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Wesen und Ursprung der Wirtschafts- und Sozialphilosophie

Schack, Herbert

Abstract

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Full text

Schack, He be A icle Wesen und U sp ung de Wi scha s- und Sozialphilosophie Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha P o ided in Coope a ion wi h: Duncke & Humblo , Be lin Sugges ed Ci a ion: Schack, He be (1962) : Wesen und U sp ung de Wi scha s- und Sozialphilosophie, Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha , ISSN 1619-6244, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 82, Iss. 5, pp. 513-536, h ps://doi.o g/10.3790/schm.82.5.513 This Ve sion is a ailable a : h ps://hdl.handle.ne /10419/291002 S anda d-Nu zungsbedingungen: Die Dokumen e au EconS o dü en zu eigenen wissenscha lichen Zwecken und zum P i a geb auch gespeiche und kopie we den. Sie dü en die Dokumen e nich ü ö en liche ode komme zielle Zwecke e iel äl igen, ö en lich auss ellen, ö en lich zugänglich machen, e eiben ode ande wei ig nu zen. 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Die Wege zu Wi sdia s- und Sozialphilosophie: 1. Die „Gebu des Gewissens" S. 6 — 2. De Weg de Ve nun S. 9. — 3. De Weg des Ve s andes S. 16. I. De Sinn und Zweck de Wi scha s- und Sozialphilosophie 1. Was heiß „Philosophie en"? Philosophie en heiß mi sich selbs und Mi denkenden übe e was im Ganzen und Wesen lichen kla we den wollen. „Ein Philosophus uhe nich , e habe denn das Zen um eines Dinges" (Jakob Böhme). De T ieb zu agen, zu o schen, den Dingen au den G und zu gehen, is jedem denkenden Menschen eigen. Schon de e wachende kindliche Geis bezeug sich du ch die Un uhe de Wißbegie de. Pia on sp ach on dem E os, de ie en Leidenscha , die den suchen- den Geis on S u e zu S u e de E kenn nis eibe, on de „Liebe zu Weishei " („philosophia"). Diese is meh als ein Wissen, wie es in bezug au dieses und jenes on diesem ode jenem Gesich s- punk aus e wo ben wi d. Philosophisches Denken ziel au ein Wesenswissen, au ein Wissen um wesen liches Sein, wesen lichen We und wesen liche Gel ung. Suchen wi e was im Ganzen und Wesen lichen zu beg ei en, so geb auchen wi das Wo „übe haup "; alle dings nich im Sinne de S eige ung und de Ve allgemeine ung, wie bei „übe haup g oß- a ig" bzw. „die Leu e übe haup ". Ein Beispiel diene de Ve an- * Diese Au sa z is de e was e ände e Vo abd ude de Einlei ung und des e s en Kapi els meines demnächs im Ve lage Duncke & Humblo e scheinenden Buches „Wi scha sleben und Wi scha sges al ung. Die G undlagen de Wi - scha s- und Sozialphilosophie". 1 Schmollen Jah buch 82, 5 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.82.5.513 | Gene a ed on 2023-04-04 11:31:47 2 He be Sdiack 514 schaulichung des Gemein en: Es gib iele lebende und o e Sp achen. Die Sp achwissenscha in e essie sich ü ih e Geschich e, ih e Ve - b ei ung, ih Lau ge üge, ih en g amma ikalischen Au bau usw. De Philosoph abe ag : Was is die Sp ache eigen lich? Was is sie wesen lich? Was is Sp ache übe haup ? Das Wo „übe haup " ha hie den Sinn des Umg ei enden, das Haup Übe g ei enden und so das Ganze zugleich Du chg ei enden. Das geis ige Auge geh gleichsam du ch die einzelnen indi iduellen Lau gebilde bzw. Ausd ucks o men hindu ch, ih Ges al ungsp inzip suchend, jenes wesenha e E was, wodu ch eine Sp ache e s zu Sp ache wi d und als solche nu beg i en we den kann. Wi könn en hie in übe agenem Sinne on He z und Seele de E scheinungen ode , nach dem Vo gange Pia ons, on ih em Eidos, ih e Idee, sp echen. Da es sich bei solchem Wesens e s ändnis um ein anszen- de e, ein Übe sch ei en des Gegebenen, des Äuße en und Äuße lichen, des empi isch, e ah ungsgemäß Au weisba en handel , können wi das wesen lich Bedingende mi Kan auch „ anszenden al" nennen. Dias philosophische In e esse kann sich au le z e F agen ich en, wie solche nach dem Wesen des Daseins, de Wi klichkei , des Lebens und de Lebensges al ung, des Denkens und E kennens, des zweck- mäßigen und sinn ollen Handelns. Die solchem F agen und Fo schen en sp ingenden, me hodisch und sys ema isch e a bei e en allge- meins en E kenn nisse und Einsich en bilden den Komplex de „ einen Philosophie", de Logik und E kenn nis heo ie, de On o- logie bzw. Me aphysik, de E hik und Äs he ik. Ande e sei s abe kann sich das philosophische In e esse auch au ganz konk e e Ge- gebenhei en, Dinge, Vo gänge, Ve häl nisse beziehen. Ein Vo gang, de sich alle Tage wiede hol und sich somi gleich- sam on selbs e s eh , kann plö zlich als agwü dig, als eine F age wü dig e scheinen, e wa dann, wenn wi in olge eines be- s imm en E eignisses sehen, was alles dadu ch beding gewesen is ode seinen Sinn e hal en ha . Das Rech des S aa sbü ge s in einem eihei lichen Gemeinwesen, sich nach allen möglichen Rich ungen äuße n und be ä igen zu können, mag diesem mi de Zei als ein selbs e s ändliches, ja nich sonde lich beach enswe es Gu e - scheinen. Wenn abe E eignisse ein e en, die de pe sönlichen F ei- hei ein Ende machen, wi d das ehemals ü so selbs e s ändlich gehal ene Rech e s als ein We , ja als ein menschliche G undwe e kann , ohne dessen Realisie ung eine e nün ige Lebensges al ung unmöglich is . Man s a/un , wie ä selha , wie agwü dig das Selbs e s ändlichs e on de Wel wi d, sowie nach seinem Wesen ge ag wi d. In dem pla onischen Dialog „Theä e " sag Sok a es, alles Philosophie en OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.82.5.513 | Gene a ed on 2023-04-04 11:31:47 515 Wesen und U sp ung de Wi scha s- und Sozialphilosophie 3 hebe mi de Ve wunde ung an, daß e was wesen lich ande s sei, als es obenhin e scheine. Alle E scheinungen haben Pe spek i e, Hin e g und, müssen ie - sich ig be ach e we den, wenn man sie in ih em wesen lichen Sein und ih e wesen lichen Bes immung e assen will. Muß man sich im Sinne on Sok a es-Pla on nich wi klich wun- de n, daß z. B. ein so ein aches Ding wie ein Ziegels ein meh is , als sich dem Auge zeig ? An sich nu ein S ück ge o m e und geb ann e E de, ha e eine nu geis ig zu assende Bedeu ung. Gedanklich bezeichnen wi ihn als Mi el ü einen echnischen Zweck und be- ach en ihn so als Bauma e ial. Wi sehen ihn abe auch als ein Kos engu an, dessen Ve we ung sich lohnen soll. Abgesehen on diese echnisch-ökonomischen Bedeu ung, die sinnlich nich wah - nehmba is , kann diese ein ache Gegens and jedoch noch um assen- de , noch eind ingliche e o sch we den. Als ein E zeugnis ziel- und zweckbes imm e A bei is e Zeuge eines echnisch-ökonomischen Leis ungs e mögens ode ga eine wi scha sgeschich lichen Epoche. 2. Wa um Wi scha s- und Sozialphilosophie? Die Wi scha is de menschliche Lebens- und Wi kungsbe eich, in dem es scheinba um so eindeu ig ma e ielle In e essen und so handg ei liche Dinge wie Kapi al und Un e hal smi el geh , daß hie wohl am wenigs en Anlaß zu Ve wunde ung, S aunen und philoso- phischem F agen gegeben sein dü e. Man wi d gewiß auch nich ohne Anlaß g undsä zlich agen. Ta sächlich gib es abe auch im Wi scha sleben Anlaß genug hie zu. Un e nehme o de n Gelegen- hei en und Möglichkei en zu En al ung eie Ini ia i e und Selbs e an wo ung. Soll en sie sich nich da übe kla we den wollen, was pe sönliche F eihei bedeu e und was sie in sich schließ ? A bei nehme o de n „ge ech e66 Löhne. Welche Löhne abe sind ge ech ? Was bedeu e Ge ech igkei übe haup ? Wie kann Lohn- ge ech igkei e wi klich we den? De s ä ks e und nachhal igs e An ieb in de Wi scha sp axis, sich um meh als um Tages agen zu bekümme n und sich um Klä- ung in g undsä zlichen Dingen zu bemühen, geh heu e on de wel poli ischen Si ua ion aus. Die kommunis ische Ideologie gip el in eine e olu ionä en Theo ie de geschich lichen, gesellscha lichen, wi scha lichen En wicklung, die eine „indi idualis ischen" und „kapi alis ischen" Gesellscha so dnung keine Chance gib . Massi e p opagandis ische Ang i e ich en sich gegen ein „pa asi ä es Sys em", dessen Reali ä die wes liche Wel eilich leugne . Wenn abe die wes liche Gesellscha s- und Wi scha so dnung on dem kommu- nis ischen Gedankenbilde wesen lich abweich , so zwing die Kon lik - OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.82.5.513 | Gene a ed on 2023-04-04 11:31:47 4 He be Schack 516 Si ua ion als solche doch jeden nachdenklichen S aa sbü ge , sich übe den Sinn seine Lebenso dnung Rechenscha abzulegen. Die wel - poli ische Auseinande se zung schein , obenhin be ach e , zwa nu eine Mach age zu sein, die übe das beide sei ige mili ä ische K ä e- e häl nis zu gewal same En scheidung d ängen könn e. De Gegen- sa z g ei jedoch ie e . Selbs wenn beide sei s au Wa engewal e zich e wi d, bleib de beun uhigende und e egende Kon lik . Na ü lich geh es dabei um meh als um die F age des P i a eigen- ums an P oduk ionsmi eln ode de O dnung und Ve wal ung de Wi scha und des Sozialp oduk es. Ein ich ungen und O dnungen sind Ausd ucks o men eines ziel- und zweckbewuß en wi scha s- ges al enden Willens. Die kommunis ische Bewegung olg eine s a- egischen Konzep ion, die sie einem o alen Wissen um Wesen und Ziel de geschich lichen En wicklung en nehmen zu können glaub . Ein neues Menschenbild wi d sich ba , lockend und d ohend. Wie denk man demgegenübe in de wes lichen Wel ? Wie übe die eigene Posi ion? Selbs behaup ung e p lich e zu Selbs besinnung. Diese abe ha k i isches Denken und nüch e ne Übe p ü ung de wi scha lichen und poli ischen Lebenswi klichkei zu Vo ausse zung. Sich seine Möglichkei en bewuß we den heiß seine F eihei kennen- le nen. Zu alledem is eilich Denken no wendig. Nun, die wel - poli ische Si ua ion zwing zum Denken und Nachdenken, auch zum Vo ausdenken. Die in engem Kon ak mi dem Wi scha sleben s ehende Wi - scha swissenscha schein am ehes en be u en zu sein, solch wesen - lichem Denken den Weg zu be ei en. Allein die Wissenscha en müssen sich o sch ei end di e enzie en und spezialisie en. Nu du ch Konzen a ion au jeweils ein bes imm es E kenn nisobjek können sie zu sachlich und achlich beg ünde en, objek i ich igen E kenn nissen gelangen. Un e dem sachlich gebo enen Zwang zu imme enge e Spezialisie ung ha sich die Wissenscha on de Wi - scha in iel äl ige Disziplinen e zweig , in die Wi scha s heo ie, die Allgemeine und Spezielle Volks- und Be iebswi scha sleh e, die Allgemeine und Spezielle Wi scha spoli ik, die Finanzwi scha s- leh e, die Finanzpoli ik, die Wi scha skunde, die Wi scha sgeo- g aphie, die Wi scha ssoziologie, die Wi scha spsychologie usw. Wohl ich e sich de Blick des Wissenscha le s in e schiedenen Disziplinen auch au die O dnungen, inne halb de e sich Wi scha bilde und ges al e . Die Wissenscha zeig , welche Vo ausse zungen zu Beg ündung de einen und de ande en Wi scha so dnung gegeben sein müssen und welche p ak isch-poli ischen Konsequenzen bei de Ve wi k- lichung de Ziel o s ellungen zu e wa en sind. Sie e mag abe nich OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.82.5.513 | Gene a ed on 2023-04-04 11:31:47 517 Wesen und U sp ung de Wi scha s- und Sozialphilosophie 5 zu zeigen, welche O dnungen übe haup möglich sind und welche mi den menschlichen Lebens o de ungen im Einklang bzw. im Wide - s ei s ehen. Die Kompe enz de Einzelwissenscha en, d. h. ih e Gel ung, ih Rech , ih e Zus ändigkei , is au den Be eich objek i ich ige Aus- sagen besch änk . In olgedessen da auch die wissenscha lich be- iebene Wi scha spoli ik nu on gegebenen Zielen und Zwecken ausgehen und sich keine En scheidung übe sie anmaßen. Nich sdes o- wenige o de die Wi scha sp axis eine Klä ung und Beu eilung de gesellscha swi scha lichen G undkonzep ion. Hie geh es dann um die We - und Wah hei s age, also um ein wi scha s- und sozial- philosophisches P oblem. In allen wissenscha lichen Disziplinen, on den Na u wissen- scha en bis zu den Gesellscha s- und Kul u wissenscha en mach sich heu e meh und meh das Bes eben gel end, die achwissenscha - lichen E kenn nisse philosophisch zu e ie en. Man sieh die Ge ah de an sich no wendigen Spezialisie ung. Wi d doch ein Gegens and, gleich welche A , imme nu on „einem" Gesich spunk und so auch nu on „eine " Sei e aus in Be ach gezogen und e o sch . So bleib g undsä zlich die F age o en: Was is diese Gegens and im Ganzen und Wesen lichen? E s in eine philosophischen Besinnung, die ech eigen lich eine Synopsis, eine Zusammenschau bzw. Gesam schau is , e einigen sich die du ch E ah ung und Wissenscha ge undenen Gegens andsme k- male zu einem Gesam bild bzw. einem das Gegens andsganze e - schließenden Beg i . Solche ganzhei liche In e p e a ion kann alle - dings — das sei o weg beme k — nich den Ansp uch au Objek- i i ä bzw. objek i e Rich igkei e heben. Philosophische Einsich en können zunächs nu in e subjek i e bzw. subjek i -allgemeine Gel- ung beansp uchen. Die philosophische Ve ie ung einzelwissenscha liche Fo schungen und Fo schungse gebnisse ha noch einen besonde en Vo eil sowohl ü Fo sche und Leh ende wie ü S udie ende. In dem Maße und G ade, in dem einzelwissenscha liche Un e suchungen und Da s el- lungen zu philosophische F ages ellung und Fo schung wei e ge üh we den, be üh en sie sich mi ande en wissenscha lichen Disziplinen. So inde sich de Medizine , de sich nich nu an dem E scheinungs- bild eine K ankhei o ien ie , sonde n sein Auge au den ganzen Menschen und seine Umgebung lenk , un e sehens in de Nachba - scha de Biologie, de An h opologie, de Psychologie, de Sozio- logie, schließlich ga de Me eo ologie. Ähnlich e häl es sich mi dem philosophischen Du chdenken ande e einzelwissenscha liche F agen. Du ch philosophische Ve ie ung des Fachwissens le nen o OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.82.5.513 | Gene a ed on 2023-04-04 11:31:47 6 He be Schack 518 allem die S udie enden den im G unde doch bes ehenden Zusammen- hang alle Wissenszweige kennen. De Blick des philosophisch den- kenden Menschen geh on de e wi enden Ve zweigung und Ve - äs elung des Einzelwissens zu dem S amm de E kenn nis und seinen Wu zeln im uch ba en E d eich de E ah ung. II. Die Wege zu Wi scha s- und Sozialphilosophie 1. Die „Gebu des Gewissens'6 Die Geschich e des sozialphilosophischen Denkens heb mi de Suche nach dem Sinn des pe sönlich und gemeinscha lich E ah enen bzw. Wide ah enen an. Was sich P ies e n und P ophe en, Dich e n, S aa smänne n und Geleh en im eigenen Leben als wah und gu und ech bezeug ha , wi d den Mi menschen als Sinnbild und Lei - bild o Augen ges ell ode in Fo m on Sinnsp üchen ih em Ge- däch nis eingep äg . Die ühes en sch i lichen Au zeichnungen übe den Sinn und We des Lebens, übe O dnung und Rech de Lebensgemeinscha , übe die Ve p lich ungen de Kinde gegenübe den El e n, des Bü ge s gegenübe Gesellscha und S aa inden sich in den Py amiden ex en Al ägyp ens: „Wi sehen, wie ein Ge ühl mo alische Ve an wo ung e wach , allmählich wachsenden Ein luß au das menschliche Ve - hal en gewinn und schließlich zum Ansp uch des Gewissens üh , als eine wi ksame soziale Mach ane kann zu we den." James Hen y B eas ed, dessen Buch „Die Gebu des Gewissens" wi diese Wo e en nehmen, ha das in den Py amiden ex en o handene Ma e ial zusammenges ell , e läu e und so ein seh eind ucks olles Bild jene F ühepoche menschliche Gesi ung en wo en1. Ein Feudalhe aus dem 3. Jah ausend . Ch . hin e ließ olgen- den Be ich übe sein Leben, das e in Rech scha enhei und Wah - ha igkei ge üh habe: „Ich gab B o an alle Hung igen des Ce as es- Be ges. Ich kleide e den, de nack wa . Ich üll e die U e mi g oßem Vieh und das lache Land mi kleinem Vieh. Ich gab den Wöl en de Be ge und den Vögeln des Himmels om kleinen Vieh. Ich bed äng e niemanden jemals im Besi z seines Eigen ums, so daß e da ob beim Go meine S ad gegen mich Klage zu üh en ha e; son- de n ich ede e und sp ach das, was ech wa . Nie gab es einen in Fu ch o einem s ä ke en, so daß e beim Go meine S ad Klage e hob .. . Ich wa ein Wohl ä e meinem Besi z um in den Hü den des 1 J. H. B eas ed, Die Gebu des Gewissens (Ame ikanische Ti el: „The Dawn o Conscience". New Yo k-London 1934), Zü ich 1950, S. 130. In diesem Zu- sammenhang is das Buch on W. Meckane e wähnenswe : De ewige Kalende . Al deu sche Lebensweishei , 1953. Ebenso: H. Köhle , E s besinn's, dann beginn's! Al e Baue n egeln. 3. Au l. München-Düsseldo 1953. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.82.5.513 | Gene a ed on 2023-04-04 11:31:47 519 Wesen und U sp ung de Wi scha s- und Sozialphilosophie 7 Viehs, in den Behausungen de Jäge . Ich ede e keine Unwah hei en; denn ich wa d gelieb on meinem Va e , gelob on meine Mu e , ich wa gu willig zu meinem B ude und eundlich zu meine Schwes e ." Welch Rei e des si lichen U eils sp ich aus den Maximen des P anho ep on Memphis aus dem 27. Jah hunde . Ch .! Am Ende seines S aa sdiens es und eines langen, an E ah ung eichen Lebens bi e de G oßwesi den Pha ao um E laubnis, seinen Sohn in den ö en lichen P lich en zu un e weisen. Den Sohn e mahn e : „Wenn du g oß gewo den bis , nachdem du ge ing wa s und Besi z üme gesammel has , nachdem du da b es . . ., so e giß nich , wie es ühe mi di s and! P ahle nich mi deinem Reich um, den du emp ings als ein Geschenk Go es! Du bis nich g öße als ein an- de e wie du, dem gleiches geschehen is .66 Be u liche E olg, Mach und Reich um dü en die Bande de Gemeinscha , de Nachba scha und de Familien nich ze s ö en: „Sei nich habsüch ig bei eine E b eilung, noich geizig mi deinem eigenen Besi z! Sei nich geizig gegen deine Angehö igen! G öße is die K a des Gü igen denn des S a ken.6' „Folge deinem He zen, solange du lebs !66 „Wenn du ein Ve wal e bis und Ano dnungen ü die Menge e lasses , so suche di alle gu en Beispiele, au daß deine Be ehle Daue haben ohne zu i en! Ein G oßes is die Rech scha enhei .66 „Es is wohlbes ell um den Mann, dessen Maß Rech scha enhei is , und de au dem ech en Wege wandel 2.66 Mi dem Bewuß sein si liche Ve p lich ung e band sich meh und meh eine eligiöse Lebensau assung: „Die gebie e ische inne e S imme, die an angs du ch soziale S ömungen geweck wo den wa und sich dann un e dem Ein luß iele Jah hunde e philosophischen Denkens wei e en wickel e, wu de je z on den Gläubigen o be- hal los als das We kzeug Go es selbs ane kann 3.66 Diese e ie e si lich- eligiöse Hal ung komm besonde s kla in de Leh sch i eines ägyp ischen Denke s aus dem 10. Jah hunde . Ch ., de (in einem Papy us des B i ischen Museums e hal enen) „Weishei des Amenemope66, zum Ausd uck: „P lüge die Felde , daß du deinen Beda indes ! Emp ange dein B o on deine eigenen Tenne! Besse is ein Maß, das Go di gib , als ün ausend, ge- wonnen du ch übe g i . Besse is A mu in de Band Go es, als Reich um in den Lage häuse n; und besse sind B o e, wenn das He z oh is , als Schä ze mi Kumme .66 „De wah ha weise Mann, de sich selbs e leugne , is wie ein Baum, de im Ga en wächs . 2 a.a.O., S. 131. 3 a.a.O., (S. 136—138). OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.82.5.513 | Gene a ed on 2023-04-04 11:31:47 8 He be Sdiack 520 E gedeih und meh seine F uch . E daue in de Gegenwa seines He n, seine F uch is süß, sein Scha en is lieblich. E inde sein Ende im Ga en4.'6 Besinnliche Menschen e s ehen sich übe Jah ausende hinweg in de Ane kennung allgemein e p lich ende We e. Seh e schieden- a ige Kul u k eise, ielleich du ch iele Jah hunde e oneinande en e n , we den gleichsam on einem Gewölbe imme und übe all gül ige We e übe spann . Dahe klingen uns ebenso e s ändlich, wie aus dem al en Ägyp en, Wo e de Weishei aus Al babylonien, Al pe sien, Indien, China, Al is ael und G iechenland en gegen. Eine im ganzen nich abschä zba e Wi kung au das gesellscha liche und wi scha liche Leben de Völke de abendländischen Kul u und on hie auss ahlend au as alle Völke de E de is on den „Zehn Gebo en" ausgegangen, insonde hei on diesem Gebo : „Sechs Tage solls du a bei en und alle deine We ke un! Abe am sieben en Tage is de Sabba des He n, deines Go es. Da solls du keine A bei un, noch dein Sohn, noch deine Toch e , noch dein Knech , noch deine Magd, noch dein Ochse, noch dein Esel, noch all dein Vieh, noch dein F emdling, de in deinen To en is , au daß dein Knech und deine Magd uhe gleich wie du!46 (5. Mose 5, 13—14). 2. De Weg de Ve nun Äuße e und inne e E ah ungen haben die Menschen geleh , zwi- schen zweckmäßig und unzweckmäßig, nü zlich und schädlich, abe auch zwischen gu und böse, zwischen Rech und Un ech zu un e - scheiden. Die Fähigkei , sich im Ganzen e nün ig, d. h. nach Maß- gabe on Ve nun we en, wie Wah hei und Ge ech igkei , en - scheiden zu können, schließ abe noch nich das Wissen um die Ve - nun selbs in sich. Solange dieses Ve nun bewuß sein nich he - ange ei is , bleib es eine F age gelegen liche E ah ung und ein- malige In ui ion, wann sich de inne e Kosmos de We e e hell . E s in de g iechischen Philosophie wi d es ü die Vo ausse zung e nün igen Denkens und Handelns gehal en, daß sich de Mensch übe sich selbs und die Fo de ungen seine Ve nun kla wi d. Die bekann e Insch i au dem Apollo-Tempel in Delphi: „gno hi sau on!" = „E kenne dich selbs !" mahn e, bei allem hoch liegenden, gö e gleichen S eben die G enzen des Menschlichen zu wah en. Am An ang dieses bewuß en Sich-selbs -F agens und -Be agens s eh Sok a es . E e mun e die Jünglinge A hens, mi denen e alle o s in philosophischem Gesp äch, im „B aXey " (dialegein), im 4 a.a.O., S. 310—315. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.82.5.513 | Gene a ed on 2023-04-04 11:31:47 527 Wesen und U sp ung de Wi scha s- und Sozialphilosophie 15 du ch seine Gnade den o bes imm en En wicklungsgang geschich - lichen und pe sönlichen Lebens du chb echen. De omme Mensch e ah e diese Gnadenwi kung im sich lichen E olg seine äglichen A bei . Solche E olge könne eilich nu de o den liche, spa same, üch ige, un e nehmende Wi scha e ü sich buchen. Da die An- hänge Cal ins, Re o mie e, Pu i ane ¡und Me hodis en, au alle übe - lüssigen, ü ih a bei sames Leben unnö igen Gü e e zich e en, konn en sich du ch solche „inne wel liche Askese" (Max Webe )18 in ih en Händen meh E we bsmi el, meh Kapi alien als sons wo bilden. De Sinn und We des Lebens wu de schließlich in eine as losen, alle echnischen und komme ziellen Möglichkei en nu zen- den wi scha lichen Tä igkei gesehen. 3. De Weg des Ve s andes Die philosophische Ideenen wicklung wi d du ch das Denken de Ve nun , du ch den au wesen liches Sein und wesen lichen We ge ich e en Geis ge agen. De Fo sch i is du ch die g öße e Kla hei und Tie e de Einsich en gekennzeichne , wobei jedoch Klä ung und E hellung des Ve nun bewuß seins keines alls mi dem äuße en Zei geschehen zusammenzugehen b auch . Poli ische und ökonomische Niede gang is o mi eine Blü e de philosophischen und küns le ischen Kul u e bunden gewesen. F eilich dü en wi nich übe sehen, daß das philosophische Denken mi de zunehmenden En e nung on de gesellscha lichen Lebens- wi klichkei abs ak e , blu lee e , lebens emde wi d und an Mög- lichkei en p ak ische Ein lußnahme einbüß . Es kann schließlich, wie die E ah ung zeig , ein meh ode wenige geis eiches Spiel mi Gedanken we den und sich in phan as ische Spekula ionen e lie en. Philosophie wi d ebensowenig wie Wissenschla um ih e selbs willen be ieben. Sie will dem denkenden Menschen wei e e und ie e e Einsich e mi eln, dank de en e sich in seinem inne en und äuße en Leben zu ech inden und sich als Mensch im Ganzen und Wesen lichen behaup en kann. Diese Au gabe kann sie abe nu du ch imme wäh ende O ien ie ung an den Fo de ungen de a io, d. h. des Ve s andes e üllen. De Ve s and is die geis ige Fähigkei des Menschen, einen Gegen- s and ode Vo gang als solchen (d. h. in de Vo s ellung) du ch Ze - legung in seine Elemen e und Fak o en bzw. du ch Au lösung in elemen a e Beziehungen beg ei lich und so im Geis e he s ellba zu machen. Wi sp echen on einem zweck a ionalen Denken, wenn wi 18 Vgl. Max Webe , Aus den Sch i en zu Religionssoziologie. Auswahl, Ein- lei ung und Beme kungen on M. E. G a zu Solms, F ank u a. M, 1948, S. 302 . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.82.5.513 | Gene a ed on 2023-04-04 11:31:47 16 He be Schack 528 unse Augenme k au mögliche Zwecke als gegens ändliche Ziele unse es Willens ich en und sie, in wechselsei igem Ve gleichen, nach We und D inglichkei p ü en und die Mi el zu ih e Ve wi klichung, wiede um du ch Ve gleich, P ü ung, Schä zung, Be echnung, aus- indig machen. Wi sp echen on a ionellem Handeln, wenn nach solchem analysie enden und k i ischen Übe denken de e gleichs- weise g öß e E olg mi den e gleichsweise ge ings en Au wendungen e s eb und e eich wi d (ökonomisches P inzip). Will und soll e nün iges Denken und Handeln p ak isch we den, so is dies nu au dem Wege übe a ionales Denken und zweck a ionales Handeln möglich. Die Ve nun kann m. a. W. nu au dem Wege übe den Ve s and p ak isch ä ig we den; p ak isch im Sinne planmäßigen, zweckmäßigen und e olg eichen Handelns. Die Ve nun e häl du ch solche p ak ische O ien ie ung s a ke Impulse, den wesen lichen Dingen im Leben und in de Wel nachzu- o schen. Die Auswahl philosophische P obleme e olg dann gewiß meh un e dem Ein luß ode ga D uck de Zei e häl nisse, de Zei s ömung, des Zei bewuß seins, de Zei s immung und de Zei - agen, als es bei einem ganz pe sönlichen, sich on de Zei dis an- zie enden, sozusagen klös e lichen Denken möglich wä e. So komm es, daß in dem Maße und G ade, wie die Wissenscha en o sch ei en und insbesonde e die Na u wissenscha en die Wel e ände n, die Philosophie sich genö ig sieh , mi den Wissenscha en Kon ak zu gewinnen, und bes eb is , übe diese au die na ü liche und gesell- scha liche Lebenswi klichkei Ein luß zu nehmen. Wo sich philosophische und wissenscha liche Gedanken übe Ge- sellscha , S aa und Wi scha begegnen, en s ehen Sozialphilosophie, S aa sphilosophie, Rech sphilosophie, Wi scha sphilosophie, jeweils im Sinne eine die Fachwissenscha en du chd ingenden und umg ei- enden Philosophie. Die Geschich e de Philosophie is eich an Übe gängen on philo- sophischem zu wissenscha lichem und wiede um on wissenscha - lichem zu philosophischem Denken. Ge ade diese Übe gänge in e - essie en uns. Wi besch änken uns jedoch au die Da s ellung zweie K euzungspunk e, die de Gesellscha s- und Sozialwissenscha un- mi elba o gelage sind. Wi müß en sons in die Jah ausende zu ückgehen, wo wi im al ägyp ischen, indischen, chinesischen, o allem abe im g iechischen Denken auch sachlich- heo e ische Übe - legungen und p ak isch-poli ische E ö e ungen inden. Von solchen gelegen lichen Aussagen, wie wi sie üb igens zum Teil schon e - me k haben, sehen wi ab. E s in de Renaissance des abendlän- dischen Denkens ode , genaue gesag , in den Jah hunde en, in denen das spannunggeladene gesellscha liche, s aa liche und wi - OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.82.5.513 | Gene a ed on 2023-04-04 11:31:47 529 Wesen und U sp ung de Wi scha s- und Sozialpkilosophie 17 scha liche Leben den geis lichen bzw. geis igen S and zu ak i e Teilnahme an de Bewäl igung de p ak isch-poli ischen P obleme au u und Theo ie und P axis zusammens eben, be e en wi den Weg des Ve s andes. De Übe gang om mi elal e lichen philosophisch- heologischen zum einzelwissenscha lichen Denken wi d in de Na u wissenscha bzw. in de As onomie und Physik du ch Nikolaus Kope nikus, Tychob ahe, Gio dano B uno, Galilei und Keple gekennzeichne 19. Beobach ungen und me hodisches, au E ah ungsbeweise d ingendes Denken üh en zu einem neuen, wissenscha lich undie en Wel - beg i . Es sei o schnell, e klä e Kope nikus in seinem epoche- machenden We k „De Re olu ionibus O bium Coeles ium", bei de beobach e en Ve ände ung eine Posi ion au die Ve ände ung des Objek es zu schließen. Die Ve ände ung könne auch de Bewegung des Beobach e s ode de Bewegung beide zuzusch eiben sein. Schein- ba bewege sich die Sonne um die E de, in Wi klichkei abe d ehe sich die E de und bewege sich mi den ande en Plane en um die Sonne. Kope nikus ha e sich auch ein ausgedehn es Wissen in medizi- nischen, ju is ischen, poli ischen und ökonomischen Dingen ange- eigne . Volkswi scha lich in e essan is sein Gu ach en ü die polnische Regie ung übe Geld- und Wäh ungs agen20. Das 16. und 17. Jah hunde is das Zei al e de g oßen En - deckungen au allen Gebie en. Zu den En decke n de Plane en- bewegung gesellen sich die En decke des E d aumes, Columbus, Vasco da Gama usw.; zu diesen die En decke de allgemeinen Ge- se ze de Mechanik, besonde s New on, de En decke des Gese zes de uni e sellen G a i a ion. Die mechanische Besch eibung und E klä ung de Na u , wie sie New on in seine „Philosophiae Na u alis P incipia Ma hema ica" du ch üh , ha einen ungeheu en Ein luß au das üb ige wissen- scha liche, o allem au das sozialwissenscha liche Denken de Zei ausgeüb 19. Wenn sich die Na u e scheinungen aus mechanischen Be- wegungen e klä en lassen, wa um dann nich auch in abgewandel em Sinne die Soziale scheinungen? Obe halb diese Ideengeschich e ollzieh sich das nich minde ein luß eiche philosophische, das a ionale Wissen selbs zum Gegen- 19 Vgl. James Jeans, De We degang de exak en Wissenscha . (Englische O iginalausgabe: „The G ow h o Physical Science", Camb idge o. J.), Be n 1948, S. 202. 20 Vgl. übe „Die kope nikanische Wende" Ka l Muhs, Geschich e des abend- ländischen Geis es. G undzüge eine Kul u syn hese. Be lin-München, Bd. I, S. 145 . 2 Schmolle s Jah buch 82, 5 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.82.5.513 | Gene a ed on 2023-04-04 11:31:47 18 He be Schack 530 s and nehmende Denken. Wie is „kla e und deu liche E kenn nis" möglich? De Ve s and will seine Gegens ände in ih em Sachzusam- menhang beg ei en. Subjek und Objek e en nun (im a ionalen Bewuß sein) scha auseinande . Diese e leb e Pola i ä wi d o an das aus mannig ache Sich in Ang i genommene G undp oblem. René Desca es , B. Spinoza, G. W. Leibniz , Da id Hume und Imma- nuel Kan we den die bewegenden und e egenden Wo üh e dieses neuen philosophischen Denkens, dem es um die G undlegung und Beg enzung de a ionalen E kenn nis bzw. de exak en Wissenscha geh . Au allen Gebie en des geis igen Lebens b echen sich, du ch äuße e und inne e Ums ände begüns ig , kul u elle Scha ensk ä e Bahn. Mi de En s ehung de Fü s ens aa en in I alien, de Te i- o ials aa en in England, F ank eich, Holland und Deu schland, übe - haup de ganzen s aa lichen En wicklung in Eu opa, komm das kons uk i e, au E ah ung be uhende, poli ische und ökonomische Denken in Bewegung. Wie wi d de S aa am zweckmäßigs en egie ? Wie können s aa liche Ziele am siche s en und e olg eichs en e - wi klich we den? So ag Niccolo Macchia elli in seinem be ühm en s aa spoli ischen We k „II P incipe", so Hugo G o ius (Hugo de G oo ) in seinem ölke ech lichen We k „De iu e belli e p-acis". In Anwendung de na u wissenscha lichen Me hode, wie sie in de Bewegungsleh e (Mechanik) p ak izie wi d, ag Thomas Hobbes nach den na ü - lichen Bedingungen de gesellscha s ech lichen und poli ischen O d- nung. De menschliche Selbs e hal ungs ieb, sowie die im gesell- scha lichen Ve keh e wo bene Ve s ändigkei seien die G undlage geo dne e menschliche Lebens e häl nisse. De Ve s and ei e „nich du ch bloße E ah ung", wie die Klughei , sonde n du ch anhal en- den Fleiß (indus y). „Zu ö de s geb auch man nämlich passende Benennungen, dann sch ei e man au eine ich ige A on den ein- zelnen Beg i en zu Sä zen und on diesen zu Schlüssen, bis man endlich alles, was zu Wissenscha gehö , du ch Folge ungen he aus- geb ach ha . Emp indung und Gedäch nis haben es mi einzelnen Ta sachen zu un, Wissenscha hingegen mi de Ve bindung de - selben un e einande 21". Die na ü lichen Gese ze, die das gesellscha liche Leben und Wi ken e möglichen, seien eilich nich Gese ze im eigen lichen Sinne des Wo es; „denn es sind nu allgemeine Wah hei en on dem, was zu 21 Thomas Hobbes , Le ia han (ode on Ma e ie, Fo m und Gewal des ki ch- lichen und bü ge lichen S aa es). H sg. und eingelei e on J. P. Maye , Zü ich und Leipzig 1936, S. 89. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.82.5.513 | Gene a ed on 2023-04-04 11:31:47 531 Wesen und U sp ung de Wi scha s- und Sozialphilosophie 19 E hal ung des Menschengeschlech s e o de lich is "22. Im G unde kämen sie alle au das biblische Wo hinaus: „Was ih woll , das euch die Leu e un sollen, das u ih ihnen auch23." De kons uk i e Geis s aa s ech lichen und s aa spoli ischen Den- kens inde in den olgenden Sä zen wohl den p ägnan es en Aus- d uck: „Um eine allgemeine Mach zu g ünden, un e de en Schu z gegen auswä ige und inne e Feinde die Menschen bei dem uhigen Genüsse de F üch e ih es Fleißes und de E de ih en Un e hal inden können, is de einzig mögliche Weg hie zu de : daß jedwede alle seine Mach ode K a einem ode meh e en Menschen übe - age, wodu ch de Willen alle gleichsam in einen Punk e einig wi d; so daß diese eine Mensch ode diese eine Gesellscha eines jeden Einzelnen S ell e e e we den, und ein jede die Hand- lungen jene so be ach e, als habe e sie selbs ge an, weil sie sich dem Willen und U eile jene eiwillig un e wo en haben. Dies aß abe noch e was meh in sich als Übe eins immung und Ein ach ; denn es is eine wah e Ve einigung in eine Pe son und be uh au dem Ve age eines jeden mi einem jeden, wie wenn ein jede zu einem jeden sag e: Ich übe gebe mein Rech , mich selbs zu behe - schen, diesem Menschen ode diese Gesellscha un e de Bedingung, daß du eben alls dein Rech übe dich ihm ode ih ab e es . Au diese Weise we den alle Einzelnen eine Pe son und heißen S aa ode Gemeinwesen. So en s eh de g oße Le ia han ode , wenn man liebe will, de s e bliche Go , dem wi un e dem ewigen Go e allein F ieden und Schu z zu e danken haben24." Es e s eh sich, daß Macchia elli, G o ius, Hobbes und, in ge- wissem Sinne ihm olgend, auch John Locke im Zusammenhang mi philosophischen und poli ischen F agen auch ökonomische P obleme e ö e haben. Vo allem in e essie en die mi de Ausdehnung des Wi scha s aumes und de En wicklung de neuen Ve keh s e bin- dungen und Handelswege e olgenden Ma k - und P eis e ände- ungen. Die E schließung neue Bezugsquellen und Absa zwege, de wachsende Beda des S aa es an inanziellen Mi eln ü Hee und Ve wal ung, also S eue wesen und S eue p axis, e ne P i a eigen- um und Kapi al e we ung we den zum Gegens and sachliche und ökonomische Übe legungen. Wie kann de S aa seine Wi scha squellen so e schließen, daß e eich an Geld und Gü e n und unabhängig on äuße en Ein lüssen wi d? Dies is die wi scha spoli ische F age de Me kan ilis en und 22 a.a.O., S. 192. 23 a.a.O., S. 190. 24 a.a.O., S. 205/206. 2* OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.82.5.513 | Gene a ed on 2023-04-04 11:31:47 20 He be Schack 532 Kame alis en, d. h. de Wi scha spoli ike zu Zei de absolu en Fü s ens aa en. Die ielen p oduk i en Gedanken, noch unsys e- ma isch diesem und jenem ökonomischen P oblem gewidme , d ängen ö mlich zu sys ema ische Zusammen assung in eine Wissenscha on de S aa s- und P i a wi scha . Neben solchen heo e ischen, p ak isch-poli ischen E ö e ungen inden wi in diesen Jah hunde en auch sozial-ökonomische speku- la i e, die E ah ungsWi klichkei übe liegende, die Zukun o weg- nehmende u opische Ideen und Da s ellungen. De a ionale Mensch is in seinem sachlichen, analysie enden und kons uie enden Denken au das Mögliche und Zue möglichende ausge ich e . E s ich die möglichen Bedingungen, die U sachen und G undbeziehungen e;™es Gegens andes ode Vo ganges und diesen wiede um aus seinen Elemen en au zubauen, ihn nach Maßgabe de gewonnenen Sach- und Fachkenn nisse zu kons uie en. Nun kann abe Mögliches jeweils nu du ch Wi kliches e möglich bzw. e wi klich we den. Diese Zu- kun kann nu übe die Gegenwa e eich , he angehol we den, übe gegebene und e ügba e Kenn nisse und ma e ielle Mi el. Auch diese haben eilich, be o sie e ügba gewo den sind, dem Denken o ausgelegen und o e s nu in Ahnung und Vo s ellung bes anden. Doch nun sind sie da, gegenwä ig, o handen, e ügba . Man kann sie eilich in de Vo s ellung behal en und das zu E - möglichende dann auch nu mi möglichen Kenn nissen und Mi eln sich e wi klichend denken. An sich e äh jede Vo ausdenke , En decke und E inde so, wenn e im Geis e den ganzen Be eich des Möglichen, de möglichen Zwecke, de möglichen Mi el, de möglichen Bes immungen, de möglichen Bedingungen absch ei e . Denk e abe die Dinge, die e e möglichen bzw. e wi klichen will, mi Mi eln und Me hoden e wi klich , die ielleich nie e ügba sein we den, so is solches Denken u opisch. Thomas Mo us e ö en lich im Jah e 1516 seinen „ni gendwo" (ou opos: kein O ) spielenden Roman „De op imo s a u ei publicae deque no a insula U opia". Es olgen „De Sonnens aa " („Ci a del Sole") on Thomas Campanella und „No a A lan is" on F ancis Bacon, de — en sp echend seine Hochschä zung de Na u wissen- scha en („Wissen is Mach ") — das Zukun sbild eine Gesellscha en wi , welche sich des ausgeb ei e s en Wissens und de g öß en echnischen E ungenscha en e eu . In diesen u opischen Da s el- lungen, in denen de wah e S aa , eine ge ech e Gesellscha s- und Wi scha so dnung, die uni e selle ki chliche He scha , eine g an- diose Technik geschilde we den, inden sich Ve s andes- und Ve - nun p inzipien au eigena ige Weise e bunden. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.82.5.513 | Gene a ed on 2023-04-04 11:31:47 533 Wesen und U sp ung de Wi scha s- und Sozialphilosophie 21 Wäh end die Ve nun p ak isch au ein Op imum, au Vollendung und Vollkommenhei , ge ich e is , ziel de Ve s and au ein Maxi- mum. Dieses kann sich au Dinge, Ein ich ungen, Leis ungen und E zeugnisse beziehen. Ra ionale U opien s ellen uns das Bild des mäch igs en, g öß en, gewal igs en Reiches, de in elligen en bes en Gesellscha , de planmäßigs en s aa lichen Regelung, de zweck- mäßigs en O ganisa ion, de wei g ei ends en Na u behe schung und des g öß en Reich ums o Augen. Die poe ische Da s ellung des Maximalen in Gesellscha , S aa , Technik, Wi scha wi d am Ende wohl du ch den Wunsch und Willen bes imm , das Op imum mensch- liche O dnung zu zeigen. Man glaub jedoch, das Op imale nu in maximalen Dimensionen e wi klichen zu können. Wenn wi on K euzungspunk en de philosophischen und einzel- wissenscha lichen En wicklung sp achen, so ha en wi nächs de geis igen Bewegung des 16. und 17. Jah hunde s die „Au klä ung66 und einen ih e Haup e e e , J. J. Rousseau, o Augen. Diese Denke e dien deswegen ein besonde es sozialphilosophisches In e - esse, weil in ihm de kons uk i e a ionale Geis , eigena ig on eine i a ionalen, emo ionalen, ge ühlsmäßigen G undhal ung ge- agen, he o agend zum Ausd uck komm , und weil seine kon- s uk i en Ideen, ges ü z du ch das I a ionale, eine mäch ige p ak- isch-poli ische Auswi kung gehab haben. Von Na u seien die Menschen gleiche weise in ih en Anlagen und Fähigkei en ü eine eie Lebensges al ung ausges a e : „L'homme es né lib e." Die U sache alle sozialen Übel, alle Un eihei und Unge ech igkei liege in e keh en gesellscha lichen Ve häl nissen. Die poli ische und soziale G und o de ung lau e dahe : Ände die gesellscha liche O dnung, und ih s ell die F eihei wiede he ! Die menschliche Gesellscha könne nu du ch den e s ändigen Zu- sammenschluß, du ch Einigung übe ih e Mi el und Ziele zu eie Selbs behaup ung kommen. Das p ak isch-poli ische P oblem sei also: „Wie inde man die O dnung, in de die Gemeinscha mi ih e ge- sam en K a ih e Angehö igen und Zugehö igen schü z und diese wiede um sich eiwillig dem Ganzen un e o dnen24?" Rousseau sieh die s aa spoli ische Lösung dieses P oblems in de Demok a ie. So is es gewiß in seinem Sinne gewesen, wenn es in de ame ikanischen Ve assung on 1776 heiß : Die Regie ung beda de Zus immung de Regie en. Ande e sei s üh en die Ideen Rousseaus ge adewegs in einen poli ischen und ökonomischen To ali a ismus. De Einzelne begib sich seine Redi e zuguns en des Gemeinwillens, de „ olon é géné ale". „De Mensch e lie du ch den Gesellscha s- e ag seine na ü liche F eihei und ein unbesch änk es Rech au OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.82.5.513 | Gene a ed on 2023-04-04 11:31:47 22 He be Sdiack 534 alles, was e e eichen kann. E gewinn dagegen die bü ge liche F eihei und das Eigen um an allem, was e besi z ." „F ei sein heiß , dem Gese ze geho chen, welches man sich selbs o sch eib 25." Rousseau se z die Übe eins immung des pe sönlichen und des all- gemeinen Willens o aus. Au die Daue sei solche Übe eins immung alle dings nu du ch eine den allgemeinen Willen ( olon e géné ale) e kö pe nde sou e äne Regie ung möglich. „De Bü ge is alle Diens e, welche e dem S aa leis en kann, so e n als de Sou e än dieselben e lang , zu leis en schuldig; abe de Sou e än kann seine - sei s die Un e anen mi nich s belas en, was de Gemeinhei unnü z is ; e kann dieses nich einmal wollen, denn es mach sich un e dem Ve nun gese ze ebensowenig e was ohne U sache als un e dem Na u gese ze26." In seinen poli ischen und wi scha spoli ischen Ideen eil Rousseau seine Zei wei o aus; so mi diese Fo de ung: „Be ölke eue Land gleich ö mig, laß eine lei Rech übe all gel en, b ing übe all Leben und Übe luß hin, so wi d eue S aa de s ä ks e und zu- gleich de bes möglich egie e we den. Denk da an, daß die Maue n de S äd e nu aus den T ümme n de Landwohnungen gebau we - den. So o ich einen Palas in de Haup s ad e bauen sehe, glaube ich, daß man die S eine dazu aus allen Do häuse n he ausgenommen habe." Noch in einem ande en Gedanken nimm Rousseau spä e e sozio- logische, sozialphilosophische, ja exis enzphilosophische Ideen o weg: Einmal in dem Gedanken de menschlichen Selbs en emdung. De na ü liche Mensch habe sein Leben in sich selbs ; dagegen: „De gesellscha liche Mensch is niemals bei sich selbs anzu e en und leb nu in de Meinung ande e ; nu de en U eil gib ihm, möch e man sagen, das Ge ühl seine eigenen Exis enz." Es liege jedoch nich in de Absich des Ve asse s, zu zeigen, „wie aus eine solchen Geis esbescha enhei und bei so schönen Anweisungen zu Mo ali ä so iel Gleichgül igkei gegen das Gu e und das Böse en sp ing ". „Ich begnüge mich dami , daß ich bewiesen habe, de Mensch be inde sich hie nich in seinem u sp ünglichen Zus ande; es behe sche ihn nu de Geis de Gesellscha und de Ungleichhei und e ände e in ihm alle na ü lichen Neigungen27." Die g oße und zunehmende Bedeu ung empi ischen, sachlich- a io- nalen Denkens zeig sich in de o sch ei enden Di e enzie ung und 25 J. J. Rousseau, Ausgewähl e We ke in sechs Bänden, S u ga o. J., Bd. 6 („Übe den Gesellscha s e ag"), S. 23. 26 a.a.O., S. 31/32. 27 Ebda., „Abhandlung übe den U sp ung und übe den G und de Ungleich- hei un e den Menschen", S. 205. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.82.5.513 | Gene a ed on 2023-04-04 11:31:47 535 Wesen und U sp ung de Wi scha s- und Sozialphilosophie 23 Spezialisie ung de Wissensgebie e und Wissenszweige. Nachdem die Na u , die Gesellscha und de S aa mannig al ige Analyse un e - wo en wo den sind, wi d Ende des 18. Jah hunde s auch die Wi - scha als ein E kenn nisobjek aus de gesellscha lichen E ah ungs- wi klichkei he ausgehoben und aus den ih eigenen Bedingungen zu beg ei en gesuch . F ançois Quesnay, neben Adam Smi h de Beg ünde de Wi - scha swissenscha , geh in seinem me hodischen und sys ema ischen Denken eine sei s on de na u ech lichen Idee eine „deu lich und kla e kennba en", übe all und imme gül igen Lebenso dnung aus, ande e sei s on na u wissenscha lichen, physiologischen und medizi- nischen E kenn nissen („Blu k eislau "). Fü seine dem Abs ak en abgeneig e Denkweise is es cha ak e is isch, daß e das Na u ech nich im Sinne eines „Redi es alle au alles" e s anden wissen will: Das na ü liche Redi eines jeden Menschen besch änk sich „au den An eil, den e sich du ch seine A bei e scha en kann". (De Fak o A bei wi d dann on Adam Smi h zum Ausgangspunk seine Un e - suchungen genommen.) Die na ü liche, posi i e Gesellscha so dnung s imm nach Ques- nay mi de physischen O dnung übe ein. Sie is „ ü das Mensch- geschlech o enba am o eilha es en". „Alle Menschen und alle menschlichen Gewal en müß en diesen on dem höchs en Wesen au - ges ell en obe s en Gese zen un e wo en we den: sie sind un e - ände lich und un e b üchlich und die bes möglichen Gese ze; in olge- dessen das Fundamen de ollkommens en Regie ung und die G und- egel ü alle posi i en Gese ze28." Quesnay, wie üb igens auch Adam Smi h, is übe zeug , daß sich ein im Sinne na u ech liche P inzipien en wickelndes gesellscha liches und wi scha liches Zusammenwi ken zu bes en und zweckmäßigs en O dnung ges al en muß. Bewuß ode unbewuß olgen so die Beg ünde de Wi scha s- und Sozialwissen- scha en de on Leibniz ausgesp ochenen Idee eine „p äs abilie en Ha monie". Die G undlage de om Schöp e alle Dinge ins We k gese z en O dnung sei die menschliche F eihei , eilich eine ech e s andene F eihei . Die Vo eile de na ü lichen und höchs en Gese ze seien an die „bes e Wahl de F eihei " gebunden. „De Mensch kann sich e - nün ige weise dem Geho sam, den e diesen Gese zen schulde , nich en ziehen; sons wä e seine F eihei nu eine ihm selbs und den ande en schädliche; es wä e nu die F eihei eines Sinnlosen, die bei 28 F . Quesnay, Allgemeine G undsä ze de wi scha lichen Regie ung eines acke bau eibenden Reiches. Sammlung sozialwissenscha liche Meis e . H sg. on H. Waen ig, Jena 1921, S. 19. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.82.5.513 | Gene a ed on 2023-04-04 11:31:47 24 He be Schack 536 eine gu en Regie ung du ch die Au o i ä de posi i en Gese ze de Gesellscha im Zaum gehal en und zu ech gewiesen we den muß29/6 Das wi scha swissenscha liche P oblem, das sich Quesnay s ell , is die Analyse de na ü lichen ökonomischen O dnung eine (jene Zei en sp echenden) Klassengesellscha . Angenommen, ein Volk in einem g oßen Wi scha sgebie gliede e sich in eine p oduk i e Klasse, d. h. die Klasse de landwi scha lich ä igen Menschen, e ne in die Klasse de G undeigen üme , d. h. de He sche und Zehn - he en, und in die Klasse de Gewe be eibenden. Wie e eil sich dann das jäh lich e zeug e B u o-P oduk ? Wie is de Gü e k eis- lau ? Wie wi d das Sozialp oduk („p odui ne ") e a bei e und e - wende ? Wie e olg seine Rep oduk ion? Wi dü en diese F agen unbean wo e lassen. Denn uns in e essie hie nu die F age- s ellung als solche. Wi woll en die Gedankenlinien au zeigen, du ch de en wechsel- sei ige Ve bindung eine me hodisch be iebene Wi scha s- und Sozialphilosophie möglich gewo den is . Sinn olle Deu ung de Lebens- e ah ung, Besinnung au die Ve nun p inzipien und wissenscha - liche E kenn nisse bilden die G undelemen e diese au die Lebens- p axis ge ich e en Philosophie. 29 a.a.O., S. 22. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.82.5.513 | Gene a ed on 2023-04-04 11:31:47