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Die internationale Schuldenkrise. Ursachen - Konsequenzen - Historische Erfahrungen

Gutowski, Armin

Abstract

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Full text

Gu owski, A min (Ed.) Book Die in e na ionale Schuldenk ise. U sachen - Konsequenzen - His o ische E ah ungen Sch i en des Ve eins ü Socialpoli ik, No. 155 P o ided in Coope a ion wi h: Ve ein ü Socialpoli ik / Ge man Economic Associa ion Sugges ed Ci a ion: Gu owski, A min (Ed.) (1986) : Die in e na ionale Schuldenk ise. U sachen - Konsequenzen - His o ische E ah ungen, Sch i en des Ve eins ü Socialpoli ik, No. 155, ISBN 978-3-428-45972-8, Duncke & Humblo , Be lin, h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 This Ve sion is a ailable a : h ps://hdl.handle.ne /10419/285582 S anda d-Nu zungsbedingungen: Die Dokumen e au EconS o dü en zu eigenen wissenscha lichen Zwecken und zum P i a geb auch gespeiche und kopie we den. Sie dü en die Dokumen e nich ü ö en liche ode komme zielle Zwecke e iel äl igen, ö en lich auss ellen, ö en lich zugänglich machen, e eiben ode ande wei ig nu zen. 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Wallich He ausgegeben on A min Gu owski DUNCKER & HUMBLOT / BERLIN OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 CIP-Ku z i elau nahme de Deu schen Biblio hek Die in e na ionale Schuldenk ise: U sachen- Konsequenzen - his o . E ah ungen / on Pe e Be nholz ... H sg. on A min Gu owski. - Be lin: Duncke und Humblo , 1986. (Sch i en des Ve eins ü Socialpoli ik, Gesellscha ü Wi scha s- und Sozial- wissenscha en; N. F., Bd. 155) ISBN 3-428-05972-7 NE: Be nholz, Pe e [Mi e .]; Gu owski, A min [H sg].; Gesellscha ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en: Sch i en des Ve eins ... Alle Rech e, auch die des auszugsweisen Nachd ucks, de o omechanischen Wiede gabe und de übe se zung, ü säm liche Bei äge o behal en © 1986 Duncke & Humblo GmbH, Be lin 41 Ged uck 1986 bei Be line Buchd ucke ei Union GmbH, Be lin 61 P in ed in Ge many ISBN 3-428-05972-7 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 Vo wo Als Mexiko im Jah e 1982 o übe gehend die Zahlungen au seine eno me Auslands e schuldung eins ellen muß e, kam die K ise, die heu e allgemein als in e na ionale Schuldenk ise angesehen wi d, o en zum Ausb uch; o ausgegangen wa ein asan e Ans ieg de Auslands- e schuldung o allem, abe nich nu , einige la einame ikanische Lände : bis zu diesem Jah e wa die Auslands e schuldung de En - wicklungslände (ohne OPEC) au übe 600 M d. Dolla ges iegen. Im Lau e de olgenden Jah e muß e dann eine Reihe on Lände n Um- schuldungsabkommen abschließen. Heu e schein sich die K ise en - schä zu haben, und das in e na ionale Finanzsys em einschließlich de na ionalen und in e na ionalen Ins i u ionen ha seine - ü manchen e s aunliche - Flexibili ä e neu un e Beweis ges ell . Die P obleme können eilich noch keineswegs als endgül ig übe wunden gel en. Was wa en die U sache diese Finanzk ise und wie sehen die Lö- sungsmöglichkei en aus? Was können wi aus K isen de Ve gangen- hei le nen? Welche Rolle spielen die Ins i u ionen und wie könn en sie e besse we den? Diese und ande e F agen behandel e de Ausschuß ü Geld heo ie und Geldpoli ik des Ve eins ü Socialpoli ik au seine Tagung am 8./9. Feb ua 1985 in F ank u am Main. De e s e, meh his o ische Teil de Re e a e beginn mi dem Bei- ag on P o . D . Ka l E ich Bo n (Tübingen). E bie e einen Rück- blick au einige de in e na ionalen Finanzk isen de Ve gangenhei und un e such , welche E ah ungen aus diesen K isen gewonnen we - den können. Dabei wi d sowohl au die e schiedenen K isenu sachen als auch au die A und Weise sowie au die Ins umen e de K isen- bekämp ung eingegangen. In dem Bei ag on P o . D . Ka l Häuse (F ank u ) we den K i e ien zu Analyse de in e na ionalen Ve - schuldung, e wa die Rech sposi ion de Be eilig en, die Wäh ungs e - assung, die A de En s ehung de Schuld und die Risikos euung, he ausgea bei e und Keynes' wei sich ige P ognose de deu schen Schuldenk ise in den zwanzige Jah en behandel . Eine spezielle K ise, die A gen iniens 1890 -1900, bilde den Gegens and des Re e a s on P o . D . Pe e Be nholz (Basel). Da diese Bei ag in englische Sp ache schon an ande e S elle e schienen is , wu de in diesen Band nu eine Zusammen assung au genommen. In dem zwei en Block de Bei äge wi d de de zei ige S and de in e na ionalen Finanzk ise behandel , wobei alle dings auch Lösungs- ansä ze disku ie we den. D . Wol gang Rieke (F ank u ) behandel un e dem Ti el "Ansä ze zu Lösung de Schuldenk ise" die P ogno- sen des In e na ionalen Wäh ungs onds zu wei e en En wicklung de OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 6 Vo wo Ve schuldung de En wicklungslände und die e schiedenen Vo - schläge, wie die Zinslas e inge we den könn e. Hen y C. Wallich (Washing on D.C.) s ell in seinem Bei ag "The In e na ional Deb Si ua ion in an Ame ican View: Bo owing Coun ies and Lending Banks" insbesonde e da , wie sich die ins i u ionellen und ech lichen Regelungen, denen die Banken in den Ve einig en S aa en und in Eu opa un e liegen, oneinande un e scheiden, und zieh da aus Schlüsse ü das jeweilige Ve hal en de Banken in dem Fall, daß Schul- den nich ode nich e minge ech bedien we den. Die Rolle de Ban- ken ü das En s ehen und den Ablau de in e na ionalen Schulden- k ise s eh auch im Mi elpunk des ü die Ausschußsi zung o be ei e- en, do abe nu e kü z in de Diskussion o ge agenen Bei ages on D . O ma Emminge (F ank u ). P o . D . Emil-Ma ia Claassen (Pa is und Flo enz) ha in dem d i - en, s ä ke heo e isch ausge ich e en Block, übe "Die Funk ion des K edi gebe s de le z en Ins anz bei na ionalen und in e na ionalen Finanzk isen" e e ie . E plädie ü die genaue Un e scheidung zwi- schen Illiquidi ä und Insol enz on S aa en und disku ie die Au ga- ben, die die Zen al- und Geschä sbanken bei de Lösung diese P o- bleme e üllen soll en. Auch hie wu de nu eine Zusammen assung au genommen, da eine aus üh liche Fassung schon in englische Sp ache e schienen is . In seinem Bei ag übe "In e na ionale Finanzin e me- dia ion und Auslands e schuldung" üh P o . D . Vincenz Timme - mann (Hambu g) den Ans ieg de Auslands e schuldung wenige au ex- e ne Schocks wie die d as ischen Ölp eise höhungen ode au die An i- in la ionspoli ik, als ielmeh au lang is ige Wandlungen des Finanz- sys ems zu ück. Eine in e na ionale Finanzk ise is nach seinem U eil nich zu be ü ch en. Ve schä we den kann die schwie ige Schulden- si ua ion on En wicklungslände n eilich du ch die Kapi al luch . P o . D . Die e Duwendag (Speye ) ha in seinem Bei ag den Ve such un e nommen, diese zu quan i izie en. P o . D . Jü g Niehans (Be n) geh schließlich de F age nach, un e welchen Bedingungen es ü Schuldne a ional is , ih e Schulden nich meh zu ückzuzahlen, ob- wohl sie im s engen Wo sinne nich zahlungsun ähig sind; e zeig , un e welchen Bedingungen die Fo de ungen aus in e na ionalen K e- di en undu chse zba we den. Mi diesem Band leg de Ausschuß ü Geld heo ie und Geldpoli ik einen um assenden übe blick sowohl übe U sachen, Ve lau und Kon- sequenzen de gegenwä igen Schuldenk ise als auch übe E ah ungen aus de a igen K isen in de Ve gangenhei o ; mi de Viel al on un e schiedlichen Ansä zen dü e dieses wei e hin ak uelle P oblem in seinen wesen lichen Aspek en e aß wo den sein. A min Gu owski OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 Inhal E ah ungen aus in e na ionalen Finanzk isen de Ve gangenhei Von Ka l E ich Bo n, Tübingen .................................... 9 K i e ien zu Analyse in e na ionale Ve schuldung und Keynes' P o- gnose de deu schen Schuldenk ise Von Ka l Häuse , F ank u ........................................ 31 Zu a gen inischen Schuldenk ise 1890 - 1900 Von Pe e Be nholz, Basel. ........ .. .. . ... .. ..... . .. .. ... ... .. . . ... 45 Ansä ze zu Lösung de Schuldenk ise Von Wol gang Rieke, F ank u .................................... 51 The In e na ional Deb Si ua ion in an Ame ican View: Bo owing Coun ies and Lending Banks Von Hen y C. Wallich, Washing on D.C. ............................ 69 Die in e na ionale Schuldenk ise und die Banken Von Q ma Emminge , F ank u .................................. 83 Die Funk ion des K edi gebe s de le z en Ins anz bei na ionalen und in e na ionalen Finanzk isen Von Emil-Ma ia Claassen, Pa is und Flo enz ...................... 99 In e na ionale Finanzin e media ion und Auslands e schuldung Von Vincenz Timme mann, Hambu g Kapi al luch aus En wicklungslände n: Schä zp obleme und Bes im- mungs ak o en 105 Von Die e Duwendag, Speye ...................................... 115 In e na ionale K edi e mi undu chse zba en Fo de ungen Von Jü g Niehans, Be n .......................................... 151 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 14 Ka l E ich Bo n ablehn e, e häng en G oßb i annien und Deu schland am 3. Dezembe 1902 eine Blockade übe die Hä en Venezuelas, die on einem deu sch- b i ischen K euze geschwade , dem sich noch ein i alienisches K iegs- schi anschloß, ausge üh wu de. Wäh end de Blockade wu den d ei enezolanische Kanonenboo e e senk und ein Küs en o ze s ö . P äsiden Cas o ie mi E olg die La einame ikane zu P o es en ge- gen die eu opäische Hoch inanz und ih e Gewal me hoden au . Auch in den Ve einig en S aa en wu de un e Be u ung au die Mon oe-Dok in scha e K i ik am Vo gehen de B i en und Deu schen lau . Um eine ame ikanischen diploma ischen In e en ion zu o zukommen, o de en die b i ische und die deu sche Regie ung den ame ikanischen P äsiden- en Theodo e Roose el zu Lei ung eines Schieds e ah ens au . Im Feb ua 1903 kam es zu Einigung. Die deu sche Regie ung e klä e sich dami ein e s anden, daß die deu sche Ba -Fo de ung au so o ige Zah- lung on 66000 ;E au 5 500 ;E eduzie und ü den üb igen Be ag Bü g- scha en gegeben wu den,s Danach wu de die See-Blockade au gehoben. De Haage Schiedsge ich sho bes ä ig e im Jah da au die Fo de un- gen de Blockademäch e; Fo de ungen ande e blieben o en. Sei de Venezuela-Blockade behiel en es sich die Ve einig en S aa en o , Gläubige in e essen gegenübe den Regie ungen la einame ikani- sche S aa en no alls du ch mili ä ische In e en ion zu e e en. Zu diesem Zweck gab P äsiden Roose el im Dezembe 1904 eine In e - p e a ion de Mon oe-Dok in, das sog. "Roose el Co olla y", wonach die Mon oe-Dok in die Ve einig en S aa en zwingen könne, in e na io- nale Polizeigewal auszuüben, alls ein S aa de wes lichen Hemi- sphä e in lag an e Weise Un ech ue ode un ähig sei, Un ech zu e hinde n. 1I Un e Be u ung au dieses Roose el -Ko olla ließen die Ve einig en S aa en 1905 und 1916 in de Dominikanischen Republik und 1912 in Nica agua T uppen landen, um ein geo dne es Finanz- wesen und einen egelmäßigen Zinsendiens zu e zwingen. Dagegen wa en die Regie ungen de eu opäischen Mäch e, abgesehen on de Venezuela-Blockade, nich geneig , Fo de ungen ih e S aa s- angehö igen gegen ausländische Regie ungen du ch mili ä ische In e - en ion zu un e s ü zen. Selbs die poli ische In e en ion gegenübe säumigen Schuldne lände n hiel en sie o 1914 im allgemeinen nich ü ih e Au gabe. Als die Deu sche Bank im Augus 1888 an ag e, ob 8 Die deu schen Fo de ungen gegen Venezuela sind zusammenges ell in de Dokumen a ion "Reklama ionen Deu schlands gegen Venezuela (Reichs- ag, D ucksachen 1900/03, N . 786). Die deu schen Ak en zu Venezuela- Blockade sind abged uck in: Die G oße Poli ik de Eu opäischen Kabine e, Bd. 17, Dok. N . 5031- 5150. B Vgl. U. Sau e : Geschich e de Ve einig en S aa en on Ame ika, S u - ga 1976. S. 325. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 E ah ungen aus in e na ionalen Finanzk isen de Ve gangenhei 15 das Auswä ige Am Bedenken gegen den E we b de Konzession ü die ana olische Eisenbahn du ch die Deu sche Bank habe, an wo e e Bisma ck selbs am 2. Sep embe 1888, daß keine poli ischen Bedenken dagegen bes änden. E schloß abe die Wa nung an: "In de Ta gehen deu sche Un e nehme du ch Kapi alanlagen in ana olischen Eisenbahn- bau en ein Risiko ein, welches zunächs in den Schwie igkei en de Rech s e olgung im O ien lieg , abe du ch k iege ische und ande e Ve wicklungen noch ges eige we den kann. Die da in ü deu sches Kapi al liegenden Ge ah en we den ausschließlich den Un e nehme n zu Las allen und we den die le z e en nich da au echnen können, daß das Deu sche Reich sie gegen die mi gewag en Un e nehmungen im Auslande e bundenen Wechsel älle siche s ellen we de."lO Noch am 10. Juli 1914 bek ä ig e de b i ische Außenminis e Si Edwa d G ey o dem Un e haus die g undsä zliche Abneigung seine Regie ung, sich in die in e na ionalen Anleihegeschä e b i ische Finan- zie s in ol ie en zu lassen: " ... Gene ally speaking, and especially in Sou h Ame ica, hese a e hings in which he Fo eign O ice does no in e e e."·l1 Indes haben die Regie ungen de eu opäischen Mäch e en gegen dem G undsa z de Nich einmischung in in e na ionale Finanzgeschä e in einigen Fällen poli ischen D uck au säumige Schuldne s aa en ausge- üb , und zwa do , wo sie eigene mach poli ische In e essen e olg en und wo sie es sich leis en konn en, ohne ih e sons igen auswä igen Be- ziehungen zu belas en. Das gil o allem ü Ägyp en und das Osma- nische Reich. Bis 1875 wa die ägyp ische S aa sschuld au übe 90 Millionen , an- gewachsen; das en sp ach e wa dem zehn achen Be ag de jäh lichen S aa seinnahmen, die - umge echne -zwischen 9 und 10 Millionen P und ausmach en.12 Die eno me Schuldenlas esul ie e eils aus dem Au wand ü den Suez-Kanal; de Khedi e, de Vizekönig, ha e 176 602 Ak ien de Suez-Kanal-Gesellscha au Pump kau en müssen, da sich nich genügend Käu e ge unden ha en. Teils wa en die Schulden aus einem eh geizigen, abe schlech be iebenen Mode nisie ungsp og amm en s anden; und schließlich wa en ein ach neue Schulden au genommen wo den, um äl e e Schulden e zinsen und amo isie en zu können . .10 Bisma cks Sch eiben om 2. 9. 1888 an die Deu sche Bank is abged uck in: F. Seidenzahl: 100 Jah e Deu sche Bank 1870 -1970, F ank u a. M. 1970, S. 67. 11 Pa liamen a y Deba es, Hause o Commons, 5 h se ., LXIV, 1448 ., zi . on H. Feis: a.a.O., p. 85. 12 Nähe es zu ägyp ischen Finanzk ise bei D. S. Landes: Banke s and Pashas. London 1958 u. W. J. Mommsen: Impe alismus in Ägyp en, Mün- chen/Wien 1961. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 16 Ka l E ich Bo n Auße de Höhe de Schulden wa de hohe An eil ku z is ige Schul- den bedenklich: 21 Millionen .. Da Ägyp en nominell noch dem Osma- nischen Reich angehö e, bedu e es ü Anleihen de Genehmigung des Sul ans; ku z is ige Schulden konn e de Khedi e aus eigene Voll- mach au nehmen. Wegen de poli ischen Bequemlichkei wa dann o die inanziell bedenkliche ku z is ige Ve schuldung gewähl wo den. Da die hohe ku z is ige Schuld die Ge ah eines S aa sbank o s mi den en sp echenden Auswi kungen auch au die konsolidie en Schul- den in bed ohliche Nähe ge ück ha e, plan en einige de anzösischen Gläubige banken die Konsolidie ung de ägyp ischen S aa s inanzen du ch Umwandlung de ku z is igen Schulden in eine neue Anleihe mi lange Lau zei . Diese Anleihe soll e du ch ein Konso ium anzösi- sche Banken un e Füh ung des C edi Foneie de F ance emi ie we den. Als Siche hei soll e dem Konso ium das Suez-Kanal-Ak ien- pake des Khedi en e p ände we den. Ande e anzösische Banken woll en die güns ige Gelegenhei nu zen und dem Khedi en das Ak ien- pake abkau en; denn in de Wel wi scha sk ise 1873/75 wa de Ku s de Suez-Kanal-Ak ien ebenso wie die ande en Ak ienku se ge allen. Doch wa das wegen des b i ischen In e esses am Suez-Kanal ein heik- les Geschä , und so ag en sie bei de anzösischen Regie ung an, ob poli ische Bedenken dagegen bes ünden. Die anzösische Regie ung, die wenige Mona e zu o in de "K ieg-in-Sich -K ise" die b i ische Hil e- s ellung gegen Deu schland in Ansp uch genommen ha e, konn e sich eine Ve s immung G oßb i anniens nich leis en und ließ in London an- agen, ob die b i ische Regie ung Bedenken gegen den Kau de ägyp- ischen Suez-Kanal-Ak ien du ch eine anzösische Bankeng uppe habe. Je z lande e de b i ische P emie minis e Dis aeli einen Übe - aschungs-Coup: E ließ de anzösischen Regie ung mi eilen, daß G oßb i annien mi dem E we b de Ak ien du ch anzösische Banken keineswegs ein e s anden sei. Gleichzei ig kau e e mi Hil e eines K edi s, den ihm de Che de Londone Ro hschild-Bank, Lionel Ro h- schild, inne halb wenige S unden übe wies, ü knapp 4 Millionen . das Ak ienpake des Khedi en Isma'iV 3 Diese ha e sich zum Ve kau ans elle de Anleihe en schlossen, da die Bedingungen des C edi Fon- eie seine inanzpoli ische En scheidungs eihei s a k eingeeng hä en. Fü die b i ische Regie ung wa de Ak ienkau ein gu es Geschä . Sie e wa b dami zwa nich die Meh hei de Suez-Kanal-Ak ien -die blieb nach wie o in den Händen anzösische Banken -, al;>e das g öß e Ak ienpake . 4 Millionen zahl e sie ü die Ak ien, die den Khedi e seine zei einschließlich de Zinsen de ü den E we b au - 13 Vgl. R. Blake: Dis aeli. F ank u a. M. 1980, S. 482 . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 E ah ungen aus in e na ionalen Finanzk isen de Ve gangenhei 17 genommenen K edi e 11 Millionen gekos e ha en. u Bis zum Ende des 19. Jah hunde s s ieg de Ku s diese Ak ien au das Ach ache des Ku ses, zu dem Dis aeli gekau ha e. Auße dem b ach en die Suez- Kanal-Ak ien de b i ischen Regie ung om Ende de 70e Jah e bis 1914 jäh lich im Du chschni 1- I1/4 Millionen , Di idende ein. Die ägyp ische Finanzno wa mi dem Ve kau de Suez-Kanal- Ak ien noch keineswegs behoben. Deshalb wa Isma'il 1876 gezwungen, de Ein ich ung eine Schulden e wal ung un e in e na ionale Kon- olle zuzus immen. Die al en ägyp ischen S aa sanleihen wu den mi Ausnahme on d ei Anleihen zu eine S aa sschuld on 91 Millionen zusammenge aß , die mi 71)/0 zu e zinsen wa . Das wa eine ge inge e Ve zinsung als bishe im Du chschni . Die Ve wal ung de S aa s- schuld wu de de neu einzu ich enden "Caisse de la De e Publique" übe agen, de en ie Di ek o en on de b i ischen, anzösischen, ös e eich ischen und i alienischen Regie ung nominie wu den. De Caisse de la De e Publique wu den die Zölle und meh e e indi ek e S eue n, insgesam zwei D i el de gesam en S aa seinkün e, e p än- de . Doch dieses Sys em konn e nich unk ionie en und s ü z e Ägyp en nu in neue Schulden. Als Isma'il 1879 bei de Einlösung ku z is ige Schulden in Ve zug ge ie und sich einem neuen Sanie ungsplan wide - se z e, wu de e au Ve langen de b i ischen und de anzösischen Re- gie ung om Sul an abgese z und du ch Tau ik Pascha e se z . Obwohl Tau ik ge ügige wa als sein Vo gänge , muß en die Gläubige sich 1880 dazu be ei inden, den Zins de S aa sschuld au 4 '0/ 0 he abzuse - zen. Nach de neuen Schulden egelung du e Ägyp en on seinen S aa seinnahmen 4,9 Millionen , e wa die Häl e de damaligen Ein- nahmen, ü sich e b auchen, de da übe hinausgehende Be ag loß an die Caisse de la De e Publique. Ohne de en Zus immung du e keine neue Anleihe au geleg we den. Ku z is ige K edi e du eÄgyp- en bis zu maximal 2 Millionen au nehmen. Die ägyp ische Schuldenk ise, eine Folge de iel zu hohen Schulden- au nahme, ende e dami , daß Ägyp en seine Finanzhohei e lo und un e die inanzielle Kon olle seine Gläubige ge ie . Die poli ische Folge diese Schulden egelung wa die na ionale Reak ion in Ägyp en, die 1881 zu zwei E hebungen de ägyp ischen A mee und 1892 zu eu o- päe eindlichen Aussch ei ungen in Alexand ia üh en. Diese wiede - um gaben den Ans oß zu mili ä ischen In e en ion G oßb i anniens und zu jah zehn elangen Bese zung Ägyp ens du ch b i ische T up- pen. Zu gleichen Zei , da de Khedi e on Ägyp en die Finanzkon olle du ch die Gläubige hinnehmen muß e, wa sein Obe he , de Sul an a Vgl. W. J. Mommsen: a.a.O., S. 42. 2 Sch i en d. Ve eins . Socialpoli ik 155 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 18 Ka l E ich Bo n in Kons an inopel, bank o . Sei dem K imk ieg wa die Auslands- schuld des Osmanischen Reiches bis 1875 au 4,62 Millia den s.ange- wachsen. Wegen de hohen Risikop ämie, die die Gläubige im übe - nahmeku s be echne ha en, wa en abe nu 60 % da on den Tü ken zugu e gekommen. Die Bekämp ung de Au s ände in den damals noch ü kischen P o inzen Bosnien, He zegowina und Bulga ien 1875, dann de K ieg gegen Se bien und Mon eneg o 1876 und schließlich auch gegen Rußland (1877), die den ch is lichen Un e anen des Sul ans mi de Absich au eigenen Landgewinn zu Hil e kamen, b ach en hohe zu- sä zliche Ausgaben. Die ü kische Regie ung konn e ih en Ve p lich un- gen gegenübe ih en ausländischen Gläubige n, meis anzösischen und englischen Bankhäuse n, nich meh nachkommen. 1875 wu den die Zinsen nu noch eilweise bezahl , 1876 wu de de Zinsendiens ganz einges ell . Solange das Osmanische Reich sich im K ieg be and, muß en die Gläubige wohl ode übel s illhal en. Au dem Be line Kong eß im Somme 1878, au dem nach dem mili- ä ischen Zusammenb uch de Tü ken die o ien alischen F agen ge e- gel wu den, o de en die b i ische und anzösische Regie ung die ü - kische Regie ung au , du ch eine in e na ionale Kommission die Fo de- ungen de ausländischen Gläubige p ü en und Vo schläge zu ih e Be iedigung un e Be ücksich igung de inanziellen Si ua ion des Os- manischen Reiches machen zu lassen. Die ü kische Regie ung woll e eine on Regie ungs e e e n bese z e in e na ionale Kommission nich hinnehmen und nahm Ve handlungen mi den einzelnen Gläubi- ge banken au . Da die Tü ken hie kein En gegenkommen zeig en, e - spe en die Banken ihnen mi Un e s ü zung ih e Regie ungen den Zugang zu ausländischen Kapi almä k en. 15 Un e dem D uck des Fi- nanzno s andes muß e Sul an Abdul Hamid I . nachgeben und au die Wünsche de Gläubige banken eingehen. De Inhal de Ve einba ung zwischen de ü kischen Regie ung und den Banken wu de den Regie- ungen de eu opäischen Mäch e o iziell mi ge eil und wu de als ü - kisches Gese z e künde . 16 Fü die Abwicklung des ü kischen Schuldendiens es wu de eine in e na ionale Kon ollbehö de einge ich e , die "Adminis a ion de la De e Publique O omane". De en Di ek o ium wu de on den G uppen 15 Vgl. H. Feis: a.a.O., p. 332. 16 Die Anleihe e äge des Osmanischen Reiches sind e ö en lich : Re- eueil des Con a s d'Emp un s e e., eonelus pa le Gou e nemen Impe ial. Vol. I u. H, publies pa la Banque Impe iale O omane, Pa is 1905/13, ol. HI, publie pa l'Adminis a ion de la De e Publique O omane. Is anbul 1918. - übe die De e O omane gl. D. C. Blaisdell: Eu opean Financial Con ol in he O oman Empi e, New Yo k 1929. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 E ah ungen aus in e na ionalen Finanzk isen de Ve gangenhei 19 de anzösischen, deu schen, ös e eichischen, i alienischen, englisch- niede ländischen und ü kischen Gläubige banken und on de Banque Impe iale O omane, de en Kapi al und Lei ung in anzösischen Hän- den wa , bes ell . Gene aldi ek o de De e O omane wa imme im Wechsel ein Englände ode ein F anzose. Diese Schulden e wal ung wu den die E äge des Salz- und des Tabak-Monopols und de Seiden- und de B ie ma kens eue e p ände . Vie Fün el diese Einnahmen wa en ü den Zinsen diens , ein Fün el ü die Amo isa ion bes imm . Fü die Kon olle übe den ü kischen Schuldendiens und ü die Siche s ellung de kün igen Zahlungen muß en die Gläubige mi eine k ä igen Reduzie ung ih e Geld o de ungen bezahlen. Bis zu Ein- ich ung de De e O omane wa die ü kische S aa sschuld einschließ- lich ücks ändige Zinsen au 5,82 Millia den s. angewachsen. Diese Be ag wu de au eine Schuld on 3,4 Millia den s. eduzie , die mi 4 % zu e zinsen wa en. Bis 1903 wu den on diese Schuld 748 Mil- lionen s. amo isie . Dann wu den in eine neuen Schuldenkon e sion 389 Millionen s. de Schuld nachgelassen, abe gleichzei ig de Zins au 5 % e höh . Hie e eich en die Gläubige mi einem Ve zich au insgesam e wa die Häl e ih e Fo de ungen, daß die Tü ken wiede Zinsen und Amo isa ion zahl en. Das Osmanische Reich wa nach dem A angemen on 1881 wiede k edi wü dig. Doch Hil e de Regie ungen ü die Gläubige banken in in e na iona- len Finanzk isen wa o 1914 nich die Regel. Gewöhnlich muß en die Banken sich selbs hel en. Und das konn e eue we den ode einen lan- gen A em e o de n. Diese E ah ung mach e die Be line Handels- Gesellscha un e de Lei ung des legendä en ea l Fü s enbe g. Sie wa sei 1884 de Haup inanzie Se biens und blieb es bis 1914, auch nachdem Se bien mi dem Pu sch on 1903 nich nu die egie ende Dynas ie, sonde n auch die außenpoli ische O ien ie ung gewechsel ha e, indem es aus dem Lage des D eibundes in das des ussisch- an- zösischen Zweibundes übe wechsel e. Mi diese Fes s ellung wi d zu- gleich die on manchen Angehö igen Philosophische und Theologische Fakul ä en gläubig angenommene ma xis ische These, daß Schuldne - lände in halbkoloniale Abhängigkei on ih en Gläubige lände n ge- a en, alsi izie . 1884 wa un e Füh ung de Be line Handels-Gesell- scha ein deu sches Bankenkonso ium ü die se bischen S aa sanlei- hen gebilde wo den. 1885 wu den die se bischen S aa s inanzen du ch den e olglosen und e lus eichen K ieg gegen Bulga ien ze ü e . Se bien zahl e je z nu noch zwei D i el de älligen Zinsen. Das eh- lende D i el schossen die Konso ialbanken zu, um den Ku s de se - bischen S aa sanleihen zu hal en und um ih en K edi als Emissions- häuse beim Publikum nich zu e lie en. Au dies Ve hal en de Ban- ken ha e de se bische Finanzminis e Pe o ic auch ge echne , wie e OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 20 Ka l E ich Bo n Ca l Fü s enbe g un e blüm sag e, denn es bleibe ihnen ja ga nich s ande es üb ig. 17 Lansbu gh olge e da aus die "Leh e Numme eins": Nich de Gläubige , sonde n de Schuldne is im Kamp e um die E - üllung de Schuld e p lich ungen de S ä ke e. Wäh end die ande en Konso ialmi gliede nach diese E ah ung au wei e e K edi geschä e mi dem unzu e lässigen Schuldne s aa e - zich e en, e such e die Be line Handels-Gesellscha , in geduldigen Ve handlungen Se bien zu Sanie ung seine S aa s inanzen und zu ge egel en Ve zinsung und Amo isa ion seine Schulden zu bewegen. Du ch eine neue Anleihe, die nun on de Be line Handels-Gesell- scha allein übe nommen und emi ie we den muß e, wu de Se bien dazu geb ach , daß es einige Jah e seine Schuldzinsen olls ändig zahl e. Doch dann muß e die Bank wiede Zins ücks ände de Belg ade Regie- ung ausgleichen und du ch S ü zungskäu e den Ku s de se bischen S aa sanleihen e eidigen. Bis 1892/93 hal das noch. Dann wa die desola e Ve assung de se bischen S aa s inanzen doch sowei bekann gewo den, daß wei e e Zins o schüsse und S ü zungskäu e zwecklos wa en. Die Be line Handels-Gesellscha e such e nun einen annehm- ba en Komp omiß zu e eichen. Wiede bes ä ig e sich Lansbu ghs "Re- gel Numme eins". De Komp omiß iel nach zweijäh igen Ve handlun- gen ganz deu lich zu Guns en des Schuldne s Se bien aus. Es e hiel eine neue Anleihe übe 45 Millionen s., und die Be line Handels- Gesellscha muß e sich dami ein e s anden e klä en, daß du ch eine Zwangskon e sion de Zinssa z de äl e en Anleihen on 5 au 4 {}/o he abgese z wu de. Se biens Gegenleis ung bes and da in, daß es ü die Ve zinsung und Amo isa ion seine S aa sschuld die Einnahmen de neu zu bildenden Ve wal ung seine Finanzmonopole e p ände e. Dami wa o an ein pünk liche Schuldendiens gesiche . Die Be li- ne Handels-Gesellscha and jedoch ü wei e e se bische Anleihen keine Koope a ionsbe ei scha meh bei den deu schen Banken, son- de n muß e sei dem hie ü Konso ien mi anzösischen Banken bil- den. Wäh end sich die Be line Handels-Gesellscha mi dem säumigen Schuldne s aa Se bien plag e, wu de eine de klassischen englischen Me chan Banks, Ba ing B o he s, die zu Zei des Wiene Kong esses noch als sechs e eu opäische G oßmach bezeichne wo den wa en, du ch leich sinnige, spekula i e K edi geschä e in eine in e na ionale Finanz- k ise hineingezogen. Das Bankhaus Ba ing wa un e de Geschä slei- ung on Edwa d Cha les Ba ing, dem E s en Lo d Re els oke, on sei- ne bishe igen seh soliden, o sich igen Geschä spoli ik abgewichen 17 A. Lansbu gh: B ie e eines Bankdi ek o s an seinen Sohn, in: Die Bank, Juni 1931. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 E ah ungen aus in e na ionalen Finanzk isen de Ve gangenhei 21 und ha e sich au spekula i e, iskan e Geschä e eingelassen.18 Von dem Boom, de die a gen inische Wi scha sei 1886 e aß ha e, und on den Tips seines ame ikanischen Ko esponden en San o d ha e Lo d Re els oke sich e lei en lassen, in g oßem Um ange a gen inische Anleihen zu Emission zu übe nehmen: bis 1889 insgesam 19,2 Millio- nen . 19 Sie konn en jedoch einen g oßen Teil ih e a gen inischen und u uguayischen E ek en nich im Publikum un e b ingen und behiel en ü 7,75 Millionen da on in ih em Po e euille. 20 Als im Somme 1890 de Boom am La Pla a in eine he igen K ise zu Ende ging und die Zinszahlungen aus A gen inien und U uguay aus- blieben, wu den Ba ing B os. im He bs des gleichen Jah es illiquide.21 Sie ha en ku z is ige Ve bindlichkei en in Höhe on 16 Millionen . Diesen s anden zwa Ak i a in Höhe on 24,75 Millionen gegenübe ; abe die ließen sich nich schnell mobilisie en -auch die am La Pla a einge o enen 7,75 Millionen gehö en ja zu diesen Ak i a -. Am 7. No- embe 1890 muß e Lo d Re els oke dem Go e no de Bank o Eng- land, William Lidde dale, mi eilen, daß Ba ing B os. insol en seien. Lidde dale hiel zwa die K ise de Ba ings ü selbs e schulde - in einem spä e en Be ich cha ak e isie e e Lo d Re els okes Geschä s- üh ung als "haphaza d" -; abe e e kann e, daß eine Zahlungsein- s ellung des be ühm en Bankhauses Ba ing zu eine Panik un e de Bankenkundscha , zu einem Run au alle englischen Banken und zu e heblichen Goldabzügen aus G oßb i annien üh en wü de. Um eine de a ige ge äh liche Auswei ung de Ba ing-K ise zu e hinde n, o ganisie e e bis zum 14. No embe 1890 gemeinsam mi Be am Cu ie, dem Haup eilhabe des Bankhauses Glyn Mills & Co., eine Hil sak ion ü die Ba ings. Die g oßen Londone Ci ybanks bilde en ein Ga an iekonso ium ü 10 Millionen ; schließlich wu de de Ga- an ie onds au 17,5 Millionen geb ach . Das Publikum e uh on den Schwie igkei en de Ba ings e s , als mi ge eil we den konn e, daß de Ga an ie onds ü die Ve bindlichkei en de Ba ings be ei s mi 10 Mil- lionen gezeichne sei: Dadu ch wu de eine Panik e mieden. 1894 konn e de Ga an ie onds wiede au gelös we den, weil die Ba ings bis dahin den g öß en Teil ih e Ve bindlichkei en beglichen ha en. Die Ba ing-K ise ma kie eine Epochenwende in de b i ischen Bankengeschich e. Mi diese K ise begann die Umwandlung de P i- 18 Vgl. s . Chapman: The Rise o Me chan Banking, London 1984, p. 78. 10 P. H. Emden: Money Powe s o Eu ope in he 19 h and 20 h Cen u ies, New Yo k and London 1938, p. 283. 20 Ibidem, p. 281. :21 De gen aue He gang de Ba ing-K ise läß sich noch nich e mi eln, da sowohl die Ba ings als auch die Bank o England ih e Ak en zu diesem Vo gang de Fo schung noch nich zugänglich gemach haben, OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 22 Ka l E ich Bo n a bankie s i men in Kapi algesellscha en. Die Ba ings wu den noch 1890 in eine Limi ed Company umgeg ünde ; im gleichen Jah wu de die Williams Deacon's Bank Ak iengesellscha . 1891 ollzog das üh- ende Diskon haus Alexande & Co. den gleichen Sch i . 1892 wu de das P i a bankhaus Cou s & Co., bei dem ein g oße Teil des Hoch- adels, auch Angehö ige des Königshauses, Kon en un e hiel en, zu Kapi algesellscha ; und 1896 schlossen sich 20 P i a bankie s i men zu Ak ienbank Ba clays Bank zusammen. Neben de a igen höchs une wünsch en in e na ionalen Finanzk isen gab es abe auch Ve suche, solche K isen küns lich zu e zeugen, um poli ischen D uck auszuüben. Diesen Ve such un e nahmen die F an- zosen 1887, als sie ih e Gelde aus I alien abzogen, nachdem de D ei- bund zwischen Deu schland, Ös e eich-Unga n und I alien e neue wo den wa . Im gleichen Jah e such e Bisma ck, Rußland un e D uck zu se zen, indem e de Reichsbank e bo , ussische We papie e zu lomba die en; mi dem Lomba d e bo wa en ussische E ek en in Deu schland disk iminie , und de deu sche Kapi alma k blieb bis zu Au hebung des Lomba d e bo s (1894) ü Rußland e spe . Wäh- end de zwei en Ma okko-K ise, 1911, zogen die anzösischen Banken au Emp ehlung de anzösischen Regie ung die Gelde , die sie ku z- is ig an deu sche Banken ausgeliehen ha en (wegen de ela i hohen deu schen Geldma k zinsen), ab. Alle diese Ve suche, du ch E zeugung eine Finanzk ise den jeweiligen Schuldne s aa un e D uck zu se zen, sind geschei e . An die S elle de anzösischen Banken a en in I a- lien deu sche Banken; als Geldgebe Rußlands wu den die deu schen Banken du ch anzösische Banken e se z . Damals haben Deu sche und F anzosen gewisse maßen ih e Schuldne ausge ausch . 1911 wu den die abgezogenen anzösischen Gelde in Deu schland du ch ku z is ige K edi e ame ikanische Banken e se z , die damals e s malig als Gläu- bige gegenübe einem eu opäischen Indus ieland e schienen. Die bis in die jüngs e Ve gangenhei schwe s e in e na ionale Schul- denk ise wa die deu sche Schuldenk ise im Jah e 1931. Im Jah de Wel wi scha sk ise 1929 e eich e die deu sche Auslandsschuld 18,5 bis 19,5 Millia den RM; das en sp ach e wa 21 11 /0 des deu schen B u o- sozialp oduk s 1929. Nach einem Jah Dep ession, Ende 1930, wa die deu sche Auslandsschuld au 25,3 -25,8 Millia den RM ges iegen. Da abe das B u osozialp oduk 1930 au 82,4 Millia den RM gesunken wa , en sp ach die Auslandsschuld nunmeh e wa 31 G/ o des Sozialp o- duk s.22 Die Schuldensi ua ion wu de noch dadu ch e schlimme , daß 22 Die Da en nach: Deu sches Geld- und Bankwesen in Zahlen 1876 -1975, h sg. on de Deu schen Bundesbank, F ank u a. M. 1976, S. 6 u. 331. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 E ah ungen aus in e na ionalen Finanzk isen de Ve gangenhei 23 die Meh zahl de Auslandsschulden, nämlich 14,3 -14,8 Millia den RM ku z is ig wa en. Wie konn e es zu diese hohen Ve schuldung, o allem diese ex- o bi an hohen ku z is igen Ve schuldung kommen? Ha es o de K ise keine Bedenken wegen de Auslandsschulden gegeben? Welche Momen e haben die K ise des Somme s 1931 ausgelös ? Wie is die K ise .. bewäl ig " wo den? Welche Folgen ha e sie ü die Deu schen und ü ih e Gläubige ? Was is zu de K i ik zu beme ken, die damals und auch spä e am Ve hal en de Reichsbank in de K ise geüb wo den is ? Die Weima e Republik wa sei 1924, sei de Wäh ungss abilisie- ung und sei de Repa a ions egelung du ch das Londone Abkommen übe den Dawes-Plan ü ausländische Geldanlege ein a ak i es An- lageland gewo den. In olge de s a ken Geld- und Kapi alnach age nach dem Wäh ungsschni wa Deu schland 1925 -1930 das Hochzins- land schlech hin. Die deu schen Geldma k zinsen wa en in diesen J ah- en imme meh als doppel so hoch wie diejenigen de üh enden aus- ländischen K edi mä k e, und die Kapi alma k zinsen wa en as dop- pel so hoch wie die ausländischen.23 Einem Land mi eine so hochen - wickel en und leis ungs ähigen Indus ie wie Deu schland b ach en die ausländischen Banken g oßes Ve auen en gegen. An de deu schen K edi wü digkei gab es eigen lich nich s zu zwei eln. Auße dem wu - den die Finanzpoli ik des Reiches und die deu sche Zahlungs ähigkei du ch den Repa a ionsagen en Pa ke Gilbe kon ollie , und de Gene al a de Reichsbank se z e sich zu Häl e aus Auslände n zu- sammen, on denen eine noch die spezielle Au gabe ha e, die Einhal- ung de o gesch iebenen No endeckung du ch die Reichsbank zu übe - wachen. Haup gläubige wa en die Ve einig en S aa en. E wa 39 °/0 de deu schen Auslandsk edi e s amm en on do . Das zwei g öß e Gläu- bige land wa en die Niede lande mi 18 0 10 An eil an den K edi en. 15 °/0 de K edi e kamen aus G oßb i annien, 13 O o aus de Schweiz und nu 5°10 aus F ank eich. 11,8 Millia den RM diese Auslandsk edi e wa- en ohne Einschal ung deu sche K edi ins i u e unmi elba an deu - sche Un e nehmen gegangen. Die Banken ha en 8,9 Millia den RM e - hal en, und den Gebie skö pe scha en wa en 4,9 Millia den RM aus- ländische K edi e zuge lossen.24 23 Im Jah esdu chschni 1925 e eich en die deu schen Geldma k zinsen 9,13 U o, die de üh enden Auslandsk edi mä k e im Schni 3,74 '%. Die Da- en ü 1928 wa en 7,55 % (Deu schland) und 3,88 'O o (Ausland); ü 1930 wa en die Da en 5,49 O o (Deu schland) und 2,61 % (Ausland). Vgl. hie zu: Un e suchung des K edi wesens 1933. Teil I, Bd. I, Be lin 1933, S. 515. 24 Un e suchung des Bankwesens 1933. Teil I, Bd. 1, S. 512 und Teil 11, S. 462 . Deu sches Geld- und Bankwesen in Zahlen 1876 - 1975, S. 330, gib ü die Banken nu die ku z is igen Auslands e bindlichkei en an. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 K i e ien zu Analyse in e na ionale Ve schuldung und Keynes' P ognose de deu schen Schuldenk ise Von Ka l Häuse , F ank u Im o ausgegangenen Re e a s ell e K. Bo n no o ische und wenige bekann e Fälle in e na ionale Ve schuldung o . In dem olgenden dazu e aß en Ko e e a we den nu zwei Aspek e behandel , die sich de Da s ellung Bo ns an ügen lassen, nämlich 1. die No wendigkei de E a bei ung on K i e ien, mi de en Hil e sich die un e schied- lichen A en in e na ionale Ve schuldung o dnen und un e scheiden lassen und 2. die Übe p ü ung de deu schen Auslands e schuldung de zwanzige Jah e und die nach olgende Schuldenk ise au g und de Keynesschen P ognose. I. K i e ien zu Analyse in e na ionale Ve schuldung Die his o ischen Beispiele in e na ionale Ve schuldung sind zahllos und dennoch, wie alles His o ische, singulä . In seinem Re e a s ell e K. Bo n eine Reihe on Fällen in e na ionale Ve schuldung on e - schiedene A und mi un e schiedlichen Folgen o . Es lieg nahe, sie au die Gegenwa zu beziehen und zu e suchen, aus ih e Geschich e zu le nen. Diese Ve such s ell uns un e sehens o das Dilemma, dem sich deu schsp achige Na ionalökonomen o einem Jah hunde im Me hodens ei gegenübe sahen: Soll und kann ökonomische Theo ie aus de Beobach ung de Reali ä gewonnen we den? Von welche A is de Gegens and diese Theo ie, welche Disziplin gehö sie an und welche Me hode soll sie sich bedienen? Is ökonomische Theo ie au deduk i e, axioma ische, na u gese zliche A zu be eiben ode is sie on singulä e , his o ische und allen alls wah scheinlichkei s heo e i- sche Na u ? Jede Ve such, his o ische Fälle in e na ionale Ve schuldung zu e - gleichen ode sie au gegenwä ige Beispiele zu beziehen, wi d au einige allgemeine K i e ien angewiesen sein, mi de en Hil e sich diese Fälle cha ak e isie en und dadu ch e gleichen bzw. un e scheiden las- sen. Die olgenden Cha ak e isie ungen bilden wede einen olls ändi- gen noch den einzig möglichen Ka alog on Ein eilungen, abe es dü e in ielen Fällen zweckmäßig sein, sich de a ige K i e ien de Un e - scheidung zu bedienen: OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 32 Ka l Häuse a) Eine e s e mögliche Un e scheidung läß sich hinsich lich de Rech s- posi ion de Be eilig en, d. s. Gläubige und Schuldne , e en, e wa die Un e scheidung in s aa liche ode p i a e Schuldne und ebenso in s aa liche ode p i a e Gläubige . Es handel sich wenige da um, ob ö en liches ode p i a es Rech anzuwenden is , sonde n ob die Eigen- scha en des Rech ssubjek s den Cha ak e des Schuld e häl nisses be- ein luß ode beein lussen kann. Da de S aa sowohl als Schuldne wie als Gläubige ein Rech ssubjek ande e Quali ä als eine Pe son des p i a en Rech s is , e üg e übe ande e Möglichkei en und Mi el als ein p i a e Schuldne ode Gläubige . De S aa kann z. B. als Schuldne ällige Zahlungen e weige n, ohne deswegen in Liquida ion gehen zu müssen. Die Zahlungs e weige ung gegenübe ih en auslän- dischen Gläubige n du ch einige südame ikanische S aa en im Jah e 1931 und du ch das Deu sche Reich im Jah e 1933 ha diese Lände zwa in e na ional -nich na ional - disk edi ie , abe wei e hin als Han- deIspa ne bei besonde s s engen Zahlungsbedingungen akzep abel e hal en. Ein p i a e Schuldne müß e dagegen, alls ein Ve gleich nich zus ande komm , in Liquida ion gehen. Da S aa en jedoch nich liquidie we den können, zumindes nich bei Zahlungs e zug, kann auch die gegen sie ge ich e e Fo de ung so lange au ech e hal en we - den, bis eine spä e e Regelung du ch Ve gleich ode olls ändigen E - laß zus ande komm . Abe mals kann au das deu sche Beispiel -die Regelung im Londone Schuldenabkommen on 1953 - e wiesen we - den, wo eine kaum noch als exis en e ach e e und übe meh als zwei Jah zehn e nich meh bedien e Schuld e aluie wu de. Ande e sei s muß e eine Au echnung mi dem deu schen Auslands e mögen sowie mi den en eigne en Pa en en und Rech en un e bleiben. Auch das be- sonde s p ekä e P oblem de Rech snach olge ü das gesam e Deu sch- land kann die besonde s gea e e Na u eines s aa lichen Schuldne s, e glichen mi p i a en Schuld e häl nissen, e deu lichen. Auch als Gläubige be inde sich de S aa in eine ande en Posi ion als ein p i a e Besi ze on Fo de ungen. Es is o enkundig, daß ein Land als Gläubige , sei es gegenübe p i a en ode gegenübe s aa - lichen ausländischen Schuldne n, ande e Mach mi el als ein p i a e einse zen und gg s. das Rech des S ä ke en gel end machen kann. De Fall de Ruh bese zung 1923 sowie die bei Bo n e wähn en Beispiele de e ein en anzösisch-englisch-spanischen In e en ion in Mexiko 1861 und die deu sch-englische In e en ion in Venezuela 1903 können als Beispiele hie ü dienen. Soga die e gleichsweise milde en und au e aglichen Ve einba ungen be uhenden wi scha spoli ischen Au lagen des IWF im Falle iskan e e K edi gewäh ung e deu lichen den poli ischen Cha ak e s aa liche Schuldne - und Gläubige bezie- hungen. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 K i e ien zu Analyse in e na ionale Ve schuldung 33 Eine Un e scheidung zwischen s aa liche und p i a e in e na iona- le Ve schuldung wi d jeden alls inso e n on Bedeu ung sein, als Schuld e häl nisse bei s aa liche Be eiligung, sei es au beiden Sei en ode nu au de Schuldne - ode de Gläubige sei e, no wendige weise eine poli ische Dimension e hal en und dadu ch zu eine poli ischen Angelegenhei we den. b) Ein ande es K i e ium bilde die Wäh ungs e assung. Meis kann da on ausgegangen we den, daß in e na ionale K edi e nich in de Wäh ung des Schuldne landes, sonde n in eine ande en Wäh ung kon ahie we den. De Schuldendiens e o de deshalb nich nu die Au b ingung de Zinsen und Annui ä en in heimische Wäh ung, sonde n zugleich ih e T ans e ie ung in die geschulde e Wäh ung. Gebie e eine Regie ung bei ungebundene Wäh ung übe die Zen al- bank ih es Landes, so wi d die Au b ingung de ü den Schuldendiens e o de lichen Be äge kein unlösba es P oblem sein, im Gegensa z zum Kon e ie ungs- und T ans e p oblem. Solange dagegen Wäh ungen oll in Edelme all einlösba wa en, wie es o dem E s en Wel k ieg noch die Regel gewesen is , konn e ein S aa g undsä zlich in gleiche Weise zahlungsun ähig we den wie ein p i a es Wi scha ssubjek , wenngleich die Liquida ion des S aa es un e blieb. Da de S aa seine Zahlungen in einem on ihm nich beliebig e meh ba en Gu leis en muß e, en s anden ü ihn ähnliche Liquidi ä sp obleme wie ü P i- a e, dagegen e gaben sich keine sepa a en P obleme de Kon e ie- ung und T ans e ie ung, d. h., sowei ällige Zinsen und Amo isa ionen au geb ach we den konn en, wa en sie un e dem Regime gebundene Wäh ung auch ans e ie ba . Bis 1914 gab es dahe inne halb de einen Gold- und Silbe wäh ungen kein sog. T ans e p oblem, wohl abe , auch ü s aa liche Schuldne , nich sel en ein Au b ingungsp o- blem. Im Zei al e de küns lichen, ungebundenen Wäh ungen en s an- den dagegen zwei ge enn e P obleme, das P oblem de inne en Au - b ingung des Schuldendiens es und das P oblem de Kon e ie ung und T ans o mie ung in die ge o de e emde Wäh ung. Zwa be ei e e es bei ungebundene Wäh ung ü einen s aa lichen Schuldne meis keine unübe windlichen Schwie igkei en, den Schuldendiens im Inne en au - zub ingen, abe dami wa das T ans e p oblem noch keineswegs ge- lös . In de Regel e wiesen sich dahe bis zum E s en Wel k ieg in e na io- nale Schuldenk isen, solange die P inzipien de gebundenen Wäh ung eingehal en wu den, ü die Schuldne lände als Liquidi ä s- und Au - b ingungsk isen ( gl. die im Re e a Bo n behandel en Beispiele), in spä e en Epochen und bei eie Wäh ung dagegen als T ans e - und Wechselku sk isen, die nich sel en in De isenbewi scha ung und Im- 3 Sch i en d. Ve eins . Socialpoli ik 155 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 34 Ka l Häuse po es ik ionen münde en (z. B. in Deu schland, Ös e eich und meh- e en südame ikanischen Lände n 1931). c) Eine d i e Un e scheidung kann hinsich lich de En s ehung s aa - liche in e na ionale Ve schuldung inso e n ge o en we den, als es sich um poli isch au onome, d. h. um poli isch ausgehandel e, im Gegen- sa z zu komme ziell en s andenen Schulden handel . Als poli isch au o- nom e u sach e Schulden we den hie jene bezeichne , denen zwi- schens aa liche in e na ionale Ve äge zug unde liegen und die sowohl mi in e na ionalen O ganisa ionen kon ahie als auch du ch einsei ig übe nommene Ve p lich ungen en s anden sein können. Es handel sich hie nich um die be ei s un e a) behandel en möglichen poli ischen Implika ionen, sonde n um das ande sa ige Gläubige isiko de a ige K edi e, e glichen mi komme ziell en s andenen Fo de ungen. Da die Nich -Bedienung eine gegenübe S aa en ode in e na ionalen O - ganisa ionen bes ehenden Ve p lich ung - z. B. IWF, Wel bank, Asia- ische En wick:lungsbank, BIZ, Eu opäische In es i ionsbank u. dgl. - de en Exis enz nich bed ohen, en allen die sons mögliche weise da- on ausgelös en Folgen: die Ge äh dung des Gläubige s. Besonde s o enkundig is dies im Falle einsei ig en s andene bzw. au e leg e Ve p lich ungen, denen wi be ei s in de An ike begegnen, e wa als T ibu , ode in neue e Zei als Repa a ions e p lich ungen. Dabei han- del es sich um Schulden, die nich du ch einen Tausch on Ak i a en - s anden sind. Diese Schulden s ellen zwa beim Gläubige einen Zugang an Fo de ungen da , abe ih e En s ehung s eh nich ein Abgang an Liquidi ä gegenübe . Allen alls wi d du ch die en s andene Fo de ung die Liquidi ä des Gläubige s e höh , nich geminde . Eine Schulden- k ise bleib dahe inso e n eine unila e ale Angelegenhei , als de Gläu- bige bei einem Schuldne aus all pe saldo keinen Ve lus e leide , son- de n nu ohne Gewinn bleib . Das deu sche Repa a ionsp oblem nach dem E s en Wel k ieg wa in seine e s en Phase, bis zum Dawes-Plan, on diese A . Ganz ande s e häl es sich dagegen bei Schulden komme zielle Na u , die aus einem Tausch on Ak i a en s anden, du ch den eine K edi beziehung beg ünde wu de. Dabei en sp ich de Schuld ein Zu- gang an Mi eln, dem ein Abgang beim Gläubige gegenübe s eh . Die- se besi z eine o ene Posi ion, solange de K edi nich bedien wi d. Bei komme ziellen Schulden, zumindes bei Schulden p i a e Na u , en s eh aus diese K edi beziehung nich nu ein Au b ingungs- und Rück:zahlungs isiko beim Schuldne , sonde n zugleich ein Liquidi ä s- p oblem beim Gläubige . Aus komme ziellen Schulden kann sich dahe sowohl das Risiko eines Schuldne bank o s wie die Ge ah eines Gläu- bige zusammenb uchs aus dem gleichen Schuld e häl nis e geben. In OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 K i e ien zu Analyse in e na ionale Ve schuldung 35 dem o ausgegangenen Re e a on K. Bo n i das sowohl au den Fall de WeIse im ausgehenden Mi elal e wie au den Se bien-K edi de Be line Handelsgesellscha im Jah e 1895 zu. Übe dies bie en die gegenwä igen P obleme einzelne in e na ional engagie e Banken, e wa de Fi s Chicago IlIinois Bank, cha ak e is ische Beispiele ü de a ige bila e ale Risiken. Als Regel kann dahe es gehaI en we den, daß in e na ionale Schuldenk isen im Falle komme zielle p i a e K edi gabe wegen de Risiken ü den Gläubige g a ie ende e wi - scha liche Folgen als die au poli ischen G undlagen en s andenen K e- di e haben, weil i. a. nu bei komme ziell en s andenen Schulden die Zahlungsun ähigkei ode Zahlungsunwilligkei des Schuldne s zu- gleich die Ge ah eines Gläubige bank o s he au beschwö en kann. d) Als wei e es K i e ium zu Un e scheidung in e na ionale Schul- denk isen kann die Risikos euung und die A de Risiko ans o ma- ion dienen. In diese Hinsich un e scheiden sich alle dings in e na io- nale Schulden nu wenig on Risiken und Ve schuldungsp oblemen allgemeine , na ionale A . Die Folgen eines Fallissemen s ode des o übe gehenden Ausse zens de Bedienung eine Schuld sind i. d. R. auch abhängig on de A de Finanzie ung, z. B. on de Un e b in- gung und S ückelung des K edi s. Wu de e als Di ek k edi on ein- zelnen Banken, Finanzie ungsgesellscha en ode Un e nehmungen ge- wäh , so konzen ie sich das Aus all isiko au diese Fi men, e höh dadu ch die Ge ah en des Gläubige bank o s und e schein inso e n ü das jeweilige Gläubige land bed ohliche als bei b ei e e S euung und Un e b ingung de K edi e im Publikum. M. a. W., die ü den Eu o-K edi ma k lange Zei ypische Di ek k edi gewäh ung ha das Ausmaß de gegenwä igen in e na ionalen Schuldenk ise nich nu e heblich e g öße ode soga übe haup e s e zeug , sonde n auch de en Konsequenzen wegen de Ge äh dung einzelne g oße Finanz- ins i u e e schä . Es komm hinzu, daß in de gegenwä igen Schul- denk ise die Anleihen bedien we den, wäh end die sog. Di ek k edi e de g oßen Finanzins i u ionen no leidend wu den. Diese un e schied- liche Behandlung emp ahl sich ü die Schuldne deshalb, weil Ve hand- lungen und Abkommen übe Mo a o ien und Schuldennachlaß mi eine übe schauba en und bekann en Zahl on Gläubige n möglich sind, wäh end dies mi den meis unübe sehba zahl eichen und anonymen Inhabe n on Anleihepapie en unmöglich e schein . Da bei eine Nich - Bedienung on Anleihen die Zahlungsun ähigkei o en e klä we den muß ode o en zu age i , sind bishe Anleihen nich no leidend ge- wo den. Jeden alls haben es die g oßen Schuldne lände de gegenwä - igen in e na ionalen Schuldenk ise bishe e mieden, ih e Zahlungs- un ähigkei zu e klä en, obwohl sie nu den Schuldendiens ü emi - OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 36 Ka l Häuse ie e Anleihen, nich abe ü die ihnen gewäh en Di ek k edi e o den lich bedienen können.! De Ka alog an K i e ien ließe sich wei e e länge n, beispielsweise um F is igkei , Fungibili ä und Ve wendungs a de K edi e. Abe neben ode o de a igen o malen K i e ien kämen noch solche ana- ly ische A in Be ach , besonde s e wa die Ve schuldungsg enze ode die T agba kei eine Schuld. Sie läß sich ü eine Volkswi scha wei wenige eindeu ig bes immen als ü eine Einzelwi scha . Denn ü diese gil als k i ische G enze de Konku s all, d. i. en wede die Illi- quidi ä , d. h. ällige Zahlungen können nich geleis e we den, ode die Übe schuldung, d. h. die Schulden übe s eigen die Ak i a. Das le z e K i e ium is o ensich lich un auglich ü eine Volkswi scha . Abe auch das e s e, die Illiquidi ä - in emde Wäh ung - is on ande e Quali ä als im p i a wi scha Iichen Falle, weil sowohl die G enze de in e nen Au b ingung on Mi eln als auch die ü den T ans e in emde Wäh ung einse zba en Möglichkei en, z. B. du ch Ve äuße ung inländischen und ausländischen Ve mögens, du ch Impo d osselung u. dgl., lexible sind und wenige exak es geleg we den können als im Falle p i a wi scha liche Ve schuldung. Die Bemühungen um die E mi lung de Belas ba kei eine Volks- wi scha wu den e s mals in sys ema ische Weise am p ak ischen Fall und un e Au bie ung on be äch lichem na ionalökonomischen Sach e s and nach dem E s en Wel k ieg au Deu schland hinsich lich de ihm au zue legenden Repa a ionslas en anges ell . Zunächs ge- schah dies im Rahmen de 1919 in Pa is ge üh en F iedenskon e enz, au de man sich eilich da übe noch nich einigen konn e, die jedoch ü Deu schland zum Ve ag on Ve sailles üh e, au g und dessen dann eine mi Expe en bese z e alliie e Repa a ionskommission mi einem in Deu schland ansässigen Repa a ionsagen en und spä e auch noch eine eigene T ans e kommission eingese z wu de. Daneben be- müh en sich deu sche Regie ungss ellen und e schiedene Kommissio- nen mi ähnlichen Au gaben, d. h. de E mi lung ode dem Nachweis de Belas ungs ähigkei und de Belas ungsg enze ü die deu sche Wi scha . Dennoch konn e die F age, welche mögliche ode zumu ba e 1 Eine bei Schuldenk isen un e schiedliche Behandlung on Anleihen und Di ek k edi en wa auch in ühe en Pe ioden nich unüblich, alle dings auch in eine im Ve gleich zu Gegenwa umgekeh en Weise. Vo dem E s en Wel k ieg und wäh end de Zwischenk iegszei konn en au g und de damaligen, ande s gelage en Ums ände, u. a. wegen des g öße en poli- ischen Ein lusses de wenigen, damals in e na ional ä igen Banken, Di ek k edi e u. U. be o zug bedien we den, wäh end Anleihen no leidend wu den. Auch im Falle de deu schen Schuldenk ise on 1931 wu den Di ek - k edi e i. a. zu ückbezahl , wäh end die Dawes- und Young-Anleihe spä e no leidend wu den. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 K i e ien zu Analyse in e na ionale Ve schuldung 37 G enze de Ve schuldung ode de jäh lichen Belas ung angemessen sei, nie eindeu ig geklä we den. Die au sehene egende Rolle, die J. M. Keynes bei diese F age ge- spiel ha , soll im olgenden sowohl wegen ih es dogmengeschich lichen Ranges wie wegen de on Keynes übe das Ökonomische hinaus ins Allgemeinpoli ische hinein e olg en P oblema ik nachgezeichne we - den. Da ih die deu schen Repa a ionsschulden nach dem E s en Wel - k ieg zug unde liegen, handel es sich in ih em An angss adium um eine s aa liche und um eine einsei ig en s andene, d. h. nich -komme - zielle Schuld, die im wesen lichen in emde Wäh ung zu leis en wa . In olgedessen muß en die soeben un e a) und b) e wähn en poli ischen Implika ionen und die un e c) e wähn en Zahlungsbilanz-, Wechsel- ku s- und T ans e p obleme eine bedeu same Rolle spielen. 11. Keynes' P ognose de deu schen Schuldenk ise Keynes nahm bekann lich als Ve e e des b i ischen Scha zam es an de Pa ise F iedenskon e enz eil. E demissionie e jedoch im Juni 1919, als e einsehen muß e, daß e mi seinen Vo s ellungen on de Belas ba kei Deu schlands, abe auch Ös e eichs und Unga ns, kein Gehö and und an den on ihm p ognos izie en wi scha lichen und poli ischen Folgen des F iedens e ages nich mi e an wo lich we - den woll e. E glaub e, die Ö en lichkei o den Konsequenzen de Pa ise Vo o e äge, besonde s des Ve ages on Ve saiIles, wa nen zu müssen und e aß e unmi elba nach seine Rückkeh nach Eng- land noch im Jah e 1919 "The Economic Consequences o he Peace"2. Die im olgenden e wende en Zi a e sind alle dings de dem O iginal bald nach olgenden deu schen Fassung, be i el "Die wi scha lichen Folgen des F iedens e ages", en nommen, die als "Einzige au o i- sie e übe se zung aus dem Englischen", eine übe se zung on "He n P i a dozen en D . C. B inkmann" o lieg , wie de Ve asse des Vo - wo s, M. J. Bonn, he o heb 3• Dieses Buch bie e noch imme eine auße gewöhnliche Lek ü e, e - aß on einem Zeugen de Zei , einem sensiblen Beobach e de Szene - bekann sind seine Psychog amme de Haup ak eu e: Clemenceau, Lloyd Geo ge, Wilson - und on einem Ve asse , de selbs leiden- scha lichen An eil nimm und Posi ionen bezieh . E scheu sich nich , seine wissenscha liche Repu a ion in die Waagschale zu we en, kühne P ophezeiungen zu wagen und o de übe o de ung de Besieg en zu 2 J. M. Keynes: The Economic Consequences c he Peace, London 1919. 3 J. M. Keynes: Die wi scha lichen Folgen des F iedens e ages, Mün- chen und Leipzig 1920. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 38 Ka ! Häuse wa nen. Es is un e kennba , daß e ein Unheil he au ziehen sieh , gegen das e wäh end seine Tä igkei in Pa is e geblich ankämp , seine Mi a bei jäh au kündig , um sich danach an die Ö en lichkei zu wenden 4• So en häl das Buch Passagen, die sich lesen, als wä en sie on einem deu schen Pa io en e aß , Passagen, in denen sich Keynes mi Leidenscha gegen die Ve le zung de G undlagen des Wa en- s ills andes du ch die Alliie en, Wilson's 14 Punk e, gegen die Unge- ech igkei des Ve ages on Ve sailles und o allem gegen die öko- nomische Übe bü dung Deu schlands du ch die Ve agsbedingungen wende . E weis au die Folgen diese Übe las ung hin, die sie nich nu ü Deu schland und Ös e eich, sonde n o allem ü Eu opa und dami ü die Alliie en selbs haben wü den. Keynes geh da on aus, daß Deu schland ein elemen a e Teil eine eu opäischen Gemeinscha sei, die es zwa poli isch noch nich einmal als Vision gab, die abe de ac a wegen de wi scha lichen Beziehun- gen zwischen den wes - und zen aleu opäischen Lände n schon da- mals, wie e es sieh ,. eine lebensbes immende Reali ä gewo den is , denn "Deu schland wa de bes e Kunde Rußlands, No wegens, Hol- lands, Belgiens, de Schweiz, I aliens und Ös e eich-Unga ns, de zwei bes e G oßb i anniens, Schwedens und Dänema ks, und de d i - bes e F ank eichs. Es wa die bedeu ends e Zu uh quelle ü Rußland, No wegen, Schweden, Dänema k, Holland, die Schweiz, I alien, Ös e - eich-Unga n, Rumänien und Bulga ien, und die zwei bes e ü G oß- b i annien, Belgien und F ank eich"5. J. M. Bann sag dahe in seinem Vo wo , das im Mai 1920 e aß wu de: "Es (das Buch) is nich P o Deu schland, sonde n is P o Eu opa gesch ieben"6. Das im Jah 1919 eilig e aß e Buch, z. T. wohl schon no izenha begonnen wäh end Keynes' Zugehö igkei zu englischen Repa a ions- kommission beim Obe s en Wi scha s a de Pa ise Kon e enz, en - häl zunächs den Be ich eines Zei genossen, eines Be eilig en. Es is engagie e Zei geschich e und ökonomische Analyse zugleich. Es beginn mi eine Bes andsau nahme des al en Eu opa o dem K iege und lei e dann übe zu Pa ise Kon e enz und zu dem do ausgehandel en F iedens e ag. Den Haup eil bilde die b ei e Da s ellung de Repa- a ionslas en, die Deu schland au e leg we den sollen. Keynes un e - scheide dabei d ei A en on Gü e n, die ü Repa a ionszwecke he - angezogen we den können: 4 In zwei B ie en aus Pa is, da un e auch in einem B ie om 5. Juni 1919 an den b i ischen P emie Lloyd Geo ge, sp ich e " om his scene o nigh ma e" ( gl. J. M. Keynes, The Collec ed W i ings, Bd. XVI, S. 469 und 471, Landon 1971). 5 J. M. Keynes (1920), S. 11 . 6 Ibid., S. III . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 K i e ien zu Analyse in e na ionale Ve schuldung 39 a) so o übe agba es deu sches Ve mögen (Goldbes and, De isen, Handels lo e, Auslands e mögen), b) Eigen um, das sich in den on Deu schland abge e enen Gebie en be inde ode au g und des Wa ens ills andes ausgelie e wo den is , c) jäh liche Zahlungen in kün igen Jah en (Schuldendiens ). In den olgenden Beme kungen we den nu die Posi ionen a) und cl, d. i. so o übe agba es Ve mögen und jäh liche Zahlungen be ück- sich ig , da die un e b) ub izie en Gü e ü no male Schuldenp o- bleme un ypisch sind. Keynes analysie e nun die möglichen Folgen, die sich aus den alli- ie en Fo de ungen im Hinblick au die Posi ion a) ü die deu sche Wäh ungso dnung und hinsich lich de Posi ion c) ü die Belas ung und Belas ba kei de deu schen Wi scha e geben wü den. 1. Folgen ü die deu sche Wäh ungso dnung Das Reich besaß bekann lich eine Goldwäh ung, wenngleich die Gold- umlau swäh ung mi K iegsbeginn suspendie wo den is . E s aun- liche weise wu de jedoch de Goldbes and de Reichsbank zum 30. No- embe 1918 - de Wa ens ills and wa be ei s 3 Wochen zu o , am 9. No embe geschlossen wo den -noch imme mi d. 2,3 M d. Ma k ausgewiesen, wäh end e unmi elba o K iegsbeginn nu d. 1,4 M d. Ma k be agen ha e. O enba be uh e diese Zunahme au de pa io- ischen Hal ung de Be ölke ung wäh end des K ieges, die, dazu au - ge u en, das Gold abzulie e n - Ak ion "Gold gab ich ü Eisen" - a sächlich Gold ü Eisen gab. De o izielle Goldbes and des Reiches ha e sich dadu ch wesen lich e höh . Um jedoch nach K iegsende die bi e no wendigen Nah ungsmi elimpo e bezahlen zu können, muß e im Win e 1918119 unge äh die Häl e des u sp ünglichen Goldbes an- des eingese z we den, üb igens mi alliie e Billigung, um de Re o- lu ion in Deu schland nich wei e Vo schub zu leis en und um da ü zu so gen, daß die am ie ende Regie ung das He in de Hand be- hal en konn e, weil sons Ve handlungen und ein F iedens e ag mi Deu schland, jeden alls wäh end eine Epoche de Ana chie, nich mög- lich gewesen wä en. Es handel sich dabei um die nämlichen übe legun- gen, die in de Gegenwa den Gläubige n do zu Nachsich a en, wo Re olu ionen du ch übe o de ung de Schuldne lände ausgelös we - den können; m. a. W. die Belassung des deu schen Goldbes andes 1918 is ein beme kenswe es Beispiel ü das In e esse de Gläubige an de poli ischen S abili ä des Schuldne s, um dessen Zahlungs ähigkei zu e hal en. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 46 Pe e Be nholz eine exzessi e Auswei ung de K edi au nahme im Inland und im Aus- land. Begüns ig wu de die apide Geldmengenexpansion du ch die Au hebung de Goldkon e ibili ä (im Janua 1885 du ch P äsiden Roca), die ih e sei s wiede du ch die Geldmengenexpansion e anlaß wo den wa , sowie du ch den Gua an eed Banks Ac , de eine nu unzu- eichend kon ollie ba e Gelde nission du ch die Banken e möglich e. Von 1884 bis 1890 e ieL ach e sich de Geldumlau . Die Ausdehnung de Auslands e schuldung wu de in s a kem Maße du ch die K edi - au nahme ö en liche S ellen e u sach . Ein übe aus op imis ische En wicklungsboom ö de e die mone ä e Expansion und den Ans ieg de Auslands e schuldung. Ande e sei s schien das Ausland zu g enzenlose K edi e gabe be ei , so daß sich ein wah ha es En wicklungs iebe e b ei e e. In de Folge begann de Goldp eis zu s eigen, wäh end die Gü e p eise nu mi Ve zöge ung olg en. Die Gelden we ung ließ Spekula ion in Gold, Ak ien und G undbesi z au kommen, und au g und de e zöge ungsbeding en Realabwe ung wu den die Expo e küns lich ges eige . Die in la io- nä e En wicklung e schlech e e die Si ua ion de ö en lichen Haus- hal e, da zahl eiche Einnahmequellen nominal de inie wa en und die no wendige Anpassung mi de In la ion nich Sch i hal en konn e. So wuchs die eale Zinslas ü die ö en lichen S ellen und beschleunig e den Bank o , als die Finanzie ungss öme aus dem Ausland zu e sie- gen begannen (30,8 Mio. Gold 1889 gegenübe 91,8 Mio. 1888). Mi einem Finanzskandal (die Regie ung ha e Banken zu gese zes- wid igen Emission on Bankno en animie ) zeichne e sich im Ap il 1890 das Ende diese En wicklung ab: Finanzminis e U ibu u a zu- ück. Im Juni e klä e die Banco Nacional die Suspendie ung de Di i- dendenzahlungen. Im Juli üh e eine Re ol e zum S u z des P äsiden- en Celman. Zu Regelung de Finanzp obleme sand e die neue Regie- ung D . de la Plaza nach London; das E gebnis wa die eingangs e wähn e Ba ing-K ise. Wede ein in e na ionale konjunk u elle Abschwung noch ein An- s ieg im in e na ionalen Zinsni eau können ü die a gen inische K ise als U sache ange üh we den. III. Lösung de Schuldenk ise Neben eine so o igen Liquidi ä shil e (in Höhe on 15 Mio. ) zu- guns en de Ba ing-Bank e einba e das Ro hschild-Konso ium nach eingehendem S udium de a gen inischen Si ua ion mi de la Plaza im Janua 1891 das "Funding Loan Ag eemen " als Lösungskonzep . Diese Ve einba ung beinhal e e als wesen liche Punk e (1) ein d eijäh iges OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 Zu a gen inischen Schuldenk ise 1890 - 1900 47 Mo a o ium ü die Zinszahlungen, (2) eine K edi zusage in Höhe on 15 Mio. ~, (3) die Au lage an die a gen inische Regie ung, ü die Daue on d ei Jah en keine Neu e schuldung einzugehen sowie (4) eine Re- duk ion des Geldumlau s on mindes ens 15 Mio. Pesos jäh lich in die- sen d ei Jah en, solange de Goldau schlag meh als 50 ~ / 0 be agen wü de. Dieses Lösungskonzep b ing eindeu ig zum Ausd uck, daß das Komi- ee und de la Plaza die exzessi e Geldexpansion und Auslands e schul- dung als wesen liche U sachen de K ise e kann en. Dennoch e wies sich das Konzep als allzu op imis isch bezüglich des a sächlichen Aus- maßes de g undlegenden P obleme. So zeichne e sich die Un ähigkei de Regie ung ab, den im Jah e 1894 ällig we denden Auslands e - p lich ungen nachzukommen; dahe wu de im Jah e 1892 eine neue Ve einba ung übe die eilweise S undung de Zinszahlungen ge o - en. E s ab 1898 konn e de olle Schuldendiens geleis e we den, und die Tilgung se z e 1901 ein. Auch die Reduk ion des Geldumlau s konn e nich in dem om Funding Ag eemen ge o de en Tempo ealisie we den, da dies die Lösung de in e nen Finanzp obleme des Landes zu Vo ausse zung ha e. Dahe s ieg das Geld olumen zunächs bis 1893 wei e an, wenn auch mi ge inge en Ra en als o 1890. E s ab 1894 begann die allmähliche Reduk ion des Geldumlau s, die bis zum Jah e 1899 anhiel . Die es ik i e Geldpoli ik muß als maßgeblich ü den Rückgang des Goldau schlags ( on 287 '0/0 in 1891 au 125 % in 1899) sowie ü die Senkung des Expo p eisindex' ( on 225 in 1891 au 138 in 1899) angesehen we den; denn das s aa liche De izi als Ganzes ha e sich zwa bis zum Jah e 1893 zu ückgebilde , wa jedoch sei 1894 wiede anges iegen. O ensich lich wa ein G oß eil de ö en lichen Finanzie- ungsmi el zu sinn ollen In es i ionszwecken e wende wo den. Aus de Sich de Zahlungsbilanz äuße en sich die S abilisie ungs- e olge in eine Umkeh des Handelsbilanzsaldos om de izi ä en (bis 1890) zu einem anhal end übe schüssigen E gebnis (mi Ausnahme on 1893). Die Ne oneu e schuldung gegenübe dem Ausland en wickel e sich ab 1890 nega i . Hie bei begann die B u ok edi au nahme mi Beendigung de K ise (ab 1895) wiede anzus eigen, e eich e jedoch längs nich das Ni eau de Jah e 1886 bis 1889 und blieb s e s un e dem We de Zinszahlungen; die Finanzie ung des Kapi albilanzsaldos (einschließlich de Zinszahlungen) wu de du ch die posi i e Handels- bilanz au g und apide anges iegene Expo e e möglich . Die Regie- ung e zich e e wäh end diese Zei au jegliche Neu e schuldung im Ausland. Die zunehmende Be ei scha des Auslandes zu K edi e - gabe ebenso wie die Senkung des Goldp eises wide spiegeln das neue Ve auen ausländische In es o en als E gebnis de e olg eichen In la ionsbekämp ung. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 48 Pe e Be nholz Die S abilisie ungse olge e u sach en jedoch auch innenpoli ische Spannungen; denn die Phase in la ionä e Poli ik ( o 1890) ha e au - g und de e zöge en Anpassung des Binnenp eisni eaus und de noch äge en En wicklung de Geldlohnsä ze eine eale Un e bewe ung de Wäh ung e zeug und die We bewe bsposi ion des Landes küns lich e besse . Mi de Einlei ung de S abilisie ungsmaßnahmen keh e sich de T end des Goldp eises (d. h. des nominalen Wechselku ses) und des Gü e p eisni eaus un e züglich um, wäh end das Geldlohnni eau sich noch bis 1896 mi posi i e Ra e en wickel e. Die esul ie ende Realau we ung b ach e besonde s die Landwi scha und die neu en - s andenen Indus iezweige un e D uck; zugleich läß sich e mu en, daß de Reallohnans ieg eine Ve schlech e ung de A bei sma k si ua- ion e zeug e. In E mangelung en sp echende S a is iken kann die S agna ion des Einwande ungssaldos nach 1890 in diese Rich ung in e - p e ie we den. Die Fu ch o eine allzu wei gehenden Realau we - ung de Wäh ung bilde e den poli ischen Hin e g und ü den Vo - schlag E nes To nquis s (1898), de die Rückkeh zu einem Golds an- da d au einem Ni eau de Un e bewe ung zum Gegens and ha e. Diese Vo schlag wu de on de Regie ung au geg i en und schließlich 1899 als "Con e sion Law" e abschiede . Als Tauschku s sah das Con- e sion Law den P eis on 227,27 Papie pesos ü 100 Goldpesos o . Zu diesem Zei punk e üg e de neu gescha ene "Fondo de Con e - sion" übe keine nennenswe en Gold ese en. Au g und des gewähl- en Wechselku ses, de eine eale Un e bewe ung implizie e, wu de diese Mangel jedoch nich zum P oblem, da sich un e züglich ein api- de Ans ieg de Gold ese en eins ell e: die Caja de Con e sion kau e meh und meh Gold au . Mi Ausnahme de Jah e 1900 - 1903 (als K ieg mi Chile d oh e) wu de die Pa i ä on 227,27 bis zum Ausb uch des I. Wel k ieges 1914 gehal en und 1928 wiede he ges ell . Bis zu G oßen Dep ession e leb e A gen inien eine Phase de S abili ä und des Wachs ums, die es zu einem de eichs en Lände Südame ikas we - den ließ. Da zum Zei punk des übe gangs zum Golds anda d o z eale Au we ung die Kau k a pa i ä noch nich e eich wa , s ell- en sich anhal ende Zahlungsbilanzübe schüsse ein, die ih e sei s als einzige Quelle des Wachs ums de Geldmenge im Inland ungie en. E s allmählich e olg e de Ans ieg des P eis- und Geldlohnni eaus und dami die Annähe ung an die Kau k a pa i ä . E s die G oße Dep ession se z e diese En wicklung ein Ende: mi de Au hebung de Kon e ibili ä ging de übe gang zu Keynesianische Geldpoli ik und spä e in den 40e Jah en de übe gang zu Pe onis ischen Wohl ah s- poli ik einhe . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 Zu a gen inischen Schuldenk ise 1890 - 1900 49 IV. Zusammen assung Als wesen liche U sachen de a gen inischen Schuldenk ise 1890/91 müssen die in la ionä e Geldpoli ik, das de izi ä e S aa sbudge und die exzessi e K edi au nahme du ch s aa liche S ellen gel en. Die Reduk- ion de mone ä en Expansions a e, die Eins ellung s aa liche K edi - au nahme im Ausland und das Mo a o ium au den Schuldendiens e wiesen sich als e olg eiche Maßnahmen zu Übe windung de K ise und zu Einlei ung eine soliden ökonomischen En wicklung. Du ch den Übe gang zum Golds anda d bei an ängliche eale Un e bewe ung wu den die Las en de S abilisie ung gemilde , und A gen inien e - leb e eine de güns igs en Phasen seine Wi scha sgeschich e. 4 Sch i en d. Ve eins . Socialpoli ik 155 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 Ansä ze zu Lösung de Schuldenk ise Von Wal/gang Rieke, F ank u 1. Au de F ühjah s agung des In e imsausschusses des IWF und des Gemeinsamen En wicklungsausschusses on IWF und Wel bank im Ap il dieses Jah es we den die Indus ie- und En wicklungslände ge- meinsam eine Zwischenbilanz des Bemühens um übe windung de Mi e 1982 o en ausgeb ochenen Zahlungs- und Schuldenp obleme zahl eiche Lände , besonde s La einame ikas, ziehen. Ih e Au me ksamkei wi d dabei F agen gel en, die sich au e was länge e F is bei de Ausein- ande se zung mi diesen P oblemen s ellen. Die Lände La einame ikas ha en eine solche ,global discussion' in ih e Qui o-Dekla a ion om 19. Mai 1984 ge o de , und die S aa s- und Regie ungsche s de g oßen Indus ielände ha en dem au ih e Gip elkon e enz in London am 7. - 9. Juni 1984 en sp ochen. Gegen eine ,globale Behandlung' de Thema ik gib es auch wei e hin gewich ige Vo behal e, besonde s nachdem man die allweise Behand- lung, also den "case by case app oach", au sei en de Indus ielände und des IWF als den einzig gangba en Weg aus de Schuldenk ise e - kann e und wich ige Schuldne lände dem ausd ücklich zus imm en. Es is auch nie kla de inie wo den, was un e ,globale Behandlung' wi klich zu e s ehen wä e. Dahin e s eh abe die Vo s ellung on gemeinsamen ,globalen' U sachen, die gemeinsam angegangen we den müssen. In den olgenden Sä zen, mi denen Fede al Rese e Chai man Paul Volcke die Schuldenp oblema ik in einen g öße en wel wi - scha lichen Zusammenhang s ell e, mag man zugleich auch den Ve - such sehen, zwischen den Fo de ungen nach ,globale Behandlung' und den E o de nissen des ,case by case app oach' eine B ücke zu schlagen: "So wich ig das in e na ionale Schuldenp oblem quan i a i wie auch im Hinblick au seine Auswi kungen ü so iele Lände , so iele Men- schen und so iele Finanzins i u e is , so is es doch nu Ausd uck (Symp om) eine g öße en He aus o de ung: Nämlich des Übe gangs on eine hoch in la ionä en Umwel zu Wiede he s ellung des soliden inanziellen Un e baus ü daue ha es und in la ions eies Wachs- u n ... So gesehen sind die wi scha spoli ischen G unde o de nisse 4· OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 52 Wol gang Rieke eine e olg eichen Bewäl igung des in e na ionalen Schuldenp oblems die gleichen wie die eine e olg eichen Auseinande se zung mi unse en Wi scha sp oblemen ganz allgemein gesp ochen."l Besonde s A gen inien mach e sich bekann lich bei seinen Nachba - lände n in La einame ika da ü s a k, die Indus ielände in eine ge- meinsame globale Ve an wo ung ü die Lösung de P obleme zu zwin- gen, is abe dami nich du chged ungen. Ku z o de Jah eswende 1984/85 is nun auch A gen inien mi dem IWF zu eine Einigung übe ein Sanie ungsp og amm gelang , das zugleich die Vo ausse zung ü die Gewäh ung on Neuk edi en du ch seine Gläubige banken in alle WeI is , ganz nach dem Mus e Mexikos und B asiliens. A gen inien is dami e s am An ang eines Wegs, au dem Mexiko, B asilien und ande e hoch e schulde e Lände de Region be ei s ein gu es S ück zu ückgeleg haben. Kü zlich is on eine ,D i en Phase' gesp ochen wo den, in die man bei de Auseinande se zung mi den Zahlungs- und Schuldenp oblemen diese Lände einge e en sei: Die e s e Phase wa die des K isenmanagemen , in de die Wäh- ungsbehö den de Indus ielände (insbesonde e also ih e No enban- ken un e Einschal ung de BIZ) aus ih e Ve an wo ung ü das in e - na ionale Wäh ungssys em he aus zu aschem Handeln au ge u en wa en; die zwei e Phase gal dem Bemühen um eine au Siche ung de Zah- lungs ähigkei des jeweiligen Landes ausge ich e e Kombina ion on Maßnahmen zu ,Anpassung und Finanzie ung', bei dem de IWF eine zen ale Funk ion gegenübe Schuldne n wie Gläubige n zu übe neh- men ha e; die d i e Phase ziel da au ab, ela i ku z is ige und un e Au - lagen gewäh e Liquidi ä shil en du ch Umschuldungs e einba ungen abzulösen, die übe länge e Zei äume hinweg eine Rückkeh zu ,No - mali ä ' in Aussich s ellen und gewisse E leich e ungen beinhal en. Dieses Ablau mus e ha einige Logik ü sich: So o hil e de Wäh- ungsbehö den de g oßen Indus ielände , o allem also ih e No en- banken un e Einschal ung de BIZ, wu de nu im Vo g i au eine e olg e sp echende Ve einba ung des be e enden Schuldne landes mi dem IWF gewäh . 1 Paul Volcke , Vo ag o de "Ame ican Swiss Associa ion", New Yo k, 29. 11. 1984. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 Ansä ze zu Lösung de Schuldenk ise 53 Die Ve einba ung zwischen Schuldne land und IWF wa wiede um wesen liche Vo ausse zung da ü , daß die Gläubige banken zusä zliche K edi e e ügba mach en, wie umgekeh de IWF inanzielle Hil e nu ü den Fall in Aussich s ell e, daß die Gläubige banken ih en Löwenan eil zu Deckung eine Finanzie ungslücke (die zum gu en Teil in den Zins älligkei en gegenübe den gleichen Banken ih en Gegen- pos en ha ) beizu agen be ei wa en. (Die Ta sache, daß de IWF im Rahmen eines Anpassungs- und Finanzie ungsp og amms im Ve gleich zu den Gläubige banken nu ela i ge inge Finanzie ungsbei äge leis e , is on sei en de Banken gelegen lich k i isie wo den. Da in komm jedoch zum Ausd uck, daß de IWF mi seinen beg enz en Mi - eln auch nich o übe gehend ande e Quellen des Kapi als oms e se - zen kann. E e üll jedoch mi seine Hil e eine wich ige Ka alysa o - unk ion bei de Au ech e hal ung aus eichende Kapi alzu lüsse in k i ischen Übe gangspe ioden.) Eine länge e Zei äume um assende Umschuldungs e einba ung wu de ü den Fall in Aussich genommen, daß wesen liche Fo sch i e au dem Wege zu ück zu einem besse en inne en und äuße en Gleich- gewich de Wi scha es s ellba wa en. Bishe is es auße im Fall Mexikos nu mi Venezuela zum Abschluß eine solchen meh jäh igen Umschuldungs e einba ung gekommen. (Venezuela ha ande s als die meis en ande en P oblemlände mi dem IWF kein Finanzie ungs- und Anpassungsp og amm e einba .) Ve handlungen zwischen B asilien und seinen Gläubige banken sind im Gange. In S ichwo en s ell sich die Lage bei den g oßen Schuldne lände n de zei wie olg da : Mexiko ha mi seinem konsequen du chge üh en Anpassungsp o- g amm be ei s zwei Jah e nach Ausb uch de Zahlungsk ise be äch - liche E olge e buchen können. Die Leis ungsbilanz, 1981 noch mi 14 M d. $ im De izi , schloß 1983 mi einem Übe schuß on 5,5 M d. $ ab, was eilich zum wesen lichen Teil übe igo ose Ein uh kü zungen e eich und mi einem Rückgang des B u oinlandsp oduk s um eal 4,7 . H. e kau wu de. Die In la ions a e konn e bis Jah esende 1983 nu au 80 . H. (Jah es a e) eduzie we den. Bis Ende 1984 ho e man zule z au 55 . H. P eisans ieg zu kommen; ü das BIP wu de mi einem Wiede ans ieg um d. 1 . H. ge echne . Das schon im Sep embe 1984 im G undsa z mi den Gläubige banken e einba e Umschuldungspake sieh die S eckung on 48 M d. $ de insgesam au d. 95 M d. $ bezi e en Auslands e schuldung übe einen Zei aum on 14 Jah en bis 1998 o , bei einem F eijah und zu einem Du chschni ssa z on 1,1 . H. übe Libo . De kün ige Neuk e- OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 54 Wol gang Rieke di beda soll wiede am Ma k gedeck we den. Die Gläubige banken sollen egelmäßig übe die E gebnisse on halbjäh lichen IWF-Konsul- a ionen un e ich e we den, denen sich Mexiko un e we en will. Die Umschuldungs e einba ung sieh die Möglichkei de Kon e sion eines Teils de auss ehenden Dolla e schuldung in die Heima wäh ungen de Gläubige banken o . B asilien ha gleich alls e hebliche Fo sch i e gemach . Fü 1984 wi d das Leis ungsbilanzde izi au nu noch d. 1,3 M d. $ gegenübe 16,3 M d. $ im Jah e 1982 angese z . Zum Zei punk de Genehmigung des IWF-K edi s, An ang 1983, wa noch mi einem Fehlbe ag on 5,3 M d. $ ge echne wo den. Bei e wa un e ände em Handelsbilanz- übe schuß gegenübe 1984 echne man ü 1985 wegen höhe e Zins- au wendungen mi einem e wa doppel so hohen Leis ungsbilanzde izi on 2,6 M d. $ wie 1984. Das eale Wi scha swachs um dü e 1984 be- ei s wiede zwischen 3 und 4 . H. gelegen haben, nach minus 3 . H. im Jah e 1983. Die In la ion konn e bishe noch nich un e Kon olle geb ach we den, was eils den anhal end hohen Haushal sde izi en ( d. 18 . H. des BSP 1983), zum wesen lichen Teil abe auch de um assen- den Indexie ung on P eisen, Löhnen, inanziellen Ansp üchen usw. zuzusch eiben is . Hie an lassen sich die wi scha lichen und sozialen Spannungen e messen, denen sich das Land bei seinem Bemühen um Wiede gewinnung des inne en und äuße en Gleichgewich s ausgese z sieh . Im No embe haben Ve handlungen übe eine um assende Um- schuldung on d. 50 M d. $ de bis 1990 älligen Auslands e schuldung begonnen. A gen inien konn e seine Handelsbilanz in den le z en Jah en Sch i ü Sch i e besse n und e ziel e im e gangenen Jah einen übe - schuß on d. 4 M d. $. Die Leis ungsbilanz dü e jedoch wiede wie in den beiden Vo jah en mi e was übe 2 M d. $ im De izi gewesen sein. Un e ände k i isch is die in e ne Wi scha slage, mi eine In la- ions a e on zule z 700 . H. (Jah es a e) und einem Fehlbe ag im ö en lichen Haushal on d. 8 . H. des BIP. In Ve handlungen mi dem IWF wu de eine Finanzie ungslücke in de Zahlungsbilanz on knapp 5,5 M d. $ ü 1984/85 zug undegeleg , die im wesen lichen du ch einen Beis andsk edi des IWF in Höhe on 1,2 M d. $ und Neuk edi e de Gläubige banken on 4,2 M d. $ gedeck we den soll ( ü 10 Jah e mi 3 F eijah en). Rund 10 M d. $ an Fälligkei en de Jah e 1982 - 85 sollen übe einen 12-Jah es-Zei aum ges eck we den. Dami is nu die Si ua ion de d ei g öß en Schuldne lände La ein- ame ikas ku z cha ak e isie . Ande e hoch e schulde e Lände de Region haben gleich alls mi dem IWF ,Sanie ungs- und Finanzie ungs- pake e' e einba und sind mi ih en Gläubige banken zu eine Eini- OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 Ansä ze zu Lösung de Schuldenk ise 55 gung gelang . Auch bei einigen on ihnen sind Fo sch i e bei de Wiede gewinnung de äuße en Zahlungs ähigkei e kennba . In ande- en Fällen (ebenso wie in Asien, dem Os block und besonde s in A ika) s eIl sich die Si ua ion nach wie o als wenig be iedigend bis k i isch da . 11. Die F age s eIl sich, ob es bei den Gesp ächen in Washing on im Ap il im Rahmen des In e imsausschusses des IWF und des Gemein- samen En wicklungsausschusses on IWF und Wel bank dami ge an sein wi d, den Ve e e n hoch e schulde e Lände anzu a en, dem o allem am Beispiel Mexikos beleg en E olgs ezep zu olgen, also den Weg übe das K isenmanagemen zu Hinnahme wi scha s-, inanz- und wäh ungspoli ische Anpassungsdisziplin (ans elle des nich meh o se zba en ,Lebens au K edi ') bis hin zu um assenden meh jäh i- gen Umschuldungs e einba ung zu besch ei en, um so zu eine wie imme de inie en ,No mali ä ' zu ückzu inden. Eine solche Emp ehlung wä e als An wo allein siche nich aus eichend. Schon im e gangenen Jah k eis en die Diskussionen zum Thema in e na ionale Ve schuldung imme wiede um d ei F agen, und dies wi d e mu lich auch im Ap il so sein: 1. Welches is das wel wi scha liche Szena io au mi le e F is , in dem die hoch e schulde en Lände sich um die Rückgewinnung ih e Zahlungs ähigkei bemühen? 2. Welches sind die ,downside isks', also die Risiken nega i e Ab- weichung on einem Szena io, in dem das P oblem im ganzen als ,manageable' e schein ? 3. Was kann und muß gg . zusä zlich ge an we den, um die Zahlungs- und Ve schuldungsp obleme zahl eiche Lände de D i en Wel in eine auch poli isch und sozial agba en zei lichen Pe spek i e eine Lösung nähe zu b ingen? Das wel wi scha liehe Szena io, on dem de IWF im F ühjah 1984 ausging, wu de in dem im Mai 1984 e ö en lich en ,Wo ld Economic Ou look' wie olg zusammenge aß : - Das eale Sozialp oduk de Indus ielände wi d in den Jah en 1985 - 90 mi eine Du chschni s a e on eal 3,25 . H. wachsen, e - glichen mi einem Jah esdu chschni on 1,3 . H. in 1980 - 83 und eine Vo ausschä zung on 3,6 . H. ü 1984. Dabei wi d die bes e- hende Un e auslas ung des Wi scha spo en ials diese Lände nich wesen lich e minde , die A bei slosigkei bleib au einem hohen Ni eau. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 I in . H. de Aus uh on Gü e n Du chschni s- und Diens leis ungen wachs um p o Jah Leis ungs bilanz Auslands- Schuldendiens Ein uh - eales e schuldung olumen BIP 1987 I 1990 1987 I 1990 1987 I 1990 1986 -90 1986 -90 I. "Base scena io" Nich ölexpo ie ende En wicklungslände ............. -8,6 -8,9 126,4 112,2 24,1 20,7 6,3 4,6 (- 9,7) (- 10,1) (132,2) (123,8) (24,4) (21,3) (6,2) (4,6) Haup schuldne lände a) ••••••• o. -3,2 -1,8 188,1 148,7 41,0 33,0 6,7 5,0 II. "Al e na i e scena ios" 1. 1 . H. wenige Wachs um in I Indus ielände n p. a. Nich ölexpo ie ende EL un e ände e Ein uh b) '" . -11,8 -18,0 134,1 141,4 25,3 25,6 6,3 4,3 (- 13,0) (- 18,1) (138,9) (140,6) (25,6) (24,1) (6,2) (4,3) un e ände e Finanzie ung b) -8,8 -9,5 129,9 119,9 24,8 22,6 4,4 3,5 (-10,0) (- 10,8) (135,8) (132,2) (25,1) (22,7) (4,5) (3,6) Haup schuldne lände a) I un e ände e Ein uh b) ••••. -6,6 -11,2 198,4 184,1 42,9 39,8 6,7 4,4 un e ände e Finanzie ung b) -3,3 -1,9 193,8 160,3 42,2 35,6 4,0 3,6 2. Kein Rückgang de Zinssä ze gegenübe Du chschni 1984 -1985 I Nich ölexpo ie ende EL un e ände e Ein uh b) ••••. -10,8 -12,4 130,5 I 124,0 26,7 25,4 6,3 4,6 un e ände e Finanzie ung b) -8,6 -8,9 126,4 112,0 24,1 30,7 5,6 4,4 Haup schuldne lände a) un e ände e Ein uh b) ..••. -7,6 -8,3 196,2 172,0 46,2 42,3 6,7 5,0 un e ände e Finanzie ung b) -3,2 -1,8 188,1 148,7 41,0 33,0 5,2 4,4 3. Scena io "schwache Poli ik" in ELc) Nich ölexpo ie ende EL ..... -11,7 -17,8 132,4 137,6 25,0 24,8 7,3 4,9 (- 12,8) (- 18,1) (136,9) (135,7) (25,1) I (23,3) (7,2) (4,8) Haup schuldne lände a) ...... -6,0 -9,8 I 194,8 174,7 42,2 37,9 7,7 5,3 --- ---- -- a) Die G uppe um aß 7 En wicklungslände mi eine Auslands e schuldung Ende 1983 on meh als 30 M d. Dolla ode eine aus- s ehenden Ve schuldung gegenübe p i a en GläUbige n on meh als 20 M d. Dolla : A gen inien, B asilien, Idonesien, Ko ea, Mexiko, Philippinen, Venezula. - b) Un e ände e Ein uh bedeu e , daß Ein uh au Ni eau des ,base scena io' bleib und Leis ungsbilanz (in US-Dolla s) sich gemäß Auswi kung e idie e Annahmen au üb ige Teile de Leis ungsbilanz ände . - Un e ände e Finanzie ung bedeu e , daß Leis ungsbilanz au Ni eau des ,base scena io' bleib und Ein uh sich en sp echend e höh bzw. e minde . (Ände ungen in . H.-Rela ionen zu Aus uh ) on Leis ungsbilanz, Ve Schuldung und Schuldendiens spiegeln u. a. e ände e Aus uh wide . - c) Wachs um de Ein uh wi d ü jedes Jah 1 . H. höhe , de Aus uh 1 . H. nied ige angese z als im ,base sceI}a io'. 0> 1>:1 ~ g, ...., :IQ 11> ::l O"Q ::0 ~ Ci) OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 Ansä ze zu Lösung de Schuldenk ise 63 sionen de ,5 G oßen' im Janua 1984 eine Rolle gespiel ha , welche Impulse ü das wei e e wel wi scha liche Wachs um VOn den ande en Indus ielände n zu e wa en sind, da un e o allem Lände n wie Japan, Bundes epublik und G oßb i annien. Je nach de S ä ke des Wi scha swachs ums, den zu Reduzie ung de Haushal sde izi e e - g i enen Maßnahmen und de En wicklung de Dolla ku se wä en auch die Annahmen zu kün igen Zinsen wicklung beim Dolla zu e idie- en. Schließlich mag auch die Ölp eisen wicklung zu Re isionen Anlaß geben. Manches weis da au hin, daß die Ve einig en S aa en im 3. Qua al 1984 eine Wachs umspause e leb en, die schon im 4. Qua al als wei - gehend übe wunden gel en konn e. Dennoch wi d auch ü 1985 mi eine e was wenige k ä igen Ans iegs a e des BSP zu echnen sein als noch im He bs 1984 angenommen. Eine gewisse Be uhigung des hek ischen Wachs ums empos b auch das mi el is ige Szena io in seinen E gebnissen abe nich nachhal ig zu beein lussen, wenn sie zu- gleich die Ge ah neu e wachende In la ionse wa ungen minde und au die Dolla zinsen dämp end wi k . Gewiß ha die wachs umsbeding besonde s k ä ige ame ikanische Ein uh es den hoch e schulde en Lände n e möglich , on eine Poli- ik de Ein uh zu ückhal ung schon bald au eine Poli ik de Aus uh - s imulie ung umzuschal en. Die USA sind ü sie ein Haup abnehme zusä zliche Indus iegü e expo e gewo den, und auch in ande en In- dus ielände n konn en sie um so ehe ih e P oduk e abse zen, als diese zugleich in den USA gu e Absa zchancen wah nehmen konn en. Die USA we den abe ih e Lokomo i unk ion nich ü unbeg enz e Zei um den P eis eine hoch de izi ä en Leis ungsbilanz spielen können. Mi eine gewissen Ko ek u muß hie also übe ku z ode lang ge ech- ne we den. Angesich s bis zule z s ändig wei e s eigende Dolla ku se wich i- ge Wäh ungen, einschließlich de D-Ma k, is alle dings nich mi Siche hei dami zu echnen, daß on den be o enen Lände n zusä z- liche Wachs ums- und Ein uh impulse auss ahlen we den. Es s eh zu- mindes zu be ü ch en, daß in einigen diese Lände ein Ans ieg des Zinsni eaus unausweichlich wi d, auch wenn diese keine p imä am Wechselku s (ode ga am Dolla ku s) o ien ie e Geldpoli ik e olgen. Die mi dem Dolla ku sans ieg e bundene Ve schlech e ung de Aus- ausch ela ionen is in einigen Fällen (wozu die Bundes epublik zu zäh- len is ) du ch nied ige e Rohs o ein uh p eise zum gu en Teil kompen- sie wo den. Daß dies so bleib , kann zumindes nich un e s ell we - den. In den Ve einig en S aa en ha die Ve besse ung de , e ms o OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 64 Wol gang Rieke ade' in eine Phase k ä igen Wachs ums einen s ä ke en P eisau - ieb e hinde n hel en. Be ei s in ühe en Diskussionen is einem e neu en Zinsans ieg und seinen Konsequenzen ü die hoch e schulde en Lände ein ganz beson- de es Gewich als ,downside isk' zugemessen wo den. Dies zum einen wegen de unmi elba zu Buche schlagenden Meh belas ullgen ü die be o enen Schuldne lände , du ch die alle bishe igen Ans engungen in F age ges ell wü den und die dabei geb ach en Op e als e gebens e scheinen müß en. Zum ande en abe auch, weil in einem solchen Zins- ans ieg, insbesonde e sowei e de unkon ollie en Auswei ung des De izi s im ame ikanischen Bundeshaushal zugesch ieben we den kann, ein ekla an e Mangel an Disziplin sich ba wü de, wie sie on den in Zahlungs- und Ve schuldungsp obleme ge a enen Lände n so nach- d ücklich e lang wi d. Zahl eiche Übe legungen d eh en sich demgemäß im e gangenen Jah um die F age, in welche Weise die Zinslas gg . gemilde we den könn e. An gu gemein en Vo schlägen ha es nich ge ehl . Die g öß e Au me ksamkei zog de Vo schlag au sich, Zinsobe g enzen (,caps') ü neue und umgeschulde e K edi e o zusehen und im Fall eines Übe schießens de Ma k sä ze die Di e enz dem Kapi al zuzuschlagen (bzw. bei nied ige en Zinsen die Di e enz zu Tilgung so zus ande- gekommene zusä zliche Ve schuldung einzuse zen). Ein naheliegendes Bedenken wa , daß je nach Höhe de kapi alisie - en Zinsdi e enz, die Ve schuldung asch anwachsen könn e. Sowei e sich lich haben so wich ige Schuldne lände wie Mexiko kein übe - mäßiges In e esse ü diesen Vo schlag bekunde . Sie bes ehen ielmeh in allen Ve handlungen au ma k ge ech en Zinssä zen, die jede Mani- pula ion en zogen sind und nach ih e Meinung im üb igen auch die Wiede he s ellung no male Beziehungen zu den K edi gebe n ehe e leich e n. Gegen den Vo schlag sp ach eilich auch, daß sich die Indu- s ielände , allen o an die Ve einig en S aa en, so ih e Ve an wo - ung ü ein als übe höh e ach e es Zinsni eau en hoben glauben könn- en. Ein ande e Vo schlag, de au eine E leich e ung de Zinsbelas ung abziel , geh dahin, die übe wiegend in US-Dolla eingegangenen K e- di e eilweise du ch nied ige e zinsliche K edi e in ande en Wäh un- gen abzulösen. Dies is in dem zwischen Mexiko und seinen Gläubige - banken ge o enen meh jäh igen Umschuldungs abkommen ausd ück- lich o gesehen. Nich -ame ikanische Banken haben danach die Op ion, bis zu 50 . H. ih e Fo de ungen in die jeweilige Heima wäh ung um- zuschulden. Dabei e gaben sich beispielsweise im Falle de deu schen Banken gewisse P obleme bei de Wahl ma k ge ech e Zinssä ze ü OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 Ansä ze zu Lösung de Schuldenk ise 65 die en sp echenden F is igkei en. Fü das Schuldne land esul ie aus diesem Vo gehen angesich s nied ige e D-Ma k-Zinsen eine Zinse - spa nis, die je nach de kün igen Wechselku sen wicklung alle dings übe die Gesam lau zei de K edi e endenziell meh ode wenige we gemach we den könn e. Die Gläubige banken gehen bei Kon e sion auss ehende Fo de un- gen in ih e Heima wäh ung je nach de Wechselku sen wicklung im wei e en Ve lau gewisse Risiken ein. Die on ihnen o genommenen Absch eibungen und Rücks ellungen au solche K edi e könn en da- du ch ausgehöhl we den. Die Gläubige banken sehen jedoch o enba Vo eile im Hinblick au die Re inanzie ung wie auch un e bankenau - sich lichen Gesich spunk en. Sie mögen eine Denominie ung in de Hei- ma wäh ung auch ü den Fall une wa e e k isenha e En wicklun- gen mi e l. Liquidi ä sengpässen, die ein Eing ei en de eigenen No enbank nahelegen könn en, als o eilha e ach en. Die En schei- dungs is zuguns en de Kon e sion auss ehende Dolla k edi e in die Heima wäh ung is au 6 Mona e es geleg wo den, eich also bis in den Somme 1985 hinein. De Haup bei ag zu E leich e ung de Schuldensi ua ion und ih e Bewäl igung dü e jedoch on de be ei s e wähn en Einigung au meh jäh ige Umschuldungen in den Fällen kommen, in denen deu lich e kennba e Fo sch i e bei de Wiede gewinnung eines besse en inne- en und äuße en wi scha lichen Gleichgewich s kons a ie we den können. Auch dabei ging es zue s jedoch nich ohne Bedenken ab. Zum einen wu de be ü ch e , die Schuldne lände könn en in ih en Anpas- sungsbemühungen nachlassen, wenn sie nich Jah ü Jah e neu un e dem D uck de No wendigkei s ehen, ü ku ze F is gel ende Re inanzie ungs e einba ungen zu e neue n. Auch die Ta sache, daß die Au lagen des IWF nu so lange gel en und e seine Kon oll unk- ion nu so lange nachkommen kann, wie das Schuldne land ihm gegen- übe im Obligo is , gab zu Bedenken Anlaß. Im Fall Mexikos spiel e dabei auch de nächs e Wahl e min eine Rolle, da dann e ah ungs- gemäß ein Nachlassen de Haushal sdisziplin und ein Nachgeben in ande en Be eichen be ü ch e we den muß. Die Umschuldungs e ein- ba ung mi Mexiko sieh deshalb auch nach Auslau en des IWF-P o- g amms eiwillige halbjäh liche Konsul a ionen o , übe de en E - gebnisse die Gläubige banken in o mie we den. V. Diese ku ze Ab iß ech e ig den Eind uck, daß die in e na ionalen Schuldenp obleme in den e gangenen 2% Jah en sei Ausb uch de K ise wenigs ens in Ansä zen eine Lösung nähe geb ach we den 5 Sch i en d. Ve eins . Socialpoli lk 155 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 66 Wol gang Rieke konn en. Von Bewäl igung de P obleme und Rückkeh zu No mali ä zu sp echen, wä e indes e üh . Das Szena io des IWF geh on eine posi i en wel wi scha lichen En wicklung aus, die in meh ache Hin- sich o belas e is und gewisse ,downside isks' en häl . Sie müssen e ns genommen we den, weil hinsich lich de Bewäl igung de Schul- denp obleme, wie das OECD-Sek e a ia es im Vo jah einmal aus- d ück e, " he e is a e y na ow pa h o e he yea s ahead owa ds iabili y" und, um P o esso Lam alussy zu zi ie en, " he e is no sa e y ma gin o shocks". Die Schuldne lände sind in ih e Meh zahl auße - o den lichem sozialen D uck ausgese z , de die konsequen e Du ch üh- ung de wi scha lich ü no wendig gehal enen und om IWF zu Bedingung gemach en Maßnahmen imme wiede in F age s ell . Die Solida i ä de Gläubige banken ha sich als einige maßen hal ba e - wiesen, is abe , wie sich jüngs im Fall A gen iniens zeig e, nich unbe- g enz belas ba . Aus de Sich de hoch e schulde en Lände ech e igen sich die Ans engungen und Op e nu , wenn sie mi de Wiede gewinnung eines agba en inne en und äuße en wi scha lichen Gleichgewich s und dami ih e Zahlungs ähigkei zugleich wiede in die Lage e se z we den, angemessene Wachs ums a en zu e eichen. Dies se z o aus, daß sie in dem zu Finanzie ung ih e Ein uh e o de nisse und ih es Schuldendiens es e o de lichen Maße au den Mä k en de Indus ie- lände Absa z ü ih e Expo e zeugnisse inden. Vo ausse zung da ü wiede um sind o ene Mä k e, abe auch einige maßen e ägliche Aus- ausch ela ionen und dami P eise besonde s auch ü die VOn ihnen p oduzie en Rohs o e. Auße dem muß ein ih em En wicklungss and angemessene Kapi alzu luß in Aussich s ehen. Die Indus ielände we den au den Ap il-Si zungen VOn In e imsausschuß und En wick- lungsausschuß zu allen diesen Themen au F agen o be ei e sein müs- sen. Welche Kons ella ion VOn Handels- und Leis ungsbilanzen we den sich die En wicklungslände in de o aussehba en Zukun gegenübe - sehen, wenn sich das eno m hohe ame ika nische Leis ungsbilanzde izi im Ge olge VOn schließlich ge o enen Maßnahmen zu Reduzie ung des Haushal sde izi s und eine gewissen Abschwächung des Expan- sions empos de US-Wi scha zu ückbilde ? Welche Zinskons ella ion we den sie sich dann gegenübe sehen? Welche Rolle we den die Banken bei de Ve mi lung on K edi en in Zukun spielen und welche ande- en Quellen des Ressou cen ans e s we den an ih e S elle e en, so- wei die Banken wenige be ei willig K edi e e mi eln? We den sich in den Indus ielände n die In e essen de Konsumen en gegenübe denen na ionale P oduzen en- und A bei nehme o ganisa ionen du ch- se zen und p o ek ionis ische Neigungen in G enzen hal en? Wi d die OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 Ansä ze zu Lösung de Schuldenk ise 67 Wi scha s-, Finanz- und Geldpoli ik in den Indus ielände n und die in e na ionale Zusammena bei zwischen ihnen den dami ges ell en An o de ungen ge ech we den? Wo is die En wicklungshil e adäqua einzuo dnen, und welche Rolle müssen die in e na ionalen En wick- lungsins i u ionen übe nehmen? Welche Rolle komm dem IWF kün ig zu, wenn es um die mul ila e ale übe wachung de Wi scha spoli ik on Indus ie- wie En wicklungslände n au ih e Konsis enz geh , abe auch um F agen de Wechselku s- und Rese epoli ik? Solche F agen s ehen hin e de Fo de ung nach eine ,globalen Be- handlung' de in e na ionalen Schuldenp obleme. Man wi d sich ihnen nich en ziehen können, auch wenn man übe zeugende G ünde da ü ha , die je nach den Ums änden on Land zu Land un e schiedlich gelage en Schuldenp obleme ,case-by-case' anzugehen und eine Lö- sung nähe zu b ingen. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 The In e na ional Deb Si ua ion in an Ame ican View: Bo owing Coun ies and Lending Banks By Hen y C. Wallich, Washing on D.C. A his ime, he o al ex e nal deb o de eloping coun ies may be es ima ed o be some hing less han $ 900 billion. Abou h ee- i hs o his has aecumula ed sinee 1977. Be o e asking whe he and how his deb ean be se iced, i is use ul o plaee i in a eon ex o wo ld magni- udes. Annual wo ld (non-Communis ) sa ings ou o a wo ld GNP o some- hing in exeess o $ 10,000 billion can be es ima ed a pe haps a g oss 20 pe cen and ne (a e dep ecia ion) a some hing less han hal , o $ 1,000 billion. Du ing he ime when de eloping-eoun y deb was g owing a i s as es a e, o ab ou 20 pe cen pe yea , i abso bed elose o one- en h o eu en wo ld sa ing. Mo e eeen ly, such deb has been g owing a an annual a e o he o de o i e pe cen o a H le mo e, abso bing pe haps one- wen ie h o wo ld sa ing. A he ime o maximum bo owing, he e o e, he de eloping coun- ies elaimed a mo e subs an ial pa o wo ld sa ing, in con as o oday's ela i ely modes demands. Howe e , du ing he heyday o de eloping-eoun y deb expansion, OPEC su pluses s ill we e making a subs an ial eon ibu ion o wo ld sa ing. Today, in eon as , he Uni - ed S a es makes demands on wo ld sa ing on he o de o $ 100 billion annually and soon p obably mo e. A all imes, he e o e, ae o s o he han de eloping-eoun y bo owing domina ed he pa e n o wo ld sou ces and uses o sa ing. I. Uses o Bo owing I , om a wo ld sou e es and uses poin o iew, de eloping-eoun y bo owing is seen o ha e been o only mode a e impo anee, his bo owing ne e heless has been highly signi iean o he domes ie abso p ion o esou ees in he bo owing coun ies. Wha did he de el- oping coun ies do wi h he money hey bo owed, and wha did he money do o hem? I he bo owings we e la gely in es ed in ineome- p oducing asse s, p odue i i y and ineome would ha e isen and he OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 70 Hen y C. Wallich se ice o he esul ing deb should p esen no basic p oblems. Only a he enuous guesses a e possible, howe e , as o he pa o he in low ha di ec ly o indi ec ly wen in o inc emen al in es men . Ra ios o in es men o GNP, o o a measu e o o al abso p ion, did ise on a e age o de eloping .coun ies du ing he 1970'S.1 Sa ing a ios also ose. The a e o g ow h o mos de eloping coun ies :was high du ing he pe iod o hea y bo owing. Bu he e u n on in es - men seems o ha e declined as in es men ose, and he e was some slowing in basically s ill high g ow h a es. Some "in es men " o a e y di e en kind ook place, in he o m o capi al ligh . In he case o Mexico and A gen ina, his ou low is es ima ed, om 1974 o 1982, o ha e accoun ed o pe haps one-hal o he ne amoun bo owed; in he case o Venezuela, abou 90 pe cen ; in ha o B azil abou one-eigh h. 2 This "in es men " bene i s, no he ho ne, i.e., de eloping coun y, bu he coun y whe e he ligh capi al wen . E en so, he di e sion o bo owed unds in o capi al ligh is less de imen al o wo ld de elopmen han i he owne s had chosen o consume hese esou ces. Some downwa d p essu e may be exe ed on in e es a es and a es o e u n no only in he coun y ecei ing he ligh capi al, bu all o e he wo ld. The esou ces, o be su e, o he ime being p oduce nei he income no p obably axes o he ho ne coun y. Ne e heless, app op ia e policies, including posi i e eal in- e es a es, plus poli ical s abili y, could b ing some o i back. Un o una ely, one mus assu ne ha a la ge pa o he bo owed money wen o consump ion, in he o m o excessi e impo s o high- p iced oil and a ious consume goods. F equen ly his spending was inanced h ough go e nmen budge de ici s, caused by subsidies and o he unp oduc i e expendi u es, including pu chase o weapons. A wo ldwide shi om nega i e eal in e es a es o signi ican ly posi i e eal a es, and he consequen ise in deb se ice, also used up some o he unds bo owed. 1 See In e na ional Mone a y Fund, Wo ld Economic Ou look (Occasional Pape 21, May 1983), pp. 140 - 144; Je ey P. Sachs, "The Cu en Accoun and Mac oeconomic Adjus men in he 1970's", B ookings Pape s on Eco- nomic Ac i i y, 1981: 1, pp. 201 - 268; Robe Solomon, "A Pe spec i e on he Deb o De eloping Coun ies", B ookings Pape s on Economic Ac i i y, 1977: 2, pp. 479 - 501; Robe Solomon, "The Deb o De eloping Coun ies: Ano he Look", B ookings Pape s on Economic Ac i i y, 1981: 2, pp. 593- 607; and Hen y C. Wallich, "Financing De eloping Coun ies", Yale Cen e o In e na ional and A ea S udies Con e ence on In e na ional Deb and he Wo ld Economy, Feb ua y 17, 1983 (mimeog aphed). 2 Michael Dooley, William Helkie, Ralph T yon, and John Unde wood, "An Analysis o Ex e nal Deb Posi ions o Eigh De eloping Coun ies h ough 1990", (In e na ional Finance Discussion Pape s, No. 227, Augus 1983), Washing on, D. C.: Fede al Rese e Boa d. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 The In e na ional Deb Si ua ion in an Ame ican View 71 In adding up inc emen al in es men , capi al ligh , and inc eased ou lays (in nominal e ms) o consump ion, he e is a dange o o e - explaining he abso p ion o bo owed unds. The bes judgmen seems o be ha he bo owing coun ies expe ienced a subs an ial inc ease in hei in co me and deb -ca ying capaci y and ha hese bene i s o added in es men could be enhanced in u u e i measu es a e aken o induce ligh capi al o e u n. I mus also be emembe ed ha easing he impac o highe oil p ices p o ided bene i s as con as ed wi h he consequences o an unassis ed b usque adjus men , e en hough he easing may o en ha e gone oo a . n. Deb Capaci y and G ow h An al e na i e app oach o explo ing he abili y o de eloping coun- ies o se ice hei deb in ol es he amilia compa isons o g ow h and he eal in e es a e. I he g ow h a e o he economy (measu ed con enien ly in e ms o expo s bu mo e undamen ally in e ms o GNP) equals he in e es a e, he coun y can po en ially bo ow all he in e es i pays wi hou changing he a io o deb o GNP o ex- po s. Deb and he economy g ow a he same a e. This holds ue a any ela ionship o deb o he scale a iables - whe he deb is 10 pe - cen o 1,000 pe cen o expo s o GNP. In his concep ual model, i is implici ly aken o g an ed ha he ou s anding deb is olled o e con inuously. Deb se ice means in e - es paymen s. A no le el o he deb /GNP ela ionship does he coun y e ain any pa o i s annual bo owings o in es men , so long as he in e es a e equals he g ow h a e. I he in e es a e alls below he g ow h a e, some o he bo owing ha keeps he deb a a cons an ela ion o GNP can be used o in es men , ia a ade de ici . I he in e es a e ises abo e he g ow h a e, he coun y mus pay some o he in e es ia a ade su plus. In any e en , a s able deb /GNP ela ion is sus ainable only i he c edi o s ega d he coun y as c edi wo hy and a e sa is ied o oll o e he deb . This app oach ells us some hing abou he dyn ami es o keeping deb a loa . I does no ell us wha deb /GNP a io he lende s will ega d as accep able. P esumably a deb a io ising wi hou limi is no accep able o hem. How a hey will allow he a io o ise wi hou cu ailing hei lending canno be ead o he model. Con- cep ually, any a io, once a ained, can be s able. I he in e es a e equals he g ow h a e, he coun y would ha e he ull use c i s expo e enue o impo ing pu poses. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 78 Hen y C. Wallich asse a ios. Abou hal o he la ge mul ina ional bank holding com- panies, which do he bulk o in e na ional lending, had allowed p ima y capi al a ios o all in o he 3 o 4 pe cen ange du ing he la e 1970's. They ha e since come up o weIl o e 5 pe cen . Bank egula o s, in addi ion o hei gene al supe iso y au ho i y, ha e ecei ed explici legal powe s o se minimum capi al s anda ds. A p esen , o la ge banks and banks holding companies, hese ha e been se a 5 pe cen (p ima y capi aIl o al asse s) bu a e likely o be aised so on o 5.5 pe - cen . Inc eases in capi al a ios c1ea ly s eng hen a bank i hey a e b ough abou by aising new capi al, by es aining di idends, o by slowing he no mal g ow h o he bank's asse s. A bank is no s eng h- ened, o cou se, i i aises i s capi al a io by placing some o i s asse s "below he line," educes o al asse s by cu ing down on highly liquid bu no e y p o i able in e bank placemen s, o subs i u es con ingen o o dina y liabili ies. P o isioning, on he o he hand, adds no hing o he s eng h o a bank unless i implies a ax sa ing o leads o a change in beha io (in he di ec ion o es ain ) by he banks. O he wise, as- se s, liabili ies, and cash emain una ec ed excep in a bookkeeping sense. Ame ican banks appea o be eluc an o p o ision pa ly because, in he absence o a documen ed loss, he e a e no ax bene i s. Eu opean banks, in a ying deg ees, seem o be able o educe axes by p o- isioning and so inc ease cash. Ame ican banks u he di e om many o hei o eign coun e pa s in being cons ained by qua e ly epo ing equi emen s, by igh ules go e ning he acc ual o in e es in a ea s, by a high deg ee o disc1osu e, and by he inabili y o ac- cumula e hidden ese es. Unlike some o eign banks, howe e , hey a e no equi ed o w i e down nego iable asse s o he lowe o cos o ma ke . All his e lec s di e ences in egula o y philosophy. The Ame ican sys em s esses he discipline o he ma ke , b ough abou by ull disclosu e. This o dina ily enhances banke s' p udence, bu once some hing has gone w ong, he exe cise o ma ke discipline, h ough wi hd awal o unds, makes he bank mo e ulne able. Ab oad, disc e e silence minimizes his isk, a he possible cos o g ea e ouble once di icul ies b eak ou in o he open. Compa isons o he capi al posi ions o Ame ican and o eign banks a e di icul o make. Published capi aIlasse a ios o he mos pa show Ame ican capi al o be highe han o o eign banks, wi h espec o some coun ies e y subs an ially so. Bu he exis ence o hidden e- se es, in he o m o app ecia ed asse s o asse s w i en down below ue alue, may compensa e o his o an unknown deg ee. In addi ion, OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 The In e na ional Deb Si ua ion in an Ame ican View 79 he e is a hos o echnical di e ences conce ning he inclusion in capi al o bo de line accoun s, such as subo dina ed deb , con e ible secu i ies, p ope y alua ion ese es and loan loss ese es, among o he s. Di e ences exis in na ional p e e ences also as o whe he and how asse s should be weigh ed by isk in calcula ing he capi aIlasse s a io. E o s a e going o wa d o de elop a highe deg ee o in e - na ional compa abili y o capi al posi ions, al hough a his ime ha - moniza ion o ac ual na ional p ac ices and a ios does no seem in sigh . P o i abili y is ano he impo an ac o de e mining bo h he abili y o make p o isions and he abili y o accumula e capi al. Whe he di - e ing condi ions o compe i ion in he a ious na ional ma ke s allow banks in some coun ies o be mo e p o i able may be a moo poin . Bu he abili y o a oid ull disclosu e o unusual p o i s, h ough an ab- sence o o al anspa ency, may be an impo an ac o . Vll. Accoun ing P ac ices and Bank Policies Con inuous coope a ion and join e o s o sol e common p oblems ha e enabled he in e na ional banking communi y o o e come he e ec s o ins i u ional di e ences. The implica ions o hese dis inc ions o bank policy ha e been ully explo ed and, whe e needed, econciled by p agma ic adap ion. Some o he issues ha had o be esol ed will be b ie ly e iewed. One issue, e y o en, is he p o ision o "new money," ha helps he bo owe o pay he in e es . A bank ha has al eady w i en o a signi ican pa o a loan and no longe is coun ing on he in e es will be less eage o supply new money. I will be pa icula ly eluc an i new money o a pa ly w i en-o bo owe equi es an immedia e w i e-o also agains he new loan. Fo a bank ha is disposed o con inue lending in one o m o ano he , he ques ion o "new money" on some pas occasions has come up in s ill ano he way. Fo ins ance, i is in many espec s simple o capi alize unpaid in e es han o p o ide a new loan ha se es o pay i . I he amoun s a e equal, he esul s a e he same. In ac , i is p obably easie o he lead banks o ge eluc an smalle banks o s ay wi h a loan ia in e es capi aliza ion han ia he new-money ou e. The la e gi es a bank a clea e oppo uni y o a oid pa ici- pa ion. Fo he deb o coun y, oo, he e may be an ad an age in in- e es capi aliza ion because i c ea es a p esump ion, i no a ce ain y, ha a la ge pa , i no he ull amoun , o he unpaid in e es will be capi alized, Le., in e ec elen . A new money loan may be mo e pa simonious. Mo eo e , in some coun ies, a new-money loan o a deb o agains whose ea lie indeb edness p o ision has been made may call in ques ion he ax deduc ibili y o ha p o ision. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 80 Hen y C. Wallich Fo he banks, howe e , capi aliza ion aises he ques ion whe he his in e es can p ope ly be ea ed as income. Ame ican accoun ing ules say, e y b oadly, ha i can be so ea ed i ul ima e epaymen is easonably assu ed. In plain language, his means ha i usually canno because easonable assu ance o epaymen is lacking. Con- cei ably, capi alized in e es can be aken in o income i some w i e-o equi ed by accoun ing ules is p ac iced. In e es paid wi h he p o- ceeds o a new-money loan can be aken in o income like all o he in- e es . Non-Ame ican banks seem o ha e g ea e lexibili y wi h espec o he capi aIiza ion o in e es . Accoun ing ules di e among coun ies, and in some coun ies capi alized in e es ea ed as income is penaIized by w i e-o s. A one ime, non-U.S. banks seemed o p e e he capi- aliza ion ou e, Ame ican banks he new-money ou e. Because o he Ame ican conce n, o eign banks usually ha e acceded o he new- money ou e, and so his issue has la gely quie ed down. P e e ences o Ame ican and o eign banks ha e di e ed also in he ma e o cu ency denomina ion. A e y la ge po ion o de eloping- coun y loans is denomina ed in dolla s. This gi es Ame ican banks he ad an age o lending in hei ho ne cu ency, in which i may be easie o hem o und, and in which hey ha e he ad an age o a lende o las eso capable o c ea ing ha cu ency, as weIl as he u he sa e y ne p o ided by domes ic deposi insu ance. Fo eign banks may ind i less economical o und in dolla s, hei lende o las eso can- no c ea e dolla s, hei deposi insu ance sys em, i he e is one, may be limi ed o hei ho ne cu ency. These ea u es may no weigh hea ily wi h espec o sho - e m commi men s. They seem o weigh mo e hea ily o e longe pe iods. This became e iden in he p ocess o mul i-yea escheduling, when, as no ed abo e, non-U.S. banks asked o he oppo uni y o swi ch in o hei domes ic cu ency. Typically, he non-U.8. banks ha e been accommoda ed as ega ds cu ency de- nomina ion. The possible cos s o cu ency swi ches seem o all p inci- pally upon he bo owing coun y, i he cu ency s uc u e o i s ex- po s and impo s makes dolla inancing p e e able. VllI. Bank S a egies Di e ences exis among banks, bu no necessa ily by coun y, wi h espec o a la ge a ie y o addi ional ac o s. In e e y escheduling, i ma e s whe he a bank's lending is concen a ed in he public sec o o in he p i a e, and whe he i s p i a e-sec o loans ha e go e nmen gua an ees. Likewise, gua an ees by pa en s o mul ina ional sub- OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 The In e na ional Deb Si ua ion in an Ame ican View 81 sidia ies can be an impo an ac o enabling a bank o adop a oughe a i ude. The ne esul o he jockeying o posi ion be ween p i a e- and public-sec o c edi o s p obably is o weaken he p i a e sec o and enhance he ole o go e nmen in he de eloping coun y in ques ion. Bu such mac o conside a ions may no ca y much weigh in mic o decisions. Ano he a ea in which he e seem o be di e ences o iew among leading banks is wi h ega d o he desi abili y o keeping con inued pa icipa ion by aIl lende s o a gi en coun y. A g ea deal o e o has been spen , in a ious eschedulings, o keep smalle banks in he lending g oup. Typically, i is hese banks ha ha e an oppo uni y o ge ou , while he la ge banks a e subs an ially commi ed. A i udes o local boa ds o di ec o s and eluc ance o o ice s o expose hemsel es o c i icism begin o playa ole. Some la ge banks, he e o e, seem o eel ha i would be p e e able o phase ou he pa icipa ion o smalle banks whose quan i a i e con ibu ion may no be e y impo an . Banks ha e shown hemsel es o di e en opinion wi h espec o he deg ee o con ol and condi ionali y o be exe ed in lending. Pa ic- ula ly in mul i-yea escheduling his di e ence may su ace. Mul i- yea escheduling gi es he bo owing coun y mo e " ope" han one- yea a angemen s, he la e some imes e e ed o as a "sho leash." On he whole, he banks ha e shown hemsel es o be poo admini- s a o s o condi ionali y, i.e., unable o induce a coun y, by holding ou money, o adop and abide by good policies. The In e na ional Mone a y Fund, on he con a y, seems o ha e shown conside able abili y o adminis e condi ionali y. Ins i u ional di e ences mayaIso a ec a i udes owa d eschedul- ing, including mul i-yea escheduling. On dolla loans, which a e p ac icaIly he only kind Ame ican banks make, hey ha e he ad- an age o a lende o las eso capable o c ea ing ha cu ency, as weIl as he u he sa e y ne p o ided by domes ic deposi insu ance. Fo eign banks lending in dolla s do no ha e he same ad an ages. The signi icance o his became appa en in he ecen mul i-yea eschedul- ings whe e non-U.S. banks ecei ed he igh o swi ch hei loans in o hei home cou encies. Likewise signi ican o lending policy o de eloping coun ies is he deg ee o supe ision and examina ion o which na ional banking sys ems a e subjec . The Ame ican banking sys em, wi h i s 14,000 banks, is p obably he mos ex ensi ely supe ised and examined among majo coun ies. Wi h espec o lending o de eloping coun ies, ne e heless, supe ision has no p e en ed he occu ence o p oblems. 6 Sch i en d. Ve eins . Socialpol1 ik 155 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 82 Hen y C. Wallich Mo eo e , once exposu e has become high, o ce ul applica ion o e- gula o y es ain may b ing on p ecisely he p oblem ha he supe - iso s a e conce ned o a oid. The e seems o be no subs i u e o he basic quali y o banke s' p udence. IX. The Changing Bole o Bank C edi Many conside a ions ha ha e come up in he cou se o his pape ine i ably aise ques ions as o whe he comme cial banks a e eally a sui able channel o capi al lows o de eloping coun ies. In he long- dis an pas , he ypical o m o lending o de eloping coun ies was a bond issue. Coun ies ha he bond ma ke would no accep could a bes ge o icial c edi . The banks pe o med a g ea se ice o de- eloping coun ies when hey unde ook o ill he acuum le by he demise o he in e na ional bond ma ke , bu pe haps no al oge he o hei own good. I is clea ha he a e o expansion o bank c edi canno e u n o wha i was in he 1970's. I is a less clea wha can ake i s place o a oid a co esponding cu back in he a e o bo owing by de eloping coun ies, ecognizing ha capi al low will p obably be ela i ely smalle he ea e han du ing he 1970's. The mos in e es - ing p oblems o inancing de eloping coun ies, he e o e, may He in he a ea, no o sho ing up and imp o ing bank lending p ac ices, bu in he c ea i e inno a ion o new o ms o in e na ional capi al mo e- men s. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 Die in e na ionale Schuldenk ise und die Banken Von O ma Emminge , F ank u * I. Die Rolle de Banken bei de En s ehung des P oblems Die in e na ional ä igen Banken spiel en on An ang an eine zen- ale Rolle beim in e na ionalen Schuldenp oblem. Vom Beginn de siebzige Jah e bis zum Ausb uch de aku en Schuldenk ise im Jah e 1982 wa en sie s a k be eilig am Au bau de iesigen in e na ionalen Schuldenpy amide; ja sie wa en in diese Zei de eigen liche dyna- mische Fak o . Sei 1982 haben sie bei dem damals einse zenden - und noch heu e o daue nden - K isenmanagemen wiede um eine zen- ale Rolle zu spielen, indem sie in eine noch nie dagewesenen in e - na ionalen Koope a ion, zusammen mi dem In e na ionalen Wäh ungs- onds (IWF), den üh enden No enbanken und den be eilig en Regie- ungen, mi hel en, die besonde s k i ischen Schulden älle zu en schä - en und länge is ige Lösungen o zube ei en. Die Banken s ehen auch inso e n im Zen um des Schuldenp oblems, als es eine Zei lang den Anschein ha e, als könn e sich aus de K ise de Schuldne lände eine K ise des in e na ionalen Bankensys ems en wickeln. Ich kann hie au die En s ehungsgeschich e und En wicklung des Schuldenp oblems nich im einzelnen eingehen. Ich möch e abe au einige Fak en hinweisen, die geeigne sind, wei e b ei e e his o ische Miß e s ändnisse und I üme ich igzus ellen. Hie zu gehö z. B. die o on üh enden Banken e e e n o geb ach e These, die übe - mäßige K edi expansion in die D i e Wel sei den Banken meh ode wenige au gezwungen wo den du ch die No wendigkei , die iesigen übe schüsse de OPEC-Lände an die De izi lände zu ückzuschleusen; die Regie ungen und No enbanken hä en selbs zu diesem "Recycling" e mun e ode soga D uck ausgeübU In Wi klichkei ha die ausu e nde Dynamik de in e na ionalen Bankausleihungen in de Zei bis 1982 noch ganz ande e U sachen ge- hab . Es is nich unin e essan , daß schon im Mai 1973, also ein halbes • De Abd uck des Bei ags e olg mi eundliche Genehmigung des F i z Knapp Ve lages aus W. Gebaue (H sg.), "Ö en liche Finanzen und mo- ne ä e Ökonomie", Fes sch i ü Ka l Häuse zu Vollendung des 65. Le- bensjah es, F ank u /Main 1985. 1 So ein üh ende deu sche Bankmann bei eine in e nen Besp echung übe das Schuldenp oblem im Jah e 1983. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 84 O ma Emminge Jah o Beginn de e s en Ölp eisexplosion, au eine Jah es agung de ame ikanischen Banke s' Associa ion o Fo eign T ade das Thema de (mögliche weise) übe mäßigen Bankausleihungen an die D i e Wel behandel wu de und be ei s Be ü ch ungen wegen eine zu s a ken Belas ung de Schuldne lände angemelde wu den. Inzwischen s ieg die äuße e Schuld de En wicklungslände (ohne OPEC) on 130 M d. $ Ende 1973 bis Ende 1982, also bis zum Ausb uch de K ise, au 633 M d. $. Das wa eine S eige ung um übe 20 P ozen im Jah esdu chschni . Die Ausleihungen de Banken s iegen noch schnelle . Das jäh liche Wachs ums empo be ug zwischen 1975 und 1980 25 P ozen . Das wa as doppel so asch wie die Expansions a e des Inlandsgeschä s de Banken und wie die (we mäßige) Expansion des Wel handels in diese Zei . De An eil de Bankausleihungen an de Ve schuldung diese Lände g uppe wa on 1973 bis 1982 on 36 au as 50 P ozen ges iegen; bei den la einame ikanischen Schuldne - lände n wa de An eil noch wesen lich höhe . Mi dem Ausb uch de Schuldenk ise im Jah e 1982 (Mexico, Augus 1982) kam diese dyna- mische Expansionsp ozeß de Bankausleihungen zu einem o läu igen -wah scheinlich soga de ini i en -Ende. Es gab e schiedene T iebk ä e ü diese explosions a ige Auswei- ung des in e na ionalen K edi geschä s. Sei den sechzige Jah en wa das Banksys em in eine s ü mische Phase de In e na ionalisie ung einge e en. Die Eu o-Mä k e expandie en eno m. Alle g oßen Banken beeil en sich, Filialen ode Toch e banken an den wich igs en in e - na ionalen Finanzplä zen zu e ich en. In den siebzige Jah en nahm die Zahl de am in e na ionalen Bankgeschä be eilig en Ins i u e Jah ü Jah sp ungha zu. De We bewe b um die Kunden wu de imme schä e . Zum Teil s and dahin e eine Expansionsd ang und Kon- ku enzdenken; zum Teil auch die besonde s güns igen E agsaussich- en in diesem Geschä . Un e suchungen in den siebzige Jah en übe die ame ikanischen G oßbanken e gaben, daß im Auslandsgeschä die Gewinn a e e heblich höhe als im Inlandsgeschä wa , wäh end die Ve lus quo e - damals -ge ing ügig wa im Ve gleich zum Inlands- geschä . Einige de besonde s ak i en ame ikanischen G oßbanken mach en im Auslandsgeschä wei übe die Häl e ih es Gesam ge- winns, obgleich de An eil dieses Geschä s am Gesam olumen wei nied ige lag. Das in e na ionale K edi geschä is eben ü die Banken ganz übe wiegend ein "G oßhandelsgeschä " mi ela i nied igen Pe sonal- und Fixkos en. Auße dem is das O sho e-Geschä de Ban- ken on Mindes ese en und ande en Belas ungen ei. Eind ucks oll wi d die In e na ionalisie ung des Bankgeschä s du ch Zahlen de Fede al Rese e übe die ame ikanischen Banken beleuch- OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 Die in e na ionale Schuldenk ise und die Banken 85 e : danach s iegen on 1960 bis 1983 die in e na ionalen Fo de ungen und Anlagen de ame ikanischen Banken (und ih e Auslands ilialen) on unge äh 5 M d. $ au und 410 M d. $; gleichzei ig s iegen die Ve p lich ungen gegenübe dem Ausland on p ak isch Null au 260 M d. $. Von besonde e Bedeu ung wa en die wel wi scha lichen Rah nen- bedingungen, die bis zu Beginn de ach zige Jah e die Expansion des K edi geschä s ungemein begüns ig en. Es wa die Zei de wel wei en ch onischen In la ion, insbesonde e im Dolla aum. Die Realzinsen lagen bis zum Beginn de ach zige Jah e im Dolla aum, und e s ech ge- messen an den Expo p eisen de g oßen Schuldne lände , unge äh bei Null, zei weise soga be äch lich un e Null. Die Bundes epublik Deu schland wa in den siebzige Jah en das einzige g öße e Land, das du chweg einen posi i en Realzins au wies. Die jäh lichen Wachs ums- a en des Schuldendiens es de wich igen Schuldne lände lagen bis Ende de siebzige Jah e meis nied ige als die nominellen (in la o isch au gebläh en) Wachs ums a en de Expo e de Schuldne lände . All dies e lieh dem wei gehend unkon ollie en in e na ionalen K edi - geschä eine ungewöhnliche Dynamik, in de on o nhe ein das Ri- siko on Übe eibungen lag. Wede die k edi gebenden Banken noch die Schuldne lände echne en mi einem Ende de in la o ischen Rah- menbedingungen, noch ga mi de da au olgenden d as ischen Um- keh zu eine wel wei en Desin la ion mi übe aus hohen Realzinsen und eine s a ken Ve schlech e ung de e ms o ade de meis en Schuldne lände . Die mangelnde Vo aussich de K edi gebe und K e- di nehme inde nu da in eine gewisse En schuldigung, daß bis wei in das Jah 1981 hinein auch manche in e na ionalen Ins i u ionen (z. B. die Wel bank ode die OE CD) ö en lich e klä en, daß das Tempo de Ve schuldung de En wicklungslände nich un agba sei. ll. Ölschocks und Bankausleihungen Die beiden Ölp eisexplosionen e liehen diese Dynamik einen be- sonde en Au ieb und einen besonde en Cha ak e . Die explosi en E höhungen de Ölp eise, zue s Ende 1973, dann e neu in den Jah en 1979 und 1980, bläh en das De izi de Handels- und Leis ungsbilanzen de ölimpo ie enden En wicklungslände gewal ig au . Dies e höh e mindes ens ü eine Übe gangszei on meh e en Jah en den un e - meidlichen ex e nen Finanzie ungsbeda diese Lände be äch lich. Eine on William R. Cline2 au ges ell e Rechnung übe die Belas ung de nich ölexpo ie enden Lände de D i en Wel du ch die beiden 2 William R. CHne, In e na ional Deb , Ins i u e o In e na ional Econo- mies, Washing on, DC, 1984, S. 10. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 86 O ma Emminge Bankausleihungen an En wicklungslände (ohne OPEc)a) -M d. Dolla - 1973 1978 1979 1980 1981 I 1982 Auslandsk edi e de Banken an alle Lände (Ne ozugang) ........ 32 90 125 160 165 95 Da on: an En wicklungslände (ohne OPEC)b) ....... 10 25 41 49 51 25 Gesam summe de aus- s ehenden Bank o de- ungen an En wick- lungslände (ohne OPEC), Jah esende b) .... 32 155 195 241 286e) 306 e) Leis ungsbilanzde izi de En wicklungslände (OECD-De ini ion)d) .... -6 - 26 - 41 - 63 - 81 - 68 a) Auslandsk edi e de an die BIZ be ich enden Banken. 1983 85 17 3lge) - 41 b) Quelle: IWF. In e na ional Capi al Ma ke s (au de Basis de BIZ-S a is ik). c) Nach de um assende en IWF-Schä zung (alle Banken): 1981: S 378 M d .• 1982: S 414 M d .• 1983: S 433 M d. d) Un e Be ückSich igung de ö en lichen T ans e s in die En wicklungslände . Ölschocks (im Ve gleich zu eine Ölp eiss eige ung im Einklang mi dem ame ikanischen G oßhandelsp eisindex) e gib ü die Zei on 1974 bis 1982 eine kumula i e Zusa zbelas ung on und 260 M d. $3. So s ieg das Finanzie ungsde izi diese Lände g uppe de D i en WeI on 6 M d. $ im Jah e 1973 au einen e s en Höhepunk im Jah e 1975, um dann o übe gehend abzu lachen. Nach dem zwei en Ölp eisschock e eich e das globale Leis ungsbilanzde izi dann im Jah e 1981 einen Höhepunk on 81 M d. $.4 Was abe wa die a sächliche Rolle de Banken beim Recycling de OPEC-übe schüsse? Sie wa zwa bedeu end, e klä jedoch bei wei em nich die s a ke Expansion de in e na ionalen Bankausleihungen. Nach dem "Wo ld Economic Ou Iook" des IWF on 1984 be ugen die Ne o- übe schüsse de OPEC-Leis ungsbilanzen in de Zei on 1974 bis 1982 insgesam as 400 M d. $. Diese De isenübe schüsse muß en in i gend- eine Fo m an ande e Lände zu ück ließen. Dieses Zu ück ließen ode 3 Dabei nich be ücksich ig : die Wi kung de du ch die hohen Olp eise e zwungenen mengenmäßigen Anpassungsmaßnahmen, e ne die zusä z- lichen Expo möglichkei en in die OPEC-Lände USW. 4 Nach de Leis ungsbilanzde ini ion de OECD. Nach de IWF-De ini ion s ieg das globale Leis ungsbilanzde izi diese G uppe on 11 M d. $ im Jah e 1973 au 109 M d. $ im Jah 1981. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 Die in e na ionale Schuldenk ise und die Banken 87 "Recycling" wa ein ziemlich komplizie e und wei ges eu e Vo - gang. Von dem e wähn en Globalübe schuß on und 400 M d. $ los- sen den Banken de Indus ielände bis Ende 1982 nu 140 M d. $, also e was meh als ein D i el, zu. Da einige de OPEC-S aa en zei weise auch nich une hebliche K edi e im in e na ionalen Bankensys em au - nahmen, wa de Ne ozu luß ins Bankensys em soga e heblich ge- inge als ein D i el de gesam en OPEC-übe schüsse. E heblich g öße e Be äge lossen übe ande e Kanäle zu ück (Ankau on We - papie en in Dolla ode ande en Wäh ungen, Di ek in es i ionen, Bei- äge zu in e na ionalen Ins i u ionen, di ek e Hil eleis ung ü ande e En wicklungslände usw.). Ta sächlich haben die Banken wei meh in e na ionale K edi e ge- geben, als sie an Ölgelde n e einnahm en. Allein schon die Ne o- Ausleihungen de Banken an die En wicklungslände (ohne OPEC) e - höh en sich in de gleichen Zei um und 275 M d. $, also meh als das Doppel e de den Banken gleichzei ig zuge lossenen Ölgelde (ne o). Die Banken mach en in de gleichen Zei na ü lich auch iesige Aus- leihungen an ande e in e na ionale K edi nehme . In e essan is auch, daß in den Jah en 1977 und 1978, in denen den Banken nu ge inge Be- äge an Ölgelde n zu lossen, ih e Ausleihungen an Lände de D i en Wel in nu wenig e minde em Um ang wei e gingen. Ku zum: Das Recycling on Olgelde n e klä nu einen B uch eil de explosi en K7·edi auswei ung des in e na ionalen Bankgeschä s. Wi ha en üb i- gens schon im Geschä sbe ich de Bundesbank ü 1978 (S. 52 .) au dieses Phänomen des "übe -Recycling" de Banken mi Nachd uck hin- gewiesen. Die in e na ionalen Bankausleihungen wu den also aus man- chen ande en Quellen nich wenige als aus Ölgelde n alimen ie . Zum Teil dü e es sich dabei um eine Selbs -Alimen ie ung, d. h. eine K e- di schöp ung inne halb de Eu omä k e gehandel haben. Wil ied Gu h (Sp eche de Deu schen Bank) kennzeichne e dies au einem Symposium übe in e na ionale Ve schuldung im Sep embe 1979 - wo be ei s lebha e Bedenken gegen übe iebene K edi gewäh ung o geb ach wu den - e end wie olg : "Die an den Eu omä k en anscheinend au alle Ewigkei e ügba e Liquidi ä e zeug Ve - suchungen .... S a De izi lände zu d ängen, beim IWF anzuklop en, geben die Banken selbs imme wei e Geld." ßI. Die Hal ung de No enbanken und des IWF Vo e was übe zwei Jah en wu de in eine Diskussion übe das in e na ionale Schuldenp oblem on einem Teilnehme (es wa de ehemalige Bundeskanzle Helmu Schmid ) die Behaup ung au ges ell , die Ve an wo ung ü die ge äh lichen übe eibungen bei den Ban- OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 94 O ma Emminge Dieses bishe ige Ve ah en zu Bewäl igung des Schuldenp oblems s ell eine ganz auße gewöhnliche Bewäh ungsp obe ü das in e na io- nale Bankensys em und seine Koope a ions ähigkei da . Wil ied Gu h, eine de Sp eche de Deu schen Bank, sag e An ang 1984: "Im Leben jedes Bankmannes gib es ein E eignis, das einen daue ha en Eind uck hin e läß : ü diese Gene a ion on Bankleu en is dies die in e na ionale Schuldenk ise." Abe auch ü den nich unmi elba be- eilig en Beobach e is sowohl die in e na ionale Schuldenk ise als auch ih e bishe ige Bewäl igung du ch eine beispiellose in e na ionale Zusammena bei ein beeind uckende Vo gang. . Konsequenzen ü das in e na ionale Bankensys em Die Schuldenk ise bedeu e einen ie en Einschni in de En wick- lung des in e na ionalen Bankgeschä s, de zum Teil daue ha e Fol- gen nach sich ziehen wi d. Zunächs einige Beme kungen zu den kü ze is igen P oblemen: Das in e na ionale Schuldenp oblem is gegenwä ig un e Kon olle, und die jüngs e En wicklung in wich igen Schuldne lände n e laub zu ho - en, daß wi au dem Weg zu de d i en Phase de Schuldenbewäl i- gung, nämlich de länge is igen Umschuldung, sind. Wi s ehen nich meh o einem wel wei en Globalp oblem, sonde n o k i ischen Si ua ionen einzelne Schuldne lände , on denen jedes seine spezi i- schen P obleme ha . Abe auch ü die o gesch i enen Schuldne - lände können Be iebsun älle nich ausgeschlossen we den, insbeson- de e bei eine Ve schlech e ung de Wel wi scha slage. Wi be inden uns dahe imme noch in eine Risikosi ua ion. Die Banken dü en sich dahe nich allzu seh au die posi i en En wicklungsaussich en e - lassen, sie müssen auch die Möglichkei eines ungüns ige en Ve lau s in Rechnung s ellen. Das bedeu e , daß sie wei e hin aus eichende Vo keh ungen gegen die mi dem Schuldenp oblem e bundenen Risi- ken in Fo m on Rücks ellungen, Absch eibungen ode Kapi ale hö- hungen e en müssen. Die deu schen und schweize ischen Banken dü en in diese Hinsich eilich besse das ehen als manche ande en Sys eme. Ein wei e es ku z is iges P oblem ü die Banken is die Behand- lung de gegenwä igen aku en Schulden älle. Es is an de Zei , on de Behandlung aku e Liquidi ä sk isen übe zugehen zu länge is i- gen Umschuldungen, wo imme es möglich is . Dies lieg im In e esse sowohl de Schuldne als auch de Gläubige . Die Gläubige banken soll en nich zöge n, dabei auch einige Risiken in Kau zu nehmen. Eines da on is die Schwie igkei , die Einhal ung eine e nün igen OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 Die in e na ionale Schuldenk ise und die Banken 95 Wi scha s- und Finanzpoli ik du ch die Schuldne lände lang is ig zu e olgen (long- e m moni o ing), wenn de IWF nich meh unmi el- ba Ve agspa ne is . Doch dieses P oblem e schein lösba . Ein an- de es Risiko is das Wäh ungs isiko, das bei lang is igen Umschuldun- gen schwe e ins Gewich äll . Solche Umschuldungen soll en dahe aus eichend lexibel sein, um die un e schiedlichen Posi ionen und In- e essen de e schiedenen Gläubige g uppen zu be ücksich igen (Op- ion eine Wäh ungsdi e si izie ung). Die in e na ional ä igen Banken sehen sich auch mi länge is igen P oblemen kon on ie . Sowohl die Gläubige banken als auch die Schuldne lände we den aus den zu ückliegenden E ah ungen Leh en ziehen müssen. Einige diese Leh en we den sein: 1. Die Phase de explosi en Auswei ung de in e na ionalen Bank- k edi e mi jäh lichen Zuwachs a en on 20 bis 25 P ozen wie in den 70e Jah en is endgül ig o übe . In Zukun wi d die Ne oe höhung de in e na ionalen Bankenausleihungen an die Lände de D i en Wel ielleich zwischen 4 und 6 P ozen jäh lich liegen. Denn die Ka- pazi ä de Schuldne lände , ih e eno me Schuldenlas wei e zu e - höhen, is beg enz . Abe auch die k edi gebenden Banken s ehen o de Au gabe, ih K edi engagemen in de D i en Wel in eine ge- sünde e Rela ion zu ih em Eigenkapi al zu b ingen (das z. B. in Ame- ika e ah ungsgemäß jah esdu chschni lich um e wa 6 bis 10 P ozen e höh we den kann). Ta sächlich schein sich die Ne ozunahme de Bankenausleihungen an En wicklungslände schon au die e wähn e G ößeno dnung, nämlich 15 bis 20 M d. $ jäh lich, einzuspielen. 2. Die Schuldne lände we den on sich aus o sich ige gegenübe eine wei e en Ve g öße ung ih e be ei s übe höh en Auslands e - schuldung sein, besonde s solange ih e Aus uh p eise un e D uck s ehen und die Realzinsen seh hoch sind. In de Ta haben e schie- dene, da un e B asilien und Indonesien, schon e klä , sie ho en, in nächs e Zukun öllig au zusä zliche Bankk edi e e zich en zu kön- nen und das e wa noch e o de liche Auslandskapi al au ande e Weise zu e hal en, z. B. du ch die Wel bank und ande e in e na ionale Ins i- u ionen. Es lieg im In e esse de Schuldne lände , das no wendige Auslandskapi al ehe in Fo m on es e zinslichen länge is igen An- leihen und o allem du ch ausländische Di ek in es i ionen zu e - hal en. Die Banken könn en hie als Ve mi le au e en und dami ih Diens leis ungsgeschä e wei e n. Dies läge du chaus in de gegen- wä igen Tendenz des in e na ionalen Bankwesens, on de di ek en K edi expansion umzuschal en au Diens leis ungen und Hil es ellun- gen, die sich in de Bilanz nu als Kommissionsgebüh en und ähnliche Einnahmen niede schlagen. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 96 O ma Emminge 3. Die Banken we den in Zukun in ih en Ausleihungen siche o - sich ige und selek i e hinsich lich de Lände isiken sein. Sie we den auch iel s ä ke au die Ve wendung ih e Da lehen im Schuldne - land ach en und sich au ih e eigen lichen Au gaben im in e na ionalen Geschä - Finanzie ung des Außenhandels und ku z is ige Vo - inanzie ung on P ojek en - konzen ie en müssen, s a Zahlungs- bilanz- und Haushal sde izi e zu inanzie en. 4. Auch die Bankau sich sbehö den we den Folge ungen aus de Schuldenk ise zu ziehen haben. Sie s ehen u. a. auch o de Au gabe eine besse en in e na ionalen Ha monisie ung de Regeln und de Au sich s ä igkei . Schließlich soll e in Zukun nich nu an K isen- übe windung, sonde n s ä ke als bishe an K isen e hinde ung ge- dach we den. Die Aussich en ü die kün ige En wicklung de Bankausleihungen an En wicklungslände we den un e schiedlich beu eil . Manche be- ü ch en, daß die Banken, gesch eck du ch ih e E ah ungen mi no - leidenden K edi en, sich au länge e Zei s ä ke zu ückhal en we den als es im In e esse eine Wiede he s ellung no male Ve häl nisse zweckmäßig wä e. Ta sächlich sind in den e s en zwei Jah en nach Ausb uch de Schuldenk ise neue Bankk edi e zum Beispiel an la ein- ame ikanische Lände übe wiegend nu als "un eiwillige" K edi e im Zusammenhang mi Umschuldungen be ei ges ell wo den. Von man- che Sei e, z. B. auch on de Lei ung des IWF, e gingen damals Appelle an die Banken, ih e Ausleihe ä igkei in e nün igem Maße o zu- se zen. De ehemalige Geschä s üh ende Di ek o des IWF, M . Wi e- een, schlug im Sep embe 19835 o , du ch Ein ich ung eines in e - na ionalen Ga an ie onds ü Bankk edi e un e Au sich des IWF ein aus eichendes und nach einzelnen Schuldne lände n limi ie es K edi - olumen siche zus ellen. Dies wu de abe asch als nich p ak ikable Vo schlag e kann . Ta sächlich is inzwischen die Ausleihe ä igkei de Banken an die D i e Wel auch au eiwillige Basis wiede langsam in Gang ge- kommen, eilich selek i besch änk au k edi wü dig gebliebene ode wiede gewo dene Schuldne lände . Schon we den abe on Manchen, da un e auch on maßgebende No enbanksei e 6, Zwei el angemelde , ob die in e na ional ä igen Banken wi klich aus eichende Leh en aus e gangenen Fehle n und Übe eibungen gezogen haben. Es bes eh o enba de Eind uck, daß die Banken, sobald sich die Lage ein bißchen gebesse ha , die po en iellen K edi nehme so o wiede mi K edi - 5 J. Wi e een, Pe Jacobsson Lec u e, Washing on, Sep embe 1983. 6 D . Helmu Schlesinge , Vizep äsiden de Deu schen Bundesbank. Vo - ag in Zü ich am 12. 6. 1984. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 Die in e na ionale Schuldenk ise und die Banken 97 angebo en "bed ängen" wü den. Dabei wi d au den Konku enzd uck und die - bishe unkon ollie e -Geldschöp ungskapazi ä de Eu o- mä k e e wiesen. Dies le z e e wi eine seh g undsä zliche F age au . Ich glaube alle dings, daß K isen und Unglücks älle gu e Leh - meis e sind. Und sowohl die Banken als auch die Schuldne lände sind ja aus eichend mi K isen kon on ie wo den. Schließlich gib bei den deu schen Banken auch die nun -endlich! - einge üh e Konsolidie- ung de Bilanzen de ausländischen Toch e ins i u e ein Mi el an die Hand, um übe eibungen zu b emsen. Die in e na ional ä igen Banken scheinen gegenwä ig E sa z ü das ge inge e Neugeschä mi de D i en Wel in e s ä k e K edi - gewäh ung an Indus ielände zu inden. Dabei e en imme meh auch ame ikanische Banken und G oßun e nehmungen als K edi neh- me in den Vo de g und. Dies en sp ich de massi en Umschich ung im in e na ionalen Zahlungssys em: Gegenwä ig is das Leis ungs- bilanzde izi de Ve einig en S aa en meh als doppel so hoch wie das globale Leis ungsbilanzde izi de gesam en D i en Wel . Das iesige ame ikanische Leis ungsbilanzde izi und die imme noch ela i hohen ame ikanischen Zinsen s ellen eine A Daue einladung - ode Ve - suchung? - ü die Eu ok edi mä k e und Eu obondmä k e da . Es is zu ho en, daß diese nich übe mäßig ausgenu z wi d. Wil ied Gu h (Deu sche Bank) ha das P oblem kla e kann , indem e (in eine Rede im Janua 1985) ag e: "Wie hal en wi im in e - na ionalen We bewe b bei imme asan e sich en wickelnden neuen Finanzie ungs o men und Techniken mi , ohne in den S om on neuen übe eibungen und Risikohäu ungen zu ge a en?" Ich ho e, daß das in e na ionale Bankwesen nach den e nüch e nden E ah ungen de le z en Jah e den ihm angemessenen Pla z im Wel inanzsys em inden wi d. Denn es is ein unen beh liches Elemen des Wel inanzsys ems und de Wel wi scha gewo den. 7 Sch i en d. Ve eins . Socialpoli ik 155 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 Die Funk ion des K edi gebe s de le z en Ins anz bei na ionalen und in e na ionalenFinanzk isen Von Emil-Ma ia Claassen, Pa is und Flo enz (Zusammen assung on Michael K akowski)* Bishe bes eh keine übe eins immung übe die De ini ion eine Finanzk ise. D ei Eigenscha en on Finanzk isen können he o - gehoben we den: die Ta sache de Zahlungseins ellung du ch den Schuldne , die wah scheinliche Daue de Zahlungseins ellung (is diese ku z is ig, handel es sich um eine Liquidi ä sk ise, is sie lang- is ig, um das P oblem de Insol enz) und die Ge ah , daß in olge eine Zahlungseins ellung das Finanzsys em wegen eine sich selbs e s ä kenden Ke en eak ion zusammenb ich . Die Funk ion des K e- di gebe s de le z en Ins anz (Lende o Las Reso , LLR) is ge ade da in zu sehen, solch eine Ke en eak ion so üh wie möglich zu s op- pen. I. Die LLR-Funk ion bei na ionalen Finanzk isen Falls Schuldne und Gläubige aus e schiedenen Lände n s ammen, handel es sich um eine in e na ionale Finanzk ise. Im na ionalen Rah- men soll die genann e Ke en eak ion dadu ch e mieden we den, daß die jeweilige Zen albank als LLR ungie . Ob dies eilich so sein muß, is ums i en. Au diese Deba e wi d ku z eingegangen, um e en uell Schluß olge ungen da aus ü die Rolle des LLR bei in e - na ionalen Finanzk isen zu ziehen. Daß de S aa übe seine Zen albank Ke en eak ionen au g und eines Ve auens e lus es in das Bankensys em e hinde n soll, kann ökonomisch dami beg ünde we den, daß die S abili ä des Finanz- sys ems als ein posi i e ex e ne E ek angesehen wi d und de Ve - auens e lus , de sich bei Schwie igkei en eine Bank au das ganze Bankensys em ausdehnen kann, als nega i e E ek . Solche ex e ne E ek e können na ü lich bei einem Mindes ese esys em on 100 % ,. Das olls ändige Re e a is un e dem Ti el "The Lende -o -Las Reso - Func ion in he Con ex o Na ional and In e na ional Financial C ises" im WeUwi scha lichen A chi (Juni 1985) e schienen. 7· OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 100 Emil-Ma ia Claassen e mieden we den. Wenn dieses abe nich bes eh , wi d in de Regel de Zen albank die Funk ion des LLR übe agen, wobei diese abe nu illiquide, nich insol en e Banken s ü zen soll. Eine Al e na i e wä e eine (obliga o ische) Einlagen e siche ung, die Ke en eak ionen jedoch nu ausschließ , wenn alle Einlagen e siche we den. In diesem Falle wie abe auCh. bei de Zen albank in ih e Rolle als LLR wü den die Banken isiko eiche e Geschä e ä igen, als wenn solche Ins i u ionen nich bes ünden (mo al haza d). Das Fak um des mo al haza d leg nahe, daß en wede die Hil smaßnahmen de Zen albank ode de Ve siche ungen nich ga an ie in jedem Falle e olgen sollen ode s ik e S anda ds ü die K edi wü digkei einge üh we den. Da e s e es das Ve auensp oblem nich lös , wi d in de Regel le z e es p ak izie . We den abe nu illiquide und nich insol en e Banken ges ü z , so mag eine Ma k lösung o ziehba sein; illiquide, abe eigen lich ge- sunde Ins i u e müß en sich leich Geld on ande en Banken leihen können. Gegen eine solche Ma k lösung sp ich eilich die Un oll- kommenhei de K edi mä k e. Abe auch wenn die ande en Banken - wegen de ex e nen E ek e -einsehen, daß die Re ung eines in Schwie igkei en gekommenen Ins i u s in ih e alle In e esse lieg , we den sich e mu lich nich alle an eine Ak ion be eiligen (T i - b e ah e p oblem) und deshalb - ode auch weil die in Schwie ig- kei en gekommene Bank seh g oß is - wi d nich no wendige weise de zu Re ung de Bank benö ig e Be ag zusammenkommen. Diese Nach eil is mi dem Vo eil abzuwägen, daß das Phänomen des mo al haza d ge inge als bei eine nich -ma k mäßigen Lösung sein dü e. 11. Die LLR-Funk ion bei in e na ionalen Finanzk isen Hie soll die Zahlungsun ähigkei eines Landes mi de eines Un e - nehmens e glichen we den. Die No wendigkei , die LLR-Funk ion zu in e na ionalisie en, i au , wenn na ionale Banken ausländische Toch e gesellscha en sind und die na ionale No enbank nich meh wi ksam als LLR ungie en kann. Bei de Insol enz eines Landes is dieses - im Gegensa z zu dem Fall, wenn es ein ach nich zahlen will ("deb epudia ion Cl ), was du ch- aus eine a ionale S a egie sein kann - un ähig (sowohl in de Gegen- wa wie in de Zukun ), seine Schulden zu begleichen. F eilich gib es Un e schiede zwischen de Insol enz eines Un e nehmens und de eines Landes. Im Gegensa z zu Un e nehmen we den Lände nich liquidie und e schwinden nich . Sie können soga wei e hin übe die mi den Schulden inanzie en Ak i a e ügen. Vom S andpunk OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 Die Funk ion des K edi gebe s de le z en Ins anz 101 de K edi gebe aus gesehen sind sie abe dann bank o en Un e neh- men seh ähnlich, wenn sie wäh end eines länge en Zei aumes nich in de Lage sind, ih en Schuldendiens zu leis en. Das Sol enzk i e ium ü ein Un e nehmen kann olgende maßen au ein Schuldne land übe agen we den: (1) (2) 00 CA NEW o =R o + ~ (1 + T) -D o =o 00 (Q - A ) =R o+ ~ (1 + Tl -D o =o Ne oauslandswe eines Landes (heu e) = Wäh ungs ese en (heu e) Leis ungsbilanzsaldo de Pe iode in heu igen P eisen Ne oauslandschulden (heu e) eale Zinssa z Inlandsp oduk de Pe iode in heu igen P eisen inländische Ausgaben (Abso p ion) de Pe iode in heu igen P eisen Gemäß Gleichung (1) is das Land sol en , wenn de au den heu- igen Tage bezogene Ne oaußenwe posi i is . Das is de Fall, wenn die Wäh ungs ese en plus dem Gegenwa swe de zukün igen Lei- s ungsbilanzübe schüsse die Auslandsschulden übe s eigen. Ein nega- i e We on NEWo zeig Insol enz des Landes an. Nach Gleichung (2) häng die Fähigkei eines Landes, in de Zukun genügend g oße Lei- s ungsbilanzübe schüsse zu e zielen, on de e wa e en Di e enz zwischen Inlandsp oduk und inländische Abso p ion ab. Dami wi d de Außenwe posi i on den zukün igen Wachs ums a en des In- landsp oduk s und nega i on denen de Abso p ion und dem Real- zins beein luß . Bei diesem Sol enzk i e ium wi d die Analogie zu dem eines Un e - nehmens zu wei ge ieben. Es gib zwei wich ige Res ik ionen, die NEWo nach oben beg enzen, einmal eine Liquidi ä s es ik ion - die Wäh ungs ese en können nich un e ein Minimum ii allen - und eine Lebens anda d es ik ion, d. h. es gib eine minimale Abso p- ion A, die nich un e sch i en we den kann. Die Gleichung ü den ans e ie ba en Ne oaußenwe (NETW) lau e dahe : (la) (2a) _ 00 CA NETW o = Ro -Ro + ~o (1 + ) -Do 00 = Ro -R o + ~ ~=o -D O OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 102 Emil-Ma ia Claassen Die Liquidi ä s es ik ion ü die Wäh ungs ese en gib den Be ag an, de ü die Finanzie ung on T ansak ionen, Spekula ionen, Siche - hei und K edi wü digkei no wendig is . Die Lebens anda d es ik- ion d ück aus, daß die inländische Abso p ion nich beliebig e inge we den kann. Sowohl de Konsum, als auch In es i ionen und S aa s- ausgaben können nich bis au Null zu ückge üh we den. Die Un- siche hei in de Bewe ung, ob Insol enz o lieg ode nich , esul ie aus de Unsiche hei übe die zukün ige En wicklung on Q , A und T und die Länge des Zei ho izon s. Falls ein Land nu illiquide, also de Ne oaußenwe posi i is , und das P oblem nu on de zei lichen Ve eilung on no wendigen Zah- lungen und Einnahmen he üh , muß eine angemessene Mischung zwi- schen ex e ne Finanzie ung, die e en uell nu zu hohen Zinsen e - häl lich is , und in e nen Anpassungsmaßnahmen ge unden we den. Im Falle de kla en Insol enz lieg es im eigen lichen In e esse des be- e enden Landes, möglichs schnell die Zahlungsun ähigkei zu e - klä en und nu einen Teil de Schulden zu bezahlen, sowei es mi "zumu ba en" in e nen Anpassungsmaßnahmen möglich is , um sich den Zugang zu den K edi mä k en de Zukun nich öllig zu e - spe en. Die e bleibenden Ve lus e de Banken müssen de en Eigen- üme agen, selbs wenn dies den Bank o bedeu e . Falls dadu ch die S abili ä des na ionalen Bankensys ems bed oh is , kann die In- s abili ä wie oben behandel du ch den K edi gebe de le z en Ins anz e hinde we den. De Fall de Illiquidi ä on in e na ionalen Banken is ande s ge- lage . Da die Ausleihungen on ausländischen Banken (z. B. Eu o- banken) s a k zugenommen haben und eine asymme ische Behandlung in Bezug au die LLR-Funk ion de Zen albank ü ansässige auslän- dische Banken bes eh (die Ak i i ä en in Landeswäh ung sind in de Regel s ä ke kon ollie als die in F emdwäh ung), mag ein Liquidi- ä sp oblem bei eine solchen Bank on de be e enden inländischen Zen albank nich au ge angen we den können. Dami wi d ein " un" au die Banken wah scheinliche . Eine In e na ionalisie ung de LLR-Funk ion kann on den na iona- len Zen albanken ode on eine in e na ionalen Ins i u ion ausgehen. Soll die LLR-Funk ion de Zen albanken au in e na ionale Banken ausgedehn we den, so könn e die A bei s eilung e wa olgende maßen aussehen: (a) Fü die ausländische Niede lassung eine Bank soll e die Zen al- bank des Landes zus ändig sein, in de die Mu e gesellscha ih en Si z ha , OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 Die Funk ion des K edi gebe s de le z en Ins anz 103 (b) Fü Toch e gesellscha en und join en u es soll e die Zen al- bank des Gas landes die LLR-Funk ion übe nehmen. Diese A - bei s eilung is abe schwe zu ealisie en, denn es wü de be- deu en, daß die Zen albank des Gas landes Au sich s unk ionen übe nimm und K edi s anda ds au s ell , die auch Folgen ü die Mu e gesellscha haben und dami Sank ionen ü eine Bank in einem ande en Land implizie en. Diese sind abe ech lich nich du chse zba . Nu bei eine in e na ionalen Koope a ion und Koo dina ion zwischen allen No enbanken wä e diese Regel an- wendba . (e) Die A bei s eilung zwischen den Zen albanken wi d noch schwie- ige , wenn die nach Regel (a) ode (b) zus ändige Zen albank mi einem Liquidi ä sp oblem kon on ie is , das nich ih e eigene Wäh ung be i . Eine Lösung wä e nun, daß diejenige Zen al- bank, die die be e ende Wäh ung ausgib , also in de Regel das Fede al Rese e Sys em, die benö ig e Liquidi ä be ei s ell . Abe auch diese Lösung wü de unübe windba e P obleme de Au sich und Kon olle übe in einem ande en Land ansässige Banken he - o u en, es sei denn, daß die na ionalen Zen albanken en sp e- chend den Regeln (a) und (b) die K edi au sich wah nehmen können. Es is olglich seh schwie ig, die LLR-Funk ion de Zen albanken ü in e na ionale Banken zu ealisie en. Inso e n könn e hie eine Ma k lösung emp ehlenswe sein, denn die Regie ungsin e en ionen augen im in e na ionalen Kon ex wenig zu Limi ie ung des "mo al haza d". Eine Ma k lösung kann jedoch nu e ek i sein, wenn die Zen albanken und insbesonde e die Mi gliede de Bank ü in e - na ionalen Zahlungsausgleich ih e agen ö en lichen Ankündigungen, sie wü den LLR-Funk ionen ü in e na ionale Banken übe nehmen, eins ellen. Da na ionale Zen albanken die LLR-Funk ion ü in e na ionale Banken im P inzip nich übe nehmen können, haben sich de In e - na ionale Wäh ungs onds und die Bank ü in e na ionalen Zahlungs- ausgleich zu eine besonde en A on in e na ionalem LLR en wickel . Sie üben diese Funk ion nich gegenübe Banken, sonde n de ela i kleinen Zahl ih e Haup schuldne aus, insbesonde e de la einame i- kanischen Lände . Die BIZ in e p e ie das gegenwä ige Schuldenp o- blem als Liquidi ä sp oblem und gib ela i be ei willig neue K e- di e, wäh end de IWF die in e nen Anpassungsmaßnahmen aushan- del , bei denen die BIZ-K edi e in IWF-K edi e umgewandel we den. Die Ge ah is alle dings, daß un e dem D uck de p i a en Gläu- OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 110 Vincenz Timme mann de muß en sich also bei de Ve mi lung ih e gewal igen Übe schüsse an angs o al au die E ah ungen und die Möglichkei en in e na ional ä ige Finanzie ungsins i u e aus den Indus ielände n s ü zen. Das Bankensys em in den Indus ielände n ha - wie wi inzwischen wissen - seh lexibel au diese Si ua ion eagie , und die ku z o - he en wickel en Neue ungen in de inanziellen In e media ion, näm- lich die In e na ionalisie ung de Einlagen- und K edi mä k e (F emd- wäh ungsmä k e), wa eine wich ige Vo ausse zung da ü . Das in e - na ionale Finanzsys em ha so die Kapi als öme on den Übe schuß- lände n (OPEC-Lände ) in die De izi lände (En wicklungs- und Indu- s ielände ) gelei e . Alle dings üh e diese Ve mi lung zwischen den OPEC-Lände n als den eigen lichen Gläubige n und den ü Anlagen besonde s geeigne en Schuldne n (Schwellenlände ) zu eine s a ken Au blähung de in e na ionalen K edi beziehungen 11 • Allein schon die Finanzie ung de seh g oßen Leis ungsbilanzde i- zi e einzelne Indus ielände und de ölimpo ie enden En wicklungs- lände hä e zu eine s a ken Auswei ung de in e na ionalen K edi - beziehungen üh en müssen; abe zusä zlich inanzie en die in e - na ional ä igen Banken auch wei e hin au onome wi scha liche T ansak ionen inne halb de einzelnen Lände und zwischen ihnen, ganz unabhängig on de en Leis ungsbilanzsalden 12• Diese wel wi scha lichen Umwälzungen haben die Expansion de in e na ionalen Finanzmä k e seh s a k ge ö de . Gemessen an "no - malen" Ve häl nissen auch bei hoch en wickel e inanzielle In e - media ion wu den die K edi ke en o allem deswegen so iel län- ge und die B u ok edi olumina so e heblich g öße , weil die OPEC- Lände als die eigen lichen Gläubige selbs übe keine leis ungs ähige inanzielle In as uk u e üg en und sich zei weise ganz au die E - ah ungen und Ma k kenn nisse de in e na ionalen Banken e lassen muß en. So konn en sich die Finanzmä k e e selbs ändigen, und de di ek e Zusammenhang zwischen den kapi alexpo ie enden (spa en- 11 Au die hohen inanziellen B u oposi ionen (bei gleichzei ig ela i nied- igen Ne oposi ionen) de wich igs en wes lichen Indus ielände e weis auch Hen y C. Wallich in seinem in e essan en Au sa z "Why is Ne In- e na ional In es men so SmalI?", in: W. Engels, A. Gu owski, H. C. Wallich (Hg.), In e na ionale Kapi albewegungen, Ve schuldung und Wäh ungssy- s em, Mainz 1984, S. 417 . 12 Man sp ich in diesem Zusammenhang soga schon on "O e -Recycling", weil die K edi au nahmen de Ölimpo lände nich nu übe die Finanzie- ung de "Ölbilanz" hinausgegangen sind, sonde n auch übe die de Lei- s ungsbilanzde izi e; so z. B. H. Schlesinge , Kapi alexpo als En wicklungs- hil e?, in: W. Engels, A. Gu owski, H. C. Wallich (Hg.), In e na ionale Kapi- albewegungen, Ve schuldung und Wäh ungssys em, Mainz 1984, S. 340. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 In e na ionale Finanzin e media ion und Auslands e schuldung 111 den) übe schußlände n und den kapi alimpo ie enden (in es ie enden) De izi lände n ging meh und meh e lo en. Diese Wandlungen in bezug au die Rich ung de in e na ionalen Kapi als öme, in bezug au die In e na ionalisie ung de Einlagen- und K edi mä k e und in bezug au die En wicklung de inanziellen In e media ion müssen m. E. e kann und deu lich he ausges ell we - den, wenn man die hohe ex e ne Ve schuldung einzelne Lände be- g ei en will. IV. S a is ische Angaben zu in e na ionalen Ve schuldung we den häu- ig so au be ei e , daß sie meh Sch ecken e b ei en als wi klich in- o mie en 13• Allein schon die Nennung eine Zahl ü die gesam e Aus- lands e schuldung de En wicklungslände , 800 M d. ode 900 M d. US-$, is eine Ho o meldung. Es gib e schiedene Möglichkei en, die Si ua ion de Auslands e - schuldung d ama ische e scheinen zu lassen als sie wi klich is . Eine solche Möglichkei bes eh z. B. da in, auch die seh ku z is i- gen Lie e an enk edi e mi Lau zei en on un e einem Jah mi in den Schuldenbe ag einzubeziehen. Das hal e ich ü unangemessen; denn selbs e s ändlich we den in allen Lände n die b anchenÜblichen Zahlungsziele ausgenu z ; zu jedem Zei punk we den also ku z is ige Impo k edi e in Ansp uch genommen, die no male weise inne halb seh ku ze Zei wiede e schwinden. Solche in e na ionalen Lie e- an enk edi e schwanken egelmäßig en sp echend den Ve ände ungen des Handels olumens und gehö en dahe nich in die S a is iken ZU Besch eibung des Schuldenp oblems. Eine wei e e Möglichkei , die Si ua ion de Ve schuldung eines Lan- des ode eine Lände g uppe d ama ische da zus ellen als sie wi k- lich is , e gib sich aus de üblichen Anwendung des B u o-Konzep s. So wi d die K edi au nahme eines Landes bei eine Bank in olle Höhe als Ve schuldung ausgewiesen, obwohl ielleich dieselbe Bank gleichzei ig au den Kon en eine ih e Filialen einen Teil de Wäh- ungs ese en des be e enden Landes und de Auslandsanlagen ein- zelne Bewohne des Landes häl 14• 13 Vgl. dazu E. L. Bacha and C. F. Diaz Alejand o, In e na ional Financial In e media ion, a.a.O., S. 14 . 14 Au die s a is isch schwe e aßba en Auslandsanlagen p i a e und s aa liche Wi scha s einhei en ge ade aus den besonde s hoch e schulde en Lände n sei in diesem Zusammenhang nu hingewiesen; g undsä zlich sind die massi e Kapi al luch und die ku z- und mi el is igen Auslandsanlage OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 112 Vincenz Timme mann . Die Beu eilung de bekann en Indika o en de Ve schuldung is äuße s schwie ig. Geh man on S a is iken aus, in denen die Lie e- an enk edi e mi eine Lau zei bis zu einem Jah nich meh en - hal en sind, so be ug die Rela ion de Auslands e schuldung zum B u oinlandsp oduk ü alle ölimpo ie enden En wicklungslände An ang 1984 e wa 20 (J/o; auch ü die ela i hoch e schulde en, g oßen Lände B asilien und A gen inien lieg diese Rela ion bei 200/0. Rela i zu den Expo en mach diese Auslands e schuldung ü . die ganze G uppe de ölimpo ie endeJ;l En wicklungslände 110 (lID aus. Fü einzelne Lände liegen diese Rela ionen alle dings e heblich übe den Du chschni swe en; ü B asilien z. B. bei 236 (lID und ü A gen illien bei 192 °/0. So be ach e , is die Ve schuldung einzelne Lände wi k- lich seh hoch; abe sie is nich so e sch eckend hoch, wie es uns o nahegeb ach wi d. Man soll e in diesem Zusammenhang ielleich ein- mal da an e inne n, daß z. B. A gen inien gegen Ende des e gangenen Jah hunde s eine Auslands e schuldung au wies, die eben alls übe 200 °/0 de a gen inischen Expo e ausmach e 15• Bezieh man die Ve schuldung nämlich au die Expo e, dann we den g oße Lände i. a. benach eilig , de en Expo quo e aus bekann en G ünden nied ige is als die kleine Lände mi ela i ielen Ex- po en 16• Insgesam augen die Ve schuldungsindika o en nich iel: Bezieh man die Ve schuldung au das B u oinlandsp oduk , so be- ücksich ig man nu die gegenwä ige Leis ungs ähigkei eines Landes, s aa liche Un e nehmen jedoch in diesem Zusammenhang ein wich ige Aspek ; ein beach liche Teil de Finanzie ungsp obleme de e schulde en Lände La einame ikas läß sich nämlich allein da aus schon e klä en: In Mexiko wi d die Kapi al luch de le z en Jah e au ca. ein Fün el, in A - gen inien und Venezuela soga au ein D i el de Gesam e schuldung ge- schä z . Noch höhe e An eile schä z ü diese Lände D. Duwendag, Kapi al- luch aus En wicklungslände n, diese Band, S. 130 . Zu den besonde s in- e essan en Auslandsanlagen Venezuelas gl. H. P. Nissen, Auslands e schul- dung und in e ne Anpassungsp ozesse: Das Beispiel Venezuelas, in: U. E. Si- monis (Hg.), Ex e ne Ve schuldung -in e ne Anpassung, En wicklungslän- de in de Finanzk ise, Sch i en des Ve eins ü Socialpoli ik, N. F., Band 144, Be lin 1984, S. 156 . 15 Vgl. dazu P. Be nholz, Zu a gen inischen Schuldenk ise 1890 -1900, in diesem Band. 16 Dieses A gumen inde man bei W. Engels, Die Leis ungs ähigkei on K edi kon en ionen am Beispiel des T ans e isikos, in: W. Engels, A. Gu- owski, H. C. Wallich (Hg.), In e na ionale Kapi albewegungen, Ve schul- dung und Wäh ungssys em, Mainz 1984, S. 75; Ein ande es P oblem diese Quo e lieg da in, daß die Lände die Höhe ih e Expo e zu einem g oßen Teil selbs beein lussen können; alls also "k i ische Ve schuldungslagen" an eine solchen Quo e gemessen we den, können einzelne Lände die "k i ische Lage" selbs he bei üh en. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 In e na ionale Finanzin e media ion und Auslands e schuldung 113 nich abe das Ve schuldungspo en ial. Dahin e lieg die iel zu ein- ache Vo s ellung, Lände mi ge inge em Einkommen seien g undsä z- lich wenige k edi wü dig als Lände mi höhe em Einkommen. Nach Meinung iele Beobach e haben sich die in e na ional ä igen Banken im Geschä mi den En wicklungslände n übe nommen. So sch eib Robe Alibe in einem ge ade e schienenen Übe sich s- Au sa z zum "In e na ional Banking", es sei eine de ä selha es en E scheinungen de le z en Jah e, daß Lände wie A gen inien, B asilien und Mexiko ih e Ve schuldung nach 1973 und o allem noch nach 1976 imme s ä ke auswei en konn en l7 . T adi ionelle S anda ds de K e- di wü digkei sp ü ung e klä en das jeden alls nich . Die Banken hä - en die Reduk ion ih e Zinsspannen und die abnehmenden Expo - e löse de En wicklungslände selbs e s ändlich nich o he sehen können. Als sie dann gesehen hä en, daß sie die Risiken zu ge ing ein- geschä z ha en, habe es kein Zu ück meh gegeben. Nu die in e na io- nale Konku enz um die Ma k an eile, also eine A He den ieb, könne die wei e en Engagemen s de Banken e klä en. Ich eile diese Au assung nich . Die Po e euilles de meis en in e - na ional ä igen Banken sind so gemisch , daß i. a. kaum meh als 5 -0/0 de Anlagen au K edi e an ölimpo ie ende und/ode hoch e schul- de e En wicklungslände en allen 18• Selbs wenn diese 5 O o "no lei- dend" wü den, wä e das noch keine Ka as ophe. Abe in Wah hei is es ja ga nich so, daß die hoch e schulde en En wicklungslände A - gen inien, Mexiko, B asilien mi ih en iesigen Rohs o o kommen au mi le e Sich nich k edi wü dig wä en. Daß 800 bis 900 M d. US-$ nich inne halb absehba e Zei ückzahl- ba sind, wissen alle Eingeweih en ganz genau l9 • Abe wa um soll e das auch geschehen? Welches In e esse könn en die Banken da an ha- ben? Wah scheinlich wü de eine plö zliche Tilgung diese gewal igen K edi summe ehe eine "K ise des in e na ionalen Finanzie ungs- sys ems" he o u en als die gegenwä ige Kons ella ion. 17 Vgl. R. Z. Alibe , In e na ional Banking: A Su ey, in: Jou nal o Money, C edi , and Banking, Vol. 16 (1984), S. 674. 18 Höhe (nämlich bis zu 13 %) soll diese An eil alle dings bei einigen ame ikanischen G oßbanken sein. Vgl. dazu J. D. Guen he , The Role o Comme cial Banks in he Adjus men P ocess, in: J. Muns (ed.), Adjus men , Condi ionali y, and In e na ional Financing, Washing on (IMF) 1984, S. 204. 19 So F. Leu wile in einem Spiegelin e iew om 24. 9. 1984; abged uck in: Deu sche Bundesbank, Auszüge aus P essea ikeln, N . 76, 29. Sep embe 1984, S. 5. 8 Sch i en d. Ve eins . Socialpoli ik 155 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 114 Vincenz Timme mann V. Ich möch e meine Übe legungen in den olgenden Thesen zusammen- assen: 1. Ich glaube, daß die Auslands e schuldung ü besonde s dynamische Volkswi scha en heu e nich d ama ische is als zu ande en Zei en s a ke in e na ionale Kapi albewegungen, also e wa ku z o ode nach dem 1. Wel k ieg. 2. Ich hal e die besonde s d ama isch au gemach en S a is iken zu Auslands e schuldung ü ko ek u bedü ig und die Ka as o- phens immung im Zusammenhang mi de Auslands e schuldung ü küns lich gescha en. 3. Ich eile dahe auch nich die Be ü ch ungen eine d ohenden "in- e na ionalen Finanzk ise" . De An eil de En wicklungslände - K edi e am Po e euille de in e na ional ä igen Banken is i. a. iel ge inge , als o e mu e wi d; in e na ionale K edi e - auch die an En wicklungslände - sind nach allem, was wi da übe wissen, imme noch ela i siche e Anlagen 20 • 4. Ich meine, daß die Zunahme de Auslands e schuldung iel we- nige , als o be on wi d, du ch Sonde ak o en, wie die Ölp eise, die Wel konjunk u lage ode die An i-In la ionspoli ik einzelne Indus ielände , zu e klä en is . Nach meinem U eil sind da ü wei eichende und länge is ige Wandlungen des Finanzie ungs- sys ems e an wo lich: Die Libe alisie ung de Finanzmä k e in den meis en Schwellenlände n, inanzielle Inno a ionen, wie die En s ehung de F emdwäh ungsmä k e, sowie o allem die Aus- wei ung und In ensi ie ung de inanziellen In e media ion und die dami einhe gehende Ve länge ung de K edi ke en. 5. Ich beu eile die Auswei ung und In ensi ie ung de in e na ionalen Finanzin e media ion wegen de dami e bundenen Wachs ums- e ek e eindeu ig posi i ; m. E. ha die zunehmende na ionale und in e na ionale Di e si izie ung de Finanzie ungssys eme einen ga nich hoch genug zu bewe enden Bei ag zu allgemeinen wi - scha lichen En wicklung geleis e . 20 So be ich e J. D. Guen he ("The Role o Comme cial Banks ... ", a.a.O.), daß die Ve lus e de New Yo k Ci y Bank aus Auslandsk edi en in den 70e Jah en nu halb so hoch wa en wie die Ve lus e aus Inlandsk edi- en. Eine S udie de OE CD ( gl. R. M. Pecchioli, The In e na ionalisa ion o Banking, a.a.O., S. 44 .) zeig ähnliche E gebnisse auch ü ande e ame i- kanische G oßbanken. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 Kapi al luch aus En wicklungslände n: Schä zp ohleme und Bes immungs ak o en* Von Die e Duwendag, Speye I. Das P oblem De Beg i "Kapi al luch " ha einen d ama ischen Akzen . Nüch e n be ach e s eh dahin e die Ta sache, daß Wi scha ssubjek e eines Landes Kapi alanlagen im Ausland e we ben. Sie auschen inländische Wäh ung in F emdwäh ungen um und e we ben dami Auslandsak i a, z. B. in Fo m on Bankeinlagen, ausländischen We papie en und Immobilien. Auch das Ho en on F emdwäh ungen s ell eine auslän- dische Kapi alanlage da . An dem E we b on Auslandsanlagen sind sowohl de P i a sek o als auch s aa liche S ellen be eilig . Kapi al- expo e on P i a en schlagen sich - so e n s a is isch egis ie ( gl. IV.) -als Zunahme de (p i a en) Fo de ungen gegenübe dem Ausland in de Kapi albilanz niede , wäh end eine Au s ockung de o iziellen Wäh ungs ese en in de De isenbilanz e aß wi d. Gegens and diese S udie sind insbesonde e die p i a en Kapi al- anlagen im Ausland. Diese Beg i is aus de Kapi albilanz he aus o ab zu klä en: De Ne okapi alimpo eines Landes (KBO; Übe - schuß de lang- und ku z is igen Kapi albilanz) e gib sich als Di - e enz zwischen den gesam en Kapi alzu lüssen und den gesam en Kapi alab lüssen ins Ausland. Die gesam en Kapi alimpo e bes ehen aus den Di ek in es i ionen im En wicklungsland (DIR ..... EL), den B u o- k edi en des In e na ionalen Wäh ungs onds (VIMFb) und de B u o- k edi au nahme im Ausland sowie bei mul ila e alen Finanzie ungs- ins i u en (auße IMF; VAb). Die gesam en Kapi alexpo e e geben sich als Summe aus den DIR des EL im Ausland (DIR ..... A), den Rückzahlun- gen on IMF- und Auslandsk edi en (RZVIMF bzw. RZVA) sowie aus den p i a en Kapi alanlagen im Ausland (KA). Fü KBO gil dann: ~a) KBO = (DIR-+ EL + VIMFb + VAb) - (DIR ..... A + RZ V1MF + RZ VA ) - KA * Die empi ischen A bei en e olg en im Resea ch Depa men des In e - na ionalen Wäh ungs onds (Washing on, D. C.) wäh end eines Fo schungs- au en hal s des Ve ., de on de F i z Thyssen S i ung inanziell ge ö de wu de. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 116 Die e Duwendag Saldie man die zusammengehö igen Posi ionen in den Klamme n, so e geben sich die en sp echenden Ne og ößen ü DIR, VIMF und VA: (b) KBO = DIR + VIMF + VA - KA KA is danach wie olg abgeg enz : (c) KA = (DIR + VIMF + VA) - KBO Die G öße KBO e aß dabei alle Ve wendungszwecke on Kapi al- impo en auße halb de Kapi albilanz, d. h. die Finanzie ung on Lei- s ungsbilanzde izi en, die Au s ockung de o iziellen Wäh ungs ese - en sowie die De izi e des Res - und Ausgleichspos ens de Zahlungs- bilanz. KA sind also eine ganz spezielle Fo m de Kapi alexpo e. Aus de Sich de gesam en Auslandsposi ion eines Landes handel es sich um "B u o"-KA, da eine Zunahme de Auslands e bindlichkei en dieses Landes im gleichen Zei aum nich abgese z is . Aus de Sich de p i a en Kapi alexpo eu e hingegen, die - ohne neue Auslands e - bindlichkei en einzugehen -, inländisches Ve mögen gegen auslän- dische Kapi alanlagen ein auschen, handel es sich bei KA um den Ne oe we b on Auslandsak i a. Das Pendan zu KA, nämlich die s aa lichen Kapi alanlagen im Aus- land, bes eh in de Au s ockung de o iziellen Wäh ungs ese en. Auch sie we den nach dem B u okonzep , d. h. ohne Be ücksich igung de Ve ände ungen de Auslands e bindlichkei en, ausgewiesen. Die einzige Ausnahme machen Ve bindlichkei en gegenübe dem IMF, da diese Ins i u ion nich als "Ausland" de inie is . P i a e und s aa liche Kapi alanlagen im Ausland lassen sich alle dings nich imme eindeu ig abg enzen: Leg z. B. die s aa liche Ölgesellscha eines EL De isen- e löse im Ausland an, so zähl diese Vo gang nach de hie zug unde geleg en Abg enzung zu den (p i a en) KA, da e sich nich in eine Ve ände ung de o iziellen Wäh ungs ese en niede schläg . Gleich- wohl hä en de a ige Anlagen die Quali ä on "De isen ese en" , au die die Regie ung ode die No enbank bei Beda zu ückg ei en könn en. Bei eiem in e na ionalen Kapi al e keh is de E we b on Aus- landsak i a du ch P i a e als ganz no male Vo gang anzusehen. Wann schläg diese ("ganz no male") Vo gang um in "Kapi al luch "? Zwa bes eh jede Kapi al luch im E we b on Auslandsanlagen, abe nich alle ausländischen Kapi alanlagen sind gleichbedeu end mi Kapi al- OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 Kapi al luch aus En wicklungslände n 117 luch i. Die beg i lichen G enzen sind also ließend, und eine eindeu ige ap io i-Abg enzung e schein nich möglich. Einen gene ellen Hinweis da au , ob es sich um Kapi al luch bewegungen handel , lie e n die Mo i e de Kapi alexpo eu e sowie - dami zusammenhängend - auch die G ößeno dnungen de ausländischen Kapi alanlagen (in Rela- ion zu bes imm en Basisg ößen). De a ige Rela ionen sind wiede um ü Indus ielände ande s zu beu eilen als ü EL. Le z lich läß sich diese F age wohl nu am empi ischen Einzel all bean wo en, und selbs dann bleib eine Po ion Willkü in de Deu ung e hal en. Das P oblem de Kapi al luch is insbesonde e im Zuge des s eilen Ans iegs de Auslands e schuldung de EL sei Mi e de 70e Jah e in die ö en liche Diskussion ge a en. Ein beach liche Teil de k edi - weise zuge lossenen Kapi alimpo e sei -so wu de und wi d e mu e - allein deshalb e o de lich gewesen, um p i a e ausländische Kapi- alanlagen de EL zu inanzie en. Nich die Finanzie ung on Lei- s ungsbilanzde izi en (gene ell: de inländischen In es i ions-E spa nis- Lücke) ode die S ä kung de o iziellen Wäh ungs ese en seien die haup sächlichen U sachen ü das asan e Tempo de ex e nen Neu- e schuldung de EL gewesen, sonde n die Finanzie ung on Kapi al- luch bewegungen. Soll e dies zu e en, e gäben sich da aus olgende Schluß olge ungen: - E s ens müß e Kapi al luch als ein maßgebliche Bes immungs- g und ü die Zuspi zung de in e na ionalen Ve schuldungsp o- bleme de EL angesehen we den. Denn eine sei s blieb den - zu- meis - ö en lichen S ellen de EL als haup sächlichen Schuldne n de Auslandsk edi e de Zug i zu den p i a en Auslandsak i a wei gehend e spe ; ande e sei s ha en sie ü den Schulden- diens des übe wiegenden Teils de gesam en Auslands e bindlich- kei en au zukommen, wäh end die P i a en die Kapi ale äge ih e Auslandsanlagen jensei s de G enzen beließen. - Zwei ens wä e ein hohes Volumen an p i a en Auslandsak i a gleichbedeu end mi eine ela i güns igen Ne o-Auslandsposi iol1 de EL. Dies bö e zumindes die Chance, Auslandsanlagen in gewis- sem Um ange zu epa iie en und on dahe eine En las ung bei de Neu e schuldung im Ausland und beim Schuldendiens zu bewi ken. - D i ens wü den s a ke Kapi al luch bewegungen den Blick au die haup sächlichen Schwachs ellen de Wi scha s- und Wäh ungs- poli ik des EL lenken. 1 Nich s mi Kapi al luch zu un ha z. B. die E höhung de "Wo king Balances" de im Auslandsgeschä ä igen Banken und Un e nehmen eines EL. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 118 Die e Duwendag Die P oblemskizze zeig , daß dem Ausmaß de Kapi al luch (wenn es sich denn um eine solche handel ) g oße Bedeu ung zukomm . Dazu gib es bislang zumeis nu age Ve mu ungen, die jedoch allesam on be äch lichen G ößeno dnungen ausgehen. So sp ich de IMF2 on "la ge-scale capi al ligh " und Gleske3 on einem "Kapi al-Exodus" aus La einame ika. P äzise Angaben mach die A gen inische Zen al- bank, in dem sie die Kapi al luch aus diesem Land on 1976 -1983 (Sep .) au 35 M d. $ bezi e . 4 Zum Volumen de Kapi al luch gib es nu wenige empi ische Schä zungen on ex e ne Sei e: 1. Die Mo gan Gua an y T us Co. komm ü die hoch e schulde en EL au ein Volumen on e wa 100 M d. $ (1979 -1983)5, nach den Angaben de Business Week handel e es sich um 120 M d. $ (1975- 1983).6 2. Nach Wallich be äg die Rela ion zwischen den on 1974 -1982 kumulie en Kapi alab lüssen und dem S and de Auslands e - schuldung Ende 1982 in ach hoch e schulde en EL zwischen -5 % (Chile: Repa iie ung on Auslandsanlagen) und 910 0 (Venezuela).7 3. Fü die gleiche Lände g uppe und denselben Zei aum e echnen Dooley u. a. 8 das absolu e Ausmaß de Kapi al luch mi 106 M d. $. 4. Die BIZ schä z die p i a en Kapi alexpo e La einame ikas on 1978 -1983 au e wa 50 M d. $.9 5. Nach Be echnungen on Do nbusch10 ü A gen inien, B asilien, Chile und Mexiko (1978 -1982) belie en sich die p i a en und s aa - lichen Kapi alexpo e (d. h. einsch!. de Ve ände ung de o iziellen Wäh ungs ese en) au ca. 63 M d. $. Es äll au , daß sich de IMF mi eigenen quan i a i en Schä zungen zu Kapi al luch bislang ausgesp ochen zu ückgehal en ha , obwohl e wah scheinlich übe die da ü e o de lichen um assends en s a is i- schen Da en e üg . Ve ö en lich is lediglich eine G aphik (l) übe eine "Residualg öße" ü säm liche Nich -Öl-EL.H Dieses Residuum is 2 J. de La osie e (1984), S. 147. 3 L. Gleske (1984), S. 14. 4 Nach de P essemi eilung des "Handelsbla " om 2. 11. 1983, S. 1l. 5 Zi ie nach H. B. Schä e (1984), S. 14. 6 Business Week (1983), S. 65. 7 H. C. Wallich (1983), S. 13 b. Vgl. auch den Bei ag on Wallich in diesem Band. 8 M. Dooley, W. Helkie, R. Ty on, J. Unde wood (1983), S. 3 A. 9 Bank ü In e na ionalen Zahlungsausgleich (1984), S. 113, 124. 10 R. Do nbusch (1984), S. 5 a. 11 In e na ional Mone a y Fund (1984 a), S. 64 (Cha IV -3). OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 Kapi al luch aus En wicklungslände n 119 inso e n wenig aussagek ä ig, als es neben dem Ne oe we b on Aus- landsak i a du ch den P i a sek o eben alls noch die Salden des Res - und Ausgleichspos ens de Zahlungsbilanz (le z e e : Bewe ungsände- ungen de Wäh ungs ese en) um aß . Au einen möglichen G und ü diese Zu ückhal ung, nämlich Lücken de Zahlungsbilanzs a is ik, wi d noch einzugehen sein. Angesich s de g a ie enden Un e schiede zwischen den bishe igen E gebnissen wi d im olgenden e such , die G ößeno dnungen de Kapi al luch um assende und (e was) p äzise abzuschä zen. Dies geschieh anhand eine wei e en wickel en Schä zme hode und ü die 25 am höchs en e schulde en EL. Einige de in de P oblemskizze au gewo enen F agen lassen sich anhand diese E gebnisse endenziell bean wo en, ü ande e - insbesonde e die F age nach den Bes im- mungs ak o en de Kapi alab lüsse - können nu ech allgemeine Aussagen ge o en we den. Die p ak isch ü alle EL gegebene un- siche e Da enbasis läß wei e gehende öko no me ische Be echnungen als nich sinn oll e scheinen. 11. Abg enzung und Da en Die Un e suchung e s eck sich au die sog. "G oßschuldne " ("majo bo owe s"); das sind nach de Abg enzung des IMF jene 25 EL, de en Auslands e schuldung Ende 1983 übe 10 M d. $ lag. 12 Die 25 G oß- schuldne sind zu ie G uppen zusammenge aß : a) Aus La einame ika sieben Lände : A gen inien, B asilien, Chile, Kolumbien, Mexiko, Pe u und Venezuela. b) Aus Asien eben alls sieben Lände : Indien, Indonesien, Ko ea, Malaysia, Pakis an, Philippinen und Thailand. c) Aus Eu opa ün Lände , und zwa Po ugal und Tü kei sowie die d ei os eu opäischen S aa en Jugoslawien, Rumänien und Unga n. d) Aus A ika und dem Nahen Os en sechs Lände : Ägyp en, Is ael, Alge ien, Ma okko, Nige ia und Süda ika. Die Au zählung mach deu lich, daß es sich im einzelnen um seh he e ogene Lände handel : so sind z. B. ie OPEC-Lände einbezogen (Alge ien, Indonesien, Nige ia und Venezuela), und als e dölexpo ie- endes Land e ne Mexiko. Ihnen s ehen die 20 ande en Nich öl-EL gegenübe . Ob Süd a ika und Is ael noch als "EU' zu bezeichnen sind, 12 Aus nich e indlichen G ünden ha de IMF sei Mi e 1984 diese Ab- g enzung allen gelassen; als "G oßschuldne " gel en je z nu noch sieben hoch e schulde e EL. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 126 Die e Duwendag wickel und angewand wu de. 29 Im P inzip handel es sich wiede um eine "Finanzie ungsgleichung" de Zahlungsbilanz analog zu Glei- chung (5). De Ansa z wu de hie insbesonde e un e olgenden Aspek- en e eine : -Die Ne ok edi au nahme beim IMF (VIMF) wu de als mögliche Finanzie ungsquelle ü KA explizi be ücksich ig . -Die p i a en und s aa lichen Kapi alexpo e wu den dadu ch (zu- mindes wei gehend) ge enn , daß le z e e in Fo m de Ve ände- ung de o iziellen Wäh ungs ese en (LI R) gesonde e aß wu - den. -Die (i. d. R. nega i en) Salden des Res - und Ausgleichspos ens de Zahlungsbilanz (EOD; CPD) wu den eben alls gesonde ausgewie- sen. Da beide Posi ionen in z. T. e heblichen G ößeno dnungen au - a en, bedeu e e ih e Einbeziehung in KA als "Residualg öße" (so z. B. bei Dooley u. a. sowie Do nbusch) eine en sp echende Ve - ze ung. Un e Be ücksich igung diese Modi ika ion lau e die den nach ol- genden Be echnungen zug unde geleg e Finanzie ungsgleichung wie olg : (8) DIR + VIMF + VA - KA = LBD + EOD + CPD + LI R Mi Ausnahme on VA und KA wu den die Angaben ü säm liche G ößen den IFS- bzw. BOP-S a is iken en nommen. VA is die aus- ländische Ne ok edi au nahme; sie basie haup sächlich au den (in- e nen) Schä zungen des IMF (S and de Ou p in s: Juli 1984), eilweise e gänz um Da en de Wel bank, de In e ame ikanischen En wick- lungsbank und on Cline (1983). KA wu de implizi , d. h. im Wege de Res echnung, aus Gleichung (8) e mi el . Da aus e gib sich die eigen liche Schä zgleichung: (9) KA = (DIR + VIMF + VA) - (LBD + EOD + CPD + LI R) Bei diesem Vo gehen is es zwangsläu ig, daß alle Ungenauigkei en de o gegebenen Da en in die Res g öße KA eingehen. Absolu zu- e lässig dü e in diesem Zusammenhang nu die G öße VIMF sein. Fü VA gil , daß sie au eine soliden G undlage s ehen dü e, alle - dings ehe mi eine Tendenz zu Un e schä zung, wie die He au se - zung de Da en zu Auslands e schuldung im Zuge wiede hol e Re- isionen de (in e nen) IMF -Schuldens a is ik gezeig ha . Au die Zu- 29 Auch die BIZ (1984, S. 113) bedien sich g undsä zlich dieses Ve ah ens, indem sie die ausländische Neu e schuldung dem "Finanzie ungsbeda " de EL gegenübe s ell . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 Kapi al luch aus En wicklungslände n 127 e lässigkei de ande en G ößen in Gleichung (9) wi d noch bei de Kommen ie ung de E gebnisse einzugehen sein. In eine de nach olgenden E gebnis abellen wi d VA als Bezugs- g öße gewähl , d. h. säm liche Posi ionen de Finanzie ungsgleichung we den -z. T. zusammenge aß - in % on VA ausged ück (Glei- chung (10)): (10) VA VA (LBD + EOD) (CPD + L1 R) KA DIR VIMF VA + VA + VA - ----- i - VA VI. Schä ze gebnisse 1. Finanzie ungss uk u Vo anges ell is ein Übe blick übe das Gewich de d ei haup - sächlichen Finanzie ungsquellen VA (87,3 '0/0), DIR (9,6 %) und VIMF (3,1 (l/o) in den 25 G oßschuldne -EL on 1970 -1983 ( gl. Tab. 1). Mi d. 590 M d. $ (87,3 %) wi d die he aus agende Bedeu ung de Ne o- auslandsk edi e und dami die Abhängigkei diese Lände on aus- ländischen inanziellen Ressou cen un e s ichen. Ande e Finanzie- ungsquellen spiel en nu in sechs Lände n eine (ge inge) Rolle (zu Ein- zelangaben gl. Anme kungen zu Tab. 1), nämlich - die Repa iie ung on ausländischen Kapi alanlagen (in Chile, Pa- kis an und Tü kei; gl. auch Tab. 2), - Leis ungsbilanzübe schüsse in Venezuela, - de Abbau de o iziellen Wäh ungs ese en in Po ugal und Süd- a ika. Hinsich lich de Ne o-Auslandsk edi e liegen die ie Lände g up- pen eng beisammen (mi An eilen zwischen 86 und 91010), wäh end die beiden ande en Komponen en z. T. s a k a iie en. So lag de Finan- zie ungsan eil de Ne o-Di ek in es i ionen in La einame ika bei 12 (J/o, in den ün eu opäischen Lände n dagegen nu bei gu 3 0/0, le z e es dadu ch beding , daß ü die d ei os eu opäischen S aa en übe haup keine DIR ausgewiesen sind. (Fü Jugoslawien, Rumänien und Unga n gil s e s, daß nu T ansak ionen und Ve schuldungen in kon e iblen Wäh ungen be ücksich ig sind.) Umgekeh be ug de Finanzie ungs- au eil de IMF-Ne ok edi e in den eu opäischen Lände n knapp 9 %, in A ika/Nahos und in La einame ika dagegen nu zwischen 1,5 und 20/0. In den einzelnen Lände n de ie G uppen gib es nun deu liche Un e schiede. Hinsich lich des Finanzie ungsan eils de Auslands e - OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 Tabelle 1: Finanzie ungss uk u de G oßschuldne 1970 -1983: Ne oauslandsk edi e (VA), Ne olli ek in es i ionen (DIR) und IMF-Ne ok edi e (VIMF)j in M d. $ und in O o D1Ra ) VA VIMFb) DIR + VA + VIMF abs. I '% abs . I % abs . I % abs. I %c) 1. A gen inien ... .... . ..... . ..... . . 2,9 6,2 43,1 91,5 1,1 2,3 47,1 100 2. B asilien .. . ............ . ....... 19,6 18,1 85,7 79,3 2,8 2,6 108,1 100 3. Chiled) .............. . . . ... . ..... 1,1 6,6 12,6 75,4 0,6 3,6 14,3 (85,6) 4. Kolumbien ...................... 1,3 12,3 9,5 89,6 -0,2 -1,9 10,6 100 5. Mexiko ..... . ... . .......... . .. . . 12,6 12,5 86,6 86,2 1,3 1,3 100,5 100 6. Pe u............ .. .............. 1,0 7,4 11,7 86,7 0,8 5,9 13,5 100 7. Venezuela e) . .................... 34,5 79,9 0 0 34,5 (79,9) La einame ika . ............ . ....... 38,5 11,7 283,7 I 86,3 6,4 1,9 328,6 I 99,9 1. Indien ) •.•• • ••••.••••••• • •••.•• • 11,7 95,9 0,5 4,1 12,2 100 2. Indonesien ...................... 2,7 8,7 27,9 90,0 0,4 1,3 31,0 100 3. Ko ea ................. .... ..... 0,7 1,8 37,5 94,2 1,6 4,0 39,8 100 4. Malaysia .. . ................... . 8,1 33,6 15,6 64,7 0,4 1,7 24,1 100 5. Pakis an d) • . • • • •.• • .••••• •• • •••• 0,4 3,6 7,0 63,6 1,6 14,5 9,0 (81,7) 6. Philippinen ..... .. .............. 1,2 4,7 23,5 91,4 1,0 3,9 25,7 100 7. Thailand . ... ... ........... .. ... . 1,9 11,2 14,0 82,8 1,0 5,9 16,9 99,9 ASie~ . .. . .. .. ........... . _.~ . ~ .. 1 15,0 9,5 137,2 86,4 6,5 4,1 1 158,7 100 .... N 00 S? ~ Ci) ., J ~ P- P> OQ OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 co {/l ~ S m ::s !l- <: m .... ~ ::s ., !"" {/l o " ;;; o ;' g. :+ ~ .... '" '" 1. Jugoslawien ... . ......... ... .... 0 0 16,0 87,9 2,2 12,1 18,2 100 2. Rumänien • • •• • • ••• 0 • •• 0 0 • • •• ••• 0 0 8,0 88,9 1,0 11,1 9,0 100 3. Unga n . . .. . .... ... ...... . .. . . . . . 7,7 92,8 0,6 7,2 8,3 100 4. Po ugalg) ••••• 0 •••••••••••••••• 1,1 6,8 13,8 85,2 0,4 2,5 15,3 (94,5) 5. Tü keid) .................. . ..... 1,2 6,3 15,6 81,7 1,8 9,4 18,6 (97,4) Eu opa .... .. .......... . .. . .... .. .. I 2,3 I 3,3 61,1 88,0 6,0 I 8,6 69,4 I 99,9 1. Ägyp en ................... . .... 4,4 16,4 22,5 83,6 26,9 100 2. Is ael ...... ... ............ .. ',' ... 0,5 2,2 22,3 97,8 22,8 100 3. Alge ien .. .. .. . ............. .. .. 1,1 7,8 13,0 92,2 0 0 14,1 100 4. Ma okko ....... . . . .. . . . ........ . 0,4 3,1 11,4 89,1 1,0 7,8 12,8 100 5. Nige ia ....... . ............... .. 3,7 17,4 17,6 82,6 0 0 21,3 100 6. Süda ikag) .... . ................ -1,0 -4,6 21,0 96,3 0,8 3,7 20,8 (95,4) A ika/Nahos ... . ................. 9,1 I 7,7 107,8 I 90,8 1,8 I 1,5 118,7 100 25 G oßschuldne .. . ........ . .. .. .. 64,9 I 9,6 589,8 I 87,3 20,7 3,1 675,4 I 100 . S a is ische Angaben un e 50 Mio. $. a) - : Ne o-DIR im Ausland. - b) -: Ne o ilgung on IMF-K edi en. -c) Abweichungen on 100 '/0 du ch Runden de Zahlen (auße Klamme angaben). - d) Als zusä zliche Finanzie ungsquelle Repa iie ung on ausländischen Kapi alanlagen; Chile : 2,4 M d . S (= 14,2 ' / 0); Pakis an : 2,0 M d. $ (= 18,2 '/0); Tü kei: 0,5 M d. $ (= 2,6 ' / 0). - e) Als zusä zliche Finanzie ungsquelle Leis ungsbilanzübe schüsse: 8,7 M d. $ (= 20 ,1 0/0). - ) Angaben nu ü 1970 - 1981. -g) Als zusä zliche Finanzie ungsquelle Abbau de o iziellen Wäh ungs ese en; Po ugal: 0,9 M d . S (= 5,6 0/ 0); Süda ika: 1,0 M d. $ (= 4,6 0/0). QueUen: IFS, BOP, IMF-Schä zungen, Wel bank, In e -Ame ican De elopmen Bank, Ins i u e o In e na ional Economics ( gl. Tex und Li e a u e zeichnis). - Eigene Be echnungen . :;:: -8. ... E. ~ g: l <:! ~ (JQ '" ~ P- a I-' N co OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 130 bie e buwendag schuldung weisen neun G oßschuldne P ozen sä ze on 90 und mehl' P ozen au , nämlich: A gen inien, Indien, Indonesien, Ko ea, Philippinen, Unga n, Is ael, Alge ien und Süda ika. Den mi Abs and nied igs en Finanzie ungsan eil de Auslandsk e- di e s ellen Pakis an und Malaysia mi je knapp 65 010. Fü alle ande en 14 G oßschuldne liegen die en sp echenden An eile zwischen 75 und 90 010. Absolu e Spi zen ei e in diese Hinsich is Is ael mi as 98010. übe wei e e De ails in o mie Tab. 1. 2. Kapi al luch -Schä zungen Die E gebnisse de Schä zgleichung (9) sind in de nachs ehenden Tab. 2 zusammenge aß . Bezugsg öße is die ausländische Ne ok edi - au nahme (VA) de 25 G oßschuldne in den le z en 14 Jah en (1970 bis 1983) in Höhe on d. 590 M d. $. Nach den Resul a en de Schä z- gleichung haben da on 183 M d. $ (= 31 010) die Schuldne lände in Fo m on p i a en ausländischen Kapi alanlagen (KA) wiede e - lassen. 183 M d. $ bzw. 31 0/0: Is das "Kapi al luch "? Zunächs dü e die G ößeno dnung als solche beme kenswe sein, lieg sie doch wei übe jenen Schä zungen, die be ei s on ande e Sei e hie zu anges ell wu den, wenn auch ü kü ze e Zei äume und wenige Lände ( gl. Abschni 1). Ein Ve gleich de ie Lände g up- pen zeig olgende Tendenzen: - Mi gu 35010 lieg die du chschni liche KA/VA-Quo e de la ein- ame ikanischen Lände am höchs en. Sie übe s eig den en sp echen- den An eil de asia ischen Lände um 60010, die mi 21,9010 die nied- igs e Quo e au weisen, ge olg on den S aa en aus Eu opa (28,2 010) und A ika/Nahos (33,4010). -Die absolu (100 M d. $) wie auch ela i he aus agende KA-Posi- ion La einame ikas, die sich schon in ande en Un e suchungen abzeichne e, gil alle dings nu mi Blick au die Du chschni s- quo e. Aussagek ä ige als de a ige Du chschni squo en sind die E geb- nisse ü die einzelnen Lände . Zieh man -absolu willkü lich -die k i ische G enze, on de ab Schuldne lände als "Kapi al luch lände " anzusehen sind, bei eine KA/VA-Quo e on 50 %, so haben olgende ün Lände in den le z en 14 Jah en meh als die Häl e ih e Ne o- auslandsk edi e wiede ins Ausland zu ück ans e ie : OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 Kapi al luch aus En wicklungslände n Tabelle 2 25 G oßschuldne : P i a e Kapi alabßüsse ins Ausland (KA), S and de Auslands e schuldung (V AB) Ende 1983 und Ne oauslandsk edi e (VA) on 1970 -1983 (in M d. $) VAB VA KAa) KA ("/0) Ende 1983 1970 -1983 1970 -1983 VA 1. A gen inien ...... 44,4 43,1 33,2 77,0 2. B asilien ••••• 0" 88,0 85,7 8,6 10,0 3. Chile ............ 14,1 12,6 -2,4 -19,0 4. Kolumbien ...... 10,7 9,5 1,9 20,0 5. Mexiko .......... 89,4 86,6 24,4 28,2 6. Pe u ............. 12,4 11,7 3,4 29,1 7. Venezuela ....... 35,1 34,5 30,7 89,0 La einame ika •• , 0" 294,1 283,7 99,8 35,2 1. Indien b) ......... 22,5 11,7 4,7 40,2 2. Indonesien ....... 30,4 27,9 7,3 26,2 3. Ko ea 0 •••••••••• 38,9 37,5 3,6 9,6 4. Malaysia ........ 15,9 15,6 8,4 53,8 5. Pakis an ......... 9,7 I 7,0 -2,0 -28,6 6. Philippinen ...... 24,0 23,5 7,3 31,1 7. Thailand ......... 14,2 I 14,0 0,7 5,0 I Asien ............... 155,6 137,2 I 30,0 21,9 1. Jugoslawien ..... 16,9 16,0 4,1 25,6 2. Rumänien ....... 8,0 8,0 3,4 42,5 3. Unga n .......... 7,7 7,7 3,0 39,0 4. Po ugal ......... 14,4 13,8 7,2 52,2 5. Tü kei ........... 17,5 15,6 - 0,5 -3,2 Eu opa ............. 64,5 61,1 17,2 28,2 1. Ägyp en ......... 24,0 22,5 14,2 63,1 2. Is ael ............ 22,6 22,3 5,2 23,3 3. Alge ien ......... 13,6 13,0 1,7 13,1 4. Ma okko ........ 12,1 11,4 0,2 1,8 5. Nige ia .......... 17,8 17,6 5,1 29,0 6. Süda ika ....... 22,0 21,0 9,6 45,7 A ikalN ahos ...... 112,1 107,8 36,0 33,4 25 G oßschuldne ... 626,3 589,8 183,0 31,0 a) -: Repa iie ung on p i a en Kapi alanlagen aus dem Ausland. b) Angaben nu ü 1970 - 1981. Que len: Vgl. Anme kungen zu Tab.!. - Eigene Be echnungen. 9· 131 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 132 Die e Duwendag 1. Venezuela (89,0010), 2. A gen inien (77,0010), 3. Ägyp en (63,1010), 4. Malaysia (53,8010), 5. Po ugal (52,2 '0/ 0 ). Se z man, wiede willkü lich, die G enzlinie au eine KA/V A- Quo e on 25 % he ab, so kommen olgende zehn Lände hinzu: - Süda ika, Rumänien, Indien und Unga n mi Quo en zwischen 39 und 46010, - Philippinen, Pe u, Nige ia, Mexiko, Indonesien und Jugoslawien mi Quo en zwischen 26 und 31 010. Nach diesem 250 0-K i e ium zählen also 15 de insgesam 25 G oß- schuldne zum "ha en Ke n de Kapi al luch lände " mi eine du ch- schni lichen KAIV A-Quo e on 46 010, zum al de Abs and zu den an- de en Lände n dann doch ech deu lich is . F eilich is dami die ein- gangs ges ell e F age, wann de "no male" Vo gang on p i a en Ka- pi alexpo en in Kapi al luch "umschläg ", nich bean wo e . Jegliche G enzziehung bleib a bi ä ; G ößeno dnungen und Quo en können nu gewisse Hinweise lie e n. Nähe e Au schlüsse sind in diesem Zu- sammenhang nu on eine Un e suchung de spezi ischen Bes im- mungs ak o en ü p i a e Kapi alab lüsse ins Ausland in jedem Ein- zel all zu e wa en. Diese Au gabe kann im Rahmen diese Un e - suchung nich geleis e we den. D ei E gebnisse de Tab. 2 seien noch he o gehoben: 1. Kapi al luch p obleme (wenn es sich denn um solche handel ) exi- s ie en auch in den d ei os eu opäischen Lände n (Jugoslawien, Rumänien, Unga n) mi KA/VA-Quo en zwischen 25,6 und 42,5010. O ensich lich gib es also auch hie "Schlup löche " ü kon e ible Wäh ungen in be äch lichem Ausmaß. Angesich s de do üblichen Res ik ionen ü den p i a en, g enzübe sch ei enden Kapi al e - keh gib diese Ta sache Anlaß zu de Ve mu ung, daß an den Ka- pi alab lüssen aus diesen Lände n auch (ode o allem) s aa liche S ellen be eilig gewesen sind. Ande s o mulie : das hie ge- wähl e K i e ium, wonach sich s aa liche Kapi alexpo e haup säch- lich in E höhungen de o iziellen Wäh ungs ese en niede schla- gen, g ei - in diesen S aa en -o ensich lich zu ku z. 2. Auch das Gegen eil on "Kapi al luch ", nämlich die Rück üh ung on p i a en Kapi alanlagen aus dem Ausland, spiel e in einigen G oßschuldne lände n eine Rolle. So is es Chile, Pakis an und de Tü kei pe Saldo in den le z en 14 Jah en gelungen, Auslands- anlagen zu epa iie en. In de Nähe diese G uppe be inden sich e ne noch Ma okko und Thailand mi KA/V A-Quo en zwischen 2 und 5010. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 Kapi al luch aus En wicklungslände n 133 3. Die häu ig ge o ene Quali izie ung La einame ikas als "Kapi al- luch egion" läß sich im Lich e de E gebnisse de Tab. 2 in diese pauschalen Fo m nich au ech e hal en. Vielmeh zeig sich, daß die hohe du chschni liche KA/V A-Quo e diese Lände g uppe allein du ch zwei S aa en, Venezuela und A gen inien, zus ande gekom- men is , wäh end die ande en Lände diese Region ehe mode a e und z. T. soga nega i e Quo en au weisen. Fazi : Hinsich lich des Kapi al luch phänomens gib es in den be- ach e en 25 G oßschuldne lände n ausgep äg e Un e schiede; Pau- schalaussagen ü ganze Regionen sind ehl am Pla ze. 3. Schä zp obleme Es wu de schon gesag , daß wegen de implizi en E echnung on KA die Schä zunglim diese G öße nu so ealis isch sein können, wie es säm liche o gegebenen ande en Da en sind. Die haup sächlichen Fehle quellen seien ku z angesp ochen: 1. Die e echne en KA-Be äge sind dann zu hoch, wenn s a is isch nich egis ie e Rüs ungsimpo e s a ge unden haben, so e n sie nich du ch en sp echende, in LBD nich e aß e Mili ä expo e und/ode du ch - in VA -nich egis ie e Mili ä hiI ek edi e i- nanzie wu den. Da übe gib es aus ex e ne Sich nu Ve - mu ungen. Fes s ehen dü e nu , daß die genann en G ößen nich unbedeu end sind. Do nbusch (1984) schä z z. B. ü A gen inien 7 M d. $ nich e aß e Mili ä impo e on 1978 -1982. Diese on KA abgese z , e blieben in diesem Zei aum abe imme noch 19 M d. $ an p i a en Kapi alab lüssen. In de Un e suchung on Dooley u. a. (1983) we den e ne die aus- ländischen Kapi alanlagen sei ens de Banken de Schuldne lände on KA abgese z . De Gedanke is inso e n ich ig, als die Banken in den meis en de hie be ach e en Schuldne lände e s aa lich und dami dem di ek en Zug i de Regie ungen ausgese z sind. Abe : E s ens handel es sich l . Ausweis de IFS bei diesen G ößen um seh ge inge Be äge. Zwei ens s ell sich die F age, wa um die s aa lichen S ellen - ans elle neue Auslandsschulden - nich schon längs au diese quasi "p i a en" Wäh ungs ese en zu ück- geg i en haben. Ein G und mag sein, daß die ausländischen Kapi- alanlagen de EL-Banken wede e ügba noch mobilisie ba sind. 2. Demgegenübe gib es eine Reihe on G ünden, aus denen die hie e echne en KA-Be äge ehe zu nied ig e scheinen: - Zum einen en häl de Res pos en de Zahlungsbilanz in einem gewissen Um ange s e s auch s a is isch nich wei e au gliede - OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 134 Die e Duwendag ba e T ansak ionen des Kapi al e keh s, u. a. also auch Kapi al- anlagen im Ausland, die den Schä zg ößen insowei hinzuzu ech- nen wä en. Diese Res pos en (ne o) is ü nahezu alle G oß- schuldne de izi ä (EOD) und weis - in Rela ion zum Lei- s ungsbilanzde izi - in einigen Lände n beach liche P ozen - sä ze au : Indien: 140 0/0; Süda ika: 90 U o; Malaysia: 57 U o; Me- xiko: 55 U o; Indonesien: 47 U o; Philippinen: 23 U o; Ko ea: 15 0 /0. - Zum ande en s ecken in den s a is isch e aß en Leis ungsbilanz- de izi en mögliche weise in e heblichem Um ange e s eck e KA-Be äge, dann nämlich, wenn die Expo e bewuß zu nied ig ak u ie sind mi dem Ziel, einen Teil de Expo e löse im Ausland zu belassen (das sog. "Unde in oicing"), ode wenn die Impo e zu hoch ak u ie sind, eben alls in de Absich , höhe e De isenbe äge ins Ausland zu ans e ie en (das sog. "O e in- oicing"). Leide gib es auch da übe nu wenige konk e e An- hal spunk e, abe de a ige P a iken als solche sind unbes i en. So schä z z. B. Gup a 30 anhand on "educa ed guesses" ü In- dien, daß die un e ak u ie en Expo e bzw. die übe ak u ie - en Impo e bis zu 8 bzw. 5 U o de o iziellen Expo e bzw. Im- po e ausmachen. Die genann en Fehle quellen e deu lichen, daß es sich bei den hie e echne en KA-Be ägen nu um g obe Schä zungen han- deln kann. Die Ta sache jedoch, daß die om IMF e ügba en (in e nen) Angaben zu den Ne oauslandsk edi en " o sich ig" e anschlag sind, ech e ig - zusammen mi den zule z ge- nann en Punk en -die Annahme, daß die e echne en KA- Be äge ehe Un e g enzen da s ellen. 3. Neben de inanziellen "Kapi al luch " gib es auch noch so e was wie eine "Fluch in Impol' gü e ", und zwa zusä zlich ode e sa z- weise: E wa en z. B. die Un e nehmen und Haushal e eines Schuld- ne landes eine g öße e Abwe ung de inländischen Wäh ung (und wann hä en sie das nich ge an?), so we den sie - bei Vo liegen s ik e Kapi al e keh skon ollen - e s ä k In es i ions- und daue ha e Konsumgü e impo ie en, um nach e olg e Abwe ung Wäh ungs- bzw. Vo a sgewinne zu ealisie en. Ein solches Ve - hal en eib das Leis ungsbilanzde izi hoch, ähnlich wie das ge- ade e wähn e Unde - bzw. Obe in oicing. Do nbusch (1984) ha ein 30 S. Gup a (1984), S. 83. Gup a nenn als wei e e T ansak ionen, die das o izielle Leis ungsbilanzde izi als zu hoch ausweisen, nich e aß e Expo e du ch Schmuggel und im Reise-Se ice, deswei e en Remi ances (unen gel - liche p i a e übe agungen). OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 Kapi al luch aus En wicklungslände n 135 solches Ve hal en z. B. ü Chile nachgewiesen, und es is siche kein Zu all, daß dieses Land zu den ganz wenigen gehö , in denen nach unse en Be echnungen keine inanzielle "Kapi al luch " s a - ge unden ha . 4. Abso pUon de Auslandsk edi e P i a e Kapi alab lüsse ins Ausland (KA) sind nu eine un e zahl- eichen ande en Ve wendungszwecken de Ne oauslandsk edi e (VA). Hinzu kommen egelmäßig Leis ungsbilanzde izi e einsch!. nega i e Salden des Res pos ens (LBD + EOD) und die Au s ockung de o iziel- len Wäh ungs ese en einsch!. nega i e Salden de Ausgleichspos en (LI R + CPD). In Einzel ällen spiel e ne die Finanzie ung on Ne o- di ek in es i ionen (DIR) im Ausland und on Ne o ilgungen 31 on IMF-K edi en (VIMF) eine Rolle. Ande e sei s e en neben VA als zu- sä zliche Finanzie ungsquellen in den meis en Fällen noch DIR (in EL) und VIMF (IMF-Ne ok edi e) sowie in Einzel ällen Leis ungsbilanz- übe schüsse (Venezuela) und die Repa iie ung on KA (Chile, Paki- s an, Tü kei). In einem Gesam übe blick sind diese Zahlungsbilanzposi ionen ku- mulie ü die le z en 14 Jah e in Tab. 3 da ges ell . Die Kop zeile en sp ich Gleichung (10); da säm liche G ößen au VA bezogen we den, sind die Finanzie ungsbei äge alle ande en G ößen zu subs ahie en. Zunächs in e essie die Beziehung zwischen den VA-Abso p ions- quo en on KA und (LBD + EOD). De G und is , daß Auslandsk e- di e de EL p imä dem Ziel de Finanzie ung on Leis ungsbilanz- de izi en dienen (soll en). Is dies nich de Fall, wi d hie on eine "En kopplung" zwischen den G ößen VA und (LBD + EOD) gesp o- chen. Die Be echnungen üh en zu olgenden E gebnissen: Lag die KA/V A-Quo e ("Kapi al luch -Quo e") in 15 de 25 G oß schuldne - lände übe 25 0 /0, so e echne sich eine (LBD + EOD)/VA-Quo e ("Fi- nanzie ungsquo e des Leis ungsbilanzde izi s") on wenige als 75 0 /0 ü 14 diese Lände , dabei sind 12 Lände iden isch. Das E gebnis kann nich übe aschen, handel es sich doch um kon- ku ie ende Ve wendungszwecke. Willkü lich gese z is indessen (wie bei KA) das "En kopplungs-K i e ium" (75010); gleichwohl dü e es einige b auchba e Hinweise ü die hie in e essie ende Beziehung lie e n. Abe es gib Ausnahmen: D ei Lände konn en beide K i e ien [KAIVA> 25 O o bei gleichzei ig (LBD + EOD)/VA > 75 010] übe sp in- 31 Sie können dann au e en, wenn im Be ach ungszei aum (1970 -83) hohe IMF-K edi e ällig wu den, die o 1970 au genommen wu den. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 142 Die e Duwendag ällig zu age a . T o z gelegen liche , seh d as ische Abwe ungs- sch i e haben jedoch die o iziellen Wechselku se mi jenen de Pa - allelmä k e in ielen Lände n bis heu e nich Sch i hal en können. Pe manen e E wa ungen au Abwe ungen wi ken abe ge adezu wie eine Au o de ung zu eine ebenso pe manen en spekula i en Kapi al- luch ("Einladung zu Kapi al luch "34). De Bes immungs ak o "übe - höh e Wechselku se" ließe sich, zumindes phasenweise, ü die meis en de hie be ach e en 15 G oßschuldne mi hohen Kapi alab lüssen demons ie en. S ell e e end ü sie we den im olgenden d ei exem- pla ische Fälle he ausgeg i en. In Abb. 3 sind ü Ägyp en, A gen inien und Mexiko olgende Zei - eihen da ges ell : -Die Ve ände ungs a en de gesam en Auslands e schuldung (LI V AB) und de Bes ände an (p i a en) Kapi alanlagen im Ausland (LI KAB), jeweils in U o gegenübe dem Vo jah . (übe wei e Phasen bes eh zwischen beiden Zei eihen ein Pa allel e lau .) -Die En wicklung des ealen e ek i en Wechselku sindex (WKIT) in Ägyp en und Mexiko bzw. de Rela ion on Impo p eisen zu In- landsp eisen als Maßs ab ü den ealen Wechselku s in A gen- inien. Sinkende eale Wechselku se zeigen eine übe bewe ungs- endenz de inländischen Wäh ung an. Die Beobach ung ü A gen inien zeig eine in g oßen Sch i en zuneh- mende übe bewe ung des Peso on 1976 bis 1980, in de en Ve lau die Zuwachs a en de Kapi al luch imme höhe e We e annehmen. Die eale Abwe ung des Jah es 1981 e wies sich o enba als zu ge ing, um den au ges au en Abwe ungsbeda zu besei igen - LI KAB sink des- halb nu ge ing ügig. E s mi de s a ken ealen Abwe ung 1982 (und 1983) gehen die Kapi- alab lüsse ins Ausland s a k zu ück bzw. endie en gegen Null (1983). Fü Mexiko gil , daß die höchs en Zuwachs a en de Kapi al luch s e s (ku z) o den d as ischen ealen Abwe ungen des Pe so in den Jah en 1977 und 1982 s a anden. In den jeweils olgenden Jah en be uhig en sich die spekula i en Kapi albewegungen. S a ke Schwankungen on LI KAB on 1979 - 1981 deu en da au hin, daß die Kapi alexpo eu e wechselku spoli ische Maßnahmen de Regie ung -die imme wei e hinausgezöge wu den - nich ich ig an izipie haben. Mögliche - weise komm in diesen Schwankungen abe auch zum Ausd uck, daß ö en liche Un e nehmen (z. B. s aa liche Ölgesellscha en), die hie den p i a en Kapi alexpo eu en zuge echne wu den, in jenen Jah en e - s ä k ausländische Kapi alanlagen epa iie haben s5 • Diese Fall könn e auch ü die Phase 1975/76 zu e en. 34 K. O. Pöhl (1984), S. 2. 35 Da au weis z. B. H.-P. Nissen (1984), S. 156 ., am Beispiel Venezuelas hin. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 Kapi al luch aus En wlckluilgslände n 143 In Agyp en ha e sich (be ei s sei 1970) bis 1978 sukzessi e ein be- äch liche Abwe ungsbeda au ges au , de dann insbesonde e 1977/78 zu einem s eilen Ans ieg de Kapi al luch a en üh e. Die s a ke eale P und-Abwe ung 1978 mach e diese En wicklung ein ebenso plö z- liches Ende (1979). Die Kapi alab lüsse klangen bis 1981 langsam aus bzw. schlugen 1982 soga in ge ing ügige Rück üh ungen on Auslands- anlagen um. Im Zuge de zwischenzei lich e olg en übe bewe ung s ieg die Kapi al luch a e 1983 alle dings wiede an. JVAT3, L1 KAli (%) Go A'io 1;0 ..1;0 I o ~z.o 30 2.0 400 40 '10 1H1 12. -40 L1VAB, WKY' LlKAB (0/0) 1,0 ~'O S"o 'wo ' O ~20 30 1100 20 gO 1/0 0 -110 IMEXIKOI [AT«[ENTI N JE NI .. '" '.' 'H :n 1-1 n 10 11 12. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 144 INAB, 11 KA'B (%) 1'0 1140 1100 IIl0 90 1100 $0 o 10 60 ~O '1-0 SO' 20 ' O 1HS 16 -2.0 Die e Duwendag IÄGYl'TENI 11 19 WKI Y .. -- ... ' ... --;: 80 '. '. '. 82. Abb.3: Ve ände ung de Auslands e schuldung (A VAB)a) sowie de Be- s ände an p i a en Kapi alanlagen im Ausland (A KAB)a), jeweils in '% ge- genübe Vo jah , und En wicklung des ealen e ek i en Wechselku sindex (WKl )b) bzw. des ealen Wechselku ses (WK )c) a) Quellen ü G undda en: IMF-in e ne Schä zungen (LI V AB) und eigene Be ech- nungen (LI KAB). b) 1980 = 100; WKI = [CPI; !CPIal • (WKI"); CPI i: in e na ionale Konsump eis- index; CPI d: inländische Konsumen enp eisindex; WKI"': nominale Wechselku s- index. Quellen: M. Ho hus, K. s anze (1984). S. 279; L. So s, E. ZediUo (1984), S. 7 ( ü Mexiko 1983). c) Index 1978 - 1983 = 100; Rela ion on Impo p eisen zu Inlandsp eisen; Quelle: R. Do nbusch (1984), S. 27 a/28. Wie be ei s e wähn , ließe sich auch ü die meis en ande en G oß- schuldne nachweisen, daß das küns liche Fes hal en an übe bewe - ungen ein wich ige G und ü Kapi al luch bewegungen gewesen is . Die Anpassungsde izi e im Be eich de Wechselku spoli ik liegen dami kla au de Hand. Maßnahmen in diese Rich ung wä en z. B. de übe gang zum ak uellen "Pegging", d. h. zu lau enden -e l. äg- lichen - Abwe ung im Gleichsch i mi de En wicklung de In la- ionsdi e enzen zum Ausland. Von den hie be ach e en Lände n La- einame ikas haben A gen inien, B asilien, Chile und Kolumbien diesen Sch i inzwischen ollzogen, Mexiko, Pe u und Venezuela mi dem Nebeneinande on es en (o iziellen) und eien Wechselku sen da- gegen e s eilweise;86 36 Vgl. dazu ü Mexiko: E. Ge ken (1984), S. 106 -108. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 Kapi al luch aus En wicklungslände n 145 Zahl eiche ande e Bes immungs ak o en wu den eingangs dieses Ab- schni s ku so isch genann , können hie abe nich nähe behandel we den. E wähn seien lediglich noch zwei Maßnahmen aus dem Be- eich de Wäh ungspoli ik, die häu ig gegen Kapi al luch bewegungen eingese z we den: So wi d mi de Scha ung on zinsa ak i en Mä k en ü F emdwäh ungsgu haben e such , die De isen im Inland zu hal en. De sog. "Mex-Dolla -Ma k " in Mexiko is ein Beispiel da- ü , mi dem sei Jah en expe imen ie wi d. De haup sächliche Kon- lik bes eh da in, eine sei s keine olls ändige Zinslibe alisie ung im Inland zuzulassen, ande e sei s abe ü F emdwäh ungsanlagen Real- e zinsungen bie en zu müssen, die jenen au Kapi alanlagen im Aus- land nich nachs ehen. 37 Häu ig p ak izie we den zwei ens Kapi al e keh skon ollen. 38 Sie sind ein zweischneidiges Ins umen mi - wie die E ah ungen zeigen - du chaus un e schiedlichen "E olgen": In B asilien und Chile z. B. we den sie sei Jah en eingese z mi dem E ek , daß do das P oblem de inanziellen (l) Kapi al luch nich exis ie ( gl. Tab. 2). In Mexiko dagegen konn e die 1982 e olg e Ein üh ung on um assenden Kapi al- e keh skon ollen Kapi al luch bewegungen nich wesen lich eindäm- men. 3ß Neben den nega i en Auswi kungen au den in e na ionalen Handel bes eh die Keh sei e de a ige Kon ollen o allem da in, daß sie - selbs wenn eine Reduzie ung on Kapi alab lüssen o an gelänge - e l. noch bes ehende Ho nungen au eine eiwillige Rück- keh on im Ausland o handenen Fluch kapi al wohl ollends zu- nich e machen dü en. VßI. Zusammen assung 1. Ziel de A bei wa es, das quan i a i e Ausmaß de p i a en Kapi al- ab lüsse ("Kapi al luch ") aus 25 G oßschuldne lände n ins Ausland ab- zuschä zen und einigen Bes immungs ak o en nachzugehen. übe beides bes ehen de zei nu ech age Ve mu ungen. Ließe sich Kapi al luch in g öße em S ile nachweisen, müß e sie als maßgebliche G und ü die Zuspi zung de in e na ionalen Ve schuldungslage angesehen we den; ande e sei s bes ünde im P inzip die Chance eine Repa iie ung on Auslandsanlagen und on dahe ein En las ungse ek . 2. Fü die Zei eihen de Ne oauslandsk edi e s anden o allem IMF- in e ne Schä zung zu Ve ügung; ü alle ande en Da en wu den die o iziellen Zahlungsbilanzs a is iken (IFS und BOP) he angezogen. Die Un e suchungen e s ecken sich au die le z en 14 Jah e (1970 - 1983). 37 Vgl. G. O iz (1983), S. 174 . 38 Zu heo e ischen Analyse gl. I. O ani, S. Tiwa i (1984). 39 Vgl. A. Bui a (1983), S. 51 . 10 Sch i en d. Ve eins . Socialpoli lk 155 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 146 Die e Duwendag 3. De analy ische Rahmen beweg sich inne halb de Zahlungsbilanziden- i ä , umges ell in Fo m eine "Finanzie ungsgleichung" und zuge- schni en au die ypische Zahlungsbilanzkons ella ion hoch e schulde e En wicklungslände . 4. Di e se Beobach ungen zeigen, daß die Kapi albilanzen de o iziellen Zahlungsbilanzs a is iken zu E mi lung des Kapi al luch olumens un- geeigne sind. Zwischen den a sächlichen und den s a is isch egis ie - en We en de Ne oauslandsk edi e bes ehen e hebliche Abweichungen, die sich - bei o gegebenen Da en alle ande en Teilbilanzen - in en - sp echend hohen Kapi alexpo en niede geschlagen haben müssen. 5. De empi ischen Schä zung des Kapi al luch olumens wi d deshalb ein wei e en wickel e Schä zansa z zug unde geleg , de neben den Ne odi ek in es i ionen und den IMF-Ne ok edi en die a sächliche Auslands e schuldung (ne o) als Finanzie ungsquelle einbezieh . Das Ausmaß de p i a en Kapi alab lüsse ins Ausland wi d im Wege de Res echnung e mi el . 6. In einem e s en E gebnis wi d das dominie ende Gewich de Ne o- auslandsk edi e an de Zahlungsbilanz inanzie ung nachgewiesen (Du ch- schni : 87 '0J0; An eile zwischen 64 und 96 G/ o). 7. Das E gebnis de Kapi al luch -Schä zungen lau e , daß säm liche 25 G oß schuldne on 1970 - 1983 insgesam 590 M d. $ an Ne oauslands- k edi en au genommen haben, wo on 183 M d. $ diese Lände als Ka- pi alanlagen im Ausland wiede e lassen haben (Kapi al luch quo e: 31 010). Fü jene 15 G oß schuldne mi Kapi al luch quo en on meh als 25 'OJo lau en die en sp echenden Angaben: 361 M d. $ Ne oauslands- k edi e; 166 M d. $ Kapi alab lüsse; Kapi al luch quo e: 46 %. Hinsich - lich de Kapi al luch bewegungen gib es in den einzelnen Lände n aus- gep äg e Un e schiede; Pauschalaussagen sind dahe nich angeb ach . Das Phänomen de Kapi al luch exis ie ebenso wie in den OPEC- und sons igen Öllände n wie in den os eu opäischen S aa en. Demgegenübe sind in d ei Lände n pe Saldo auch Repa iie ungen on Auslands- anlagen zu e zeichnen gewesen. 8. P obleme de Übe schä zung des Kapi al luch olumens bes ehen o allem inso e n, als nich egis ie e Mili ä impo e s a ge unden haben, P obleme de Un e schä zung dann, wenn die (in de Regel) de izi ä en Res pos en de Zahlungsbilanz de G oßschuldne wei e e Kapi alexpo e en hal en und die Leis ungsbilanzde izi e du ch Un e ak u ie ung de Expo e bzw. übe ak u ie ung de Impo e zu hoch ausgewiesen we - den. Neben diese inanziellen gib es auch noch eine "Fluch in Impo - gü e ". 9. Im Kon ex de Ve wendung de Auslandsk edi e zeig sich, daß wegen des g oßen Volumens de p i a en Kapi alexpo e in 14 G oßschuldne - lände n eine En kopplung zwischen den Leis ungsbilanzde izi en und de Auslands e schuldung s a ge unden ha . Hinsich lich des Rese e- e hal ens weisen die (7) asia ischen G oßschuldne eine ungewöhnlich hohe Abso p ion de Auslandsk edi e du ch Au s ockung de Wäh ungs- ese en au . Bei den ande en Finanzie ungsquellen gib es deu liche Un e schiede zwischen den einzelnen Lände n. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 Kapi al luch aus En wicklungslände n 147 10. Die p i a en Kapi alab lüsse aus den 15 "Kapi al luch lände n" dü en sich übe wiegend in den übe schußposi ionen des Res pos ens de Zah- lungsbilanz de Schweiz und de USA niede geschlagen haben, wo au de sei 1978 ex em enge Pa allel e lau beide Zei eihen hindeu e . 11. Aus de Vielzahl mögliche Bes immungsjak o en ü Kapi al luch we - den zwei ökonomische Fak o en he ausgeg i en: Aus einem Que - schni s e gleich de G oßschuldne e gib sich, daß mi zunehmende "K edi quo e" (Ne oauslandsk edi e zu Leis ungsbilanzde izi einsch!. Res pos en) auch die "Kapi aljluch quo e" (p i a e Kapi alab lüsse zu Ne oauslandsk edi en) s eig . Da in könn en sinkendes Ve auen de Kapi alexpo eu e in die wi scha liche Leis ungsk a ih es Landes und Be ü ch ungen unumgängliche es ik i e Anpassungsmaßnahmen zum Ausd uck gekommen sein, die wiede um Anlaß zu Kapi al luch gaben. 12. Als zwei e wich ige Ein luß ak o wi d das Fes hal en an küns lich übe höh en Wechselku sen angesehen und ü d ei G oßschuldne exem- pla isch nachgewiesen. Abwe ungse wa ungen wi ken wie eine Au - o de ung zu Kapi al luch . Das Phänomen on übe bewe ungen, d. h. nich ech zei ig e olg en ealen Abwe ungen, läß sich auch ü die meis en ande en Kapi al luch lände zumindes phasenweise belegen. Ku z disku ie we den in diesem Zusammenhang d ei Ansa zpunk e gegen Kapi al luch bewegungen: das "Pegging", die Scha ung on zins- a ak i en Mä k en ü F emdwäh ungsanlagen im Inland und Kapi al- e keh skon ollen. 13. Kapi al luch bewegungen in den hie geschä z en G ößeno dnungen sind angesich s de De isenknapphei de G oßschuldne eine g a ie ende Fehlen wicklung, weil alsche Ve wendung on Auslandsk edi en. De - a ige Kapi alab lüsse bedeu en den Zwang zu übe höh e (und insowei e meidba e ?) Auslands e schuldung und Schuldendiens belas ung, sol- len wi scha s- und en wicklungspoli ische Ziele ohne Abs iche eali- sie we den. 14. Fü die Lände mi hohen p i a en Kapi alab lüssen s ell sich de en Ne oauslandsposi ion -als Ganzes gesehen - ela i güns ig da . Wä- en diese Kapi alexpo e al e na i ü "unp oduk i e" Inlandsp ojek e e wende wo den, e gäbe sich mögliche weise soga ein posi i e Aspek , solange die Chance ü eine spä e e Repa iie ung de Aus- landsanlagen un e güns ige en Ve wendungsbedingungen bes eh . Das Schuldendiens -P oblem bleib jedoch aku , denn die Regie ungen haben die (zumeis ö en lichen) Schulden, und die P i a en hal en die Zins- e äge ih e Auslandsanlagen jensei s de G enzen. 15. Fes s eh , daß sich die Kapi al luch -Be äge i gendwo in de Wel als Kapi alanlagen niede geschlagen haben müssen. Diese Ta sache e klä z. T. mi , wa um die Finanzie ung de Schuldne lände jah elang so ei- bungslos unk ionie ha . So wa de apide Ans ieg de in e na ionalen Ve schuldung de EL zu einem g oßen Teil Anlaß und Gegens and eines e neu en mone ä en Recycling-P ozesses, de Auslandsk edi e an EL eilweise wiede in die Gebe lände bzw. zu den in e na ionalen Banken zu ückschleus e, do das Mi elau kommen e höh e und ü e neu e K e- di e an EL zu Ve ügung s and. Die F age, ob es ohne de a ige Ka us- sellgeschä e übe haup zu einem Ausb uch de Schuldenk ise gekom- men wä e, kann nu ges ell , abe nich bean wo e we den. 10· OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36 148 Die e Duwendag Li e a u e zeichnis und s a is ische Quellen Bank ü In e na ionalen Zahlungsausgleich, 54. Jah esbe ich , Basel 1984. Bui a, A., The Exchange C isis and he Adjus men P og am in Mexico, in: P ospec s o Adjus men in A gen ina, B azil and Mexico (h sg. on J. Williamson), Washing on, D. C. 1983, S. 51 . (Ins i u e o In e na ional Economics, Washing on, D. C.) Business Week, An Exodus o Capi al is Sapping he LDC Economies, Oc . 3, 1983, S. 65 . Cline, W. R., In e na ional Deb and he S abili y o he Wo ld Economy, Camb idge, London 1983. (Ins i u e o In e na ional Economics, Washing- on, D. C.) Dooley, M., W. Helkie, R. Ty on, J. 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Das Bild de in e na ionalen Ve schuldung de En wicklungslände , das sich da aus e gib , is zwangsläu ig un oll- s ändig, abe es is nich sdes owenige konsis en , au schluß eich und eilweise neua ig. 1 Die o he schenden Au assungen übe die in e na ionale Schulden- k ise gehen on de Vo s ellung aus, daß die aglichen Auslandda le- hen in ih em Wesen p i a en Inlandda lehen ähnlich seien. Insbeson- de e p leg angenommen zu we den, daß die Schuldne ih en Ve p lich- ungen bis zu G enze ih e Zahlungs ähigkei nachkommen we den. Un e diese Vo ausse zung e schein die jüngs e K ise als die Konse- quenz e inge e Zahlungs ähigkei , eils in olge höhe e Zinssä ze, eils in olge eine e schlech e en Wi scha slage. Diese Be ach ungs- weise e weck die Ho nung, daß ein Rückgang de Zinssä ze und ein Konjunk u au schwung zu eine Lösung de K ise üh en we den. Im o liegenden Au sa z wi d die Meinung e e en, daß die he - kömmliche Au assung einen g undlegenden Un e schied zwischen p i- a en Inlandk edi en und den aglichen Auslandk edi en auße ach läß . Das olkswi scha liche Denken übe den K edi ma k geh ge- meinhin om Pa adigma on Fo de ungen aus, die mi ech lichen Zwangsmi eln du chgese z we den können. Bei einem Ba kau wi d Zug um Zug ge ausch ; de Ve ag e üll sich au oma isch. Bei einem K edi geschä allen die beiden Sei en des Tausches zei lich ausein- 1 Diese Au sa z e schein in englische Sp ache in de "Economic Re iew" de Bundes ese ebank on San F ancisco, Win e 1985. Seine G undzüge inden sich zusammenge aß in Niehans (1984). De Ve asse sch ieb den Au sa z als Gas p o esso de Fede al Rese e Bank on San F ancisco. Fü diese Un e s ü zung seine wissenscha lichen A bei , ü die we ollen Be- me kungen on Mi gliede n de olkswi scha lichen Ab eilung de Bank und ü die Mi hil e seine Assis en in Paula C ossw igh sp ich de Ve - asse seinen Dank aus. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45972-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:36