Preisstabilisierende Geldpolitik
Abstract
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Full text
Ho n, Gus a -Adol
A icle
P eiss abilisie ende Geldpoli ik
K edi und Kapi al
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Ho n, Gus a -Adol (1986) : P eiss abilisie ende Geldpoli ik, K edi und Kapi al,
ISSN 0023-4591, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 19, Iss. 1, pp. 58-75,
h ps://doi.o g/10.3790/ccm.19.1.58
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h ps://hdl.handle.ne /10419/293044
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P eiss abilisie ende Geldpoli ik
Von Gus a -Adol Ho n, Kons anz
I. Einlei ung
In den siebzige Jah en wu de die mak oökonomische Diskussion on de
F age nach de Wi ksamkei on S abilisie ungspoli ik behe sch 1. Diese
F ages ellung wu de in den meis en Bei ägen anhand eale Auswi kungen
on geldpoli ischen Regelungen un e such 2. Als gene elles E gebnis s ell e
sich die Neu ali ä on sys ema ische Geldpoli ik in Gegenwa a ionale
E wa ungen und ma k äumende P eissys eme he aus. Reale E ek e wei-
sen demnach lediglich unsys ema ische, on niemandem e wa e e mone-
ä e Schocks au , die abe , weil sie nich o he sehba sind, nich ü s abili-
ä spoli ische Zielse zungen ausgenu z we den können.
Au de ande en Sei e üh en mone ä e S ö ungen zu eine Abweichung
des Ak i i ä sni eaus de Wi scha on seinem wohl ah sop imalen P ad,
den es bei olls ändige In o ma ion einnimm , und sind dahe une -
wünsch .
Die Konsequenz diese Übe legung bes eh in de Abkeh on eine an
ealen s abili ä spoli ischen Zielse zungen o ien ie en Geldpoli ik und in
de Hinwendung zu eine Geldmengen egel, de en Ausges al ung und Kon-
sequenzen ü die Ak eu e p ognos izie ba sind.
Im gleichen Zei aum, in dem diese Diskussion s a and, bekunde en die
Zen albanken, daß sie ih e Poli ik an den E o de nissen de In la ionsbe-
kämp ung aus ich en3. In diesem Bei ag soll dahe un e such we den, ob
und inwiewei diese an nominalen Zielse zungen o ien ie e Poli ik e olg-
eich is 4.
Im Lau e de siebzige Jah e en s and e ne eine mak oökonomische
Theo ie ich ung, die sich, weil keynesianischem Denken e p lich e , als
1 Siehe u.a. Tobin (1980).
2 Einen Übe blick lie e McCallum (1980).
3 So z.B. die Deu sche Bundesbank in ih en Mi eilungen.
4 Diese A bei en s and in Zusammena bei mi dem on de DFG ge ö de en P o-
jek N . 554/83.
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P eiss abilisie ende Geldpoli ik 59
Neue Keynesianische Mak oökonomie bezeichne 5. In diesen Ansä zen wi d
on ägen P eisbewegungen au den Mä k en ausgegangen, die dazu üh-
en, daß sich nich zu jedem Zei punk ein ma k äumendes Gleichgewich
eins ellen kann. An diese S elle soll un e such we den, ob und inwiewei
sys ema ische Geldpoli ik in einem solchen Um eld wi ksam is .
Allen Ak eu en we den a ionale E wa ungen un e s ell . So e n geld-
poli ische Wi ksamkei dann noch gegeben is , kann sie nich au eine s än-
digen Täuschung de Ak eu e be uhen.
II. Das Modell
1. Unsiche hei
In de hie besch iebenen Ökonomie gib es z Gü e . Diese un e scheiden
sich alleine du ch den O ih es Tausches, nich abe du ch ih e physischen
Eigenscha en. Alle Ak eu e seien gleich6, es bes ehen wede P ä e enz-
un e schiede zwischen den Nach age n noch p oduk ions echnische Di e-
enzen zwischen den Anbie e n7. Wü den diese Gü e an einem einzigen
Tauscho gehandel , so iele ih e eigene Iden i ä in sich zusammen, und sie
könn en als ein Gu behandel we den8. T i dies nich zu, können die e -
bleibenden Un e schiede sowohl lokal als auch sek o al in e p e ie we -
den. Alle Ak eu e kennen alle E eignisse mi Siche hei , die in de Ve gan-
genhei , also bis einschließlich Pe iode
—
1, s a ge unden haben, abe ü
die Gegenwa , also die lau ende Pe iode , bes ehen In o ma ionsunsiche -
hei en. Diese esul ie en da aus, daß die Ak eu e zu einem Zei punk nu an
dem Tauschp ozeß eines Ma k es eilnehmen können. Sie kennen dahe
sowohl P eis als auch gehandel e Menge dieses einen Ma k es, nich abe die
de üb igen Mä k e9. Benö igen die Ak eu e ü ih e Handlungen In o ma-
ionen on ande en Mä k en, so müssen sie eine ü sie op imale Handha-
bung de Unsiche hei s ak o en inden. Diese spiel insbesonde e dann eine
Rolle, wenn die be ach e e Ökonomie Zu allsein lüssen ausgese z is .
5 Siehe u.a. Ba o / G ossman (1971) u. (1976), D eze (1975) und Malin aud (1977)
u. (1980).
6 Es wi d also on Ve eilungsp oblemen abs ahie .
7 Dami übe haup ge ausch wi d, sei hie un e s ell , es handele sich um ein soge-
nann es back sc a ching Gu , welches man nich gleichzei ig p oduzie en und konsu-
mie en kann.
8 Das Modell weis dami die gleiche G unds uk u au wie z.B. in Lucas (1973)
da ges ell .
9 Es sei an die Geschich e om Hin- und He ude n in de Phelpsschen Inselwel
e inne . Dieses be ei e Mühe und kos e auße dem Zei . Dahe we den die Ak eu e
es zu e meiden suchen und e bleiben mi eine gewissen Unsiche hei übe das öko-
nomische Geschehen ande no s. Siehe hie zu Phelps (1970).
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60 Gus a -Adol Ho n
Die angesp ochene Unsiche hei i in Ges al on no mal e eil en
Zu allsschocks au . Hie bei is zwischen zwei A en zu un e scheiden. Zum
einen können sek o ale S ö ungen e (z) au e en, welche allein den Sek o
z be e en und dami Auswi kungen au alle ela i en G ößen nach sich
ziehen. Zum zwei en exis ie en agg egie e Schocks uu welche die gesam e
Wi scha in gleiche Weise e en und dami keine lei ela i e Ve ände-
ungen zu Folge haben. Kennen nun die Ma k eilnehme nu die Ve häl -
nisse ih es eigenen Ma k es, können sie nich un e scheiden, on welche
A eine Zu allss ö ung is . Sie nehmen zwa die Gesam wi kung de
Schocks wah , sind abe nich übe die S ö ungen in ande en Sek o en
in o mie . Es is ihnen dahe nich möglich, mi Siche hei he auszu inden,
welche Teil de Schocks agg egie e und welche sek o ale Na u is . Die
Zu alls e eilungen de Schocks sind allen Ak eu en bekann . Ih e U sache
is modellexogen, bleib also une klä .
2. Angebo und Nach age
Eine wesen liche De e minan e des Angebo s is ih na ü liches Ni eau,
yi, welches sich aus dem op imalen Auslas ungsg ad de o handenen P o-
duk ionskapazi ä en e gib . Da an diese S elle lediglich ku z is ige
Be ach ungen un e nommen we den, wi d im olgenden on de zei lichen
Kons anz diese G öße ausgegangen. Insbesonde e kann sie nich du ch wie
auch imme gea e en Poli ikmaßnahmen e ände we den. Das Ni eau
on yi is au g und de p oduk ions echnischen Gleichhei alle Anbie e
ü alle Sek o en z gleich hoch.
Als zwei es bes imm de ela i e P eis eines Gu es z den Ou pu in einem
Sek o . So signalisie z.B. ein Ans ieg des ela i en P eises im Sek o z den
Anbie e n, daß sie du ch P oduk ion in diesem Sek o einen e gleichsweise
höhe en Gewinn e zielen können als o he . Es lohn sich dahe , eine
g öße e Menge zu p oduzie en. Da abe die Un e nehmen nich an Tausch-
o gängen auße halb des Sek o s z eilnehmen und sie dahe wede Mengen
noch P eise de ande en Mä k e mi Siche hei kennen, sind sie auch übe
die ela i en P eise nich mi Siche hei in o mie . Sie ich en sich dahe
nach dem e wa e en P eis e häl nis P (z) - E(P )10. Es is möglich und
wah scheinlich, daß die E wa ungen nich olls ändig ko ek sind.
Es bes eh e ne ü die Un e nehmen die Möglichkei , ih e Finanzmi el
als Geld e mögen zu hal en, ans a sie in die P oduk ion zu s ecken. Eine
höhe e Ve mögenshal ung geh dami zu Las en des Ou pu s. Fü eine de -
a ige En scheidung is abe allein das Real e mögen ele an , welches au -
10 Alle G ößen des Modells sind loga i hmisch.
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P eiss abilisie ende Geldpoli ik 61
g und de Unsiche hei übe das agg egie e P eisni eau wiede um als
e wa e e G öße eingeh , wobei die Höhe des nominalen Geld e mögens den
Ak eu en bekann is . Man e häl au de Basis diese Annahmen eine Ange-
bo s unk ion ü den Ma k z mi olgende Ges al :
(1) yi
(z)
=
ysn
+ a1
(P (z)
- E
(P ))
- a2
(M
- E
(P ))
+
e (z)
Die Nach age wi d analog zum Angebo de e minie . Neben ih em
„na ü lichem" Ni eau, welches aus den P ä e enzen de Ak eu e ü das
be ach e e Gu esul ie , das au allen Mä k en gleich is , spiel auch hie
de e wa e e ela i e P eis eine Rolle. Die Konsumen en we den s ä ke au
einem Ma k z nach agen, wenn de ela i e P eis des Gu es do nied ige
is , da sie au diese Weise bei gegebenem Budge ein höhe es Nu zenni eau
e eichen können.
Fe ne we den sie um so meh nach agen, je höhe ih eales Geld e mö-
gen is . Genau wie ü die Un e nehmen bes eh abe auch ü sie Unsiche -
hei bezüglich des agg egie en P eisni eaus. Dahe gehen auch hie die
ela i en P eise und das eale Geld e mögen als e wa e e G ößen in die
Fo mulie ung de T ansak ionswünsche ein.
Dami e häl man als Nach age unk ion ü den Ma k z:
(2) yi
(z)
= yi + ßi
(P (z)
- E
(P ))
+ ß2
(M
- E
(P ))
+
ed (z)
3. E wa ungsbildung und In o ma ionsauss a ung
Die E wa ungsbildung soll endogen e klä we den. Es wi d dahe im
olgenden das Konzep de a ionalen E wa ungsbildung e wende . Die
Ak eu e benu zen somi alle ihnen im Rahmen dieses Modells zu ließenden
In o ma ionen ü ih e E wa ungsbildung11.
Die In o ma ionsauss a ung de Ak eu e bes eh aus allen E eignissen
de Ve gangenhei , Q -i, und den Gegenwa sp eisen des Ma k es, au
dem sie ih e T ansak ionen aus üh en. Diese In o ma ionsmenge sei mi
I (z) = (Q -i, P (z)) bezeichne . Es bes eh im üb igen kein Un e schied
zwischen Anbie e n und Nach age n in de In o ma ionsauss a ung.
Dahe üh auch ih e E wa ungsbildung zu gleichen E gebnissen.
Somi lau e de E wa ungswe ü das agg egie e P eisni eau sowohl
bei Anbie e n als auch bei Nach age n, alls sie a ionale E wa ungen
haben, E(P ) = E(P /I (z)).
11 Es wi d un e s ell , daß sie das o liegende Modell ü wah hal en.
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4. Die P eisbildung
Im Rahmen dieses Modells wi d da on ausgegangen, daß auch die Mög-
lichkei igide P eisen wicklungen bes eh . Die U sache hie ü bes eh
da in, daß P eisände ungen nich kos enlos sind. Au diese Weise lassen sich
z.B. Kon ak e e klä en, die eine unendliche schnelle Reak ion de P eise
au e ände e T ansak ionswünsche e hinde n12.
Es sei P| (z) jene P eis, ü den gil ys
(z) = (z), de Ma k z also
ge äum is . Die äge Anpassung an das Ma k äumungsni eau inde dann
in olgende Weise s a 13:
(3) P (z) = A-P?(z) + (l"A)-JVi(z)
Die G öße
A
besch eib das Ausmaß de P eis lexibili ä . Is also
A
= 1,
we den die P eise ausschließlich nach dem Gesich spunk de Ma k äu-
mung gebilde , es lieg ein neoklassisches Modell o . Nimm hingegen
A
den
We Null an, so e ha en die P eise au einem kons an en Ni eau, unab-
hängig on eine Ve ände ung de T ansak ionswünsche14. Diese P eisbil-
dungs egel implizie , daß ein s eady s a e in ma k äumenden P eisen exi-
s ie und die Wi scha au einen solchen Zus and zus eb . Diese Anpas-
sung e olg abe im Gegensa z zu he kömmlichen neoklassischen Ansä zen
e zöge . Gleichzei ig schieben die Ak eu e ih e T ansak ionen nich bis
zum Ein e en eines Gleichgewich s au , sonde n üh en sie auch „auße -
halb" eines solchen Zus ands aus. Dahe sind in diesem Modell ahmen
Si ua ionen möglich, in welchen nich alle T ansak ionswünsche be iedig
we den können.
Die Regel (3) is den Ak eu en bekann und sie beziehen sie in olgedessen
auch in ih e En scheidungs indung ein.
5. Die Rolle de Zen albank
Nach den Ankündigungen z.B. de Deu schen Bundesbank, bes eh eines
de Ziele ih e Geldpoli ik in de Bekämp ung de In la ion. Es läß sich
auch empi isch nachweisen, daß ein solches p eiss abilisie endes Mo i bei
de Fes legung de Geldmenge eine Rolle spiel 15. Dahe sei auch hie da on
12 Neue e Ve ö en lichungen haben in de Ta Ve mu ungen ü eine de a ige
P eis igidi ä e hä e . Siehe hie zu u.a. Go don (1981) u. (1982).
13 Siehe Alogoskou is / Pissa ides (1983).
14 Realis ische weise gil : 0 =
A
< 1.
15 Siehe Ge in (1984).
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P eiss abilisie ende Geldpoli ik 63
ausgegangen, daß sich die Zen albank o allem de In la ionsbekämp ung
widme 16. Es gel e olgende Geldmengen egel:
(4) M
—
M -
i
= g
—
ö (E (P ) - P
_
i) + m
Die Wachs ums a e de Geldmenge bes eh zunächs aus eine kons an en
Ra e g, welche on de Zen albank aus exogenen G ünden ü no wendig
gehal en wi d17. Fe ne be ücksich ig sie die e wa e e agg egie e In la-
ions a e, wobei in (4) be ei s un e s ell wu de, daß ih das P eisni eau de
Ve gangenhei bekann is . Ein e wa e e Ans ieg de In la ions a e lös
eine mi dem Fak o ó wi kende gegens eue nde Geldpoli ik aus.
Die Zen albank kenn lau (4) ebensowenig wie die p i a en Ak eu e das
agg egie e P eisni eau de lau enden Pe iode. Will sie die In la ion p ä en-
i e minde n, wie dieses in (4) un e s ell wu de, so muß sie sich E wa -
ungen übe diese G öße bilden. Dami komm abe ih e In o ma ionsaus-
s a ung eine wesen liche Bedeu ung ü die Du ch üh ung de Geldpoli ik
und de en s abilisie ende Wi kung zu.
Im allgemeinen wi d in de Li e a u on zwei ex emen Fällen ausgegan-
gen. En wede besi z die Zen albank lediglich Kenn nis on den Vo gän-
gen de Ve gangenhei , Q -i, also I = (Q -i). Ode abe sie e üg übe
meh In o ma ionen als die p i a en Ak eu e, da sie im Gegensa z zu diesen
das agg egie e P eisni eau genau kenn , also gil I = (Q-u P )18. Die
un e schiedliche In o ma ionsauss a ung bes imm , ob eale S abilisie-
ungswi kungen in Gegenwa on a ionalen E wa ungen und ma k -
äumenden P eisen exis ie en. Die Wi ksamkei im Fall eines In o ma ions-
o sp ungs de Zen albank esul ie abe allein aus den sich hie aus e ge-
benden Täuschungsmöglichkei en19.
In dem o liegenden Modell wi d hingegen da on ausgegangen, daß die
Zen albank und die P i a en übe die gleiche In o ma ionsauss a ung e -
ügen. Um dieses zu e eichen, muß die Zen albank abe die Kenn nis eines
sek o alen P eises au weisen. Man kann sich dahe o s ellen, daß sie en -
wede selbs Beobach ungen au einem on ih ü ep äsen a i gehal enen
Ma k ans ell ode abe die no wendigen In o ma ionen on den do igen
16
Die da ges ell e Regel is nich iden isch mi de on de Bundesbank angewand-
en. An diese S elle sollen die Wi kungen p eiss abilisie ende Geldpoli ik nu exem-
pla isch da ges ell we den.
17 So könn e g z.B. du ch das Wachs um des P oduk ionspo en ials e klä we den.
Aus G ünden de Ve ein achung wi d g im olgenden Null gese z .
18 Siehe hie zu exempla isch Ba o (1976) ode McCallum (1980).
19 Fü einen Übe blick zu de a igen Neu ali ä se gebnissen siehe McCallum
(1980).
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Ak eu en e wi b 20. Un e s ell man ih zusä zlich a ionale E wa ungsbil-
dung, so ha sie die gleichen E wa ungen
E(P /I (z))
des agg egie en
P eisni eaus wie die P i a en21.
Dennoch ha sie keine olls ändige Kon olle übe die Geldmenge. Viel-
meh en häl (4) noch einen s ochas ischen Ein luß in Höhe on mi
/¿~iV(0, al). Dabei is
¿u
mi keinem de üb igen S ö e me ko elie und
is e ne du ch keinen de Ak eu e s eue ba . Diese Te m s ell mi hin den
unkon ollie ba en, unsys ema ischen Teil de Geldpoli ik da . E wi k als
agg egie e Schock au das Ve hal en de Ak eu e ein, i also alle Sek o-
en in gleiche Weise.
III. Die P eisgleichung
1. He lei ung
Nach (3) o ien ie sich die P eisbildung un e ande em an jenem P eis,
de alle T ansak ionswünsche zu Übe eins immung b ing . Se z man
also ys
= y?, e häl man aus (1) und (2) den ma k äumenden P eis ü den
Ma k z.
Vn , 0L U +
E
(z)
(5) P* (z) = + (a0
—
di)
•
E (P
I
I (z)) + —
•
M +
CLQ CLQ CLQ
Vn'=yi-ysn a0:=ai + ; := a2 + ;
u
:= ud
- us
; e (z) := ed
(z) -
es
(z)
Die Rolle de P eise wa ungen häng on de Di e enz de P eis- und
Ve mögenselas izi ä en ab. E wa en die Ak eu e des Ma k es z z.B. einen
Ans ieg des agg egie en P eisni eaus, so senk sich dami de e wa e e
ela i e P eis des Ma k es, au dem sie ä ig sind. Dieses üh zu eine
e höh en Nach age und einem e minde en Angebo . Sollen die T ansak-
20 Es is im üb igen nich öllig einsich ig, wa um in den meis en Ansä zen allein
P i a e au g und mögliche Nu zengewinne de Zen albank In o ma ionen abkau-
en können und nich auch die Zen albank mögliche Nu zengewinne gemäß ih e
Ziel o s ellung du ch E we b on In o ma ionen on p i a en Ak eu en ealisie . Im
E gebnis müß e ein solches Ve hal en bei gleiche We schä zung on In o ma ionen
zu de en Gleich e eilung üh en.
21 Um eine möglichs g oße Übe eins immung zwischen den In o ma ionen de P i-
a en und de Zen albank zu e eichen, wi d im olgenden da on ausgegangen, daß
die Zen albank sich ih e In o ma ionen au dem Ma k z e scha und die Ak eu e
dieses auch wissen. Wü de sie hingegen ih e Kenn nisse au einem ande en Ma k
e we ben, bes ünde eine zusä zliche Unsiche hei ü die Ak eu e au z übe den
In o ma ionss and de Zen albank.
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P eiss abilisie ende Geldpoli ik 65
ionswünsche wiede zu Übe eins immung geb ach we den, muß de sek-
o ale P eis in en sp echendem Um ang ans eigen. Ein Ans ieg de E wa -
ungen übe das agg egie e P eisni eau ha abe auch einen gegenläu igen
E ek , denn e senk zugleich das e wa e e eale Geld e mögen. Dies ha
übe die sinkende Nach age und die ans eigende P oduk ion p eissenkende
Wi kungen. En scheidend da ü , ob ein Ans ieg de E wa ungen zu eine
sek o alen P eise höhung ode P eissenkung üh , is dahe die Reak ions-
s ä ke de Ak eu e au Ände ungen de ela i en P eise im Ve gleich zum
ealen Geld e mögen. Da de le z e E ek in de Regel schwäche aus allen
dü e, gel e im olgenden a0> a
Die a sächlichen P eise bilden sich un e Be ücksich igung on (3):
A yn A(a0-ai)
(6) P (z) = + E(P I (z))+ M
CLQ CLQ D O
A
(u + £ (z))
+ (1-A )Pi_1(z) + -
CLQ
Gleichung (6) s ell somi die s uk u elle P eisgleichung diese Ökonomie
da . Die genaue Un e suchung de S abilisie ungswi kungen de in (4)
besch iebenen Geldpoli ik e o de die explizi e Da s ellung de E wa -
ungsbildung in Abhängigkei allein on exogenen Va iablen.
Da keine sys ema ischen Un e schiede zwischen den einzelnen Sek o en
bes ehen, e gib sich das agg egie e P eisni eau aus den sek o alen P eisen
un e Be ücksich igung de s ochas ischen Abweichungen:
A
(7) P = P (z) £ (z)
CLQ
Un e Be ücksich igung de In o ma ionsauss a ung de Ak eu e e häl
man das e wa e e agg egie e P eisni eau
A
(8) E (P
|
P (z)) = P (z) E (e (z)
I (z))
aQ
De in (8) e mi el e E wa ungswe is ü alle Ak eu e des Ma k es z
und die Zen albank gleich22. De E wa ungswe de sek o alen S ö ung
wi d somi zu en scheidenden G öße bei de Bes immung de agg egie en
P eise wa ungen. Die Ak eu e e suchen, jenen Teil des Schocks he aus-
22 Fe ne wissen die Ak eu e auch, daß die Zen albank genau diese G öße zu
G undlage ih e S abilisie ungspoli ik nimm . Siehe auch Fußno e 21.
5 K edi und Kapi al 1/1986
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7 2 Gus a -Adol Ho n
Übe sich 1
Zus and
Va iable A*1 <5+0
A
= 1
A = =
1 (5=0
Co (1 +
Ò) A
1 A
Co a2 ai 03
Ci (1 -
A)
a0
a2
0 (1 -
A)
a0
a 3
C2
- (1 -
A)
a2
0 - (1 -
A)
a3
C3
ö
(1
-
A)
a0
a2
0 0
c4
(1 - A) l0 + (1 + Ö)kai0
a2
e (1 -
A)
a0 +
Aai
0
03
C5
- (1 + ö) (1 - G)
A
- (1 - 0)
— A (1 —
0)
C5 a2 ax a3
a2
:= (1
-
A)
a0 +
(1 + <5) A
a3 := (1
-
A) a0 + ai A
Allein die unbeein lußba en ökonomischen S ö ungen e ände n die
T ansak ionswünsche. Die mone ä en Schocks wi ken nu inso e n au die
ealen G ößen, als sie i ümliche weise zumindes eilweise als sek o ales
Phänomen on den Ma k eilnehme n in e p e ie we den. Im Falle eine
solchen Ve wechslung glauben die Ak eu e eines Ma k es, daß z.B. ein posi-
i e mone ä e Schock eine e höh e Nach age nach den P oduk en allein
dieses Sek o s da s ell und sie eagie en en sp echend mi ih e P oduk-
ion.
Die nich mone ä en Schocks bewi ken eine Senkung des Real e mögens
in Höhe ih es e mu e en agg egie en An eils. Agg egie e Schocks eiben
das agg egie e e wa e e P eisni eau nach oben. Zusä zlich s eue die
Zen albank au g und ih e E wa ungen mi eine Senkung de nominalen
Geldmenge gegen und äg dami zu eine wei e en Reduk ion bei.
Das Bild ände sich g undlegend, wenn äge P eisbewegungen die
Ma k äumung e hinde n. In diesem Fall gewinn , wie die Übe sich zeig ,
auch die sys ema ische Geldpoli ik Bedeu ung ü die Bes immung des
e wa e en Real Ve mögens. Geldmengenände ungen üh en au g und de
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P eiss abilisie ende Geldpoli ik 73
ägen P eisen wicklung zu eine gleichge ich e en Ände ung des e wa e-
en Real e mögens. Die Ak eu e wissen da um und passen ih e T ans-
ak ionswünsche en sp echend an. Sys ema ische Geldpoli ik ha somi in
Gegenwa igide P eisbildung eale Auswi kungen. Dies is um so bedeu-
ungs olle , als die E ek e au g und de un e s ell en a ionalen E wa -
ungsbildung nich au o wäh ende Täuschung de Ak eu e be uhen. De
G und ü die Wi ksamkei lieg allein in de P eis igidi ä . Gene ell
bewi k de en Zunahme, daß die ealen G ößen neben dem P eisni eau de
Vo pe iode s ä ke du ch die Komponen en de Geldpoli ik beein luß we -
den. Je wenige sich die Geldpoli ik, wie in (11) da ges ell , in P eis eak io-
nen niede schläg , des o meh kommen Mengen eak ionen zum T agen. Die
ägen P eisbewegungen sind au de einen Sei e nu e minde du ch Poli-
ikmaßnahmen beein lußba und bewi ken dami au de ande en Sei e,
daß Geldmengenände ungen zu eine Ände ung de T ansak ionswünsche
üh en.
Zusammen assend läß sich es s ellen, daß äge, nich ma k äumende
P eisbildung eine Basis ü eine nich au Täuschung de Ak eu e angeleg e
eal wi ksame S abilisie ungspoli ik bilde . Nu in einem solchen Zusam-
menhang wi k die Regel de Zen albank übe ih e ein mone ä e Zielse -
zung hinaus au das Ak i i ä sni eau de Ökonomie.
V. Schluß olge ungen
Diese Bei ag beabsich ig e die Un e suchung on p eiss abilisie ende
Geldpoli ik in Gegenwa äge P eisbewegungen und a ionale E wa -
ungen. Als E gebnisse lassen sich es s ellen:
1. Eine an iin la ionä e Geldpoli ik is im Sinne ih e Zielse zung unab-
hängig on de Rigidi ä de P eisbewegungen e olg eich.
2. Sie zeig jedoch nu dann eale Auswi kungen, wenn das he schende
P eissys em nich ma k äumend is .
3. Die Annahme s ändig ge äum e Mä k e e weis sich somi als essen iell
ü die Neu ali ä sys ema ische Geldpoli ik.
4. Das Konzep a ionale E wa ungen is mi allen diesen Schluß olge-
ungen e einba .
5. Es gib dahe bei Rigidi ä eal wi ksame Geldpoli ik egeln, welche nich
au Täuschung de Ak eu e be uhen, da dieses du ch die Annahme a io-
nale E wa ungen ausgeschlossen wu de.
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74 Gus a -Adol Ho n
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Zusammen assung
P eiss abilisie ende Geldpoli ik
De o liegende Bei ag beschä ig sich mi de F age, ob eine Regelpoli ik de
Zen albank, die P eiss abilisie ung zum Ziel ha , e olg eich sein kann, wenn die
Wi scha ssubjek e a ionale E wa ungen haben. Fe ne wi d un e such , inwiewei
sich die Resul a e ände n, wenn die P eisbewegungen äge,
d. h.
nich ausschließlich
an de Ma k äumung ausge ich e sind.
Als ein E gebnis läß sich es hal en, daß die p eiss abilisie ende Geldpoli ik unab-
hängig on de T äghei de P eisbewegungen e olg eich is . Geldpoli ik zeig jedoch
nu dann eale Auswi kungen, wenn das P eissys em ma k äumend is . Die
Annahme s ändig ge äum e Mä k e e weis sich somi als essen iell ü die Neu ali-
ä on Poli ik egeln.
Die eale Wi ksamkei de Geldpoli ik basie zudem in diesem Um eld im Gegen-
sa z zu manchen mone a is ischen Vo s ellungen wegen de a ionalen E wa ungen
nich au de Täuschung de Wi scha ssubjek e. Allein die Ungleichgewich e e u -
sachende T äghei de P eisbewegungen is somi G undlage ü die Nich -Neu ali-
ä de Poli ik de Zen albank.
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P eiss abilisie ende Geldpoli ik
Summa y
75
P ice-s abilizing Mone a y Policy
The p esen a icle dealls wi h he ques ion o whe he a egula o y policy o he
cen al bank aimed a p ice s abiliza ion can be success ul when economic en i ies
ha e a ional expec a ions. A u he line o inqui y is how a he esul s change
when p ice mo emen s a e sluggish,
i. e.,
no o ien ed exclusi ely o clea ing he ma -
ke .
One esul ha can be a i med is ha he p ice-s abilizing mone a y policy is suc-
cess ul ega dless o he ine ia o p ices. Mone a y policy has eal e ec s, howe e ,
only when he p ice-sys em ends o clea he ma ke . The assump ion o cons an ly
clea ed ma ke s hus p o es essen ial o he neu ali y o policy ules.
Fu he mo e, he eal e ec i eness o mone a y policy in his ield is no based, in
con as o some mone a is ic no ions, on he decep ion o economic en i ies on ac-
coun o he a ional expec a ions. Hence, solely he disequilib ium-gene a ing slug-
gishness o p ice mo emen s is he basis o non-neu ali y o cen al bank policy.
Résumé
Poli ique moné ai e de s abilisa ion des p ix
Le p ésen a icle analyse si une poli ique de la banque cen ale, isan à s abilise
les p ix, peu ê e
e icace
lo sque les suje s économiques on des a en es a ionnelles.
Elle examine en ou e à quel poin les ésul a s se modi ien lo sque les mou emen s
des p ix son ine es, c'es -à-di e qu'ils ne isen pas uniquemen à liquide le ma ché.
Un des ésul a s de ce e é ude es que la poli ique moné ai e isan à s abilise les
p ix es e icace indépendammen de l'ine ie des mou emen s des p ix. La poli ique
moné ai e n'a cependan des e e s éels que lo sque le sys ème des p ix liquide le
ma ché. L'hypo hèse de ma chés cons ammen liquidés es donc essen ielle pou la
neu ali é des ègles poli iques.
Con ai emen à ce qu'a i men ce aines concep ions moné a is es, l'e icaci é
éelle de la poli ique moné ai e ne se base pas dans ce con ex e su la ompe ie des
suje s économiques à cause des a en es a ionnelles. Seule l'ine ie des mou emen s
des p ix, causan des déséquilib es, pose ainsi la base de la non-neu ali é de la poli i-
que de la banque cen ale.
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