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Grundlagen FAIRer (Forschungs-)Software und Softwarelizenzierung

Rocholl, Doreen; Meyer, Jule

Abstract

Dieser zweiteilige Input der Säulen 1 und 2 der Landesinitiative beschäftigt sich praxisnah mit dem Thema verantwortungsvoller Softwarenutzung. Im ersten Teil führt Jule Meyer in die Bedeutung „FAIRer Software“ ein. Dabei geht es um Standards, Transparenz und Nachhaltigkeit. Im zweiten Teil der Veranstaltung legt Doreen Rocholl den Fokus auf rechtliche Fragen. Anhand von Beispielfällen werden die Grundlagen der Lizenzierung von Software erarbeitet. Wir befassen uns damit, wie Programmcode rechtlich geschützt ist, welche Lizenzmodelle es gibt und worauf bei der Nutzung und Weitergabe zu achten ist. Diese Präsentation war Teil der Data Days Niedersachsen 2025. Die Data Days Niedersachsen wurden von der Landesinitiative Forschungsdatenmanagement Niedersachsen, FDM-NDS, veranstaltet. FDM-NDS ist ein Verbundprojekt unter dem Dach der Hochschule.digital Niedersachsen und wird im Rahmen von zukunft.niedersachsen, einem Förderprogramm von Niedersächsischem Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) und VolkswagenStiftung gefördert.

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Ein Förderprogramm des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur und der VolkswagenStiftung FAIRe (Forschungs-) Software und Code Doreen Rocholl Jule Meyer 26.11.2025 Allgemein •Vortrag wird nicht aufgezeichnet •Folien im Nachgang auf Zenodo •Vortrag in drei Teilen •25 Minuten Einführung Software allgemein •Fragen •Pause •25 Minuten Input Lizensierung von Software •Fragen •Ggf. weitere Anwendungsfälle •Abschluss •Rückfragen nach jedem Vortrag 2 Einstieg 1. Seid ihr als Forschende oder in der FDM-Beratung tätig? 2. Arbeitet ihr im Arbeitsalltag mit Code/Software? 3. Programmiert ihr selbst bzw. habt ihr Programmierkenntnisse? 4. Habt ihr euch schonmal mit Softwarelizenzen beschäftigt? 3 Agenda •Definition Forschungsdatenmanagement •Definitionen Software und Code •FAIR4RS •TADA •Hilfestellungen •SMP •Self Assessment Tool 4 Forschungsdatenmanagement 5 Forschungsprojekt Forschungsdatenmanagement 6 Forschungs - projekt Forschungsdatenmanagement 7 Forschungs - projekt </> Code •(Quell)Code ist die textuelle Anweisung für den Computer •Programmierskripte oder Teile davon Definitionen 8 Software •Ausführbares Produkt •Zusammensetzung aus Code mit weiteren Komponenten •Alle Elemente für Installation, Anwendung und Nachnutzbarkeit </> Software und Code - Besonderheiten •„lebendes“ Dokument •Arbeit mit Versionen/Versionierung •Zusammengesetzt •Abhängig von Entwicklungsumgebung •Reproduzierbarkeit relativ aufwendig zu erreichen 9 TADA Documented •Dokumentation zusätzlicher Informationen in ReadMe-Datei •Passende Lizensierung 16 Annotated •Kommentare im Code selbst •Verständlichkeit erhöhen •Code als Markdown annotieren und teilen TADA 17 Abbildungsnachweis: E. R. Ivimey-Cook u. a., „TADA! Simple guidelines to improve code sharing“, S. 7, Zugegriffen: 8. August 2025. [Online]. Verfügbar unter: https://ecoevorxiv.org/reposit ory/view/9806/ Hilfe/Tools •Software Management Plan in RDMO •FAIR Data Self Assessment Tool •Choosealicence.com 18 Literatur •Grossmann, Y. V., & Franke, M. (2022). Template “Software Management Plan for Researcher”. doi:10.17617/2.3481986 •E. R. Ivimey-Cook u. a., „TADA! Simple guidelines to improve code sharing“, S. 7, Zugegriffen: 8. August 2025. [Online]. Verfügbar unter: https://ecoevorxiv.org/repository/view/9806/ •N. P. C. Hong u. a., „FAIR Principles for Research Software (FAIR4RS Principles)“. •M. Barker u. a., „Introducing the FAIR Principles for research software“, Sci Data, Bd. 9, S. 622, Okt. 2022, doi: 10.1038/s41597-022-01710-x. •J. H. Davenport, J. Grant, und C. M. Jones, „Data Without Software Are Just Numbers“, Data Science Journal, Bd. 19, Nr. 1, Jan. 2020, doi: 10.5334/dsj-2020003. 19 Pause Mehr Informationen zu FDM-NDS: https://fdm-nds.de Ein Förderprogramm des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur und der VolkswagenStiftung 26.11.2025 Teil II Grundlagen der Lizenzierung von Software •Begriffsklärungen •Urheberrechtliche Grundlagen •Open Source Lizenzmodelle Inhalte 22 Die Informationen auf diesen Folien sind allgemeiner Natur und nicht als Ersatz für eine spezifische Beratung zu einem konkreten Einzelfall zu betrachten. Anwendungsfall Eine Wissenschaftlerin ist in einem Projekt angestellt, in dem sie eine große Menge an Daten auswerten soll. Um diese Auswertung zu vereinfachen, hat sie ein Programm geschrieben. Sie möchte dieses Programm gerne publizieren - und zwar Open Source. Sie fragt sich nun, welche Lizenz passend ist. 23 Anwendungsfall -z.B. diese? 24 https://choosealicense.com/licenses/wtfpl/ CC BY 3.0 https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/ •Software = Code der in ein ausführbares Format umgewandelt wurde •Computerprogramm = Software •Rechtliche Einordnung Nutzung eines Programms = Vervielfältigung Publikation eines Programms = Vervielfältigung und Verbreitung Programm? 25 OS-Lizenzmodelle? 32 Lizenzen ohne Copyleft-Klausel (permissive) Benachrichtigung bei Verbreitung Open Source Software # Free Software (Copyleft) Lizenzmodelle... 33 Quelle-Abbildung (bearbeitet), https://choosealicense.com/appendix/ abgerufen am 28.09.2025, CC BY 3.0 Unported Vier Prüfschritte nach Jaeger/Metzger Open Source Software, 5. Aufl. 2020, Rn. 150 ff. (s. auch Entscheidungsbaum dort): •Bilden zwei oder mehr Softwarebestandteile voneinander abgeleitete Werke nach Maßgabe der betroffenen Lizenzen? •Sind mehrere Copyleft-Lizenzen einbezogen? •Enthalten beteiligte Copyleft-Lizenzen spezielle Kompatibilitätsklauseln, welche die Verwendung in einem Programm gestatten? •Enthalten beteiligte Nicht-Copyleft-Lizenzen Pflichten, welche die betroffenen Copyleft-Lizenzen nicht kennen? Lizenzkompatibilität? 34 Exkurs: CC-Lizenzen 35 Merkmale Nicht für Code konzipiert Bedingungen für Weiterverbreitung Je nach Variante Eignung Dokumentationen, Texte, Bilder, Trainingsdaten Exkurs Urheberrecht & copyright 36 V. Antwort Anwendungsfall Rückfragen: •Wurde Software im Rahmen des Arbeitsverhältnisses erstellt? •Gibt es Vorgaben der Forschungsförderin? Vergabe von gängigen OS-Copyleft-Lizenzen erleichtert die Nachnutzbarkeit 37 Fahrplan zur FAIRen Veröffentlichung von wissenschaftlich generiertem Code. (Beyer et al. 2025). •Jaeger, Till, Metzger, Axel, Open Source Software – Rechtliche Rahmenbedingungen der Freien Software, C.H. Beck oHG, 5. Auflage, München 2020 •DFG-Kodex Leitlinien zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis, S. 18, Stand: September 2024 / korrigierte Version 1.2, DOI: 10.5281/zenodo.14281892 •Helmholtz-Positionspapier: https://doi.org/10.48440/os.helmholtz.042 •Lizenzliste ifross https://ifross.github.io/ifrOSS/Lizenzcenter •Lizenzliste SPDX https://spdx.org/licenses Abbildungen: Folie 32: https://choosealicense.com/appendix/ Folie 34: https://forschungsdaten.info/themen/rechte-und-pflichten/deutsches-recht-und-copyright/ Folie 36: Vedder, L. & Beyer, F. (2025). FAIRe Code-Veröffentlichung. FAIRagro Knowledge Base. https://knowledgebase.fairagro.net/rdm/fair-code/. Unter: CC BY 4.0. Literatur & Quellen 38 Lizenzhinweis 39 Mit Ausnahme der anderweitig gekennzeichneten Inhalte ist der Foliensatz “FAIRe (Forschungs-) Software und Code, Lizenzierung von Software”, November 2025, von Jule Meyer https://orcid.org/0009-0009-7536-3766 und Doreen Rocholl https://orcid.org/0009-0008-1069-6933 lizenziert unter CC BY 4.0 Unported https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ Ein Förderprogramm des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur und der VolkswagenStiftung Danke für Ihre Aufmerksamkeit! Kontakt und weitere Informationen: https://fdm-nds.de [email protected] Danke für Ihre Aufmerksamkeit! Kontakt und weitere Informationen: https://fdm-nds.de [email protected]