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FDM Niedersachsen im Dialog: Erfolge und Zukunftspläne

Renziehausen, Anna-Karina; Löhde, Barbara; Rocholl, Doreen; Glasenapp, Yvana

Abstract

Die Landesinitiative Forschungsdatenmanagement Niedersachsen (FDM-NDS) startete 2024. In einem Vortrag haben Mitglieder aus dem Projektteil Säule 1 erste Erfolge aus den drei Säulen des Projekts vorgestellt und Zukunftspläne präsentiert.Im zweiten Teil wurden mit den Teilnehmenden an drei Thementisch in einem World-Café-Format einzelne Projektbereiche im Detail betrachtet. Dies waren die Bereiche Data Literacy Zertifikatskurse, Angebote für FDM-Personal und FDM-Leuchtturm-Projektideen. Mit den Teilnehmenden wurde diskutiert und Feedback gesammelt. Diese Veröffentlichung enthält die gezeigten Präsentationsfolien und einen Text, welcher die Ergebnisse aus dem World-Café zusammenfasst. Dieser wurde auch auf der Projekt-Webseite von FDM-NDS veröffentlicht. Die Landesinitiative Forschungsdatenmanagement Niedersachsen (FDM-NDS) ist ein Projekt der Hochschule.digital Niedersachsen (HdN). Die Landesinitiative wird im Rahmen von zukunft.niedersachsen, einem Förderprogramm vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) und VolkswagenStiftung, gefördert.

Full text

1 Workshop „FDM Niedersachsen im Dialog: Erfolge und Zukunftspläne“ bei FDM@Campus am 29.09.2025 Autorinnen Anna-Karina Renziehausen, Barbara Löhde, Doreen Rocholl, Yvana Glasenapp Einleitung Für die Kolleg*innen von FDM-NDS ist die Tagung FDM@Campus in Göttingen eine gute Gelegenheit, sich sowohl mit Forschenden und FDM-Mitarbeitenden aus Niedersachsen und darüber hinaus zu vernetzen. In diesem Jahr haben wir die Gelegenheit genutzt, einen Blick zurück auf erste Erfolge im Projekt zu werfen, als auch gemeinsam auf aktuell geplante Aktivitäten zu schauen. In einem kurzen Vortrag haben wir zum Einstieg einen Einblick in die Struktur der Landesinitiative und Erfolge aus den drei Säulen gegeben. Im zweiten Teil sind wir mit den Teilnehmenden der Session tiefer in einzelne Projektbereiche eingetaucht. In einem World-Café-Format haben wir die Bereiche Data Literacy Zertifikatskurse, Angebote für FDM-Personal und FDM-Leuchtturm-Projektideen näher beleuchtet. Ziel war es, dabei aktiv mit den Teilnehmenden zu diskutieren und Feedback zu sammeln. Ergebnisse aus dem World-Café: 1. Data Literacy Zertifikatskurse Im Zusammenhang mit dem Ziel, ein niedersachsenweites Data Literacy Zertifikat zu entwickeln, wurde an der Universität Göttingen ein Einführungskurs für Bachelorund Masterstudierende konzipiert. Ab dem Wintersemester 2025/26 wird das Modul „Data Literacy and Research Data Management“ mit 4 ECTS als reguläre Veranstaltung angeboten – auch Promovierende können den Kurs im Workshop-Format belegen. Nach dem ersten Durchlauf werden Konzept und Materialien als Open Educational Resources (OER) frei verfügbar sein. In einer engagierten Diskussion brachten die Teilnehmenden verschiedene Aspekte zur zukünftigen Ausweitung des Kursangebots auf Landesebene ein. Dabei stand insbesondere die Frage im Mittelpunkt, wie der Kurs auch an anderen Hochschulen in Niedersachsen etabliert und eine hochschulübergreifende Anerkennung der 4 ECTS-Punkte ermöglicht werden kann. 2. Angebote für FDM-Personal: Neben den bereits bestehenden Angeboten wurden Veranstaltungen speziell für Forschende gewünscht. Diese sollen praxisbezogen und disziplinspezifisch und für verschiedene Kenntnisstände geeignet sein. Auch wurden sich von der Landesinitiative mehr Schulungsund Infomaterialien zur Nachnutzung für die FDM-Mitarbeitenden gewünscht. Bei den Themenwünschen waren Rechtsthemen wie Datenschutz oder Lizenzen ganz weit vorne mit dabei. 2 3. FDM-Leuchtturm-Projektideen In der Säule 3 von FDM-NDS können weitere Projekte gefördert werden, welche innovative Lösungen rund um das Forschungsdatenmanagement entwickeln. Die Teilnehmenden konnten Themen nennen, die ihnen spontan einfallen und für die sie das Potential eines solchen Projektes sehen. Dabei wurden mehrfach verschiedene Formen von Medien zur Wissensvermittlung genannt, die sich ohne zusätzliche Ressourcen selten umsetzen lassen – Erklärvideos, Lernspiele und kuratierte Materialien zur Nachnutzung. Auch das Erstellen von Success Stories von Forschenden in Form von Interviews und Videos könnte FDM-Lösungen in die Breite tragen. Zusätzlich wurde deutlich, dass auch für Vernetzungstreffen weitere Ressourcen gewünscht werden, um den Aufbau von Communities zu fördern. Ein mögliches Angebot von KI-Tools im FDM wurde kritisch diskutiert, hier kommt es sehr auf die Fragestellung an, ob ein KI-Angebot das Datenmanagement verbessern oder sogar verschlechtern kann. Ausblick Der Austausch mit den Teilnehmenden, die zum Großteil selbst als FDM-Beratungspersonal tätig sind, war sehr lebhaft und anregend. Es wurden neue Perspektiven eingebracht, aber auch bestehende Überlegungen bestätigt. So sind wir gerade dabei einen Kurs zum Thema Umgang mit personenbezogenen Daten/Datenschutz zu konzipieren. Die erste Durchführung des Kurses ist für 2026 geplant. Die Materialien werden natürlich zur Nachnutzung zur Verfügung gestellt werden. Der Wunsch nach hochwertigen und dadurch aufwendigen FDM-Materialien sowie nach zusätzlichen Vernetzungs-Formaten kann durch die gestarteten und zukünftig beginnenden Säule-3-Projekte berücksichtigt werden. Die engagierte Diskussion um das Data Literacy Modul ergab, dass Studierende bei einer künftigen Öffnung des Kurses für Gasthörer*innen aller niedersächsischen Hochschulen vorab klären sollten, ob an ihrer Heimathochschule ein gleichwertiges Modul zur Anerkennung besteht. Der Vorschlag, die Rolle der Data Stewards aus Säule 2 auch in diesem Zusammenhang zu stärken – etwa durch Unterstützung bei der Bekanntmachung, und der Durchführung des Kurses sowie bei der Gewinnung von Lehrenden – wird aufgegriffen, um den Kurs langfristig als festen Bestandteil der Hochschullehre in Niedersachsen zu verankern.