Eigentums- und Verfügungsrechte am Grundwasser: Effiziente Allokation mit Überwachungskosten
Abstract
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Full text
Kuckshin ichs, Wilhelm
A icle
Eigen ums- und Ve ügungs ech e am G undwasse :
E izien e Alloka ion mi Übe wachungskos en
Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en (ZWS) - Vie eljah essch i de
Gesellscha ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en, Ve ein ü Socialpoli ik
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Kuckshin ichs, Wilhelm (1991) : Eigen ums- und Ve ügungs ech e am
G undwasse : E izien e Alloka ion mi Übe wachungskos en, Zei sch i ü Wi scha s-
und Sozialwissenscha en (ZWS) - Vie eljah essch i de Gesellscha ü Wi scha s- und
Sozialwissenscha en, Ve ein ü Socialpoli ik, ISSN 0342-1783, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 111,
Iss. 2, pp. 227-250,
h ps://doi.o g/10.3790/schm.111.2.227
This Ve sion is a ailable a :
h ps://hdl.handle.ne /10419/291757
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Zei sch i ü Wi scha s- u. Sozialwissenscha en (ZWS) 111 (1991), S. 227 - 250
Duncke & Humblo , Be lin 41
Eigen ums- und Ve ügungs ech e am G undwasse :
E izien e Alloka ion mi Übe wachungskos en
Von Wilhelm Kuckshin ichs
Ausgehend on de Diskussion übe die Wasse p ennig-Regelung in Baden-Wü -
embe g wi d die Bedeu ung e agliche Ve einba ungen ü die Alloka ion eines
G undwasse kö pe s als Schads o au nahmemedium und als T inkwasse ese oi
disku ie . Un e Be ücksich igung on T ansak ionskos en (Kon ollkos en) wi d die
alloka i e Wi kung un e schiedliche Regelungen de Eigen ums ech e am G und-
wasse kö pe spiel heo e isch analysie .
1. Einlei ung
1.1 S and de Diskussion
Im Ve lau de No ellie ung des Wasse haushal sgese zes und de Ein-
üh ung des Wasse p ennigs in Baden-Wü embe g is eine lebha e Dis-
kussion um die Bedeu ung neue Regelungen ü die Alloka ion eines
G undwasse kö pe s als Schads o au nahmemedium und als T inkwasse -
ese oi ge üh wo den (Bonus 1986a, b; 1987 a, b; Scheele / Schmid
1986; 1987a, b; 1989; B össe 1986; 1987; Blanka 1987a, b; Ka l 1986;
1987 a, b; 1988; 1989; Linde 1988; 1989). Aue bach / Kuckshin ichs / S ö-
bele (1989)1 e wei e en diese Diskussion um die Du chse zungskos en e -
aglich e einba e Regelungen, die on zen ale Bedeu ung ü das
Coase-Theo em sind.
AKS un e suchen die Möglichkei eines Ve agsabschlusses bei un e -
schiedliche Regelung de Eigen ums ech e un e Einbeziehung on Kon-
ollkos en ü die Du chse zung de e aglichen Ve einba ungen und
de en alloka i e Wi kung im Ve gleich zum gesam wi scha lichen Op i-
mum. Die Eigen ums ech e am G undwasse kö pe soll en z.B. in Fo m on
Emissionslizenzen handelba sein. AKS konzen ie en sich au die F age, ob
e agliche Ve einba ungen olls ändig du chgese z we den können und
un e s ellen mögliches subop imales Ve hal en des Ve schmu ze s des
G undwasse kö pe s.
De o liegende Bei ag s ü z sich au die on AKS besch iebene ein-
ache Modellkons uk ion. Un e de Annahme, daß sich beide Pa eien als
1 Im olgenden AKS.
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228 Wilhelm Kuckshin ichs
Gewinnmaximie e e hal en, wi d un e such , ob die olls ändige Du ch-
se zung e agliche Regelungen un e Einbeziehung on Kon ollkos en
bei un e schiedliche Regelung on Eigen ums ech en eine ge inge e Ab-
weichung om gesam wi scha lichen Op imum au weis als die Inkau -
nahme eines Ve ags e le zenden Ve hal ens des Ve schmu ze s.
1.2 Das Modell
Ein Wasse e so gungsun e nehmen (WVU) nu z einen G undwasse -
kö pe ü die T inkwasse e so gung. En sp echend de Quali ä des Roh-
wasse s en s ehen dem WVU Kos en ü die Au be ei ung au T inkwasse -
quali ä . Obe halb des G undwasse kö pe s lieg eine landwi scha liche
Fläche, die on eine g oßen Anzahl on Baue n mi iden ische Anbau lä-
che und P oduk ions unk ion bewi scha e wi d. Neben den P oduk ions-
ak o en A bei , Kapi al und Dünge weis die Funk ion den P oduk ions-
ak o „Nu zung des G undwasse kö pe s als Deponie ü nich on P lan-
zen und Boden au genommene Schads o e" au . Diese Nu zung konku ie
mi de Nu zung des G undwasse kö pe s ü die T inkwasse p oduk ion2.
Eine Si ua ion ohne o melle Regelung on Eigen ums ech en läu ak isch
da au hinaus, daß die Baue n das Eigen ums ech besi zen.
Die Anzahl de übe dem G undwasse ese oi be indlichen Landwi -
scha sbe iebe und die Annahmen übe das Ve hal en de Baue n sind on
en scheidende Bedeu ung ü die Modellkons uk ion. AKS und de o lie-
gende Bei ag un e s ellen ak isch ein bila e ales Monopol, d.h. nu ein
landwi scha liche Be ieb lieg obe halb des Wasse ese oi s. Wäh end
die Baue n im Modell on AKS im Fall de Ve ags e le zung pe Annahme
eine Schads o menge on q = q einlei en, op imie en die Baue n im o lie-
genden Bei ag die Schads o einlei ung im Fall de Ve ags e le zung.
Den ealen Ve häl nissen angemessene wä e die Annahme, daß n Land-
wi scha sbe iebe obe halb des Wasse ese oi s liegen. Diese n Baue n
könn en in eine Wasse -Genossenscha zusammengeschlossen sein. Dann
muß abe genaue un e such we den, ob diese Kons uk ion die Möglich-
kei bie e , du ch s a egisches Ve hal en de Genossenscha gegenübe
dem WVU und de einzelnen Genossen gegenübe de Genossenscha ein
ande es als das o liegende E gebnis he beizu üh en. Au de ande en Sei e
kann un e s ell we den, daß die Genossenscha einen Mechanismus ins al-
lie , de alle Mi gliede zu gleicha igem Ve hal en e anlaß . Das E gebnis
eines solchen Modells en sp ich dem o liegenden Bei ag.
Die Möglichkei de eigens ändigen In e essen e e ung eines Landwi s
auße halb eine Wasse -Genossenscha weis au eine wei e e Va ian e de
2 De ex e ne E ek de G undwasse absenkung au die P oduk ionskos en de
Baue n wi d nich be ach e .
ZWS
111 (1991)
2
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Eigen ums- und Ve ügungs ech e am G undwasse 229
Modellkons uk ion hin. Zu un e suchen wä e, welche E gebnisse ein
Modell zeig , bei dem n Einzel e äge zwischen dem WVU und den Land-
wi en abgeschlossen we den. Wäh end bei de genossenscha lichen Rege-
lung alle Mi gliede ü das Fehl e hal en eines einzelnen zum Schadene -
sa z he angezogen we den, is in einem Modell mi Einzel e ägen die Ha -
ung au die Landwi e besch änk , de en e agsb üchiges Ve hal en en -
deck wi d.
De P eis ü das landwi scha liche P oduk sei kons an . Mi eine qua-
d a ischen Kos en unk ion und ixen P opo ionen zwischen P oduk ion
und Schads o an all q is de Ne onu zen (Gewinn) de landwi scha -
lichen P oduk ion in (1.1) besch ieben.
ß
(1.1) U,(q) = aq - —q2
2
ÖU1
(1.2) =a-ßq
öq
Die Va iable q is so no mie , daß a > ß > 0 gil .
Eine höhe e G undwasse e schmu zung e u sach höhe e Au be ei-
ungskos en, die das WVU bei p eisunelas ische Nach age in den T ink-
wasse p eis wei e gib , so daß sich die Konsumen en en e e inge . Aus
Ve ein achungsg ünden sollen als WVU alle Nach age nach T inkwasse
gesehen we den. Die Kos en unk ion ü die T inkwasse au be ei ung is in
(1.3) besch ieben.
ö „
(1.3) - U2(q) = — q2
2
6 U2
(1.4) = öq; 6 = a-ß> 0.
öq
Eine o ale äumliche und zei liche Übe wachung eine Pa zelle e u -
sach Kos en in Höhe on u, so daß eine olls ändige Übe wachung alle n
Pa zellen k = n
-
u kos e . Das WVU kon ollie die Einhal ung de e laub-
en Emission du ch ein S ichp obensys em und äg die Kon ollkos en.
Die Kon ollkos en unk ion lau e
öw
(1.5) K(q) = w(q)-k, — <0.
öq
Die Kon ollin ensi ä w (q) is eine Funk ion de anges eb en Emission
und au den Be eich 0 < w < 1 besch änk . Es is plausibel anzunehmen,
daß zu Du chse zung eine ge inge en Schads o einlei ung eine höhe e
Kon ollin ensi ä no wendig is .
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230 Wilhelm Kuckshin ichs
Da kein Baue weiß, welche Pa zellen kon ollie we den, sind alle mi
de gleichen Kon ollin ensi ä kon on ie . Die Schads o einlei ung is
dahe bei allen Baue n iden isch. Die Ve agsges al ung basie au olgen-
de Konzep ion:
- In de Ausgangslage ohne Emissions es ik ion emi ie en die Baue n
eine gewinnmaximale Schads o ausb ingung q = q.
- Einigen sich das WVU und die Baue n au eine Schads o ausb ingung
q < q, we den die Baue n ü den Gewinn ückgang en schädig .
- Die e bleibende Ne oschadensminde ung des WVU wi d zwischen dem
WVU und den Baue n mi de Quo e (1
—
g) und g au ge eil . Die Quo e g
kann exogen gegeben ode Gegens and on Ve handlungen zwischen dem
WVU und den Baue n sein.
- En deck das WVU Ve ags e le zungen, müssen die Baue n Schadene -
sa z leis en und eine gegebene S a e S zahlen.
Wenn mi diese Konzep ion eine a sächliche Einlei ung e olg , die kleine
is als die e aglich ausgehandel e, wi d die Ve agsges al ung abgeän-
de : Die Baue n zahlen keine S a e, e hal en abe auch keinen Schadene -
sa z om WVU.
Mi de e aglich e einba en Emission in de Va ian e Q (Baue n sind
eh lich), q , de e aglich e einba en Emission in de Va ian e P (Bau-
e n mogeln), qm, und de a sächlichen Emission in de Va ian e P, qS} gel-
en ü die Flächen de Abbildung 1.2 die olgenden Be echnungen.
C D
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Eigen ums- und Ve ügungs ech e am G undwasse 231
U1'~U2
U1'~U2
q 1
Abbildung 1.1: G enzgewinn und -kos en aus
Landwi scha und T inkwasse gewinnung
Im olgenden we den d ei Regimes un e schieden:
- De gesam wi scha liche Plane maximie die Wohl ah (Gewinn) on
Baue n und WVU abzüglich de eigenen Kon ollkos en, die als lump-
sum- ax e hoben we den.
- Das WVU ha das Eigen ums ech am G undwasse kö pe und kann diese
ein die Baue n e äuße n.
- Die Baue n haben das Eigen ums ech und können dieses an das WVU
e äuße n.
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232 Wilhelm Kuckshin ichs
Fü die olgende spiel heo e ische Behandlung des P oblems wi d eine
Nash-Cou no -Lösung analysie .
In den Beispiels echnungen gel en olgende Pa ame e we e:
a= 8,
/3
= 6, (5=2, k = 100, g = 0,5.
2. Eigen ums ech beim WVU
Wenn dem Wasse e so ge das Eigen ums ech zugesp ochen is , kann e
seine In e essen au un e schiedliche Weise gegenübe den Baue n wah -
nehmen. Diese Fälle sind in de Tabelle 2.1 au ge üh . Das WVU wi d den
Fall o ziehen, de den Ne o o eil maximie .
Tabelle 2.1
Mögliche E gebnisse aus de Sich des WVU
ohne Ve ag mi Ve ag
1. Eigen ums ech
wi d du chge-
se z
q = 0
K
(0)
> 0
q = q* > 0
K(q*)> 0
2. Tole ie ung de
Mogels a egie
de Baue n
q = q*s^ 1
K(q*)> 0
q = q*s^ 1
K(q*)> 0
3. ak ische Ane -
kennung des u -
sp ünglichen
Zus ands
q = q
K(q) = 0
2.1 Ve agslose Zus and
Diese Si ua ion is dadu ch gekennzeichne , daß die Baue n wede eine
En schädigung ü den Gewinn ückgang e hal en, noch an de Ne oscha-
dens e minde ung des WVU be eilig sind. Die Baue n zahlen Schadene -
sa z, wenn eine Ve le zung des Eigen ums ech s des WVU en deck wi d. In
de Abbildung 1.1 gil aus de e agslosen Si ua ion he aus q = qm = 0.
Mi dem Rech des WVU au Null-Emission e geben sich die Auszahlun-
gen ü die Baue n aus de Tabelle 2.2.
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Eigen ums- und Ve ügungs ech e am G undwasse 233
Tabelle 2.2
E wa e e Gewinn e ände ung de Baue n
S a egie Q P
Kon olle
nein - (A + B
+
C) -G2
1 - w
ja - (A
+
B
+
C)
—
(G2 + S)
w - (F + Gi + Hi)
Die E wa ungswe e de Gewinn e ände ungen ü die S a egien Q
(Baue n sind eh lich) und P (Baue n mogeln) e geben sich in Abhängigkei
on de Kon ollwah scheinlichkei w.
(2.1) E(B)q = - {A
+
B + C)
(2.2) E (B)P = - G2 - w
•
(F + Gi + Hi) - wS.
In de Va ian e Q is die e wa e e Gewinn e ände ung mi (2.1) es geleg .
Mi de Va ian e P we den die Baue n diejenige a sächliche Schads o aus-
b ingung qs wählen, die die e wa e e Gewinn e ände ung (2.2) maximie .
6E(B)P a
(2.3) = 0 : q* = > 1.
6qs ß
+
wö
Die ü die Baue n gewinnmaximale Schads o einlei ung q is eine Funk-
ion de om WVU bes imm en Kon ollin ensi ä w und sink mi s eigen-
dem w. Das WVU kon ollie übe w die a sächliche Emission de Baue n.
Ohne Kon olle, d.h. w = 0 , emi ie en die Baue n die maximale Menge q.
Bei olls ändige Kon olle, d.h. w = 1, emi ie en die Baue n die Menge
gi =
Die Kon ollin ensi ä wQ, die die Baue n indi e en zwischen den
Va ian en Q und P we den läß , e gib sich ü E (B)Q = E (ß)P. Mi (1.6)
und (2.3) is diese Bedingung e üll ü
A
+
B
+
C- G2 ß
(2.4) w0 = = +
F+Gi + Hi + S 2Ö
2 ÖS 2Ö
0,5
De Zähle in (2.4) gib an, um welchen Be ag de du ch die Schads o -
eduzie ung induzie e Gewinn ückgang de Va ian e Q denjenigen de
Va ian e P übe s eig . De Nenne in (2.4) gib an, welche Zahlung die Bau-
e n ü den Fall de En deckung des Fehl e hal ens an das WVU zu leis en
haben. Die Baue n sind indi e en zwischen Q und P, wenn de übe den
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234 Wilhelm Kuckshin ichs
siche en Ve lus G2 hinausgehende Gewinn ückgang ü die Va ian e Q
gleich de e wa e en Zahlung ü die Va ian e P, bes ehend aus Schadene -
sa z und S a e, is .
Fü £ = 0 schei e die Du chse zung des Eigen ums ech s des Wasse e -
so ge s schon an de dann no wendigen p ohibi i hohen Mindes kon oll-
in ensi ä w0. Da die Kon ollin ensi ä au den Be eich 0 < w < 1
besch änk is , esul ie aus (2.4) eine S a e <S0, die mindes ens anged oh
we den muß, um die Baue n übe haup zum eh lichen Spiel bewegen zu
können.
a
(2.5) w0 = 1 : S0 = A = —.
2
Die Abbildung 1.1 zeig , daß die Baue n ohne Be ücksich igung de S a e
S bei olls ändige Kon olle kein In e esse da an haben, on qs = 1 abzu-
weichen. De Gewinn du ch die Mißach ung des Eigen ums ech s des WVU
wi d du ch die Fläche A bzw. E ep äsen ie .
Fü den Wasse e so ge e geben sich die Auszahlungen aus de Tabelle
2.3.
Tabelle 2.3
Gewinn e ände ungen des Wasse we ks
S a egie Q P
Kon olle
nein B + C+ D
G2
+ H 2
1
—
w
ja B + C + D F+
G
+ H
w - k + S -k
Die e wa e en Gewinn e ände ungen e geben sich dami ü das WVU
zu
(2.6) E (WV)Q = B + C + D - w0k- w0 < 1
(2.7) E (WV)P = (1 -w)-(G2 + H2) + w-(F + G + H+ S-k).
Un e Be ücksich igung des gewinnmaximie enden Ve hal ens de Baue n
e gib sich die gewinnmaximale Kon ollin ensi ä ü die Va ian e P, w*,
implizi aus (2.8).
6E(WV)p 6 ( a V a2ö2
•
(1 - w*)
(2.8) = 0
:
—• + S-k = 0 .
öw 2 ß+w*ö/ (ß + w*
<5)
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Eigen ums- und Ve ügungs ech e am G undwasse 241
i i <?»
(3.1) A = E = J a
•
(1
—
q) dq B = F = J öqdq C = J (a - ßq) dq
o Ol
q q q
C2 = J(a- ßq)dq Dx = j a
•
(-1 + q) dq D2 = ja- (-1 + q) dq
q i 9 >
<?m q, q
Gi = J(a- ßq) dq G2 = J (a - ßq) dq G3 = (a - ßq) dq
1 <7m qs
qm q> q
Hi = J a
• (—1
+ q) dq H2 =
J
a-(-1 + q) dq H3 =
J
a-(-l + q) dq .
1 <Jm q,
Die Auszahlungen de Baue n e geben sich dami aus de Tabelle 3.1
Tabelle 3.1
Gewinn e ände ung de Baue n
S a egie Q P
Kon olle
nein 9-D2 - Bi
1
—
w - (A2 + B2 + C)
-g-(D- A2)
ja - £i - k BI + S
—
k
w + (l- l )-(D-A2) + ( l -l)-(D-A2)
Die e wa e en Gewinn e ände ungen ü die Va ian en Q und P e geben
sich dami zu
(3.2) E (B)Q = g
•
D2
(3.3) E (B)p = g
-
( 2 + H3) + G2 - w
•
(G2 + 2 + S).
Die Baue n wählen ü die Va ian e Q bzw. P diejenige Schads o ausb in-
gung, die die e wa e e Gewinn e ände ung jeweils maximie .
öE (B)Q
(3.4) — = O.q* = 1.
öq
Wie die Abbildung
3.1
zeig , is jede Abweichung on q
J
=
1
ü die Baue n
mi Ve lus en e bunden. Fü die Va ian e P gil 4:
4 Fü w < (ag - ß)/ ö sind die Bedingungen 2. O dnung ü ein Maximum e üll .
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242 Wilhelm Kuckshin ichs
ÖE(B)P a-(l-g)
(3.5) ; = 0:q* =
so e n > 0
öqm ß+wö-ag
ÖE(B)P a
(3.6) = 0 :q* = .
öqs ß + wö
Die a sächlich ausgeb ach e Menge q is iden isch mi q
£
ü den Fall,
daß das Wasse we k die Eigen ums ech e besi z . In de Abbildung 3.2 is
de Ve lau de e aglich e einba en Menge und de a sächlich emi -
ie en Menge q
J
da ges ell .
Fü w < (ag - ß)/
ö
sind die Bedingungen ü ein Maximum e üll . In
eine Si ua ion mi w > (ag
—
ß)/ö is es ü die Baue n imme lohnend,
sich eh lich zu e hal en. Insbesonde e gil dies ü g < ß/a.
Fü g< 1 gil
ag-ß
(3.7) —<w< 1 => q* >1
ö
ag-ß
(3.8) w < =>
q *
=
0
.
o
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Eigen ums- und Ve ügungs ech e am G undwasse 243
Fü die olgenden Be echnungen is jeweils zu p ü en, welche de Bedin-
gungen in (3.7) und (3.8) e üll is . Die Kon ollwah scheinlichkei w0 is
dann
g
•
[(H2 + H3) - D2] + G2
(3.9) w0 = - G2 + H2 + S
De Zähle in (3.9) gib an, welchen Vo eil die Va ian e P im Ve gleich zu Q
bie e : eine g öße e Ne oschadensminde ung und den „Mogelgewinn" G2.
De Nenne gib an, welche Zahlung im Fall de En deckung zu leis en is :
Schadene sa z und S a e. Die Baue n sind indi e en zwischen den
Va ian en Q und P, wenn de Vo eil du ch die Mogelei gleich dem e wa e-
en Nach eil is .
Mi (3.1) gil ü S > 0 und g > ß/a
aög+2ßS [ a-(a-ßg) ( aög + 2ßS 2~|o,5
(3.10) wo = + +
4 ÖS L 2 ÖS 4 ÖS / J
so e n (3.11) e üll is .
ag-ß
(3.11) ™0< .
0
Die Gleichung (3.11) is nu dann e üll , wenn die S a e hoch genug is .
aö-(l-g2)
(3.12) 5 >
2
9'(ag-ß)
Wenn die S a e kleine is als in (3.12) müß e w0 so hoch sein, daß (3.11) e -
le z wi d. Dann spielen die Baue n ohnehin eh lich. D.h. ü kleine S a en
eich eine Kon ollwah scheinlichkei w0 = (ag - ß)/ö aus, die Baue n
zum eh lichen Spiel zu bewegen.
Die Kon ollin ensi ä w0 is ealisie ba , wenn w0 < 1 gil . Fü „g oße" S,
d.h. (3.12) is e üll , gil
(3.13) S <
•—
- (1
—
g) => l%w0.
2
Fü „kleine" S, d.h. (3.12) is nich e üll , gil
(3.14) g l => l%w0.
Die Auszahlungen ü das Wasse we k e geben sich aus de Tabelle 3.2.
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244 Wilhelm Kuckshin ichs
Tabelle 3.2
Gewinn e ände ung des Wasse e so ge s
S a egie Q P
Kon olle
nein (1 -9)'D2 (i -s0-( 2 + 3)
1 - w -(G2 + H2)
ja (1-9)'D2 (1-g)- (H2 + H3)
w - k + S-k
Die e wa e en Gewinn e ände ungen ü das Wasse we k e geben sich
dami zu
(3.15) E(WV)q= (1 -g)'D2-w0k; w0 < 1
(3.16) E (WV)P = (1-g)- (H2 + H3) - (1 - w) • (G2 + H2)
+ w (S - k).
Mi und q
£
aus (3.5), (3.6) und (3.8) maximie das Wasse we k seinen
e wa e en Gewinn aus de Va ian e P mi
ÔE(WV)P ô ( a V
a2 à2 •
(1
—
w*)
(3.17) = 0 : S - k + + — = 0 .
ôw 2 ß+w*ö/ (ß+w*ö
Mi (3.17) is w
*
implizi bes imm . (3.17) is iden isch mi (2.8) und (2.23).
Dami gil auch hie :
dw* dw* dw*
>0;
dS dk dS
Die op imale Emission q
?
is iden isch bes imm wie im Fall, daß das Was-
se we k die Eigen ums ech e am G undwasse ese oi besi z . Fü das
Beispiel gel en mi 5 = 0 olgende We e:
1
w0 = -; q* = 1; E (WV)Q = - 15,3333; E (B)Q = 18;
3
w* = 0,1546; q* = 2,7326; E (WV)P = - 18,3981; E {B)P = 26,9305.
In diesem Fall kann das Wasse we k die Baue n zum eh lichen Spiel zwin-
gen, alle dings nu un e Hinnahme on g oßen Ve lus en (- 15,3333). Wenn
das Wasse we k die Mogelei de Baue n ole ie , kann es bes en alls einen
Ve lus on 18,3981 machen. Ohne wei e e An eize ü das Wasse we k
scheiden dami beide Lösungen aus, so daß die Ausgangslage mi q = q
bes ehen bleib .
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Eigen ums- und Ve ügungs ech e am G undwasse 245
4. Gesam wi scha liches Op imum
Das gesam wi scha liche Op imum wi d e eich , wenn die e wa e e
Gesam gewinn e ände ung UN maximie wi d. De gesam wi scha liche
Plane ha die Wahl zwischen d ei möglichen Regimes mi eine jeweils spe-
zi ischen Ausp ägung de Gesam gewinn unk ion:
- Beibehal ung de Ausgangslage
- Du chse zung de Va ian e „eh lich"
- Tole ie ung de Va ian e „nich eh lich"
Je nach Regime e geben sich un e schiedliche Ak i i ä sni eaus bezüglich
de Emission und de Kon ollin ensi ä . De gesam wi scha liche Plane
wähl das Regime, dessen maximale Gewinn on den Gewinnen aus einem
ande en Regime nich übe o en wi d.
(i) Ausgangslage wi d beibehal en
In diesem Fall kann au eine Kon olle de Baue n e zich e we den. Mi
w = 0 und q = q e gib sich keine Gesam gewinn Ve ände ung.
(ii) Va ian e „eh lich"
Mi (3.2) und (3.15) gil
(4.1) UN = D2-w0k; w0 < 1.
Das Maximum de Gewinn e ände ung (4.1) wi d e eich ü
ÖUN
(4.2) =0; q* = 1.
Fü das Beispiel gil :
öq
1 8
wo = ; UN(q* ) = .
3 3
(iii) Va ian e „nich eh lich"
Mi (3.3) und (3.16) und q* aus (3.6) gil
a / a a / a
2
(4.3) UN = Hz-wk ö2 - aq + a
•
- wk .
2 ß+wö/ 2 ß+wöj
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246 Wilhelm Kuckshin ichs
Die maximale Gewinn e ände ung wi d e eich ü
ÖUN ( a 3 / a k
(4'4)
öw ß + w*ö) ß + w*
ö /
ö
Implizi e Di e en ia ion on (4.4) zeig olgendes E gebnis:
dw*
(4.5) = 0 .
dS
dw* (ß+w*)4
(4.6) = — < 0 ; 0 < w < 1
.
dk ( 3
2a2 ö2- I ß
+ w*ö- —
a
Mi (4.4) is die gesam wi scha lich op imale Kon ollin ensi ä w*
implizi bes imm . Fü das Beispiel gil :
w* = 0,121; q* = 2,9347; UN{w*) = 8,9277.
Ein Ve gleich de d ei Regimes zeig , daß die Va ian e „nich eh lich" mi
eine Reduzie ung de Emission on q = q au q* = 2,9347 die g öß e Ve -
besse ung de gesellscha lichen Wohl ah zu Folge ha . Die hohen Kon-
ollkos en k = 100 üh en dazu, daß die Du chse zung de Va ian e „eh -
lich" nu mi eine ge ingen Ve besse ung de gesellscha lichen Wohl ah
e bunden is .
Die Höhe de S a e is aus gesellscha liche Sich nu ü den Übe gang
on de Va ian e „eh lich" zu Va ian e „nich eh lich" on Bedeu ung. Die
Kon ollin ensi ä u?0, mi de das eh liche Spiel du chgese z we den kann,
is eine Funk ion de S a e 5. Wenn die S a e eine G ößeno dnung
annimm , die die Va ian e „nich eh lich" o eilha sein läß , zeig (4.5),
daß die S a höhe ü das gesam wi scha liche Op imum alloka i ohne
Bedeu ung is . (2.9) zeig abe , daß die S a höhe aus einzelwi scha liche
Sich du chaus on alloka i e Bedeu ung is . Die F age nach de gesell-
scha lich op imalen S a höhe lieg nahe, wobei als gesellscha lich op i-
mal die S a e S* de inie sei, bei de die Summe de einzelwi scha lichen
Maxima (nach indi iduelle Gewinnmaximie ung) maximal wi d. Die op i-
male S a höhe S* im Regime „Eigen ums ech beim Wasse e so ge ; ohne
Ve ag" muß die olgende Bedingung e üllen:
ÖE(B)P 6E(WV)P
(4.7) = .
ÖS ÖS
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Eigen ums- und Ve ügungs ech e am G undwasse 247
Mi (2.2), (2.7) und (2.9) gel en
dw* (S)
dS ß + w*(S)-ö
a 2
+ S* -u;*(S)<0
(4.9)
ÖE (WV)P _ dw* (S)
ÖS dS ß+w*(S)-ö
a 2
+ ö2a2 • (1 -w* (S))
(ß+wUS)-ö)* + S* - k + w* (S).
]
w* (S) is die aus dem einzelwi scha lichen Kalkül in (2.8) implizi
bes imm e op imale Kon ollin ensi ä . Aus de Sich de Baue n ha eine
E höhung de S a e nu nega i e E ek e:
- mi dw% (S)/dS > 0 aus (2.9) eduzie sich die a sächliche Einlei ung
q J = a! [ß + w J (S) • ö] und dami auch de Gewinn;
- die e wa e e S a Zahlung äll höhe aus.
Fü das Wasse we k kann eine solche eindeu ige Rich ung de E ek e mi
(4.9) nich angegeben we den:
- du ch die E höhung de Kon ollin ensi ä e höh sich die Gewinnsi ua-
ion wegen de Ve inge ung de Emission
- du ch die höhe e Kon ollin ensi ä und die höhe e S a e ände sich die
e wa e e Zahlung aus de Di e enz on S a e und Kon ollkos en. Ob
sich diese E ek posi i ode nega i auswi k , kann nich eindeu ig
bes imm we den.
Mi (4.8), (4.9) und (2.9) is die op imale S a e S* bes imm , wenn gil :
Fü die ande en Regimes muß diese op imale S a höhe gesonde bes imm
we den.
Die Diskussion um die Nu zung eines G undwasse kö pe s als Schad-
s o au nahmemedium ü die Landwi scha ode als Rohwasse lie e an
ü die T inkwasse e zeugung is um die P oblema ik de Du chse zung on
Eigen ums ech en e wei e wo den. Die gesam wi scha lich op imale
Lösung, die un e de Vo ausse zung abgelei e wi d, daß de Plane die
wah en G enzgewinn- und G enzschaden unk ionen kenn , wi d in keine
de möglichen Ausp ägungen de Ve gabe on Eigen ums ech en e eich .
(4.10) l-w*(S*) k
(ß + w*(S)- <5)3 ö2 a2 '
; S*> 0.
5. Schlußbeme kung
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248 Wilhelm Kuckshin ichs
Bei nied igen S a en is die Einhal ung de e aglichen Ve einba ung
o nu mi eine hohen Kon ollin ensi ä du chse zba . Viel ach schei e
die Du chse zung de Ve ags eue an eine zu hohen Kon ollin ensi ä .
Die Quo e de Be eiligung de Baue n an de Ne o-Schadensminde ung des
WVU is hie on zen ale Bedeu ung. Abe selbs bei eine hohen S a an-
d ohung is die Du chse zung de Va ian e „eh lich" bei hohen Kon ollko-
s en i.d.R. nich o eilha . Die Inkau nahme eines e ags e le zenden
Ve hal ens de Ve schmu ze üh dann zu einem Gewinnans ieg in Rich-
ung des gesam wi scha lichen Op imums. In diese Si ua ion kann eine
S a e de inie we den, die das einzelwi scha liche E gebnis möglichs
nahe an das gesam wi scha liche Op imum he an üh .
Unabhängig on de Ve eilung on Eigen ums ech en e gib sich in den
d ei behandel en Fällen ü die Va ian e „Baue mogel " dieselbe Emission.
Ob abe ein Ve ag abgeschlossen wi d, häng da on ab, ob beide Pa eien
einen Vo eil aus dem Ve ag ziehen können. So e weis sich die Zuweisung
on Eigen ums ech en an das WVU als ela i o eilha es Sys em. Ohne
En schädigung ü den Gewinn ückgang de Baue n und ohne Be eiligung
de Baue n an de Ne oschadensminde ung des WVU is de An eiz ü das
WVU hoch genug, eine Reduzie ung de Schads o ausb ingung de Baue n
um 31,7% gegenübe de Ausgangssi ua ion du chzuse zen. Eine solche
Lösung kollidie abe mi den Regelungen des Wasse haushal sgese zes.
Wie schon on AKS angeme k , läge es im heo e ischen Ansa z e en uell
nahe, die Kon ollkos en zwischen Baue n und WVU au zu eilen. Wie ein
solche Au eilungsmodus ges al e sein kann und we dann übe die a -
sächlich du chzu üh enden Kon ollen en scheide , is nich meh Gegen-
s and diese A bei .
Zusammen assung
Die Diskussion de Alloka ion eine G undwasse essou ce is aus e ügungs-
ech liche Sich um die P oblema ik de Kon ollkos en zu Du chse zung e agli-
che Ve einba ungen e wei e wo den. Bei nied ige Gelds a e ü die Ve le zung
e agliche Ve einba ungen is Ve ags eue i.
d.
R. nich zu e zwingen. Selbs bei
hohe Gelds a e is die Inkau nahme eines e ags e le zenden Ve hal ens aus de
Sich eines Wasse we ks i.d.R. o eilha . Das gesam wi scha liche Op imum wi d
im o liegenden Modell e ehl . Es kann abe eine op imale S a höhe de inie we -
den, die die Abweichung des einzelwi scha lichen E gebnisses om gesam wi -
scha lichen Op imum minimie . Die Zuweisung de Ve ügungs ech e an das Was-
se e so gungsun e nehmen e weis sich in diesem Modell als ela i o eilha .
Ohne En schädigung ü den Gewinn ückgang de Baue n is eine Reduzie ung de
Schads o ausb ingung um 31,7% gegenübe de Ausgangssi ua ion du chse zba .
Eine solche Lösung kollidie abe mi den Regelungen des Wasse haushal sgese zes.
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Eigen ums- und Ve ügungs ech e am G undwasse 249
Summa y
The discussion o he alloca ion o a g oundwa e esou ce om a p ope y igh s
poin o iew is ex ended o he cos o con olling he implemen a ion o con ac ual
ag eemen s. Wi h a low ine o b eaking he ag eemen s con ac ual ideli y is no
en o ceable. E en wi h a high ine he acquiescence o a con ac iola ion o dina ily
is p o i able o a wa e company. The social op imal alloca ion is no eached in his
model. Bu a social op imal ine may be de ined ha minimizes he di e ence be ween
he social and he p ope y igh s solu ion.
Li e a u
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