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Die Phillipskurve bei 'informierter' Erwartungsbildung. Bemerkungen zu einem theoretischen Ansatz von Kromphardt

Landmann, Oliver

Abstract

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Full text

Landmann, Oli e A icle Die Phillipsku e bei 'in o mie e ' E wa ungsbildung. Beme kungen zu einem heo e ischen Ansa z on K ompha d Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en (ZWS) - Vie eljah essch i de Gesellscha ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en, Ve ein ü Socialpoli ik P o ided in Coope a ion wi h: Duncke & Humblo , Be lin Sugges ed Ci a ion: Landmann, Oli e (1986) : Die Phillipsku e bei 'in o mie e ' E wa ungsbildung. Beme kungen zu einem heo e ischen Ansa z on K ompha d , Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en (ZWS) - Vie eljah essch i de Gesellscha ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en, Ve ein ü Socialpoli ik, ISSN 0342-1783, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 106, Iss. 1, pp. 63-72, h ps://doi.o g/10.3790/schm.106.1.63 This Ve sion is a ailable a : h ps://hdl.handle.ne /10419/291632 S anda d-Nu zungsbedingungen: Die Dokumen e au EconS o dü en zu eigenen wissenscha lichen Zwecken und zum P i a geb auch gespeiche und kopie we den. Sie dü en die Dokumen e nich ü ö en liche ode komme zielle Zwecke e iel äl igen, ö en lich auss ellen, ö en lich zugänglich machen, e eiben ode ande wei ig nu zen. So e n die Ve asse die Dokumen e un e Open-Con en -Lizenzen (insbesonde e CC-Lizenzen) zu Ve ügung ges ell haben soll en, gel en abweichend on diesen Nu zungsbedingungen die in de do genann en Lizenz gewäh en Nu zungs ech e. Te ms o use: Documen s in EconS o may be sa ed and copied o you pe sonal and schola ly pu poses. You a e no o copy documen s o public o comme cial pu poses, o exhibi he documen s publicly, o make hem publicly a ailable on he in e ne , o o dis ibu e o o he wise use he documen s in public. I he documen s ha e been made a ailable unde an Open Con en Licence (especially C ea i e Commons Licences), you may exe cise u he usage igh s as speci ied in he indica ed licence. h ps://c ea i ecommons.o g/licenses/by/4.0/ Zei sch i ü Wi scha s- u. Sozialwissenscha en (ZWS) 106 (1986), S. 63 - 72 Duncke & Humblo , Be lin 41 Diskussion Die Phillipsku e bei in o mie e 6 E wa ungsbildung Beme kungen zu einem heo e ischen Ansa z on K ompha d * Von Oli e Landmann 1. Einlei ung Au de Tagung des Ve eins ü Socialpoli ik, in Zü ich 1974, ha Niehans (1975) das Ende de ,Phillips-Illusion' e künde . Gemein ha e dami den „aus un ollkommenem Wissen" en sp ungenen Glauben an einen s abilen lang is igen T ade-o zwischen In la ion und A bei slosigkei . Diese Glaube e schien damals sowohl aus heo e ischen als auch empi ischen G ünden als Illusion en la . Au heo e ische Ebene leg en die Analysen on Phelps (1967) und F iedman (1968) den Schluß nahe, daß nu une wa - e e In la ion Beschä igungsgewinne b ingen kann. Empi isch wu de zunehmend deu lich, daß die bis wei in die 60e Jah e hinein einige maßen s abile Phillipsku e sich zu e schieben begann, und zwa genau in die Rich ung, die au g und des Phelps/F iedman-A gumen s zu e wa en wa . Unge äh 10 Jah e spä e be aß e man sich im Theo e ischen Ausschuß des Ve eins ü Socialpoli ik e neu mi de Phillipsku e. Ha e Niehans seine zei die de ini i e Übe windung de Phillips-Illusion in Wissenscha und Poli ik als „nu eine F age de Zei " bezeichne , wa man sich diesmal keineswegs siche , ob ein lang is ige Phillips-T ade-o ielleich nich doch meh Reali ä denn Illusion sei. In seine empi ischen Analyse komm F anz (1984) zum E gebnis, „daß die Hypo hese nich e wo en we den kann, daß die [lang is ige; d. V.] Phillipsku e in de Bundes epublik nega- i e läu - zwa s eil, abe eben nich senk ech " (S. 619). In E gänzung zu diese S udie un e nahm es K ompha d (1984) zu zeigen, „daß sich eine allende lang is ige Phillipsku e seh gu heo e isch beg ünden läß " (S. 631). In den Mi elpunk seine heo e ischen Übe legungen s ell K ompha d die E wa ungsbildung. E assoziie die ,keynesianische' Theo ie eine lang is ig nich - e ikalen Phillipsku e mi dem adi ionellen au o e- g essi en Modell de E wa ungsbildung, wogegen e das Konzep de a io- nalen E wa ungen de ,neoklassischen' Theo ie de na ü lichen A bei slo- * W. F anz, J. K ompha d und M. Sa ioz haben mi k i ischen Hinweisen Ve bes- se ungen des o liegenden Manusk ip s bewi k , dü en abe ü e bleibende Män- gel nich e an wo lich gemach we den. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.106.1.63 | Gene a ed on 2023-04-04 12:08:52 64 Oli e Landmann senquo e zuo dne . Seine Un e suchung geh on de Hypo hese aus, daß die Theo ie de na ü lichen A bei slosenquo e o allem deshalb so wei he um akzep ie is , weil sich die Gegen hese om lang is igen T ade-o au ein so o enkundig unzu eichendes, nämlich eben nu au o eg essi es, E wa - ungsbildungmodell s ü z . Um zu zeigen, daß die Exis enz eines lang is i- gen T ade-o auch mi ealis ische en Annahmen übe die E wa ungsbil- dung beg ündba is , üh K ompha d ein neues Konzep ein: .in o mie e1 E wa ungen. ,In o mie e4 Wi scha ssubjek e ziehen zu ih e E wa - ungsbildung alle zu e e ba en Kos en e häl lichen In o ma ionen he an, die sie ü ele an hal en. Sie e meiden dami die k asse Ine izienz de In o ma ions e a bei ung, die ihnen das mechanis isch-au o eg essi e Modell un e s ell . ,In o mie e' E wa ungsbildung b auch abe nich so eng in e p e ie zu we den, daß sie isomo ph mi de e wende en Modell- s uk u sein muß, wie es das P inzip de a ionalen E wa ungen im Sinne on Mu h (1961) o sch eib . Vielmeh in e p e ie en die Wi scha ssub- jek e „ih e In o ma ionen nach de sie jeweils übe zeugenden Theo ie" (K ompha d (1984), 635).1 So de inie e ,in o mie e' E wa ungen sollen lau K ompha d nich nu eine übe zeugende Beg ündung eines lang is igen Phillips-T ade-o e lau- ben, sonde n da übe hinaus soga s abilisie end au die In la ions a e wi - ken. Gemein is dami , daß die lang is ige Phillipsku e un e »in o mie - en' E wa ungen lache e läu als un e au o eg essi en E wa ungen, also e wa auch dann noch eine nega i e S eigung au weis , wenn sie un e au o eg essi en E wa ungen e ikal wä e. Die nachs ehenden Aus üh un- gen legen jedoch da , daß K ompha d s Behaup ungen bei nähe e Übe - p ü ung nich au ech zue hal en sind. Ge ade wenn man den Gedanken de ,in o mie en' E wa ungsbildung als po en iell uch ba en Ansa z e ns nimm , gelang man zu E gebnissen, die K ompha d s Thesen diame- al zuwide lau en: 1. Die S eigung de lang is igen Phillipsku e is unabhängig on den De ails de E wa ungsbildung. 2. Bei jedem Ve such de Wi scha spoli ik, einen T ade-o zwischen A bei slosigkei und In la ion auszubeu en, wi ken »in o mie e' E wa - ungen des abilisie end au die In la ions a e. 3. »In o mie e' E wa ungen sind nich nu ein un augliches Ins umen zu Beg ündung eine lang is ig allenden Phillipsku e, sonde n deu- en im Gegen eil da au hin, daß das geb äuchliche empi ische K i e ion zu Beu eilung des Ve lau s de lang is igen Phillipsku e zuunguns en de Theo ie de na ü lichen A bei slosenquo e e ze sein könn e. Diese d ei An i-Thesen gil es nun de Reihe nach ku z zu beg ünden.2 1 Welche Konsequenzen sich ü Modelle a ionale Wi scha ssubjek e e geben, wenn die Ak eu e auch an konku ie ende Modelle glauben dü en, is heu e Gegen- s and eine asch wachsenden Li e a u ; gl. z.B. die Au sa zsammlung in F ydman/ Phelps (1983). 2 De o liegende Diskussionsbei ag se z sich nich mi K ompha d s zusä z- liche Behaup ung auseinande , wonach de Anwendungsbe eich de Theo ie de OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.106.1.63 | Gene a ed on 2023-04-04 12:08:52 Die Phillipsku e bei,in o mie e ' E wa ungsbildung 65 2. Die S eigung de lang is igen Phillipsku e Das adi ionelle S anda dmodell de Phillipsku e bes eh aus d ei Gleichungen: (1) w = ao(u~ -i -U~l) + aip (2) p = W (3) p -pe -l = X(p -1-pe -l). Die Lohngleichung (1) besch eib die Ände ungs a e de Nominallöhne in Pe iode ,w , in Abhängigkei on de A bei sma k lage de Vo pe iode, ausged ück du ch die Höhe de A bei slosen a e u ela i zu einem Re e- enzwe ü, sowie on de e wa e en Ände ungs a e de Gü e p eise p . Die P eisgleichung (2) se z die a sächliche Ände ungs a e de P eise, p , de Lohnände ung gleich, was un e de Vo ausse zung eine kons an en du chschni lichen und ma ginalen A bei sp oduk i i ä eine Implika ion gewinnmaximie enden Ve hal ens de Un e nehmungen is . Gleichung (3) schließlich besch eib die In la ionse wa ungen als Resul a eines adap i- en, au o eg essi en Le np ozesses. Die lang is ige Phillipsku e is de inie du ch die Bedingung p = p , also du ch die Absenz on E wa ungsi üme n. Diese Bedingung impli- zie gemäß (3) übe dies Kons anz de In la ions a e. Du ch Einse zen in (1) und (2) esul ie die lang is ige Phillipsku e a0 (4) p = (u-1-^1). 1 - ai Die S eigung diese Funk ion is o ensich lich allein du ch die Pa ame e de Lohngleichung (1) de e minie . Die Theo ie de na ü lichen A bei slo- senquo e pos ulie ai = 1, in welchem Fall die Phillipsku e e ikal e - läu und eine in la ionsunabhängige na ü liche Ra e u = ü de inie . Die E wa ungsgleichung is zu He lei ung de lang is igen Phillipsku e nich e o de lich und is nu ü die Ges al des Übe gangsp ozesses zwi- schen de ku zen und de langen F is on Belang. Auch die Subs i u ion a ionale E wa ungen ü den adap i en Le np ozess (3) wü de am Ve - lau de lang is igen Phillipsku e nich s ände n, sonde n die lang is ige na ü lichen A bei slosenquo e au den Zus and de Vollbeschä igung besch änk sei. Auch diese Behaup ung, die einsei ig au E klä ungsansä ze in de T adi ion des ,ma ke Clea ing pa adigm' abs ell , is nich zu hal en. Ungleichgewich s heo e ische Modelle eallohnbeding e A bei slosigkei gene ie en mi Leich igkei in la ionsin- a ian e Un e beschä igungssi ua ionen. Siehe zu Abg enzung de na ü lichen Ra e on de Vollbeschä igung e wa auch Meade (1982), Kap. 1. (K ompha d deduzie seine Posi ion, wie e in Ko espondenz mi dem Ve asse p äzisie ha , o enba aus einem seman ischen Vo e s ändnis. E de inie nämlich die na ü liche A bei slo- senquo e du ch die Absenz un eiwillige A bei slosigkei , wodu ch sich die F age nach dem Gel ungsbe eich de Theo ie de na ü lichen A bei slosenquo e ga nich meh als heo e isches ode empi isches P oblem da s ell , sonde n au ologisch gelös is ). 5 Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en 1986/1 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.106.1.63 | Gene a ed on 2023-04-04 12:08:52 66 Oli e Landmann Gleichgewich sbedingung p = pe - o behäl lich s ochas ische S ö ein- lüsse - ein ach schon ü die ku ze F is pos ulie en. Die Akzep anz de Theo ie de na ü lichen A bei slosenquo e be uh e eine sei s au de Übe zeugungsk a des heo e ischen A gumen s, daß A bei nehme wie A bei gebe , ei on Geldillusion, nu in ealen Ka e- go ien denken, und daß deshalb die Lohngleichung (1) de Res ik ion ai = 1 geho chen soll e. Diese Res ik ion begann sich mi Beginn de 70e Jah e in eine zunehmenden Zahl on empi ischen Un e suchungen zu bes ä igen - und zwa ge ade auch in solchen, die mi au o eg essi en Mechanismen de E wa ungsbildung ope ie en ( gl. z.B. Go don (1976)). Die on K ompha d sugge ie e Assozia ion des au o eg essi en E wa - ungsbildungsmodells mi de Theo ie eine lang is ig allenden Phillips- ku e is deshalb wede on de Logik des Modells noch om a sächlichen Gang de empi ischen Fo schung he au ech zue hal en. Es bleib je z alle dings die F age zu bean wo en, wie o dem Hin e g und des Gesag en dennoch ein Ein luß ,in o mie e 4 E wa ungen au die Ges al de lang i- s igen Phillipsku e kons uie ba sein soll e. 3. Das heo e ische Modell K ompha d s K ompha d geh on de Übe legung aus, daß »in o mie e' Wi scha s- subjek e zu Bildung ih e In la ionse wa ungen nich nu au die e gan- gene En wicklung de In la ion abs ellen, sonde n auch au die A bei s- ma k lage und au die Abweichung des Geldmengenwachs ums m on de Ziel o gabe de Zen albank ihz:2 (3') Pi = P -i + o (M7-1 -ü-1) + y1( h -1 -m?_i). Das o gegebene Geldmengeijziel akkommodie einen kons an en, »un e meidlichen' B uch eil de In la ions a e de Vo pe iode: (5) hz = y2p -l 0<y2<l. Die Gleichungen (1), (2), (3') und (5) bilden das Modell, dessen s eady- s a e-Lösung K ompha d aus de Bedingung eine kons an en In la ions- a e wie olg he lei e : (6) p = [1 - «! (1 - YI 72)] " 1 • [(ao + yo) (u " 1 - ü ~ l) + ax y0 h] . Diese Phillipsku e weis o ensich lich auch dann noch einen allenden Ve lau au , wenn das Pos ula ai = 1 e üll is . Dahe K ompha d s Schluß olge ung, daß »in o mie e4 E wa ungen die In la ion s abilisie en, also z.B. eine A bei slosenquo e u < ü o z = 1 bei kons an e In la ion au ech zue hal en e lauben. 3 Die hie gegebene Fo mulie ung un e scheide sich on K ompha d s O iginal- Modell du ch die e ein achende Annahme eine kons an en A bei sp oduk i i ä und du ch eine e was ealis ische e Da ie ung de Va iablen. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.106.1.63 | Gene a ed on 2023-04-04 12:08:52 Die Phillipsku e bei,in o mie e ' E wa ungsbildung 67 Wenn es auch eine e lockende S a egie sein mag, die E wa ungsbil- dung so zu modellie en, daß den Wi scha ssubjek en ein Denken in Kau- salzusammenhängen zuges anden wi d, ohne daß ihnen gleich die ein- schneidende Res ik ion de Mu h-Ra ionali ä au e leg we den muß, is K ompha d s Ansa z dennoch ein anschauliches Beispiel da ü , was Fische (1975), 163, gemein haben dü e, als e de Theo ie de a ionalen E wa - ungen das Ve diens zusp ach, die „exzessi e Willkü de Hypo hesenbil- dung in dynamischen Modellen einzudämmen." Zumindes die olgenden Einwände sind gegen die Hypo hesen (3') und (5) o zub ingen: 1. Bei alle Viel al des Angebo s an mone ä en In la ionsmodellen is schwe einzusehen, wa um In la ionse wa ungen ge ade on de Di e- enz zwischen a sächlichem und anges eb em Geldmengenwachs um abhängen soll en. Gene ie ein genau eingehal enes Geldmengenziel on + 10% wenige In la ionsbe ü ch ungen als ein Geldmengen Wachs um on 3 %, wenn die Ziel o gabe 2 % be ug? 2. In einem komple en Mak o-Modell, dessen Nach agesei e die eale Ou - pu ände ung q e wa du ch die olgende eduzie e Fo m eines IS-LM- Modells e klä :4 (7) q = ß( h -p ), e o de die Kons anz de A bei slosenquo e bei gegebene A bei sp o- duk i i ä und gegebenem A bei sangebo die Übe eins immung de In la ions a e p mi de Geldmengenwachs ums a e 7h . Dies bedeu e wegen y2 < 1 in (5), daß das Geldmengenziel Thz bei jede on null e - schiedenen In la ions a e au Daue on de a sächlichen Wachs ums- a e de Geldmenge h abweich . Angesich s de on K ompha d (1984), 637, be on en Vo ausse zung, „daß die Wi scha ssubjek e on de En - schlossenhei de No enbank übe zeug sind, das e künde e Geldmen- genziel zu e eichen", is dies ü ,in o mie e' Wi scha ssubjek e keine sonde lich a ak i e Implika ion. 3. Am schwe s en wieg , daß de E wa ungsbildungsmechanismus (3') nich einmal bei lang is ig kons an e In la ions a e gegen de en be- obach e en We kon e gie . Auße im Spezial all de absolu en P eis- ni eaus abili ä implizie Gleichung (3') ü die s eady-s a e-Lösung (6) einen endogen nie ko igie en E wa ungs ehle (ß ¥= pe). Wiede um äll es schwe , Wi scha ssubjek e als »in o mie 4 zu bezeichnen, die eine s abile In la ions a e nich ühe ode spä e an izipie en. In diese Hinsich hä e soga de ein ache Le np ozeß (3) das A ibu ,in o mie 4 besse e dien . Es is allein au die implausiblen Kon e genzeigenscha en on K omp- ha d s E wa ungsbildungsmodell zu ückzu üh en, daß seine lang is ige Phillipsku e übe haup on Pa ame e n des E wa ungsbildungsp ozesses abhäng . Jedes Modell, in dem eine lang is ig kons an e In la ion oll an i- 4 Vgl. z.B. Laidle /Pa kin (1975), 776. Gleichung (7) un e s ell implizi Kons anz de ealen au onomen Ausgaben, was im Hinblick au s eady-s a e-Be ach ungen in eine s a ionä en Modellwi scha na ü lich die einzig sinn olle Annahme is . 5' OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.106.1.63 | Gene a ed on 2023-04-04 12:08:52 68 Oli e Landmann zipie wi d, gene ie die lang is ige Phillipsku e in de oben besch iebe- nen Weise unabhängig on den Einzelhei en de E wa ungsbildung. Ein Ein luß de E wa ungsbildung au den lang is igen In la ionsp ozeß läß sich inso e n nich on de Hand weisen, als die mi dem Phelps/F ied- man- Modell assoziie e Akzele a ions-Hypo hese en scheidend au eine nai -au o eg essi e E wa ungsbildung angewiesen is . Bekann lich impli- zie das on den Gleichungen (1) bis (3) gebilde e Modell, daß eine A bei s- losen a e u < ü selbs un e de Bedingung a = 1 au ech zue hal en is , wenn eine s e ige Akzele a ion de In la ion in Kau genommen wi d, weil dann de au o eg essi e E wa ungsbildungsp ozeß (3) sys ema isch hin e de a sächlichen En wicklung he hink . Schon lange be o die Theo ie de a ionalen E wa ungen Mode wu de, bes and einige Zwei el, ob die Vo - s ellung, daß die Wi scha ssubjek e sich du ch ein solches Manö e au Daue äuschen ließen, mi ande wei ig a ionalem Ve hal en zu e einba- en sei ( gl. z.B. Go don/Hynes (1970)). Diese De ek des au o eg essi en Modells kann auch ande s als mi Mw /i- a ionalen E wa ungen behoben we den. So ha Flemming (1976) die Hypo hese en wickel , daß »in o mie e' Wi scha ssubjek e ih Le n e hal en jeweils an das nied igs e end eie Zei de i a des P eisni eaus adap ie en, im Falle eine s e ig akzele ie en- den In la ion also sukzessi e die Akzele a ions a e zu an izipie en begin- nen. Kla is , daß jede E wa ungsbildungsmechanismus, de den Wi - scha ssubjek en eine besse e In o ma ions e a bei ung als Gleichung (3) un e s ell , den Spiel aum ü Täuschungsmanö e eineng und die Explo- sion de In la ions a e im Falle eine au u < ü zielenden Beschä igungspo- li ik beschleunig . In diesem Sinne wi ken ,in o mie e' E wa ungen des a- bilisie end au den In la ionsp ozeß. Daß K ompha d zum gegen eiligen Schluß gelang , lieg da an, daß sein Modell eine »in o mie en4 E wa - ungsbildung den Wi scha ssubjek en au die Daue einen schlech e en In o ma ionss and un e s ell als de au o eg essi e Mechanismus (3). 4. Die Rolle ,in o mie e 4 E wa ungen bei de Lohnbildung Nachdem de Ve such, einen lang is ig ausbeu ba en Phillips-T ade-o mi Besonde hei en de E wa ungsbildung zu beg ünden, wohl als geschei- e angesehen we den da , bleib dennoch die F age zu bean wo en, wie neue e empi ische E idenz, die gegen die Exis enz eine s ik in la ionsun- abhängigen na ü lichen A bei slosenquo e zu sp echen schein , heo e isch e klä we den kann. Wie kann ai, de Koe izien de In la ionse wa un- gen in de Lohn- bzw. P eisgleichung, sys ema isch un e eins liegen, wenn sich A bei nehme wie A bei gebe ausschließlich an de Reallohnen wick- lung o ien ie en? K ompha d (1984) wa n zu ech da o , E idenz zugun- s en on ai < 1 unbesehen als ,Beweis' ü die Geldillusion de Ta i pa eien zu in e p e ie en: Wäh end nämlich die on ai = 1 implizie e Lohn- und P eisen wicklung „siche lich anges eb " wü de, sei es denkba , daß die Wi scha ssubjek e „die en sp echenden Fo de ungen nich du chse zen können ode wollen (z.B. mi Rücksich au eine be ü ch e e Reak ion de Geldpoli ik)" (S. 638). OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.106.1.63 | Gene a ed on 2023-04-04 12:08:52 Die Phillipsku e bei »in o mie e 4 E wa ungsbildung 69 Daß neue In o ma ionen bzw. sich ände nde E wa ungen bezüglich de kün igen En wicklung des P eisni eaus au dem A bei sma k - ande s als au den Finanzmä k en - nich so o und olls ändig in den beobach e en Ma k p eis eingehen, is in de Ta ein Ke ngedanke de kon ak heo e i- schen A bei sma k li e a u . Mak oökonomische Modelle, die de kon ak - beding en T äghei de Löhne Rechnung agen, üh en denn auch aus- nahmslos zum E gebnis, daß Löhne und P eise un e p opo ional au lau ende Ände ungen de In la ionse wa ungen eagie en, weil in de Ve - gangenhei abgeschlossene Ve äge in die Gegenwa o wi ken. Diese Modelle implizie en alle dings nich , daß die lang is ige Phillipsku e des- wegen eine nega i e S eigung au weis . Vielmeh wi d die lau ende Lohn- ände ung on einem e eil en Lag e gangene In la ionse wa ungen bes imm , de en Koe izien en sich in Abwesenhei on Geldillusion au eins summie en ( gl. Fische (1977), Phelps/Taylo (1977), Taylo (1979)). Da dieses A gumen einleuch end und wohlbekann is , sei es hie nich wei e - e olg . Vielleich nich ganz so o ensich lich is dagegen die An wo au die on K ompha d mi angeschni ene F age, ob sich eine lang is ig allende Phillipsku e e wa dadu ch beg ünden ließe, daß die Wi scha ssubjek e e wa e e Ände ungen de In la ions a e mi Rücksich au be ü ch e e nega i e Beschä igungs olgen nich oll au die Löhne übe wälzen, selbs wenn jede mann kla ealisie , was dies ü die Reallohnen wicklung bedeu e . Siche ich ig is , daß eine konsis en e Modellie ung de Lohn- bildung neben de e wa e en In la ions a e auch de e wa e en A bei s- ma k en wicklung Rechnung agen soll e. Wenn in de Pe iode — 1 die Löhne ü Pe iode e einba we den, mach die A bei slosenquo e u _ i in de Lohngleichung (1) eigen lich nu als p oxy de ü Pe iode e wa e en Beschä igungssi ua ion Sinn. Allgemeine läß sich dahe sch eiben: Diese Gleichung besag , daß die Ta i pa eien eine Reallohnände ung nach Maßgabe de ü die Lau zei de Ta i Ve einba ung e wa e en A bei sma k kons ella ion ans eben. De di ek e Ein luß de e wa e en Gü e p eise au die Löhne is absich lich als p opo ional spezi izie , weil all ällige Beschä igungsgesich spunk e, die eine olle Übe wälzung e wa - e e P eisände ungen au die Löhne als inoppo un e scheinen lassen könn- en, in de e wa e en A bei slosenquo e ue zum Ausd uck kommen. Es s ell sich je z abe die F age, wie sich die E wa ungen bezüglich de A bei sma k en wicklung bilden. Ein ein au o eg essi e Mechanismus wü de allein au e zöge e We e de A bei slosenquo e abs ellen und eine ähnliche Fo mulie ung wie in Gleichung (1) nahelegen. Im Sinne on K ompha d ,in o mie e' Wi scha ssubjek e we den abe neben dem au o eg essi en Elemen e wei e e De e minan en de Beschä igung in ih Kalkül einbeziehen wollen. Insbesonde e we den keynesianisch ,in o - mie e' Wi scha ssubjek e au die o aussich liche En wicklung de Gü e nach age ach en: (1') OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.106.1.63 | Gene a ed on 2023-04-04 12:08:52 70 Oli e Landmann 1 1 (8) + <5 U u Hie bezeichne y die e wa e e Ände ungs a e de nominellen Gesam - nach age, so daß ye ~P als e wa e e eale Nach ageände ung die E wa - ungen de Wi scha ssubjek e bezüglich de Beschä igungsen wicklung bes imm . Du ch Einse zen dieses Ausd ucks in Gleichung (!') esul ie Diese Lohngleichung weis au allende Übe eins immungen mi dem empi ischen Bild au , das K ompha d au ande em Wege, abe eben alls mi Hil e ,in o mie e ' E wa ungen zu e klä en ach e e: Die Löhne ände n sich in Abhängigkei on de a sächlich beobach e en A bei slosen- quo e, und o allem eagie en sie nu un e p opo ional au die e wa e e In la ions a e. De Koe izien on p is kleine als eins, weil die Wi - scha ssubjek e ealisie en, daß Ände ungen de In la ions a e bei gegebe- nem nominellen Nach agewachs um au die eale Nach age und die Beschä igung zu ückwi ken. Fü eine de aillie e e Modellie ung on y als Funk ion de Nach age- poli ik und de au onomen p i a en Nach age läß Gleichung (9) alle Mög- lichkei en o en. Von en scheidende Bedeu ung is dabei, wie g oß die Be ei scha de Geld- und Fiskalpoli ik zu Akkommoda ion in la ionä e En wicklungen eingeschä z wi d. Solange nich e wa e wi d, daß die Behö den jede Ände ung de In la ions a e oll akkommodie en ode soga übe akkommodie en, bleib jeden alls gewäh leis e , daß sich die e wa e e In la ions a e nu pa iell im Lohnwachs um niede schläg . Dami is eine mögliche E klä ung da ü gegeben, daß empi ische Schä zungen de Phil- lipsku e - die no male weise keine lei p oxy ü en hal en - in schein- ba em Wide sp uch zum klassischen Neu ali ä spos ula o ah en, ü die In la ionse wa ungen signi ikan un e eins liegende Koe izien en zu inden. De essen ielle Punk is na ü lich, daß dieses E gebnis keinen lang is i- gen T ade-o zwischen In la ion und A bei slosigkei implizie . Denn wel- che In la ions a e sich auch imme im s eady S a e eins ellen mag, sie kann nu dann Bes and haben und is nu dann mi eine gleichbleibenden A bei slosenquo e e einba , wenn sie mi de nominellen Wachs ums a e de Volkswi scha übe eins imm .5 En sp echend den Mindes an o de un- gen, die wi oben an ,in o mie e' E wa ungen ges ell haben, müssen des- halb im s eady s a e auch die e wa e en Ra en des P eis- und Nach age- wachs ums, pe und y , einande gleich sein. Und da sich in de Lohnglei- chung (9) die Koe izien en diese beiden Ände ungs a en zu eins sum- mie en, esul ie dieselbe lang is ig e ikale Phillipsku e, wie sie oben du ch ai = 1 in Gleichung (1) implizie wa . 5 Es sei da an e inne , daß wi ein achhei shalbe kons an es A bei sangebo und kons an e A bei sp oduk i i ä un e s ell haben. Im allgemeine en Fall bleiben die Schluß olge ungen dieses Abschni s mu a is mu andis e hal en. (9) w = a0 (u -i - u + (1 - a0ö)pe + a06ye . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.106.1.63 | Gene a ed on 2023-04-04 12:08:52