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Businessplan Wettbewerb der Region 10: Status und Perspektiven

Wittmann, Robert G.,Forster, Norbert

Abstract

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Full text

Wittmann, Robert G.; Forster, Norbert Working Paper Businessplan Wettbewerb der Region 10: Status und Perspektiven Arbeitsberichte - Working Papers, No. 8 Provided in Cooperation with: Technische Hochschule Ingolstadt (THI) Suggested Citation: Wittmann, Robert G.; Forster, Norbert (2005) : Businessplan Wettbewerb der Region 10: Status und Perspektiven, Arbeitsberichte - Working Papers, No. 8, Fachhochschule Ingolstadt - University of Applied Sciences, Ingolstadt, https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:573-231 This Version is available at: https://hdl.handle.net/10419/202560 Standard-Nutzungsbedingungen: Die Dokumente auf EconStor dürfen zu eigenen wissenschaftlichen Zwecken und zum Privatgebrauch gespeichert und kopiert werden. Sie dürfen die Dokumente nicht für öffentliche oder kommerzielle Zwecke vervielfältigen, öffentlich ausstellen, öffentlich zugänglich machen, vertreiben oder anderweitig nutzen. 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Heft Nr. 8 aus der Reihe "Arbeitsberichte - Working Papers" ISSN 1612-6483 Ingolstadt, im Februar 2005 Abstract Kompetenzaufbau, Kontakte und Kapital sind die Bereiche, in denen der bpw10 Unternehmensgründer bei ihrem Vorhaben unterstützt. Kompetenz sichert die Wettbewerbsfähigkeit und langfristige Existenz, über die Kontakte werden Netzwerke zu kompetenten Partnern erschlossen, Kapital bildet die unverzichtbare Basis für jede Unternehmensgründung. Im Laufe der ersten fünf Jahre übernahm der bpw10 die Betreuung von rund 200 Gründerteams, 78 Businesspläne haben am Wettbewerb teilgenommen, mindestens 30 Ideen wurden umgesetzt. Dies entspricht 115 neuen Arbeitsplätzen in der Region. Zukünftig soll eine noch breitere Palette an Leistungen angeboten werden. Das Benchmarking zeigt deutliche Potentiale (z.B. bei de r Betreuung von Spin-Offs), die zukünfti g ab g edeckt werden sollen. Inhaltsverzeichnis 1 Das Ingolstädter Modell für Gründerqualifizierung und -förderung .........................3 1.1 Umfeld ...................................................................................................................... 5 1.2 Geschäftskonzept .................................................................................................... 6 1.3 Implementierung....................................................................................................... 6 2 Rückblick: der Erfolg der ersten fünf Jahre...........................................................16 2.1 Die Untersuchung ..................................................................................................16 2.2 Umgesetzte Ideen..................................................................................................16 2.3 Gründungsmotive................................................................................................... 18 2.4 Charakterisierung der Gründer..............................................................................19 2.4.1 Demographische Merkmale...................................................................19 2.4.2 Humankapital und Erwerbsbiographie...................................................20 2.5 Charakterisierung der Gründungen.......................................................................22 2.5.1 Wirtschaftsbereiche...............................................................................22 2.5.2 Rechtsform ............................................................................................24 2.5.3 Startkapital.............................................................................................24 2.5.4 Finanzierung..........................................................................................25 2.6 Gründungserfolg.....................................................................................................26 2.6.1 Beschäftigte...........................................................................................26 2.6.2 Umsatz ..................................................................................................28 2.7 Kooperation mit anderen Unternehmen................................................................29 3 Benchmarking .......................................................................................................30 4 Entwicklungsmöglichkeiten ...................................................................................36 4.1 Gründungshemmnisse...........................................................................................36 4.2 Gründungsrelevante Kompetenzen ......................................................................37 4.3 Einfluss des bpw10 auf die Gründungen ..............................................................38 4.4 Wirtschaftlichkeitsbetrachtung............................................................................... 39 5 Ausblick.................................................................................................................40 6 Anhang..................................................................................................................41 7 Literaturverzeichnis...............................................................................................44 1 Abbildungsverzeichnis Abbildung 1: Unternehmerische Herausforderung für Gründer...................................... 5 Abbildung 2: Qualifizierungsangebot der FH Ingolstadt für Unternehmerkompetenz .... 7 Abbildung 3: Ingolstädter Netzwerk zur Gründerförderung.......................................... 11 Abbildung 4: Verteilung der gegründeten Unternehmen.............................................. 17 Abbildung 5: Gründungsmotive.................................................................................... 18 Abbildung 6: Frauenanteil bei den Unternehmensgründungen.................................... 19 Abbildung 7: Alter der Gründer zum Zeitpunkt der Eröffnung des Unternehmens....... 20 Abbildung 8: Berufsabschluss und Berufserfahrung in Jahren .................................... 20 Abbildung 9: Tätigkeit unmittelbar vor der Gründung (Personen)................................ 21 Abbildung 10: Verteilung der Unternehmensgründungen in den Wirtschaftsbereichen22 Abbildung 11: Unternehmensverteilung nach Wirtschaftsbereichen und Zielgruppen. 23 Abbildung 12: Rechtsform zum Zeitpunkt der Gründung und aktueller Stand ............. 24 Abbildung 13: Startkapital in Abhängigkeit von Rechtsform......................................... 24 Abbildung 14: Finanzierungskombinationen (17 Angaben).......................................... 25 Abbildung 15: Beschäftigungsentwicklung................................................................... 26 Abbildung 16: Arbeitsplatzverteilung............................................................................ 28 Abbildung 17: Kooperation mit anderen Unternehmen ................................................ 30 Abbildung 18: Wettbewerbsarten ................................................................................. 31 Abbildung 19: Zielgruppen der Wettbewerbe............................................................... 31 Abbildung 20: Leistungsangebot „was“ ........................................................................ 33 Abbildung 21: Gründungsnetzwerk „wie“ .................................................................... 35 Abbildung 22: Zusammenfassung der Ergebnisse aus dem Benchmarking................ 36 Abbildung 23: Gründungshemmnisse der Teilnehmer................................................. 36 Abbildung 24: Einschätzung gründungsrelevanter Kompetenzen................................ 37 Abbildung 25: Interesse an Seminaren und Informationsveranstaltungen................... 37 Abbildung 26: Einschätzung der Gründer zum Einfluss des bpw10 auf die Gründungsqualität................................................................................................ 39 Abbildung 27: Return on Investment im bpw10............................................................ 40 2 1 Das Ingolstädter Modell für Gründerqualifizierung und -förderung Vor dem Hintergrund wirtschaftlicher Stagnation und dem Problem der Massenarbeitslosigkeit rückt die Frage nach Möglichkeiten zur Förderung von Unternehmertum derzeit verstärkt in den Fokus. Wirtschaftspolitik und regionale Wirtschaftsförderung sind darum bemüht, Anreize im Sinne einer Etablierung einer „neuen Gründungskultur“1 zu setzen und alles zu tun, um sich zur gründerfreundlichen Kommune zu entwickeln. Eine entscheidende Rolle bei der Durchsetzung dieser politikprägenden Metaphern spielt dabei die Vermutung, dass mit der fortschreitenden, technologiegetriebenen Dienstleistungsorientierung unserer modernen Wirtschaftssysteme gerade die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) als Beschleuniger für den erhofften Aufschwung wirken können.2 Im Mittelpunkt der Betrachtung steht das Bild kompetenter Unternehmer, die mit innovativen Ideen erfolgreiche Gründungen vorantreiben oder eine existenzsichernde Unternehmensnachfolge antreten können. In diesem Working Paper wird vorgestellt, mit welchem Ansatz das Netzwerk der Region Ingolstadt die Förderung von Gründern vorantreibt. Im Fokus des Ingolstädter Modells für Gründerqualifizierung und –förderung stehen die drei Bereiche des Kompetenzaufbaus für Unternehmer, der Bereitstellung wertvoller Kontakte im Netzwerk der Gründerszene und in der Unterstützung bei der Akquisition von Kapital zur Finanzierung innovativer Unternehmensideen. Gründer und Nachfolger stehen häufig vor großen Herausforderungen beim Aufbau ihres Unternehmens. Ein Blick auf das teilweise enttäuschende Abschneiden vieler Wachstumsunternehmen der jüngsten Vergangenheit zeigt, dass die vorhandenen Kompetenzen für einen nachhaltigen Erfolg häufig einen limitierenden Faktor bilden.3 Es stellt sich die Frage, wie Unternehmerkompetenz aufgebaut werden kann, damit langfristig wettbewerbsfähige Unternehmen entstehen und sichere Arbeitsplätze geschaffen werden können. Der Global Entrepreneurship Monitor 2003, eine angesehene, international vergleichende Studie zum Thema Gründungskultur, ordnete Deutschland hinsichtlich der auf 1 Vgl. BMBF (Hrsg.) (2000) 2 Vgl. Stedler, H. R. / Peters, H. H. (2002) 3 Nach den Ergebnissen einer aktuellen Umfrage der Deutschen Ausgleichsbank betrachten mehr als die Hälfte der befragten Start-up-Unternehmen Kompetenzmängel als Innovationshemmnis; vgl. Deutsche Ausgleichsbank (2003) S.12 3 Unternehmertum bezogenen Bildungssituation an Hochschulen einen nachrangigen Platz zu.4 Amerikanische Entwicklungen einer gezielten Ausbildung zum Unternehmer nachvollziehend, erweitern mittlerweile diverse deutsche Hochschulen5 ihre Ausbildungsprogramme6 um spezifische Angebote für potenzielle Gründer und selbständige Unternehmer (so genannte „Entrepreneurship Education“).7 Um neben der Kompetenzvermittlung auch ein entsprechend gründungsfreundliches Umfeld bereitzustellen, bedarf es zusätzlicher Anstrengungen, um Jungunternehmern die entsprechende Starthilfe zu bieten und Netzwerke zu erschließen. Ein zielgerichteter Ansatz der Gründerqualifizierung und –förderung muss sich zunächst einmal mit der vielschichtigen Herausforderung auseinandersetzen, vor der junge Unternehmer stehen, um daraus ein maßgeschneidertes regionales Angebot ableiten zu können. Das Ingolstädter Modell der Gründerqualifizierung und –förderung geht dabei von der spezifischen Problemsituation von Gründern, Nachfolgern und Managern junger Wachstumsunternehmen aus (vgl. Abb. 1). Ein für die in Betracht kommenden Zielgruppen geeignetes Konzept zum Aufbau unternehmerischer Kompetenz wird daraus nachfolgend abgeleitet. Aus dem Blickwinkel der Zielgruppe stellt sich die Frage, wie ein erfolgreiches und langfristig wettbewerbsfähiges Unternehmen geschaffen werden kann. Über die einzelnen Phasen des Gründungs- und Wachstumsprozesses müssen sich die Unternehmer einer mehrdimensionalen Herausforderung stellen. Der Schlüssel zum Erfolg liegt dabei auf drei Ebenen: 4 Vgl. Sternberg, R. / Bergmann, H. / Lückgen, I. (2003) S. 30 5 Vgl. Klandt, H. / Knaup, U. (2002) 6 Vgl. Schmude, J. / Uebelacker, S. (2002) 7 In den vergangenen drei Jahren wurden an rund 40 deutschen Hochschulen so genannte Gründungslehrstühle eingerichtet. Ein Vergleich der Angebote zeigt eine große Vielfalt bezüglich der Lernziele, Zielgruppen, Inhalte, Methoden und der Nutzung kommunaler und regionaler Netzwerke der Gründerförderung. Vgl. Koch, L. T. (2003) S. 25-46 4 Wie kann ein wertvolles Unternehmen geschaffen werden? P a r t n e r Shareholder/ Ei g entümer Lieferanten Mitarbeiter/ Team Investoren Lobbys Staat Wettbewerb Kunden Bewertung & Finanzen Welcher Wert wird g eschaffen? Markt & Positionierung Welche Position nimmt das Unternehmen im Wettbewerbskontext ein? Produkt & Dienstleistung Welcher Kundenvorteil kann g eboten werden? Wertschöpfung & Organisation Welches Design hat die Wertschö p fun g ? Chancen & Risiken Wie sieht ein effektives Management von Chancen und Risiken aus? Management Projektmanagement & Controlling In welchen Schritten und wie konsequent erfol g t die Umsetzun g ? Wissen & Kompetenzen Welche Kompetenzen schaffen einen nachhaltigen Vorteil? Führung & Mobilisierung Welche Führungsinstrumente sichern die Mobilisierun g ? Abbildung 1: Unternehmerische Herausforderung für Gründer 1.1 Umfeld Auch wenn häufig bei einer Unternehmensgründung eine spezifische Produktidee im Vordergrund steht: das Wettbewerbsumfeld definiert Möglichkeiten und Grenzen für eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung. Deshalb steht am Anfang zunächst einmal der Blick nach außen. Trends im Umfeld, Kunden, Wettbewerber, Lieferanten, Partner, Eigentümer, Investoren, Mitarbeiter, das Management sowie Staat, Gesellschaft und Lobbys beeinflussen das Spielfeld des Wettbewerbs. Wer auf Dauer gewinnen möchte, muss alle sich eröffnenden Chancen und Risiken erkennen und mit kreativen Ansätzen die strategische Basis für eine zukunftsfähige Geschäftsentwicklung legen. Es muss gelingen, durch ein überzeugendes und konsistentes Geschäftskonzept Kunden für das Angebot zu gewinnen, das Team für die gemeinsame Aufgabe zu begeistern, 5 Die Stiftungsprofessur wird zunächst über einen Zeitraum von fünf Jahren bis Dezember 2005 finanziert von der Sparkasse Ingolstadt, der IFG – Gesellschaft für Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung Ingolstadt mbH (eine 100%ige Tochter der Stadt Ingolstadt), der Bayerischen Landesbank Girozentrale, dem Sparkassenverband Bayern sowie dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft. Nach dem Förderzeitraum übernimmt der Freistaat Bayern die Anschlussfinanzierung und sichert so die Nachhaltigkeit der auf dieser Plattform entstehenden Gründerförderung. Eine intensive Zusammenarbeit mit der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt im regionalen Businessplan Wettbewerb sichert die Mobilisierung des Ideenpotenzials der Studenten an beiden Hochschulen der Region. Netzwerkpartner in der Gründerforschung Die Stiftungsprofessur für Existenzgründung und Innovationsmanagement ist aktiver Partner des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten EXIST Programms und des auf dieser Plattform arbeitenden Netzwerkes zur Förderung einer „Kultur der unternehmerischen Selbständigkeit“.11 Ziel dieses Programms ist die dauerhafte Verbesserung des Gründungsklimas in Lehre, Forschung und Verwaltung an Hochschulen. Wissenschaftliche Forschungsergebnisse sollen im Rahmen des Technologietransfers in wirtschaftliche Wertschöpfung übersetzt werden. Durch eine zielgerichtete Förderung des großen Potenzials an Geschäftsideen und Gründerpersönlichkeiten an Hochschulen und Forschungseinrichtungen verfolgt das Programm eine deutliche Steigerung der Anzahl innovativer Unternehmensgründungen und damit die Schaffung neuer gesicherter Arbeitsplätze. Die Möglichkeit, als Netzwerkpartner im überregionalen EXIST-Netzwerk mitzuwirken, eröffnet einen Austausch zu den bundesweiten „best-practices“ der Gründerförderung. Es ist ein ausdrückliches Ziel des EXIST-Programms, innerhalb der im Netzwerk beteiligten Hochschulen Bedingungen zu schaffen, die auch bei Auslaufen der Förderung eine dauerhafte Fortführung der gründungsrelevanten Aktivitäten sichern. Die geforderte Nachhaltigkeit ist im Ingolstädter Modell durch die Finanzierungszusage des Freistaates Bayern nach dem Ende des Stiftungszeitraumes gewährleistet. 11 Unter www.exist.de fließen im Internet alle Informationen des Netzwerkes zusammen. Dazu gehört insbesondere eine Projektdatenbank, die Dokumentation der im Rahmen von EXIST gegründeten Unternehmen sowie eine Netzwerkkarte mit einem Überblick über die einschlägigen Initiativen außerhalb der EXIST-Regionen. 12 Die „Förderung von Forschung, Lehre und Transfer zur Thematik Unternehmensgründung“ bestimmt den Vereinszweck des Bonner Förderkreises Gründungs-Forschung e.V. Entrepreneurship Research,12 in dem die Stiftungsprofessur Mitglied ist. Der FGF leistet mit seinen Aktivitäten einen wichtigen Beitrag zur Schaffung und Verbesserung der Infrastruktur für die akademische Forschung und Lehre in dem noch jungen Feld des Entrepreneurship. Der FGF versteht sich dabei als Netzwerkknoten und nimmt eine zentrale koordinierende Rolle im Bereich von Entrepreneurship-Forschung und –Lehre ein. Das Leistungsspektrum des FGF eröffnet das Netzwerk zu den Gründungslehrstühlen, stellt eine Literaturdatenbank und Publikationen zur Verfügung, organisiert Konferenzen zu gründungsrelevanten Themenkreisen und bietet eine Plattform für den Austausch zum Themenkreis Unternehmensgründung. Netzwerkpartner in der Wirtschaftsförderung Zu den erfolgreichen Infrastrukturmaßnahmen für Gründer zählen seit 1998 das von den regionalen Partnern (Stadt Ingolstadt, Landkreise der Region,regionale Sparkassen und Genossenschaften, IHK, sowie HWK für München und Oberbayern) getragene Existenzgründerzentrum Ingolstadt GmbH (EGZ)13 sowie das neu aus der Taufe gehobene Gründerzentrum Neuburg-Schrobenhausen.14 Seit 1998 wurden mit Unterstützung des Existenzgründerzentrum Ingolstadt mehr als 80 Firmenneugründungen gefördert und nachhaltig betreut. Mehr als 40 Unternehmen sind bereits wieder erfolgreich in eigene Räumlichkeiten ausgezogen. Insgesamt entstanden durch die Unterstützung des Existenzgründerzentrum Ingolstadt mehr als 350 Arbeitsplätze (Zeitpunkt des Auszugs). Die Dynamik des weiteren Beschäftigungswachstums zeigt sich an zwei Firmen, die zwischenzeitlich mehr als 150 Beschäftigte zählen. Branchenschwerpunkte finden sich bei industrienahen Dienstleistungen und im Forschungs- und Entwicklungsbereich. Hierbei spielt die Fahrzeugentwicklung bzw. –konstruktion eine entscheidende Rolle. Die Gründer haben zu einem großen Teil einen akademischen Hintergrund. Das Leistungsspektrum des Existenzgründerzentrum Ingolstadtreicht von der Bereitstellung von Infrastruktur, umfassenden Serviceleistungen für Gründer, den Zugang zu Netzwerkpartnern über die individuelle 12 Vgl. www.fgf-ev.de 13 Vgl. www.egz.de 14 Vgl. www.tilly-park.de 13 Beratung und Betreuung bis hin zu gründungsbezogenen Veranstaltungen. Darüber hinaus leistete das Existenzgründerzentrum in den betrachteten Perioden massive Unterstützung bei der Akquisition und Betreuung der Teilnehmer des Businessplan Wettbewerbs. Das Netzwerk zur Schaffung eines gründerfreundlichen Klimas und zur Förderung junger Unternehmen reicht aber auch über die Grenzen der Region 10 hinaus. Bestehende überregionale Vernetzungen ergeben sich insbesondere mit dem Arbeitskreis Deutscher Technologie- und Gründerzentren (ADT). Das Existenzgründerzentrum Ingolstadt ist Mitglied im Bundesverband ADT und erschließt den angesiedelten Unternehmen somit bundesweit Kontakte sowie Technologietransfer Intensiver Bayernweiter Austausch im Gründungsbereich wird durch die Sprechertätigkeit des Geschäftsführers des Existenzgründerzentntrum Ingolstadt für die bayerischen Technologie- und Gründerzentren sichergestellt. Ein breites Spektrum der Unterstützung für Gründer und Maßnahmen zur Förderung einer gründerorientierten Infrastruktur in Ingolstadt bietet die IFG Gesellschaft für Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung Ingolstadt mbH, eine 100%ige Tochter der Stadt Ingolstadt.15 Beispielhaft genannt seien der in Kooperation zwischen der Stiftungsprofessur und der IFG-Gesellschaft für Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung mbH erarbeitete Gründerleitfaden sowie das Projektseminar „Gründerfreundliche Kommune“, das im Rahmen eines Erfahrungsaustausches für die Region Südbayern Ansätze zur Förderung von Existenzgründungen sammelt, aufbereitet und der Arbeitsgemeinschaft MAI (München, Augsburg, Ingolstadt) der Vereinigung der süddeutschen Wirtschaftsförderer zur Verfügung stellt. Netzwerkpartner im Bereich der Medien Die regionalen Medien bieten eine Kommunikationsplattform für die Berichterstattung zur regionalen Gründerszene und unterstützen den Businessplan Wettbewerb bpw10 bei der Mobilisierung von Unternehmern mit Geschäftsideen. 15 www.ifg-ingolstadt.de 14 Netzwerkpartner in der Verwaltung Zu einem innovationsfreundlichen Klima tragen insbesondere auch die Partner aus dem Bereich der öffentlichen Verwaltung durch eine gründerfreundliche Handhabung entsprechenden Prozessen und Verfahren bei. Netzwerkpartner in der Wirtschaft Die Sparkassen und Volksbanken/Raiffeisenbanken der Region fördern den Businessplan Wettbewerb und bieten für Gründer Beratung und Unterstützung bei allen Fragen einer adäquaten Unternehmensfinanzierung. Die Sparkassen der Region stellen darüber hinaus seit 1998 den Beteiligungsfonds Oberbayern Nord GmbH & Co. KG16 zur Verfügung. Durch die Bereitstellung von Fondsmitteln zur Eigenkapitalstärkung sollen insbesondere kleine und mittlere Unternehmen und Existenzgründer unterstützt werden. Besonders berücksichtigt werden hierbei innovative und technologieorientierte Unternehmen und Existenzgründer. Der Beteiligungsfonds übernimmt in der Regel langfristige Beteiligungen als stiller Gesellschafter, ohne dabei in die Geschäftsführung der finanzierten Unternehmen einzugreifen. Die Beteiligung des Fonds ist bis zu € 250.000 je beantragendes Unternehmen möglich, die Dauer der Beteiligung beträgt in der Regel zehn volle Kalenderjahre. Die Industrie- und Handelskammer sowie die Handwerkskammer für München und Oberbayern bieten Informationen, Gründungsseminare und Qualifizierung zur Existenzsicherung. Führungskräfte aus Industrieunternehmen, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Unternehmensberater tragen im Rahmen von Coachingaktivitäten dazu bei, dass die Gründer bei der Beschreibung ihrer Geschäftsidee mit professioneller Unterstützung einen konsistenten Businessplan erarbeiten können. Gelingt es, das Geschäftskonzept und die damit verbundenen Chancen und Risiken klar darzustellen, steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass Investoren überzeugt werden und die Idee durch eine entsprechende Finanzierung unterstützen. Unter den zukünftig zu erwartenden Anforderungen an die Unternehmensfinanzierung (Stichwort Basel II) wird sich das Instrument Businessplan sowohl für Gründer als auch für etablierte Unternehmer zum zentralen Instrument zur Akquisition von Finanzierungsquellen entwickeln. 16 Vgl. www.s-beteiligungsfonds.de 15 2 Rückblick: der Erfolg der ersten fünf Jahre Das Ziel des Businessplan Wettbewerb der Region 10 ist, das Unternehmertum in Ingolstadt und den Landkreisen Eichstätt, Pfaffenhofen und Neuburg- Schrobenhausen zu fördern. Seine Leistungen bietet der bpw10 bereits seit 5 Jahren an. Im Sommersemester 2004 ist eine Evaluation durchgeführt worden, die den Erfolg der fünfjährigen Arbeit präzisieren sollte. Die Zusammenfassung der Ergebnisse wird im Folgenden vorgestellt. 2.1 Die Untersuchung Die Untersuchung verlief in 3 Stufen. Im ersten Schritt ist eine schriftliche Befragung durchgeführt worden. Die Datenbasis bildeten die Teilnehmer des bpw10, die ein Businessplan eingereicht haben. Die Adressenaktualisierung ergab insgesamt 68 gültige Anschriften. Im zweiten Schritt erhielten die Teilnehmer den Fragebogen in elektronischer Form per Email zugeschickt. Der größte Erfolg konnte in dritter Stufe, anhand eines Telefoninterviews erreicht werden. Die Gesamtrücklaufquote beläuft sich auf 44 Fragebögen, dies entspricht 65%. 2.2 Umgesetzte Ideen Der Erfolg neugegründeter Unternehmen kann aus verschiedenen Perspektiven17 betrachtet werden. Während die Gründungsinitiatoren nach höheren Gewinnen und Eigenkapitalrentabilität streben, sind für die Region und Businessplan Wettbewerb insbesondere die neugeschaffenen Unternehmen und dauerhaften Arbeitsplätze wichtig. Geschäftsideen aus verschiedenen Bereichen nahmen am Wettbewerb Teil, zahlreiche sind in den Geschäftsplänen beschrieben und 24 davon sind von der Jury als erfolgsversprechend und prämienwürdig eingestuft worden. 30 Unternehmen wurden tatsächlich gegründet (darunter zwei Vereine), davon 17 prämierte Geschäftideen. Einige Gründer, insbesondere Teilnehmer aus den letzteren Runden, stehen bereits „in den Startlöchern“. 17 Klandt, H. (1999) S. 7 16 Bezogen auf die Anzahl der beantworteten Fragebögen (43), ergibt sich eine Unternehmensgründungsquote von rund 70%. Es ist jedoch zu berücksichtigen, dass es sich hierbei höchstwahrscheinlich um eine Positiv-Auslese handelt. Es ist angenehmer vom eigenen Erfolg zu berichten, deshalb sind möglicherweise mehr Fragebögen von Unternehmern beantwortet worden, als von denen, die es nicht geworden sind. Betrachtet man die Anzahl der Unternehmensgründungen im Zeitverlauf, fällt auf, dass in den Jahren 2001 und 2002 relativ wenige Unternehmen gegründet worden sind (Abb. 4). Erst seit 2003 steigt die Anzahl neugegründeter Unternehmen wieder an. Dieses Bild zeichnet sich nicht nur auf regionaler Ebene ab, in Deutschland aber auch in zahlreichen anderen Industrieländern sind vom Global Entrepreneurship Monitor (GEM) in dieser Zeit drastische Rückgänge verzeichnet worden.18 Gesamt 2000 2001 2002 2003 2004 Anzahl der Businesspläne 78 24 12 11 19 12 Antworten aus der jew. Runde 43 (55%) 15 (63%) 5 (42%) 5 (45%) 10 (53%) 8 (67%) Davon gegründete Unternehmen 30 10 4 4 5 7 Durchschnittliche Selbstständigkeitsdauer in Monaten 44 44 34 24 7 Nicht mehr auf dem Markt 4 2 2 Abbildung 4: Verteilung der gegründeten Unternehmen Mindestens genau so wichtig, wie die Anzahl der Unternehmensgründungen, ist die Zahl der Unternehmensauflösungen. Von den 30 angegebenen Unternehmen existieren vier nicht mehr. Diese konnten sich im Durchschnitt drei Jahre auf dem Markt behaupten, bevor sie endgültig aufgelöst wurden. Trotz unterschiedlicher Geschäftsideen und Standorte gleichen sich die Gründe für das Scheitern. Alle vier Unternehmen sind durch Teams gegründet worden. Drei davon geben das schlechte Verhältnis zum Geschäftspartner als einen der Gründe für das Scheitern an. Weitere, häufig genannte Ursachen sind schlechte Branchenbedingungen und zu starke Konkurrenz. 18 Vgl. Sternberg, R. Bergmann, H. (2002) S. 20 17 2.3 Gründungsmotive Geht man bei der Frage nach den Gründungsmotiven von der Anzahl der Nennungen aus, so kristallisieren sich aus der Menge der Vorschläge zwei Gründe eindeutig heraus. Fast übereinstimmend sind die „Entscheidungs- und Handlungsfreiheit“ sowie das „Verwirklichen eigener Ideen“ als Gründungsmotive genannt worden. Auch die „wirtschaftliche Unabhängigkeit“ sowie das „Streben nach höherem Einkommen“ sind bedeutende Gründe für den Schritt in die Selbstständigkeit (Abb. 5). Für rund 63% der Befragten ist die drohende Arbeitslosigkeit kein Grund für eine Unternehmensgründung und auch „mehr Freizeit“ trifft als Gründungsmotiv für rund 90% der Gründer eher nicht bzw. nicht zu. 23 13 22 14 16 10 4 3 3 1 3 6 9 1 4 8 3 8 10 10 6 2 1 5 8 8 10 2 3 1 3 1 5 9 4 15 10 10 6 3 7 1 3 1 1 6 15 6 8 3 5 5 17 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% Entscheidungs- und Handlungsfreiheit erreichen Marktlücke erkannt Eigene Idee verwirklichen Eigene Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen Streben nach wirtschaftlicher Unabhängigkeit Streben nach höherem Einkommen Unbefriedigende frühere Tätigkeit Abwenden von Arbeitslosigkeit Gutes Ansehen in der Öffentlichkeit Macht und Einfluss gewinnen Menschen führen Pos. Bsp. von Selbstständigkeit kennen gelernt Mehr zeitliche Flexibilität Mehr Freizeit trifft zu trifft eher zu trifft eher nicht zu trifft nicht zu Abbildung 5: Gründungsmotive 84% der Befragten geben zu, dass „Gutes Ansehen in der Öffentlichkeit“ für sie kein Gründungsmotiv ist. Zu diesem Ergebnis kommen auch die Experten des GEM: „ in anderen Ländern insbesondere in den USA und Kanada, aber auch in Hongkong und Taiwan (Gründungsstarke Länder), genießen Unternehmer ein höheres Ansehen als in Deutschland, und man betrachtet die Gründung eines Unternehmens in stärkerem Maße als geeigneten Weg, den sozialen Aufstieg zu schaffen.“19 19 Sternberg, R. Bergmann, H. (2002) S. 31 18 2.4 Charakterisierung der Gründer 2.4.1 Demographische Merkmale Bei der Befragung der Unternehmensgründer sind unter anderem Merkmale und Charakteristika der Gründungspersonen erhoben worden. Um die Ergebnisse aussagekräftig zu gestalten, bietet sich der Vergleich mit den entsprechenden Werten in der Bevölkerung bzw. mit den Ergebnissen vergleichbarer Untersuchungen. Sowohl in der Vorbereitungsphase (Besuchen der Seminare, Erstellen eines Geschäftsplans), als auch bei der Gründung der Unternehmen beläuft sich der Frauenanteil auf ca. 20% (Abb. 6). Im Vergleich zum Anteil der abhängig beschäftigten Frauen (41% in der Region 1020) zeigt sich, dass die Gründerinnen beim betrieblichen Gründungsgeschehen deutlich unterrepräsentiert sind. Auch die Münchner Studie21 und die Ergebnisse des GEM22 weisen eine höhere Gründerinnenquote auf, mit 32% liegen diese um ein Drittel höher. Businesspläne Unternehmensgründungen Unternehmensgründungen in Teams Anzahl in % Anzahl in % Anzahl in % Abhängig Beschäftigte Region 10 (in %)23 weiblich 14 22 5 20 3 60 41 männlich 64 78 25 80 12 48 59 Abbildung 6: Frauenanteil bei den Unternehmensgründungen Dass Frauen weniger Unternehmen gründen, ist seit einiger Zeit bekannt. Dieses Problem besteht nicht nur in Deutschland und variiert von Land zu Land. „In Japan gibt es pro Gründer nur 0,21 Gründerinnen, in Thailand ist das Verhältnis mit 0,98 beinahe ausgeglichen.“24 Das GEM nennt folgende Ursachen für niedrige Gründungsquoten: Frauen stehen den Gründungen pessimistischer gegenüber, sie haben geringeres Vertrauen in ihre Gründungsfähigkeiten und sie erhalten weniger Unterstützung für ihr Vorhaben.25 Bei der Bewertung der Unterstützung für Frauen belegt Deutschland den 26. Platz von 32. Mangelnde Unterstützung von Unternehmensgründerinnen dürfte für Ingolstadt nicht zutref- 20 http://www.statistik-ingolstadt.de/ 21 Vgl. Brüderl, J. Preisendörfer, P. Ziegler, R. (1998) S. 83 22 Vgl. Sternberg, R. Bergmann, H. (2002) S. 32 23 Vgl. Statistisches Jahrbuch 2003. Arbeitsmarkt und Beschäftigung. S. 66 24 Sternberg, R. Bergmann, H. (2002) S. 32 25 Sternberg, R. Bergmann, H. (2002) S. 6 19 fend sein, denn die Gründerinnenberatungsstelle „ProBeschäftigung e.V.“ bietet ein umfassendes Angebot an Leistungen, die speziell für diese Zielgruppe zugeschnitten sind. Das durchschnittliche Alter der erwerbstätigen Bevölkerung in Oberbayern liegt bei 40 Jahren.26 Das Durchschnittsalter zum Zeitpunkt der Gründung beträgt in der Region 10 ca. 37 Jahre. Dieses Ergebnis ist in etwa mit dem der Münchner Gründerstudie (36 Jahre) vergleichbar. Gründer konzentrieren sich stärker auf die Altersgruppen bis 40 Jahre: 23% sind jünger als 30 Jahre, fast die Hälfte (47%) gründen im Alter zwischen 31 und 40 Jahren, weitere 30% zwischen 41 und 50 Jahren (Abb. 7). bis 30 Jahre 31-35 Jahre 36-40 Jahre 41-45 Jahre 46-50 Jahre Anzahl der Gründer 7 7 7 5 4 Abbildung 7: Alter der Gründer zum Zeitpunkt der Eröffnung des Unternehmens 2.4.2 Humankapital und Erwerbsbiographie Um den Rahmen der Untersuchung nicht zu sprengen, ist bei der Erhebung nicht auf den Schulabschluss eingegangen worden. Die Befragten sollten lediglich den höchsten Berufsabschluss nennen. Folgende Ergebnisse sind dabei zu Tage gekommen: rund 17% der Gründer haben eine gewerbliche Lehre und weitere 14% eine kaufmännische Lehre absolviert. Über zwei Drittel, nämlich 69%, haben auf einen Fachhochschul- oder Universitätsabschluss verweisen können (Abb. 8). bis 30 Jahre 31-35 Jahre 36-40 Jahre 41-45 Jahre 46-50 Jahre technischer/gewerblicher/handwerklicher Berufsabschluss 2 2 1 Kaufmännischer Berufsabschluss 1 3 Fachhochschule/Hochschule 6 5 2 4 3 Berufserfahrung (Durchschnittswerte) 4 9 15 11 23 Abbildung 8: Berufsabschluss und Berufserfahrung in Jahren Für den Erfolg eines neugegründeten Unternehmens spielt die Berufserfahrung der Gründer eine bedeutende Rolle (Abb. 8). Diese hängt vor allem vom Alter der einzelnen Person ab, schwankt jedoch auch nach der Einteilung in Altersgruppen erheblich, so liegt beispielsweise der Unterschied innerhalb einer 26 Vgl. Brüderl, J. Preisendörfer, P. Ziegler, R. (1998) S. 83 20 Gruppe bei 18 Jahren. Neben den verschiedenen Ausbildungswegen, könnte die Arbeitslosigkeit die Dauer der Berufserfahrung beeinträchtigen. In diesem Zusammenhang sind die Gründer nach ihrer Tätigkeit unmittelbar27 vor der Gründung gefragt worden. 45% der Gründer gaben an, vor der Gründung sozialversicherungspflichtig vollbeschäftigt gewesen zu sein, weitere 17% gingen einer freiberuflichen Tätigkeit nach. Rund 14% waren in der Ausbildung, jeweils 7% waren Unternehmer und Beamte. Rund 10% waren unmittelbar vor der Gründung arbeitslos (Abb. 9). Ihre durchschnittliche berufliche Erfahrung beläuft sich auf 25 Jahre, das Alter zum Zeitpunkt der Gründung lag zwischen 36 und 50 Jahren. Arbeitslos 10% Sonstiges 7% In der Ausbildung 14% Freiberufler 17% SV-pflichtig vollbeschäftigt 45% Unternehmer 7% Abbildung 9: Tätigkeit unmittelbar vor der Gründung (Personen) Besonders frühere Berufserfahrung in der Gründungsbranche ist von Vorteil. Unter den 29 Angaben waren 22 Unternehmer in der Gründungsbranche beruflich tätig. Davon haben 68% Leitungserfahrung sammeln können (18% als Gruppenleiter, je 23% als Abteilungsleiter und Bereichsleiter, 4% als Firmenleiter). Unter denen, die keine Erfahrung in der Gründungsbranche hatten, waren vor der Gründung drei Personen als Firmenleiter und zwei als Abteilungsleiter tätig. Insbesondere im Hinblick auf die Posten, die von den Befragten in der abhängigen Beschäftigung besetzt wurden, bietet sich Frage nach der Zufriedenheit und Zielerreichung an. Rund 57% der Gründer geben an, von den geplanten 21 27 Die Tätigkeit unmittelbar vor der Gründung ist deshalb interessant, weil einer Gründung aus der Arbeitslosigkeit schlechtere Chancen auf Erfolg beigemessen werden (z.B wegen der schlechteren Kapitalausstattung), als einer Gründung nach der Vollbeschäftigung. • Vergleich der Gründungsarten Teamgründungen sind risikobereiter, sie stellen Vollzeitarbeitsplätze zur Verfügung, während die Einzelgründer eher freie Mitarbeiter beschäftigen. Insgesamt sind durch die Unternehmensgründungen 115 Arbeitsplätze geschaffen worden, bei 24 Unternehmen ergibt dies einen Durchschnitt von 4,8 Stellen je Unternehmen. Abgesehen von den 8 nicht genauer differenzierten Stellen, verteilen sich die Arbeitsplätze wie in der Abbildung 16 dargestellt. Die Anzahl der Vollzeitstellen und der beschäftigten freien Mitarbeiter ist mit 41% bzw. 43% fast identisch. 12% der Stellen werden für Teilzeit- bzw. geringfügig Beschäftigte zur Verfügung gestellt. Außerdem bietet ein Handwerksbetrieb zwei Ausbildungsplätze an. 7 44 88 2 46 freie Mitarbeiter A uszubildende geringf. Beschäftigte u. Familienangehörige Vollzeitbeschäftigte Teilzeitbeschäftigte sonstige Abbildung 16: Arbeitsplatzverteilung 2.6.2 Umsatz Alle 24 Unternehmen, die auf dem Markt vertreten und keine Vereine sind, haben Angaben zum Umsatz im Gründungsjahr gemacht. Bei 79% der Gründungen liegt der Umsatz unter € 50.000, 13% erzielten einen Umsatz zwischen 50.000 und € 100.000 und 8% über € 1.000.000. Zum Umsatz in 2003 sind nur 17 Angaben gemacht worden, es liegt vor allem an den Unternehmen, die erst in 2004 gegründet worden sind (5). Mit einer Ausnahme geben alle Unternehmen an, in 2003 einen Umsatz unter € 250.000 28 erzielt zu haben.30 Sowohl die Unternehmen, die im Gründungsjahr einen Umsatz von unter € 50.000 verzeichnet haben, als auch die, die einen Umsatz zwischen 50.000 und € 100.000 hatten liegen nun bei unter € 250.000. Während der Umsatz des Ausnahmeunternehmens im Gründungsjahr bei über € 1.000.000 lag, verzeichnet es in 2003 einen Umsatz zwischen 1.000.000 und € 3.000.000. Wie hoch der Zuwachs tatsächlich ist, wurde nicht erhoben. Die Entwicklung der Unternehmen sollte auch über den Gewinn eingefangen werden. Dabei geht es nicht um dessen Höhe, aus demselben Grund wie oben, sondern um die Dauer, bis der erste Gewinn erzielt worden ist. Diese beträgt im Durchschnitt zwölf Monate (insgesamt 15 Angaben). Ein Drittel der Unternehmen erzielte den ersten Gewinn innerhalb der ersten sechs Monate, zwischen einem halben Jahr und zwölf Monaten dauerte es bei weiteren 33%. Bei 20% der Unternehmen lag der Zeitpunkt zwischen zwölf und achtzehn Monaten, bei den übrigen 13% dauerte es 2,5 bis 3 Jahre. 58% der Unternehmer schätzen ihr Unternehmen als gefestigt ein. In der Zukunft ist „Wachstum und dann Verkauf“ die beste Perspektive für rund 47%. 27% bevorzugen nur „Wachstum“ und 17% favorisieren „Nachfolge“. Immerhin 10% der Teilnehmer könnten sich einen Börsengang als Zukunftsperspektive vorstellen. 2.7 Kooperation mit anderen Unternehmen Durch die Kooperation mit anderen Unternehmen erschließen sich außerordentliche Vorteile. Synergieeffekte durch Ideen- und Erfahrungsaustausch, Knowhow-Zuwachs, Akquisitionsvorteile (Nutzung von Kontakten, gegenseitige Auftragserteilung), bessere Bedienung des Kunden und eine Erweiterung der Dienstleistungspalette. Solche Kooperationen entstehen oft aus alltäglichen Situationen z.B. durch Kontakt zum ehemaligen Arbeitgeber, Studien- und Arbeitskollegen. 30 Um den Unternehmern nicht zu nahe zu treten, sind die Umsatzzahlen im Fragebogen relativ grob strukturiert gewesen, so ist der relative Umsatzzuwachs nicht genau messbar. 29 3 2 4 3 5 3 1 2 9 9 4 2 1 10 9 7 5 2 3 7 0% 20% 40% 60% 80% 100% Nutzung gemeinsamer Infrastruktur Gemeinsame Bearbeitung von Aufträgen Erfahrungsaustausch Einkaufs- bzw. Absatzbeziehungen Bezug externer Leistungen Gemeinsame PR-Projekte, Marketing F&E In Ingolstadt In der Region Außerhalb Abbildung 17: Kooperation mit anderen Unternehmen Auch die Teilnehmer des Businessplan Wettbewerbs nutzen diese Vorteile, im Verlauf der gesamten Wertschöpfungskette nutzen die Unternehmer Vorteile aus Kooperation mit anderen Unternehmen. 38% der Betriebe bearbeiten gemeinsame Aufträge mit Unternehmen aus der Region, 42% mit denen von Außerhalb (Abb. 17). Diese Beziehungen werden, sowohl in der Region als auch mit Unternehmen von außerhalb, für den Erfahrungsaustausch genutzt (37%). Die Buchführung und die Steuerberatung werden von 29% der Unternehmen aus der Region bezogen, je 21% beziehen diese Leistungen in Ingolstadt und außerhalb der Region. 3 Benchmarking Um die weitere Entwicklung des bpw10 gestalten zu können, wurde das Wettbewerbsumfeld analysiert und Entwicklungsmöglichkeiten für den bpw10 überdacht. Hierzu wurden 54 deutsche Ideen- und Businessplan Wettbewerbe und 8 international tätige Wettbewerbe im Internet recherchiert und deren Leistungen verglichen. In der Wettbewerbslandschaft belegen die Businessplan Wettbewerbe 50%, die Ideenwettbewerbe knapp 39% und die Mischform aus Businessplan und Ideenwettbewerb rund 11% (Abb. 18). Bei der Teilnahme an Businessplan Wettbewerben wird der eingereichte Businessplan, bei Ideenwettbewerben lediglich die eingebrachte Idee bewertet und ausgezeichnet. Das Benchmarking ergab, dass sich der Businessplan Wettbewerb der Region 10 in der Hauptgruppe der 31 Businessplan Wettbewerbe seiner Wettbewerbsart befindet. 30 Wettbewerbsarten 11,30% 38,70% 50% Businessplan + Ideenwettbewerb Ideenwettbewerb Businessplan Wettbewerb Zielgruppen der Wettbewerbe 3 8 16 19 20 27 0 5 10 15 20 25 30 Spin-Offs Nachfolge GründerInnen Studenten/Professoren Gründer/Erweiterung allgemein Zielgruppe Anzahl Abbildung 18: Wettbewerbsarten Das Benchmarking wurde in drei Schritten, anhand der Fragen zur Zielgruppe („für wen“), zum Leistungsangebot („was wird angeboten“) und zum Gründungsnetzwerk („wie wird es angeboten“) durchgeführt. Die Einteilung der Wettbewerbe in die verschiedenen Zielgruppen erfolgte nach diesen Kriterien: • alle Interessenten, keine spezifische Zielgruppensegmentierung • Studenten, Hochschulangehörige, Professoren, Forschungsinstitute • GründerInnen • Gründer und Management von Wachstumsunternehmen • Nachfolger • Spin-Offs Eine Gesamtübersicht zu den Zielgruppen gibt Abb. 19 Abbildung 19: Zielgruppen der Wettbewerbe 31 Die Auswertung der Zielgruppen ergab, dass das Potenzial des bpw10 hier sowohl Intensivierungsals auch Erweiterungsbedarf aufzeigt. Bislang war der Anteil an Gründerinnen beim bpw10 mit 20% relativ gering und daher sollte diese Zielgruppe mehr gefördert werden als andere. Der bpw10 setzt sich als Ziel, verstärkt Gründerinnen anzusprechen und somit die Frauenquote im Wettbewerb zu erhöhen. Im Bezug auf die Nachfolgeregelung konnte der bpw10 in Runde 5 bereits die ersten Gewinner in dieser Zielgruppe auszeichnen. Bundesweit lässt sich für die nächsten Jahre die Prognose aufstellen, dass mehrere tausend Unternehmen vor der Frage „Nachfolgeregelung“ stehen werden und der bpw10 als geordnetes Instrument gute Dienste für dieses Problem anbietet. Häufig ergeben sich neue Geschäftsideen in bestehenden Unternehmen, welche zum Teil nicht in die Kernstrategie passen. Daher platzieren Großunternehmen diese generierten Geschäftsideen am Markt, aus welchen Spin-Offs entstehen. Der bpw10 sollte bei dieser Zielgruppe ansetzen und die hieraus ergebenden Gründungspotentiale nutzen. Ebenso zeigt die Zielgruppe der Professoren für den bpw10 Entwicklungspotenzial, da die Hochschulen der Region und deren Hochschulangehörige bis dato nicht verstärkt miteinbezogen wurden. Obwohl in einer vorangegangenen Runde ein Professor aktiv am bpw10 teilgenommen hat, könnte diese Zielgruppe mit dem Aspekt des Technologie- und Wissenstransfers verstärkt beworben werden. Den Intensivierungs- und Entwicklungsbedarf der Zielgruppe fasst folgende Übersicht zusammen: Intensivierung GründerInnen, Nachfolge Neu Spin-Offs, Professoren Bei der Frage nach dem Leistungsspektrum („was wird angeboten“) verglich das Benchmarking die Wettbewerbe folgendermaßen: • Auslobung von Geldpreisen oder Sachpreisen • Bereitstellung von kostenlosen Coachings • Veranstaltungen/Seminare über gründungsrelevante Themen 32 • Bereitstellung eines Teilnehmer-Handbuch • Vorhandensein eines Netzwerks, Nutzung der Netzwerkdienstleistungen • bei der Beantragung von Fördermitteln • Angebot von Zusatzleistungen (kostenloses Marketing, zusätzliche Förderung) • Austauschbörse für Teilnehmer • Beratung/Hilfestellung bei der Beantragung von Fördermitteln Einen zusammenfassenden Überblick gibt hierzu Abb. 20. Leistungen der Wettbewerbe 9 14 19 21 34 36 39 53 0 102030405060 Fördermittel Austauschbörse Zusatzleistungen Netzw erk-DL TN-Handbuch Veranstaltungen Coaching Preis e was? Anzahl Abbildung 20: Leistungsangebot „was“ Die Auswertung des Leistungsangebotes ergab, dass sich für den bpw10 in diesem Bereich auch ein Intensivierungs- und Erweiterungspotenzial aufzeigt. Die Veranstaltungen und Seminare des bpw10 für die Teilnehmer sollten um gründungsrelevante Themenkreise erweitert werden, da eine größere Nachfrage hierfür besteht (vgl. 4.2 Gründungsrelevante Kompetenzen). Ebenso ließe sich durch eine Differenzierung der Geldpreise mit weiteren Sonderpreisen das Leistungsangebot des bpw10 optimieren. Ein besonderer Fokus in diesem Bezug lag bei den vergangenen Runden auf den Sonderpreisen für die Gründung aus dem Handwerk, die Gründung aus der Hochschule oder die Gründung mit einem hohen regionalen Bezug. Das angebotene Teilnehmerhandbuch wurde der „Stufe eins“ des MBPW entnommen, da den Teilnehmern des bpw10 der Einstieg ab der „Stufe zwei“ des Münchener Businessplan Wettbewerbes er- 33 möglicht wird. Der Ansatzpunkt hier wäre, ein vereinfachtes und mit den spezifischen Belangen des bpw10 erweitertes Teilnehmerhandbuch zu veröffentlichen. Da insbesondere in der letzten Wettbewerbsrunde durch die Teilnehmer (lt. empirischer Erhebung) das Vorhandensein einer Austauschbörse angeregt wurde, sollte ein derartiges Angebot überdacht werden. In Frage kommt ein Austausch unter den Teilnehmern und zwischen den Teilnehmern und verschiedenen Netzwerkgruppen (Rechtsanwälte, Steuerberater, Finanzexperten). Die empirische Erhebung ergab außerdem, dass die Fremdfinanzierungsfrage für die Gründer ein Problem darstellt und der überwiegende Teil mit Eigenkapital den Unternehmensstart bestreitet. Somit ergibt sich für den bpw10 das Potenzial, bei der Finanzierung mit staatlichen Fördermitteln den Teilnehmern beratend zur Seite zu stehen und die Kooperation mit Kreditinstituten zu intensivieren. Den Intensivierungs- und Entwicklungsbedarf des Leistungsangebots fasst folgende Übersicht zusammen: Intensivierung Veranstaltungen/Seminare Differenzierung der Geldpreise eigenes Teilnehmer-Handbuch Neu Austauschbörse Beratung/Hilfe bei Fördermitteln Das Leistungsangebot wurde bezüglich der Frage ‚Kooperation im Gründungsnetzwerk’ („wie wird es angeboten“) wie folgt ausführlicher analysiert: • Kooperation mit Medienpartnern: Veröffentlichung der Gewinnerportraits, Darstellung von Erfolgsstories • Kooperation mit anderen Businessplan Wettbewerben • Zusammenarbeit mit einem Gründerzentrum. Eine differenzierte Auswertung zeigte auch in diesem Bereich weitere Potenziale des bpw10 auf, welche intensiviert und/oder erweitert werden sollten. Die folgende Übersicht fasst die Ergebnisse des Benchmarking zum Gründernetzwerk zusammen: 34 4 10 29 0 5 10 15 20 25 30 35 Gründerzentrum Kooperation anderen BPW Gew inner/Erfolgstories wie? Anzahl Abbildung 21: Gründungsnetzwerk „wie“ Die Gewinner der Runde 5 und deren Erfolgsstories wurden nach der Prämierung in der örtlichen Presse veröffentlicht. Eine Artikelserie mit der Darstellung aller Gewinner des bpw10 wurde gestartet und erweckte große Aufmerksamkeit für Gründer und den bpw10. Die Veröffentlichung der Erfolgsstories soll sich als Plattform für die Gründer und zur Darstellung des bpw10 als Instrument der Gründerförderung positiv auswirken. Das Etablieren eines Coaches-Treffen unter dem Thema „coach the coaches“ und das Kommunizieren des Coaching-Prozesses bei den Teilnehmern und Coaches stellt ein weiteres Entwicklungspotenzial für den bpw10 dar. Bisher wurden die Coaches in einem kleinen Rahmen auf die Beratungstätigkeit vorbereitet. In Zukunft sollen die Coaches in einem eigenen Netzwerk mit regionaler Unterstützung der Landkreise und der Stadt Ingolstadt zu einer homogenen Qualität mit gleichen Kompetenzen entwickelt werden. Die folgende Übersicht fasst die Potentiale des bpw10 in Bereich Gründungsnetzwerk zusammen: Intensivierung Veröffentlichung von Erfolgsstories Neu „coach the coaches“ Die folgende Übersicht zeigt umfassend die Ergebnisse aller Bereiche des Benchmarking, in welchen der bpw10 bereits ein sehr gutes Angebot bietet, aber auch jene Bereiche, die intensiviert oder neu aufgenommen werden sollten. 35 Zielgruppe (Für wen?) Leistungsangebot (Was?) Gründungsnetzwerk (Wie?) Best Practice - Gründer - Management von Wachstumsunternehmen - Coaching- Vereinbarung - Kooperation mit EGZ Ingolstadt Intensivierung - Gründerinnen - Nachfolge - eigenes TN-Handbuch - verstärkt Veranstaltungen/ Seminare - Differenzierung der Geldpreise, z.B. Sonderpreise - engere Kooperation mit MBPW Neu - Spin-Offs - Professoren - Austauschbörse für Teilnehmer - Beratung/Hilfe bei Fördermitteln - „coach the coaches“ Abbildung 22: Zusammenfassung der Ergebnisse aus dem Benchmarking 4 Entwicklungsmöglichkeiten 4.1 Gründungshemmnisse Häufig sind es nicht die attraktiven Preise, weshalb sich potentielle Gründer an den Businessplan Wettbewerb wenden, sondern die professionelle Beratung und die persönliche Betreuung, die den Teilnehmern geboten wird. Die Probleme, mit denen die Gründer konfrontiert werden, sind verschieden. Unter den am häufigsten genannten Hemmnissen ist die Finanzierung (Startkapitalbeschaffung, unübersichtliches Angebot an öffentlichen Fördermitteln) und nicht ausgereiftes Unternehmenskonzept (Abb. 23). Genehmigungsfragen 3 nicht ausgereifter Unternehmenskonzept 12 sonstiges* 8 persönliche Gründe 9 Standortfragen 2 Finanzierungsfragen 21 Abbildung 23: Gründungshemmnisse der Teilnehmer31 31 Bei der Beantwortung dieser Frage waren Mehrfachnennungen möglich. Diese Frage ist von 37 Personen beantwortet worden. 36 4.2 Gründungsrelevante Kompetenzen Bei der Frage nach den gründungsrelevanten Kompetenzen, ging es um die Selbsteinschätzung von Fähigkeiten und Kenntnissen der Gründer. Die Teilnehmer vergaben Schulnoten 1 (sehr gut) bis 5 (ungenügend) für vorgegebenen, in Zusammenhang mit einer Gründung stehenden Themen. 2 Finanzierungskonzept Rechtsform Steuerrecht Patentrecht Versicherungsfragen Nachfr./Kundenanalys Konkurrenzanalyse Vertrieb Werbung Preisbildung Fördermöglichkeiten Kostenrechnung Buchführung Rechtl. Regulierung Personalfragen nach der Teilnahme am bpw 10 vor der Teilnahme am bpw 10 1 3 4 5 sehr gut gut befriedigend genügend un g enü g end Abbildung 24: Einschätzung gründungsrelevanter Kompetenzen Als besonders schlecht schätzen die Teilnehmer ihre Kenntnisse in Versicherungsfragen (Durchschnittsnote: 3,38) und bei den Fördermöglichkeiten (3,69), sowie in Patent- und Steuerrecht (3,65/3,19) ein. Der Gesamtdurchschnitt vor der Teilnahme am bpw10 ergibt eine 3, also „befriedigend“ (Abb. 24). 024681012 Fördermöglichkeiten Finanzierungskonzept Steuerrecht Nachfrage-/Kundenanalyse Versicherungsfragen Personalfragen Patentrecht Buchführung Werbung Vertrieb Rechtsform Rechtliche Regulierung Preisbildung Kostenrechnung Konkurrenzanalyse Abbildung 25: Interesse an Seminaren und Informationsveranstaltungen 37 7 Literaturverzeichnis Brüderl, Josef; Preisendörfer, Peter; Ziegler, Rolf: Der Erfolg neugegründeter Betriebe: Eine empirische Studie zu den Chancen und Risiken von Unternehmensgründungen. 2. Auflage. Berlin: Duncker und Humbolt, 1998 Bundesministerium für Bildung und Forschung (Hrsg) (2000): EXIST – Existenzgründer aus Hochschulen – Netzwerke für innovative Unternehmensgründungen, Bonn 2000. 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Wittmann, Jahrgang 1962, ist seit dem Jahr 2000 Stiftungsprofessor für Innovationsmanagement an der Fachhochschule Ingolstadt und Partner der ADDventure Consulting GmbH, Königsbrunn. In einer Vielzahl von Projekten – unter anderem bei Siemens, Metro und Thyssen-Krupp – begleitet er die Konzeption und Implementierung wertorientierter Strategien im In- und Ausland. Im Rahmen des Businessplan Wettbewerbs bpw10 berät Wittmann auch junge Unternehmen in der Gründungs- und Wachstumsphase und fördert den nachhaltigen Aufbau eines Entrepreneurship-Netzwerkes mit Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Wirtschaftsförderung. Contact: [email protected] Norbert Forster, Dipl-Kfm. und Bankkaufmann, Jahrgang 1963, ist seit dem Jahr 1997 Geschäftsführer der Existenzgründerzentrum Ingolstadt GmbH und seit mehr als zehn Jahren freiberuflicher Dozent in den Fachbereichen Finanzierung, Marketing sowie Arbeitsrecht. Als Lehrbeauftragter an der Fachhochschule Ingolstadt beschäftigt er sich mit dem Thema „Existenzgründung und Unternehmensberatung für KMU“. In seiner beruflichen Tätigkeit als Unternehmensberater betreut er Start-Ups und mittelständische Unternehmen bei der erfolgreichen Unternehmensgründung sowie nachhaltigen Weiterentwicklung. Im Businessplan Wettbewerb bpw10 berät Herr Forster innovative Unternehmen in der Start- und Reifephase und unterstützt das Gründernetzwerk. Liana Weber, Diplombetriebswirtin (FH), ist seit April 2004 Mitarbeiterin beim Businessplan Wettbewerb der Region 10. In ihrer Diplomarbeit zum Thema: „Monitoring Existenzgründung in Ingolstadt“ untersuchte sie den Erfolg des bpw10, der seit 1999 in der Planungsregion 10 verankert ist. Julia Widdmann, Cand. Dipl.-Betriebswirtin (FH), absolviert ihr praktisches Studiensemester im Rahmen des Businessplan Wettbewerbes bpw10, welcher von Prof. Dr. Wittmann geleitet wird. Im Anschluss an ihr Praktikum wird sie eine Diplomarbeit mit dem Thema „Benchmarking des bpw10“ bei Prof. Dr. Wittmann schreiben und die Entwicklungspotenziale des bpw10 aufzeigen. Impressum Herausgeber Der Präsident der Fachhochschule Ingolstadt Esplanade 10 85049 Ingolstadt Telefon: 08 41 / 93 48 - 0 Fax: 08 41 / 93 48 - 200 E-Mail: [email protected] Druck Hausdruck Die Beiträge aus der FH-Reihe "Arbeitsberichte/ Working Papers" erscheinen in unregelmäßigen Abständen. Alle Rechte, insbesondere das Recht der Vervielfältigung und Verbreitung sowie der Übersetzung vorbehalten. Nachdruck, auch auszugsweise, ist gegen Quellenangabe gestattet, Belegexemplar erbeten. Internet Dieses Thema können Sie, ebenso wie die früheren Veröffentlichungen aus der FH-Reihe "Arbeitsberichte - Working Papers", unter der Adresse www.fh-ingolstadt.de nachlesen. ISSN 1612-6483