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Ein dynamisches Modell der Kreditbeziehungen zwischen einer Bank und ihren Kreditnehmern

Rudolph, Bernd

Abstract

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Full text

Rudolph, Be nd A icle Ein dynamisches Modell de K edi beziehungen zwischen eine Bank und ih en K edi nehme n K edi und Kapi al P o ided in Coope a ion wi h: Duncke & Humblo , Be lin Sugges ed Ci a ion: Rudolph, Be nd (1981) : Ein dynamisches Modell de K edi beziehungen zwischen eine Bank und ih en K edi nehme n, K edi und Kapi al, ISSN 0023-4591, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 14, Iss. 1, pp. 94-113, h ps://doi.o g/10.3790/ccm.14.1.94 This Ve sion is a ailable a : h ps://hdl.handle.ne /10419/292888 S anda d-Nu zungsbedingungen: Die Dokumen e au EconS o dü en zu eigenen wissenscha lichen Zwecken und zum P i a geb auch gespeiche und kopie we den. Sie dü en die Dokumen e nich ü ö en liche ode komme zielle Zwecke e iel äl igen, ö en lich auss ellen, ö en lich zugänglich machen, e eiben ode ande wei ig nu zen. So e n die Ve asse die Dokumen e un e Open-Con en -Lizenzen (insbesonde e CC-Lizenzen) zu Ve ügung ges ell haben soll en, gel en abweichend on diesen Nu zungsbedingungen die in de do genann en Lizenz gewäh en Nu zungs ech e. Te ms o use: Documen s in EconS o may be sa ed and copied o you pe sonal and schola ly pu poses. You a e no o copy documen s o public o comme cial pu poses, o exhibi he documen s publicly, o make hem publicly a ailable on he in e ne , o o dis ibu e o o he wise use he documen s in public. I he documen s ha e been made a ailable unde an Open Con en Licence (especially C ea i e Commons Licences), you may exe cise u he usage igh s as speci ied in he indica ed licence. h ps://c ea i ecommons.o g/licenses/by/4.0/ Ein dynamisches Modell de K edi beziehungen zwischen eine Bank und ih en K edi nehme n Von Be nd Rudolph, F ank u a. M. I. Mögliche Fehlen scheidungen de Banken bei de K edi e gabe Zuweilen hö man die Behaup ung, Banken ä en ih e K edi en - scheidungen in bes imm en Si ua ionen gegen die sachlich beg ünde en In e essen ih e K edi nehme . Eine sei s wi d nämlich de Vo wu e hoben, Banken e weige en gelegen lich „an sich gesunden" Un e - nehmen no wendige K edi mi el und ieben diese dami zu Zahlungs- un ähigkei ode e hinde en zumindes ein asche es Wachs um diese Un e nehmen. Ande e sei s hö man auch den en gegengese z en Vo - wu , Banken p olongie en manchmal K edi e ode dehn en ih e En- gagemen s soga aus bei „an sich konku s ei en" Un e nehmen. De e s e Vo wu eine Ve weige ung no wendige K edi mi el kann aus abweichenden Zukun se wa ungen de K edi nehme und de k edi gebenden Banken esul ie en, wenn nämlich de K edi neh- me seine eigene wi scha liche En wicklung op imis ische einschä z als das K edi ins i u , bei dem e seinen K edi an ag s ell . Bei de e was o eilig bissigen Kennzeichnung de Banken als Ins i u ionen, die einen Regenschi m anbie en, wenn die Sonne schein , und ihn wiede einziehen, sobald es egne , wi d eben häu ig übe sehen, daß eine meinen kann, daß die Sonne schein , und ein ande e umgekeh meinen kann, daß es egne , und dennoch beide Rech haben können. Auch de zwei e Vo wu gegenübe den Banken, nämlich de Vo - wu eine unge ech e ig en P olonga ion ode Au s ockung on K edi en, esul ie häu ig aus E wa ungsdi e enzen. Man hö diesen Vo wu nämlich egelmäßig dann, wenn in de P esse ex pos aus de Ta sache des inanziellen Zusammenb uchs eines Un e nehmens de Schluß gezogen wi d, daß de Schaden ü alle Be eilig en kleine ge- blieben wä e, wenn die Banken „zu ich igen Zei " (also imme schon ühe ) ih en wei e en K edi e weige hä en. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.14.1.94 | Gene a ed on 2023-01-16 12:46:09 K edi beziehungen zwischen eine Bank und ih en K edi nehme n 95 De o liegende Bei ag beabsich ig eine Auseinande se zung mi dem zwei en genann en Vo wu . In de A gumen a ion soll abe mög- lichs e mieden we den, sich au abweichende In o ma ionen und da aus olgende E wa ungsdi e genzen de K edi pa ne zu s ü zen. Mi de Annahme abweichende E wa ungen läß sich zu leich zu iel e klä en. Es soll also im olgenden on de P ämisse ausgegangen we - den, daß K edi nehme und K edi gebe die zukün ige inanzielle En - wicklung des k edi nehmenden Un e nehmens gleich einschä zen (ho- mogene E wa ungen). Un e diese Vo ausse zung is zu p ü en, ob das den Banken o gehal ene Fehl e hal en eine a ionalen K edi e - gabes a egie en sp echen kann ode ob es doch ehe als sys ema isch nich wei e beg ündba e Einzele scheinung zu we en is . Da ü , daß die Möglichkei eines solchen Ve hal ens in de Besonde - hei on K edi beziehungen angeleg is , sp ich das olgende Zi a , das de „Bankpoli ik" on Felix Soma y en nommen is 1: „O genug s ell de Anlagek edi den Banklei e o die F age, ob e du ch Bewilligung de K edi e höhung »gu es Geld dem schlech en nachwe - en solle' und die Kuns , ech zei ig mi de K edi gewäh ung innezuhal en, is sel en genug; sie se z Ene gie und Mangel an Ei elkei o aus. Es muß zu eine Zei Einhal gebo en we den, in de es dem Un e nehmen noch möglich is , ande swo Kapi al zu bekommen; is diese Zei punk übe sch i en, so is die Bank die Ge angene ih es Schuldne s. Ein Anlagek edi an ein schlech gehendes Un e nehmen kos e einen e heblichen Teil de Zei eines Bank- di ek o s und be ei e meh So ge und Au egung als de Un e schied in den Kondi ionen zwischen Geldma k - und Anlagek edi au wiegen kann." K edi beziehungen können also nach Soma y dazu üh en, daß K e- di gebe in eine gewisse Abhängigkei on ih en K edi nehme n ge a- en, so daß sie zu eine P olonga ion ode E höhung ih e K edi e be ei sind, obwohl sie quali a i öllig e gleichba e Neuengagemen s ableh- nen wü den. Um diese le z e Aussage p äzise o mulie en zu können, muß ein quan i a i e Ve gleich on Al - und Neuengagemen s möglich gemach we den. Bekann lich läß sich ein solche quan i a i e Ve gleich on Al - und Neuengagemen s au de Risikono mie ungs- und al e na i au de Risikoabgel ungs hese au bauen. Die Risikono mie ungs hese besag , daß Banken bei gegebenem Zins- sa z Mindes an o de ungen an die Quali ä ih e K edi posi ionen s el- len. Diese Mindes an o de ungen bezeichnen die T ennungsma ke ü i F. Soma y, Bankpoli ik, Tübingen 1915, S. 202. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.14.1.94 | Gene a ed on 2023-01-16 12:46:09 96 Be nd Rudolph K edi an äge, die im U eil de Bank zu zulässigen Engagemen s bzw. zu unzulässigen und dami abzulehnenden K edi an ägen üh en. Be- sch eib man die mögliche Abhängigkei des K edi gebe s om K edi - nehme mi Hil e de Risikono mie ungs hese, dann läß sich die Aus- sage, daß Banken an die Quali ä on Al engagemen s wenige s enge An o de ungen s ellen als an die Quali ä on Neuengagemen s, olgen- de maßen p äzisie en: Be ei s bes ehende K edi beziehungen können Banken dazu e anlassen, eine höhe e K edi aus all Wah scheinlichkei als die bei Neuk edi en ge o de e zu ole ie en2. De ande e Ansa z, au den sich ein quan i a i e Ve gleich on Al - und Neuengagemen s s ü zen kann, geh on de Risikoabgel ungs- hese aus. Folg man diesem Ansa z, dann kalkulie en Banken eine Risikop ämie in ih e Zins o de ungen ein, so daß eine s eigende Risikop ämie den höhe en Risikogehal eine K edi posi ion ausgleichen kann. Eine Abhängigkei de K edi gebe on ih en K edi nehme n kann bei Gül igkei de Risikoabgel ungs hese dadu ch zum Ausd uck geb ach we den, daß Banken bei gleichem Risikogehal ü Al k edi e un e Ums änden eine ge inge e Risikop ämie kalkulie en als ü Neu- k edi e. En scheidungssi ua ionen, die zu de angesp ochenen Abhängigkei üh en, so daß K edi gebe zwei elha e K edi e du ch die Gewäh ung zusä zliche K edi e zu e en e suchen, lassen sich au de G undlage de Risikono mie ungs hese ebenso angeben wie au de G undlage de Risikoabgel ungs hese. Wegen de o mal ein ache en Handhabba kei wi d im olgenden om Risikop ämienansa z ausgegangen, also un e - s ell , die Banken echne en zum Ausgleich ih es K edi aus all isikos eine äqui alen e Risikop ämie in ih e K edi zins o de ungen ein3. 2 Ein anschauliches Ve ah en zu Da s ellung und Diskussion de Risiko- no mie ungs hese is de Risikoho izon . Vgl. zu Ablei ung und Anwendung des Risikoho izon s H.-J. K ümmel, Finanzie ungs isiken und K edi spiel- aum, in: Zei sch i ü Be iebswi scha , Jg. 36, 1966, E gänzungshe , S. 134 .; B.Rudolph, Die K edi e gabeen scheidung de Banken, Opladen 1974; H.-J. K ümmel, Finanzie ungs isiken und K edi spiel aum, in: Hand- wö e buch de Finanzwi scha , S u ga 1976, Sp. 431 .; J. Wilhelm, Risi- koho izon und K edi spiel aum, in: Zei sch i ü be iebswi scha liche Fo schung, Jg. 29, 1977, S. 117 . Die Aussage, daß Banken schlech em Geld gu es hin e he we en, läß sich mi Hil e des Risikoho izon konzep s wie olg o mulie en: De Risikoho izon ü Al k edi e kann links om Risiko- ho izon ü Neuk edi e liegen. 3 Zu Auseinande se zung um die Risikono mie ungs- und Risikoabgel- ungs hese gl. B. Rudolph, Die K edi e gabeen scheidung de Banken, Op- laden 1974, S. 26 .; J. Süch ing, Risikoübe legungen bei de K edi inanzie- OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.14.1.94 | Gene a ed on 2023-01-16 12:46:09 K edi beziehungen zwischen eine Bank und ih en K edi nehme n 97 Im nach olgenden Abschni II. wi d ein ein aches Modell des P ozesses au einande olgende K edi e gabeen scheidungen be ach e . Das Mo- dell basie , dami die Ablei ungen möglichs ein ach und übe schauba bleiben, au seh un ealis ischen Annahmen. Das Modell is abe so kons uie , daß wich ige G undelemen e eine dynamischen K edi ge- be -K edi nehme -Beziehung deu lich we den können. Im d i en Ab- schni we den dann diese G undelemen e in einem allgemeine en Rah- men disku ie . II. Eine Analyse sequen ielle K edi e gabeen scheidungen 1. Cha ak e isie ung de zu inanzie enden In es i ionsgelegenhei Ausgangspunk unse e Übe legungen is die s ochas ische Zahlungs- cha ak e is ik eine zweipe iodigen In es i ionisgelegenhei . Die In es i- ion e o de in = 0 eine Auszahlung und üh in = 1 zu eine un- siche en Einzahlung. Un e de Vo ausse zung eine wei e en Auszah- lung in = 1 is dann in = 2 eine wiede unsiche e Einzahlung zu e - wa en. In den Abbildungen 1 und 2 sind die zu Besch eibung de Zahlungs- cha ak e is ik des In es i ionsp ojek es einge üh en Symbole sowie die Da en ü eine Beispiel echnung zusammenges ell . ung on Un e nehmen (II), in: Bankin o ma ion, 1976, He 3, S. 20 ., B. Rudolph, Be iebswi scha liche Übe legungen bei de Risikoplanung im K edi geschä de Banken; in: De Volks- und Be iebswi , Jg. 46, 1976, S. 261 . 7 K edi und Kapi al 1/1981 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.14.1.94 | Gene a ed on 2023-01-16 12:46:09 98 Be nd Rudolph Auszahlung in = 0: a0 = B + C = 113 e wa e e Einzahlungsübe schuß in = 1: E (e ) = qY = 0,9 X 147 = 132,30 Auszahlung in = 1: aj = C = 63 e wa e e Einzahlungsübe schuß in = 2: E (e2 e1 = Y) =pZ = 0,7 X 189 = 132,30 E (e2 | ei = 0) = pZ = 0,7 X 189 = 132,30 E (e2) = qE (e2 | ex = Y) + (1 - q) E (e2 | e± = 0) = 132,30 Liquida ionswe de Anlage in = 1: X = 35,7 Liquida ionswe de Anlage in = 2: 0 Abbildung 2: Da en de Zahlungscha ak e is ik des In es i ionsp ojek es Die In es i ion e o de im Zei punk 0 eine Anscha ungsauszahlung in Höhe on ao = B + C = 113, wobei man B = 50 als Anscha ungs- kos en eine Maschine ode Anlage und C = 63 als lau ende Be iebs- kos en in e p e ie en kann. Die In es i ion üh im Zei punk 1 mi eine Wah scheinlichkei on q = 0,9 zu eine Einzahlung ei in Höhe on y = 147. Mi de Gegen- wah scheinlichkei (1 — q) = 0,1 is de Einzahlungsübe schuß ei genau Null. Bei eine Fo üh ung de In es i ionsgelegenhei im Zei punk 1 müssen die lau enden Be iebskos en in Höhe on a = C = 63 ein wei e es mal au geb ach we den. E olg dagegen keine Wei e üh ung des P ojek s, dann läß sich aus dem Ve kau de im Zei punk = 0 angescha en Maschine ein (siche e ) Liquida ionse lös in Höhe on X = 35,7 e zielen. Die im Zei punk 2 e olgende Einzahlung C2 üh mi de Wah - scheinlichkei p = 0,7 bei Fo üh ung de In es i ion, unabhängig da- on, welche Einzahlung sich in = 1 e geben ha , zum E gebnis on Z = 189. Mi de Gegen Wah scheinlichkei (1 — p) = 0,3 be äg die Ein- zahlung &2 = 0. Es wi d nun angenommen, daß ein Un e nehme zu Du ch üh ung des cha ak e isie en In es i ionsp ojek es eine Kapi algesellscha (mi OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.14.1.94 | Gene a ed on 2023-01-16 12:46:09 K edi beziehungen zwischen eine Bank und ih en K edi nehme n 99 besch änk e Ha ung) g ünde , die spä es ens im Zei punk 2 au gelös wi d. In diese Gesellscha b ing e Eigenmi el in Höhe on Vo = 43 ein. Die nich du ch Eigenmi el au geb ach en In es i ionsauszahlungen sollen übe seine Hausbank emd inanzie we den. In allen im wei e en be ach e en Modell a ian en wi d angenom- men, daß sich die Hausbank und de Un e nehme isikoneu al e - hal en, d. h. den E wa ungswe de Wah scheinlichkei s e eilung ih es End e mögens maximie en. Fü die Hau9bank gil übe die Risiko- neu ali ä sannahme hinaus eine We bewe bsbedingung. Es wi d näm- lich da on ausgegangen, daß de We bewe b am K edi ma k dazu ge- üh ha , daß die Hausbank mi einem E wa ungswe des End e - mögenszuwachses du ch das mögliche K edi geschä in Höhe on Null a bei en muß. Die Hausibank inanzie also, da ih Re inanzie ungszins- sa z annahmegemäß gleich dem Kapi alma k zinssa z is , siche e K e- di e zum Kapi alma k zinssa z und unsiche e ( iskan e) K edi e zu einem K edi zinssa z i, de eine Risikop ämie zum Ausgleich des e wa - e en K edi aus allbe ages en häl (Risikoabgel ungs hese). Zum Kapi- alma k zinssa z kann auch de Un e nehme beliebige Be äge zwi- schenzei lich und ohne Risiko anlegen. Im olgenden we den zwei Möglichkei en de F emd inanzie ung de In es i ionsgelegenhei disku ie , die im Rahmen de un e s ell en Ka- pi alma k e häl nisse möglich sind: Im Abschni II.2. wi d eine ku z- sich ige K edi e gabepoli ik de Hausbank und im Abschni 11.4. zum Ve gleich eine wei sich ige Poli ik de Hausbank bei de Au nahme de K edi e bindung un e s ell . 2. Analyse de Finanzie ungsbedingungen bei eine ku zsich igen K edi poli ik de Hausbank Zu Beg enzung de Modellanalyse, die on allen denkba en K edi - lau zei en ausgehen könn e, wi d o ausgese z , daß die Hausbank aus- schließlich K edi e e gib , die eine Lau zei on genau eine Pe iode haben und dann einschließlich Zinsen zu Rückzahlung ans ehen. Es wi d nun in diesem Abschni angenommen, daß die Hausbank eine ku zsich ige Poli ik be eib . Sie geh nämlich bei ih e K edi en schei- dung im Zei punk 0 da on aus, daß das Un e nehmen im Zei punk 1 liquidie wi d, wenn die Einzahlungen aus dem In es i ionsp ojek nich zu Deckung de geplan en Auszahlungen des Un e nehmens aus- eichen. In diesem Fall dien das Un e nehmens e mögen zu wenig- 7» OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.14.1.94 | Gene a ed on 2023-01-16 12:46:09 100 Be nd Rudolph s ens eil weisen Be iedigung de Ve bindlichkei en gegenübe de Hausbank. In einem Meh pe iadenzusammenhang e gib sich eine solche ku z- sich ige Poli ik des K edi gebe s egelmäßig dann, wenn de Planungs- ho izon de Bank kleine is als die mögliche Lebensdaue des k edi - nehmenden Un e nehmens. Eine ku zsich ige Poli ik läß sich auch au die übliche Fo mulie ung de beiden Haup agen jede K edi wü dig- kei sp ü ung s ü zen: Die e s e Haup age de K edi wü digkei sp ü- ung ziel bekann lich au die Wah scheinlichkei , mi de de K edi - nehme den K edi in Zukun planmäßig bedienen kann. Die zwei e Haup age ich e sich au Si ua ionen, in denen de K edi nehme seinen Ve p lich ungen nich nachkommen kann: „Wie iel wi d wah - scheinlich bei de zwangsweisen Liquida ion des K edi nehme s e lös we den4". In dem hie be ach e en Beispiel wi d un e s ell , daß sich die Hausbank an de Wah scheinlichkei o ien ie , mi de im Zei - punk 1 K edi be ag und Zinsen planmäßig ge ilg we den und ande n- alls an dem in = 1 liquidie ba en Un e nehmens e mögen. Bei einigen Mi eln des Un e nehmens in Höhe on Vq = 43 be äg de zu Beginn in = 0 nachge ag e K edi be ag Ko = ao — Vo = = 113 — 43 = 70- Die Ände ung des Ve mögens Wi de Hausbank bei eine K edi e gabe an das Un e nehmen in Höhe on Ko und einem e einba en Zinssa z on io is in Gleichung (1) besch ieben. (1) AWX = - (1 + ) Ko + min {(1 + i0) e + X} . Die Bank e zich e au eine Anlage des K edi be ages Ko zum Ma k zinssa z bzw. nimm zu diesem Zinssa z den Be ag Ko au und e häl in = 1 en wede den e einba en K edi ückzahlungsbe ag (1 + io) Ko ode , weil mi (1 — q) = 0,1 de Einzahlungsübe schuß Null is , den Liquida ionse lös des Un e nehmens e mögens X. Da sich die Hausbank isikoneu al e häl , und an einem K edi ma k mi oll- kommenem We bewe b a bei e , is de E wa ungswe de Ände ung des Ve mögens de Hausbank in = 1 gleich Null. (2) E (AWj) = - (1 + ) Ko + q (1 + io) K0 + (1 - q) X = 0 Gleichung (2) implizie , daß Y > (1 + io) K0 gil , so daß de K edi mi de Wah scheinlichkei q = 0,9 olls ändig zu ückgezahl wi d. Is 4 H.-J. K ümmel, Zu Bewe ung im K edi s a us, in: Zei sch i ü be- iebswi scha liche Fo schung, Jg. 14, 1962, S. 140. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.14.1.94 | Gene a ed on 2023-01-16 12:46:09 K edi beziehungen zwischen eine Bank und ih en K edi nehme n 101 de in (2) angegebene E wa ungswe de Ände ung des Ve mögens de Hausbank gleich Null, so gil m 1 4. i a + )K0-g-q)X (3) 1 + Wo _ 1,05 • 70 - 0,1 • 35,7 0,9 • 70 = 1,11 , so daß also io on de Hausbank in Höhe on genau 11 •%> angese z wi d, wenn de Kapi alma k zins ge ade 5 Vo be äg . Die Fo de ung de Hausbank im Zei punk 1 be äg dann (1 + io) Ko = 77,70. Da das Un- e nehmen bei eine Einzahlung on Y = 147 diese Fo de ung oll- s ändig ilgen kann, s eh die ange üh e Implika ion Y > (1 + io) Ko nich im Wide sp uch zium E gebnis. Nach de Da s ellung de K edi e gabeen scheidung im Zei punk 0 be ach en wi nun die Si ua ion im Zei punk = 1. Im Falle Y = 147 kann das Un e nehmen auch noch die Anschlußin es i ion on ai = C = 63 on sich aus ä igen und den Res be ag Y — C — (1 + io) Ko = 6,3 zum Ma k zins uß = 0,05 anlegen, so daß das End e mögen des Un e neh- mens im Zei punk 2 mi 27 °/o Wah scheinlichkei 1,05 • 6,3 = 6,615 und mi 63 <Vo Wah scheinlichkei 6,615 + 189 = 195,615 be äg . Is de Einzahlungsübe schuß im Zei punk = 1 abe Null, so kann das Un e nehmen die K edi o de ung de Hausbank nich aus eigenen Mi eln begleichen. Die Bank könn e — wie in den an angs anges ell en K edi wü digkei sübe legungen un e s ell — in diesem Fall übe das Un e nehmens e mögen e ügen und wü de dann aus de Liquida- ionsmasse den Be ag X = 35,7 e hal en. Da das Un e nehmen im Liquida ions all die Anschlußin es i ion nich meh du ch üh en kann, is das End e mögen des Un e nehmens im Zei punk 2 mi 10 <Vo Wah scheinlichkei gleich Null. De E wa ungswe de Ände ung des End e mögens des Un e neh- mens be äg bei un e s ell e Liquida ionss a egie de Hausbank so- mi (4) E (AV2) = - (1 + ) 2V0 + q (1 + ) [Y - C - (1 + i0) K0] + pqZ = - 47,4075 + 125,0235 = 77,616 , OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.14.1.94 | Gene a ed on 2023-01-16 12:46:09 108 Be nd Rudolph is ig no ged ungen au P olonga ionswünsche eingeh ode ob ih Ve hal en eine lang is igen S a egie en sp ich . End e mögens e eilung bei Wah schein- lichkei ku zsich ige o ausschauende K edi e gabepoli ik K edi e gabepoli ik 0,63 195,615 196,1287 0,27 6,615 7,1287 0,07 40,95 34,3459 0,03 0 0 E(V2) 127,89 127,89 X(1 + )2V0 X 47,4075 X 47,4075 E (AV2) 80,4825 80,4825 Abbildung 3: Ve eilung des End e mögens des In es o s bei eine ku z- sich igen und bei eine o ausschauenden K edi e gabepoli ik de Hausbank III. Auswe ung de Modelle gebnisse Im Abschni II. wu de mi Hil e eine Beispiel echnung das mögliche Ve hal en eine Hausbank un e such , wenn in au einande olgenden Zei punk en En scheidungen übe die K edi e gabe an einen K edi - nehme ge o en we den müssen, weil de jeweils ak uelle K edi - beda nich schon zu Beginn de K edi nehme -K edi gebe -Beziehung mi Siche hei bekann is . Die Modellanalyse ha gezeig , daß die Haus- bank un e Ums änden be ei is , in spä e en Pe ioden K edi e zu Kon- di ionen zu e geben, zu denen ande e Banken aus Kos eng ünden eine K edi e gabe e weige n müssen. Man kann dieses Ve hal en in de Weise deu en, daß die Hausbank in eine schwie igen wi scha lichen Lage des K edi nehme s leich in eine Si ua ion komm , zusä zlich K e- di e bewilligen zu müssen, um ih e Al k edi e mögliche weise doch noch zu e en. Das Ve hal en läß sich eben alls als Aus luß eine lang is i- gen Poli ik de Hausbank e klä en, in de die Möglichkei eine zusä z- lichen K edi e gabe be ei s bei de u sp ünglichen K edi e gabeen - scheidung be ücksich ig wu de. Aus dem beobach ba en Ve hal en de OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.14.1.94 | Gene a ed on 2023-01-16 12:46:09 K edi beziehungen zwischen eine Bank und ih en K edi nehme n 109 Banken kann man also nich da au schließen, ob sich Banken ih en K edi nehme n gegenübe in eine Abhängigkei ssi ua ion be inden. Das disku ie e K edi e gabeen scheidungsmodell a bei e nich nu e ein achend mi den im Abschni II. 1. disku ie en Da en eine spe- ziellen In es i ionsgelegenhei , es e nachlässig da übe hinaus einige wesen liche inanzpoli ische Komponen en. So wi d de Ein luß de Finanzie ungsen scheidungen au die In es i- ionspoli ik des Un e nehmens nu implizi be ücksich ig . De Eigen- üme und de d i e K edi gebe e weige n zwa den Zusa zk edi , die Hausbank übe nimm abe le z lich die Finanzie ung, so daß die In- es i ionspoli ik nich on de bei eine Eigen inanzie ung abweich . Du ch ih e K edi en scheidung kann die Hausbank auch die Posi ion des Eigen üme s e besse n, so daß in dem hie o ge agenen Modell gleichlau ende In e essen de Hausbank und des In es o s o liegen. Mye s7 ha in ande em Zusammenhang gezeig , daß ein e schulde es Un e nehmen bei eine ungüns igen Wi scha sen wicklung „eigen lich" o eilha e In es i ionsmöglichkei en un e Ums änden ga nich e - g ei , wenn nämlich da on im bes en Fall die Gläubige p o i ie en können. Auch die Di idendenpoli ik wi d in dem disku ie en Modell nich behandel , da im Zei punk 1 keine Ausschü ungsen scheidungen o - gesehen sind. Bei Un e nehmensk edi en is die Bank ja unsiche da - übe , welche Di idendenbe äge in den nächs en Pe ioden an die Eigen- üme ausgeschü e we den und dami die Ha ungsmasse des Un e - nehmens e lassen. Hellwig8 ha gezeig , daß die Hausbank un e Be- ücksich igung de möglichen Ausschü ungen e suchen wi d, ih K e- di limi ehe nied ige zu hal en als man es e wa en soll e. Das Un e - nehmen kann nämlich du ch ein nied ige es K edi limi e anlaß we - den, seine „s illen K edi ese en" nich zu übe schä zen und sich somi im E ek in seinen Ausschü ungen an die Eigenkapi algebe ehe zu- ückhal en. Obwohl wesen liche P obleme inanzpoli ische En scheidungen aus dem Modellansa z ausgeklamme wu den, lassen sich doch aus de p inzipiell dynamisch angeleg en Be ach ung de K edi beziehungen 7 S . C. Mye s, De e minan s o Co po a e Bo owing, in: Jou nal o Finan- cial Economics, Jg. 5, 1977, S. 147 . s M. F. Hellwig, A Model o Bo owing and Lending wi h Bank up cy, in: Econome ica, Jg. 45, 1977, S. 1879 . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.14.1.94 | Gene a ed on 2023-01-16 12:46:09 110 Be nd Rudolph zwischen Banken und ih en K edi nehme n einige Schluß olge ungen ziehen. In de Li e a u zu K edi wü digkei sp ü ung is es heu e as schon ein Gemeinpla z gewo den, on den Banken zu o de n, bei ih en K e- di en scheidungen au die E agsk a ih e po en iellen K edi nehme und nich au de en Ve mögenssubs anz abzus ellen. Ve mögen, so hö man, sei schließlich nu insowei on Bedeu ung, als es eben die Quelle zukün ige E äge da s ell . Demgegenübe zeig das Modell, daß Banken gu da an un, wenn sie dem Ve mögenss a us ih e K edi - nehme g oße Bedeu ung schenken. Liquidie ba es Un e nehmens e - mögen e höh die Oppo uni ä skos en eine Anschlußk edi e gabe und kann so da o bewah en hel en, zu iel Geld zu möglichen Re - ung al e K edi e nachschießen zu müssen. Ganz analog zu diesem Ge- dankengang kann man Banksiche hei en als Hil smi el zu Ve mei- dung eine möglichen Abhängigkei om K edi nehme e klä en, so daß die S ellung on Siche hei en auch in dem Fall a ional sein kann, in dem eine Bank alleinige Gläubige eines Un e nehmens is und so- mi die Banksiche hei nich zu Um e eilung on Risiken zwischen den Gläubige n dienen kann. Süch ing9 ha die „Bankloyali ä als G undlage zum Ve s ändnis de Absa zbeziehungen on K edi ins i u en" he ausges ell und insbeson- de e le n heo e isch Übe legungen zu E klä ung und Ges al ung de Bank-Kunde-Beziehung o ge agen. Fü die spezielle e Bank-K edi - nehme -Ve bindung s ü z das o ge agene Modell die These Süch ing s} wobei alle dings nich le n heo e ische Übe legungen, sonde n die be- sonde e S uk u de K edi nehme -K edi gebe -Beziehung als E klä- ung ü die Loyali ä de Bankkunden in den Vo de g und ges ell wi d. Planungsansä ze zu S eue ung des K edi geschä es de Banken ge- hen egelmäßig on eine s a is ischen Masse po en ielle K edi e bin- dungen aus und e suchen K i e ien anzugeben, mi denen sich o eil- ha e on nich o eilha en Engagemen s ennen lassen. De cu -o - poin als op imale T ennungspunk wi d in allen bislang o mulie en Ansä zen einsei ig aus Ve eilungsschä zungen de o gegebenen K e- di ückzahlungswah scheinlichkei en e mi el . Das o ge agene Modell weis da übe hinaus da au hin, daß die Fes legung des cu -o -poin s ö J. Süch ing, Die Bankloyali ä als G undlage zum Ve s ändnis de Ab- sa zbeziehungen on K edi ins i u en, in: K edi und Kapi al, Jg. 5, 1972, S. 269 - 300. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.14.1.94 | Gene a ed on 2023-01-16 12:46:09 K edi beziehungen zwischen eine Bank und ih en K edi nehme n 111 Ein luß au die In es i ionspoli ik des Un e nehmens ha , sei es, daß die Fes legung de Risikop ämie die Kapi alkos en des K edi nehme s e - ände , sei es, daß die Fes legung eine e nachlässigba en K edi aus- allwah scheinlichkei die ele an en K edi es ik ionen des K edi - nehme s e ände . In beiden Fällen da die Bank nich nu das au sie zukommende Risiko kons a ie en. Sie muß ielmeh auch den aus ih em En scheidungs e hal en esul ie enden Ein luß au das En scheidungs- e hal en des K edi nehme s und somi au die mögliche Ände ung de K edi nehme isiken abzuschä zen e suchen. De o ge agene Ansa z is wegen de Annahme homogene E wa - ungen übe die In es i ionseinzahlungen wenig ealis isch. Bei inhomo- genen E wa ungen wi d eine An izipa ion de zukün igen K edi nach- age eines Kunden schwe allen. Da sich ohne An izipa ionsmöglich- kei nun eine en sp echende P eis eak ions unk ion bzw. im Risiko- no mie ungsansa z eine en sp echende K edi aus all ole anz unk ion nich kalkulie en läß , bleib ü die Banken nu eine gewisse K edi - a ionie ung10 als Vo so ge üb ig, um nich in spä e en Pe ioden schlech- em Geld gu es hin e he we en zu müssen. Zusammen assung Ein dynamisches Modell de K edi beziehungen zwischen eine Bank und ih en K edi nehme n Ziel des Bei ages is es zu zeigen, daß es ü K edi gebe in bes imm en Si ua ionen a ional sein kann, K edi engagemen s zei lich auszudehnen und/ ode be agsmäßig au zus ocken, obwohl die so en s ehenden K edi posi ionen iskan e sind, als es den du chschni lichen Siche hei san o de ungen (Boni- ä sno men) de Bank an die Quali ä ih e K edi o de ungen en sp ich . Die zusä zliche K edi posi ion wä e im U eil de Bank unzulässig, d. h. de K edi nehme nich k edi wü dig, wenn nich be ei s K edi o de ungen ge- gen den be ach e en K edi nehme in den Vo pe ioden au gebau wo den wä en. Sie kann unzulässig sein im U eil jede ande en Bank mi gleichen E wa ungen und gleiche Risikoeins ellung, sowei diese Bank eine K edi - e bindung mi dem be ach e en K edi nehme bislang nich eingegangen is . Das mögliche Ve hal en de Banken, du ch die Gewäh ung zusä zliche K edi e zwei elha e K edi e e en zu wollen, bzw. gu es Geld dem schlech en hin e he zuwe en, wi d mi Hil e eines ein achen dynamischen Modells des K edi e gabeen scheidungsp ozesses beg ünde . Dieses Modell dien gleich- 10 Zu Ra ionali ä de K edi a ionie ung gl. insbesonde e D. M. Ja ee und Th. Rüssel, Impe ec In o ma ion, Unce ain y, and C edi Ra ioning, in: Qua e ly Jou nal o Economics, Jg. 90, 1976, S. 651 . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.14.1.94 | Gene a ed on 2023-01-16 12:46:09 112 Be nd Rudolph zei ig de He auss ellung einige wesen liche De e minan en de K edi - gebe -K edi nehme -Beziehung, die ein solches Ve hal en begüns igen kön- nen. Das Modell gib da übe hinaus Anlaß, au Ins umen e hinzuweisen, die die Banken einse zen können, um in spä e en S adien de K edi bezie- hung Si ua ionen zu e meiden, in denen sie zu eine ex an e nich beab- sich ig en P olonga ion ode Au s ockung ih es K edi s genö ig we den können. Summa y A Dynamic Model o C edi Rela ions be ween a Bank and i s Bo owe s The objec o he a icle is o show ha o lende s i may p o e a ional in ce ain si ua ions o p olong c edi commi men s and/o inc ease he amoun s in ol ed, al hough he esul ing c edi posi ions a e mo e isky han would be consonan wi h he a e age secu i y equi emen s (c edi no ms) o he bank wi h espec o i s lendings. The addi ional c edi would be impe missible in he iew o he bank, i.e., he bo owe would no be c edi wo hy, i c edi claims agains he bo owe in ques ion had no been buil up in he p e ious pe iods. I may be impe missible in he iew o any o he bank wi h he same expec a ions and he same a i ude o isks, i such o he bank has no hi he o en e ed in o c edi ela ions wi h he bo owe in ques ion. The possible beha iou o he bank in ying o sa e dubious c edi s by g an ing addi ional c edi s, o h owing good money a e bad, is demon- s a ed wi h he help o a simple, dynamic model o he c edi -g an ing decision p ocess. Simul aneously his model se es o b ing ou some im- po an de e minan s o lende -bo owe ela ions, which may a ou such beha iou . O e and abo e his, he model gi es occasion o d aw a en ion o ins umen s which banks can use o a oid in la e phases o c edi ela ions si ua ions in which hey may be cons ained o eso o an ex an e unin ended p olonga ion o inc ease o hei c edi . Résumé Modèle dynamique des ela ions inanciè es en e une banque e ses emp un eu s L'é ude a pou obje de démon e que dans des si ua ions dé e minées il peu ê e a ionnel pou le bailleu de onds de p o oge e /ou d'acc oî e les mon an s de ses engagemen s inancie s, bien que les nou elles posi ions de c édi ainsi é ablies compo en des isques ne co espondan plus aux exigences moyennes de sécu i é equises pa la banque pou la quali é des c éances (no mes de quali é). Les posi ions supplémen ai es de c édi se aien inaccep ables pou la banque, c. à. d. que le demandeu de c édi ne se ai pas éligible si des c éances n'a aien pas é é ag ées dans des pé iodes an é ieu es à l'éga d du même demandeu . Elles se aien inaccep ables à l'es ime de ou e au e banque ayan les mêmes objec i s e les mêmes OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.14.1.94 | Gene a ed on 2023-01-16 12:46:09 K edi beziehungen zwischen eine Bank und ih en K edi nehme n 113 é alua ions des isques si ladi e banque ne s'é ai pas aupa a an engagée dans des ela ions de c édi a ec le demandeu en ques ion. Le compo emen possible des banques consis an à sau e des c édi s dou eux pa l'oc oi de c édi s complémen ai es, c. à. d. d'assaini du mau ais a gen en injec an ul é ieu emen du bon a gen , es mo i é à d'aide d'un modèle dynamique simple du p ocessus de décision de l'oc oi de c édi . Ce modèle se simul anémen à me e en é idence quelques dé e minan es essen ielles de la ela ion „c éancie -emp un eu " qui pou aien a o ise pa eil compo emen . Le modèle donne égalemen l'occasion d'a i e l'a en- ion su les ins umen s que les banques peu en me e en oeu e pou é i e à des s ades ul é ieu s de la ela ion de c édi des si ua ions dans lesquelles elles se oien o cées d'adme e de p o oga ions ou augmen a ions de c édi s non en isagées à l'o igine. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.14.1.94 | Gene a ed on 2023-01-16 12:46:09