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"Anpassung mit Wachstum" oder Schuldenerleichterungen?

Sander, Harald

Abstract

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Full text

Sande , Ha ald A icle "Anpassung mi Wachs um" ode Schuldene leich e ungen? K edi und Kapi al P o ided in Coope a ion wi h: Duncke & Humblo , Be lin Sugges ed Ci a ion: Sande , Ha ald (1990) : "Anpassung mi Wachs um" ode Schuldene leich e ungen?, K edi und Kapi al, ISSN 0023-4591, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 23, Iss. 1, pp. 1-29, h ps://doi.o g/10.3790/ccm.23.1.1 This Ve sion is a ailable a : h ps://hdl.handle.ne /10419/293159 S anda d-Nu zungsbedingungen: Die Dokumen e au EconS o dü en zu eigenen wissenscha lichen Zwecken und zum P i a geb auch gespeiche und kopie we den. Sie dü en die Dokumen e nich ü ö en liche ode komme zielle Zwecke e iel äl igen, ö en lich auss ellen, ö en lich zugänglich machen, e eiben ode ande wei ig nu zen. So e n die Ve asse die Dokumen e un e Open-Con en -Lizenzen (insbesonde e CC-Lizenzen) zu Ve ügung ges ell haben soll en, gel en abweichend on diesen Nu zungsbedingungen die in de do genann en Lizenz gewäh en Nu zungs ech e. 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Seman isch au ein „Zu iel" an Auslandsschulden e weisend, üh diese Beg i inhal lich zu de F age nach dem „Zu iel ü was?". Zwei In e p e a ionen we den angebo en: 1. De o handene Schuldenbes and iele En wicklungslände is zu hoch, um gleichzei ig Wachs um e zeugen und die Schulden bedienen zu kön- nen (Wel bank 1986); 2. De o handene Schuldenbes and is zu hoch, um p i a e K edi gebe zu eine wei e en eiwilligen Neuk edi e gabe an die be o enen Lände zu bewegen ( gl. K ugman 1985). De Vo schlag des ame ikanischen Finanzminis e s Bake in Seoul 1985 - de sogenann e „Bake -Plan" -, meh p i a e und ö en liche K edi e ü die ün zehn am höchs en e schulde en En wicklungslände be ei zus el- len, s ell einen Ve such da , diese Schuldenübe hänge zu besei igen. Die Lösungs o mel heiß „Anpassung mi Wachs um": Du ch aus eichende ex e ne Finanzie ung sollen die P oblemlände in die Lage e se z we den, ih e Schulden e agsgemäß zu bedienen und gleichzei ig eine wachs- umso ien ie e Poli ik zu be eiben. So soll nich die absolu e Höhe de * Die A bei en an diesem A ikel wu den im Augus 1988 abgeschlossen. Inzwi- schen we den hoch e schulde en Lände n om „B ady-Plan" neben Neuk edi en auch Schuldene leich e ungen - Zinssenkungen ode Schulden eduk ionen - in Aus- sich ges ell . Dami is de im Schlußwo angesp ochene S a egiewandel be ei s ( eilweise) Reali ä gewo den. Die neuen Op ionen we den jedoch in diesem Bei ag be ei s - aus damalige Sich „an izipie end" - analysie . Au eine „Ak ualisie ung" konn e dahe e zich e we den. 1 K edi und Kapi al 1/1990 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.23.1.1 | Gene a ed on 2023-01-16 12:58:42 2 Ha ald Sande Auslands e schuldung eduzie , sonde n die wi scha liche Leis ungs ä- higkei de Schuldne lände mi de Ve schuldung in Einklang geb ach we den. Lang is ig sinkende Schuldenkennzi e n (z.B. Auslandsschulden zu Sozialp oduk ode Expo en) sind das Ziel diese Finanzie ungss a e- gie. Diese so gen - nach eine Phase des „ o ced lending" - ü eine Wiede - belebung de eiwilligen p i a en K edi e gabe1. Die adi ionelle Besch eibung de Au gaben e eilung zwischen den bei- den B e on-Woods-O ganisa ionen - de IWF s ell ku z is ige Zahlungs- bilanz inanzie ung un e s abilisie ungspoli ischen Au lagen, die Wel bank lang is ige En wicklungs inanzie ung zu wachs umspoli ischen Kondi io- nen zu Ve ügung - wi d du ch ein neues Pa adigma „Anpassung mi Wachs um" be ei s heo e isch unscha . In de Reali ä lassen sich beide Aspek e ohnehin nu schwe ennen: S abilisie ungspoli ische Maßnahmen können ebenso länge is ig wachs ums ele an e Wi kungen au weisen2 wie wachs umso ien ie e Poli ikau lagen ku z is ig s abilisie end ode des abilisie end wi ken können. So e wunde die Fes s ellung on Mi a - bei e n diese Ins i u ionen nich , daß „on he ace o i , he policy packages o he bank and he und seem ema kably indis inguishable" (Khan / Mon- iel / Haque 1986, S. 3). Denn eine sei s be on de IWF imme wiede , daß seine Poli ikau lagen auch Elemen e wie Maßnahmen zu Handels- und Kapi alma k libe alisie ung, zum Sub en ionsabbau ode zu Reduzie ung on „P eis e ze ungen" en hal en, on denen e auch eine Ve besse ung de Ressou cenalloka ion und eine E höhung des P oduk ionspo en ials in den Schuldne lände n e wa e ( gl. z.B. Khan / Knigh 1985, Tanzi 1987). Dieses sind abe ypische Ing edienzien mak oökonomisch ausge ich e e Wel bankp og amme. Ande e sei s inden sich in le z e en auch klassi- sche IWF-Poli ikins umen e wie Abwe ungen de Schuldne wäh ungen, G enzwe e ü S aa sbudge de izi e ode Kü zungen on s aa lichen Kon- sumausgaben. Dennoch, die un e schiedlichen Ziele und de en Gewich ung in den P og ammen de beiden Ins i u ionen e anlassen die Be ü wo e eine wachs umso ien ie en Au lagenpoli ik, eine s ä ke e Koope a ion on IWF und Wel bank und eine Abs immung de jeweiligen P og amme zu o de n. 1 Diese Posi ion wi d o mi de Schuldenzyklus heo ie ( gl. Selowsky / an de Tak 1986) beg ünde . Wegen des lang is igen Cha ak e s eine wachs umso ien ie - en Anpassungspoli ik müssen die K edi gebe ku z- bis mi el is ig s eigende Schuldenquo en in E wa ung des lang is igen S a egiee olges akzep ie en. 2 Eine Übe sich übe empi ische Un e suchungen de Wachs umswi kungen on IWF-S abilisie ungsp og ammen geben die IWF-Mi a bei e Khan und Knigh (1985). Vgl. e ne die A bei on Killick u.a. (1984). OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.23.1.1 | Gene a ed on 2023-01-16 12:58:42 „Anpassung mi Wachs um" ode Schuldene leich e ungen? 3 Das e s e bedeu ende Beispiel ü den Ve such ein in eg ie es IWF-Wel - bank-Konzep zu e ablie en wa das Mexiko-P og amm on 1986, ü das und 20 M d. US-$ an K edi en mobilisie wu den. Eine ins i u ionalisie e Fo m ha die Koope a ionen de beiden O ganisa ionen du ch die S uk u - anpassungs azili ä und - sei dem 31.12.1987 - die E wei e e S uk u an- passungs azili ä (le z e e s ell mi 6 M d. Sonde ziehungs ech en d eimal meh Mi el als die e s e e be ei ) des IWF ge unden. Beide Fazili ä en s e- hen ü die ä ms en Mi gliedslände zu Ve ügung und se zen wi scha s- poli ische Rahmen e einba ungen übe die wi scha spoli ischen P o- g ammziele mi den Lände n o aus, die gemeinsam mi beiden Ins i u io- nen e a bei e we den sollen (IWF 1988, S. 27). Diese Au sa z se z sich mi den heo e ischen G undlagen eine e - s ä k en IWF-Wel bank-Koope a ion auseinande . Ausgehend on de Da - s ellung de leide wenig bekann en, in de P axis abe du chaus ele an en Modell heo ien on IWF und Wel bank (Kapi el II), wi d ein on Mi a bei- e n diese Ins i u ionen en wickel es Syn hesemodell o ges ell . Diese Ansa z, als heo e ische Basis eine wachs umso ien ie en Au lagenpoli ik gedach , wi d anschließend so e wei e , daß e ü die Ablei ung on Schul- dene leich e ungen genu z we den kann (Kapi el III). Eine k i ische Wü - digung diese Modelle schließ die Aus üh ungen ab (Kapi el IV). II. Die heo e ischen G undlagen de Au lagenpoli ik on IWF und Wel bank Die Un e schiede in de Au lagenpoli ik de beiden B e on-Woods-O ga- nisa ionen sind e s ens in den P og ammziel o mulie ungen, zwei ens in den jeweils he o gehobenen Kausalbeziehungen zwischen Ins umen en- einsa z und e wa e e Wi kung und d i ens und aus beidem olgend, in de e schiedenen Gewich ung de eingese z en Poli ikins umen e auszuma- chen. So hä e z.B. eine IWF-Poli ikau lage zu Beg enzung des S aa skon- sums die p imä e Funk ion, eine es ik i e inländische K edi poli ik du chzuse zen, um die Zahlungsbilanz des Schuldne landes zu e besse n und die In la ion zu eduzie en. In einem Wel bankp og amm wü den on de selben Maßnahme Wachs umsimpulse du ch die E höhung de s aa - lichen E spa nis e wa e . Da beide Ins i u ionen ih e Au lagenpoli ik meh ode wenige explizi heo e isch beg ünden, also ein „Fonds-Modell" und ein „Bank-Modell" exis ie , is es sinn oll und möglich, die Di e enzen zwischen den jeweili- gen Kondi ionali ä en an Hand diese sogenann en P og ammie ungsmo- delle (in Anlehnung an Khan / Mon iel / Haque 1986) zu un e suchen. Im l* OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.23.1.1 | Gene a ed on 2023-01-16 12:58:42 4 Ha ald Sande Gegensa z zu „posi i " o mulie en Theo ien, bes immen diese nich die We e de endogenen Va iablen, sonde n be echnen zu o gegebenen Zielen quan i a i e G ößen ü diese Va iablen, die die G undlage ü die Vo gaben de mak oökonomischen Poli ikau lagen bilden. Übliche weise wi d dabei zwischen „p econdi ions", also Au lagen die o Abschluß eines Abkom- mens zwischen IWF und Schuldne land e üll we den müssen (in de Regel eine Abwe ung de Wäh ung) und „pe o mance-K i e ien", also Au lagen die wäh end de P og ammlau zei e üll we den müssen (z.B. G enzen ü die s aa liche K edi au nahme), un e schieden. Wäh end de IWF im Rah- men des „ inancial p og amming" - de p og ammie en und z.T. e wei e - en Ve sion de Mone ä en Zahlungsbilanz heo ie3 - mi nominellen ( inan- ziellen) G ößen a bei e , e wende die Wel bank ein ealwi scha liches Wachs umsmodell om Ha od-Doma -Typ ü o ene Volkswi scha en. Im Sp achgeb auch de Bank wi d dessen p og ammie e Fo m als „Re ised Minimum S anda d Model" (RMSM) bezeichne . G undlegend ü beide Modelle (wie ü die nach olgende In eg a ion bei- de Ansä ze) sind die Budge es ik ionen de einzelnen Wi scha ssek o- en. Als ( e ein ach e) Iden i ä sgleichungen de olkswi scha lichen Gesam echnung siche n sie zugleich die logische Modellkonsis enz: (1) y - T - CP - IP = AM - ADP P i a e Sek o (2) T-Cs - Is = - AF - AD s S aa (3) IM - EX = AF - AR Ausland (4) AM = AR + ADP + ADs Bankensek o Da diese Budge es ik ionen keine Fak o zahlungen om ode an das Ausland be ücksich igen, e ziel de p i a e Sek o ein Einkommen in Höhe des B u osozialp oduk s, das dem B u oinlandsp oduk (Y) en sp ich . Dieses Einkommen wi d ü S eue zahlungen (T), p i a en Konsum (CP ) und p i a e In es i ionen (IP ) ausgegeben. De e bleibende Finanzie- ungssaldo - zuzüglich de in diese Pe iode neu an den p i a en Sek o e - gebenen K edi e (A DP ) - wi d zu Akkumula ion on Geldbes änden (A M) e wende 4. De S aa deck ein mögliches Finanzie ungsde izi - das nach Abzug des S aa skonsums (CS ) und de s aa lichen In es i ionen (Is ) on 3 Das G undmodell geh au Polak (1957) zu ück. Zu Mone ä en Zahlungsbilanz- heo ie siehe den Sammelband on F enkel / Johnson (1977). 4 Es wi d on p i a en Kapi alexpo en und -impo en abs ahie . Da die Ve än- de ung de ausländischen Ak i a (bzw. Passi a) in den olgenden Modellen als exogene Va iable behandel wi d, kann diese Modelle wei e ung seh ein ach o ge- nommen we den. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.23.1.1 | Gene a ed on 2023-01-16 12:58:42 „Anpassung mi Wachs um" ode Schuldene leich e ungen? 5 den S eue einnahmen en s eh - du ch eine K edi au nahme im Inland (ADs ) ode im Ausland (AF) ab. Gleichung (3) gib die Zahlungsbilanzde- ini ion wiede : Ein Übe schuß de Impo e (IM) übe die Expo e (EX) wi d du ch Auslandsk edi e ode Ve ände ungen de ausländischen De i- sen ese en (AR) inanzie . Die konsolidie e Bilanz des Bankensys ems (4) zeig , daß die Geldmengenände ungen du ch Rese enände ungen und K edi e an den S aa und die P i a en he o ge u en we den. Summie man die Budge es ik ionen alle Sek o en au , so e häl man die De ini- ionsgleichung ü das B u oinlandsp oduk : (5) Y=CP + Cs + IPT + Is + EX-IM. Mi Hil e diese Budge es ik ionen gelang man du ch die jeweilige Ziel o mulie ung und Spezi ika ion on Ve hal enshypo hesen di ek zu den P og ammie ungsmodellen on IWF und Wel bank. 1. IWF-Au lagenpoli ik und inanzielle P og ammie ung Das p imä e Ziel de IWF-Au lagenpoli ik is die Siche ung de Zah- lungs ähigkei eines Schuldne s, de IWF-Ressou cen in Ansp uch nimm . Die Kondi ionali ä will also ga an ie en, daß nach Ablau de P og amm- lau zei hin eichend De isen ese en im Schuldne land o handen sind, um eine pünk liche Rückzahlung zu gewäh leis en. P og ammlau zei en on du chschni lich 1-3 Jah en beg ünden dabei die ehe ku z is ige O ien- ie ung des IWF-Modells, das in de ein achs en Ve sion lediglich eine Ziel- g öße ü die Ve ände ung de De isen ese en AR* (ein „*" soll anzeigen, daß es sich um eine Ziel a iable handel ) o gib . Ve hal ens heo e isch gib sich das Modell bescheiden: Das Fundamen bilde neben den Budge e- s ik ionen nu die Quan i ä sgleichung, also die echne ische Iden i ä mone ä e (Geldmenge x Umlau geschwindigkei des Geldes) und eale T ansak ionen (Sozialp oduk x P eisni eau), die du ch d ei ein ache Hypo hesen in den S a us eine Theo ie e hoben wi d: 1. De Geldma k be inde sich nich nu im Bes ands-, sonde n auch im S omgleichgewich : Eine Ve ände ung des Geldangebo s (AMS) en sp ich imme eine Ve ände ung de Geldnach age (AMd): (6) AM* = AMd. 2. Die Geldnach age is nu abhängig om nominalen B u oinlandsp o- duk . Die Umlau geschwindigkei des Geldes ( ) is wäh end des gesam en Analysezei aums kons an . Die Geldnach age unk ion lau e also: OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.23.1.1 | Gene a ed on 2023-01-16 12:58:42 6 Ha ald Sande (7) AMd = AY/ . 3. Das nominale B u oinlandsp oduk und dessen Ve ände ung is wäh- end de P og ammlau zei exogen und unabhängig on den gegebenen alls eingese z en Poli ikins umen en (exogene Va iablen sind du ch ein „~" gekennzeichne ): (8) AY = ~ÄY. Einse zen on (7) und (8) in (6) zeig , daß ein Geldma k gleichgewich nu mi einem einzigen We ü die Geldangebo se höhung e äglich is : (6a) AMS = ~ÄY/ . Die Bilanz (ode Budge es ik ion) des Bankensek o s zeig , daß jede Ände ung des Geldangebo es en wede au De isen ese enände ungen ode eine Ve ände ung des K edi olumens (AD = ADP + ADS ) zu ück- geh . S eh eine inländische K edi expansion ode -kon ak ion und die hie aus esul ie ende Geldmengenände ung nich im Einklang mi de Geldnach age, so komm es zu eine Reduk ion ode Expansion de De i- sen ese en. Die Zahlungsbilanz is ein Re lex des Geldma k es. Zahlungs- bilanzk isen sind somi die Folge eine zu expansi en inländischen K edi - poli ik. Diese Ke n hese de mone ä en Zahlungsbilanz heo ie läß sich du ch Einse zen on (6 a) in (4) algeb aisch da s ellen: (9) AR = ~ÄY! ~ AD. Is mi de „ e ehl en K edi poli ik" de Ve u sache de Zahlungs- bilanzk ise e s einmal ausgemach , bie e sich diese als Poli ikins umen de IWF-Kondi ionali ä an und die „Ku sko ek u " is leich zu „p o- g ammie en": Die exogene Nominaleinkommensände ung und die Geld- nach age unk ion (also de empi ische We on „u") we den geschä z , ein Zahlungsbilanzziel AR* o gegeben und de Ins umen enwe (du ch ein „A" gekennzeichne ) ü die maximale K edi expansion mi de Fondsglei- chung (4 ) AD = ~ÄY/ ~ AR* be echne . Diese We dien als Pe o mance-K i e ium de P og amm- übe wachung. Weich das k edi nach agende Land in seine K edi poli ik on diese G enze nach oben ab, so kann dies zu Suspendie ung de Aus- zahlung wei e e IWF-K edi e üh en. Zwa wi d ein e hal ens heo e isch beg ünde e Kausalnexus, de die zahlungsbilanz e besse nde Wi kung de OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.23.1.1 | Gene a ed on 2023-01-16 12:58:42 .Anpassung mi Wachs um" ode Schuldene leich e ungen? 7 K edi es ik ion e klä , nich unmi elba deu lich, es is jedoch o en- sich lich, daß ein Rese enzuwachs nu du ch eine Beg enzung de inländi- schen Abso p ion (A = CP + Cs + Ip + Is ) und de Impo e im Rahmen diese Modellogik möglich is . E s e es läß sich algeb aisch da s ellen, wenn man die Budge es ik ion de P i a en (1) und des S aa es (2) addie und die Geldma k gleichgewich sbedingung (6 a) ü AM einse z : Y - A = ~ÄY/ - AD -~ÄF. Bei gegebenem Ne okapi alimpo (neue Auslandsk edi e abzüglich Rückzahlungen) üh die K edi es ik ion zu eine Abso p ions eduk ion im gleichen Ausmaß. Sie en sp ich zugleich dem quan i a i en We de Impo eduk ion. Die Zahlungsbilanzgleichung zeig dann bei gegebenem Rese enziel die „p og ammie e" Impo höhe: (3 ) IM = 1ËX + ~ÄF — AR* Wi d diese Impo we abe quasi au oma isch e eich , e wa du ch eine Eins-zu-Eins-Reduk ion de s aa lichen Impo e? Im allgemeinen wohl nich . Sind die Impo e abhängig om Nominaleinkommen, gil also die Impo unk ion (10) IM = m • Y, so is nich meh gesiche , daß de in (3 F) be echne e We a sächlich eali- sie wi d ( heo e isch gesp ochen lieg also ein übe de e minie es Modell o ). Soll das Zahlungsbilanzziel nich ko igie we den und lassen sich wede Expo e noch Kapi alimpo e inne halb de P og ammlau zei e - ände n, so können zu hohe Impo e - zumindes in diese mak oökonomi- schen Modellogik - nu du ch eine Nominaleinkommens eduk ion nach un en angepaß we den. Die Nominaleinkommens eduk ion is das He zs ück eines IWF-Anpas- sungsp og amms, und es gib zwei Wege sie zus andezub ingen: du ch P eisni eau- bzw. In la ions a ensenkung ode du ch Realeinkommenskon- ak ion. Wäh end die K i ike de Fonds-P og amme diese ü Wachs ums-, Beschä igungs- und P oduk ionseinb üche in den P og ammlände n e - an wo lich machen, we den on IWF-Sei e die P eisanpassungen be on . Eine eale Kon ak ion sei allen alls empo ä . De niede ländische Öko- nom J. J. Polak ha 1957 als IWF-Mi a bei e die heo e ischen G undlagen de inanziellen P og ammie ung bei a iablem P eisni eau en wickel und dami das wohl „ein luß eichs e" ökonomische Modell sei Keynes gescha - en. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.23.1.1 | Gene a ed on 2023-01-16 12:58:42 8 Ha ald Sande Das Polak-Modell eku ie - wie de zu o o ges ell e ein ache P o- g ammie ungsansa z - au die Quan i ä sgleichung, pos ulie ein Geld- ma k s omgleichgewich (Gleichung 6) und un e s ell eine s abile Geld- nach age unk ion mi kons an e Geldumlau geschwindigkei . Als exogen und unabhängig on den gegebenen alls eingese z en Poli ikins umen en wi d nun jedoch nu noch das eale B u oinlandsp oduk (y) und dessen Ve ände ung behandel : (8a) Ay = ~Äy. Die Ände ung des Nominaleinkommens läß sich dann du ch (11) AY = APy -. + P -C^ app oximie en5. Somi wi d die P eisni eauände ung quan i ä s heo e isch du ch die Ände ung des Geldangebo s e klä . Wi d jedoch mi zahlungsbi- lanzpoli isch mo i ie en K edi es ik ionen die Ve ände ung des inländi- schen P eisni eaus beein luß , lieg es nahe, diese Va iable zu einem „in e - nen" P og ammziel zu machen (AP*). Fü o gegebene ex e ne und in e ne P og ammziele läß sich dann die „ ich ige" K edi expansion e echnen. Du ch Einse zen on (11) in (4F) e häl man: (4aF) AD = (y .1/ )AP* + (P -1/ )l£y- AR*. Je höhe die in endie e Rese ene höhung und je ge inge die P eiss ei- ge ungen aus allen sollen, des o es ik i e wi d das pe o mance-K i e- ium ü die K edi expansion aus allen. Wenn abe - wie eine ökonome i- sche Un e suchung on Kenen (1986) beleg - de IWF die P eiss eige ungen sys ema isch un e schä z , äll die be echne e mone ä e Kon ak ion zu s a k aus. Realeinkommenssenkungen können die Folge sein. Und in de Ta zeig Kenens Un e suchung, daß de Fonds das B u oinlandsp oduk - wachs um de P og ammlände häu ig übe schä z . Wäh end also in de Reali ä eale Einkommenseinbußen zu einem be äch lichen Teil ü die Impo eduk ion und die Zahlungsbilanz e besse ung e an wo lich sind, beg ünde das Polak-Modell diese Wi kungen mi P eissenkungen bzw. de Reduk ion on P eiss eige ungen. Dies wi d e sich lich, wenn man die Impo unk ion (10) in die Zahlungsbilanz es ik ion einse z , das Nominal- einkommen de Anpassungspe iode als Y = Y _ x + A Y de inie und A Y 5 Aus de Di e en ia ion de Nominaleinkommensde ini ion (AY=A(Py) = APy + P Ay) olg nach Einse zen on P = P -i + AP und y = y _ i + Ay die exak e Fo m on Gleichung (11): AY = APy - i + P _ YAy + 2APAy. Fü ela i kleine We e on AP und Ay kann de le z e Te m e nachlässig we den. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.23.1.1 | Gene a ed on 2023-01-16 12:58:42 „ Anpassung mi Wachs um" ode Schuldene leich e ungen? 15 Eine In eg a ion beide Ansä ze is so o möglich, wenn das eale B u o- inlandsp oduk - die exogene Va iable im IWF-Modell - du ch die Wachs- umsp og ammie ung de Wel bank endogenisie wi d und somi de (lang- is ige) Ne okapi alimpo das Poli ikins umen a ium des IWF e gänz . Dies is au de abs ak en heo e ischen Ebene die Besch eibung de au poli ischen Gip eln disku ie en Fo de ungen nach eine Auswei ung de Finanzie ung du ch höhe e IWF-/Wel bank azili ä en und e s ä k e p i- a e K edi e gabe, nach länge en P og ammlau zei en, nach eine Wachs- umso ien ie ung on Anpassungsp og ammen und eine e s ä k en IWF- Wel bank-Koope a ion. Die heo e isch ein achs e und zugleich am wenigs en be iedigende In e- g a ionslösung is die eku si e Bes immung eines wachs umso ien ie en Anpassungsp og amms: Die Wel bank wü de zunächs den e o de lichen Ne okapi alimpo zu Finanzie ung des gewünsch en Wi scha swachs- ums (un e Beach ung des - mi dem IWF abges imm en - Zahlungsbilanz- ziels) be echnen. Beide We e (Ay* und AF) gingen dann als exogene Va ia- blen in die IWF-P og ammie ung de in e nen K edi expansions a e ein. Diese Vo schlag implizie abe d ei heo e ische P obleme und (minde- s ens) eine p ak ische Schwie igkei : Theo e isch e aß eine eku si e Modellösung nich alle o handenen In e dependenzen zwischen den ealen G ößen de Wachs ums- und den nominellen G ößen de inanziellen P o- g ammie ung, ein mögliche Ein luß de K edi poli ik (AD) au die Kapi- albildung und das eale Sozialp oduk wi d nich beach e und wei e hin we den Zinszahlungen au Auslandsschulden im Modell nich e aß . P ak- isch ha sich hingegen in den le z en Jah en gezeig , daß insbesonde e die Finanzie ungsbe ei scha de p i a en Banken hin e den E wa ungen und E o de nissen zu ückgeblieben is und es zu einem sogenann en nega- i en inanziellen T ans e - die Neuk edi e gabe is ge inge als de Schuldendiens - gekommen is , de ü Lände mi Schuldendiens p oble- men in den le z en Jah en zwischen 2 und 4 % des B u oinlandsp oduk s be ug11. Im olgenden soll zunächs ein in eg ie es IWF-Wel bank-Modell o ge- s ell we den, das on Mi a bei e n diese Ins i u ionen (Khan / Mon iel / Haque 1986) e a bei e wu de und gewisse maßen das heo e ische Pendan zum Bake -Plan da s ell , jedoch den Ressou cen ans e nich be ücksich- ig . Anschließend wi d dieses Modell um Zinszahlungen au Auslands- schulden e wei e und gezeig , wie Schuldene leich e ungen - Zins eduk- ion und Schuldene laß - im Rahmen des heo e ischen Ansa zes on Fonds 11 Ve gleiche dazu IWF (1987, S.26). In einigen Lände n La einame ikas übe - sch ei e diese Zahl die Fün -P ozen -G enze (De lin 1987). OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.23.1.1 | Gene a ed on 2023-01-16 12:58:42 16 Ha ald Sande und Bank un e s abilisie ungs- und wachs umspoli ischen Zielse zungen „p og ammie " we den können. 1. Das in eg ie e IWF-Wel bank-Modell Das gemeinsame P og ammie ungsmodell on IWF und Wel bank muß den Ins umen eneinsa z so es legen, daß d ei P og ammziele gleichzei ig e eich we den können: das Zahlungsbilanz-, das In la ions- und das Wachs umsziel. Dami e gib sich die olgende Modells uk u : Ziel a iablen endogene Va iablen exogene Va iablen Ins umen - a iablen Pa ame e AR AY EX Cs V AP AM T m Ay IM AD K I AF/Ae s Abb. 3: S uk u eines in eg ie en IWF-Wel bankmodells Da ie Ins umen e zu E eichung on d ei Zielen be ei s ehen, läß sich de quan i a i e We eines Ins umen es ei wählen, die es lichen d ei Ins umen enwe e we den dann du ch das Modell bes imm (wenn Wech- selku sak ionen mi einbezogen we den, können zwei Ins umen enwe e willkü lich es geleg we den). Dies is eilich wei meh als ein echnisches P oblem: Leg man z.B. AFun e Be ücksich igung de (gegenwä ig ge in- gen) Finanzie ungsbe ei scha de Banken es , könn e dies z.B. höhe e Einsch änkungen ü den S aa skonsum zu Folge haben. Wi d dessen (wei- e e) Einsch änkung hingegen als poli isch und sozial nich meh e e ba bewe e und CS a p io i es geleg , e o de dies eine g öße e Finanzie- ungsbe ei scha de ö en lichen und p i a en K edi gebe . Das in eg ie e Modell kann du ch d ei Gleichungen zusammen assend besch ieben we den. Zunächs kann au die beiden IWF-P og ammie ungs- gleichungen (3aF) und (4aF) mi de einzigen Ände ung zu ückgeg i en we den, daß die Realeinkommensände ung Ay nun eine Ziel- und keine exogene Va iable meh da s ell . Sch eib man beide Gleichungen ü den Fonds-Bank-Ansa z (FB) in allgemeine Fo m, so weisen sie die olgende Vo zeichens uk u au : AR* = (Ay*, AP* AF, EX) OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.23.1.1 | Gene a ed on 2023-01-16 12:58:42 .Anpassung mi Wachs um" ode Schuldene leich e ungen? 17 (4 b) AP* = g(Ay*, AR*, AD). - + + Die Beg ündung diese Wi kungs ich ungen is kon en ionell und olg di ek aus dem IWF-Ansa z: S eigende Realeinkommen und P eise e höhen die Impo e und eduzie en so die De isen ese en, wäh end Expo e und Kapi alimpo e diese di ek e höhen. Im Geldma k wi k eine Realeinkom- menss eige ung übe die E höhung de Geldnach age in la ionsdämp end. Eine Auswei ung de Geldangebo sen s ehungskomponen en AR und AD wi k p eisni eaue höhend. Mi de allgemeinen Bes immungsgleichung ü die eale B u oinlands- p oduk ände ung is das Modell olls ändig o mulie : (12FB) Ay* = h(AP*,AF,AD, ,CS ). + + + + - Die hie pos ulie en Wachs umswi kungen sind noch ku z zu beg ünden, da sie nich aus dem ealwi scha lichen RMSM-Ansa z, sonde n aus einem mone ä en Wachs umsmodell abgelei e we den. Dazu we den zunächs die nominalen In es i ionswe e des p i a en und ö en lichen Sek o s du ch de en Budge es ik ionen de inie : (la) IP = (Y - CP - T) - AM+ ADP (2a) Is = (T- Cs ) + AF+ ADs . Die e hal ens heo e ische Beg ündung des gesam wi scha lichen nominalen In es i ions olumens g ei wiede um nu au die sek o alen Spa unk ionen (13) und (14) und die quan i ä s heo e ische Geldma k - gleichgewich sbes immung (Gleichung 6 a) zu ück. Die en sp echende Sub- s i u ion e gib : (16) I = s(Y - T) + T - Cs - AY/ + AF + AD . Die eale Wachs umswi kung de In es i ionen kann dann nach De la io- nie ung on I mi dem lau enden P eisni eau (P = P -i + AP) und anschließendem Einse zen in die P oduk ions unk ion (12 a) e mi el we - den: (12a') Ay = K { I/(P _ x + AP) } ode in de p og ammie en und olls ändigen s uk u ellen Sch eibweise12: 2 K edi und Kapi al 1/1990 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.23.1.1 | Gene a ed on 2023-01-16 12:58:42 18 Ha ald Sande (12 b) Ay* = - {(s - 1/ ) AP* + (1 -s)T-CS + AF+ AD} . (1//k) - (s- 1/V) Solange die Spa quo e höhe is als die Geldho ungsquo e (1/ ), üh ein P eisans ieg dazu, daß zumindes ein Teil de Nominaleinkommense hö- hung zu Realkapi albildung e wende wi d. De di ek e E ek de E hö- hung de s aa lichen E spa nis, des Ne okapi alimpo s und de Inlands- k edi e au die Kapi albildung is na ü lich posi i . Die endgül ige Wachs- umswi kung läß sich jedoch e s aus de simul anen Lösung de d ei Modellgleichungen (3FB, 4FB und 12FB) bes immen. Die olgende Ma ix gib die Wi kungs ich ungen de Ziel-Mi el-Beziehungen im Gesam modell wiede 13: Mi el Ziel AD AF Cs Ay* + + + - AP* ?(+) ? -+ AR* ?(") ?(+) ? ? Abb. 4: Ziel-Mi el-Beziehungen im IWF-Wel bank-Ans a z Die „posi i e" Lösung dieses wachs ums heo e isch e wei e en IWF- Modells zeig daß in e ne K edi es ik ionen wachs ums eduzie end wi - ken können, ohne daß die S abilisie ungsziele eindeu ig e eich we den. De en Reak ion häng le z lich on de Rela ion de a sächlichen Pa ame- e we e zueinande ab. Eine K edi es ik ion ha zwa die übliche - quan- i ä s heo e isch e klä e - de la o ische Wi kung, diese wi d jedoch kon- e ka ie du ch die nega i e Angebo swi kung, da mi ealen Einkommens- eduk ionen auch die Geldnach age sink und die induzie e Impo sen- kung mi den De isen ese en (ce e is pa ibus) das Geldangebo e höh . Die Unsiche hei übe den P eise ek beg ünde dann auch die agliche Reak- 12 Diese Gleichung gil wiede um nu ü kleine Ände ungen on AP und Ay, da sie un e Ve wendung de app oxima i en Gleichung (11) abgelei e wu de. 13 Aus dem olgenden Gleichungssys em (in Ma izenda s ellung) läß sich bei de gegebenen Vo zeichens uk u die Wi kungs ich ung de Poli ikins umen e bes im- i-O-I [Ay*'1 + + + -~| + 1- M4P' = +000 L+ + lJ L^Ä*J Lo i o oJ OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.23.1.1 | Gene a ed on 2023-01-16 12:58:42 „Anpassung mi Wachs um" ode Schuldene leich e ungen? 19 ion de Zahlungsbilanz. Bei plausible Pa ame e kons ella ion - insbeson- de e bei hohen Kapi alkoe izien en und en sp echend ge ing ügigen Wachs umse ek en - kann jedoch e wa e we den, daß eine K edi es ik- ion de la ionä und zahlungsbilanz e besse nd wi k . Die p eisans iegsen- kende Wi kung on K edi es ik ionen - und diese Fes s ellung deck sich mi den zi ie en E gebnissen on Kenens S udie - is ge inge , als sie in de ein achen inanziellen P og ammie ung des IWF e echne wi d. Eine Ve - nachlässigung on Wachs umse ek en wü de also zu übe op imis ischen In la ions eduk ionsp ognosen üh en, aus denen eine zu es ik i e K edi - poli ik p og ammie we den wü de ( gl. Gleichung 4aF). Komm es insge- sam zu eine P eissenkung und zu eine Realeinkommens eduk ion, so wi d sich die Zahlungsbilanz jedoch e besse n (AR > 0). Ein Ne okapi alimpo e höh übe den Wachs umszusammenhang (12 b) di ek das Realeinkommen und e besse na ü lich auch di ek die Rese enposi ion des Schuldne landes (Gleichung 3FB). S eigende Rese en e höhen jedoch das inländische Geldangebo . Füh AF zu hohen Wachs- umse ek en, könn e de einkommensinduzie e Geldnach ageans ieg diesen in la o ischen Impuls beg enzen bzw. umkeh en. Gleichzei ig s ei- gende Impo e e b auchen De isen und eduzie en die Geldangebo sinjek- ion. Im Ideal all s eig die wachs umsinduzie e Geldnach age s ä ke als das Geldangebo , de P eisans ieg äll und eduzie den Nominalwe de Impo e bei eale Impo expansion, so daß de Kapi alimpo nu zum Teil ü Impo expansionen e b auch wi d und die e bleibende Rese enex- pansionen zu einem Geldangebo szuwachs üh en, de höchs ens de Geld- nach ageauswei ung en sp ich . Eine E höhung de s aa lichen E spa nis (AT > 0 ode ACS < 0) s eige di ek das eale Sozialp oduk und dami die eale Geldnach age. Sie wi k also auch p eissenkend. De Zahlungsbilanze ek is ungewiß, weil die Impo e einkommensinduzie zu- und p eisinduzie abnehmen. Die P og ammie ung eine wachs umso ien ie en Anpassungspoli ik lie e dann wie olg ab: 1. Ziel o mulie ungen ü Ay* , AR* und AP*. 2. P ojek ion de exogenen Expo e. 3. Empi ische Schä zung de Modellpa ame e u, m, K und s. 4. Auswahl und Fes legung des ei bes immba en Ins umen es. 5. Lösung de d ei Modellgleichungen zu Bes immung de We e ü den Einsa z de üb igen d ei Poli ikins umen e. 2* OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.23.1.1 | Gene a ed on 2023-01-16 12:58:42 20 Ha ald Sande 6. P ü ung, ob die e mi el en Vo gaben ü die Ins umen e ealisie ba sind und gg . nach Ziel e isionen ode Ände ung de Vo gaben ü das ei wählba e Ins umen neue Modell echnungen du ch üh en. Das p ak ische P oblem de wachs umso ien ie en Anpassungss a egie bleib eilich die Mobilisie ung de ex e nen Finanzie ungsmi el. S ellen diese eali e die exogene und limi ie ende Va iable da , sch ump de „neue Ansa z" au eine angebo so ien ie e Ve sion de adi ionellen IWF- Poli ik zusammen. K edi es ik ionen, Kü zungen de S aa sausgaben und Abwe ungen bleiben die wesen lichen Poli ikins umen e, wobei die Anpassungslas en o nehmlich den nich -in es i en ö en lichen Ausgaben au gebü de wü den: S eichungen on Sub en ionen, Einkommenskü zun- gen ü und En lassungen on ö en lichen Bediens e en, P i a isie ung s aa liche und halb-s aa liche Un e nehmen und Kü zungen on Sozial- ausgaben s ellen einige de in diesem Zusammenhang wich igen Poli ikin- s umen e da . 2. Nega i e Ressou cen ans e und Schuldene leich e ungsp og ammie ung Gegenwä ig sind die Zinszahlungen de meis en hoch e schulde en Län- de an ih e ausländischen Gläubige höhe als die zu ließenden Ne okapi- alimpo e (de inie als Neuk edi e abzüglich Rückzahlungen). De hie mi e bundene nega i e Ressou cen ans e muß zum g öß en Teil di ek übe das S aa sbudge au geb ach we den, da as 90% de lang is igen Aus- landsschulden de En wicklungslände s aa liche ode s aa lich ga an ie e Schulden da s ellen. So muß en z.B. En wicklungslände mi Schulden- diens p oblemen 1986 du chschni lich 3,8% ih es B u oinlandsp oduk s ü Zinszahlungen an ih e ausländischen Gläubige e wenden14. Diese sind dann zum g öß en Teil übe den S aa shaushal in e n zu inanzie en. De Ve weis au den nega i en Ressou cen ans e is ein häu ig e wen- de es A gumen ü Schuldene leich e ungss a egien. Sel ene hingegen inde man eine ökonomisch p äzise Beg i sde ini ion und Wi kungsana- lyse. So e nachlässig auch das o ges ell e IWF-Wel bank-Modell die Zinszahlungen au Auslandsschulden und kann dahe dem Beg i des Res- sou cen ans e s keinen heo e ischen Pla z zuweisen. Dies soll hie nach- gehol we den. Be ach en wi zu Ve ein achung nu Zinszahlungen au s aa liche Aus- landsschulden ( F; mi = Du chschni szinssa z au Auslandsschulden) 14 Eigene Be echnungen nach IWF (1987). OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.23.1.1 | Gene a ed on 2023-01-16 12:58:42 , Anpassung mi Wachs um " ode Schuldene leich e ungen? 21 und abs ahie en on ande en g enzübe sch ei enden Fak o zahlungen, so lau e die S aa sbudge es ik ion nun: (2 ) T- Cs ~ Is - F = - AF - AD . Die Zahlungsbilanz es ik ion wi d so de inie , daß (IM — EX) nun das Nich -Zins-Leis ungsbilanzde izi besch eib , IM also nu Gü e - und nich - inanzielle Diens leis ungsimpo e um aß (3 ) IM-EX+ F = AF- AR ode (3aRT) IM- EX = (AF - F) - AR = F (gF - ) - AR De Nich -Zins-Leis ungsbilanzsaldo wi d übliche weise als Real ans e bezeichne . E un e scheide sich om inanziellen T ans e (AF — ) du ch die Ände ung de De isen ese en. Bei kons an en De isen ese en impli- zie also ein Nich -Zins-Leis ungsbilanzübe schuß einen nega i en inan- ziellen T ans e , de bei gegebenem Schuldenbes and dadu ch gekennzeich- ne is , daß die Wachs ums a e de Auslands e schuldung (gF) ge inge is als de Zinssa z ( ). Die Budge es ik ionen des p i a en Sek o s (1) und des Banksek o s (4) bleiben un e ände . Die Budge es ik ion de Gesam wi scha , die sich nun du ch Addi ion de sek o alen Bilanzen e gib , de inie das B u oin- landsp oduk (Y). Dieses en sp ich dem B u osozialp oduk (BSP) zuzüglich de Zinszahlungen: (5 ) Y = CP + Cs + Ip + Is + EX - IM ^ BSP + F. Wi d de Nich -Zins-Leis ungsbilanzsaldo du ch (3 aRT) e se z , so zeig (5aRT) Y + F (gF - ) = (CP + Cs + IP + Is ) + AR = A + AR , daß bei gegebenem B u oinlandsp oduk ein nega i e Finanz ans e de i- ni o isch die Abso p ion und/ode die Rese enbildung beg enz . Besch änken wi uns nun wiede um au die Theo ieelemen e des Fonds- Bank-Ansa zes - Spa unk ionen und Quan i ä s heo ie so kann analog zum do igen Vo gehen das nominale In es i ions olumen (16 ) I = s (Y - T) + T - Cs - AY/ + AD + F (gF - ) OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.23.1.1 | Gene a ed on 2023-01-16 12:58:42 22 Ha ald Sande und die s uk u elle Bes immungsgleichung de ealen B u osozialp o- duk s ände ung abgelei e we den: (12RT)Ay* = {(s - 1/ ) AP* + (1-s) - CS + AD + F(gF- )} (1 / K) - (s - 1/ ) Ve olls ändig wi d das Modell du ch die IWF-P og ammie ungsglei- chungen (3aF) und (4aF) mi den zwei Ände ungen, daß in de Zahlungsbil- anzgleichung (3aF) AF du ch den inanziellen T ans e F(gF- ) e se z wi d und die Impo e on Gü e n und Nich -Zins-Diens leis ungen nun als Funk ion des Nominaleinkommens e klä we den (IM = mY). Da in de inde dependen en Modellösung die Wi kungen des Ins umen eneinsa zes im wesen lichen denen im Fonds-Bank-Modell en sp echen und de inan- zielle T ans e - au exak e e De ini ionsebene - eine wi kungsäqui alen e Rolle zum Ne okapi alimpo übe nimm , kann hie au eine ie e gehende Besch eibung de Modellmechanik e zich e und das Augenme k au einige p ak ische e P obleme gelenk we den. Be ach e man den inanziellen T ans e insgesam als Poli ik a iable ü die wachs umso ien ie e Anpassungss a egie, so lassen sich d ei Schuldenmanagemen op ionen iden i izie en: Mobilisie ung de Neuk edi - e gabe (E höhung on gF), Zins eduk ion bzw. Zinskapi alisie ung und Schuldens eichung (Reduk ion on F). Die ge inge Finanzie ungsbe ei - scha p i a e K edi gebe egis ie end, o de n imme meh Ökonomen en wede eine „ ezip oke Kondi ionali ä " (z.B. Bacha 1987) ode Schul- den eduk ionen. Eine ezip oke Kondi ionali ä will, ausgehend on eine Wachs umsp og ammie ung, die den no wendigen Ne okapi alimpo bes imm , diesen We als pe o mance-K i e ium ü die K edi gebe anse zen. Wi d dieses nich e üll , sollen die P og ammlände en wede zu au oma ischen Ziehungen bei den B e on-Woods-Ins i u ionen be ech ig we den ode eine Zinskapi alisie ung o genommen we den. Auch ande e Au o en schlagen o , eine Nich inanzie ungsbe ei scha de Banken als K i e ium ü die Ein üh ung eine Schuldene leich e ungsini ia i e zu e - wenden (Sachs 1986, Williamson 1986, Fische 1987). Bei gegebenem Ne o- kapi alzu luß (gF) we den Zins- und/ode Schulden eduk ionen zu den Ins umen en eine wachs umso ien ie en Anpassungspoli ik. Ohne eine Schuldene leich e ungsini ia i e is de inanzielle T ans e bei e spe em Kapi alma k zugang eine exogene Va iable, de sich die Nich -Zins-Leis ungsbilanz de hoch e schulde en Lände du ch E zeu- gung on Übe schüssen anpassen muß. Dies is ein ealwi scha liches Symp om de De isenknapphei (ode de „ex e nen S angulie ung", wie es im Um eld de UN-Wi scha skommission ü La einame ika in den OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.23.1.1 | Gene a ed on 2023-01-16 12:58:42 , Anpassung mi Wachs um" ode Schuldene leich e ungen? 23 sechzige Jah en hieß). Ein inanzielles Symp om is die zunehmende Schwie igkei iele P og ammlände , die K edi obe g enzen ü den ö en lichen Sek o - das sogenann e „Public Sec o Bo owing Requi e- men " - einzuhal en. Ein Blick au die S aa sbudge es ik ion zeig einige U sachen hie ü : (2aRT) ADs = Is + (Cs -T)- F(gF - ) ode : (2bRT) ADS = Is + (Cs - T) + (EX -IM)- AR. Jede E höhung de Ve zinsung de Auslandsschuld, jede Einsch änkung de Neuk edi e e höh den in e nen Finanzie ungsbeda . Das ex e ne Ve - schuldungsp oblem üh in eine Schuldenübe hangsi ua ion asch zu einem in e nen Ve schuldungsp oblem. Le z e es läß sich - wie Gleichung (2bRT) zeig - nich mi de E zeugung on Leis ungsbilanzübe schüssen besei igen, da diese bei beg enz em Finanz ans e die inländische K edi - au nahme des S aa es e höhen. In eine solchen Si ua ion üh en nich -an i- zipie e E höhungen des nega i en Finanz ans e s (z.B. du ch Zinss eige- ungen) dazu, daß en wede die K edi obe g enzen nich eingehal en we - den können, ode ex-pos Budge kü zungen o genommen we den müssen. Da le z e e in de Regel die lexible en S aa sin es i ionen e en, en s eh ein Zielkon lik zwischen S abilisie ungs- und Wachs umszielen. Dieses Dilemma neue dings ane kennend, s imm e de IWF im Mexiko-P og amm on 1986 zu, lediglich eine K edi obe g enze ü das „p ima y de ici " - das um Zinszahlungen be einig e inanzielle S aa sbudge de izi - o zugeben. Vo ausgese z die mone ä e In la ionse klä ung im Fonds-Bank-Modell is ich ig, komm dies wiede um eine Au gabe des S abilisie ungsziels gleich wie beispielha an den Mexiko-Da en illus ie we den kann: Das inan- zielle S aa sde izi sank on 17,6% des B u oinlandsp oduk s in 1982 au - imme noch hohe - 9,9% in 1985. Abe die p ima y-balance zeig mi einem Übe schuß on 2,1% im Jah e 1985, daß gegenübe dem 1982-e De izi on 9,4% eine einschneidende Anpassung s a ge unden ha (Banco de México 1986). Diese ging insbesonde e zu Las en de ö en lichen In es i ionen und dami auch des Wi scha swachs ums (ohne eilich den S aa skonsum zu schonen). Diese Beobach ungen üh en uns zu eine d i en De ini ion des Schul- denübe hangs: De o handene ex e ne Schuldenbes and is zu hoch, um ohne Schuldene leich e ungen gleichzei ig die In la ion bekämp en und Wachs um e zeugen zu können. Die s a egische An wo au diese P oblemlage könn e mi Schuldene - leich e ungen - Schulden eduk ion, Zins eduk ion und Kapi alisie ung OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.23.1.1 | Gene a ed on 2023-01-16 12:58:42 24 Ha ald Sande nich -an izipie e ode in la ionä wi kende Zinss eige ungen - gegeben we den. Eine wachs umso ien ie e „Schuldene leich e ungsp og ammie ung" - dies konn e hie gezeig we den - is mi den heo e ischen Denkschema a de B e on-Woods-O ganisa ionen du chaus e einba . Am Beispiel eine Schulden eduk ion da ges ell , könn e diese den olgenden Ablau haben: 1. Fo mulie ung de P og ammziele Ay*, AP* und AR* . 2. P ognose de exogenen Va iablen EX, gF und und Schä zung de Modellpa ame e K, , m und s. 3. Simul ane Bes immung de Ins umen enwe e AD, CSi und T bei gege- bene Auslands e schuldung und gegebenem Wechselku s. 4. P ü ung, ob die e echne en Ins umen enwe e in de Anpassungspe- iode ealisie ba und im Schuldne land sozial und poli isch e e ba sind. Dabei sind insbesonde e be ei s e b ach e Anpassungsleis ungen und die dami e bundenen Kos en in Be ach zu ziehen. 5. Füh die P og ammie ung nich zu plausiblen und du ch üh ba en Ins umen enwe en, is - gegebenen alls nach eine P ü ung de Wi - kung on Wechselku sände ungen - eine e neu e Modell echnung du ch- zu üh en, aus de die no wendige Schulden eduk ion e echne wi d, die mi ökonomisch, poli isch und sozial e e ba en Vo gaben ü die ande- en Ins umen enwe e e einba sind. IV. K i ische Wü digung de heo e ischen G undlagen de IWF-Wel bank-Poli ik Das o ges ell e gemeinsame IWF-Wel bank-Modell g ei as aus- schließlich au die adi ionellen Theo iebaus eine de Einzelmodelle zu ück, so daß de en S uk u eigenscha en im wesen lichen e hal en blei- ben. Das eigen lich Neue im In eg a ionsansa z is die angebo s heo e ische Realeinkommense klä ung, die das IWF-Modell e wei e . Das Syn hese- modell en k ä e also nich die bekann en A gumen e gegen die al en Modellelemen e: 1. Die P oduk ion is wei e hin angebo sde e minie . Eine es ik i e K e- di poli ik kann jedoch die eale Nach age eduzie en und nega i e Mul- iplika o e ek e auslösen, die die P oduk ion on de Nach agesei e he eduzie en. Das Fonds-Bank-Modell beg ünde die Realeinkommenswi - kungen jedoch nu mi den (ku z is ig ge ingen) Kapazi ä se ek en de In es i ionen und nich mi de en Einkommense ek en. Es bes eh also OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.23.1.1 | Gene a ed on 2023-01-16 12:58:42