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Öffentliche Leistungen in verteilungspolitischer Sicht

Molitor, Bruno

Abstract

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Full text

Moli o , B uno A icle Ö en liche Leis ungen in e eilungspoli ische Sich Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en (ZWS) - Vie eljah essch i de Gesellscha ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en, Ve ein ü Socialpoli ik P o ided in Coope a ion wi h: Duncke & Humblo , Be lin Sugges ed Ci a ion: Moli o , B uno (1973) : Ö en liche Leis ungen in e eilungspoli ische Sich , Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en (ZWS) - Vie eljah essch i de Gesellscha ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en, Ve ein ü Socialpoli ik, ISSN 0342-1783, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 93, Iss. 2, pp. 147-158, h ps://doi.o g/10.3790/schm.93.2.147 This Ve sion is a ailable a : h ps://hdl.handle.ne /10419/291304 S anda d-Nu zungsbedingungen: Die Dokumen e au EconS o dü en zu eigenen wissenscha lichen Zwecken und zum P i a geb auch gespeiche und kopie we den. Sie dü en die Dokumen e nich ü ö en liche ode komme zielle Zwecke e iel äl igen, ö en lich auss ellen, ö en lich zugänglich machen, e eiben ode ande wei ig nu zen. So e n die Ve asse die Dokumen e un e Open-Con en -Lizenzen (insbesonde e CC-Lizenzen) zu Ve ügung ges ell haben soll en, gel en abweichend on diesen Nu zungsbedingungen die in de do genann en Lizenz gewäh en Nu zungs ech e. Te ms o use: Documen s in EconS o may be sa ed and copied o you pe sonal and schola ly pu poses. You a e no o copy documen s o public o comme cial pu poses, o exhibi he documen s publicly, o make hem publicly a ailable on he in e ne , o o dis ibu e o o he wise use he documen s in public. I he documen s ha e been made a ailable unde an Open Con en Licence (especially C ea i e Commons Licences), you may exe cise u he usage igh s as speci ied in he indica ed licence. h ps://c ea i ecommons.o g/licenses/by/4.0/ ö en liche Leis ungen in e eilungspoli ische Sich Von B uno Moli o , Wü zbu g I. De Ru nach „inne en Re o men", nach Ve besse ung de „In as uk- u " und Hebung de „Lebensquali ä " kann in de Sache Un e schied- liches bedeu en und e schiedena igen Mo i en en sp ingen. Gleichwohl schein es d ei Gemeinsamkei en zu geben. In de ö en lichen Meinung jeden alls he sch de Eind uck o , daß die anges eb en Zwecke weni- ge eine F age on Rech s e o men und Ve hal ensände ungen sind, als ielmeh ein wi scha liches P oblem au geben, dessen Lösung einen e höh en und wachsenden inanziellen Mi eleinsa z e o de , daß diese wie selbs e s ändlich übe s aa liche Ins anzen zu e olgen ha und schließlich: daß mi einem e s ä k en Angebo ö en liche Leis ungen de Sozialcha ak e de Gesam wi scha gewinn . Wi besch änken uns im olgenden au den le z en Aspek und wählen als Indika o des Sozialcha ak e s die pe sonelle Einkommens e eilung. Unse e F age lau e , inwiewei ö en liche Leis ungen geeigne sind, de en Ungleichmäßigkei sg ad abzubauen, mi hin als ein Ins umen de Ve eilungspoli ik gel en zu können. Ube die Rele anz des P oblems bes immen eine sei s die D inglichkei des Ve eilungszieles im Kanon de wi scha spoli ischen Au gaben, ande e sei s das quan i a i e Ge- wich de ö en lichen Leis ungen, gemessen an de En wicklung des Volkseinkommens, und die G enzen, au die de Einsa z de üb igen e eilungspoli ischen Ins umen e s öß . II. ö en liche Leis ungen sind gegenübe den T ans e zahlungen abzu- se zen, die das adi ionelle Dis ibu ionsmi el au de Ausgabensei e de S aa shaushal e da s ellen: Mone ä e T ans e s dienen en wede unmi elba eine Ve eilungsko ek u ode haben doch, e wa als Ga- an ie des Exis enzminimums, eine en sp echende du chschlagende Ne- benwi kung. Die B auchba kei dieses Ins umen es zu sozialen Um e - eilung is um so wenige zwei elha , als das Inzidenzp oblem ganz in den Hin e g und i . F eilich echnen wi den T ans e zahlungen nich 10* OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.93.2.147 | Gene a ed on 2023-04-04 11:49:40 148 B uno Moli o auch die Sub en ionen an p i a e Un e nehmen zu, übe die das U eil ande s zu lau en ha 1. Als ö en liche Leis ungen gel en also nu Gü e und Diens e, die de S aa dem p i a en Sek o zu Ve ügung s ell . Dabei is es ü unse P oblem nich en scheidend, ob die ö en lichen S ellen und Be iebe die Gü e selbs p oduzie en2 ode on P i a en e we ben23. Uns in e essie die Leis ungsabgabe. Na ü lich können auch on de s aa lichen Nach- age nach Gü e n und P oduk ions ak o en ih e sei s3 Dis ibu ions- wi kungen ausgehen. Unmi elba wi d gegebenen alls die unk ionale Einkommens e eilung be o en, und zwa güns ig nu dann, wenn de di ek e Lohnkos enan eil hoch und die Möglichkei zu Fak o subs i u- ion ge ing is , die ö en liche Nach age die p i a e nich ein ach e se z , ande e sei s abe keine Monopolisie ung des Gü e angebo es bes eh , und wenn schließlich die konjunk u elle Lage eine Abwälzung de e höh en Lohnkos en au die P oduk p eise e schwe . Abe selbs dann bleib die mi elba e Wi kung au die pe sonelle Einkommens e eilung schwe abzuschä zen, es sei denn, die S aa snach age konzen ie sich au be- s imm e A bei ska ego ien, ode es gelänge ih , ein gegenübe den Ma k - p eisen o eilha abs echendes En gel sni eau ü die ö en lichen Be- diens e en (bei einem zu Buch schlagenden An eil an de Gesam beschä - ig enzahl) du chzuse zen. Wi schließen, daß sich s aa liche Realaus- gaben ü einen geziel en Ve eilungseinsa z nich emp ehlen; ehe muß hie mögliche weise eine nega i e Wi kung in Kau genommen we den4. Eine Ausnahme mach lediglich die Ko ek u de in e egionalen bzw. 1 Vgl. B uno Moli o : Sek o ale Einkommens e eilung und Wi scha s- poli ik. Hamb. Jb. . W.- u. Gesellscha spol., Bd. 12 (1967), S. 112 . 2 Selbs wenn wi einmal annehmen, daß ö en liche Be iebe p inzipiell „billige " p oduzie en als p i a e, bleib zu agen, ob ih e Leis ungen allen Gesellscha smi gliede n in gleiche Weise zugu e kommen. Im üb igen be- dü e die Annahme im Hinblick au die ela i e Wi ksamkei des Fak o ein- sa zes e s noch des Beweises. Daß des wei e en ein ö en liche Be ieb au „Gewinne" e zich en kann, i nu ü jenen Teil zu, de die An o de ungen an E sa z- und Zusa zin es i ionen übe s eig ; da ü is abe de Konku enz- d uck im Ve gleich zum p i a en Sek o he abgese z . Und endlich kann es ü die p i a e Ve mögens e eilung nich gleichgül ig sein, wie sich de An eil des ö en lichen Ve mögens an den Gesam bes änden en wickel , also eine Ve mögensa , die allen und dami e ek i niemandem gehö . Dabei se zen wi o aus, daß die Al e na i e zum S aa s e mögen nich ein ebenso konzen- ie es p i a es Ve mögen is , sonde n de ac o die Möglichkei eine b ei en S euung bes eh . 2a Bei de Au ags e gabe an p i a e P oduzen en kann de S aa gegebe- nen alls als G oßnach age du ch Aussch eibung We bewe b un e den An- bie e n „ e ans al en" und zumal im Zei e lau einen D uck au die P eise ausüben. Dem s eh eilich die Ge ah gegenübe , daß de Zuschlag zum p eisgüns igs en Angebo mi Mängeln in de P oduk quali ä e kau wi d. 3 Ka l Kon ad Li mann (Übe einige P obleme eine Wi kungsleh e ö en - liche Ausgaben. In: He be Timm und Heinz Halle (H sg.): Bei äge zu Theo ie de ö en lichen Ausgaben. Seh . d. Ve . . Sozialpol., NF Bd. 47. Be lin 1967. S. 286) sp ich hie on „Inpu e ek en" de ö en lichen Ak i i ä . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.93.2.147 | Gene a ed on 2023-04-04 11:49:40 ö en liche Leis ungen in e eilungspoli ische Sich 149 in e sek o alen Dis ibu ion. Nu is nich gesag , daß sich dami auch schon die pe sonelle Einkommens e eilung im Teilbe eich ode ga — ne o — in de Gesam wi scha güns ig ände e. Was die s aa liche Leis ungsabgabe selbs anbelang , sp echen ähnliche G ünde wie die oben ange üh en da ü , das Augenme k au die „haus- hal so ien ie en" ö en lichen Gü e und Diens e zu ich en und die p imä „un e nehmenso ien ie en" Leis ungen5 im Hinblick au die pe sonelle Einkommens e eilung zu e nachlässigen. Dabei is zu be- denken, daß ein g oße Teil de le z e en G uppe al e na i auch un- mi elba on den p i a en Haushal en in Ansp uch genommen wi d (z. B. Ve so gungs- und Ve keh sleis ungen)6. Ansons en leg es unse Thema, das au den Ve gleich e eilungs- poli ische Ins umen e abziel , nahe, den Rahmen de einzubeziehenden s aa lichen Ak i i ä en wei zu spannen7. Es genüg , wenn zwei K i e ien gleichzei ig e üll sind: Es muß sich um eine ö en liche S elle handeln, die die Leis ungen abgib — ö en lich in dem Sinne, daß sie sich au ande en Wegen als übe den Ma k legal Einnahmen zu e scha en e - mag8; und die Leis ungen müssen un e Kos enp eis zu Ve ügung ge- s ell we den. Soll e es a sächlich Gü e geben, die ohne den S aa nich angebo en wü den, obwohl das Publikum den Ma k p eis zu en ich en be ei is , so mach sie allein de Ums and, daß sie übe haup e s ell we den, noch nich e eilungspoli isch ele an . III. Wie abe lassen sich die Wi kungen de Abgabe on haushal so ien- ie en S aa sleis ungen au die pe sonelle Einkommens e eilung e - 4 Da on unbe üh bleiben die gesam wi scha lich güns igen Wi kungen de s aa lichen Zusa znach age im Fall eine konjunk u ellen Un e beschä - igung. 5 Fü die Un e scheidung gl. Ho s Zimme mann: ö en liche Ausgaben und egionale Wi scha sen wicklung. Basel, Tübingen 1970. S. 243 . 6 F eilich sind hie dis ibu i e wickel e Beziehungen möglich. Ein kom- munales Elek izi ä swe k bie e zum Beispiel indus iellen G oßabnehme n zu Las en de ansässigen p i a en Haushal e Vo zugs a i e an, ohne daß diese on de en sp echenden Kos ensenkung indi ek zu p o i ie en e möch en, weil sie die e s ell en P oduk e übe haup nich nach agen. Eine Kompensa- ion kann sich aus dem Ans ieg des egionalen Beschä igungsg ades du ch die Indus ieansiedlung und mi de Ve besse ung de Gemeinde inanzen e - geben, so e n diese den p i a en Haushal en zugu e komm und nich du ch ö en liche Folgekos en wiede we gemach wi d. 7 Inso e n b auchen wi hie die in e s e Linie an Alloka ionsno men aus- ge ich e e Diskussion übe den besonde en Cha ak e de „social goods" nich zu ekapi ulie en, die ohnehin nach He be Timm (Fin.A ch., N. F. Bd. 30 [1971], S. 301) „manchmal in einen einen De ini ionss ei auszua en d oh ". 8 Ande s als Ge ha d Weisse (A .: Dis ibu ion [II]. In: HdSW. Bd. 2 [1959]. S. 636) be ach en wi aus diesem G unde die Genossenscha en nich als e - eilungspoli ische Ins anz. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.93.2.147 | Gene a ed on 2023-04-04 11:49:40 150 B uno Moli o assen? Dazu muß de mone ä e Einkommensbeg i de olkswi - scha lichen Gesam echnung um die ö en lichen „Real ans e s"9 e - wei e we den, so daß sich das pe iodische Gesam einkommen des p i- a en Haushal es aus dem Ne oeinkommen (nach Bes eue ung und mone ä en T ans e s) und den bezogenen ö en lichen Sachleis ungen zusammense z 10. Im P inzip ha das Vo gehen nich s Auße gewöhn- liches. Denn auch sons we den Na u aleinkommen zu Ma k p eisen an- ge echne ; und wo ein en sp echende Ve gleich nich möglich is , lassen sich die Selbs kos en de anbie enden Ins anz he anziehen, wobei im gleichen Zuge de s eigende nominelle Gewinn de Begüns ig en in Zei en eine schleichenden In la ion zum Ausd uck komm . Ebensowenig is de nu psychische Cha ak e , de manchen ö en lichen „bene i s" eigne , ein g undsä zliches Hinde nis. Auch im p i a en Be eich lassen wi uns Gü e wie e wa die „wi scha liche Siche hei " hohe P ämien- zahlungen kos en, ohne daß a sächlich ein Schadens all mi Geld- ode Na u alleis ungen ein e en müß e. Das eigen liche P oblem s ell sich mi de Zu echnung de bewe e en ö en lichen Diens e au die einzelnen Haushal e bzw. Klassen de Ein- kommenspy amide11 — es sei denn, man woll e de me kwü digen Phi- losophie anhängen, daß on eine Leis ung, nu weil sie de S aa e - b ing , jede mann und dazu noch in gleiche Weise p o i ie . F eilich gil es auch bei de Zu echnungs age zu di e enzie en. Einmal gib es eine G uppe on ö en lichen Real ans e s, und da - un e so wich ige wie das Angebo on Sozialwohnungen, zu denen nich jede mann Zugang ha . Sie we den ielmeh nach dem K i e ium de Einkommenshöhe (mögliche weise in Kombina ion mi de Kinde zahl ode de Al e ss u e) e geben. Und wenn die Einkommensg enze auch bei länge is ige Nu zung du chgehal en wi d (z. B. zu Ve meidung on Fehlbelegungen de Sozialwohnungen), haben wi es mi dem e - 9 Wi übe nehmen den Te minus on René L. F ey (Finanzpoli ik und Ve - eilungsge ech igkei . Fin.A ch., N. F. Bd. 31 [1972], S. 3), ohne ihn jedoch au die „g a is" zu Ve ügung ges ell en Leis ungen zu besch änken. An de Bezeichnung „ edis ibu ion in kind", die Ca l S. Shoup (Public Finance. Chicago 1969. S. 67) in diesem Zusammenhang e wende , s ö , daß sie Asso- zia ionen zu eine Um e eilung on „Reich an A m" e weck , was ge ade bei ö en lichen Leis ungen e s noch de P ü ung beda . 10 Genau genommen müß en auch die ak ischen „disu ili ies", die ü den einzelnen Haushal aus de einschlägigen s aa lichen Ak i i ä en s ehen kön- nen, in Rechnung ges ell we den, sowei kein indi iduelle Schadene sa z e - olg . 11 Aus diesem G und echne Heinz Halle (Finanzpoli ik. 3. Au l. Tübingen, Zü ich 1965. S. 231, Anm. 1) die ö en lichen Diens e nich zu den „eigen lichen Res ibu ionsleis ungen", „obwohl sie z. T. ausgesp ochen edis ibu i wi - ken". Diese Posi ion e schein um so unbe iedigende , je meh das Gewich de S aa sleis ungen zunimm und ein nega i e Ve eilungse ek insgesam nich ein ach auszuschließen is . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.93.2.147 | Gene a ed on 2023-04-04 11:49:40 Ö en liche Leis ungen in e eilungspoli ische Sich 151 eilungspoli isch güns igen Fall on abgabegeziel en S aa sleis ungen zu un. Ih en An eil an den ö en lichen Au wendungen zu e höhen, heb den Ve eilungse ek des Ins umen es insgesam . Hinzu komm , daß bei diese Leis ungsa de Emp änge auch subjek i die Begüns i- gung meh ode minde olls ändig ealisie , weil ihm die P eise des subs i u i en p i a en Angebo es nich e bo gen bleiben können. Und im üb igen en äll das ü die Gleichbehandlung do nige P oblem de Kapazi ä sg enze inso e n, als es de S aa in de Hand ha , du ch Va ia ion de Fö de ungsg enze die mögliche Nach age pe iodisch dem Leis ungsangebo anzupassen. Sodann is eine zwei e G uppe on ö en lichen Diens en he auszu- s ellen, die zwa — weil es echnisch nich ande s geh ode weil das sach- lich so sein soll — jede mann zu Ve ügung s ehen, abe nich no wendig zu den gleichen Bedingungen. Vielmeh lassen sich die zu en ich enden Gebüh en bzw. Bei äge12 nach de Einkommenssi ua ion de Emp änge di e enzie en, im e eilungspoli ischen Ideal all de ges al , daß die En las ung de absolu en Höhe nach zu Buche schläg und de Abs and zu no malen En gel shöhe me klich is . Unabhängig da on, ob und in welchem Ausmaß das Gebüh enni eau die Selbs kos en de ö en lichen Diens e un e sch ei e : De zu echenba e Ve eilungse ek besch änk sich in diesem Fall au die Gebüh endi e enz bis hin zu eine mögliche - weise en gel losen Abgabe an die Begüns ig en13. Wi wollen diesen Typ als gebüh engeziel e S aa sleis ungen bezeichnen. Gewiß is ih e e eilungspoli ische Wi ksamkei im Ve gleich zu einem gleich g oßen Mi eleinsa z bei den abgabegeziel en ö en lichen Diens en ge inge . Abe da ü weisen sie einen g öße en Anwendungs- be eich au . Ja, das ö en liche Budge könn e du ch E höhung ih es An eils e heblich als Dis ibu ionsins umen gewinnen — wenn die Aus- dehnung de Gebüh enp lich heu e nich aus ande en G ünden au Wi- de s and s ieße. Da is zunächs de Hinweis au die e hebungs echnischen Schwie ig- kei en. Siche lich ha das Ve ah en nu dann Sinn, wenn das absehba e Einnahme olumen die Kos en des e o de lichen Einzugsappa a es um ein Meh aches übe s eig . Abe wie die P axis in ande en Lände n zeig , is die Bedingung selbs da e üllba , wo das de e s e Anschein am 12 Au die mögliche Abg enzung de beiden Ka ego ien b auch in unse em Zusammenhang nich eingegangen zu we den. Vgl. im üb igen: Ka l-Hein ich Hansmeye und Die ich Fü s : Die Gebüh en. S u ga 1968. S. 26 . 13 In den Fällen, wo die ö en liche Hand bei de gleichen Leis ung un e - schiedliche Quali ä en mi en sp echend ges a el en Gebüh en anbie e , kann ein zusä zliche Ve eilungse ek e ziel we den, wenn das ü die besse e Quali ä zu en ich ende En gel höhe lieg , als ih e E s ellung Meh kos en e u sach . Beispiel: De Ta i de 1. Klasse inanzie bei de Eisenbahn einen Teil de Kos en de 2. Klasse mi . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.93.2.147 | Gene a ed on 2023-04-04 11:49:40 152 B uno Moli o wenigs en e mu en läß : im Fall de Au obahngebüh en. Auch dü en, um ein ande es Beispiel zu nennen, die S udiengebüh en nich wegen de e u sach en Ve wal ungskos en wegge allen sein. Und was die Di e en- zie ung de Gebüh en be i , is ohnehin jede Pe ek ionismus zu e - meiden. Fü unse en Zusammenhang genüg es, wenn dem No malen gel eine hand es e mäßig e Gebüh (mögliche weise die G a isabgabe) ge- genübe s eh , zu de die jäh liche Bescheinigung des Finanzam es (ode de Sozialhil e) be ech ig , daß eine bes imm e Einkommensg enze un e - sch i en wu de. Ge ade die Besch änkung de spezi ischen Begüns igung au die un e en S u en de Einkommenspy amide läß den Ve eilungs- e ek du chschlagen. Im Ve gleich zu den bei de S eue e hebung üb- lichen ak ibischen Vo ausse zungen kann diese zusä zliche Ve wal ungs- an o de ung als minimal gel en. Wi d abe in solche Weise e ah en, e lie ein zwei es Bedenken, das die unsoziale Absch eckungswi kung on Gebüh en be on , seinen S achel. Im Gegen eil, meh als bei eine allgemeinen Unen gel lichkei de Leis ungsabgabe mag die eindeu ig e kennba e di e en ielle En - las ung die un e en Einkommensg uppen e anlassen, e s ä k die en - sp echenden ö en lichen Diens e in Ansp uch zu nehmen — sowei eben de inanzielle Fak o das Ve hal en s eue . Alle dings p o i ie auch de das No malen gel zahlende Abnehme in dem Maße, in dem dies die Kos en de Leis ung nich deck . Weichen Beziehe höhe e Einkom- men gleichwohl au das p i a e Angebo aus, e eich die Maßnahme einen ges eige en Ve eilungse ek — bei gleichzei ige En las ung de jeweils o handenen Kapazi ä en. Dami s ehen wi beim P oblem de Kapazi ä sg enze, die im Be eich de hie disku ie en ö en lichen Lei- s ungen eine besonde e Rolle spiel : Sie kann ehe als die Gebüh enen - ich ung absch eckend wi ken, und das auch bei dem zu ö de nden Pe - sonenk eis. Abe ge ade die p inzipielle En gel lichkei de Abgabe is geeigne , die Si ua ion zu e leich e n. Denn einmal signalisie die Ge- büh (bzw. die Fo mali ä zu Be eiung on ih ), daß die S aa sdiens e keineswegs „ eie Gü e " sind; sie zwing zum Ve gleich mi al e na i en Ve wendungen de Einkommenseinhei und e minde die Ge ah mu - willige Ve schwendung. Noch wich ige e schein , daß mi dem Gebüh- en e ah en dem Anbie e ein Indika o gebo en wi d, inwiewei e im Zei e lau die jeweilige Kapazi ä zu e ände n ha . Das is siche lich eine e läßliche e Me hode, als den Poli ike die im Publikum e mu e- en P ä e enzen „g ei en" zu lassen. Und schließlich soll e nich e nach- lässig we den, daß die Gebüh eneinnahmen ih e sei s als eine A zweckgebundene S eue ce e is pa ibus eine zügige e Kapazi ä se wei- e ung e möglichen. T o z allem bleib ein d i es A gumen , das gegen die gebüh en- di e enzie ende Leis ungsabgabe o geb ach wi d: Im Ve gleich zu all- OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.93.2.147 | Gene a ed on 2023-04-04 11:49:40 ö en liche Leis ungen in e eilungspoli ische Sich 153 gemeinen En gel losigkei bedeu e sie eine „psychische Disk iminie ung" de un e en Einkommensschich en. Ob diese Meinung on den a säch- lich Be o enen bes ä ig wi d, mag angesich s de in de heu igen Ge- sellscha o he schenden Bewuß seinslage dahinges ell sein. Genau genommen müß e sie dann auch gegenübe geziel en S eue e güns i- gungen und mone ä en T ans e s gel en. En scheidend is jedoch, daß übe die p ak ischen Konsequenzen Kla hei bes eh : Um die Möglichkei eines unliebsamen Ge ühls auszuschließen, hä e de Segen de ö en - lichen G a isleis ung in gleiche Weise übe A me und Reiche he niede - zugehen mi de Folge, daß ein an sich e zielba e Ve eilungse ek ge- op e wü de. Das is eine sonde ba e A , Sozialpoli ik zu eiben, zumal wenn man bedenk , daß die De ise „i assis ance is o be gi en o any, i mus be gi en o all"14 einen un e häl nismäßig g öße en Mi elein- sa z e o de , de bei de unau hebba en Beg enz hei des S aa shaus- hal es dann an ande e S elle zum sozialen Ausgleich ehl . IV. Indessen is mi den abgabe- und gebüh engeziel en Leis ungen de K eis de ö en lichen Diens e nich e schöp . Es gib eine d i e G uppe, die nich ande s als allgemein und unen gel lich angebo en wi d, sei es, weil in de Leis ungsa liegende echnische G ünde dazu zwingen, sei es, weil die Höhe de Ve wal ungskos en ein ande es Ve ah en unzweck- mäßig machen wü de ode weil man au diese Weise eine b ei e In- ansp uchnahme du ch die p i a en Haushal e zu e zielen glaub . Eine solche ausschluß- und belas ungslose Leis ungsabgabe mach na ü lich eine di ek e Zu echnung zu den un e schiedlichen Einkommensklassen unmöglich. Ande e sei s kann abe wiede um nich ein ach eine Nu zen- di usion in dem Sinne angenommen we den, daß diese s aa liche Ak i i- ä sich e eilungsneu al e hiel e. Im Gegen eil deu en bes imm e in- di ek e K i e ien in eine ande e Rich ung: Sind e s in de Ausgangslage hand es e Einkommens- und Ve mögensun e schiede gegeben, wi d de agliche Typ de ö en lichen Leis ungen das Wohls andsge älle ehe e s ä ken ode zumindes dem Ve eilungse ek de p og essi en Be- s eue ung au Sei en de S aa sausgaben wiede en gegenwi ken. 1. Beginnen wi mi dem K i e ium de a sächlichen Nu zung des ö en lichen Angebo es, also mi dem Fall jene unen gel lichen Diens e, die in Ansp uch zu nehmen imme hin in de En scheidung des einzelnen Haushal es s eh . Die G a isabgabe eich als allgemeine Nu zungsan eiz nich aus, wenn es a) an In o ma ionen ehl ode ih E we b kos spielig is ode sie du ch p i a e We bung übe spiel we den; wenn b) eine sinn- olle Nu zung de ö en lichen Leis ung einen Bes and an ode die Nach- 14 Julie Rhys-Williams: Taxa ion and Incen i e. London 1953. S. 121. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.93.2.147 | Gene a ed on 2023-04-04 11:49:40 154 B uno Moli o age nach komplemen ä en p i a en Gü e n o ausse z ; und wenn c) zu Inansp uchnahme adi ionelle bzw. psychische Wide s ände zu übe - winden sind15. In allen d ei Beziehungen b ing die besse e ökonomische Posi ion Vo eile mi sich, so daß zu e mu en is , daß die Nu zungshäu ig- kei p o Kop 16 bei den obe en Einkommensschich en e gleichsweise höhe lieg , na ü lich nich no wendig ü jedes einzelne ö en liche Gu , wohl abe ü das Angebo insgesam . 2. Es geh indes nich nu um die Nu zungs equenz, sonde n auch um die Höhe des G enznu zens p o Ak de Inansp uchnahme. Selbs wenn im e s e en Be ach Gleichhei bes ände, kann es bei de Nu zenin en- si ä Un e schiede geben, die wiede um mi de ökonomischen Posi ion des p i a en Haushal es ko elie en. So weis René L. F ey17 als Beispiel da au hin, daß de du ch ä z liche Heilung ode e besse e Ausbildung e möglich e länge is ige Nu zens om ü Beziehe höhe e Einkom- men e heblich g öße is als ü ä me e K eise. Demgegenübe dü en die gegensinnigen Un e schiede in den „oppo uni y cos s", die die In- ansp uchnahme de ö en lichen Leis ung dem einzelnen be is e e - u sachen kann (Zei - und Einkommensen gang), nich du chschlagen. Es sei denn, un e den indi iduellen Kos en spiele ü die Beziehe höhe e Einkommen auch die Einbuße an „soziale Dis anz"18 bei de kollek i en Nu zung eine Rolle. Indessen en äll diese Pos en im Kalkül, wenn die agliche Leis ung nu on de ö en lichen Hand angebo en wi d. 3. Das is jedoch nich alles. Un e den ausschluß- und en gel losen Diens en liegen die Dinge ü jene A besonde s ungüns ig, wo de ein- zelne, ob e nun will ode nich , die an eilige ö en liche „Ve so gung" akzep ie en muß. In diesem Fall geh es nich meh nu um den Nu zen- en gang bei Nich inansp uchnahme ode die Unmöglichkei , zu e hin- de n, daß dem Besse ges ell en ein höhe e E ag zu äll ; hie kann es soga zu einem nega i en Nu zen kommen, zumal wenn de Be o ene an de Finanzie ung de ö en lichen Leis ung be eilig is . Man e - gleiche un e diesem Aspek e wa die S aßen o hal ung eine sei s, die Ve so gung mi einem Mili ä - ode Jus izappa a ande e sei s. Wiede - um spiel ü den Di e en iale ek , wenn auch nich ausschließlich, die 15 Vgl. dazu: Ha ald Jü gensen: Beme kungen zu Wachs ums- und Ve ei- lungse ek en p i a e und ö en liche In es i ionen. In: E ich Schneide (H sg.): Wi scha sk eislau und Wi scha swachs um. Tübingen 1966. S. 97. 16 Da aus, daß „de An eil de hohen Einkommensschich en an de Zahl de gesam en Ve b auche ge inge is als de de un e en Einkommensschich en", kann nich schon, wie Ha ald Jü gensen (S. 96) annimm , au einen posi i en Dis ibu ionse ek geschlossen we den. De ä e e s ein, wenn die Nu zungs- equenz p o Kop in de un e en Häl e de Einkommenspy amide g öße wä e als oben. 17 René L. F ey: In as uk u . Tübingen, Zü ich 1970. S. 60. 18 Ube „dieses sub ils e alle wi scha lichen Gü e " gl. Joseph A. Schum- pe e : Kapi alismus, Sozialismus und Demok a ie. 2. Au l. Be n 1950. S. 331 . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.93.2.147 | Gene a ed on 2023-04-04 11:49:40