Technischer Fortschritt und Beschäftigung in kapitaltheoretischer Sicht
Abstract
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Full text
Fehl, Ul ich
A icle
Technische Fo sch i und Beschä igung in
kapi al heo e ische Sich
Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en (ZWS) - Vie eljah essch i de
Gesellscha ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en, Ve ein ü Socialpoli ik
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Fehl, Ul ich (1975) : Technische Fo sch i und Beschä igung in
kapi al heo e ische Sich , Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en (ZWS) -
Vie eljah essch i de Gesellscha ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en, Ve ein ü
Socialpoli ik, ISSN 0342-1783, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 95, Iss. 2, pp. 135-170,
h ps://doi.o g/10.3790/schm.95.2.135
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h ps://hdl.handle.ne /10419/291351
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Technische Fo sch i und
Beschä igung in kapi al heo e ische Sich
Von Ul ich Fehl
De echnische Fo sch i kann danach klassi izie we den, wie e die
du chschni liche P oduk ionspe iode e ände . Diese Klassi ika ion e weis
sich bedeu sam ü die Analyse des mi dem echnischen Wandel e bunde-
nen Beschä igungsp oblems.
1. Das P oblem
Die Ve besse ung im Au bau des P oduk ionsappa a es, die gemein-
hin mi dem Te minus „ echnische Fo sch i " um issen wi d, bedeu-
e — au die gleiche P oduk menge bezogen — eine Einspa ung on
P oduk ions ak o en. Da Kapi al als o ge ane A bei au ge aß we -
den kann, wenn man om P oduk ions ak o „Na u " absieh , implizie
de echnische Fo sch i le z lich eine Einspa ung on A bei sk ä en
au den e schiedenen S u en bzw. Sek o en de P oduk ion. In kom-
pa a i -s a ische Be ach ung heiß dies abe , daß zu E s ellung des
gleichen Sozialp oduk es wenige A bei sk ä e als bishe benö ig we -
den. Es we den also A bei sk ä e „ eigese z " bzw. die Beschä igung
geh zu ück1, wenn es nich geling , die P oduk ion zu s eige n und die
e meh e Gü e menge au den Mä k en abzuse zen. Le z e es wiede-
um geling nu dann, wenn die Be ölke ung be ei und in de Lage is ,
den ealen Konsum zu e höhen. Um im Ge olge des echnischen Fo -
sch i s au e ende Beschä igungsp obleme zu e meiden, schein es
also p imä da au anzukommen, den Konsum zu s eige n und das Spa-
en zu d osseln, denn le z e es schein sich hie ehe s ö end auszuwi -
ken und den P ozeß de Reabso p ion de A bei sk ä e zu e länge n.
Es is nun das Ziel de olgenden Aus üh ungen zu zeigen, daß eine
solche Sich de Dinge e ehl is , weil sie die kompa a i -s a ischen
Aspek e des P oblems — Ve gleich zweie Gleichgewich szus ände —
e absolu ie und olglich die A des echnischen Fo sch i s und den
zei lichen P ozeß seine Realisa ion nich in angemessene Weise be-
ücksich ig .
1 Von eine Ve kü zung des A bei s ages sei abgesehen.
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136 Ul ich Fehl
Die Wi kungen des echnischen Fo sch i s sind in de Li e a u
je nach de Ak uali ä des Beschä igungsp oblems in de p ak ischen
Wi scha spoli ik mi un e schiedliche In ensi ä analysie wo den2.
Die hie nähe zu behandelnde F ages ellung — de echnische Fo -
sch i als kapi al heo e isches P oblem — geh le z lich au die Klassi-
ke , insbesonde e Rica do ( gl. Rica do 1972, S. 286 .) zu ück. Das P o-
blem is in meis e ha e Weise on Euchen in seinen „Kapi al heo e-
ischen Un e suchungen" ( gl. Euchen 1954, S. 161 .) in Ang i genom-
men wo den. Nu dem Niede gang de empo alen Kapi al heo ie im
deu schsp achigen Gebie is es zu e danken, daß die A und Weise,
wie Euchen das P oblem anpack e, in Ve gessenhei ge a en is . Mi
ande em Ins umen a ium, abe in gleiche Absich ha neue dings
Hichs das P oblem wiede au geg i en ( gl. Hichs 1973, insbes. S. 89
bis 109)3. De Hichssche Ansa z soll als G undlage de olgenden Übe -
legungen dienen.
2. Eine ein ache Ve sion des Hicksschen Modells
de zei lichen E assung des P oduk ionsp ozesses
„The Hichs app oach, based on he Aus ian adi ion associa ed wi h
Böhm-Bawe h, K.
Wichsell
and Hayeh, is a gene aliza ion o he idea
ha a ime low o inpu s p oduces cu en Ou pu ." (Bu meis e , 1974,
S.
415).
Mi diesen Wo en cha ak e isie Bu meis e den Hicksschen Ansa z.
F ag man nach de A de Ve allgemeine ung und dami zugleich da-
nach, wa um Hichs sein Modell als „Neo-Aus ian" und nich schlich
als „Aus ian" bezeichne , so schein die Be ücksich igung de ixen
Kapi algü e eine zen ale Rolle zu spielen. Hichs häl den Ansa z de
„Ös e eiche " ü beg enz , weil de Beg i de du chschni lichen
P oduk ionspe iode — ode gleichbedeu end dami : de Beg i de
mi le en Aus ei ungszei — sich nu im Falle de Abwesenhei daue -
ha e Kapi algü e sinn oll e wenden lasse4 ( gl. Hichs, 1973, S. 8).
Da aus e gib sich, daß Hichs nich mi dem Beg i de du chschni -
lichen P oduk ionspe iode a bei e . Vielmeh pack e das P oblem in
de Weise an, daß e mi Ausgaben- und Einnahmens ömen, die au
In es i ionsobjek e bezogen sind, ope ie . Ein einzelnes Objek —
e wa e kö pe du ch eine „Anlage" — bezeichne e als einen P ozeß
( gl. Hichs, 1973, S. 3 .). Übe diese P ozesse mach e ech allgemeine
Annahmen, so daß die e schiedens en Einnahmen- und Ausgaben-
2 Die le z e g öße e Deba e läß sich mi dem S ichwo „Au oma ion"
kennzeichnen.
3 Eine Zusammen assung de wesen lichen Gedankengänge dieses Buches
mi k i ischen Kommen a en gib E. Bu meis e (1974). — Vgl. auch JE. Heuss
(1975).
^ Daß diese Au assung nich s ichhal ig is , wi d wei e un en e läu e .
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Technische Fo sch i u. Beschä igung in kapi al heo e ische Sich 137
s öme mi ihnen e einba sind5. Einsch änkend6 nimm e jedoch an,
daß die Lebensdaue de „P ozesse" a iabel is und olglich imme eine
solche zei liche E s eckung des In es i ionsobjek es gewähl we den
kann, die den Kapi alwe des P ozesses bei gegebenem Ma k zins uß
maximal we den läß 7.
Mi diesem allgemeinen Hic csschen Modell is ein Rahmen gese z ,
inne halb dessen eine Vielzahl on Kons ella ionen o mulie we den
kann8. Abe ge ade deswegen is es schwe , anhand dieses Modells zu
eindeu igen Aussagen zu kommen. Es is dahe ü analy ische Zwecke
angeb ach , das „Mus e " im zei lichen Au bau de P oduk ion bei zu-
eichende Allgemeinhei in einem ein ache en bzw. spezielle en Schema
einzu angen. Dies geling Hicks in übe zeugende Weise mi de An-
nahme eines „Simple P o ile":
„The e is a cons uc ion pe iod, las ing m weeks, in which labou is
applied a a cons an a e bu in which he e is no inal Ou pu . I is
ollowed by a u iliza ion pe iod, las ing a u he n weeks, in which
labou is supplied a a cons an a e. — I shall desc ibe his o m as a
Simple P o ileV
Hicks sp ich on einem „S anda d Case", wenn alle „Techniken" bzw.
„P ozesse" — sowohl die al en wie die neuen — diese ein ache S uk u
haben ( gl. Hicks, 1973, S. 82 .). E e olls ändig schließlich die Ein-
engung de Vo ausse zungen mi de Annahme, daß alle Techniken die
gleiche Zei s uk u haben10. Es s ell dann p ak isch nu noch eine
echen echnische Ve ein achung da , wenn Hicks un e s ell , daß die
Länge de Nu zungspe iode ein ganzzahliges Viel aches de Kons uk-
ionspe iode be äg . Dami wi d es möglich, in „Jah en" s a in „Wo-
chen" zu echnen und zwa in de Weise, daß die Kons uk ionszei de
Maschinen ge ade ein „Jah " de inie . Mi diesem Modell wi d im
olgenden gea bei e , wobei de Ein achhei halbe on n = 2 Nu zungs-
5 Das Böhm-Bawe ksche Hingschema s ell in diesem Rahmen lediglich
einen Spezial all da .
« Imme hin sind diese Annahmen noch so allgemein, daß e wa das Re-
swi ching-Phänomen bei e schiedenen „Techniken", d. h. un e schiedlichen
P ozessen zu E s ellung des gleichen P oduk s, nich ausgeschlossen we den
kann.
7 Die Möglichkei de zei lichen Ve kü zung des Ausgaben- und Einnah-
mens omes — sie wi d in de angelsächsischen Li e a u als „ unca ion"
bezeichne — is zen al ü die Siche s ellung eine mono on allenden „ ac-
o -p ice on ie ". (Vgl. K. J. A ow und D. Le ha i, 1969, S. 560 .).
8 Eine wei e e Ve allgemeine ung bie e Bu meis e an. (Vgl. E. Bu meis e ,
1974, insbes. S. 441 - 444 und S. 451 - 453.).
9 Hicks, 1973, S. 41. Die Annahme, daß die „Maschine" in de Kons uk-
ionspe iode mi sukzessi e Au wendung nu on A bei e s ell wi d, s ell
in echnische Hinsich eine d as ische Ve ein achung da , e weis sich aus
ökonomische Pe spek i e jedoch als ela i ha mlos.
Vgl. Hicks, 1973, S. 83. Das läu au die Bedingung hinaus, daß m und n
bei allen Techniken übe eins immen.
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138 Ul ich Fehl
jäh en ausgegangen wi d. Jede „P ozeß" e s eck sich somi insgesam
übe einen Zei aum on d ei Jah en.
Die zei liche S uk u des P oduk ionsp ozesses sei e was aus üh -
liche an einem Beispiel demons ie . Dabei läß sich die den „P o-
zessen" ko espondie ende „Technik" du ch die jäh lichen A bei sein-
sä ze au den e schiedenen S u en des P oduk ionsp ozesses cha ak-
5
e isie en. So wi d mi aj = — de jäh liche A bei seinsa z in de Kon-
s uk ionsab eilung bezeichne . Die Maschine, die am Ende des „Jah es"
ausschließlich mi A bei e igges ell wo den is , wande dann in die
Konsumgü e ab eilung und wi d do zu E zeugung de Konsumgü e
7
in jedem de beiden Nu zungsjäh e mi a* = — A bei seinhei en kom-
binie . Die A bei seinsa zkoe izien en a* und a* sind dabei so no -
mie , daß de be ach e e „P ozeß" ge ade au dem Einhei sni eau ab-
läu , das heiß es äll je „P ozeß" und Nu zungsjah genau eine Kon-
sumgu einhei ab. Das zei liche „P o il" eines P ozesses sei du ch Abb. 1
e anschaulich .
1 Naschinen-'
sinhei 1 Konsumgü -
einhei 1 Konsumgu -
einhei
Ou pu
Inpu
i
5
a c"
o 6
*>
1
1
1
1
1 1
i 1
' a. 1
' " J
Kons uk ions-
pe iode Nu zungs ¡pe iode
Abb. 1
Benu z man — wie Hicks — die Konsumgü e einhei als numé ai e
und un e s ell einen in diesem Maßs ab ausged ück en Lohnsa z on
w
—
1, so implizie dies im o liegenden Falle einen Zinssa z on
* 7
= 0. Denn nach Auszahlung des jäh lichen Lohnes on ax = — Kon-
5
sumgu einhei en in de Konsumgü e ab eilung s ehen nu noch — Kon-
sumgu einhei en ü Amo isa ion und Ve zinsung zu Ve ügung.
Diese abe eichen ge ade zu Deckung des jäh lichen Absch eibungs-
u * 1 * 15 5
be ages on
—
aj = y
—
= — aus11.
(1
+ )»
ii Allgemein gil : 1 = ax w + a0 w n mi n = + _ 1 .
Hicks bezeichne n als „B u ozinssa z" ( gl. Hicks, 1973, S. 85). Es handel
sich jeden alls um einen Zinsen und Absch eibungen um assenden Te m.
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Technische Fo sch i u. Beschä igung in kapi al heo e ische Sich 139
Die Ta sache, daß die gewähl e Technik12 wede einen posi en noch
einen nega i en Zins e wi scha e , kann als Bedingung eines s a io-
nä en Zus ands im Sinne de Schumpe e schen Zins heo ie au ge aß
we den. Um den Rahmen des s a ionä en Zus andes zu komple ie en,
sei wei e angenommen, daß die zu e schiedenen Zei punk en ges a -
e en P ozesse alle die gleiche „S a a e" — also die gleiche Anzahl
on P ozessen au dem Einhei sni eau — au weisen. Bezeichne man —
jeweils au den Beginn des be ach e en Jah es bezogen — mi
XQ
die
„neuen", mi xi die ein Jah al en und mi X2 die zwei Jah e al en
„P ozesse, so ha also xo = xi =X2 zu gel en. Da Ni eaup obleme hie
nich in e essie en, kann de Ein achhei halbe xo = x = X2 = 1 gese z
we den13. Die Konsumgu p oduk ion und dami das Volkseinkommen
s ellen sich dann au Y = x +
X2
= 2 Einhei en. In jede Pe iode sind in
5 5
de Kons uk ionsab eilung
Ao
= xo
•
ag =
1 •
-- =
—
A bei seinhei en und
6 6
7 7 7
in de Konsumgü e ab eilung Aig = x
•
a + xo a =
1 •
— +
1 •
— = —
A bei seinhei en beschä ig . Da Vollbeschä igung un e s ell wi d,
e gib sich das A bei spo en ial de Modellwi scha mi A = Ao + Ai,2
= 2 A bei seinhei en. Wegen w = 1 schöp en die A bei sk ä e das
gesam e Volkseinkommen aus. Abb. 2 e anschaulich die Si ua ion des
Gleichgewich szus andes eine Pe iode.
Ou pu de
Pe iode
7
12 P ozess x^ = 1 i
| | ^ 1 Konsumgu -
( -2) ( -1) ( ) 3inhei
__7
12 P czess x^ = 1
( -1
) C 3
( +
1 )
1 Konsumgu -
einhei
3o = 6
( )
P ozess x
1 Maschine
(
+ 1)
( + 2)
Abb. 2
12 Die un e s ell e Technik b auch nich die einzig o handene zu sein. Es
genüg die Annahme, daß sie bei dem Lohnsa z w = 1 die einzig „ en able",
und das heiß hie zugleich die einzig lebens ähige, is .
13 Es lau en also zunächs alle P ozesse au dem Einhei sni eau ab.
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140 Ul ich Fehl
Die Wahl eines s a ionä en Zus andes als Ausgangssi ua ion en -
sp ich nich ganz dem Vo gehen on Hicks, da e eine gleichmäßig
wachsende Wi scha (s eady s a e) als Re e enzp ad benu z ( gl.
Hicks, 1973, S. 90). Die olgenden Übe legungen we den abe du ch die
Un e s ellung des s a ionä en Zus andes als Ausgangspunk nich ode
nu unwesen lich beein äch ig . Im Gegen eil, die G undlinien des
Sach e hal s e en kla e he o , zumal die o malen Ablei ungen ein-
ache we den. Auße dem kann de s a ionä e Zus and als Spezial all
eines solchen „s eady s a e" mi de Wachs ums a e g = 0 angesehen
we den.
3. De Übe gang on einem al en
zu einem neuen s a ionä en Gleichgewich szus and bei
e schiedenen Fo men des echnischen Fo sch i s
Die Leis ungs ähigkei des HicTcsschen Ansa zes zeig sich in e s e
Linie bei de Analyse des Übe ganges on einem Gleichgewich sp ad
zu einem ande en, wobei de Übe gang du ch die Ein üh ung eine
neuen Technik ausgelös wi d14. Hicks mach hie einen wesen lichen
Sch i nach o n gegenübe de Behandlung des echnischen Fo -
sch i s bei den neoklassischen Wachs ums heo e ike n, die die empo-
alen Ka ego ien s ä liche weise e nachlässig haben.
Selbs e s ändlich e o de die Analyse des „Übe ganges" on eine
Technik zu ande en bes imm e Annahmen übe die A und Weise, wie
de P ozeß ablau en soll. Insbesonde e be i dies Annahmen übe die
A de Lohnbildung, die Spa unk ion und das A bei spo en ial15. Um
die hie in e essie enden Zusammenhänge zwischen echnischem Fo -
sch i , Beschä igung und Spa en in ih e „ einen Fo m" da zus ellen,
emp iehl es sich, Vollbeschä igung bei gegebenem A bei spo en ial
zuzulassen, wenn de Lohnsa z nu beweglich genug is 16. Das Beschä -
igungsp oblem abe wi d aku , wenn die Ein üh ung des echnischen
Fo sch i s bei Au ech e hal ung de Vollbeschä igung eine o übe -
gehende Reduk ion des Lohnsa zes e o de n wü de, die jedoch nich
ealisie we den kann, weil die Löhne nach un en s a ode zumindes
nich genügend lexibel sind. Fo mal wi d bei de Analyse des Übe -
ganges in de Weise o gegangen, daß zunächs Vollbeschä igung un-
e s ell und e s danach gep ü wi d, ob diese mi dem bishe igen
14 Hicks behandel diese Übe gänge un e de Bezeichnung „T a e se" im
zwei en Teil seines Buches.
Hicks un e scheide zwei g oße Va ian en, nämlich den Fall kons an e
Löhne („Fixwage Pa h") und den de Vollbeschä igung („Full-Employmen
Pa h").
16 Dami we den o allem konjunk u elle S ö ak o en eliminie . Das
gleiche gil ü zei liche und sek o ale Anpassungsschwie igkei en. Es wi d
also gleichsam on idealen Bedingungen ausgegangen.
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Technische Fo sch i u. Beschä igung in kapi al heo e ische Sich 141
Lohnsa z e einba is . Wei e hin wi d angenommen, daß die Kapi al-
einkommen insowei gespa und in es ie we den, als dies ü die
Au ech e hal ung des in de Ausgangslage gül igen Lohnsa zes ode
da übe hinausgehend ü Lohns eige ungen e o de lich is 17. Schließlich
soll pos ulie we den, daß die al en P ozesse alle auslau en, also nich
du ch Ve sch o ung o zei ig beende we den. Auße dem sollen du ch
Ve ände ungen im Lohnsa z-Zinssa z-Ve häl nis keine wei e en Tech-
niken ökonomisch ele an we den18, ielmeh bleibe wäh end des ge-
sam en Übe gangsp ozesses die neue Technik dominan .
Hicks un e eil den Übe gangsp ozeß in zwei Phasen: „Ea ly Phase"
und „La e Phase". In de „Ea ly Phase" i die neue Technik au den
Plan. Sie beginn mi de „P epa a o y Phase", in de die Maschine
nach den Plänen de neuen Technik ange e ig wi d. Das Ende de
„P epa a o y Phase" äll mi dem Ein i de neuen Maschinen in die
Konsumgü e ab eilung zusammen. De nun beginnende zwei e Teil de
„Ea ly Phase" is du ch die Koexis enz on al en und neuen P ozessen
cha ak e isie ; es is die Zei des „Übe ganges" im enge en Sinne. So
beginn die „La e Phase" in dem Augenblick, in dem die P ozesse al e
Technik ge ade abgeschlossen sind. Daß es no wendig wi d, die „La e
Phase" noch zum Übe gangss adium zu echnen, obwohl die Szene ie
schon öllig on de neuen Technik behe sch wi d, e gib sich da aus,
daß nach Abschluß de „Ea ly Phase" in de Regel noch nich wiede
ein Gleichgewich sp ad (S eady S a e bzw. neue s a ionä e Zus and)
e eich wi d. Da die U sache in dem Wechsel de Technik lieg , muß
konsequen e weise die „La e Phase" noch zum Übe gang gezähl we -
den. Wäh end die Ve häl nisse in de „Ea ly Phase" noch ela i übe -
schauba sind, wi d es schwie ig, übe die „La e Phase" gene elle Aus-
sagen zu machen. Sie kann un e Ums änden e s nach heo e isch un-
endlich ielen Pe ioden in einen neuen Gleichgewich sp ad ausmünden.
Es kann abe auch sein, daß ein solche übe haup nich wiede e eich
wi d. Es sei im olgenden alle dings un e s ell , daß die „S abili ä s-
bedingungen" de a sind, daß sie das E eichen eines neuen s a ionä en
Sys ems ga an ie en.
5 7
Ausgehend on de Si ua ion mi de Technik aj = — und = —
u 6 12
we den nun e schiedene echnische Fo sch i e be ach e , die alle
Dami is eilich nich gesag , daß diese Spa mi el in jedem Falle aus-
eichen, um den Lohnsa z bei Vollbeschä igung au dem bishe igen Ni eau
zu hal en.
18 Zu „Subs i u ion" e schiedene Techniken gl. Hicks, 1973, S. 110 .
Dabei handel es sich im wesen lichen um den Ve such de Un e nehme ,
höhe en Löhnen du ch den Ube gang zu eine ande en Technik auszuweichen.
Es is ein wesen liches E gebnis de Hidcsschen Übe legungen zu „Sub-
s i u ion", daß ge ade du ch ein solches Ve hal en de Un e nehme in de
langen Sich e s ech höhe e Löhne e zeug we den ( gl. Hicks, 1973, S. 115).
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142 Ul ich Fehl
gemeinsam haben, daß sie bei dem Lohnsa z w = 1 einen Zinssa z (in-
e ne E ags a e) on = ^ e wi scha en. Sie sind also alle in diesem
Sinne gleich „ en abel".
Da sich bei den hie un e s ell en Bedingungen de Übe gang on
eine „Technik" zu ande en in o male Hinsich öllig analog ab-
spiel , gleichgül ig, welche Fo m des echnischen Fo sch i s o lieg ,
genüg es, die Ve häl nisse in den Übe gangspe ioden nu an einem
Fall im De ail o zu üh en, wäh end man sich in bezug au die ande en
Fälle des echnischen Fo sch i s au ein paa zusä zliche Beme kungen
besch änken kann, zumal in de nachs ehenden Tabelle 1 alle Fälle noch
einmal sys ema isch e aß we den. (Vgl. S. 147.)
a) De unkomplizie es e Fall i ein, wenn die neue Technik e wa
5 7
du ch die Koe izien en ao =-5-, ai bes imm wi d19. Da eine sei s
o 16
angenommen wi d, daß die al en P ozesse auslau en sollen, ande e -
sei s diese sich ausschließlich in de Konsumgü e ab eilung be inden,
is die hie zum Zuge kommende Beschä igung (Ai,2) allein du ch die
al en P ozesse bes imm . Wegen de Bedingung des u sp ünglichen s a-
ionä en Zus andes xo = = X2 = 1 e gib sich Ai,2 = x
•
aj +
X2 •
a*
7
= —. Die Konsumgü e p oduk ion be äg in diese Pe iode wei e hin
6
Y = xi + X2 = 2. Da Vollbeschä igung un e s ell wi d, insgesam abe
nu zwei A bei seinhei en o handen sind, e bleiben ü die Kons uk-
ionsab eilung nu A bei sk ä e in Höhe on Ao = A
—
Ai,2 = 2
—
7 5
— = — üb ig. Da ü einen neuen P ozeß nach dem echnischen Fo -
b 6 5
sch i nu noch — A bei seinhei en benö ig we den, wenn e sich au
o
— A 5 5 4
dem Einhei sni eau beweg , können nun x0 = — = -:—- = — P ozesse
ÜQ DO O
ges a e we den; xo bezeichne dabei die S a a e de P ozesse mi
neue Technik.
In de nächs en Pe iode („Jah ") we den die neuen Maschinen zum
e s en Mal in de Konsumgü e ab eilung eingese z . Hie p oduzie en
4
nun al e (x-2 = 1) und neue (xi = —) Maschinen20 nebeneinande . Die
ü
19 Daß diese Technik bei einem Lohnsa z on w = 1 einen in e nen E ags-
sa z on = 0,5 lie e , läß sich leich nachp ü en, wenn man in den in An-
me kung 11 angegebenen Fo meln un e Be ücksich igung on n = 2 die en -
sp echenden We e einse z .
20 Es is zu beach en, daß in de nun be ach e en Pe iode die x-We e de
Vo pe iode einen um eins e höh en Index au weisen: x2 de Vo pe iode
scheide aus dem P oduk ionsp ozeß aus, xx wi d zu x2 und x0 zu x^ Selbs -
edend e ände n sich hie bei die nume ischen We e nich .
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Technische Fo sch i u. Beschä igung in kapi al heo e ische Sich 149
machen. Nach Hicks kann de echnische Fo sch i neu al, „ o wa d
biased" ode „backwa d biased" sein. „Backwa d biased" is de ech-
nische Fo sch i dann, wenn die Einspa ungen an „lebendige " A bei
übe wiegend au den ühen, „ o wa d biased" dann, wenn sie übe -
wiegend au den „spä en" S u en de P oduk ion e olgen. We den alle
„S u en" gleichmäßig om Segen des Fo sch i s be üh , nenn man
ihn „neu al".
In dem Modell, das Hicks seinem „T a e se" zug undeleg , läß sich
die Ein eilung des echnischen Fo sch i s mi Hil e de Kennzi e n
h =
ag
/
a0
und H = aj / ax cha ak e isie en. Ein „neu ale " Fo sch i
lieg o , wenn h = H gil 25. Es lieg au de Hand, daß das un e 3 a)
behandel e Beispiel diesen Fall e anschaulich . Is h> H, so handel
es sich um einen „backwa d bias", e wi d du ch das Beispiel 3 d) ep ä-
sen ie . Schließlich s ellen die Beispiele 3 b) und 3 c) wegen h < H den
Fall des „ o wa d bias" da . Den besonde s in e essan en Typus 3 c)
kennzeichne Hicks wegen h < 1 noch genaue als „s ong o wa d
bias"26, weil hie au de ühen S u e ein Meh au wand geleis e we -
den muß, dem eilich dann eine um so s ä ke e Reduk ion des A bei s-
einsa zes au den „spä en" S u en olgen muß.
5. Die Analyse des Spa p ozesses bei
den e schiedenen Fo men des echnischen Fo sch i s
Ve gleich man die neuen Gleichgewich szus ände, die sich bei den
e schiedenen Fo men des echnischen Fo sch i s e geben, mi de
Ausgangssi ua ion, so s ell sich he aus, daß die neuen A bei seinsa z-
s uk u en höchs un e schiedlich sind. In de Kons uk ionsab eilung
5
sind u sp ünglich A0 =
—
A bei seinhei en beschä ig . Nach de „Ve -
a bei ung" des echnischen Fo sch i s e geben sich olgende Si ua ionen:
Neu ale Fall
(3
a): A0 =
Fo wa d bias (3 b): ¿0 =
S ong o wa d bias
(3
c): Ao =
backwa d bias (3d):
A>
=
25 Zu De ini ion de Neu ali ä im allgemeine en Falle gl. Hicks, 1973,
S. 76.
26 Vgl. Hick, 1973, S. 86 . Man kann auch den „backwa d bias" en sp echend
au spal en, doch is diese Au spal ung nich so in e essan wie im umge-
keh en Falle ( gl. Hicks, 1973, S. 88).
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150 Ul ich Fehl
Hinsich lich de „Bewegungs ich ung" de A bei sk ä e müß e man
dahe eigen lich genau zu de umgekeh en Klassi ika ion des echni-
schen Fo sch i s kommen27.
De Zusammenhang zwischen diesen Ve schiebungen in de A bei s-
einsa zs uk u und den Spa o gängen läß sich leich au weisen. Es
is nu da an zu e inne n, daß Spa en le z lich nich s ande es bedeu e
als Ve zich au Konsumgü e e b auch. Kann man Ho ungs o gänge
ausschließen, so wi d den He s elle n on In es i ions- und Konsum-
gü e n in Höhe des Spa ens zusä zliches „Kapi al" — also Ve ügungs-
mach übe Konsumgü e 28 — e scha , was sie in die Lage e se z ,
bei gleichem Lohnsa z meh A bei sk ä e als bishe einzuse zen ode
die bishe Beschä ig en höhe zu en lohnen.
Die Analyse des Spa p ozesses läß sich nun wesen lich e ein achen,
wenn angenommen wi d, daß die A bei sk ä e pos nume ando en lohn
we den. Eine solche Annahme implizie , daß die Lohnzahlungen am
Ende de Pe iode aus dem wäh end diese Pe iode e s ell en P oduk
bes i en we den. Dies wiede um bedeu e , daß ü die in de Konsum-
gü e indus ie beschä ig en A bei sk ä e kein „Kapi al" au gewende
we den muß. Dami können die Lohnzahlungen de Konsumgü e indu-
s ie bei de Analyse des Spa p ozesses unbe ücksich ig bleiben. Wäh-
end also die A bei sk ä e in de Konsumgü e indus ie gleichsam ih e
eigenen Subsis enzmi el p oduzie en, liegen die Dinge in bezug au
die A bei sk ä e in de Kapi algü e indus ie ande s. Hie bes eh zwi-
schen de eigenen A bei sleis ung und dem An all de Konsumgü e ein
zei liche Zwischen aum. E höhung on Ao bei gleichbleibendem Lohn-
sa z bedeu e demnach, daß gespa we den muß, weil nun meh A -
bei sk ä e als bishe alimen ie we den müssen, ohne daß sie selbs
zu P oduk ion on Konsumgü e n unmi elba bei agen. Umgekeh
ma kie — wiede um bei kons an em Lohnsa z — eine Ve minde ung
on Ao einen En spa o gang29.
27 Es wi d sich wei e un en zeigen, daß die Klassi ika ion anhand de
du chschni lichen Aus ei ungszei nich nu plas ische is , sonde n in diese
Hinsich auch wenige zu Ve wechslungen Anlaß gib als die Hickssche Na-
mensgebung. Vgl. hie zu auch Heuss, 1975, S. 293.
28 Vgl. zu diesem Kapi albeg i und den beiden Aspek en de „Kapi ale -
scheinung" Euchen, 1954, S. 124 . sowie zu Theo ie des Spa ens ebda.,
S. 132 . So de inie Eucken, „Un e diesem zwei en Aspek e s ehen wi
un e Kapi al die in Geld ausged ück e Ve ügungsmach übe Konsumgü e ,
die on den Un e nehme n in einem Zei punk au gewand we den, um zu-
kün ige P oduk ionsmi el und Konsumgü e he zus ellen." (Ebenda, S. 126).
— Es ände sich ü das zu Diskussion s ehende P oblem nich s, wenn das
„Kapi al" hie nich als Geld, sonde n unmi elba als Konsumgu in E schei-
nung i .
29 Bei de Analyse des Übe gangs on eine Technik zu ande en sind
„ideale" Bedingungen un e s ell wo den, die F ik ionen ausschließen. Au
de Ebene de Un e nehme implizie dies öllige T anspa enz übe die Ge-
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Technische Fo sch i u. Beschä igung in kapi al heo e ische Sich 151
Dami is de oben behaup e e Zusammenhang zwischen de Ve ände-
ung on Ao und dem Spa en (bzw. En spa en) nachgewiesen. Be o au
die eigen liche Analyse des Spa p ozesses eingegangen we den kann, is
es noch e o de lich zu zeigen, welche S ellung das Spa en im hie au -
gewo enen Beschä igungsp oblem einnimm . Bei de Be ach ung de
Übe gänge on eine Technik zu ande en is aus o malen G ünden
die Vollbeschä igung un e s ell wo den. Gleichzei ig is da au hinge-
wiesen wo den, daß de mögliche Kon lik zwischen Vollbeschä igung
und echnischem Fo sch i dami au die F age e leg wi d, ob de
Lohnsa z bei diesem Übe gang sinken muß ode nich , wenn die Voll-
beschä igung au ech e hal en we den soll. Es wi d sich nun bei de
Analyse des Spa p ozesses zeigen, daß eine Lohnsenkung nich no wen-
dig und olglich auch die Vollbeschä igung bei kons an en Löhnen nich
ge äh de is , wenn en wede kein Spa en e o de lich wi d ode abe
das no wendige Spa en wäh end de be ach e en Pe iode au geb ach
we den kann. Dami läß sich die Spannung zwischen Vollbeschä igung
und echnischem Fo sch i aus dem jeweiligen Spa p ozeß als de
eigen lichen Schlüssel a iablen ablesen.
a) Nach diesen Vo übe legungen läß sich de Fall des neu alen ech-
nischen Fo sch i es asch abhandeln. In de Ausgangssi ua ion eich
5 5
de jäh liche „Amo isa ions onds" in Höhe on 2
•
— = — Konsumgü-
12 o
e einhei en ge ade aus, um die in de Kons uk ionsab eilung be ind-
5
liehen A bei sk ä e AQ = — mi Konsumgü e n zu e so gen. Da in
6
de „P epa a o y Phase" in de Konsumgü e ab eilung die gleiche Be-
7
schä igung Ai,2 = — e wi klich wi d, bes eh zum Spa en kein An-
o
laß, zumal de gleiche Amo isa ions onds wie o he zu Ve ügung
s eh . E s wenn diese e ände wi d, kann on Spa en ode En -
spa en gesp ochen we den, wobei zunächs au den gleichen Lohnsa z
on w = 1 abges ell we den muß.
In de zwei en Pe iode des Übe ganges mach sich de echnische
Fo sch i in eine E höhung de Konsumgü e p oduk ion beme kba .
Die Einspa ung an A bei sk ä en je P ozeß und die E höhung de
Anzahl de P ozesse hal en sich dabei ge ade die Waage, so daß die
7
Beschä igung Ai,s = au dem al en Ni eau e ha . Es genüg also
6 5
auch de al e Amo isa ions onds, um die A bei sk ä e
AQ
= — zu be-
schehnisse in den kün igen Pe ioden. Es e s eh sich on selbs , daß diese
T anspa enz in de Wi klichkei nich gegeben is . Hie sei noch einmal da -
au hingewiesen, daß sich die T anspa enz auch au die no wendigen Spa -
p ozesse beziehen muß.
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152 Ul ich Fehl
schä igen, das heiß , es b auch nich gespa zu we den. Den Übe schuß
übe Lohnzahlung und Bei ag zum Amo isa ions onds, de beim neuen
P ozeß in Höhe on Konsumgu einhei e ziel wi d, können die
ö
Kapi alis en konsumie en. E kann abe auch — wie nach den wei e
oben gemach en Andeu ungen wah scheinlich — in Fo m höhe e
Löhne an die A bei sk ä e wei e gegeben we den. T i diese Fall ein,
so s eigen die „Rep oduk ionskos en" de neuen Maschinen, das heiß ,
es muß auch de Amo isa ions onds en sp echend anwachsen. Ein sol-
che Ans ieg implizie nach de obigen De ini ion des Kapi albeg i es
zwa eben alls einen Spa p ozeß, doch is diese on gänzlich ande e
A als in dem Falle, bei dem gleichzei ig eine E höhung on Ao ein-
i . E höh sich Ao bei kons an em Lohnsa z, so lieg die U sache ü
die No wendigkei des Spa ens allein in de Ums uk u ie ung des
A bei seinsa zes, also in einem eal-p oduk ionswi scha lichen Zusam-
menhang beg ünde . E höh sich umgekeh bei kons an em Ao de
Lohnsa z, so ände sich an den eal-p oduk ionswi scha lichen Zu-
sammenhängen nich s— es wi d ja wei e hin das gleiche Sozialp oduk
e zeug —, es wi d das Spa en dann e o de lich, weil das gegebene
Einkommen ande s au A bei e und Kapi alis en e eil wi d. Diese
beiden Va ian en des Spa ens müssen kla auseinande gehal en we -
den. Dies gil auch dann, wenn beide A en zugleich au e en, das heiß ,
wenn sowohl
Ao
als
auch
w sich e höhen. Das ein aus Um e eilungsg ün-
den no wendig we dende Spa en (Lohne höhung bei Kons anz on Ao)
be üh zwa die P eiss uk u und die Amo isa ions onds, ha abe
bei den hie un e s ell en Bedingungen keinen Ein luß au die Höhe des
gesam wi scha lichen Realkonsums. Im Falle des neu alen echni-
schen Fo sch i s muß also de eale Konsum schon in de zwei en
Pe iode e höh we den, wenn die Vollbeschä igung nich ge äh de
we den soll.
In de d i en Pe iode wiede holen sich die Vo gänge de zwei en
Pe iode en sp echend. Es wi d also auch hie kein Spa en no wendig.
Im Gegen eil muß de eale Konsum wei e s eigen, wobei es wiede um
gleichgül ig is , wie e sich au die beiden Einkommenska ego ien e -
eil . Soll im neuen s a ionä en Gleichgewich szus and, de mi de
d i en Pe iode be ei s beginn , de Zinssa z wiede au Null allen,
so muß mi de Lohns eige ung im Kapi algu sek o ein en sp echende
Spa p ozeß Hand in Hand gehen.
b) Ande s liegen die Dinge im Falle des „ o wa d bias".Da sich gegen-
übe dem soeben be ach e en Fall in de „P epa a o y Phase" nich s
ände , sei gleich die zwei e Pe iode des Übe ganges analysie . Wi d in
5
diese Pe iode nu de al e Amo isa ions onds in Höhe on — Kon-
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Technische Fo sch i u. Beschä igung in kapi al heo e ische Sich 153
sumgü e einhei en zu Beschä igung de A bei sk ä e in de In es i-
ionsgü e indus ie be ei ges ell , so kann die Vollbeschä igung zum
Lohnsa z w = 1 nich gewäh leis e we den. Es is nämlich zu be ück-
sich igen, daß in de Konsumgü e indus ie A bei seinhei in olge
des echnischen Fo sch i s eigese z wi d. Es eich also nun de al e
Amo isa ions onds nich meh aus, das heiß , es muß gespa we den.
E s wenn de gesam e „Ne oübe schuß" aus dem neuen P ozeß x in
Höhe on Konsumgu einhei gespa wi d, können die eigese z en
o
A bei sk ä e wiede eingegliede we den. Hie wi d de Spa p ozeß
also wegen de E höhung on An no wendig. Ande s kann bei kons an-
en Löhnen die eal-p oduk ionswi scha lich ele an e Ums uk u-
ie ung des A bei seinsa zes nich e eich we den.
c) D ama ische , abe im P inzip ähnlich wie im soeben be ach e en
Fall, geh es beim „s ong o wa d bias" zu. Nu eich je z de Ne o-
übe schuß in de zwei en Pe iode nich aus, um den „Amo isa ions-
onds" au die e o de liche Höhe zu b ingen. Dies kann e s in de
d i en Pe iode geschehen. In de Ausgangssi ua ion sind nämlich
7 37
Ai
2
gegenübe Ai.g A bei seinhei en in de zwei en Pe iode
6 48
des Übe ganges beschä ig , so daß — A bei seinhei en eigese z we -
den. De Ne oübe schuß des P ozesses x be äg abe — nach Abzug
_ 3
de Lohnzahlung in Höhe on
x
ai = — und des „al en" Amo isa-
lb
5 1
ionsbe ages — — nu — Konsumgu einhei . Es ehlen also Konsum-
19 1 3
gü e in Höhe on — —— = — Konsumgu einhei en, um alle A bei s-
4o Ü 4o
k ä e zu kons an en Löhnen zu beschä igen.
Die Fälle des „s ong o wa d bias" und des ein achen „ o wa d
bias" un e scheiden sich un e dem Gesich spunk des Spa ens p ak-
isch nu dadu ch, daß es bei le z e em im P inzip möglich is , die
e o de liche Spa masse in de gleichen Pe iode au zub ingen, in de
die neuen Maschinen in de Konsumgü e ab eilung wi ksam we den,
wäh end dies im Falle des „s ong o wa d bias" unmöglich is . Dies
gil deswegen nu im P inzip, weil un e s ell we den muß, daß das
Kapi aleinkommen („P o i ") oll gespa wi d. Wi d jedoch ein Teil
sei ens de Un e nehme konsumie , so e geben sich ähnliche Konse-
quenzen ü die Beschä igung bzw. ü die Lohnen wicklung wie beim
„s ong o wa d bias"; en wede is die Vollbeschä igung — bei kon-
s an en Löhnen — nich au ech zue hal en, ode de Lohnsa z muß e-
duzie we den, um alle A bei sk ä e zu beschä igen.
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154 Ul ich Fehl
Komm es zu Lohnsa zsenkung, so wi d de zu Realisa ion des ech-
nischen Fo sch i s no wendige Spa s om zum Teil au die A bei s-
k ä e abgewälz 30. Sie müssen nun selbs den Gü el enge schnallen,
um die e o de liche E höhung on Ao zu e eichen31 und de dami
einhe gehenden Reduk ion de lau enden Konsumgu p oduk ion zu be-
gegnen. Tun sie dies nich , das heiß , bleib de Lohnsa z un e ände ,
so wi d ein Teil de A bei sk ä e eigese z mi de Folge, daß die
Gesam p oduk ion eben alls ge inge aus äll . Die Abso p ion des ech-
nischen Fo sch i s is dann nich in de „idealen" Fo m geglück ; de
Anpassungsp ozeß e zöge sich.
Bei diese Kons ella ion he sch abe die Übe zeugung, es müsse im
Zusammenhang mi dem echnischen Fo sch i zu Siche ung de Be-
schä igung imme au eine S eige ung des Realkonsums ode — was
hie au dasselbe hinausläu — eine S eige ung de Reallöhne hin-
gea bei e we den. Ge ade dadu ch wi d abe eine A bei slosigkei
he o ge u en. Le z e e is nu dann zu e meiden, wenn de Übe -
gangsp ozeß, de mi diesem echnischen Fo sch i e bunden is ,
beach e wi d und aus ihm und nich aus de kompa a i -s a ischen
Analyse die en sp echenden Konsequenzen ü die Lohnbildung gezogen
we den, also e wa au eine g öße e Lohn lexibili ä hingea bei e wi d,
die solche Übe gänge e leich e .
Wäh end sich in de zwei en Pe iode bei de Be ach ung des ech-
nischen Fo sch i es im Falle des „ o wa d bias" und des „s ong o -
wa d bias" Un e schiede zeigen, e hal en sich beide Va ian en in den
wei e en Pe ioden des Übe ganges im P inzip gleich. Sowei noch
„Rück e se zungen" on A bei sk ä en in die Kons uk ionsab eilung
no wendig we den, können die Spa mi el aus de nun s eigenden
Konsumgu p oduk ion x H- X2 bes i en we den. Mi de Annähe ung
an das neue s a ionä e Gleichgewich kann — sowei die Löhne s ei-
gen — auch hie ein Spa en aus Um e eilungsg ünden e o de lich
we den.
Wie be ei s e wähn , kann es alle dings die Au ech e hal ung de
Vollbeschä igung e o de lich machen, daß Schwankungen des A bei s-
einsa zes zwischen den „Sek o en" (Pendelbewegungen on Ao bzw.
30 Da hie un e s ell wi d, daß das Kapi aleinkommen oll gespa wi d,
is nu de Res des no wendigen Spa ens on den A bei sk ä en au zub in-
gen. Du ch die Annahme, daß das Kapi aleinkommen oll in es ie wi d,
wi d im üb igen ein Ve gleich zwischen Ma k wi scha en und Zen al e -
wal ungswi scha en hinsich lich des Zusammenhanges zwischen echnischem
Fo sch i und Beschä igung e leich e , weil so „Kapi alis en" — was den
Konsum be i — p ak isch nich exis ie en.
31 Es zeig sich hie wiede deu lich, daß im eal-p oduk ionswi scha -
lichen Zusammenhang die Analyse des Spa p ozesses p imä au die Va ia-
ion on A0 abzus ellen ha .
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Technische Fo sch i u. Beschä igung in kapi al heo e ische Sich 155
AI,2) in Kau genommen we den müssen. Dies bedeu e , daß sich inso-
wei Spa - und En spa o gänge ablösen müssen. Ob es zu wi klichen
En spa o gängen komm , häng da on ab, ob das aus Um e -
eilungsg ünden au den Plan e ende Spa en zu Kompensa ion aus-
eich ode nich . Das allgemeine Mus e beim „ o wa d bias" und
„s ong o wa d bias" is jeden alls so, daß pe Saldo wäh end de
Übe gangspe iode die Spa ak e übe wiegen müssen, da — bezogen au
den Ausgangszus and — Ao im neuen Gleichgewich szus and einen hö-
he en We au weis .
d) Wäh end in den Fällen des „ o wa d biased" und insbesonde e
des „s ong o wa d biased" echnischen Fo sch i s zunächs ein Spa -
p ozeß und e s im wei e en Ve lau zu Siche ung de Vollbeschä i-
gung eine E höhung des gesam wi scha lichen Realkonsums e o de -
lich is , liegen die Dinge beim „backwa d biased" echnischen Fo -
sch i umgekeh . Hie mach sich be ei s in de zwei en Pe iode de
echnische Fo sch i in eine S eige ung de Konsumgü e p oduk ion
beme kba , so daß wie im Falle des neu alen echnischen Fo sch i s
de Realkonsum s eigen muß. Wäh end jedoch bei le z e em die Be-
schä igung Ao un e ände bleib , nimm sie bei dem „backwa d biased"
echnischen Fo sch i ab, wo aus sich e gib , daß de no wendige
Amo isa ions onds abnimm . Es wi d also ein „En spa en" no wendig.
Gleichgül ig abe , ob diesem En spa en ein Spa en wegen höhe e
Löhne en gegenwi k ode nich , es muß in jedem Falle de eale Kon-
sum s eigen, sei es nun du ch die A bei e ode du ch die Un e nehme .
Dabei b auch de E ek nich in dem d as ischen Ausmaß du chzu-
schlagen, wie das in dem angegebenen Beispiel de Fall is ; e is de
Tendenz nach abe imme o handen. Wie im Falle des „ o wa d biased"
kann es auch beim „backwa d biased" echnischen Fo sch i zu zykli-
schen Bewegungen des A bei seinsa zes zwischen den „Ab eilungen"
kommen, wodu ch dann en sp echende En spa ungs- bzw. Spa p o-
zesse no wendig we den. T o zdem kann gesag we den, daß pe Saldo
das En spa en — sowei es du ch die Ve ände ung on Ao no wendig
wi d — in den e s en Anpassungspe ioden dominie und in den spä e-
en Pe ioden eine Gegenbewegung de Akkumula ion no wendig wi d.
Hicks aß diesen Un e schied zwischen den e schiedenen A en des
echnischen Fo sch i s in die Wo e:
„Qui e gene ally he e o e he o wa d bias does be e in he long
un han in he sho , while he backwa d bias does be e in he sho
un han in he long. Tha is he simples , and mos undamen al,
di e ence be ween hem." (Hicks, 1973, S. 108.)
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Technische Fo sch i u. Beschä igung in kapi al heo e ische Sich 157
6. Technische Fo sch i , du chschni liche
P oduk ionspe iode und Kapi alkoe izien
Bei de Analyse de Ve schiebungen de A bei seinsa zs uk u , die
aus den e schiedenen A en des echnischen Fo sch i s esul ie en,
d äng sich dem Kenne de empo alen ode ös e eichischen Kapi al-
heo ie alsbald de Gedanke au , diese Ve ände ungen du ch den Be-
g i de du chschni lichen P oduk ionspe iode bzw. de mi le en Aus-
ei ungszei auszud ücken. Dem s eh jedoch de Einwand de K i ike
diese Theo ie gegenübe , daß sich de Beg i de mi le en Aus ei-
ungszei nich de inie en lasse, sobald ixe Kapi algü e au den Plan
e en. Diesen Einwand gil es zunächs zu en k ä en.
Das A gumen uß im wesen lichen au de Behaup ung, daß man
den He s ellungsau wand eine Maschine nich pe iodenge ech zuo d-
nen könne, wenn die Maschine meh e e Pe ioden benu z wi d. Die
Behaup ung geh wohl au Wicksell zu ück und is sei dem zu eine
A S e eo ype gewo den:
„Fo he annual uses successi ely ollowing one ano he cons i u e a
kind o join supply ( o adop Ma shall's e minology) and undamen -
ally i is jus as absu d o ask how much labou is in es ed in ei he
one o he o he annual use as o y o ind ou wha pa o a pas u e
goes in o wool and wha pa in o mu on." (Wicksell, 1961, S. 260.)
Man ha diese Analogie schließlich so selbs e s ändlich akzep ie ,
daß man meh jäh ige Maschinen implizie ende P oduk ionsp ozesse als
„join p oduc ion" bezeichne . Dabei we den die be ei s benu z en
Maschinen als „P oduk e" des P oduk ionsp ozesses au ge aß und
un e die E zeugnisse de Pe iode gezähl 32. Diese P ozedu mag on
o male Eleganz und in modell heo e ischen Ablei ungen on Vo eil
sein, sie ände abe nich s da an, daß die Analogie on Wicksell schie
is . Es soll e zu Vo sich mahnen, wenn das Ve ah en, die al en Ma-
schinen als neue P oduk e au zu assen, zu den gleichen P eisen üh ,
zu denen man mi de al en Absch eibungsp ozedu auch gelang ( gl.
e wa S a a, 1973, S. 95 .). Auch das Beispiel Bu meis e s zeig , daß
sich aus de In e p e a ion als „Kuppelp oduk ion" nich s ande es als
Absch eibungen e geben, die au dem E agswe p inzip basie en ( gl.
Bu meis e , 1974, S. 441 .). Solche P eisbes immungen sind im Falle
de ech en Kuppelp oduk ion eben nich möglich.
Be ach e man das hie zug undegeleg e Modell, so is in de Ta
nich einzusehen, wa um eine Ve eilung des u sp ünglichen Au wandes
In dem hie be ach e en Modell allen demnach in de Konsumgü e in-
dus ie nich nu Konsumgü e an, sonde n auch ein Jah al e Maschinen.
Die zweimal benu z en Maschinen we den selbs e s ändlich nich als P o-
duk e gezähl , weil sie den P oduk ionsp ozeß e lassen, also we los gewo -
den sind.
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158 Ul ich Fehl
ü die Maschine (ao) au die e schiedenen P oduk einhei en nich mög-
lich sein soll. Da die „Zu echnung" de „di ek en" A bei seinsä ze (ai)
nich ums i en is , kann sie im olgenden auße ach gelassen we den
und somi die P oduk masse de zwei Nu zungspe ioden ein ach au
den u sp ünglichen Au wand ao bezogen we den. O enba en allen
dann üq/2 A bei seinhei en au eine Konsumgu einhei . Dami is das
Au eilungsp oblem abe schon gelös . Woll e man diese Möglichkei be-
s ei en, müß e man gleichzei ig jede Zu echnungsmöglichkei übe -
haup e neinen. Un e s ell man nämlich eine Maschine, die ge ade
eine Pe iode lang häl (zi kulie endes Kapi al) und in diese Pe iode
zehn Einhei en eines Gu es he zus ellen ges a e , so müß e man mi
Wicksell doch agen, ob denn in alle zehn Konsumgü e de gleiche
An eil des Maschinenau wandes „ge ah en" is , wenn man da on sp e-
chen will, daß alle zehn Konsumgü e die gleichen Kos en he o ge-
u en haben!
Is das „Au eilungsp oblem" gelös , läß sich die du chschni liche
Aus ei ungszei leich e mi eln ( gl. aus üh lich hie zu Fehl, 1973,
insbes. S. 135 .). De Ausgangszus and sei hie e was aus üh liche be-
ach e . O enba bleib in dem P ozeß x de di ek e A bei sau wand
ai* eine Pe iode lang gebunden, wäh end de Au wand aj/2 eine Pe-
iode länge gebunden is . Beim P ozeß
X2
bleib a wiede eine Pe iode
lang gebunden, wäh end nun abe aj/2 — da es sich um die zwei e
Nu zungspe iode handel — be ei s d ei Pe ioden gebunden is . Es muß
also zu E mi lung de du chschni lichen Aus ei ungszei des Pe ioden-
konsums angese z we den:
Wegen des Gleichgewich szus andes is dabei x =
X2
= x gese z wo -
den. Die A bei sau wendungen, die in den Konsumgü e n de be ach-
13
e en Pe ioden aus ei en, bleiben also im Du chschni — Pe ioden im
8
P oduk ionsp ozeß gebunden. Analog e geben sich im s a ionä en Zu-
s and nach Abso p ion des echnischen Fo sch i s olgende We e:
39 31
®a
= z (neu ale echnische Fo sch i ), Ob = e ( o wa d bias),
z4 lb
59 79
Sc = ^ (s ong o wa d bias) und ^ = — (backwa d bias),
¿y D4
Wäh end de neu ale echnische Fo sch i die mi le e Aus ei ungs-
zei un e ände läß , wi d sie im Falle des „ o wa d bias" e höh . De
„s ong o wa d bias" äuße sich in eine noch s ä ke en E höhung de
6 13
8
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Technische Fo sch i u. Beschä igung in kapi al heo e ische Sich 165
Nimm man nun wei e an, daß die neue Technik mi „s ong o wa d
bias" sich wiede du ch eine WicJcseZi-P oduk ions unk ion besch eiben
läß , so e geben sich olgende Gleichungen ü die neue Si ua ion:
In de zwei en, also k i ischen Pe iode des Übe ganges koexis ie en
also die beiden „P ozesse" xi und x2 mi den P oduk ions unk ionen
Gib man die on de „Ve gangenhei " de e minie en Kapi algü e -
mengen Ki und K2 sowie den Lohnsa z w = 1 o , so e geben sich nach
de G enzp oduk i i ä s heo ie die gleichen A bei seinsä ze und P o-
duk mengen wie im Falle ixe Koe izien en. Die P oduk ions unk io-
nen sind also auch in diese Hinsich „passend".
b) Subs i uie ba kei de Fak o en und Länge de Übe gangszei
Wegen de Subs i uie ba kei de P oduk ions ak o en kann nun —
im Gegensa z zum Hicks-Modell — de A bei seinsa z bei kons an em
Kapi algu einsa z e höh und dami ein g öße e Konsumgu auss oß e -
7 2
ziel we den. S eig beispielsweise de A bei seinsa z A2 on — au —
o
8 3
= — A bei seinhei en, so e höh sich A on — = 0,1875 au ca. 0,201,
12 16
wenn man gleiche G enzp oduk i i ä en on Ai und A2 un e s ell 43.
Die G enzp oduk i i ä de A bei sink dabei au 0,946 Konsumgu ein-
hei en ab. Bei Un e s ellung de En lohnung nach dem G enzp oduk i i ä s-
p inzip bedeu e dies, daß das Sozialp oduk in Höhe on x = 2,03 nich in
Fo m on Lohnzahlungen oll an die A bei sk ä e e eil we den kann,
sonde n ein „Sozialp og amm" ode i gendeine ande e Um e eilungsmaß-
nahme e o de lich wi d. — Die angenommene Ve eilung de A bei sk ä e
is übe haup nu exempla isch gewähl wo den, um zu zeigen, daß die Kon-
sumgü e p oduk ion bei diese A des echnischen Fo sch i s nich zu ück-
gehen muß, wenn Subs i u ionsmöglichkei en gegeben sind. Welche Ve eilung
und
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166 Ul ich Fehl
Bei den e höh en A bei seinsä zen esul ie en die P oduk mengen x
= 0,95 und X2 = 1,08. Die Gesam p oduk ion be äg also x = 2,03 ge-
31
genübe x = — = 1,9375 im HicJcs-Modell. Du ch den Übe gang zu
16
eine a bei sin ensi e en P oduk ionsme hode kann de Rückgang de
Konsumgü e p oduk ion also e mieden we den, in de Ta kann le z-
e e soga noch ges eige we den.
Alle dings muß hie ü ein P eis gezahl we den. Es s ehen nämlich
wegen de ges iegenen Beschä igung im Konsumgu sek o ü die Kon-
s uk ionsab eilung nu noch A bei sk ä e in Höhe on Ao = 1,132 zu
Ve ügung, so daß in de k i ischen Pe iode die S a a e de neuen
P ozesse au Xo = 1,274 gegenübe xo = 1,38 im HicJcs-Modell absink .
In de d i en Pe iode e gib sich dami eine Konsumgu p oduk ion on
x = 2,21 gegenübe x = 2,32 im HicJcs-Modell; dabei is o ausgese z ,
daß die Einsa z e häl nisse de Fak o en in beiden Modellen übe ein-
s immen44.
Obwohl auch im o liegenden Falle on de d i en Pe iode an nu
mi de neuen Technik gea bei e wi d, läß sich doch es s ellen, daß
die Konsumgu p oduk ion e s spä e das Ni eau des HicJcs-Modells e -
eich . In diesem Sinne kann also gesag we den, daß sich im Falle de
Subs i u ionali ä übe eine zei liche S eckung des Spa ens die „Übe -
gangszei " e länge n und dami — was den Konsum be i — „ange-
nehme " ges al en läß . Zugleich zeig sich, daß das Cha ak e is ikum
des „s ong o wa d bias", das im HicJcs-Modell in de Un e meidba -
kei des P oduk ions ückganges bes eh — hie nich zum Zuge komm .
Dami e schwinde gleichsam de Un e schied zwischen „s ong o -
wa d bias" und „ o wa d bias".
9. E gebnis und Folge ungen
a) Die Analyse des Übe gangsp ozesses on eine Technik zu ande-
en ha deu lich we den lassen, daß es ganz on de Eigena des neuen
echnischen Ve ah ens abhäng , ob zunächs ein Spa o gang ode —
im Gegen eil — ein so o ige Ans ieg des Realkonsums e o de lich is ,
um die Vollbeschä igung zu siche n. K i e ium is dabei, ob die mi le e
Aus ei ungszei des o iginä en Fak o einsa zes, hie de A bei sleis un-
gen, in olge des echnischen Fo sch i s zu- ode abnimm . S eig die
mi le e Aus ei ungszei an, so muß in den k i ischen Pe ioden gespa
de A bei sk ä e a sächlich ealisie wi d, e gib sich aus den spon anen
Ak ionen de Ma k eilnehme ode wi d on de Planzen ale en schieden.
In jedem Falle is sie als Folge de zei lichen P ä e enz in bezug au den
Konsums om zu be ach en.
44 Eine solche ode ähnliche Fes se zung is no wendig, dami man die Kon-
sumgu menge im Falle de Subs i uie ba kei übe haup de e minie en kann.
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Technische Fo sch i
u.
Beschä igung in kapi al heo e ische Sich 167
we den, dami bei kons an em Lohnsa z die Vollbeschä igung au ech
e hal en we den kann. E s nach Übe windung diese Pe ioden komm
es au die S eige ung des Realkonsums an, wenn Beschä igungsp o-
bleme e mieden we den sollen.
De echnische Fo sch i kann un e Ums änden die mi le en Aus-
ei ungszei en so s a k e höhen, daß wäh end de k i ischen Pe ioden
des Übe gangsp ozesses die Reallöhne eduzie we den müssen, dami
die Vollbeschä igung au ech e hal en we den kann (Fall des „s ong
o wa d bias"). Diese Zusammenhang zwischen echnischem Fo sch i ,
Lohnhöhe und Beschä igung lieg im absolu en Rückgang de P o-
Kop -Konsumgü e p oduk ion beg ünde und is deshalb im P inzip
unabhängig on de Einkommens e eilung zwischen A bei e n und
Kapi alis en.
Läß de echnische Fo sch i die mi le e Aus ei ungszei un e än-
de ode eduzie e sie soga , dann komm es schon wäh end des
Übe gangs zu neuen Technik au die E höhung des Realkonsums an,
wenn Beschä igungsp obleme nich au e en sollen.
b) In de Reali ä e en die e schiedenen A en des echnischen
Fo sch i s nich in de „ einen" Fo m au , in de sie hie analysie
wo den sind. Da die hie p äsen ie e Va ian e des Hic cs-Modells nu
jeweils ein Kapi al- bzw. Konsumgu kenn , lassen sich die da ges ell-
en Fälle des echnischen Fo sch i s eali e nu als das jeweilige
Übe wiegen eine „ einen" Fo m im ealen Gesam p ozeß deu en.
Im üb igen we den die Wi kungen un e schiedlich sein, wenn s a
eines s a ionä en Zus andes ein dynamische P ozeß als Ausgangssi ua-
ion gewähl wi d, weil sich nun die Folgen un e schiedliche Fo men
des echnischen Fo sch i s zei lich und sek o al übe lage n und dami
in ih e Wi kung kompensie en können. Dies gil selbs dann, wenn in
de zei lichen Au einande olge zwei echnische Fo sch i e mi dem
gleichen „bias" ealisie we den. So kann im Falle eines „s ong o -
wa d bias" de e o de liche Spa p ozeß ge ade in dem Augenblick ab-
geschlossen sein, in dem de Übe gang zu eine zwei en Technik be-
ginn , die eben alls einen „s ong o wa d bias" au weis . De mi dem
e s en Übe gangsp ozeß e bundene Ans ieg de Konsumgü e p oduk-
ion i ge ade ech zei ig ein, um den no wendigen Spa p ozeß des
zwei en Übe ganges zu „ inanzie en", so daß es nich zu einem Rück-
gang des Konsumgü e angebo es komm , mi hin nich zu einem Rück-
gang de Beschä igung bei kons an en Löhnen bzw. zu Lohn eduk ion
bei kons an e Beschä igung.
Schließlich können die Lohn eduk ionen im Falle eines „s ong o -
wa d bias" e mieden bzw. abgeschwäch we den, wenn en sp echende
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168 Ul ich Fehl
Lage o ä e im Konsumgü e be eich o handen sind, on denen in de
o s ehenden Analyse abgesehen wo den is . Diese Aussage gil alle -
dings nu dann, wenn de mi diese Fo m des echnischen Fo sch i s
e bundene Spa p ozeß sich nu au wenige Pe ioden besch änk .
c) De Übe gangsp ad wu de un e de Vo ausse zung de Vollbe-
schä igung analysie . Dabei zeig e sich — abgesehen om Spezial all
des im Hicksschen Sinne neu alen echnischen Fo sch i s — die No -
wendigkei in e sek o ale Wande ungen de A bei sk ä e, um eben
diese Vollbeschä igung zu siche n. Da in den mode nen Volkswi scha -
en s ändig echnische Fo sch i e ealisie we den, e gib sich da aus
die Fo de ung nach de Beweglichkei de A bei sk ä e. Die „Umse -
zung" de A bei sk ä e abe kann sich in o übe gehende A bei s-
losigkei mani es ie en. Es sind dahe die A bei slosigkei szi e n nich
zule z un e dem Gesich spunk des echnischen Fo sch i s zu in e -
p e ie en45. E s die Übe sch ei ung eine gewissen Ma ge soll e zu kon-
junk u poli ischen Eing i en Anlaß geben.
d) In den o s ehenden Übe legungen wu de on dem P oblem de
E wa ungen abs ahie . In Wi klichkei we den die E wa ungen
abe nich so genau sein, daß de P ozeß in de „idealen" Weise ablau-
en kann, wie dies hie un e s ell wo den is . Eine ande e „A bei s-
einsa zs uk u " abe , die in olge alsche E wa ungen ein e en kann,
ha — was insbesonde e im Fall des „s ong o wa d bias" bedeu sam
is — gegebenen alls nega i e Wi kungen au P oduk ion, Beschä i-
gung und Löhne. Gleiches gil im Falle sozial beding e Hemmnisse bei
de Wande ung de A bei sk ä e on einem Sek o zum ande en.
Beach e man, daß eine sei s de echnische Fo sch i — ge ade
dann, wenn e pe manen au den Plan i , — wegen de s ändigen
Ände ungen im P oduk ionsge üge nahezu zwangsläu ig alsche E wa -
ungen he o u en muß und daß ande e sei s die E wa ungen — ins-
besonde e übe de en Ein luß au die In es i ionen — wesen lich den
Konjunk u e lau beein lussen, so wi d kla , daß de echnische Fo -
sch i und de P ozeß seine Realisa ion mi den Ve schiebungen im
sek o alen Einsa z de A bei sk ä e eine wesen liche U sache de Kon-
junk u schwankungen da s ellen.
e) Angesich s de in de Zukun no wendig we denden Ums ellung
au ande e Ene gie äge (A omk a we ke mi langen Kons uk ions-
pe ioden) und de eben alls e o de lichen zei aubenden Fo schung
und En wicklung au e schiedenen Gebie en zu Übe windung on
Engpässen (Umwel schu z, Rohs o e so gung) e schein die E wa ung
45 Vgl. Fußno e 41.
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Technische Fo sch i u. Beschä igung in kapi al heo e ische Sich 169
ielleich nich unbeg ünde , daß die Ve ände ung de echnischen Basis
de P oduk ion Ve länge ungen de mi le en Aus ei ungszei e zwin-
gen wi d. In einem solchen Falle abe is es nich ausgeschlossen, daß
sich das Beschä igungsp oblem in eine ähnlichen Weise wie beim
„s ong o wa d bias" s ell .
Zusammen assung
Den echnischen Fo sch i kann man nach seine Wi kung au die P o-
duk ionspe iode klassi izie en. Diese Klassi ika ion, mi de eine Rehabili a-
ion dieses G undbeg i es de ös e eichischen Kapi al heo ie beabsich ig
is , schein sugges i e zu sein als eine en sp echende Ein eilung on Hicks,
die e in seinem Buch „Capi al and Time" o nimm und die mi de hie
o geschlagenen e glichen wi d. Eine Ve länge ung ode Ve kü zung de
P oduk ionspe iode e o de zu Au ech e hal ung de Vollbeschä igung
ein e schiedenes Spa olumen. Folglich muß das P oblem un e ku z- und
lang is igem Aspek be ach e we den: Wäh end de Reallohnsa z lang-
is ig ans eigen kann und — um de Vollbeschä igung willen — mögliche -
weise ans eigen muß, kann es no wendig sein, ihn — als eine besonde e A
des Spa ens — zu Beginn des P ozesses, mi els dessen sich die Wi scha
de neuen Technik anpaß , zu senken. Es sp ich einiges da ü , daß eine solche
Si ua ion zu Beginn on Indus ialisie ungsp ozessen o he sch .
Summa y
Technical p og ess can be classi ied acco ding o i s e ec on he a e age
pe iod o p oduc ion. This classi ica ion in ending a ehabili a ion o his
undamen al concep ion o Aus ian capi al heo y seems o be mo e sug-
ges i e han he co esponding nomencla u e o Hicks* "Capi al and Time",
o which i is con on ed. Leng hening o sho ening o he pe iod o p o-
duc ion implies di e en olumes o ne sa ing equi ed o he main enance
o ull employmen . Consequen ly he p oblem has o be iewed unde sho
and long un aspec s: Whe eas he eal wage a e can and — o he sake o
ull employmen — possibly mus inc ease in he long un i may — as a
special o m o sa ing — be bound o dec ease a he beginning o he p o-
cess by which he economy adap s i sel o he new echnique. P esumably
his cons ella ion p e ails a he beginning o indus ialisa ion p ocesses.
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