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Hauptsächliche Determinanten von Wirtschaftsordnungen

Peters, Hans-Rudolf

Abstract

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Full text

Pe e s, Hans-Rudol A icle Haup sächliche De e minan en on Wi scha so dnungen Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en (ZWS) - Vie eljah essch i de Gesellscha ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en, Ve ein ü Socialpoli ik P o ided in Coope a ion wi h: Duncke & Humblo , Be lin Sugges ed Ci a ion: Pe e s, Hans-Rudol (1973) : Haup sächliche De e minan en on Wi scha so dnungen, Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en (ZWS) - Vie eljah essch i de Gesellscha ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en, Ve ein ü Socialpoli ik, ISSN 0342-1783, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 93, Iss. 4, pp. 385-409, h ps://doi.o g/10.3790/schm.93.4.385 This Ve sion is a ailable a : h ps://hdl.handle.ne /10419/291316 S anda d-Nu zungsbedingungen: Die Dokumen e au EconS o dü en zu eigenen wissenscha lichen Zwecken und zum P i a geb auch gespeiche und kopie we den. Sie dü en die Dokumen e nich ü ö en liche ode komme zielle Zwecke e iel äl igen, ö en lich auss ellen, ö en lich zugänglich machen, e eiben ode ande wei ig nu zen. So e n die Ve asse die Dokumen e un e Open-Con en -Lizenzen (insbesonde e CC-Lizenzen) zu Ve ügung ges ell haben soll en, gel en abweichend on diesen Nu zungsbedingungen die in de do genann en Lizenz gewäh en Nu zungs ech e. Te ms o use: Documen s in EconS o may be sa ed and copied o you pe sonal and schola ly pu poses. You a e no o copy documen s o public o comme cial pu poses, o exhibi he documen s publicly, o make hem publicly a ailable on he in e ne , o o dis ibu e o o he wise use he documen s in public. I he documen s ha e been made a ailable unde an Open Con en Licence (especially C ea i e Commons Licences), you may exe cise u he usage igh s as speci ied in he indica ed licence. h ps://c ea i ecommons.o g/licenses/by/4.0/ Haup sächliche De e minan en on Wi scha so dnungen Von Hans-Rudol Pe e s, Bonn I. P oblems ellung Zu den Funk ionen de Wi scha so dnungs heo ie gehö es, aus de Fülle de ökonomischen E scheinungen und Beein lussungs ak o en die- jenigen De e minan en, die eine Wi scha so dnung im Ke n p ägen, he auszudes illie en. Nach Wal e Euchen gil es, aus de komplexen ökonomischen Wi klichkei e mi els „poin ie end-he o hebende Ab- s ak ion" alle diejenigen „ einen, ideal ypischen Wi scha s o men" zu inden, „aus denen sich in Gegenwa und Ve gangenhei die kon- k e en Wi scha so dnungen zusammense z en und zusammense zen"1. Hensel, ü den eine Wi scha so dnung „jede zei zumindes ein si - liches, ein ech liches und ein mo phologisches Gebilde (is )"2, ha o allem die mo phologischen Fak o en he ausgea bei e . E ha deu lich gemach , daß Wi scha so dnungen un e mo phologischem Aspek Kombina ionen mögliche O dnungs o men, insbesonde e de Planung, abe auch des Eigen ums, de Un e nehmen, de be ieblichen E gebnis- echnung, de Geld- und Wäh ungso dnung, de P eisbildung und de Mä k e sind. Thalheim ha einen S uk u ka alog sys em ypische Me k- male on Wi scha so dnungen au ges ell , de neben de Eigen ums- o dnung, dem Lenkungssys em, de P eisbildung sowie dem We bewe b und den Ma k o men als wei e e Elemen e die Ziele des Wi scha ens, die T äge und Fo men de Ini ia i e im Wi scha sleben, die A en und Fo men de Einkommens e eilung, die Funk ion des Geldes, des K edi s und de Banken sowie de Rolle de außenwi scha lichen Beziehungen en häl . Fe ne nenn Thalheim olgende ökonomisch ele- an e soziale Me kmale: Um ang und A de eingebau en sozialen Siche ungen, die O ganisa ionen des A bei sma k es, die A bei s e - assung und die Be iebs e assung3. De o genann e S uk u ka alog en häl keine olls ändige Au zählung alle möglichen S uk u kompo- 1 Wal e Euchen: Die G undlagen de Na ionalökonomie. 6. Au l. Be lin, Gö ingen, Heidelbe g 1950. S. 72. 2 K. Paul Hensel: G undgese z — Wi scha so dnungen. ORDO, Bd. XIV (1963), S. 48. 3 Ka l C. Thalheim: Sys em ypische Me kmale on Wi scha so dnungen. In: Helmu A nd (H sg.): Sozialwissenscha liche Un e suchungen. Ge ha d Alb ech zum 80. Gebu s ag. Be lin 1969. S. 332 . 25 Zei sch i ü Wi scha s- u. Sozialwissenscha en 93,4 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.93.4.385 | Gene a ed on 2023-04-04 11:49:21 386 Hans-Rudol Pe e s nen en und keine o dnungsp ägende Rang olge de Bes immungs ak o- en, sonde n dem Ve asse kam es — wie e be on — p imä da au an, Schwe punk e zu se zen. Zum Zwecke de Cha ak e isie ung on Wi scha so dnungen und ü Wi scha ssys em e gleiche is es jedoch unen beh lich, eine gewisse Rang olge de haup sächlichen Bes immungs ak o en o zunehmen. Die Fes legung eine Rang olge is auch möglich, wenn man — wie on Hensel o geschlagen4 — zwischen kons i u i en und akziden ellen Be- s immungs ak o en un e scheide . Im olgenden we den deshalb die haup sächlichen De e minan en on Wi scha so dnungen sys ema i- sie und hinsich lich ih e o dnungsp ägenden K a klassi izie . Ausgegangen wi d dabei on eine beg i lichen Abg enzung, die Wi scha so dnung de inie als Gesam hei de e wi klich en mo pho- logischen und ins i u ionellen O dnungselemen e sowie de ech lichen Rahmenbedingungen, die ü die Wi scha sp ozesse und die Wi - scha sen wicklung bes immend sind. II. A en de Bes immungs ak o en Aus de komplexen ökonomischen Wi klichkei und de en iel äl igen Beein lussungs ak o en lassen sich einige A en on O dnungskompo- nen en he ausdes illie en, die eils „gewachsene" und eils „gese z e" O dnungselemen e (Euchen) en hal en. Wäh end die Wi scha so dnun- gen de gegenwä igen En wicklungslände eilweise noch s a k du ch gewachsene O dnungselemen e — wie beispielsweise Si e und T adi ion — gep äg sind, we den die Wi scha so dnungen de ei en Indus ie- wi scha en egelmäßig s ä ke du ch gese z e O dnungs ak o en o - wiegend ech liche und o ganisa o ische A beein luß . Bes immungs ak o en on Wi scha so dnungen si liche: z. B. Si e, T adi ion, A bei se hos geis ige: z.B. O dnungsideen, wi scha spoli ische Lei bilde , wi - scha swissenscha liche E kenn nisse mo phologische: z. B. Fo men de Planung und Lenkung, Fo men de Ve ü- gungsgewal übe P oduk ionsmi el, Fo men de Mä k e und Ve so gungszen en, Un e nehmens o men, Geldsys eme ech liche: z. B. Wi scha s Ve assung, sons ige wi scha s ele an e Bes immungen ins i u ionelle: Ve bände, F eie Gewe kscha en, Unabhängige No enbank 4 K. Paul Hensel: Das Ve häl nis on Alloka ions- und Wi scha ssys e- men. In: E ik Boe che (H sg.): Bei äge zum Ve gleich de Wi scha s- sys eme. Seh . d. Ve . . Socialpol. N. F. Bd. 57. Be lin 1970. S. 42. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.93.4.385 | Gene a ed on 2023-04-04 11:49:21 Haup sächliche De e minan en on Wi scha so dnungen 387 III. Kons i u i e und akziden elle Bes immungs ak o en Die zahl eichen Fak o en, die eine Wi scha so dnung o men bzw. mi o men, sind in ih e P ägek a nich gleichwe ig. Die gegenwä i- gen Wi scha so dnungen alle einige maßen en wickel en Volkswi - scha en weisen in de Regel kons i u i e O dnungselemen e sachliche , ech liche und geis ige A au , die sie im Ke n p ägen, und solche O dnungs o men, die nu akziden ell o dnungspoli ische Fo mk a haben. Bes immungs ak o en on Wi scha so dnungen kons i u i e Fak o en: sachliche: Fo men gesam wi scha liche Lenkungs- und Koo dinie ungs- sys eme ech liche: Wi scha s e assung geis ige: o he schende O dnungsideen, wi scha spoli ische Lei bilde akziden elle Fak o en: Fo men de P eisbildung, A en de In e essenkon olle und Ha ung, Bescha - enhei de Tausch- und Ve so gungszen en, Un e nehme - und Ve bände- ypen, Geld- und Wäh ungso dnung, Fö de ungs o men de Einkommens- und Ve mögensbildung Abschließende Ka aloge on S uk u elemen en, nach denen sich Wi - scha so dnungen ein ü alle Male bes immen lassen, sind nich möglich. Es is denkba , daß die kons i u i en Bes immungs ak o en on Wi - scha so dnungen de Ve gangenhei und Gegenwa kün ig zu akziden- ellen Fak o en he absinken und umgekeh heu ige e gänzende De e - minan en zu wesen lichen Un e scheidungsme kmalen on Wi scha s- o dnungen we den. Se z sich beispielsweise eines de beiden pola en Lenkungs- und Koo dinie ungssys eme in Ve bindung mi de jeweils ypischen A de Ve ügungsgewal übe P oduk ionsmi el allgemein du ch, so müß en ü g aduelle Un e scheidungen on konk e en Wi - scha so dnungen e en uell heu e noch als akziden ell angesehene Fak- o en he angezogen we den. Alle dings gib es kaum undie e An- hal spunk e da ü , daß die beiden sachlich kons i u i en De e minan en de gegenwä igen Wi scha so dnungen — nämlich die Fo men de Lenkungs- und Koo dinie ungssys eme sowie die A en de Ve ügungs- gewal übe P oduk ionsmi el — in absehba e Zei ih e o dnungs- p ägende K a e lie en we den. Die mannig achen Kon e genz heo- ien, die eine Angleichung de Lenkungs- und Koo dinie ungssys eme on ma k wi scha lich und zen al e wal ungswi scha lich o ien ie - en Sys emen p ognos izie en, basie en meis au o wiegend echno- k a ischen Angleichungs endenzen (sys emneu ale Technik, Planungs- no wendigkei en) und e nachlässigen die undamen alen gesellscha s- poli ischen Zielun e schiede und e es ig en He scha ssys eme. 25* OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.93.4.385 | Gene a ed on 2023-04-04 11:49:21 388 Hans-Hudol Pe e s Die Wandelba kei kons i u i e Fak o en zeig sich da an, daß O d- nungselemen e, wie beispielsweise Si e und T adi ion, die in ühe en Epochen de Wi scha sgeschich e s a k p äg en und deshalb als kon- s i u i gal en, heu e kaum noch ü die en wickel en Indus iegesell- scha en nennenswe e o dnungsp ägende K a haben. IV. Sachlich kons i u i e Fak o en 1. Gesam wi scha liche Lenkungs- und Koo dinie ungssys eme Ein gesam wi scha liches Lenkungs- und Koo dinie ungssys em ha mik oökonomisch die Au gabe, die Pläne und Handlungen de Wi - scha ssubjek e im a bei s eiligen Wi scha sp ozeß so au einande ab- zus immen, daß das Ziel allen Wi scha ens — nämlich die Gü e - knapphei en zu übe winden — e eich wi d. Da übe hinaus muß es mak oökonomisch da ü so gen, daß die Wi scha sen wicklung mög- lichs s e ig, d. h. ohne ex eme Ausschläge — die in ma kwi scha - lich o ien ie en O dnungen in Fo m on Rezessionen ode Konjunk u - übe hi zungen sich ba we den — e olg . Manchmal wi d einem gesam - wi scha lichen Lenkungs- und Koo dinie ungssys em auch noch eine Funk ion au de mesoökonomischen Ebene (B anchenebene) zugesch ie- ben, indem es indika i ode impe a i dahin wi ken soll, daß sek o ale P og ammie ungsziele ü bes imm e Wi scha szweige e eich we den. Neben den in de Reali ä — wenngleich ni gends in olle Reinhei — o indba en zwei G und o men on Lenkungs- und Koo dinie ungs- sys emen — nämlich dem ma k wi scha lichen und dem zen al e - wal ungswi scha lichen Sys em — sind heu e zwei wei e e Lenkungs- sys eme ak uell, und zwa das global- und das sek o alges eue e ma k - wi scha liche Sys em. Das globalges eue e ma k wi scha liche Sys em is dadu ch cha ak- e isie , daß die Lenkung und Koo dinie ung de mik oökonomischen Rela ionen zwa p imä übe den Ma k - und P eismechanismus e olg , die mak oökonomischen K eislau g oßen jedoch s aa liche sei s global so beein luß we den5, daß ex eme Konjunk u lagen e mieden we den sollen. In einem sek o alges eue en ma k wi scha lichen Sys em wi d die mik oökonomische Ma k lenkung und -koo dinie ung du ch eine s aa liche indika i e Planung de B anchens uk u und sek o alen En - wicklung beein luß . 5 Da mak oökonomische K eislau g ößen in Fo m on s a is ischen Agg e- ga - ode Du chschni sg ößen — wie beispielsweise die Gesam nach age ode das olkswi scha liche In es i ions olumen — nich di ek ges eue we den können, we den sie indi ek und global übe eine o he unbes imm e Zahl bes imm e Mik og ößen, wie z. B. das Konsum e hal en iele Haushal e ode die In es i ionsneigung zahl eiche Un e nehmen, beein luß . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.93.4.385 | Gene a ed on 2023-04-04 11:49:21 Haup sächliche De e minan en on Wi scha so dnungen 389 2. Ve ügungsgewal übe P oduk ionsmi el T äge de Ve ügungsgewal übe P oduk ionsmi el können P i a - leu e, A bei skollek i e ode ö en liche Bediens e e sein. P i a e Eigen- üme ech e an P oduk ionsmi eln können G undlage ü die Ve - ügungsgewal übe P oduk ionsmi el sein. In de Reali ä haben jedoch iele Ve ügungsbe ech ig e — wie z. B. anges ell e Un e nehmens- manage ode Bediens e e im ö en lichen Diens — keinen S a us als P i a eigen üme . G undsä zlich läß sich zwischen eie und besch änk e Ve ügungs- gewal , die in e wa mi p i a e und ö en liche Ve ügungsgewal übe P oduk ionsmi el ko espondie , un e scheiden, ö en liche Ve - ügungsgewal übe P oduk ionsmi el lieg o , wenn die Disposi ions- be ech ig en in ih en ökonomischen En scheidungen hinsich lich des Einsa zes, de Ve meh ung und des Ve kau s on P oduk ionsmi eln nich ei sind, sonde n sich nach Weisungen be iebs emde — zu- meis s aa liche ode poli isch-gesellscha liche — O gane ich en müs- sen. P i a e Ve ügungsgewal beding , daß die Be iebso gane g und- sä zlich ei, d. h. ohne Einmischung be iebs emde S ellen übe P oduk ionsmi el disponie en können. Die Mi bes immung de be iebseigenen A bei nehme in eine P i a - ech so dnung ände am Cha ak e p i a e Ve ügungsgewal übe P oduk ionsmi el, die in diesem Falle on Kapi aleigne n ode on diesen eingese z en Manage n und be iebseigenen A bei nehme n ge- meinsam ausgeüb wi d, g undsä zlich nich s. Wi d jedoch Mi en schei- dung und Mi bes immung in den P i a un e nehmen du ch be iebs- emde Funk ionä e de Gewe kscha en ode poli isch-gesellscha liche Ins i u ionen ausgeüb , so wandel sich bei übe wiegende F emdbe- s immung de Un e nehmensen scheidungen die ehemals p i a e in eine ö en liche Ve ügungsgewal übe P oduk ionsmi el. V. In e dependenzen zwischen Lenkungssys em und Ve ügungsgewal Zwischen den beiden sachlich kons i u i en Bes immungs ak o en on Wi scha so dnungen bes ehen enge Zusammenhänge. Ein ma k wi - scha liches Lenkungs- und Koo dinie ungssys em se z in jedem Falle dezen ale und ökonomisch uneingesch änk e Ve ügungsgewal übe P oduk ionsmi el o aus, wie sie e ah ungsgemäß nu bei p i a en Ve ügungsbe ech ig en gegeben is . Ve wal en ö en liche Bediens e e ode Angehö ige poli isch-gesellscha liche O gane alle ode den übe - wiegenden Teil de P oduk ionsmi el dezen al — z. B. au kommuna- OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.93.4.385 | Gene a ed on 2023-04-04 11:49:21 390 Hans-Rudol Pe e s le Ebene —, so is das K i e ium de eien Ve ügungsgewal übe P oduk ionsmi el zumeis nich e üll . In de Regel sind die Hand- lungen de jenigen, denen de S aa die Ve wal ung de s aa s- ode olkseigenen P oduk ionsmi el an e au ha , an spezi isch ech liche Bes immungen und Diens anweisungen o gese z e be iebs emde O gane gebunden, die ih en Ak ionsspiel aum besch änken. Dies zeig sich beispielsweise da an, daß es den Ve wal e n on s aa s- ode olks- eigenen P oduk ionsmi eln du chweg nich e laub is , diese nach eigenem Gu dünken zu e kau en ode einen Be ieb ohne Einwilli- gung o gese z e S ellen au zulösen. Ein zen al e wal ungswi scha liches Lenkungs- und Koo dinie- ungssys em unk ionie egelmäßig nu dann, wenn die Zen als elle auch die Ve ügungsgewal übe P oduk ionsmi el ha , weil ande en- alls p i a e Ve ügungsbe ech ig e jede zei den Zen alplan du ch au onome En scheidungen du chk euzen könn en. In allen Wi scha so dnungen de Gegenwa inden sich sowohl Elemen e ma k wi scha liche und zen al e wal ungswi scha liche Lenkungs- und Koo dinie ungssys eme als auch Fo men de p i a en und ö en lichen Ve ügungsgewal übe P oduk ionsmi el nebenein- ande . En scheidend ü den Cha ak e de Wi scha so dnung is die jeweilige Dominanz de einen ode ande en Fo m des Lenkungs- und Koo dinie ungssys ems und de Disposi ionsgewal an P oduk ions- mi eln. Aus dem Sachzwang he aus endie en zen al e wal ungswi scha - lich o ien ie e Lenkungs- und Koo dinie ungssys eme dazu, sich domi- nan mi ö en liche Ve ügungsgewal übe P oduk ionsmi el zu e - binden, wäh end ma k wi scha lich o ien ie e Sys eme p i a e unein- gesch änk e Ve ügungsgewal übe P oduk ionsmi el dominie end be- dingen. E ah ungsgemäß inde abe auch do , wo A bei skollek i e — wie bei de A bei e selbs e wal ung in Jugoslawien6 — besch änk e Ve ügungsgewal übe die o mal in Gemeineigen um s ehenden Be- iebe in Fo m eines a bei skollek i en Un e nehmensnu zungs ech es ausüben, eine beg enz e Ma k lenkung und -koo dinie ung s a . Die G enzen de Ma k koo dinie ung we den hie du ch den G ad de gesellscha lichen F emdbes imm hei de Disposi ionsgewal de A - bei skollek i e gezogen. Im olgenden we den gegenwä ig ypische Kombina ionen on Fo - men gesam wi scha liche Lenkungs- und Koo dinie ungssys eme mi den A en de Ve ügungsgewal übe P oduk ionsmi el da ges ell . 6 Vgl. Hans-Rudol Pe e s: Wandlungen und Beha ungs endenzen ös liche Wi scha ssys eme — da ges ell am sowje ischen und jugoslawischen Wi - scha ssys em. Wi scha spoli ische Ch onik, 19. Jg. (1970), H. 2, S. 32 . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.93.4.385 | Gene a ed on 2023-04-04 11:49:21 Haup sächliche De e minan en on Wi scha so dnungen 391 < h < PQ bJO - § all • H ß 3 <d S o pH IS] o ^ 0. 10 Ö <D O s 2 gl -O « 2 uO PM 2 jS .a £ ö _ 3 Ü S > 0 Ö 1 co üD = |l «M o o ^ > a; TJ TS o a; ^ ^ o aj 5- u CO CO PQ PQ CO £ Q) b l CO UO Ö PQ I üD Ö OJ <D O £ •p s lü " .3 2 2 8 $ gac P.SN a> > CO 'S g Ö i CO uo Ö <u * S3 CO CO •SS SS O Q) Q co 'S CO CO w h 3 öü 6 Ö 2 O Ö « Q 3 w üO Ö I 3 SS S <D g CO O •8 a> • 5 Ms-Io . < «i- (7-1 •O - ^ « Sh q S-SS • 3 Ph I -ö 8 ? CD C ^ _ s-8 ö 'S "S a; Ä ^ £ i jQ i CO 2 h i> :Q CO >> -IC <u a? .•8* T3 (L> +-» LL S löSb »-I -H <D -M 0-1 ^ u " g-Sg E 8'S "3 H > :0 Ö 60> im ¡3 II i-öölSllö üo ö -Q i £ £ > ,Q :Q ^ " ^ CO ."öl Sil K3 ^ S S-go ü <u -M o S5 2 ö > i-i co ^ w £ -g ^ g co «ji N C H ^ ^ o B og SÄ l'g co o Ig- <u •S » - co O -jh .pH | +1<H > 'S H CO > CO <D 'S o S W § jj-P ^ W Jj JA 0% (D 3 ' CO ^H J-l CO o CO i» <D g-S 'S ^ W) Ö J-l ^ (Ii" u CO CO g o ^ S CO üD ^ wPU a l I & SS •M pQ •1- /- I I Q I-Is«« 9 2 >•8 jg-öS Ph co üO ^ © aT • SP^ w C ^ i ¿j ^ .äS'd« J> 3 in DQ »> W O O OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.93.4.385 | Gene a ed on 2023-04-04 11:49:21 392 Hans-Rudol Pe e s Wi scha so dnungen, in denen p i a e Ve ügungsgewal übe P o- duk ionsmi el o he sch , lassen sich als p i a kapi alis ische O d- nungen und diejenigen, in denen sich o wiegend ö en liche Ve - ügungsgewal — en wede in s aa liche ode gesellscha liche Fo m — inde , als sozialis ische O dnungen kennzeichnen. Du ch Kombina ion de gegenwä ig ak uellen Lenkungs- und Koo di- nie ungssys eme mi den o handenen A en de Ve ügungsgewal übe P oduk ionsmi el kann man die heu e ak uellen Wi scha s- o dnungen cha ak e isie en. De Einwand, daß zu Cha ak e isie ung on Wi scha so dnungen das K i e ium de Lenkungs- und Koo dinie ungssys eme deshalb aus- eiche, weil da in be ei s die jeweilige A de Ve ügungsgewal übe P oduk ionsmi el eingeschlossen sei, geh ehl. Das jeweilige Lenkungs- und Koo dinie ungssys em in ol ie nämlich lediglich die zen ale ode dezen ale Disposi ionsgewal , nich jedoch die ö en liche ode p i a e Ve ügungsgewal übe P oduk ionsmi el. Dezen ale ö en - liche Disposi ionsgewal übe P oduk ionsmi el — z. B. in Fo m eine du chgehend kommunalisie en Wi scha s üh ung — is ganz e was ande es als dezen ale p i a e Ve ügungsgewal . In de P axis de jugoslawischen A bei e selbs e wal ung ha sich das zei weise s a ke Mi sp ache ech de Kommunalbehö den übe wiegend nega i au das anges eb e ma k wi scha liche Lenkungs- und Koo dinie ungssys em ausgewi k , weil sach emde unökonomische Ein lüsse den Lenkungs- mechanismus beein luß en. Das ma k wi scha lich o ien ie e Lenkungs- und Koo dinie ungssys em in F ank eich, das ebenso wie in Jugosla- wien du ch eine indika i e S eue ung b anchenmäßige und egionale Rela ionen e gänz wi d, is bishe in olge de noch übe wiegend p i- a en Ve ügungsgewal übe P oduk ionsmi el7 wenige sach emden Ein lüssen ausgese z gewesen als dasjenige in Jugoslawien. VI. Rech lich kons i u i e Fak o en 1. Wi scha s e assung Die Wi scha s e assung im wei en Sinne is de Teil de Wi - scha so dnung, de alle Rech sno men und da on abgelei e e Ve hal- ens egeln ü das Wi scha sleben um aß . Zu eigen lichen Wi - 7 Alle dings da nich e kann we den, daß die Neigung de s aa lichen Plane bei eine sek o alen P og ammie ung g oß is , den s aa lichen P oduk- ionssek o — de z. B. in F ank eich schon beach lich is — zum Zwecke de leich e en Di igie ba kei au die indika i gese z en Ziele hin wei e auszu- dehnen. Nähe es übe die P oblema ik de anzösischen P og ammie ung gl. Hans- Rudol Pe e s: G undzüge sek o ale Wi scha spoli ik. F eibu g i. B sg. 1971. S. 195 . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.93.4.385 | Gene a ed on 2023-04-04 11:49:21 Haup sächliche De e minan en on Wi scha so dnungen 399 ze s euen sowie P i ilegien in Fo m on We bewe bsbesch änkungen abzubauen, is in sich im höchs en Maße sozial, weil es auch den sozial Schwäche en, insbesonde e den Konsumen en, o p eisliche Ausbeu ung schü z . Auch bei de wi scha spoli ischen Konzep ion de „Globalges eue en Ma k wi scha ", die e gänzend zu We bewe bswi scha im mik o- ökonomischen Be eich eine den Konjunk u e lau e s e igende Global- s eue ung (ak i e Konjunk u poli ik) im mak oökonomischen Be eich e lang , kla Konzep ansp uch und konjunk u elle Wi klichkei manchmal auseinande . Die P axis de Globals eue ung zeig , daß die Regen en zwa schnell be ei sind, eine müde Konjunk u du ch Aus- geben des Geldes ande e Leu e, nämlich de S eue zahle , ode du ch S aa s e schuldung wiede in T ab zu b ingen, abe sich scheuen, eine galoppie ende Konjunk u in uhige e Bahnen zu lenken, weil dies nu du ch unpopulä e Maßnahmen wie Budge kü zungen, be is e e S eue e höhungen (Konjunk u zuschläge) und ande e in es i ions- und nach agedämp ende Maßnahmen e eichba is . Die p ak izie e Kon- junk u poli ik iele wes liche Indus iena ionen wi d behe sch on dem Dilemma zwischen anges eb e „ewige Hochkonjunk u " und „kommandie em Wachs um" (L. Albe Hahn) eine sei s und dem P oblem de Gelden we ung ande e sei s. Bishe is meis das Keynes- sche Rezep de „Liquidie ung de Hochkonjunk u nach oben" mi de Folge angewand wo den, daß de Geldwe sank und sich die schlei- chende In la ion o se z e16. VIII. Akziden elle Fak o en 1. Fo men de P eisbildung Das Lenkungssys em eine ollkommenen Ma k wi scha be uh au eine de iu e und de ac o eien Ma k p eisbildung, wäh end in de o alen Zen al e wal ungswi scha alle P eise adminis a i es ge- se z we den. In un ollkommenen Wi scha so dnungen17 exis ie en meis meh e e Fo men de P eisbildung nebeneinande . So inde man in un ollkommenen Ma k wi scha en neben de dominie enden eien P eisbildung au den meis en Mä k en auch pa iell adminis a i ge- bundene P eise, wie z. B. au den Sek o en des Ve keh s, des Nach- ich enwesens sowie de Wasse - und Ene gie e so gung. In sozialis i- schen un ollkommenen Zen al e wal ungswi scha en gib es neben 16 Vgl. L. Albe Hahn: Ewige Hochkonjunk u und kommandie es Wachs- um. Tübingen 1967. 17 Vgl. Hans-Rudol Pe e s: O dnungs heo e ische Ansä ze zu Typisie ung un ollkommene Wi scha so dnungen. Hamb. Jb. . W.- u. Gesellscha spol., 18. Jg. (1973). OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.93.4.385 | Gene a ed on 2023-04-04 11:49:21 400 Hans-Rudol Pe e s den o he schenden s aa lichen Planp eisen, die nach de Ma xschen We leh e au de G undlage des gesellscha lich no wendigen A bei s- au wandes adminis a i geplan und es gese z we den, e einzel auch noch ungebundene P eise. Ein Beispiel da ü sind die sogenann en Kolchosmä k e in de Sowje union, au denen die Kolchosbaue n die Ube schüsse übe die s aa lichen P lich ablie e ungen und die au dem kleinen Res des p i a genu z en Ho landes e zeug en landwi scha - lichen E zeugnisse ei e kau en können. Adminis a i es gese z e P eise kommen als Fes -, Mindes -, Höchs -, Mindes -Höchs - (Von-bis-P eise) und Rich p eise o . Die Fes se zung on B anchen es p eisen, wie beispielsweise ü be- s imm e Gü e e keh sleis ungen in de Bundes epublik Deu schland, is ein schwe wiegende Eing i in das Ma k geschehen und schließ bei s ändige Wiede holung den be e enden Sek o wei gehend aus de ma k wi scha lichen Gesam o dnung aus. Um den Ve keh wiede an die Ma k wi scha he anzu üh en, ach e neue dings die s aa liche Genehmigungsbehö de s ä ke da au , daß die im ins i u ionellen Ta i - bildungs e ah en om Ve keh sgewe be und de e ladenden Wi - scha kollek i ausgehandel en Be ö de ungsp eise im gewe blichen Gü e k a - und Binnenschi s e keh möglichs als Mindes -Höchs - p eise (Ma gen a i e) beschlossen und s aa liche sei s in K a gese z we den, dami die Ma k k ä e wenigs ens einen Spiel aum inne halb de Un e - und Obe g enzen de Ma gen a i e haben. T o z alledem da man sich nich de Ho nung hingeben, daß die kollek i en P eis- e handlungen de bila e alen Zwangska elle im Gü e e keh zu „ma k ge ech en Be ö de ungsen gel en"18, wie es die Ve keh s- gese ze e langen, üh en. Die ins i u ionalisie en G uppen e hand- lungen sind keine Ma k al e na i e19. In de Regel dienen s aa liche Mindes p eise dem Schu z de P odu- zen en und Anbie e , wäh end adminis a i e Höchs p eise die Ve b au- che und Nach age schü zen sollen. Se z de S aa zahl eiche P eise übe Ma k ni eau in de Absich es , den Anbie e n eine „nich ma k - ge ech e" Mindes p eisga an ie au höhe em Ni eau zu geben, so kann dies ein deu liches Zeichen ü eine anbie e p o ek ionis ische und dem- en sp echend e b auche eindliche Wi scha so dnung sein. Umgekeh 18 De Beg i „ma k ge ech e Be ö de ungsen gel e", de sich im de zei ig ü die BRD gel enden Gü e k a e keh sgese z und im Gese z übe den ge- we blichen Binnenschi s e keh inde , wi d in de Regel in dem Sinne in e - p e ie , daß es sich um En gel e handel , die zwa auße halb des Ma k es gebilde we den, abe den Ma k e häl nissen in e wa en sp echen (dem Ma k e „ge ech " we den). 19 Vgl. Hans-Rudol Pe e s: Sind G uppen e handlungen eine Ma k al e - na i e? Zu Theo ie kollek i e P eis e handlungen bila e ale Zwangska - elle. Schm. Jb., 91. Jg. (1971), S. 641 . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.93.4.385 | Gene a ed on 2023-04-04 11:49:21 Haup sächliche De e minan en on Wi scha so dnungen 401 kann de S aa du ch Fes se zung on Höchs p eisen au Kos enni eau den P oduzen en den Gewinnan eiz nehmen, so daß die Ge ah on P oduk ionseins ellungen und Angebo s e knappungen he au beschwo- en wi d. Un e bindliche Rich p eise, die de S aa zu O ien ie ung de Ma k pa eien es se z , beein lussen den Ma k p ozeß höchs ens psychologisch. Gene ell läß sich es s ellen, daß Um ang und Ausges al ung de s aa lichen P eisbildung eine Wi scha so dnung mi o men können. 2. A en de In e essenkon olle und Ha ung Wi scha en is s e s in e essenmo i ie . Mi Hensel läß sich es - s ellen, daß es ü jede Wi scha so dnung nö ig is , „die In e essen als bewegende K a des Wi scha ens anzu eizen und zu ak i ie en, sie abe zugleich auch genügend wi ksam zu kon ollie en, um sie in den Diens de Gesam in e essen zu zwingen"20. Geh man da on aus, daß Ve so gungs-, E we bs- und Gewinns eben im Eigenin e esse de Wi scha ssubjek e liegen und sich die jeweiligen In e essen egelmäßig nu du ch Aus ausch on Leis ungen e wi klichen lassen, so wi d deu - lich, daß sich im all äglichen Wi scha s e keh die In e essen de Wi - scha ssubjek e gegensei ig kon ollie en und in Schach hal en. Vo aus- gese z , es he schen in eine Volkswi scha Ve ags eihei (mi de Ausnahme, diese ü We bewe bsbesch änkungen zu benu zen), Gewe - be- sowie Konsum eihei , und es exis ie eine unk ions ähige We be- we bso dnung, so we den de a bei s eilige Wi scha sp ozeß du ch die zu ih e Ve wi klichung hins ebenden In e essen de Wi scha s- subjek e koo dinie sowie die Einzelin e essen du ch den We bewe b kon ollie und somi da on abgehal en, sich zu Las en de Gesam - bzw. Sozialin e essen — wie Hensel es nenn 21 — zu e wi klichen. Is dagegen de We bewe b du ch P eis- und Quo enka elle besch änk , so ealisie en sich die pa iellen G uppenin e essen de Ka ellmi glie- de meh ode wenige au Kos en de Ma k gegensei e, o allem de uno ganisie en Ve b auche scha . Es zeig sich also, daß de O d- nungsmechanismus de In e essenkon olle in eine ma k wi scha lich o ien ie en O dnung nu dann unk ionie , wenn wi scha liche Mach e hinde ode e en uell unau lösba e Mach gebilde du ch eine s enge Mißb auchsau sich zu we bewe bsanalogem Ve hal en gezwungen we den. Eine b ei e S euung des P i a eigen ums und de ha enden Ve - ügungsgewal übe P oduk ionsmi el wi k ökonomische Ve mach ung, die sich de Kon olle du ch den We bewe b meh ode wenige en - 20 Hensel: Das Ve häl nis on Alloka ions- und Wi scha ssys em, S. 40. 21 De s.: A . Ma k o dnung. In: HdSw. 7. Bd. Gö ingen 1961. S. 162. 26 Zei sch i ü Wi scha s- u. Sozialwissenscha en 93,4 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.93.4.385 | Gene a ed on 2023-04-04 11:49:21 402 Hans-Rudol Pe e s ziehen kann, en gegen. Häu ig wi d die Funk ion des P i a eigen ums als Mi el de Mach dispe sion und dami de e ek i en In e essen- kon olle übe sehen ode aus ideologische Ve blendung ge ing geach e . Eine Ve gesellscha ung de P oduk ionsmi el, die meis in de P axis zu eine Aneignung de Ve ügungsgewal du ch S aa s- und Pa ei- unk ionä e und dami zu Kumulie ung on poli ische und ökonomi- sche Mach üh , mach die In e essenkon olle wei aus schwie ige . In sozialis ischen Zen al e wal ungswi scha en, in denen es an de lau los unk ionie enden In e essenkon olle du ch den Ma k we be- we b ehl , müssen die ökonomisch-ma e iellen In e essen de lei enden Funk ionä sschich und de Masse de We k ä igen beispielsweise du ch P ämien ange eiz und du ch s aa lich-bü ok a ische Übe wachung kon- ollie we den. Es is ein Cha ak e is ikum de Wi scha s- und Gesell- scha so dnung zen al e wal ungswi scha lich o ien ie e S aa en, daß s ändig eine — e glichen mi konk e en Ma k wi scha en — ela i g oße Zahl on Kon olleu en das Wi scha - und Gesellscha s- leben übe wach und mi meh ode wenige E olg ü die Einhal ung de P oduk ionsno men de Be iebe und de Leis ungsno men de a - bei enden Menschen so g . Mi de In e essenkon olle eng e bunden is das P oblem de Ha - ung. In jede Wi scha so dnung muß da ü geso g we den, daß die jeweiligen En scheidungs äge ü ih e En scheidungen adäqua ha en, weil nu so eine so g äl ige Disposi ion und Kombina ion de knappen P oduk ions ak o en e eich wi d. Als Ha ungsmi el können bei- spielsweise de ma e ielle Besi z, das be u liche Fo kommen ode de Au s ieg im S aa s- und Pa eiappa a dienen, wie dies bei oll mi ih em Ve mögen ha enden Un e nehmenseigen üme n, e olgsabhän- gigen Manage n de P i a indus ie ode zu wi scha lichen No men- e üllung e p lich e en S aa s unk ionä en zu e en kann. Je nach Um ang, In ensi ä und A de Ha ung im ökonomischen Be eich e häl die jeweilige Wi scha so dnung ein ande es Gesich . Funk ions ähige O dnungen ma k wi scha lichen Typs müssen du ch- weg einzelha ungso ien ie e Wi scha so dnungen sein, weil nu bei Gül igkei dieses Ha ungsp inzips die Abwälzung on Fehlleis ungen au ande e Wi scha ssubjek e ode den S aa e mieden wi d. 3. Bescha enhei de Tausch- und Ve so gungszen en Die Fo men de Tausch- und Ve so gungsein ich ungen — in Ma k - wi scha en also die Mä k e — we den eine sei s on de Wi scha s- o dnung gep äg , sind ande e sei s abe auch ih e sei s o dnungs- p ägend. In eine ma k wi scha lichen O dnung mi s aa lichem Schu z OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.93.4.385 | Gene a ed on 2023-04-04 11:49:21 Haup sächliche De e minan en on Wi scha so dnungen 403 und konsequen e Anwendung des We bewe bsp inzips we den egel- mäßig we bewe bso ien ie e Ma k o men au de Angebo s- und Nach agesei e de Mä k e s ä ke dominie en als in eine Wi scha s- o dnung, die We bewe bsbesch änkungen ole ie ode nu lasch be- kämp . Ein gewisse Hang zu g öße en Be iebseinhei en, de au manchen Tä igkei sgebie en aus de Technik und/ode de Kos endeg es- sion de Massen e igung esul ie , ha oligopolis ische ode eilmonopo- lis ische Ma k o men en s ehen lassen. E ah ungsgemäß we den ökono- mische Konzen a ions endenzen bei eine laschen We bewe bspoli ik des S aa es in olge des Mach s ebens po en e Wi scha sun e nehmen wei übe das eilweise echnisch beding e Maß hinausge ieben, ökono- mische Mach ballungen, die häu ig auch poli ischen Ein luß haben, e - o men gelegen lich die Wi scha so dnung zu ih en Guns en, indem sie z. B. die s aa liche Sank ionie ung de o handenen We bewe bs- besch änkungen e wi ken ode den Abbau on P i ilegien s eue liche ode ande e A e hinde n. Eine sich ausb ei ende Un e nehmenskonzen a ion, die o un e dem Vo wand angebliche Ra ionalisie ungs o eile und Leis ungs e besse- ungen, de ac o abe p imä zwecks E langung eine ma k behe schen- den S ellung e olg , kann bei Fehlen eine e ek i en Fusionskon olle und Mißb auchsau sich übe Ma k behe sche eine Ma k wi scha aushöhlen. Eine Zen al e wal ungswi scha e lang dagegen ge adezu einen hohen Konzen a ionsg ad de Wi scha , weil sich e ah ungsgemäß die zen ale Planung bei g oßen Wi scha seinhei en leich e bewe k- s elligen und die E üllung de P oduk ionsno men besse übe wachen läß . Da aus esul ie o allem die Vo liebe de Zen alplane ü die g oßen Kombina e de Schwe indus ie, de en Ausbau o zu Las en de ze spli e en Leich - einschließlich de Konsumgü e indus ie e - olg . ökonomische Konzen a ion kann zu T ans o ma ion eine Wi - scha so dnung in Rich ung eines zen al e wal ungswi scha lichen Typs üh en. Wü de die Un e nehmenskonzen a ion a sächlich unau - hal sam — wie z. B. John Kenne h Galb ai h annimm — in den wes - lichen Indus iegesellscha en o sch ei en, so könn e die Galb ai hsche Vision eine quasi zwangsläu igen En wicklung zu eine speziellen A Zen al e wal ungswi scha , die du ch eine O ganisa ionseinhei on S aa und Technos uk u 22 on G öß un e nehmen gekennzeichne wä e, 22 Un e Technos uk u e s eh Galb ai h die Leis ungsg uppe on Man- age n, Technike n und Wissenscha le n an de Spi ze on G öß un e neh- men bzw. — wie e es ausd ück — on ei en Un e nehmen, die o sch i - liche Technologie mi g oßem Kapi aleinsa z e binden. Vgl. John Kenne h Galb ai h: Die mode ne Indus iegesellscha . München, Zü ich 1968. 26* OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.93.4.385 | Gene a ed on 2023-04-04 11:49:21 404 Hans-Rudol Pe e s Wi klichkei we den. O ensich lich wi ken abe die di e enzie en Ansp üche an das Leis ungsangebo in de sich ausb ei enden Diens - leis ungsgesellscha den Konzen a ions endenzen de indus iellen Massenp oduk ion en gegen. De spezialisie e Klein- und Mi elbe ieb ha deshalb besonde s im Diens leis ungssek o eine Chance, wenn e sich lexibel den gewandel en Bedü nissen de Diens leis ungsnach age anpaß . Neue dings meh en sich die Zeichen — wie z. B. die Ein üh ung eine o beugenden Fusionskon olle in de BRD zeig —, daß die poli- isch-s aa lichen Ins anzen de Konzen a ion in de Wi scha nich wei e a enlos zusehen wollen. Ande e sei s ha de S aa auch spek- akulä e Konzen a ionen ak i un e s ü z , wie z. B. die G ündung de Ruh kohle AG in de BRD23. Wü de au D ängen de poli isch-s aa lichen En scheidungs äge die G ündung on B ancheneinhei sgesellscha en Schule machen, so könn e als Klassenziel nu die Sozialisie ung gemein sein; denn eine Wi scha ss uk u allsei ige B anchenmonopole e - lang le z lich S aa slenkung und -kon olle. 4. Un e nehme - und Ve bände ypen Die Wi scha so dnung, die Möglichkei en und G enzen wi scha - liche Be ä igung in einem O dnungs ahmen abs eck , p äg e ah ungs- gemäß auch die Wi scha ssubjek e. Eine zen ale Ve wal ungswi - scha , in de s aa liche Wi scha s unk ionä e ih e Tä igkei in de Regel meh im Sinne eines bloßen Ve wal ens und Bewah ens des Vo - handenen und wenige im Sinne de Ände ung de ökonomischen Ge- gebenhei en und de Scha ung neue P oduk e und Ve ah en au assen, is ein schlech e Näh boden ü legale ökonomische Ini ia i e. Hie dominie o de Typ des ziemlich immobilen Be iebs e wal e s, wäh- end de on Na u aus ini ia i e Mensch in de Zwangsjacke eine wei gehend au be ehlende Plananweisung basie enden Wi scha s- o dnung kaum En al ungsmöglichkei en ü legale Ini ia i e inde . Die Wi scha ssubjek e sind jedoch nich nu in die Wi scha s- o dnung ges ell , sonde n p ägen diese meh ode wenige s a k mi . In ma k wi scha lich o ien ie en O dnungen de wes lichen Demo- k a ien können sowohl ini ia i e als auch immobile Un e nehme 24 die Wi scha so dnung mi beein lussen. Wäh end ini ia i e Un e nehme ih e Ene gie au die Scha ung und Du chse zung neue P oduk e und Ve ah en konzen ie en und somi im gewünsch en Sinne eine We - 23 Nähe es gl. Pe e s: G undzüge sek o ale Wi scha spoli ik, S. 138 . 24 Heuß s ell dem ini ia i en Un e nehme , de den Pionie un e nehme und den spon an imi ie enden Un e nehme um aß , den konse a i en Un e - nehme , de den un e D uck eagie enden und den immobilen Un e nehme einschließ , gegenübe . Vgl. E ns Heuß: Allgemeine Ma k heo ie. Tübingen, Zü ich 1965. S. 10. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.93.4.385 | Gene a ed on 2023-04-04 11:49:21 Haup sächliche De e minan en on Wi scha so dnungen 405 bewe bso dnung agie en, suchen immobile Un e nehme manchmal ih Heil meh im s aa lichen P o ek ionismus als am Ma k zu ealisie en. Die E ah ung zeig , daß Wi scha szweige, in denen de immobile Un e nehme yp o he sch , meis solche B anchen sind, denen de S aa eine langdaue nde Sonde o dnung meis we bewe bsminde nde A zuges anden ha . Sek o ale Sonde o dnungen in Fo m on Anbie e - schu zo dnungen züch en ge adezu den Typus des immobilen P oduk- ionsmi el e wal e s, weil de We bewe bsd uck zu Du chb echung des Immobilismus de P oduzen en ehl . Je nach A de o handenen Ve bände ypen sind un e schiedliche Ein lüsse au die Wi scha so dnung es zus ellen. Es gib Ve bände, die haup sächlich in e ne Ve bands unk ionen — wie beispielsweise die Mi gliede be a ung in ökonomischen Fach agen — wah nehmen. Sie können in ma k wi scha lich o ien ie en O dnungen eine we olle Hil e de sek o alen S uk u poli ik sein, wenn es gil , den Un e nehmen gangba e Wege zu Anpassung an den ökonomischen S uk u wandel zu zeigen. Von ande sgea e en P oduzen en e bänden und A bei - nehme e einigungen, die sich p imä au ex e ne Funk ionen — wie z. B. die Du chse zung ih e pa ikula en G uppen o de ungen bei den En scheidungen de poli isch-s aa lichen Ins anzen — konzen ie haben, gehen o s a ke Ve o mungs endenzen au eine ma k wi scha lich o ien ie e O dnung aus, indem e en uell unbe ech ig e G uppenp i i- legien gescha en ode de en Abbau e hinde wi d. 5. Geld- und Wäh ungso dnung Fü alle a bei s eiligen Volkswi scha en, die sich des Geldes als allgemeinen Tausch-, gese zlichen Zahlungs-, We au bewah ungs- und Rechenmi els sowie als allgemein ane kann en We messe s bedienen, is die Geldo dnung on undamen ale Bedeu ung. Soll das Geld seine p imä e Funk ion als allgemeines Tauschmi el e üllen, so muß seine We bes ändigkei lang is ig gesiche we den, weil nu dann jede - mann be ei is , es gegen e b ach e Leis ungen im Ve auen da au anzunehmen, daß es jede zei gleichwe ig wiede gegen ande e Leis un- gen einge ausch we den kann. E ah ungsgemäß e äll eine ma k wi scha lich o ien ie e O d- nung mi eine unk ionsun ähigen Geld- und Wäh ungso dnung, was angeblich Lenin zu dem Aussp uch e anlaß haben soll, daß man, um die bü ge liche Gesellscha zu ze s ö en, ih Geldwesen e wüs en müsse. Eucken ha s e s nachd ücklich au das P ima de Wäh ungs- poli ik als Geldwe s abilisa o ü eine unk ions ähige We bewe bs- o dnung hingewiesen. Seines E ach ens soll e die Wäh ungs e assung eine We bewe bso dnung so kons uie we den, daß sie den Geldwe OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.93.4.385 | Gene a ed on 2023-04-04 11:49:21 406 Hans-Rudol Pe e s möglichs au oma isch — e wa in Fo m eine „Wa en-Rese e-Wäh ung" — s abil häl 25. Bishe is jedoch ein solch au oma isch unk ionie ende Geldwe s abilisa o nich ins allie wo den. Die Zen alno enbanken agen au mone ä em Gebie bishe ohne Un e s ü zung eine indi- ka i en Au oma ik die Haup las de Geldwe s abile hal ung bzw. de In la ionsbekämp ung. Fü eine Wi scha so dnung is es höchs bedeu ungs oll, ob die Zen alno enbank egie ungsunabhängig ode wei gehend den Weisun- gen de poli isch-s aa lichen Füh ung un e wo en is . Wi d die Zen al- no enbank ausschließlich zu einem Ins umen de Regie ung, dessen sich die Regen en jede zei als Geldschöp ungsmaschine bedienen können, so wächs na u gemäß die Ge ah de poli isch beding en Gelden - we ung. Im Gegensa z zu eine möglichs unabhängigen Zen alno enbank in Ma k wi scha en bedü en Zen al e wal ungswi scha en eines wei- sungsgebundenen S aa sbankensys ems, das die poli isch-s aa liche Füh- ung zu zen alen Geldmengenplanung, die au die zen ale Gü e - p oduk ionsplanung abges imm we den muß, benu zen kann. Von Belang ü eine Wi scha so dnung is es, ob ein unk ions ähige Geld- und Kapi alma k exis ie ode ob die K edi inanzie ung aus- schließlich du ch s aa liche K edi zu eilung an die In es o en e olg . Bedeu ungs oll ü eine Wi scha so dnung sind auch die Wechsel- ku sa en, die en wede die Fo m on es en, beg enz lexiblen ode ei schwankenden Wechselku sen haben können, sowie die Exis enz eine eien Kon e ie ba kei de Wäh ungen ode eine De isen- zwangswi scha . In eine Zen al e wal ungswi scha bes ehen so- wohl wegen des P inzips de Zen alplanung als auch e ah ungsgemäß wegen de häu igen De isenknapphei s a ke Sachzwänge zu eine s a en s aa lichen De isenbewi scha ung. Dagegen kann eine ma k - wi scha lich o ien ie e O dnung, die außenhandels- und kapi almäßig mi dem eien Wel ma k e bunden is , au die Daue ohne die Kon e ie ba kei de Wäh ung nich auskommen. Nu wenn die Wi - scha ssubjek e das Rech haben, die Wäh ung eines Landes in jede ande e Wäh ung umzu auschen, kann sich ein in e na ional eie Außen- handel sowie Diens leis ungs- und Kapi al e keh en wickeln. 6. Fö de ungs o men de Einkommens- und V e m ö g e n s b i 1 d u n g Die meis en Wi scha so dnungen sind nich au dem Reißb e en wo en, sonde n ih e Ausges al ung is du ch his o ische Kompo- 25 Vgl. Wal e Eucken: G undsä ze de Wi scha spoli ik. 3. Au l. Tübingen, Zü ich 1960. S. 256 . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.93.4.385 | Gene a ed on 2023-04-04 11:49:21 Haup sächliche De e minan en on Wi scha so dnungen 407 nen en und En wicklungen mi gep äg wo den. So basie en im allgemei- nen p i a kapi alis ische Wi scha so dnungen in olge his o isch ge- wachsene Besi z e eilung und langandaue nde Einkommensdi e en- zie ungen, die au g und des E b ech s zu Einkommens- und Ve mögens- akkumula ion üh en, au eine ungleichen Einkommens- und Ve - mögenss uk u de Be ölke ungsschich en. Heu e gehö eine gleichmäßige e und dami als ge ech e emp undene Einkommens- und Ve mögensbildung zu den o angigen Zielen de Ve eilungspoli ik in as allen un ollkommenen Ma k wi scha en. Alle dings gehen die Meinungen da übe , wie de An eil de A bei - nehme am Volkseinkommen und an den sich bildenden Ve mögenszu- wächsen e höh we den kann und soll, be äch lich auseinande , was nich zule z au un e schiedlichen gesellscha spoli ischen Zielen und ideologischen Ausgangsposi ionen be uh . Obwohl die du chschni lichen A bei nehme einkommen in as allen en wickel en Indus ielände n de wes lichen Wel in den le z en zwanzig Jah en ges iegen sind, ha sich iel ach die Lohn- und Gehal squo e und dami de An eil de A bei nehme am Volkseinkommen kaum ode nu im ge ingen Maße e höh . Geh man da on aus, daß die b ei e Masse de Lohnemp änge ih Einkommen imme noch nahezu öllig ode übe wiegend di ek ode indi ek übe das ku z is ige Kon en- spa en ü Konsumzwecke ausgib , so is das olkswi scha liche Kon- sumgü e angebo und dessen P eisni eau ü den Volkseinkommens- an eil de Lohnemp änge en scheidend. Du ch eine expansi e Lohn- poli ik, die Löhne und Gehäl e übe die P oduk i i ä ss eige ungen hinaus eib , kann bei un e ände e Ve wendungss uk u des Ein- kommens kaum ein höhe e An eil de A bei nehme am Ve mögens- zuwachs e eich we den, weil die induzie en P eiss eige ungen den nominellen Einkommenszuwachs beinahe ganz ode zumindes eil- weise wiede au zeh en. Bei eine Ve eilungspoli ik, die einen gleich- mäßige en Ve mögenszuwachs ans eb , komm deshalb eine zielge ich- e en Spa ö de ung — die nich nu Umschich ungen inne halb eines gleichbleibenden Spa olumens bewi k — wesen liche Bedeu ung zu26. Die Fö de ung eine b ei e en Ve mögenss euung kann mi els Spa - und Wohnungsbau-P ämien, s eue lichen Begüns igungen de Ve mö- gensbildung in A bei nehme hand, In es i lohn, be iebliche ode übe - be iebliche E agsbe eiligung und Be eiligung de A bei nehme am P oduk i e mögen geschehen. Die Ausges al ungen einzelne Mi el de Ve mögenspoli ik können die Wi scha so dnung wesen lich ände n. So kann beispielsweise ein zen alisie e übe be iebliche E ags- 26 Vgl. Ho s Albach, Wilhelm K elle, Jü gen Siebke, Wal e Wi mann: P obleme de Spa ö de ung in de OECD. Be lin 1973. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.93.4.385 | Gene a ed on 2023-04-04 11:49:21 408 Hans-Rudol Pe e s be eiligungs onds zu einem schwe kon ollie ba en Mach gebilde und dami zu einem F emdkö pe in de Ma k wi scha we den. In un ollkommenen Ma k wi scha en ha sich neben die Einkom- mens e eilung übe den Ma k , die übliche weise un e unk ionellem ode pe sonellem Aspek be ach e wi d, noch eine küns liche sek o ale Einkommens e eilung geschoben, die meis auße halb de Be ach ung de Ve eilungs heo ie bleib . Von Sei en des S aa es ge- wäh e E hal ungssub en ionen und im Rahmen on speziellen B an- cheno dnungen einge äum e We bewe bsbesch änkungen e scha en den sub en ionie en Un e nehmen de begüns ig en Wi scha szweige Einkommens- und Ve mögens o eile, die ihnen de Ma k un e We - bewe bsbedingungen nich gewäh en wü de. Es is deshalb ü eine Wi scha so dnung gegebenen alls bedeu ungs oll, in welchem Um ang und in welche Fo m de S aa bes imm en Wi scha szweigen zu solchen küns lichen Einkommens- und Ve mögens o eilen e hil . Fü eine Wi scha so dnung mi bes immend is auch de Um ang und die A des S aa s e mögens, das en wede als E we bs e mögen in Fo m on s aa lichen Wi scha sun e nehmen o he sch bzw. de P i a wi scha au Teilsek o en Konku enz mach ode als In a- s uk u e mögen, wie z. B. S aßen, Kanäle und Ve so gungslei ungen, die Vo ausse zungen ü eine Be ä igung de p i a en Wi scha s- subjek e scha . Wäh end in ma k wi scha lich o ien ie en O dnungen eine Akkumula ion on In as uk u e mögen in de Hand des S aa es meis unumgänglich und sys emkon o m is 27, s öß eine o sch ei ende Anhäu ung on E we bs e mögen beim S aa o dnungspoli isch au Bedenken, weil sie zu eine T ans o ma ion de gewähl en Wi scha s- o dnung üh en kann. IX. Zu In e dependenz de O dnungen Es bes ehen enge In e dependenzen de O dnungen inne halb eines Gemeinwesens, au die o allem Wal e Euchen imme wiede hinge- wiesen ha . Insbesonde e S aa so dnung und Wi scha so dnung s ehen egelmäßig in gegensei ige Abhängigkei oneinande . De demok a i- sche S aa beda de ma k wi scha lichen G undo dnung, und die Ma k wi scha se z die Demok a ie o aus. To ali ä e S aa und Zen al e wal ungswi scha bedingen sich gegensei ig. Eine unk ions ähige ma k wi scha liche O dnung beda jedoch nich nu de demok a ischen S aa so dnung, sonde n sie muß auch 27 Vgl. Hans-Rudol Pe e s: In as uk u poli ik in de Ma k wi scha . In: Die e Cassel, Ge no Gu mann, H. J. Thieme (H sg.): 25 Jah e Ma k wi - scha in de Bundes epublik Deu schland — Konzep ion und Wi klichkei . S u ga 1972. S. 299 . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.93.4.385 | Gene a ed on 2023-04-04 11:49:21