaff Prof. Dr. Karin Scharfenorth Prof. Dr. Nicolai Scherle Prof. Dr. Julia Schorlemmer Prof. Dr. Michael Schörnig Prof. Dr. Thomas Städter Prof. Dr. Jan Tietmeyer Prof. Dr. Klemens Waldhör Prof. Dr. Christoph Winter Mitglieder des ifgs Institut für Gesundheit & Soziales um die beiden wiss. Direktoren Prof. Dr. habil. Manfred Cassens (nicht im Bild) und Prof. Dr. David Matusiewicz (l.; Foto: Privat) 116 | 117
Übergeordnete Schwerpunkte des ifgs Die übergeordneten Schwerpunkte des ifgs im Berichtszeitraum bestanden aus den Themen: · Versorgungsforschung · Digitalisierung im Gesundheitssystem · Innovationen im Betrieblichen Gesundheitsmanagement Drittmittelprojekte des ifgs Im Berichtszeitrum befanden sich sechs aus Drittmitteln finanzierte Forschungsprojekte in der Durchführung: Family Health Advisor (Prof. habil. Dr. Manfred Cassens; wissenschaftliche Mitarbeiterinnen: Mareen Busskamp B.Sc. (bis 12/2023), Almut Lahn M.A. (ab 01/2024); Förderkennzeichen: 2021-1-PL01KA220-VET-000028101; Laufzeit: 01.04.2022–01.10.2024) Aufgrund aktueller Entwicklungen im Gesundheitswesen, wie der Covid-19-Pandemie und deren Effekte auf Familien, einer wachsenden Nachfrage nach medizinischen Dienstleistungen, der wachsenden Popularität von Gesundheitsthemen, Aktivitäten im Zusammenhang mit gesunder Lebensweise und gesunder Ernährung sowie der vermehrten Nutzung von Gesundheitsdaten und deren Quellen, stehen die Prävention und wirksame Gesundheitsförderung mehr denn je im thematischen Fokus von Familien. Insbesondere familienbasierte frühe Gesundheitserziehung kann einen wesentlichen Beitrag zur lebenslangen Gesundheit und damit zu gesundheitlicher Chancengleichheit beitragen. Erste Ergebnisse des Projektes indizieren: In einigen europäischen Ländern sind die Strukturen für familienbasierte Gesundheitserziehung intensiver und effizienter ausgeprägt als in anderen. Das Projekt zielt darauf ab, eine berufliche Zusatzqualifikation zur Familiengesundheitsberaterin bzw. zum Familiengesundheitsberater zu entwickeln. Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen Yvonne Behrens M.A. Mareen Busskamp B.Sc. (bis 12/2023) Almut Lahn M.A. (seit 01/2024) Senior Research Fellows Dr. Christoph F.-J. Goetz Prof. Dr. Michael Mainka Dr. Andreas Ossendorf Dr. Wolfgang Stefinger Dr. Carolin Zeller Research Fellows Patricia Beck M.A. Linda Kaiser M.Sc. Olivia Kaminski M.Sc. Annette Kluge-Bischoff M.Sc. Christina Kusch B.A. Dominik Schrahe M.Sc. Fabienne Wegner Beirat Dipl.-Wirtsch.-Ing. Werner Arndt Isabella Blaha Prof. Dr. mult. Dr. habil. Janusz Surzykiewicz Prof. Dr. habil. i.R. Christian Tarnai Prof. Dr. habil. Joachim Thomas Medizinischer Beirat Dr. med. Estefanía Lang Dr. Felix Hofmann Dr. med. Alice Martin Dr. med. Robert Seifert Prof. Dr. med. Jochen A. Werner Kontakt und weitere Informationen www.fom-ifgs.de Hochschulbereich Gesundheit & Soziales 116 | 117 5.6.1 ifgs Institut für Gesundheit & Soziales
Xund Studier’n (Prof. Dr. habil. Manfred Cassens; Laufzeit: 01.02.2023– 31.12.2025) Am FOM Hochschulzentrum München, Hochschulbereich Gesundheit & Soziales, sollen Strukturen des Studentischen Gesundheitsmanagements (SGM) für einen Zeitraum von drei Jahren und auf Basis ehrenamtlicher Strukturen exemplarisch installiert und betrieben werden. Koordiniert wird das Projekt „Xund studier‘n“ von einem Arbeitskreis Studierender und Lehrender. Konkret umgesetzt werden die am Hochschulzentrum realisierbaren Maßnahmen in den vier Arbeitsgruppen Homepage, Gesundheitstag, Schreibwerkstatt und Akutmedizin. Das Projekt zielt darauf ab, Rahmenbedingungen zu schaffen, die zu gesundheitsfördernden und somit nachhaltigen Effekten bei Studierenden und Lehrenden des Hochschulbereiches führen. Mit dem Projekt werden folgende Ziele verfolgt: · Etablierung eines gesundheitsförderlichen Lebensstils bei Studierenden und Lehrenden · Installation einer fortlaufenden ehrenamtlichen, dies gewährleistenden Aufbauorganisation · Etablierung einer fortsetzenden Ablauforganisation · Evidenzbasierter Nachweis gesundheitsförderlicher Effekte nach Ablauf des Projektes anhand von Kennzahlen · Steigerung der subjektiven Lebensqualität (Well-being) nach Ablauf des Projektes anhand von personenzentrierten Interviewdaten · Schaffung von Roll-out-Optionen für das eigene und weitere interessierte Hochschulzentren Das Projekt wird im Rahmen von Maßnahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung durch die Techniker Krankenkasse gefördert (§ 20 SGB V). PfAu – Pflege-Auszubildende unterstützen (Prof. Dr. Kathrin Bieler, Prof. Dr. Katrin Keller; wissenschaftliche Mitarbeiterin: Yvonne Behrens M.A.; Aktenzeichen: 34.03 ESF-5502262; Laufzeit: 01.05.2023– 30.04.2025) Das Projekt „PfAu“ ist ein Unterstützungsangebot für Auszubildende in der Pflege. PfAu motiviert die Auszubildenden und verhindert zugleich Ausbildungsabbrüche durch eine Begleitung von Anfang an. Es fokussiert die Zielgruppe der Pflegefachassistenz-Auszubildenden. Die Projektentwicklung baut auf den Erfahrungen aus dem Projekt „Erfolgreich für die Pflege qualifizieren“ (Laufzeit 01.01.2022–31.03.2023) und der begleitenden Wirksamkeitsanalyse auf. Das zentrale Anliegen besteht darin, erprobte und erfolgreiche Bausteine und Methoden zur Abbruchprävention in der Pflegeausbildung umzusetzen und diese in einer Arbeitshilfe für weitere Pflegeschulen in NRW übertragbar zu machen. Das Angebot vereint die fachliche, soziale und persönliche Stärkung der Teilnehmenden. Eine Förderung der Handlungskompetenz und Haltung in der Pflege ist arbeitsintensiv und Teil der pädagogischen Arbeit. Auszubildende in Assistenzberufen haben einen überdurchschnittlichen Unterstützungsbedarf. In dem zweijährigen Projekt werden die Auszubildenden aus mehreren Kursen von Beginn bis zum Ende der Ausbildung begleitet. Eine feste Verankerung und Institutionalisierung des PfAu-Angebots und aktive Mitarbeit der Projektmitarbeitenden in der Pflegeschule gewährleistet einen engen Kontakt zu Auszubildenden und Kursleitungen sowie Lehrkräften. Der Kontakt zu den Praxisanleitungen wird über die Teilnahme an Treffen der Praxisleitungen hergestellt. Dies stellt dem Projekt und den Pflegeschulen Erkenntnisse zur Verfügung, die in einer Arbeitshilfe zusammengefasst interessierten Trägern und weiteren Pflegeschulen in NRW zur Verfügung gestellt werden, um perspektivisch eine wirksame und nachhaltige Unterstützung für Auszubildende in der Pflege zu ermöglichen. Im Berichtszeitraum wurde ein umfassendes Studiendesign zur Evaluation der Unterstützungsangebote, welche durch IN VIA Köln e. V. durchgeführt werden, entwickelt und eingeführt. Zur Evaluation werden Auszubildende und Mitarbeitende (IN VIA Köln e. V.) mittels Online-Fragebogen 118 | 119
befragt. Um die Kompetenzentwicklung zu evaluieren, wurde das Instrument KompetenzRad zur Eigenund Fremdeinschätzung entwickelt. Um die Übertragungspotenziale der Unterstützungsangebote erheben zu können, wurden Instrumente zur Befragung der teilnehmenden Pflegefachschulen sowie eine NRW-weite Befragung zur Pflegeausbildung in NRW erstellt. Zusätzlich wurden Fokusgruppeninterviews durchgeführt, um die Auszubildenden der Pflegefachassistenz einschätzen zu können. Alle Erhebungsinstrumente sind Teil der formativen Begleitforschung. Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit wurden mehrere Publikationen erstellt. Zusätzlich wurde das Projekt bei zwei Tagungen, u. a. der Tagung des Bundesverbands Lehrende Gesundheitsund Sozialberufe, präsentiert. Das Betriebliche Gesundheitsmanagement in Krisenzeiten (Prof. Dr. Gerald Lux, Prof Dr. Thomas Olbrecht, Prof. Dr. Natalie Pomorin, Prof. Dr. Mustapha Sayed, Prof. Dr. Arnd Schaff; Laufzeit: 15.12.2023–31.12.2024) Die FOM und die Barmer Krankenkasse möchten den aktuellen Stand des Betrieblichen Gesundheitsmanagements in Deutschland erforschen, mit einem besonderen Fokus auf den Veränderungen in diesem Bereich durch die und während der Covid-19-Pandemie. Der Fachund Führungskräftemangel stellt eine erhebliche Bedrohung für die deutsche Wirtschaft dar. Gleichzeitig nimmt der Krankenstand der Beschäftigten insbesondere durch psychische Erkrankungen seit zwei Jahrzehnten erheblich zu. Beide Tendenzen führen neben anderen Faktoren zu erheblich gestiegenen Erwartungen an das Betriebliche Gesundheitsmanagement. Es ist von zum Teil existenzieller Bedeutung, die Belegschaft gesund und über das gesamte Arbeitsleben hinweg motiviert im Unternehmen zu halten. Gleichzeitig sind die Leistungen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements wichtige Bindungsfaktoren (Employer Branding). Die Forschungsmethode dazu soll eine empirische, quantitative Befragung in der Arbeitsbevölkerung sein. Sowohl generell Beschäftigte als auch Führungskräfte und Verantwortliche im Betrieblichen Gesundheitsmanagement sollen befragt werden. Betriebliches Gesundheitsmanagement und Betriebliche Gesundheitsförderung werden im Sinne dieser Studie synonym verstanden. Im Berichtszeitraum wurde die Befragung konzipiert, ausgearbeitet und im zweiten Quartal 2024 durchgeführt. Die Auswertung der Ergebnisse und erste Publikationen sind für das zweite Halbjahr 2024 geplant. Kowledg3xchange: Improvement of the Nursing Dialogue between Practice, Education and Science (Yvonne Behrens M.A.; Förderkennzeichen: 2023-2-DE02KA210-VET-000170025; Laufzeit: 01.03.2024–28.02.2026) The project aims to improve networking between practice, education and science. It is based on the transfer project “Language & Care” (“Sprache & Pflege”, since March 2023) and the workshops developed there. In “Knowledg3xchange”, three workshops each on the topics of “Care”, “Language & Care” as well as “Diversity & Care” will be offered in Austria and Poland. The workshops address parties from practice, education and science. Results will be processed as recommendations for political decision-makers. Knowledge generation within the field of nursing/patient care involves a collaboration between healthcare practitioners and academics. While there is a shared knowledge base, each group possesses unique insights not necessarily known to the other. Often, however, addressing the challenges encountered in everyday practice, as well as in research and education, could greatly benefit all. Knowledg3xchange facilitates knowledge exchange as well as networking between practitioners, educational experts and academia in the field of care in Austria, Poland and Germany. The cross-professional increase in knowledge raises awareness of socially relevant challenges and opportunities in the field of care, language and diversity. International guidelines for recommended action for the implementation of interdisciplinary workshops in the field of care as well as for dealing with the challenges addressed will be prepared and handed out to the target groups as well as to political decision-makers. The project kick-off workshop was held in Essen from 22nd to 24th April 2024. The project team developed measures Hochschulbereich Gesundheit & Soziales 118 | 119 5.6.1 ifgs Institut für Gesundheit & Soziales
for organising the workshop and public relations work. In addition, the first publications and a project website have already been created. Transferprojekt: Sprache & Pflege (Yvonne Behrens M.A.; Laufzeit: seit 01.03.2022) Wissenschaft und Praxis verfügen im Bereich Pflege über unterschiedliche Perspektiven und Zugänge zum Pflegewissen. Dies gilt insbesondere für den Bereich der Kommunikation in der Pflege. Aufgrund der großen Bedeutung zielgerichteter und wertschätzender Kommunikation in der Versorgung von Pflegebedürftigen ist der Wissensaustausch in diesen Bereichen immens wichtig. Der Wissensaustausch wird zweimal im Jahr durch Workshops, in Kooperation mit dem Regionalbüro Alter, Pflege und Demenz Regionalbüro Ruhr, rund um das Thema Pflege ermöglicht. An den Workshops nehmen Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Praxis teil. Im Berichtszeitraum wurden die Workshops „Diversity & Pflege“ und „Junge Pflege“ in Bochum durchgeführt. Durch interaktive Workshopmethoden wurde der Austausch rund um die Bedarfe, die aktuelle Situation sowie potenzielle Chancen und Herausforderungen für Vertreterinnen und Vertreter aus Praxis und Wissenschaft ermöglicht. Weiteres Forschungsprojekt Studie zu Herausforderungen und Chancen der Gesundheitswirtschaft am Niederrhein (Prof. Dr. David Matusiewicz; Laufzeit: 01.11.2023– 31.05.2024) Die Gesundheitswirtschaft spielt eine entscheidende Rolle in der regionalen Entwicklung am Niederrhein. Durch den demografischen Wandel und die fortschreitende Digitalisierung stehen die Akteurinnen und Akteure vor neuen Herausforderungen und Chancen. Diese Studie untersuchte die aktuellen Bedingungen, identifizierte Handlungsbedarfe und entwickelte Empfehlungen für eine zukunftsfähige Gesundheitswirtschaft in der Region, bezogen auf die Stadt Duisburg sowie die Kreise Wesel und Kleve. Ziel war es, durch gezielte Maßnahmen und Kooperationen die Versorgungssicherheit zu gewährleisten und Innovationspotenziale zu heben. Die Studie wurde auf Initiative der Niederrheinischen Industrieund Handelskammer (IHK) und des Gesundheitsnetzwerk Niederrhein e. V. von der FOM Hochschule durchgeführt. Sie basierte auf einer umfangreichen Datenerhebung mittels Umfragen und Interviews mit Vertreterinnen und Vertretern aus dem Gesundheitswesen. Die zentralen Ergebnisse der drei methodischen Teile (Literaturrecherche, Expertengespräche und Online-Umfrage) zeigen, dass die Gesundheitswirtschaft in der Region bereits etabliert und gleichzeitig ein unterschätzter Wirtschaftszweig ist, der Effizienzreserven besitzt: in der Vernetzung untereinander und in der Außendarstellung. Die Expertenstatements aus den verschiedenen Perspektiven haben gezeigt, wie vielfältig die Gesundheitswirtschaft am Niederrhein ist und dass sowohl aus berufspolitischer als auch aus betriebswirtschaftlicher Sicht positive Impulse auch für die Zukunft zu erwarten sind. Insbesondere in Duisburg hat sich die Gesundheitswirtschaft als bedeutender Wirtschaftszweig etabliert – zwischen Forschungsstandort, Deutschlands erster Digitaler Gesundheits-Applikation (DiGA) bis hin zur Spitzenmedizin im stationären Bereich. Es wurde aber auch von einer „zweigeteilten Stadt“ gesprochen, so dass es auch in der Stadt Duisburg selbst ein Gefälle gibt. In den Kreisen Wesel und Kleve wird die Gesundheitswirtschaft ebenfalls als Wachstumstreiber und Jobmotor gesehen und es gibt viele Potenziale, diese zukünftig noch stärker zu akzentuieren. Die Studie ist auf der Webseite der IHK Niederrhein online einsehbar. 120 | 121
Economic Impact Analysis of Second-line Interventions for Transplant-ineligible Patients with Relapsed or Refractory Diffuse Large B Cell Lymphoma, in: European Journal of Haematology, Jg. 113, Nr. 3, S. 371–383. · Mildenberger, V., Eilers, L., Kron, F., Kron, A., Wolf, J. Kästner, A., Hoffmann, W., Spier, A., Simic, D., Stock, S., (2024): Process Evaluation of the Implementation of the DigiNet Intervention: Facilitating and Inhibiting Factors, in: Oncology Research and Treatment, Jg. 47 (Suppl. 1), S. 129. · Moslmani, A., Thielscher, C. (2024): Large Language Models zur Auswertung von Patientendaten in der Onkologie, in: InFo Hämatologie + Onkologie, Jg. 27, S. 16–18. · Siefen, A.-C., Kurte, M. S., Bauer, A. M., Cornely, O. A., Wingen-Heimann, S., Kron, F. (2024): A Retrospective Budget Impact Analysis of Fidaxomicin Treatment for Clostridioides Difficile Infections (CDI) in Germany, in: Expert Review of Pharmacoeconomics & Outcomes Research, S. 1–10. · Siefen, A.-C., Kurte, M. S, Kron F. (2024): Economic Effects of Treating Postpartum Hemorrhage with Vacuum-induced Hemorrhage Control Devices – A Budget Impact Analysis of the Jada® System in the German Obstetrics Setting, in: European Journal of Obstetrics & Gynecology and Reproductive Biology, Jg. 294, S. 222–230. · Thielscher, C. et al. (2024): Current Status and Future Directions: The Application of Artificial Intelligence/ Machine Learning for Precision Medicine, in: Clinical Pharmacology & Therapeutics, Jg. 115, Nr. 4, S. 673–686. · Thielscher, C. et al. (2024): Potenzial und Barrieren bei der Nutzung von Patientendaten auf Künstlicher Intelligenz basierter Forschung am Beispiel der Hämatologie und Medizinischen Onkologie, in: DGHO (Hrsg.), Gesundheitspolitische Schriftenreihe der DGHO, Band 21. · Bonn, J., Baltin, C. T., Osterkamp, V., Scheid, C., Holtick, U., Irsch, J., Kron, F. (2023): Health Economic Aspects of Platelet Concentrates-comparing Cost and Reimbursement of Pathogen Inactivated and Conventional Platelet Concentrates in a German Comprehensive Cancer Center, in: Oncology Research and Treatment, Jg. 46, Nr. 9, S. 362–369. · Kurte, M. S., Siefen, A.-C., Bauer, A. M., Reinhardt, H. C., Kron, F. (2023): Health Economic Evaluation of Third-line Interventions for Transplant-ineligible Relapsed or Refractory Diffuse Large b-cell Lymphoma in Germany, in: HemaSphere, Abstract, Jg. 7 (Suppl.). · Kurte, M. S., Siefen, A.-C., Jakobs, F., von Tresckow, B., Reinhardt, H. C., Kron, F. (2023): Cost-effectiveness Analysis of Transplant-ineligible Relapsed or Refractory Diffuse Large B-cell Lymphoma Treatment Options – Experience of the Efficiency Frontier Approach, in: European Journal of Haematology, Jg. 111, Nr. 6, S. 895–908. · Thielscher, C. et al. (2023): Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) im Spannungsfeld von Fortschritt und Kritik: Diskussionsbeitrag der Fachgruppe „Digital Health“ der Gesellschaft für Informatik e. V, in: Bundesgesundheitsblatt – Gesundheitsforschung – Gesundheitsschutz, Jg. 67, S. 107–114. Wissenschaftliche Veranstaltungen Das KCM beteiligt sich regelmäßig an wissenschaftlichen Veranstaltungen oder richtet diese aus. Zu den wichtigsten im Berichtszeitraum gehören: · „Die Implementierung von DigiNet aus der betriebswirtschaftlichen Perspektive“, Eilers, L., Posterpräsentation, 36. Deutscher Krebskongress (DKK), Berlin, 23.02.2024. Betreuung kooperativer Promotionen Im Berichtszeitraum betreute Prof. Dr. Dr. Christian Thielscher die Promotion von Herrn M. Tehrani zum Thema „Costs of Quality Assurance in the German Medical Market“. Hochschulbereich Gesundheit & Soziales 126 | 127 5.6.2 KCM KompetenzCentrum für Medizinoekonomie
German-Sino Competence Center of Business & Technology der FOM Hochschule für Oekonomie & Management KCC KompetenzCentrum für Corporate Social Responsibility der FOM Hochschule für Oekonomie & Management KCD KompetenzCentrum für Didaktik in der Hochschullehre für Berufstätige der FOM Hochschule für Oekonomie & Management KCE KompetenzCentrum für Entrepreneurship & Mittelstand der FOM Hochschule für Oekonomie & Management KCQF KCQF KompetenzCentrum für qualitative Forschung der FOM Hochschule für Oekonomie & Management KCN KompetenzCentrum für nachhaltige Entwicklung der FOM Hochschule für Oekonomie & Management KCV KCV KompetenzCentrum für angewandte Volkswirtschaftslehre der FOM Hochschule für Oekonomie & Management
Forschungseinrichtungen mit interdisziplinärer Ausrichtung
5.7.1 ifes Institut für Empirie & Statistik Zunehmende Digitalisierung erfordert und ermöglicht datenbasierten Erkenntnisgewinn und fundiertes unternehmerisches Handeln. Um aus den allgegenwärtigen Daten die richtigen Schlüsse zu ziehen, ist überall eine kritische Methodenkompetenz erforderlich. Der wissenschaftliche Fokus der ifes Akteurinnen und Akteure liegt dabei in den Bereichen der empirischen Unternehmens-, Marktund Konsumentenforschung, der angewandten Statistik, des Data Minings und der Finanzstatistik. Zu weiteren Schwerpunkten gehören u. a. drittmittelgeförderte (Kooperations-)Projekte mit empirischen Schwerpunkten. Die Mitglieder des ifes Institut für Empirie & Statistik um die wiss. Direktorin Prof. Dr. Bianca Krol (vorne, m.) und den stellv. wiss. Direktor Prof. Dr. Oliver Gansser (vorne, m.) sowie FOM Rektor Prof. Dr. Burghard Hermeier (l.), den Prorektor Forschung Prof. Dr. Thomas Heupel (dritter v. r.) und Vizekanzler Christoph Hohoff (r.; Foto: Tim Stender/FOM) Das Team des ifes Wissenschaftliches Direktorium Prof. Dr. Bianca Krol Prof. Dr. Oliver Gansser (Stellv.) Kooptierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Prof. Dr. Philipp an de Meulen Prof. Dr. Silvia Boßow-Thies Prof. Dr. Rüdiger Buchkremer Prof. Dr. Matthias Gehrke Prof. Dr. Hendrik Godbersen Prof. Dr. Thomas Kantermann Prof. Dr. Tanja Kistler Prof. Dr. Andreas Kladroba Prof. Dr. Dennis Klinkhammer Prof. Dr. René Lehmann Prof. Dr. Frank Lehrbass Prof. Dr. Karsten Lübke Dipl.-Math. Norman Markgraf Prof. Dr. Ulf Pillkahn Prof. Dr. habil. Richard Reichel Prof. Dr. Joachim Rojahn CFA Prof. Dr. Andrea Schankin Prof. Dr. Peter Schmid Prof. Dr. Joachim Schwarz Prof. Dr. Christian Soost Prof. Dr. Carolin Tewes Prof. Dr. Thomas Wiebringhaus Prof. Dr. Christina Benita Wilke Prof. Dr. Daniel Ziggel Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen Tabea Griesenbeck M.Sc. Prof. Dr. Christina Reich Celine F. Widera M.Sc. Projektmanagement Tim Stender Research Fellows Laura-Jane Freund M.Sc. Katja Lübcke M.Sc. Stefan Mathes M.Sc. Frederike Schnalke M.A. Dr. Sandra Schneider Dr. Patrick Stephan Philipp Titze-Wolter M.Sc. Lisa Wamhoff M.Sc. Kontakt und weitere Informationen www.fom-ifes.de 130 | 131
5.7.1 ifes Institut für Empirie & Statistik Forschungsprojekte des ifes Im Berichtszeitraum befanden sich folgende Forschungsprojekte in der Durchführung: FOM VerhaltensRadar Sommerstudie 2024 (Prof. Dr. Oliver Gansser; Projektbeteiligte: Prof. Dr. Christina Reich; Laufzeit: 01.03.2024–31.08.2024) Im Rahmen des angewandten Forschungsprojektes führen alle Bachelor-Studierenden im ersten Semester an allen Hochschulzentren und im Digitalen Live-Studium mit einem standardisierten Fragebogen die jährliche Sommerstudie durch. Der thematische Schwerpunkt 2024 lag in der Messung des Umweltverhaltens der Bevölkerung in Deutschland, unter besonderer Berücksichtigung der Gewohnheit der Probandinnen und Probanden. Die Dimensionen wurden methodisch und inhaltlich auf Trennschärfe, Reliabilität und Validität getestet. Mit der Studie wird der Zusammenhang zwischen der Einstellung zu nachhaltigem Verhalten und der Absicht, das Verhalten in Bezug auf Naturund Umweltschutz zu ändern, untersucht. Besonderes Augenmerk liegt auf der Rolle von Gewohnheiten in diesem Prozess. Weiterhin analysiert die Studie die Bedeutung des neuen ökologischen Paradigmas (NEP) und von Umweltbelangen (EC) als Einflussfaktoren auf die Einstellung zu nachhaltigem Verhalten im Rahmen der Theorie des geplanten Verhaltens (TPB). Ziel ist es, Erkenntnisse über die ökologischen Einstellungen der deutschen Bevölkerung und deren Bereitschaft zur Verhaltensänderung in den Bereichen Konsum, Energie, Ernährung und Mobilität zu gewinnen. Die Face-to-Face-Interviews mit 24.067 Auskunftspersonen wurden von den Studierenden in Gruppenarbeit durchgeführt. Sie nahmen im Rahmen des Projektes die Erhebung und die Eingabe der Daten in Projektgruppen vor, quotiert nach Geschlecht und Alter. Damit bekamen sie nicht nur Einblicke in ein überregional koordiniertes Projekt, sondern führten selbst Interviews und gaben anschließend die erhobenen Informationen in eine Datenmatrix ein. Besonderes Engagement erforderte hier die Arbeit in der Gruppe, da eine vorgegebene Quote, die von der Gruppe erfüllt werden musste, verantwortlich für die spätere Repräsentativität der Studie war. Zusätzlich zum erworbenen Know-how während der Feldphase profitieren die Studierenden insofern von den selbst erhobenen Daten, als sie in höheren Semestern auf ihre eigenen Daten zugreifen können, um mit diesen innerhalb von Haus-, Projektoder Seminararbeiten Analysen vorzunehmen. Die Studierenden wurden über das gesamte Projekt hinweg von ihren Dozentinnen und Dozenten im Modul angeleitet und begleitet. Die Sommerstudie wurde sowohl bundesweit als auch für deutsche Städte und Regionen mit ausreichender Anzahl an Auskunftspersonen, medial mit PR-wirksamen Pressemitteilungen der Presseabteilung der FOM vermarktet. Alle Ergebnisse (bundesweit und in den Regionen) sind über die Projektseite des ifes downloadbar. FOM VerhaltensRadar Weihnachtsstudie 2023 (Prof. Dr. Oliver Gansser; Projektbeteiligte: Prof. Dr. Christina Reich; Laufzeit: 01.09.2023–15.11.2023) Analog zur Sommerstudie wurde im Herbst und Winter 2023 im angewandten Forschungsprojekt die Weihnachtsstudie durchgeführt. Mit einem Umfang von 57.475 Faceto-Face-Interviews konnten Studierende der FOM an allen Hochschulzentren der FOM mit einem standardisierten Fragebogen das Einkaufsverhalten der Konsumentinnen und Konsumenten in Deutschland in Bezug auf Weihnachtsgeschenke abfragen. Der Themenfokus lag u. a. auf Vorsätzen für 2024 und dem Erreichen der eigenen Vorsätze 2023. Neben der öffentlichkeitswirksamen Publikation der Ergebnisse, sowohl bundesweit als auch für über 20 deutsche Großstädte und deren Region, profitierten vor allem die teilnehmenden Studierenden von der Durchführung des Projekts. Es zeigt sich der Nutzen für die Studierenden in der Know-how-Vermittlung sowie in der weiteren Verwendung der Daten für Haus-, Projektoder Seminararbeiten. So wurden in der Feldphase vom 15.09.2023 bis 31.10.2023 Auskunftspersonen im Alter ab 12 Jahren, quotiert nach Alter und Geschlecht, befragt. Alle Ergebnisse (bundesweit und in den Regionen) sind über die Projektseite des ifes downloadbar. Wissenschaftliche Publikationen Das ifes dokumentiert seine Forschungsarbeit durch vielschichtige Publikationen sowie Vorträge. Es unterhält zudem eine eigene Schriftenreihe an der FOM. Im Berichtszeitraum sind folgende Bände neu erschienen: · Heinrich, C. H., Lehrbass, F. (2024): Digitale Transformation im Bankwesen: Welche IT-Investitionen erhöhen die Eigenkapitalrentabilität und Kundenzufriedenheit?, in: Krol, B. (Hrsg.), ifes Schriftenreihe, Band 31. Essen: MA Verlag. · Stecker, R., Lehrbass, F. (2023): Machine Learning Modelle zur Vorhersage von Zahlungsausfällen im Energiemarkt, in: Krol, B. (Hrsg.), ifes Schriftenreihe, Band 30. Essen: MA Verlag. Des Weiteren sind im Berichtszeitraum folgende Publikationen erschienen: Forschungseinrichtungen mit interdisziplinärer Ausrichtung 130 | 131
· Burek, K., Rabstein, S., Kantermann, T., Vetter, C., WangSattler, R., Lehnert, M., Pallapies, D., Jöckel, K.-H., Brüning, T., Behrens, T. (2024): Altered Coordination between Sleep Timing and Cortisol Profiles in Night Working Female Hospital Employees, in: Psychoneuroendocrinology, Jg. 166. · Cuhls, K., Kantermann, T. et al. (2024): Auf dem Weg in eine chronobiologisch aufgeklärte Gesellschaft. Policy Brief Nr. 3, in: Fraunhofer ISI, FOM Hochschule (Hrsg.). · Klinkhammer, D. (2024): Misuse of Large Language Models: Exploiting Weaknesses for Target-specific Outputs, in: TATuP – Journal for Technology Assessment in Theory and Practice, Jg. 33, Nr. 2, S. 29–34. · Klinkhammer, D., Rüther, J., Schemmann, M. (2024): Exploring the Association between Adult Education, Personality Traits and Civic Participation: An Analysis of National Education Panel Study Data, in: Adult Education Quarterly. · Lehmann, R., Vogt, B. (2024): Compositional Data Statistics Improves Smart Tourism Data Analytics: Profound Managerial Decisions through Reduced Statistical Bias and Increased Power, in: Proceedings of the 57th Hawaii International Conference on System Sciences, S. 1701–1710. · Lehmann, R., Vogt, B. (2024): Increasing Normal Approximation in Psychometric Health Care Data Analyses, in: Proceedings of the 57th Hawaii International Conference on System Sciences, S. 1536–1545. · Lehmann, R., Vogt, B. (2024): Shifting Psychometric Bipolar Scales Data towards the Normal Distribution, in: Proceedings of the 57th Hawaii International Conference on System Sciences, S. 3307–3316. · Wickmann, A., Kurte, M. S., Jeck, L., Camacho, L., Klinkhammer, D., Kron, F., Dengler, R. (2024): Cost-benefit Evaluation of Advanced Therapy Lines in Meta-static Triplenegative Breast Cancer in Germany, in: Cost Effectiveness and Resource Allocation, Jg. 22, Nr. 21. · Cuhls, K., Kantermann, T. et al. (2023): Der circadiane Rhythmus im Alltag. Biologie im Konflikt mit Techniknutzung. Policy Brief Nr. 2, in: Fraunhofer ISI, FOM Hochschule (Hrsg.). · Hahn, S., Lübke, K. (2023): Shiny und Co. – Interaktive Apps für Data Literacy erstellen und nutzen, in: Koch, H., Sievers, S. (Hrsg.), datenkompetent – Beispielhafte Lehrformate und -strategien für die Data Literacy Education an deutschen Hochschulen. Stifterverband. · Lehmann, R., Vogt, B. (2023): Increasing the Power of Two-Sample T-tests in Health Psychology Using a Compositional Data Approach, in: Liu, F., Zhang, Y., Kuai, H., Stephen, E. P., Wang, H. (Hrsg.), Brain Informatics. BI 2023. Lecture Notes in Computer Science, Jg. 13974. Cham: Springer, S. 333–347. · Lehrbass, F., Sparla, T., Roemmich, M. (2023): Risk Management in Times of War, in: REthinking Finance, Jg. 2023, Nr. 5, S. 26–32. · Lübke, K., Szepannek, G., Vogt, M. (2023): Enhancing Data Science Learning through the Use of Images, in: Jones, E. M. (Hrsg.), Fostering Learning of Statistics and Data Science Proceedings of the Satellite conference of the International Association for Statistical Education (IASE). Toronto. · Nonnenmann, M., Vogt, M., Bast, S., Lübke, K. (2023): Mathematik und Sprache – Textanalyse im Mathematikunterricht, in: Mitteilungen der GDM, Nr. 115, S. 33–38. · Szepannek, G., Tetzlaff, L., Frahm, A., Lübke, K. (2023): Teaching Machine Learning with mlr3 using Shiny, in: Kinnaird, K. M., Steinbach, P., Guhr, O. (Hrsg.), Proceedings of the Third Teaching Machine Learning and Artificial Intelligence Workshop – Proceedings of Machine Learning Research, S. 42–45. · Vogt, M., Lübke, K., Bast, S. (2023): ChatGPT in der Statistiklehre: Mögliche Einsatzbereiche und offene Fragen, in: Stochastik in der Schule, Jg. 43, Nr. 2, S. 23–30. 132 | 133
Wissenschaftliche Veranstaltungen Das ifes beteiligt sich regelmäßig an wissenschaftlichen Veranstaltungen oder richtet diese aus. Zu den wichtigsten im Berichtszeitraum gehören: · „What is behind the Curtain? Thinking about the Data Generation Processes“, Lübke, K., Panel-Teilnahme, The 17th Professor Aleksander Zelias International Conference on Modelling and Forecasting of Socio-Economic Phenomena, Zakopane, Polen, 14.05.2024. · „Technologische Grundlagen und Gefahren von JailbreakPrompts: Wie LLMs ohne ethische und rechtliche Limitationen neue Dynamiken auf Social Media Plattformen erzeugen“, Klinkhammer, D., Panel-Teilnahme: Neue Technologien im Kontext von Extremismus und Terrorismus, MOTRA-K #24, BKA, Wiesbaden, 07.03.2024. · „Statistiken hinterfragen mit Hilfe des Mnemonik ‚MOMENT mal!‘“, Lübke, K., Vortrag, GDM-Herbsttagung des Arbeitskreises Stochastik, Fuldatal, 03.12.2023. · „Extracurricular Learning Experiences in Part-Time Studies: Demands and Potentials for a Digital Advancement of ‚Learning Readiness‘“, Pietsch, S., Waldmann, J. (zusätzlich im Projektteam: Linssen, O., Koch, O., Wawerda, J., Kantermann, T.), Vortrag, FDIBA-Konferenz 2023 „Wissenschaft und Innovation für nachhaltige Entwicklung“, Sofia, Bulgarien, 30.11.2023. · „Förderung von ‚Learning Readiness‘ bei berufsbegleitend Studierenden der FOM Hochschule durch zielgruppenspezifische Vermittlung studienübergreifender Lernerfahrungen“, Pietsch, S., Waldmann, J. (zusätzlich im Projektteam: Linssen, O., Koch, O., Wawerda, J., Kantermann, T.), Vortrag, „Kreidezeit?! Kompetenzentwicklung an Hochschulen im 21. Jahrhundert“, Kaiserslautern, 16.11.2023. · „Corporate Debt Ratios and Managerial Personality Traits – A Content Analysis of CEO Speeches at Annual General Meetings”, Lübke, K., Rojahn, J., Sülzenbrück, S., Vortrag, AG DANK Herbsttagung 2023, Frankfurt a. M., 04.11.2023. · „Meme, ChatGPT und Co. – Wie können wir Studierende dabei unterstützen, statistische Konzepte zu verstehen?“, Lübke, K., Gehrke, M., Vortrag, Statistische Woche 2023, Dortmund, 11.09.2023. · „Angewandte Statistik und Data Science – Was sollen wir lehren?“, Lübke, K., Skill, T., Vortrag, Statistische Woche 2023, Dortmund, 11.09.2023. · „Enhancing Data Science Learning Through the Use of Images”, Lübke, K., Szepannek, G., Vogt, M., Vortrag, IASE 2023 Satellite Conference, virtuell/Toronto, Kanada, 12.07.2023. Betreuung kooperativer Promotionen Von Prof. Dr. Joachim Rojahn, CFA, im Rahmen eines kooperativen Promotionsprogramms (UCAM Universidad Católica de Murcia und FOM Hochschule) im Berichtszeitraum betreute Dissertationen: · Diba Erdem, „Variable Importance of Financial Resilience in Europe during the COVID-19 Crisis: The Role of Financial Literacy“ (erfolgreich abgeschlossen) · Mahan Tahvildari, „An Analysis and Improvement of Robo-Advisory“ Von Prof. Dr. Matthias Gehrke im Rahmen eines kooperativen Promotionsprogramms (UCAM Universidad Católica de Murcia und FOM Hochschule) im Berichtszeitraum betreute Dissertationen: · Maik Schober, „Investigating Excess Returns in Emerging Market Exchange Rates“ (erfolgreich abgeschlossen) · Stefan Mathes, „Acceptance and Efficiency of Adaptive Pricing Strategies Based on Forecasted Occupancy in the Hospitality and Tourism Sector of Selected European Countries like Germany and Austria: An Empirical Analysis Considering Insights from the Airline Industry“ Von Prof. Dr. Carolin Tewes im Rahmen eines kooperativen Promotionsprogramms (UCAM Universidad Católica de Murcia und FOM Hochschule) im Berichtszeitraum betreute Dissertation: · Cedric Bartelt, „Einsatz artifizieller Intelligenz in B2B-Marketingprozessen bei kleinen und mittelständischen Unternehmen in Deutschland“ Forschungseinrichtungen mit interdisziplinärer Ausrichtung 132 | 133 5.7.1 ifes Institut für Empirie & Statistik
5.7.2 KCBT German-Sino Competence Center of Business & Technology Das German-Sino Competence Center of Business & Technology bündelt die Forschungsaktivitäten der German-Sino School of Business & Technology an der FOM Hochschule. Zielsetzung: wichtige globale und nationale Entwicklungen in China in ihren Ursachen, Wirkungen, Verflechtungen und Perspektiven darzustellen. Die Schwerpunkte liegen dabei auf diesen Themen: · Energie und Umwelt, Digitalisierung und Strukturwandel · Demografischer Wandel und Urbanisierung · Globalisierung und internationales Bankwesen · Interkulturelles Management, Human Resources und Wirtschaftspsychologie · Angewandte Statistik und Big Data · Umweltrecht · Medizinökonomie · Bildung Bei den Aktivitäten selbst sollen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowohl der FOM Hochschule als auch der chinesischen Partnerhochschulen einbezogen werden. Sie umfassen: · Genuine Forschung zu aktuellen, relevanten Themen in China · Organisation von Konferenzen und Symposien in Zusammenarbeit mit chinesischen Partnerhochschulen sowie anderen renommierten Universitäten in China · Publikationen · Wissenschaftliche Kooperationen mit chinesischen und deutschen Einrichtungen und Organisationen · Austausch von Gastwissenschaftlerinnen und Gastwissenschaftlern · Verbesserung der Qualität der Forschung und Weiterentwicklung der Forschungskonzeption Das Team des KCBT Wissenschaftliche Leitung Prof. Dr. Andreas Oberheitmann (Wissenschaftliche Gesamtleitung; Leitung des Bereichs Energie und Umwelt, Digitalisierung und Strukturwandel) Prof. Dr. Axel Müller (stellvertretende wissenschaftliche Gesamtleitung; Leitung des Bereichs demografischer Wandel und Urbanisierung) Kooptierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Prof. Dr. Julian Phillip Christ Prof. Dr. Andree B. Elsner Prof. Dr. Rudolf Jerrentrup Dr. Sven Lauterjung Prof. Dr. Xiaojuan Ma-Becker Prof. Dr. Bernd Neitz Prof. Dr. Angi Rösch Prof. Dr. Harald Schmidbauer Prof. Dr. Marcel Seidel Prof. Dr. med. Dr. rer. pol. Christian Thielscher Prof. Dr. Jens Wuttke Research Fellows Dipl.-Kfm. Jörg Macht Kontakt und weitere Informationen www.fom-kcbt.de Die Mitglieder des KCBT German-Sino Competence Center of Business & Technology um den wiss. Gesamtleiter Prof. Dr. Andreas Oberheitmann (vierter v. l.) und FOM Rektor Prof. Dr. Burghard Hermeier (fünfter v. l.; Foto: FOM/Tim Stender) 134 | 135
Übergeordnete Schwerpunkte des KCBT Die chinabezogene Forschung der FOM Hochschule ist im KCBT gebündelt. Ziel ist jedoch die Einbeziehung möglichst vieler anderer KompetenzCentren/Institute der FOM durch die aktive Beteiligung an der Forschung, den Konferenzen und Publikationen. Leitidee des KCBT ist dabei die Nutzung der Forschung für die Lehre. Dabei soll eine enge Zusammenarbeit mit den chinesischen Partnerhochschulen und anderen Universitäten/Forschungszentren in China (Tsinghua University, Renmin University, Beijing Union University etc.), Deutschland (RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung e. V., Universität Duisburg-Essen etc.) und anderen Ländern eine wichtige Rolle spielen. Zur Leitidee des KCBT gehört auch eine kontinuierliche Verbesserung der Qualität der Forschung und Weiterentwicklung der Forschungskonzeption. Ziel ist dabei die Weiterentwicklung des KCBT in ein In-Institut. Thematisch setzt das KCBT folgende Schwerpunkte: · Transformation der Wirtschaft mittels Strukturreformen (Reform von Staatsunternehmen, erleichterter Marktzugang von Privatunternehmen zu bisherigen Staatsmonopolen, Förderung von Firmenneugründungen, Stärkung von Marktmechanismen, Globalisierung der Wirtschaft und Stärkung der Infrastruktur, z. B. im Rahmen der OneBelt-One-Road-Initiative, Modernisierung der Landwirtschaft, Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen etc.) · Aufwertung der Industrieproduktion durch mehr technologischen Fortschritt (Digitalisierung, Robotik, High-TechMaschinenund Anlagenbau, Biound Medizintechnik, Elektromobilität, Luftund Raumfahrt, Forschung und Entwicklung von ausländischen Unternehmen in China, Schutz geistigen Eigentums, IT-Sicherheit etc.) · Stärkung der Binnennachfrage und Förderung von Dienstleistungssektoren (Finanzen, Logistik, Bildung etc.) und der Cyber Economy (Online-Handel etc.) · Verbesserungen beim Umweltschutz (Klimaschutz, lokale Emissionen, Ressourceneffizienz etc.) · Erhöhung der Wohlfahrt der Bevölkerung (Herausforderungen des demografischen Wandels und der Urbanisierung, Bildung, Ausbildung, Umbau des Sozialund Gesundheitssystems etc.) Forschungsprojekt des KCBT Im Berichtszeitraum wurde das folgende Forschungsprojekt fortgeführt: Analyse der finanziellen Bildung und der Anlageentscheidungen von Young Professionals in China (FLIC2023) (Projektbeteiligter des KCBT: Prof. Dr. Andreas Oberheitmann; wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. Alexander Zureck; weitere Projektbeteiligte: Dr. Elisabeth SuntrupAndresen, Dr. Philippe Krahnhof, Prof. Dr. Xiaoying Wang, Gianfranco Marotta; Laufzeit: 01.09.2022–31.08.2023) Als Projektpartner waren am Projekt FLIC2023 das isf Institute for Strategic Finance der FOM sowie das KCBT German-Sino Competence Center of Business & Technology beteiligt. Ziel des Projektes war die Untersuchung der finanziellen Allgemeinbildung (Financial Literacy) und der Anlageentscheidungen junger Erwachsener in China. Folgende Publikation ist im Berichtszeitraum auf der Basis dieses Projekts in Vorbereitung: Oberheitmann, A., Wang, X., Suntrup-Andresen, E., Ostermann, M., Zureck, A, und Krahnhof, P. (2024): The Influence of Generational Effects and Social Media Usage on Financial Literacy: an Empirical Analysis in Germany and China. Wissenschaftliche Publikationen Das KCBT dokumentiert seine Forschungsarbeit durch vielschichtige Publikationen sowie Vorträge. Im September 2023 erschien der Sammelband „China & Innovation – Was der deutsche Mittelstand von China lernen kann“ im Rahmen der FOM-Edition bei Springer Gabler. Herausgeber sind Prof. Dr. Marcel Seidel und Dipl.-Kfm. (FH) Jörg Macht, die langjährige Erfahrung mit dem chinesischen Bildungsund Wirtschaftssystem vorweisen und u. a. bereits viele Male als Gastdozenten in China waren. Das Buch beschäftigt sich mit der Frage, was deutsche Firmen beachten sollten, wenn sie ihr Geschäft auf den chinesischen Markt ausweiten möchten. Es ergründet, worin Unterschiede erkennbar sind, was chinesische Firmen Forschungseinrichtungen mit interdisziplinärer Ausrichtung 134 | 135 5.7.2 KCBT German-Sino Competence Center of Business & Technology
anders machen und was der deutsche Mittelstand von China bzw. chinesischen Firmen lernen kann. Die Autorinnen und Autoren beleuchten dazu aus unterschiedlichen Perspektiven, welche landesspezifischen Unterschiede deutsche Firmen beachten sollten. Dabei werden die Leserinnen und Leser ermutigt, Neues zu denken und in die Praxis umzusetzen. Insgesamt beteiligten sich 19 Autorinnen und Autoren und veröffentlichten zu den Oberthemen Strategie, Vertrieb und Kultur. Das KCBT unterhält zudem eine eigene Schriftenreihe an der FOM (KCBT Insights to German and Chinese Business and Technology). Zu den wichtigsten Publikationen im Berichtszeitraum gehören: · Gansser, O. A., Reich, C. S., Oberheitmann, A. (2023): Einflussfaktoren auf die Nutzungsabsicht von Produkten mit KI in China, in: Seidel, M., Macht, J. (Hrsg.), China & Innovation. Wiesbaden: Springer Gabler, S. 123–147. · Oberheitmann, A., Ruan, X. (2023): Green Retirement Homes in China – Background and Case Study, in: International Journal of Big Data Mining for Global Warming, Jg. 5, Nr. 1. · Seidel, M., Huo, J. (2023): Methoden zur Analyse von chinesischen Kundenmeinungen, in: Seidel, M., Macht, J. (Hrsg.), China & Innovation. Wiesbaden: Springer Gabler, S. 149–167. · Seidel, M., Macht, J. (Hrsg.; 2023): China & Innovation. Wiesbaden: Springer Gabler. · Uluceviz, E., Schmidbauer, H., Rösch, A. (2023): Electricity Consumption Patterns and Price Volatility In Türkiye: A Wavelet Analysis, in: Bogazici Journal Review of Social, Economic and Administrative Studies, Jg. 37, Nr. 2, S. 92–17. Wissenschaftliche Veranstaltungen Das KCBT beteiligt sich regelmäßig an wissenschaftlichen Veranstaltungen oder richtet diese aus. Zu den wichtigsten im Berichtszeitraum gehören: International Forum on Achieving Carbon Neutral Cities in Asia – Global Climate Cities Forum 2024 Zur Unterstützung lokaler Regierungen aus Schwellenländern im asiatisch-pazifischen Raum organisierten ICLEI – Local Governments for Sustainability, Global Covenant of Mayors for Climate & Energy (GCoM), das KCBT und das Regional Programme Energy Security and Climate Change Asia-Pacific (RECAP) der Konrad-Adenauer-Stiftung am 20./21.03.2024 das „International Forum on Achieving Carbon Neutral Cities in Asia – Global Climate Cities Forum 2024: towards Carbon Neutral Cities“. Die in der südkoreanischen Stadt Yeosu ausgerichtete Konferenz brachte ausgewählte Forschende, Praktikerinnen und Praktiker sowie lokale Regierungsvertretende aus Malaysia, Indonesien, Vietnam, Thailand, Korea und Deutschland zusammen. Die Konferenz zählte etwa 100 Teilnehmende. Zahlreiche Vorträge wurden gehalten, darunter: · „Best Practices on City Level in Germany“, Oberheitmann, A. · „Job Creation through Climate Action in Cities“, Oberheitmann, A. Chancen und Herausforderungen der Nachhaltigkeit im 21. Jahrhundert Des Weiteren zeichnete das KCBT für die Organisation der Vortragsveranstaltung „Chancen und Herausforderungen der Nachhaltigkeit im 21. Jahrhundert“ verantwortlich. Die Teilnehmende des International Forum on Achieving Carbon Neutral Cities in Asia (Foto: RECAP) Prof. Andreas Oberheitmann und Prof. Dr. Estelle L. A. Herlyn vom KCN der FOM in Yeosu (Foto: RECAP) 136 | 137
Forschungsaktivitäten des KCD Das KCD war im Berichtszeitraum an den folgenden Netzwerkprojekten beteiligt: SiA-NRW Studienintegrierende Ausbildung (Projektleitung Düsseldorf Prof. Dr. Thomas Kümpel, Ansprechpersonen: Anika Kremer M.Sc., John-Erik Thorweihe M.A.; Laufzeit 01.03.2021–30.09.2024) Das Konzept der „SiA Studienintegrierenden Ausbildung“ war ein innovativer Ansatz, der unentschlossenen jungen Menschen die attraktive Möglichkeit bot, sich auf Basis ihrer Erfahrung für einen von drei möglichen Wegen in das Berufsleben zu entscheiden. Durch sorgfältig aufeinander abgestimmte Curricula wurden die Lernpotenziale von Betrieb, Berufskolleg und Hochschule optimal miteinander verzahnt. Die studienintegrierende Ausbildung bot jungen Menschen die Möglichkeit, einen Berufsund einen Studienabschluss parallel zu erwerben. Das Lernen im Betrieb, im Berufskolleg und an der Hochschule wurde dabei in neuer Form miteinander verknüpft und Leistungen gegenseitig anerkannt. Erst im späteren Verlauf entschieden die Auszubildenden auf Basis ihrer bisherigen Erfahrungen, ob sie den Doppelabschluss anstreben oder ausschließlich die Berufsausbildung beenden wollten. Bis dahin unterstützte sie ein individuelles Coaching dabei, ihr Potenzial bestmöglich zu entwickeln. Die Hochschulzentren der FOM in Düsseldorf (Federführung des KCD) und in Essen (Federführung des ipo) wirkten durch lokale Kooperationen an dem Verbundprojekt mit. Das Max-Weber-Berufskolleg Düsseldorf und die FOM Hochschule in Düsseldorf kooperierten im Kontext des Berufsbildes Kaufleute für Büromanagement. Um das Konzept der studienintegrierenden Ausbildung zu etablieren, arbeiteten drei Verbundpartner projektbezogen zusammen: Der Kreis Düren begleitete die Hochschulen und die Bezirksregierung Düsseldorf die Berufskollegs. Die Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung koordinierte die Zusammenarbeit und begleitete das Projekt arbeitsmarktpolitisch. Im Berichtszeitraum wurde das Programm erweitert: Im Max-Weber-Berufskolleg konnte zusätzlich das Berufsbild der Industriekaufleute einbezogen werden. Im WalterEucken-Berufskolleg wurde das Projekt für Großund Außenhandelsmanagement etabliert. Zusätzlich weitete sich das Projekt auf Hochschulseite auf das Hochschulzentrum Köln der FOM aus. SiA-NRW wurde als InnoVET-Projekt aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert. Wissenschaftliche Publikationen Das KCD dokumentiert seine Forschungsarbeit durch vielschichtige Publikationen sowie Vorträge. Es unterhält zudem eine eigene Schriftenreihe an der FOM. Zu den wichtigsten Publikationen im Berichtszeitraum gehören: · Dindas, H. (2024): Humor in Science: A Tribute to Achim Eschbach and „denkunmögliche Bastarde“, in: Kodikas/ Code. An International Journal of Semiotics, Jg. 44, Nr. 1, S. 28–33. · Ladnar, N., Schätzlein, M., Palomo, R., Zureck, A. (2024): Does ESG Performance Influence Accountingand Market-based Firm Risk?, in: International Journal of Sustainable Economy, Jg. 16, Nr. 4, S. 383–402. · Sülzenbrück, S., Olma, J., Sutter, C. (2024): When Failure Is not an Option: a Police Firearms Training Concept for Improving Decision-making in Shoot/Don’t Shoot Scenarios, in: Frontiers in Psychology, Jg. 15. · Waldhör, K., Lutze, R. (2024): Generating Specifications from Requirements Documents for Smart Devices Using Large Language Models (LLMs), in: Kurosu, M., Hashizume, A. (Hrsg.), Human-Computer Interaction HCII 2024. Lecture Notes in Computer Science. Cham: Springer, S. 94–108. · Arenja, K., Krahnhof, P., Zureck, A. (2023): Attention in Digital Training Events: A Conceptual Approach to Increase and Sustain Attention List of Abbreviations, in: The IAFOR International Conference on Education – Hawaii 2024 Official Conference Proceedings. · Hahn, S., Lübke, K. (2023): Shiny und Co. – interaktive Apps für Data Literacy erstellen und nutzen, in: Koch, H., Sievers, S. (Hrsg.), datenkompetent – Beispielhafte Lehrformate und -strategien für die Data Literacy Education an deutschen Hochschulen. Stifterverband. · Helfrich, M. (2023): Bekämpfung illegalen Glücksspiels durch Unterbindung von Zahlungsströmen? Datenschutzrechtliche Probleme des Payment-Blocking, in: MMR ZeitForschungseinrichtungen mit interdisziplinärer Ausrichtung 142 | 143 5.7.4 KCD KompetenzCentrum für Didaktik in der Hochschullehre für Berufstätige
schrift für IT-Recht und Recht der Digitalisierung, Jg. 2023, S. 649–655. · Nonnenmann, M., Vogt, M., Bast, S., Lübke, K. (2023): Mathematik und Sprache – Textanalyse im Mathematikunterricht, in: Mitteilungen der GDM, Nr. 115, S. 33–38. · Vogt, M., Lübke, K., Bast, S. (2023): ChatGPT in der Statistiklehre: Mögliche Einsatzbereiche und offene Fragen, in: Stochastik in der Schule, Jg. 43, Nr. 2, S. 23–30. Wissenschaftliche Veranstaltungen Das KCD beteiligt sich regelmäßig an wissenschaftlichen Veranstaltungen oder richtet diese aus. · „Doctor ChatGPT, I presume? – Eine gemeinsame Reise durch den KI-Dschungel“, Dindas, H., Schulte, F. P., Workshop (peer reviewed), University:Future Festival 2024, virtuell, 07.06.2024. · „Mehr als nur anwesend: die transformative Kraft der Social Presence in virtuellen Lernumgebungen“, Dindas, H., Keller, K., Vortrag (peer reviewed), LEARNTEC 2024, Karlsruhe, 06.06.2024. · „Standing on the Shoulders of Giants: Redefining (Higher) Education in the Era of Future, Global, and Emerging Skills or Revisiting the Roots?“, Dindas, H., Keynote-Vortrag, International Perspectives in Education, University of the Aegean, Mytilini, Griechenland, 24.05.2024. · „Praxiswerkstatt virtuelle Lehre“, Dindas, H., Coffee & Talk Austausch, FOM Hochschule, virtuell, 16.05.2024. · „(Wieder)entdeckung von Präsenz in virtueller Lehre“, Dindas, H., Vortrag (peer reviewed), Campus meets Castle, Universität Bayreuth, Bayreuth, 18.03.2024. · „Digitally Empathetic: The Success Factor of Social Presence in Virtual Teaching“, Dindas, H., Tag der Lehre, Inverted Classroom and Beyond 2024, Fachhochschule St. Pölten, St. Pölten Österreich, 07.02.2024. · „Safari durch die AI-Welt – KI-Tools in der FOM Hochschullehre“, Dindas, H., Schulte, F. P., Workshop, Dozententage 2024, FOM Hochschule, Essen, 31.01.2024. · „Auf dem Weg in die Zukunft: Die Bedeutung von Future, Global & Emerging Skills für die Studiengangsentwicklung (von morgen)“, Dindas, H., Vortrag (peer reviewed), Kreidezeit?! Kompetenzentwicklung an Hochschulen für das 21. Jahrhundert, Hochschule Kaiserslautern, Kaiserslautern, 16.11.2023. Weitere Aktivitäten des KCD Das KCD ist assoziierter Partner des BMBF-Projektes „ELLpH – Einflussfaktoren auf neue Lehr-Lernkonzepte an privaten Hochschulen“. Das Verbundprojekt besteht aus Teams der Technischen Universität Dortmund und der Universität Witten/Herdecke. In Deutschland existieren etwa 110 staatlich anerkannte private Hochschulen, die aktuell und mit steigender Tendenz rund 10 Prozent aller Studierenden ausbilden. Insgesamt ist Forschung zu nichtstaatlichen Hochschulen in Deutschland jedoch ein Desiderat. Aus diesem Grund fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der Förderschwerpunktes Wissenschaftsund Hochschulforschung (WiHo-Forschung) Projekte zur Beforschung nichtstaatlicher Hochschulen. 144 | 145
5.7.5 KCE KompetenzCentrum für Entrepreneurship & Mittelstand In den letzten Jahren, die von vielfältigen Krisen geprägt waren, haben sich die unternehmerischen Herausforderungen sowohl in ihrer Anzahl als auch in ihrer Intensität drastisch erhöht. Diese Entwicklung betrifft insbesondere mittelständische und neu gegründete Unternehmen. Das KCE KompetenzCentrum für Entrepreneurship & Mittelstand hat es sich zur Aufgabe gemacht, diesen Unternehmen, die die Mehrheit der Wirtschaft ausmachen, in der Forschung besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Erforschung des modernen Unternehmertums, das sich in verschiedenen Aspekten von früheren Formen unterscheidet. Ein zentrales Anliegen des KCE ist die praxisnahe Ausrichtung seiner Forschungsprojekte. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen zwei Hauptziele erfüllen: 1. in der Lehre zu einem tieferen Verständnis der Studierenden für die mittelständisch geprägte Wirtschaft beitragen 2. für mittelständische Unternehmen direkt verwertbare Ergebnisse liefern Das KCE lädt Studierende sowie Dozentinnen und Dozenten herzlich ein, sich an seinen Forschungsprojekten zu beteiligen. Jeder Beitrag, sei es in Form einer Seminararbeit, Bacheloroder Master-Thesis in den Forschungsfeldern Entrepreneurship und Mittelstand, erweitert das Wissen über deren Zusammenhänge und Wirkungsweisen. Für Studierende der FOM Hochschule bietet das KCE besondere Möglichkeiten: · Zugang zur Datenbank des Nachfolgemonitors für eigene Forschungsauswertungen · Zugang zur Datenbank der KMU-Multiples der Deutschen Unternehmerbörse www.dub.de für eigene Forschungsauswertungen Durch diese praxisnahe und inklusive Forschungsausrichtung trägt das KCE maßgeblich dazu bei, aktuelle unternehmerische Herausforderungen zu verstehen und Lösungsansätze zu entwickeln. Das Team des KCE Wissenschaftliche Leitung Prof. Dr. Simone Chlosta (Entrepreneurship & Mittelstand) Prof. Dr. Farid Vatanparast (Social Entrepreneurship) Prof. Dr. Holger Wassermann (Unternehmensnachfolge) Kooptierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Prof. Dr. Beate Dahlke Prof. Dr. Nick Dimler Prof. Dr. Arno Elmer Prof. Dr. Rüdiger Grimm Prof. Dr. Thomas Hanke Prof. Dr. Christian Härtwig Prof. Dr. Thomas Heupel Prof. Dr. Guy Katz (bis 07/2023) Prof. Dr. Orhan Kocagöz Prof. Dr. Carsten Kruppe Dr. Hartmut-Heinrich Meyer Prof. Dr. Claudia Rademacher-Gottwald Prof. Dr. Sebastian Serfas Prof. Dr. Roland Wolf Prof. Dr. Jens Wuttke Research Fellows Dr. Tim Friedhoff Dr. Sascha Frohwerk Dr. Jona van Laak Kontakt und weitere Informationen www.fom-kce.de Die wissenschaftliche Leitung des KCE: Prof. Dr. Farid Vatanparast, Prof. Dr. Simone Chlosta und Prof. Dr. Holger Wassermann (v. l. n. r.; Foto: Privat) Forschungseinrichtungen mit interdisziplinärer Ausrichtung 144 | 145 5.7.5 KCE KompetenzCentrum für Entrepreneurship & Mittelstand
Übergeordnete Schwerpunkte des KCE Der Mittelstand steht wie die gesamte deutsche Wirtschaft vor den zunehmend wachsenden Herausforderungen des demografischen Wandels. In den kommenden Jahren muss damit gerechnet werden, dass hunderttausende Unternehmen den Markt verlassen. Vor diesem Hintergrund sind folgende Themen von besonderer Bedeutung für das KCE: · Unternehmensnachfolgen · Neu-Gründungen von Unternehmen · Gründungen durch Migrantinnen und Migranten oder Geflüchtete · Gründungen durch Frauen Weitere Schwerpunkte sind die Bewertung von mittelständischen Unternehmen und die Wertorientierung von KMU. Forschungsaktivitäten des KCE Im Berichtszeitraum befanden sich folgende Forschungsprojekte in der Durchführung: Projekt: Nachfolgemonitor – jährliche Studie zu Unternehmensnachfolgen im deutschen Mittelstand Seit 2019 führt das KCE gemeinsam mit dem Verband Deutscher Bürgschaftsbanken (VDB) und Creditreform Rating im Rahmen des Nachfolgemonitors (Prof. Dr. Holger Wassermann und Prof. Dr. Carsten Kruppe, Berlin; Prof. Dr. Sascha Frohwerk, Salzburg; Dr. Benjamin Mohr, Neuss) eine Untersuchung des Nachfolgegeschehens in Deutschland durch. Ziel ist die Erfassung der aktuellen Situation in den einzelnen Bundesländern und Landkreisen, Branchen und Größenklassen sowie die Schaffung einer Basis für die Prognose der künftigen Entwicklung. · Kruppe, C., Wassermann, H., Frohwerk, S. (2023): Nachfolgemonitor 2023. Essen: MA Verlag. Projekt: Erfolgsfaktoren für Unternehmensnachfolge Zusammen mit den FOM Kolleginnen und Kollegen Prof. Dr. Christian Härtwig, Prof. Dr. Carsten Kruppe und Prof. Dr. Nadine Pratt untersucht Prof. Dr. Simone Chlosta (subjektive und objektive) Erfolgsfaktoren der Unternehmensnachfolge. Das Projekt wurde 2022 zusammen mit der Bürgschaftsbank in NRW gestartet. Projekt: DUB-Multiples Neben der Beobachtung des Nachfolgegeschehens im Nachfolgemonitor und im Projekt „Erfolgsfaktoren für Unternehmensnachfolge“ ermittelt Prof. Dr. Holger Wassermann seit 2022 in Kooperation mit der Deutschen Unternehmerbörse www.dub.de die Kaufpreismultiplikatoren, die sich im Rahmen von Unternehmensverkäufen ergeben. Die Kaufpreis-Multiplikatoren sind kostenfrei auf der Webseite der DUB verfügbar und werden mehrfach im Jahr aktualisiert. · Mese, A., Wassermann, H. (2023): DUB Multiples Review Paper. Hamburg: DUB. Projekt: International Business and Entrepreneurship Forum Neben Studiengängen wie dem Master in Big Data & Business Analytics und entsprechenden Modulen in anderen Studiengängen bot das International Business & Entrepreneurship Forum der FOM Hochschule Studierenden bis August 2023 die Möglichkeit, alternative Arbeitsformen im internationalen Kontext, beispielsweise mit Start-ups, auszuprobieren. Gemeinsam mit starken Partnerinnen und Partnern aus Wirtschaft und Politik wurden dabei Forschungsund Transferprojekte durchgeführt. Ein erfolgreiches Projekt dieser Art ist der Bavaria Israel Partnership Accelerator, bei dem junge Erwachsene in interkulturellen Teams reale Herausforderungen deutscher sowie israelischer Unternehmen angehen (Prof. Dr. Guy Katz). Das Projekt läuft seit 2014 so erfolgreich, dass allein in Deutschland mehrere weitere ähnliche Projekte entwickelt werden konnten: in Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen. Das israelische Außenministerium nutzt das Format, um ähnliche Konstrukte in bis zu 25 weiteren Ländern zu installieren, das International Business & Entrepreneurship Forum war ebenfalls dabei: von Italien über die Tschechische Republik und die Ukraine bis nach Singapur und Taiwan. Projekt: Nachfolgewochen im Rahmen des größten deutschen Businessplanwettbewerbs Prof. Dr. Holger Wassermann initiierte gemeinsam mit dem Organisationsteam des Businessplanwettbewerbs BerlinBrandenburg für den BPW 2023/24 zwei Nachfolgewochen – die erste im November 2023, die zweite im Februar 2024. Um das Thema Unternehmensnachfolge auch den Gründerinnen und Gründern näher zu bringen, wurden in fünf bis acht zweistündigen Webinaren innerhalb jeweils einer Woche alle grundlegenden Informationen über Nach146 | 147
folge und Unternehmenskauf, Finanzierung und Bewertung vermittelt. Das Format zählte zu den erfolgreichsten des BPW und soll im nächsten Jahr wiederholt werden. Wissenschaftliche Publikationen Das KCE dokumentiert seine Forschungsarbeit durch vielschichtige Publikationen sowie Vorträge. Es unterhält zudem eine eigene Schriftenreihe an der FOM. Im Berichtszeitraum sind folgende Bände erschienen: · Detering, A., Vatanparast, F. (2023): Die Fachlaufbahn – Nutzen und Akzeptanz unter transaktionaler und agiler Führung in kleinen und mittelständischen Unternehmen, in: Chlosta, S., Wassermann, H., Vatanparast, F. (Hrsg.), KCE Schriftenreihe, Band 7. Essen: MA Verlag. · Genschick, F., Al Ghanem, C., Grimm, R. (2023): Kompetenzmanagement 50x – Empfehlungen für den Mittelstand, in: Chlosta, S., Wassermann, H., Vatanparast, F. (Hrsg.), KCE Schriftenreihe, Band 9. Essen: MA Verlag. · Nissing, P. (2023): The Potential of Impact Narratives for Social Entrepreneurship, in: Chlosta, S., Wassermann, H., Vatanparast, F. (Hrsg.), KCE Schriftenreihe, Band 8. Essen: MA Verlag. Des Weiteren sind im Berichtszeitraum folgende Publikationen erschienen: · Vatanparast, F., Kauer-Berk, O. (2024): „Unten trainieren und oben lernen“, in: Forum Kinderund Jugendsport, Jg. 5, S. 3739. · Wassermann, H., Peters, J. (2024): Ablauf von Unternehmensnachfolgen, in: Betriebswirtschaftliche Beratung, Nr. 5, S. 194–203. · Kocagöz, E., Kocagöz, O. (2023): Klimafreundlicher Lebensmittelverkauf – ein Vergleich zwischen OnlineBestellungen und stationären Geschäften, in: Fesidis, B., Röß, S. A., Rummel, S. (Hrsg.), Mit Digitalisierung und Nachhaltigkeit zum klimaneutralen Unternehmen. Wiesbaden: Springer Gabler, S. 401–411. · Serfas, S. (2023): Lebenszyklusrechnung für eine Augmented-Reality-Anwendung, in: Perspektive Unternehmensberatung 2024, S. 146–151. · Waldhör, K., Kocagöz, O. (2023): Bedeutung und Einsatz von Open Data bei der Digitalisierung von Kommunen, in: Fesidis, B., Röß, S. A., Rummel, S. (Hrsg.), Mit Digitalisierung und Nachhaltigkeit zum klimaneutralen Unternehmen. Wiesbaden: Springer Gabler, S. 349–363. · Wuttke, J. (2023): Insolvenzanfechtung von Mindestlohnzahlung, in: KTS – Zeitschrift für Insolvenzrecht, Jg. 84, Nr. 3, S. 433–446. Wissenschaftliche Veranstaltungen Das KCE beteiligt sich regelmäßig an Veranstaltungen oder richtet diese aus. Die Anwendungsorientierung und das Erreichen der Zielgruppe der Unternehmerinnen und Unternehmer sind dabei von großer Bedeutung. Zu den wichtigsten Veranstaltungen im Berichtszeitraum gehören: · „Nachfolgemonitor 2023: Lehren für eine gute Nachfolge-Vorbereitung“, Wassermann, H., Vortrag, Netzwerktreffen des ThEX Kammernetzwerks Unternehmensnachfolge zum Nachfolgemonitor 2023 und Erfahrungsaustausch, Erfurt, 12.06.2024. · „Nachfolge gesucht – Demographischer Wandel trifft deutschen Mittelstand“, Wassermann, H., Vortrag, FOM Veranstaltung: Herausforderungen und Perspektiven im Mittelstand, Düsseldorf, 05.06.2024. · „Unternehmensstruktur und Unternehmensbewertung: Der Wandel nach Corona und Co. – Professionalisierung in der WEG-Verwaltung“, Wassermann, H., Vortrag, Deutscher Immobilienverwalterkongress, Berlin, 17.05.2024. · „Unternehmensnachfolge gemeinsam anpacken!“, Wassermann, H., Keynote, IHK Villingen-Schwenningen: Auftaktveranstaltung zur Initiative Unternehmensnachfolge gemeinsam anpacken!, Villingen-Schwenningen, 10.04.2024. · „Nachfolgemonitor 2023: Lehren für eine gute Nachfolge-Vorbereitung“, Wassermann, H., Vortrag, Netzwerktreffen Unternehmensnachfolge im Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, 26.10.2023. Die ICSB-Tagung 2024 Der International Council for Small Businesses (ICSB) ist eine Non-Profit-Organisation, die sich seit 1955 global mit dem Unternehmendentum im Mittelstand befasst und dieses unterstützt; auch hier ist das KCE eingebunden. Seit 2022 ist Dr. Hartmut Meyer Mitglied des ICSB-Vorstands. Das Netzwerk bringt Forschende, Lehrende, politische Entscheidungstragende mit Praktikerinnen und Praktikern zusammen und ist in mittlerweile mehr als 85 Ländern vertreten. Jährlich veranstaltet der ICSB eine internationale Konferenz, immer in einem anderen Land. Im Berichtszeitraum wurde die ICSB-Tagung für Juli 2024 am Hochschulzentrum Berlin der FOM vorbereitet. Forschungseinrichtungen mit interdisziplinärer Ausrichtung 146 | 147 5.7.5 KCE KompetenzCentrum für Entrepreneurship & Mittelstand
5.7.6 KCN KompetenzCentrum für nachhaltige Entwicklung Zielsetzung des KCN KompetenzCentrum für nachhaltige Entwicklung ist es, Beiträge zur Umsetzung der Agenda 2030, zur Erreichung der 17 Sustainable Development Goals (SDGs) und zur Erreichung des 2°C-Ziels im Klimabereich zu leisten. Es fördert den interdisziplinären Austausch über und die Auseinandersetzung mit dem systemischen Charakter der Agenda 2030 und den damit einhergehenden Herausforderungen. Es trägt zur Entwicklung von Lösungsansätzen bei, die trotz aller Herausforderungen Hoffnung machen, und entwickelt Handlungsempfehlungen für die Praxis. Um dem systemischen Charakter der immer komplexeren Herausforderungen von nachhaltiger Entwicklung gerecht zu werden, sind Kooperation und aufeinander abgestimmte Maßnahmen von der lokalen bis zur globalen Ebene notwendig. Bis August 2023 leiteten Prof. Dr. Estelle Herlyn und Prof. Dr. Magdalène Lévy-Tödter das KCN gemeinsam. Seitdem zeichnet Prof. Herlyn für die wissenschaftliche Leitung allein verantwortlich, während Prof. Lévy-Tödter dem KCN als Senior Research Fellow verbunden bleibt. Sie ist seit dem 01.03.2024 als freiberufliche Modulleiterin an der FOM Hochschule tätig. Übergeordnete Schwerpunkte des KCN Das KCN möchte sich mit eigenen Aktivitäten in den aktuellen Diskurs zur Nachhaltigkeit einbringen. Diese erstrecken sich auf fünf Handlungsfelder: · Forschungsprojekte · Förderung des gesellschaftlichen Dialogs (Third Mission) · Förderung einschlägiger Kooperationen und Netzwerke · Förderung von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), insbesondere im Bereich der ökonomischen Ausbildung, nicht nur im Umfeld der FOM Hochschule · Publikationen Forschungsaktivitäten des KCN Im Berichtszeitraum befanden sich folgende Forschungsprojekte in der Durchführung: Network Inclusion and Inclusive Communication in Tertiary Education Prof. Dr. Magdalène Lévy-Tödter ist Gründungsmitglied des internationalen Netzwerks NIICTE – Network on Inclusion and Inclusive Communication in Tertiary Education. Ihm gehören derzeit Mitglieder aus 14 Universitäten in Belgien, Brasilien, Finnland, Deutschland, Polen, Ungarn, der Das Team des KCN Wissenschaftliche Leitung Prof. Dr. Estelle L. A. Herlyn Prof. Dr. Magdalène Lévy-Tödter (bis 08/2023) Kooptierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Prof. Dr. Barnim Jeschke Prof. Dr. Carsten Kruppe Prof. Dr. habil. Achim Lerch Prof. Dr. Nadine Pratt Prof. Dr. habil. Nicolai Scherle Senior Research Fellows Prof. Dr. Magdalène Lévy-Tödter Prof. Dr. Klaus Fischer Prof. Dr. Sven Schulze Research Fellows Dr. Céline Fabienne Kampes Dipl.-Kffr. Karolina Lecina Dr. Elisabeth Suntrup-Andresen Kontakt und weitere Informationen www.fom-kcn.de Die Mitglieder des KCN KompetenzCentrum für nachhaltige Entwicklung um die wiss. Leitung Prof. Dr. Estelle L. A. Herlyn (dritte v. r., Foto: FOM/Tom Schulte) 148 | 149
Schweiz und den USA an. Gemeinsam mit Prof. Dr. Christiane Hohenstein, Prof. Dr. Bettina Bock (Universität zu Köln) und Dr. Agnieszka Sowinska (Nikolaus-Kopernikus-Universität Toruń, Polen) hat Prof. Dr. Lévy-Tödter ein Panel mit drei Sessions für die 18. International Pragmatics Conference mit dem Titel „Reshaping Interaction in Higher/Tertiary Education (HTE) under the Challenges of Inclusion” am 12.07.2023 an der Université Libre de Bruxelles, Solbosch Campus durchgeführt. Global Energy Perspectives Prof. Dr. Estelle Herlyn bearbeitete als Vorstandsmitglied des gemeinnützigen Vereins Global Energy Solutions e. V. das vom BMZ und 12 Industriepartnern geförderte Projekt „Global Energy Perspectives“, in dem es um die Entwicklung einer Referenzlösung für ein weltweites klimaneutrales Energiesystem geht, das im Sinne der Agenda 2030 zugleich Wohlstand ermöglicht. Nach Abschluss des Projekts wurden die Ergebnisse im November 2023 im Rahmen eines Pressegesprächs anlässlich der „Green Innovator 2023“-Preisverleihung von „Die Deutsche Wirtschaft“ und dem ife Netzwerk für Einzelfertiger vorgestellt. Außerdem werden die Ergebnisse in einem Sachbuch „All In! – Klimaschutz und Wohlstand für zehn Milliarden Menschen“ einer breiten Öffentlichkeit verfügbar gemacht. Erscheinungstermin des Buches ist Oktober 2024. Climate Change and Food Security Prof. Dr. Estelle Herlyn war im Berichtszeitraum außerdem gemeinsam mit Prof. Dr. Franz Josef Radermacher als Senior Expert in ein Projekt mit UNIDO – United Nations Industrial Development Organization eingebunden, in dem der Nexus zwischen dem Klimawandel und Ernährungssicherheit beleuchtet wurde. Die Ergebnisse des Projekts sind in einer Studie dokumentiert, vgl. „Wissenschaftliche Publikationen“. Zielkonflikte in nachhaltigen Business-Modellen Prof. Dr. Nadine Pratt, Dr. Elisabeth Suntrup-Andresen und Marion Dirksmeier haben in dem Forschungsprojekt „Paradoxe Spannungsfelder in nachhaltigen Business-Modellen“ untersucht, mit welchen widersprüchlichen, aber dennoch interdependenten Ansprüchen und Zielen, sich Gründerinnen und Gründer nachhaltiger Business-Modelle auseinandersetzen müssen (z. B. Profit – Purpose; Kooperation – Wettbewerb) und welche Coping-Strategien sie dabei anwenden. Es handelte sich dabei um ein gemeinsames Forschungsprojekt mit Circular Valley, einem AcceleratorProgramm für zirkuläre Geschäftsmodelle aus Wuppertal. Transferaktivitäten SDG-Award des Senats der Wirtschaft Prof. Dr. Estelle Herlyn ist (gemeinsam mit dem Prorektor Forschung der FOM Prof. Dr. Thomas Heupel) Jury-Mitglied des vom Senat der Wirtschaft ausgelobten SDG-Awards, der am 25.11.2023 in den Kategorien Unternehmen, Städte, Gemeinden & Landkreise sowie Jugend & Bildung verliehen wurde. Nachhaltigkeits-Komitee der Stadtsparkasse Wuppertal Prof. Dr. Estelle Herlyn ist Mitglied des NachhaltigkeitsKomitees der Stadtsparkasse Wuppertal. Das extern u. a. mit Prof. Dr. Manfred Fischedick (Präsident des WuppertalInstituts) und Prof. Dr. Lambert Koch (Rektor Bergische Universität Wuppertal) besetzte Gremium berät die Sparkasse zu den vielen Nachhaltigkeitsthemen, die Banken mehr und mehr betreffen. Deutsche Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen e. V. Prof. Dr. Magdalène Lévy-Tödter ist seit Juli 2022 Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen e. V. (DG HochN). Prof. Dr. Estelle L. A. Herlyn während der Vorstellung der Projektergebnisse im November 2023 (Foto: ife Netzwerk für Einzelfertiger) Forschungseinrichtungen mit interdisziplinärer Ausrichtung 148 | 149 5.7.6 KCN KompetenzCentrum für nachhaltige Entwicklung
Wissenschaftliche Publikationen Das KCN dokumentiert seine Forschungsarbeit durch vielschichtige wissenschaftliche Publikationen. Es unterhält zudem eine eigene Schriftenreihe an der FOM. Im Berichtszeitraum ist folgender Band erschienen: · Timmerbeil, J. (2023): Ansätze zur internationalen Klimafinanzierung durch Unternehmen: eine wirkungsorientierte Analyse in Anlehnung an die Vision 2050 des WBCSD am Beispiel eines familiengeführten mittelständischen Unternehmens aus der Fahrradindustrie, in: Herlyn, E., Lévy-Tödter, M. (Hrsg.), KCN Schriftenreihe, Band 4. Essen: MA Verlag. Des Weiteren sind im Berichtszeitraum folgende Publikationen erschienen: · Herlyn, E. (2024): Nature-based Solutions, in: UNIDO Solutions Magazine, Jg. 2024, Nr. 1, S. 12–15. · Herlyn, E., Radermacher, F. J. (2024): Food Security and Climate Change – A 2023 Update. UNIDO – United Nations Industrial Development Organization. Wien. · Lerch, A. (2024): Elektromobilität: Königsweg oder Sackgasse?, in: Wirtschaftsdienst, Jg. 104, Nr. 4, S. 222. · Lerch, A. (2024): Klimapolitik 2024, in: Zenodo (Hrsg.). · Lévy-Tödter, M. (2024): Planetary Health: Einsatz von Strukturmodellen im Kontext der Vermittlung von Transformationskompetenzen im Public Health Studium – Ein Beitrag zur Bildung für nachhaltige Entwicklung, in: Leal Filho, W. (Hrsg.), Lernziele und Kompetenzen im Bereich Nachhaltigkeit. Berlin: Springer Spektrum, S. 361–376. · Pratt, N., Suntrup-Andresen, E., Dirksmeier, M., Westphalen, J. (2024): Paradoxical Tensions in Business Models for Sustainability, in: New Business Models Conference Proceedings 2024. Mondragon University Press. · Scherle, N., Pillmayer, M. (2024): Systemische Zugänge und anwendungsorientierte Perspektiven auf die Verankerung und Umsetzung ausgewählter Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 in Familienunternehmen der Hospitalityund Tourismusbranche, in: Tanner, M., Wirth, S., Roller, M. (Hrsg.), Klimaschutz und Nachhaltigkeit im Tourismus: Entwicklungen und Umsetzungsstrategien. Schriften zu Tourismus und Freizeit, Band 27. Berlin: ESV, S. 245–261. · Pillmayer, M., Obermeyer, N. J., Scherle, N., Rundshagen, V. (2023): Sustainable Development Goals and Humanistic Management in Hospitality and Tourism: Systemic Approaches and Application-oriented Perspectives Using the Example of Family Businesses, in: Zeitschrift für Tourismuswissenschaft, Jg. 15, Nr. 2, S. 134–152. Hinzu kommen weitere Publikationsformate, mit denen im Sinne der „Third Mission“ eine breitere Öffentlichkeit erreicht werden soll: · Herlyn, E. (2024): „Man muss sehr optimistisch sein“, in: Bauen fürs Klima, Jg. 2024, Nr. 1, S. 80–81. 150 | 151
Wissenschaftliche Veranstaltungen Das KCN beteiligt sich regelmäßig an wissenschaftlichen Veranstaltungen oder richtet diese aus. Zu den wichtigsten im Berichtszeitraum gehören: · „Deutschland auf dem Holzweg? – Wege aus einer auf Umweltund Klimaschutz reduzierten Sackgasse“, Herlyn, E., Vortrag, Kongress für Einzelfertiger „DENKart – Forum für angewandte Intelligenz“, Düsseldorf, 11.04.2024. · „Setting the Scene: Scaling up Nature-based Solutions Opportunities and Threats”, Herlyn, E., Keynote, International Conference on Achieving Carbon Neutral Cities in Asia, Yeosu, Südkorea, 21.03.2024. (Einer der Veranstalter war das KCBT – German-Sino Competence Center of Business and Technology der FOM Hochschule.) · „Nachhaltigkeit in den 2020er Jahren – Wo bleibt die Decade of Action?“, Herlyn, E., Vortrag, Umweltund Nachhaltigkeitsmanagement-Tag 2024 „Trends und Tools für die nachhaltige Unternehmensentwicklung“, Frankfurt a. M., 14.03.2024. · „Internationale Kooperation, akteursübergreifendes Handeln, Technologieoffenheit und Stärkung der Rolle der Natur – Wie Klimaneutralität gelingen kann“, Herlyn, E., Vortrag, Ferienakademie „Alles im grünen Bereich? Wirtschaft und Klimaneutralität“ des Begabtenförderungswerks Cusanuswerk e. V., Niederalteich, 26.02.2024. · „Advancing the Climate Agenda – Role of the 5IR in Transforming Industries”, Herlyn, E., Podiumsdiskussion, UN-Klimakonferenz COP28, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate, 05.12.2023. · „Nachhaltigkeit in den 2020er Jahren – Wo bleibt die Decade of Action?“, Herlyn, E., Keynote, Konferenz und Verleihung des Umweltmanagement-Preises „Nachhaltigkeit & Resilienz: Mit System in die unternehmerische Zukunft“, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz, Berlin, 08.11.2023. · „Nature-based Solutions“, Keynote zu einer gleichnamigen Paneldiskussion, Herlyn, E., International Vienna Energy and Climate Forum, Wien, Österreich, 03.11.2023. · „Nachhaltig, sozial und fair? – Wirtschaft und Menschenrechte im 21. Jahrhundert“, Herlyn, E., Podiumsdiskussion im Rahmen der Hannah Arendt Tage „,Recht auf Rechte‘! – Menschenrechte zwischen Versprechen und Wirklichkeit“, Hannover, 14.10.2023. · „Vernetzen von Hochschulen zugunsten der Nachhaltigkeit“, Lévy-Tödter, M., Keynote, Conference Teaching and Learning for Change: Sustainability in Higher Education, WWF Schweiz, Eventfabrik Bern, Schweiz, 01.09.2023. · „50 Jahre und kein bisschen weise!? – Herausforderungen im Bereich der Nachhaltigkeit in den 2020er Jahren“, Herlyn, E., Impulsvortrag und Podiumsdiskussion, Chancen und Herausforderungen der Nachhaltigkeit im 21. Jahrhundert, FOM Hochschule, Hochschulzentrum Essen, 24.08.2023. Prof. Dr. Estelle L. A. Herlyn (r.) während einer Podiumsdiskussion bei der UN-Klimakonferenz 2023 (Foto: Privat) Forschungseinrichtungen mit interdisziplinärer Ausrichtung 150 | 151 5.7.6 KCN KompetenzCentrum für nachhaltige Entwicklung
5.7.7 KCQF KompetenzCentrum für qualitative Forschung Das KCQF KompetenzCentrum für qualitative Forschung bietet Lehrenden und Forschenden der FOM eine gemeinsame Plattform, auf der sie qualitativ-hermeneutische Forschungsansätze und -methoden für ihre Forschung und für ihre akademische Lehre weiterentwickeln, teilen und erproben können. An allen FOM Hochschulzentren gibt es Lehrende, die sich mit qualitativen Forschungsmethoden auseinandersetzen, eigene qualitative Forschungsideen verfolgen und entsprechend umsetzen. Im KCQF werden die Forschungsansätze dieser Gruppe gebündelt und Synergien zwischen den qualitativ Forschenden systematisch hergestellt und für weitere Aktivitäten genutzt. Bis Februar 2024 leiteten Prof. Dr. Gernot Schiefer und Prof. Dr. Ulrike Schwegler das KCQF gemeinsam. Seitdem zeichnet Prof. Schiefer für die wissenschaftliche Leitung allein verantwortlich, während Prof. Schwegler dem KCQF als kooptierte Wissenschaftlerin verbunden bleibt. Das KompetenzCentrum beteiligt sich in Form von Projekten, Publikationen und Veranstaltungen am nationalen wie auch internationalen wissenschaftlichen Dialog. Diese Aktivitäten fördern den Transfer der Forschungsund Entwicklungsergebnisse des KCQF in Wissenschaft und Wirtschaft. Nicht zuletzt wird darüber die Relevanz qualitativen Forschens und die Bedeutung qualitativ-wissenschaftlichen Arbeitens nachhaltig gestärkt. Die Vernetzung und der Austausch unter den qualitativ forschenden Kolleginnen und Kollegen begünstigt die Initiierung von Forschungsprojekten und fördert (gemeinsame) Publikationen. Ein intensiver Austausch unter den an der FOM qualitativ Forschenden und Lehrenden wird im Rahmen von Tagungen, Round Tables und Arbeitsgruppentreffen weiterentwickelt. Ferner wird die Zusammenarbeit mit anderen Hochschulen gefördert, wobei auch der interdisziplinäre Austausch vertieft wird. Darüber hinaus sind Tagungen mit qualitativ Forschenden anderer Hochschulen ein wichtiger Baustein. Das Team des KCQF Wissenschaftliche Leitung Prof. Dr. Gernot Schiefer Prof. Dr. Ulrike Schwegler (bis 02/2024) Kooptierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Prof. Dr. Ulf Dettmann Prof. Dr. Bita Fesidis Prof. Dr. Hendrik Godbersen Prof. Dr. Joachim Hafkesbrink Prof. Dr. Christian Härtwig Prof. Dr. Rüdiger Hein Prof. Dr. Silke Heiss Prof. Dr. Tanja Kistler Prof. Dr. Anja Liebrich Prof. Dr. Franz Lorenz Prof. Dr. Marion Müller Prof. Dr. Saskia Pilger Prof. Dr. Nadine Pratt Prof. Dr. Stefan Schmid Prof. Dr. Julia Schorlemmer Prof. Dr. Ulrike Schwegler Prof. Dr. Silke Surma Senior Research Fellow Prof. Dr. Bernd-Friedrich Voigt Research Fellows Marion Dirksmeier M.A. Gesine Hahn M.A. Dipl.-Kffr. Britta Holzberg M.Sc. Dipl.-Päd. Anna Jovanov-Sadzikowski M.A. Dr. Maike Kugler Almut Lahn M.A. Dr. Meike Olbrecht Kontakt und weitere Informationen www.fom-kcqf.de Mitglieder des KCQF um den wiss. Leiter Prof. Dr. Gernot Schiefer (fünfter v. r.; Foto: FOM/Tom Schulte) 152 | 153