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Partizipation am Arbeitsmarkt: Eine Schwerbehinderung hat oft gravierende Folgen für den weiteren Erwerbsverlauf

Collischon, Matthias,Hiesinger, Karolin,Pohlan, Laura,Breuer, Emily

Abstract

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Collischon, Matthias; Hiesinger, Karolin; Pohlan, Laura; Breuer, Emily Research Report Partizipation am Arbeitsmarkt: Eine Schwerbehinderung hat oft gravierende Folgen für den weiteren Erwerbsverlauf IAB-Kurzbericht, No. 22/2024 Provided in Cooperation with: Institute for Employment Research (IAB) Suggested Citation: Collischon, Matthias; Hiesinger, Karolin; Pohlan, Laura; Breuer, Emily (2024) : Partizipation am Arbeitsmarkt: Eine Schwerbehinderung hat oft gravierende Folgen für den weiteren Erwerbsverlauf, IAB-Kurzbericht, No. 22/2024, Institut für Arbeitsmarktund Berufsforschung (IAB), Nürnberg, https://doi.org/10.48720/IAB.KB.2422 This Version is available at: https://hdl.handle.net/10419/309058 Standard-Nutzungsbedingungen: Die Dokumente auf EconStor dürfen zu eigenen wissenschaftlichen Zwecken und zum Privatgebrauch gespeichert und kopiert werden. 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Übergänge in Arbeitslosigkeit spielen dagegen kaum eine Rolle. ●Für diejenigen, die weiterarbeiten, gehen die Löhne nach Eintritt der Schwerbehinderung langfristig zurück: Nach fünf Jahren liegen die Verluste bei 7 Prozentpunkten im Vergleich zur Kontrollgruppe. ●Neben denjenigen, die den Ar - beits markt komplett verlassen, wech seln viele Personen mit Schwer be hinderung in Teilzeit oder in Tätigkeiten, die körperlich wie psychisch weniger belastend sind als die Tätigkeiten, die sie vor dem Eintritt der Schwerbehinderung aus geübt haben. 22 | 2024 Angesichts einer alternden Gesellschaft wird es immer wichtiger, Ältere länger in Arbeit zu halten. Ein großes Hindernis dabei sind gesundheitliche Einschränkungen, etwa in Form von Schwerbehinderungen. Sie können die Teilnahme am Erwerbsleben erschweren und erhebliche Konsequenzen für den weiteren Erwerbsverlauf haben: Fünf Jahre nach dem Eintreten einer Schwerbehinderung sinken sowohl die Erwerbsbeteiligung als auch die Einkommen der Betroffenen deutlich. Die aktuelle Diskussion um den Fachkräftemangel verdeutlicht die Schwierigkeiten von Arbeitgebern, genügend Personen zu finden, um ihre offenen Stellen zu besetzen (Fitzenberger/Hiesinger/Holleitner 2024). Im Zuge des demografischen Wandels und des dadurch steigenden durchschnittlichen Alters der Erwerbstätigen dürfte sich dieses Problem in Zukunft eher noch verschärfen. Ein möglicher Lösungsansatz besteht darin, Menschen, die nicht erwerbstätig sind, eine Teilnahme am Arbeitsmarkt zu ermöglichen und bestehende Barrieren für eine Erwerbsbeteiligung abzubauen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf Personen, die aufgrund von gesundheitlichen Einschränkungen nicht oder nur begrenzt am Erwerbs leben teilnehmen können. Hierbei geht es häufig auch um Menschen mit Schwerbehinderungen. Schwerbehinderungen sind in Deutsch - land weit verbreitet: 2023 gab es hierzulande etwa 3,1 Millionen Menschen zwischen 15 und 65 Jahren, die eine amtlich anerkannte Schwerbehinderung aufwiesen (Statistisches Bundesamt 2024). Der Anteil derjenigen mit einer angeborenen Schwerbehinderung ist dabei sehr gePartizipation am Arbeitsmarkt Eine Schwerbehinderung hat oft gravierende Folgen für den weiteren Erwerbsverlauf von Matthias Collischon, Karolin Hiesinger, Laura Pohlan und Emily Breuer ring, denn oftmals treten Schwerbehinderungen erst im Laufe des (Erwerbs-)Lebens auf. Dies bedeutet für die Betroffenen häufig einen radikalen Einschnitt in ihr Leben, mit weitreichenden Konsequenzen für viele Bereiche (z. B. Rauch/Reims 2020). Es geht deshalb vor allem darum, ihnen die Erwerbsbeteiligung trotz Schwerbehinderung weiter zu ermöglichen. Nachfolgend werden die Ergebnisse einer empirischen Analyse präsentiert, wie das Eintreten einer Schwerbehinderung die individuelle Erwerbsbiografie beeinflusst. Die Untersuchung basiert auf administrativen Daten der Bundesagentur für Arbeit aus der Beschäftigungsstatistik der schwerbehinderten Menschen (BsbM), die wir mit den Integrierten Erwerbsbiografien (IEB) des IAB verknüpft haben (für mehr Informationen vgl. Infobox 1). Die bisherige Forschungsliteratur zu den Beschäftigungsund Einkommenseffekten nach dem Eintreten einer Behinderung beruht hingegen auf Umfragedaten von Personen (Charles 2003; Lechner/Vazquez-Alvarez 2011; Polidano/Vu 2015). Die administrativen Daten beinhalten genaue und verlässliche Informationen zum Behindertenstatus und zum Erwerbsstatus sowie eine deutlich größere Stichprobe als Befragungsdaten. So werden in den Analysen etwa 150.000 Personen betrachtet, die im Laufe ihres Erwerbslebens eine Schwerbehinderung erfahren haben, diese vom Versorgungsamt anerkennen ließen und dem Arbeitgeber meldeten. Darüber hinaus können Mechanismen wie Arbeitszeitanpassungen, Berufsund Tätigkeitswechsel oder Gründe, warum ein Austritt aus dem Arbeitsmarkt geschieht, untersucht werden. Bei Menschen, bei denen eine Schwerbehinderung auftritt, geht die Erwerbsbeteiligung deutlich zurück Für unsere Analysen nutzen wir eine Stichprobe von Personen im Alter von 30 bis 55 Jahren, bei denen zwischen 2005 und 2013 eine Schwerbehinderung eingetreten ist, die sie dem Arbeitgeber gemeldet haben (vgl. dazu auch Infobox 1), die fünf Jahre davor beschäftigt waren und die zum Zeitpunkt des Eintretens der Schwerbehinderung in Betrieben mit 20 oder mehr Angestellten arbeiteten. Im Folgenden setzen wir der Einfachheit halber das Eintreten der Schwerbehinderung mit der Meldung und Anerkennung gleich. Zu beachten ist jedoch, dass die Zeitpunkte für beide Ereignisse nicht notwendigerweise übereinstimmen müssen (vgl. Infobox 1). 57 Prozent der Personen in unserer Stichprobe, die schwerbehindert wurden, sind männlich; 45 Prozent sind zwischen 50 und 55 Jahre alt und 80 Prozent haben einen Berufsausbildungsabschluss. Zunächst betrachten wir deskriptiv die Erwerbsverläufe von den Personen, bei denen eine Schwerbehinderung auftritt (vgl. Abbildung A1 auf Seite 3). In Grafik A1.a sind die Tage pro Jahr dargestellt, die Personen beschäftigt sind, in Grafik A1.b das Jahreseinkommen aus der Hauptbeschäftigung. Hierbei zeigt sich, dass sowohl das Einkommen als auch die Zahl der Tage in Erwerbsarbeit bereits vor dem Eintreten der Schwerbehinderung abnehmen. Dies liegt vermutlich daran, dass es einige Zeit dauert, bis die Schwerbehinderung amtlich festgestellt wird, auch wenn die gesundheitlichen Probleme schon vorher auftreten. Der Rückgang der Tage in Erwerbsarbeit ist erheblich: Ihre Zahl sinkt von 360 vor dem Eintreten der Schwerbehinderung auf etwa 260 Tage jährlich Datenquelle und Stichprobe In unseren Analysen nutzen wir administrative Daten der Bundesagentur für Arbeit (BA) aus der Beschäftigungsstatistik der schwerbehinderten Menschen (BsbM) sowie Daten der Integrierten Erwerbsbiografien (IEB), welche mit Daten des Betriebshistorik-Panel (BHP) zusammengeführt werden. Diese Daten geben uns tagesgenaue Informationen zu sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und zu den Betrieben, in denen diese Personen arbeiten. Wir betrachten Beschäftigte, bei denen im Zeitraum 2005 bis 2013 eine Schwerbehinderung eintrat, und analysieren die Erwerbsverläufe dieser Personen jeweils fünf Jahre vor und fünf Jahre nach Eintreten der Schwerbehinderung. Da nur Unternehmen mit mindestens 20 Beschäftigten Informationen zu Schwerbehinderungen ihrer Angestellten an die BA melden müssen, ist unsere Stichprobe auf Unternehmen mit 20 oder mehr Beschäftigten begrenzt. Die IEB enthalten Informationen zu Perioden sozialversicherungspflichtiger und geringfügiger Beschäftigung sowie Arbeitslosigkeitsperioden. Nichterwerbsbeteiligung umfasst den Zustand ohne Meldung in den Daten. Dabei kann es sich auch um eine Beamtenoder Selbstständigen-Tätigkeit handeln. Die Schwerbehinderung wird in den Daten erfasst, wenn sie amtlich anerkannt ist und dem jeweiligen Arbeitgeber gemeldet wurde. Das bedeutet, dass das tatsächliche Eintreten der Schwerbehinderung in jedem Fall vor der Meldung erfolgt, weshalb wir als Referenzpunkt für den Matching-Ansatz (vgl. Infobox 2 auf Seite 4) den Zeitpunkt zwei Jahre vor der Meldung nutzen. Aus den Daten der BsbM identifizieren wir 148.660 schwerbehinderte oder diesen gleichgestellte Personen im Alter von 30 bis 55 Jahren, die ihre Schwerbehinderung dem Arbeitgeber gemeldet haben. Aus der IEB-Stichprobe identifizieren wir neun Millionen Personen, die in den gleichen Betrieben und Berufen arbeiten und bei denen keine Schwerbehinderung vorliegt. Aus diesen Personen ziehen wir eine Vergleichsgruppe, die ähnliche Eigenschaften wie die Personen haben, die das Auftreten einer Schwerbehinderung erleben und vergleichen deren Erwerbsverläufe (vgl. Infobox 2). Eine genauere Beschreibung der Stichprobe findet sich bei Collischon/Hiesinger/Pohlan (2023). 1 2IAB-Kurzbericht 22|2024 fünf Jahre nach dem Eintritt der Schwerbehinderung. Gleiches gilt für das Einkommen, das im selben Zeitraum um etwa 10.000 Euro sinkt. Tritt eine Schwerbehinderung auf, beeinträchtigt dies stark den Erwerbsverlauf In Abbildung A1 wird der Karriereverlauf deskrip tiv nach Eintreten der Schwerbehinderung betrachtet. Dabei ist nicht klar, ob diese Entwicklung kausal mit der Schwerbehinderung zusammenhängt oder ob die Betroffenen unabhängig davon sowieso weniger arbeiten würden, etwa aufgrund ihres Alters. Um dem kausalen Effekt näher zu kommen, nutzen wir einen sogenannten Matching-Ansatz, bei dem wir für Personen, die schwerbehindert werden, statistische Zwillinge auswählen. Diese Personen weisen die gleiche Wahrscheinlichkeit auf, schwerbehindert zu werden, wie Personen, bei denen die Schwerbehinderung tatsächlich eintritt. Die Auswahl der statistischen Zwillinge erfolgt aus einer Stichprobe von Personen, die in den gleichen Betrieben und Berufen arbeiten, bei denen aber keine Schwerbehinderung vorliegt. Dabei betrachten wir Personen im gleichen Alter, im gleichen Jahr, mit dem gleichen Geschlecht und sonst ähnlichen Charakteristika, die zwar dieselbe Wahrscheinlichkeit aufweisen, schwerbehindert zu werden, bei denen dies aber nicht eintritt. Mithilfe dieser Stichprobe lässt sich die Entwicklung wichtiger Zielgrößen vor und nach dem Eintreten der Schwerbehinderung betrachten (für nähere Informationen zur Methodik vgl. Infobox 2 und Collischon/Hiesinger/Pohlan 2023). Zunächst untersuchen wir die Unterschiede in der Wahrscheinlichkeit, erwerbstätig zu sein (vgl. Abbildung A2 auf Seite 4). Unser Datensatz ist so zugeschnitten, dass alle Personen innerhalb der fünf Jahre vor dem Eintreten der Schwerbehinderung arbeiten, weshalb wir in der Periode vorher keinen Unterschied sehen. Wenn die Schwerbehinderung eingetreten ist, zeigt sich jedoch ein deutlicher Unterschied, der sich über die Zeit vergrößert: Fünf Jahre danach haben Personen, die schwerbehindert sind, eine etwa 16 Prozentpunkte niedrigere Wahrscheinlichkeit, erwerbstätig zu sein als ihre statistischen Zwillinge, die nicht schwerbehindert wurden. Anmerkungen: Die Abbildung zeigt die Verläufe der Tage in Beschäftigung und das jährliche Einkommen für Personen mit Schwerbehinderung fünf Jahre vor und nach Eintreten der Schwerbehinderung. Das jährliche Einkommen (in Euro) ist definiert als das Produkt aus Beschäftigungstagen und Tageslöhnen. Das Einkommen wurde mit den Preisen von 2015 deflationiert. Anzahl der betrachteten Personen mit Schwerbehinderung: 148.660. Quelle: BsbM und IEB, Jahre des Eintretens der Schwerbehinderung: 2005–2013. © IAB Beschäftigungsumfang und Einkommen vor und nach dem Eintreten einer Schwerbehinderung im Erwerbsverlauf Deskriptive Erwerbsverläufe von Beschäftigten, bei denen eine Schwerbehinderung eingetreten ist A1 320 280 300 340 380 360 240 260 1–5 –4 –3 –2 –1 0 2 43 5 Jahre vor und nach Eintreten der Schwerbehinderung A1.a Beschäftigungsumfang in Tagen pro Jahr 36 32 34 38 42 40 28 30 24 26 1–5 –4 –3 –2 –1 0 2 43 5 Jahre vor und nach Eintreten der Schwerbehinderung A1.b Jahreseinkommen in tausend Euro Analysemethode Um die Effekte des Auftretens einer Schwerbehinderung zu untersuchen, kombinieren wir einen Propensity-Score-Matching-Ansatz mit einer Event-Study-Analyse (für mehr Informationen siehe Collischon/Hiesinger/Pohlan 2023). Das Auftreten einer Schwerbehinderung ist nicht zufällig: so steigt etwa die Wahrscheinlichkeit mit dem Alter. Aus diesem Grund können wir nicht einfach die Erwerbsverläufe von allen Personen insgesamt mit denen vergleichen, die schwerbehindert werden, sondern müssen zu den Personen, die schwerbehindert werden (der Treatmentgruppe) eine passende Kontrollgruppe finden. In einem ersten Schritt wird die potenzielle Kontrollgruppe auf Personen eingeschränkt, die im selben Zeitraum wie die Treatmentgruppe in einem Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten gearbeitet haben sowie in Betrieben und Berufen, in denen mindestens eine Person mit Schwerbehinderung beschäftigt ist. In einem nächsten Schritt nutzen wir einen Propensity-ScoreMatching-Ansatz, bei dem wir die Wahrscheinlichkeit, zu einem bestimmten Zeitpunkt schwerbehindert zu werden, berechnen – und zwar auf Basis des Alters, Geschlechts, Kalenderjahres und verschiedener Arbeitsmarktcharakteristika, wie unter anderem Beruf, Einkommen und Arbeitsmarkterfahrung. Dies nutzen wir, um zu jeder Person, die schwerbehindert wird, eine Kontrollperson zu identifizieren, die sonst die gleichen Eigenschaften aufweist, bei der aber keine Schwerbehinderung auftritt. Anschließend verwenden wir die so identifizierte Treatmentund Kontrollgruppe, um die Erwerbsverläufe im Zeitraum von fünf Jahren vor dem Eintreten der Schwerbehinderung bis fünf Jahre danach zu vergleichen. Unserer Analyse liegt die Annahme zugrunde, dass die Differenz in den Erwerbsverläufen nach dem Eintreten der Schwerbehinderung vorrangig durch die Schwerbehinderung zu erklären ist. 2 3IAB-Kurzbericht 22|2024 Dies schlägt sich spiegelbildlich in einer 15 Prozentpunkte höheren Wahrscheinlichkeit nieder, in die Nichterwerbsbeteiligung zu wechseln (ohne Abbildung). Datenbedingt sind keine genaueren Aussagen über die Art der Nichterwerbsbeteiligung möglich. Sie bedeutet in diesem Zusammenhang lediglich, dass die betrachteten Personen weder erwerbstätig noch arbeitslos gemeldet sind. Dennoch liegt die Vermutung nahe, dass Menschen, die den Arbeitsmarkt verlassen, Entgeltersatzleistungen wie Erwerbsminderungsrenten beziehen, was wir hier nicht direkt untersuchen konnten. Übergänge in Arbeitslosigkeit spielen dagegen kaum eine Rolle. Welche Effekte das Eintreten einer Schwerbehinderung auf die Einkommen hat, ist in Abbildung A3 zu sehen. Zum einen wurden die Effekte auf das Jahreseinkommen für alle Personen analysiert – also auch für diejenigen, die nach dem Eintreten der Schwerbehinderung nicht mehr erwerbstätig sind. Zum anderen wurden die Effekte auf das logarithmierte Tagesentgelt für diejenigen Personen betrachtet, die nach dem Eintreten der Schwerbehinderung erwerbstätig bleiben. Es zeigt sich, dass das Jahreseinkommen von Menschen mit einer Schwerbehinderung im Vergleich zu ihren statistischen Zwillingen signifikant und stetig zunehmend sinkt. Auch die Tagesentgelte gehen bereits vor der offiziellen Anerkennung der Schwerbehinderung inklusive der Meldung an den Arbeitgeber deutlich zurück. Sie steigen im Anmerkungen: Die Abbildung zeigt, wie sich das Eintreten einer Schwerbehinderung auf das jährliche Einkommen und die logarithmierten Tagesentgelte im Vergleich zu ähnlichen Personen ohne Eintreten einer Schwerbehinderung auswirkt. Das jährliche Einkommen (in Euro) ist definiert als das Produkt aus Beschäftigungstagen und Tageslöhnen. Das Einkommen und die Tagesentgelte wurden mit den Preisen von 2015 deflationiert. Anzahl der betrachteten Personen mit Schwerbehinderung: 148.660, Anzahl der vergleichbaren Personen ohne Schwerbehinderung (Kontrollgruppe): 624.439. Lesebeispiel zu Grafik A3.b: Fünf Jahre nach Eintreten einer Schwerbehinderung reduziert sich das Tagesentgelt um etwa 7,2 log-Punkte (das entspricht etwa 7 Prozentpunkten) im Vergleich zu ähnlichen Personen, bei denen keine Schwerbehinderung eintritt. Quelle: BsbM und IEB, Jahre des Eintretens der Schwerbehinderung: 2005–2013. © IAB Wie sich das Eintreten einer Schwerbehinderung auf das Einkommen der Betroffenen auswirkt Effekt relativ zum Zeitpunkt zwei Jahre vor Eintreten der Behinderung (t = –2) A3 –5,0 –10,0 –7,5 –2,5 2,5 0 1–5 –4 –3 –2 –1 0 2 43 5 Jahre vor und nach Eintreten der Schwerbehinderung –2.000 –7.000 –3.000 –1.000 1.000 0 1–5 –4 –3 –2 –1 0 2 43 5 Jahre vor und nach Eintreten der Schwerbehinderung –5.000 –6.000 –4.000 A3.b Tagesentgelt (logarithmiert)A3.a Jahreseinkommen (in Euro) 95 %-Konfidenzintervalle –9.000 –8.000 Anmerkungen: Die Abbildung zeigt, wie sich das Eintreten einer Schwerbehinderung auf die Wahrscheinlichkeit, beschäftigt zu sein, im Vergleich zu ähnlichen Personen ohne Eintreten einer Schwerbehinderung auswirkt. Anzahl der betrachteten Personen mit Schwerbehinderung: 148.660, Anzahl der vergleichbaren Personen ohne Schwerbehinderung (Kontrollgruppe): 624.439. Lesebeispiel: Ein Jahr nach Eintreten einer Schwerbehinderung reduziert sich die Wahrscheinlichkeit, beschäftigt zu sein, um 10 Prozentpunkte im Vergleich zu ähnlichen Personen, bei denen keine Schwerbehinderung eintritt. Quelle: BsbM und IEB, Jahre des Eintretens der Schwerbehinderung: 2005–2013. © IAB –10 –20 –15 –5 5 0 1–5 –4 –3 –2 –1 0 2 43 5 Jahre vor und nach Eintreten der Schwerbehinderung Wie sich das Eintreten einer Schwerbehinderung auf die Beschäftigung der Betroffenen auswirkt Effekt in Prozentpunkten, relativ zum Zeitpunkt zwei Jahre vor Eintreten der Behinderung (t = –2) A2 95 %-Konfidenzintervalle 4IAB-Kurzbericht 22|2024 Jahr nach dem Eintreten zwar zunächst wieder an, doch dann folgt ein Abwärtstrend, der zu Verlusten von etwa 7 Prozentpunkten fünf Jahre nach dem Eintreten der Schwerbehinderung führt. Das Auftreten einer Schwerbehinderung führt also zu einem signifikanten Rückgang der Arbeitsmarktpartizipation und geht auch für diejenigen, die weiterhin erwerbstätig bleiben, mit geringeren Löhnen einher. Dies ist nicht überraschend, aber die Effekte sind erheblich. Um diese Nachteile mit geeigneten Maßnahmen auffangen können, ist es wichtig zu verstehen, welche Wirkungsmechanismen die Effekte bestimmen. Krankengeld und Tod erklären nur einen kleinen Teil der Abgänge aus Erwerbstätigkeit Um festzustellen, ob Betroffene infolge einer Schwerbehinderung eine Ersatzleistung wie Krankengeld erhalten oder versterben, können wir für Personen, die nicht mehr arbeiten, die Abmeldegründe aus der Erwerbstätigkeit auswerten. In Abbildung A4 sind die beiden Abmeldegründe „Lohnersatzleistungen“ und „Tod“ für den Untersuchungszeitraum dargestellt. Danach hat das Auftreten einer Schwerbehinderung nur wenig Einfluss darauf, den Arbeitsmarkt zu verlassen und gleichzeitig Entgeltersatzleistungen zu beziehen. Die Wahrscheinlichkeit hierfür erhöht sich auch fünf Jahre nach dem Auftreten der Schwerbehinderung nur um etwa 1 Prozentpunkt im Vergleich zur Kontrollgruppe. Dieser Effekt ist also deutlich kleiner als der Effekt auf die Erwerbstätigkeit. Die Wahrscheinlichkeit, zu versterben, ist zugleich nur etwa 0,3 Prozentpunkte höher als in der Vergleichsgruppe, bei der keine Schwerbehinderung eingetreten ist. Schwerbehinderte Menschen arbeiten häufiger in weniger körperlich fordernden Berufen und in Teilzeit Auch nach Meldung der Schwerbehinderung bleiben Betroffene häufig erwerbstätig. Das wirft die Frage auf, in welchen Berufen und Tätigkeiten sie weiterarbeiten. Die Vermutung liegt nahe, dass dies vor allem Berufe sind, die körperlich und psychisch weniger belastend sind als die bisherige Tätigkeit. Dies kann mithilfe des Index für Arbeitsbelastungen nach Kroll (2011) gemessen werden (vgl. Infobox 3 auf Seite 6). Denkbar ist auch, dass Menschen mit einer Schwerbehinderung ihre Arbeitsbelastung reduzieren, indem sie von Vollzeit in Teilzeit wechseln. All dies kann dazu beitragen, den Lohnverlust zu erklären. Die Abbildung zeigt, wie sich das Eintreten einer Schwerbehinderung auf die Gründe für eine permanente Nichterwerbsbeteiligung im Vergleich zu ähnlichen Personen ohne Eintreten einer Schwerbehinderung auswirken. Anzahl der betrachteten Personen mit Schwerbehinderung: 148.660, Anzahl der vergleichbaren Personen ohne Schwerbehinderung (Kontrollgruppe): 624.439. Lesebeispiel zu Grafik A4.a : Fünf Jahre nach Eintreten einer Schwerbehinderung erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, Lohnersatzleistungen zu erhalten, um etwa 1 Prozentpunkt im Vergleich zu ähnlichen Personen, bei denen keine Schwerbehinderung eintritt. Daten: BsbM und IEB, Jahre des Eintretens der Schwerbehinderung: 2005-2013. © IAB Wie sich das Eintreten einer Schwerbehinderung auf die Gründe für Nichterwerbsbeteiligung von Betroffenen auswirkt Effekt in Prozentpunkten, relativ zum Zeitpunkt zwei Jahre vor Eintreten der Schwerbehinderung (t = –2) A4 01–5 –4 –3 –2 –1 0 2 43 5 Jahre vor und nach Eintreten der Schwerbehinderung 2,0 1,0 1,5 0,5 95 %-Konfidenzintervalle A4.b Grund: TodA4.a Grund: Lohnersatzleistungen 2,0 0 1,0 1–5 –4 –3 –2 –1 0 2 43 5 1,5 0,5 Jahre vor und nach Eintreten der Schwerbehinderung 5IAB-Kurzbericht 22|2024 Unsere Ergebnisse zeigen, dass das Auftreten einer Schwerbehinderung die Wahrscheinlichkeit von Teilzeitarbeit erhöht (vgl. Abbildung A5). So steigt die Wahrscheinlichkeit, in Teilzeit zu arbeiten, zwei Jahre nach Eintreten der Schwerbehinderung um 2,5 Prozentpunkte im Vergleich zur Gruppe der Personen, die nicht schwerbehindert werden. Fünf Jahre nach Eintreten der Schwerbehinderung liegt dieser Wert bei 4,7 Prozentpunkten. Menschen mit einer Schwerbehinderung wechseln zudem häufiger den Arbeitgeber und üben vermehrt körperlich und psychisch weniger belastende Tätigkeiten aus (vgl. Abbildung A5). Diese Ergebnisse zeigen insgesamt, dass eine Schwerbehinderung mit einer Verringerung des Arbeitsvolumens oder der Intensität der Arbeit einhergeht. Anmerkungen: Die Abbildung zeigt, wie sich das Eintreten einer Schwerbehinderung auf Teilzeitarbeit, Betriebsund Tätigkeitswechsel im Vergleich zu ähnlichen Personen ohne Eintreten einer Schwerbehinderung auswirkt. Als Tätigkeitswechsel betrachten wir Wechsel zu einer physisch oder psychosozial weniger belastenden Tätigkeit (vgl. Infobox 3). Anzahl der betrachteten Personen mit Schwerbehinderung: 148.660, Anzahl der vergleichbaren Personen ohne Schwerbehinderung (Kontrollgruppe): 624.439. Lesebeispiel Grafik A5.a: Fünf Jahre nach Eintreten einer Schwerbehinderung erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, in Teilzeit zu arbeiten, um etwa 5 Prozentpunkte im Vergleich zu ähnlichen Personen, bei denen keine Schwerbehinderung eintritt. Quelle: BsbM und IEB, Jahre des Eintretens der Schwerbehinderung: 2005–2013. © IAB Wie sich das Eintreten einer Schwerbehinderung auf Teilzeitarbeit, Betriebsund Tätigkeitswechsel der betroffenen Beschäftigten auswirkt Effekte in Prozentpunkten, relativ zum Zeitpunkt zwei Jahre vor Eintreten der Behinderung (t = –2) A5 2 –1 1 3 5 4 1–5 –4 –3 –2 –1 0 2 43 5 Jahre vor und nach Eintreten der Schwerbehinderung 0 A5.a Teilzeit 2 –1 1 3 5 4 1–5 –4 –3 –2 –1 0 2 43 5 Jahre vor und nach Eintreten der Schwerbehinderung 0 A5.b Betriebswechsel 2 –1 1 3 5 4 1–5 –4 –3 –2 –1 0 2 43 5 Jahre vor und nach Eintreten der Schwerbehinderung 0 A5.c Arbeiten in einer körperlich weniger belastenden Tätigkeit 2 –1 1 3 5 4 1–5 –4 –3 –2 –1 0 2 43 5 Jahre vor und nach Eintreten der Schwerbehinderung 0 A5.d Arbeiten in einer psychosozial weniger belastenden Tätigkeit 95 %-Konfidenzintervalle Index für Arbeitsbelastungen nach Kroll (2011) Mit dem Auftreten körperlicher oder psychischer Einschränkungen ist insbesondere in physisch und psychisch stark fordernden Berufen eine Rückkehr zu den Tätigkeiten, die vor dem Auftreten der Behinderung ausgeübt wurden, oft nicht möglich. Um zu untersuchen, ob Personen nach dem Auftreten einer Behinderung in weniger fordernde Berufe wechseln, wird ein Index zu physischen und psychosozialen beruflichen Anforderungen verwendet. Dieser Index für Arbeitsbelastungen nach Kroll (2011) beschreibt das Ausmaß des Anforderungsniveaus eines Berufs in physischer und psychosozialer Hinsicht auf einer Skala von 1 (wenig fordernd) bis 10 (stark fordernd) auf Grundlage einer repräsentativen Erwerbstätigenbefragung. Unter physische Belastungen fallen dabei beispielsweise häufiges Tragen schwerer Lasten oder Lärmbelastungen, wobei psychosoziale Anforderungen Aspekte wie Zeitdruck oder die Häufigkeit von Unterbrechungen umfassen. Für eine detaillierte Beschreibung des Index siehe Kroll (2011). 3 6IAB-Kurzbericht 22|2024 gliederungsmaßnahmen sollten deshalb möglichst schnell und unbürokratisch geprüft werden, um einen niedrigschwelligen und zeitnahen Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Die Ergebnisse machen zum anderen deutlich, dass die meisten Menschen mit Schwerbehinderung trotz der gesundheitlichen Einschränkungen weiterarbeiten können. Diese Personen reduzieren oftmals ihre Arbeitszeit oder wechseln in Stellen, die weniger belastend sind als die bisherige Tätigkeit. Einschränkend möchten wir hier noch einmal erwähnen, dass die von uns betrachtete Gruppe tendenziell sehr arbeitsmarktnah ist, da alle Personen vor dem Eintreten der Schwerbehinderung fünf Jahre beschäftigt waren. Für eine erfolgreiche Wiedereingliederung ist es also wichtig, Flexibilität hinsichtlich Arbeitszeit und Beruf zu ermöglichen. Geeignete Weiterbildungsund Umschulungsmaßnahmen sowie gezielte Beratungsangebote können ebenfalls hilfreich sein, um einen Wechsel in andere Tätigkeiten zu erleichtern. In diesem Zusammenhang können Leistungen zur Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben eine wichtige Rolle spielen (Reims/Nivorozhkin/Tophoven 2017). Dies könnte auch im Sinne von Arbeitgebern sein, die laut den Ergebnissen von Hiesinger und Kubis (2022) häufig keine Unterschiede in der Arbeitsmotivation zwischen schwerbehinderten und nicht schwerbehinderten Personen sehen, jedoch über zu wenige (passende) Bewerbungen klagen. Die hier beschriebenen Maßnahmen können unter Umständen auch dieses Problem verringern. Fazit und Diskussion Schwerbehinderungen sind weit verbreitet und haben weitreichende Konsequenzen für die Lebensverläufe der Betroffenen. Unsere Analysen zeigen, dass das Auftreten einer Schwerbehinderung häufig mit einer reduzierten Erwerbsbeteiligung einhergeht. Dies äußert sich sowohl in einer geringeren Wahrscheinlichkeit, überhaupt zu arbeiten, als auch in Form von niedrigeren Löhnen und einer erhöhten Teilzeitbeschäftigung für diejenigen Personen, die weiterhin erwerbstätig sind. Zudem wechseln Beschäftigte, bei denen eine Schwerbehinderung auftritt, häufiger in körperlich oder psychisch weniger belastende Tätigkeiten. Neben den Auswirkungen auf den weiteren Karriereverlauf betrachten wir mögliche Wirkmechanismen, die die Effekte des Eintritts einer Schwerbehinderung bestimmen. Die Ergebnisse zeigen zum einen, dass Personen, die nicht mehr erwerbstätig sind, mehrheitlich in die Nichterwerbsbeteiligung übergehen anstatt in die Arbeitslosigkeit zu wechseln. Dies bedeutet, dass sich ein Großteil der nicht erwerbstätigen Menschen mit Schwerbehinderung nicht arbeitslos meldet und damit der Zugang zu entsprechenden Unterstützungssystemen der Bundesagentur für Arbeit vermutlich fehlt. Auch wenn genaue Informationen über die Nichterwerbsbeteiligung fehlen, legen die Ergebnisse nahe, den Kontakt zu Personen mit Schwerbehinderung – sofern es der gesundheitliche Zustand zulässt – aufrecht zu halten, um eine potenzielle Arbeitsmarktnähe zu fördern. WiedereinDr. Matthias Collischon ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich „Panel Arbeitsmarkt und soziale Sicherung” am IAB. matthias.c[email protected] Dr. Laura Pohlan ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsbereich „Arbeitsmarktprozesse und Institutionen” am IAB. laur[email protected] Dr. Karolin Hiesinger ist wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Forschungsgruppe des Direktors am IAB. karolin.hiesing[email protected] Emily Breuer ist studentische Hilfskraft im Forschungsbereich „Arbeitsmarktprozesse und Institutionen” am IAB. emily[email protected] 7IAB-Kurzbericht 22|2024 Impressum | IAB-Kurzbericht Nr. 22, 2.12.2024 | Herausgeber: Institut für Arbeitsmarktund Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit, 90327 Nürn berg | Redaktion: Elfriede Sonntag | Grafik & Gestaltung: Nicola Brendel | Foto: Wolfram Murr, Fotofabrik Nürnberg und privat | Druck: MKL Druck GmbH & Co. KG, Ostbevern | Rechte: Diese Publikation ist unter folgender Creative-Commons-Lizenz veröffentlicht: Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International (CC BY-SA 4.0) https://creativecommons.org/ licenses/by-sa/4.0/deed.de | IAB im Internet: www.iab.de. Dort finden Sie unter anderem diesen Kurzbericht zum kostenlosen Download | Kontakt: [email protected] | ISSN 0942-167X | DOI 10.48720/IAB.KB.2422 Literatur Charles, Kerwin Kofi (2003): The Longitudinal Structure of Earnings Losses among Work-Limited Disabled Workers. The Journal of Human Resources 38, S. 618–645. Collischon, Matthias; Hiesinger, Karolin; Pohlan, Laura (2023): Disability and Labor Market Performance. IZA Discussion Paper Nr. 16100. Fitzenberger, Bernd; Hiesinger, Karolin; Holleitner, Julia (2024): Fachund Arbeitskräftemangel ohne Ende? Was dagegen hilft – und was nicht. Aus Politik und Zeitgeschichte, 74 (22–23), S. 4–10. Hiesinger, Karolin; Kubis, Alexander (2022): Beschäftigung von Menschen mit Schwerbehinderungen: Betrieben liegen oftmals zu wenige passende Bewerbungen vor. IABKurzbericht Nr. 11. Kroll, Lars Eric (2011): Konstruktion und Validierung eines allgemeinen Index für die Arbeitsbelastung in beruflichen Tätigkeiten anhand von ISCO-88 und AkldB-92. Methoden – Daten – Analysen 5 (1), S. 63–90. Lechner, Michael; Vazquez-Alvarez, Rosalia (2011): The Effect of Disability on Labour Market Outcomes in Germany. Applied Economics 43 (4), S. 389–412. Polidano, Cain; Vu, Han (2015): Differential Labour Market Impacts from Disability Onset. Health Economics 24, S. 302–317. Rauch, Angela; Reims, Nancy (2020): Inklusion ins Erwerbsleben: Niemand darf wegen einer Behinderung benachteiligt werden. In: IAB-Forum, 27.11.2020. Reims, Nancy; Nivorozhkin, Anton; Tophoven, Silke (2017): Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen: Berufliche Rehabilitation zielt auf Prävention und passgenaue Förderung. IAB-Kurzbericht Nr. 25. Statistisches Bundesamt (2024): Statistik der schwerbehinderten Menschen 2023. Werteabruf unter www.destatis. de/genesis am 12.9.2024. 8IAB-Kurzbericht 22|2024