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Familienlastenausgleich und Angleichung der sozialen Startbedingungen

Oeter, Ferdinand

Abstract

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Full text

Oe e , Fe dinand A icle Familienlas enausgleich und Angleichung de sozialen S a bedingungen Schmolle s Jah buch ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en P o ided in Coope a ion wi h: Duncke & Humblo , Be lin Sugges ed Ci a ion: Oe e , Fe dinand (1969) : Familienlas enausgleich und Angleichung de sozialen S a bedingungen, Schmolle s Jah buch ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en, ISSN 0036-6234, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 89, Iss. 1, pp. 33-59, h ps://doi.o g/10.3790/schm.89.1.33 This Ve sion is a ailable a : h ps://hdl.handle.ne /10419/291182 S anda d-Nu zungsbedingungen: Die Dokumen e au EconS o dü en zu eigenen wissenscha lichen Zwecken und zum P i a geb auch gespeiche und kopie we den. Sie dü en die Dokumen e nich ü ö en liche ode komme zielle Zwecke e iel äl igen, ö en lich auss ellen, ö en lich zugänglich machen, e eiben ode ande wei ig nu zen. 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P oblems ellung Die F age, ob die So gep lich ü Kinde eine sozial ele an e und on de Gese zgebung in Fo m eines sys ema ischen Familienlas en- ausgleichs (FLA) zu be ücksich igende Belas ung da s ell , wi d in de BRD noch imme uneinhei lich bean wo e . So wa nen neolibe ale Au o en hinsich lich des Familienlas enaus- gleichs o eine „G enze, an de Hil e ko umpie "1. Demgegenübe bezeichne e Macken o h in seinem wegweisenden Vo ag übe „die Re o m de Sozialpoli ik du ch einen deu schen Sozialplan" den FLA als „die sozialpoli ische G oßau gabe des 20. Jah hunde s", de en „Rich maß nich e gangene Ve lus , sonde n eine gegenwä ige Lei- s ung" sei: „die Las en ü das Au b ingen de jungen Gene a ion, ohne die kein Volk und keine Kul u ih e We e e hal en und adie- en können, müssen ge ech e eil we den, so daß das Volk nich du ch eine alsche Ve eilung diese Las en seinen Bes and ge äh - de "2. j Als Diskussionsbasis soll e diese Fo mel ü alle akzep abel sein, die Poli ik nich nu als Ve e ung einsei ige Gegenwa sin e essen ohne Rücksich au die Gesam gesellscha und die kün ige En wick- lung diese Gesellscha be ach en. Die En scheidung übe gegebenen alls e o de liche gese zliche Maß- nahmen eng sich dadu ch au olgende F ages ellungen ein: 1. Bes eh eine alsche Ve eilung on Las en, die den Bes and de Gesellscha ge äh de ? 1 Hans Willge od : De Familienlas enausgleich im Rahmen de Sozial e o m. O do VIII (1956) S. 136. 2 Ge ha d Macken o h: Die Re o m de Sozialpoli ik du ch einen deu schen So- zialplan. Sch i en des Ve eins ü Socialpoli ik. Neue Folge Band 4. Be lin 1952. Zi ie nach Wiede abd uck in: E ik Boe che : Sozialpoli ik und Sozial e o m. Tü- bingen 1957. S. 61. 3 Schmolle s Jah buch 89,1 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.89.1.33 | Gene a ed on 2023-04-04 11:43:36 34 Fe dinand Oe e 2. Wenn ja, du ch welche ko igie ba en Abläu e is es dazu gekom- men? 3. Welches sind die zweckmäßigs en Maßnahmen zu Ko ek u die- se alschen Belas ung? 4. Wie lassen sie sich am eibungsloses en in das gel ende Abgaben- und Leis ungssys em de Gesellscha ein ügen? II* Das olkswi scha liche Regene a ionsp oblem 1. Al enlas und Familienlas Die sachge ech e Bean wo ung diese F agen e o de einige ku ze his o ische Vo beme kungen: De Ze all de Familie als Be iebs- s ä e und P oduk ionseinhei ha e gegen Ende des 19. Jah hunde s in Deu schland zu eine hochg adigen Ve elendung de al en und k anken A bei e ge üh , so daß sich de Gese zgebe zum Au bau on Ve so gungsein ich ungen gezwungen sah. Ih Cha ak e als „Ve - siche ung" wa — zumindes au dem Teilgebie de Al e s en en — on o nhe ein p oblema isch, weil es ganz ak uell da um ging, eine „al e Las " zu übe nehmen und auch do Ren enleis ungen zu gewäh- en, wo keine lei ode doch e siche ungsma hema isch nu öllig un- zu eichende Vo leis ungen eingeb ach wo den wa en. Vo allem sei dem E s en Wel k ieg ha sich das Sys em au imme wei e e Be ölke ungsk eise ausgedehn und schließlich nach zweimali- gem Ve lus de Rücklagen so s abilisie , daß die Bei äge de im Leis ungsal e s ehenden Ve siche en jeweils imme wiede so o an die Ren enbe ech ig en ausgezahl we den. Dabei wi d lediglich du ch das sog. Abschni sdeckungs e ah en imme nu ein gewisse S abili- sie ungs onds au ech e hal en. Im Gegensa z zu „Al e slas " wu de die „Familienlas " e s ela i spä als sozialpoli isches P oblem e kann , d.h. de Zusammenhang zwischen de Ve so gung de (nich meh a bei s ähigen) Al en und de (noch nich a bei s ähigen) Jungen is e s ganz allmählich ins Bewuß sein de Ö en lichkei ge ück . O enba wu de jeden alls zu- nächs nich e kann , daß du ch das Ausscheiden de Kinde und meh und meh auch de Jugendlichen aus dem ehedem mi de Familie in eg ie en P oduk ionsp ozeß sowie du ch den Au - und Ausbau des Schul- und Ausbildungswesens eine ganz spezi ische Belas ung de Familie en s anden is , wie es sie in diesem Um ang und in diese Höhe in de Ve gangenhei niemals gegeben ha . Nich minde bedeu sam als die En s ehung eines p imä unp oduk- i en Ausbildungswesens, das ähnlich de „Umwegp oduk ion" e s in OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.89.1.33 | Gene a ed on 2023-04-04 11:43:36 Familienlas enausgleich und Angleichung de sozialen S a bedingungen 35 einem sekundä en Sek o de menschlichen Wohl ah dienende Gü e e zeugen hil , is abe ein wei e e , de Ö en lichkei bishe wei ge- hend e bo gen gebliebene Vo gang: Die Regene a ion de Be ölke- ung (und dami des P oduk ionsmi els „A bei ") e läu äuße s un e schiedlich, denn zwei D i el de das Fo p lanzungsal e du ch- lau enden E wachsenen ziehen nu bis zu zwei Kinde n au und ege- ne ie en dabei ih e Ausgangszahl nu e wa zu Häl e. Wenn gleich- wohl die Be ölke ungszahl de Bundes epublik gegenwä ig leich zu- nimm , so ha das — neben eine e heblichen Zuwande ung — seine U sache da in, daß ein D i el de Be ölke ung mi d ei und meh Kinde n seinen zahlenmäßigen Bes and annähe nd e doppel . Die indi iduelle „Familienlas 66 di e ie au diese Weise zwischen dem Nullwe (bei Kinde losen) und einem We , de die — je nach Ve - b auchseinkommen bzw. soziale S ellung — un e schiedlichen Lebens- hal ungskos en des El e npaa es ganz e heblich übe sch ei e (Fami- lien mi d ei und meh Kinde n). Rein zahlenmäßig is die gesam e „Familienlas " au jeden Fall nich kleine als die gesam e „Al e slas "; denn einem An eil de Al en on übe 65 Jah en on 12,3 % (1967) s ehen mi 22,9 % as doppel so iel Kinde un e 14 Jah en gegenübe . Dabei liegen die Lebens- hal ungskos en nu bei den Säuglingen und Kleinkinde n un e denen al e Menschen, wäh end bei den g öße en Kinde n die Summe on Lebenshal ungskos en und Ausbildungskos en wei übe dem Aus- gabenbeda al e Menschen liegen dü e. Das gil in e s ä k em Maße ü die in den o s ehenden Ve häl niszahlen nich en hal enen Jugendlichen in wei e üh ende Ausbildung. 2. Die di e enzie e Fo p lanzung und ih e soziokul u ellen Folgen Übe die aus den un e schiedlichen Kinde zahlen esul ie enden Be- las ungsun e schiede gib die S a is ik o e s nu seh wenig Aus- kun . Nach de F auenenque e de Bundes egie ung3 gab es am 6. Juni 1961 in de BRD und 6,5 Mill. Mü e mi und 11 Mill. Kin e n un e 14 Jah en. Rund 54% diese Mü e ha en nu 1 Kind un e 14 Jah- en, und 30% de en 2 und und 16% 3 und meh . Eine wei e e S a is ik de F auenenque e, die alle noch in de el e - lichen Familie lebenden Kinde einbezieh und und 10,7 Mill. Mü e 9 Be ich de Bundes egie ung übe die Si ua ion de F auen in Be u , Familie und Gesellscha . Deu sche Bundes ag, 5. Wahlpe iode, D ucksache V/909, S. 322 und 323 (F auenenque e). 3* OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.89.1.33 | Gene a ed on 2023-04-04 11:43:36 36 Fe dinand Oe e und 19,4 Mill. Kinde um aß , komm au und 50% Mü e mi 1 Kind, und 31 °/o Mü e mi 2 Kinde n und und 19 % Mü e mi 3 und meh Kinde n4. Nach diese S a is ik e so g en die 19% Mü e mi 3 und meh Kinde n und 38 % alle e aß en Kinde . Gleichwohl gib auch diese zwei e S a is ik ebenso wie die e s e le- diglich einen ak uellen Que schni , gewisse maßen eine Momen au - nahme. Sie gib also keine lei Auskun da übe , wie lang de Lebens- abschni is , wäh enddessen die Mü e ü Kinde so gen müssen bzw. wie lange sie nich in de Lage sind, die E äge ih e A bei s- k a ü ih e eigenen Bedü nisse und ü ih eigenes Wohle gehen zu e wenden, und sie gib somi auch keine lei Auskun da übe , wie es um die Gesam las s eh , die die einzelnen Mü e zu agen haben. Eine solche Aussage wi d ielmeh e s möglich, wenn die Mo- men au nahme de Que schni sbe ach ung du ch eine Längsschni - be ach ung e gänz wi d. De a ige Längsschni un e suchungen ehlen bishe in de o iziel- len S a is ik. Au meine Bi e un e such e dahe das spä e e Mi glied de Sozial- enque ekommission Ka l F eudenbe g be ei s 1955 die F auenjah - gänge on 1903 bis 1908 und kam dabei zu olgendem E gebnis: 28°/o diese F auen blieben kinde los au 20% de F auen mi 1 Kind en ielen wenige als 10% alle Kinde au 21% de F auen mi 2 Kinde n en ielen wenige als 22% alle Kinde au 13 % de F auen mi 3 Kinde n en ielen wenige als 21 % alle Kinde au 8% de F auen mi 4 Kinde n en ielen wenige als 17% alle Kinde au 10% de F auen mi 5 Kinde n und meh en ielen meh als 30% alle Kinde . Da diese Zahlen aus einem e häl nismäßig unzu eichenden Ma e- ial lediglich au dem Wege de Ex apola ion gewonnen we den konn- en, ha F eudenbe g au ih e Ve ö en lichung e zich e . E s ell e abe dann au G und spä e e , mi exak en Un e lagen gewonnene Zahlen es , daß zwei D i el de Kinde on nu einem D i el de Mü e abs ammen5. Dieses E gebnis wu de e s neue dings on de o iziellen S a is ik bes ä ig . Danach haben on den Ehen, in denen die F au bei de Hei a noch keine 50 al wa , 64% höchs ens zwei und 36% d ei und meh lebendgebo ene Kinde , abe au die Ehen mi bis zu zwei Kinde n en allen nu 39,7 %, au die Ehen mi d ei 4 F auenenque e, a.a.O. S. 323. 5 Ka l F eudenbe g: Die quan i a i e Be ach ung des gene a i en P ozesses. In: Die ökonomischen G undlagen de Familie. Ges. ü Sozialen Fo sch i . Be lin 1960. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.89.1.33 | Gene a ed on 2023-04-04 11:43:36 Familienlas enausgleich und Angleidiung de sozialen S a bedingungen 37 und meh Kinde n dagegen 60,3 de Kinde 6. Da die S a is ik au Ehen und nich au Mü e abs ell , bleib unbe ücksich ig , daß die gleichen F auen mögliche weise in e schiedenen Ehen eine g öße e Zahl Kinde gebo en haben, so daß sich das o s ehende Zahlen e - häl nis noch in Rich ung au die s ä ke e Massie ung de Kinde e - schieb . „Gäbe es keine Ehen mi d ei und meh Kinde n, sonde n hä en auch diese Ehen nu zwei lebendgebo ene Kinde , so wü den ... an de ü die Bes andse hal ung de Be ölke ung e o de lichen Mindes zahl und 16% ehlen. Gäbe es keine Ehen mi 4 und meh Kinde n, so wü de die ü die Bes andse hal ung de Be ölke ung e - o de liche Mindes zahl ge ade noch e eich . Die Familien mi 4 und meh Kinde n bilden gegenwä ig die Vo ausse zung ü das leich e Be ölke ungswachs um7." Leg man die Gesam zahl de F auen einschließlich de kinde losen zug unde, so e gib sich, daß zwei D i el de physischen, psychischen und ökonomischen Leis ungen, die mi dem Au wachsen de Nach olge- gene a ion zwangsläu ig e bunden sind, au nu 30% alle F auen en allen. Allein bei den on diesen F auen lohnlos e b ach en P lege- leis ungen handel es sich um Millia denwe e. Die Leis ungsp lich diese F auen besch änk sich zudem nich wie bei ein und zwei Kin- de n au einen ela i ku zen Lebensabschni , sonde n um aß den g öß en Teil ih e gesam en Leis ungsphase. E ek i wi d au diese Weise jede sinn olle Lebensplanung diese Mü e in F age ges ell . Das gil o allem hinsich lich de in de Ö en lichkei neue dings imme nachd ückliche e hobenen Fo de ung, daß eine F au solange au E we bsa bei e zich en solle, wie ih e Zei und A bei sk a du ch die P lege und E ziehung de Kinde beansp uch we de, und daß sie da ü spä e in den Be u zu ückkeh en solle, wenn die Kin- de das Haus e lassen haben. In Wi klichkei ha sich demgegenübe die Zahl de in abhängige S ellung e we bs ä igen Mü e mi noch zu e so genden Kinde n in den zwöl Jah en on 1950 bis 1962 meh als e d ei ach 8, wäh end die Quo e de abhängig beschä ig en F auen mi ca. ün zig Jah en sp ungha absink 9, d. h. ge ade zu dem Zei punk , an dem Kinde no male weise das Haus e lassen ha- ben und keine A bei meh e u sachen. Diese T end wü de e mu lich noch deu liche zum Ausd uck kom- men, wenn die S a is ik besse au geschlüssel wä e und nich nu nach 6 Be ich de Bundes egie ung übe die Lage de Familien in de Bundes epublik Deu schland. Deu sche Bundes ag, 5. Wahlpe iode, D ucksache V/2532, S. 40 (Fa- milienbe ich ) . 7 Familienbe ich , a.a.O. S. 40. 8 Familienbe ich , a.a.O. S. 61. 9 F auenenque e, a.a.O. S. 63, Tex abelle 9. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.89.1.33 | Gene a ed on 2023-04-04 11:43:36 38 Fe dinand Oe e den G uppen ledig, e hei a e , sowie e wi we und geschieden, son- de n auch nach de un e schiedlichen Kinde zahl de Mü e di e en- zie en wü de. Nich minde bedeu sam ü die Sozials uk u de Ge- sellscha is , daß de An eil de Kinde , die eine quali izie e Ausbil- dung e hal en, mi de Geschwis e zahl e heblich absink . Nach eine Un e suchung on Jü gens s eig de An eil de Volksschüle (Obe - s u e) on 61% bei Familien mi 1 Kind au 77% bei Familien mi 6 und meh Kinde n, wäh end de jenige de Kinde , die eine Real- schule besuchen, on 19 au 11 und de jenigen, die das Gymnasium besuchen, on 20 au 13 absink 10. Da jedoch ein g oße Teil de ge- schwis e eichen Kinde die Obe s u e de Volksschule übe haup nich e eich , so daß sie in diesen Ve gleichszahlen nich en hal en sind, e schieb sich das Chancen e häl nis ü den Besuch eine wei- e üh enden Schule noch e heblich zu unguns en de Kinde mi meh- e en Geschwis e n. Ganz allgemein gil , daß auch die e olg eichen Volksschüle eine ela i nied ige Geschwis e zahl haben, wäh end die e olglosen o wiegend geschwis e eich sind. Dami is wei gehend auch eine ganz e hebliche Chancenungleichhei ü den spä e en Be- u se olg gegeben. Besonde s k aß sind die Un e schiede beim Besuch on Hochschulen. Eigene Un e suchungen anhand des om Deu schen S uden enwe k he ausgegebenen Zahlenma e ials e gaben, daß de p ozen uale An eil de jenigen, die ein Hochschuls udium absol ie en, bei Pe sonen mi 4 und meh Geschwis e n nu e wa ein Zehn el desjenigen bei Pe so- nen ohne Geschwis e be äg . Die „Chance zu s udie en" is also ü die Gesam hei de Einzelkinde im Du chschni zehn mal g öße als ü die Gesam hei de Kinde mi 4 und meh Geschwis e n11. Hie bei is jedoch zu be ücksich igen, daß die Bildungschancen de Kinde mi meh e en Geschwis e n um so wenige beein äch ig we - den, je höhe die Sozialschich is , de die Kinde en s ammen12. Hie - aus is iel ach o schnell ge olge wo den, daß die Begabung in den un e en Sozialschich en nich ü eine quali izie e Ausbildung aus- eiche. Dem wide sp ich jedoch be ei s die E ah ung, daß es zahl- eichen Einzelkinde n und imme wiede auch einmal einem ode meh- e en Kinde n aus eine kinde eichen Familie de un e en Sozial- schich geling , bis zu den höchs en Posi ionen in Wissenscha , Kul u und Poli ik au zus eigen. 10 H. "W. Jü gens: Familieng öße und Bildungsweg de Kinde . Zi . nach Fami- lienbe ich , a.a.O. S. 78. 11 Fe dinand Oe e : We s udie heu e in de Bundes epublik? Die Mi a bei . He 7/1959. 12 Familienbe ich , a.a.O. S. 78 . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.89.1.33 | Gene a ed on 2023-04-04 11:43:36 Familienlas enausgleich und Angleichung de sozialen S a bedingungen 39 O enba wi d also die En al ung on Begabung du ch schich enspe- zi ische Ein lüsse e heblich in posi i e ode nega i e Hinsich be- ein luß . Au diese F age soll in ande em Zusammenhang noch einmal eingegangen we den. 3. Folgen de F ühehe Besonde e P obleme e wachsen aus de sei länge e Zei zu beob- ach enden Vo e legung des Hei a sal e s und de häu ig ge ade in diesen Ehen besonde s schnellen Gebu en olge. Un e s ell man, daß Kinde , die spä e als sieben Mona e nach de Eheschließung gebo en we den, ehelich emp angen wu den, dann sind be ei s 40% alle E s - gebo enen o ehelich gezeug . Von den im e s en Ehejah Gebo enen sind es soga und 70 %13. Hie aus geh eindeu ig he o , daß ein ganz e hebliche Teil de Eheschließungen un e dem D uck eine be- ei s bes ehenden Schwange scha e olg . Dabei ehl es in seh ie- len Fällen an aus eichenden wi scha lichen G undlagen. We den nun in diesen Ehen in schnelle Folge wei e e Kinde ge- bo en, so wi k sich nich nu de Mangel an aus eichendem Wohn- aum, sonde n in gleichem Maße auch das ehlende Ve s ändnis und die ehlende Übung in de Wi scha s üh ung bald in ka as ophale Weise aus. Die Hauseigen üme ode Haup mie e , bei denen die jun- gen Ehepaa e in Un e mie e wohnen, e suchen sich ih e als S ö - elemen e zu en ledigen. Viel ach we den sie in Übe gangsheime einge- wiesen ode inden nu ähnliche, öllig unzu eichende No un e kün e. Dabei gelangen sie nich sel en in ein ausgesp ochen asoziales Milieu14. Viele de Mü e kapi ulie en un e diesen Ums änden schließlich o den sich imme s ä ke au ü menden Schwie igkei en und lassen sich meh ode minde on den Ve häl nissen eiben. Die Wohnung e wah los . Nich sel en e hal en die Kinde nich einmal ein wa mes Mi agessen, sonde n Backwa en und Süßigkei en. Ein Teil de Mü e und zahl eiche diese Vä e e allen dem Alkoholismus und dem un- mäßigen Ziga e enkonsum. Gesundhei ss ö ungen de e schieden- s en A b ei en sich aus. Dabei is die inanzielle Lage diese Familien nich einmal beson- de s schlech , denn die Ausgaben ü die Wohnung sind minimal und das A bei seinkommen nich sel en übe du chschni lich, es wi d eben nu wenige a ionell als in den geo dne en Familien e we e . 13 Hans Ha msen: Demog aphische S uk u p obleme in Eu opa. In: Richa d Kepp und Helmu Koes e (H sg.): Emp ängnis e hü ung aus Ve an wo ung. S u ga 1968. 14 Hans Ha msen: Soziale Leis ungsschwäche e o de ak i e Familienplanung. Gesundhei s ü so ge, He 2/1967. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.89.1.33 | Gene a ed on 2023-04-04 11:43:36 40 Fe dinand Oe e Die Resozialisie ung diese Familien is demzu olge auch e s in zwei e Linie ein inanzielles P oblem. En scheidend is ielmeh ne- ben de Umse zung in geeigne e Wohnungen eine sys ema ische Um- e ziehung. Dabei e geben sich nach Hans Ha msen, de sich u. a. auch au englische E ah ungsbe ich e s ü z , besonde s au psychologischem Gebie g öß e Schwie igkei en14. Vo allem e weis sich imme wiede , daß die F auen allen an sie he ange agenen An egungen mi g öß em Miß auen begegnen. Die Ve e e de Fü so geein ich ungen we den on ihnen iel ach nu als „Schnü le " be ach e , die sich in ih e höchs p i a en Ein ich ungen einmischen und die angeblich nu da an in e essie sind, ihnen alsche Haushal s üh ung nachzuweisen, um de Sozialbehö de Kos en zu spa en. Diese Vo s ellung, daß es de Sozialbehö de ga nich um ech e Hil eleis ung gehe, is nu äuße s schwe zu besei igen. Am ehes en geling es noch einem A z , das Ve auen diese F auen zu gewinnen. Wie Ha msen im einzelnen be- g ünde , können Daue e olge übe haup nu du ch sys ema ische Teama bei e eich we den. Soziala bei e , Psychologen und Ä z e müssen dabei Hand in Hand a bei en. En scheidend is , daß es geling , den wei e en une wünsch en Kinde segen als die eigen liche Quelle des Elends abzus oppen. G undsä zlich soll e man es abe ga nich e s sowei kommen lassen. Das is nu möglich, wenn es geling , die- sen No s änden ech zei ig p ophylak isch zu begegnen. Es muß also anges eb we den, daß alle in ungüns igen sozialen Ve häl nissen le- benden Ehepaa e — und das gil g undsä zlich ü alle noch seh jun- gen Paa e ohne die e o de liche Lebens ei e — spä es ens nach de o schnellen Gebu des zwei en Kindes sys ema isch ä z lich be a en und mi de Anwendung siche e Me hoden de Konzep ions e hü ung e au gemach we den. Nach Möglichkei soll e dabei eine lau ende Be euung e olgen. Ein P oblem on g öß e soziologische und medizinische T ag- wei e bilden die Kinde diese Familien. E s aunliche weise machen sie, wenn sie nich ge ade k ank sind, häu ig einen ha monischen und ge adezu glücklichen Eind uck. Das is nu ü den e wunde lich, de sich in de Psychologie des Kindes, o allem des Kleinkindes, nich auskenn . Diese Kinde emp inden nämlich noch nich s on ih e sozia- len Deklassie ung und genießen ganz unkomplizie jene „Nes wä me", die ihnen in diesem Milieu schon du ch das enge Beieinande zahl ei- che Menschen o iel unmi elba e als un e gehobenen sozialen Ve häl nissen zu eil wi d. Bei nähe e Beschä igung mi diesen Kinde n äll alle dings bald au , daß sie in ih e geis igen En wicklung s a k e a die sind und nu übe einen ganz p imi i en Sp achscha z e ügen. So inden sie schon im Vo schulal e kaum Anschluß an ih e besse ges ell en Al e s- OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.89.1.33 | Gene a ed on 2023-04-04 11:43:36 Familienlas enausgleich und Angleichung de sozialen S a bedingungen 47 1. Neu es se zung des S eue a i s, de un e Ve schä ung de P o- g ession on eine linea en Zone (25%) bis zu einem G enzwe on 60 % ans eigen soll. 2. Ausdehnung de linea en Ta i zone on bishe 8 009,— DM au einen Be ag on 12 149,— DM ü den Alleins ehenden. 3. He au se zung des allgemeinen F eibe ages on bishe 1 680,— DM au 3 000,— DM un e gleichzei ige S eichung des Pauschbe a- ges ü Sonde ausgaben und des allgemeinen We bungskos enpausch- be ages. 4. Reduzie ung des Spli ing ak o s ü Ehepaa e on 2,0 au 1,8 und Ein üh ung on „Kinde addi i en", die ü Kinde bis zu 6 Jah- en 0,3 bis zu 14 Jah en 0,6 und übe 14 Jah e 0,9 be agen sollen. Du ch Addi ion de einzelnen Elemen e e gib sich ein Gesam di iso . Du ch diesen wi d das s eue p lich ige Einkommen ge eil und de sich e gebende Be ag de S eue abelle dami mul iplizie , was zu eine wesen lichen Minde ung de S eue schuld bei meh köp igen Familien üh . Eine en sp echende S u en abelle ges a e die unkomplizie e Be echnung, was o allem ü den Lohns eue abzug on Bedeu ung is . Von einem „Übe schußeinkommen on 9 150,— DM (Übe gang on de P opo ional- zu P og essionszone) ü den Alleins ehenden aus- gehend" sollen die Kinde addi i e des Spli ing ak o s in S u en on on 250,— DM — e s malig bei 9 400,— DM — um jeweils l°/00 ab- gebau we den. Diese Abbau wi d dami beg ünde , daß „die mi wachsendem Einkommen s eigende Spa ähigkei in e s e Linie als Spa ähigkei des Einkommensbeziehe s (bzw. des Ehepaa es), nich abe des Haushal s anzusehen66 sei. De Spli ing ak o ü Ehepaa e soll deshalb on 2,0 au 1,8 he - abgese z we den, weil die gemeinsame Wi scha s üh ung des Ehe- paa es zu eine Haushal se spa nis gegenübe Alleins ehenden üh . Eine solche Haushal se spa nis wi d im üb igen auch ü die Familie mi meh e en Kinde n un e s ell , was siche inso e n nich zu i , als Kinde — im Gegensa z zu Ehe au, die auch bei nu häusliche A bei ökonomisch ele an e Leis ungen e b ing — keine zusä zlichen E äge scha en, sonde n lediglich zu eine Belas ung des Haushal s- einkommens üh en. Insgesam wü den die Vo schläge des Bei a es hinsich lich de Fa- milienbes eue ung zu olgenden E gebnissen üh en: Die e höh en F eibe äge bewi ken in den un e en Einkommenss u- en eine absolu e Ve minde ung de S eue las . Demgegenübe komm es be ei s als Folge des höhe en S eue sa zes de P opo ionalzone im Be eiche de höhe en Masseneinkommen zu eine E höhung de S eu- OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.89.1.33 | Gene a ed on 2023-04-04 11:43:36 48 Fe dinand Oe e e be äge ü Alleins ehende und kinde los Ve hei a e e. Als Folge des s eile en Ans ieges im p og essi en Be eich des S eue a i s e - schä sich diese Tendenz noch wei e . Das gil besonde s ü die ho- hen und höchs en Einkommen, zumal hie de G enzs eue sa z on bishe 53 au 60% e höh we den soll. Du ch das e wei e e Spli ing (Familienspli ing) gelangen Familien mi Kinde n in den Genuß on jeweils nied ige en S eue sä zen. Dadu ch wi d den Bedü nissen de Familien in wei höhe em Maße Rechnung ge agen als im bishe igen S eue ech . Das soll du ch die nachs ehenden Zahlenbeispiele e deu lich we den: S eue be äge nach gel endem Rech und nach Vo schlag Bei a BMF (in DM) S eue p lich . Alleins ehend Spli ing Spli ing -J- Kinde * S eue p lich . S eue p lich . Einkommen je z nach je z nach je z nach je z Bei a je z Bei a je z Bei a 3 000,— 245,— 0 0 0 0 0 6 000,— 815,— 750,— 490,— 149,— 0 0 9 000,— 1 392,— 1 500,— 1 060 — 900,— 0 0 12 150,— 2 109,— 2 287,— 1 664,— 1 687,— 432 — 0 15 000,— 2 873,— 3,051,— 2 200,— 2 399,— 968,— 599,— 21 000,— 4 783,— 4 964,— 3 432,— 3 899,— 2 108,— 2 100,— 30 000,— 8 210,— 8 393,— 5 746,— 6 380,— 4 026,— 4 410,— 39 000,— 12 011,— 12 194,— 8 542 — 9 356,— 6 468,-6 725,— 45 000,— 14 683,— 14 867,— 10 630,— 11 560,— 8 384,— 8 268,— 51 000,— 17 433,— 17 631,— 12 862,— 13 898,— 10 458,— 9 820,- 99 000,— 41 288,— 41 489,— 33 468,— 35 132,— 30 512,— 27 115,— 110 000,— 47 009,-47 210,— 38 656,— 40 438,— 35 596,— 32 045,— * 1 Kind un e 6 Jah en, 2 Kinde zwischen 6 und 14 Jah en, 1 Kind übe 14 Jah e. Die Beispiele lassen das Ausmaß de om Bei a ü die un e en Einkommenss u en be ü wo e en S eue senkung e kennen. Allein- s ehende mi einem Einkommen un e 7 000,— DM und Ehepaa e mi einem Einkommen un e 12 000,— DM hä en danach nied ige e S eu- e n als bishe zu zahlen. Obe halb diese G enze wü de de S eue - be ag ü Ehepaa e ohne Kinde als Folge de Ve kü zung des Spli - ing ak o s on 2,0 au 1,8 e heblich s ä ke als ü Alleins ehende ans eigen. In den höhe en Einkommenss u en wü de sich als Folge de Di e enzie ung de Kinde addi i e nach dem Al e de Kinde auch de S eue be ag ü Familien mi Kleinkinde n e höhen. Das gleiche gil hie gene ell ü Familien mi einem und — je nach Einkommens- höhe — auch mi zwei Kinde n höhe e Al e ss u en. Demgegenübe wü de sich die S eue en las ung o allem au die Jah e e lage n, in OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.89.1.33 | Gene a ed on 2023-04-04 11:43:36 Familienlas enausgleich und Angleidiung de sozialen S a bedingungen 49 denen die Kinde e höh e Kos en e u sachen. G undsä zlich wü de sich übe all de Abs and de S eue belas ung (-en las ung) zwischen kinde losen Ehepaa en und Ehepaa en mi un e schiedliche Kinde - zahl ganz wesen lich gegenübe dem gel enden S eue ech e g öße n. De „Ta bes and Ehe" wü de somi s eue lich ge inge zu Buche schla- gen als de „Ta bes and Kinde ", was sowohl soziologisch, wie o allem auch un e Be ücksich igung de s eue lichen Leis ungs ähigkei oll ge ech e ig wä e. Alle dings wü de die He au se zung des F eibe ages auch dazu üh- en, daß die Zahl de Un e hal s e p lich e en, die wede ü das e s e, noch ga ü wei e e Kinde S eue e mäßigung e hal en, wiede e was ans eigen wü de. Dadu ch wü de die om Familienminis e ium und den Familien e bänden e hobene Fo de ung nach Ausdehnung des Kinde geldes au alle Zwei - und mögliche weise auch au E s kinde e heblich an Gewich gewinnen. Das e dien um so meh he o geho- ben zu we den, als auch de wissenscha liche Bei a beim BMF die No wendigkei aus eichende Kinde gelde ausd ücklich bejah . Da je- doch die F age, wie diese zusä zlichen Kinde gelde inanzie we den sollen, im Gu ach en s illschweigend ausgeklamme wu de, soll hie gep ü we den, welche Ansa zpunk e ü die Bescha ung de e o - de lichen Finanzmi el im Gu ach en en hal en sind. IV. Sozioökonomische Auswi kungen de Vo schläge des Wissenscha lichen Bei a es beim BMF Die Vo schläge des wissenscha lichen Bei a es beim BMF zu Ein- üh ung des Familienspli ings sind mi eine Reihe wei e e Re o m- o schläge gekoppel , die gleich alls eine ge ech e en Ve eilung de S eue las dienen sollen. Neben eine g öße en Zahl kleine e Pos en geh es dabei o allem um F agen de Gewinne mi lung, um die Ein- kün e aus Land- und Fo s wi scha , um die Bes eue ung on Ren- en und Pensionen und um die Sonde ausgaben. De Bei a echne hie insgesam mi de Möglichkei , Meh einnahmen on übe 4,5 M d. DM zu e zielen. Ande e sei s e geben sich bei dem o geschlagenen Ta i ü s e s e e hebliche Minde einnahmen. Lediglich ü die e anlag e Einkom- mens eue we den Meh einnahmen in Höhe on 600 Mill. DM e an- schlag , dazu kommen noch ge ing ügige Meh einnahmen du ch Ände- ungen de E hebungs echnik und de S eue be eiungen bzw. -e mäßi- gungen. Demgegenübe wü de sich das Au kommen aus de Lohn- s eue um 1,3 M d. DM und aus de au die Einkommens eue schuld anzu echnenden Lohns eue um 100 Mill. DM e minde n. Dazu kämen 4 Schmolle s Jah buch 89,1 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.89.1.33 | Gene a ed on 2023-04-04 11:43:36 50 Fe dinand Oe e noch Minde einnahmen in Höhe on 1,7 M d. DM als Folge de E - höhung des A bei nehme eibe ages on 240 au 720 DM und on 150 Mill. DM als Folge de Ein üh ung eines Sonde eibe ages ü be u s ä ige Mü e mi (e ziehungsbe ech ig en) Kinde n in Höhe on 600 DM, insgesam also Minde einnahmen in Höhe on 3,25 M d. DM. Sowei die Vo schläge des Bei a es Meh einnahmen mi sich b in- gen, sind sie au s a ken Wide s and de jeweiligen In e esseng uppen ges oßen. Es s eh also noch öllig o en, ob und in welchem Ausmaß diese Meh einnahmen des Fiskus ealisie we den können. Sie könn- en ielmeh bei de pa lamen a ischen Be a ung eine en sp echenden Gese zes o lage noch e heblich zusammenschmelzen. Dadu ch wü den sich abe auch die Aussich en au Ein üh ung des om Bei a ü un- e läßlich gehal enen um assenden Familienlas enausgleichs ganz e heb- lich e schlech e n. Das wieg besonde s schwe angesich s de Ta - sache, daß in olge de E höhung de F eibe äge bei nied igem Ein- kommen die S eue e mäßigungen eduzie we den ode öllig aus al- len, so daß als Äqui alen zumindes das Kinde geld ü Zwei kinde wesen lich angehoben we den müß e, wenn sich die — imme nu im Ve gleich zu kinde losen Einkommensbeziehe n ich ig zu beu eilende — soziale Si ua ion de Familie mi Kinde n nich be äch lich e - schlech e n soll. V. Ha monisie ung on S eue n und Umlagen Un e diesen Gesich spunk en e schein es d ingend e o de lich, die E höhung de F eibe äge mi eine en sp echenden Anhebung des Kinde geldes zu koppeln. Gegebenen alls müß e die E höhung de F eibe äge zunächs so beg enz we den, daß gleichzei ig die e o de - lichen Budge mi el ü den un e dem Aspek eine konsequen en so- zialen S uk u poli ik ohne jede F age wei d ingliche en Familien- las enausgleich be ei ges ell we den können. Hie bei is da on auszugehen, daß de Bei a selbs o geschlagen ha , bei spä e en E höhungen des F eibe ages in Anpassung an das Wi scha swachs um un e de jeweiligen Zuwachs a e des ealen Sozialp oduk es zu ückzubleiben, dami de sich e gebende Spiel aum ü eine Senkung de Ve b auchss eue n au lebenswich ige Gü e aus- genu z we den könne. Das Vo ziehen des Familienlas enausgleichs wü de also nu eine e ände en Reihen olge an sich gleiche Maß- nahmen en sp echen. Wü de un e diesen P ämissen de allgemeine F eibe ag im Fami- lienspli ing zunächs nu au 2 800,— ans a 3 000,— DM und de A bei nehme eibe ag zunächs nich e d ei ach , sonde n lediglich OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.89.1.33 | Gene a ed on 2023-04-04 11:43:36 Familienlas enausgleich und Angleichung de sozialen S a bedingungen 51 on 240,— au 480,— DM e doppel we den, so wü de das zwa au eine e was ge inge e s eue liche En las ung de un e en Einkommens- sdiich en hinauslau en und ü die obe s en Einkommensschich en eine um maximal 115,— DM höhe e Jah ess eue e geben. Gleich alls wü - den sich die S eue e mäßigungen ü Kinde in den un e en Einkom- menss u en nu unwesen lich, nämlich on 225,— au 210,— DM je 0,3 Addi i e minde n. Ande e sei s wü de sich abe ein S eue meh au - kommen in Höhe on mindes ens 1 750 M d. DM und dami die Vo - ausse zung ü eine Ve olls ändigung des Familienlas enausgleichs e - geben. Hie bei wü de die o d ingliche E höhung des Kinde geldes ü Zwei kinde on 25,— au 40,— DM bei gleichzei igem Weg all de Einkommensg enze e wa 1260 M d. DM e o de n. Aus dem Res - be ag on knapp 500 Mill. DM soll e zunächs ein Kinde geld ü die- jenigen E s kinde inanzie we den, de en Un e hal s e p lich e e wede den ollen S eue e mäßigungsbe ag ausschöp en können, noch Kinde geld aus ande en Rech s i eln e hal en. Dieses Kinde geld soll e analog zu S eue e mäßigung in de P opo ionalzone au mona lich 17,50 DM ü Kinde bis zu 6 Jah en und au 35,— DM ü Kinde übe 6 Jah e es gese z we den, wobei die F age, wie äl e e Kinde in e länge e Schulausbildung do ie we den müssen, hie zunächs ausgeklamme und in ande em Zusammenhang disku ie we den soll, weil hie ohnehin ganz spezielle Fö de ungsmaßnahmen unumgänglich sind. Im Zuge de da geleg en Maßnahmen zu E gänzung des Familien- las enausgleichs soll en e ne noch d ei wei e e Ko ek u en e ol- gen: 1. De Wissenscha liche Bei a beim BMF ha einen unbeg enz en Abbau de Kinde addi i e o geschlagen. Das wü de bedeu en, daß obe halb eines Übe schuß-Einkommens on 250 000.— DM die S eue - las nich meh nach de Kinde zahl di e enzie we den wü de, son- de n ü S eue p lich ige mi und ohne Kinde öllig gleich wä e. Diese Regelung e schein nich e e ba , wenn man zug unde leg , daß de Familie in allen Sozialschich en eine p inzipielle Bedeu ung als so- zialem O dnungs ak o beigemessen we den muß. Aus diesem G unde soll e de Abbau de Kinde addi i e nu bis zu de G enze wei e - ge üh we den, an de die ela i e Ve minde ung de Kinde e mä- ßigungen in eine absolu e Ve minde ung umschläg . Diese G enze lieg bei einem Übe schußeinkommen on und 120 000,— DM. 2. Die Zahlung on Kinde beihil en an Beziehe hohe Einkommen is an sich nich sinn oll, ande e sei s is jedoch die G enzziehung ü den Bezug on Kinde beihil en schwie ig und mi unnö igem Ve wal- ungsau wand e bunden. Deswegen wü de es sich emp ehlen, die Kin- de beihil en in gleiche Weise, wie das be ei s ü diejenigen de Be- OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.89.1.33 | Gene a ed on 2023-04-04 11:43:36 52 Fe dinand Oe e am en gil , dem s eue p lich igen Einkommen zuzu echnen. Dadu ch wü de mi s eigendem Einkommen ein imme g öße e Teil de Kin- de beihil en wiede wegges eue , d. h. das Gewich de Kinde beihil- en im Ve gleich zu den S eue e mäßigungen noch wei e zu ückgehen. 3. Gegen das unbeg enz e Ehega en-Spli ing, das be ei s o sei- ne Ein üh ung im Jah e 1958 schwe wiegenden Bedenken begegne e, sind sei dem imme meh Einwände e hoben wo den24. So ha die am Zus andekommen des Beschlusses des Bundes e assungsge ich es om 17.1.57 als Be ich e s a e in maßgeblich be eilig e Bundes e as- sungs ich e in E na Sche le gel end gemach , daß dem Bundes e - assungsge ich lediglich die P ü ung de F age obgelegen habe, ob das Spli ing mi A . 6 I des G undgese zes e einba sei. Die du ch das Ehega en-Spli ing bewi k e ex eme Begüns igung des wohlhabenden Ehemannes de Nu -Haus au e s oße jedoch uns ei ig gegen die Ve assungsbes immung des A . 3 I des G undgese zes25. Diese Au - assung sind inzwischen auch ande e Au o en beige e en26. Auch un e amiliensoziologischen Aspek en e schein es un e e - ba , daß de — gegebenen alls daue nd kinde losen — Nu -Haus au ein S eue o eil in de iel achen Höhe eine Kinde e mäßigung zu- äll . Vo allem ha sich auch de ehemalige Familienminis e Heck diese K i ik zu eigen gemach und eine Limi ie ung des Ehega en-Spli ings au ein zu e s eue ndes Jah eseinkommen on 32 000,— DM ge o - de 27. Die hie gegen om Ins i u „Finanzen und S eue n" o geb ach- en A gumen e28 wu den om Familienminis e ium mi gewich igem Ma e ial zu ückgewiesen29. Danach e schein die e assungs ech liche Unbedenklichkei eine Beg enzung des Ehega en-Spli ings solange als gesiche , wie das be- ei s je z bes ehende Wahl ech de ge enn en Ve anlagung nich an- ge as e wi d. Du ch eine Beg enzung des Ehega en-Spli ings au ein zu e s eue ndes Jah eseinkommen on 32 000,— DM wü de die z. Z. im Höchs all 11 281,— DM be agende E mäßigung ü die Ehe- au au maximal 2 695,— DM eduzie we den. Eine mißb äudi- 24 Zusammens ellung in: Einsch änkung des Ehega en-Spli ing? In o ma ionen des Bundesminis e iums ü Familie und Jugend. Augus 1968. 25 E na Sche le : Ehe und Familie. In: Be e mann, Nippe dey, Scheune (H sg.): Die G und ech e. Be lin 1960. 26 Vgl. In o ma ionen des Bundesminis e iums ü Familie und Jugend, a.a.O. 27 Übe legungen zu Ve besse ung des s eue lichen Familienlas enausgleichs. In- o ma ionen des Bundesminis e iums ü Familie und Jugend. Sep . 1968. 28 Einsch änkung des Ehega en-Spli ing? Ins i u ü Finanzen und S eue n. B ie 109. 29 Vgl. In o ma ionen des Bundesminis e iums ü Familie und Jugend, a.a.O. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.89.1.33 | Gene a ed on 2023-04-04 11:43:36 Familienlas enausgleich und Angleichung de sozialen S a bedingungen 53 liehen Inansp uchnahme de ge enn en Ve anlagung könn e dadu ch o gebeug we den, daß sie an exak e Ve mögens- und einkommens- ech liche Vo ausse zungen geknüp wi d. Un e diese Vo ausse zung könn e eine Beg enzung des Ehega en-Spli ings auch in das om Bei- a beim BMF o geschlagene Sys em de Familienbes eue ung einge- üg we den. Wei e hin müß e dabei siche ges ell we den, daß Kin- de eibe äge jeweils nu einmal, d. h. en wede om Ehemann ode de Ehe au in Ansp uch genommen we den können. Die Lücke de gegenwä igen Gese zgebung mi de Möglichkei de Meh achan ech- nung on Kinde eibe ägen müß e also geschlossen we den. Ans elle de on Heck ge o de en s a en Beg enzung des Ehega - en-Spli ings könn e auch ein ließende Abbau e olgen. Dies ließe sich unschwe dadu ch e eichen, daß de Ehega enan eil des Spli - ingdi iso s in analoge Weise wie die Kinde addi i e abgebau wi d. Budge mäßig wü den sich die un e 1. und 2. e ö e en Maßnahmen im g oßen ganzen kompensie en. Allen alls wä e mi ge ing ügigen Meh einnahmen des Fiskus zu echnen. Demgegenübe wü de die Beg enzung des Ehega en-Spli ings zu be äch lichen Meh einnahmen üh en, die — je nach A diese Be- g enzung — zwischen 500 und 750 Mill. DM liegen dü en. Diese Be ag soll e o d inglich ü Maßnahmen Ve wendung in- den, die geeigne sind, die Bildungs- und Ausbildungschancen on Kin- de n aus den un e en Sozialschich en nachhal ig zu e besse n. VI. Angleichung de sozialen S a bedingungen De Familienlas enausgleich ziel au eine Besei igung ode doch Ve inge ung de un e schiedlichen Belas ung ab, die de ak i en Gene a ion du ch das He anwachsen de Nach olgegene a ion au e leg wi d. De zen ale Ansa zpunk des Familienlas enausgleichs is somi die soziale Leis ungs ähigkei de einzelnen Familie und des einzelnen S eue p lich igen. S eue - und Abgabenge ech igkei als G undp inzi- pien des sozialen Rech ss aa es sind nu in dem Maße ealisie ba , wie de je nach de Kinde zahl un e schiedlichen sozialen Leis ungs ähig- kei jede einzelnen Familie und jedes einzelnen S eue p lich igen Rechnung ge agen wi d. Da dies bei zahl eichen S eue n und Abgaben nich de Fall is , wobei zudem noch die nich nach de Leis ungs ähig- kei di e enzie en Abgaben die un e en Einkommensschich en übe Gebüh belas en, sind pauschalie e Rücke s a ungen in Fo m on Ausgleichszahlungen (Kinde geld) une läßlich. Au diese Weise lassen sich abe noch keine gleichen S a chancen ü Kinde gleichen Begabungsni eaus aus un e schiedlichen Sozial- OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.89.1.33 | Gene a ed on 2023-04-04 11:43:36 54 Fe dinand Oe e schich en scha en, wie dies dem Au ag des A . 2 des G undgese zes en sp ich ; denn die de zei ige Chancenungleichhei ha neben ökono- mischen auch zahl eiche auße ökonomische U sachen, die nu du ch exak geziel e Maßnahmen behoben we den können. Vo wiegend han- del es sich dabei um olgende P oblemk eise: 1. Kindes e nachlässigung; und Kindesmißhandlung. 2. Mangel an En wicklungs- und Fö de ungsmöglichkei en im Klein- kindesal e . 3. Unzu eichende Fö de ungsmaßnahme im G und- und Volksschul- al e . 4. E schwe e Zugang zu wei e üh enden Schulen und Hoch- schulen. 1. Ki n d e s e n a ch 1 ä 8 s i gu n g und Kindesmißhandlung In de BRD be äg die Zahl de Mü e , die wegen Kindesmißhand- lung und Kindes ö ung s a ällig we den, ein Meh aches de Zahl de Si lichkei s e b eche . Dabei muß in Rechnung ges ell we den, daß die Dunkelzi e hie besonde s g oß is . Fas ausschließlich handel es sich um kinde eiche Mü e . Nahezu alle diese Mü e behandeln ih e ande en Kinde liebe oll. Was e - anlaß sie also zu B u ali ä sak en gegenübe dem einen Kind? Nach Die ich Oe e 30 handel es sich in nahezu allen Fällen um Kinde , die als Säuglinge ode Kleinkinde länge e Zei on ih en Mü e n ge- enn wa en und in emde P lege geleb ha en. Selbs wenn die P legemu e ihnen nu einen B uch eil de Liebe und Zuwendung eine ich igen Mu e ha e geben können, so wa sie doch in de en - scheidenden P ägungsphase des Kindes zu seinem zen alen Bezie- hungs ak o , d. h. zu „Mu e igu " gewo den. Ih gegenübe wa die leibliche Mu e , die ielleich hin und wiede einmal am Ho izon des Kindes au ge auch wa , eine emde F au, die ihm seine eigen liche Mu e en issen ha . Au den Ve lus diese eigen lichen, wenn auch nich leiblichen Mu - e eagie das Kleinkind mi ie e Ra losigkei . Diese Ra losigkei äuße sich in eine Fo m, die on de leiblichen Mu e als Ungezogen- hei und Bosha igkei mißdeu e und mi S a e bean wo e wi d. Je e zwei el e die Seelenlage des Kindes wi d, um so hä e wi d die 30 Die ich Oe e : Ve hal en wi uns ich ig zu den Kinde n? Deu sche Kinde - schu zbund. Sonde d uck de Sch i en eihe „Schu z dem Kinde". He 2/66. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.89.1.33 | Gene a ed on 2023-04-04 11:43:36 Familienlas enausgleich und Angleichung de sozialen S a bedingungen 55 Eskala ion de Ume ziehungs e suche. Schließlich komm es zu einem d ama ischen Schlußak , de ge ich sno o isch wi d. Zu diesem Zei punk ha abe auch das noch einmal mi dem Leben da ongekommene Kind kaum noch wiede gu zu machende En wick- lungsschäden e li en. Wi d übe dies die Mu e zu eine länge en F eihei ss a e e u eil , so d oh nunmeh auch ih en ande en Kin- de n ein Schicksal, das sich nu g aduell on dem des ge ö e en ode mißhandel en un e scheide . Das soziale Fehl e hal en diese Mü e und das da aus esul ie- ende au ige Schicksal zahllose Kinde kann nu dadu ch e hinde we den, daß sich de Gese zgebe seine Ve an wo ung bewuß wi d und ü Ein ich ungen so g , die ein unges ö es Zusammenleben al- leins ehende ode noch nich e hei a e e Mü e mi ih en Kinde n so lange e möglichen, bis die wei e e gedeihliche En wicklung de Kin- de en wede du ch Eheschließung und G ündung eines eigenen Haus- s andes ode du ch Adop ion siche ges ell is . Dies wä e dadu ch e - eichba , daß allen En bindungsans al en und g öße en K ankenhäu- se n Heime angeschlossen we den, die Mü e und Kinde so o nach de En lassung aus de En bindungss a ion au nehmen und den Mü - e n nach Ablau de Schu z is geeigne e A bei splä ze e mi eln. Vo allem wü de sich dabei eine Beschä igung de Mü e in den K an- kenans al en anbie en, ohne daß alle dings ein Zwang in diese Hin- sich ausgeüb we den dü e. Die spezi ische A bei ssi ua ion de K an- kenhäuse wü de o allem auch ein Eingehen au die besonde e Lage de Mü e in Fo m on Teila bei szei ges a en. Auße dem wü de eine Eingliede ung de F auen in un e schiedliche Au gabengebie e je nach Eignung und Vo bildung möglich sein. Besonde s wünschenswe e schein e ne eine Wei e bildung de jungen F auen in Hauswi - scha und Gesundhei sp lege, die eils analog zum Schwes e nun e - ich on Leh k ä en de K ankenhäuse , eils abe auch on Be u s- schulleh e innen du chge üh we den soll e. Besonde s wich ig is die Auswahl de Heimlei e in. Sie müß e in ih e Pe son Au o i ä mi psychologischem und o ganisa o ischem Ge- schick e einigen. E s ebenswe wä e ein Höchs maß an Selbs e - wal ung de Heime, die au diese Weise zu eine „Volksschule de Mi menschlichkei " we den könn en. Fü die Rechnungs üh ung de Heime soll e en wede ein K anken- haus äge ode ein ö liche Sozialhil e äge die unmi elba e Ve - an wo ung agen, dessen Auslagen om Bund im Rahmen des Mu e - schu zgese zes e s a e we den müß en. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.89.1.33 | Gene a ed on 2023-04-04 11:43:36 56 Fe dinand Oe e 2. De Mangel an En wicklungs- und Fö de ungsmöglichkei en im K1 e i n k i n d e s a 11 e Be o de mo o isie e Ve keh die S aßen und Plä ze de S äd e und Dö e usu pie e, wa en diese ein ideales Spiel- und Übungs eld de Jugend. Übe all anden sich Kinde , die Ma mel und Rei en und die zahllosen ande en Spiele de e schiedenen Jah eszei en spiel en, die den E wachsenen bei de A bei zuschau en und ü sie Wege und Hil sdiens e aus üh en. Dabei wuchsen sie selbs un e me k in imme wei e e und schwie ige e Wi kungsk eise hinein. Heu e ha sich demgegenübe de ö en liche Ve keh s aum zum schlimms en Ge ah enhe d de Jugend en wickel , denn obwohl die Kinde den g öß en Teil des Tages in die engen ie Wände de Woh- nung ode die Klassenzimme de Schulen eingep e ch we den, ob- wohl die El e n ih g öß es Augenme k da au ich en, sie on de S aße e nzuhal en, we den bei den wenigen une läßlichen Wegen, die Kinde übe haup noch zu ücklegen dü en, jäh lich iele hunde ge ö e und Tausende zu K üppeln geschlagen. Vo allem abe wu de au diese Weise die enge E agenwohnung zu einem Ghe o de Kinde , das ihnen sowohl die ü eine gedeihliche En wicklung no wendige kö - pe liche Be ä igung, wie auch den nich minde wich igen spon anen Kon ak mi ande en Menschen de e schiedens en Al e ss u en e - weh . Besonde s sind on diese En wicklung die Kinde im sog. Spiel- al e , d. h. die D ei- bis Sechsjäh igen be o en. Wi ksame Abhil e kann nu du ch E ich ung genügend zahl eiche Kinde gä en ge- scha en we den, die sys ema isch so übe die Wohnbe eiche e eil sein müssen, daß sie nach Möglichkei ü jede Mu e bzw. jedes Kind in einem Fußweg on längs ens zehn Minu en e eich we den können. Das is o allem deshalb une läßlich, weil die kleins en diese Kin- de aus psychologischen G ünden zunächs längs ens zwei S unden on de Mu e ge enn we den dü en, ande e sei s abe so bald wie mög- lich auch mi g öße en Kinde n zusammenkommen soll en. Sowei de Bund nich selbs aus A . 2 I des G undgese zes gewisse gese zgebe ische Kompe enzen zu beansp uchen e mag, soll e e zu- mindes du ch Ve gabe on Fö de ungsmi eln die Ein ich ung geeig- ne e Kinde gä en und die Ausbildung des Pe sonals zu s imulie en e suchen. 3. Die unzu eichenden Fö de ungs- maßnahmen im G und- und Volksschulal e Im Vo de g und s eh hie die Mise e de übe üll en Schulklassen. Diese Übels and wi d nu du ch den Einsa z wei g öße e inanziel- le Mi el behoben we den können. Auße dem muß de Be u des Leh- OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.89.1.33 | Gene a ed on 2023-04-04 11:43:36