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Nachfrageaugmentierende Grundbedürfnisstrategien und ihre externe Finanzierung

Lachmann, W.

Abstract

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Full text

Lachmann, W. A icle Nach ageaugmen ie ende G undbedü niss a egien und ih e ex e ne Finanzie ung Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en (ZWS) - Vie eljah essch i de Gesellscha ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en, Ve ein ü Socialpoli ik P o ided in Coope a ion wi h: Duncke & Humblo , Be lin Sugges ed Ci a ion: Lachmann, W. (1982) : Nach ageaugmen ie ende G undbedü niss a egien und ih e ex e ne Finanzie ung, Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en (ZWS) - Vie eljah essch i de Gesellscha ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en, Ve ein ü Socialpoli ik, ISSN 0342-1783, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 102, Iss. 1, pp. 53-76, h ps://doi.o g/10.3790/schm.102.1.53 This Ve sion is a ailable a : h ps://hdl.handle.ne /10419/291512 S anda d-Nu zungsbedingungen: Die Dokumen e au EconS o dü en zu eigenen wissenscha lichen Zwecken und zum P i a geb auch gespeiche und kopie we den. 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I he documen s ha e been made a ailable unde an Open Con en Licence (especially C ea i e Commons Licences), you may exe cise u he usage igh s as speci ied in he indica ed licence. h ps://c ea i ecommons.o g/licenses/by/4.0/ Nach ageau gmen ie ende G undbedü nis- s a egien und ih e ex e ne Finanzie ung Da ges ell am Beispiel eines Food-S amp P og amms* Von W. Lachmann Zu di ek en Bekämp ung de absolu en A mu wu den on de Wel bank und dem In e na ionalen A bei sam G undbedü niss a egien o geschla- gen. In diese A bei wi d un e such , ob die o geschlagenen S a egien ih Ziel allein e eichen können, ob komplemen ä e Maßnahmen zu implemen- ie en und inwiewei sie ex e n zu inanzie en sind. Obgleich iele En wicklungslände beach liche Wachs ums a en au - wiesen, muß man da on ausgehen, daß es diesen Lände n nich gelun- gen is , die absolu e A mu zu besei igen ode wenigs ens zu ückzu- d ängen. Die Zahl de Menschen, die in absolu e A mu leben, wi d au 600 - 800 Millionen geschä z 1. Die bishe igen S a egien e hal en zu keine Lösung. Noch imme sehen sich die meis en En wicklungs- lände olgenden P oblemen und Au gaben gegenübe s ell : — Hohe Be ölke ungsan eil, de in absolu e A mu leb , sowohl im s äd ischen als auch im ländlichen Be eich, — die Wachs ums a e de Ag a p oduk ion is ge inge als die Be öl- ke ungswachs ums a e. — Zahlungsbilanzp obleme, auch wegen de no wendigen Nah ungs- mi elimpo e, die du ch die hohen Ene giekos en noch e s ä k we den, — ex em ungleiche Einkommens- und Ve mögens e eilung, — Ve nachlässigung des inländischen Raums, die eine Land luch aus- lös 2. * Geände e Fassung eines Vo ags, gehal en au de Jah es agung dea Ausschusses „En wicklungslände " des Ve eins ü Socialpoli ik am 21. No- embe 1980 in F ank u /Main. 1 Wel bank (1980). 2 Vgl. auch die neue lichen Bemühungen eine e s ä k en Fö de ung de En wicklung des ländlichen Raumes, z.B. das Konzep de in eg ie en länd- lichen En wicklung in BMZ, Wissenscha liche Bei a (1979). OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.102.1.53 | Gene a ed on 2023-04-04 12:01:55 54 W. Lachmann Um das P oblem de absolu en A mu anzugehen, wu de o nich allzu lange Zei das Konzep eine G undbedü niss a egie en wo en3. Ih e Ve ech e sind übe zeug , daß sie am bes en geeigne sei, diese A mu zu milde n ode ga zu besei igen, weil sie zielg uppeno ien ie is 4. Die G undbedü niss a egie bie e in de Ta iele Vo eile; jedoch wi d auch sie nich aus eichen, die o. g. P obleme zu lösen. Alle bishe o geschlagenen S a egien diese A haben — neben de Zielg uppen- o ien ie hei — ein gemeinsames Me kmal: Sie sind angebo so ien ie . Sie e suchen (zum g öß en Teil), die P oduk i i ä de A men zu e - höhen nach dem chinesischen Sp ichwo : Gib einem Hunge nden einen Fisch und e wi d einen Tag lang sa . Leh e ihn ischen — und e wi d nie meh hunge n. Ich bin de Meinung, daß diese G undbedü niss a egie einen Sch i in die ich ige Rich img da s ell , daß jedoch zu diese angebo so ien- ie en G undbedü niss a egie unbeding eine nach ageo ien ie e dazukommen muß. Nu dadu ch is es möglich, die Nu zung lokale Ressou cen zu animie en, also eine endogene P oduk i i ä sbewegung zu ini iie en. Diese S a egie soll am Beispiel eines Food-S amp P og amms5 o - ges ell , ih e möglichen Folgen disku ie und ih e Finanzie ung e - ö e we den. Dabei möch e ich olgende maßen o gehen: 1. Skizzie ung on Lage und U sache de o. g. P obleme de En wick- lungslände , 2. Diskussion de bishe igen Konzep e eine G undbedü niss a egie, 3. Vo s ellung de nach ageo ien ie en G undbedü niss a egie, 4. E ö e ung de Vo eile und P obleme eine solchen S a egie, 5. E läu e ung de No wendigkei ih e ex e nen Finanzie ung, insbe- sonde e im Zusammenhang mi de Diskussion übe die Neue Wel - wi scha so dnung. a In e na ionales A bei sam (1976 a, 1976 b, 1979). 4 Be g (1980), G an (1978), Hicks (1979), Selowsky e al. (1979), Singe (1977), Singh (1979), S ini asan (1977), S ee en (1978, 1979), S ee en und Bu ki (1978), Walle (1980), usw. 8 Un e einem Food-S amp-P og amm e s eh man ein s aa liches P o- g amm, das den bedü igen Schich en de Be ölke ung au Geld lau ende Lebensmi elkoupons zu Ve ügung s ell , so daß das Exis enzminimum an Nah ungsmi eln gekau we den kann. Es inde keine di ek e Zu eilung s a . Die Food-S amps haben nu in bezug au den Nah ungsmi elkau Geldcha ak e . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.102.1.53 | Gene a ed on 2023-04-04 12:01:55 Nach ageaugmen ie ende G undbedü niss a egien 55 1. Die Si ua ion de ä ms en En wicklungslände und eine mögliche U sache Fü die ä ms en 38 En wicklungslände e hal en wi olgende Zahlen als Du chschni swe e6: Das BSP wuchs um 3,6 °/o du chschni lich wäh end de Jah e 1970 - 78, im gleichen Zei aum wuchs die landwi - scha liche P oduk ion abe nu um 2,0 Vo. Fü diese Zei e gib sich ein jäh liches Be ölke ungsWachs um on 2,2 ^/o, wäh end die du chschni - liche Nah ungsmi ele zeugung de Jah e 1976 - 78 e glichen mi dem Du chschni de Jah e 1969 - 71 um 3 ®/o sank. Das Kalo ienangebo p o Kop ü die ä ms en 1,3 Millia den Menschen be ug 1977 nu 91 °/o des äglichen Beda s. De Schuldendiens s ieg wäh end des Zei aums on 1970 - 1978 on 1,2 «/o au 1,7 °/o des BSP, was eine S eige ungs a e on 41,6 °/o en sp ich ; die ö en liche Auslands e schuldung de 38 ä ms en S aa en s ieg im Du chschni on 18,1 Vo im Jah e 1970 au 21,7 %> des BSP im Jah e 1978, was eine S eige ungs a e on 20^/0 gleichkomm . Dabei is die Auslands e schuldung de S aa en mi sozialpoli ischem Engagemen iel s ä ke ges iegen, z. B. in S i Lanka on 17,1 %> au 41 Vo des BSP, in Ägyp en on 22,7Vo au 71,5%, in Ma okko on 18,6% au 40,1 %. In Lände n, wo unge äh 1/s de Be ölke ung wenige als $ US 50.— jäh liches Einkommen zu Ve ügung ha , is es nu selbs e s ändlich, daß Nah ungsmi el billig angebo en we den7. Das eie Spiel de Ma k k ä e wü de, wegen des knappen Angebo s und de hohen Nach- age, zu einem P eis und dami zu eine solchen Ve eilung de Nah ungsmi el üh en, die sozialpoli isch nich akzep abel wä en. Aus diesem G und wu den on ielen En wicklungslände n Nied ig- p eise ü G undnah ungsmi el e o dne und die Landwi e ge- zwungen, ih e P oduk e zu es gese z en P eisen an den S aa zu e - kau en. Dies wiede um begüns ig e die En s ehung eines Schwa zen Ma k es, de ü die Behö den nich kon ollie ba wa , so daß ü das s aa liche Angebo nich genug Nah ungsmi el zu Ve ügung s anden8. Ebenso wa es ü die Landwi e güns ige , expo ähige landwi scha liche E zeugnisse zu p oduzie en, da de einzelne Baue dadu ch bis zum Sechs achen meh e dienen konn e als mi de e Wel bank (1980), Tabellenanhang. ^ Wel bank (1975), Anhang 1, 79. Die Ra en beziehen sich au das Jah 1969! 8 Vgl. dazu Chinn (1978), de ein Modell en wi ü Landwi e, die eine Regie ungskon olle bei de Nah ungsmi elp oduk ion un e liegen. Do auch wei e e Li e a u übe die Kon ollen in Indien und Tanzania. Im S aa U a P adesh (Indien) wu den nu 7 %> de Hi se- und Reisp oduk ion om S aa gekau ; in Tanzania wu den 70 °/o de P oduk ion on Mais übe p i a e Kanäle abgewickel . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.102.1.53 | Gene a ed on 2023-04-04 12:01:55 56 W. Lachmann G undnah ungsmi elp oduk ion0. Die ehlenden G undnah ungsmi - el muß e de S aa impo ie en, wenn sie nich in Fo m eine Nah- ungsmi elhil e unen gel lich zu Ve ügung ges ell wu den. Diese P eissub en ionspoli ik üh e zu s a ken Belas ungen des S aa s- budge s, so wu den 1975 z. B. in Ägyp en 21 ®/o, in Ko ea 19 <Vo, in S i Lanka 16% und in Ma okko 12 ^/o des Budge s ü Lebensmi el- sub en ionen be ei ges ell 10. Auße dem üh e das zu eine eno men Belas ung de Zahlungsbilanz. So muß e S i Lanka im Sep embe 1979 zu einem Food-S amp P og amm übe gehen, da die bishe ige Nied ig- p eiss a egie mi eine Ra ionie ung de G undnah ungsmi el nich meh inanzie ba wa 11. Die nied igen Ag a p eise hinde en jedoch die En wicklung de ländlichen S uk u , wo au hin das Angebo an Nah ungsmi eln wei e sank. Dieses E gebnis läß sich seh leich aus den Angebo s- und Nach age unk ionen ü Nah ungsmi el e sehen12. Abb. 1: P i a e Angebo s- und Nach ageku en nach G undnah ungsmi eln 9 Vgl. Mo ison (1980). In de S udie des Do es Meegama im Kandy- Dis ik on S i-Lanka sind aus 1 ac e beim Reisanbau 2 500 Rupien zu e - dienen, beim P e e anbau 18 000! Mo ies schä z , daß bei eine lexiblen Bewi scha ung, die sich nach den Ma k p eisen de „cash c ops" aus ich e , ein Zehn aches on dem zu e dienen is , was eine Nu zung ü Reisanbau (paddy) einb ing . 10 Siehe Be g (1980) 25 bzw. Da is (1977) 112. Vgl. auch Bu ki (1980); S i Lanka ha in den le z en 15 Jah en du chschni lich ca. 10 %> des BSP ü sozialpoli ische P og amme (einschließlich des Food Ra ion Schemes) ausge- geben; wäh end de Jah e 1964/65 wu den 54 "%> des Budge s ü Sozialaus- gaben e wende . Siehe dazu Isenmann (1980). 11 Isenmann (1980); eine aus üh liche Da s ellung des P og amms und seine En s ehung be inde sich in Lachmann (1981 a). OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.102.1.53 | Gene a ed on 2023-04-04 12:01:55 Nach ageaugmen ie ende G undbedü niss a egien 57 In de Abb. 1 wi d un e s ell , daß de eie Ma k das E näh ungs- p oblem nich lösen kann. Es bilde sich ein P eis P, de sozialpoli isch als zu hoch angesehen we den, und bei dem sich die Be ölke ung nu xM s a de benö ig en Menge xN kau en kann. Das P i a angebo und die P i a nach age liegen un e dem no wendigen Minimum. Wegen des Mangels an e ek i e Nach age13 kann die Regie ung nu du ch eine P eispoli ik e suchen, die Nach age zu e höhen, so daß die Mindes auss a ung an G undnah ungsmi eln ü die Be ölke ung inanzie ba is (wenn sie au di ek e Zu eilungssys eme e zich e ). In diesem Beispiel wü de dann de P eis au P es geleg . Zu diesem P eis we den abe nu xs an G undnah ungsmi eln p oduzie und angebo en. De Nach ageübe hang (xN — xs) muß du ch Impo e ode unen gel liche Nah ungsmi elhil en (PL 480) gedeck we den. Diese Poli ik wü de abe zu einem kon inuie lich e minde en Angebo an G undnah ungsmi eln üh en. Die Regie ung be inde sich nun in eine Zwickmühle: Eine E höhung des P eises is aus sozialen G ünden nich zu e an wo en14, abe de nied ige e Ag a p eis bewi k einen s ändigen (und wachsenden) Nach ageübe hang an G undnah ungsmi - eln15. Auße dem e laub de nied ige e P eis keine En wicklung eine au och honen ländlichen In as uk u . Es komm zu den E gebnissen, die aus obigen Da en e sich lich sind: Abnehmende Nah ungsmi el- p oduk ion, s eigendes Zahlungsbilanzde izi und eine Abwande ung om Land in die S äd e, da es sich nich lohn , au dem Lande eine E we bs ä igkei nachzugehen. Lokale Ressou cen we den nich ge- nu z . Es müß e eine S a egie en wickel we den, die aus diese Zwick- mühle he aushil . Das soziale P oblem soll e mieden und das P eis- ni eau angehoben we den, so daß eine in eg ie e ländliche En wick- 12 Die Möglichkei eines „Schwa zen Ma k es" wi d in diese Analyse auße ach gelassen. Siehe dazu: Michaely (1954) und Gönensay (1966). 13 Zum Beg i de e ek i en Nach age siehe Leijonhu ud (1968, 1973). 14 So wi d imme ge o de , daß bis zu Pa izipa ion de A men am wi - scha lichen Wachs um, d. h. bis zu S eige ung de P oduk i i ä de A men, Maßnahmen zu P eissenkungen ge o en we den müssen, dami die un e - e näh en Schich en de Be ölke ung wenigs ens zum Teil ih e Nah ungs- mi el kau en können. Dies e o de Sub en ions- und Zu eilungsp o- g amme, die, wie zugegeben wi d, zu budge ä en Zahlungsbilanz- und Ag a - p eisp oblemen üh en. Es wi d nich gezeig , wie diese Poli ik aus de P o- blema ik eine zu nied igen Ag a p oduk ion he auskomm . Vgl. Be g (1980) ode auch Wel bank (1980) passim. is Vgl. auch Os e ie h, Ve eyd und Waelb oeck (1978) „wha policy make s mos need o unde s and is he ade-o be ween ood impo s and ag icul u al p ices." (S. 1); dagegen wi d bedaue , daß „much o he li e a- u e on he ood gap implici y e lec s a iew o he wo ld in which demand and supply a e independen o p ices and in which supply can be inc eased only by massi e p og ams o go e nmen in es men ." (S. 1). Da un e wü - den auch die meis en angebo so ien ie en G undbedü niss a egien allen. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.102.1.53 | Gene a ed on 2023-04-04 12:01:55 58 W. Lachmann lung ode ein gleichgewich ige es Wachs um on landwi scha liche und indus ielle P oduk ion möglich wi d. Doch zue s sollen die he kömmlichen G undbedü niskonzep e be ach e und de F age nachgegangen we den, wa um sie nich in de Lage sind, diesen Ziel- kon lik allein zu lösen. 2. Diskussion de bishe igen G undbedü niskonzep e Das Konzep on de G undbedü nisbe iedigung is bis heu e seh age o mulie wo den. Bu ki (1980) sch eib : „Das G undbedü nis- konzep is Ausd uck de No wendigkei , den A men Zugang zu einem Ko b essen ielle Gü e und Diens leis ungen zu siche n" (S. 18). Dazu gehö en nich nu Nah ung, Kleidung, Gesundhei und ein Mindes - maß an Bildung (educa ion), sonde n — wei e ge aß — auch poli ische F eihei en, wie das Rech zu eien Meinungsäuße ung und das Rech , sich gewe kscha lich zu o ganisie en16. In meine Analyse will ich mich jedoch nu au das G undbedü nis de Nah ung besch änken. Aus de Li e a u wi d deu lich, daß mi de G undbedü niss a e- gie das A mu sp oblem on de Angebo ssei e (Inpu sei e) he au - ge oll we den soll17. Das Ziel bes eh da in (um in de Abbildung zu bleiben), die Angebo sku e so zu e schieben, daß sie die Nach age- ku e im Punk R schneide . An diesem Schni punk is die Be ölke- ung in de Lage, sich die no wendigen Nah ungsmi el zu kau en. Zwei Möglichkei en, dieses Ziel zu e eichen, sollen be ach e we den: 1. P oduk ionss a egien: Die S uk u des Angebo s soll e ände und die P oduk i i ä e höh we den. Dies geschieh z. B. du ch eine Sub en ion de Kuns dünge , besse es Saa gu , landwi scha liche Be a e s a ionen, die Gewäh ung besse e K edi bedingungen, also du ch Inpu sub en ion, ode mi S a egien de Hil e zu Selbs hil e, z.B. in Fo m de Un e s ü zung ode G ündung on „Bewegungen"18, wie z. B. de G ündung on Landwi scha sgenossenscha en (z. B. Ko ea) ode de Fö de ung de Sa odaya Sh amadana Bewegung, iß Vgl. auch S ae en (1979), wenn e sch eib (S. 136): „The objec i e o a basic needs app oach o de elopmen is o p o ide oppo uni ies o he ull physical, men al, and social de elopmen o he indi idual. This app oach ocuses on mobilizing pa icula esou ces o pa icula g oups, iden i ied as de icien in hese esou ces, and concen a es on he na u e o wha is p o ided a he han on income." F iedman (1979) un e scheide zwischen „wan s", die p i a und unbeg enz sind und „needs", die beg enz und ö en lich sind, wobei das Schwe gewich au de ö lichen P oduk ion lieg . 17 Wal e (1980) nenn als die en scheidenden ie Elemen e des G und- bedü niskonzep s: Bedü niso ien ie ung, Zielg uppeno ien ie ung, P oduk- ionso ien ie ung und Pa izipa ion (S. 1). Vgl. auch Singe (1977). 18 BMZ, Wissenscha liche Bei a (1979). OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.102.1.53 | Gene a ed on 2023-04-04 12:01:55 Nach ageaugmen ie ende G undbedü niss a egien 59 die heu e schon in S i Lanka 6000 haup be u liche Mi a bei e be- schä ig und ca. 10 •% de ländlichen Be ölke ung e eich (Wel bank [1980], S. 99). Du ch die Ve billigung des Inpu s, Hil e bei de Ve ma k ung ode de Un e s ü zung eine e izien e en Inpu kombina ion kann zu jedem o gegebenen P eise eine g öße e Menge angebo en we den. Du ch diese indi ek e Sub en ion wi d olglich die Rech s e schiebung de Angebo sku e e eich . 2. P eiss a egie: Die Nah ungsmi elp eise we den wegen de a men Be ölke ung in den S äd en du ch s aa lich e o dne e Fes p eise nied ig gehal en. Dies kann au e schiedene Weise geschehen. Meis ens kann die Regie ung dabei au Zu eilungsp og amme und Ve suche, P oduk ionsquo en es zulegen, nich e zich en. Die du ch den Höchs - p eis en s andene Angebo slücke muß dann du ch Impo e geschlossen we den, die wiede um wegen des höhe en Wel ma k p eises au den Inlandsp eis he un e sub en ionie we den müssen19. Die Angebo s- ku e e schieb sich nun au g und de Impo e nach ech s, so daß wiede Punk R als Schni punk e eich wi d. Als wei e e Va ian e de P eiss a egien könn en wi uns di ek e E zeuge sub en ionen o s ellen. Fü jede p oduzie e Einhei zahl de S aa die Di e enz zwischen dem du chschni lichen E zeuge p eis und dem sozial e wünsch en Ve kau sp eis. Diese Va ian e möch e ich jedoch zu den P oduk ionss a egien zählen. Die möglichen Wi kungen diese beiden S a egien sind nun zu un e - suchen. Dabei müssen wi on den e wünsch en sozialen Zielen aus- gehen. Als A gumen ü nied ige G undnah ungsmi elp eise we den das Ve eilungs- und das P eiss abili ä sziel genann . Es is jedoch aglich, ob das Ve eilungsziel bei eine P eiss a egie e eich wu de. Nu z- nieße nied ige P eise sind die Be ölke ungsschich en, die sich die sub en ionie en Gü e auch kau en können. Die U banen A men und Subsis enzlandwi e we den nich da on p o i ie en. Vielmeh e olg ein Einkommens ans e om Land zu S ad , wobei bei manchen P o- g ammen die besse ges ell en s äd ischen Be ölke ungsschich en am meis en p o i ie en20. 19 Vgl. auch Da is (1977). Die Impo e we den zu eine Residualg öße. Au die Folgen de Zahlungsbilanz wi d wei e un en eingegangen. 20 Vgl. B own (1977). Sambias Sub en ionen au die Weizenimpo e gel en als solche Fall. Vgl. auch Mello (1978) „Change in ood p ices causes a la ge pe cen age change in he eal incomes o low-income consume s bu a la ge absolu e change in he eal incomes o high-income consume s. ... one mone a y uni o income ans e ed om he iebes o he poo es OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.102.1.53 | Gene a ed on 2023-04-04 12:01:55 60 W. Lachmann Selbs wenn wi om Ziele eichungsg ad abs ahie en, muß au die Kos en e wiesen we den. Diese können in di ek e Budge kos en, die Auswi kungen au die Zahlungsbilanz und die nega i en E ek e au die Alloka ion de Ressou cen un e eil we den21. Bei den Alloka ionskos en spiel die Land luch eine g oße Rolle. Wie schon e wähn , hinde n nied ige P eise die En wicklung eine ländlichen In as uk u , mi de Folge eines mangelnden Angebo s an G undnah ungsmi eln22. Man kann eben alls da on ausgehen, daß die gesam wi scha liche Spa quo e beim Einkommens ans e om Land zu S ad gesenk wu de, so daß das Wachs umsziel wegen de Nied igp eispoli ik eben alls nu eilweise e eich we den konn e28. Auch bei de P oduk ionss a egie kann das Ve eilungsziel e le z we den. Di ek e Inpu sub en ionen, z. B. du ch e billig e Kuns dün- ge ode K edi e, kamen de ländlichen a men Be ölke ung nich zu- gu e. Sie wa en haup sächlich zum Vo eil de G oßbaue n. Die Subsis enzlandwi e p o i ie en i. a. nich on sub en ionie en Inpu s. Sie we den du ch die mangelha en Ve eile sys eme nich e - eich . Ähnliches gil ü e besse es Saa gu (g üne Re olu ion), das die Ve wendung bes imm e Kuns dünge und Insek izide no wendig mach . Auch hie mangel es an de ech zei igen Ve ügung diese komplemen ä en Inpu s. Hie bei sei noch zu e wähnen, daß de Landwi bes eb is , ein zu hohes Risiko zu e meiden und dahe e s zöge nd ein al e na i es P oduk ions e ah en au nimm . E wi d sich agen, wie lange e die sub en ionie en Inpu s e häl . Auße dem bes eh die Ge ah , daß die „zu billigen" Inpu s nich ökonomisch eingese z we den. Das P oblem de Ve schwendung e billig e Inpu s is häu ig beobach e wo den. Alle dings soll e be on we den, daß Maßnahmen de P oduk ions- s a egien güns ige beu eil we den als die de P eiss a egien. Selbs die kon ä e P eiss a egie de Indus ielände , die un e dem Gesich spunk de Einkommens e besse ung de Landwi e konzipie wu de, e zich e nich au Elemen e de P oduk ionss a egien. Sozial- poli ik soll e abe nich in den Alloka ionsp ozeß eing ei en; Sub en- classes eleases demand o 0.02 uni s o oodg ain bu c ea es a new demand o 0.59 uni s, an imbalance in he a io o 30 : 1." Au das Ziel de P eis- s abili ä möch e ich nich nähe eingehen. Vgl. dazu Da is (1977) 109 . 21 Siehe das um ang eiche Zahlenma e ial in Da is (1977). 22 Daß die Höhe de Ag a p eise ü die Land/S ad -Mig a ion eine Rolle spiel , ha Rehnbe g (1977) am Beispiel Südko eas au gezeig . 23 So auch B own (1977). Die ma ginale Spa a e is in ländlichen Gebie en höhe als in s äd ischen. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.102.1.53 | Gene a ed on 2023-04-04 12:01:55 Nach ageaugmen ie ende G undbedü niss a egien 67 4. Die höhe e Ag a p oduk ion e minde das Zahlungsbilanzp o- blem. Bei ex e ne An angs inanzie ung wä en auch an ängliche Zah- lungsbilanzp obleme e meidba . 5. En wicklungslände un e s ellen den Indus ielände n imme den Wunsch zu F emdbes immung. Diese Vo wu wi d insbesonde e bei de Be onung de G undbedü niss a egie lau 43. Die hie o geschla- gene S a egie e meide eine F emdbes immung. Zusä zliche Res- sou cen we den bei ex e ne Finanzie ung ü eigene P og amme ei. De „sel - eliance" komm man einen Sch i nähe . 6. Die höhe en Ag a p eise ö de n ein ausgeglichene es Wachs um; sie e möglichen eine in eg ie e ländliche En wicklung, die de Land- luch o beug . Die Landwi scha wi d on ielen bekann lich als Mo o de En wicklung angesehen44. 7. Die indi ek en Auswi kungen diese S a egie wü den auch hel en, das Wel nähe ungsp oblem zu lösen. Bei ollende e Spezialisie ung könn en die En wicklungslände un e Ausnu zung ih e kompa a i en Vo eile als gleichbe ech ig e Pa ne auch am Wel ag a handel pa - izipie en. 8. In den P eismechanismus wi d nich di ek eingeg i en. Das Food-S amp P og amm wä e als alloka ionsneu al zu we en. Wie bei jede di ek en Sub en ion sind die ö en lichen und p i a en Nu zen und Kos en leich e zu e mi eln. Auße dem wi d bei e eich e „Selbs hil e" das P og amm au oma isch e minie , bzw. es geh dann in ein eines Sozialp og amm ü die nich am Beschä igungsp ozeß Ak i ie ba en übe . Den Vo eilen s ehen abe auch g oße P obleme gegenübe . Die 4 wich igs en Einwände be e en die Kos en, die P eiselas izi ä des Angebo s, die möglichen Disincen i ese ek e und das adminis a- i e P oblem. Au die le z en d ei P obleme soll hie nu ku z ein- gegangen we den. Die Finanzie ung eine nach ageaugmen ie enden G undbedü niss a egie soll dagegen un e Punk 5 e ö e we den. Die E gebnisse de S a egie hängen seh on de P eiselas izi ä des Angebo s ab. Bis o ku zem wu de angenommen, daß de Landwi nich au die Höhe des P eises eagie . E wu de nich als Un e neh- me angesehen. Neue e S udien zeigen, daß die P eiselas izi ä en des 43 Vgl. ul Haq (1980), de au einige Miß e s ändnisse de G undbedü nis- s a egie eingeh . 44 Vgl. Singh (1979), de dies am Beispiel Chinas zeig . Wäh end in den meis en a men En wicklungslände n die Zuwachs a e de S ad be ölke ung ges iegen is (im Du chschni on 3,7 «/o au 4l0/o) is sie in S i Lanka on 4,3 Vo (1960- 1970) au 3,7 °/o (1970- 1980) ge allen. 5* OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.102.1.53 | Gene a ed on 2023-04-04 12:01:55 68 W. Lachmann Angebo s be äch lich sind und sich da aus mi denen de Indus ie- lände e gleichen lassen45. Dabei liegen die länge is igen Elas izi ä en um 50 %> - 100 °/o höhe als die ku z is igen. Sie be ugen ü Reis in Pandschab 0,31 bzw. 0,59, in den Philippinen ku z is ig zwischen 0,13-0,22 und länge is ig 0,15-0,62. Eine 20€/oige E höhung des Reisp eises wü de die P oduk ion um ca. 10 °/o e höhen, eine S eige ung, die aus eich e, den „ag icul u al gap" zu schließen46. Die empi ischen Un e suchungen wide legen also die Annahme eine P eisindi e enz des Angebo s an Ag a gü e n in den En wicklungslände n. Können En wicklungslände solche P og amme mi ih e Ve wal- ung übe haup du ch üh en? Hie is anzume ken, daß zwei En wick- lungslände schon ein Food-S amp P og amm ini iie haben, nämlich S i Lanka und Thailand, wobei le z e es die Höhe de S amps soga om Einkommen abhängig mach 47. Viele Lände haben Zu eilungs- sys eme, o mi gespal enen P eisen, so daß eine bes imm e Menge zu einem nied igen P eis, da übe hinausgehende Mengen e heblich eu- e eingekau we den können. Wenn ein Land wie S i Lanka, mi einem du chschni lichen P o- Kop BSP on $ 190.—, also ein besonde s a mes En wicklungsland, ein de a iges P og amm du ch üh en kann, soll e dies auch Ve wal ungen ande e Lände möglich sein48. Einige En wicklungslände wä en jedoch siche lich au die adminis a i e Hil e de Indus ielände angewiesen. Alle dings muß zuges anden we den, daß ü Lände ohne ein Min- des maß an In as uk u dieses P og amm nu in U banen Be eichen du ch üh ba is . Es is imme hin in e essan , daß on P ak ike n ein wel wei es Bezugsscheinp og amm ge o de wi d. So ha de Wel e näh ungs- a (WER) einen in e na ionalen „Food En i lemen Scheme" o ge- schlagen, de Ve b auchs- und p oduk ionss imulie end wi ken soll49. 45 Vgl. P iebe und Hankel (1980) 51 - 54; auch Gha ak (1978) 55. Die Inno- a ionsle ha gie de Landwi e is zum einen au den Mangel an Al e na- i en und zum zwei en au die S uk u de Besi z- und Pach e häl nisse zu ückzu üh en. Komplemen ä e Ände ungen könn en in manchen En wick- lungslände n no wendig sein, um den P eis als Incen i e zu s ä ken. Siehe auch Richa ds und Goone a ne (1980) und die S imula ionss udie de Melo (1979). 46 Vgl. auch die Au s ellung in Gha ak (1978) 108 - 111. 47 Vgl. Da is (1977) und Mo ison (1980). 48 Na ü lich spielen die sozialpoli ischen Maßnahmen de Ve gangenhei eine Rolle. S i Lanka ha he o agende Sozialindika o en. Eine gewisse Alphabe isie ungs a e is mögliche weise Vo ausse zung eines solchen P o- g amms. Vgl. Isenmann (1980). 49 Vgl. Neue Zü che Zei ung: „Ein Vo schlag des WER-P äsiden en: Be- zugsscheinp og amme gegen Un e e näh ung" (Mi woch, 12. Mä z 1980, Fe n- ausgabe 59, S. 9 .). OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.102.1.53 | Gene a ed on 2023-04-04 12:01:55 Nach ageaugmen ie ende G undbedü niss a egien 69 Bei de Implemen ie ung des P og amms is zu beach en, daß Dis- incen i es we mieden we den. Das Nah ungsmi elminimum da des- halb nich zu hoch angese z we den. Is de En wicklungsp ozeß in Gang gekommen, wi d das P og amm olumenmäßig abnehmen, da die Einkommen s eigen we den und das P og amm dann ausläu . Hie soll e noch e wähn we den, daß auch Inpu sub en ionsp o- g amme einen Discen i e ausüben können. Diese Discen i e wi d ge ade dann beklag , wenn de Landwi wegen besse e Inpu s eine ge inge e Menge an A bei einse z und dami den gleichen Ou pu e ziel wie o he . Diese Discen i e is abe wohl meh au die ehlende Nach age und den nied igen P eis zu ückzu üh en60. 5. Die No wendigkei eine ex e nen Finanzie ung „Die En wicklungshil e in de bishe igen Fo m is on einem ih e geis igen Vä e (Gunna My dal, W. L.) als unwi ksam bezeichne und o en in F age ges ell wo den ... Die Ve e e de En wicklungslän- de , denen man au den zahllosen Kon e enzen begegne, s ell en in de Regel eine wi scha liche Eli e da , die den Willen zu Lösung de A mu sp obleme wei gehend e missen lasse und sich sozialen Re o - men e schließe51." My dal schlug eine Ka as ophen-Hil e ü die Ä ms en de A men o , „ans a eine Beis andspoli ik o zuse zen, die das Los de wi klich Bedü igen kaum ode ga nich e leich e n können." Aus diese P esseno iz wi d deu lich, wie schwie ig eine in e ne Um e eilung in den En wicklungslände n poli isch du chse zba is . Es lieg nich nu am Fehlen des poli ischen Willens zu Um e eilung, sonde n auch an den inanziellen Möglichkei en diese Lände . Die Lebensmi elsub en ionen haben einen so g oßen An eil am S aa s- budge , daß sie nich meh inanzie ba sind. In S aa en, die solche P og amme un e hal en, be ug de Budge an eil o meh als 10 %>52. Eine ex e ne Finanzie ung bie e sich dami ge adezu an, insbesonde e wenn man on eine Wel e an wo ung ü die A men ausgeh 53. so Selbs e s ändlich müssen auch An eize ü die e wei e e Möglichkei de Geld e wendung o handen sein. Die Food-S amps können dami den Mone a isie ungsg ad des Landes e höhen. 51 Siehe F ank u e Allgemeine om 12.9.1980: My dal s ell En wick- lungshil e in F age: Plädoye ü eine „in e na ionale A men ü so ge". Wie- de abged uck in BMZ-En wicklungspoli ik Spiegel de P esse 37/80, S. 1137. Hingegen be ug de An eil des Food-S amp P og amms in den USA 0,1 %>, die Lebensmi elsub en ionen im UK l"/o des Gesam budge s. Vgl. Da is (1977). sä Vgl. Josling (1979). Die ex e ne Finanzie ung bes imm e G undbedü - nisse könn e die soziale Komponen e eine sozialen Wel ma k wi scha da - OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.102.1.53 | Gene a ed on 2023-04-04 12:01:55 70 W. Lachmann Ein Land, das ein solches Food S amp P og amm ein üh , kann dabei einen Teil de Ausgaben on in e na ionalen Gebe o ganisa ionen ode du ch bila e ale Hil eabkammen e s a e bekommen. Nach den inanziellen Möglichkei en des be e enden En wicklungslandes bzw. nach seinem PKE soll e de ex e ne An eil bemessen we den. Dabei wä e es a sam, ihn mi de Zei zu senken, um zu g öße en Eigenan- s engungen zu e mun e n. Es müß e übe p ü we den, inwiewei die ko ek e Einhal ung des P og amms übe wach we den kann. So könn e man sich o s ellen, daß das Gebe land bei de Ve eilung de Food- S amps mi wi k , und sie dann zu einem gewissen An eil gegen De isen abkau 54. Welche Vo eile e geben sich nun aus de ex e nen Finanzie ung? Zum e s en wi d dami eine ela i e Um e eilung e eich , die wohl sons kaum möglich wä e. Zum zwei en e laub das zu Ve ügung- S ellen on De isen den Ankau on Nah ungsmi eln au dem in e - na ionalen Ag a ma k zu den in e na ionalen Bedingungen. Da de ex e ne Finanzie ungsan eil am An ang des P og amms höhe is , könn- en die an änglich e o de lichen Impo e leich e inanzie we den55. Die Regie ung des En wicklungslandes ha abe einen s ändigen An eiz, De isen zu spa en, die sie ü ande e, komplemen ä e P ojek e d in- gend benö ig . Sie wü de on sich aus e suchen, siche zus ellen, daß die A bei sp oduk i i ä au dem Lande s eig und demzu olge solche P og amme na ional ini iie en, z. B. Schulungsp og amme ü Land- wi e. Bei eine di ek en Nah ungsmi elhil e gäbe es wede ü die Ag a p oduzen en noch ü das En wicklungsland An eize zu „Selbs - hil e". Den Fo de ungen de FAO, die (unen gel liche) Nah ungsmi el- hil e zu e höhen, muß deshalb Skepsis en gegengeb ach we den, da sie nu als Ka as ophenhil e ge ech e ig we den kann. Läß sich abe solch ein P og amm inanzie en? De WER schä z e die Kos en des „Food En i lemen s Schemes" ü die ä ms en 100 Mil- lionen Menschen au 0,5 bis 1 Milla de US $56. s ellen. Vgl. auch Sau e (1981) und Musg a e und Ja e (1979). Daß die ein- zelnen En wicklungslände mi de Finanzie ung übe o de wä en, zeigen Bou os-Ghali und Taylo (1980) am Beispiel Ägyp ens. 54 Es muß siche ges ell sein, daß de Emp änge k eis die Food-S amps auch e häl . Wenn das nich gewäh leis e is , wi d die ex e ne Finanzie ung einges ell we den müssen. ss Dies könn e — zumindes an änglich — den Ag a übe schußlände n wie z. B. den USA ode auch de EG zugu e kommen, die au diesem indi ek en Wege e l. ih e Ube schüsse liquidie en könn en. 56 Vgl. Fußno e 49. Die Kos en ü die ame ikanische Nah ungsmi elhil e belie en sich 1978 au 1,5 Millia den US-Dolla . Vgl. Aus in und Walle s ein (1979). OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.102.1.53 | Gene a ed on 2023-04-04 12:01:55 Nach ageaugmen ie ende G undbedü niss a egien 71 S ee en ((1979) 144) schä z e die Kos en eine angebo so ien ie en G undbedü niss a egie au 45-60 Millia den US $. Un e de An- nahme, daß sich die OECD-S aa en au die ä ms en Lände konzen- ie en und 50% de Kos en übe nähmen, e echne e eine zusä z- liche ODA (o icial de elopmen assis ance) on $ 15-20 Millia den. Diese wü de den ODA-An eil am BSP de OECD-S aa en au 0,43 % anheben ( ü das Jah 2000). Gehen wi on den 38 ä ms en S aa en aus, de en Be ölke ungs- zahl sich au 1,3 M d. Menschen belie und geben wi den ä ms en 20 % (d.h. ca. 250 Millionen) jäh lich $ 50.—, so kämen wi au eine Summe on $ 12.5 Millia den jäh lich. Dies en sp ich unge äh de Häl e de geschä z en ODA de OECD-S aa en ü 1980, die 0,34% des BSP be ug. Eine E höhung de ODA au 0,5 % wü de die no wendige Fi- nanzie ung siche n. Die 0,5% liegen noch be äch lich un e dem 0,7%-Ziel, das die OECD-S aa en ans eben woll en57. Dies is na ü lich eine seh g obe Schä zung (back-on- he-en eloppe- calcula ion). Man soll e siche lich mi einem Pilo p ojek , eine be- s imm en Region ode einem Land mi le e Be ölke ungsg öße be- ginnen, um E ah ungen zu sammeln. Diese Schä zung soll nu andeu- en, daß die Finanzie ung eine nach ageaugmen ie en G undbedü - niss a egie möglich is , und sie nich wegen e mu e e u opische Kos en ad ac a geleg we den muß. Im Rahmen de Diskussion übe eine Neue Wel wi scha so dnung haben die En wicklungslände on den Indus ielände n einen höhe en Kapi al ans e ge o de (Einhal ung des 0,7%-Zieles); die ande en Vo schläge lassen iele planwi scha liche Elemen e e kennen. Dem en gegen is de Vo schlag eine „Sozialen-Wel ma k wi scha " ge- mach wo den58. Die Finanzie ung nach ageaugmen ie ende P o- g amme könn e als soziale Maßnahme angesehen we den. Ein sinn- olle e und in den Indus ielände n ehe poli isch du chse zba e Ressou cen ans e wä e dadu ch möglich (ohne die Indus ialisie ung in den En wicklungslände n zu hemmen). Ein e aglich es geleg e Finanzie ungsplan käme auch dem o geäuße en Wusch eine Ve - s e igung de En wicklungshil e en gegen59. 57 Vgl. Lachmann (1980) 8; on Ve wal ungskos en wi d abs ahie . Sie be ugen beim ame ikanischen Food-S amp P og amm nu 3 °/o. Vgl. Häuse (1980); siehe auch die Aus üh ungen in Wel bank (1980) 82 . «8 Vgl. Sau e (1981). 6» Vgl. auch Lachmann (1981 b). OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.102.1.53 | Gene a ed on 2023-04-04 12:01:55 72 W. Lachmann Zusammen assung Zu Bekämp ung de absolu en A mu sind iele En wicklungslände dazu übe gegangen, die Nah ungsmi elp eise küns lich nied ig zu hal en. Da- du ch wu de die Ag a en wicklung e schwe und das Zahlungsbilanzp o- blem e g öße . S a eine Sub en ionie ung des Nah ungsmi elangebo s wi d eine Sub en ionie ung de Nach age mi Hil e on „Lebensmi elgeld" o geschlagen. Es wi d gezeig , daß dami die Ag a en wicklung ge ö de und ein endogene Wachs umsp ozeß ini iie we den kann, de o. g. Fehl- en wicklungen e meide . Zu Finanzie img soll en — eilweise — die Indu- s ielände he angezogen we den. Diese ex e ne Finanzie ung könn e als sozialpoli ische Komponen e eine in e na ionalen sozialen Ma k wi scha e s anden we den, wie sie kü zlich ge o de wo den is . Summa y In o de o help he absolu e poo o su i e, many de elopping coun ies we e o ced o keep ood p ices low. Those coun ies, expe iencing a dual de elopmen , an in o budge and balance o paymen p oblems and, in addi ion, su e ed om ood supply sho ages. Ins ead o subsidizing ood supply, we p opose a demand-augmen ing subsidy ia a ood s amp p o- g am. I is shown ha such a p og am will p omo e ag icul u al de elopmen and ini ia e an endogenous de elopmen p ocess which a oids hose p oblems men ioned abo e. The indus ial coun ies should inance hese demand- augmen ing basic needs s a egies as he social componen o a wo ld-wide soial ma ke economy as has been sugges ed ecen ly. Li e a u Ahluwalia, M. S., N. G. Ca e and H. B. Chene y (1979), G ow h and Po e y in De eloping Coun ies. Jou nal o De elopmen Economics 6, 299 - 341. Ahmed, R. (1978), P ice Suppo Ve sus Fe ilize Subsidy o Inc easing Rice P oduc ion in Bangladesh. Bangladesh De elopmen S udies 6, 119-138. Aus in, J. E. und M. B. Walle s ein (1979), Re o mula ion US Food Aid Policy o De elopmen . Wo ld De elopmen 7, 635 - 646. 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