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Max-Weber-Nachlese

Eisermann, Gottfried

Abstract

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Full text

Eise mann, Go ied A icle Max-Webe -Nachlese Schmolle s Jah buch ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en P o ided in Coope a ion wi h: Duncke & Humblo , Be lin Sugges ed Ci a ion: Eise mann, Go ied (1971) : Max-Webe -Nachlese, Schmolle s Jah buch ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en, ISSN 0036-6234, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 91, Iss. 6, pp. 711-717, h ps://doi.o g/10.3790/schm.91.6.711 This Ve sion is a ailable a : h ps://hdl.handle.ne /10419/291261 S anda d-Nu zungsbedingungen: Die Dokumen e au EconS o dü en zu eigenen wissenscha lichen Zwecken und zum P i a geb auch gespeiche und kopie we den. Sie dü en die Dokumen e nich ü ö en liche ode komme zielle Zwecke e iel äl igen, ö en lich auss ellen, ö en lich zugänglich machen, e eiben ode ande wei ig nu zen. So e n die Ve asse die Dokumen e un e Open-Con en -Lizenzen (insbesonde e CC-Lizenzen) zu Ve ügung ges ell haben soll en, gel en abweichend on diesen Nu zungsbedingungen die in de do genann en Lizenz gewäh en Nu zungs ech e. 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Ungeach e eine sich lau s a k gebä denden zelo ischen Wissenscha lichkei , die neue dings an Max Webe en deck zu haben glaub , e sei „impe ialis isch" und „na ionalis isch", ebenso wie Dü k- heim „ o ali ä " und Pa e o „ aschis isch", indem man sich neumodisch die wissenscha lichen Spo en du ch de lei Esels i e wie ehemals gegen Ka l Ma x und F ied ich Engels billig zu e dienen such , hö die e ns ha e und e ns zunehmende wissenscha liche Beschä igung, die zugleich — wie könn e es ande s sein — auch s e s eine k i ische Aus- einande se zung is , mi Max Webe s Riesenwe k nich au . Als eine Bes andsau nahme de uch ba en Auseinande se zung und zugleich des Wei e wi kens Max Webe s s ell sich de a die Max-Webe -Ge- däch nissch i 1 de Uni e si ä München da , an de die Max-Webe - Fo schung du ch das do ige Max-Webe -Ins i u eine un e gleichliche P leges ä e ge unden ha . Die Wü digung on „Max Webe , Pe sönlichkei und We k" aus de Fede on Be nha d P is e , die dem Buch o anges ell is , e - such aus de Sich de sei Max Webe s Tode gehäu en wissenscha - lichen Sekundä li e a u e olg eich das Bild des Geleh en, den so un- e schiedliche Männe wie Theodo Heuss, Adol Ha nack und Ka l Jaspe s gleiche weise als Genie bezeichne en, neue dings o unse en Augen e s ehen lassen. E bean wo e die selbs ges ell e F age, wa um Max Webe diese Auszeichnung e dien , u. a. mi de Fes s ellung: „Sein wissenscha liches Lebenswe k on übe 4 000 D ucksei en be- deu e deswegen einen de ie s en und bedeu ends en Einschni e in de deu schen Gesellscha swissenscha — ja in de uni e salen Wel - Gesellscha swissenscha — weil es P obleme de wi scha s- wie de gesellscha swissenscha lichen Me hodologie o und nach Max Webe gib , weil es abe P obleme de Religions-, Wi scha s-, Rech s-, He - scha s-, S aa s-, Geschich s-, Kul u -, Musik-Soziologie o Max Webe 1 Ka l Engisch, Be nha d P is e , Johannes Winckelmann (H sg.): Max Webe , Gcdäch nissch i de Ludwig-Maximilians-Uni e si ä München zu 100. Wiede keh seines Gebu s ages 1964. Be lin/München 1966. Duncke & Humblo . 243 S. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.91.6.711 | Gene a ed on 2023-04-04 11:45:45 712 Li e a u nich , wohl abe g undsä zlich übe haup e s ode in seh e wei e e und e ie e Fo m sei und nach Max Webe gib " (S. 5/6). Es kenn- zeichne den wissenscha lichen Rang dieses Mannes, daß diese unbe- s ei ba e Fes s ellung auch nach einem halben Jah hunde , das sei seinem Tode e gangen is , un e ände Gül igkei besi z . Es olgen „Pe sönliche E inne ungen an Max Webe " on Ka l Loewens ein, eine Wü digung „Max Webe als Kul u soziologe" on Alois Demp , als „Rech sphilosoph und Rech ssoziologe" on Ka l Engisch, als „Wi scha s- und Gesellscha shis o ike " on F ied ich Lü ge sowie seines Ve häl nisses zu deu schen poli ischen Wissenscha on Hans Maie , ohne daß dami de seh gehal olle Band e schöp wä e. Be- sonde e Au me ksamkei , ungeach e diese und ande e seh lesen- we e Bei äge, schein abe die Un e suchung on Ka l Bosl übe „De ,Soziologische Aspek 6 in de Geschich e" zu e dienen, die gleich eingangs mi Rech he o heb , Max Webe sei es gewesen, „de die B ücke on de Soziologie zu Geschich e im deu schen Be eich geschla- gen ha " (S. 41), sowie die abschließende Da s ellung on „Max We- be s Ve s ändnis on Mensch und Gesellscha " aus de Fede des Di- ek o s des Münchene Max-Webe -Ins i u s und he o agenden We- be -Fo sche s Johannes Winckelmann. Diese ie g ündige Kon on a- ion on Max Webe s bekann e und dennoch imme wiede häu ig so g ündlich miß e s andene Me hodologie und Wissenscha sleh e mi den Resul a en neue e und neues e E gebnisse ähnliche In en ion aus e schiedenen, nich zule z na u wissenscha lichen Denkansä zen läu au eine glänzende Bes ä igung dessen hinaus, was Max Webe in diese Hinsich geleh ha . So e eulich und kons uk i dies alles is ü eine kün ige um- assende Monog aphie übe Max Webe aus deu sche Fede , so bi e ühl man doch den Mangel, daß selbs das Max-Webe -Gedäch nisjah uns eben diese nich besche ha . Um so willkommene muß uns ein solches Un e angen deshalb aus de Fede on Julien F eund e schei- nen, de sich in de Reihe „Le Sociologue" de on Geo ges Balandie he ausgegebenen Monog aphien mi seinem Buch „Sociologie de Max Webe "2 es o genommen ha , sich on Hagiog aphie und unsachliche Polemik gleich wei en e n zu hal en. Man kann ihm, o wegnehmend, auch ge n bescheinigen, daß ihm dies gene ell gelungen is . F eund beginn , unse e Übe zeugung nach zu Rech , mi eine Da s ellung de „Vision du Monde" on Webe , was siche meh heißen soll als „Wel anschauung", um dann die Me hodologie und die Behandlung de P inzipien seine e s ehenden Soziologie olgen zu lassen. E s dann wende e sich nacheinande mi o allem ü den anzösischen 2 Julien F eund: Sociologie de Max Webe . Pa is 1966. P esses Uni e si ai es de F ance. 256 S. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.91.6.711 | Gene a ed on 2023-04-04 11:45:45 Li e a u 713 Lese seh ins uk i en Aus üh ungen de Da s ellung on Webe s Einzelsoziologien zu, also seine Wi scha s-, Religions-, poli ischen, Redi s- und Kuns soziologie. Besonde es In e esse e dienen ü uns die Beme kungen übe eine Soziologie de Technik, die F eund eben- alls be ei s bei Webe inden will, sowie seine klug und abwägend ge- sch iebene Schlußbeme kung, die in dem abschließenden Sa z gip el : „Webe es de enu déso mais un au eu uni e sel" (S. 252). Ge ade abe weil es meh denn je um die „Objek i i ä " unse e Wissenscha in dem älschlich un e Soziologieinsignie ges ell en, angeb ochenen Zei al e de dezidie en „Pa eilichkei " und de Glaubenskämp e geh , e dien e in dem Heima land Emile Dü kheims und seine „so- ziologis ischen" Schule Max Webe s Me hodologie mögliche weise noch ein aus üh liche es Eingehen. Nich nu aus diesem G unde komm die on Johannes Winckel- mann umsich ig edie e und be eu e d i e Au lage on Max Webe s „Gesammel e Au sä ze zu Wissenscha sleh e"3, die, wie om He aus- gebe gewohn , ex k i isch so g äl ig du chgesehen und e besse und um zwei Passagen aus „Wi scha und Gesellscha " e wei e wu de, zu ech en Zei . Übe die undamen ale Bedeu ung dieses We kes ü den Gesam be eich de Wi scha s- und Sozialwissenscha en hie noch ein Wo zu e lie en, hieße wah ha ig sich eine höchs übe lüssigen Mühe zu un e ziehen. Soeben is auch, wiede um on Johannes Winckel- mann be eu , die d i e, e neu um ün wei e e Bei äge e meh e, nunmeh die Vo wo e zu allen Au lagen en hal ende und die Wü digung on Theodo Heuß aus de zwei en Au lage wiede um um assende Au - lage on Max Webe s „Gesammel e Poli ische Sch i en"4 e schienen. Ih e Bedeu ung, die nich zule z auch da in bes eh , an his o ischen Bei- spielen die Anwendung on Max Webe s heo e isch en wickel en Me- hoden de Wi klichkei sbewäl igung zu demons ie en, is wei übe den enge en Wissenscha sbe eich hinaus bei allen Kundigen so unums i - en, daß sich auch hie übe jede Auslassung e üb ig , woll e man nich , angesich s des zum poli ischen P inzip e hobenen ak uellen I ealis- mus und eines sich als besonde s „k i isch" gebä denden I a ionalis- mus den sich au d ängenden Zwei el no ie en, ob, en gegen eine mo- dischen Be onung de angeblichen Bedeu ung de Wissenscha ü die „P axis", wissenscha liche E kenn nisse jensei s eines seh engen, übe die Technik wenig hinaus eichenden Bezi ks übe haup i gend- welches Gewich besäßen. Die An wo hie au wä e eilich mögliche - weise du chaus mi den Theo ien Max Webe s, Pa e os und Dü kheims kompa ibel. 3 Johannes Winckelmann (H sg.) : Max Webe , Gesammel e Au sä ze zu Wissen- scha sleh e. 3. Au l. Tübingen 1968. J. C. B. Moh (Paul Siebeck). XII, 614 S. 4 Johannes Winckelmann (H sg.): Max Webe , Gesammel e Poli ische Sch i en. 3. Au l. Tübingen 1971. J. C. B. Moh (Paul Siebeck). 621 S. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.91.6.711 | Gene a ed on 2023-04-04 11:45:45 714 Li e a u Als eine äuße s we olle E gänzung hie zu muß Max Webe s „S aa ssoziologie"5 angesehen we den, gleich alls on Johannes Winckelmann he ausgegeben und mi dem Un e i el „Soziologie de a ionalen S aa sans al und de mode nen poli ischen Pa eien und Pa lamen e" sowie eine Ein üh ung und E läu e ungen e sehen. Ha e um dieses ü ihn zen ale Thema Max Webe s Denken in den d ei le z en Jah en o seinem Tode gek eis , so ha es — und nu ein mi den Tex en so sub il und um assend e au e Geis wie de He ausgebe konn e das wagen — Johannes Winckelmann un e nom- men, aus e schiedenen O iginal ex en diesen de u sp ünglichen In- en ion des Ve asse s nach beabsich ig en pos humen Abschluß des To so gebliebenen Haup we ks zusammenzu ügen. Das Resul a dieses Wagnisses, das als gelungen bezeichne we den muß und nunmeh eben alls be ei s in zwei e Au lage o lieg , lies sich demen sp e- chend als ein du chgängiges O iginalwe k, so daß de Ve asse , ange- sich s des on Pädagogen imme wiede beklag en angeblichen Man- gels an solchen ebenso ku zge aß en wie g undlegenden einschlägigen Tex en, nich ans eh , es d ingend als P lich lek ü e ü alle solche modischen Fäche wie Gemeinscha skunde e c. d ingend zu emp ehlen. Es is leh eich, die hie meh ach ange üh en Wü digungen Max Webe s du ch Johannes Winckelmann mi de seh pe sönlich gehal- enen Sich des inzwischen eme i ie en Heidelbe ge Soziologen Wil- helm E. Mühlmann zu kon on ie en, die diese in seine u sp üng- lich als E ö nungs ede ü den Max-Webe -Gedäch niskong eß de Deu schen Gesellscha ü Soziologie beabsich ig en Sch i „Max We- be und die a ionale Soziologie"6 en wickel . Aus de ich igen E - kenn nis he aus, daß Max Webe s e s ehende Soziologie, o z de ungeheu en B ei enwi kung, die sie, eils sich ba , eils unsich ba , en al e ha , dennoch heo e isch und me hodologisch nich so, wie man hä e wünschen und e wa en sollen, wei e en wickel wu de, ück de Ve asse , de selbs on de E hnologie he komm , Max Webe s We k und Leis ung kon on ie end o allem an die Völke - kunde he an, inne halb de e gewisse K eise ge adezu eine ö mliche Fu ch o de Soziologie hä en, wäh end sich ande e sei s gewisse soziologische Modes ömungen in de nominalis ischen „U dummhei " bloße Nominal- und Kon en ionalde ini ionen e schöp en. Aus dem Bemühen, die immanen en Linien on Webe s Denken au de Linie de di e en iellen und e gleichenden Völke - und Kul u soziologie wei e zuen wickeln, wi d Webe mi e schiedenen Denke n, so u. a. 5 Johannes Winckelmann (H sg.): Max Webe , S aa ssoziologie, Soziologie de a- ionalen S aa sans al und de mode nen poli ischen Pa eien und Pa lamen e. 2. Au l. Be lin 1966. Duncke & Humblo . 140 S. 6 Wilhelm E. Mühlmann: Max Webe und die a ionale Soziologie. Tübingen 1966. J. C. B. Moh (Paul Siebed ). 60 S. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.91.6.711 | Gene a ed on 2023-04-04 11:45:45 Li e a u 715 Edmund Husse l, kon on ie , de en inne e „Wahl e wand scha " mi ihm man nich imme on o nhe ein einzusehen e mag. Die kleine S udie, die sich ebenbü ig an äl e e, gleichge ich e e bekann e Un e suchungen an eih , essel dennoch du chgängig, um so meh , als man dem Ve asse in dem wesen lichen Resul a , zu dem e gelang , beip lich en muß: „ Max Webe wü de heu e meh als je da ü plädie- en, die Soziologie aus dem S ei de In e esseng uppen he auszu- hal en; meh als je: denn zu den , ielen al en Gö e n', die e nich leiden konn e, sind inzwischen noch iele neue hinzugekommen, kleine und g oße ... Wi e eidigen heu e die le z en Indiane ese a e de zweck eien Fo schung" (S. 49). Audi hie geh es also le z lich um Max Webe s Me hodologie und Wissenscha sleh e, de en poli ische Rele anz zugleich unbes ei ba is , nämlich deswegen, weil objek i e Rich igkei im E assen we - u eilsungebundene E ah ungswi klichkei den poli ischen und o allem den ana isie en Wel anschauungs o kämp e n neues en Typs zumal mi seinem schlech e hohlenen o ali ä en Mach ansp uch exi- s enziell nun einmal ein G euel, weil ein Hinde nis au dem Wege zu zwangsweise alleinseligmachenden Wah hei sons empi isch du chweg nich zu legi imie ende Ideologien sein muß. Hie knüp die Sch i übe „Me hodologische Aspek e des Ideal ypus" on Judi h Janoska- Bendl7 an, de die Ve asse in den wei ansp uchs olle en Un e i el „Max Webe und die Soziologie de Geschich e" gegeben ha , indem sie zugleich die einschlägige, insbesonde e in den zwanzige und d eißi- ge Jah en blühende Diskussion dieses P oblemkomplexes wiede au - nimm . Nach eine umsich igen Diskussion de P oblema ik des Ideal- ypus wi d Max Webe s Konzep ion mi Howa d Becke s in Deu sch- land alle dings wenig beach e en „cons uc ed ype" e glichen und sodann au ih en möglichen Gehal als me hodisch zu handhabende Hypo hese un e such , wäh end den Abschluß ein höchs lesenswe e und ak uelle Ve gleich on Webe und Ka l Ma x bilde , dessen Ge- schich sau assung als ideal ypisches Schema zu beg ei en gesuch wi d. Hie bei hä e man sich eilich eine aus üh liche e und wohl auch g ündliche e Auseinande se zung mi Ka l Löwi hs bekann em Au - sa z zu demselben Thema (je z in: Gesammel e Abhandlungen. S u - ga 1960) gewünsch . Dennoch läß sich nich e kennen, daß hie eine we olle wei e e S udie in de Reihe me hodologische und e - kenn nis heo e ische Auseinande se zungen mi Max Webe s Wissen- scha sleh e o lieg , de en Ende noch längs nich abzusehen is . In diesem Zusammenhang is unbeding die Un e suchung on Gün e Ab amoi ski zu e wähnen, die sich eine k i ische Da legung des 7 Judi h Janoska-Bendl: Me hodologische Aspek e des Ideal ypus. Max Webe und die Soziologie de Geschich e. Be lin 1965. Duncke & Humblo . 115 S. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.91.6.711 | Gene a ed on 2023-04-04 11:45:45 716 Li e a u Geschich sbildes on Max Webe zum Ziel se z 8. Seine Da s ellung gliede sich adäqua in die Be ach ung de einzelnen e gleichenden S uk u analysen, die Max Webe au dem Gebie u. a. des a ionalen Kapi alismus, des eu opäischen S äd ewesens und seines Bü ge ums, des a ionalen neuzei lichen S aa es und de uni e salen Tendenz zu Bii ok a isie ung un e nommen ha , wobei mi Redbi he o gehoben wi d, seine Aussagen seien selbs e s ändlich abhängig om Fo schungs- s and seine Zei gewesen, un e ände gül ig abe seien nich sdes o- wenige die übe wäl igende Meh hei seine Resul a e, weil sie e eich seien du ch „das E ns nehmen de Ta sachen und das une bi liche S eben nach Objek i i ä " (S. 11). Dennoch e mag die F age nach de Rich igkei im De ail nach Au assung des Ve asse s zu ückges ell zu we den hin e den allein ü die Gül igkei on Max Webe s Le- benswe k gül igen Maßs ab, de da in bes ehe, ihn o allem an de F uch ba kei seine F ages ellungen und Deu ungen zu messen. Das E gebnis de o liegenden Un e suchung bilde demgemäß eine höchs we olle Be eiche ung de an sich kaum noch zu übe sehenden Max-Webe -Sekundä li e a u , wobei de Ve asse , auch hie mi dem ich igen Gespü ü die inne s en In en ionen Webe s, abschließend das P oblem pe sönliche F eihei und sinn olle Lebens üh ung in eine „en zaube en Wel ", ku z die F age des Ve häl nisses on a- ionale Wissenscha und e an wo ungse hischem Handeln, wie es sich im We k Max Webe s da s ell , au zuweisen such . Au e wand e Linie, nämlich dem höchs ak uellen Ve gleich on Max Webe und Ma x, beweg sich die kleine, abe gehal olle Sch i on Hans Bosse übe „Ma x-Webe -T oel sch", die sich um eine Kon- on a ion on Webe s Religionssoziologie und ma xis ische Ideologie- k i ik bemüh , wobei mi Rech Webe s Weggenosse E ns T oel sch in diesen Zusammenhang einbezogen wi d9. De Ve asse geh dabei insbesonde e de F age nach, welche Aussagek a de Ma x sehen Re- ligionsk i ik heu e noch im Ve gleich zu „bü ge lichen" Religions- soziologie zukomme, die den Ansp uch e hebe, die ma xis ische Re- ligionsk i ik e wissenscha lich zu haben. U sp ünglich im Hinblick au die heologische P oblemlage hin angeleg , komm de Ve asse , wie so iele jünge e Theologen s a k un e Ma xsdiem Ein luß s e- hend, ähnlich wie schon T oel sch die Klu zwischen Glauben und sä- kula e Gesellscha beklagend, zu dem E gebnis: „Nich e kenn Ma x die Religion wegen eine angeblich ökonomisch e kümme en An h opologie, sonde n um die ökonomischen Zwänge abzuscha en, 8 Gün e Ab amowski: Das Geschich sbild Max Webe s. Uni e salgeschich e am Lei aden des okziden alen Ra ionalisie ungsp ozesses. S u ga 1966. Kle -Ve lag. 190 S. 9 Hans Bosse: Ma x — Webe — T oel sch. Religionssoziologie und ma xis ische Ideologiek i ik. München u. Mainz 1970. Ve lag Kaise . 264 S. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.91.6.711 | Gene a ed on 2023-04-04 11:45:45 Li e a u 717 die alle menschliche F eihei e nich en, e hinde n ode in die U o- pie e bannen, will e du ch die Re olu ion die Religion e se zen" (S. 132). Indem e mi Rech he o heb , daß Ma x sehe F ages ellun- gen unzwei elha ein kons i u i es Elemen in Webe s Soziologie da - s ell en, de ande e sei s abe aglos dem du ch die Lek ü e Ka l Kau skys e schulde en Miß e s ändnis de älschlichen monokausa- lis ischen In e p e a ion de Theo ien on Ka l Ma x wei gehend e - legen sei, ha de Ve asse unzwei elha ein Buch o geleg , das ins- gesam als eine Be eiche ung de ausgedehn en Max-Webe -Li e a u be ach e we den muß. Dies is kein ge inges Lob angesich s de Ta - sache, daß die Diskussion um Max Webe s We k auch kün ig, solange wi noch das Glück haben, okziden ale Wissenscha in diese uns übe - kommenen, einziga igen Ausp ägung eiben zu dü en, sich o se - zen wi d. Go ied Eise mann, Bonn OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.91.6.711 | Gene a ed on 2023-04-04 11:45:45