Jahresbericht / Rapport d'activité 2007
Abstract
Jahresbericht - Rapport d'activité 2007
Full text
1 www.ta-swiss.ch Jahresbericht . Rapport d’activité 2007
2 Impressum Jahresbericht 2007, Bern 2008 TA-DT40/2008 Redaktion: Susanne Brenner Texte: Sergio Bellucci, Nadia Ben Zbir, Susanne Brenner, Danielle Bütschi, Fulvio Caccia, Lucienne Rey, Adrian Rüegsegger Layout: Hannes Saxer Fotos: S. 5, Nationalratssaal, Quelle: Parlamentsdienste; Foto S. 17 Titan oxidpartikel, mit freundlicher Genehmigung der Gruppe Prof. P. Gehr, Institut für Anatomie, Abteilung Histologie, Universität Bern; Fotos S. 1, 7, 13, 14, 21, 23, 27 Lucienne Rey; Fotos S. 9, 19, 29 Susanne Brenner Druck: Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) 06.08 500 860197209 TA-SWISS Zentrum für Technologiefolgen-Abschätzung Effingerstrasse 43, CH-3003 Bern Tel. +41 31 322 99 63 Fax +41 31 323 36 59 www.ta-swiss.ch
3 Inhalt TA verneTzT 4 Vorwort des Präsidenten Avant-propos du président Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnerinstitutionen Schlaglichter auf die Entwicklung der Technologiefolgen-Abschätzung Erfahrungsaustausch über die Grenzen Evaluation des choix technologiques: Avis de recherche Interview: «TA darf sich ihr kritisches Profil nicht glatt schleifen lassen» SAnS fronTIèreS 15 Projet EPTA : Plantes et aliments génétiquement modifiés nAno-TeCHnIK 17 Nanotechnologien: Kleine Teilchen mit grosser Zukunft – Bedeutung der Nanotechnologien für die Gesellschaft – Nanotechnologien im Bereich der Lebensmittel – Öffentliche Nanodiskussion LIfe SCIenCeS 21 Schwerpunkt Biotechnologie und Medizin – Anti-Aging-Medizin – Zufrieden alt statt krampfhaft jung e-SoCIeTy 23 Enjeux des technologies de l’information – Die Verselbständigung des Computers – L’Internet du future – eHealth et le dossier électronique So-Ku-TA 26 Indikatoren-gestützte Entscheidungssysteme energIe 27 Neue Themen in Bearbeitung KommunIKATIon 29 PubLIKATIonen 31 geSCHäfTSSTeLLe 34 reCHnung 2007 35
4 vorwort des Präsidenten Das Zentrum für Technologiefolgenabschätzung TA-SWISS war in den letzten Jahren in verschiedene politische Diskussionen involviert. In fachliche, weil Parlament und Bundesverwaltung an mehreren Themen von TA-SWISS interessiert waren. Die Ergebnisse von TA-Studien und partizipativen Projekten flossen in ihre Arbeit ein: Beispielsweise zu den Themen Nanotechnologien, Forschung am Menschen oder Road Pricing. In diesem Kontext erweisen sich die Zusammenarbeit mit mehreren Bundesämtern und auch die Anwesenheit ihrer Vertreter als Gäste in den Leitungsausschuss-Sitzungen immer wieder als besonders wertvoll. Dann gab es politische Diskussionen, weil ein parlamentarischer Vorstoss verlangte, TASWISS aufzulösen. Erfreulicherweise war eine grosse Mehrheit dagegen – ein Resultat, bei dem die oben erwähnten erfolgreichen Aktivitäten eine entscheidende Rolle gespielt haben. Schliesslich war auch die Diskussion um die strukturelle Eingliederung von TA-SWISS eine politische. Nach den anfänglichen Schwierigkeiten konnte mit dem Staatssekretariat für Bildung und Forschung (SBF) eine Einigung gefunden werden, die in die Forschungsbotschaft 2008-2011 aufgenommen wurde. Die Übertragung des TA-Mandates vom Schweizerischen Wissenschaftund Technologierat (SWTR) zum Verein der Akademien der Wissenschaften Schweiz (akademien-schweiz) hat das Parlament ohne Diskussion bestätigt. Diese Lösung wurde auch gewählt, weil TASWISS seit Jahren sehr gut mit den Akademien zusammenarbeitet und den wissenschaftlichen Austausch pflegt. Die Akademien beteiligten sich je nach Thema auch finanziell an zahlreichen erfolgreich durchgeführten Projekten. Wichtig ist die Tatsache, dass die TA-Aktivitäten auch im neuen Forschungsgesetz verankert sind, nun als Aufgabe des gesetzlich anerkannten Vereins der Akademien der Wissenschaften Schweiz. In einer Leistungsvereinbarung zwischen dem SBF und den akademien-schweiz sind die Aufgaben von TA-SWISS aufgeführt. Details sind in einem Reglement, das die akademien-schweiz und TA-SWISS zusammen erarbeitet haben, festgehalten. Mit einer solchen Kooperation können Synergien zwischen TA-SWISS und den vier Akademien und deren Fachkreisen noch besser genutzt werden. Können wir sagen: «Tout va très bien, Madame la Marquise»? Nein! Trotz einer effizienten Geschäftsstelle: Die zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel für die Tätigkeiten in der Schweiz und für die Zusammenarbeit mit den europäischen Partnern sind beschränkt. Mit Ländern ähnlicher Dimension wie Österreich, Dänemark und Holland können wir uns nur qualitativ, aber kaum quantitativ messen. Trotzdem bleibt die Begeisterung für unsere Projekte. Fulvio Caccia
5 Ces dernières années, le Centre d’évaluation des choix technologiques TA-SWISS a été impliqué dans plusieurs discussions politiques ; et ceci à différents points de vue. D’un point de vue technique, tout d’abord, lorsque le Parlement et l’Administration fédérale se sont intéressés à plusieurs thèmes traités par TA-SWISS. Les résultats des études de TA et de ses projets participatifs ont alors contribué à leur travail, qui concernait notamment les nanotechnologies, la recherche sur des êtres humains ou le péage routier. Dans ce contexte, la collaboration avec différents Offices fédéraux et la présence de leurs délégués en tant qu’invités aux séances du Comité directeur s’avérèrent plus que jamais précieuses. D’un point de vue politique, ensuite, comme une attaque parlementaire exigeait d’abandonner le centre TA-SWISS. Heureusement, une grande majorité s’est opposée à ce projet. À cet égard, la réussite des activités susmentionnées à certainement joué un rôle important. De même, la discussion sur l’incorporation structurelle de TA-SWISS fût d’ordre politique. Après quelques difficultés initiales, un accord inscrit dans le message relatif à la recherche 2008-2011, a pu être trouvé avec le Secrétariat d’Etat à l’éducation et à la recherche (SER). Le transfert du mandat de TA, du Conseil suisse de la science et de la technologie (CSST) à l’Association des Académies suisses des sciences (Académies suisses), a été entériné sans discussion par le Parlement. Puisque les différentes Académies collaborent de manière fructueuse et depuis plusieurs années avec TA-SWISS, non seulement lors d’échanges scientifiques, mais aussi par leurs contributions financières à de nombreux projets menés avec succès, cette solution s’est naturellement imposée. Il est important que les activités de TA soient ancrées dans la nouvelle loi sur la recherche. En tant que fonction des Académies suisses, association légalement reconnue, c’est désormais le cas. Les tâches de TA-SWISS sont énumérées dans un accord de prestations entre le Secrétariat d’Etat à l’éducation et à la recherche (SER) et les Académies suisses. Les détails sont consignés dans le règlement élaboré conjointement par les Académies suisses et TA-SWISS. Grâce à cette forme de coopération, les synergies entre TA-SWISS, les quatre Académies et les milieux spécialisés qu’elles représentent sont optimisés. Pouvons-nous dire pour autant: «Tout va très bien, Madame la Marquise» ? Non ! Malgré un bureau efficace, les ressources financières à disposition pour nos activités en Suisse et nos collaborations avec nos partenaires européens restent limitées. Avec des pays de taille similaire, tels que l’Autriche, le Danemark, et la Hollande, nous pouvons nous mesurer, certes, de manière qualitative, mais non quantitative. Pourtant l’enthousiasme pour nos projets demeure intact. Fulvio Caccia Avant-propos du président TA verneTzT
6 Liest man Jahresberichte von TA-SWISS aus vergangenen Jahren, so kann man feststellen, dass Projektkooperationen für TA-SWISS immer wichtig waren. Damit können Projektzielsetzungen besser und effizienter erreicht und Synergien mit den beteiligten Partnerinstitutionen geschaffen werden. Das Einbringen von Knowhow spielt eine wichtige Rolle. Ebenso ist für die Durchführung gewisser Projekte auch eine finanzielle Beteiligung erwünscht. Damit aber die Unabhängigkeit von TA-SWISS gewahrt bleibt, werden ausschliesslich Co-Finanzierungen mit öffentlichen Geldern angenommen. In den letzten Jahren waren die Akademien der Wissenschaften Schweiz und die Förderagentur für Innovation KTI wichtige Projektpartner. Die Nähe dieser Institutionen zu wissenschaftlichen und technologischen Entwicklungen war und ist von grosser Bedeutung. Auch die Bundesämter, insbesondere das Bundesamt für Gesundheit, das Bundesamt für Kommunikation, das Bundesamt für Sozialversicherung wurden häufig in TA-SWISS-Projekte einbezogen. Dies, um den Fokus schon in der Projektplanung auf die wesentlichen Fragestellungen und Ziele ausrichten zu können. Für Projekte der TechnologiefolgenAbschätzung ist der Kontakt und die Nähe der Bundesämter zur Politik, zur politischen Agenda sowie deren Rolle bei der Erarbeitung von neuen Gesetzen wichtig. Die Zusammenarbeit mit Instituten für Technologiefolgen-Abschätzung in europäischen Ländern ist für TA-SWISS ebenfalls wertvoll. TA-SWISS ist Mitglied im TA-Netzwerk EPTA (European Parliamentary Technology Assessment Network www.eptanetwork.org), deren Vertreterinnen und Vertreter sich regelmässig treffen. Dies in erster Linie, um Erfahrungen auszutauschen und sie in eigene Projekte einfliessen zu lassen, nach dem Motto «das Rad nicht neu erfinden zu wollen». Auch gemeinsame TA-Projekte wurden durchgeführt (EUROPTA, PRIVACY-Projekt), andere sind noch im Gange (Genetically modified plants and foods) oder sind geplant (Global Warming). Gute Projekte durchzuführen, ohne dass die Resultate und Empfehlungen bekannt werden, würde das Ziel eines TA-Projektes verfehlen. Deshalb ist es wichtig, die Resultate von TAStudien oder die Ergebnisse der partizipativen Verfahren zu kommunizieren und damit auch die Bekanntheit von TA-SWISS zu erhöhen. Dafür werden, häufig auch in Zusammenarbeit mit Partnern, Pressekonferenzen, öffentliche Veranstaltungen und weitere Aktivitäten durchgeführt. TA-SWISS ist seit dem ersten Januar 2008 nicht mehr dem Schweizerischen Wissenschaftsund Technologierat angegliedert, sondern ist neu ein Kompetenzzentrum der Akademien der Wissenschaften Schweiz. Mit der Einbettung in dieses Netzwerk der Wissenschaft und Technologie kann das strategische Ziel, die Projekt-Kooperationen zu verstärken, besser erreicht werden. Wir freuen uns auf eine intensivere Zusammenarbeit. Was schon vor einigen Jahren begonnen hat, kann jetzt noch gezielter und effizienter angegangen werden. Sergio Bellucci von grosser bedeutung: zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnerinstitutionen
7 Nicht erst heute liefern technische Neuerungen Gesprächsstoff für hitzige Diskussionen. Zeugnis für eine frühe gesellschaftliche Steuerung der Technik legt eine deutsche Urkunde von 1523 ab: «Kein Handwerksmann soll etwas Neues erdenken oder erfinden und gebrauchen, sondern jeder soll aus bürgerlicher und brüderlicher Liebe seinem Nächsten folgen». Spätere Technikkritiker liessen es nicht bei den Worten bewenden: Aus dem frühen 17. Jahrhundert sind Zerstörungsorgien in England überliefert, die verhindern sollten, dass effizientere Webstühle oder Windsägemühlen die Weber und Sägearbeiter um Lohn und Brot brachten. Später war es die Eisenbahn, die Kritik auf sich zog: «Dorf und Gegend spalteten sich förmlich in zwei Kampf eslager, von denen eines die Vorteile, die andere die Nachteile der Eisenbahn verfocht. Alles was gesunder Menschenverstand und Erfahrung, Aberglauben und Fiebergeburten des Gehirns zu Tage bringen können, tobte durcheinander; man sah Hungersnoth und Paradieszeiten, Himmel und Hölle durcheinandergeworfen und einige Spitzen der Betrachtung verliefen sich im Untergang der Welt» hielt Joseph Rank in einem 1857 in Leipzig erschienenen Volksroman fest – eine Schilderung, die auch auf aktuellere Auseinandersetzungen mit der Atomenergie oder der Gentechnik zutreffen könnte. Gemeinsam war der frühen Technikskepsis, dass sie sich in erster Linie auf die gesellschaftlichen Folgen technischer Neuerungen richtete. Neueren Datums hingegen ist die Befürchtung, der technische Fortschritt könne Tiere und Pflanzen schädigen und Erde, Luft oder Wasser belasten. Ein Meilenstein setzte Rachel Carson anfangs der 60er Jahre mit ihrem Werk «Silent Spring»: Sie klagte darin den allzu sorglosen Einsatz von DDT in der Insektenbekämpfung an und wies nach, wie diese chemische Keule letztlich auf den Menschen zurück schlägt. Das Buch gab der US-amerikanischen Umweltbewegung die Initialzündung und erhöhte das Bewusstsein dafür, dass die gefährlichsten Risiken oft unsichtbar wirken. Politik weiter denken lassen 1972 wurde die erste renommierte Institution für Technikfolgen-Abschätzung aus der Taufe gehoben: Geschaffen wurde das US-amerikanische Office of Technology Assessment (OTA) aus dem Bedürfnis des Kongresses nach neutraler Information über die Folgen technologischer Grossprojekte. Das OTA zeichnete sich aus durch fundierte Analysen technischer Vorhaben aller Art. Mit seiner kritischen Haltung namentlich gegenüber militärischen Projekten schuf es sich allerdings auch Gegner. 1995 beschloss die republikanische Kongressmehrheit, die Behörde zu schliessen. Die Gründungsakte von 1972 allerdings behielt ihre Gültigkeit, so dass die Voraussetzungen gegeben wären, damit das Office seine Arbeit wieder aufnehmen könnte. Zeitlich gehört die Schweiz in Sachen TA nicht zu den Vorreitern. Frankreich, die Niederlande, Dänemark, die Bundesrepublik Deutschland und Grossbritannien eiferten dem Vorbild des US-amerikanischen OTA schneller nach als die Eidgenossenschaft. Zwar reichte Nationalrat Schlaglichter auf die entwicklung der Technologiefolgen-Abschätzung TA verneTzT
8 René Longet bereits im Oktober 1982 – ein Jahr vor der Gründung der französischen TA-Behörde – ein Postulat ein, das sich für eine transparente Abschätzung von Kosten und Nutzen technologischer Grossprojekte stark machte. Im Dezember 1986 konkretisierte Nationalrat Hansjörg Braunschweig das Anliegen mit einer Motion, die den Bundesrat ersuchte, einen Gesetzesoder Beschlussentwurf vorzulegen zur Schaffung einer Institution für Technikfolgenabschätzung. In die unabhängigkeit entlassen... Es dauerte allerdings dann über 10 Jahre, bis das versuchsweise gestartete und dann schrittweise verlängerte «Programm» im Jahr 2000 in ein definitives «Zentrum für TechnologiefolgenAbschätzung» (TA-SWISS) übergeführt wurde, das ohne inhaltliche Einschränkungen darüber befinden durfte, welche Themen seine Studien aufgreifen sollten. Kernaufgabe und organisatorische Einbettung blieben allerdings die gleichen: TA-SWISS sollte das Parlament in technologiepolitischen Entscheidungen beraten – und der Schweizerische Wissenschaftsund Technologierat gewährte der jungen Institution ein administratives Dach, das für ihre politische Unabhängigkeit und Neutralität garantierte. ... und zunehmend vernetzt Das Jahr 2007 brachte grössere Veränderungen. Die jüngste Forschungsförderungsbotschaft siedelte TA-SWISS in den Verbund der Akademien der Wissenschaften Schweiz um. Ein Wechsel, der zur zentralen Kernaufgabe der Akademien passt, haben sich diese doch zum vermehrten Dialog mit der Öffentlichkeit und den politischen Entscheidungstragenden verpflichtet. TA-SWISS bringt dazu das Instrumentarium mit: Seit knapp 10 Jahren entwickelt und erprobt das Zentrum nebst klassischen, stets interdisziplinären, Studien auch Mitwirkungsverfahren, um Bürgerinnen und Bürger an der Diskussion über technologische Neuerungen zu beteiligen. Als «Mitgift» in die neue Arbeitsgemeinschaft bringt TA-SWISS ausserdem seine guten Verbindungen zu den TA-Institutionen in anderen europäischen Ländern: Nebst ihrer Rolle als Vorbilder unterstützten die ausländischen «Schwesterinstitutionen» TA-SWISS verschiedentlich bei der Evaluation seiner Tätigkeiten. Dass die Kontakte ausser mit den naturund ingenieurwissenschaftlichen Disziplinen auch mit den Geistesund Sozialwissenschaften enger werden, passt zur Erweiterung des Blicks von TA-SWISS: Zunehmend nimmt das Zentrum nicht nur technische, sondern auch gesellschaftliche Neuerungen unter die Lupe. Nach einem ersten Grundlagenbericht zu «sozialund kulturell orientierter Technikfolgen-Abschätzung» (SoKu-Ta) wurde 2007 eine Studie zu Indikatorengestützten Entscheidungssystemen im Bereich der Nachhaltigkeit und des Ausbildungssystems lanciert. Zusammen mit den Akademien dürfte TA-SWISS auch bei den politischen Entscheidungstragenden mehr Gehör finden als im Alleingang. Dass wissenschaftlich untermauerte Einsichten im politischen Prozess stärker gewichten sollen als bisher, scheint ein Anliegen zu sein, das nicht nur in der Schweiz hoch gehalten wird: so stellte die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton in einem Interview mit der New York Times vom 5. Oktober 2007 in Aussicht, das OTA wieder zu beleben, um den Stellenwert wissenschaftlicher Expertise in der Politik zu verstärken.
9 Die strukturellen Veränderungen bei TA-SWISS stärkten den Wunsch seines Leitungsausschusses, mit anderen europäischen TA-Institutionen zu diskutieren und zu erfahren, wie diese ihren Auftrag im politischen Umfeld und in der jeweiligen strukturellen Anbindung oder Eingliederung wahrnehmen. Der Erfahrungsaustausch an der Klausurtagung des TA-Leitungsausschusses in Oberhofen am Thunersee führte zu spannenden Diskussionen und zeigte Eigenheiten und Gemeinsamkeiten auf. Leonhard Hennen, Jan Stamman und Lars Klüver (im Bild von links nach rechts) stellten die TA-Institutionen aus Deutschland (TAB), den Niederlanden (Rathenau Institut) und Dänemark (DBT) vor und nahmen an der Diskussion teil. Sie zeigten u.a. die strukturelle Anbindung und die Art, wie mit der Politik zusammengearbeitet wurde, auf. Das TAB beispielsweise erhält häufig Aufträge und Themen direkt von den parlamentarischen Ausschüssen. Entsprechend können dahinter durchaus Interessen der Wirtschaft oder der Wissenschaft stecken. Die Themen werden darauf aber unabhängig bearbeitet – unabhängig im Sinne, dass sich während eines Projektes verschiedene politische Kräfte und Agenden ge genseitig «neutralisieren». Dadurch, dass alle Seiten einbezogen würden, sei eine gewisse Neutralität beziehungsweise eine Objektivität gewährleistet, meint Leonhard Hennen. Unabhängigkeit ist auch für Jan Staman zentral. Weil das Rathenau Institut (RI), das in den Niederlanden Technikfolgenabschätzung betreibt, administrativ Teil der Royal Netherlands Academy of Arts and Sciences ist, sei es wichtig, sich als eigenständiges Institut zu positionieren. Oftmals könne und müsse gerade via Medien in der Öffentlichkeit die Eigenständigkeit aufgezeigt werden. Das RI habe auch deshalb seine Arbeitsweise teilweise verändert, indem es schneller reagiere, manchmal auf fundierte Studien verzichte, dafür aber direkt mit den Medien agiere. Anders ging das Danish Board of Technology (DBT) ein visionäres Energieprojekt an: Es übernahm die Rolle des Mediators. Die unabhängige Position habe dazu verholfen, dass in dem mehrjährigen Projekt mit Stakeholdern und der Regierung in verschiedenen Teilprojekten Lösungen erarbeitet und zusammengeführt werden konnten. Das Resultat: Es kann nun eine nachhaltige Energiepolitik verfolgt werden, die Umwelt, Industrieentwicklung und Liberalisierung des Strommarktes berücksichtigt. Alle Referenten beriefen sich auf ihre Unabhängigkeit – ein Wort, das in den Diskussionen um die Zukunft von TA-SWISS immer wieder gefallen ist. Moderator und Gast Emil Kowalski, der sich viele Jahre für TA-SWISS engagierte, griff diesen Aspekt in der Diskussion mit Mitgliedern des Leitungsausschusses und der Geschäftsstelle von TA-SWISS auf. Unabhängig sein sei deshalb wichtig, weil dies eng mit der Glaubwürdigkeit der Resultate zusammenhänge. In der Diskussion stellte sich zwar heraus, dass hauptsächlich die Qualität der geleisteten Arbeit ein Garant für die Glaubwürdigkeit sei. Ob diese Arbeit nun in einem Umfeld einer engen Anbindung an den Bundestag entstanden ist, wie beispielsweise beim TAB, oder in einer strukturellen Angliederung an die Akademien, wie in den erfahrungsaustausch über die grenzen TA verneTzT
16 européen dans les prochaines années. L’idée est de mettre en lumière les divers éléments qui sont susceptibles de faire débat à l’avenir et, de manière plus concrète, d’identifier des questionnements pour de futures études ou démarches participatives sur le thème des OGM. un projet en deux étapes Sur le plan méthodologique, le projet «Plantes et aliments génétiquement modifiés» est fondé sur une mise en valeur les travaux des diverses institutions membres du réseau TA et sur une consultation de divers experts du domaine. Plus précisément, dans un premier temps, divers projets réalisés par les institutions membres du réseau EPTA ont été passés en revue. Ceci a permis d’obtenir un aperçu des activités TA portant sur la thématique des OGM et, à partir de là, de mettre en lumière la situation actuelle en matière d’OGM, les éléments qui font débat et les défis à traiter. Dans un deuxième temps, un questionnaire a été soumis sous forme électronique à des experts de plusieurs nationalités et avec des profils divers. En tout, 183 questionnaires ont été envoyés, et 71 personnes y ont répondu de manière complète. L’objectif du questionnaire était d’obtenir des points de vue et analyses sur les défis technologiques, sociaux et réglementaires que poseront les OGM dans les années à venir. Les analyses des réponses au questionnaire se feront dans le courant de l’année 2008. L’idée est d’en tirer des conclusions et des propositions pour de prochaines activités TA au niveau européen et dans les divers contextes nationaux.
17 In den Nanotechnologien wird auf kleinster Ebene geforscht und experimentiert – in der Regel mit Strukturen, die eine Grösse zwischen 1 und 100 Milliardstel Meter aufweisen. In dieser Dimension ändern die Eigenschaften von Stoffen teilweise radikal. Genau das eröffnet der Technik neue Möglichkeiten. Chancen verspricht man sich von der neuen Technologie insbesondere in der Informatik, in der Medizin und für die Herstellung neuer Materialien. Das wirtschaftliche Potenzial ist gross – oft ist die Rede von einer «Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts». Es besteht aber eine Kluft zwischen den grossen Visionen und Hoffnungen, die in diese neuartigen Technik gesetzt werden und der Ungewissheit, ob und wann solche Visionen Realität werden können und ob sie allenfalls mit Risiken für die Umwelt oder die Gesundheit verbunden sind. Schon heute sind Anwendungen der Nanotechnologie, meist in Form von künstlich hergestellten Nanopartikeln, in kommerziellen Produkten anzutreffen. Es gibt bisher aber nur wenig wissenschaftlich gesicherte Aussagen zu allfälligen negativen Wirkungen dieser Partikel im menschlichen Körper oder in Ökosystemen. Viele Forschungs-, Industrieund Produktionszweige werden mit der Nanotechnologie in Berührung kommen, aber es bestehen weder klare Vorstellungen, welche Auswirkungen die Nanotechnologie für die Gesellschaft hat, noch auf welchen Grundlagen Fragen nach Regulation oder gar Deklaration beantwortet werden sollen. Auch in der Politik ist der Kenntnisstand zu Nanotechnologien noch niedrig und die Haltung der Öffentlichkeit ist indifferent. Diese Feststellung trifft europaweit zu; sie ist ein Grund dafür, dass TA-Stellen in mehren europäischen Ländern bei diesem Thema aktiv sind: So hat das viWTA, das TA-Institut des flämischen Parlaments, im November 2007 ein gross angelegtes Festival organisiert zum Thema «Nano Now. Small with a big future?». Das österreichische Institut für Technikfolgenabschätzung (ITA) hat im September 2007 das Projekt «Integrierende Analyse des Wissensstandes über mögliche Gesundheitsund Umweltrisiken der Nanotechnologie (NanoTrust)» lanciert und auch das norwegische «Board of Technology» bereitet einen Bericht vor, welcher dem Parlament vorgelegt werden soll. Es hat dafür eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe eingesetzt, die mögliche Risiken abklären, gesellschaftliche Fragen diskutieren und Empfehlungen formulieren soll. Dabei werden auch die Ergebnisse einer öffentlichen Anhörung berücksichtigt. In der Schweiz haben die Autoren der TASWISS Studie «Nanotechnologie in der Medizin» bereits 2003 empfohlen, die öffentliche Debatte aufzunehmen und gefordert, dass über Möglichkeiten und Risiken unter Einbezug breiter Kreise reflektiert wird. Allfällige neue Gesetze müssen Meinungen und Haltungen der Bürgerinnen und Bürger berücksichtigen. Zu diesem Zweck hat TA-SWISS im Jahr 2006 ein Mitwirkungsverfahren (publifocus) zum Thema «Nanotechnologien und ihre Bedeutung für Gesundheit und Umwelt» durchgeführt, dessen Ergebnisse auf grosses Interesse stiessen, so dass diese im Verlauf des Jahres 2007 in Kooperation mit dritten Stellen bei zahlreichen Gelegenheiten präsentiert werden konnten. nanotechnologien: Kleine Teilchen mit grosser zukunft nAno-TeCHnIK
18 publifocus «nanotechnologien und ihre bedeutung für gesellschaft und umwelt» Publikationen: «Nano! Nanu?» Informationsbroschüre (in deutsch, französisch, italienisch und englisch); «Nanotechnologien in der Schweiz: Herausforderungen erkannt» Bericht zum Dialogverfahren publifocus (in deutsch und französisch) Trägerschaft: TA-SWISS, Bundesamt für Gesundheit (BAG) und Bundesamt für Umwelt (BAFU), Zürcher Hochschule Winterthur (ZHW). Nachdem es auf europäischer Ebene erst ein Mitwirkungsverfahren zur Nanotechnologie gab (Danish Board of Technology, 2004: Citizen’s attitute towards nanotechnology), führte TASWISS im Herbst 2006 fünf Diskussionsrunden mit Bürgerinnen und Bürgern zur Nanotechnologie durch. Vier der Gesprächsrunden deckten verschiedene Regionen der Schweiz ab (Nordund Ostschweiz in Winterthur, zentrale Landesteile in Bern, die Romandie in Lausanne und das Tessin in Lugano). Eine Diskussionsgruppe setzte sich aus 16 Vertretern bzw. Vertreterinnen von 13 nationalen Organisationen und Verbänden zusammen, die in ihrer Funktion mit Nanotechnologien konfrontiert sind. Die publifocus-Diskussionen zeigen insbesondere, dass: – erst sehr wenige Personen sich vertieft mit Nanotechnologien auseinandersetzen und der Kenntnisstand allgemein noch eher gering ist. Deshalb ist weitere Information bzw. eine Debatte erwünscht und notwendig; – die Teilnehmenden – auch sensibilisiert durch die zur Vorbereitung abgegeben Informationsbroschüre «Nano! Nanu?» von TA-SWISS – heikle Fragen benennen, wobei noch keine verhärteten Fronten bestehen; – die Hoffnungen in die neue Technologie die Bedenken überwiegen; – eine Deklarationspflicht für Nanomaterialien und eine Regulierung gefordert wird; – die grössten Chancen in der Medizin und für die Umwelt gesehen werden – die grössten Vorbehalte gegenüber Anwendungen bei Lebensmitteln bestehen. Die 2006 veröffentlichten Ergebnisse dieses publifocus konnten 2007 in mehreren Veranstaltungen interessierten Kreisen vorgestellt und mit Fachpersonen oder Laien diskutiert werden (siehe S. 20). Zudem haben die Resultate des publifocus TA-SWISS in der Absicht bestärkt, die Anwendung der Nanotechnologie im Bereich der Ernährung in einer Studie vertieft zu untersuchen (siehe S. 19).
19 Projektstart: Juni 2007 Projektgruppe: Dr. Ulrike Eberle und Dipl.-Ing. Martin Möller; Institut für angewandte Ökologie, Freiburg i.Br., Deutschland Publikationen: Schlussbericht und Kurzfassung Ende 2008 Trägerschaft: TA-SWISS, Bundesamt für Landwirtschaft (BLW), Förderagentur für Innovation (KTI) Studie «nanotechnologie im bereich der Lebensmittel» Die Nanotechnologie, der gezielte Einsatz von Strukturen mit einer Grösse von 1 bis 100 Nanometer, findet bereits zahlreiche Anwendungen im Alltag, z.B. bei der Veredelung von Oberflächen wie Fensterglas oder auch bei Textilien. In den populären Medien wird nun auch schon über «Nanofood» berichtet, wobei einerseits von unabsehbaren Risiken die Rede ist, andererseits Produktbeispiele und futuristische Szena rien für die Ernährung präsentiert werden. Fachpersonen aus dem Bereich der Lebensmittelwissenschaften fin den allerdings, dass die Nanotechnologie bei Lebensmitteln derzeit noch kaum zum Einsatz kommt, in der Grundlagenforschung jedoch von Bedeutung sei. Auch die Industrie erforscht entsprechende Möglichkeiten bereits mit grossem Aufwand. Eine frühzeitige Abklärung des Themas drängt sich auf. Dies insbesondere auch deshalb, weil der Bereich der Ernährung – wie man aus der Diskussion um die Gentechnik weiss – ein sehr sensibles Thema ist, bei dem Konsumentinnen und Konsumenten rasch mit Ablehnung reagieren, wenn allfällige Risiken zur Sprache kommen. Der publifoucs von TA-SWISS hat diese Einschätzung im Zusammenhang mit der Nanotechnologie bestätigt. Zudem gibt es auf europäischer Ebene zwar einige Projekte generell zur Nanotechnologie oder zu einzelnen Anwendungsgebieten, keines aber zum Bereich der Lebensmittel. Deshalb hat TA-SWISS eine Studie zu dieser Thematik in Auftrag gegeben. In der interdisziplinären Studie sollen die bereits heute verfügbaren Mög lichkeiten bzw. auf dem Markt erhältlichen Produkte (Lebensmittel und Verpackungsmateri alien) beschrieben werden. Anhand einer Analyse der aktuel len Forschungs ergebnisse soll aber auch das Potenzial für künftige Anwendungen abgeschätzt werden, wobei auf die Diskrepanz zwischen den «Nano-Fictions», wie sie in den Publikumsmedien immer wieder präsentiert werden und den wissenschaftlichen Grundlagen und den darauf basierenden Möglichkeiten einzugehen ist. Die The matik soll im Kontext des Wandels der Ernäh rungsgewohnhei ten betrachtet werden. Dabei soll auch die Debatte rund um die Naturbelassenheit bzw. «Mani pulation» von Lebensmitteln reflektiert werden. Neben der Machbarkeit soll auch die Wünschbarkeit der Nano technologie im Bereich der Lebensmittel untersucht werden. Ferner ist abzuklären, welche wirtschaft lichen Potenziale für die Lebensmittelindustrie bzw. für zuliefernde Firmen absehbar sind und mit welchen rechtli chen Fragen (z.B. im Hinblick auf die Zulassung) die Vermarktung von Nanotech-Komponenten allenfalls verbunden ist. Abschliessend sollen Empfeh lungen für Ent schei dungstragende – insbesondere Politiker/innen – formuliert werden. nAno-TeCHnIK
20 TA-SWISS und die öffentliche «nanodiskussion» grundlagenbericht der schweizerischen bundesverwaltung berücksichtigt resultate der publifocus-Diskussionen Unter der Federführung des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) und des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) wurde der umfangreiche Bericht «Risikobeurteilung und Risikomanagement synthetischer Nanomaterialien» erarbeitet. Die Publikation liefert Grundlagen zur Formulierung von Handlungsem pfeh lungen, die den Schutz von Umwelt und Gesundheit vor möglichen Risi ken der Nanotechnologie gewährleisten sollen. Er wurde von einem Expertengremium erarbeitet, in welchem auch TA-SWISS vertreten war. Die Ergebnisse der TA-SWISS-Projekte im Bereich Nanotechnologie flossen in den erwähnten Bericht ein, der 2007 veröffentlicht wurde. Aufbauend auf diesen Grundlagenbericht formulieren die zuständigen Bundesämter den «Aktionsplan Synthetische Nanomaterialien», den der Bundesrat voraussichtlich im Frühjahr 2008 verabschieden wird. veranstaltungen, von TA-SWISS organisiert oder aktiv unterstützt 20. März 2007: Alles Nano oder was? Chancen und Risiken der Nanotechnologie. ETH Hönggerberg, Zürich. Podiumsdiskussion in Zusammenarbeit mit dem Tages-Anzeiger. 3. April 2007: Nanotechnologie: Chancen und Risiken für die Umwelt. Volkshaus, Zürich. Tagung, organisiert von der Stiftung PUSCH – Praktischer Umweltschutz Schweiz. 21. Mai 2007: Les citoyens et les nanotechnologies: Quelle participation aux choix scientifiques et techniques? In Zusammenarbeit mit der Universität Lausanne. 24. Mai 2007: Kleiner Kanton – grosse Zukunft. Nanotechnologie: Aufbruch für den Industriekanton Glarus? Kantonsschule Glarus. In Zusammenarbeit mit der Glarnerischen Staatsbürgerlichen Gesellschaft. 12. Juni 2007: Kleine Teilchen mit grosser Zukunft: Chancen und Risiken der Nanotechnologie. In Zusammenarbeit mit der Zürcher Hochschule Winterthur. 11. bis 13. September 2007: TA-SWISS an der NanoEurope und NanoPubli, St. Gallen. nanoeurope und nanoPubli Die NanoEurope bietet für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Entwickler und Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger eine Plattform, um Kenntnisse und Erfahrungen auszutauschen. Daneben finden interessierte Laien in der gleichzeitig stattfindenden NanoPubli einen Ort, an dem sie sich über neue Technologien informieren können. TA-SWISS hatte zusammen mit dem BAG und dem BAFU einen Stand. Darüber hinaus stellten Sergio Bellucci und Susanne Brenner in zwei Einführungsvorträgen Arbeiten und Ergebnisse von Studien und publifocus-Diskussionen vor.
21 Sei es Stammzellen-Forschung, Gentechnik, In-vitro-Fertilisation oder die immer genauere Kenntnis der Funktionsweise des Gehirns: Forschende in Medizin und Biotechnologie schaffen laufend neues Wissen. Es gilt künftige technische Anwendungen in erwünschte Bahnen zu lenken. Dazu braucht es auch rechtliche und ethische Leitplanken. Oft hat ein gesellschaftlicher Diskurs über die Werte und Prinzipien, denen neue Verfahren der Biotechnologie und Medizin verpflichtet sein sollten, noch nicht stattgefunden. TA-SWISS unterstützt durch seine Projekte die Meinungsbildung, sei es im Parlament oder in der Bevölkerung. Expertenstudien liefern Sachinformationen und Empfehlungen. Dialogverfahren ergründen die Haltung von Bürgerinnen und Bürger. Im Jahr 2007 nahm der Verfassungsartikel zur Forschung am Menschen eine weitere Hürde in der politischen Beratung: Er wurde vom Bundesrat im September zusammen mit der erläuternden Botschaft ans Parlament überwiesen. Die mit dem Geschäft betrauten Kommissionen für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK) des Nationalbzw. Ständerates konnten somit beginnen, die Beratung im Parlament vorzubereiten. Sie konnten in diesem Zusammenhang auf den Bericht zum PubliForum «Forschung am Menschen» zurückgreifen, den TA-SWISS im Hinblick auf die Gesetzgebung in diesem Bereich bereits 2004 veröffentlicht hat. Der Bericht wurde den Kommissionsmitgliedern aus aktuellem Anlass zur Verfügung gestellt. Die durchschnittliche Lebenserwartung der Menschen in den Industrieländern ist bereits hoch, sie steigt derzeit noch weiter an. Von zunehmender Bedeutung ist deshalb die Gesundheit alter Men schen und damit ihre Möglichkeit, möglichst lange ohne Behinderung und unabhängig zu leben. Die Anti-Aging-Medi zin verspricht schon jetzt eine bessere Lebensqualität im Alter. In Zukunft könnte es zudem möglich sein, durch die Beein flussung des Stoffwechsels die Alte rung grundsätzlich zu ver langsamen, was zu einem wei teren wesentli chen Anstieg der Lebens erwartung führen könnte. In der interdisziplinären Studie werden die Zukunftsperspektiven der Anti-Aging-Medizin und anderer Konzepte für ein «besseres Altern» erörtert. Damit wird aufgezeigt, wie die Lebensqualität alter Menschen durch neue Medikamente oder andere Massnahmen verbessert werden könnte. Ferner wird auch das Potenzial für eine weitere Steigerung der Lebenserwartung abgeschätzt. Neben der Machbarkeit wird auch die Wünschbarkeit entsprechender Schwerpunkt biotechnologie und medizin Studie «Anti-Aging-medizin» Projektstart: April 2006 Publikationen: Die Kurzfassung erscheint im Frühling, die Studie im Sommer 2008 Projektgruppe: Dr. Astrid Stuckelberger und Prof. Philippe Wanner, Université de Genève Trägerschaft: TA-SWISS, Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW), Förderagentur für Innovation (KTI) LIfe SCIenCeS
22 Massnahmen hinterfragt. Bei der Abklärung der ethischen und gesell schaftlichen Fragen wird die Thematik der «Medi zin für Gesunde», insbesondere die Ausweitung medizini scher Leistungen im Grenzbereich zwischen Therapie, Leistungssteige rung und «lifestyle-Medizin» unter sucht. Eine Gesamtbeurteilung bewertet die Situation durch einen Vergleich unterschiedlicher Strategien für ein «besseres Altern». Zudem werden Empfehlun gen für Ent scheidungs tragende – insbeson dere für Politi ker/ innen – formuliert werden. Der Schlussbericht zur Studie wurde Ende November 2007 vom TA-SWISS-Leitungsausschuss genehmigt, das Buch dazu erscheint im Lauf des Jahres 2008. Die wissenschaftliche Studie zu Anti-AgingMedizin wurde ergänzt durch ein Mitwirkungsverfahren: In zwei PubliTalk-Gesprächsrunden äusserten sich zum einen Fachleute aus der Pflege, zum anderen Seniorinnen und Senioren über ihre Wahrnehmung des Alters und Alterns. Die intensiven Gespräche im kleinen, aber umso diskussionsfreudigeren Kreis fanden am 5. und 17. Oktober 2007 in Biel respektive Bern statt. Erstaunlich war, dass beide Gesprächsrunden in den wesentlichen Fragen weitgehend gleicher Meinung sind. Pflegefachleute wie auch ältere Personen weisen der geistigen Gesundheit höchste Priorität zu, wenn es um die Lebensqualität im Alter geht. Pflegende neigen dazu, intakte geistige Leistungsfähigkeit als Wert an sich zu sehen, während Seniorinnen und Senioren sie als Voraussetzung für ein Leben in Unabhängigkeit wahrnehmen: Sie halten neuronale Erkrankungen wie Demenzen neben körperlichen Gebresten wie Rheuma, welche die Selbständigkeit in Frage stellen, für besonders problematische Alterserscheinungen, wo vermehrt vorbeugende Massnahmen einsetzen sollten. In beiden Gruppen wurde verblüffenderweise über ähnliche negative Erfahrungen mit der Vermarktung der Anti-Aging-Medizin berichtet. Dass damit die Grenzen zwischen kurativer und Lifestyle-Medizin verwischen, wurde als Problem gesehen. Die Schwierig keiten in der Definition (ab wann ist es Anti-Aging, was hat noch als kurativ zu gelten?) wurden ausführlich diskutiert – auch im Hinblick auf die Kostenüber nahme durch Krankenversicherungen. Beide Runden waren sich einig, dass einzig pflegende Eingriffe durch die Versicherungen abgegolten werden sollten; allerdings wurden auch Stimmen laut, die darauf hinwiesen, dass sich die Definition des «Luxuriösen» im Lauf der Zeit zu verändern, sprich: den neuen Möglichkeiten anzupassen pflegt. Ein geringfügiger Unterschied in der Wahrnehmung zwischen den beiden Gruppen besteht allenfalls darin, dass die Pflegefachpersonen die Möglichkeiten der Regulierung und der transparenten Information eher pessimistischer einschätzen als die Seniorinnen und Senioren. begleitprojekt zur Studie «Anti-Aging-medizin» Projektstart: Sommer 2007 Publikation: «Zufrieden alt statt krampfhaft jung» – Bericht zum Dialogverfahren PubliTalk PubliTalk: Lieber zufrieden alt als krampfhaft jung
23 enjeux et possibilités des technologies de l’information et de la communication Publication: «Die verselbständigung des Computers» Les ordinateurs sont présents partout. Nos salaires et comptes bancaires sont gérés par des machines, sans intervention humaine. Nos voitures sont remplies de systèmes électroniques. Sur Internet, des assistants de recherche nous aident à identifier les produits et informations correspondant à nos besoins et intérêts. En effet, les tâches confiées à des ordinateurs concernent pour ainsi dire tous les domaines de notre vie (travail, loisirs, mobilité, santé, etc.) – et cela sans que nous en soyons forcément conscients. L’ordinateur, qui a d’abord servi à calculer, puis à contrôler et diriger des installations techniques complexes, est devenu au fil des ans omniprésent, multitâche et autonome. Les ordinateurs d’aujourd’hui sont intégrés aux objets les plus divers de notre quotidien, et ils peuvent s’adapter à leur environnement, évaluer des situations complexes, prendre des décisions et même optimiser leurs comportements sur la base d’expériences passées. Avec la capaDébut du projet: janvier 2007 Publication: parution en mars 2008 Comité directeur: TA-SWISS «Die Verselbständigung des Computers», Albert Kündig, Danielle Bütschi (éd.), avec la contribution de Bruno Baeriswyl, Albert Kündig, Marc Langheinrich, Friedemann Mattern, David Rosenthal, Beat Schmid, Ingo Schulz-Schaeffer et Felix Weber, vdf Hochschulverlag AG an der ETH Zürich, mars 2008 cité croissante des ordinateurs à accomplir de manière indépendante des tâches toujours plus complexes, nous avons plus de temps libre, sommes libérés de certains travaux et gagnons ainsi du temps. Mais le développement de systèmes informatiques autonomes peut aussi conduire à l’aliénation et à la dépendance. Nous sommes subitement dirigés par des machines. Cela influence de nombreux aspects de notre vie, comme notre responsabilité, notre autonomie ou nos données personnelles. C‘est pourquoi le comité directeur de TA-SWISS a souhaité initier une réflexion sur ce thème et montrer les phénomènes liés et leurs conséquences. TA-SWISS a convié six experts de différents domaines à fournir leur contribution sous forme d’articles, dont la première version a été discutée en avril 2007 lors d’un séminaire réunissant représentants de groupes d’intérêts et auteurs de ces textes. Ces contributions sont publiées dans un recueil. Par de nombreux exemples d’application, cette publication rend le phénomène et les formes qu’il emprunte compréhensible aux néophytes intéressés. Elle montre les différents niveaux, d’indépendance des installations liées à des ordinateurs, et de la délégation des tâches. Corrélativement, le champ des questions qui surgissent est vaste : cela va d’états de fait aujourd’hui couverts par le droit en vigueur, jusqu’à des problèmes constituant un enjeu majeur non seulement pour l’ingénierie, mais aussi pour la philosophie et la sociologie. Cette publication décrit des enjeux concernant la science, le monde politique et finalement chacun d’entre nous. eSoCIeTy
24 L’Internet du futur: enjeux et perspectives pour la Suisse De nouveaux usages de l’Internet se font jour, parallèlement au développement de nouvelles technologies. La tendance actuelle va vers un réseau collaboratif, basé sur les notions de partage et de participation. Pour décrire cette évolution, le concept de «Web 2.0» est utilisé, ou encore le concept de «social networking». Contrairement à l’Internet de première génération né dans les années 90 (le «Web 1.0»), dont la fonction est la publication de l’information, la fonction du Web 2.0 est la participation à l’information : les utilisateurs créent ou modifient les contenus présents sur Internet. A plus long terme, et devant le foisonnement de données mises en ligne, les spécialistes s’attendent à voir apparaître des applications capables de donner un sens à un ensemble de données en ligne. On assisterait ainsi à un Internet doté d’intelligence (ou «Web 3.0»), grâce notamment à la mise au point d’un semantic web ou la maîtrise de techniques de data mining. Mais c’est encore de la musique d’avenir. Les développements de l’Internet offriront certainement aux internautes et aux entreprises de nouvelles opportunités, dont le point commun est un meilleur accès à l’information et une plus grande interaction. Mais tout comme on l’a vu avec la première génération du Web, les nouveautés technologiques soulèvent des questions de société, dont il convient de prendre conscience. Il convient aussi de s’interroger comment les individus et les collectivités s’approprient les nouvelles possibilités du web, et dans quelle mesure ces usages favorisent l’émergence d’une «intelligence collective». Face à l’omniprésence de l’Internet dans le quotidien des gens et dans les médias, TA-SWISS a souhaité initier une large réflexion sur la réalité des usages de l’Internet, les potentiels qui se dégagent des nouvelles applications et technologies, et les risques associés. Début du projet: Février 2008 (Activités de préparation dès octobre 2007) fin module 1: Septembre 2008 (publication d’une brochure d’information en plusieurs langues) Autres modules : à déterminer fin estimée du projet: Fin 2010 L’objectif et méthode L’objectif premier du projet est d’informer les décideurs sur le devenir de l’Internet, ses potentiels pour l’économie et la société suisse, et sur ses implications sociales. Que permet Internet? Comment les utilisateurs se l’approprient-ils? Quels sont les acteurs-clés de l’Internet? Quels enjeux sociaux et juridiques cela soulève-t-il pour notre pays? Au vu de la complexité du thème et, surtout, de son évolution rapide, le projet est constitué de plusieurs modules et se déroulera sur plusieurs années. Le premier module devrait aboutir sur la publication d’une brochure d’information donnant un aperçu de l’évolution future de l’Internet et soulevant les questions et enjeux liés à cette évolution. Sur la base de ce document, d’autres modules seront lancés, tels une consultation d’experts destinée à faire ressortir les actions à mettre en œuvre pour favoriser et maîtriser l’évolution de l’internet, ou encore une consultation du public sur ses attentes et craintes vis-à-vis de l’Internet. Une ou plusieurs conférences sont également prévues durant le projet.
25 TA-SWISS assure, notamment, le lien entre les nouvelles technologies, le public et les instances décisionnelles politiques. En effet, l’un des buts de TA-SWISS est d’informer les parlementaires de l’avis des citoyennes et citoyens helvétiques sur les nouvelles technologies ; et ceci à un stade précoce des débats. À cette fin, TA-SWISS a lancé en automne 2007 le publifocus «eHealth et le dossier électronique du patient». En juin 2007, la Confédération a accepté le projet «eHealth» qui vise à utiliser les technologies de l’information et de la communication dans le domaine de la santé, notamment par l’introduction d’une carte d’assuré à puce électronique, d’un dossier électronique du patient et la mise en place d’une plateforme de conseille de santé. Le dossier électronique du patient consiste en la mise en réseau de toutes les données médicales pertinentes concernant un patient afin de faciliter le traitement administratif d’une part et d’assurer un meilleur traitement médical d’autre part. Mais l’accès facilité aux données médicales de chaque patient soulève entre autres la question de la protection de données sensibles. Afin de recueillir l’avis, les attentes et les craintes des citoyennes et citoyens vis-à-vis de l’introduction du dossier électronique du patient, TA-SWISS organise donc quatre manifestations publifocus qui se déroulent au printemps 2008. Ces manifestations regroupent chacune une quinzaine de personnes. Trois d’entre elles s’adressent aux citoyennes et citoyens et se tiennent dans les trois principales régions linguistiques de Suisse. La quatrième s’adresse aux institutions ayant un intérêt au sujet du dossier électronique du patient. Comme préparation au publifocus, les participants reçoivent une brochure d’information au sujet de l’eHealth et du dossier électronique du patient. Les débats sont introduits par deux courts exposés au sujet des aspects techniques et socio-éthiques du dossier Début du projet: Automne 2007 fin du projet: Automne 2008 Comité directeur: TA-SWISS, Office fédéral de la communication (OFCOM), Académie suisse des sciences techniques (ASST), Académie suisse des sciences médicales (ASSM) Processus de dialogue : publifocus «eHealth et le dossier électronique du patient» électronique du patient. Ils sont conduits par un modérateur qui a pour tâche de laisser à chacun la possibilité de prendre la parole et de mener les débats de manière à répondre à un certain nombre de questions préétablies. Les résultats de ces débats sont publiés dans un rapport qui paraîtra en automne 2008. Le secteur de l’eHealth occupe également d’autres centres nationaux de technology assessment. Ainsi, The Norwegian Board of Technology mène depuis octobre 2007 le projet «eHealth: Aging at home». Ce projet prévoit la conduite de workshops discutant de différents scénarios décrivant les possibles développements des soins aux personnes âgées. Le but étant de voir en quoi l‘eHealth peut aider à faire face à la rapide croissance de la partie âgée de la population en Norvège. Comité directeur et groupe d’accompagnement Le comité directeur est composé, en plus de TA-SWISS, de l’Office fédéral de la communication (OFCOM), de l’Académie suisse des sciences techniques (ASST) et de l’Académie suisse des sciences médicales (ASSM). Le groupe d’accompagnement est constitué de représentants de l’économie, de la politique, des médias, d’associations de protection de patient, de l’administration, du domaine médical et de la recherche. eSoCIeTy
32 Life Sciences Studien / Kurzfassungen TA 52A/2008 Das Altern sparen wir uns für später auf. Kurzfassung zur TA-SWISS-Studie «AntiAging Medicine: Myths and Chances» TA 52/2008 Anti-Aging Medicine: Myths and Chances, vdf Hochschulverlag AG an der ETH Zürich TA 50/2006 Impact Assessment of Neuroimaging. Final report TA 48/2004 Pharmakogenetik und Pharmakogenomik. Studie TA 48A/2004 Auf dem Weg zu massgeschneiderten Medikamenten? Kurzfassung TA 47A/2003 Die Bausteine der Natur in Griffweite gerückt. Kurzfassung TA 44/2003 Menschliche Stammzellen. Studie TA 44A/2003 Zellen, die die Politik bewegen. Kurzfassung TA 41Z/2002 Menschliche Stammzellen. Zwischenbericht TA 40/2001 Psychosoziale Aspekte der Ultraschall-Untersuchung in der Schwangerschaft. Studie TA 40A/2001 «Baby in Sicht». Auffällige Ultraschall-Befunde und ihre Folgen. Kurzfassung TA 39/2001 Zelluläre Xenotransplantation. Studie TA 39A/2001 Keimzelle neuer Heilungsverfahren. Artfremde Zellen zur Therapie menschlicher Erkrankungen. Kurzfassung TA 37/2000 Functional food. Studie TA 37A/2000 Zwischen Küche und Apotheke: Functional Food – Lebensmittel in der Grauzone. Kurzfassung Arbeitsdokumente TA-DT29/2001 Forschung am Menschen. Bericht zum Expertenhearing vom 24. September 2001 in Bern TA-DT26/2000 Konsens-Konferenz über Genfood; Ist das PubliForum der Schweiz ein Sonderfall? Arbeitsdokument mobile gesellschaft TA-P7/2004 publifocus «Road Pricing». Bericht eines Mitwirkungsverfahrens TA-P7/2004 Infobroschüre zum publifocus «Road Pricing» TA-DT 33/2003 Das vernetzte Fahrzeug. Verkehrstelematik für Strasse und Schiene. Arbeitsdokument TA-DT25A/2000 Technologiefolgenabschätzung und Verkehr: eine Annäherung an ein vielschichtiges Unter suchungsfeld. Kurzfassung TA-DT25/2000 Technology Assessment im Verkehrswesen. Vorstudie TA-DT 24/2000 Mobile Arbeitsformen: Verbreitung und Potenzial von Telearbeit und Desksharing. Arbeitsdokument
33 Informationsgesellschaft Partizipative verfahren TA-P10/2008 Informationsbroschüre «Gesundheitsdaten im Netz» Studien / Kurzfassungen TA 51/2008 Die Verselbständigung des Computers. vdf Hochschulverlag AG an der ETH Zürich TA 46e/2005 The precautionary principle in the information society. Effects of Pervasive Computing on Health and Enviroment. Report TA 49/2004 Telemedizin. Studie TA 46/2003 Das Vorsorgeprinzip in der Informationsgesellschaft. Auswirkungen des Pervasive Computing auf Gesundheit und Umwelt. Studie TA 49A/2004 Heilung aus Distanz: Chancen und Risiken der Telemedizin. Kurzfassung TA 46/2003 Das Vorsorgeprinzip in der Informationsgesellschaft. Auswirkungen des Pervasive Computing auf Gesundheit und Umwelt. Studie TA 46A/2003 Unser Alltag im Netz der schlauen Gegenstände. Kurzfassung TA 45A/2003 Auf dem Weg zur intelligenten Mobilität. Kurzfassung TA 42/2003 Technikgestaltung und Moral. Technologiefolgen-Abschätzung und ethische Denktraditionen. Broschüre TA 43/2002 A Basis for IT Assessment. Report TA 38/2000 Der gläserne Kunde. Elektronische Erfassung und Auswertung von Kundendaten. Studie TA 38A/2000 Einkaufsbummel im digitalen Glaushaus. Elektronische Erfassung und Auswertung von Kunden daten. Kurzfassung TA 36/2000 Computerbasierte Patientendossiers. Chancen und Risiken. Studie TA 36A/2000 Der Patient im Datennetz. Kurzfassung der Studie «Computerbasierte Patientendossiers – Chancen und Risiken» TA 35A/2000 Télématique et nouvelles formes de travail. Etude TA 35B/2000 Aspects juridiques du télétravail - Annexe au rapport «Télématique et nouvelles formes de travail». TA 35C/2000 Vom Schwinden der Sesshaftigkeit in der Schweiz. Kurzfassung der Studie «Mobile Arbeit in der Schweiz» Arbeitsdokument TA-DT 32/2002 Gesundheitsportale im Internet. Arbeitsdokument Sozialund kulturwissenschaftlich orientierte Technologiefolgenabschätzung SoKuTa Arbeitsdokumente TA-DT37/2006 TA-SWISS Broadens its Perspective. Technology Assessment with a Social and Cultural Sciences Orientation. Final Report TA-DT36/2006 TA-SWISS erweitert seinen Blick. Sozialund kulturwissenschafltich ausgerichtete Techno logiefolgen-Abschätzung. Schlussbericht TA-DT31/2002 Partizipative Technikfolgenabschätzung als ethisches Erfordernis. Arbeitsdokument PubLIKATIonen
34 TA-SWISS geschäftsstelle Dr. Sergio Bellucci (Geschäftsführer) Aeschliman Marlène (bis Mai 2007, Sekretariat) Bel Hadj Ali Dounya (seit Juni 2007, Sekretariat) Susanne Brenner (seit Juni 2007 Kommunikation) Walter Grossenbacher-Mansuy (bis Juni 2007 Kommunikation) Dr. Adrian Rüegsegger (Projektleiter) Nadia Ben Zbir (seit Oktober 2007, Praktikantin) Dunvel Even (bis Oktober 2007, Praktikantin) mandate: Dr. Danielle Bütschi Dr. Lucienne Rey Brigitta Walpen (bis September 2007) TA-SWISS Leitungsausschuss Prof. Dr. Ueli Aebi, Biozentrum, Universität Basel Dr. Bruno Baeriswyl, Datenschutzbeauftragter des Kantons Zürich Dr. Beat Butz, Vertreter Schweizerischer Nationalfonds SNF Dr. Fulvio Caccia (Präsident) Prof. Dr. Oreste Ghisalba, Leiter KTI Biotech, Novartis Pharma AG Prof. em. Dr. Philipp U. Heitz Dr. Ruedi Jörg-Fromm, Vertreter Schweizerischer Gewerkschaftsbund Alain Kaufmann, Directeur Interface sciences-société, Université de Lausanne Dr. Pedro Koch, Schweizerische Patientenorganisation Prof. em. Dr. Albert Kündig René Longet, Equiterre, Genève Prof. Dr. Sabine Maasen, Wissenschaftsforschung/ -soziologie, Universität Basel Nationalrat Dr. Johannes Randegger Prof. Dr. Fridolin Stähli, Fachhochschule Aargau Nationalrätin Dr. Doris Stump Dr. Rosmarie Waldner gäste in vertretung von Institutionen Dr. Hermann Amstad (SAMW Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften) Dr. Andrea Arz de Falco (Bundesamt für Gesundheit BAG) Thomas Bachofner (Bundesamt für Bildung und Technologie BBT) Dr. Hans Hänni (SATW - Schweizerische Akademie der Technischen Wissenschaften) Michel Kammermann (Bundesamt für Statistik BFS) Dr. Ingrid Kissling-Näf (SCNAT - Schweizerische Akademie der Naturwissenschaften) Bernhard Nievergelt (Schweizerischer Wissenschaftsund Technologierat) Ariane Willemsen (Eidg. Ethikkommission für die Gentechnik im ausserhumanen Bereich EKAH) Dr. Corina Wirth (Staatssekretariat für Bildung und Forschung SBF) Dr. Elisabeth Veya (Stiftung Science et Cité), Dr. Markus Zürcher (SAGW Schweiz. Akademie Geistesund Sozialwissenschaften) TA-SWISS
35 einnahmen 1’045’690.00 SWTR 953’190.00 einnamen aus Projekt-Trägerschaften KTI und SAMW, Projekt Anti Aging 40’000.00 KTI, BLW Studie Nanofood 40’000.00 SAGW, Projekt SoKuTA 12’500.00 Ausgaben 1’045’690.00 Allgemeine Personalkosten 455’481.60 Mitarbeitende TA-SWISS (Monitoring, Allg. Aufgaben, Adm. Aufgaben, etc.) 455’481.60 Projektbezogene Kosten 590’208.40 biotechnologie und medizin 104’767.63 PubliTalk Anti-Aging 5’112.90 Kurzfassung Anti-Aging 15’441.57 Studie Anti-Aging 31’380.00 Interne Projekte Personalkosten (Projektmanagement, PR, Diverses) 52’833.16 Informationsgesellschaft 90’632.84 Verselbständigung des Computers 25’084.82 publifocus eHealth 13’488.47 Interne Projekte Personalkosten (Projektmanagement, PR, Diverses) 52’059.55 nanotechnologie 120’412.75 Nanofood 78’460.70 Interne Projekte Personalkosten (Projektmanagement, PR) 41’952.05 verschiedene TA-Projekte (nationale und Internationale) 93’176.85 SoKuTA, Indikatorenstudie 51’009.50 Interne Projekte Personalkosten (Projektmanagement, PR, Diverses) 42’167.35 TA-management 181’218.33 Leitungsausschuss (TA-LA, Präsidium, Sitzungsgelder, Klausuren) 45’214.88 Externe Mandate 64’404.50 Interne Management-Kosten (Spesen, Reisen, Seminare, Abos, Bücher, etc.) 47’530.35 Internationales TA-Netzwerk (EPTA-Projekte, usw.) 8’896.80 Allgemeine Öffentlichkeitsarbeit 4’478.60 Diverser Verwaltungsaufwand 10’693.20 rechnung TA-SWISS 2007 fInAnzen
36 TA-SWISS Zentrum für Technologiefolgen-Abschätzung Effingerstrasse 43, CH-3003 Bern Tel. +41 31 322 99 63 Fax +41 31 323 36 59 www.ta-swiss.ch